Wir-Gefühl stärken: Mit diesen 5 Tipps festigt ihr die Zugehörigkeit in eurer Beziehung!
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Das Wir-Gefühl ist das zentrale Gefühl der emotionalen Verbundenheit und Zugehörigkeit in einer Partnerschaft. Es entsteht durch gegenseitige Anerkennung, Unterstützung, Vertrauen und gemeinsame Ziele, nicht durch festgelegte Regeln oder Paarzeit. Wenn das Wir-Gefühl nachlässt, entstehen Kommunikationsprobleme, fehlende Paarzeit, Kompensationsverhalten und Verletzungen, die eine Konfliktspirale auslösen. Ursachen wie fehlende Anerkennung, ungleiche Aufgabenverteilung oder das Gefühl der Entfremdung können das Zugehörigkeitsgefühl schädigen. Die Wiederherstellung des Wir-Gefühls erfordert eine strukturierte Reflexion: die Aufarbeitung vergangener Verletzungen, die Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsrahmens und die Einhaltung von Systemgesetzen wie Zugehörigkeit kein Ausschluss, Anerkennung und ausgewogene Unterstützung. Gleichzeitig spielt die gemeinsame Zukunftsbildung eine entscheidende Rolle – durch klare Visionen und gemeinsame Ziele wird das Fundament für eine stabile Beziehung gestärkt. Der Podcast betont, dass das Wir-Gefühl nicht automatisch wächst, sondern aktiv gefördert werden muss. Wenn Partner merken, dass das Gefühl verloren geht, sollten sie auf die Ursachen eingehen, offen kommunizieren und gemeinsam an einer Wiederherstellung arbeiten. Das ist besonders wichtig, um Verletzungen zu vermeiden und eine langfristig gesunde, glückliche Beziehung aufzubauen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen.
In dieser Folge geht es um das Thema Wir-Gefühl-Stärken.
Mit diesen fünf Tipps festigt ihr die Zugehörigkeit in eurer Beziehung.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Das ist eine Folge, auf die ich mich schon ehrlich gesagt gefreut habe, weil das eine Folge ist, die sich gewünscht worden ist von einem Paar im Coaching bei mir.
Und ich das jetzt auch gerne aufnehme, weil sie auch gesagt haben, sie glauben, dass das vielen Paaren helfen könnte und ich fand die Idee total cool.
Und deswegen haben wir einmal die Folge über das Wir-Gefühl.
Was ist mit Wir-Gefühl gemeint?
Die emotionale Verbundenheit und das Bewusstsein, dass man als Paar eine Einheit bildet.
Dass da eine tiefe emotionale Verbundenheit besteht, dass man sich eins fühlt, dass man ein gesundes Fundament hat und eine glückliche Beziehung.
Die Einheit kann verschiedene Aspekte auch noch umfassen, wie zum Beispiel das Vorhandensein von gemeinsamen Zielen und Interessen, eine gesunde Kommunikation.
Aber auch das Gefühl, dass man gegenseitig unterstützt und ein tiefes Gefühl von Vertrauen hat.
Ausgeprägtes ist natürlich ganz unterschiedlich.
Also es gibt nicht das Wir-Gefühl muss so und so sein, das kann einfach von Paar zu Paar unterschiedlich sein.
Wichtig ist aber, dass beide ein angemessenes Maß an Wir-Gefühl empfinden.
Also dass man sich unterstützt und respektiert und wertgeschätzt fühlt in der Beziehung.
Und wir möchten euch deswegen in dieser Folge einmal zeigen, was man tun kann, wenn das Wir-Gefühl manchmal nachlässt und wie man sich als Paar wieder stärken kann.
Ich glaube, du hast den Rekord gebrochen.
Das war die längste Einleitung überhaupt im Podcast.
Die längste Einleitung in einem Podcast.
Man merkt, dass das Thema dir liegt und du dich da wirklich drauf gefreut hast, diese Folge zu machen. Das ist doch schön.
Also geht es darum, dass ein Wir-Gefühl, hattest du gesagt, ist nicht festgeschrieben, wie das genau auszusehen hat.
Das ist ja bei einem Gefühl sowieso schwierig.
Es geht darum, dass es für beide sich stimmig anfühlt.
Dass beide sagen, Mensch, habe ich ein gutes, ein rundes Gefühl zu, fühlt sich alles bei mir passend an, ich fühle Verbundenheit.
Genau, ich glaube, das hat auch ganz viel mit der eigenen Autonomie zu tun.
Also inwieweit man selber das Wir-Gefühl für sich braucht und in welchem Ausmaß.
Also es kann durchaus ein Paar ein starkes Wir-Gefühl haben in einer Fernbeziehung.
Wo andere wieder sagen würden, da hätte ich eher das Gefühl, ich bin allein.
Weil ich habe ja meinen Alltag so ein bisschen alleine.
Wie kann denn da ein Wir-Gefühl sein?
Und für andere kann das zuteil stimmig sein.
Also es geht wirklich um das Gefühl und nicht um Werte wie so und so viel Paarzeit, die und die Aufteilung, die Unterstützung muss so und so sein.
Sondern das ist ja ein Gefühl, wie du sagst.
Und das kann man schwer messen, inwieweit das stimmig oder unstimmig ist.
Man kann es an dem Beispiel recht schnell verdeutlichen.
Also wenn jemand in der Fernbeziehung ist mit dem guten Wir-Gefühl.
Mhm.
Und der eine erlebt.
Er erlebt was, was ihn emotional belastet und der ruft den anderen an und sagt, Mensch, ich habe da gerade ein Thema, das belastet mich emotional.
Lass mal drüber telefonieren oder einen Videocall drüber machen.
Ich möchte einfach, dass wir das mal teilen.
Und der andere ist offen dafür und man bespricht das.
Dann sind die im Wir-Gefühl verbunden.
Und du kannst wiederum ein Paar haben, was zusammenlebt, im gleichen Haushalt und im gleichen Alltag hat.
Und der eine erlebt was, was ihn emotional belastet und der erzählt es dem anderen nicht in dem Gefühl, den interessiert es ja sowieso nicht.
Dann ist da kein Wir-Gefühl da.
Und das heißt, das ist jetzt unabhängig davon, wo man sich irgendwie zeitlich, räumlich aufhält.
Sondern es geht eher darum, fühle ich mich so verbunden mit dem anderen, dass ich ihm die Dinge erzählen mag, dass derjenige zuhört, funktioniert auch sprechen, anerkennen, was ist und so weiter.
Genau, da ist ja auch der nächste Punkt jetzt entscheidend.
Also wir schauen mal auf das Problem.
Wenn das Wir-Gefühl nachlässt, was für Ursachen kann es haben?
Der erste Punkt sind Kommunikationsprobleme.
Also wenn man Missverständnisse erzeugt, aneinander vorbeiredet, Anerkennung nicht so funktioniert.
Das ist etwas, wo das Wir-Gefühl nachlassen kann.
Da sind so die Metaprogramme ganz wichtig.
Wie filtert man selber?
Wie filtert der andere?
Und kommen meine Botschaften überhaupt an?
Beziehungsweise verstehe ich überhaupt die Botschaften des anderen?
Und wenn dort regelmäßig Missverständnisse in der Kommunikation entstehen, die dann auch vielleicht noch zu Verletzungen führen,
dann kann das Wir-Gefühl entsprechend schwinden.
Ein weiterer Punkt kann auch fehlende Momente der Zweisamkeit sein.
Also fehlende Momente in dem Sinne von zum Beispiel qualitativ gute Paarzeit.
Das kann sein, indem man vielleicht das Lebensereignis hat, dass Kinder mit dazu kommen,
dass die Paarzeit immer weniger ist, dass man es geführt.
Man kann gar nicht mehr in Ruhe ein Gespräch führen, weil man einfach jetzt da Kinder mit am Tisch sitzen hat,
die auch erzählen wollen.
Dass es keine Paarzeit gibt, in dem man selber sich emotional austauschen kann
und irgendwann das Gefühl hat, man hat andere Gesprächspartner eher noch an der Seite,
wie zum Beispiel die Mutter, die Schwester, eine Freundin, einen Kumpel.
Und man diese emotionale Verbundenheit mit der Person nicht mehr herstellen kann.
Und dann, wenn ich emotional natürlich nicht verbunden bin, weil ich das mit anderen Leuten kompensiere,
habe ich auch wenig Wir-Gefühl.
Das ist auch ein spannender Punkt.
Das Kompensieren.
Man kennt das ja dann manchmal, dass jemand sich ganz viel mit einer Freundin, einem Freund austauscht.
Und man denkt, Mensch, das sind doch Themen, die gehören doch zum Partner, zur Partnerin.
Und nicht jetzt zu irgendeiner Freundin, mit der man das bespricht.
Dann merkt man dann eben, dass dieses Wir-Gefühl in der Partnerschaft nicht so groß ist, nicht so da ist,
dass man das in der Partnerschaft wirklich besprechen kann.
Und was dahin führt, sind auch ganz. Regelmäßig Systemgesetzverletzungen, also ungute Gefühle, die durch Streit, durch Konflikte entstehen, durch Uneinigkeit.
Eigentlich so das Kernthema, was wir ja häufig in den Coachings haben, dass einfach Konflikte dazu führen,
dass man eben ungute Gefühle entwickelt, wie Wut, Ärger, Traurigkeit.
Und wenn so ein Gefühl da ist, dann nimmt das das Wir-Gefühl.
Also man hat typischerweise mit jemandem, auf dem man wütend ist, eher kein Wir-Gefühl,
sondern hat dann eher ein Ich-Du.
Außer mit dem man zusammen, das fand ich ganz spannend, habe ich letztens gelesen,
dass eine große Verbundenheit zwischen Partnern, also Beziehungspartnern entstehen kann,
wenn man gemeinsam wütend, gemeinsam traurig ist.
Also über ein Ereignis, über eine Person und so weiter.
Das natürlich ein starkes Fehlgefühl macht.
Aber wie du schon sagst, wenn man auf die Person natürlich wütend ist,
aufgrund einer Verletzung ist es genau andersrum.
Genau, also aufeinander wütend sein ist schlecht.
Wenn man das wieder gemeinsam macht über jemand anderen,
dann führt das zu mehr Zugehörigkeit.
Das sind ja die Hebel, die ja auch häufig so in der Gesellschaft funktionieren.
Also wenn man gemeinsam über jemanden lästert, ist man ja gemeinsam im Wir-Gefühl.
Deswegen wird ja so häufig gelästert, weil es ein Wir-Gefühl erzeugt.
Aber es wäre ja eigentlich schöner, wenn man ein Wir-Gefühl herstellen könnte,
ohne dass man jemand anderen damit verletzt, weil man über den lästert.
Genau.
Und der letzte Punkt ist fehlende Unterstützung und Hilfsbereitschaft.
Dass man einfach merkt,
man,
unterstützt sich gegenseitig nicht mehr.
Das ist Themengesetz Nummer drei.
Das ist da häufig auch ein Thema, ne?
Fehlender Ausgleich von Geben und Nehmen.
So in einer ist geführt, ich mache ja alles.
Über Spitz gesagt.
Und der andere macht gar nichts.
Dass das natürlich auch ein Gefühl machen kann von,
ich bin Einzelkämpfer, ich mache das Ding hier alleine.
Wir nennen das auch mal gerne so eine Art Frontenbildung gerne in der Familie.
Dass die Kinder und eine Person auf der einen Seite stehen
und der Ausschluss dann bei der anderen Person ist.
Und ja, man sich die Unterstützung zwar immer wieder wünscht
und die Hilfsbereitschaft,
aber das nachher am Ende auch gar nicht mehr richtig zulassen kann,
weil man auf das Wir-Gefühl gar nicht vertrauen kann.
Und so entsteht ein Kreislauf.
Also durch ungute Gefühle wie Wut, Trauer, Angst, Hilflosigkeit, Ärger
geht das Wir-Gefühl nach und nach verloren.
Und dass man merkt, dass das Wir-Gefühl immer weniger wird
und dadurch zum Beispiel gewisse Dinge, die wir eben schon nannten,
wie die Kommunikationsprobleme, Zweisamkeit, Unterstützung,
Hilfsbereitschaft immer weniger werden,
entstehen noch mehr Verletzungen und neue Verletzungen.
Das heißt, es geht in eine Konfliktspirale hinein,
die es gilt dann entsprechend zu unterbrechen.
Viele sagen auch, sie fühlen sich emotional entfremdet.
Also wir leben hier wie in einer Wohngemeinschaft nur noch zusammen.
Der Vorwurf ist dann häufig,
dich interessiert das ja nicht, was ich mache.
Und man merkt einfach,
eine tiefe Unzufriedenheit in der Beziehung,
die spürbar, wie du sagst, schon zunimmt.
Was sind die Folgen?
Die Folgen sind vielfältig.
Also die wichtigste Folge ist sicherlich einmal diese Konfliktspirale,
in die man hineingerät.
Und es entsteht eine emotionale Belastung.
Die Partner fühlen sich einsam, unverstanden, vernachlässigt.
Das kann zu Angst führen.
Gerade wenn jemand vielleicht schon so eine gewisse Verlustangst
oder Vorerfahrung hat, kann das Ängste machen.
Angst vor Trennung, Angst vor dem Alleinsein.
Es kann aber auch zu Frustration beitragen.
Und ja, es nehmen in dieser Konfliktspirale dann die Auseinandersetzungen und Konflikte zu.
Und was dann auch noch passiert, wenn die Konflikte zunehmen, ist, dass die Bereitschaft zur Kompromissfindung immer weniger wird.
Also eher so ein Gegeneinander. Ich mache mein Ding, ich möchte keinen Kompromiss eingehen, ich fühle mich schnell benachteiligt.
Ja, oder warum soll ich dann für den anderen zurückstecken sozusagen. Das ist dann das Gefühl, warum soll ich mich zurücknehmen, warum soll ich die Bedürfnisse und Wünsche des anderen achten.
Man findet dann innerlich so immer für sich Beispiele, wo der andere das ja für einen auch nicht gemacht hat.
Also dieses Gefühl, manchmal ist das bewusst, aber auch sehr häufig unbewusst, dass dann dieses Gefühl entsteht, weil jemand in den letzten zwei Wochen keine Hilfe angeboten hat.
Mensch, ich werde nicht gesehen, wenn ich Hilfe brauche.
Wenn ich Unterstützung brauche, warum soll ich jetzt auf die Bedürfnisse des anderen eingehen, der hier gerade einen Kompromiss vorschlägt.
Und so entsteht dann so ein Ping-Pong-Spiel und auch eine weitere Abwärtsspirale im Wir-Gefühl und in der Zufriedenheit der Beziehung.
Ich finde das immer sehr spannend, das Wir-Gefühl, weil eigentlich mein Eindruck ist, dass es ja etwas ist, was jeder Mensch gerne möchte.
Also wir möchten uns ja zu Menschen verbunden fühlen. Wir möchten im Wir-Gefühl leben.
Für viele besteht ja auch.
So das höchste Ziel in der Familie, dass wir eine starke Familie sind, dass es ein starkes Wir-Gefühl gibt, eine starke Zugehörigkeit.
Aber wie wenig denn oft ein wirkliches Wir-Gefühl da ist.
Also ich erlebe das in Coachings sehr häufig, dass, wenn wir auf die Zeitlinie schauen, man schon sehr gut an gewissen Punkten festmachen kann, dass die Personen sagen, ja hier habe ich gemerkt, hat das Wir-Gefühl aufgehört.
Also nach der Verletzung bin ich innerlich so ausgestiegen und habe gedacht, okay, wir sind nicht mehr in der Einheit, dann mache ich mein Ding jetzt alleine.
Und dass es den Menschen unwahrscheinlich schwerfällt, wieder in das Wir-Gefühl reinzukommen, weil man dann denkt, oh, da müsste ich jetzt ja investieren und dann begebe ich mich in so eine große Verletzbarkeit.
Und immer sagt, ja, wenn du den ersten Schritt jetzt gemacht hättest damals, dann hätte ich ja nachgezogen.
Aber immer so die Frage ist, wer geht den ersten Schritt?
Ja, das ist so die Folge, die wir jetzt letztens notiert haben.
Also das Gefühl der Stagnation und im Unglück, dass das eben so bleibt.
Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, bei dem viele aussteigen, dass sie irgendwann versuchen, gewisse Dinge zu klären, ihre Gefühle beschreiben und keine Anerkennung finden.
Dass der andere das nicht ernst nimmt, was man da beschreibt, wie es einem geht, das nicht so sieht, nicht darauf eingeht und dann dieses Gefühl der Hilflosigkeit so großfindet.
Dass man eben auch sagt, Mensch, dann steige ich aus diesem Gefühl jetzt aus.
Weil dieses Wir-Gefühl macht dauernd Verletzungen, weil ich möchte Dinge klären, lösen, Kompromisse finden, ich spreche die Dinge an, der andere kann es nicht anerkennen.
Dann steigt jemand aus, ne?
Ja.
Dann ist es leichter, Ich-Du-Denken zu haben, dann hat man weniger Erwartungen, weniger Wünsche, weniger Bedürfnisse, die man dem anderen so entgegenbringt.
Und wenn man weniger Erwartungen an den anderen hat, dann wird man auf jeden Fall. Weniger verletzt und weniger enttäuscht.
Ja.
Das ist immer ganz spannend, wenn man auch schnell auf die Identitätsebene geht.
Also der andere ist halt so.
Den kann man nicht mehr ändern.
Die Brillen sind ganz stark, ne?
Genau.
Das ist aus meiner Sicht ein gefährlicher Punkt, denn das ist der Punkt, wo ich in Coachings erlebe, dass insbesondere bei Frauen das so ist, dass die dann im nächsten Step anfangen, innerlich zu kündigen.
Ja.
Und sich auf so eine innere Trennung vorzubereiten, das ist ein Prozess, der so sechs Monate bis zwei Jahre häufig dauert, bis jemand dann wirklich abschließend ausspricht, ich trenne mich.
Und der Mann in der Zeit das nicht so richtig wahrnimmt und nicht sehen kann.
Ja, die meckert so ein bisschen, ne?
Genau, das ist so das, was man wahrnimmt.
Aber eigentlich ist es ja noch okay.
Die macht ja noch alle Aufgaben.
Genau, läuft soweit.
Ja.
Und dann spricht die Frau die Trennung aus und der Mann ist voll. Vollkommen überrascht.
Ja.
Es fällt der Groschen, es macht Klick im Kopf und der Mann kommt ins Kämpfen und will das Ding rumreißen, verändert super vieles.
Alles.
Geht auf alles ein, was bisher gewesen ist und versteht nicht, dass das nicht mehr reicht.
Und sagt ja dann häufig auch, ich finde das so gemein und ungerecht, dass du unserer Beziehung nicht mal mehr eine Chance nochmal gibst.
Dabei gab es ganz viele Chancen, nur die hat der Mann eben in dem Fall ja nicht gehört.
Ja, das Wissen, sagt er.
Also jetzt habe ich doch das Wissen, das ist doch gemein, jemanden jetzt, wo er das Wissen hat, nicht die Chance zu geben.
Die Frau sagt ja, aber es ist auch gemein, jemandem nicht zuzuhören und immer nur das abzuschmettern und nicht auf die Bedürfnisse einzugehen, wenn man das drei, vier, fünf Mal immer wieder sagt, ne?
Und es ist tatsächlich, deswegen erwähnen wir es so, meistens in der Konstellation, dass die Frau innerlich sich auf die Trennung vorbereitet, versucht hat, was auszusprechen, der Mann das nicht so annehmen konnte.
Und dann entsteht genauso diese Konstellation. Ich überlege gerade, ob ich es schon mal andersrum hatte.
Ich glaube…
Ich hatte es noch nicht andersrum, fällt mir gerade ein. Fällt mir jetzt also nicht so spontan jemand ein.
Ne, spontan fällt mir auch kein Mann ein, der lange Zeit sich innerlich so mit der Trennung beschäftigt und dann die Trennung ausspricht und die Frau kommt ins Kämpfen.
Das habe ich eher nicht in meinen Coachings. Also es ist eher wirklich so, wie wir es beschreiben.
Deswegen ist besonders wichtig, wenn jemand sein Gefühl ausspricht, dass man es anerkennt, ernst nimmt und wenn das nicht reicht, dann ist wichtig, dass man in dem Fall als Frau die natürliche Konsequenz aufzeigt.
Also dass man diesen Trennungsprozess aufzeigt und sagt, pass mal auf, ich habe ein paar Mal versucht auszusprechen, dass ich mich total unwohl, unglücklich fühle, nicht gesehen fühle, dass ich das Wir-Gefühl nicht mehr spüre.
Und den Wunsch geäußert, dass wir gemeinsam daran arbeiten und das verändern. Und ich habe ein paar Mal wahrgenommen, dass du das nicht so anerkennen konntest, nicht ernst genommen hast, sagst, das ist alles gut, wir brauchen nichts verändern.
Ich merke, dass ich innerlich mich damit beschäftige, ob es vielleicht besser wäre, sich in Zukunft zu trennen. Das heißt…
Auch das Wort trennen mal auszusprechen.
Trennen auch aussprechen, genau.
Weil das ist ja, das kennzeichnet die natürliche Konsequenz dann zu sagen, also ich merke, werden wir nichts verändern?
Wird ich mich irgendwann…
In den nächsten ein, zwei Jahren trennen müssen, um mich selbst zu schützen, damit es mir wieder gut gehen kann? Ich will das aber gar nicht. Ich will doch, dass wir daran arbeiten, denn jetzt ist noch die Chance und die Möglichkeit, aber wenn wir jetzt weiter warten, dann wird diese Chance nicht mehr kommen.
Weil wenn innerlich der Trennungsprozess abgeschlossen ist, dann geht es nur noch darum, wann hat man den Mut, das noch zu sagen, weil man weiß, dass man den anderen verletzen will.
Ja.
Das heißt, es dauert noch ein bisschen und man kapselt sich.
Da falle ich noch mehr ab. Und dann kommt das häufig auch, das beschreiben die Männer, mit einer sehr deutlichen Härte.
Ja.
Dann ist die Frau sehr hart in dem, was sie ausspricht, weil eben dann die Schutzmauer hochgefahren ist.
Auch schnell in den Schritten nachher, ne?
Schnell in den Schritten, genau.
Ja.
Also, das Wir-Gefühl, wenn ihr merkt, das geht verloren, auch ihr, liebe Männer, nehmt das sehr ernst.
Das sind Vorboten davon, dass sich eure Beziehung irgendwann relativ dramatisch, krisenhaft für euch entwickelt.
Und ihr bekommt das vielleicht gar nicht mit, wenn eure Frau vergebens versucht hat, euch zu sagen, dass sie sich nicht wohlfühlt und das bei euch nicht ankommt.
Dann ist es nicht dadurch gut, dass sie nichts mehr sagt.
Die Wahrscheinlichkeit ist da, dass es eben nicht gut ist, weil sie nichts mehr sagt, sondern sie resigniert hat.
Also nehmt das Gefühl sehr, sehr ernst.
In unserem Blogartikel gehen wir nochmal ganz detailliert auf dieses Thema ein und haben für euch die wichtigsten Aspekte zusammengefasst,
so dass ihr genau diese Dinge nochmal nachlesen könnt.
Wir wollen jetzt auf unsere fünf Tipps eingehen, um das Wir-Gefühl zu stärken.
Und wenn ihr merkt, dass das ein Thema bei euch ist und es euch schwerfällt, auszusprechen, anzukennen, was ist ins Wir-Gefühl zurückzukehren,
vielleicht auch nachdem ihr Kinder bekommen habt und merkt, hey, wir sind ein total gutes Elternpaar,
aber unser Wir-Gefühl, unser Liebespaar-Gefühl ist so nicht mehr so da, da wollen wir gerne zurück.
Dann meldet euch ganz gerne bei uns fürs Telefonische Erstgespräch.
Gerne unterstützen wir euch dann im Coaching.
Kommen wir einmal zu den fünf Tipps, um das Wir-Gefühl zu stärken.
Der erste Tipp ist, Systemgesetzverletzungen und Konfliktthemen einmal aufzulösen.
Wir machen das mit der System-Empowering-Methode, also wir kehren zurück an den Punkt, wo war es mal gut
und schauen ganz chronologisch dann immer weiter nach vorne und schauen, wann kam sozusagen der Stein ins Rollen
für diese emotionale Entfernung voneinander, wann gab es die ersten Konfliktthemen,
die das Wir-Gefühl stark beeinflusst haben und schieben den Punkt immer weiter in die Gegenwart,
um auch jede einzelne Verletzung anzuerkennen und zu sehen, was hat das für ein Gefühl bei der Person ausgelöst.
Wir haben schon ganz viel über die System-Empowering-Methode ja auch in den anderen Podcast-Folgen gesprochen.
Einiges dazu könnt ihr auch in dem kostenlosen Kurs schon über die System-Empowering-Methode dann erfahren.
Und ein wichtiger Bestandteil im Lösen von Verletzungen ist, dass man bei jeder Verletzung,
ja auch schaut, wie hätte man mit dem Wissen von heute gehandelt, damit diese Verletzung nicht entsteht.
Und damit hat man ja auch sozusagen. seine Empfehlung, sein Handlungsbuch vor sich, was kann ich in Zukunft verändern, damit keine neuen Verletzungen entstehen.
Das heißt, man geht auch gleich darauf ein, wie kann man jetzt präventiv dafür sorgen,
dass das Fundament auch wirklich stabil bleibt und man diese Verletzungen nicht erneut auslöst.
Punkt zwei ist die Kommunikation verbessern, also richtig zuhören, offen über Bedürfnisse reden,
keine Vorwürfe, stimmige Kompromisse finden, einen richtigen Gesprächsrahmen haben,
wenn man über wichtige Dinge spricht, also Verletzungen lösen möchte, Feedback geben möchte,
dass man sich regelmäßig selbst reflektiert und auch in der Partnerschaft reflektiert, geht es uns gut miteinander.
Und das nicht im Tür- und Angegespräch, also nicht nur zwischendurch, ja sonst alles klar,
sondern auch wirklich mal sich den Raum nimmt für die Zeit miteinander.
Da sind wir eigentlich auch schon beim Punkt drei.
Im Alltag mehr Zeit füreinander nehmen, Momente, ungeteilte Aufmerksamkeit erschaffen.
Also da auch zu schauen, wie können wir auch in tiefe Gespräche überhaupt über Ziele,
über vielleicht auch den Sinn des Lebens kommen.
Und das ist natürlich schwierig, wenn einfach zum Beispiel Kinder dabei sind,
wenn man immer nur so kurze Essenspausen als Paar hat, wo man sich mal austauscht.
Und es ist vielleicht am Anfang der Beziehung, da sind Paare immer ganz großzügig,
da hat man noch lange Spaziergänge.
Da gibt man sich noch richtig Mühe und häufig wird dann immer mehr gekürzt.
Und in der Kürze ist es halt auch schwierig, ein Wehrgefühl aufzubauen.
Es erinnert mich gerade an ein Paar, die gesagt haben, wir gehen regelmäßig essen und können uns austauschen.
Und dann im Laufe des Coachings kam raus, sie gehen mit ihren zwei Kindern regelmäßig essen.
Dann haben wir mal kurz zusammen überlegt, was der Unterschied ist,
wenn man mit zwei Kindern mit Alter von sechs und acht mal in die beiden essen geht.
Und wie wäre das Essengehen alleine?
Und dann haben die beiden festgestellt, oh, da ist doch mehr Unterschied als gedacht,
weil dann einer sagte, naja, aber ganz ehrlich, wir sind doch dabei, noch sehr viele Bedürfnisse zu decken,
wie wer möchte was gleich danach erledigen noch oder wer möchte was essen und stimmt das alles hier so
und hast du noch was zu lesen dabei und so weiter.
Und die schon gesagt haben, denn ja, über uns sprechen wir ehrlich gesagt weniger,
wir machen ja mehr was als Familie, also wir sprechen über die Familie, unsere Familien,
unsere Ziele, aber das stärkt halt das Wir-Gefühl als Familie, aber nicht das Wir-Gefühl als Paar.
Und beides wird gebraucht, das Wir-Gefühl als Paar, weil das Paar ist das Hauptfundament dafür,
dass das Wir-Gefühl in der Familie funktioniert.
Dann ist wichtig, dass ihr die Systemgesetze im Alltag berücksichtigt,
insbesondere das erste Systemgesetz.
Das ist wirklich eine sehr hilfreiche Anleitung für,
einen guten Umgang miteinander und wo man sehr gut schauen kann,
wie kann ich mich so verhalten, dass ich möglichst keine Verletzung verursache,
sondern mich im Wir-Gefühl aufhalte.
Systemgesetz 1 ist, Zugehörigkeit kein Ausschluss.
Das zeigt ja eben genau dieses Wir-Gefühl.
Da steckt zum Beispiel auch sowas drin wie gemeinsame Entscheidungen treffen,
weil es ist eben nicht förderlich fürs Wir-Gefühl, wenn eine alleine eine Entscheidung trifft,
ohne den anderen, obwohl das eben beide betrifft.
Dann ist es wieder ein Ich-Du-Denken, das heißt gemeinsame Entscheidungen treffen,
Zeit miteinander verbringen.
Dann das zweite ist Anerkennung, Wertschätzung, Respekt.
Auch ganz wichtig, dass man das einhält.
Das trägt auch alles zum Wir-Gefühl positiv bei, dass es beiden gut miteinander geht.
Ausgleich von Geben und Nehmen ist das dritte.
Dass sich alles so ausgeglichen anfühlt, wo man so ein Konto führen könnte.
Solche Sachen.
Und natürlich Systemgesetz 9, um mal so ein paar zu überspringen.
Aussprechen und anerkennen, was ist.
Dass man eben, wenn man sich verletzt fühlt, wenn man Feedback geben möchte,
dass man das ausspricht und der andere das anerkennt, dass das Gefühl da ist.
Gemeinsam man dafür sorgt, dass man das löst und somit auch zu stimmigen Kompromissen findet.
Man aber auch das Commitment hat, dass man stimmige Kompromisse finden möchte,
dass man miteinander spricht, dass man sich reflektiert.
Und der letzte Punkt, gemeinsame Ziele und Visionen für die Zukunft entwickeln.
Ein Wir-Gefühl entsteht auch, indem man gemeinsam
in die Zukunft blickt und sagt, was ist das Verbindende für die Zukunft?
Also nicht nur, was ist das jetzt, sondern wo wollen wir hin?
Damit man auch weiß, worauf man hinarbeitet, was einen verbindet, worauf man sich freuen kann.
Das stärkt auch das Wir-Gefühl.
Ja, so ein gemeinsamer Sinn.
Dafür sind wir da, das machen wir oder das gemeinsame Ziele, das wollen wir zusammen erleben.
Dann hat man da natürlich einen großen Motivator, gemeinsam was zu machen.
Ja, das war unsere Folge zum Thema Wir-Gefühl.
Wir hoffen, dass ihr dort einiges für euch mitnehmen konntet.
Und jetzt nochmal auf euer Wir-Gefühl schaut, euch reflektiert und guckt,
wie könnt ihr dort gemeinsam euer Fundament und damit auch euer Wir-Gefühl als Paar
und nicht nur als Familie stärken.
Wenn ihr es als Paar stärkt, werdet ihr es automatisch auch als Familie stärken.
Wenn ihr merkt, dass das ein Thema ist, was euch betrifft und wo ihr nicht so richtig wisst,
wo ihr ansetzt.
Und sollt und habt das Gefühl, Unterstützung würde euch da sehr gut tun,
dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Und dann arbeiten wir mit euch gemeinsam systematisch am Wir-Gefühl.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Das Wir-Gefühl bezeichnet die emotionale Verbundenheit und das Gefühl der Einheit in einer Beziehung, das durch gegenseitige Unterstützung, Anerkennung und Vertrauen geprägt ist.
Es kann sich je nach Lebenssituation unterschiedlich ausprägen, aber entscheidend ist, dass beide Partner ein angemessenes, stimmiges Gefühl der Zugehörigkeit empfinden.
Kommunikationsprobleme, fehlende Paarzeit, Kompensationsverhalten und fehlende Unterstützung führen zu einem Verlust des Wir-Gefühls und können eine Konfliktspirale auslösen.
Ungute Gefühle wie Wut oder Traurigkeit verzerren das Wir-Gefühl, während gemeinsames Wut- oder Trauererleben im Rahmen eines gemeinsamen Erlebens das Zugehörigkeitsgefühl stärkt.
Systemgesetze wie Zugehörigkeit kein Ausschluss, Anerkennung und Ausgleich von Geben und Nehmen bilden das Fundament für ein stabiles Wir-Gefühl.
Die Wiederherstellung des Wir-Gefühls erfordert die Aufarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und die Entwicklung gemeinsamer Ziele und Zukunftsvisionen.
Ein mangelhafter Austausch über Bedürfnisse und eine fehlende emotionale Aufmerksamkeit im Alltag führen zu einer Abnahme des Zugehörigkeitsgefühls.
Das Trennen oder das Verlassen der Beziehung ist oft ein Ergebnis der inneren Entfremdung, wenn die Kommunikation und Anerkennung lange nicht mehr funktionieren.
Summary:
Das Wir-Gefühl ist das zentrale Gefühl der emotionalen Verbundenheit und Zugehörigkeit in einer Partnerschaft. Es entsteht durch gegenseitige Anerkennung, Unterstützung, Vertrauen und gemeinsame Ziele, nicht durch festgelegte Regeln oder Paarzeit. Wenn das Wir-Gefühl nachlässt, entstehen Kommunikationsprobleme, fehlende Paarzeit, Kompensationsverhalten und Verletzungen, die eine Konfliktspirale auslösen.
Ursachen wie fehlende Anerkennung, ungleiche Aufgabenverteilung oder das Gefühl der Entfremdung können das Zugehörigkeitsgefühl schädigen. Die Wiederherstellung des Wir-Gefühls erfordert eine strukturierte Reflexion: die Aufarbeitung vergangener Verletzungen, die Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsrahmens und die Einhaltung von Systemgesetzen wie Zugehörigkeit kein Ausschluss, Anerkennung und ausgewogene Unterstützung. Gleichzeitig spielt die gemeinsame Zukunftsbildung eine entscheidende Rolle – durch klare Visionen und gemeinsame Ziele wird das Fundament für eine stabile Beziehung gestärkt.
Der Podcast betont, dass das Wir-Gefühl nicht automatisch wächst, sondern aktiv gefördert werden muss. Wenn Partner merken, dass das Gefühl verloren geht, sollten sie auf die Ursachen eingehen, offen kommunizieren und gemeinsam an einer Wiederherstellung arbeiten. Das ist besonders wichtig, um Verletzungen zu vermeiden und eine langfristig gesunde, glückliche Beziehung aufzubauen.
FAQs
Das Wir-Gefühl bezeichnet die emotionale Verbundenheit und das Gefühl, als Paar eine Einheit zu bilden. Es entsteht durch gegenseitige Unterstützung, Vertrauen, gemeinsame Ziele und ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit.
Das Wir-Gefühl ist subjektiv und variiert von Paar zu Paar. Es hängt von individuellen Werten, Lebenssituationen und den persönlichen Erfahrungen ab. Ein Paar kann in einer Fernbeziehung starkes Wir-Gefühl haben, während andere es in einer gemeinsamen Lebenssituation fehlen fühlen.
Ursachen sind Kommunikationsprobleme, fehlende Zweisamkeit, gegenseitige Verletzungen, fehlende Unterstützung und Systemgesetzverletzungen wie ungleiches Geben und Nehmen oder Mangel an Anerkennung.
Wenn Konflikte wiederholend auftreten, führen sie zu negativen Gefühlen wie Wut oder Traurigkeit, was das Wir-Gefühl schmälert. Dies führt zu einem Kreislauf von Verletzungen, Mangel an Vertrauen und zunehmender Entfernung.
Man löst Konflikte auf, verbessert die Kommunikation, schafft mehr gemeinsame Zeit, befolgt Systemgesetze wie Zugehörigkeit und Anerkennung, und entwickelt gemeinsame Ziele für die Zukunft.
Anerkennung stärkt das Vertrauen und das Gefühl der Wertschätzung. Wenn Partner sich gegenseitig sehen und wertschätzen, entsteht eine stabile emotionale Verbindung und das Gefühl der Zugehörigkeit wird gefestigt.
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