„Wir sind zu verschieden“ - Darum ist Andersartigkeit in einer Beziehung wichtig (Interview mit Marc & Michi Schreiber)
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Marc und Michi, ein Paar mit unterschiedlichen Lebenswegen und Berufswerten, stellen in ihrem Buch „Unter Affen“ die Dynamik einer glücklichen, aber nicht perfekt abgestimmten Beziehung vor. Obwohl sie sich in vielen Bereichen – wie Pünktlichkeit, Reisen oder Berufstätigkeit – deutlich unterscheiden, haben sie durch offene Kommunikation, gegenseitige Toleranz und Respekt eine stabilere Beziehung entwickelt. Sie betonen, dass Konflikte und Unterschiede normal sind und nicht als Zeichen von Uneinigkeit zu sehen sind, sondern als Chance für gegenseitiges Lernen. Ein zentraler Aspekt ist ihre jährliche Heirat in einem neuen Land, das nicht nur eine romantische, sondern auch eine reflektive und bewusste Lebensform darstellt. Außerdem führen sie wöchentliche Reflexionsgespräche durch, bei denen sie ihre Lebensbereiche, Wünsche und Belastungen diskutieren, um eine gerechte Verteilung der Aufgaben und eine gemeinsame Wohlfahrt zu gewährleisten. Sie betonen, dass Trennung nicht als Scheitern interpretiert werden sollte, sondern als natürlicher Prozess, der die wertvollen Erfahrungen aus der Beziehung bewahrt. Durch ihre Erfahrungen zeigen sie, dass Freiheit und Sicherheit miteinander vereinbar sind und dass Paare durch gegenseitiges Vertrauen, Austausch und regelmäßige Wahrnehmung von Werten eine erfüllte Beziehung aufbauen können. Die Geschichte ist eine lebendige Aufforderung, nicht auf perfekte Übereinstimmung zu vertrauen, sondern auf authentische und wachsende Beziehungen zu achten.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebsialisten.
In dieser Folge geht es um das Thema, wir sind zu verschieden.
Darum sind Andersartigkeit und Kompromisse in einer Beziehung wichtig.
Wir sind im Interview mit Marc und Michi Schreiber.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wir haben heute Gäste in unserem Podcast, über die wir uns sehr freuen,
denn es soll bei diesem Thema darum gehen, wenn Individuen aufeinandertreffen.
Und es kann viele Unterschiede geben, die aufeinandertreffen
und wo Menschen unterschiedliche Ansichten haben,
sei es zum Thema Beruf, Bedürfnisse, Werte oder auch Ziele
oder auch, dass die Kommunikation unterschiedlich verstanden wird.
Und da wollen wir jetzt etwas genauer drauf schauen,
denn manchmal kommt vielleicht der Gedanke, dass man etwas zu verschieden ist,
und wir sprechen in dieser Folge mit Michi und Marc darüber,
wie man mit Gegensätzen in der Beziehung umgehen kann
und trotz Andersartigkeit stimmige Kompromisse finden kann.
Herzlich Willkommen, ihr beiden.
Danke für die Einladung und ich freue mich, dass wir heute hier sind.
Genau, Anlass ist ein neues Buch, das ihr beide zusammen geschrieben und veröffentlicht habt.
Der Name ist "Unter Affen: Unsere Reise als freiwilligen Helfer in Südafrika".
Da werden wir auch noch mal ein bisschen was zu haben,
denn ihr hattet schon berichtet, das Buch ist quasi aus zwei Seiten geschrieben
und stellt genau das dar, diese zwei verschiedenen euch als Persönlichkeiten,
die unterschiedlich sind, unterschiedlich kompetent auch mit dem Thema
und dass dadurch natürlich ganz neue Sichtweisen entstanden sind.
Aber vielleicht stellt ihr euch erst mal vor, wer seid ihr und was macht ihr?
Ja, dann fange ich mal an. Ich bin Marc, 34 Jahre alt,
bin Kriminalbeamter und Dozent und bin aber auch leidenschaftlicher Tier- und Artenschützer.
In dem Bereich habe ich auch viele Jahre Ermittlungen gemacht
und das ist somit die größte Schnittstelle, die ich auch zu Michi habe,
denn ich begleite sie auf ihren Reisen ins südliche Afrika, wo sie als Tier- und Artenschützer tätig ist.
Ja, ich bin Michi, ich bin 27, ich bin Tierschützerin,
Rheumatologin, für all die, die das nicht kennen, ich arbeite mit Affen und ich habe einfach so eine ganz, ganz große Freude, dass ich da bin.
Ich habe so eine ganz, ganz große Leidenschaft und Vision für die Tiere
und mich im Bereich Tier- und Artenschutz stark zu machen.
Und ja, das ist so, wir sind, was wir machen, ganz viele verrückte Dinge,
mal Bücher schreiben, manchmal auf Insta-Live gehen, Leute mit auf Reisen nehmen.
Der Tag sieht eigentlich immer anders aus.
Wie lange gibt es euch denn schon als Paar? Also wann seid ihr zusammengekommen?
Und wie habt ihr zusammengefunden?
Oh Gott, zusammengefunden?
Da hat man schon das erste Mal gemerkt, wie verschieden wir sind.
Ja, wir sind tatsächlich zusammengefunden oder wir haben zusammengefunden vor sieben Jahren in einer Tanzgruppe bei uns im Ort.
Und zwar gab es eine Showtanzgruppe, die zusammengelegt wurde aus der Gardegruppe und dem Männerballett,
weil unsere Trainerin, die wollte Kollegenbefiguren haben, das hat irgendwie unter den Mädels nicht so geklappt.
Die Jungs, die wurden ein bisschen zu übermütig und dann hat sie gesagt,
ach, wir packen die beiden Gruppen mal zusammen, die ergänzen sich bestimmt ganz gut.
Und so kam es dann, dass wir in der gleichen Tanzgruppe gelandet sind.
Und ich fand Marc direkt ganz süß.
Marc behauptet heute, er fand mich auch direkt ganz süß.
Davon habe ich nur das erste Jahr irgendwie nicht so viel gemerkt.
Ich wollte immer ganz extrovertiert Gespräche anfangen und Marc war so ein sehr introvertierter Mensch,
mit dem man sich gar nicht so viel austauschen und unterhalten konnte.
Und trotzdem haben wir dann, ja nach gut einem Jahr gemeinsam tanzen,
habe ich ihn einfach geküsst und dann waren wir zusammen.
Das klingt ja unkompliziert, ne?
Ja, da war es unkompliziert.
Und dann, acht Tage später war sie für mehrere Wochen in Südafrika und hat mich wieder alleine zurückgelassen.
Da bist du dann direkt, wo ich mich drauf einlasse, wenn ich mit dieser Frau mehr Zeit verbringen will.
Und ja, damals kannte ich dann auch ihr Leben im Prinzip nur aus den Erzählungen.
Aber auch da war quasi die Sicht auf diese Beziehungsgeschichte schon so ein bisschen anders.
Während sie sagt, ich war die ganze Zeit präsent, warum hast du mich nicht gesehen?
Und ich habe das gar nicht so wahrgenommen, dass sie überhaupt so viel. Ja, Raum und Zeit in meiner Umgebung eingenommen hat.
Das heißt, man nimmt das ja schon da ganz anders wahr.
Aber ab dann ging eigentlich alles relativ schnell, weil nach zehn Monaten waren wir dann schon verheiratet.
Ab diesem Punkt, während die Andau-Phase relativ lange gedauert hat, ging es ab dann dann relativ schnell irgendwie.
Obwohl wir festgestellt haben, wir haben viele Verschiedenheiten.
So haben wir doch festgestellt, dass wir den Rest von unserem Leben gemeinsam verbringen wollten.
Ja.
Ja, das ist spannend.
Das heißt. Das haben wir tatsächlich auch häufiger mal im Coaching, dass jemand zusammenkommt, aber schon eine Reise ansteht.
Ob das dann irgendwelche, wenn man jung zusammenkommt, Schüler austauscht, Studenten austauscht, Work and Travel und so weiter.
Also geplante Reisen, die da sind, berufliche längere Reisen.
Und das dann so die erste Herausforderung ist, was das Paar dann hat.
So frisch verliebt, auf einmal ist da eine weg für Wochen, kann das nicht ändern.
Und man wird so aus dieser Verliebtheitsphase rausgerissen.
Das stimmt.
Aber es war, glaube ich, gar nicht rausreißen.
Ich finde, das hat irgendwie. Ich finde, das hat irgendwie noch intensiver teilweise manchmal gemacht.
Irgendjemand war so verknallt, man hat sich direkt so sehr vermisst.
Und ich fand das einfach auch ganz schön, weil es uns von vornherein gezeigt hat,
okay, möchten wir dieses Beziehungskonzept leben, weil wir natürlich auch heute immer wieder intensive Phasen haben,
wo wir getrennt sind, wo ich mehrere Wochen und Monate vor Ort bin.
Und da meine Berufung für mich eigentlich meine größte Leidenschaft ist,
wäre es für mich da auch kein Kompromiss, zurückzutreten und nur noch aus Deutschland rauszuarbeiten.
Da war da eher die Frage seinerseits, kannst du dir eine Beziehung vorstellen,
wie jemand immer wieder vielleicht ein, zwei, drei Monate im Jahr oder am Stück weg ist.
Und deswegen war das schon mal ein ganz guter Test, ob es dann passt.
Ist ja auch ein großer Gegensatz, ne?
Also du als Beamter, der ja so sehr strukturiert den Alltag so gleicht,
und du diejenige, die immer wieder weg ist dann, ne?
Ja, total.
Und es spiegelt sich aber auch um unseren Charakter, finde ich, wieder.
Also wir haben es schon zu Intro oder zu Eingang in dem Gespräch gesagt,
Marc ist sehr ruhig und sehr bodenständig und Marc ist auch gerne sehr strukturiert und geordnet.
Und wenn man es so früher anschaut, wie Marc reist,
das ist das allergrößte Vorteil mit Transfair-Abflughafen und individueller Betreuung,
damit auch nichts schiefgehen kann und ich irgendwie trampende Backpacker
wohne in den verschiedensten, verrücktesten Ländern manchmal nicht wissen, wo ich morgens schlafe.
Und trotzdem kann man auch feststellen, dass man, auch wenn man augenscheinlich sehr verschieden ist,
oder das Leben sehr verschieden gestaltet hat, dass man aber gemeinsame Werte hat und lebt
oder gemeinsame Werte findet, die dann eben auch dafür sorgen,
dass trotz aller Differenzen man eigentlich ganz gut zusammenpasst.
Ja, ich denke mal so auf den ersten Blick, wenn man das so von außen betrachtet,
ist natürlich bei mir als Beamter so einer der Werte, die in hohen Stellenwerten haben,
auch irgendwo Sicherheit, wie du es ja auch sagst, dann die mit Strukturen.
Und einer der wichtigen Werte, die sie immer hatte, war Freiheit, das Reisen, das Sich-Entdecken,
Tierdecken, ja, ist, das hat sich nicht geändert, auch bei mir hat das sich nicht geändert,
das heißt, wir hatten auch gar nicht versucht, den anderen quasi seine Werte schlecht zu reden
und wir haben dann vielmehr über unsere Beziehungen, den Aufbau der Beziehung feststellen können,
dass Freiheit und Sicherheit keine Gegensätze sind, sondern vielmehr, dass das Gegenteil von Sicherheit
nicht Freiheit, sondern Unsicherheit ist, wenn man gerade nicht weiß, was möchte der andere,
was ist dem anderen wichtig und wenn man dann auch selber für sich lernen darf, okay, man kann auch,
glaube ich, auf eine andere Art und Weise machen, als sein von vorne bis hinten durchgeplanten All-Inclusive-Vorsorge,
man kann rumreisen, ohne dass das dann am Ende aus seiner Komfortzone, oder es kommt aus der Komfortzone raus,
aber ohne den Wert, den eigenen, wofür man ja auch immer noch einstehen sollte, komplett auflöst.
Das waren dann irgendwie so Dinge, wo wir einfach sehr viel voneinander lernen konnten und dann halt auch
darüber jeder von uns aus sich hinausgewachsen ist, aber jeder hat seine Grundwerte immer noch auch erhalten.
Dein System, ich jetzt natürlich, macht ihr denn noch All-Inclusive?
Gehst du das Urlaube oder gehst du das nur noch Abenteuerreisen?
Wir waren noch einmal. Einmal. Aber es war keine All-Inclusive, es war eine Freipension.
Eine Freipension, okay. Das muss man sich denken.
Digital Detox, wir waren an einem Tauchurlaub für zehn Tage, wo wir im Prinzip alle mobilen Geräte zurückgelassen haben
und waren dann für uns einfach tauchen, erholen, abschalten.
Und ich glaube, was für dich eigentlich eher der Punkt ist, ist, dass du,
solange du dich viel angepasst hast, auch in deinen Beziehungen vorherig,
also ich glaube, es wäre erst mal egal gewesen, ob deine Partnerin, also alles in deinem Rahmen der Sicherheit,
aber du bist All-Inclusive in die Türkei, mit hier, mit da.
Und ich finde, was du ja für dich rausgefunden hast, neben deinem Wert der Sicherheit,
ist, dass du eine ganz, ganz große Naturverbundenheit hast, die du lange für dich nicht gelebt hast.
Und mittlerweile streunigst du ja teilweise alleine, egal ob auf Reisen oder in Deutschland durch die Natur rum,
bist einfach irgendwie weg und mag dann so, sorry, ich bin weg.
Ich glaube, das ist eigentlich der Grund, warum sich unsere Reisen auch verändert haben
und warum wir jetzt nicht mehr deine Standard-All-Inclusive-Urlaube fahren.
Also wenn es dann Urlaube sind, dann mag er so einen Kopf unter Wasser und zehn Tage
mit der Tauchausrüstung nicht mehr zu finden, außer wenn er isst und schläft.
Ja, ich glaube, es war wirklich so, dass, wie du halt meintest,
ich halt einfach die Natur verbunden habe.
Ich war früher als Kind mit meinen Eltern ganz viel im Wald, habe ganz viel über die Naturtiere gewusst.
Das ist verloren gegangen, irgendwie über die Zeit, Schule, Ausbildung, Studium und durch dich konnte ich das einfach dann auch wiederentdecken für mich und das hat einfach meinen Horizont nochmal extrem erweitert und das Gute ist auch, dass wenn wir zusammen verreisen, dass wir dann nicht denken, okay, wir hatten jetzt viele lange Trennungsphasen, jetzt müssen wir 24 Stunden am Tag miteinander verbringen, sondern dass wir uns immer noch den Raum gegenseitig geben, das zu machen, was einem wichtig ist.
Du nimmst die Zeit für dich, wo du meditierst oder für dich liest oder ähnliches und ich nehme mir die Zeit, wo ich dann einfach Tiere fotografiere oder beobachte und das waren auch Dinge, die sich in unserer Beziehung einfach sehr schnell irgendwo auch rausgestellt haben, dass das alles, was ich zumindest davor erlebt hatte in Beziehungskonzepten ganz anders war und da in den alten Beziehungen war es dann tatsächlich so, dass eine meiner großen Stärken, ich bin unfassbar anpassungsfähig,
weswegen wir immer sagen, dass mein Krafttier ein Chamäleon ist, in manchen Belangen dann aber auch gewisserweise eine Schwäche sein kann, wenn man dann einfach sich überanpasst, sich immer nur versucht anzufassen, weil man sich selber verliert, wie ich dann lange Zeit einfach mal im Verbundenheit zu den Tieren und der Natur und das war dann auch für mich ein ganz anderes Erlebnis, mit dir zusammenzukommen und so Beziehungen ganz anders zu erfahren und zu erleben.
Obwohl wir augenscheinlich so verschieden sind.
Das ist ja spannend.
Und was gibt dir denn, würdest du sagen, mag da die Sicherheit, dass du dich jetzt nicht auch nur wieder anpasst, sondern dass du wirklich deine Werte gerade lebst, weil es könnte ja sein, dass du dich einfach nur wieder auf mich hier angepasst hast, weil du ja sehr anpassungsfähig bist und eigentlich nur das machst, was du die Beziehung erfordert.
Ich glaube, das ist, man kann das auf dem ersten Mal gar nicht wissen, das ist vielmehr so ein Randtasten, ein Trial and Error, das war dann auch, wir hatten mal so einen gewissen Punkt gehabt, wo wir überlegt haben, wie können wir mehr Zeit miteinander verbringen, wie können wir vielleicht zusammen
nur noch reisen und da war dann auch lange die Überlegung, ob ich nicht auch irgendwo eine Selbstständigkeit aufbaue, vielleicht mit der Wildtierfotografie oder ähnliches. Das war dann ein Gedankengang, der hat uns vielleicht ein paar Monate begleitet, aber dann haben wir auch einfach, beziehungsweise ich habe dann für mich festgestellt, dass diese Selbstständigkeit mit dem eigenen kompletten Strukturieren, mit der Verantwortung, die man aber auch hat, letztendlich Aufträge zu bekommen, letztendlich dann auch diesen dauerhaften Druck hat, ich muss jetzt Geld verdienen, damit diese
Selbstständigkeit, die man dann auch hat, letztendlich Aufträge zu bekommen, letztendlich dann auch diesen dauerhaften Druck hat, ich muss jetzt Geld verdienen, damit diese
Selbstständigkeit fortbestehen kann, nicht das Wichtige für mich war und dann haben wir darüber auch irgendwo dann geredet, dass das nicht der Weg ist, wie wir weitergehen können, um mehr Reisezeit zu bekommen, dann müssen wir einen anderen Weg finden und letztendlich war das dann auch der Punkt, wo ich aus meiner operativen Ermittlungstätigkeit den Wechsel gemacht hatte als Dozent bei uns an der Hochschule, da habe ich dann nicht nur diese Zusatzdienste, keinen Schichtdienst mehr gehabt und habe viel bessere Planbarkeit gehabt, um unsere Reisen miteinander zu kombinieren, das heißt,
selbstständigkeit, das wurde angedacht, durchgespielt, aber dann für mich festgestellt, nee, das passt einfach nicht und habe dann umgekehrt, um das gleiche Ziel zu erreichen, einen Weg gefunden, der mehr zu mir passt, das war dann das Wichtige, was ich vorhin auch meinte, man muss darüber reden, wenn man natürlich nicht darüber redet, dann ist es sehr schwierig, irgendwie, ja, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, da ist auch was, was mir immer wichtig ist, dass ich in einem ständigen Austausch und ihr Feedback auch zu meinen
Gedankengängen bekomme, weil ich da manchmal nicht so selbstsicher bin, das in den Kopf zu nehmen als Idee und direkt umzusetzen, ich habe da immer gerne Feedback einfach von der anderen Seite dabei, um so anzuführen, bin ich noch auf dem richtigen Weg, ist das noch zielführend, aber da fühle ich auch immer viel Unterstützung.
Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
Ja, wenn ich das alleine mache, würde ich sagen, ich bin jetzt voll selbstständig und bestenfalls wirst du vielleicht auch voll selbstständig, das haben wir durchgeschrieben, dann sagst du einfach, ich fühle das nicht, das fühlt sich für mich nicht richtig an und ich fühle mich da nicht sicher und wenn ich mich da nicht sicher fühle, magst du komplett Sicherheit, dann kann ich diesen Weg nicht gehen, dann ist es immer wieder der Austausch, okay, wo fühlst du dich sicher, wo fühle ich mich frei, welcher Weg gibt mir die Freiheit und die Sicherheit und dieser Austausch, um da auch immer dem Partner Feedback zu geben aus der Metaebene, weil manchmal
kann man es ja sonst so sein, dass man den manipuliert oder dass man so sagt, wie wäre es damit, ist, dass wir uns selbst gefragt haben, wie wären wir oder wie ist die Person, die zu 100% in der Verantwortung ist, das ist zum Beispiel bei mir eine weise, strahlende, mutige Frau, das ist so, wenn ich mich beschreibe, wenn ich zu 1000% in der Verantwortung bin und meinen Weg gehe und meine Werte kenne, dann denke ich immer, bin ich eine weise, strahlende, mutige Frau und wenn wir dann einen Austausch geben, was könnte der Richtige
Weg sein und einer ein Brett vorm Kopf hat, anstatt dann viel reinzugeben, das mag mich, ich frage, okay Michi, was würde denn jetzt die weise, strahlende, mutige Frau tun, dass ich Marc frage, was würde der bodenständige, starke, naturverbundene Mann tun und das hilft, den anderen zu unterstützen, seinen Part im Weg zu finden, aber in Verbundenheit mit sich selbst und das war was, was wir über die Kommunikation lernen durften auch, das hat nicht von Anfang an geklappt, am Anfang haben wir viel
aufeinander irgendwie auch eingeredet, wie wäre es denn mit einer Selbstständigkeit oder ich habe halt super viele Vorschläge gemacht, weil ich bin voll kreativ, ich habe dann gesagt, okay, du könntest dich damit selbstständig machen, nur damit selbstständig machen, dafür selbstständig machen und es war dann ein Prozess, auch für Marc zu lernen, zu sagen, es ist gar nicht, dass mir statt jetzt keine deiner Vorschläge gefällt, mir gefällt der Gedanke, selbstständig zu sein nicht und darüber kam einfach diese Art der Kommunikation und wir lernen das immer unsere Helden fragen, wie können wir das gegenüber an den eigenen inneren Helden,
erinnert und auch in die Verantwortung bringen und das ist sowas, was hilft und auch die Sicherheit gibt, aber was auch eben dazu führt, dass man immer wieder Kompromisse oder andere Wege finden darf, weil es eben in Anführungszeichen nicht so leicht ist, wie man sich das in einem Kopf denkt, sondern weil man sich immer wieder hinsetzt und schaut, das brauchst du, das brauche ich, das werde dein unständiger, starker, naturverbundener Mann tun, das würde meine weisestrahlende, mutige Frau tun und jetzt gucken wir mal, wie die zusammen weitergehen können.
Und da war wahrscheinlich irgendwann der Gedanke, ein Buch zu schreiben zusammen, weil das ist ja schon was Besonderes, ne, so als Ehepaar zusammen ein Buch zu schreiben.
Das war eigentlich ein Fernbeziehungsprojekt und dieses war nach drei Jahren auf unserer Festplatte geschlummert, also eigentlich, ich weiß nicht, kennt ihr den Film wie ein einziger Tag?
Ne, also ich kenne ihn auch nicht.
Und die haben ihr Leben lang immer gewisse und besondere Situationen in ihrem Leben schriftlich festgehalten und dann haben wir so gedacht, als ich wieder nach Südafrika bin, oh, das könnten wir ja auch mal machen, so ein süßes Schreibprojekt und dann haben wir gedacht, lass uns doch unsere Flitterwochen festhalten, weil man vergisst so viel und man prägt sich von allem im Leben trotzdem immer nur so Kerndinge ein und ich dachte, wie schön ist es, wenn wir im Altersteil zusammen sitzen und dann so auch über unsere alten Bücher lesen können.
Und so kam das und zuerst wollten wir dieses Buch auch gemeinsam schreiben, aber dann gab es so eine Situation, da habe ich mich als super geduldig empfunden, weil am liebsten hätte ich Marc schon 300 Meter vorher am Flughafen stehen lassen und wäre einfach alleine weitergereist und Marc hat mich als wahnsinnig ungeduldig empfunden und dann saß ich da und war so total erfüllt und ich so, weißt du eigentlich, wie geduldig ich in dem Moment aus seiner Perspektive war?
Geschichte aus einer neutralen Perspektive zu schreiben, geht gar nicht, weil wir haben es total unterschiedlich erlebt und so kam es, dass wir immer kapitelweise geschrieben haben und ich habe ein Kapitel geschrieben, weil ich nicht, das war die Anreise und Marc hat es kommentiert und dann kommt auch raus, wie wir Dinge verschieden wahrnehmen, wie wir uns unterschiedlich in Situationen fühlen, wie verschieden wir auch sind und das ist ganz am Anfang herausfordernd auch mal, auch emotional, dass man voneinander getriggert ist,
aber auch darüber, wie wir das gemeinsam erleben und austauschen, ins Verständnis für die Perspektive des anderen kommt, aber ja, die ersten Kapitel, da weiß ich nicht, da könnte man eigentlich die Leute wetten lassen, ob wir zusammen oder alleine sind.
Geschichte aus einer neutralen Perspektive zu schreiben, geht gar nicht, weil wir immer kapitelweise geschrieben haben und ich so, weißt du eigentlich, wie geduldig ich in dem Moment aus der Perspektive des anderen kommt, aber ja, die ersten Kapitel, da weiß ich nicht, da könnte man eigentlich die Leute wetten lassen, ob wir zusammen oder alleine sind.
Geschichte aus einer neutralen Perspektive zu schreiben, geht gar nicht, weil wir immer kapitelweise geschrieben haben und ich so, weißt du eigentlich, da kann man eigentlich die Leute wetten lassen, ob wir zusammen oder alleine sind.
Also, sagen wir so, Zweifel, zumindest jetzt von meiner Seite, ich kann nur für mich reden, weniger.
Ich habe gezweifelt.
Konflikte gab es natürlich auch einige. Es gibt halt Dinge, da sind wir gleicher Meinung, aber es gibt auch Dinge, da reden wir auch ganz offen drüber, wo wir auch unterschiedlicher Meinung sind.
Ich finde das Gute an unserer Beziehung ist auch, dass wir dem anderen den Raum geben, auch bei Themen anderer Meinung sein zu dürfen und das auch äußern zu dürfen.
Aber ein ganz klassisches Thema, das uns im Alltag auch immer wieder einholen kann, ist der Punkt, dass ich sehr auf Pünktlichkeiten bedacht bin.
Wenn wir jetzt bei der Reise bleiben und wir wissen, okay, wir haben einen Flug, dann will ich gerne Zeitpuffer einplanen, will da rechtzeitig sein, damit ich weiß, selbst wenn noch was dazwischen kommt, wir werden den Flug auf keinen Fall verpassen.
Und Michi ist eine sehr ungeduldige Person, für die es nichts Schlimmeres auf der Welt gibt als warten.
Das heißt, sie will auch ganz bewusst erst zu spät losfahren.
Damit sie auf gar keinen Fall in die Verlegenheit kommt, am Flughafen fünf Minuten warten zu müssen.
Und da prallen dann natürlich irgendwo verschiedene Bedürfnisse aufeinander, wo es halt, sagen wir mal, keinen Kompromiss gibt, bei dem sich beide hundertprozentig wohlfühlen.
Und ja, das führt dann dazu, dass einer von uns beiden halt quasi so in Anführungszeichen Schweißausbruch bekommt und dann vielleicht auch das dem anderen ein bisschen mal an den Kopf schmeißt.
Also wir wissen, dass das was ist, was immer wiederkehrend ist.
Und dann lernt man damit auch irgendwo umzugehen.
Das ist jetzt eine Kleinigkeit im Alltag, aber auch bei anderen Themen geben wir dem anderen einfach den Raum, anders denken zu dürfen.
So etwas, was zum Beispiel damals, wenn Corona war, das Thema Impfungen und so auch irgendwie immer gegenwärtig.
Und ich bin so jemand, der sich denkt, okay, alles, was hilft, rein damit.
Ich bin da sehr unkompliziert und vor Reisen hatte ich teilweise schon neun Impfungen in einer Woche, weil ich mich dann besser fühle.
Und Michi denkt, wenn es nicht unbedingt sein muss, dann lasse ich das bleiben.
Und das ist das, was ich mir immer wieder vorstelle.
Und das ist so ein Thema, über das können wir ganz offen reden, auch wenn wir da komplett unterschiedlicher Meinung sind.
Jeder steht dem anderen ein, wobei man eigentlich denken muss, ja vollkommen zu Recht zu machen mit seinem Körper, was er will und darüber zu denken, was er will.
Aber da haben wir auch in unserem Umfeld mitbekommen, dass es da teilweise Paare gab, die sehr große Probleme hatten.
Jetzt nicht nur bei diesem Corona-Thema, aber wo die unterschiedliche Meinung zu einem Thema auch irgendwo zu einem Bruch in der Beziehung führen kann.
Und ich von meiner Seite habe dann keine Zweifel gehabt, wenn wir an manchen,
an manchen Dingen komplett konträrer Meinung sind, dass ich dann die ganze Beziehung in Zweifel gestellt hätte.
Ich habe auch nicht die ganze Beziehung in Frage gestellt.
Ich glaube, das Einzige, was mich am Anfang Zweifel hat lassen, ist so dieser Gedanke, passt das?
Also passt Barker in dieses Leben?
Weil für mich war von vornherein klar, mein Beruf ist meine Passion und ich werde und ich möchte das nicht aufgeben.
Auch das Reisen nicht aufgeben, auch das Alleinereisen nicht aufgeben.
Und was ich immer festgestellt habe, war, dass ich das nicht aufgeben will.
Und wie ich jetzt nicht die Erwartung, dass Florian das Gleiche jetzt auch macht.
Weil das habe ich mir ausgesucht, das mache ich alleine.
Und gleichzeitig hat er auch nicht die Erwartung, dass ich dann mit ihm Tischtennis spiele oder so.
Also jeder darf dann einfach auch sagen, okay, was ist mein Ding, worauf habe ich Lust.
Genauso auch im Austausch mit anderen Menschen.
Das ist ja auch so, der eine hat voll Lust, ganz viele Menschen zu treffen und im Austausch zu sein.
Und geht gern auf Feiern.
Und der andere sagt, ab und zu komme ich mal mit, aber ich mag das nicht so gerne.
Und dass der andere, der das aber. Aber trotzdem gerne mag, nicht sagt, okay, dann bleibe ich auch zu Hause.
Sondern sagt, okay, denn meins ist das, ich habe Spaß daran, dann mache ich das alleine.
Und dann finde das aber auch nicht als traurig, dass der andere da nicht mitkommt.
Aber im Kern ist es, glaube ich, genau das, was ihr ja auch sagt und wie ihr es genutzt habt.
Kommunikation, offen miteinander sprechen, sich viel austauschen und Toleranz.
Also gar nicht die Erwartung haben, alles im Gleichsein, das macht es auch eher langweilig.
Sondern eigentlich sagen, wie auch immer, man braucht eine gesunde Schnittmenge an Gemeinsamkeit.
Aber auch eine gesunde Menge an Dingen, für die man sich nicht beidseitig gleichermaßen interessiert,
die man aber toleriert, die passend sind.
Wie du schon sagtest, dass du keinen Kompromiss dabei eingehen würdest,
nicht mehr mit Affen zu arbeiten, nicht mehr zu reisen.
Weil das eben deine Passion ist.
So ist das eben das, was der andere Minimum im Toleranzbereich haben muss.
Damit es funktioniert.
Wenn das für den anderen außerhalb des Toleranzbereichs gelegen hätte
und Marc hätte jetzt gesagt, nee, Reisen, Affen, Tiere, Natur, alles nicht,
mein Ding, will ich nicht. Ich möchte ganz gern
in meinem Büro sitzen und immer
dieses graue Deutschland genießen,
dann hättet ihr
ein Problem gehabt. Dann wäre wahrscheinlich die Beziehung
aber relativ früh auch zum Ende gekommen, wenn man
merkt, an dem Punkt kommen wir gar
nicht zusammen. Das passt nicht. Für den einen
ist es die Passion, für den anderen ist es möglich.
Das ist außerhalb des Toleranzbereichs.
Dann sollte man das eben auch dann lösen
und neue Wege gehen, dass man
jemanden findet, bei dem das eben passt.
Ich glaube, wir sagen immer, Haltung und Kommunikation
sind so unsere Schlüssel.
Wie ist die Haltung zu dem
und wie ist die
Kommunikation dazu?
Das klingt irgendwie so
langweilig, weil manchmal
fragen Leute auch, was ist so das Geilste
und ich denke es einfach nur, es ist wirklich,
welche Haltung habe ich zu dem Thema und
wie kommuniziere ich und habe ich aber auch
den Raum, wirklich das auszusprechen,
was ich will oder nicht will, weil es gibt ja auch
wirklich viele Partnerschaften, wo man
vielleicht merkt, was man will,
aber eben auch Angst hat,
kann ich das jetzt sagen, enttäusche ich den
anderen und deswegen ist von beiden
Seiten wirklich eine offene Kommunikation
und wie er jetzt sagt, eine tolerante Haltung
und eine respektvolle Haltung des
A und O, gerade wenn man
auch weiß, der Partner hat in gewissen
Bereichen andere Ansichten.
Jetzt geht es noch ein Stück weit
um euer Buch und unsere
Zuhörer hier interessieren sich ja
für Beziehungen und wie können sie raus
aus der Krise oder ihre Beziehung
harmonischer, glücklicher leben.
Was findet man denn im Buch dazu,
zu dem Thema Beziehung? Ihr habt ja schon gesagt,
ihr habt das aus zwei Perspektiven geschrieben,
dass so diese Andersartigkeit dargestellt,
wie eure Haltung ist,
wie ihr euch toleriert, aber vielleicht beschreibt
ihr nochmal ein bisschen, was kann man denn über
seine Beziehung aus eurem Buch lernen?
Ich glaube, man kann
definitiv lernen, dass
das Ganze normal ist, wenn es Konflikte gibt.
Ich glaube, dass viele Menschen
denken, dass wenn man lange und auch
glücklich zusammen ist, wenn man noch verliebt
ist, dass die Leute immer denken, man streitet
sich nicht oder man ist immer einer Meinung
oder es ist immer alles easy, wenn
ihr vielleicht auch so konfrontiert seid, dass
Leute dann denken, okay, ihr seid ein paar Therapeuten
und Coaches, bei euch ist es bestimmt immer
super einfach, deswegen könnt ihr das ja auch
so einfach sagen. Und das eine,
was uns super wichtig war, ist halt so auch
ganz authentisch zu zeigen, eine erfüllte
oder auch glückliche Beziehung, da gehören auch mal
Konflikte hinzu, weil Konflikte
auch immer den Raum geben, zu zeigen, okay,
wie möchten wir uns zusammensetzen und formen.
Aber das Buch an sich ist,
wir sagen immer Reise- und Liebesgeschichte,
klar, das, was wir erlebt haben, ist die Reise,
die wir beschreiben, aber durch die beiden
Perspektiven, durch das, was wir auch erleben
und durch den Wunsch, der gemeinsam vor Ort
entsteht, auch ganz natürlich
es gemeinsam zu machen,
sieht man auch, dass wenn man den Partner nicht
drängt, das auch viel mehr
entstehen kann, als man sich vorher erhofft hätte,
weil als ich da hingegangen bin, wusste
ich oder dachte ich nicht, dass Marc
irgendwann wirklich so aktiv Teil davon wird.
Ich wusste halt, er toleriert das, er akzeptiert
das und er respektiert das und
ich war auch froh, dass er Interesse daran
hatte, aber während man vor Ort war
und während ich ihn das erfahren habe
lassen, ihn erleben habe lassen,
seine eigenen Erfahrungen abmachen lassen, das
war erst mal der Boden, wo
bei dir auch Begeisterung entstehen konnte,
auch deine eigene Begeisterung, nicht nur für
Affen, sondern auch für Schlangen und für
andere Arten, wie es vor Ort gab.
Das ist, glaube ich, auch so ein ganz großes
Learning, wenn du möchtest, dass
dein Partner sich für irgendwas begeistert, dann
setzt die Person nicht unter Druck, sondern lass sie
sich erfahren, weil dich hat ja auch jemand,
du hattest ja auch diesen Erfahrungsraum,
um erst mal diese Begeisterung zu
erleben und so merkt man dann auch, dass
wir da sehr zusammengewachsen
sind und es ist, wie wir
sagen immer so, es wurde aus so einer Single
Affen-Marm und so ein Wunsch,
denn den kinderlosen Dampfen wurden so Affen
älter und das ist, glaube ich, auch die Geschichte,
wie das Buch dann einfach erzählt und
wir hoffen, Menschen da einfach
auch zu inspirieren,
Beziehungen
einmal aus zwei Perspektiven immer zu
betrachten, mehr Respekt
und mehr Toleranz und sich
auch gegenseitig erfahren
und leben und eher Leben zu
lassen, weil wenn ich dich da von vorne
rein unter Druck gesetzt hätte, dann
wäre es, glaube ich, vielleicht gar nicht
erst mitgekommen. Ich glaube, die andere
Seite ist, die wir dann auch so ein bisschen
dargestellt haben, ist
Vertrauen, auch in den Partner haben,
Vertrauen und auch sich etwas trauen,
weil Michi hatte bis zu diesem
Zeitpunkt damals noch nie jemanden getraut,
jemanden an diesem Teil von ihrem Leben
teilhaben zu lassen, weil sie war
damals so, arbeiten mit Affen, so
begeistert für Affen zu sein, da war das ja noch
viel, viel kleiner, da sie
kommt vom Land, da wurde da viel
vielleicht auch drüber gelästert oder
sie wurde belächelt, da war das
Ganze ja noch nicht so groß und erfolgreich, wie das
jetzt der Fall ist und das war für sie
ein Riesenschritt, da jemanden mit reinzuholen,
weil sie ja wahrscheinlich auch irgendwo in sich die
Angst hatte, wie reagiert denn mein Partner jetzt
darauf, findet er das total dumm, findet er das
irgendwie lächerlich und was denkt er dann
über mich, das heißt, sie hat sehr viel Vertrauen
da an mich gegeben und für mich war das
damals sehr weit noch aus der Komfortzone
heraus, aber ich habe mich dann
trotzdem, weil ich wissen wollte, was macht
Michi, das ist ja ein wichtiger Teil von ihrem Leben,
den wollte ich ja auch erleben, mich dann auch getraut
aus meiner Komfortzone herauszukommen,
ohne jetzt natürlich die Werte komplett aufzugeben,
ich habe mir das einfach ja mal angeschaut, danach hätte ich ja
hinterher noch für mich die Entscheidung getroffen, ist das was
für mich oder ist es halt nicht und habe
dann aber dadurch, dass ich mich auch getraut
habe von, sagen wir mal, meinen
bis da
Lebenserfahrung rauszugehen, das
wird man am Anfang des Buches auch sehen,
was für Hürden ich da
überwinden musste, mal besser, mal schlechter,
aber auf die Art und Weise habe ich sie kennenlernen
können, habe auf die Art und Weise auch
meine schon vergessene
Verbundenheit zu den Naturen und Tieren wiedergefunden
und ich glaube, das sind einfach Dinge,
die auch jeder für sich mit in die Beziehung
nehmen kann, einfach
dem Partner zu vertrauen, sich dann nicht
irgendwie Angst zu machen vor dem Urteil,
das derjenige hat, weil wenn er dann ein schlechtes
Urteil darüber hat, dann ist es vielleicht auch zukünftig nicht
der richtige Partner, aber auch auf
der eigenen Seite sich trauen, aus
seiner Komfortzone rauszugehen, ohne
seine Werte komplett aufzugeben, weil
dann kann man ja später immer noch entscheiden, wenn man sich
traut hat, ist das das Wichtige für mich,
ist es nicht und man lernt ja auch einfach dazu.
Das ist, denke ich, auch was, was aus diesem
Buch an vielen Stellen herausgeht.
Ja, spannend.
Als ich mich so gefragt habe, das
ist ja ein aufregendes Leben, so das Reisen,
dann kommt man wieder zusammen,
dann ist man wieder getrennt. Habt ihr so für
euch Routinen oder Rituale,
die euch stärken?
Ja,
kam aus einem Kompromiss heraus,
das Ritual. Also
wir heiraten jedes Jahr in einem
anderen Land, also wir heiraten
jedes Jahr neu in einem anderen Land
und wir machen auch einen
Ehejahresvertrag. Also wir heiraten für
ein Jahr und dann gucken wir nach einem Jahr, was wir halt noch
zusammen, wollen wir wirklich nochmal Ja sagen?
Wenn ich jetzt nochmal mich
entscheiden müsste, würde ich wieder Ja sagen.
Aber die Idee dazu kam eigentlich
daher, da merkt man wieder,
Marc wollte so ganz romantisch
am Strand heiraten und in Weiß
und
in so einem Blumenbogen
und ich dachte, ich will in
Jeans und so weißen High Heels
in Las Vegas durch einen Drive
Infra und mir da auch
Ritten bestellen. Also
es war so komplett das Gegenteil und Marc
so, willst du dich mal ein Kleid
oder so anziehen?
Vielleicht. Und ich so, nee.
Was ist denn cool in Las Vegas?
Da wollte ich immer heiraten. Auf jeden Fall
saßen wir dann da. Und dann dachte ich,
gut, in Südafrika würde ich dich am Strand
heiraten, werden wir dann aber auch in Las Vegas
heiraten. Das war so der erste Kompromiss.
Und dann haben wir aber festgestellt,
wie kompliziert das ist. Und dann standen wir
da, ja gut, dann heiraten wir in Deutschland richtig,
in Südafrika in Las Vegas. Dann dachte ich, ja, das wird mir
irgendwie zu kompliziert mit dem Heiraten.
Also, das war ja irgendwie schon
so ein Ding draus. Und dann saßen wir so da
und dann kapst du, wir könnten
aber auch im Schnee heiraten. Und dann dachte ich
mir so, also
jetzt muss es ja auch so erscheinen,
wo du heiratest. Und dann sagtest
du, weil dein Vater meinte
dann, ach, ich würde Andi,
seine Mama, auch nochmal heiraten.
Dann könnten wir ja auch nochmal anders heiraten und nicht
jeden Tag zweimal heiraten. Weil seine Eltern
sind auch noch echt
verliebt nach all der Zeit. Also auch ein schönes
Paarbeispiel. Und Max war dann so,
ach, ich würde dich auch nochmal heiraten, aber ganz anders.
Und so kam dann dieser Gedanke,
was ist denn, wenn wir ein Ritual
draus machen? Und wenn wir jedes
Jahr woanders heiraten? Und
das war so, ja,
eigentlich nur eine ganz verrückte Idee.
Ich glaube, wir haben am Anfang auch vielleicht nicht
immer dran geglaubt, dass wir das wirklich durchziehen.
Aber wir haben uns zuerst in Deutschland geheiratet,
dann Thailand, Holland,
Portugal,
England,
Zimbabwe. Und
dieses Jahr darf ich nicht verraten, weil ich habe es schon
ausgesucht, aber Max weiß es noch nicht.
Ach so, ja, cool.
Das hätte ich fast schon gesagt, weil dieses Jahr
darf ich noch nicht verraten, wo.
Weil der eine über den anderen sucht halt die
Location aus. Und
das ist irgendwie total schön, weil
man auch sagen muss, ey, ich bin gar
nicht mehr die Frau vor sechs Jahren.
Also wenn ich mir das Eheversprechen vor sechs Jahren
anschaue, das war ehrlich, das war aufregend,
aufrichtig und wir haben uns total
verändert. Und sich jeden Tag neu
zu begegnen und zu sagen, hey, wer bist du,
wer bin ich? Und würde ich an diesem Punkt noch
mal Ja sagen? Sich auch bewusst zu fragen.
Das kann auch. Eine ehrliche Frage,
ne? Ja, und das war zum Beispiel
aber auch vor zwei Jahren, das war eine
wirklich schwierige Phase für uns vor zwei
Jahren, weil wir halt ein ganzes Jahr getrennt waren.
Ich bin ja für meinen Master ins
Ausland gezogen. Da war das auch
so eine harte Frage, wo man so sagt, oh krass,
uns steht im nächsten Ehejahr,
also das nächste Ehejahr sehen
wir uns so gut wie nicht. Und
trotzdem bewusst zu dieser Herausforderung
Ja zu sagen
und sich aber auch zu fragen, was
verspreche ich dir für dieses Jahr? Was möchte ich
reingeben? Das ist
immer wieder aufregend, man ist auch immer wieder
nervös, es gehen auch immer wieder Sachen schief.
Jedes Versprechen ist anders
und ich finde, das ist so das jährliche
Ritual und ansonsten ist
so ein noch unsexy
Wochenritual, eine Wochenplattform.
Wir treffen uns sonntags
immer zum Meeting mit Laptops,
und Cafés und Wochenplaner und dann ist immer da
okay, wie geht es dir? Und dann sprechen wir einmal
mit Lebensbereichen. Wie sieht es denn da
in Lebensbereichen aus? Und dann
reflektiert erstmal jeder für sich und teilt
dann mit dem anderen, hey, da geht es mir voll gut.
Und dann kann es sein, Marc braucht
zum Beispiel viel mehr Freundezeit als ich.
Sagt dann, hey, wie vermisse ich
meine Freunde im Lebensbereich Freundschaft?
Habe ich gerade nur eine 3 und ich
habe aber irgendwie eine 9, weil ich bin froh,
mir reicht einmal im Monat, Marc, am besten
wöchentlich. Dann schauen
wir auch, okay, was hilft dir
in dem Lebensbereich wieder hochzukommen?
Und dann planen wir die Woche mit To-Dos
und To-Bs. Die To-Bs, um die
Lebensbereiche halt im Blick zu haben,
sei es Sport, sei es Freunde, sei es uns
und die To-Dos mit Aufgaben.
Und das hilft auch, im Blick zu haben,
wie kann ich meinen Partner entlasten?
Weil es gibt halt kein,
also es gibt keine Regel, keiner macht
immer den Haushalt oder nie den Haushalt, sondern
wir gucken auch da wirklich, wer kann
was übernehmen, sodass wir
zusammen auf 100% kommen. Weil
wir sind ja ein Team und wir gucken dann immer so,
wie kriegen wir die Woche
zurück?
Also gut, dass jeder Raum versichert
und dann kann es halt sein, dass ich irgendwie sage,
Marc, ich habe
diese Woche gar keine Zeit, ich brauche irgendwo
Raum für mich und dann sagst du, pass auf, dann mache ich
den Wohnungsputz alleine und du gehst währenddessen
raus, joggen, laufen.
Aber es kann auch sein, dass es Wochen gibt, wo du sagst,
hey, ich will einfach nur zum Fußball,
ich will jetzt auch dreimal die Woche gehen, ich brauche
das gerade für mich und dann sage ich, kein Problem, dann
mache ich den Wochenputz oder ich die Wäsche
oder ich kümmere mich dann darum.
Aber es ist halt ein Geben und Nehmen,
ein Austausch und wie ihr sagt,
Haltung und Kommunikation.
Es ist halt einfach den Respekt,
den Gefühl dem anderen gegenüber,
wie es geht und immer wieder
darüber reden.
Ja, klingt beides sehr, sehr
stimmig und sehr gut. Also diese
Wochenreflexion, die empfehlen wir auch den Paaren
immer, dass man also zwei Sachen
einmal so ein Reflexionsgespräch, dass man
einmal die Woche reflektiert, war es letzte Woche
gut zwischen uns, hat alles
gepasst, gab es keine Verletzungen
zwischen uns, die wir vergessen haben,
aufzulösen, die man auch mal klärt,
aber auch, was können wir nächste Woche vielleicht noch mal ein bisschen
stimmiger gestalten und dann natürlich
auch so ein Orga-Gespräch, wo man guckt, was steht
nächste Woche an und wie können wir die Woche maximal
effizient so gestalten, dass am Ende
Familie oder Paarzeit bei Haus kommt,
denn das ist häufig das, was bei vielen hinten überfällt,
die dann irgendwie die Woche überstehen
und alle To-Dos auch abgearbeitet bekommen,
aber am Ende der Woche hat man
eigentlich gar keine Zeit mehr für sich gehabt
und dieses sich jährlich noch mal
heiraten, das ist auch eine gute Idee,
man muss die echte
Option haben, sich zu trennen in der Beziehung,
damit man eben auch die Möglichkeit
hat, sich zu engagieren
und nicht nur sich gehen zu lassen
und nur auf sich zu achten,
dieses Versprechen, bis der Tod uns scheidet,
ist nicht so,
also es gibt eben die Möglichkeit,
also eigentlich müsste man sagen, bis die Unstimmigkeit
oder die Unglücklichkeit uns scheidet,
bis wir einfach sagen, wir matchen nicht mehr
aufeinander, so wie das eben war, also wie gesagt,
man verändert sich eben im Laufe der Zeit
und man muss eben gemeinsam aufpassen,
dass man auf dem gleichen Weg läuft
und nicht irgendwo
abbiegt und jeder geht seinen Weg,
dann wird man vielleicht irgendwann zum Ergebnis kommen,
dass man sagt, naja, irgendwie dich würde ich
jetzt aktuell nicht mehr heiraten, aber es muss ja nicht bedeuten,
dass man sich sofort trennt,
sondern man dann ja auch überlegen würde, warum ist
denn das so, dass ich dich heute nicht mehr heiraten würde,
was können wir denn jetzt als Paar
dafür tun, dass wir
vielleicht zumindest in zwei, drei Monaten uns noch mal
zusammensetzen, uns noch mal probieren und dann sagen,
jetzt sagen wir ja oder nächstes Jahr sagen wir ja.
Und ich finde
da auch die Perspektive auf Trennung
verändern, also ich finde nicht, jede
Beziehung, die auseinander geht, ist gescheitert.
Ich finde, da gab es
einen ganz tollen Spruch aus dem
Buch der Vorleser von
Facken wir in die
Shownotes. Ich glaube, irgendwas mit B.
Wie hieß er denn? Irgendwas mit B.
Aber der Vorleser kennt man ja, ist ja auch
ein sehr bekanntes Buch und
da war dieser Satz, warum ist
Glück nur Glück, wenn es ewig wehrt?
Und ich glaube, dadurch, dass wir
für immer auch, also klar, wir haben
jetzt den Wunsch, für immer zusammen zu
bleiben, aber
ich muss auch sagen, ich wäre
bereit, wenn es irgendwann nicht mehr passt,
zu sagen, das war eine mega geile
Zeit, guck mal, was wir geschafft haben und
dieses Glück geht nicht kaputt,
wenn wir jetzt getrennte Wege gehen.
Und ich glaube, die Perspektive auf Trennung
zu verändern, dass Trennung nicht bedeutet, dass alles,
was ist und war, zerfällt,
sondern dass das, was man aufgebaut hat,
Bestand haben kann und man ab da getrennte
Wege geht, das gibt mir auch
so eine totale Sicherheit, eigentlich
mich fallen lassen zu können, weil ich halt weiß,
selbst wenn wir irgendwann Nein sagen,
geht dadurch nicht das kaputt, was wir hatten.
Wir hatten und wir haben eine wundervolle Zeit
und sollte ich irgendwann in 15 Jahren
das anders sehen, solltest du
es anders sehen, gibt es immer noch
die Möglichkeit zu sagen, wir gehen getrennte Wege
und wir hatten eine mega, mega,
mega schöne Zeit. Also ich finde die
Perspektive da auf Trennung auch zu verändern,
ist so wichtig, weil
auch das war ein super Learning
von meiner Schwester. Sie hat sich,
sie hat ein gemeinsames Kind mit ihrem ehemaligen
Partner und durch diese Trennung
wurden die so gute Freunde,
die haben als Paar nicht mehr
funktioniert, aber
als dieser Druck raus war, wir müssen
jetzt für immer zusammenbleiben und es muss
irgendwie passen und man muss sich wieder verlieben,
da kam so eine Leichtigkeit
rein und die sind jetzt ein cooles
Eltern-Couple und
nicht mehr zusammen und da dürfen wir
einfach nochmal offener werden. Natürlich ist es
schön, wenn es bis ans Ende aller Tage hält
und manchmal ist es auch
einfach total in Ordnung zu sagen, es war
eine mega, mega schöne Zeit. Ich bin total
dankbar für die Erfahrung, für die auch
Zeit, für die Kinder, für das
Buch, was wir geschrieben haben und
gehen wir neu.
Die Freiwilligkeit, also ich finde
die Freiwilligkeit in der Liebe
und da muss man auch ganz ehrlich zu sich sein,
hat man immer noch diese Freiwilligkeit
oder lässt man sich von äußeren Faktoren
wie ein Haus oder
ja einfach auch diese
Verpflichtung, die man sich aufgebaut hat,
lässt man sich dadurch mehr leiten.
Und viele sagen ja auch, ich
bleibe mit meinem Partner zusammen der
Kinder wegen und das ist natürlich
auch schwierig, weil was lebt man den Kindern
vor, weil Kinder merken das, die sind ja nicht doof,
die checken das so super schnell.
Also man kann sagen, so im Alter von drei,
vier Jahren, wo immer mehr die Empathie
aufgebaut wird, da merkt man es schon, dass die Kinder
einfach deutlich mehr wissen als Eltern, denken,
was ihre Kinder darüber wissen.
Und dann ist es halt immer so, dass man denkt,
ja, jetzt doch zu sagen,
das Kind ist irgendwie fünf bis
18, das wäre noch 13 Jahre,
das ist nervig,
zu sagen und mit der
Stimmung und das ist ja auch die eigene Lebenszeit,
das ist ja auch die Zeit, die man
nicht mitbekommt für sein eigenes Leben.
Und man möchte doch auch nie mit jemandem
zusammen sein, weil der andere sich verpflichtet
fühlt. Und es gibt nichts Schlimmeres, dass
man weiß, du bist noch da nicht, weil
du mich liebst oder weil du mit mir zusammen
sein möchtest, sondern weil du dich verpflichtet
fühlst.
Und dieses Gefühl ist, glaube ich,
auch schwer auszuhalten und dann
sollte man, wie du sagst, vielleicht überlegen, welche Alternativen
gibt es und was möchte
ich an dem, was ich jetzt habe,
behalten?
Und das kann ich vielleicht auch behalten, aber
nicht mehr auf Liebesbeiebene.
Ja, also da, das ist
so, das ist eigentlich, glaube ich, auch das, was
mir dann immer so hilft, zu sagen, es muss
ja gar nicht für immer halten. Jetzt ist cool,
jetzt ist es schön und das ist
aber auch ein ganz wichtiger Aspekt, da gehen wir
wieder auf Freiheit und Sicherheit. Für meinen
Freiheitsgedanken, ich heirate ja immer nur für ein Jahr.
Ja.
Ich war
so früh zu heiraten,
ich wollte eigentlich nie heiraten und dann
irgendwie wollte ich heiraten.
Da hatte ich einen inneren Konflikt
und das war dann auch so ein ganz schöner Kompromiss
für meinen
Innerguss hin und her, zu sagen, ich heirate für ein Jahr.
Sehr schön.
Ich finde, das ist auch
ein schönes Schlusswort.
Da haben wir sehr gute Learnings mitgenommen,
also Reflexionsgespräche,
die Lebensbereiche
sich genauer anschauen.
Ist man zufrieden? Was kann man als Paar dafür tun,
dass man in den Lebensbereichen
zufriedener wird? Natürlich
Kommunikation, die ja
natürlich bei uns viel mehr gebraucht
wird, als es bei unseren Eltern damals war,
wo dann eben die Lebensbereiche
strikter getrennt waren. Ihr sagtet,
wobei es gibt es nicht der Haushalt, der Arbeit,
sondern alles vermengt sich halt irgendwie.
Das können wir nur dadurch lösen, dass wir
intensiv miteinander kommunizieren, weil es eben
diese strikte Trennung nicht mehr gibt.
Eine tolerante Haltung zueinander, sich
respektieren und wenn man möchte,
jedes Jahr wieder heiraten und sich
überlegen, möchte ich zu dir
noch Ja sagen oder was wird gebraucht?
Was müssen wir vielleicht an uns beiden,
nochmal tun, lernen, verändern, damit
wir wieder zueinander Ja sagen, was wird gebraucht?
Damit wir uns wieder wohl miteinander fühlen
und am Ende eine Trennung
nicht als gescheitert ansehen, sondern
zurückblicken und sagen, es war eine coole Zeit
zusammen und jetzt gibt es neue Wege.
Das heißt aber nicht, dass wir gescheitert sind, sondern
einfach, dass es jemanden anderen vielleicht gibt,
der besser auf uns matchen wird
und auf dich vielleicht auch.
Voll gut, das ist also sehr, sehr gut zusammengeführt.
Wahnsinn.
Ja, ich war anwesend.
Ja, ich war damals in
Inhaltsangaben in der Schule ausgezeichnet.
Ja, schön, dass ihr da wart.
Wir verlinken euer Buch in den
Shownotes, sodass jemand
einschauen kann, auch falls nochmal jemand überlegt,
wir haben keine Filiet-Link oder sonstige Kooperationen,
keiner von uns kriegt Geld für irgendwas.
Wir haben einfach Bock gehabt, das Ding gemeinsam zu machen
und haben gesagt, das passt thematisch super zusammen
und ihr könnt bei uns
Mehrwert liefern und das passt.
Und ansonsten freuen wir uns
natürlich auch, dass wir uns
natürlich auch, wenn man in euren Podcast mal reinhört,
ihr habt ja auch einen eigenen Podcast,
Affenstark heißt der, glaube ich.
Der heißt noch Affenzirkus,
wir werden jetzt gemeinsam, also
das wird sich jetzt verändern, wir werden jetzt gemeinsam
einen Tier- und Artenschutz-Podcast starten,
aber man kann noch in die alten Affenzirkus-Podcasts
folgen. Ah, okay, also es entwickelt sich gerade.
Genau.
Gestellt das
Buch der beiden,
lest mal rein.
Vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt
und so viel Privates auch berichtet habt.
Und ja,
wir so viele Sachen erfahren durften
von euch, die ja auch für uns immer wieder eine
Inspiration sind. Danke
auch euch, danke für eure Arbeit, danke
für die Zeit, für den Raum, für die
Möglichkeit, für die gute Zusammenfassung
und das
einfach witzige Gespräch
mit euch, danke. Ja, sehr gerne.
Macht's gut.
Danke, ihr auch. Super, bis dann.
Ciao.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Marc und Michi sind ein Paar mit starken individuellen Persönlichkeiten und Lebensweisen, die durch gegenseitige Toleranz und Respekt eine harmonische Beziehung aufbauen.
Die Beziehung zeichnet sich durch große Unterschiede im Alltag aus, wie Pünktlichkeit, Reise- und Berufswerte, aber durch offene Kommunikation und gegenseitigen Austausch überwunden werden.
Sie schreiben ein Buch aus zwei Perspektiven, um die Andersartigkeit und die gemeinsame Entwicklung in der Beziehung zu zeigen und andere zu inspirieren.
Ein wesentlicher Erfolg ist die Entwicklung von Ritualen wie jährliche Heirat in verschiedenen Ländern und wöchentliche Reflexionsgespräche zur Verbesserung der Beziehung.
Sie betonen, dass Trennung nicht als Scheitern zu sehen ist, sondern als ein natürlicher Prozess, der wertvolle Erfahrungen und Freiheit ermöglicht.
Die Beziehung basiert auf gegenseitigem Vertrauen, dem Wunsch, sich aus der Komfortzone zu entwickeln und den eigenen Werten treu zu bleiben.
Sie zeigen, dass Sicherheit und Freiheit nicht Gegensätze sind, sondern komplementäre Werte in einer gesunden Beziehung.
Die Beziehung wird durch klare Kommunikation, Toleranz und regelmäßige Reflexion gestärkt, ohne dass alle Dinge perfekt übereinstimmen müssen.
Summary:
Marc und Michi, ein Paar mit unterschiedlichen Lebenswegen und Berufswerten, stellen in ihrem Buch „Unter Affen“ die Dynamik einer glücklichen, aber nicht perfekt abgestimmten Beziehung vor. Obwohl sie sich in vielen Bereichen – wie Pünktlichkeit, Reisen oder Berufstätigkeit – deutlich unterscheiden, haben sie durch offene Kommunikation, gegenseitige Toleranz und Respekt eine stabilere Beziehung entwickelt. Sie betonen, dass Konflikte und Unterschiede normal sind und nicht als Zeichen von Uneinigkeit zu sehen sind, sondern als Chance für gegenseitiges Lernen.
Ein zentraler Aspekt ist ihre jährliche Heirat in einem neuen Land, das nicht nur eine romantische, sondern auch eine reflektive und bewusste Lebensform darstellt. Außerdem führen sie wöchentliche Reflexionsgespräche durch, bei denen sie ihre Lebensbereiche, Wünsche und Belastungen diskutieren, um eine gerechte Verteilung der Aufgaben und eine gemeinsame Wohlfahrt zu gewährleisten. Sie betonen, dass Trennung nicht als Scheitern interpretiert werden sollte, sondern als natürlicher Prozess, der die wertvollen Erfahrungen aus der Beziehung bewahrt.
Durch ihre Erfahrungen zeigen sie, dass Freiheit und Sicherheit miteinander vereinbar sind und dass Paare durch gegenseitiges Vertrauen, Austausch und regelmäßige Wahrnehmung von Werten eine erfüllte Beziehung aufbauen können. Die Geschichte ist eine lebendige Aufforderung, nicht auf perfekte Übereinstimmung zu vertrauen, sondern auf authentische und wachsende Beziehungen zu achten.
FAQs
Durch Offenheit, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Es ist wichtig, dass beide Partner ihre Werte und Vorlieben respektieren und gemeinsam Kompromisse finden, ohne sich gegenseitig zu überdrücken.
Regelmäßige Reflexion hilft, Verständnis für die jeweilige Perspektive des Partners zu entwickeln, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden, um die Beziehung langfristig zu stärken.
Durch offene Kommunikation und Toleranz. Beide Partner können ihre Bedürfnisse und Werte teilen und erkennen, dass es keine vollständige Übereinstimmung geben muss, solange beide sich respektvoll fühlen.
Beide Partner können ihre eigene Lebensführung leben, ohne sich unter Druck zu fühlen. Sicherheit entsteht nicht durch Einheit, sondern durch gegenseitigen Respekt und das Vertrauen, dass der andere seine Werte wertschätzt.
Es ermöglicht eine regelmäßige Wiederfindung des Zusammenhängs und die Möglichkeit, zu überprüfen, ob die Beziehung weiterhin für beide Partner Sinn macht und was sich im Laufe der Zeit verändert hat.
Durch die Anerkennung von individuellen Stärken und der Bereitschaft, gemeinsam zu planen. Es ist wichtig, dass beide Partner ihren eigenen Lebensraum haben, aber auch Raum für gemeinsame Erfahrungen schaffen.
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