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Wie wichtig ist Stadtplanung, damit Gesundheitsversorgung funktioniert?

from P&P Gesundheitstalk: Hast Du schon gehört?

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Wie wichtig ist Stadtplanung, damit Gesundheitsversorgung funktioniert?

In diesem Podcast-Gespräch diskutieren die Moderatorinnen Pamela und Petra mit dem Bonner Oberbürgermeister Guido Deus über die Verbindung von Städteplanung und Gesundheit. Der Oberbürgermeister betont, dass Bonn mit rund 40.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen und 20 Krankenhäusern ein bedeutender Gesundheitsstandort ist. Die Sperrung der Nordbrücke und der gleichzeitige Ausfall von drei Viertel der Bahnen haben die Stadt in eine Art Reallabor verwandelt. Eine Task Force, an der von Beginn an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt sind, koordiniert die Verkehrsmaßnahmen. Besonders problematisch ist die Situation für Pflegedienste und Rettungskräfte, die auf funktionierende Straßen angewiesen sind, da der Busverkehr überwiegend auf normalen Straßen stattfindet. Ein weiteres zentrales Thema ist der bezahlbare Wohnraum. Bonn benötigt perspektivisch 35.000 Wohnungen, baut jedoch seit Jahren deutlich zu wenig. Der Oberbürgermeister fordert schnellere Genehmigungsverfahren, digitale Bauakten und mehr Mut in der Politik. Er kritisiert zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft und plädiert für mehr sozialen Zusammenhalt. In seinen drei Wünschen äußert er den Wunsch nach konstruktivem Dialog statt Social-Media-Schlammschlachten, nach mutigen Entscheidungen trotz schwieriger Haushaltslage und nach mehr Wertschätzung für die Stärken Bonns als internationale Stadt.

Transcription

4341 Words, 26875 Characters

German
0:01 Sprecher*in 1 Hallo Petra, ich Grüße dich schön, dich zu sehen. 0:03 Sprecher*in 2 Hallo Pamela, Herzlich Willkommen zu unserem P. Und P Gesundheitstalk, unserem Podcast rund um das Gesundheitswesen. Petra. 0:10 Sprecher*in 1 Hast du schon gehört oder vielmehr begeistert? Die Frage durch den Kopf ist Städteplanung wichtig für Gesundheit oder für das Gesundheitswesen an sich in der Stadt? 0:18 Sprecher*in 2 Da sind wir wieder an dem Punkt. Wir haben euch versprochen, wenn wir von einem Thema nicht so viel Ahnung haben, dann laden wir uns einen ausgezeichneten Experten ein. Und heute sind wir wirklich sehr stolz und sehr froh, dass der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Herr Guido Deus, Zeit für uns hat. Hallo Guido. 0:33 Sprecher*in 3 Hallo Petra, gerne das. 0:34 Sprecher*in 2 Wahrscheinlich nicht Herr Deus die ganze Zeit zu sagen. Bitte verzeiht mir aber. 0:37 Sprecher*in 3 Das ist nicht schlimm. 0:38 Sprecher*in 2 Auch aus anderen Regeln. Deswegen wundert euch nicht, wenn ich das ein bisschen vermische. Ja, Guido ist städteplanung Verkehr, na ja klar, die Nordbrücke ist das wichtig für Gesundheitswesen in einer Stadt, da sind die Abhängigkeiten. 0:50 Sprecher*in 3 Ganz klar, das merken wir ja gerade gerade im Moment merken wir das besonders. Wir sind eine Stadt, die knapp 40000 sozialversicherungspflichtige Menschen hat, die ihren Job nachgeben in der Gesundheitsbranche. Das ist jeder siebte Arbeitsplatz. Wir haben 20 Krankenhäuser, wenn ich es richtig weiß. 1:07 Wir haben ein UKB, auf das wir stolz sein können, meine Landtagskollegen haben mich früher mal beneidet, wenn ich gesagt habe, ich habe ein UKB, aber kein städtisches Krankenhaus aus Kostengründen. 1:17 Sprecher*in 1 Ja, das kann ich. 1:18 Sprecher*in 2 Bestätigen, das ist ein großer Vorteil. 1:19 Sprecher*in 3 Aber das UKB hat 38 Kliniken, 31 Institute. Also wir sind ein wesentlicher Big Player, praktisch, wir sind super ausgestattet. Und für die Spielen natürlich die Wegebeziehungen gerade im Moment ne große Rolle. Also von A nach B zu kommen, von einem Institut zum anderen zu kommen für die Beschäftigten zur Arbeit zu kommen, wenn sie Wohnraum ist auch so n Problem, kommen wir vielleicht später noch drauf, also je nachdem wo sie herkommen, wie sie dann zur Arbeit kommen. 1:43 Aber es geht natürlich auch richtig um die Gesundheitsfragen, also wie belastet wird unsere Umwelt gerade dadurch durch die Stausituation, die wir auf den Straßen vorfinden, was könnten wir da anders machen oder auch n Klimawandel. Also wir könnten jetzt n ganz ganz breiten Bogen spannen, wenn ich mir unsere Städte angucke, haben wir in den letzten Jahrzehnten alles richtig gemacht, dass wir alles zubetoniert haben und werden nicht n paar Schattenplätze mehr. 2:04 Also es gibt ganz viele Punkte, über die man da sprechen könnte und deswegen ist das n klares ja auf eure Frage. 2:10 Sprecher*in 1 Ja, also Thema Hitze fällt mir da selbst ein. Zum Beispiel auch ne was wir jetzt im Sommer erlebt haben, wird schon betoniert, viel zu wenig grün also, wobei Bonn hat sehr viele Grünflächen, muss man sagen, aber im Vergleich vielleicht hat hätte man da mehr machen können, dann fiel mir noch ein die niedergelassenen Ärzte SAPV Dienste sprich. 2:27 Sprecher*in 3 Pflegedienste. 2:28 Sprecher*in 1 Also da sind 1000. 2:29 Sprecher*in 3 Ungefähr 1000 ungefähr 1000 ist. 2:31 Sprecher*in 1 Schon eine Zahl, die auch erreichbar sein müssen. Ne die auch ihre Wege finden müssen. Also es ist ein super spannendes Thema, wo fangen wir denn an bei diesen vielen, also wenn. 2:39 Sprecher*in 2 Wir schon den Oberbürger. Dann würde ich ja schon gerne so ein bisschen ins Eingemachte fragen. Wir lesen in der Zeitung immer von einer Task Force, die sich jetzt um diese neuen, neuen Probleme, sag ich mal oder verkehrswägungen. Kümmert ist da das UKB zum Beispiel Bestandteil oder sind diese sind die Krankenhäuser oder sind diese Gesundheitsthemen oder der Rettungsdienst, sitzt er da mit dabei oder hat er so ein eigenes Themenfeld, wo man immer sagt, Stopp, da muss man auch noch an den Rettungsdienst denken, wie darf ich mir das im echten Leben vorstellen? 3:08 Sprecher*in 3 Also als ich hier in dem Büro gestanden habe und der Anruf kam, die Nordbrücke wird komplett gesperrt, ging mir durch ihr erlebt, das habe ich hier hier im Büro, habe ich, ich weiß noch, wo ich stand, also ich stand hier und bekam diesen Anruf und dann ging mir als erstes durch den Kopf, also wen informiere ich als Erstes, das erste war. Meine Pressesprecherin das zweite war der Baudezernent dieser Stadt und dann hab ich ganz schnell diese sogenannte Task Force. 3:31 Am Anfang nannte ich sie Krisenstab, dann hat man mich korrigiert, soll ich nicht so nennen, ich glaub, den Menschen ist das ziemlich egal, wie es heißt, also aber ne tut was tut was und wer ist dann relevant so und dann hab ich natürlich zuerst an Polizei, an Ordnungskräfte, an den Rettungsdienst gedacht, also bei uns das Amt 37, dass die Feuerwehr da vertreten ist. 3:49 Aber ich habe auch ans Planungsamt und ans Ordnungsamt und ans Tiefbauamt. Gedacht. Ja, ich musste ja in kurzer Zeit entscheiden, wen rufst du jetzt für n erstes treffen zusammen und ja, die Gruppe heute noch Bestand hat, kann das nicht ganz falsch gewesen sein. Wir haben noch den einen oder anderen dazu genommen und wie gesagt, der Rettungsdienst beziehungsweise die Feuerwehr gehörte vom ersten Tag an dazu und wir müssen uns natürlich auch Gedanken machen bei allen Abwägungsentscheidungen die wir in der Task vor treffen treffen, das ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, nicht dass man das denkt und da wird auch nicht, da wird auch nicht Order der Muff die oben von mir diktatorisch vorgegeben wie ich es denn gerne hätte, sondern sondern wird 4:23 wirklich diskutiert. Was können wir machen, um den Verkehrsabfluss von der Kölnstraße Richtung Kennedybrücke besser zu machen? Macht da ne Zweispuriges abbiegen Sinn oder nicht? Kann der Fußgängerüberweg der zweite der am Bertha-von-Suttner-Platz ist, dann da stehen bleiben oder nicht? Aber genauso, wenn ich jetzt mal über Polizei Rede bei der Frage Bornheimer Straße öffnen, in welche Richtung, dass man vielleicht wieder durchfahren kann oder das besser nutzt als Parallele zur Kölnstraße. 4:45 Die Frage kann die Polizei noch aus ihrer Einfahrt raus, also kommt die Polizei noch aus der Innenstadtwache raus oder wieder rein, das sind oder auch die Feuerwehr, die beispielsweise Polizei und Feuerwehr, die gesagt haben. Wenn wir auf der Oxfordstraße darüber reden, zweite Fahrspur und Fahrradweg ja oder Nein, ist für die wichtig, dass sie aus der Bornheimer Straße rauskommen. 5:03 Für Feuerwehr, für Rettungskräfte, für die Polizei. Also das findet immer wieder bei uns besondere Berücksichtigung und natürlich auch, dass Kreuzungen zugestellt werden, damit müssen wir ja auch rechnen, oder dass selbst die Bahntrassen, also unser höchstes Gut in dieser Situation, also ich denke, mc Murphy muss in Bonn geboren sein, denn denn, denn wer kann sich so etwas ausdenken, da fällt die Einzige, die wichtigste Brücke in Bonn fällt aus und da. 5:25 Das zum zeitgleich dann 3. Viertel der Bonner Bahnen. Unsere erste Gedanke war natürlich ÖPNVÖPNVÖPNV, also viele Menschen kurzer Zeit Busse und Bahnen, genau Busse und bahnen dann, das war unser erster Lösungsansatz mit Parken, Reitplätzen und Busspuren und so weiter nutzen, nicht zurückbauen, auf gar keinen Fall und was passiert? 5:42 3 Viertel der Bahnen fallen aus, das kann sich nur mit Murphy ausgedacht haben, wir fühlen uns alle hier in Bonn glaube ich im Moment so ein bisschen wie ein Reallabor. Und ich weiß aber, dass das auch jetzt, weil wir über Gesundheit sprechen, also dass es beispielsweise die Pflegedienste, weil wir, dass das für die mit ihren kleinen Miniflitzern unterwegs sind, jetzt im Stau stehen und nicht zu ihren Patientinnen und Patienten. 6:01 Sprecher*in 1 Kommen sehr eng getaktet sind die. 6:02 Sprecher*in 3 Extrem eng getaktet sind. Genau. 6:04 Sprecher*in 1 Vorgaben genau die Zeit, sie zwischen den Terminen und an den Terminen und ich glaub die muss entweder reduzieren oder mehr Personal einsetzen. Ich weiß jetzt gar nicht wie es gelöst wird, aber das ist auch. 6:13 Sprecher*in 3 Mein oder schon vor der Nordbrücke? Es gab ja diese Task Force Verkehr, die sich von den großen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern gebildet hat damals. Als weil man nicht einverstanden war mit bestimmten Maßnahmen wie Adenauer, Lee und ein paar anderen Sachen. Das ist jetzt Geschichte, aber warum haben die sich gegründet, die großen Arbeitgeber, dazu gehört das UKB, dazu gehört die Universität, die bafin, die Post, die Telekom, aber eben auch das UKB, über das wir eben gesprochen haben, oder warum hat sich unser ehemaliger Stadtdächern picken dem angeschlossen, weil er gesagt hat, Diakonie, Caritas, Wir kommen nicht mehr zu den Menschen, also noch, und diese Situation hat sich halt ins Ex. 6:47 Ex Potential Exponential verschärft durch die Situation mit der Nordbrücke und dann kam der der Teilausfall des ÖPNV, also vom Bus und Bahnsystem noch da dazu oder auch die Frage wenn man heute, wenn man heute darüber redet, dass wir Bus schnell machen wollen, wo fährt der Bus denn auf einer ÖPNV Spur also der Bus fährt zu, ich habe es gelernt zu 9095% in Bonn über die normale Straße funktioniert die normale Straße nicht. 7:13 Manche sagen, der böse Autofahrer, wenn es für den nicht funktioniert, funktioniert es aber auch für den Bus nicht und auch nicht für den Pflegedienst und auch nicht für den Rettungsdienst. Also die sind auf die gleichen Straßen angewiesen und deswegen ist es dieses gegeneinander, was im Moment so oft sich auf der Straße abbildet. Das ist einfach falsch, wir müssen, wir müssen miteinander klarkommen. 7:31 Sprecher*in 1 Das und wie gesagt, es gibt natürlich viele Privatfahrten auch, aber eben wie man ja gerade aufgezählt hat, ganz viele berufliche Fahrten. Das sind ja auch Medizintechniker, das sind Vertriebler im Gesundheitswesen oder auch ne, das sind Installateure, Elektriker, also es sind ja nicht nur die. 7:47 Sprecher*in 3 Schichtdienste in den Krankenhäusern im UKB. 7:49 Sprecher*in 1 Genau ne. Das darf man alles gar nicht vergessen. Ich würde jetzt mal, weil das Thema, das werden wir heute nicht lösen, das ist aber ein sehr wichtiges Thema zur Städteplanung. 7:57 Sprecher*in 3 Aber mir ist wichtig zu betonen, dass wir das Mitdenken, dass das bei uns, dass es bei uns eine Rolle spielt. 8:01 Sprecher*in 1 Auf jeden Fall. Und das wäre nämlich zum Beispiel für mich eine Überleitung. Wie ist es denn mit der Wohnbauplanung zum Beispiel für angehende Pflegekräfte, für, ich sag mal gut, Ärzte haben ja meistens eine Möglichkeit, Mieten zu bezahlen, aber es gibt ja auch viele, die im Pflegebereich sind, die jetzt nicht das Gehalt haben, um teure Innenstadtmieten zu. 8:20 Sprecher*in 2 Sein und die dann mit ihrem Auto, die aber in die Stadt kommen, genau, und dann vielleicht eine Wohnung. 8:24 Sprecher*in 1 Suchen. 8:25 Sprecher*in 2 Wie ist das Stadtplanerisch wichtig? 8:27 Sprecher*in 3 Deswegen ist Wohnraum schaffen, und zwar auch bezahlbaren Wohnraum schaffen, für mich die soziale Frage unserer Zeit. Und wir sind da schlecht. Also man muss das ganz einfach sagen, wir sind in den letzten Jahren schlecht gewesen, wir wissen, dass wir zuzugsregionen sind, wir sind ausgesprochen attraktiv mit. 8:42 Ziebengebirge Rhein, Wir sind Internationaltes bundespolitisches Zentrum. Wir sind UN Staat, also wir haben eine Zukunft, wir sind zukunftsregionen. 8:50 Sprecher*in 2 Wir wissen, toll, ganz. 8:53 Sprecher*in 3 Toll. Ganz toll. 8:54 Sprecher*in 1 Auch mal. 8:56 Sprecher*in 3 Mit der genau, ja, mit der, mit dem. Aber das hat zur Konsequenz, dass wir perspektivisch 35000 Wohnungen brauchen, dass wir 1600 Wohnungen pro Jahr bauen müssten und dass wir, wenn wir uns die letzten 10 Jahre angucken, meistens 900 im Schnitt nur geschafft haben, 1600 zu 900, und das bei wachsender expandierenden. 9:12 Bedarf, und da müssen wir einfach besser werden. Und weil. 9:16 Sprecher*in 2 Wir keine Grundstücke haben, weil hier keiner bauen will. 9:18 Sprecher*in 3 Kann ja, es setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Also das eine ist, dass natürlich auch politische Mehrheiten Dinge verlangsamt haben, weil es unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, wie man baut, ja, das ist wie im wie im Leben, ich will da gar kein Urteil drüber fällen, aber der eine sagt Halt stark verdichtet und in die Höhe, der andere sagt, es soll aber großzügig sein, wie ein anderer sagt, es muss sich bei uns einpassen in das Umfeld, da gibt es unterschiedliche Ansichten, jeder hat irgendwie irgendwie. 9:42 Recht und hat auch muss man Verständnis haben für die Position, aber es gibt auch unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten aus meiner Sicht sehr viel egoistischer geworden als früher, nach dem Motto Die grüne Wiese neben mir soll grün bleiben oder wenn jemand neben mir baut, dann aber auf keinen Fall so hoch wie ich und erst recht nicht höher, also dieser Egoismen, es ist viel größer geworden, Bürgerinitiativen der Protest, der organisiert sich heute schnell, das heißt als Politikerin, 10:06 als Politiker muss man heute ein breites Kreuz haben und einiges aushalten und auch mal bereit sein. Dem unmittelbaren Wähler, der da schon wohnt, nicht nachzugeben, sondern auch an den zu denken, der da hinziehen könnte, der weiß dann zwar nachher nicht, dass man was für ihn getan hat, aber es ist vielleicht trotzdem richtig. 10:22 Ja, das heißt, die einen ja, die eine Problematik liegt darin, dass wir wieder Politikerinnen und Politiker brauchen, die mutiger sind, wir sollten auch wieder mehr an das soziale Miteinander denken in unserer Gesellschaft und uns eigene Egoismen ein bisschen zurückdrängen. 10:39 Wir müssen aber auch viel schneller werden, also in Genehmigungsprozessen. Petra, Da haben wir beide öfter drüber gesprochen. Digitalisierung, digitale Bauakte, Zustimmungsfiktion, was meine ich damit, hat das Amt XY innerhalb von 1234 Wochen nicht zugestimmt, gilt als zugestimmt, also wir können ganz viel tun, wir sind auch dran, wir haben uns am Anfang ein bisschen schwer getan, den Bauturbo des Bundes anzuwenden, das haben wir inzwischen mit Regeln festgelegt im Stadtrat. 11:04 Wir haben auch arbeiten an einem Planungsturbo, da muss die Politik mitspielen, weil ich bin ehrlich, das zielt als Erstes darauf ab, dass Planungsvorhaben in der Politik weniger beraten werden, nicht mehr ganz so oft, mehr, nicht mehr ganz so lange nicht mehr so viele Schleifen, das ist auch gut, aber damit dürfen wir nicht stehen bleiben. 11:19 Also es ist nicht nur die Frage von wegen Bauturbo des Bundes und Politik soll ein bisschen schneller sein in der Beratung. Wir brauchen digitalisierte Prozesse. Wir brauchen, dass Vorgänge parallel in die Aktenböcke der verschiedenen Beämter gehen und nicht nacheinander, und jemand ist krank und es bleibt ein paar Wochen liegen und wir brauchen eben auch irgendwelche Fristen, die wir uns selber setzen, wenn man innerhalb von so und so viel Wochen nicht zugestimmt hat, dann gilt als zugestimmt, also das sind jetzt nur Ansätze, das sind Gedankenansätze sagen, ja gut, die muss gedankenansätze. 11:46 Sprecher*in 1 Mit in den Topf werfen und dann darüber überlegen, ne, denn es gibt sicherlich auch Leerstand denke ich mal. Also wenn ich so ein gutes Bett. 11:53 Sprecher*in 3 Gibt es. 11:53 Sprecher*in 1 Gucke, gibt es doch reichlich Leerstand und? Ich weiß nie, wie man, ich bin jetzt da. Keiner der sich da gut auskennt, aber ob es da Möglichkeit gibt, dass eine Stadt das Mal übernehmen kann oder unterstützt das nach dem Motto, Wenn da hier ein Bauherr ist, dass man sagt, Mensch, wir als Stadt sind interessiert, wäre das das, das und das eine Idee, also da kenne ich mich aber jetzt auch zu wenig aus. 12:13 Sprecher*in 3 Das ist, das ist eine sinnvolle Idee, also durchaus. Wir haben ja viel Leerstand, auch im Büro Bereich, insbesondere bei den älteren Büroimmobilien der 50er 60er 70er Jahre würde ich mal sagen. Und da muss man sich halt Gedanken machen. Ist es richtig, dass an dieser Stelle noch gewerbliche beziehungsweise Dienstleistung angesiedelt ist oder könnte man das umwidmen? 12:30 Wohnen, das ist ne Frage, die wir uns stellen müssen, wir müssen uns auch die Frage stellen, können wir nicht als Stadt selber mehr bauen, wir haben nun mal eine städtische Wohnungsbaugesellschaft namens Febovag, Wir haben als Rat durchgesetzt damals durchgesetzt, dass es eine Stadtentwicklungsgesellschaft gibt, und ich glaube, beide Gesellschaften, Febovag und auch Stadtentwicklungsgesellschaft hätten noch viel mehr Potenzial. 12:52 Wenn das Zusammenspiel mit der Bonner Stadtverwaltung ein bisschen besser funktionieren würde, und das ist dann auch eine mit eine meiner Aufgaben, hoffentlich mit Unterstützung des Stadtrates, dass wir daran etwas verbessert und geändert bekommen. Aber. 13:03 Sprecher*in 2 Das ist ja schon interessant wieviel Einflussmöglichkeit oder wieviel Vorreiterrolle eine Stadt spielen kann, damit dann eben alle verstehen, Ach, in dieser Stadt lohnt es sich auch zu investieren. In diese Stadt kannst du hingehen. 13:14 Sprecher*in 1 Und bedarf da ne hier kannst. 13:16 Sprecher*in 2 Du auch was bewegen, weil oft hört man ja eigentlich geschimpfe, aber es ist eben gar nicht so, sondern die Stadt selber hat doch einiges in der Hand. Was sie anbieten kann für jemanden, der hier investieren. 13:25 Sprecher*in 3 Kann hat sie, aber es gibt auch Rückschläge. Ich will das auch ganz offen ansprechen. Nehmen wir mal die damalige Diskussion, dass Melpad jetzt ja heiß umkämpft melpad ja oder nein, hat es eine Zukunft 30000000, die fehlen? Aber das Melbad hätte ja längst saniert sein können, wenn es nicht auch da unterschiedliche Sichtweisen gegeben hätte. 13:41 Und ein Streit, der auch im Bürgerbegehren geendet ist, ging ja um die Frage, ob wir Wohnraum schaffen können für Beschäftigte des UKBS, also günstigen Wohnraum für Beschäftigte des UKBS am Rande des Melbads das ist abgelehnt worden, ich möchte jetzt kein schwarze Peter Spiel betreiben oder jemand die Schuld geben, aber so werden manchmal gibt es auch Rückschläge, dann werden halt gute Dinge aufgehalten oder im Victoria Carree, wo wir Studierenden wohnen, aber auch Ausbildungswissen. 14:05 Und Andenken ausbildungskräfte Fachkräftemangel auch ganz wichtig für die Gesundheitsbranche wieder, dass wir nicht immer nur an die Studierenden denken. Ich halte sehr viel von ihnen, aber wir sollen auch müssen auch an Ausbildung denken, Stichwort Gleichwertigkeit von Ausbildung und Studium. Ja, also das das, das wird immer dann in einer Stadt, das finde ich das Schöne, das ist ja das, was mich fasziniert an Kommunalpolitik hier wird wird das alles schlagend, hier wird das Realität, worüber man in Brüssel oder in Berlin oder in Düsseldorf philosophiert wird in der Kommune Realität, und hier muss umgesetzt und hier muss muss geschafft werden und ich gehe mal sogar so weit zu sagen, dass ich das Schicksal unserer Demokratie, Demokratie ist ja im Moment keine Selbstverständlichkeit 14:46 mehr, wir leben ja in anderen Zeiten als vor 2030 Jahren. Dass sich das auf unseren Straßen entscheidet. Wir erleben es im Moment in Wahlergebnissen. Ich möchte jetzt niemand beschimpfen, wer wie wählt, ich möchte nur nur festhalten, dass die Zufriedenheit der Menschen oder die Unzufriedenheit der Menschen über Wahlergebnisse entscheidet, ja auch das Abwenden von etablierten politischen Strukturen, ohne einzelne jetzt zu benennen. 15:08 Hat damit zu tun, dass die Menschen vielfach das Gefühl haben, dass man sich um ihre Probleme nicht mehr kümmert. So oder nicht ernst oder nicht ernst nimmt oder sich nicht kümmert oder keine Lösungsansätze hat und deswegen, wenn wir was für unsere Demokratie tun wollen, dann müssen die Menschen sich wieder gehört fühlen und wir müssen Lösungskonzepte auf den Tisch bringen, dass sie sehen, es geht voran. 15:27 Das ist, glaube ich, die Aufgabe, die wir alle gemeinsam parteiübergreifend zu stemmen haben. Ja, absolut. 15:31 Sprecher*in 1 Absolut. 15:32 Sprecher*in 2 Und dann sind wir eigentlich schon wieder im Kreis, weil das ist ja Gesundheit, Gesundheit, das was, was uns alle angeht, was jeder auch direkt spürt. 15:39 Sprecher*in 3 Das wäre dann gesunde Demokratie. Das. 15:40 Sprecher*in 2 Gesunde an der Demokratie gesunken oder wie auch immer. Aber das ist ja wirklich was, was uns alle betrifft und was, was jeden Schwimmer macht. Ich glaube, da sind wir in Bonn einfach, du hast eben die beeindruckenden Zahlen genannt, ja einfach gut aufgestellt, ich glaube, da ist der ländliche Raum noch mal wieder ganz anders. 15:56 Sprecher*in 1 Zu beurteilen. 15:57 Sprecher*in 2 Wie da die Versorgung ist. Aber das spielt eben, und das nehme ich jetzt mit, ganz wichtig rein, dass wir eben auch eine Gesundheitsversorgung haben, die auch diesen Standort dann schlussendlich attraktiv macht. Jetzt sind wir schon fast am Ende. 16:09 Sprecher*in 1 Tatsächlich, wir haben jetzt super schnell. 16:11 Sprecher*in 3 Schon so. Wir haben. 16:12 Sprecher*in 2 Uns schon gefreut, wenn du ich glaube, ich gebe dir 33 wünsche frei hättest. 16:17 Sprecher*in 1 So, diesmal ja, aber. 16:19 Sprecher*in 2 Einen, da wüsste ich schon einmal, ist die Nordbrücke, ist morgen wieder heil. Das war mir zu Anfang. 16:22 Sprecher*in 1 Okay. 16:23 Sprecher*in 2 Wenn du 3 Wünsche hättest, was würdest du dir wünschen? 16:26 Sprecher*in 3 Oh, das ist jetzt vielleicht n bisschen auf der Metaebene, aber ich würde mir wirklich, ich würde, ich würde mir, ich würde mir wirklich wünschen, dass wir wieder mehr versuchen miteinander zu arbeiten, in einem offenen, konstruktiven Dialog, anstatt nur irgendwelche Schlammschlachten über Social Media auszutreiben, es auszutragen, sondern dass wir dem anderen zuhören, dass wir versuchen, sein Argument zu verstehen. 16:49 Ich glaube, der Wert unserer Demokratie liegt darin, dass man auf die Suche geht nach Kompromissen. Das ist meines Erachtens ein Wert, eine Stärke unserer Demokratie, das sollten wir wieder mehr in den Fokus nehmen, das wäre mein oberster Wunsch, der steht, steht ganz oben. Ansonsten für. 17:03 Sprecher*in 2 Vielleicht auch so vieles Kleines. 17:04 Sprecher*in 3 Lösen ja, ja, mein mein ganz mein großer Wunsch für die nächste Zukunft ist, dass wir, dass wir gemeinsam, und zwar Verwaltung und Politik, die den Mut finden, nötige Entscheidung für diese Stadt zu treffen, das ist ein bisschen schwierig, wir haben schwierige Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat, wir sind es auch alle nicht miteinander gewohnt, so sparen zu müssen, wie wir es leider müssen, also ist kein Spaß, ne, jeder Oberbürgermeister wird gern mehr Schwimmbäder, mehr Kultur und wunderschöne 17:31 Dinge. Versprechen und aber die Wahrheit ist, wir haben Jahre und Jahrzehnte über unsere Verhältnisse gelebt. Die schöne Bundesförderung, die Bundesmittel sind weg und trotz gutem Strukturwandel noch mal, wir stehen ja gar nicht schlecht da, wir sind Nummer 4 bei der Gewerbesteuer, einnahmen Nummer 4, also Düsseldorf, Köln, Münster liegen liegen knapp, Münster nur noch knapp vor uns, also. 17:51 Sprecher*in 1 Das jetzt nicht Ansporn ist das Düsseldorf noch. 17:53 Sprecher*in 3 Vor uns liegen also wir haben, wir haben kein, Wir haben kein Einnahmeproblem, Wir haben ein Ausgabenproblem und mein zweiter Wunsch wäre, dass wir die Kraft finden, in der. Verwaltung als auch in der Politik die nötigen Konsequenzen zu ziehen, weil ich möchte mir, wir reden ja mit Gesundheit eigentlich um aus meiner Sicht auch ein soziales Thema, ich möchte, dass dass dass der soziale Zusammenhalt, der soziale Kit in unserer Gesellschaft, dass Themen wie Gesundheit, Wohlfühlen, Heimat, Gedanke, Lebensgefühl, dass das noch eine Rolle spielt, und das wird nur dann auch noch von uns finanziell unterstützt werden können, wenn wir uns trauen, an große Wunschträume, die 18:27 wir vielleicht auch mal politisch versprochen haben, uns zu verabschieden, damit eben Geld für die. Kleinen Dinge noch da ist, die wir erhalten wollen. So, das wäre mein zweiter Wunsch und ich darf wirklich noch einen. 18:36 Sprecher*in 1 Dritten Wunsch, Dritten auch noch. Jetzt bin ich gespannt. 18:38 Sprecher*in 2 Meine Oberbürgermeister. Aber ich find das so schön. 18:43 Sprecher*in 3 Für mich wäre eigentlich. 18:45 Sprecher*in 2 Menschen sind wie Träume und dann weiß man ja. 18:47 Sprecher*in 1 Wo man das. 18:48 Sprecher*in 3 Genau. Also ich würde ich gut, wenn es, wenn es eine Vision sein soll, also neben den wirklich sehr großen Wünschen, die ich gerade schon geäußert habe, dann möchte ich, dass wir alles rausholen aus der tollen Chance, die wir für diese tolle Stadt haben, dass wir internationale UN Stadt sind, dass wir uns darauf auch ein Stück weit ausrichten, wir sind beethovenstadt, wir sind UN Stadt, Wir sind ein zweites Bundespolitisches Zentrum. 19:10 Wir sind so viel und wir reden, wir reden schlecht manchmal. Wir reden es manchmal schlecht, also wenn Menschen von außen nach Bonn kommen, OK, wenn sie jetzt nicht gerade im Stau gestanden haben, eine Stunde, die finden das Herrlich hier, wunderschön, wir liegen im Herzen von Europa, wir sind landschaftlich so toll aufgestellt, wir haben DAX unternehmen hier, also wir haben so tolle Zukunftsperspektiven, wir haben eine eine der schönsten Innenstädte Deutschlands meines Erachtens, und wir sind immer in der Gefahr das schlecht zu reden und wir sollten, das 19:39 wäre ein dritter großer Wunsch. Den den Blick für die schönen Dinge nicht verlieren, damit wir auch nicht aufgeben, an diesen zu arbeiten. Und dazu würde unter anderem der UN Standort gehören, weil diese Internationalität, dieses internationale Flair tut unserer Stadt gut, absolut. 19:53 Sprecher*in 2 Was für ein schöner, ein schöner Schlusssatz. 19:55 Sprecher*in 1 Und ich kann das nur bestätigen, denn ich kenne ja aus meinem privaten Bereich viele der Kinder, die alle erstmal ausziehen, in andere Städte kommen irgendwann doch wieder zurück, weil sie Bonn einfach sehr schön finden, wenn sie hier groß geworden sind, ne, also das spricht ja auch für eine Stadt. 20:10 Dass viele auch gerne wieder, ich sag mal, nach Hause kommen. Was ist Großes gut, das wir hier haben? 20:17 Sprecher*in 2 Was für ein schöner Schlusssatz. Vielen, vielen Dank. Wir danken dem Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Herr Quito Deus ganz herzlich für die Zeit. 20:24 Sprecher*in 3 Und hat mir sehr viel Spaß gemacht. 20:25 Sprecher*in 2 Ja, und wir erleben wieder mal, dass Gesundheit viel mehr zu tun hat als nur Husten und Weiße. 20:30 Sprecher*in 1 Kinderhut nicht nur krank sein, sondern da gehört ganz viel zu und das haben wir heute ganz beeindruckend hören dürfen. Vielen Dank dafür. 20:38 Sprecher*in 3 Sehr gerne. 20:38 Sprecher*in 1 Wir bleiben dran, wir bleiben dran. Tschüss.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Stadt Bonn hat rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Gesundheitswesen, was jedem siebten Arbeitsplatz entspricht.
  2. Die Sperrung der Nordbrücke und der gleichzeitige Teilausfall des ÖPNV haben die Verkehrssituation in Bonn erheblich verschärft.
  3. Eine Task Force unter Beteiligung von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und weiteren Ämtern koordiniert Maßnahmen zur Bewältigung der Verkehrsprobleme.
  4. Pflegedienste, Rettungskräfte und medizinisches Personal sind auf funktionierende Straßen angewiesen, da der Busverkehr zu 90 bis 95 Prozent über normale Straßen läuft.
  5. Bezahlbarer Wohnraum ist die soziale Frage der Zeit; Bonn benötigt perspektivisch 35.000 Wohnungen, baut aber im Schnitt nur 900 statt der nötigen 1.600 pro Jahr.
  6. Digitalisierte Genehmigungsprozesse und schnellere politische Beratungen sollen den Bau von Wohnraum beschleunigen.
  7. Der Oberbürgermeister wünscht sich mehr offenen Dialog, Kompromissbereitschaft und Mut zu notwendigen Entscheidungen in Verwaltung und Politik.
  8. Bonn sollte seine Stärken als UN-Stadt, Beethovenstadt und Bundespolitisches Zentrum stärker wertschätzen und positiv nach außen tragen.

Summary:

In diesem Podcast-Gespräch diskutieren die Moderatorinnen Pamela und Petra mit dem Bonner Oberbürgermeister Guido Deus über die Verbindung von Städteplanung und Gesundheit. Der Oberbürgermeister betont, dass Bonn mit rund 40.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen und 20 Krankenhäusern ein bedeutender Gesundheitsstandort ist. Die Sperrung der Nordbrücke und der gleichzeitige Ausfall von drei Viertel der Bahnen haben die Stadt in eine Art Reallabor verwandelt. Eine Task Force, an der von Beginn an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt sind, koordiniert die Verkehrsmaßnahmen. Besonders problematisch ist die Situation für Pflegedienste und Rettungskräfte, die auf funktionierende Straßen angewiesen sind, da der Busverkehr überwiegend auf normalen Straßen stattfindet.

Ein weiteres zentrales Thema ist der bezahlbare Wohnraum. Bonn benötigt perspektivisch 35.000 Wohnungen, baut jedoch seit Jahren deutlich zu wenig. Der Oberbürgermeister fordert schnellere Genehmigungsverfahren, digitale Bauakten und mehr Mut in der Politik. Er kritisiert zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft und plädiert für mehr sozialen Zusammenhalt. In seinen drei Wünschen äußert er den Wunsch nach konstruktivem Dialog statt Social-Media-Schlammschlachten, nach mutigen Entscheidungen trotz schwieriger Haushaltslage und nach mehr Wertschätzung für die Stärken Bonns als internationale Stadt.

FAQs

Wenn ein Amt innerhalb einer festgelegten Frist nicht reagiert, gilt ein Antrag als genehmigt. So sollen Bauvorhaben nicht mehr durch kranke Sachbearbeiter oder lange Bearbeitungsschleifen blockiert werden.

Der Bauturbo des Bundes ist ein Instrument, um Bauvorhaben schneller zu genehmigen. Bonn hat sich anfangs schwergetan, wendet ihn inzwischen aber mit im Stadtrat festgelegten Regeln an.

Febovag ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die Stadtentwicklungsgesellschaft wurde zusätzlich vom Rat durchgesetzt. Beide hätten laut Oberbürgermeister noch erhebliches ungenutztes Potenzial, wenn das Zusammenspiel mit der Verwaltung besser funktioniert.

Es ging um die Frage, ob am Rand des Melbbads günstiger Wohnraum für Beschäftigte des UKB entstehen kann. Das Bürgerbegehren lehnte das ab, wodurch auch die längst fällige Sanierung des Melbbads aufgehalten wurde.

Dort entsteht Wohnraum nicht nur für Studierende, sondern auch für Auszubildende. Der Oberbürgermeister betont die Gleichwertigkeit von Ausbildung und Studium, gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche.

Weil sich das Schicksal der Demokratie seiner Meinung nach auf den Straßen entscheidet. Wenn Menschen das Gefühl haben, ihre Probleme werden nicht ernst genommen, wenden sie sich von etablierten politischen Strukturen ab.

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