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Wölfe

12m 55s

Wölfe

Der Geolino-Podcast behandelt das komplexe Verhältnis zwischen Menschen und zurückkehrenden Raubtieren in Deutschland. Während die natürliche Angst vor Raubtieren wie dem Wolf evolutionär bedingt ist, wird sie bei der Kegelrobbe durch ihr niedliches Aussehen (Kindchenschema) unterdrückt, was zu gefährlichen Begegnungen führen kann. Der Wolf, nach 150 Jahren Abwesenheit nun mit über 1300 Tieren wieder heimisch, ist streng geschützt, löst jedoch Konflikte aus, da er gelegentlich Nutztiere reißt. Obwohl sich Wölfe zu 99% von Wild ernähren, können einzelne Risse für Schäfer existenzbedrohend sein. Effektive Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde werden gefördert, sind aber nicht fehlerfrei. Die Debatte zwischen Befürwortern einer regulären Bejagung und Gegnern, die vor unerwünschten Lerneffekten bei den Tieren warnen, zeigt, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Der Fotograf Axel Gomille demonstriert mit seinen Aufnahmen, dass ein respektvolles Miteinander möglich ist. Letztlich betont der Podcast, dass ein erfolgreiches Zusammenleben Dialog, gegenseitiges Verständnis und den Willen zum Kompromiss aller Beteiligten erfordert.

Transcription

1620 Words, 10341 Characters

German
Liebe Hörerinnen und Hörer, hört ihr dieses Geräusch? Dann folgt Werbung. Ihr kennt ja den Deal. Ihr könnt den Podcast kostenlos hören, dafür gibt es Ab und zu Werbung. Und jetzt, los geht's! Geolino Spezial, der Wissensportcast für junge Entdeckerinnen und Entdecker. Hallo ihr Lieben! Habt ihr schon mal eine Kägelraube gesehen? Wie sieht das Speck ich am Nordsee Strand, liegt mit ihrem großen Kula Augen. Der Herzförmigen Nase und dem Mund, der stets zu lächeln scheint. Sind die es üß? Dabei handelt es sich, hättet ihr es gewusst, um das größte in Deutschland freilebende Raubtier. Stellte euch dagegen vor, bei einem Waldspaziergang von einem Bären oder einem Wolf überrascht zu werden. Wenn das passiert, klopft unser Herz wie ein Vorschlaghammer. Wir bekommen es mit der Angst zu tun, einem uralten Gefühl. Denn als unsere Vorfahren vor tausenden Jahren noch im Verrock vor der Höhle saßen, war es überlebenswichtig für sie, sich vor Raubtieren zu füchten. Nur wer vor Angst die Beine in die Hand genommen und sich in Sicherheit gebracht hat, so bald ihm ein hungriger Jäger gegen Überstand konnte überleben. So hat sich dich vor Räubern im Lauf der Jahrtausende als Alarmglocke in unseren Genen festgeschrieben. Sie ist also angeboren. Auch wenn es hier in Deutschland fast unmöglich ist, einen Beer oder Wolf zu begegnen. In den vergangenen 25 Jahren haben sich zwei Wöfe in Deutschland angesiedelt, nachdem sie zuvor 150 Jahre lang ausgerottet waren. Die Tiere sind aber sehr scheu und fliehen sobald sie einen Menschen bitten. Bis heute hat es keinen einzigen Angriff auf einen Menschen gegeben. Anders ist das bei der Kiegelrobe. Weil schwimmer die Tiere im Meer gern anlocken, werden tatsächlich auch hin und wieder Menschen von Kiegelroben gebissen. Dass unsere natürliche Alarmglocke bei ihrem Anblick stumm bleibt, liegt unter anderem am sogenannten Kindenschema. Große Kula-Augen, Runderkopf, weiche Gesichtszüge, all das löst positive Gefühle in uns aus. Auch wenn es sich um ein Raubtier handelt. Dazu kommt, weil wir den Raubtieren so selten begegnen und sie höchstens als niedliche Postkartenmotive kennen, haben wir den Umgang mit ihnen verlern. Viele suchen deshalb erst dann das Weite, wenn die Kiegelrobe mit aufgerissenem Mund auf uns zerstörtzt und ihre Spitzenreistzerne zeigt. Ganz verschwunden ist er also auch in diesem Fall nicht, der urinstinkt. Gut so. Aber irgendwie auch unfair, dass wir so unterschiedliche Gefühle den unterschiedlichen Tieren gegenüber haben oder zurück zum Wolf-Beispiel. Seit der Wolf in Deutschland wieder heimisch ist und sich ausbreitet, diskutieren darüber Naturschützerinnen, Schäfer, Jägerinnen, Politiker, Wolfsfreundinnen und Wolfs Gegner. Wie gehen wir um mit einem Raubtier, das wir in erster Linie aus Märchen, Zoos oder Wildparks kennen? Und ihre Meinungen sind so unterschiedlich wie unübersichtlich. Höchste Zeit, sich ein Überblick zu verschaffen. Die Situation in Deutschland sieht nämlich so aus. 160 Jahre lang galt der Wolf hier zu Lande als ausgestorben. Zwar sind einzelne Tiere immer mal wieder nach Deutschland eingewandert, meist aus Polen, aber die wurden in der Regel erschossen. Seit in 1990er Jahren aber haben Wolfs Paare angefangen, sich in den Weltern aus Deutschland niederzulassen. Im Jahr 2000 bekam eine Wölfe und ein Rüte schließlich Nachwuchs. Mindestens vier Welten haben in der sechstischen Lausitz aus ihrer Wolfshöhle gelugt. Seitdem machen sich die Raubtierer hier zur Lande wieder bereit. 184 Rudel. 47 Paare und 22 erwachsene Einzelteere haben Experten in Deutschland 2023 gezählt. Mindestens 1339 Tiere insgesamt. Die meisten leben in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg. Aber auch in allen anderen Bundesländern, bis auf das Saarland, sind schon Wölfe nachgewiesen worden. So langes genug Freie gibt E-Tek gibt, die nicht schon von anderen Wölfen besetzt sind, können sich Paare und Rudel in Deutschland weiter ausbreiten. Wie groß eine Revier ist, hängt davon ab, wie viele Beutetiere darin leben. Also Rähe, Wildschweine, Hirsche oder Hasen. Dank ihrer feinen Nase erschnüffeln Wölfe vor allem krankes und schwaches Wild. Mit ihrer Jagd halten sie also den Wildbestand gesund. Aber manchmal reist der Wolf auch nutzt sie ihre. Wie Schafe und Ziegen. Das war schon immer so. Und es dem Wolf vorher tausenden zum Verhängnis geworden. Damals haben die Menschen begonnen, Schafe, Ziegen und Rinder zu halten, um von deren Wolle, Leder, Milch und Fleisch zu leben. Hat ein Wolf eines ihrer Tiere grissen, war das ein Verlust für die Menschen. Und so haben die Menschen die Räuber verteufelt, haben sich Schauer Märchen über den bösen Wolf erzählt. Wir kennen sie bis heute. Der Wolf und die sieben Geisslein. Der gefressige hinterhaltige Geselle beim Rotkäppchen. Oder beim musikalischen Märchen Peter und der Wolf. Und dementsprechend haben die Menschen die graubraunen vier Beine unerbittellig gejagt. Und so lange bis sie um das Jahr 1850 auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ausgerottet waren. Heutzutage ist der Wolf dagegen streng geschützt. Niemand darf die Tiere ohne guten Grund einfangen, verletzen oder töten. Das Problem. Allein im Jahr 2022 gab es in Deutschland knapp 4.000 Wolfsangreffel, vor allem auf Schafe und Ziegen. Trotzdem, dass Wölfe beide Tiere erbeuten, ist die Ausnahme. Zu 99 Prozent ernährende sich von Wild wie Rähnhörchen, Wildschweinen oder Hasen, erklären Experten und Experten. Für den einzelnen Schäfer oder die einzelne Schäferin, aber können schon wenige gerissene Tiere ein Problem sein. Denn ihr Beruf macht sie so schon nicht reich. Vorentschaft bekommen sie maximal 35 Euro. Der Verkauf von Wolle deckt nicht einmal die Schuhe kosten. Reist ein Wolf ihre Tiere, gibt das einigen den Rest. Da sagen dann manche sie hören auf. Das hat der Schiefer Jan Thülmann aus Trebel in ihr Sachsen, meiner Kollegin Bernadette am Telefon erzählt. Dabei seien Schäfer, Harte Socken, sagt er. Aber wenn morgens eine Schafsmutter vor einem Lige deren Eingeweider herausgerissen sind und daneben quakt ihr verletztes Lamm, das geht ihm einfach nah. Besonders erschrocken, hat viele Menschen ein Wolfsangriff im Mai 2019. Damals hat ein Wolf im Nordschwarzwald in einer Nacht gleich 32 Schafe auf einmal gerissen. Das passiert, wenn die Schafe zu eng in einem Färch stehen und nicht ausweichen können. Dann kommt der Wolf, greift einen Schaf an, sieht, bevor er zu fressen beginnt, direkt das nächste Schaf daneben stehen und greift noch mal an. Dieses Verhalten nennen Experten und Experten "Beutere Flex". Das Tier will sich ein Vorrat schaffen. Würde niemand die gerissene Beutere wegräumen, wird es Tag für Tag zurückkommen, um den Vorrat nach und nach zu fressen. Aber es gibt Möglichkeiten, den Wolf fernzuhalten. Gute Elektrozeune zum Beispiel. Jena, der die Herde im Nordschwarzwald schützen sollte, hat allerdings wenig geholfen, weil er zu einem Bach hin offen war. Wölfe sind gute Schwimmer, der Räuber hat also problemlos zu seiner Beutel gelangen können. Außerdem wichtig, der Zaun muss am Boden dicht sein, denn die Tiere springen nicht einfach über einen Zaun. Sie können sich dabei ernsthaft verletzen. Darum versuchen sie erst einmal unten durchzukriechen. Bekommen sie dabei ein Stromschlag, sind sie abgeschreckt und der fahren gar nicht erst das Schaf für Gutes und Lechtes Fressen sind. Denn was Beute ist Lernen Welpen von ihren Eltern und die führen sie gar nicht erst in die Nähe einer Herde, wenn sie wissen, dass der Zaun wehtut. Aber kommt ein Tier erst einmal auf den Geschmack, hält es auch kein Zaun mehr auf. 150 Jahre haben wir in Deutschland keine Wölfe gehabt. Darum mussten und müssen beide Halterinnen und Halter lernen, den Wölf einzukalkulieren. Aber wann ich im Finden in Aufwand als zu hoch und stellen keine Zäune auf oder machen es Fehlerhaft. So kommt es auch nach Jahren immer wieder zu Rissen. Dabei versuchen viele Bundesländer Tierhalterinnen und Tierhaltern zu helfen. Es gibt Zuschässen für Elektrozeune und herde Schutzhunde. Ist ja zwar ein Fehlerlos aufgestellt und der Wolf hat ihn trotzdem überwunden, gibt es Geld, um Tote Schafe zu ersetzen. Denn tatsächlich gibt es wenige Wölfe, die richtig aufgestellt Schutzshutzeile überwinden. Machen Sie das mehrmals dürfen Sie auch heute schon geschossen werden. Einen entsprechender Antrag wurde Ende Januar 2019 in schließlich Holstein gestellt, wo ein Wolf sechsmal eine gut geschützte Herde attakiert hatte. Viele Schafers und Jägers Leute fordern trotzdem, dass man Wölfe generell jagen darf, wie Rehe oder Wildschweine. Aber viele Schäferinnen und Schäfer finden das keine gute Idee. Auch Jan Tüllmann sagt, dass sei Quatsch. Denn das kann auch nach hinten losgehen. Würde der Vater eines Wolfrudels ohne Grund geschossen, obwohl er nichts gerissen hat, könnte sich ein neuer Rüde dazu gesellen. Der weiß, wie Schafe schmecken oder der sogar weiß, wie man springt. Dann gibt der sein Wissen weiter und es könnte sich eine ganze Springer-Familie bilden. Klar ist, ein 100%igen Schutz vor dem Wolf gibt es nicht. Aber der Wolf ist Nummer zurück und wir müssen lernen, mit ihm zu lieben. Wird das gelingen? Schafe Jan Tüllmann sagt, "möglich sei vieles", aber dafür müssen man aufeinander zugehen. Alle Seiten hören und mit Leuten reden die Ahnung von Wölfen haben. Den einfacher Lösungen gibt es nicht. Es gibt da ein, der ist den wilden Wölfen in Deutschland sehr nahe gekommen. Der Fotograf Axel Gommille, er hat es geschafft, einzigartige Fotos zu machen. Die geben einen echt faszinierende Einblicke in die Welt der Raubtiere. Wir haben euch die Bildergalerie auf geoliner.de zusammengestellt. Viel Spaß beim anschauen. Dann kommen wir jetzt zum Witz der Woche. Hallo, ich möchte euch auch gerne ein Witz erzählen. Ich bin Davia aus Freiburg. Eine Taucherbrin sieht ein Heib, der auf seinem Handy herumtippt. Was machen Sie? Ich fotografiere meinen Essen für Facebook. Schickt auch ihr mehr euren Lieblingssitz an 016 03 11 9 0 6 8. Die Nummer steht natürlich auch in der Folgenbeschreibung. Mein Name ist Alvi Hase und mit mir am Podcast hat Bernadette Schmidt gearbeitet, fand es krippt und unsere Produzentin Alexandra Zebesch in der Audioproduktion. Bis zum nächsten Mal. Ich freue mich auf euch. Tschüss! Noch mehr Geolino für zu Hause schaut einfach unter geolino.de/spezial.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast thematisiert die Rückkehr von Raubtieren wie Wolf und Kegelrobbe nach Deutschland und den daraus resultierenden menschlichen Konflikten.
  2. Angeborene Angst vor Raubtieren wird durch das "Kindchenschema" bei Kegelrobben unterdrückt, was zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen kann.
  3. Wölfe sind streng geschützt, verursachen aber Nutztierrisse, was zu Debatten zwischen Schutzmaßnahmen (Zäune, Hunde) und Forderungen nach Bejagung führt.
  4. Ein friedliches Zusammenleben erfordert Kompromisse, Wissensaustausch und den Verzicht auf einfache Lösungen.

Summary:

Der Geolino-Podcast behandelt das komplexe Verhältnis zwischen Menschen und zurückkehrenden Raubtieren in Deutschland. Während die natürliche Angst vor Raubtieren wie dem Wolf evolutionär bedingt ist, wird sie bei der Kegelrobbe durch ihr niedliches Aussehen (Kindchenschema) unterdrückt, was zu gefährlichen Begegnungen führen kann. Der Wolf, nach 150 Jahren Abwesenheit nun mit über 1300 Tieren wieder heimisch, ist streng geschützt, löst jedoch Konflikte aus, da er gelegentlich Nutztiere reißt.

Obwohl sich Wölfe zu 99% von Wild ernähren, können einzelne Risse für Schäfer existenzbedrohend sein. Effektive Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde werden gefördert, sind aber nicht fehlerfrei. Die Debatte zwischen Befürwortern einer regulären Bejagung und Gegnern, die vor unerwünschten Lerneffekten bei den Tieren warnen, zeigt, dass es keine einfachen Lösungen gibt.

Der Fotograf Axel Gomille demonstriert mit seinen Aufnahmen, dass ein respektvolles Miteinander möglich ist. Letztlich betont der Podcast, dass ein erfolgreiches Zusammenleben Dialog, gegenseitiges Verständnis und den Willen zum Kompromiss aller Beteiligten erfordert.

FAQs

Das liegt am sogenannten Kindchenschema mit großen Augen und weichen Gesichtszügen, das positive Gefühle weckt. Zudem kennen wir sie meist nur als niedliche Motive und haben den Umgang mit Raubtieren verlernt.

Experten zählten 2023 insgesamt mindestens 1339 Wölfe, darunter 184 Rudel, 47 Paare und 22 einzelne erwachsene Tiere. Sie sind in fast allen Bundesländern außer dem Saarland nachgewiesen.

Wölfe waren hierzulande etwa 150 Jahre lang ausgerottet und stehen nun unter Schutz, um ihre Wiederansiedlung zu ermöglichen. Sie dürfen nicht ohne triftigen Grund gefangen, verletzt oder getötet werden.

Gut installierte Elektrozäune, die am Boden dicht sind, und Herdenschutzhunde halten Wölfe meist fern. Wichtig ist, dass die Tiere früh lernen, diese Barrieren zu meiden.

Viele Bundesländer bieten finanzielle Entschädigung für gerissene Tiere. Bei wiederholten Angriffen auf gut geschützte Herden darf der Wolf auch legal geschossen werden.

Einige Schäfer und Jäger sehen die zunehmenden Risse von Nutztieren als Problem und möchten Wölfe wie anderes Wild regulieren. Andere halten dies für kontraproduktiv, da es problematisches Verhalten verstärken kann.

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