Work-Life-Balance verbessern: Diese Tipps stärken eure Beziehung!
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Der Begriff Work-Life-Balance ist nach Ansicht der Rednerinnen Florian und Ina nicht mehr sinnvoll, da Arbeit und Privatleben eng miteinander verknüpft sind und nicht voneinander abgetrennt werden können. Stattdessen wird eine Life-Balance gefordert, bei der fünf Lebensbereiche – Beziehung, Zeit, Körper, Psyche und Finanzen – ausgewogen und im Gleichgewicht gehalten werden. Die Trennung von Arbeit und Privatleben führt oft zu negativen Auswirkungen: Stress wird mit nach Hause gebracht, was zu Konflikten, Rückverletzungen und fehlender Zugehörigkeit führt. Glaubenssätze wie „Arbeit ist wichtiger“ schaffen Spannungen und können zu einer Trennung führen. Um dies zu vermeiden, empfehlen die Redner eine klare Kommunikation, regelmäßige Erholungsphasen, gemeinsame Ziele und strukturierte Zeitplanung. Es wird betont, dass Lebensqualität – also Gesundheit, Freizeit und Wohlbefinden – wichtiger ist als ein höherer Lebensstandard. Auch der Austausch über die Arbeitszeit und das gemeinsame Leben im Alltag wird als entscheidend für eine harmonische Beziehung angesehen. Letztlich ist jeder für sein Glück verantwortlich, aber im Zusammenspiel mit dem Partner können gemeinsame Maßnahmen wie beispielsweise berufliche Sprints (für bis zu 12 Wochen) den Ausgleich schaffen, wobei danach eine Pause notwendig ist. Die Redner laden zur Unterstützung durch ein kostenfreies Erstgespräch ein, um die fünf Lebensbereiche gemeinsam auszurichten.
Hallo und herzlich Willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen. In dieser Folge geht es um die Work-Life-Balance. Diese Tipps stärken eure Beziehung.
Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Work-Life-Balance, also das soll ja heißen, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben. Also weniger Balance, also eher eine Art Wechselwirkung zwischen den beiden Bereichen.
Wie wir Work-Life-Balance für uns definieren und wie man eine gesunde Work-Life-Balance, wenn es die überhaupt gibt, entwickeln kann, möchten wir euch jetzt einmal in dieser Podcast-Folge näher bringen.
Ja, eigentlich ist das Wort Work-Life-Balance an sich aus unserer Sicht nicht so passend, denn das würde ja bedeuten, dass man Arbeit und Leben voneinander trennt.
Nur wenn ich auf der Arbeit bin, dann findet das trotzdem in meinem Leben statt und von daher passt dieser Begriff nicht so gut.
Also es gibt eigentlich eher eine Life-Balance und wir haben für uns ja diesen Lebensbau mit den fünf Lebensbereichen, die wir da sehen.
Das ist einmal Beziehung, Zeit.
Der Körper, die Psyche, aber auch letztendlich dann die Finanzen.
So, das sind die fünf Lebensbereiche, die für uns wichtig sind. Manche definieren sieben Lebensbereiche, wir haben die jetzt so zu fünf für uns zusammengefasst.
Und die brauchen eigentlich eine gewisse Balance. Also diese fünf Lebensbereiche, die wollen gerne ausgeglichen, kraftvoll versorgt und gelebt werden und das ist die eigentliche Balance, die gebraucht wird.
Von daher ist eigentlich der Begriff Work-Life-Balance.
Man hat das ja mal so herauskristallisiert, weil man gesagt hat, die Menschen sollen abschalten von der Arbeit.
Sie sollen eine Trennung machen zwischen Arbeit und Privatleben.
Also eine gute Work-Life-Balance in dem Sinne, wenn ich nach Hause komme, dass ich abschalte, nicht mehr an die Arbeit denke.
Am besten, wenn ich einen Schlüssel umdrehe in der Haustür, dass alles hinter mir bleibt.
Und da sind wir ja so ein bisschen die Schwierigkeit drin, dass das ja eigentlich gar nicht geht und dass das auch an sich gar nicht gesund ist.
Weil auch das ist dann mal wieder ein Thema im Coaching.
Und bei uns, dass Paare sich das ja auch wünschen, einen Austausch zu haben über die Arbeit, einen Austausch zu haben.
Was bewegte dich während deiner Arbeitszeit?
Wo warst du nachgedrückt? Wie warst du in der Kommunikation mit anderen Menschen?
Da wird es natürlich schwierig, wenn der eine sagt, ich trenne das komplett voneinander.
Ich erzähle zu Hause nichts mehr.
Dann können auch ungute Gefühle entstehen.
Und das ist eigentlich auch kein natürlicher Lebensvorgang, Lebensbereiche ganz krass voneinander zu trennen.
Könnte ja sein, dass einer nämlich bei der Arbeit Probleme,
hat und gerne mal die Meinung von der Partnerin oder von dem Partner hätte.
Würde dann ja nicht gehen, weil man die Lebensbereiche ja voneinander trennt.
Ich habe hier parallel mal danach gesucht, wann denn der Begriff Work-Life-Balance überhaupt entstanden ist.
Und das war Anfang der 90er.
Also jetzt gut 30 Jahre her.
Und das muss man sicherlich mit einbeziehen, wenn man den Begriff Work-Life-Balance sich anschaut und dann den heutigen Blickwinkel nimmt.
Denn ich würde sagen, Anfang der 90er war tatsächlich,
Arbeit noch nicht so stark mit Sinngebung verankert, wie es heute ist.
Also wir haben ja einen sehr starken Wechsel in Richtung der sinnsuchenden Gesellschaft und auch Sinn in der Arbeit.
Also während früher, würde ich behaupten, Arbeit wirklich das war, was eben uns das Geld gebracht hat zum Leben,
so ist es heute doch tendenziell so, dass wir in der Arbeit selbst auch einen starken Sinn für unser Leben suchen.
Also wenn mir die Arbeit keinen Spaß macht, wenn sie keinen Sinn stiftet, der auch mit meinem Lebenssinn oder meiner Vision einhergeht, dann ist es schwierig.
Und das merkt man schon in vielen kleinen Dingen, auch in den unterschiedlichen Generationen.
Also jemand, der jetzt Anfang 20 ist, so ist unsere Erfahrung, der fährt halt ungerne eine Stunde zur Arbeit, weil es eben verschenkte Lebenszeit ist.
Sondern der will dann gerne mehr im Homeoffice arbeiten, vielleicht auch nur eine Viertagewoche machen.
Mehr Freizeitausgleich haben, dafür ist Geld nicht mehr ganz so wichtig.
Und auf der anderen Seite ist wichtig, welcher Inhalt findet da statt.
Also nicht nur ein kleines Rad im Großen und Ganzen zu sein, sondern was ist das, was ich bewirke dadurch, dass ich das mache.
Und dadurch ist glaube ich jetzt auch dieser Begriff heute nicht mehr so sinnvoll, wie er vielleicht damals mal war.
So heute ist es eher die Life Balance.
Und was zeigt sich?
Das Problem in den Familien, erstmal so ganz grundsätzlich, wenn wir jetzt mal wegkommen vom Begriff, ist eben, dass die Zeit für die Familie fehlt, die Zugehörigkeit nicht da ist, dass die Konflikte sich verstärken.
Du sagtest ja schon, dieses Trennen funktioniert auch gar nicht gut.
Weil wenn wir schlechte Laune, Energielosigkeit von der Arbeit mit nach Hause bringen, dann machen wir nicht die Tür zu Hause auf und sind auf einmal völlig energiegeladen, bestens gelaunt und können alles hinter uns lassen,
was in den ersten.
Acht, neun Stunden des Tages passiert ist.
Das passiert so im Regelfall nicht, von daher das nehmen wir mit, das also gemeinsam mit der Familie zu verarbeiten oder auch zu sagen, passt mal auf, ich bin auch gar nicht bereit, ich muss mal eine halbe Stunde joggen gehen und dann kann ich ins Familienleben einsteigen, weil der Tag da war echt herausfordernd und ich habe da noch so ein paar Themen mitgebracht, ist nur sinnvoll.
Und wenn man das nämlich nicht macht, was sind so die Folgen, die passieren können?
Dass man unbewusst zurückverletzt.
Weil man selber nichts mehr für sich tut, dass man so in diesem gefühlten Mangel von Zeit für sich selbst ist, man so unter Druck und Anspannung ist, dass man vieles als Angriff an seine Person sieht und dann zurückverletzt, also zurückverletzt, zurückpiekst.
Dann kommt es natürlich auch schnell zum ständigen Streit wegen der Arbeit, das kann in der Partnerschaft sein, das kann auch in der gesamten Familie sein, dass die Kinder sagen, du bist nie zu Hause, Papa oder Mama, du hast nie Zeit zum Spielen.
Und es entstehen in der Folge.
Und das sind ja auch Glaubenssätze oder wir sagen auch eine Brille, also wir haben einen Glaubenssatz über eine andere Person auf Identitätsebene vielleicht entwickelt, ich bedeute ihr oder ihm nicht mehr so viel, die Arbeit ist wichtiger, also man sieht da ganz klar den Konflikt, der durch Glaubenssätze entstanden ist.
Und als letzten Schritt natürlich der Gedanke an eine Trennung, also da fragen sich ja auch viele, möchte ich so die nächsten 10, 15 Jahre weiterleben, möchten viele Menschen nicht.
Ich halte die Situation so, wie sie zu Hause ist, nicht aus, es ist zu viel unausgeglichen, zu viel Streit, zu viele Konflikte.
Ich fühle mich einfach als Person schlecht, belastet, ich möchte das so nicht mehr.
Ja, bevor wir zu den Lösungsansätzen kommen, hier der kurze Hinweis, wie immer haben wir dazu auch einen Blogartikel geschrieben, den ihr bei uns auf der Website findet, wo ihr euch das Ganze nochmal auch in schriftlicher Form durchlesen könnt und die Tipps nochmal ein bisschen detaillierter nachlesen könnt.
Und wenn ihr das Gefühl habt, dass das Thema. Work-Life-Balance oder eben halt die Arbeit von einem oder von beiden von euch eure Beziehung negativ beeinflusst und ihr wollt da ganz gerne euch Unterstützung holen, dann meldet euch sehr gerne bei uns im kostenfreien telefonischen Erstgespräch, finden wir dann heraus, ob wir euch dabei gut unterstützen können.
Ja, wir haben jetzt schon gesehen, dass eigentlich so diese beiden Bereiche an sich nicht reichen, dass es nicht Arbeit und Leben gibt, sondern dass wir jetzt sagen, es gibt verschiedene Lebensbereiche, die man auch in manchen Büchern so als Lebensdimensionen findet und so weiter.
Also. Mhm.
Da könnte man sich erst mal beschäftigen und wir müssen eigentlich grundsätzlich schauen, dass wir eben dann Beziehung, Zeit oder Zeitmanagement, aber auch dann eben die Psyche, den Körper und auch die Finanzen in Einklang bringen, dass sich alle Lebensbereiche, diese fünf sind es für uns, gut anfühlen.
Und dafür gibt es natürlich dann verschiedene Möglichkeiten, wie man darauf achten kann.
Man kann sich natürlich erstmal grundsätzlich mal auf die Lebensbereiche fokussieren und schauen, wie ist denn da so der Ist-Stand, wie gut fühle ich mich denn in der Lebenswelt?
Wie ist denn da so der Ist-Stand, wie ist denn da so der Ist-Stand, wie ist denn da so der Ist-Stand?
Dass dann irgendwie meine Beziehung so halbwegs läuft, meine Finanzen laufen richtig rund, weil ich im Job Vollgas gebe, Zeit für Freunde habe ich eigentlich gar keine und für mich selber sowieso nicht und körperlich merke ich auch, dass ich jedes Jahr sechs, sieben Kilo zunehme und immer mehr Rückenschmerzen habe, das ist auch nicht so gut und das beeinflusst sich halt alles gegenseitig und steht alles in Wechselwirkung zueinander, das heißt man kann da mal so in jedem der fünf Lebensbereiche für sich so einen Zufriedenheitsstand mal definieren.
Und schauen, wo stehe ich da gerade, aber was wäre auch in jedem dieser Lebensbereiche mein Wunschzustand und wie kann ich das alles miteinander gut vereinen, das erstmal so ganz grundsätzlich.
Genau und jetzt kommen wir mal ein bisschen konkreter zu den Lösungsansätzen, der erste Lösungsansatz wäre Erholungsphasen, im besten Fall zu zweit, denn ja auch wenn es um die Partnerschaft geht, um dieses Thema einplanen, so ganz bewusst einmal zu reflektieren, wie stelle ich mir Zeit zu zweit vor, wie regelmäßig möchte ich das haben?
Und auch wenn es unromantisch ist, es zur Not dann als Termin wirklich in den Kalender einzutragen, damit ich erstmal eine Routine entwickeln kann, die mich immer wieder daran erinnert, es einzuhalten, mir diese Erholungsphase zuzugestehen und auch sie einfach durchzuführen.
Man kann natürlich dann das erweitern, indem man Struktur in den Alltag bringt, du hast zum Beispiel die To-Do-Listen, den Kalender, Pflegen und so weiter und dass man dann eine sinnvolle Tages- und Wochenplanung aufstellt.
Und die man auch dann nicht so vielleicht aufstellt, wie es die meisten machen.
Ich denke, die meisten würden da erstmal ihre ganzen Pflichten alle eintragen. Welche Termine habe ich, Arbeitsgeschichten und so weiter und so weiter, Haushalt und was muss ich da alles machen. Wir erleben, dass regelmäßig sich das Leben um unsere ganzen Pflichten dreht und man das Gefühl hat, manche Menschen leben nur für den Haushalt und für die Arbeit.
Sondern auch in diese Struktur ganz klar eben diese Erholungsphasen, Lebensmomente und Co. mit einzubringen, Erlebnisse, wann unternimmt man was und so weiter. Also wirklich zu schauen, wie gestaltet man da seine Zeit, wann treffen wir uns mit Freunden, wie macht man was und natürlich auch Urlaube zu planen, kurze Trips und so weiter.
Das, was einem halt Spaß macht. Also dass man eben nicht nur seine Pflichten plant, sondern, weil das ist teilweise wirklich. erforderlich auch seine Lebensmomente, seine Erholungsphasen und seine schönen Momente noch, die man hat, ganz klar mit einplant. Denn ansonsten muss man sagen, ist das Leben von uns meistens gerade in den 30ern und auch später mit so vielen Pflichten belegt und man könnte so vieles immer tun und man hat schon so lange drinstehen, dass man den Keller noch aufräumen müsste, dass man nachher irgendwann vor lauter Pflichten vergisst zu leben.
Genau. Deswegen auch der nächste Punkt passt da ja auch ganz gut, diese Festlegung.
Also die Festlegung von langfristigen Zielen als Paar. Also da immer sich zusammenzusetzen und zu sagen, was sind unsere langfristigen Ziele. Wie wollen wir leben? Wie wollen wir in nächster Zeit Urlaub machen? Was für kleine Zwischenziele haben wir sozusagen aufs Jahr verteilt? Wir haben das ja auch schon mal in einer anderen Podcast-Folge etwas genauer erläutert. Um die Silvesterzeit rum, meine ich, ist hier rausgekommen, weil wir uns Silvester immer zusammensetzen und für uns als einzelne Personen, als Paar und als Familie immer Ziele machen.
Ziele planen, die langfristig auf ein Jahr sind. Und das gibt auch nochmal ein bestimmtes Gefühl von Zugehörigkeit und auch von Verbundenheit, weil ja beide an diesem Projekt arbeiten als Paar. Jeder weiß auch von den Zielen des anderen. Das heißt, man ist ja auch bemüht, dass jeder auch für sich seine Ziele durchsetzen kann, als Familie ja sowieso.
Und man hat aber das Gefühl, es werden auch alle Lebensbereiche einfach ein bisschen in diesen langfristigen Zielen immer wieder berücksichtigt.
Und das macht ein gutes Gefühl von Ausgeglichenheit.
Ja, so ein Thema bei Work-Life-Balance oder wenn man sich so fünf Lebensbereiche näher anschaut, ist ja auch immer die Frage, wie viel Geld muss ich verdienen? Die Frage des Lebensstandards.
Und da haben wir jetzt ja gerade für uns in diesem Jahr nochmal so den Ansatz gefunden zu differenzieren zwischen Lebensstandard und Lebensqualität.
Ja.
Wo wir nochmal reflektiert haben und gesehen haben, dass ab einem gewissen Lebensstandard…
Lebensstandardsteigerung wenig bis keine Zufriedenheit mehr bringen.
Also es ist irgendwann egal, ob ich noch ein besseres Auto fahre oder noch einen besseren Urlaub mache oder noch ein besseres Stück Fleisch esse oder noch das Sofa nochmal 1000 Euro teurer ist.
Ich sitze dann irgendwann nicht mehr geiler drauf oder ich sitze nicht auf dem Sofa und mache mir die ganze Zeit Gedanken darüber, wie viel gemütlicher das Sofa jetzt ist, weil es nochmal 1000 Euro teurer ist.
Also das findet eben nicht statt.
Und dann zu prüfen, was macht die Lebensqualität aus?
Und die Lebensqualität, die definiert sich aus unserer Sicht eben aus dem Leben dieser fünf Lebensbereiche mit den entsprechenden Lebensmomenten, in denen wir uns lebendig fühlen.
Das kann auch bedeuten, Lebensqualität eben zum Beispiel, dass ich eben körperlich fit und gesund bin und wenig bis keine Schmerzen habe, damit ich eben Dinge gestalten kann.
Das macht Lebensqualität eben auch aus. Das ist aber nicht im Lebensstandard verankert, sondern in der Lebensqualität.
Und die Lebensqualität…
Lebensqualität zu erhöhen bedeutet, ich muss an allen fünf Lebensbereichen etwas tun.
Im Zweifelsfall auch mal vielleicht sagen, ich arbeite weniger, verzichte auf Geld, aber habe insgesamt dadurch eine höhere Lebensqualität, auch wenn der Lebensstandard vielleicht runtergeht.
Ja.
Genau, du hast schon gesagt, Routinen für die Beziehung entwickeln, die wohltuend sind.
Was dann natürlich mit reingeht zu dem Thema Beziehung ist nicht nur die Beziehung zwischen Mann und Frau oder zwischen einem Paar grundsätzlich.
Kann ja auch zwischen Mann und Mann und Frau und Frau sein, wollen wir jetzt alle Dinge mit einbeziehen.
Das ist also quasi völlig egal.
Aber auch so die Zwischenfreunden, also soziale Kontakte zur Familie, zu Freunden, Arbeitskollegen, wo auch immer hin, zu Vereinsmitgliedern, zu wem auch immer man gerne soziale Kontakte pflegen möchte, dass die eben auch im Thema Beziehung mit drin sind.
Es gibt natürlich auch so kleinere Hilfsmittel, die vielleicht im Alltag helfen, wenn man merkt, das sind so Störfaktoren, zum Beispiel Zeiten vereinbaren, in denen das Handy im Flugmodus ist.
Man kann Arbeit und Privatleben räumlich trennen, wenn das ein Problem ist.
Wenn man im Homeoffice ist und merkt, das tut mir gar nicht gut, ich kann nicht mehr abschalten, das ging früher viel besser, dann stellt das wieder her oder findet klare Regeln und sagt, wenn, keine Ahnung, wenn man ein Notebook hat und der Akku hält acht Stunden, dann ist das perfekt, weil dann kannst du das Ding morgens aufklappen und sagst, wenn das Notebook ausgeht, ist der Arbeitstag zu Ende und dann kann es geladen werden oder wie auch immer.
Also findet da dann entsprechende Möglichkeiten und Lösungen, Hilfsmittel, wie ihr dann auch diese Kleinigkeiten ausräumt.
Und natürlich das große Thema Kommunikation.
Genau, die Kommunikation in der Beziehung zu verbessern, also wegzugehen von Vorwürfen, von Konfrontation, sondern hinzugehen zum Bedürfnis zu äußern.
Also was ist das Bedürfnis, was ich habe, ganz ehrlich und offen das hervorbringen zu können.
Weil ich glaube, darum geht es auch wegzukommen von dieser Erwartungshaltung, der andere weiß ja, was ich haben möchte oder der andere sieht doch, dass es mir nicht gut geht.
Nein, der andere sieht es nicht.
Nein.
Der andere ist meistens mit seinem eigenen Leben ziemlich stark beschäftigt auch und hat eine andere Sichtweise vielleicht auch auf das Problem.
Und das ist immer wichtig in der Beziehung, dass jeder klar und deutlich sagt, was er sich von dem anderen wünscht und was das Bedürfnis ist.
Deswegen ist das Wir-Gefühl an der Stelle halt eben ganz wichtig.
Wenn es um die fünf Lebensbereiche geht, dann würde ich sagen, macht sich jeder einzelnen Gedanken über den Ist- und den Wunschzustand.
Und dann schaut man aber ab dem Moment gemeinsam drauf und schaut.
Wo stehe ich? Wo steht die der andere?
Und dann sagt man, was können wir gemeinsam tun, lernen, verändern, damit das für uns beide passt.
Denn letztendlich hat man ja den gemeinsamen Haushalt wahrscheinlich und lebt in der gemeinsamen Beziehung, Ehe.
Und dann ist es schon so, dass nicht jeder einfach alleine für seine fünf Lebensbereiche sorgen kann, sondern dass man eben zu zweiter viel, viel mehr bewirken kann, wenn man da an einem Strang zieht und sich gut austauscht.
Aber ich glaube, was noch wichtig ist, zu sagen, dass jeder für sein Glück aber selber verantwortlich ist.
Also es ist die Aufgabe von jedem selbst, für seine ausgeglichene, kraftvolle Art zu sorgen, aber natürlich im Zusammenspiel mit dem anderen.
Der darf das gerne unterstützen.
Das ist so die Trennung von Verantwortung und Aufgabe.
Also ich bin für mein Glück selbst verantwortlich, aber du darfst gerne Aufgaben übernehmen, die auch mein Glück steigern.
Oder die dann unser gemeinsames Glück steigern.
Das ist ja immer auch relevant, also wenn wir etwas tun, was…
Was unseren Lebensbereichen zugutekommt, in denen wir uns wohler fühlen, dann hilft das ja immer uns beiden.
Und ob ich die Aufgabe jetzt übernehme oder du, das ist dann ja nicht so ganz relevant.
Aber natürlich, wenn ich mich mit meinem Körper nicht wohlfühle und die Lösung ist, zum Sport zu gehen, dann muss ich das selber verantworten und auch selber tun.
Also das hilft mir nichts, wenn du fleißig zum Sport gehst, das steigert zwar dein körperliches Wohlbefinden, aber meins nicht.
Da bin ich dann schon selber gefordert.
Bei der Psyche ja ähnlich.
Wenn ich jetzt irgendwie ins Coaching für mich gehe, weil ich vielleicht Ängste lösen möchte und so weiter, dann muss ich das selber tun.
Aber es kommt dir natürlich zugute, wenn ich befreit bin, mit mehr Leichtigkeit durchs Leben gehe und so weiter.
Und in anderen Bereichen kann man natürlich auch einen Ausgleich stattfinden lassen.
Dass man sagt, da ist jetzt wirklich mal ein beruflicher Sprint angesagt.
Was können wir gemeinsam tun, damit es unsere Familie und Beziehung nicht so belastet?
Welchen Ausgleich könntest du schaffen?
Wobei man halt immer sagen muss, wir sprechen da immer ganz klar von Sprint.
Sprints, die dann begrenzt sind und die Erfahrung zeigt, dass nach 8-12 Wochen die Luft raus ist.
Nach 8-12 Wochen ist so ein richtiger Sprint dann eigentlich durch, die Power geht raus.
Ab dem Moment wird die Zündschnur kürzer, man ist belastet, man ist gereizter und das Konfliktpotenzial steigt.
Also wenn ihr da berufliche Sprints machen wollt, dann 2-3 Monate und dann wieder rausgehen, wieder in eine normale Phase gehen, regenerieren.
Ausgleich schaffen, Familienzeit, Paarzeit, Zeit für sich einplanen, um dann wieder in einen neuen Sprint vielleicht gehen zu können, wenn ihr das gerne wollt.
Ja, das zum Thema Work-Life-Balance.
Wenn ihr da noch Fragen habt, neue Ansätze, Anregungen habt oder wenn ihr das Gefühl habt, das ist ein Thema bei euch, was eure Beziehung belastet und ihr wollt ganz gerne mal mit einem unabhängigen Dritten draufschauen, der euch da unterstützt, Ratschläge gibt und euch vielleicht auf dem einen oder anderen Tool, mit dem einen oder anderen Werkzeug dann unterstützt.
Aus der Erfahrung heraus, dann meldet euch gerne bei uns zum kostenfreien Telefonischen Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir eure 5 Lebensbereiche optimal in Einklang bringen können.
Das geht für dich einzeln, wenn du Single bist, das geht für euch als Paar natürlich auch.
Gerne unterstützen wir euch dabei.
Bis zum nächsten Mal.
Ciao.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Der Begriff Work-Life-Balance ist irreführend, da Arbeit und Privatleben miteinander verknüpft sind und nicht getrennt werden sollten.
Stattdessen ist eine Life-Balance sinnvoller, die fünf Lebensbereiche – Beziehung, Zeit, Körper, Psyche und Finanzen – in Einklang bringen sollte.
Ein gegenseitiger Austausch über die Arbeit fördert die Beziehung und verhindert, dass Lebensbereiche voneinander abgetrennt werden.
Die Wirkung von Arbeitsstress auf die Familie ist gravierend
Glaubenssätze wie „Arbeit ist wichtiger als die Beziehung“ führen zu Konflikten und können schließlich zur Trennung führen.
Langfristige Ziele als Paar stärken die Zugehörigkeit und helfen, alle Lebensbereiche ausgewogen zu gestalten.
Lebensqualität ist entscheidender als Lebensstandard
Klare Kommunikation und gemeinsame Erholungsphasen – wie z. B. gemeinsame Zeit im Flugmodus oder strukturierte Pausen – sind entscheidend für eine ausgewogene Beziehung.
Summary:
Der Begriff Work-Life-Balance ist nach Ansicht der Rednerinnen Florian und Ina nicht mehr sinnvoll, da Arbeit und Privatleben eng miteinander verknüpft sind und nicht voneinander abgetrennt werden können. Stattdessen wird eine Life-Balance gefordert, bei der fünf Lebensbereiche – Beziehung, Zeit, Körper, Psyche und Finanzen – ausgewogen und im Gleichgewicht gehalten werden. Die Trennung von Arbeit und Privatleben führt oft zu negativen Auswirkungen: Stress wird mit nach Hause gebracht, was zu Konflikten, Rückverletzungen und fehlender Zugehörigkeit führt.
Glaubenssätze wie „Arbeit ist wichtiger“ schaffen Spannungen und können zu einer Trennung führen. Um dies zu vermeiden, empfehlen die Redner eine klare Kommunikation, regelmäßige Erholungsphasen, gemeinsame Ziele und strukturierte Zeitplanung. Es wird betont, dass Lebensqualität – also Gesundheit, Freizeit und Wohlbefinden – wichtiger ist als ein höherer Lebensstandard.
Auch der Austausch über die Arbeitszeit und das gemeinsame Leben im Alltag wird als entscheidend für eine harmonische Beziehung angesehen. Letztlich ist jeder für sein Glück verantwortlich, aber im Zusammenspiel mit dem Partner können gemeinsame Maßnahmen wie beispielsweise berufliche Sprints (für bis zu 12 Wochen) den Ausgleich schaffen, wobei danach eine Pause notwendig ist. Die Redner laden zur Unterstützung durch ein kostenfreies Erstgespräch ein, um die fünf Lebensbereiche gemeinsam auszurichten.
FAQs
Der Begriff Work-Life-Balance ist nicht sehr passend, weil Arbeit und Privatleben nicht voneinander getrennt werden können. Stattdessen gibt es eine Life-Balance, bei der fünf Lebensbereiche – Beziehung, Körper, Psyche, Zeit und Finanzen – ausgeglichen und in Einklang gebracht werden.
Das Trennen funktioniert nicht, weil negative Emotionen und Energielosigkeit aus der Arbeit oft mit nach Hause gebracht werden. Man kann nicht einfach die Tür schließen und völlig entspannt sein, und so entstehen Konflikte und Rückverletzungen im privaten Leben.
Die fünf Lebensbereiche sind: Beziehung, Zeit, Körper, Psyche und Finanzen. Diese Bereiche müssen ausgewogen und gegenseitig unterstützt werden, um ein gesundes und glückliches Leben zu haben.
Man kann Erholungsphasen bewusst planen, zum Beispiel als gemeinsame Zeit zu zweit oder als festgelegter Termin im Kalender. Dies schafft Routine und hilft, sich abzuschalten und auszuruhen.
Kommunikation ermöglicht es, Bedürfnisse offen und ehrlich zu teilen. So entsteht ein gegenseitiges Verständnis und das gemeinsame Bedürfnis für ein ausgewogenes Leben, ohne Vorwürfe oder Konfrontationen.
Der Lebensstandard bezieht sich auf materielle Dinge wie Auto oder Urlaub, während die Lebensqualität über das Wohlbefinden in den fünf Lebensbereichen bestimmt wird. Ein höherer Lebensstandard bringt nicht automatisch mehr Zufriedenheit.
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