Der Wolaspark entsteht aus dem ehemaligen Friedhof Norderei, der 1831 als ungestaltetes Grabfeld eröffnet wurde. In der Zeit des 19. Jahrhunderts wurde eine geplante, parkartige Gestaltung mit quadratischem Grundriss und einem Wegekreuz eingeführt, inspiriert von Vorbildern wie dem Herrenmutterfriedhof. Die heute noch erhaltenen Linden, die den Park beflanzen, sind über 150 Jahre alt und wurden ständig geschnitten, was zu einer dauerhaften geometrischen Form und einer besonderen Ästhetik führt. Historische Grabanlagen zeigen eine klare Ordnung, wobei große Familiengräber an zentralen Positionen platziert wurden. Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit zu einem beliebten öffentlichen Park, ohne dass die Bevölkerung weiß, dass es sich um einen alten Friedhof handelt. Die Sanierungsmaßnahmen haben den historischen Bestand vorsichtig erhalten, ohne große Umgestaltungen, und eine offene Planung für zukünftige Nutzung wurde gewählt. Der Bestand an Pflanzen und Grabsteinen ist durch natürliche Entwicklung entstanden und hat keine künstlerische oder dokumentarische Struktur. Historische Belegungsrechte, insbesondere bei großen Gruften, bestehen weiterhin, was eine mögliche Wiederbelebung der Bestattung aufzeigt. Der Park ist ein Beispiel für die Transformation von ehemaligen Friedhöfen in öffentliche Grünanlagen, die heute eine besondere Atmosphäre und einen historischen Charakter mit sich bringen.
[Musik]
Herzlich willkommen bei Denkmal im Wandern.
Bei unserem Podcast gehen wir gemeinsam mit Hamburger Denkmalfliegerinnen
und Denkmalfliegern durch Denkmalgeschützte Parks und Bauliche Anlagen.
Mein Name ist Kristina Sassenscheid.
Ich bin vom Denkmalverein Hamburg.
Und ich stehe hier mit Doktor Jens Beck,
der im Denkmalschutzamt die Gartendenkmalfliege betreut.
Hallo Jens.
Hallo Kristina.
Wir stehen hier am Haupteingang des Wolaspark.
Der Park ist eine ruhige Orase mitten im Trubeligen Alternar
und die gesamte Nachbarschaft liebt ihn.
An warmen Sommerabenden sieht es hier immer so ein bisschen aus.
Wir haben auf einem Festivalgelände.
Die Leute liegen auf den Wiesengrillen, Päcknetten und machen Musik.
Vor einigen Jahr Tinten sah das aber noch mal ganz anders aus.
Da hatte der Park noch eine andere Nutzung
und wir wollen heute auch ein bisschen in diese Geschichte gucken.
Der heutige Wolaspark ist eigentlich der alte Friedhof Norderei,
was viele Leute, obwohl hier immer noch eingegrabschdeine stehen,
vielleicht gar nicht wissen oder sich bewusst machen.
Und ich würde gerne einen besonderen Grabsteinen suchen,
wo ich gar nicht genau weiß, wo er steht.
Das ist nämlich das Grab von Cornelia Skourlet,
einem heute nicht mehr allen Leuten bekamen Komponisten.
Und eigentlich müsste ich diese Anlage ja in und aus,
wenn ich kenn und jedes einzelne Grab.
Ich tue es aber nicht.
Und ich möchte einfach mal gucken, ob uns hier im Spazieren gehen,
sozusagen anpassen und dieses Grab begegnet.
Vielleicht haben wir ja Glück.
Alles klar, ich werde mit die Augen aufhalten.
Vielleicht ganz kurz noch mal in die Geschichte.
Die Stadt Altona hatte verschiedene Friedhöfe,
die in der Innenstadt von Altona lagen.
Vor allem um die Trinitateskirche herum gab es einen großen Friedhof.
Und zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren diese Friedhöfe
in der Altstadt von Altona alle schon sehr stark belegt.
Dann gab es in den frühen 30er-Jahren eine kulera Öpedemie,
die viele Tote forderte.
Und man musste sich dringend umschauen nach neuen Friedosflächen.
Der Friedhof Norderei, der heute Wohlhauspark heißt,
wurde hier im Norden schon außerhalb der Stadt angelegt
und 1831 eröffnet.
Ein ganz einfaches Grundstück, fast quadratisch im Grundriss,
das damals noch völlig ungestaltet war.
Der Parkartige Eindruck, den wir heute sehen,
der entstand erst im Lauf der Zeit.
Vielleicht sag ich noch zwei Worte zur Geschichte der Friedhofsgestaltung.
Bis ins 18. Jahrhundert hinein war es eigentlich so,
dass Friedhöfe überhaupt nicht gestaltet wurden.
Sondern meistens haben sogar die Totenkräber selber.
Die Friedhöfe angelegt.
Die Gemeinden oder die Kirchengemeinen muss man genauer sagen.
Haben einfach Grundstücke gekauft oder ausgewiesen als Friedhöfe.
Und die Friedhofsgärten haben dann diese Grundstücke
einfach in Grabfelder eingeteilt.
Und die wurden danach nachbelegt.
Es gab gar keine Beflanzung.
Es gab keine befestigten Wege und eigentlich auch keine Gebäude.
Es gab damals auch noch keine Friedhofskapellen und so etwas.
Das Friedhöfe damals schon gestaltet waren.
Das war bis dahin eine ganz, ganz große Ausnahme.
Und so muss man sich das auch hier vorstellen,
dass es ursprünglich wirklich ein weites Grabafeld war,
ohne Beflanzung und auch ohne richtige Einteilung.
Es gab zwar schon ein Wegesystem.
Das war aber auch ganz einfach.
Diesen fast quadratischen Umgangsweg.
Und auch das mittige Wegekreuz, das ist erst später entstanden,
nachdem der Friedhof nach und nach belegt wurde.
Im 18. Jahrhundert haben sich dann aber verschiedene Gartenkünstler
an der Tatsache bestört, dass Friedhöfe so völlig ungestaltet
und ungeplant entstanden sind.
Und es kam dann immer mehr die Forderung,
dass auch die Gartenkunst sich diese Objekte annehmen sollte.
Und so ist es dann dazu gekommen,
dass sich nach und nach im 1900 so ein gewisser Konsens herausgebildet
hat, wie Friedhöfe gestaltet werden sollten.
Es gab zwei brümte Vorbilder,
nämlich einmal den Herrenmutterfriedhof
und den neuen Friedhof Dessau.
Das waren die ersten Friedhöfe in Deutschland,
die nach einem klaren Grundschemaatern angelegt wurden,
dass auch hier auf dem Friedhof Norderei wieder aufgegriffen wurde.
Das waren mich auch fast quadratisch anlagen mit so einem Wegekreuz
und so einem Umgangsweg, der dann von Bäumen begleitet war.
Und genau das selbe Prinzip ist hier auch aufgegriffen worden.
Dieses Schema war durch das 19. Jahrhundert hinein prägend.
Für die Friedhofsplanung.
Und dann kommen in der zweiten Eft des 19. Jahrhunderts
erste Versuche, Friedhöfe parkartig anzulegen.
Wir kennen das alle Olsdorf wäre ja für Hamburg,
das beortenste Beispiel ab 1870.
Aber bis dahin sahen die Friedhöfe so ähnlich aus,
wie hier diese Anlage.
Allerdings muss man sich auch hier die Beflanzung wegdenken.
Wir kommen da später noch mal drauf.
Es gab ursprünglich nur dieses Linden,
alle Gerüst als Beflanzung und die Grabfelder.
Die muss man sich wirklich fast beflanzungsfrei vorstellen.
Da lag Grab an Grab.
Und es gab damals ja nicht diesen Grabkultus,
wir ihn heute kennen, dass man grabbar beflanzt oder der Blumen hinstellt.
Das wurde zwar auch gemacht, war aber eigentlich nicht die Regel.
Man muss sich das Ganze wirklich irgendwie so ein Stein an das Feld vorstellen.
Wenn man heute hier etwas weiter auf den jüdischen Friedhof Königstraße mal schaut,
das ist ein ganz guter Eindruck, glaube ich, wie Friedhöfe damals ausgesehen hat.
Aber die Linden alle, das heißt das Kreuz und die umlaufenen Linden.
Wie lange schon da?
Das ist ungefähr 20 Jahre später geflanzt.
Also etwa um 1850.
Sind das auch immer noch die originalen Linden?
Zum großen Teil ja.
Das ist auch die Besonderheit an diesem Friedhof.
Dass wir dieses Grundgrößt noch sehr vollständig haben,
auch wenn es jetzt enttalen erneuert werden muss.
Das ist ein ganz normaler Prozess.
Bemerkenswert ist aber, dass diese Linden auch durch die Jahrzehnte
hindurch immer wieder geschnitten worden sind.
Man sieht sehr schön an den Bäumen, dass es verschiedene Kappstellen gibt.
Da, wo die erste Verzweigungsstelle ist und der Stamm sich teilt,
da war eigentlich ursprünglich der Kronenansatz.
Man ist dann später auf ein höherer Kappstelle gegangen.
Das sieht man auch noch ganz gut, wo jetzt diese jüngeren Schösslinge
aus dem Altholz herauskommen.
Also die müsste man sich eigentlich etwas niedriger vorstellen.
Aber sie sind ständig geschnitten worden.
Darum sind sie auch relativ dünn.
Wir hatten schon am Gehat-Hotmanplatz darüber gesprochen,
dass Bäume, die ständig geschnitten werden,
nur geringen Zuwachs machen.
Also das Dickenwachstum ist dann unterdrückt oder geschwächts,
sagen wir mal so.
Und darum sind diese Bäume viel viel älter,
als man eigentlich vom Stamm umfang herdenken sollte.
Und wenn man sie nicht schneiden würde,
würden ihr natürlich auswachsen und zu ihrem normalen Habistus zurückfinden.
Aber ihr habt sonst in Hamburg keinen derartig geschlossenen Bestand
der Dauerhaft so in Form gehalten wird.
Das ist schon sehr besonders.
Das ist auch gut zu wissen.
Weil ich erinnere mich noch an.
Ich hab so da früher vor ein, zwei Jahren,
wo mir das Herz stehen.
Da bin ich durch diesen Park gefahren.
Und ein Teil der Bäume war ja enthauptet.
Und ich dachte, was machen die denn hier?
Sind die denn irre geworden?
Aber das war alles sozusagen absolut nach Plan.
Und das muss auch passieren,
damit der Park nicht aus dem Ruder läuft.
Ja, man kann starten, ob das passieren muss.
Aber wenn man vorhat, die Kronen in so einer Kleinform zu halten
und dadurch diese Geometrie der Alleen zu betonen,
dann muss man sie regelmäßig stutzen.
Alle fünf Jahre, mindestens oder eben Köpfung,
könnte man auch sagen, das trifft nicht so schnell besser.
Wenn man sie auswachsen lässt,
dann geht das irgendwann nicht mehr.
Man muss sich grundsätzlich entscheiden,
will man eher so eine Freifachsen Allee
oder will man diese geschnittenen Alleen.
Ich muss dazu sagen,
dass Hamburg eine großartige Tradition von geschnittenen Alleen hat.
Wir haben sogar an der Alster die Älteste durchgehend geschnitten.
Allee Deutschlands,
soweit ich das beurteilen kann,
endet es 18 Jahrhunderts,
die linden Allee,
die dort immer kastenförmig geschnitten wird.
Wir haben bei Fritz Schumacher die geschnittenen Linden Alleen,
die er immer wieder als geometrisches Element eingesetzt hat
und auch in so Anlagen wie dem Friedhof hier.
Da muss man davon ausgehen,
dass diese Alleen, die ja auch sehr dicht geplant sind,
eigentlich immer so gedacht waren,
dass man sie in Form hält.
Bevor wir sozusagen die ganze Form schönheit dieser Linden-Allegenießen
und gleich mal diese Hauptaktion langgehen,
würde mich noch mal interessieren.
Der Haupteingang wird so ein bisschen durch diese Gebäude markiert,
kannst du irgendwas zu diesem Gebäude sagen,
stand das hier immer schon so, stand hier mal was anderes.
Es ist tatsächlich die alte Eingangssituation und die war immer baulich gefasst.
Das war ursprünglich bei sehr vielen Friedhürfen auch so,
dass zum Beispiel die Gärtnerwohnung
oder manchmal hatten wir noch gar keinen Gärtner,
sondern die Totenkräber,
dass diese Leute auch in den Anlagen gewohnt haben
und dann meist gleich im Eingangsbereich.
Ach so, die haben sozusagen,
ja, ist ja auch praktisch direkt neben der Arbeit gewohnt,
aber dann auch entsprechend nah neben den Fluss.
Natürlich, die hat den Tot ständig vor Augen.
Das ist einfach so.
Und es gab hier immer diese bauliche Fassung,
dieser aber ganz anders aus.
Die ursprünglichen Gebäude, die auch in der Mitte des 1900 errichtet worden sind,
auch die Friedhusskapelle.
Das ist alles im zweiten Weltkrieg so stark beschädigt worden,
dass es dann abgebrochen werden musste.
Diese Gebäude stammen alle aus den 50er-Jahren,
sind zwischendurch als Kindertagesstätte genutzt worden
und für andere Sozialanrichtungen,
was dagegen wärtig drin ist, weiß ich gar nicht.
Ich glaube, hier wird gewohnt.
Aber die heutige Gebäudebestand stammt aus den frühen 50er-Jahren,
aber diese starke bauliche Fassung,
die gab es früher schon,
es gab hier ein sehr großes Tor mit massiven Fosten,
das hier den Eingang zum Friedhof markiert hat.
Wollen wir mal die mittiger Erlebe schreiben?
Ja, gerne.
Das schöne am heutigen Rundgang ist,
dass wir uns eigentlich so gut wie gar nicht verlaufen können,
weil dieser Park eine wahnsinnig gute Orientierung bietet.
Meinst du nicht?
Lassen wir ihn überraschen.
Wir gehen jetzt in Richtung Kirche,
die sangt Johannes und lassen den Haupt-Eingang hinter uns.
Und gehen genau in die Mitte und Zentrum.
Ja.
Und er schweifen wir auch nochmal ab.
Okay, dann.
Hier waren ja gerade umfangreiche Sanierungsmaßnahmen.
Ja, sie sind noch im Gang.
Sie sind sogar noch teilweise im Gang,
genau für die Nachbarschaft,
weil das natürlich traurig,
weil das Ganze früher über der halbe Park
und teilweise der ganze Park abgesperrt war.
Und jetzt haben sie wieder einen Großteil beschlacken.
Richtig, aber jetzt mussten vor allem die Wege in Stand gesetzt werden.
Der Baumbestand muss erneuert werden
und andere baulichen Maßnahmen mehr sind hier durchgeführt worden.
Der Park wird. unglaublich stark nutzt. Das hast du am Anfang glaube ich schon gesagt. Das kann man problematisch
finden. Tatsache, dass es hier in Altena wirklich eine sehr beliebte Parkanlage ist und das hat
glaube ich auch mit dieser historischen Atmosphäre zu tun. Auch obwohl hier viele Grabsteine herum
stehen, sind sich manche Leute vielleicht doch gar nicht bewusst, dass es sich um einen alten Friedhof
handelt, sondern nehmen das eher so, ja, wo man bewusst war oder auch gar nicht war. Ich weiß es gar nicht.
Jetzt sind wir gleich am absoluten Zentrum angekommen. Genau. Hier in der Mitte ist ein Runderplatz
angelegt, der das Zentrum diese Anlage markiert. Sehr schön ist, dass hier die Lindenpflanz
und Vollstände erhalten ist und man sieht hier wunderbar diesen Lindenring, der um den Mittelpunkt steht
und dann kann man auch sehr schön das Wegekreuz wahrnehmen, dass von diesen sehr eng allen aus
geschnittenen Linden begleitet wird. Ganz prima finde ich das. Man sieht zwischen den alten Bäumen,
auch immer mal wieder so einen kleinen dünnen stehen. Das sind dann sozusagen die Nachflanzungen,
die dann später stattgefunden sind. Richtig, das sind die Nachflanzungen einzelne Bäume. Das ist
immer schwierig, wenn Bäume so eng stehen, da junge Linden dazwischen zu pflanzen, weil natürlich
die Wurzel und die Konkurrenz sehr groß ist, aber hier funktioniert es ganz gut, weil rechts und
links genug Platz ist. Die Konkurrenz. Die Konkurrenz und Licht. Ich wollte hier noch mal sagen, dass
dieses Schema, was ich jetzt schon geschrieben habe, eben im 19. Jahrhundert ganz gebräuchlich war,
dann durch die parkartigen Friedhöfe etwas verdrängt wird, aber in der Reformzeit greift man eigentlich
wieder darauf zurück. Wir haben in Hamburg sehr, sehr schöne Beispiele, wo diese Grundschema-Tar neu
aufgegriffen und abgewandelt wird, zum Beispiel am Friedhof Stelaweg in Großflodschbeck und in anderen
Anlagen, die in den 20er Jahren dann entstanden sind. Also das ist ein Anlagenmuster, was ich eigentlich
durch die Jahrhunderte immer wieder in abgewandelter Form findet und hier sozusagen als Prototyp sehr schön
sichtbar. Zu den anderen Geholzen kann man auch sagen, dass der Friedhof hier heute wirklich ein
parkartigen Eindruck gemacht. Das ist ein gewordener Zustand, das ist kein Durchplanung oder bewusstes
Handeln herbeigeführter Zustand, was wir heute an Geholzen außerhalb dieses Lindengrund Raster sehen,
das ist entweder aus alten Grabbeflanzungen hervorgegangen, also übrig geblieben, Menschen haben irgendwelche
Bäume in die Nähe ihrer Gräber geflanzt und die sind dann beim Abräumen der Gräber nicht entfernt
worden, dann sind mit Sicherheit auch sehr viele Geholze darunter, die sich einfach durch Eigenverbreitung
angesiedelt haben, Birten zum Beispiel kommen ja sehr leicht hier zum Keim und man hat die dann
eben auch nicht gefällt, sondern belassen. Anderer Geholze haben sicherlich die Gärtner hier in
guter Absicht einfach mal so dazu geflanzt. Wir haben also heute einen Geholzbestand, der sehr durch
müchst ist, der aber keinen gestalterischen Kriterien folgt. Das finde ich auf der einen Seite
reizvoll für die garten Denkmaflege sind solche Bestände aber ziemlich schwierig, weil man ihnen ja
keine künstlerische Bedeutung zu messen kann, man kann ihnen eigentlich auch keine geschichtliche oder
überhaupt irgendeinen dokumentarische Bedeutung zu weisen. Es ist sossanz, die diesen Denkmal zu
gewachsen ist und genau, es gibt kaum eine Gattung von Denkmalen, den im Laufe der Zeit so viel
Substanz zu wechseln wie den Friedhöfen, das merke ich immer wieder und das ist von der Denkmaflege
außerordentlich schwer zu sagen, hat so einen gewordener Bestand jetzt auch eine historische Bedeutung und
wenn ja, wie soll er erhalten werden? Eigentlich könnte man hier auch das Konzept verfolgen, dass man
sagt, nach und nach werden alle Geholze wieder entfernt und wir versuchen hier nur große Rassenflächen
mit diesen einzelnen Gräbern zu haben um uns ein bisschen dem ursprünglichen Erscheinungsbild anzunehren.
Aber das würde natürlich den Friedhof wieder sehr stark verändern. Wie war denn das jetzt bei der
Planung der Baumaßnahmen, die jetzt schon fast abgeschlossen sind? Da bist du ja wahrscheinlich auch
intensiv beteiligt worden. Wo gab es da die größten Diskussionen? Ich muss sagen, es gab gar keine
großen Diskussionen, weil hier ein sehr gutes Planungsberuh tätig war, dass sehr vorsichtig mit dem
Bestand umgegangen ist und tatsächlich nur die Notwendigsten erneuerungen vorgeschlagen hat und
jetzt keine großen Umgestaltung. Das hätte man durchaus machen können in anderen europäischen Ländern,
ist man da sehr viel offener als in Deutschland, in den Markt zum Beispiel werden in historischen Friedhufen
große Freizeit und Grillzonen eingerichtet und so weiter. In Deutschland ist die Diskussion um die
Piety auf diesen historischen Friedhüfen doch sehr, sagen wir mal, eng geführt. Also hier kann man
sich schwer vorstellen, dass man jetzt hier so laute Freizeit vergnügen und irgendwie zulässt. Aber im
Moment gab es diese Diskussionen ja gar nicht. Wir haben tatsächlich den Hauptbaumbestand zum Beispiel
gar nicht angefasst und so ein bisschen um die Frage herum geschummelt, wie soll dieser Bestand erneuert
werden? Wir haben einfach gesagt, da ist jetzt im Moment keine Handlungsbedarf und wenn einzelne
gehöltze gefällt werden müssen, dann lässt man sie erstmal weg. Die Frage, ob man jetzt hier wieder
neu zuflanz, die müsste man eigentlich noch klären. Was unschrittig war, dass durch große Pflanzmaßnahmen
dieses Alleegrundgerüst erneuert und ergänzt wird, vor allem an der Süd und an der Westseite,
da kommen wir vielleicht noch mal vorbei, dass man also den wirklich historisch bedeutenden Bestand erneuert
und entsprechend erhält. Und ich sage jetzt einfach mal auf den Flächen eine gewisse Dynamik zuletzt und
auch mal guckt, was ist vielleicht für die heutige Nutzung einfach positiv und brauchbar, wo braucht man vielleicht
größere Flächen, um da auch bald spielen zu können oder braucht man wieder mehr schartige Partien,
dass die Leute sich in Schatten setzen und lesen können. Das ist alles so ein bisschen offen gelassen worden
und das wird auch geschaut, wie entwickelt sich die Nutzung weiter. Vielleicht nutzen wir diese
Positionen hier, die auch so ein bisschen was magisches hat, wenn man hier in alle Richtungen gucken kann,
um noch mal ein bisschen mehr ein Überblick zu kriegen. Es gibt einmal diese Allee-Struktur, dann gibt es
diese ganzen zugewachsenen Pflanzen, die Grabsteine folgen, die auch einem bestimmt. Und muss da
gerade jetzt hier in diesem mittleren Teil sieht man diese besonders großen Platten, wo ich mich
ehrlich gesagt jedes Mal beim Vorbeige in Frage liegt denn da noch drunter. Wie geht da noch mehr drunter?
Ich gehe davon aus. Die Anordnung der Gräber folgt auch ein gewissen Grundschema-Tar. Man hat damals,
als der Frito für Öffnet wurde, nicht nur hier neue Gräbe eingebracht von gerade verstorben,
sondern es wurden auch große Familiengräber vom Trinitates-Friedhof und auch aus der Kirche
sankt Trinitates hierher umgebettet. Das waren alles wohlhabende Familien und diese Familien haben
sich natürlich größere Grüfte bauen lassen. Das sind diese Platten, die heute auf dem Boden liegen.
Die decken diese Familiengrüfte ab und damals war es auch schon so auch auf dem Friedhof, nicht nur am
Jungenfernstieg, auf dem Friedhof gilt, sehen und gesehen werden. Die besten Plätze für ein
Familiengrab sind natürlich an den Hauptbegen und an dem großen Umgangsweg. Darum sind diese Grüfte zum
Beispiel auch hier, um das Rondell her angeordnet, vorne in dem Eingangs-Haltbrund und die ganz großen
Wandgräber, die sind dann außen herum und die einfacheren Gräber, die waren alle in den Grab
Flächen mit ganz bescheidenden Grabsteinen. Davon ist heute nicht mehr sehr viel vorhanden, aber gerade
diese großen Grüfte, da sieht man noch sehr gut, welche waren die besten Plätze und die haben sich
natürlich diese Familien. Das waren alles reiche Alternarkaufmanns-Familien, die haben die sich natürlich
gesichert. Wollen wir mal Beispiel auf einen Grab gucken, wenn das so gut. Wir gehen jetzt mal,
oh, wie kann man das beschreiben? Wir gehen jetzt mal in eine Richtung, haben da eigentlich mal
auch noch mehr Mitte. Richte an der Südseite Richtung, Haupteingang zum Beispiel, die Justiz-Rat,
Mathisen. Mathisen, genau, 1831, also das ist sicherlich einst der ältesten Gräber. Das ist
ganz typisch, ein Justiz-Rat oder Leute aus der Stadtpolitik, aus der Verwaltung und auch
hohe Beamte, Angehörige von Kaufmanns-Familien, die haben natürlich diese Grüfte erbauen lassen.
Ich finde gerade hier, in dem Bereich, das ist jetzt die Südostseite von diesem Rondell,
da hat man noch sehr schön einen Eindruck, wie dicht diese Friedhöfe belegt waren, denn auch hier
fehlen jetzt schon einige. Man sieht, wie nahe die Grüfte zum Teil aneinander stoßen und da
ist gar nicht viel Platz für irgendwelche Wege oder gar Buschflanzungen. So was gab es damals einfach
nicht. Man muss sich die Friedhöfe ursprünglich sehr, sehr steinern und hart vorstellen.
Und dieser grüne Parkartige Eindruck, ich wiederhole das nochmal, das ist im Lauf der
Jahrzehnte geworden, dazu stand, der aber nicht dem ursprünglichen Erscheinensbild entspricht.
Wir können ja hier nochmal schauen auf das Grab. Also man drängelt sich hier selbst auf den besten
Plätzen. Natürlich. Noch eine Frage zu diesem Grab des Justiz-Rats. Die Einfassung hier
wirkt ja doch sicherer. Die sind neu. Die muss erneuert worden sein. Damals waren auch diese
Granite ungewöhnlich. Man hat in der ersten Eift des 19. Jahrhunderts eigentlich ausschließlich
Sandsteine verwendet. Ich weiß nicht, warum jetzt hier erneuert wurde. Man sieht aber an den Löcher
ganz eindeutig, dass hier auch die Metallgitter-Einfassung fehlt. Bei vielen solchen Gräbern gab es ja
diese Metallzahne. Wir können da hinten noch ein Grab anschauen. Das muss man sich dazu denken
und wahrscheinlich ist das mal restauriert worden und dann ist doch das Gitter geklaut worden.
Das heißt, um das nochmal zusammenzufassen, es gibt jetzt einmal diese etwas größeren Familiengräber,
die so im Boden liegen, dann gibt es die Wandgrabmele, zu den wir jetzt gleich mal gucken.
Ja. Und diese vielen kleinen einzelnen Grabsteine, die sich so ein bisschen noch
essen. Die heißen dann Rheingräber, so wie heute auch. Also diese großen Familiengräber, die
waren natürlich auf eine Hundertjährige oder längere Liegezeit ausgerichtet. Die Rheingräbers sind
damals auch schon relativ schnell wieder abgehauen worden. Wir laufen jetzt mal von dem Mittelpunkt des
Parks aus in Richtung Johannes Gewaden. Wir sehen am Ende der Allee schon ein irgendwie
interessant aus dem Drahtmal, dass sehr viel größer aussieht. Alles, was ich hier
auf dem Friedhof gesehen habe. Es ist ja schön, dass die Hecke schief ist.
Ja, stimmt. Wie ist nicht ganz im Meteor? Ich würde sagen, ja. Das ist das Grab mal von Blücher.
Rheinrad Daniel Graf von Blücher ein weitläufiger Verwandter des berühmten kräusischen Blücher.
Dieser hier war Oberpräsident der Stadt Altona, die damals ja noch dänisch war und
Oberpräsident war so eine Art Stadthalte oder Bürgermeister, selbst jetzt schlecht erklären.
Aber für Altona, für die Altona ausgeschichte ist gerade dieser Blücher ausgesprochen,
bedeutend darum ist auch kein Wunder, dass er hier so ein großes aufwendiges Grab hat.
Das ist auch der Eingang zu einer Gruft, also das ist jetzt nicht sozusagen der Grabstein,
dahinter befindet sich kein einfaches Erdbekreppnis, sondern da ist auch eine
Gruft drunter und man sieht hier schon die Tür als Eingang, dieses Grab ist auch schon durch
Metall, Klau und andere Verluste sehr stark reduziert, wir sehen hier nur noch die Rückwand,
da waren noch Gitter davor und solche Wesen aufgestellt und sowas, das muss man sich noch etwas auf
stärker aufgeschmückt vorstellen und auch die Beflanzung war natürlich viel schmücken
da, als das heute mit diesen Rotodendronenbischen der Fall ist.
Aber man sieht immer noch, das steht jetzt hier in der Hauptaxe, es hat noch eine ganz
schöne Wirkung mit diesem neogotischen Form und der Metallschmuck.
Jetzt frag ich mich natürlich, als unbedarfte Besucherin dieses Parks, da ist ein Schlüsselloch,
hat noch irgendwie meine Schlüssel dafür?
Mit Sicherheit, also ich denke auch, dass die Familie vielleicht sogar hier noch ein Belegungsrecht
hat, ich denke aber, dass an diesen Gräbern auch durchaus noch Familienbesitzungen anmelden
können, das ist nicht alles in das Eigentum der Stadt übergegangen, das müsste man aber
im Einzelfall noch mehr recherchieren.
Belegungsrecht heißt, dass der hier theoretisch tatsächlich noch jemand neues untergebracht
werden könnte, obwohl hier eigentliche Friedhofsnutzung seit 1979 nicht mehr richtig ist.
Aber oft gelten die Belegungsrechte gerade für Mausolene oder Grüfte noch sehr viel länger
auch, wenn die Friedhöfe schon entwittmet sind.
Vielleicht müsste man sich das heute wieder erstreiten, das weiß ich nicht ganz genau, aber
es ist ganz oft so, dass das sehr alte Rechte sind, die auch mit dem Übergang an die Stadt
nicht einfach aufgehoben worden sind.
Und oft ist das ja so, dass, wenn man zum Beispiel heute eine Unbestattung machen würde,
in so eine große Gruft jetzt eine neue Ohne zu stellen, dass wäre ja sicher kein Problem.
Im Gegenteil heute sucht man ja wieder nach neuen Bestattungsformen und das Wiedereröffnen
von so alten Krüften könnte auch eine Möglichkeit sein, Menschen in eine Bestattung zu ermöglichen,
die auf einem herkömmlichen Friedhof sich nicht wiederfinden, sagt ich wahr.
Lass uns nochmal ein bisschen näher an diese Grafstätte ran gehen, weil da steht so viel,
was ich überhaupt nicht lesen kann, weil er gewützt ist, die Tür eröffnen.
Konferenzrat und Oberpräsident der Stadt Altona, eine Art heutiger Betürksanzleiter sozusagen?
Ja, vielleicht könnte man das damit vergleichen, die in Schrift nennt genau die Lebensstatten
und die genauen Berufsbezeichnung, sage ich mal, das Blücher und Witz ist, dass hier in der Schrift
auch auf den Elefantenordnen hingewiesen wird, der ist da auch auch dargestellt,
dieser kleine golden Elefant, das war eine der höchsten Orten, den das königreich Dänemark zu vergeben
hatte und Blücher als eben Oberpräsident, der hat diesen Orten hier auch bekommen
und der ist ja auf seinem Grabstand dargestellt.
Ach, was?
Stimmt, dazu kann man vielleicht mal mal ergänzen, wie lange war Altona, denisch bis
1864 und seit 1664, das kann man wugieren, wenn man den Tränen hat, aber es waren an
die 200 Jahre und das finde ich so spannend hier, hier sind auch immer wieder so ein paar
denische Erinnerungen, ich weiß da drüben in Richtung Pösenstraße ist noch so eine Grabstätte
für denische Soldaten.
Ja, genau, das taucht immer wieder auf, man muss dazu sagen, dass es noch komplizierte ist,
weil zumindest die Herrschaft Pinnetberg zu der Altona auch lange gehörte, eigentlich
den Schaumburger Grafen oder den Grafen von der Schauenburg, die ja im Stadthaagen
residiert haben gehörte, aber weil die sich nicht so sehr um die Herrschaft Pinnetberg
kümmern konnten, war das de facto Danisch verwaltet, das heißt, die Menschen lebten
hier zum Teil mit ganz unterschiedlichen Zuständigkeiten, das Ganze ist also noch etwas
kompliziert, als du es eben dargestellt hast, das ist auch sehr interessant.
Aber Herr Blücher hatte ihn überbläckbar.
Lass uns mal Richtung nach links gehen.
Wir wenden uns jetzt vor dem Grab nach links und biegen in die Erlehe ein, diese zu sagen
direkt neben der Sanct Johannes Kirche wiegt.
Richtig.
Und hier nochmal dahin weiß das nicht nur an den Hauptwegen, sondern auch hier im Randbereich
zu der Umfassung hin, immer die begehrtesten Plätze waren für große Familien, den Kreber
und man sieht auch, dass hier noch einige, hier zum Beispiel dieses Grab von Laman mit
der Gitteranfassung sehr schön erhalten ist, ich so muss man sich tatsächlich auch Familien
Kreber im ersten Hälfte des 1900s vorstellen, also ein Gedenkstein, eine Bepflanzung, eine
großzügige Einfassung und dann oft zwei Bäume oder zwei Büsche, die diesen Grabstand
eingefasst haben, hier in dem Fall etwa Alex, so muss man sich die Kreber, die Familienkreber
hier am Rand und auch an den Mittel allehen vorstellen und das ist dann schon glaube ich
ein ganz interessantes Erscheinungsbild, wenn viele von diesen Kreberen nebeneinander sich befinden,
das muss schon ganz eindrucksvoll ausgesehen haben und der heutige Zustand, wo ja viele
Kreber dann aufgehoben worden, der gibt das nicht so ganz wieder, aber hier kann man sich
noch eine ganz gute Vorstellung davon machen.
Wir gehen mal weiter in Richtung Ausgang Max Braueralähe, aber wir gehen dann natürlich
raus, ganz grob die Richtung Kreutung Max Braueralähe heutzune Straße.
Wir können noch mal während wir hier gehen überlegen, ich glaube, dass viele, obwohl die
Grabsteine doch gut sichtbar sind, sich gar nicht im Klaren darüber sind, dass es sich
hier im ehemaligen Friedhof handelt, vielleicht denken wir da auch einfach gar nicht
drüber nach, sondern nimmt das so hin, ich finde darum diese Genese ganz interessant,
weil wir sehr viele Anlagen ähnlicher Art in Hamburg und in anderen Großstädten haben.
Es war ja so, als der Friedhof Olsdorf eröffnet wurde, wurden sehr viele andere kleine
Friedhüfe geschlossen, dieser Friedhof hier, das hat mir ja schon gesagt, ist wegen Überbelegung
dann 1879 schon wieder geschlossen worden und hat sich seitdem eben ganz anders entwickelt,
das ist aber mit vielen Anlagen so, um die Christianskirche herum in Ordnensin gibt es
ja auch noch so ein Friedhof, der heute Grünanlage ist und auch im Osten von Hamburg,
also Jakobie Park und auch der alte Bergedoffer Friedhof, das sind ja alles Friedhofanlagen,
die inzwischen öffentliche Parkanlagen sind, in denen noch einzelne, sehr schöne Grabsteine
stehen, also wo das Park ist, nicht der einzige Park, der sich aus einem alten Friedhof entwickelt
hat, es gibt also eine ganze Reihe von Anlagen und ich finde immer die Frage interessant, ob
die diese Tatsache, dass es diese Geschichte gibt, die ganz ungewöhnlich ist, also das ist
nicht ein, von Anfang an eine zum Beispiel Schloss oder eine private Parkanlage war, die dann
irgendwann öffentlich zugänglich wurde, sondern wirklich ein Friedhof, der sich gestalt
auch ganz anders entwickelt hat, ob der heute zu der besonderen Atmosphäre beiträgt
und ob sich das den Besuchern auch so vermittelt, das finde ich immer eine interessante Frage.
Wir stehen jetzt hier direkt an einem zweiten Ausgang, also zweit, ich finde das der zweit
größte Ausgang in den Haupthauptaus oder Eingang, der ist jetzt auch gerade noch mal so ein
bisschen neu gestaltet worden, also wir stehen jetzt hier auf so einen neuen Kopfsteinflaster,
ein Kleinflaster, das ich auch ganz schön finde, ist das in irgendeiner Form noch nach
historischen Vorbildern wiederhergestellt worden, das war ja vorher nicht da, das war vorher
nicht da, aber hier ist das so eine leicht abschüssige Situation und weil hier so viele Leute
reingehen, ist das natürlich eine stark beanspruchte Fläche, die auch bei Regen sehr stark
erosionsanfällig ist, wenn man sie nur mit wassergebundene Wegedecke herstellt und darum haben
wir uns hier für dieses Kleinsteinflaster entschieden und nur die Wege, die dann anschließend,
die werden jetzt wieder in wassergebundene Decke gemacht, aber man hat hier einen befestigten
Bereich direkt am Ausgang, das ist voll geschaffen.
Interesting, das hat also rein praktische Gründer.
Richtig.
Da rennen wir mich auch dunkel daran, dass ich hier immer riesige Wasservützengebildes haben,
wenn es geregnet hat.
Ja.
Und diese Achse hier ist auch noch in irgendeiner Form original, hier sieht man nämlich, dass
die Bäume ja deutlich höher sind, da hat man einfach aufgehört zu stützen oder wie?
Nein, man sieht an den Bäumen ganz deutlich, dass diese nie geschnitten waren.
Aha.
Dieser Ausgang, der erst um 1900 so eingerichtet worden und die Linden sind dem entsprechend
sehr viel jünger.
Ich bin mir nicht mal ganz sicher, ob die nicht nach dem Krieg neu gepflanzt worden sind,
aber diesen Ausgang gibt es eben noch nicht so lange.
Aber heute ist das natürlich ganz wichtig, dass so eine Anlage nicht gefangen ist und
nur von einer Seite zugänglich, sondern auch durchlässig für Menschen, die einfach nur
durch diesen Park durchgehen wollen.
Was ihr hier auch ganz gut erkennen könnt, ist ja diese Mauer, die wenn ich es richtig
interpretiere, hier an einigen Stellen aus alten Grabsteinen besteht.
Ja, ich glaube nicht aus Grabsteinen, aber Grabsteinen Einfassungen.
Vielleicht finden sich auch noch Teile von Grabsteinen, aber ich glaube, das sind alles
Einfassungen von Treiber.
Ich weiß es nicht, weil man kann dir ganz kurz. Man kann dir rüberöpfen, wenn man im Park laufen gehen will und hier zum Beispiel ist
eine Schrift.
Ach ja, genau, das sind dann. das sind solche Platten tatsächlich, das sind dann Teile
von Grabsteinen.
Genau, wir sind hier so ein bisschen mal reingegangen an die Mauer und können hier von oben
drauf gucken.
Hier ragen auch noch irgendwelche alten Metallteile raus, die wahrscheinlich auch mal eine
größere Befestigung dargestellt haben, oder?
So, hier war stacheltrat, um eben diese der rüberöpfenen Menschen abzuhalten.
Ah, sehr gut, genau, recht so.
Wir können vielleicht nachher noch mal auf die Einfassungen zu sprechen kommen, die wirklich
sehr schön ist, diese Zaun, der an drei Seiten noch vorhanden ist, der finde ich zählt
zu den schönsten Zäunen, die wir in Hamburg überhaupt haben, aber witzig, das habe ich
auch so noch nicht gesehen.
Und das, ich habe diese Grabplatten auch schon an verschiedenen Ansteinen gesehen, tatsächlich
hier.
Und ich habe die auch mal am Liebsteig rund um den Friedhof gesehen.
Da ist diese tolle Mauer am Liebsteig.
Genau, erzählte man da einfach so ein bisschen Reste Verwertung gemacht, was ja ökologisch
gesehen noch total sinnvoll ist.
Absolut, ja.
So jetzt gehen wir da.
wieder durch den Eingang rein, lassen die große alle hinter uns liegen und gehen erst mal nach rechts.
Genau, wir gehen diese äußere Umgangsallähe jetzt mal weiter. Da schaut man schon auf die Teile,
die jetzt neu bepflanzt worden sind. Also im südlichen Bereich muss ein ganze Patin,
die Randallähe neu gepflanzt werden. Da hat man sich nicht mehr mit den Lückenpflanzungen
helfen können, da war der Zustand zu schlecht. Beziehungsweise, die waren zum Teil ganz weg und man
musst sie dann ganz neu pflanzen. Ich finde ganz schön, dass hier auch die ganzen Parkbänke erneuert
wurden, die sind wirklich hübsch geworden. Ja, ich finde die auch gut. Kann man nur hopfen,
das finde ich nicht ganz schnell wieder alle zugetäckt sind, denn ich habe das Gefühl, hier wird schon
sehr schnell, ich glaube noch vor der Öffnung des Parks an ihr schon da der Schriftzeichen
auf den Weg. Der Nutzungsdruck ist auch ausgesprochen hoch, das ist tatsächlich so. Hier links geht
wieder sozusagen das eine Lindenkreuz ab und auf unserer rechten Seite sehen wir ein etwas
besonderes, es ist ein Obelisk. Ein Obelisk, dem steht Militär Grafstedt vor den Titliere
Danzgegarnisonen, das also die dänische Zeit und an die Soldaten dort erinnert. Aber mehr weiß
man wahrscheinlich auch nicht dazu, ist ja auch ansonsten nicht mehr so viel von erhalten,
also eigentlich nur noch dieser Obelisk. Die Dänen lassen wir jetzt mal zu unserer Rechten liegen
und gehen wieder auf diese Kreuz alle zu, also sozusagen wieder auf den Mittelpunkt des Parks. Genau,
wir nehmen jetzt den Mittelweg Richtung Osten und gucken mal da am anderen Ende.
Ich glaube nicht, gleich auf der rechten Seite ist einer meiner Lieblingsgrabsteine mit so
einer ganz schönen Inschrift. Ich dachte tatsächlich, dass der nach der Sanierung verloren sei,
also ich habe hier eine Zeit lang nicht gesehen und plötzlich auch da irgendwie wieder auf.
Deswegen müssen wir da jetzt einmal kurz hingehen. So und hier recht ist es auch schon. Ich hoffe,
der ist mit so einer kleinen Rost. Ach guck mal, das ist Kohle. Genau, Kohle.
Kohle ist gollend, la wunderbar. Genau, hier steht nämlich unten ein so schöner Spruch.
Wie gesagt, das ist mit einer kleinen rostig ausländenden Entschuldigung.
Cortieneinfassung ist das sozusagen noch mal geschmippt und hier steht Friedhof der Entschlafantlage,
Schweigene Vergangenheit, Zubegräbstes, Herzensklage, Ach und seine Seeligkeit.
Richtig, Kohle dessen mich als Liedkomponist eigentlich zumindest einer Fachöffentlichkeit heute noch
bekannt. Es ist einer der wenigen, ich sage jetzt mal prominenten Gräber hier auf diesem Friedhof,
Cornelius Goliath ist ein Musikerkomponist und Organist aus Altena gewesen, der aber dann
nach Kopenhagen ging und dort auch seine Ausbildung erhalten hat und auch lange dort tätig war.
Er kam dann hier zurück auch nach Altena. Ich glaube, ein Sanctrinitat ist es auch
Organist gewesen und liegt jetzt hier begraben. Als Komponist oder Musiker ist er nur noch
einer Fachöffentlichkeit bekannt, aber eindeutig eine der sympathischsten Personen, die hier begraben
liegen. Ich finde es sehr schön, dass dieses Grab so gut erhalten ist. Vielleicht kann man da
noch mal kurz über die Problematik der Grabstanderhaltung sprechen. Wir haben in Hamburg, wie in allen anderen
Großstädten wirklich Tausende von Erhaltenswerten Grabstein, die Künstler sehr gut gestaltet sind,
die auf bedrohtene Persönlichkeit verweisen, die einfach für ihre Zeit typisch sind und so weiter.
Die Erhaltung dieses riesigen Grabsteinen bestehen, das ist eine unglaubliche Herausforderung,
das weiß jeder, der sich damit beschäftigt oder auch die Augen aufmacht. Die Verwitterung dieser
Steine ist natürlich stark, je nach Material, nach Dauhaftigkeit des Steins zerfallen diese
Steine mehr oder weniger schnell und ich muss es so deutlich sagen, es wird gar nicht möglich sein,
diesen riesigen Erhaltenswerten Grabsteinen auch tatsächlich zu erhalten. Das hat damit
zu tun, dass man sich natürlich nicht um jeden Stein kümmern kann, aber auch die Frage der
Steinkonservierung, die stößt immer wieder in ihre Grenzen. Natürlich kann man auch Steine,
die verwittern durch Tränkungen durch irgendwelche Schutzmaßnahmen, erst mal vor der weiteren
Verwitterung barbaren. Das ist aber auch umstritten und die letzten Jahre haben gezeigt, dass gerade solche
Steintränkungen oft nach einer Zeit die Verwitterung noch beschleunigt haben. Darum ist man heute davon
ja wieder weg und sagt, nee, wir lassen sie so stehen. Ist das Thema Hüttofobierungen? Zum Beispiel
Hüttofobierungen oder Kieselsäureverästerung, was es da das für Techniken gibt, lange Rede kurzer
sind. Mein Appell ist einfach immer sich an dem, was wir noch an schön haben, so lange zu freuen,
wie es nun geht, wir werden nicht in der Lage sein, alles was uns lieb und teuer ist auch wirklich
zu erhalten. Was für eine Aussorge von einem Denk, Maschleger? Ja, es hilft nichts, man muss der
Tatsaranseorge sehen. Man kann auch nicht über jeden Stein so einen Schutzdach stellen. Das macht man
bei einzelnen Steinen. Das Ergebnis finde ich zweifelhaft in Berlin, sitz zum Beispiel Richard Wagner
inzwischen auch unter so einem Schutzdach. Das finde ich sehr zwiegspelig, auch wenn das eine wertvolle
Marmo-Figur ist. Trotzdem guckt euch das an und sagt, wir diskutieren gerade um die Erhaltung des
Eingangsportalts, einen Hagenwextierpark. Das wird auch darauf hinauslaufen, dass man da einen
Schutzdach baut, weil die Restaurierung dieses sehr, sehr schönen Portailles unfassbar aufwendig wäre
und auch nicht dauerhaft darzustellen ist. Da gibt es dann auch in Hamburg-Balspiele und auch hier
muss man sagen, Reinigung ist eine Sache, das kann man machen, dass so einen Stein nicht schmutzig
aussieht, aber die langfristige Erhaltung oder auch der Satz durch Kopien, das geht meistens nur
in Anzelfällen. Wenn du muss man sagen, es sind halt auch Grabsteiner, es geht um Vergänglichkeit,
um loslassen und ein Stück weit losrichten, muss man vielleicht auch bei den konsistorischen
Zeugen lassen. Wie gehen jetzt mal in Richtung Zentrum? Ja, aber das finde ich ja witzig, war das jetzt
zu voll? Nein. Totaler zu voll. Ich machst das immer sehr gerne, ich habe aber ehrlich gesagt nicht
auf den Namen geachtet. Ein Mischung? Ja, du hast den Gorlett gesucht. Ja, schön, jetzt haben wir ihn.
Jetzt gehen wir mit Mischung. Irgendwie ist eine kurze Erinnerung vor allem im Jan, hat diese
magische Mitte des Wohlers Parks eine Theater-Truppe dazu animiert, hier regelmäßig Open-Air
Veranstaltungen stattfinden zu lassen, dass die Hies Elfen im Park und das war ganz bezauber,
ich habe das einmal auch mitgemacht und da saßen dann die ganzen Zuschauer einfach im Kreis
zum Arom vor den besten Grabplätzen dazu, an die besten Zuschauerplätze und in der Mitte wurde
dann Shakespeare gegeben oder andere Stücke diesem Film. Sehr schön. Ich glaube sogar Sommernacht-Kraum oder so.
Also es passt, wir werden sie nicht gut in diese Umgebung. So, jetzt sind wir wieder im Tentrum,
wo gehen wir jetzt hin? Wir gehen jetzt nochmal weiter nach Osten. Nach Osten in Richtung Wohlers-Alleh?
Richtung Wohlers-Alleh und schauen da nochmal auf die sehr schöne Zauneinfassung dieses Parks.
Der Name Wohlers, was du wo der herkommt? Ich glaube, das ist der Name des vormaligen Geländebesitzers,
Klaus Wohlers. Ja, wie so oft. Genau. Kein Politiker. Okay. Hier bekommen man, finde ich jetzt auch
ein sehr schöner Anruf von der tatsächlichen Nutzung der Anlage. Es gibt oft Klagen, dass gerade
der Wohlerspark sehr stark übernutzt wird. Ich finde aber, dass sehr viele Leute auf dem Rasen
sitzen und vielleicht der Rasen so ein bisschen abgetreten aussieht, das ist jetzt noch keine wirklich
Übernutzung. Ich finde, wenn jetzt hier Mengen von Müll rumliegen würden oder hier da man zwei
geabgerissen werden oder so etwas, das fände ich schon schwierig, aber ich finde erstens, dass
es doch sehr friedlich zugeht und dass die Leute doch sehr discipliniert sind. Und würde das jetzt
noch nicht als Übernutzung bezeichnen? Ja, was den Müll angeht, zum Glück sind hier inzwischen
genug Mülltern aufgestellt, aber nach langen Sommerabenden oder Nächten sind hier morgens tatsächlich
schon eine Müllberger, weil es wird wenig, hab ich das Gefühl, wenig einfach so ein Gegend. So jetzt
sind wir angekommen bei der nächsten geflasterten Fläche. Genau, die wieder auf den Ausgang hier
nach Osten hinführt und wir gehen jetzt mal ganz kurz aus dem Friedhof raus um diese wunderbare
Gitteralenfassung zu betrachten. Oh ja. Viele Friedhöfe sind ja durch Mauern oder sehr aufwendige
Gitter eingefasst. Der Olsdorfer Friedhof hat eindeutig das schönste Gelände von ganz Hamburg,
würde ich sagen. Und hier der ehemalige Friedhof Norderei hat das zweitschönste Geländer und
haben mit den Backstein-Sockel und darüber ganz ungewöhnlich, finde ich, dass ein Sound, der aus solchen
quadratischen Platten im Sockelbereich besteht, die ein bisschen ornamentiert sind mit diesem
Kreuzenbohl und darüber so ein ganz fragieren, aber doch insgesamt sehr aufwendigen Sound. Ganz schön
finde ich, dass oben diese Spitzen so kleblattartig ausgebildet sind, auch das ist eigentlich ungewöhnlich. Und
immerhin ist dieser Sound an, ich glaube, an drei Seiten noch fast vollständig erhalten.
Stark sanierungsbedürftig, wie man sieht und hier finde ich, muss alles getan werden, um diese
Einfassung nach und nach zu erneuern. Das ist sehr aufwendig. Ich weiß, dass auch trotzdem wäre
das ein ganz wichtiges Projekt zur Erhaltung der Gesamtanlage. In einigen Bereichen ist das schon
angefangen worden. Da hat man dann mit Verzinkungen des Sounds begonnen, dass es bei restauratoren nicht
unumstritten, aber ich finde wichtig, dass erst mal die Substanz erhalten wird. Um das nochmal genau
zu verstehen, Verzinkungen bedeutet, dass man die originale Substanz erhält und noch mal einen weiteren
Anstrich aufbringt. So wie hier links ist das eine Verzinkung? Ja, das wird aber getaucht,
wobei hier links, das sieht ganz erneuert auch? Wir stehen jetzt direkt in diesem Eingangsbereich,
und ich finde ehrlich gesagt auch dieser gesamte Eingangsbereich sieht irgendwie nachgebracht. Ja,
das ist hier reingeschnitten und auch hier diese Kreuze zum Beispiel, sind etwas grober, dass es
nachgearbeitet wird, ich würde auch sagen. Und hier außen ist die originale Soundsubstanz.
Ja, die sieht wirklich nicht so richtig gut inschuss aus. Wollen wir nochmal außen rumgehen?
Gerne. Dann gehen wir jetzt mal außen an dieser schönen Zeit.
lang in Richtung Tadenstraße. Und können noch mal über das städtebauliche Umfeld sprechen.
Ursprünglich war es ja so, dass dieser Friedhof auf freim Feld angelegt wurde, weil die in der
städtischen Friedhöfen-Altona belegt waren und hier vor den Toren der Stadt einfach noch fläche
zu erwärben war. Die Stadt ist dann nach und nach sozusagen um den Friedhof herumgewachsen und der
Friedhof Wolaspark, der war ja von Anfang an zum Beispiel mit diesen aufwendigen Gitter und dem
großen Eingangstor sehr ansprechen gestaltet, so dass das hier durchaus eine gesuchte Wohngegendau
für Wohlhabende Leute war. Das war nicht immer so. Man hat noch im 18. Jahrhundert unheimlich
Angst davor gehabt, dass aus Friedhöfen und gerade aus Grabanlagen schädliche Ausdünstungen
hervorkommen. Und das war tatsächlich ein unglaubliches Thema in der Fachpresse,
inwieweit das gesundheit schädlich sein könnte, weil man damals ja noch nicht so richtig wusste,
wie Krankheiten entstehen usw. Und man hat immer die Friedhöfe im Verdacht, dass diese Ausdünstungen
aus den Grabern irgendwas mit diesen Krankheitsausbrüchen zu tun hatten und darum empfehlen auch zum
Beispiel viele Gartenkünstler die Pflanzung von wohl riechenden Sträuchern auf Friedhöfen und
diesen schädlichen Ausdünstungen irgendwie entgegenzuwirken, das ließ sich in der Fachliteratur
immer sehr schön. Tatsache ist, dass bis dahin die innerstädtischen Friedhöfe so voll und
belegt waren, dass es nicht zur vollständige Verwesung von Leichnamen gekommen ist und das
kann tatsächlich sein, dass sie in einem einen oder anderen Fall dadurch auch Krankheiten ausgelöst
worden sind. Das änderte sich dann erst im Lauf des 19. Jahrhunderts, man muss sagen, dass da
auch Napoleon die entscheidende Person war in Napoleon hat für ganz Deutschland damals verfügt,
dass es keine innerstädtischen Friedhöfe mehr geben dürfte und ab der Napoleonischen Zeit
sind tatsächlich alle neuen Friedhöfe außerhalb der Städte angelegt worden. Ach, was, Napoleon.
Ja. Wir sind jetzt hier in der Ecke Tatenstraße, wo das alle angekommen. Wir gehen ja mal in Richtung
Haupteingang des Sturfs oder des Parks. Genau. Und seitdem werden die eher außerhalb
eigentlich kleiner Sprung in eine andere Großstadt. Im Berlin fände ich das immer so schön, dass da die
Friedhöfe immer noch alle mitten in der Stadt sind. Ja, Berlin hatten eigene Friedhofsgeschichte,
muss man dazu sagen, weil durch die ständigen Erweiterung der Stadt Berlin, die dann immer wieder
neue Dörfer sich einverleibt hat, es bis ins 20. Jahrhundert nicht zur Einrichtung eines großen
Zentralfriedhof gekommen ist, dass es die einzige Stadt Europas kann man faszagen, die kein Zentral
Friedhof hat. Und als dann Großballin einen riesigen Friedhof brauchte, war in der Stadt einfach
kein Platz mehr und darum ist ja Starnstorf dann angelegt worden. Also man hat in einem branburgischen
Städtchen Starnstorf kurz vor den Toren der Stadt ein riesen Friedhofseireal angelegt und der,
so zu sagen, der Berlin hat zentral Friedhof für das 20. Jahrhundert ist in Starnstorf.
Darfst du da mal. Da weiß ich mal. Da sind tolle geredbar, wo es ist, wo es ist.
Also Berlin hat eine eigene Friedhofsgeschichte, die kompliziert ist, die ist wirklich nicht vergleichbar
mit der anderer Großstädte. Ja, aber tatsächlich erinnert mich dieser Park auch so ein bisschen
in Berlin, weil es in Berlin ja auch mehrere ehemalige Friedhöfe gibt, die zu Parks umgenutzt
worden und da diese Friedhöfe einfach deutlich präsenter im Stadtbild sind. Und ich finde das sind immer
so ganz schöne O-Asen, wo man auch einfach mal. Ja, ich weiß ordentlich nicht, ich mal mit
Buchen setzen kann, aber auch einfach nur so nachdenken. Genau. Das ist eine andere Form von. Ja, genau, das ist eine andere Anrufe als in einem normalen Park. Genau und ein kleines Bormon
noch, die Hamburger Innenstadt Friedhöfe vor dem Darmtor zum Beispiel sind ja auch schon lange
aufgegeben, aber es halt sich hartnäckig die Erzählung, wenn in Planken und Blumen sehr tief
gegraben wird, dass man dann immer noch auf Knochen stößt. Da hab ich auch gehört zum Beispiel,
immer wenn die Messen mal wieder ein bisschen in die Tiene gehen, dann werden wir dann hin und
wieder Schiedel und Knochen gefunden und das ist ja auch mal klar, das da ist ja auch einiges
noch begraben. Jetzt sind wir wieder beim Haupteingang angelangt. Wir sehen hier, ah, das ist einfach
alles wieder ganz schön gesteilt ist, wenn wir hier nach links du vorkommen, es ist ein bisschen
Naturbel lassen nach als im Bolas Park, die weg schon wieder einiges, aber es geht dann auch
ganz grünen weiter bis zur Holzenstraße und ich glaube sogar bis runter zum Hafen. Ja, fast bis
zur Elbe genau. Auch dieses Situationen ist erst nahen Krieg entstanden. Man muss sich vor dem
Krieg Wolas Park oder damals die Gefriedhof Norderei ganz eng und baut vorstellen. Dann im zweiten
Weltkrieg ist vor allem die Alternar Altstadt ja sehr, sehr stark zerstört worden und man hat
weite Teile dieses Trommagebietes dann eben nicht wieder aufgebaut, sondern vollständig abgeräumt
und im Zuge der Planung aufgelockter Stadt hat man natürlich auch versucht, die in der Alternar
Altstadt sozusagen, in der wir uns hier eigentlich immer noch befinden, große grünen Lagen anzulegen
und man hat einen großen Grünzug geplant, der hier vom Friedhof Norderei bis zur Elbe ging
und unter anderem auch den jüdischen Friedhof Königstraße mit umfasst hat. Dafür gab es einen
sehr schönen Wettbewerb, den die hervorragende Berliner Gartenarchitekt in Hertha Hammabacher für sich
entscheiden konnte. Nach ihrem Plänen wurde dann dieser Grünzug angelegt. Leider ist der heute so
stark durch Umgestaltung und auch die Verkehrsplanung verändert, dass wir nicht unterdenkmalschutz stellen.
Hier haben nur den Friedhof Norderei als Denkmann und natürlich den jüdischen Friedhof Königstraße,
aber trotzdem ist der Grünzug in seiner Substanz immer noch erhalten und ich finde ein sehr schöner
Spazigang hier vom Friedhof zur Elbe ist dadurch möglich geworden. Aber man muss sich immer da vor
Augen halten, dass das wirklich das alte Stadtzentrum von Alternar war. Etwas war das wirklich stand,
dass Alternar von Alternar, was ja auch völlig verschwunden ist. Die Trinitat des Kirche war früher
die Hauptkirche Alternar und dahinter folgte dann die fast nach dörfliche Bebauung. Davon ist
heute ja nichts mehr zu sehen. Spuren sind ja sozusagen in Form der Grabstätten, der Persönlichkeiten
hier auf dem Friedhof sind und ansonsten hat sich die Stadt hier natürlich ganz schön weiterentwickelt.
Vielleicht machen wir an dieser Stelle für heute Schluss. Das war ganz besonders spannend, weil ich finde
diese vielen verschiedenen Ebenen, die man im Wohlaspark sehen kann, die nimmt man ja eigentlich sonst
immer ja unbewusst war und freut sich, dass dieser Park so vielfältig ist und dass die
so nahe Angegnementen aus Fähre hat. Aber so richtig einen Ort, dann kann man das ja eigentlich auch
nur, wenn man da ein bisschen angeleitet wird. Und ich finde ganz bemerkenswert eben, dass er
in dieser Geschloffenheit erhalten ist, er ist nicht am Rand angeknabbert, so wie andere, er ist auch nicht
offen, sondern er hat tatsächlich diese strenge Form behalten können und durch die Erlehen, die jetzt
wieder erneuert worden sind, wird das ganze ja räumlich noch sehr schön unterstützt und zusammen
gehalten. Das ist schon auch für Hamburg, was sehr Besonderes. Vielen Dank und ich freue mich schon
auf unseren nächsten Wochen. Ja, ich mich auch.
Podcast Summary
Key Points:
Der Wolaspark entstammt dem alten Friedhof Norderei, der 1831 eröffnet wurde und ursprünglich als ungestaltetes Grabfeld ohne Beflanzung und Gebäude existierte.
Im 19. Jahrhundert wurde eine geplantete Friedhofsgestaltung mit quadratischem Grundriss, Umgangsweg und Wegekreuz eingeführt, inspiriert von Vorbildern wie dem Herrenmutterfriedhof und dem neuen Friedhof Dessau.
Die heute noch erhaltenen Linden als Beflanzung sind über 150 Jahre alt, wurden ständig geschnitten und zeigen dadurch eine spezifische, lange dauernde Gestaltung, die den Park in einer geometrischen Form hält.
Historische Grabanlagen zeigen eine klare Ordnung, wobei große Familiengräber an Hauptpositionen, wie Eingänge und Wegekreuz, platziert wurden, vor allem von wohlhabenden Familien.
Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit zu einem beliebten öffentlichen Park, ohne dass die Bevölkerung bewusst weiß, dass es sich um einen alten Friedhof handelt.
Die Baumaßnahmen konzentrierten sich auf Erhaltung des historischen Bestands, ohne grundlegende Umgestaltung, wobei die Verwendung von neuen Pflanzen und Flächen offen gelassen wurde.
Der Park wirkt heute parkartig, doch der Bestand an Pflanzen und Grabsteinen ist durch natürliche Entwicklung und Eigenverbreitung entstanden und hat keine künstlerische oder dokumentarische Einheit.
Historische Belegungsrechte für Gräber, insbesondere bei großen Gruften, bestehen weiterhin, auch wenn die Friedhofsnutzung seit 1979 nicht mehr aktiv ist.
Summary:
Der Wolaspark entsteht aus dem ehemaligen Friedhof Norderei, der 1831 als ungestaltetes Grabfeld eröffnet wurde. In der Zeit des 19. Jahrhunderts wurde eine geplante, parkartige Gestaltung mit quadratischem Grundriss und einem Wegekreuz eingeführt, inspiriert von Vorbildern wie dem Herrenmutterfriedhof.
Die heute noch erhaltenen Linden, die den Park beflanzen, sind über 150 Jahre alt und wurden ständig geschnitten, was zu einer dauerhaften geometrischen Form und einer besonderen Ästhetik führt. Historische Grabanlagen zeigen eine klare Ordnung, wobei große Familiengräber an zentralen Positionen platziert wurden. Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit zu einem beliebten öffentlichen Park, ohne dass die Bevölkerung weiß, dass es sich um einen alten Friedhof handelt.
Die Sanierungsmaßnahmen haben den historischen Bestand vorsichtig erhalten, ohne große Umgestaltungen, und eine offene Planung für zukünftige Nutzung wurde gewählt. Der Bestand an Pflanzen und Grabsteinen ist durch natürliche Entwicklung entstanden und hat keine künstlerische oder dokumentarische Struktur. Historische Belegungsrechte, insbesondere bei großen Gruften, bestehen weiterhin, was eine mögliche Wiederbelebung der Bestattung aufzeigt.
Der Park ist ein Beispiel für die Transformation von ehemaligen Friedhöfen in öffentliche Grünanlagen, die heute eine besondere Atmosphäre und einen historischen Charakter mit sich bringen.
FAQs
Der Wolaspark entstand 1831 aus dem ehemaligen Friedhof Norderei. Obwohl heute ein Park ist, wurde der Ort ursprünglich als Friedhof für die Bevölkerung von Altona angelegt und bietet heute trotzdem viele Grabsteine aus der vergangenen Historie.
Der Friedhof hat eine sehr gute Erhaltung seiner ursprünglichen Struktur, darunter die alten Linden und die historische Gittereinbettung. Viele Bäume wurden seit Jahrzehnten regelmäßig geschnitten, was sie zu einem besonderen und dauerhaft erhaltenen Bestand macht.
Die Bäume wurden regelmäßig geschnitten, um die geometrische Form der Alleen zu erhalten. Dieser Prozess ist Teil der historischen Planung und dient dazu, die einheitliche und strukturelle Ästhetik der Anlage zu bewahren.
Ja, beispielsweise das Grab von Blücher, einem früheren Oberpräsidenten von Altona, zeigt eine große, kunstvoll gestaltete Gruft mit Metallgittern. Auch das Grab von Cornelia Skourlet, einem Komponisten, ist besonderes und gut erhalten.
In der Vergangenheit waren die städtischen Friedhöfe stark belegt, weshalb neue Friedhöfe außerhalb der Stadt angelegt wurden. Heute sind viele solche Friedhöfe in Parks umgewandelt, was eine angenehme und zugleich historisch reiche Nutzung ermöglicht.
Die Erhaltung der Grabsteine ist eine Herausforderung, da viele durch Verwitterung verschwinden. In Hamburg wird der Schutz nicht durch massive Maßnahmen wie Schutzdächer, sondern durch die Wahrung der natürlichen, verwitterten Zustände unterstützt, um die historische Wirkung zu bewahren.
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