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Zweifel an Beziehung nach Geburt: Darum stellt das erste Kind viele Paare auf die Probe - Interview mit Anne

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Zweifel an Beziehung nach Geburt: Darum stellt das erste Kind viele Paare auf die Probe - Interview mit Anne

Das Thema der Podcastfolge dreht sich um den Übergang vom Liebespaar zum Elternpaar und die Herausforderungen, die dies mit sich bringt. Anne, eine zweifache Mutter und Coachin, erzählt von ihrem persönlichen Erlebnis: Als sie das erste Kind bekommen hat, verschwand der Fokus auf die Beziehung, da die neue Rolle der Mutter und die täglichen Herausforderungen wie Erziehung und Zeitmangel alles überwältigten. Sie merkt, dass es ein Baustein war, dass das Wissen über die unterschiedlichen Rollen erst später im Coaching und bei der Ausbildung entstand. Viele Paare erleben, dass die romantische Vorstellung von Familie durch die Realität der Elternarbeit und der emotionalen Belastung erschüttert wird. Äußere Einflüsse wie Ratschläge von Großeltern oder Schwiegereltern verschärfen die Spannungen. Um dies zu vermeiden, wird ein präventiver Ansatz empfohlen: Paare sollen vor der Geburt die Grundlagen ihrer Beziehung, ihre Werte und ihre Kommunikationsfähigkeiten aufbauen. Dazu gehören Reflexionsabende, gemeinsame Ankommensrituale und regelmäßige Reflexionen über Entscheidungen und Kompromisse. Diese Praktiken stärken die Beziehung, indem sie die Energiezustände der Partner erkennen und gemeinsam Werte und Grenzen definieren. Die Folge beschreibt auch, dass eine gute Trennung nicht nur die Trennung der Partner bedeutet, sondern vor allem, dass Kinder sich geborgen fühlen und die Eltern klar kommunizieren können. Die Abschlussbotschaft ist klar: Paare sollten nicht auf die Geburt warten, um ihre Beziehung zu überprüfen, sondern aktiv davor vorsorgen, um eine glückliche, stabile und wertschätzende Beziehung weiterzuführen.

Transcription

6262 Words, 37254 Characters

German
Hallo Anne, schön, dass du da bist. Ja, hallo, danke, dass ich da sein darf. Ja, wir haben heute eine besondere Podcast-Folge. Wir nehmen einmal mit dir auf, schauen, wer bist du, was machst du bei uns und haben natürlich auch ein Thema mitgebracht. Das Thema lautet Zweifel an der Beziehung nach der Geburt. Darum stellt das erste Kind viele Paare auf die Probe. Vielleicht magst du kurz erzählen, wie war das denn für dich, als du das erste Mal Mutter geworden bist? Tja, ich würde mal sagen, dass da gar nicht so der Fokus auf die Beziehung mehr war, sondern plötzlich ist da ein Kind, was ganz viel Zeit braucht, was ganz viel Zeit in Anspruch nimmt und ja auch alle möglichen Gefühle irgendwie mit sich bringt. Und ich glaube, da war dann auch bei mir der Fokus auf die Beziehung nicht mehr so wirklich da. Ich würde sagen, wir haben das dennoch gut gemeistert damals, aber so bewusst kann ich nicht sagen, dass da wirklich viel Fokus auch auf eine Beziehung war. Einfach auch, weil die Zeit oftmals nicht da ist. Deswegen sprechen wir immer davon, dass man das Liebespaar etwas pausiert und dann das Elternpaar erstmal vorrangig da ist. Aber der Switch zum Zurückfinden, der fällt vielen schwer. Ja, wenn du an dieser Stelle angekommen bist, bist du im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian, begleitet heute von Anne, nicht von Ina. Und wir sind Coaches und Paartherapeuten und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche, unabhängige und harmonische Beziehung. Heute geht es darum, dass viele Paare ja den Wunsch haben, eine glückliche Familie zu gründen. Das heißt, da gehören für die meisten ja so ein, zwei, vielleicht drei Kinder dazu. Und das ist eine ganz romantische Vorstellung, die man hat, wie das dann ablaufen wird, wenn dann die Familie da ist und hat man vielleicht viele Bilder so im Kopf aus dem Fernsehen, von Social Media, vielleicht von Bekannten. Aber da sieht man meistens eben nur das Gute und nicht, wie herausfordernd diese Phase sein kann. Damit wollen wir uns heute näher beschäftigen und auch ein bisschen reinhorchen, wer du bist und was so deine Schwerpunkte sind. Und dass Paare, die sich bei uns für ein Coaching interessieren, dich dann auch als Coach einmal näher kennenlernen können. Starten wir auch so direkt. Vielleicht stellst du dich einmal kurz vor. Erzähl mal, wer du bist, dass die Paare, die zuhören, einen kleinen Eindruck von dir gewinnen können. Ich bin Anne, ich bin Anfang 40 und zweifache Mama von zwei wundervollen Jungs und lebe getrennt vom Papa der Kinder. Wir haben das Wechselmodell, haben uns für das Wechselmodell entschieden. Eine Woche sind die Kinder bei mir, eine Woche beim Papa. Und zusätzlich bin ich in einer wundervollen Beziehung. Die ja auch auf den Werten vom Hanseatischen Institut beruht oder auf den Systemgesetzen auch und dem Wissen. Ja, du warst ja damals bei uns im Coaching. Ich glaube, Nike hat euch begleitet. Ja, genau. Und wenn du jetzt so zurückblickst und auf das Thema heute schaust, wirst du sagen, das war ein herausfordernder Punkt bei euch. Dieser Switch Elternpaar zu werden und dann wieder zurück zum Liebespaar zu finden. Ja, tatsächlich. Also ich glaube, das ist. Das ist ganz unbewusst alles abgelaufen damals. Mir ist auch erst mit der Ausbildung am Hanseatischen Institut bewusst geworden, dass es überhaupt ein Liebespaar und ein Elternpaar gibt. Das war mir überhaupt nicht klar damals. Und natürlich hat Nike das damals sicherlich auch schon angesprochen. Aber so das ganz klare Bewusstsein kam dann erst nochmal später bei mir. Und auch zu sehen. Im Nachgang, wie einfach ein Kind diese Liebesbeziehung verändert und wie der Fokus komplett aufs Elternpaar geht. Das war bei mir definitiv ein großer Stolperstein. Und ich denke auch, dass wir es zwar gut aufgelöst haben im Coaching bei Nike. Ja, dennoch hat es bei uns zu einer Trennung geführt, aber auch zu einer guten Trennung. Mit Sicherheit, weil wir das Coaching hier. Gemacht haben. Beschreib mal kurz, was heißt denn für dich eine gute Trennung? Denn das ist für manche, die natürlich gerade so mitten in der Krise sind. Vielleicht, wenn sogar noch ein bisschen Verlustangst oder auch ein bisschen mehr mit reinspielt, hört sich das immer sehr bedrohlich an. Wenn man sagt, wir haben uns getrennt. Was heißt denn für dich eine gute Trennung? Ich würde es tatsächlich als eine gute Trennung für die Kinder bezeichnen. Also ich glaube, wir haben. Wir sind schon immer stark als Elternpaar und haben den Fokus. Ganz klar auf die Kinder auch dargesetzt. Wie können wir die Kinder bestmöglich begleiten? Wie können wir dafür sorgen, dass sie sich trotzdem geborgen fühlen? Wir haben sie im Prozess, würde man sagen, soweit es für sie nötig war, mit eingebunden und ihnen einfach an allen Stellen versucht, Halt zu geben. Und so, dass sie auch jetzt einfach die Freiheit haben, auf beiden Seiten das zu sagen, was ihnen wichtig ist. Also natürlich ist es manchmal so, dass irgendwo eine Situation ist bei einem und sie das aber auch dann klar ansprechen können. Eine Situation, wo sie sich vielleicht mal unwohl fühlen oder sowas und dass sie das klar ansprechen dürfen. Oder sie haben auch von uns das klare Verständnis, wenn sie sich irgendwann mal bei einer Person nicht mehr wohlfühlen, bei einem Elternteil, dann können sie sich für das andere, für ein Leben beim anderen Elternteil entschieden. Von dem her würde ich sagen, dahingehend bestmöglich. Es ist ja schon ein paar Jahre her, wenn das Thema Trennungsbegleitung ja auch bei uns ein bisschen weiterentwickelt. Hattet ihr damals schon die Rollenspiele mit Ina oder mit Nike gemacht, zu schauen, wie sagt man es den Kindern, was für Emotionen können da auf einen zukommen, wie begleitet man das als Paar optimal oder hattet ihr es noch nicht? Das hatten wir im Coaching mit Nike nicht. Wir haben uns aber all das Wissen auch geholt. Ich glaube tatsächlich auch durch den Podcast bei euch nochmal. Also wirklich, welche Steps auch in Vorbereitung, wer redet, wer ist dann derjenige, der die Kinder auffängt. Sagt man es auch den Kindern, die unterschiedlichen Level, die die Kinder brauchen und auch so dieses Wissen, dass Kinder damit ganz unterschiedlich umgehen. Also der Große war tatsächlich sehr in der Trauer dann erstmal und für den Kleinen war okay, danke für die Info, ich gehe dann erstmal. Und der hat es ganz anders verarbeitet und das war aber für uns gut, dass wir uns dieses Wissen holen konnten. Und ja, ein Baustein da war auch euer Podcast. Ja, jetzt sitzt du selber hier. Vielleicht erzählst du kurz, wie war denn dein Weg dann zu uns? Warum hast du als Lebensirrlisten-Coachin begonnen? Ja, ich war so begeistert von der Methodik, dass man wirklich auch Dinge nachhaltig auflösen kann und habe mich dann selber dafür entschieden, beim Hanseatischen Institut die Ausbildung zu machen. Und ja, bin da auch meinen Weg gegangen und ja, dadurch jetzt auch bei euch gelandet. Und wenn du so bei uns coachst, was würdest du sagen? Was sind deine Lieblingsthemen? Hast du Lieblingsthemen überhaupt? Nee, ich mag tatsächlich die Vielfalt. Also ich finde es immer wieder spannend, überhaupt auch die Lebensgeschichten der Menschen zu hören und zu schauen, was hat sie dahin geführt, wo sie jetzt sind. Also es ist spannend, Einzelcoachings zu haben, wo manchmal wirklich gestandene Personen vor dir stehen, die eben enorm verletzt sind und dann irgendwie nicht weiter wissen und dann auch starke Paare vor dir zu haben, die aber aufgrund von dem fehlenden Wissen, wie man Konflikte auflöst, so in Schieflage geraten sind, dass sie jetzt tatsächlich am Punkt sind, ob sie sich trennen sollen oder nicht und dann da wirklich auch wieder dafür zu sorgen, hey, man kann das wirklich schaffen, man kann mit entsprechendem Wissen, mit entsprechender wertschätzender Haltung, kann man wieder dahin kommen, eine stimmige Beziehung zu führen. Das finde ich alles spannend. Also ich freue mich immer wieder drauf, okay, was kommt jetzt als neues, neue Pralinschachtel, wenn da ein neues Paar kommt oder eine neue Einzelperson? Schön, jetzt habe ich mir das Bild der Pralinschachtel, wenn ich ein neues Paar sehe. Sehr gut. Wir haben in den Coachings ja häufig Paare, wo einer von beiden oder sogar beide ein Unternehmen führen oder sehr hohe Positionen im Unternehmen haben und auch immer selbst von sich, ich sage mal so ein bisschen ernüchtert, enttäuscht teilweise, dass sie sagen, Mensch, ich führe eine große Anzahl von Menschen, habe ein großes Team, was ich leite und in der Beziehung, da kriege ich das nicht hin mit der Kommunikation. Die verstehen das immer selber nicht so ganz, warum das bei der Arbeit für sie läuft und zu Hause passt das dann nicht und sie kriegen das nicht hin, da auf einen Nenner zu kommen. Jetzt haben wir ja das Thema heute, dass es darum geht, ja, wie kann man das Thema Elternpaar, Liebespaar nochmal, nochmal neu betrachten. Du hast selbst gesagt, bei dir ist erst das Wissen nachher im Coaching und später nochmal Vertiefen in der Ausbildung entstanden. Glaubst du, dass das fehlende Wissen die Ursache dafür ist, dass dieser Switch zurück zum Liebespaar nicht so gut gelingt für viele? Oder was würdest du sagen, ist die Ursache dafür, dass man dann so in diesem Elternpaar verweilt und dann eher nicht mehr so gut zurückfindet zum Liebespaar? Also ich glaube tatsächlich, dass es ein Baustein ist. Dieses fehlende Wissen, dass sich eben die komplette Unsicherheit, Rolle verändert, also man selber ja, also ich bin Frau, ich bin Ehefrau, ich bin Arbeitnehmerin zum Beispiel und plötzlich kommt die Rolle der Mutter dazu, aber halt auch, wir haben eine Liebesbeziehung geführt bisher und gehen jetzt in eine Elternbeziehung, wo ja ganz andere Werte vielleicht auch wichtig sind oder wo auch, ja, wo man ganz anders handelt. Ich glaube, dass es tatsächlich ein Baustein ist, dass da das Wissen fehlt, dieses wir begeben uns jetzt in eine neue Rolle. Natürlich kommt da auch mit hinzu, dass anfangs Schlafmangel, fehlende Zeit, ja, und einfach auch neue Themen, die aufkommen. Es kommen ja ganz viele Fragen auf einmal, wie füttere ich am besten, wie wickele ich am besten, wie, keine Ahnung, wo geht es in den Kindergarten und sowas, also da kommen ja ganz viele Fragen da mit hinzu. Aber ich glaube tatsächlich, dass man vielleicht Paaren helfen könnte, wenn sie vorab schon wissen, es gibt einen Unterschied zwischen Liebespaar und Elternpaar und ihr dürft tatsächlich auch einen Fokus auf euer Liebespaar legen. Ja, und das zeigt sich dann, wie stabil war das Fundament bis dahin. Denn dann kommt es zum Tragen, ob das stabil war oder nicht, denn wenn erstmal Schlafmangel, Zeitnot und Quo da ist, dann zeigt sich eben, haben wir ein stabiles Fundament, worauf wir jetzt aufbauen können und oder haben wir eben kein so stabiles Fundament und das, was dann vorher vorlag, das setzt sich eben auch ein Stück weit fort, wenn es vorher schon kriselte und schwierig war, sich über Dinge auszutauschen, sich vielleicht für den anderen mal Zeit zu nehmen, eine extra Meile zu gehen, dann wird es dann umso schwieriger, wenn die Ressourcen platt sind und dann kommt noch ein neues Thema auf einmal dazu, nämlich das Thema Erziehung, wo man jetzt auf einmal so in den Werteabgleich geht und dann merkt, ja, da haben wir ja doch unterschiedliche Ansichten und der eine möchte das doch ein bisschen strenger als der andere und bei dem einen ist ein bisschen mehr Muss drin als beim anderen und so weiter. Also ein ganz neues Themenfeld rückt auf einmal hinzu, was vorher gar nicht da war und worüber man sich auch vorab nur recht theoretisch unterhalten kann, wenn man nicht selber im Mutter- oder Vatergefühl drin steckt. Da frage ich mich zum Beispiel auch, ob es präventiv gut wäre, darüber zu reden, also auch vielleicht Coachings anzubieten für Paare, die ein Kind möchten und eben auch Dinge aufzuzeigen, was sind eure Werte, was sollen eure Werte sein, wo möchtet ihr besonders drauf achten und vielleicht auch eben zu zeigen, da gibt es immer wieder Stolpersteine, also auch wenn ich zum Beispiel auf eine ausgewogene Ernährung achten möchte, ist es natürlich im Alltag dann mit Schlafmangel und wenig Zeit einfach nicht möglich, den Fokus jedes Mal drauf zu halten, aber wenn man so ein Grundverständnis vorher schon davon hat oder halt vielleicht auch merkt, okay, da sind wir komplett unterschiedlicher Meinung, macht es überhaupt Sinn, gemeinsam ein Kind zu kriegen, frage ich mich, ob das nicht auch eine Hilfestellung wäre. Ich glaube, das wäre total sinnvoll, wenn das ab und zu mal, dass jemand präventiv kommt, die meisten sind natürlich bei uns schon in der Krise, aber ich hatte zum Beispiel mal ein paar, die sind zu uns gekommen, die haben das als Hochzeitsvorbereitung gemacht, um zu sagen, wir wollen gerne heiraten, aber wir wollen vorher einmal checken, dass unser Fundament total stabil ist, dass alles passt. Und das fand ich total gut, so vor der Hochzeit, das nochmal zu stabilisieren und das wäre auch etwas, was man auch ohne schon das Mutter- oder Vatergefühl zu haben, sehr gut machen könnte, bevor man Kinder bekommt, das gemeinsame Fundament stabilisieren und damit die Grundlage für ausreichend Energie in dieser Phase zu haben, aber auch dann die kommunikativen Fähigkeiten, um sich wertschätzend miteinander auszutauschen. Dass man in dieser Situation, wo es dann soweit ist, dann funktioniert. So ein bisschen so, als würde man ohne Vorbereitung, als würde man sagen, ich starte mal mit dem Marathon und gehe vorher nicht trainieren. Und weiß gar nicht genau, was auf mich zukommt und habe mal quasi mein Fundament, also das heißt meine Muskulatur, meine Atmung, mein Herz-Kreislauf-System, habe ich alles noch nicht darauf ausgelegt, aber ich starte einfach mal. Und so, finde ich, starten dann doch viele in dieses Thema hinein und starten einfach mal. Man hat ja eine Hebamme und so weiter, man hat ja Hilfe und naja, ich habe ja noch meine Mutter und meine Schwiegermutter und die haben ja auch Kinder gekriegt, aber dass die natürlich irgendwie eine Generation davor sind und ganz andere Werte in der Erziehung hatten, ganz andere Partnerschaften hatten. Meine Mutter, die hat immer nur ein bisschen Teilzeit gearbeitet, war aber eigentlich immer da und das ist was ganz anderes als heute, wo die Paare, ich habe jetzt viele Paare gerade, wo ich wieder verblüfft bin, also wie viel die tatsächlich so unterbringen in ihrem Leben, aber natürlich, man merkt man, wo läuft es dann darauf hinaus, nämlich auf die Krise, wenn dann beide einen Vollzeitjob haben, dann haben sie zwei, drei Kinder, dann kümmern sie sich um den Haushalt komplett selber, also wo man dann sich fragt, wo soll dann noch die Zeit für Paarzeit herkommen und damals war es ja ganz anders, die Familienarbeitszeit war ja ungefähr die Hälfte von dem, was sie heute ist. Ja, und damals hat man ja auch mehr auch in der Familie gelebt, sodass letztlich Oma und Opa vielleicht auch mal eine Zeit abdecken konnten, weil man halt viel näher zusammen gewohnt hat, das ist ja heute auch nicht mehr so gegeben. Und präventiv war auch schön, weil es ist ja immer umso trauriger, wenn man eigentlich so eine romantische Vorstellung von dieser Zeit hat und merkt, dass da so richtig die Krise dann zum Vorschein kommt, was bei uns ja auch die Rush-Hour bei den Paaren, also die meisten Paare kommen zu uns, wenn das jüngste Kind so zwischen ein und vier Jahre alt ist, was man hat. Dann ist es so, dass man merkt, oh Mann, jetzt haben wir Kinder bekommen, dann haben die meisten irgendwie das Haus vielleicht auch erledigt, also es gebaut oder gekauft und da sind sie drin und dann merken sie, ah, die Letzten, das Älteste, Kind ist vielleicht sechs, sieben, die Letzten sechs, sieben Jahre, die waren echt anstrengend. Wir haben super viel für die Kinder gegeben, aber irgendwie haben wir uns so ein bisschen verloren und sind in ganz schön vielen Konflikten drin und dann beginnt das Aufräumen. Aber dann hast du ja schon eben diese leidvolle Phase hinter dir gehabt und musst aufräumen. Das wäre total schön, wenn man das vorab machen würde, dass man gar nicht erst in diese Phase reinläuft und vielleicht dadurch ein bisschen mehr das Elternwerden wirklich genießen kann. Ja, ja. Was würdest du sagen, so typische Herausforderungen, die das erste Kind dann so mit sich bringt, warum dann einige Paare eben aus dieser romantischen Vorstellung auch rausgeworfen werden? Ich denke einerseits eben diese vielen Einflüsse von außen, also einfach auch die vielen Fragestellungen, die man hat, wo man hundert verschiedene Meinungen kriegt, aber noch keine eigene Meinung hat. Das heißt, man muss sich eben ganz stark damit auseinandersetzen, passt das für mich, oder nicht, passt das jetzt für mein Kind? Und wenn man da glaube ich auch noch nicht fest genug Elternpaar ist, um zu sagen, okay, nee, das ist jetzt tatsächlich unser Weg, den möchten wir so gehen, vielleicht auch entgegen all der Meinungen von außen, glaube ich, ist das sehr schwierig. Ja, und es sind halt einfach so viele neue Themen, die da aufkommen immer. Meinungen von außen, das kann ich gut nachvollziehen. Das gibt es ja dann häufig auch, dass dann die Eltern, Schwiegereltern mitsprechen, Geschwister mitsprechen. Ich erinnere einen Moment, als wir mal mit unserem Sohn am Auto waren, und er ist ja auch gefühlt stark, hatte gerade einen Wutausbruch, er müsste so anderthalb vielleicht gewesen sein, und ich war gerade dabei, ihn zu versuchen, hinten im Auto in den Kindersitz hineinzubekommen. Wenn du ein wütendes Kind hast, was sich dann so durchdrückt und so schreit und so weiter, das ist dann ja auch nicht so einfach. Du willst ja auch aufpassen, dass er mir nicht wehtut, er sich nicht wehtut. Ich will ihm auch nicht wehtun. Und dann versucht, Mensch, wie kriegen wir das hin, dass er jetzt da dann ein bisschen zur Ruhe kommt, sich hinsetzt und so weiter. Und dann kam von hinten eine wildfremde ältere Frau, die dann anfing, von der Seite Tipps zu geben. Und ich fragte, warum? Also, ich kenne mein Kind am besten. Sie hat gar nicht mitbekommen, welche Situation da ist, und sie hat mich auch nicht unbereitschaft gefragt, ob ich denn Tipps haben möchte. Also, sie könnte ja auch zukommen und sagen, brauchen Sie Hilfe? Das würde man ja vielleicht bei ihr auch machen, wenn sie irgendwie vielleicht ein bisschen hilflos am Zebrastreifen steht, als ältere Dame, dann würde ich ja vielleicht auch hingehen und sie nicht einfach unterm Arm packen und mit rübernehmen, sondern sagen, kann ich Ihnen helfen? Brauchen Sie Hilfe? Und vielleicht sagt sie, nee, brauche ich gar nicht. Ich stehe hier und gucke nur. Das ist alles klar. Und in dem Fall auch, aber wie gerade im Ratschläge, bis ich dann die Grenze aufzeigte und sagte, ich weiß, wie es funktioniert, auch wenn es gerade nicht so aussieht, aber Sie machen es gerade schlimmer, indem Sie auf uns einreden. Dann könnten Sie bitte weitergehen. Und das kommt ja überall. Wie oft sind wir angesprochen worden, unser Sohn, der hat immer sehr viel Hitze, wenn der dann die Jacke offen hat, keine Mütze auf hat, könnten Sie Ihrem Kind keine Mütze aufsetzen? Das muss doch frieren. Nee, friert nicht. Und das ist so dieses ständig prasselt was von außen auf einen ein. Ja, und so wie du sagst, auch seine eigenen Grenzen ein Stück weit kennen und dann auch äußern können. Ich glaube nicht, dass ich damals auch in der Lage war, wirklich zu erkennen, wo ist auch meine Grenze vielleicht. Also ja, also ich meine, so wie du sagst, euer Kind hat sehr viel Hitze. Ich hatte mal gelesen, dass kleine Kinder keine Handschuhe brauchen, solange sie am Körper warm genug sind. Und das habe ich bei meinen Kindern eigentlich auch immer so wahrgenommen und habe natürlich auch mal geprüft, sind die Hände warm genug? Und es kam so oft, oh Gott, es ist kalt ohne Ende, zieh deinem Kind Handschuhe an. Nee, braucht es nicht. Ja. Und ich glaube, dass ich in manchen Situationen nicht stark genug war und dann vielleicht doch der Frieden willen lieber angezogen habe. Aber ich glaube, auch wenn ich genauer gewusst hätte, okay, was will ich eigentlich, wo will ich hin? Oder halt wir auch als Eltern hätten klar sagen können, nee, stopp, so ist tatsächlich unser Weg. Also ich meine, eine Idee ist ja zum Beispiel auch, dass man vielleicht die ersten zwei Wochen wirklich nur als Kernfamilie zusammen ist und da noch niemand rein sollte, dass man wirklich so ankommen kann und jeder seinen Platz finden kann. Und ich hätte das nicht gekonnt. Also es ist natürlich auch so der Anspruch der Großeltern, wir wollen da sein am ersten Tag. Dann sind die Freunde, die irgendwie auch besuchen wollen. Es ist ja alles wirklich gut gemeint und es ist in absoluter positiver Absicht. Aber so ein Nachgang, glaube ich, wäre für mich an mancher Stelle auch gut gewesen, zu sagen, nee, ich ziehe hier eine Grenze. Ich brauche das gerade, dass wir hier einfach erst mal zusammenwachsen können. War aber nicht möglich bei mir damals. Ich habe jetzt die Grenze da bei der wildfremden Frau gezogen. Da war das natürlich ein bisschen einfacher. In der Familie ist das schon deutlich schwerer. Wie du sagst, die haben natürlich auch ihre Erwartungen und Wünsche und das kann durchaus mal zum Konflikt führen. Wir haben das tatsächlich so gemacht, dass wir zwar so kontrolliert mal den einen oder anderen haben besuchen lassen, um ihn mal kennenzulernen, aber eben kontrolliert nach und nach, nicht alle auf einmal und so weiter. Und das hat schon durchaus Konflikte und Enttäuschungen gemacht, weil wir damals auch noch. Wir haben damals auch noch nicht die Fähigkeiten hatten, so zu kommunizieren, dass auch klar ist, wir wollen damit keinen verletzen. Das ist die gute Absicht dahinter und so weiter. Das haben wir auch damals noch nicht so gemacht. Was würdest du denn sagen, sind deine Erfahrungen, welche Konsequenzen hat das denn auch für andere Lebensbereiche? Wenn man merkt, dass da sich so eine Unzufriedenheit einstellt, wie wirkt sich das aus? Ich denke, dass man die Unzufriedenheit schon auch mitträgt in andere Bereiche. Also. Auch wieder unbewusst, ne? Dass man das vielleicht auch auf dem Beruf dann projiziert oder auch, was ich im Coaching dann auch mitkriege, dass man vielleicht dann auch im Freundeskreis einfach, ja, eine Unzufriedenheit mit reinbringt oder auch per se unzufrieden ist mit dem Freundeskreis, dass man, ja, da vielleicht manchmal auch so den positiven Blick verliert. Und dann könnte man nicht so darauf hoffen, dass die Probleme sich irgendwann. von alleine lösen und man einfach. Und das ist häufig das Bild, da man sich ja liebt, kommen doch irgendwann diese Impulse aus einem heraus, ne? Und dann muss ich ja irgendwann den Drang verspüren, da wieder mehr Zweisamkeit zu haben, sich mehr anzunähern und so weiter. Wie ist das aus deiner Erfahrung? Kommt das von alleine? Schön wär's. Ja, tatsächlich würde ich für mich sagen, dass das. dass das nicht möglich war von alleine. Also es war dann schon irgendwann das Bewusstsein da, okay, es läuft auseinander. Wir finden auch nicht mal so eine gemeinsame Sprache. Aber dann schon natürlich auch das Bewusstsein, wir müssen uns wieder Zeit schaffen. Das ist natürlich oftmals schwierig, weil mit einem Kind oder zwei Kindern sich wirklich auch Zeit einzuräumen. Und das dann eben auch, wenn man nicht die Konflikte der Vergangenheit gelöst hat, dann ist es ja auch so wie wirklich die Frage, was machen wir auch miteinander? Also ich kann mich daran erinnern, wir sind dann mal gemeinsam essen gegangen. Dann ist aber der Fokus trotzdem drauf, was hat unser Kind heute gemacht? Und das war ja so schön. Und man unterhält sich ja dann doch wieder nur auf Elternpaarebene. Ich finde auch, weil es gar keine anderen Themen oftmals mehr gibt. Also man kann sich vielleicht dann noch über die Arbeit unterhalten. Aber das ist ja auch nichts, was irgendwie eine Liebesbeziehung dann wieder zum Blühen bringt. Und ich finde, viele unterschätzen die Macht der Gewohnheit. Wenn man dann sich erst mal nach drei, vier, fünf, sechs Jahren so eingerichtet hat, dann wirkt dann doch die Gewohnheit stärker als diese Impulse. Man kennt das vielleicht, wenn man ganz gerne Sport macht und dann aber eine Zeit lang sehr passiv wird und das zurückstellt, dann hat man auch meistens nicht mehr so diese starken Aktivitäten, Aktivitätsimpulse, obwohl man es eigentlich mal mochte, weil man eben nicht mehr so drin ist und der Körper sich so dran gewöhnt hat und das Gehirn ist ja auch in Sicherheit. Es ist ja immer, wenn ich etwas verändere, dann habe ich Unsicherheit und Gefahr. Und wenn ich in dem bleibe, was ich kenne, ich komme abends nach Hause, bringe die Kinder zu Bett, setze mich auf die Couch, der eine da, der andere da, dann ist alles sicher und gewohnt. Und diese Sicherheit und dieses Ressourcensparen im Gehirn durch diese Gewohnheiten, das unterschätzen viele. Also diese Glaubenswerte, ich glaube, das muss ja als Impuls aus einem rauskommen, nur weil man sich liebt, das ist leider nicht ganz so romantisch, wie man es sich vorstellt. Und wie du schon sagst, man muss sich dann auch noch die Zeit freischaufeln, während man vorher entspannt abends sagen konnte, hey, lass uns doch einfach mal was unternehmen, muss ich jetzt immer alles organisieren. Also erst mal ist keine Spontanität mehr so richtig möglich und auch untereinander braucht es viel mehr Kommunikation und kann auch ganz schnell Enttäuschung herbeirufen, wenn man das nicht verändert. Weil wenn ich einfach spontan entscheide, ich treffe mich abends mit einem Freund, dann hieß das damals für Ina, ja dann, okay, passt für mich, ich wollte mich immer wieder mit einer Freundin verabreden oder das machen oder dies machen oder habe eh noch für die Uni zu lernen oder irgendwas gibt es dann immer. Aber jetzt heißt es dann ja automatisch, dass sie babysitten müsste. Sie müsste ja zu Hause bleiben und dass das in Ausdeifung gehen und nehmen kommt, all diese ganzen Dinge, die sind total wichtig. Ich finde auch, dass es ist ja dann auch so ein Stück weit ein, kriegen wir es hin, einen gemeinsamen Abend zu organisieren. Also ich weiß, dass wir zum Beispiel versucht hatten, das in der Regelmäßigkeit zu bringen und dann auch in den Kalender eingetragen haben und dann kam von außen auch, ihr seid ja fast schon auf Arbeitsebene. Also wenn wir was organisieren im Kalender, dann machen wir das auf Arbeitsebene. Und jetzt merke ich auch im Umgang mit den Paaren immer wieder, wie wichtig es tatsächlich auch ist. Also ich meine, es ist ja auch dieses, wenn ich selber mir nicht einplane, Sport zu machen, dann mache ich es auch nicht. Und genauso ist es auch, wenn ich mir nicht klar einplane, wir treffen uns heute, wir schauen auf die Woche und da ist ein Slot für uns, dann wird es auch nicht stattfinden. Und das ist aber eben auch, das ist nicht mehr dieses romantische Bild einer Beziehung, wir gehen heute Abend schön zusammen aus und haben einen Abend für uns, sondern okay, wir müssen planen, wann können wir uns diese Woche einmal treffen. Ja, also eigentlich sehr verrückt, weil am Anfang, wenn man sich kennenlernt, ist es ja eigentlich ähnlich, weil da verabredet man sich ja auch. Da hat man ja auch keinen gemeinsamen Alltag und sagt, hey, hast du Samstagabend schon was vor? Und dann sagt man, nein, okay, dann sind wir verabredet. Und hier ist es ja genauso, nur dass man jetzt eigentlich noch sagen müsste, wollen wir Samstagabend was unternehmen? Ja, okay, wer von uns kümmert sich um den Babysitter? Ob das möglich wird? Das ist eigentlich nur ein Schritt mehr. Aber auch dieses innere sich gegen Termine wehren, das kenne ich auch aus ganz vielen Coachings, dass man sagt, ich habe so viele Termine auf der Arbeit, bin so durchgetaktet, das möchte ich zu Hause nicht auch noch. Was grundsätzlich, kann ich das verstehen, aber die Konsequenz ist häufig, genau was du sagst, wie beim Sport, dann hat man es gar nicht. Dann durchläuft man die Woche und hat auch vielleicht spontane Momente, aber eben eher weniger in Paarzeit. Dann macht spontan der eine was mit dem einen Kind, der andere mit dem anderen Kind. Also da gibt es schon Spontanität, aber eher weniger, eher weniger in Paarzeit, weil die Kinder sind ja da, die müssten ja irgendwie dann organisiert werden. Oma-Tag, was auch immer. Wenn euch das Thema betrifft und ihr das Gefühl habt, ihr seid genau in dieser Elternpaar-Falle, wenn man so möchte, drin und kommt nicht so recht raus, zurück zum Liebespaar, merkt, dass die Konfliktspirale sich immer weiter verhärtet, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch auf unserer Website. Findet ihr alle nötigen Informationen, könnt ihr euch dort eintragen für einen Termin, dann schauen wir mal gemeinsam, wie wir euch optimal unterstützen können. Ja, lass uns mal dazu kommen, wie kann man denn nun das Ganze lösen? Also wie gehen wir damit um, wenn wir Eltern geworden sind, möchten ganz gerne aber nicht nur eine harmonische Elternpaar-Beziehung, sondern auch eine harmonische Liebespaar-Beziehung weiterführen. Was sind so die Schritte? Ja, tatsächlich glaube ich erstmal auch das Bewusstsein schaffen. Wir haben zwei Rollen. Wir sind Elternpaar und Liebespaar und wir dürfen auf beides auch einen Fokus haben und dürfen uns auch da Zeiten nehmen. Also ich glaube, das ist auch oftmals nicht so bewusst, dass wir so viele verschiedene Rollen haben und alle Rollen auch Ressourcen brauchen. Ich glaube, es ist wichtig, seine Themen aufzuräumen, die Themen aus der Vergangenheit, die vielleicht auch schon dahin geführt haben, dass man den Fokus auch verloren hat. Und dann finde ich auch jetzt in den Coachings, wenn ich es sehe, dass wirklich so dieses Bewusstsein für, wir machen zum Beispiel Reflexionsabende. Und da sage ich auch immer wieder, es geht nicht darum, dass ihr jede Woche neu überlegt, wie können wir den Abend größtmöglich gestalten und so, dass es schon fast wieder anstrengend wird, sondern setzt euch wegen mir gemeinsam mit einem Tee auf die Couch und sagt halt wirklich mal, was hat mir gut getan letzte Woche oder wo sehe ich auch, was du richtig gut gemacht hast und auch, wo, schleicht sich vielleicht was ein, was mir gerade nicht so gut gefällt, wo ist vielleicht gerade ein Ausgleich zwischen Geben und Nehmen nicht ganz da, dass man halt wirklich auch so ein gesundes, eine gesunde Basis schafft, um Gespräche zu führen. Ich finde es zum Beispiel auch ganz schön, so eine Zeit, wo man einfach mal fünf Minuten redet und der andere hört nur zu und man sagt, was einen gerade so bewegt, dass der andere auch mal ein Gefühl kriegt, weil wir leben ja so oft aneinander vorbei in der ganzen Zeit und so kann der andere auch mal ein Gefühl dafür kriegen, ah, okay, das bewegt dich gerade, das beschäftigt dich gerade, kann ich vielleicht jetzt auch eher verstehen, weswegen du in manchen Situationen so handelst, wie du gerade handelst. Ja, man kann sich da auch schon ganz viel Leid ersparen und updaten, wenn man so ein kleines Ankommensritual auch einführt, dass man, wenn man aufeinandertrifft, zum Beispiel nach dem Arbeitstag oder der andere hat dann vielleicht auch gearbeitet und die Kinder von der Kita, von der Schule abgeholt und schon den Nachmittag teilweise verbracht mit den Kindern, dass man dann schaut, wo stehen beide, wie viele Ressourcen haben beide, was ist passiert, gibt es auch Besonderheiten, die bei den Kindern vorgefallen sind, gerade emotionale Dinge, die man wissen sollte, um da so einen Abgleich zu haben, damit man schon mal weiß, wo stehen alle von der Energie her, wie kann man gerade reagieren und dann natürlich auch vielleicht dadurch manchmal etwas spontan zu schauen, wer hat mehr Energie und kann sich dadurch eher um die Kinder kümmern, der, der weniger Energie ist, ist vielleicht besser, der, der dann für heute das Abendessen zubereitet, weil es da vielleicht dann nach Rezept geht und dann muss ich nicht, ganz so viel Energie haben, als wenn ich vielleicht dann zwei Jungs begleiten muss und dann kann man das zu einem Abgleich bringen und die Reflexionsgespräche sind natürlich extrem wertvoll, da zu schauen, dass man so einen Sicherheitsanker hat, dass man den Punkt, wann war es mal gut, wirklich mitnimmt und auch so eine Stabilität und Sicherheit hat und weiß, okay, die letzte Woche war für dich gut, ja für mich auch und wenn es nur das ist, dass man sagt, die letzte Woche war gut und beide sich das nochmal bestätigen, da ist nichts gewesen, was mich verletzt hat, ich konnte alles sofort aussprechen und es ist alles gut, wir haben alles gelöst und dann könnte man die Zeit eben ja auch nutzen, um zum Beispiel Erziehungsthemen zu besprechen, zu schauen, wie geht man damit um oder sich die Frage stellen, was können wir tun, lernen, verändern, damit die nächste Woche noch ein bisschen schöner wird, noch harmonischer wird, dass wir noch mehr Paarzeit für uns rausholen und ja, Kompromisse oder Entscheidungen regelmäßig reflektieren. Das finde ich auch nochmal sehr wichtig, bei vielen Paaren ist immer so das Gefühl, die haben dann so Entscheidungen und Kompromisse wie in Stein gemeißelt, manchmal auch Dinge, die schon weit vor dem Elternwerden mal entschieden worden sind oder wo ein Kompromiss geschlossen wurde und die werden dann nicht geupdatet und dann beruft man sich manchmal darauf und sagt, ja, das haben wir auch damals so entschieden, aber hat nicht beachtet, dass das auf dem Weg unstimmig geworden ist und das zu reflektieren und zu schauen, ist das immer noch stimmig oder ist das unstimmig geworden und dann auch neue Kompromisse zu schließen, das würde auch glaube ich noch sehr viel helfen, weil das fehlt mir in manchen Beziehungen, wenn man dann merkt, so, die halten an alten Dingen fest, die gar nicht mehr funktionieren können und updaten ihre Dinge nicht. Ja, die Situation im Leben verändert sich ja auch immer wieder und deswegen ist es dann so wichtig auch zu schauen, passt das auch für den jetzigen Weg gerade noch? Und was mir auch gerade noch kam, das Ankommensritual, da kam in mir direkt wieder hoch, dass genügend Eltern dann sagen würden, ja, aber dann sind ja die Kinder um einen rum und dann will man ja auch sich mit den Kindern beschäftigen und auch da vielleicht die Kinder mit einzubeziehen, was ist bei dir heute passiert, was hat dich heute bewegt, lasst uns doch ein gemeinsames Ankommensritual haben, dann fühlen sich die Kinder erstmal auch mit angenommen, mit eingebunden und dann hat man ja eher nochmal die Zeit zu sagen, okay, jetzt brauchen Papa und ich nochmal zehn Minuten, um auch für uns zu klären, wo stehen wir gerade. Auch das glaube ich ist, ja, ein Weg, der sicherlich helfen kann. Und auch eine Frage der Gewohnheit, wenn das fest etabliert ist, dann kommt das auch bei den Kindern, den Tanzen her, dass diese Zeit gebraucht wird, insbesondere dann, wenn für die Kinder spürbar wird, dass das für sie gut ist. Also das ist wirklich, wenn man vielleicht den Vergleich hat, dass es vorher vielleicht ein bisschen holpriger war und jetzt ziehe ich mich als Kind zurück, die Eltern sprechen zehn Minuten und danach merke ich, dass es harmonischer, besser abläuft, alles ein bisschen stimmiger verläuft, dass vielleicht dann mal kommt Papa zu mir, mal Mama, aber der, der kommt, der hat dann Zeit und Energie, mit mir zu spielen, weil das dann nicht immer der Feste sein muss nach Regeln, sondern wer hat gerade mehr Energie und wenn all solche Dinge dann etabliert werden, dann können das Kinder eigentlich auch sehr gut annehmen nachher. Gerade ab einem gewissen Alter dann ja sowieso. Aber so erstmal die Eltern und dann die Kinder, ist glaube ich mal ganz gut, dass die Eltern so einen ersten Blick mal haben, dass die so ein bisschen vorbereitet sind, dass man weiß, was ist denn da beim Sohn, bei der Tochter heute vielleicht auch vorgefallen, dass man vielleicht auch nicht gerade jetzt den Triggerpunkt erwischt, weil man dann fragt, wie war es in der Schule und in der Schule war heute ganz grausam, weil man gehänselt wurde und ganz viel Traurigkeit mitbringt und das dann in dem Moment so einfach so hochkommt, man weiß gar nicht, was passiert, sondern dass man vorher das Wissen hat, dass man da eben dann im richtigen Rahmen behutsam, ohne dass Geschwisterkinder dabei sind, vielleicht oder wie auch immer, darauf eingehen kann. Gut, wir sind soweit am Ende der Folge angekommen. Hast du noch was, was du ergänzen möchtest? Ja, ich würde mir tatsächlich wünschen, dass mehr Paare dieses Wissen haben, dass es sich verändert mit dem Elternwerden, dass sich mehr Paare wirklich auch beschäftigen mit dem Thema, wie möchten wir einerseits Eltern sein, aber wie möchten wir auch weiterhin schauen, dass wir als Liebespaar bestehen bleiben können und da irgendwie auch nicht den Fokus verlieren. Das wäre so mein Wunsch tatsächlich für so viele Paare, die eben mit diesem großen Wunsch, wir bilden eine Familie und das macht einen ja auch glücklich, damit das aber auch bestehen kann, damit eben auch eine Beziehung bestehen kann. Das klingt nach einem stimmigen Abschluss-Satz-Appell-Wunsch. Dann freuen wir uns, dass ihr in dieser Folge dabei wart und wenn ihr beim nächsten Mal wieder einschaltet, bis bald. Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Elternwerden verändert tiefgehend die Beziehung, da der Fokus von der Liebespause auf das Elternpaar übergeht.
  2. Viele Paare fühlen sich in der Elternphase verloren, weil sie nicht bewusst sind, dass Liebespaar und Elternpaar unterschiedliche Rollen und Werte haben.
  3. Das fehlende Wissen über den Übergang zwischen den beiden Rollen führt zu Konflikten und einer Schwierigkeit, wieder zum Liebespaar zurückzufinden.
  4. Präsentiert wird ein präventiver Ansatz, bei dem Paare vor der Geburt das Fundament ihrer Beziehung stabilisieren und gemeinsame Werte klären.
  5. Reflexionsabende und gemeinsame Ankommensrituale helfen, die Energiezustände zu erkennen, Konflikte zu reflektieren und die Beziehung wieder zu stärken.
  6. Kinder und Eltern benötigen gemeinsame Räume, um sich zu integrieren, ohne dass das Elternpaar in der Krise verloren geht.
  7. Die Gewohnheit spielt eine entscheidende Rolle
  8. Eine gute Trennung bedeutet vor allem, dass Kinder sich geborgen fühlen und die Eltern klare Grenzen und Unterstützung schaffen.

Summary:

Das Thema der Podcastfolge dreht sich um den Übergang vom Liebespaar zum Elternpaar und die Herausforderungen, die dies mit sich bringt. Anne, eine zweifache Mutter und Coachin, erzählt von ihrem persönlichen Erlebnis: Als sie das erste Kind bekommen hat, verschwand der Fokus auf die Beziehung, da die neue Rolle der Mutter und die täglichen Herausforderungen wie Erziehung und Zeitmangel alles überwältigten. Sie merkt, dass es ein Baustein war, dass das Wissen über die unterschiedlichen Rollen erst später im Coaching und bei der Ausbildung entstand.

Viele Paare erleben, dass die romantische Vorstellung von Familie durch die Realität der Elternarbeit und der emotionalen Belastung erschüttert wird. Äußere Einflüsse wie Ratschläge von Großeltern oder Schwiegereltern verschärfen die Spannungen. Um dies zu vermeiden, wird ein präventiver Ansatz empfohlen: Paare sollen vor der Geburt die Grundlagen ihrer Beziehung, ihre Werte und ihre Kommunikationsfähigkeiten aufbauen.

Dazu gehören Reflexionsabende, gemeinsame Ankommensrituale und regelmäßige Reflexionen über Entscheidungen und Kompromisse. Diese Praktiken stärken die Beziehung, indem sie die Energiezustände der Partner erkennen und gemeinsam Werte und Grenzen definieren. Die Folge beschreibt auch, dass eine gute Trennung nicht nur die Trennung der Partner bedeutet, sondern vor allem, dass Kinder sich geborgen fühlen und die Eltern klar kommunizieren können.

Die Abschlussbotschaft ist klar: Paare sollten nicht auf die Geburt warten, um ihre Beziehung zu überprüfen, sondern aktiv davor vorsorgen, um eine glückliche, stabile und wertschätzende Beziehung weiterzuführen.

FAQs

Das Thema ist der Übergang von einer Liebesbeziehung zu einer Elternbeziehung und die Herausforderung, danach wieder zum Liebespaar zurückzufinden.

Weil die Rolle der Eltern völlig neue Anforderungen, Werte und Zeitbedarf mit sich bringt und der Fokus plötzlich auf die Kinder verschoben wird.

Durch das Bewusstsein, dass beide Rollen – Liebespaar und Elternpaar – gleich wichtig sind, und durch regelmäßige Reflexionsabende und gemeinsame Ankommensrituale.

Weil neue Themen wie Erziehung, Zeitmangel und unterschiedliche Werte auftauchen und die Kommunikation aus der Vergangenheit nicht mehr ausreicht.

Eine gute Trennung bedeutet, dass die Kinder gut begleitet werden und sich sicher und geborgen fühlen, ohne dass der Fokus auf die Eltern verloren geht.

Ja, ein vorab abgeklopftes Fundament hilft, Konflikte vorzubereiten und eine stabile Beziehung im Elternpaar zu sichern, bevor die echte Herausforderung beginnt.

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