Zweifel an Beziehung loswerden: So überwindet ihr eure Bedenken!
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Zweifel sind ein natürlicher Teil des menschlichen Denkens und zeigen, dass ein Individuum sein inneres Vertrauen reflektiert. Im Kontext einer Beziehung entstehen tiefgreifende Zweifel oft durch emotionale Verletzungen, mangelnde Kommunikation oder unterschiedliche Werte. Der Schlüssel liegt nicht darin, Zweifel zu vermeiden, sondern sie zu verstehen und durch die Wiederentdeckung des eigenen inneren Kompasses zu überwinden. Werkzeuge wie der Öko-Check – eine verbesserte Pro- und Kontraliste, die sich besonders auf negative Folgen konzentriert – und die Aufschreibung von Gedanken helfen, Entscheidungen klarer und sicherer zu gestalten. Außersystemische Meinungen, gesellschaftliche Normen und der Überfluss an Internetinformationen verstärken die Unsicherheit und führen zu innerer Verwirrung. Die Sicherheit in einer Beziehung entsteht nicht durch äußere Bewertungen, sondern durch ein tiefes, individuelles Vertrauen in sich selbst. Die kommunikative Handhabung von Zweifeln muss nicht als Schuldvorwurf verstanden werden, sondern wird als gemeinsame Reflexionsarbeit und Stärkung des gegenseitigen Vertrauens gesehen. Paartherapien und Coaching helfen dabei, die eigenen Lebenswege und Werte zu klären, um eine stabile, stimmige und glückliche Beziehung aufzubauen. Der Weg zur Sicherheit beginnt damit, sich selbst zu hören, zu verstehen und dann gemeinsam zu handeln.
Was machst du, wenn du zweifelst?
Ich zweifle nicht.
Doch, also wenn ich zweifle,
dann heißt das ja, dass
mein innerer Kompass keine
richtige Lösung weiß.
Dass vielleicht
ich mehrere Wege habe, aber die fühlen sich
alle unstimmig an.
Und dann geht es darum, einen Weg
zu finden, der sich stimmig
anfühlt. Also für mich ist es immer ganz
wichtig, einen Weg zu finden. Ich muss noch gar nicht
das exakte Ziel
wissen oder den genauen
Lösungsweg, aber
erstmal so einen Ansatz und einen Weg dahin.
Und wenn ich weiß, wie ich
handlungsfähig bin,
dann zweifle ich auch nicht mehr.
Also ich brauche das
Wie und damit ergibt sich
meistens bei mir das Ob automatisch.
Aber gut, ich habe jetzt auch den Vorteil,
dass ich nicht an der Beziehung zweifle.
Und wenn ich mal Zweifel habe,
dann eher bei Themen, die
einfacher lösbar sind.
Wenn man nun innerhalb der Beziehung Zweifel hat,
dann ist das natürlich etwas, was sehr
intensiv sein kann,
was Unsicherheit
machen kann, was auf einer
wichtigen Ebene fürs Leben
stattfindet. Und wenn ich mal
Zweifel habe, dann eher bei
Themen, die jetzt nicht mein gesamtes Leben
so stark beeinflussen.
Woran hast du denn zuletzt gezweifelt?
Ich zweifle momentan zweimal
die Woche. Sehr regelmäßig.
Ich habe mich
für einen Lauf eingetragen,
also angemeldet und
die ersten 1,5 Kilometer
zweifle ich regelmäßig, ob ich
das wirklich machen sollte.
Aber ich laufe bis jetzt immer weiter.
Aber es ist ein innerer Kampf wirklich.
Also gerade wettermäßig
auch manchmal, dass ich denke so, boah,
war das jetzt die richtige Entscheidung,
mich dafür anzumelden?
Es sind jetzt noch ein paar Wochen, denn es ist
das Ziel erstmal erledigt.
Aber ja, da zweifle
ich manchmal an mir.
Und das ist schon ein innerer Kampf,
wo es nur darum geht,
ob man 5 Kilometer durchläuft oder nicht.
Wenn man sich jetzt vorstellt, es geht um
die Beziehung, die Familie,
das Haus, das soziale Umfeld,
dann ist natürlich alles
schon wesentlich, wesentlich schwieriger.
Willkommen
im Lebensidealisten Podcast.
Mein Name ist Florian. Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches
und helfen euch raus aus der Krise
hinein in eine glückliche
und harmonische Beziehung.
In Beziehungen gibt es
manchmal Phasen, wo Paare
Zweifel haben. Zweifel daran haben,
ob sie an der Beziehung noch festhalten
möchten, aber auch
zweifeln an sich selber manchmal.
Und das ist ein Thema, was wir
in Coachings immer mal wieder haben.
Das Gefühl von
Zweifeln an der Beziehung und deswegen
nehmen wir das heute einmal mit in den Podcast
auf. Es gibt ja auch ganz viele
kleinere Zweifel.
Die Entscheidung, richtig gewesen oder nicht.
Ist der Kompromiss stimmig
oder unstimmig? Habe ich mich
richtig oder falsch verhalten, fragen
sich ja viele. Sollte ich mich
entschuldigen dafür oder nicht? Also es gibt ja
ganz viele Dinge, an denen man
zweifeln kann.
Zweifeln ist ja eigentlich auch ein
Gefühl, was an sich nicht schlecht ist, finde ich.
Das heißt ja eigentlich nur, dass man sich
selber nochmal reflektiert und
dass man selber einfach nochmal in sich reinhorcht und
dem nochmal
auf einer anderen Ebene gegenüber tritt.
Und problematisch wird es ja immer,
wenn der Zweifel ungesund
wird und Symptomatiken
auftreten, die einen ins Leid führen, finde ich.
Was für
Symptomatiken könnten das sein?
Sowas wie, dass man abends nicht mehr einschlafen kann,
dass man so viel grübelt, dass man
das Gefühl hat, man muss Sachen
immer und immer wieder durchdenken, weil man
dann hofft, wenn man innerlich
Pro- und Contra-Listen schreibt, doch jetzt die
Lösung mal zu haben. Man muss sich ja entscheiden,
also auch ein Druckgefühl da drin zu haben.
Ich finde auch, wenn man
so zerstreut ist durch den Zweifel,
das ist auch so eine Symptomatik,
dass man beim Einkaufen
den Einkaufszettel vergisst,
dass man vergisst,
bei den Kindern Sachen mitzugeben,
dass man bei der Arbeit nicht den Fokus halten
kann, weil dieses
Gefühl von Zweifel
so großen Anteil im Leben eingenommen hat,
dass einen das erdrückt, dass
für nichts anderes mehr Platz ist.
Also wenn aus Zweifel eher schon Unsicherheit
und Instabilität wird.
Genau. Und das so belastend,
wird das, ja, wie ich schon sagte,
dass man ins Leid kommt.
Nicht, wenn man mal sich Gedanken macht und denkt,
Mensch, das ist ja schade, die Situation
gestern Abend, wie sie gelaufen ist, wir hätten
es anders machen können. Sondern wenn man
da liegt und wirklich alles auch in Frage
stellt, sagt, wie soll das denn weitergehen?
Ich zweifle daran, wie es
mit uns in der Zukunft weitergehen soll.
Ich zweifle daran, ob ich,
wenn wir uns trennen sollten zum Beispiel,
ob ich das alleine schaffen würde mit den Kindern.
Das sind ja so die tiefen Zweifel.
Das sind wirklich die größten Zweifel,
eigentlich erlebe, sind
Erziehungsfragen.
Wenn da sind, sind in den
Familien ganz viele Zweifel
zu finden, sehr viele Unsicherheiten.
Sind
Entscheidungen richtig oder falsch?
Ich finde, da lastet
aktuell viel Druck auf Eltern,
die über
verschiedenste Kanäle mitgeteilt bekommen, was
richtig oder falsch ist.
Und was mir
auffällt, ist, dass das wirklich als
Hauptursache für Zweifel
hernehmen, dass dieser innere Kompass
nicht da ist. Das eigene Urvertrauen.
Dass man sich selber nicht vertraut
bei der Frage, empfinde ich es
als stimmig oder unstimmig?
Und ganz oft, das hast du auch
schon ein paar Mal berichtet, diese
dürfen-Frage gestellt wird.
Darf man das? Darf man
sein Kind so erziehen? Darf man das so
machen? Darf man mit seinem Kind so
umgehen? Darf man seinem Partner
das so sagen?
Ich finde, bei Zweifel
ist ganz oft nicht dieses
Können drin. Also man zweifelt natürlich auch häufig
an seinen Fähigkeiten. Kann ich das?
Will ich das?
Darf ich das? Jetzt, wo ich drüber nachdenke,
alle drei sind total betroffen.
Manche zweifeln, ob sie etwas wollen oder nicht wollen.
Manche zweifeln, ob sie es dürfen oder nicht dürfen.
Und manche zweifeln, ob sie
es können oder nicht können, also auf der Fähigkeitenebene.
Und dürfen ist ja ganz häufig
so ein gesellschaftliches Ding.
Was denkt denn mein Umfeld, wenn ich das
so entscheide? Können ist
häufig Zweifel an den eigenen Fähigkeiten.
Schaffe ich das?
Bin ich gut genug?
Und wollen ist dann wiederum, dass man
keine klare Entscheidung treffen kann
und Angst hat, dass man eine falsche
Entscheidung trifft, irgendetwas nicht bedacht hat
und daraus Konsequenzen entstehen,
die man nicht tragen möchte.
Ja, das ist sehr
spannend. Also
wie du schon sagst, das ist ein Thema, was ich auch
sehr häufig in Coachings habe, weil ich auch
viele Paare mit Kindern betreue.
Und da ist einfach
auch mal die Frage,
darf ich
sozusagen,
das machen, ist das in Ordnung? Auch für die
Frage, wie machen das andere Paare?
Kann ich meinen Kindern das zumuten,
wenn wir uns trennen?
Also ganz viel
Zweifel an der Gesamtsituation. Und
ein weiterer Themenkomplex
fährt ab von Kindern jetzt so ein bisschen,
wenn zum Beispiel eine Affäre passiert
ist. Also dieses Zweifel, können Gefühle
wiederkommen?
Also das Zweifel an den eigenen Gefühlen manchmal
auch. Also kann ich so eng
nochmal mit der Person zusammen
sein wie vor der Affäre?
Bleibt das dauerhaft so, dass das
jetzt passiert ist und es
nie mehr wieder so wird wie früher?
Also bei so starkem Vertrauensverlust,
dass da auch großer Zweifel ist, wenn das so
moralische Grenzen überschritten hat?
Da erlebe ich auch viel Zweifel auf
Identitätsebene. Also dass man
sagt, Mensch, ich weiß nicht, ob ich mir
selber damit treu bleibe,
wenn ich jetzt sozusagen das Fremdgehen durchgehen
lasse, sondern
viele von sich selbst überrascht sind und das
eigentlich ein fester Wert
ist, diese Treue. Und auf einmal
ist der verletzt und die Menschen
merken aber, dass sie sich doch nicht so richtig
trennen wollen, dass sie versuchen wollen,
die Beziehung zu retten und dann entstehen
so Zweifel an ihren
eigenen Werten, ihrer eigenen Identität
und da auch dann immer so
ein, kann ich das jetzt
wirklich machen? Ja, du bist ja voll im
Dilemma eigentlich drin. Also viele sagen auch,
ich bin voll im Dilemma drin, weil
eigentlich hatte ich davor
immer die Meinung, dass wenn mich jemand
betrügt, wenn es eine Affäre gibt, dann ist es vorbei.
Das hast du vielleicht auch rausposaunt.
Genau, das ist ein harter Standpunkt.
Also bei mir gibt es nur eine Chance, sonst
vorbei. Wenn derjenige nicht weiß, was er an mir hat,
dann hat er Pech gehabt.
Das kann ja auch so eine innere Haltung sein, die einem selber
Stabilität über Jahre gegeben hat
und wo andere vielleicht auch das Feedback
gegeben haben, so, boah, starke Meinung,
selbstbewusste Frau, selbstbewusster
Mann. Aber wenn man in der Situation drin
ist und dann ist man mit seinen
eigenen Glaubenssätzen so konfrontiert und denkt so,
ja, aber ich hätte ja nicht
gedacht, dass mich das trifft, so wirklich. Das war
ja nur so rein theoretisch. Und jetzt ist es
wirklich so, was mache ich denn jetzt?
Ich kann doch jetzt nicht einfach alles
beenden mit allem drum und dran,
aber eigentlich liebe ich die Person doch.
Ganz schwierig.
Aber dann bin ich ja auf Identitätsebene
die verlassene Frau.
Dann bin ich ja irgendwie schwach.
Dann ist das ja auch so ein Selbstzweifel, der dann
einsetzt.
Und das
finde ich immer sehr spannend. Also da höre
ich auch meinen Coachings gerne an dem Punkt
zu, wenn Leute anfangen
zu reden, so zu uns reflektieren
zu kommen, weil da kann man ganz viel, finde
ich, aus dem, was dann gesprochen wird, schon
mitnehmen. Weil die Leute dann irgendwie so
ein bisschen von außen über sich sprechen.
Und
eigentlich schon die Antwort da oftmals in ihnen
drin, ja, da ist.
Eine Tendenz da ist.
Ja, in der Folge
entsteht natürlich immer mehr Unsicherheit.
Ja. Ängste.
Du hast es gesagt schon, was
so entstehen kann. Man
kann schlecht schlafen. Man bekommt
Probleme beim Einschlafen, beim
durchschlafen. Man merkt morgens
beim Aufwachen.
dass sofort wieder das Kopfkino losgeht, sich alles im Karussell dreht,
man keine richtige Lösung findet.
Man kann nichts essen.
Manche Leute, denen schlägt das Futter auf den Magen,
die können nichts mehr essen oder die essen sehr viel.
Dann haben sie zwei Ausprägungen.
Dadurch haben sie häufig noch mehr Kreislaufprobleme zum Beispiel,
fühlen sich unwohler körperlich.
Wenn man ausspricht, dass man Zweifel hat innerhalb der Beziehung,
dann kann das natürlich auch was für den anderen mit dem Vertrauen machen.
Dass der sagt, Mensch, du vertraust uns also nicht.
Du zweifelst an bestimmten Punkten.
Also das heißt, Misstrauen kann entstehen beim anderen.
Also insgesamt entsteht mehr Instabilität.
Und ich finde, beim Zweifel ist es ja so, der ist ja vorhanden,
aber das ganze Rad im Leben dreht sich ja weiter.
Also du musst trotzdem Wäsche waschen, du musst trotzdem kochen
oder gehst trotzdem zur Arbeit, wirst auf Geburtstage eingeladen, was auch immer.
Und dieser Zweifel ist wie so ein Hintergrund.
Das ist so ein Hintergrundprogramm, das total viel Akku saugt,
was einfach immer läuft und läuft und läuft.
Manchmal sprichst du damit drüber mit Freunden oder im besten Fall in der Partnerschaft.
Bei Kindern wird es ja häufig gedeckelt, dass man seinen Kindern nicht davon erzählt.
Aber das ist halt eine wahnsinnige Anstrengung.
Eine weitere Folge kann sein, dass man, wenn man zweifelt,
den anderen sozusagen mit runterzieht oder den anderen mit in Unsicherheit hineinbringt.
Vielleicht hat derjenige für sich an diese Punkte noch gar nicht gedacht
und war eigentlich mit der Entscheidung zufrieden.
Auf einmal fängt er an mitzuzweifeln, wenn es jetzt um Entscheidungen geht.
Oder hat die Beziehung als stabil empfunden und gerät in diese Zweifel mit hinein.
Was ja grundsätzlich erstmal richtig ist.
Es wird ja gebraucht, dass man ausspricht, was ist,
und man gemeinsam dann an diesen Punkten arbeitet.
Dennoch ist es natürlich so, dass es erstmal unangenehm ist,
weil man aus seiner Zufriedenheit rausgerissen wird.
Aus seiner Sicherheit.
Und diese Zweifel abbekommt.
Im besten Fall hat man natürlich für sich selber diese Themen intensiv abgewogen
und kann den anderen unterstützen, seine Zweifel loszuwerden,
sodass beide in Sicherheit kommen.
Ja, aber häufig ist es ja so, dass einer vielleicht das geführt,
ah, wir sind jetzt aus der Krise so ein bisschen raus,
jetzt ist ja wieder bei uns bessere Stimmung.
Und dann am Wochenende kommt der andere dann mit einem Thema an
und stellt alles wieder in Frage oder sagt,
Mensch, ich denke da immer wieder jetzt an die Affäre von dir,
wir haben da zwar schon zehntausendmal drüber gesprochen,
aber ich zweifle da immer noch, weil ich frage mich immer noch,
wie konntest du mir das antun, warum?
Und der andere sagt irgendwie, du kannst ja nicht loslassen,
jetzt sitze ich wieder mit dir hier und du zweifelst alles an
und das macht mich auch so unglücklich.
Was soll ich dir sagen?
Ich habe schon ganz oft dir erzählt, dass es mir leid tut,
du weißt alles, was du irgendwie wissen kannst,
da gibt es nicht mehr, was ich dir sagen kann
und du zweifelst aber auch die Wahrheit jetzt schon wieder an.
Das ist schwierig, ne?
Ja, andere Zweifel, die ich häufig wahrnehme,
sind ja die Zweifel darüber, ob eine Paartherapie denn eine Lösung sein kann.
Ja.
Also man liest ja durchaus Kontroverses darüber,
ob eine Paartherapie hilfreich ist oder nicht.
Und da haben auch dann viele Zweifel, macht das Sinn?
Die können mir sowieso nicht helfen, wenn ich mir nicht helfen kann,
ist auch so ein Glaubenssatz, ne?
Genau, es gibt viele solche Glaubenssätze,
die Zweifel darüber, kann das im Online-Format gelöst werden?
Also auch da geht es ja um die Frage,
es gibt ja viele Unsicherheiten und Bedenken,
die eine Rolle spielen und ja, auch da ist natürlich total wichtig,
das für sich dann zu erfahren, auszuprobieren.
Ich habe gerade heute mit einem Paar telefoniert,
die dann auch Zweifel hatten,
ob das dann sinnvoll ist, an der Stelle weiterzumachen
und ich dachte, Mensch, habt ihr denn eine andere Strategie?
Habt ihr einen Lösungsweg?
Wie kommt ihr denn aus diesem Thema ansonsten für euch raus?
Und sie sagte, nö, ich habe da gar keine Idee.
Ich weiß das nicht.
Vielleicht haben wir uns keine Gedanken drüber gemacht.
Dann geht doch diesen Schritt, probiert es doch aus,
wenn ihr eh gar keinen anderen Weg wisst,
denn ihr seid ja in der Krise.
Es kann quasi ja nicht mehr wirklich schlimmer werden.
Ihr werdet auf jeden Fall Klarheit bekommen.
Ihr werdet auf jeden Fall diverse Themen aufarbeiten.
Ob das am Ende reicht, das weiß ich nicht,
weil ich weiß nicht, ob es bei euch 5 vor 12, 20 nach 12 ist,
an welchem Punkt ihr jetzt hier seid
und wie viel Ressourcen, Energie ihr mitbringt.
Aber eigentlich, ich glaube,
eins ist klar, länger warten macht es ab dem Moment,
wo man sich in der Krise fühlt, nie besser.
Ja.
Das würde man ja auch bei anderen Lebensbereichen nicht so machen.
Also wenn ich jetzt mir,
wenn ich beim Fahrradfahren hinfalle
und habe eine Verletzung am Bein
und da ist alles offen,
dann würde ich ja auch nicht sagen,
so, ich warte noch mal drei Wochen,
ich kann schon meinen Knochen sehen,
aber ich bezweifle das,
ob mir jemand helfen kann.
Alternative ist,
ich warte, bis ich eine Blutvergiftung habe
oder ich warte, bis mein Bein abgenommen wird.
Also es gibt ja Momente im Leben,
die so belastend sind.
Wenn ich in akuten Situationen bin,
wie zum Beispiel einer Krise,
da finde ich, ist immer so der Weg nach vorne
eigentlich nur der einzige Weg.
Ja, ich glaube, der Unterschied ist vor allen Dingen
diese Greifbarkeit.
Alles, was so in der Beziehung und im Kopf stattfindet,
das ist eben nicht anfassbar.
Das findet einfach nur in den Gedanken statt
und im Gefühl.
Während ich so einen,
einen offenen Bruch oder eine offene Verletzung,
das kann ich sofort sehen.
Ich sehe Blut, ich erkenne den Notfall sofort.
Ich kann sehen, wie drastisch das ist.
Auch andere Menschen kommen auf dich zu
und dramatisieren das ja auch und geben dir mit,
oh, was ist denn da passiert?
Und okay, alles klar, ist echt ein Notfall.
Andere Menschen gucken auch und sagen,
genau, soll ich einen Arzt rufen?
Es bekommt ja keiner mit, so groß,
was in der Beziehung stattfindet.
Keiner geht von außen auf dich zu und sagt,
oh Gott, was ist in eurer Beziehung los?
Soll ich euch ein paar Therapeuten rufen?
Ja.
Das passiert,
das passiert ja einfach nicht.
Obwohl es gebraucht wäre.
Aber dafür, das ist eben nicht offensichtlich.
Und wir verstecken das ja auch gut.
Genau, jeder möchte ja auch dann so ein bisschen häufig,
das ist mein Eindruck, so das perfekte Pärchen bleiben.
Wie viele einen so am Anfang,
wenn man zusammenkommt, ja sehen.
Ein sehr häufiger Satz im Coaching,
keiner im Umfeld
würde vermuten, dass wir jetzt hier sitzen,
weil alle uns als
gutes, perfektes Paar empfinden,
wird häufig ausgesprochen.
Ja, sehr häufig, das stimmt.
Wir wollen gleich mal schauen,
wie man denn Zweifel lösen kann
oder wie man vorgeht,
wenn man regelmäßig zweifelt,
was sind die Bausteine, die gebraucht werden,
um mehr Sicherheit bei Entscheidungen,
Kompromissen und innerhalb der Beziehung zu haben.
Wenn euch das Thema Zweifel betrifft
und ihr habt dort einige Entscheidungen,
Kompromisse in der Vergangenheit getroffen,
wo ihr sagt, Mensch, da zweifeln wir dran
oder ihr habt Zweifel innerhalb der Beziehung
und sagt, Mensch, unser Fundament
wirkt auf uns doch sehr instabil.
Wir zweifeln daran,
dass wir es alleine schaffen.
Wir sind uns aber sicher,
dass eine Paartherapie uns helfen kann.
Dann meldet euch doch sehr gerne bei uns
für das telefonische Erstgespräch.
Dann unterstützen wir euch.
Also fangen wir vielleicht mal an
und schauen, wie man grundsätzlich
Zweifel reduzieren kann,
weil daraus sich automatisch ergibt,
wie man die Zweifel an der Beziehung verändern kann.
Also was würdest du sagen,
sind so die zwei wichtigsten
oder zwei, drei wichtigsten
Werkzeuge, die man braucht,
um weniger zu tun?
Um weniger zu zweifeln?
Ein wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach,
dass man die Ursachen findet.
Also die Ursachen dafür,
warum man zweifelt.
Und das sind zum Beispiel in einer Partnerschaft
ja meist immer Verletzungen untereinander,
emotionale Verletzungen.
Also es ist etwas zwischen zwei Menschen passiert,
wo einer oder beide
ja verletzt sind
und dadurch, durch diese emotionale Verletzung,
man ins Zweifeln gerät.
Weil man eine andere Wahrnehmung
von einer anderen Person hatte
und dadurch verletzt wird.
Und dadurch verletzt worden ist.
Jeder Mensch handelt in positiver Absicht,
aber trotzdem kommt es zu Verletzungen.
Und wenn diese Verletzungen nicht aufgeklärt werden,
nicht bearbeitet werden,
dann staut sich was an.
Und je mehr ich verletzt bin,
desto mehr komme ich auch ins Zweifeln.
Weil ich dann innerlich das immer abgleiche
mit meiner Wahrnehmung und denke,
das kann nicht sein.
Irgendwie, das habe ich mir jetzt anders vorgestellt.
Und das macht mich unsicher.
Wobei es ja auch noch zwei Sachen gibt,
die sehr relevant für eine Beziehung sind,
wo man zweifelt ohne emotionale Verletzungen.
Das eine ist,
wenn man
auf verschiedenen Lebenswegen sich befindet.
Also wenn man der eine so ein bisschen links,
der andere ein bisschen rechts abbiegt,
man das aufgrund zu wenig Kommunikation nicht merkt
und irgendwann daran zweifelt,
ob man noch zusammenpasst.
Da muss man sich gar nicht verletzt haben.
Da war einfach die Ursache zu wenig Kommunikation.
Dann hätte man das gemerkt
und hätte den Weg wieder zusammenführen können
oder schauen können, wo sind so die Kompromisse,
die Schnittmengen, dass man die beibehält.
Und das andere ist,
wenn man Zweifel hat bezüglich der Werten
oder wenn man so verschiedene Werte einfach hat
und da zweifelt,
ob das so der richtige Weg ist,
den man da eingeschlagen hat.
Oder Zweifel beim Thema Kinder.
Es gibt ja schon so ein paar Punkte.
Genau, es geht ja immer darum,
die Ursache zu finden.
Also zu schauen, was ist passiert zwischen uns,
dass man in diesen Zweifel überhaupt gerutscht ist.
Weil wenn man jetzt am Anfang von einer Beziehung schaut,
wenn man frisch als Pärchen zusammenkommt,
hat man ja keinen Zweifel.
Also dann committet man sich ja erst mal für die Partnerschaft.
Klar, man vielleicht mal,
hat man so ein ungutes Gefühl und sagt,
mal gucken, wie das hält, ob das so klappt.
Aber man hat jetzt nicht so tiefgehende Zweifel eigentlich,
wenn alles gut ist.
Sondern die entwickeln sich ja meistens mit der Zeit,
weil Erwartungen entstehen,
Entscheidungen getroffen werden
oder halt Verletzungen da sind, was auch immer.
In dem Bereich.
Und dann entstehen halt Zweifel.
Und die Frage ist ja auch, finde ich,
zweifelt man zusammen oder zweifelt jeder alleine?
Weil der Zweifel alleine,
das ist meistens, was Menschen beschreiben,
was so traurig macht,
was so belastend macht,
wenn ich mich mit jemandem an meiner Seite habe,
mit dem ich mich darüber austauschen kann,
mit dem ich zusammentraurig sein kann,
zusammenwütend sein kann, was auch immer,
dann fühlt sich das schon ganz anders an.
Wenn ich alleine abends im Bett liege und denke,
ich werde nicht verstanden, ich bin in einer Partnerschaft,
aber eigentlich fühle ich mich mehr alleine.
Ich glaube, genau das fällt vielen schwer,
weil viele nicht wissen, wie sie das angehen sollen.
Dass es jetzt rüberbringt zu dem anderen, dass man Zweifel hat.
Genau, wie erzähle ich von meinen Zweifeln?
Kann ich das erzählen?
Macht das beim anderen dann ungute Gefühle,
wenn ich erzähle, dass ich an etwas zweifle?
Also ich glaube, da haben viele nicht so den Plan,
wie sie das genau ansprechen sollen,
ohne dass das Ganze in einen Streit hineinläuft.
Also dass es im Biergefühl bleibt,
dass es nicht als Vorwurf ankommt.
Also ich zweifle in einer Beziehung.
Wir hören ja viele ganz schnell, wie du zweifelst an mir oder an uns.
Was habe ich falsch gemacht? Was willst du jetzt von mir?
Es geht schnell in Schuld.
Was willst du jetzt mir damit sagen, dass ich Schuld hätte?
Also ich glaube, das geht schnell in diese Richtung hinein.
Und ich glaube, da fehlen den meisten die Werkzeuge,
um das so zu formulieren und auszusprechen,
dass man das auch wirklich lösen kann.
Und deswegen, welche Bausteine helfen
oder welche Werkzeuge werden gebraucht,
um das optimal hinzubekommen?
Also man braucht das Thema stimmig-unstimmig für sich sicher.
Ich muss meinem inneren Kompass vertrauen können.
Also ich muss Basis- und Denkgefühle abgleichen können.
Ich brauche das Wissen,
darüber, wie wirklich stimmige Kompromisse funktionieren
und wie die sich von unstimmigen oder faulen Kompromissen abgrenzen
und was die Konsequenzen sind, wenn ich in diese Kompromisse eingehe.
Für größere, tiefgehende Entscheidungen brauche ich den Öko-Check.
Ich muss wissen, wie kann ich jetzt,
also der Öko-Check ist ja eine verbesserte Pro- und Kontraliste,
die noch mehr Bereiche abwägt
und sich besonders eben auf negative Konsequenzen fokussiert.
Denn wenn ich weiß, welche Konsequenzen können eintreten,
was kann ich tun, lernen, verhindern, damit die nicht eintreten,
kann ich viel bessere und sichere Entscheidungen treffen,
an denen ich wesentlich weniger zweifle.
Und wenn ich dann noch weiß, wie ich wertschätzend kommuniziere,
wie ich meine nonverbale Kommunikation auf Wir-Gefühl und Co. ausrichte,
indem ich alte Verletzungen, Brillen abbaue,
dann habe ich das passende Werkzeug parat.
Das heißt, mit Absicht mal alles aufgeführt und mal aufgezählt,
wo man so merkt, oh Mensch, das muss ich alles haben.
Ja, genau, das sind die Konsequenzen.
Das sind die Themen, die wir typischerweise
weder von unseren Eltern noch von Erziehern und Lehrern
beigebracht bekommen haben,
weil die diese Mittel selbst nicht haben.
Deswegen haben wir Dinge beigebracht bekommen
wie eine Pro- und Kontraliste,
die versucht, das irgendwie objektiv darzustellen.
Das kann man im Job nutzen, vielleicht,
aber es funktioniert nicht so wirklich.
Wir haben beigebracht bekommen,
dass Kompromisse bedeutet, man trifft sich in der Mitte.
Die Mitte ist aber selten das, was sich beide wünschen
oder wo beide sagen, ja stimmt, die Mitte ist cool,
sondern die Mitte ist cool,
die Mitte heißt für mindestens einen eher für beide ein Verzicht,
also für mindestens einen eher für beide ein fauler Kompromiss.
Da gibt es andere Wege, das herzustellen.
Und das sind die Dinge, die gebraucht werden,
dass man einfach mal sieht, was fehlt einem.
Das heißt, es ist gar nicht so, wenn ihr zweifelt,
ganz häufig gar nicht eure Schuld, dass ihr zweifelt,
sondern es fehlen einfach ganz oft gewisse Bausteine
und Werkzeuge, um in Sicherheit zu kommen,
die viele von uns eben nicht beigebracht bekommen haben.
Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist auch,
dass es daran liegt, dass wir, wie du schon sagst,
entweder das nicht gelernt haben,
aber auch den Bezug zu uns verloren haben.
Also dieses Urvertrauen,
diese Verbindung zu unseren eigenen Gefühlen.
Vorhin sagtest du so ein bisschen ja auch mit der Kindererziehung,
Themen rund um Kinder, aber auch in Beziehungen,
dass wir nicht mehr so sicher sind wie die Generation vorher,
weil es jetzt viel mehr Wissen gibt,
weil es viel mehr Eindrücke von außen gibt,
sodass wir manchmal den Kompass zu uns selber verlieren,
und das nicht mehr so gut mit dem Partner abgleichen können.
Also ich hatte vor ein paar Wochen ein Coaching,
da ging es auch um Erziehungsfragen,
und da hat er sich immer sehr davon angegriffen gefühlt,
wenn sie an bestimmten Situationen gezweifelt hat,
ob sie da richtig als Familie handeln.
Und er hat halt gesagt, naja, aber du musst das und das Buch lesen,
oder das und das mal gucken,
oder im Instagram habe ich dem und dem gefolgt,
die machen das so und so.
Aber das sind immer die anderen gewesen.
Aber das heißt ja nicht,
dass das für die beiden stimmig ist.
Und sie wollte immer sagen,
ja, aber für sie fühlt sich das nicht stimmig an,
weil es ist ja ganz individuell.
Jedes Kind ist anders, jede Familie ist anders.
Und da sind die immer in Konflikt gekommen,
weil er immer im Vergleich war
und nicht auf stimmig-unstimmig bei sich selbst
und bei der Familie sich selbst schauen konnte.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt,
warum wir in Coachings keine Ratschläge geben.
Ja.
Weil das, was wir uns selber ratschlagen würden,
das trifft auf uns zu.
Das kann aber für andere völlig unstimmig sein.
Genau.
Deswegen ist ja der Ansatz immer,
den Paaren dabei zu helfen,
stimmig und unstimmig für sich selber
als Paar rauszufinden
und den Weg dann zu gehen.
Genau.
Weil das ist ja das, was für das Paar gilt.
Die sollen ja nicht unser Leben leben.
Das ist für viele Menschen total unstimmig,
wie wir unser Leben leben.
Was auch völlig okay ist,
weil es ja unser Leben ist.
Es muss ja nur für uns beide stimmig sein.
Was andere Menschen darüber denken,
das spielt gar keine Rolle.
Aber es kann ja nur für dich stimmig sein,
wenn ich weiß, was ich möchte.
Das ist erstmal die Grundvoraussetzung.
Ich muss erstmal selber wissen,
was für mich, was ich will,
damit ich mich mit dir abgleichen kann.
Und das ist ja beim Zweifel genauso.
Wenn ich an etwas zweifle,
in unserer Beziehung zweifle,
dann kann ich das ja nur mit dir abgleichen,
wenn ich weiß, woran ich zweifle
und wenn ich das rüberbringen kann,
ohne dass wir sofort eskalieren.
Ja, vielleicht zwei Sachen,
die mir gerade nochmal so aufgefallen sind.
Das eine ist, dass man wahrscheinlich sagen müsste,
wir haben es nicht gelernt,
sondern eigentlich müsste man sogar sagen,
wir haben es verlernt.
Also es wurde uns abtrainiert,
weil eigentlich hatten wir so mit 4, 5, 6
ein ziemlich gutes Gefühl über stimmig, unstimmig,
über unsere Bedürfnisse und Wünsche.
Und dann fängt das eigentlich an,
dass man in unseren Generationen noch
das abtrainiert bekommen hat.
Und jetzt bei unseren Kindern
haben wir es doch schon immer mehr,
dass die ein bisschen mehr
in dem gezielten Rahmen entscheiden dürfen,
dass wir ihnen aufzeigen,
über stimmig, unstimmig
mehr beizubehalten.
Also mehr noch ihrem Einzelnen,
ihrem eigenen Gefühl zu folgen
und nicht so sich unbedingt
so stark an die Gesellschaft
und die Normen anzupassen.
Und es gibt weniger, das macht man so und so,
sondern mehr, wie möchtest du das denn
für dich machen, dass es stimmig ist.
Also da geht es ja noch mehr hin.
Das andere ist, glaube ich,
dass ja jetzt könntest du
als Soziologin da nochmal voll reingehen,
dass das Thema ja,
dass Zweifel in der Gesamtgesellschaft
ja viel mehr werden, weil die Freiheiten,
die Möglichkeiten mehr werden,
wenn du sagst,
wenn man an früher zurückdenkt,
dann hast du eben in der Berufsentscheidung
nicht so viel Auswahl.
Dann hast du vielleicht dann
aufgrund deiner Schulbildung
ein paar Berufe zur Auswahl gehabt.
Dann hast du gesagt, naja, ich habe so aus den fünf
was zur Auswahl, ich suche mir was aus,
was am besten zu mir passt.
Die Eltern haben vielleicht noch ein bisschen mit eingegriffen
und ein bisschen gelenkt und dann war das safe
und dann bist du halt Tischler geworden
und bist dann halt 40 Jahre Tischler geblieben.
Genau, und jetzt geht mal bei Google ein,
ist ein Familienbett
richtig? Ja.
Tada, da ploppt dann alles auf,
du kannst Instagram durchgucken,
du wirst Vor- und Nachteile, Ratgeber
finden ohne Ende, bis wie viele
Jahren ist das okay, ab wie vielen Jahren ist das kritisch,
heißt das denn die ganze Nacht,
was hat das für Auswirkungen auf die Beziehung,
ist das noch eine Beziehung, wenn ein
Kind mit im Bett schläft?
Und schon ist das so komplex,
dieses Thema, aber wenn du eigentlich
die Eltern fragen würdest,
so nur auf einen selber, ist das,
für die stimme ich ja oder nein?
Unabhängig von allen anderen,
das ist die Antwort.
Das sind die zwei Herausforderungen der aktuellen Zeit.
Du hast
fünf Millionen verschiedene Betten,
die du nehmen könntest, das heißt,
du musst dich für eins entscheiden und wenn du
dich für das Boxspringbett entscheidest, hast du dich
leider gegen das Wasserbett entschieden
und das könnte besser sein.
Und dann kommt die Freundin um die Ecke
und sagt dann vielleicht, ja,
an dem Punkt war ich auch mal,
aber dann habe ich einen ganz großen Fehler gemacht.
Und schon fängst du wieder von vorne an zu zweifeln.
Oder Glaubenssätze wie,
ja, also ich habe auch zu lange
gewartet mit der Trennung. Ich hätte mich
vor zwei Jahren schon von meinem Mann trennen sollen.
Ja, das meine ich so. Und da hast du noch diese
Unendlichkeit der Meinung.
Also übers Internet einmal die Unendlichkeit
von vermeintlichem Wissen, aber auch von
unendlichen Meinungen. Und du weißt gar nicht
mehr, welche Meinung ist denn jetzt
richtig oder falsch? Was passt denn?
Weil das ja, weil im Internet
finde ich, gerade in sozialen Kanälen,
das ja auch nicht so wirklich als Meinung
geäußert wird, sondern als Wahrheit.
Ja. Viele wollen das ja als einzige
Wahrheit präsentieren. Ich meine,
ich habe es auch gesagt, man braucht diese ganzen Sachen,
damit man
weniger zweifelt.
Das ist ja meine
Meinung eigentlich und meine Erfahrung.
Ich weiß, dass es mit diesen ganzen Dingen
geht. Für mich ist das meine Wahrheit.
Es gibt bestimmt auch noch andere Bausteine
und Werkzeuge, die auch gut funktionieren.
Aber das sind die, wo ich weiß, dass die
für uns gut funktionieren und auch
vielen unserer Paare, die in Coachings
waren, extrem gut geholfen haben.
Wenn man es zusammenfassen will, dann würde ich das eigentlich
auf einen Punkt reduzieren.
Sondern würde sagen, es wird gebraucht,
sich wieder mehr selbst zu vertrauen,
weniger Dinge
von außen aufzunehmen,
Meinungen von anderen, Glaubenssätze von anderen,
was ist richtig oder falsch,
sondern zu lernen,
sich wieder selbst zu vertrauen, in sich hinein
zu horchen, stimmig und stimmig
rauszufinden und dem zu folgen.
Aber was mache ich, wenn ich das nicht habe?
Also wenn ich jetzt vor einer großen Entscheidung
stehe, wie ich weiß nicht, ob ich an der Beziehung festhalten möchte.
Und ich kann mich nicht mit mir selber verbinden, weil ich habe da kein Gefühl für in mir drin.
So ist der eigene Eindruck so ein bisschen.
Dann ist das der erste Weg, der gebraucht wird.
Klar halt.
Wann war es mal gut? Also wann hatte ich denn diesen Zugang zu mir selbst?
Wann habe ich denn überstimmig, unstimmig einen guten Impuls bekommen und war mir sicher, dass das richtig ist?
Und wo habe ich ihn verloren und wodurch und warum? Was ist da passiert?
Ansonsten eben gibt es den Öko-Check, dass man sich einige Fragen gezielt stellt und denen durchgeht.
Das würde man im Einzelcoaching klären zum Beispiel.
Ja, oder auch zu zweit. Kann man auch zu zweit klären.
Aber man muss sich fragen, was ist gut an der Beziehung?
Was möchte ich auf keinen Fall verlieren in der Beziehung?
Was sind negative Konsequenzen, die eintreten können, wenn ich mich trenne?
Was kann ich tun, lernen, verändern? Also verschiedene Fragen, die man sich dann stellt.
Und wenn man die durchgeht, mal sacken lässt.
Ein paar Tage später nochmal drauf guckt, das auch aufschreibt.
Ganz wichtig, wenn man Zweifel hat, aufschreiben.
Das Ganze nicht alles im Kopf versuchen durchzugehen.
Das ist vielleicht der praktischste Rat, den man mitgeben kann,
wo man auch ohne diesen ganzen Tools schnell oder deutlich geordneter für sich das Ganze durchgehen kann, ist aufschreiben.
Wir neigen dazu, viel zu viel im Kopf zu versuchen.
Und sobald das zwei, drei Abzweigungen nimmt, dann können wir das im Kopf nicht mehr alles verfolgen und durchdenken.
Dann fühlt sich das im Kopf sofort.
Das hört sich sehr komplex an.
Wenn man das aufschreibt, dann sieht man sofort eine gewisse Systematik und kann das viel besser verfolgen.
Die Dramatik sieht man manchmal auch eher, wenn man das aufschreibt.
Also im Kopf finde ich, dramatische Gedanken sind so sehr groß.
Und wenn man das manchmal aufschreibt, dann sieht man vor allem, wie bin ich jetzt auf diesen Weg gekommen.
Also man guckt immer von außen mehr drauf.
Man wird deutlich sortierter und kann das dann ja auch mit seinem Partner viel besser abgleichen.
Und sagen, hey, schau mal, ich habe hier so eine Entscheidung.
Ich habe hier so einen Entscheidungsbaum aufgemalt.
Der geht in die und die in die Richtung.
Und der sagt, naja, das wird ja gar nicht eintreten, weil. Und das können wir so lösen.
Und schon kann man das Ganze deutlich reduzieren und entspannen.
Ansonsten ist es natürlich sehr relevant, die ganzen Dinge einfach für sich zu lernen.
Man kann wesentlich besser Entscheidungen treffen, stimmige Kompromisse schließen,
seinen inneren Kompass wieder entdecken und folgen.
Und hat dadurch einfach insgesamt wesentlich weniger Zweifel.
Und deswegen würde ich an dieser Stelle nochmal für unsere Coachings werben.
Denn was uns immer ganz besonders wichtig ist, ist, dass wir Wirkung erzielen.
Und wenn wir ein Coaching durchführen, haben wir ein paar Steps, die für uns relevant sind.
Das eine ist, dass wir erstmal aus der akuten Krise raus wollen.
Das ist so der Therapieanteil, dass wir erstmal aus der Krise rauskommen.
Auch ein Therapieanteil kann sein, dass man in Einzelcoachings Prägungen löst, die die Beziehung belasten.
Dann geht es eher in so ein Coaching.
Was ist denn das eigentliche Ziel? Wie können wir mehr Richtung Wunschbeziehung kommen?
Wie können wir so auf das obere Ebenen arbeiten, dass man die Sprachen der Liebe mehr versteht und spricht und all solche Dinge.
Und dann im letzten Part geht es in so einen Trainingsbereich über.
Nämlich unser Wunsch wäre, dass ihr, das ist unternehmerisch doof, aber es ist unser Wunsch, das zu tun.
Das gehört zur Vision, dass wir das hinbekommen, dass diese ganzen Systematiken, diese ganzen Werkzeuge,
dass man die immer mehr versteht.
Dass man sie verinnerlicht und dadurch gar nicht mehr in eine neue Krise gerät,
sondern diesen Zustand der Stabilitätssicherheit, Urvertrauens, dass man den beibehalten kann.
Und das sind die Bausteine bei uns.
Deswegen sind unsere Coachings sehr nachhaltig.
Gut, ich glaube, wir haben schon wieder länger gemacht, als wir wollten.
Ja, das geht bei manchen Themen immer recht schnell.
Dann läuft das so flüssig weg.
Wir freuen uns, dass ihr dabei wart und hoffen, ihr konntet für euch spannende Impulse mitnehmen.
Wenn ihr all diese ganzen Dinge für euch lernen möchtet, raus aus der Krise wollt,
eine glückliche Wunschbeziehung führen möchtet, dann meldet euch sehr gerne bei uns.
Und wir führen ein Erstgespräch und prüfen, was für euch die passenden Bestandteile für euer Coaching sind,
um euer Ziel zu erreichen.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Ciao.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Zweifel sind ein natürlicher Teil der Selbstreflexion und zeigen, dass man sein inneres Vertrauen neu bewertet.
Tiefgreifende Zweifel entstehen oft durch emotionale Verletzungen, mangelnde Kommunikation oder unterschiedliche Werte im Beziehungskontext.
Der Kern der Lösung liegt in der Wiederentdeckung des eigenen inneren Kompasses und der Fähigkeit, stimmig-unstimmig für sich selbst abzugleichen.
Werkzeuge wie der Öko-Check und die schrittweise Aufschreibung von Gedanken helfen, Entscheidungen klarer und sicherer zu gestalten.
Zweifel werden oft durch außersystemische Meinungen, gesellschaftliche Normen oder Überload an Informationen verstärkt und verlieren ihre Balance.
Die Sicherheit in einer Beziehung basiert nicht auf äußeren Bewertungen, sondern auf individuellem, wertschätzendem Selbstvertrauen.
Die Kommunikation von Zweifeln sollte nicht als Schuldvorwurf verstanden werden, sondern als gemeinsame Reflexionsarbeit.
Paartherapien und Coaches helfen, die individuellen Lebenswege und Werte zu klären, um eine stabile, stimmige Beziehung zu schaffen.
Summary:
Zweifel sind ein natürlicher Teil des menschlichen Denkens und zeigen, dass ein Individuum sein inneres Vertrauen reflektiert. Im Kontext einer Beziehung entstehen tiefgreifende Zweifel oft durch emotionale Verletzungen, mangelnde Kommunikation oder unterschiedliche Werte. Der Schlüssel liegt nicht darin, Zweifel zu vermeiden, sondern sie zu verstehen und durch die Wiederentdeckung des eigenen inneren Kompasses zu überwinden.
Werkzeuge wie der Öko-Check – eine verbesserte Pro- und Kontraliste, die sich besonders auf negative Folgen konzentriert – und die Aufschreibung von Gedanken helfen, Entscheidungen klarer und sicherer zu gestalten. Außersystemische Meinungen, gesellschaftliche Normen und der Überfluss an Internetinformationen verstärken die Unsicherheit und führen zu innerer Verwirrung. Die Sicherheit in einer Beziehung entsteht nicht durch äußere Bewertungen, sondern durch ein tiefes, individuelles Vertrauen in sich selbst.
Die kommunikative Handhabung von Zweifeln muss nicht als Schuldvorwurf verstanden werden, sondern wird als gemeinsame Reflexionsarbeit und Stärkung des gegenseitigen Vertrauens gesehen. Paartherapien und Coaching helfen dabei, die eigenen Lebenswege und Werte zu klären, um eine stabile, stimmige und glückliche Beziehung aufzubauen. Der Weg zur Sicherheit beginnt damit, sich selbst zu hören, zu verstehen und dann gemeinsam zu handeln.
FAQs
Man zweifelt an einer Beziehung, wenn emotionale Verletzungen, mangelnde Kommunikation oder unterschiedliche Werte auftreten. Auch ein fehlendes Vertrauen in sich selbst oder äußere Einflüsse können Zweifel auslösen.
Ein häufiger Ursprung ist eine emotionale Verletzung, bei der eine Person sich verletzt fühlt und dadurch auf ihre Wahrnehmung und das Vertrauen in die Beziehung reagiert.
Man kann Zweifel durch die Frage nach den eigenen Grundwerten und der Suche nach stimmigen Kompromissen erkennen. Ein wichtiger Schritt ist, den eigenen inneren Kompass zu verstehen und zu vertrauen.
Zweifel führen zu Unsicherheit und Stress, weil sie das Gefühl der Kontrolle verlieren lassen und viele Gedanken und Entscheidungen im Kopf verfassen, was zu einer Verschlechterung des Alltags führt.
Man kann mit Zweifeln umgehen, indem man die Ursachen findet, sich selbst vertraut und durch einen Öko-Check negative Konsequenzen abwägt, um sich sicherer und bewusster zu entscheiden.
Offene Kommunikation hilft, gemeinsam zu reflektieren, die Beziehung zu stärken und Verletzungen zu bearbeiten. Es verhindert, dass Zweifel isoliert und schädlich für beide werden.
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