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Zu wenig Zeit für Beziehung: So entkommt ihr aus dem Hamsterrad des Alltags!

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Zu wenig Zeit für Beziehung: So entkommt ihr aus dem Hamsterrad des Alltags!

In dieser Folge der Lebensirrlisten wird das Problem der knappen Paarzeit aufgezeigt, das meist durch eine überlastete tägliche Routine entsteht. Paare fühlen sich oft überfordert durch Beruf, Kinder, Freunde oder persönliche Projekte, wodurch gemeinsame Zeit und emotionale Verbindung verloren gehen. Das „Hamsterrad“ des Alltags führt dazu, dass die Beziehung in eine effizienzorientierte Struktur gerät, die auf Abwesenheit von Spontaneität und Freude setzt. Es wird betont, dass viele Paare nicht nur die große Zeit verlieren, sondern auch die kleineren, aber bedeutenden Momente der Nähe übersehen. Der Fokus liegt daher auf bewussten Veränderungen: gemeinsame Hobbys, geplante Zeitpunkte, bewusste Handynutzung und tägliche Rituale wie „Tut-mir-gut“-Erinnerungen helfen, die Verbindung zu stärken. Auch die Einführung neuer Gewohnheiten, wie ein mittleres Powernap oder die Ersatz von Fernsehzeit durch Gespräche, verbessert die tägliche Energie und Lebensqualität. Wichtiger noch: Paare sollten sich über ihre Lebensprioritäten klar werden, kritisch reflektieren, ob bestimmte Verpflichtungen wirklich notwendig sind und gegebenenfalls entscheiden, diese zu streichen. Ein wachsender Fokus auf Abenteuer und Entspannung im Gleichgewicht zwischen Paarzeit und Freundschaften wird zusätzlich empfohlen. Ziel ist es nicht, alles zu optimieren, sondern eine authentische, wertschätzende und emotionale Beziehung wieder aufzubauen. Für Unterstützung steht ein Workbook zur Verfügung, das praktische Tools bietet, und ein telefonisches Coaching wird empfohlen, wenn Paare Unterstützung brauchen, um ihre Alltagssituation zu verändern.

Transcription

4897 Words, 30021 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensirrlisten. In dieser Folge geht es um das Thema zu wenig Zeit für die Beziehung. So entkommt ihr aus dem Hamsterrad des Alltags. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Manchmal haben Paare das Gefühl, dass sie nicht genug Zeit füreinander haben. Und Gründe dafür sind ganz verschieden. Einmal kann es sein, dass ein hohes Arbeitspensum gerade im Vordergrund steht, dass der Freundeskreis einen fordert oder die Familie oder dass beide Hobbys haben, die zeitlich sehr aufwendig sind. Oder dass die Kinder mit ihren Bedürfnissen gerade im Vordergrund stehen. Fakt ist aber, dass man halt gefühlt sehr wenig Zeit zusammen hat und sich dadurch auch weniger austauscht, weniger gemeinsam unternimmt. Fühlt sich dann auf die Dauer emotional nicht mehr stark miteinander verbunden. Wir zeigen, wie ihr aus diesem Hamsterrad entkommt und wieder mehr Zeit als Paar habt. Ja, also aus meinen letzten Coachings würde ich sagen, dass das nicht manchmal vorkommt. Die Paare hatten das Gefühl, alle und nicht eins von diesen Faktoren, die du genannt hast, sondern alle. Ja, also insgesamt große Überlastung im Alltag. Und dadurch kaum Zeit oder Energie. Dann entsprechend dafür zu sorgen, auch Veränderungsprozesse in Angriff nehmen zu können. Also da geht es dann eben über die Erkenntnisse nicht hinaus. Deswegen habe ich in letzter Zeit viele Coachings gehabt, die sich im ersten Moment mal darum drehten, wie man dieses Hamsterrad verändern kann. Nochmal mehr Klarheit dafür zu schaffen, dass man gerade, wenn man sich in der Krise befindet, und sich bei uns meldet, häufig in einem existenziellen Problem hängt und sich überlegen sollte, was von diesen ganzen Dingen in meinem Hamsterrad kann ich denn beenden? Und dann auch mal die ein oder andere radikalere Entscheidung zu treffen, wo man sagen würde, das macht man sonst vielleicht nicht, aber in diesem Moment muss das mal sein, dass irgendein Thema wirklich gestrichen wird. Genau, ich glaube, das ist auch das Problem, weil viele Menschen, und das ist ja bei uns im Coaching, auch eine gewisse Zielgruppe vom Alter, so ganz grob, fühlen sich stark überlastet. Weil man gerade in so einer Rushhour ist, dass man beruflich sehr gefordert ist, dass man Kinder bekommen hat oder vielleicht plant und da auch Druck entsteht oder Kinder gerade älter und aus dem Haus sind. Also so viele Faktoren, wo man vielleicht auch, ja, ich habe auch zweimal jetzt Paare im Coaching gehabt, wo jeweils ein Teil sich um kranke Angehörige gekümmert hat, also da auch eine Forderung ist, und dass man immer wieder, so wie auf einer Liste sieht, diese Zeit wird gestrichen und gestrichen und gestrichen und wird einem genommen, weil die Priorität sich so nach vorne drängt. Und so diese gemeinsame Zeit wird schnell immer weniger und dann wird es Gewohnheit, dass man schon so wenig Zeit miteinander verbringt. Ja, ich habe gerade ein Paar, mit dem ich sehr gerne arbeite, weil die sehr, sehr aktiv sind. Die schreiben sich Notizen, die setzen um und man erlebt, die Fortschritte und wir sind da wirklich in einem Wochenrhythmus dran und das funktioniert wirklich gut. Das Kennenlerngespräch, das war sehr spannend. Ich habe mich so ein bisschen gefühlt wie damals, da hatte ich dieses Gefühl auch schon immer so, als es noch Schlag den Raab gab bei ProSieben und dort dann die Menschen vorgestellt wurden, die dann als Kandidaten da sein sollten. Und das war typischerweise ein Arzt mit Familie. Kümmert sich um seinen gigantischen Freundeskreis, baut sein Unternehmen auf, studiert nebenbei noch in was anderes, macht sieben Sportarten und man fragt sich irgendwann, wow, also der Tag hat 24 Stunden, wie schafft dieser Mensch das alles? Und das Gefühl hatte ich sozusagen in diesem Kennenlernen auch. Also sie arbeitet Vollzeit in einer sehr hohen Position, er arbeitet Teilzeit, sie haben mehrere Kinder zusammen, er macht selbstständig noch neben was? Nebenbei etwas, was ihm sehr wichtig ist, sie haben ein Haus, um das sie sich kümmern und dann haben sie noch zwei Gästehäuser mit Pensionen, worum sie sich auch noch kümmern. Und so die Liste wurde länger und länger und irgendwann war so der Punkt, wo man dann so denkt, ja Mensch, das klingt echt alles gut und so nach außen hin sind die echt aktiv, aber wo ist dann noch die Zeit für euch übrig? Da ploppt total, ganz viele Fragen kommen hoch, haben die Menschen noch Zeit für sich allein oder ist das nur noch ein Abarbeiten von To-Do-Listen, um alles und jedem gerecht zu werden? Gibt es noch Zeit als Paar, gibt es noch spontane Zeit? Ich finde es auch beeindruckend, muss ich sagen, wenn Menschen so wie als Kandidaten sich vorstellen und man hört von dem Leben, wie voll das ist, im ersten Moment. Aber im zweiten Moment denke ich mir immer so, puh, das ist auch ganz schön viel Druck. Und das ist ja dieses Hamsterer Zeichen. Ich finde es auch, dadurch aus, dass man in einem Konstrukt drinsteckt, was immer sich weiterdreht und weiterdreht und wo man ja auch über Grenzen rübergehen muss nachher, weil man so viel Verpflichtung sich aufgebaut hat. Die beiden sind extrem gut, diese Verpflichtungen zu strukturieren. Also viele Tipps, die wir dann haben, die machen die schon, aber da ging es dann primär darum, den Fokus zu verändern. Also die beiden haben ihre Woche super durchgetaktet, durchgeplant, aber eben die Frage ist, wie ist das? Die Frage ist, mit welchem Ziel? Das Ziel war einfach nur, dass die Woche dann wahrscheinlich gut läuft, aber nicht das Ziel zu sagen, an welchen Stellen können wir uns Partzeit freimachen? An welchen Stellen sind wir als Familie unterwegs? Das gab es eben nicht. Die haben sich sehr stark aufgeteilt und das war gut, das funktionierte, aber hat eben dann für Distanz in der Partnerschaft gesorgt, obwohl der Alltag eben relativ gut strukturiert und gelaufen ist. Und hier ist eben genau so ein Punkt, wo man am Anfang erstmal schaut, wie könnt ihr denn eure Strukturen so verändern, dass ihr wieder mehr Partzeit miteinander bekommt. Und da sind die beiden echt gut drin, das dann auch jetzt umzubauen und umzusetzen. Aber das ist so ein ganz typischer Fall gerade, was auch Lukas und Nicke aus ihren Coachings zum Beispiel auch berichten, dass ganz viele Menschen ihren Alltag sehr überfrachtet haben mit Projekten und vielerlei Dingen. Und für die Partnerschaft, für persönliche Weiterentwicklung, für gemeinsame Ziele einfach die Zeit fehlt. Und ich glaube auch, was wichtig ist, viele beschreiben das ja auch so, dass sie dieses Paargefühl nicht mehr haben, sondern dass es dann dadurch so unpersönlich geworden ist. Und das so als Problem, was daraus entsteht. Und dass das Zusammenleben sich auf Dauer und meist auch in ganz kleinen Schritten sich dann verändert. Und man irgendwann an einen Punkt kommt, dass man sagt, ja, wo ist jetzt noch Platz für uns? Gibt es uns beide eigentlich noch? Oder sind wir ein funktionelles Team, was so durch den Alltag schreitet? Ja, so die Dinge, die vorher dann man gemacht hat, weil sie Spaß machten, sowas wie Kochabende und Ausflüge, das ist dann vielleicht im Sinne des Hamsterrads sozusagen nicht mehr effizient. Weil wenn man zu zweit kocht, das kann ja einer alleine machen, also ist dann Zeit verschwendet. Aber das ist eben sozusagen ein Gedanke eher aus der Arbeit, aus der Arbeitswelt, alles effizienter zu machen. Aber im Privatleben, in der Beziehung als Familie mit den Kindern, ist ja eher das Ziel, vielleicht Spaß zu haben, Gemeinschaft zu bilden, Zugehörigkeit zu haben. Und da muss man eben schauen, dass man sich nicht von diesem Arbeitsalltag so überrollen lässt und auch sein ganzes Privatleben nur noch auf Effizienz trimmt, statt auf Spaß und Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit. Und das ist der nächste Punkt, den wir uns aufgeschrieben haben. Und der ist dann auch etwas, was, so gut wie immer geäußert wird, dass auf einmal andere Themen höher auf der Prioritätenliste stehen. Während früher mal die Partnerschaft vielleicht ganz weit oben stand, vielleicht sogar an erster Stelle, dann ist es so, dass dann das Gefühl entsteht, Arbeit ist wichtiger, andere Dinge, Projekte sind wichtiger, Selbstständigkeit ist wichtiger. Dass dann die Partnerschaft immer weiter nach hinten durchgereicht wird vom Gefühl in der Priorität. Ich glaube, dass das auch in Ordnung ist, wenn es Lebensphasen gibt, wo andere Sachen eine höhere Priorität haben. Aber dass man das mit einem Bewusstsein machen sollte, dass das eine Phase ist. Und dass man genauso, wie man die Energie dann in diese Phase steckt, auch die Energie haben sollte, wieder rauszukommen und dem anderen wieder die Priorität zu geben. Spontan kommt mir so der Gedanke, wenn ein Kind auf die Welt kommt, dann hat natürlich das Kind erstmal, der neue Lebensabschnitt, erstmal die volle Priorität. Oder wenn jemand einen neuen Job anfängt und sich viel einarbeiten muss, dann ist zeitlich vielleicht auch erstmal die Priorität, da erstmal klar zu kommen. Aber auf Dauer sollte man sich mal fragen, welche Priorität ist mir als Wert im Leben am wichtigsten? Ich glaube, dass an dem Punkt wichtig ist, dass man sich sozusagen wie ein Timer eine Erinnerung im Kalender stellt, vielleicht sogar mehrere, wo man aus dieser Phase wieder rausgeholt wird. dass man sich ganz aktiv eine Phase, Familienzeit, part-time einräumt, in der andere Projekte dann nicht mehr möglich sind. Denn was ich wiederum in den Coachings dann erlebe, ist, dass genau das eigentlich gemacht wird, dass man sagt, ah, du hast eine neue Position im Job, habe ich Verständnis für, das wird die nächsten drei, vier Monate anstrengend, Einarbeitung und so weiter. Was dann passiert ist, dass diese Phase vorbei ist, aber dann beginnt die nächste Phase für etwas anderes. Weil dann überlegt sich vielleicht der andere, jetzt bin ich dran, du hattest jetzt deine intensive Phase, jetzt brauche ich eine intensive Phase für etwas, was mir wichtig ist. Und dann entsteht die nächste Phase. Genau das gleiche bei Kindern, wenn man sich da nicht ganz aktiv rausholt aus dem Phasendenken und das ist nur eine Phase. Bei Kindern, zumindest unsere Erfahrung der ersten sechs Lebensjahre, es reiht sich Phase an Phase. Es gehen ein paar Dinge, die nerven. Es kommen aber wieder neue Dinge, die nerven dazu. Und man steckt in der nächsten Phase wieder drin. Das heißt, man muss sich ganz aktiv eben dann aus diesem Gefühl, das ist nur eine Phase, rausholen, weil es kommt einfach dauernd die nächste Aufgabe. Egal was, dann ist auf einmal was am Haus kaputt. Dann ist auf einmal hier was, da was, dann wird einer krank. Ich glaube, es ist auch die Gewöhnung, dass wir Menschen auch Gewöhnungsmenschen sind und wir uns vielleicht auch schnell daran gewöhnen, dass wir da an dem Punkt weniger investieren. Und auch bequem werden. Und dann müsste es halt eigentlich so sein, dass man spürt ja, Mensch, eigentlich, was uns gut tun würde als Paar, eigentlich müssten wir mal wieder schön essen gehen, eigentlich wäre das doch schön, wenn wir das und das machen würden. Ja, kümmern wir uns mal drum. Ja, wir können ja mal überlegen, ob wir mal einen Babysitter fragen. Und dann passiert häufig aber nichts. Und dann kommt der Alltag wieder rein. Andere Sachen schieben sich davor und so vergeht Woche für Woche, Monat für Monat. Weil dann dieses Thema Paarzeit, das wollen glaube ich viele sich auch einfach sozusagen als Projekt nicht vornehmen, weil das fühlt sich dann ja gekünstelt an. Das muss ja einfach so da sein. Ja, ich habe viele, die sagen, Glaubst du nicht, das ist eine Selbstverständlichkeit, dass man den anderen zu sehr als selbstverständlich schon wahrnimmt im Leben und denkt, ah, das ist eine save Nummer, die habe ich am Laufen als Hintergrundprogramm. Das ist, das ist der eine Aspekt, das, was als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird. Und der zweite Aspekt ist, dass für viele eben so etwas wie Nähe und andere Dinge sich ergeben sollten und einfach so dieser innere Impuls kommen sollte und das für die Paare dann eben unnatürlich wirkt, wenn man sich zum Beispiel zusammen einen Termin setzt oder so. Weil man sagt, Mensch, aber auf der anderen Seite merken die Paare, dass sie mit den Kindern und den ganzen Projekten gar keine Zeit mehr füreinander finden aber setzen sich dann eben diesen Termin nicht. Es ist ja nun mal auch anders einfach. Das kann ja auch alles wieder natürlicher und entspannter werden, wenn die Kinder selbstständiger sind zum Beispiel und so weiter und so weiter. Also, was uns dann häufig berichtet wird, ist natürlich, dass sich die Paare so fühlen, als würden sie nebeneinander herleben. Dieses Wir-Gefühl wird immer weniger. Es gibt immer mehr Ich-Du- Gefühl und Denken. Und es wird insgesamt unpersönlicher und in der Folge entsteht dann häufig eine Hilflosigkeit. Dass Paare nicht wissen, wie sie sich mehr Zeit füreinander nehmen können, weil anscheinend manchmal so ist mein Gefühl, dieser Punkt überschritten ist, wo man selber noch so, ein gutes Beispiel ist, man kennt das manchmal, wenn man irgendwas aufräumen möchte und es ist zu durcheinander und man weiß nicht mehr, wo man anfangen soll. Man weiß einfach nicht mehr, wo soll es losgehen. Ich glaube, wenn man zu stark in diesem Alltagshamsterer drinsteckt, dann sieht man auch nicht mehr, wo soll ich denn jetzt ansetzen? Was ist das, was ich denn jetzt rauskürzen kann? Was kann ich da verändern? Und ich glaube, das ist so ein Punkt, an dem viele dann stehen. Als Folgen sind zum Beispiel Kommunikationsprobleme dann da. Also, dass die Kommunikation schwieriger wird, dass man nicht mehr so gut über Bedürfnisse und Gefühle sprechen kann, dass die Kommunikation an sich auch kürzer wird durch so ein Gefühl der Entfremdung, weil man halt so eine fehlende Verbindung spürt. Man hat sich emotional entfernt voneinander und überlegt auch häufiger, dann möchte ich dem anderen das erzählen? Kann ich das jemand anderen vielleicht eher erzählen? Also, es kommt eher zu diesen Tür- und Angelgesprächen, die halt einfach sehr funktional sind und gar nicht eine Tiefe zulassen. Und diese Tiefe wird halt gebraucht, um eine emotionale Verbundenheit überhaupt herzustellen. Es gibt Stress und Überforderung, insbesondere wenn der Zeitplan sehr eng getaktet ist. Das führt zu noch weniger Paarzeit, weil dann irgendwann auch noch das Thema Energie eine Rolle spielt, weil diese enge Taktung, viele Termine, viele Dinge, die auch im Kopf passieren, Mental Load ist da so ein Stichpunkt, sorgt dafür, dass am Abend einfach die Energie raus ist. Und selbst wenn man eigentlich den Wunsch hätte, vielleicht miteinander nochmal über das ein oder andere Thema zu sprechen, was gemeinsam zu unternehmen, ist die Energie raus und dann ruft eben der nächste Streaming-Dienst auf den Fernseher, der dann eben Entspannung und Ruhe verspricht. Es gibt ja, man hört ja auch häufiger dann, dass wirklich viele Menschen sagen, dass dann so am Abend, ich freue mich nur noch auf die Couch, ich will eigentlich heute nur noch auf die Couch meine Serie gucken und dann ist es gut. Ich glaube, das Problem ist auch, dass am Abend die Energien vom Tag der so anstrengend und herausfordernd waren, so runtergefahren, die Energie so runtergefahren ist und dass halt zwei Menschen aufeinanderprallen, die beide nicht mehr viel Energie haben und das so eigentlich dann eine qualitativ gute Zeit werden. Was an sich ja schon schwierig ist. Wenn beide da sitzen und müde sind oder erschöpft sind und keine Motivation mehr haben. Ja. Ja, dann hat man in der nächsten Folge Unzufriedenheit, dass man eben die Beziehung nicht mehr richtig genießen kann, sondern sich eher fühlt wie entweder eine WG oder ein kleines Familienunternehmen, was alles so strukturiert und organisiert, aber wo es eben eher um Effizienz und Effektivität als Gefühle und Gemeinschaft, Zugehörigkeit, geht. Ein weiterer Punkt ist halt auch Unsicherheit, dass man sich dann fragt, möchte ich das alles noch so? Wie kann es in der Zukunft weitergehen? Denn zu überlegen, in einer Partnerschaft, wo es vielleicht keine Kinder gibt, ist das überhaupt noch sinnvoll, so ein Zusammenleben zu haben? Oder lebt eigentlich jeder schon alleine für sich und man hat nur das Gefühl, man teilt sich die Wohnung? In der Familie die Frage, möchte ich in dieser Qualität einfach die nächsten zehn Jahre als Familie bestehen, als Ehe bestehen? Oder ist da noch mehr? Habe ich mir mein Familien-Ehe-Leben eigentlich ganz anders vorgestellt? Zu dieser Folge haben wir passend für euch ein Workbook erstellt, welches wir euch in den Shownotes verlinken. Da geht es auch nochmal um das Thema, wie ihr euch wieder mehr Zeit füreinander nehmen könnt. Das sind immer so Workbooks, die zwei, drei Seiten lang sind und passend zur Podcast-Folge sind. Das machen wir seit Januar diesen Jahres und die findet ihr bei uns auf der Website unter dem Menüpunkt Workshops, denn das ist in Kombination in der Mitgliedschaft mit Workshops und mit unserem Videokurs, der 26 Videos beinhaltet dazu, wie ihr emotionale Verletzungen und Konflikte löst, ein gemeinsames Fundament aufbaut, anders miteinander kommunizieren könnt und viele, viele andere Dinge mehr, die eine wichtige Basis für eine harmonische und glückliche Beziehung darstellen. Ansonsten habt ihr natürlich auch die Möglichkeit, euch bei uns für das telefonische Erstgespräch einzutragen, wenn ihr das Gefühl habt, ihr braucht da externen Unterstützung, dann geht bei uns auf die Seite Kontakt oder Termine und Preise, informiert euch über die Abläufe und tragt euch gerne dann bei uns direkt im Kalender fürs telefonische Erstgespräch ein. Kommen wir jetzt im nächsten Punkt zu den Lösungsansätzen. Der erste Punkt ist, darüber ins Gespräch miteinander zu kommen. Also die Bedürfnisse einmal auszusprechen, dass man gerne mehr Paarzeit miteinander verbringen möchte, dass das wichtig ist, dass es eine Priorität werden soll, die nach oben rutschen soll. Der zweite Punkt ist dann natürlich praktisch vorzugehen und da wäre eine Idee, Termine oder Momente zu vereinbaren, auf die man sich freuen kann, wo es eine gewisse Verbindlichkeit gibt. Wie wir schon vorher sagten, bei diesem Punkt scheiden sich so ein bisschen die Geister, die einen sagen, ich möchte mir ja doch nicht mit meinem Partner oder meiner Partnerin einen Termin machen. Wir Menschen, kann man aber allgemein sagen, brauchen häufig Rituale und Routinen und Ankerpunkte in so einem Alltag, der sehr herausfordernd ist, damit das nicht hinten drüber fällt und sich immer wieder weiter verschiebt. Das heißt natürlich, dass es da eine gewisse Flexibilität schon gibt, weil es ist kein Arbeitstermin, aber man es einfach auf der Uhr hat, dass das ein geplanter Moment ist. Und so eine neue Routine hat ja auch ein Ziel, nämlich daraus wieder eine Gewohnheit zu machen. Das heißt, der Ansatz dann Termine miteinander zu finden, sorgt einfach auch dafür, dass man einen neuen Fokus sich erstellt. Dafür sorgt, dass ihr zum Beispiel in eurer Wochenplanung, wenn ihr so etwas durchführt, was sehr empfehlenswert ist, dann eben auch gezielt Paarzeit mit einplant. Und irgendwann wird das eben zur Gewohnheit, dass diese Paarzeit auch wieder da ist. Dann kommt mehr Spontanität zurück und so weiter. Ich finde auch selber immer, dass es gar nicht so schlimm ist. Wir machen das ja auch, dass wir, wenn jetzt zum Beispiel einer von uns Geburtstag hat oder so, dass der andere schon mal in den Kalender den Termin einträgt, also blockt, ohne vielleicht hinzuschreiben, schreiben, was man macht, aber dass man halt ganz bewusst auch schon anfängt, nach einem Babysitter zu suchen oder überhaupt den anderen auch mit in Kenntnis setzt, da ist was geplant, da ist unsere Zeit zusammen und darauf kann man sich dann ja auch freuen. Deswegen brauchen wir tatsächlich dann auch die Termine, wenn man wirklich Passat haben möchte, weil mit einem sechsjährigen Kind brauchst du nun mal immer einen Babysitter, das heißt, diese Spontanität ist eben deutlich schwieriger möglich, man braucht halt immer die Abstimmung mit noch irgendeiner dritten Person, die sich in der Zeit um das Kind kümmern kann. Deswegen ist auch einfach, das ist erwartungskonform, das ist richtig so, es geht nun mal leider gar nicht anders und diese Flexibilität und Spontanität, die man eben hatte ohne Kinder, die ist dann einfach erstmal eine Zeit lang nicht mehr da, mit dem Blick darauf, das kommt ja irgendwann wieder. Sobald er groß genug ist, dass er alles alleine kann, was gebraucht wird und wir sicher sind, dass er sich im Haushalt nicht umbringt, kann man ihn dann natürlich auch alleine lassen. Das wäre schon gut, die Voraussetzung, erstmal sicher zu haben. Dann geht es darum, sich auf die kleinen Momente zu besinnen und sich diese auch bewusst zu machen, die man dann eben als Liebespaar hat. Das heißt, wir nehmen zum Beispiel wie aus dem 5x5-Videokurs, den wir haben, diese Tut-mir-gut-Liste, die kann man auch zusammen sich ausfüllen als Tut-uns-gut-Liste oder jeder zeigt sich dem anderen nochmal, was so eine Tut-mir-gut-Liste ist, dass man eben auch sich mehr auf die kleinen Momente wieder zurückbesinnt, die wieder mehr fokussiert. Das kann man vielleicht auch unterstützen durch so ein Paar-Journal machen, wo man am Abend nochmal schreibt, was waren heute schöne Momente für uns als Liebespaar, damit man eben auch da wieder den Fokus schärft, denn ganz häufig gehen diese Kleinigkeiten, die man zwischendurch so macht, unter und haben dann gar nicht so die Bedeutung, obwohl sie eben da sind. Und so kann man den Fokus dann eben verändern, dass man eben nicht nur die großen Ausflüge nimmt, sondern auch die kleinen Dinge wieder stärker wahrnimmt. Absolut, eigentlich braucht man viel mehr kleinere Dinge im Alltag. Da sollte eigentlich der Fokus drauf liegen. Das nächste Punkt steht bei uns, dass man ja auch ein gemeinsames Hobby entwickeln könnte, wo man sagt, man verbringt zusammen als Paar Zeit miteinander, aber hat halt ein Hobby oder eine Sache, die einen verbindet. Das kann halt Sport sein, das kann aber auch ein Spaziergang sein, dass man so eine Abendrunde macht, irgendwo nochmal spazieren geht oder was auch immer. Ich muss das gerade so ein bisschen schmunzeln, als ich das mit der Natur gelesen habe. Da musste ich an unseren letzten Spaziergang denken. Den letzten Spaziergang, den wir beide gemacht haben, war der Spaziergang, wo ich vom Hund gebissen worden bin und ich noch zu dir gesagt habe, weil ich war dafür, dass wir was trinken gehen und du hast gesagt, oh komm, lass uns mal eine Runde spazieren gehen. Und ich noch gedacht habe, als ich im Krankenhaus saß, hätte ich doch lieber den heißen Kakao getrunken. Aber gut, Natur ist auch schön, wenn sowas nicht passiert. Ja, dann hätte ich aber den Hund nicht vorher engagieren müssen. Ich hätte mich vorher nicht so mit Leberwurst einstreichen dürfen. Da habe ich extra den Hundehalter dort in Fuffi zugesteckt. War ein kurzer Spaziergang, obwohl es ging. Das mit den gemeinsamen Hobbys ist auf jeden Fall eine sehr sinnvolle Sache. Das ist auch etwas, was viele Paare wiederum vor den Kindern hatten, dass sie gemeinsame Hobbys hatten, die sie verbunden haben. Und dann dadurch, dass dann eben dieses Babysitter-Thema auf einmal entsteht, sich das aufteilt und der eine geht alleine zum Sport, der andere macht das andere alleine und man könnte eben doch das eine oder andere vielleicht wieder anfangen, miteinander zu verbinden. Manche Dinge dauern ja auch nicht zu lange, wenn man jetzt zu Sporteinheiten denkt. Die sind manchmal 30 bis 60 Minuten lang. Vielleicht, entweder kann man ab einem gewissen Alter vielleicht das Kind mit einbeziehen. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, dass auf der einen Seite gibt es eine Kindergruppe, die trainiert und auf der anderen Seite, also man muss sich da mal umgucken, was gibt es einfach für Möglichkeiten. Genau. Ja, das verbringt Zeit ohne technische Geräte miteinander, finde ich einen richtig guten Punkt, denn das geht ja vor allen Dingen bei den Lösungsansätzen jetzt darum, dass man qualitative Zeit miteinander verbringt und tatsächlich ist dieses Nebeneinander her auf ein Handy, ein Laptop oder den Fernseher zu starren, jetzt eben keine wirkliche gemeinsame Zeit. Auch aber auch das Handy bewusst wegzulegen, damit das Hamsterrad nicht weiterläuft. Weil ich finde, oftmals gibt es ja auch durch das Handy immer wieder Themen, die von der Paarzeit ablenken. Dann kriegt man nochmal eine E-Mail von der Arbeit oder Freunde melden sich nochmal per WhatsApp abends, wenn deren Kinder schlafen oder irgendjemand ruft an. Dieses Handy ist ja einfach so ein Katalysator für Themen und dadurch macht das natürlich auch die Zeit wieder knapp. Und die Zeit wird ja einfach gebraucht, um sich emotional auch auszutauschen und das macht ja auch ein total ungutes Gefühl, wenn wir uns unterhalten würden und du würdest die ganze Zeit nebenbei, das Handy immer im Blickwinkel haben, dann blinkt das auf, selbst wenn es auf lautlos ist, finde ich das manchmal schon bei Unterhaltungen, wo Menschen das Handy da auf dem Tisch liegen haben, außer sie sagen vorher, Mensch, ich kriege noch einen wichtigen Anruf oder was weiß ich, wir haben Babysitter, ich muss da raufgucken, finde ich das immer sehr unangenehm, weil es doch ablenkt. Ja, der Reiz des Handys ist natürlich auch sehr groß geworden, durch die neuen Videoformate, ob sie nun Shorts, Reels oder TikToks oder wie auch immer man sie nennt, heißen. Also diese 15-sekündigen Videos, die so einen ganz schnellen Dopaminkick im Gehirn auslösen und durch das schnelle Weiterskippen dann ja auch letztendlich relativ schnell das nächste Video gefunden wird, was dann wieder Dopamin auslöst. So sind wir da ja auch letztendlich mit dieser Menge an Dopamin überfordert und auf der anderen Seite wirkt dann eben der Alltag total langweilig dagegen oder sich zu unterhalten, weil das eben nicht so viele Highlights birgt, als wenn ich dann eben diese Reels und TikToks und Co. durchscore. Also da sind natürlich auch viele Mechanismen, die uns einfach sehr fesseln und jeder kennt das, wenn man so eine Reihe von kurzen Videos schaut und man nimmt sich vor, mal 10 Minuten reinzugucken, ist die halbe Stunde ganz schnell weg. Und da ist letztendlich egal, wie mental fit man ist, wenn man sich da nicht in den Wecker stellt oder diese Begrenzungsfunktion aus dem Smartphone nutzt, dann sind diese psychologischen Mittel der Algorithmen so gut, dass wir uns da alle von fesseln lassen. Ansonsten geht es nochmal darum, über kreative Lösungen nachzudenken, um gemeinsame Zeit zu etablieren. Also was für Möglichkeiten gibt es noch? Zum Beispiel könnte man bei längeren Autofahrten miteinander telefonieren, sowas wäre eine Möglichkeit. Aber es gibt sicherlich noch eine ganze Reihe von kreativen Möglichkeiten, die ihr nutzen könnt, um letztendlich dann gemeinsame Zeiten zu etablieren. Wobei ich tatsächlich glaube, dass wenn man das schafft, den einen oder anderen Punkt aus seinem Alltag zu streichen, vielleicht, das war auch ein Tipp letztens nochmal das Paar, wenn man merkt, dass man abends doch sehr K.O. ist, wenn man schafft, dann nochmal ein 20-minütiges Powernap in der Mitte des Tages einzulegen, sodass am Ende des Tages mehr Ressourcen übrig bleiben und man natürlich Gewohnheiten sich durch neue Routinen abtrainiert, weil das ist natürlich auch eine ganz deutliche Gewohnheit, abends auf die Couch zu fallen und Serien zu gucken. Unser Gehirn freut sich wahnsinnig darüber, denn das ist natürlich auch eine ganz deutliche Gewohnheit, ist super sicher, dort zu sitzen und Serien zu gucken. Da kann einem gar nichts passieren. Das ist natürlich bei einem Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner vielleicht anders, weil da könnten ja Unzufriedenheiten dabei sein, es könnte Streit entstehen, das Gespräch kann unangenehm werden. Es ist also gefährlicher, als eine Serie zu gucken. Von daher macht man das dann ganz schnell lieber und sich da aus diesen Gewohnheiten rauszuarbeiten, das dauert eine Zeit lang, aber diese neuen Routinen solltet ihr unbedingt bei euch ins Leben integrieren. Ein Punkt, den ich noch vorbringe, der, glaube ich, wichtig ist, nochmal darüber nachzudenken, dass man einen Ausgleich findet zwischen Abenteuer und Entspannung. Genauso wie es einen Ausgleich geben sollte zwischen Paarzeit und Zeit als Paar mit einem Freundeskreis, so ist es doch wichtig zu überlegen, vielleicht sind wir auch ein Paar, was einfach gern aktiver etwas macht und sich dann ganz bewusst die Möglichkeiten, wenn man unterwegs ist, auch aktiv und mit Abenteuer zu gestalten. Und dann sagt aber die Abende auf der Karte, Minimieren sich dadurch. Also es gibt ja immer so Momente im Leben, wo man denkt, oh, es ist alles so langweilig, das bringt gar keinen Spaß mehr. Was vielleicht einfach daran liegt, dass man den Anteil zusammen in der Paarzeit mal anders bedenken sollte, also dass man mehr Abenteuer reinbringen sollte. Wir hoffen, ihr konntet in dieser Folge einige Impulse mitnehmen, um euren Alltag zu entspannen und wieder mehr Paarzeit in euer Leben zu integrieren. Natürlich können wir auch gemeinsam mal auf euer Leben und eure Partnerschaft schauen und prüfen, wie könnt ihr vorgehen, um wieder mehr Freiheiten zu bekommen, um den Fokus auf eure Beziehung zu legen, wenn ihr das Gefühl habt, ihr bekommt es nicht hin. Auch das ist manchmal ein Ansatz, ein Coaching zu buchen, denn dann hat man diese zwei Stunden fest im Terminkalender drinstehen, man zahlt Geld dafür. Das sind hohe Anreize, das auch wirklich wahrzunehmen und dann natürlich auch entsprechend einen Änderungsprozess herbeizuführen, weil man merkt, dass einem selber das Wissen, die Energie oder die Motivation gerade fehlt, man merkt, ohne so etwas kommt man nicht weiter. Dann meldet euch sehr gerne bei uns. Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr in der nächsten Folge wieder reinhört. Bis bald. Bis dann. Musik Musik Musik Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Paare fühlen sich oft überlastet durch berufliche, familiäre oder persönliche Verpflichtungen, was zu einem Mangel an gemeinsamer Zeit und emotionaler Verbindung führt.
  2. Die vermeintlich aktive Organisation des Alltags kann Distanz schaffen und das Gefühl von "nur einem Abarbeiten von To-Do-Listen" fördern, was die Partnerschaft entfremdet.
  3. Es entsteht ein Phasenmuster, bei dem andere Lebensbereiche wie Arbeit oder Kinder eine höhere Priorität haben, wodurch die Partnerschaft hinterher gerückt wird.
  4. Viele Paare verpassen kleinere, aber bedeutende Momente der Nähe, weil sie sich auf effiziente, technikgetriebene Routine verlassen, statt auf Gemeinschaft und Zugehörigkeit.
  5. Das Handy und kurze Videoformate wie TikTok wirken als Ablenkung und reduzieren die Qualität der gemeinsamen Zeit.
  6. Kreative und bewusste Lösungen wie gemeinsame Hobbys, geplante Termine oder tägliche „Tut-mir-gut“-Momente können die emotionale Verbundenheit stärken.
  7. Neue Gewohnheiten wie ein mittleres Powernap oder die Ersetzung von Fernsehzeit durch Gespräche können die tägliche Energie und Lebensqualität verbessern.
  8. Eine bewusste Reflexion der eigenen Prioritäten und die aktive Entscheidung, bestimmte Verpflichtungen zu streichen, sind entscheidend für eine wiederaufbauende Beziehung.

Summary:

In dieser Folge der Lebensirrlisten wird das Problem der knappen Paarzeit aufgezeigt, das meist durch eine überlastete tägliche Routine entsteht. Paare fühlen sich oft überfordert durch Beruf, Kinder, Freunde oder persönliche Projekte, wodurch gemeinsame Zeit und emotionale Verbindung verloren gehen. Das „Hamsterrad“ des Alltags führt dazu, dass die Beziehung in eine effizienzorientierte Struktur gerät, die auf Abwesenheit von Spontaneität und Freude setzt.

Es wird betont, dass viele Paare nicht nur die große Zeit verlieren, sondern auch die kleineren, aber bedeutenden Momente der Nähe übersehen. Der Fokus liegt daher auf bewussten Veränderungen: gemeinsame Hobbys, geplante Zeitpunkte, bewusste Handynutzung und tägliche Rituale wie „Tut-mir-gut“-Erinnerungen helfen, die Verbindung zu stärken. Auch die Einführung neuer Gewohnheiten, wie ein mittleres Powernap oder die Ersatz von Fernsehzeit durch Gespräche, verbessert die tägliche Energie und Lebensqualität.

Wichtiger noch: Paare sollten sich über ihre Lebensprioritäten klar werden, kritisch reflektieren, ob bestimmte Verpflichtungen wirklich notwendig sind und gegebenenfalls entscheiden, diese zu streichen. Ein wachsender Fokus auf Abenteuer und Entspannung im Gleichgewicht zwischen Paarzeit und Freundschaften wird zusätzlich empfohlen. Ziel ist es nicht, alles zu optimieren, sondern eine authentische, wertschätzende und emotionale Beziehung wieder aufzubauen.

Für Unterstützung steht ein Workbook zur Verfügung, das praktische Tools bietet, und ein telefonisches Coaching wird empfohlen, wenn Paare Unterstützung brauchen, um ihre Alltagssituation zu verändern.

FAQs

Weil der Alltag viele Prioritäten wie Arbeit, Familie oder Hobbys übernimmt, was zu einem „Hamsterrad“ führt, bei dem gemeinsame Zeit immer weniger wird.

Durch klare Entscheidungen, wie bestimmte Verpflichtungen abgebaut oder gestrichen werden, und durch bewusste, gemeinsame Zeiten zu planen.

Weil die Abwesenheit von Paarzeit zu emotionaler Entfremdung, Kommunikationsproblemen und einem fehlenden Gefühl der Zugehörigkeit führt.

Durch ein Paar-Journal, in dem am Abend geschildert wird, was heute schöne Momente für das Paar waren, um den Fokus auf Gemeinsamkeit zu legen.

Weil es eine gemeinsame Verbindung schafft und qualitativ Zeit miteinander verbringt, ohne technische Geräte oder Ablenkungen.

Denn es wird oft durch Ablenkungen wie WhatsApp-Nachrichten oder TikTok-Posts abgelenkt, was die gemeinsame Zeit und emotionale Verbindung schwächt.

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