Marcel ist ein junger Mann mit drei kulturellen Identitäten: geboren in Leipzig, aufgewachsen in Guatemala, heute lebt er in den USA. Obwohl er deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger ist, fühlt er sich vor allem Guatemala zugehörig – Spanisch ist seine Muttersprache, die er ohne Anstrengung spricht. Deutsch lernte er erst später, angestoßen durch die Fußball-WM 2014 und ein unangenehmes Erlebnis, als er sich schämte, seine deutschen Wurzeln nicht sprachlich vertreten zu können. Mit einem Privatlehrer aus Neumünster eignete er sich die Grammatik an, profitierte aber von einem Aussprache-Vorsprung aus seiner Kindergartenzeit. Auf TikTok teilt er Einblicke in Guatemala: Er möchte zeigen, dass das Land weit mehr ist als Klischees – es ist die Wiege der Maya-Zivilisation, voller Geschichte, Natur und kultureller Vielfalt mit über 20 indigenen Sprachen. Ein weiteres Thema ist der Vergleich der Einbürgerungszeremonien: In den USA erlebte er eine feierliche Aufnahme mit Familie und Flagge, während Deutschland seiner Ansicht nach zu bürokratisch und emotionslos sei. Marcel wünscht sich, dass mehr Menschen die Schönheit und Bedeutung Guatemalas kennenlernen.
* Musik * Hola, hello und hallo beim Easy-Dramen Podcast. Heute leider ohne Kari, die schafft es heute nicht. Aber dafür habe ich einen besonderen Gast, nämlich einen Hörer. Dieses Podcast, ihr wisst, ihr könnt uns immer eine E-Mail schreiben an Podcast@ EasyDramen.org. Wenn ihr eine Themen-Idee habt, oder wenn ihr euch selbst vorschlagen möchtet als Gast in diesem Podcast, wir müssen, ich bin ehrlich, wir müssen meistens. Nein, dazu sagen, weil wir zu mich viele dieser Anfragen kriegen. Und einfach dann aus Zeitgründen, wie Filtern müssen und schauen müssen, was passt gut und was schaffen wir. Aber diese E-Mail von Marcel, die fand ich sehr interessant. Warum darüber unterhalten wir uns gleich? Aber ich begrüße erst mal heute hier bei mir im EasyDramen Podcast. Marcel aus. ja, aus Guatemala, aus Deutschland, aus den USA. Das ist die große Frage. Hallo Marcel. Hallo Manuel. Also, du bist Hörer von uns, denn du bist zwar deutscher, du bist deutscher Staatsbürger. Aber du musstest selbst erst mal Deutsch lernen, so wie alle anderen, fast alle anderen, die uns hier zuhören. Ist das richtig? Ja, also. ist seine sehr interessante Geschichte, weil, obwohl ich in Deutschland geboren bin, in Leipzig, und obwohl mein Vater deutscher ist, dann habe ich irgendwann wieder deutsch gelernt. Also, ich hab. ein Jahr, das war ein Jahr in meiner Kindheit in Deutschland verbracht, also ungefähr. Ich war im Kindergarten in Deutschland. Aber danach bin ich nach Guatemala gezogen. Da war ich so sechs Jahre alt. Und bin dann bis ich 16 Jahre alt in Guatemala geblieben. Und in dieser Zeit, da hatte ich wenig Kontakt mit. der deutschen Kultur oder mit deutschen Innern gemein. Und hab dann erst später wieder angefangen, in Deutsch zu lernen. Das heißt, du bist in Deutschland geboren, und bist dann in Guatemala aufgewachsen. Also, war es nur die ersten zwei oder drei Jahre deines Lebens in Deutschland. War es dann deine ganze Kindheit und Jugend in Guatemala. Und mittlerweile lebst du in den USA. Genau. Hab ich das richtig in Erinnerung, dass ich mittlerweile deutscher Staatsbürger bist und amerikanischer Staatsbürger. Und aber nicht mehr Guatemala-Teacher Staatsbürger. Genau, das stimmt. Es ist schon ein bisschen komisch. Ich hatte schon irgendwann einen Guatemala-Teckischen Pass. Der ist aber schon seit vier Jahren abgelaufen. Und ich hab also niemals eine neue beantragen. Und ja, von daher hab ich jetzt zwei Reisepässe, also einen deutschen Reisenpaß und eine amerikanischen. Und wie fühlst du dich? Also, was ist deine Identität? Was ist das, was bei dir vorgeht, wenn dich jemand fragt? Woher kommst du? Ja, ja, ja. Also, ich verstehe, ich kann es verstehen, dass es für die Leute ein bisschen verwirrend ist. Es ist auch für mich selbst ein bisschen verwirrend, weil. Ja, also, ich bin mein ganzes Leben, also fast mein ganzes Leben ein Guatemala aufgewachsen. Von daher sage ich eher, dass ich Guatemala hier kibbeln. Also, es ist für mich deutlich einfacher zu sagen, "Hey, ich komme aus Guatemala, obwohl ich kann Deutsch und Englisch sprechen." Spanisch ist so die Sprache, wo ich einfach so reden muss, wo ich nicht so die ganze Zeit aufpassen muss, über Grammatik, oder ob ich die richtige Werte benutzt habe, oder ob ich ein Werb richtig konjugiert habe. Also, normalerweise auf Deutsch und auf Englisch ist es so, dass ich daran denke, "Hey, hab ich das gut gesagt?" Oder ist das also grammatikalisch korrekt? Ja. Spanisch passiert das nicht. Deswegen ist es für mich einfacher zu sagen, so sofort. Ich komme aus Guatemala von daher. Ich finde das faszinierend, weil du hast diese drei Identitäten jetzt irgendwie, hast zwei Pässe, aber fühlst dich eigentlich auf Spanisch. Also, Spanisch ist eine eigentliche Muttersprache, wo du dich am Wohlsten fühlst. Und du bist ja auch TikToker. Also, du machst Videos genau über diese Themen, so Identität und auch die Wahrnehmung von Guatemala in Deutschland und in den USA. Wir verlinken das natürlich in den Show Notes, deinem Kanal. Aber ich spiel mal so ein deiner populärsten TikToks. Ich weiß, wie nennt man das TikTok Videos? Ja, ja, all die TikToks. - Genau. Ich spiel das mal ab, diejenigen, die Spanisch können, oder vielleicht mit spanisch sprachigen Kindern zu hören, den mal kurz die Ohren zu halten. Alle anderen verstehen das jetzt wahrscheinlich ähnlich. Die Deutsche sagen immer, dass ich nicht das Guatemala komme. Manager, was er auch teckende, die ich nicht so die Guatemala, dann. Mal regnest du, Frisao. Also, wir übersetzen das jetzt nicht, aber du wolltest damit beweisen, dass du sehr wohl in Guatemala aufgewachsen bist. Genau, genau. Es ist sehr lustig, dass du das jetzt spielst, weil normalerweise bin ich nicht so laut. Also, das lustig, weil im. auf TikTok kann man denken, oh, der Marcel ist super laut oder er sagt, Schimpfwörter, sehr oft, weil. auf dem Video da gibt es ein paar so Büssewörter, aber am Wettendestag ist die Realität ist ganz anders. Also, ich bin sehr normaler Mensch. Ich bin eher ruhiger, in der Realität, aber auf dem TikTok würdest du das nicht mitbekommen. Ja, Marcel. Also, ich hab dich gefragt, wenn wir jetzt zusammen Podcasten worüber möchtest du denn sprechen? Und du hast mir gesagt, du möchtest vor allem über Guatemala sprechen, weil du das Gefühl hast, dass in Deutschland ist irgendwie gar nicht so ein Bewusstsein gibt für dieses Land. Und dass man eigentlich wenig über Guatemala spricht. Und dass auch, wenn du jetzt angesprochen wirst, die die Leute, dass nicht so glauben, dass du das Guatemala kommst, und du hast mir aber auch geschrieben, ich bin ein Guatemala-Teke mit deutschen Wurzeln und Hinweis. Ich bin nicht der Einzige, es gibt auch noch andere. Es gibt sicher auch Leute, die hier zuhören, die vielleicht eine ähnliche Geschichte haben, wie du. Also, erzähle mal, wie ist denn so ein bisschen das Bild von Guatemala in Deutschland? Also, du hast recht, man hört zum Beispiel in den Nachrichten, finde ich gar nichts über Guatemala in Deutschland. Ja, also, es ist schon ein bisschen schade, ich glaube, am Ende des Tages hat Guatemala sehr viel zu bieten. Guatemala ist so, es wird auch sehr oft genannt, als die Hauptstadt der Mayer-Zivilisation. Also, die Mayer-Zivilisation war hauptsächlich in Guatemala. Klar, es gab ein paar Leute aus dieser Zivilisation, die im Süden von Mexiko waren oder im Westen von Honduras waren, aber hauptsächlich kommt die Mayer-Zivilisation aus Guatemala. Deswegen denke ich, dass Guatemala ein unterbewertes, also ein bisschen untergeschätzt ist. Und deswegen ist so mein Ziel, dass die Leute ein bisschen mehr davon lernen, weil da gibt es sehr viel über Guatemala zu lernen. Und ja, auch du hast das erwähnt, dass wie sieht es auch so die Verbindung zwischen Deutschland und Guatemala. Und ja, du hast recht. Also, ich habe das irgendwann erwähnt, dass ich bin nicht der einzige Guatemala-Teke, sozusagen, mit deutschen Wurzeln. Es gibt tatsächlich auch andere in Guatemala, vor allem in großen Städten wie Guatemala-Stadt oder auch manchmal in Städten, wo wie zum Beispiel, wo ich aufgewachsen bin. Da gibt es auch Leute mit deutschen Nachnahmen, in Guatemala, die wahrscheinlich, also die meisten von denen können kein Deutsch. Aber es gibt schon Leute mit deutschen Wurzeln. Und wie gesagt, man kann die finden nicht so viel auf dem Dorf, aber schon in großen Städten. Und dann bist du ja irgendwann in die USA gezogen, wie ist das zustande gekommen? Ja, also meine Ohma, also die Mama, meine Mama, also die aus Guatemala kommt, die wohnte seit mehr als 30 Jahren hier in den USA. Und sie hat irgendwann die US-Bürgerschaft bekommen. Und da das sie das irgendwann bekommen hat, dann haben wir das auch von, also wegen ihr, bekommen. Und ist das nicht auch ein riesiges Thema jetzt? Gerade jetzt im Moment wieder in den USA, dass so viele Leute aus ganz Südamerika eigentlich migrieren wollen, die wir es haben.
Hast du Kontakt zu Leuten, die aktuell migrieren wollen oder wie nimmst du dieses Thema Migration aus Südamerika in die USA war? Oder Latin America, in der Gemeinde. Ja, stimmt, Latin America klar. Es ist ein sehr komplexes Thema. Ich muss sagen, mein Weg war ganz ganz anders, weil ich kenn' er Leute, die wahrscheinlich mit einem Wiesum hergekommen sind und hier geblieben sind. Es gibt unterschiedliche Geschichten. Du hast gefragt, was ich darüber denke. Wie gesagt, das ist ein sehr komplexes Thema. Ich kann nur sagen, dass mein Weg ein bisschen lockerer war, weil ich weiß, dass es normalerweise deutlich schwieriger ist, hier umzuziehen. Aber für mich war es Gott sei Dank nicht so schwierig, weil meine Oma hatte schon eine US-Bürgerschaft und wir haben dadurch die Greencard bekommen. Wenn du eine Greencard hast, dann ist es deutlich einfacher, umzuziehen. Als ich die Greencard hatte, habe ich die US-Bürgerschaft Prüfung gemacht, was sehr einfach ist. Wird man nur zehn Fragen gefragt und man muss nur sechs von denen richtig bekommen. Das ist interessant. Wir haben ja mal ein Video gemacht, über die Fragen, wenn man den deutschen Pass bekommen möchte. Ich weiß nicht, wie viele man dann gestellt bekommt in dem Test, aber es ist auf jeden Fall so ein "fragen" Katalog von 300 Fragen. Also es gibt viele mögliche Fragen, die sie stellen könnten. Und ich habe die mal auf der Straße gestellt in einem easy German Video. Und viele Deutsche haben gesagt, also die sind schon, sind nicht alle schwer, aber es sind schon ein paar schwere Fragen, dabei und vor allen Dingen fragt man sich, ob die alle so relevant sind. Also ob das jetzt alles so wichtige Fragen sind, die man wissen muss, wenn man ein Leben in Deutschland anfangen möchte als deutscher Staatsbürger. Das ist interessant, dass das in den USA einfach war für dich. Und ich muss auch sagen, also jetzt erwähnt man muss sich 300 Fragen mehr oder weniger merken oder mindestens die Antworten merken. Also als ich das gemacht habe, es kann schon sein, dass es jetzt ein bisschen anders. Ich habe die Prüfung vor zwei Jahren gemacht. Man müsste sich 100 Fragen merken sozusagen. Und also die Antworten kennen nun so. Und von diesen 100 Fragen wurde man zehn Fragen gestellt. Ich glaube, ich fand es auch nicht so schwierig, weil ich war zwei Jahren hier in High School. Und da habe ich ein bisschen über die OS Geschichte, also über die amerikanische Geschichte gelernt. Und von daher weiß ja deutlich einfacher. Aber wie gesagt, mein Weg ist ganz anders, weil da das ich hier ein bisschen studiert habe, also da das ich in der Schule war, weiß für mich ein bisschen einfacher. Ja, ja. Und gab es dann so eine Ceremonie am Ende. Das ist nämlich etwas, was jetzt gerade diskutiert wird in Deutschland. Im Moment ist die Einbürgerung in Deutschland so. Du gehst zu diesem Test. Und wenn du den bestehst, dann sagen sie ja, okay. Sie können nach Hause gehen. Sie kriegen dann in sechs Wochen kriegen sie Post unter, ist dann der Personalausweis drin oder so. Also es wird so gar nichts eribriert. Das ist so richtig stauptrockene deutsche Bürokratie. In irgendeinem Abend ist nichts gefeiert. Du kriegst auch keinen Handschlag. Und das wollen sie so ein bisschen ändern. Das ist ja total schade eigentlich. Wir sind ja ein. Also ein, wie sagt man, einen Immigration-Sland, wir brauchen ja ganz dringend Einwanderung. Und das kann man schon dann auch ein bisschen zellibrieren, wenn sich da jemand darauf vorbereitet und das geschafft hat, die Termine zu bekommen und den Test zu lernen und alle Voraussetzungen erfüllt. Dass es da so eine kleine Feier gibt. Und ich glaube in den USA ist das so, oder? Dass man dann irgendwie da steht oder wie war das? Ja, da hast du recht sogar. Sogar, so ist es sogar schön, muss ich sagen. Es gibt eine Zeremonie. Man bekommt auch eine US-amerikanische Flagge. Also, so wenn ihr kann man sagen. Und die Familie ist dabei. Und also mindestens so weiß, als ich das gemacht habe. Wie gesagt, das fandelt sich immer. Aber ja, so ich habe sogar eine US-Flage bekommen, die sogar jetzt hier in meinem Zimmer ist. Also, es ist schon schön. Ich glaube, da freuen sich auch die Leute in Deutschland, wenn es in Deutschland auch so wäre, muss ich sagen. Es ist schon schön, wenn das so gefeiert wird. Es hilft ja auch, sich dann wirklich zu identifizieren. Also, das sollte natürlich auch vorher schon passieren. Aber ich glaube, das hilft halt wirklich dann, das ist ja ein großer Moment im Leben. Dass man sagt, ja, ich habe mich entschieden, ich möchte Teil dieses Landes sein. Also, ich glaube, da können wir ein bisschen was von Diffus A lernen. Ja. Okay. Und jetzt mal ein kleiner Team wechseln. Du musst es Deutsch lernen, weil du einfach nicht lange genug in Deutschland gelebt hast als Kind, um es wirklich muttersprachlich zu lernen. Wann und wie und warum hast du denn damit angefangen? Ja, also, um das kurz zusammenzufassen, es hat alles angefangen in mehr oder weniger in 2000, ja, also in 2014. Und ich glaube, die Leute werden wissen schon, warum, weil da hat Deutschland die Weltmeisterschaft gewonnen. Und das war, genau. Und ja, Fußball ist ein riesiges Thema in Guatemala wie in fast allen, da teilemeerikanischen Ländern. Und es wurde sogar Leute, die aus Guatemala kommen, die gar keine Verbindung mit Deutschland haben, haben das also richtig gefeiert und ich kann mich noch daran ändern. Und ich habe deswegen habe ich mich wieder motiviert, Deutsch zu lernen, weil. Ich habe hier eingefallen so ein Moment mal. Ich bin doch Deutsch. Wir sind ganz geseinander. Stopp, stopp. Ich komme aus diesem Land. Ja, das ist ein Patriotismus für dich entdeckt wahrscheinlich. Genau, ich glaube, ohne die Weltmeisterschaft in 2014, ich glaube, da hatte ich niemals die Motivation gehabt, Deutsch zu lernen. Muss ich wirklich sagen. Genau. Und es hat sich auch ergeben, weil als wir im Zentrum waren, im Kitzhalt in Angro, also die Stadt, wo ich aufgewachsen bin, da gab es einen, da gab es einen Deutschland. Und er hat, also irgendwie hat er herausgefunden, dass ich deutsche Wurzeln hatte. Und dann hat er gesagt, hey, also hat er irgendwas auf Deutsch gesagt, aber damals konnte ich keinen Deutsch sprechen und ich habe nicht geantwortet. Ich habe mich so schlimm gefüllt und ich fand es so peinlich, dass ich deutsche Wurzeln hatte, aber kein Deutsch sprechen konnte. Und das hat auch zu der Motivation was beigetragen. Und was hast du dann gemacht? Also 2014, man muss dazu sagen, du bist jetzt 22. Also du warst. Genau. relativ jung. Du bist jung und warst damals noch jünger. Jünger. Was hast du dann gemacht, um neben der Schule dann Deutsch zu lernen? Ja, da gibt es. das ist auch sehr interessant, weil irgendwie hatte ich so diese Frage im Hintergrund, hey, was, wenn ich jetzt es versuche, Deutsch zu lernen. Ich habe es mir damals sehr schwierig vorgestellt, weil wenn man Deutsch nicht kann, dann stellt sich man vor, als Deutsch als so eine unglaublich schwierige Spache. Aber ich hatte diese Motivation und Frage im Hintergrund. Dann sind wir irgendwann. also dann haben wir irgendwann eine Freundin von meiner Mama besucht, die tatsächlich auch deutsche Wurzeln hatte. Also ich glaube bei ihr war der Vater deutscher. Und dann hat sie irgendwann erwähnt, hey, also meine Kinder lernen Deutsch. Und ich habe das so gehört und dann habe mich auch daran interessiert. Und ja, der Lehrer war tatsächlich auch also deutscher. Und dann kam er aus Neumünster. Und ja, so hat sich das ergeben mit der Zeit. Neumünster im Norden von. Ja, genau. Also nicht Münster, Neumünster. Ganz genau. Hast du dir quasi einfach eine Privatlehrer organisiert über Kontakte? Genau, genau. So hat das funktioniert. Und dann hat das also ziemlich gut geklappt. Ich habe so alles mit dem Akkusativ, dativ, genitiv, gelernt, die Artikeln, wo ich immer noch ein bisschen Schwierigkeiten habe, aber das ist auch in Ordnung. Und ich muss auch sagen, ich hatte einen kleinen Vorsprung. Also ich will nicht, dass die Leute sich jetzt mit mir vergleichen denken. Ich kann jetzt nicht so gut deutscher. Ich musste schon erwähnen. Ich hatte einen Vorsprung, dass ich im Kindergarten war, so nur kurzfristig. Und deswegen ist das so die Aussprache nicht so ein Problem. Also ich habe andere Schwäche bei ihm, bei ihm Deutsch. Aber Aussprache ist wahrscheinlich nicht so grundsätzlich.
aber ich wollte nur das erwähnen, weil ich hatte schon einen Vorsprung, aber gleichzeitig habe ich auch daran gearbeitet, um mein Deutsch zu polieren. Ja, das ist interessant, weil du das einen kleinen Vorsprung wirst, weil du dann doch als Kind gelernt hast, diese Muskeln zu benutzen, die man für die spezifische Sprache braucht. Das ist dann später immer schwieriger, wenn man das als Erwachsener lernt. Ich muss aber auch sagen, obwohl ich das hat als Vorsprung, ich musste immer noch, wie gesagt, daran sehr viel arbeiten, weil, also ich in Guatemala war, da hatte ich keinen Kontakt mit Deutsch oder mit Deutschland in der Gemeinde. Ich habe nur mit meinem Vater telefoniert, dann haben wir auf Spanisch irgendwann telefoniert, weil ich kein Deutsch mehr konnte. Und ich hatte auch keine deutsche Verwandtschaften in Guatemala, deswegen hat sich meine Verbindung mit Deutschland wieder verstärkt, ja, 2014. Dank, das ist Spaß. Und unsere Sieg ist damals. Es ist mittlerweile, sind wir leider nicht so gut im Fußball. Ich war so gut, da war damals schon. Damals schon. Ja, Marcel, was ist dein Schlusswort? Wenn die Leute eine Sache wissen sollten über Guatemala, was wäre das? Was ist dein Wunsch? Ich will, dass die Leute wissen, dass Guatemala sehr viel zu bieten in unterschiedlichen Aspekten. Also falls, also falls die Leute sich über Geschichte interessieren, da gibt es sehr viel zu lernen, über Guatemala von der Maya Civilisation, als die Spanier Guatemala und Mitte-Lamerika in Allgemein colonisiert haben. Da das Guatemala die Hauptstadt der Maya Civilisation ist, da kann man sehr viel über diese alte Civilisation lernen. Man kann auch sehr viel von den europäischen Einfluss in Guatemala sehen, genauso wie von der Maya Civilisation. Also man kann beide sehen. Ja, ich glaube, in meiner Fotos, ich war 2011 schon über zehn Jahre her, im Tika-National Park. Genau. Und da gibt es wirklich so krasse Fotos, wo die Ruinen, diese Pyramiden und so einfach aus dem Jungel so rausragen, das ist wirklich super beeindruckend. Kann ich nur bestätigen, da sollte man unbedingt mal mindestens einmal hin im Leben. Es gibt auch sehr viel Natur und unterschiedlichen Sprachen. In Guatemala hat ins Gesamt, ich weiß nicht jetzt ganz genau, aber mehr oder weniger ungefähr 20 indigenische Sprachen werden in Guatemala gesprochen. Es gibt schon riesige Gemeinder, die immer noch diese Sprache sprechen. Also sehr viel zu bieten, Kultur, Natur, Geschichte. Guatemala hat alles auch luxurierse Sachen, gibt es auch in Guatemala statt. Also ich kann es nur empfehlen. Wir verlinken deinen TikTok-Kanal, Marcel, da kann man mehr über dich und Guatemala lernen. Du hast auch ein paar Videos, wo du einige dieser indigenen Sprachen einleidest oder ein paar Wörter verrätst. Super spannend. Vielen Dank, dass du dabei warst. Und ich würde sagen, wir quatschen noch ein bisschen weiter in unserer Aftascha. Danke, dass ich da sein dürfte. Bis bald. Bis bald, ciao. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Marcel ist in Leipzig geboren, in Guatemala aufgewachsen und lebt heute in den USA. Er besitzt die deutsche und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
Spanisch ist seine Muttersprache; Deutsch lernte er erst später, motiviert durch den deutschen WM-Sieg 2014 und ein peinliches Erlebnis, weil er seine deutschen Wurzeln nicht sprachlich vertreten konnte.
Sein Deutschlernen begann mit einem Privatlehrer aus Neumünster; einen Vorsprung hatte er durch den Kindergarten in Deutschland, vor allem bei der Aussprache.
Er fühlt sich kulturell Guatemala zugehörig und produziert TikTok-Videos über Identität, Wahrnehmung Guatemalas und seine Mehrsprachigkeit.
Guatemala wird in Deutschland seiner Meinung nach unterschätzt – es ist das Zentrum der Maya-Zivilisation und bietet reiche Kultur, Geschichte, Natur und über 20 indigene Sprachen.
Die US-Einbürgerung erlebte er als feierliche Zeremonie mit Familie und Flagge, anders als die bürokratische, emotionslose Prozedur in Deutschland.
Summary:
Marcel ist ein junger Mann mit drei kulturellen Identitäten: geboren in Leipzig, aufgewachsen in Guatemala, heute lebt er in den USA. Obwohl er deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger ist, fühlt er sich vor allem Guatemala zugehörig – Spanisch ist seine Muttersprache, die er ohne Anstrengung spricht. Deutsch lernte er erst später, angestoßen durch die Fußball-WM 2014 und ein unangenehmes Erlebnis, als er sich schämte, seine deutschen Wurzeln nicht sprachlich vertreten zu können.
Mit einem Privatlehrer aus Neumünster eignete er sich die Grammatik an, profitierte aber von einem Aussprache-Vorsprung aus seiner Kindergartenzeit. Auf TikTok teilt er Einblicke in Guatemala: Er möchte zeigen, dass das Land weit mehr ist als Klischees – es ist die Wiege der Maya-Zivilisation, voller Geschichte, Natur und kultureller Vielfalt mit über 20 indigenen Sprachen. Ein weiteres Thema ist der Vergleich der Einbürgerungszeremonien: In den USA erlebte er eine feierliche Aufnahme mit Familie und Flagge, während Deutschland seiner Ansicht nach zu bürokratisch und emotionslos sei.
Marcel wünscht sich, dass mehr Menschen die Schönheit und Bedeutung Guatemalas kennenlernen.
FAQs
Marcel ist in Leipzig, Deutschland geboren, wuchs aber in Guatemala auf und lebt heute in den USA. Er hat die deutsche und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
Weil er fast sein ganzes Leben in Guatemala aufgewachsen ist und Spanisch seine Muttersprache ist, bei der er nicht über Grammatik nachdenken muss.
Marcel findet, dass Guatemala in Deutschland unterschätzt wird und wenig in den Nachrichten vorkommt, obwohl es viel zu bieten hat.
Nach der Fußball-WM 2014, die Deutschland gewann, motivierte er sich und nahm Privatunterricht bei einem Deutschen in Guatemala.
Ja, weil seine Großmutter bereits die US-Staatsbürgerschaft hatte, bekam er eine Greencard und bestand den Einbürgerungstest mit zehn Fragen.
In den USA gibt es eine feierliche Zeremonie mit Familie und einer US-Flagge, während es in Deutschland eher bürokratisch und ohne Feier abläuft.
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