Wieviel Zeit sollte man in einer Beziehung miteinander verbringen? DAS sagen wir jedem Paar in der Paartherapie! #271
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In der Diskussion wird gezeigt, wie Paare in stressigen oder komprimierten Zeitlichten eine emotionale Nähe bewahren können. Kurze oder überlastete Termine führen oft zu einer funktionellen, aber emotionalen Distanz, wo Gefühle und Wünsche untergehen. Stattdessen wird betont, dass stimmige Beziehungen entstehen, wenn Partner sich kreativ und offen gegenseitig erkennen und akzeptieren. Unterschiede in Persönlichkeit – wie Introvertiertheit oder Extrovertiertheit – sind normal und können durch gemeinsame, kreative Aktivitäten wie z. B. ein gemeinsames Mittagsessen im Auto ausgebaut werden. Ein wichtiger Faktor ist der innere Kritiker, der die Kreativität hemmt; durch bewusste Träumerei und mehrfache Reflektion können realistische Lösungen entstehen. Zudem ist es entscheidend, das Beziehungsfundament zu überprüfen, Verletzungen aufzulösen und die gemeinsamen Werte zu klären. Stimmige Beziehungen entstehen nicht durch perfekte Planung, sondern durch kontinuierliche Reflexion, kreative Experimente und das Dranbleiben. Die Wunschbeziehung wird langfristig durch regelmäßige Gespräche, gemeinsame Reflexionen und die Einführung von kleinen, aber sinnvollen Zeitfenstern gefördert – wie beispielsweise ein gemeinsames Mittagsessen, das durch eine Abholung von der Arbeit ermöglicht wird. Die beiden Partner lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, auch in Zeiten von Zeitmangel, und schaffen so eine dauerhafte emotionale Verbindung, die über die reinen Aktivitäten hinausgeht.
Mir ist gar nicht so wichtig als Frau, was wir genau machen, aber Hauptsache wir erleben es zusammen.
Und es war nie die Erwartung, dass du den gleichen Spaß und die gleiche Freude jetzt daran hast, wie wir es haben.
Sondern du bist ja gekommen, weil. Hätten wir eine halbe Stunde oder 20 Minuten, dann könntest du noch fragen, und wie ging es dir damit?
Aber diese Frage, und wie ging es dir damit, die kannst du nicht mehr stellen, wenn wir nur 5 Minuten haben.
In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, wie du damit umgehen kannst, wenn dein Partner viel Zeit für sich braucht und er, zumindest gefühlt, für alles Zeit hat außer dich.
Wir haben darüber gesprochen, wie groß eine solche Distanz werden kann und warum man sich oft nur noch als funktionales Team fühlt.
Heute wollen wir in der Tiefe erklären, wie ihr wieder in ein stimmiges Verhältnis zwischen Nähe und Distanz findet und eure Wunschbeziehung gemeinsam leben könnt.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Gemeinsame Zeit ist ein gutes Stichwort bei uns auch gerade.
Ich glaube, diese Woche hast du zwei oder dreimal gesagt, jetzt haben wir gar keine Zeit mehr füreinander.
Die Woche war sehr voll.
Ich fand gerade so der Moment der Übergabesituation sozusagen, wo man nochmal zusammen getroffen ist,
ich fand es sehr schmal.
Und auch viel am Abend.
Ich fand die Abendtermine, das war einfach diese Woche, ja, eine volle Woche bisher.
Wiederum muss man sagen, dass das jetzt nicht unsere Standardwoche ist, wie wir sie normal haben,
sondern einfach durch verschiedene Ereignisse sehr komprimiert war.
Ja, dann fällt das gleich besonders auf, dass dann einfach zu wenig Zeit für Gespräche bleibt.
Und deswegen, dass dann immer gut ist, wenn das so Ausnahmewochen bleiben, die man nicht immer wieder hat.
Trotzdem ist es eben auch wichtig, dass so schnell wie möglich,
auch immer zu reflektieren und zu merken, na, das ist nicht der optimale Modus.
Und auf Dauer sollten wir diese Frequenz an Terminen so nicht haben.
Ja, es waren jetzt einige Arzttermine, die einfach auch diese Woche dazukamen, die einfach zeitlich gebunden haben.
Und da fand ich das einfach auch spannend zu erleben, was auch sehr schnell passieren kann,
was ja auch bei unseren Paaren im Coaching immer dann passiert ist, dass die Kommunikation sich auch ein bisschen ändert.
Weil man ja dann. Eher in so einem Tür- und Angelgespräch ist und sagt so, ja, und was ich auch noch schnell erzählen wollte,
das und das und das und die und die Sache ist erledigt, das kann ich jetzt abhacken.
Also dieses Funktionelle, da rutscht man einfach ja automatisch rein.
Man nimmt sich das ja nicht vor, weil man weiß, okay, wir haben jetzt hier nur 10, 15 Minuten.
Und dann geht jeder wieder seines Weges so in die nächsten Aufgaben oder eine in die Kinderbetreuung,
der andere zur Arbeit weiter.
Und das ist natürlich etwas, was auf Dauer gerade so dieses. Liebevolle oder mal den Satz zu Ende sprechen nicht ermöglicht.
Ist ja auch total sinnvoll eigentlich, wenn die Zeit kurz wird, so zu agieren.
Weil nehmen wir so eine Übergabesituation, wo es eben auch darum geht, dass man in den gemeinsamen Haushalt kommt,
dass man die gemeinsame Zeit mit dem Sohn vorher nochmal kurz thematisiert und schaut, was heute noch ansteht oder so.
Dann ist es ja wichtig, wenn es jetzt heute Konflikte mit unserem Sohn gab, dass ich dir davon berichte,
dass du über sein Emotions-. em emotionalen Zustand und seine Herausforderungen des Tages Bescheid weißt.
Weil du jetzt ja anfängst, ihn gleich zu begleiten.
Und wenn er dir Dinge erzählt, ist es ja gut, wenn du weißt, was passiert ist.
Wenn wir jetzt nur 5 Minuten haben, muss ich dir das in der Kürze runterbrechen und du sagst,
alles klar, habe ich verstanden, kann ich jetzt mit umgehen.
Ja.
Das heißt. mein Gefühl und meine Emotionen, die bleiben aus und ich gehe mit diesem Gefühl einfach los und verlasse die Wohnung.
Genau, das sind nur noch die Fakten, die zählen erstmal.
Genau, also schon Gefühl, aber das Gefühl vom Sohn und die Fakten natürlich dazu,
aber kein Gefühl, was ich von mir zeige, was du begleiten könntest, wo du empathisch sein könntest
und wo wir uns miteinander verbinden können, sondern wir machen nur noch eine eher technische Übergabe.
Ja, und ich finde, was ich auch gemerkt habe. in dieser Woche, mir ist das, glaube ich, mindestens zweimal passiert, dass, ja, man selber so in seiner Welt ist.
Ich habe dich, glaube ich, mindestens zweimal diese Woche angerufen, wo du in Meetings warst, jetzt nicht in Coachings,
war das das Handy ja aus, aber so in Meetings warst, wo ich mich gewundert habe, warum du nicht ans Telefon gegangen bist,
wo du im Nachhinein zurückgerufen hast und gesagt hast, Ina, ich bin auch im Meeting.
Und ich dachte so, oh nein, ja, klar, ich hätte ja noch mal gucken können.
Aber. weil man halt so. weil man halt so aufgeteilt ist und weil jeder so seine Herausforderungen in dieser Woche hatte,
so bemerkte ich schnell so, wir sind so in zwei Welten unterwegs, wo ich dachte, ja, logisch.
Und das finde ich ganz spannend.
Und das zeigt ja auch noch mal so diese emotionale Nähe, dass das jetzt nicht etwas ist, was on top kommt,
wo man sagt, oh, das ist ja superschön, dass es da ist, sondern dass das eigentlich so eine Grundlage sein muss in einer Beziehung,
damit diese Verbindung auch aufrechterhalten werden kann.
Also. damit da überhaupt auch was wachsen kann draus.
Ich habe letztens einen Satz gelesen, den könnte man hier gut mit einbringen.
Das ist der Satz, in der Freizeit, also in der Beziehung, sollte man diesen Satz, erst die Arbeit, dann das Vergnügen, drehen.
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit.
Weil wir ja doch irgendwie auf diesen Satz sehr getrimmt sind.
Also erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Wenn ich jetzt zum Beispiel Freizeit mit unserem Sohn habe, dann gibt es ja immer mal Aufgaben, die zu erledigen sind.
Und dann sage ich das auch, lass uns erst die Aufgaben wegarbeiten und dann Spaß zusammen haben.
Weil dann ist das Dove, in Anführungsstrichen, was wir tun müssen, ist schon weg.
Und dann freuen wir uns auf die guten Dinge.
Das ist immer schade, wenn man erst das Schöne macht, aber noch weiß, am Ende muss man noch Aufgaben erledigen,
die vielleicht auch nur so halb Spaß machen.
Aber eigentlich müsste man sich daran gewöhnen, das zu drehen und in der Familie und in der Beziehung häufiger zu sagen,
heute erst das Vergnügen und dann gucken wir, ob noch Platz für die Arbeit ist.
Insbesondere, wenn das Dinge sind. die optional erscheinen.
Also wo jetzt nicht zwingend wichtig ist, dass die Aufgabe heute erledigt ist,
sondern wo ich sagen könnte, wenn die Zeit nicht mehr reicht, kann ich es auch morgen machen.
Und was finde ich auch wichtig ist, nochmal so drauf zu schauen, was viele im Gefühl haben,
was ich auch nachvollziehen kann, dieses, wir finden gar nicht mehr etwas Gemeinsames,
was uns beiden Spaß bringt und dadurch entsteht auch, gerade wenn man Kinder hat, so eine gewisse Distanz.
Also wir sind ja einfach auch unterschiedlich in unserer Beziehung.
Wir sind unterschiedlich in unserer Persönlichkeit und unterschiedlich auch in unseren Vorlieben,
was wir so an unserer Freizeitgestaltung teilweise machen.
Und ich bin ja jemand, ich mag gerne sowas wie, wir gehen gerne mal in den Flohmarkt oder zu Stadtfesten.
So alle das, wo das Leben lebendig ist, da bin ich gerne.
Extrovertiert halt.
Ja, genau, das finde ich einfach schön.
Ich mag zum Osterfeuer zu gehen, ich mag Menschen um mich herum zu haben,
gemeinsam mit Menschen etwas zu machen.
Ich mag das gerne, wenn wir Menschen mal uns zu Hause zum Essen einbringen,
einladen und das alles vorzubereiten.
Tendenziell bin ich ja auch mal eher der Part, der so Sachen plant, weil ich es selber mag.
Und du bist ja eher jemand, wenn ich jetzt sagen würde, okay, lass mal zum Flohmarkt,
da wüsste ich schon, das ist jetzt nicht so das, wo du sagst, ah, super, bringt mir total Spaß.
Da gibt es andere Dinge.
Und ich finde, das ist auch immer die Herausforderung.
Und man kann jetzt sagen, so ja, man muss auch mal was machen, was man nicht mag, na klar.
Aber jeder darf ja auch anders sein.
Und dann zu sagen, ich verzichte jetzt nicht darauf, dass ich das mache.
Und du verzichtest nicht auf deine Sachen, sondern wir gucken, wo können wir uns trotzdem verbinden.
Also gibt es etwas, was beide Anteile deckt?
Das gibt es manchmal nicht immer.
Und wann ist es vielleicht stimmig?
Zu welchen Momenten?
Wenn wir jetzt gerade auf die letzte Woche gucken, wann ist es stimmig?
Dann zu sagen, ja, darauf kann ich mich einlassen, weil das für mich eine entspannte Woche bisher war.
Oder zu sagen, na ja, also die Woche war so anstrengend, da habe ich jetzt keinen Bock irgendwie auf das Stadtfest
oder zum Osterfeuer am Wochenende zu gehen.
Ja, und da, wenn wir draufschauen, wie kann man dort auch, nehmen wir mal das Flohmarktbeispiel,
wie kann man dafür sorgen, dass man das gemeinsam zum Beispiel machen kann?
Weil es ist ja schade, wenn man zu viele Punkte hat, wo beide einfach sagen, das ist nicht meins, da mache ich nicht mit.
Und es gibt natürlich Dinge, da ist das schwieriger, aber es gibt auch Dinge, wo man vielleicht Lösungen finden kann und kreativ wird.
Was können wir tun, lernen, verändern, damit das stimmig geht?
Und ist zum Beispiel zum Flohmarkt zu gehen etwas, was dir natürlich Spaß bereitet, also auf natürliche Art und Weise.
Das ist einfach so, das zieht dich dahin.
Mir nicht.
Jetzt ist also die Frage, was kann ich tun, lernen, verändern oder auch wir als Familie gemeinsam,
damit ich dort auch Spaßfaktoren wahrnehme.
Also was können wir addieren oder wie müssen wir den Rahmen gestalten, dass dort auch bei mir Spaß aufkommt?
Und wenn wir da Lösungen für finden in diesem Kreativwerden,
dann habe ich zwar nicht diesen natürlichen Spaß daran, da hinzugehen, aber das in Summe trotzdem.
Also in Summe habe ich dann trotzdem genug Faktoren.
Bei dir ist es natürlich bei mir ausgedacht quasi.
Bei dir ist es einfach natürliche Begeisterung.
Ich brauche ausgedachte Elemente, die ich hinzufüge, um Begeisterung zu erleben.
Oder was man auch arbeiten kann, ist eine Form von Belohnung, dass man sich selbst dafür belohnt, das gemacht zu haben.
Das ist so ein Thema, was es auch dann im Arbeitsleben gibt.
Es gibt einfach Aufgaben, die einem auf natürliche Art und Weise helfen.
Es gibt auch Aufgaben, die einem auf natürliche Art und Weise Spaß machen, wo ich in ein Flow-Gefühl kommen kann.
Und es gibt andere Aufgaben, die sein müssen, aber nicht so viel Spaß machen.
wo ich mir überleben kann, wie kann ich jetzt diese Aufgabe so gestalten?
Gibt es dort Spielräume, dass ich zumindest ein bisschen Spaß empfinde?
Wie wird es für mich angenehmer, leichter?
Oder kann ich mich danach mit etwas belohnen,
dafür, dass ich das durchgezogen habe?
Also Beispiel eine Aufgabe, die keinen Spaß macht,
irgendwelche Buchhaltungssachen raussuchen,
da könnte man währenddessen zum Beispiel irgendwie Musik hören oder so
und eine angenehme Musik hören.
Man könnte schauen, dass die Umgebung passend ist.
Man kann sich sein Lieblingsgetränk dazustellen.
Man kann sich danach mit irgendwas belohnen, was einem gut tut
und sagt, danach mache ich eine Pause und gehe spazieren.
Die Sonne scheint, mache ich mal eine Pause danach.
Also so Kleinigkeiten, wo man sagt, damit wird die Aufgabe für mich,
obwohl ich sie eigentlich nicht mag, so angenehm wie möglich.
Und ich finde, es gibt ja auch bei manchen Sachen so Elemente,
man muss ja nicht den ganzen Prozess mitmachen.
Wenn ich jetzt an unser Osterfeuer-Ding,
denke, das ist bei uns in der Familie etwas sehr Großes, muss man sagen.
Unser Sohn, das hat sich vor ein paar Jahren irgendwie,
ich weiß gar nicht, wie wir da reingekommen sind.
Auf jeden Fall machen wir immer bei einem Osterfeuer hier in der Umgebung,
beim Dorf mit, dass unser Sohn und ich immer die Tickets verkaufen
von der Freiwilligen Feuerwehr an dem Abend.
Also der Eintritt sozusagen mit meiner Schwester zusammen sind.
Und wir haben da sehr großen Spaß dran,
weil unser Sohn ja auch extrovertiert ist.
Das ist immer sehr spaßig, denn da die Tickets zu verkaufen.
Und je älter er wird, desto länger hält,
darf er ja auch durchhalten, weil irgendwann,
das kennt ja jeder beim Osterfeuer,
ändern sich ja die Personen, die kommen.
Und dann ist es Zeit für Kinder auch zu gehen.
Auf jeden Fall haben wir da die letzten Jahre,
das würde ich sagen, in der Organisation
und all dem mit davor, was gemeinsam essen da perfektioniert.
Und du bist überhaupt nicht der Typ, der Osterfeuer einfach mag.
Du magst die Stimmung da nicht, die Musik, die Menschen,
einfach alles, glaube ich.
Und trotzdem ist es ja so,
dass es dadurch, dass wir beide das zusammen machen,
irgendwie für uns wichtig,
ist und da auch so ein bisschen Hype
drum entstanden ist, muss ich sagen.
Und ich auch letztes Jahr zu dir sagte,
Mensch, du musst dir das aber mal anschauen.
Also du musst dir das mal anschauen,
wie wir das zusammen machen und wie das da so ist.
Und dann bist du auch vorbeigekommen
und hast dich auch sozusagen an die Seite gestellt
und hast mal geguckt, wie das so für uns ist
mit dem Einlass und wie unser Sohn die Sachen verkauft
und was für Späße wir da haben.
Und er hat sich auch total gefreut,
dass du gekommen bist.
Ich habe mich auch gefreut.
Und es war nie die Erwartung,
dass du,
dass du den gleichen Spaß und die gleiche Freude
jetzt daran hast, wie wir es haben
oder dass du mitmachst oder dass du den ganzen Abend
da bleibst, sondern du bist ja
gekommen, weil wir ja eine emotionale
Verbindung aufbauen wollten zu dem Ereignis.
Und das, finde ich, hat super geklappt.
Es war nicht mehr so, dass wir dir nur
davon berichtet haben, sondern du warst dann
ein Teil davon. Du warst
gar nicht so kurz da, glaube ich.
Und bist dann nachher gefahren und wir sind
dann nachher später nachgekommen.
Aber es war statt eine so eine Front,
eine Frontenbildung oder ein Ereignis, was in meinem
Gefühl für mich alleine war, war das schon so,
dass, wenn ich jetzt mit dir darüber spreche,
dass da eine Verbindung ist.
Naja, dann geht es ja auch um das Thema Anerkennung,
Wertschätzung und Interesse zeigen.
Das ist auch wichtig, wenn einfach was
da ist, was unseren Sohn begeistert,
dass man daran teilhat.
Und selbst wenn man nur mal eine Zeit lang
vorbeikommt zum Zuschauen,
dass einfach das Gefühl da ist, okay, man
interessiert sich auch für das, was er macht.
Und darum geht es dann ja. Ich interessiere
mich natürlich immer noch nicht für das Osterfeuer-Thema,
aber ich interessiere mich für
alles das, was unseren Sohn begeistert.
Das finde ich auch immer wichtig für andere Eltern.
Ich habe das einmal
im Podcast von Lanz und Precht gehört.
Ich kenne das von anderen Eltern,
dass die zum Beispiel sagen,
unser Sohn, unsere
Kinder interessieren sich für Medien.
Ich halte davon nichts. Ich will
mich damit nicht beschäftigen.
Mich interessiert das nicht.
Und das halte ich für nicht sinnvoll,
denn einerseits ist es
meine Aufgabe, mich für all das auch
zu interessieren, für das sich meine Kinder
interessieren, denn ich bin
ja in der Pflicht, dafür zu sorgen, auf
eine adäquate Nutzung
hinzuweisen und dafür zu sorgen,
dass da eine gewisse Stabilität
herrscht und auf der anderen Seite
auch auf die Gefahren hinzuweisen
und zu verstehen, welche Gefahren
können dort passieren,
auf welche Art und Weise
und die Kinder darauf vorzubereiten.
Und deswegen kann ich mich von solchen
Themen quasi ja nicht fernhalten,
weil es ein Stück weit schon ein
verpflichtendes Interesse gibt, selbst wenn ich
nicht möchte. Oder auch,
wenn man jetzt sagt,
es interessiert mich inhaltlich was nicht.
Also wir haben da immer so
das Thema mit den Opas
und dieses
Ja, nee, ich komme nicht mit, weil das
interessiert mich nicht inhaltlich.
Zum Beispiel ein Fußballspiel.
Während die Oma zum Beispiel tendenziell
dann eher sagt,
auch wenn mich das inhaltlich nicht so
sehr interessiert, interessiere ich mich aber
für meinen Enkel. Also auch da wieder,
so der Unterschied, was tendenziell
manchmal Männer und Frauen betrifft, die Männer
eher so Hobby fokussiert,
Interessens fokussiert, das verbindet,
die Frauen tendenziell eher
an sozialen Kontakten interessiert.
Also mir ist gar nicht so wichtig als
Frau, was wir genau
machen, aber Hauptsache wir leben es zusammen.
Genau, weil das ist ja auch bei
der Feuerwehr Sache. Ich bin ja selber
kein Mensch, der zu der Feuerwehr sonst
irgendwie eine Verbindung hat
oder ich würde mich jetzt,
hätten wir jetzt kein Kind, da nicht hinstellen
und
aus ehrenamtlicher Art
und Weise Tickets verkaufen
beim Osterfeuer, wäre jetzt auch nicht meine
erste Wahl. Sehr unsozial. Ja, genau.
Wäre jetzt nicht meine erste Wahl, da abends zu stehen,
weil es ist kalt, es ist jetzt
manchmal nicht so schön in der Kommunikation,
aber ich mache das ja, um
das Erlebnis zu haben, um ihn da zu
sehen, um gemeinsam die Freude zu haben,
um Zeit meiner Schwester zu verbringen.
Ich glaube, ich bin da auch so ein bisschen reingerutscht,
merke ich gerade im Gefühl.
Aber das
macht das ja aus, ne? Emotionalität
zu teilen, Freude zu teilen
und ich finde das, wie gesagt,
der Anspruch muss in einer Partnerschaft nicht sein,
sich gegenseitig irgendwie
zu klonen und zu sagen,
wir sind das Paar, das
das muss nicht sein, weil
du bist du und ich bin ich und
es wäre auch schade und ich finde es auch immer schade,
das kennt vielleicht jeder ja auch, wenn man
mal Freunde hat, die irgendwann einen Partner
oder eine Partnerin kennenlernen und vor allem mal
so eine 180-Grad-Wendung machen, weil jetzt
vor allem mal ist man als Paar
auf Identitätsebene so
und so und man denkt so, schade,
irgendwie du als Person, als einzelne
Person vorher, was dich ausgezeichnet
hat, das ist nicht mehr so wirklich erkennbar oder
vorhanden und ich finde, das
darf trotzdem sein.
Dieses Kreativwerden finde ich einfach
unfassbar wichtig, dass man
mit stimmig und unstimmig
agiert. Wir haben das vorhin schon mal
gehabt in der Einleitung,
dass wir sagten, wie man
zu einem stimmigen Verhältnis kommen
kann. Dazu nochmal vielleicht, was
bedeutet stimmig? Stimmig heißt,
dass, wenn man sich etwas vorstellt, was
eher im Denken stattfindet, man
innerlich keine
Blockade empfindet, man innerlich ein gutes
Gefühl hat und sagt, ja, das passt.
So Körpersignale,
Impulse, Gedanken, die hochkommen dazu.
Man einfach merkt so, das fühlt
sich total rund an, da habe ich ein warmes,
schönes Gefühl zu. Das ist stimmig und
da geht es dann darum,
wie kann man stimmige Kompromisse
schließen, wie kann man kreativ werden?
Das heißt, bei uns
geht es wenig darum zu sagen,
nein, natürlich, klare Grenze
wird auch gebraucht, aber erst mal zu
sagen, das ist unstimmig. Und
unstimmig löst dann einen
Kreativprozess aus. Was können wir tun, lernen,
verändern, damit es stimmig wird?
Anderes schönes Beispiel für eine Idee, wie man
kreativ werden könnte. Ich interessiere
mich fürs Tennisspielen, habe es bisher
zeitlich nicht geschafft. Du hast
es ausprobiert, es ist nicht so deins.
Wie könnten wir das jetzt verbinden?
Jetzt könnten wir überlegen, ich gehe natürlich
zum Training, du logischerweise nicht.
Aber vielleicht kommt es dazu, dass ich
so viel Interesse entwickle, dass ich Punktspiele
mache an den Wochenenden. Jetzt
könntest du natürlich dastehen und sagen, so eine Scheiße,
das nimmt uns ja dann
alle zwei Wochen drei, vier Stunden
Zeit weg, wo du dann da deine
ein, zwei Spiele machen musst.
Das finde ich gut.
Jetzt bist du aber extrovertiert,
das heißt, du hast ja Bock auf Gemeinschaft.
Normalerweise gibt es da ein Clubhaus
bei so einem Tennisverein und
da gibt es eine Gemeinschaft. Das sind ja
mehrere Menschen, manchmal
spielt Mann und Frau, manchmal nur
Frau, manchmal nur Mann, aber typischerweise
kommen da ja auch gerne die Partner zum
Zuschauen dazu. Wenn sie vielleicht
eigenes Interesse haben am Tennis sowieso
oder auch wenn die Kinder spielen
und dann könnte man ja
dazukommen. Du musst ja gar
nicht unbedingt so sehr daran interessiert sein, wie wir
Tennis spielen und zusehen, aber in der Gemeinschaft
da gibt es Austausch, da gibt es Menschen, mit denen
man sich verbinden kann, mit denen man ins
Gespräch kommen kann und so weiter und schon
hat man etwas Gemeinsames und in der Pause,
wo man dann gerade nicht spielt, dann sitzt man
gemeinsam am Tisch, tauscht sich aus
und kann miteinander reden,
hat dann Freunde dort,
weil man findet dann ja auch Freundschaften dort und so
weiter. Und schon haben wir das
Hobby Tennis, was man zu
einem gemeinsamen Hobby machen kann, obwohl du gar nicht spielst.
Also könnte ein kreativer Ansatz sein.
Auf jeden Fall, aber dazu werden ja Voraussetzungen
gebraucht, um in diesen
Kreativprozess einzusteigen.
Und ich glaube, das ist nochmal gut, wenn wir auch auf
diesen Prozess schauen, weil
der Bedarf ist ja einer sehr guten Kommunikation,
auch mal zu sagen, Mensch, ich möchte so
gerne
das und das Hobby ausleben.
Wie können wir das machen? Wie ist das stimmig?
Dazu muss ich auch das Gefühl haben, ich darf das
sagen oder ich darf auch mal sagen, Mensch, ich finde
schade, dass du nicht mitkommst oder ich kann
aussprechen, wenn ich einen
Wunsch habe. Das geht ja nur,
wenn, und da sind wir schon so ein bisschen bei unseren
Lösungen auch, wenn ein gewisses
Fundament da ist. Also wenn
wir keine Verletzungen untereinander
haben, die es nicht
ermöglichen, das alles auszusprechen
und die mich auch hemmen in
diesen Kreativprozess einzusteigen. Ich kann ja nur kreativ werden und so in
ins Brainstorming gehen, wenn ich nicht die ganze Zeit überlegen müsste,
okay, das sage ich jetzt, das sage ich lieber nicht,
das Thema spreche ich nicht an, weil da haben wir ja in der Vergangenheit
schon mal ein Thema mitgehabt, das ist total schwierig.
Das heißt, bevor man in diesen Kreativprozess einsteigen kann,
sollte man darauf schauen, ist es gut bei uns?
Liegen da gerade Verletzungen vor?
Haben wir ein gutes Beziehungsfundament?
Seit wann haben wir denn diese Distanz, wenn jetzt das Thema Distanz da ist?
Also ist es jetzt gerade momentan so, aufgrund der äußeren Umstände,
wie wir gerade am Anfang sagten, so eine anstrengende Woche,
oder ist es etwas, was wir schon viel länger haben
und was wir in unserer Beziehungsgeschichte so mitgenommen haben,
wo es viele Verletzungen zu dem Thema gibt, verschiedene Situationen,
dann ist es wichtig, erst mal auf das Fundament zu schauen,
zurückzukehren, wie wir schon so oft gesagt haben, an den Punkt,
wann war es mal gut, und in die Analyse einzusteigen,
Verletzungen aufzulösen.
Und dabei schaut man natürlich auch auf die Brillen,
die man entwickelt hat.
Wir nennen das immer Brille, wenn man den anderen
in so einem gewissen Tunnelblick wahrnimmt.
Also was ja ganz typisch ist, ist, dass wir glauben,
zu wissen, wie der andere tickt, wie der andere denkt,
wofür der andere sich interessiert.
Also wir haben das Gefühl, unseren Partner besonders gut kennen zu können.
Da sind ganz viel Fehlinterpretation und Fehlrückschlüsse drin
und Informationen, die nicht passend sind.
Wo wir aber sehr überzeugt davon sind, dass sie passend sind.
Und das führt dazu,
dass ich denen gar keine Chance gebe.
Also anstatt kreativ zu werden,
könnte ich mit instabilen Fundamenten und Brille,
wenn du sagst, Mensch, vielleicht macht es ja Sinn,
dass du mal Tennis spielen gehst,
oder dass wir da in die Richtung mal gucken,
könnte ich sofort sagen, so ein Blödsinn,
du hast gar keinen Bock auf Tennis spielen.
Also was sollen wir uns damit beschäftigen?
Willst du eh nicht.
Dich interessiert eh nicht, was mich interessiert.
Ja, genau.
Oder man könnte sagen, dem brauche ich eh nicht fragen,
ob er mitkommen will.
Ich werde sowieso Nein erhalten,
oder dann haben wir da wieder ein Thema mit,
einen Konflikt mit, wenn ich jetzt frage.
Und dann sucht man sich Ersatzpersonen
und fragt die andere Person gar nicht mehr.
Das ist für die andere Person ein Ausschluss,
zu sagen, ich werde ja auch gar nicht mehr gefragt.
Ist ja gar nicht wichtig mehr, ich zähle ja gar nicht mehr.
Wenn man das über verschiedenste Themen hinweg nicht schafft,
was Kreatives für die Beziehung zu finden,
wenn man Dinge mit ganz vielen anderen Menschen nur noch macht,
dann hat man natürlich auch irgendwann das Gefühl,
dass die Beziehung keine Prävention ist.
Dass die Beziehung keine Priorität mehr hat.
Und dass der andere ganz viel Zeit für anderes hat,
aber nicht für die Beziehung.
Und da ist es wichtig, sich anzuschauen und zu gucken,
wie kann man Bestandteile davon in die Beziehung hineinholen.
Das heißt, wichtig ist zu unterscheiden,
gibt es wirklich verschiedene Bedürfnisse
und müssen wir darauf eingehen,
wie wir diese Bedürfnisse in eine gesunde Schnittmenge bringen können.
Also verschiedene Bedürfnisse wäre jetzt zum Beispiel wie bei uns,
introvertiert und extrovertiert, regenerierend.
Da haben wir von der Grundprägung her verschiedene Bedürfnisse,
die völlig frei sind von irgendwelchen Verletzungen,
Konflikten oder sowas.
Das ist einfach schon mal grundlegend anders.
Dann können wir gucken, wie wir damit sinnvoll umgehen können,
welche kreativen Lösungen finden wir dafür.
Wenn wir merken, dass uns Konflikte und Brillen trennen
und in Distanz bringen,
dann macht es Sinn, an einem Punkt zurückzugehen,
dann war es mal gut, und diese zu lösen,
sodass wir mit einem neuen, frischen,
neuen Blick auf gemeinsame Möglichkeiten gucken können
und kreativ werden können.
Und dann können wir eigentlich erst so richtig
zur Wunschbeziehung kommen.
Denn auch das ist ja etwas,
was gerade so Mitte, Ende 30, Anfang 40 für viele präsent sind.
Ich habe gerade vorhin in der Sprechstunde gehabt,
dieses Thema.
Nämlich, was machen wir eigentlich jetzt mit unserem Leben?
Wir haben dort viele Ziele aus den Zwanzigern erfüllt meistens.
Wir haben vielleicht Wohneigentum, geheiratet,
die Wunschanzahl an Kindern bekommen,
Karrierestufen ausgebaut,
haben auch diese ganzen unsexy Sachen gemacht,
wie Rentenversicherung abgeschlossen und all sowas.
Also haben wir uns um ganz viel Sicherheit gekümmert.
Jetzt ist bei ganz vielen Dingen so ein Haken dran.
Und jetzt die Frage, was sind denn die nächsten Ziele,
Interessen, Wünsche in der Beziehung,
die man so dem ganzen neuen Sinn geben kann
und neue Erfüllung.
Und da ist dann eben die gemeinsame,
seine Wunschbeziehung total relevant.
Und es ist halt auch mal wichtig zu überlegen,
was kann ich langfristig einbauen,
damit dieser Effekt, wenn ich etwas anders mache,
nicht verpufft.
Und da muss ich natürlich auch wirklich darauf achten,
kann ich das halten, was ich mir vornehme.
So viele Paare auch mit Kindern,
gerade so Kindern unter zehn Jahren, sag ich mal,
die haben ja einfach wenig Zeit,
oder wenig Ressourcen, auch am Abend.
Viele berichten auch immer wieder,
dass sie sagen,
oh, nach der Einschlafbegleitung um halb zehn sind wir tot.
Also da geht nicht mehr viel,
da sitzen wir auf der Couch und noch eine halbe Stunde, Stunde,
und dann gehen wir schlafen.
Und dann zu sagen, ja, ist das denn wirklich der Zeitrahmen,
wo man gut zusammen Zeit verbringen kann?
Oder ist das einfach nur so eine Hoffnung,
dass da noch was passiert?
Und dann auch wieder kreativ zu werden, zu sagen,
ja, vielleicht auch mal radikal zu akzeptieren,
dass es nicht unsere Zeit ist.
Man kann ja probieren, ob man es anders umsetzen kann,
aber das könnte auch einfach total deprimierend sein,
dass man immer wieder,
sich an diesem Zeitfenster festhängt und sagt so,
ja, aber wir haben ja abends keine Zeit.
Ja, dann ist das so.
Das wird nicht das Leben lang sein.
Das ist ja immer wieder ein Prozess, was sich ändert.
Aber für diesen Moment ist es jetzt so.
Und was für Möglichkeiten haben wir noch?
Und wenn beide wirklich auch motiviert sind,
nach neuen Möglichkeiten zu schauen
und zusammen auch zu reflektieren,
welche Zeitgestaltung ist stimmig
und auch mal darüber zu sprechen,
was braucht jeder?
Also was stellt sich der eine am Park?
Was stellt sich der andere so am Parkzeit vor?
Wie viel Zeit braucht jeder für sich?
Wie viel Zeit braucht die Familie?
Dass man mal über diese Zeitkonten spricht
und dann mal kreativ wird und schaut.
Es muss auch nicht immer eine Date Night sein.
Das ist ja auch bei vielen Eltern, finde ich, mal so im Kopf.
Wir brauchen Babysitter für abends.
Ja, kriegt man Babysitter für abends?
Das ist schon schwierig.
Die Kinder gehen abends ins Bett,
dann lassen sich vielleicht nicht von jedem ins Bett bringen.
Das heißt, man würde vielleicht auch erst um 20 Uhr starten können.
Ja, der Babysitter wäre aber vielleicht auch nicht,
bis Mitternacht irgendwo sitzen.
Hat man doch wieder nur zwei Stunden.
Ja, zwei Stunden, da lohnt sich das ja gar nicht.
Was soll man denn machen, außer essen gehen?
Und schon ist schon die ganze Motivation so schwierig.
Und wenn man dann denkt,
so ein Babysitter kostet ja auch noch Geld,
das kommt ja auch noch dazu,
ist das für viele einfach auch schöner zu wissen,
okay, wir machen das morgens,
wenn die Kinder in Kita oder Schule sind
oder wir gehen mittags mal Mittag essen
oder wir fragen irgendwie Oma,
ob sie abholen kann von Kita und Schule
und nutzen da so einen Zeitslot ins Wochenende.
Meistens, außer man hat wirklich niemanden
und da muss man nochmal neu überlegen,
wie man das machen kann,
wie man die Kinder irgendwie ein bisschen mit einbinden kann.
Aber wenn ich jemanden habe,
dann zu überlegen,
was geht denn noch, außer abends?
Ja, da sehe ich schon in manchem, der zuhört,
den inneren Kritiker loslegen
und der ist aus meiner Sicht
der größte Verhinderer für diese Kreativität.
Ja.
Nämlich genau bei den Sachen, die du sagst,
morgens mal sich treffen,
dann muss ich arbeiten, mittags zum Lunch,
ich arbeite zu weit weg, das lohnt sich nicht.
Dann holt die Oma ab, ist nicht in der Nähe.
Also ich höre so dann immer schnell den inneren Kritiker,
der ist in vielen von uns ganz, ganz laut.
Ja.
Ist, glaube ich, auch Teil unserer deutschen Kultur,
so einen ganz starken Kritiker zu haben.
Und da kann man durchaus mal googeln
nach der Walt Disney Methode
und dann mal schauen, wie das funktioniert,
indem man sich verschiedene Positionen nimmt,
die man nacheinander durchläuft
und dann in einem gewissen Kreislauf.
Also Träumer, Realist, Kritiker
und bewusst mal zunächst den Realisten
und den Kritiker ausblendet
und nicht zu Wort kommen lässt
und einfach mal träumt,
also ohne irgendwie Bezug zur Realität,
träumt und kreativ wird.
Das, was Kinder so gut können,
weil sie diese ganzen Dinge noch nicht so parat haben,
was in großen Thinktanks bei Google,
Meta,
und Co.
starke Vorgehoben wird,
dieses Träumen,
um einfach neue Dinge zu schaffen,
die fern sind von Realität und Kritik,
um dann realistisch draufzuschauen,
was braucht man, um das umzusetzen,
um dann kritisch draufzuschauen,
was sind alle Störelemente,
warum das nicht gehen wird,
um mit diesen Ergebnissen
diese Schleife von vorne zu drehen
und wieder mit diesen Bedingungen zu träumen,
bis man irgendwann sein Optimum erreicht hat.
Ich erinnere mich mal an ein paar,
das ist mir noch so immer fest im Kopf,
da war das auch ganz,
ganz schwierig.
Zwei kleine Kinder,
beide im Kita-Alter,
sie Grundschullehrerin,
er arbeitet im Büro
und die haben gesagt,
nee, wir können das nicht,
meine Frau hat auch feste Arbeitszeiten
und so weiter.
Und dann haben sie nachher
so ganz kreativ von dich
und haben gesagt,
okay, so gemeinsame Zeit,
das ist echt schwierig,
aber so eine halbe Stunde,
zweimal die Woche kriegen wir hin,
indem er sie mittags
von der Arbeit abgeholt hat,
im Auto
und sie dann sozusagen
die halbe Stunde,
die Mittagspause hatten,
einfach zusammen im Auto gepickt,
und dann haben sie dann
gegessen haben,
das haben sie sich dann eingerichtet
und er sie dann sozusagen
auf dem Weg dann bei der Kita rausgelassen hat
und dann ging der Tag so weiter.
Also das war nicht viel Zeit,
aber sie haben eine halbe Stunde Mittagspause,
dadurch, dass er sie abgeholt hat,
geschaffen und das Essen auch mitgenommen,
im Auto gegessen
und sie hat das gemütlich gemacht
und man würde jetzt sagen,
ob die halbe Stunde was bringt,
aber es war für die beiden wirklich deren halbe Stunde,
wo sie mal nicht unterbrochen worden sind
und was auch fest war, war, er hatte Mittagspause,
sie hatte so eine
Situationen.
wenn sie jetzt noch zur Kita gegangen wäre,
hätten sie es nicht geschafft.
Dann haben sie gesagt, ich hole dich ab.
Also die haben so richtig im Prozess überlegt,
okay, wir haben jetzt so ganz wenig, aber wie können wir es machen?
Und dann haben sie das wirklich echt richtig schön gemacht.
Also in meiner Vorstellung, so wie sie es berichtet haben,
war es eigentlich nachher gar nicht mehr so eine schlechte Variante,
sondern eigentlich total kreativ und auch irgendwie romantisch.
Das kommt vielleicht auf das Bild drauf an, was man sich so formt.
Ich meine, das kann natürlich das schöne offene Caprio im Sonnenlicht sein.
Im Waldrand mit Blick auf den See, wo man schön picknickt.
Oder eben auch ein anderes Bild, was man sich formt.
Aber das kann man ja selber entscheiden.
Aber auch hier sofort, wie man merkt, dass der innere Kritiker losgeht,
halbe Stunde am Tag, lohnt sich das, so viel Aufwand?
Nehmen wir das mal in den anderen Lebensbereich.
Eine halbe Stunde, fünfmal die Woche, zweieinhalb Stunden.
Wenn man jetzt zweieinhalb Stunden die Woche Sport treiben würde,
wird das was beim Körper verändern, auf jeden Fall.
Wenn man das, und jetzt kommt nämlich der,
letzter wichtiger Punkt, wenn man dranbleibt
und das konsequent auf Dauer fortsetzt.
Natürlich bringt das nicht unbedingt was, wenn man das zwei Wochen macht.
Das ist beim Sport auch so.
Zwei Wochen, halbe Stunde am Tag wird jetzt auch nicht der Game Changer sein
und man wird sich völlig verändern körperlich.
Aber eine halbe Stunde, fünfmal die Woche,
über ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre,
da sieht die Welt körperlich völlig anders auf einmal aus.
Und das ist hier auch so, dieses Dranbleiben,
das erleben wir leider.
Auch immer wieder, dass Paare Dinge, die ihnen eigentlich gut tun,
eine Zeit lang machen und dann ist die Beziehung wird immer besser
und immer besser und immer besser und dann lässt man die Dinge wieder sein.
Ja, oder irgendwas kommt dazwischen.
Weil ich meine, man muss ja auch eine gewisse Flexibilität da haben.
So ist ja das Leben.
So wie Kinder sich verändern, so können sich ihre Arbeitszeiten ändern,
dann kann das doch nicht mehr passen oder, oder, oder.
Aber auch wenn man diese Motivation vom Dranbleiben hat,
dann wird man immer wieder das neu ausrichten können
und immer aber trotzdem zu seinem Bedürfnis kommen.
Und das ist eben das Schöne,
wenn man dann zum Beispiel eine Wunschbeziehung visualisiert,
da kann man sich das immer wieder hervornehmen
und schauen, sind wir auf dem richtigen Weg?
Man kann das also reflektieren und ein bisschen greifbarer machen.
Man hat aber auch die Möglichkeit zum Beispiel,
einmal im Jahr sich hinzusetzen und zu überlegen,
ist das immer noch unsere Wunschbeziehung?
Haben sich Anteile darin verändert,
damit man eben auch sich dann weiterentwickelt
oder in die Richtung entwickeln kann,
was da so passiert ist in einem?
Und da macht es dann eben auch total Sinn,
sowas in Dauer zu begleiten.
Also wer zu uns in die Paartherapie oder ins Beziehungstraining geht,
hat in beiden Fällen immer das Beziehungstraining dabei.
Und da geht es dann um eine sehr enge Begleitung,
sehr intensive Ausarbeitung der Wunschbeziehung.
Wie kann ich die Komplexität im Alltag reduzieren,
dass mehr Paarzeit,
möglich ist?
Wie kann ich die Kommunikation so ausrichten,
dass all diese Dinge auch möglich werden?
Und natürlich in der Paartherapie auch,
wie kann ich das Fundament stabilisieren,
damit da keine emotionalen Flätzungen und Konflikte
mehr zwischen uns liegen?
Aber durchaus auch das tiefere Begreifen,
sozusagen wie funktionieren wir?
Also wie sind meine Metaprogramme?
Bin ich eher introvertiert, extrovertiert?
Wie sind meine Sprachen der Liebe?
Also auch all diese ganzen Dinge
rund um die eigenen Werte und Bedürfnisse.
Und wenn man das mal so sieht,
was mit uns durchlaufen hat,
dann haben wir zum Beispiel
einen sogenannten Absolventen-Call.
Das heißt, alle, die das bei uns durchlaufen haben,
dürfen alle sechs Wochen abends mit mir
in einer Gruppe zusammen
diese ganzen Dinge besprechen.
Man kann eigene Themen mitbringen,
man kann auch nur zuhören,
man kann mit Kamera und Namen teilnehmen
oder man kann anonym teilnehmen.
Aber wo alle, die bei uns waren
und das durchlaufen haben
und das ganze Wissen auch der Methodik
mitgenommen haben,
können alle sechs Wochen
gemeinsam daran weiter feilen,
die Beziehung weiter zu stabilisieren,
weiter zu optimieren
und dort immer harmonischer,
glücklicher, zufriedener zu werden
und genau solche Themen wie Wunschbeziehungen,
Komplexität im Leben
zu formen.
Und wir motivieren natürlich auch.
Wir sehen uns ja auch als Begleitung,
die motiviert und die immer wieder
auch so ein bisschen
mal aufzeigt, wo es mal ein bisschen
mehr Priorität gerade bedarf,
damit der Prozess gut voranschreitet.
Wenn ihr also das Gefühl habt,
Nähe und Distanz,
sind bei euch wichtige Themen,
wo ihr in Konfliktmitten da seid,
wo Mangelgefühle entstanden sind,
die ihr gemeinsam nicht mehr gelöst bekommt,
weil ihr entweder einen roten Faden
dabei wünscht,
wie man dabei vorgeht
oder ihr auch vielleicht merkt,
dass das Fundament nicht mehr stabil genug ist,
da jetzt in der Tiefe
dieses Thema aufzuarbeiten.
Meldet euch dann sehr gerne bei uns
fürs telefonische Erstgespräch.
Wir schauen gemeinsam,
wie wir euch auf diesem Weg
optimal unterstützen können.
Ansonsten freuen wir uns sehr,
wenn ihr in der nächsten Folge
bei uns wieder dabei seid.
Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Gemeinsame Zeit ist entscheidend, aber nicht nur eine Frage der Dauer, sondern der Qualität und der emotionalen Verbindung.
Kurzere oder überfüllte Zeitraum führen zu einer funktionellen, aber emotionalen Distanz, wo Gefühle und Bedürfnisse untergehen.
Stimmige Beziehungen entstehen, wenn Partner gemeinsam kreativ sind, Grenzen finden und sich gegenseitig verstehen – nicht durch Identität, sondern durch Anerkennung.
Unterschiede in Persönlichkeit (z. B. introvertiert/extrovertiert) sind normal und können durch kreative Lösungen wie gemeinsame Aktivitäten ausgeglichen werden.
Der innere Kritiker hemmt oft die Kreativität; eine bewusste Träumerei und Wiederholung von Ideen hilft, realistische und nachhaltige Lösungen zu finden.
Stabile Beziehungen brauchen ein Fundament, das Verletzungen aufarbeitet und gemeinsam auf den Punkt „wann war es gut?“ zurückgeht.
Wunschbeziehungen sind langfristig und müssen mit Dranbleiben, Reflexion und regelmäßiger Wiederholung entwickelt werden.
Gemeinsame Zeit kann auch in kleinen, kreativen Formaten – wie eine halbe Stunde im Auto – aufgebaut werden, um Nähe zu schaffen.
Summary:
In der Diskussion wird gezeigt, wie Paare in stressigen oder komprimierten Zeitlichten eine emotionale Nähe bewahren können. Kurze oder überlastete Termine führen oft zu einer funktionellen, aber emotionalen Distanz, wo Gefühle und Wünsche untergehen. Stattdessen wird betont, dass stimmige Beziehungen entstehen, wenn Partner sich kreativ und offen gegenseitig erkennen und akzeptieren.
Unterschiede in Persönlichkeit – wie Introvertiertheit oder Extrovertiertheit – sind normal und können durch gemeinsame, kreative Aktivitäten wie z. B. ein gemeinsames Mittagsessen im Auto ausgebaut werden.
Ein wichtiger Faktor ist der innere Kritiker, der die Kreativität hemmt; durch bewusste Träumerei und mehrfache Reflektion können realistische Lösungen entstehen. Zudem ist es entscheidend, das Beziehungsfundament zu überprüfen, Verletzungen aufzulösen und die gemeinsamen Werte zu klären. Stimmige Beziehungen entstehen nicht durch perfekte Planung, sondern durch kontinuierliche Reflexion, kreative Experimente und das Dranbleiben.
Die Wunschbeziehung wird langfristig durch regelmäßige Gespräche, gemeinsame Reflexionen und die Einführung von kleinen, aber sinnvollen Zeitfenstern gefördert – wie beispielsweise ein gemeinsames Mittagsessen, das durch eine Abholung von der Arbeit ermöglicht wird. Die beiden Partner lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, auch in Zeiten von Zeitmangel, und schaffen so eine dauerhafte emotionale Verbindung, die über die reinen Aktivitäten hinausgeht.
FAQs
Durch kreative Lösungen und gemeinsame Reflexion, bei denen beide Partner ihre Bedürfnisse und Grenzen respektieren. Ein stimmiges Verhältnis entsteht, wenn man auf emotionale Verbindungen achtet und gemeinsam verbindende Erfahrungen schafft.
Weil es die emotionale Nähe stärkt und zeigt, dass man sich für das Leben des Partners einsetzt. Selbst wenn man nicht direkt Spaß daran hat, kann man durch Anerkennung und Interesse eine tiefere Verbindung aufbauen.
Durch kreative Zeitgestaltung, wie z. B. gemeinsame Mittagspausen im Auto oder kurze Abendtermine, die trotz kurzer Dauer echte gemeinsame Erlebnisse schaffen und nicht nur funktionale Übergaben sind.
Ein stimmiges Verhältnis liegt vor, wenn beide Partner ein gutes Gefühl haben, wenn sie etwas vorstellen, und keine Blockade oder Verletzungen spüren. Es fühlt sich rund und harmonisch an.
Weil er sofort negative Bewertungen abgibt und die Ideen blockiert, bevor sie ausgearbeitet werden. Dies hält die Beziehung von kreativen und neuen Möglichkeiten ab.
Durch den kreativen Prozess, bei dem man gemeinsam über mögliche Kompromisse und neue Aktivitäten nachdenkt – z. B. gemeinsames Zuschauen beim Tennis, selbst wenn einer nicht spielt.
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