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Haben Sie kurz Zeit, was CEO's bewegt, ein Podcast der Zeit.
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Diese Folge wurde aufgenommen am 25.06.2026.
Wie er der Hörerin und Hörer, ganz herzlich willkommen. Herzlich willkommen zum Zeitpodcast haben Sie kurz Zeit.
Ich heiße Rainer Esser, bin exekutive Advisor bei Holzbrink und Aufsichtsrat der Zeit, vor ihr weiß 27 Jahre CEO der Zeit.
Mein Podcast haben Sie kurz Zeit, geht es um die Schäffinnen und Schäfs große Unternehmen, ich unterhalte mich mit Ihnen weniger über Zahlen und Strategien, es geht um den Menschen hinter der Rolle, was treibt Ihnen an, was treibt Ihnen um, woher kommt Ihr, was will er erreichen und was will er weitergeben.
Mein heutiger Gast ist Christian Sewing, der CEO der Deutschen Bank. Herzlich willkommen, Christian. Vielen Dank, Rainer, schön, dass Sie hier wirst.
Für diejenigen unter Ihnen, die Christian Sewing noch nicht so gut kennen, ein kurzer Abriss seines Lebens, wir kennen uns seit über 10 Jahren und deshalb dutzen wir uns.
Christian Sewing hatte eigentlich einen anderen Plan fürs Leben, er war ein ziemlich guter Tennispieler und hätte vielleicht Sportsjournalist werden können, aber sein Vater hatte eine bessere Idee, eine Bankleere und so begann eine Karriere, die ihn vom Arzubi bei der Deutschen Bank in Biele fällt, bis ganz nach oben führte, im ziemlich wörtlichen Sinne.
Wir sitzen hier im 34. Stock. Das insofern auch praktisch, als man von hier oben die Konkurrenz kaum noch sehen kann. Und im Moment gibt es tatsächlich einiges zu betrachten. 90.000 Mitarbeiter, 1,4 Billionen Euro Bilanzumme und zuletzt fast 10 Milliarden Euro gewinnen.
Vorsteuern, der höchste seit 2007. Was ich an seiner Geschichte, aber viel interessanter finde, der junge, der eigentlich Tennis und Journalismus im Kopf hatte, hörte auf sein Vater, machte die Bankleere und traf damit offenbar nicht die schlechteste Entscheidung seines Lebens, denn ausgerechnet der ehemalige Arzubi aus Biele fällt, verantwortet heute einen der größten Finanzkonzerne Europas.
Die war Christian, ich bin zu dir gekommen, weil du ein bisschen weniger Zeit hast als ich und weil man hier bei der Deutschen Bank, unsere Höhren und Höhre offenbar ein bisschen näher am Himmel empfangen kann.
Kannst du unsere Höhren und Höhre ein bisschen einladen, was wir hier oben sehen, 34. Stock.
Erst mal freue ich mich sehr, dass du hier bist. Ich freue mich auch wirklich auf das Gespräch. Du bist in der Zentrale der Deutschen Bank, in dem für viele der Deutschen Bank-Mitarbeiter oder Mitarbeiter-Ikonomischen Gebäude, den Zwillingstürmen, die einen sagen soll oder haben, die anderen A und B-Turm.
Und um es so zu bringen, du bist in dem A-Turm. Wir sind im 34. Stock. Das sind die Besucherräume. Es gibt eigentlich nur noch einen Stock über uns. Da werden die Aufsichtsratssitzungen abgehalten.
In dem Stock unter uns, gerade wo wir jetzt sitzen, wenn wir durchbrechen würden, würdest du bei meinem Chef sitzen, bei Alexander Wainens, der heute auch hier ist.
Und in 32 und 31 sitzen die Vorstände und dann die gesamten Abteilung. Also wir sind im Grunde im Herzen der Deutschen Bank angelangt.
Zauberhaft und der Blick kriegt du ja nur den Blick vergessen. Ja, den Blick den vergessen ich eigentlich nie, weil ich jeden Tag natürlich selbst genießen kann. Also wir schauen jetzt raus Richtung Sachsenhausen und haben den Mein vor uns und auch den einen oder anderen Mitbewerber, den sehen wir auch.
Aber das Schöne an diesem Gebäude ist, dass es einmal sozusagen ins Runde geht. Wenn wir jetzt zur anderen Seite gehen würden und in dem Büro gegenüber sitzen, dann haben wir den Taunus.
Und wenn man etwas weiter nach links gehen, dann ist das da, was wir seit 2019 verantworten, nämlich den Deutsche Bankpark.
Großartig. Christian, die Deutsche Bank, das ist Abs, das Christian, das ist Herrhausen.
Große Bänke haben die Bank zum Epizentrum der Deutschland dagegen gemacht. Und dann kam so eine Zwischenphase, dann kam internationale Großbänke, die ganz groß gedacht haben.
Und eine Trümmerlandschaft hinterlassen haben. Und dann hat der Aufsichtsrat einen Bodenständigen aus Westfalen aus Bündegeholt, der in der Bank seine Karriere gemacht hat.
Und er räumt die Trümmer weg und auf einmal gibt es einen Rekordgewinn, den es noch nie in der Historie der Deutschen Bank gegeben hat. Wie schafft man das?
Ja, zunächst einmal ist natürlich eine Entwicklung, die du jetzt beschrieben hast mit den neu Deutsch absent, vielleicht auch Downs.
Nicht was, was nur der Deutsche Bank passiert ist. Also von daher, das sind durchaus Schwankungen, die Branchen spezifisch sein können, die allerdings auch teilweise sozusagen nur ein Unternehmen betreffen.
Auch von daher ist es jetzt nicht was komplett außergewöhnliches. Und glaube deswegen kann man natürlich auch von vielen anderen lernen, die vielleicht durch eine ähnliche Situation gegangen sind.
Das habe ich mir immer sehr, sehr genau angeschaut. Was haben eigentlich andere Unternehmen gemacht, die vielleicht in einer ähnlichen Situation waren, wie wir 2018.
Und wie ein Denkstüder.
An andere Deutsche Industrieunternehmen, die Schwierigkeiten gehabt haben, die auch durch technologische Umwelzung, aber vielleicht auch durch die einen oder andere Fehlentscheidungen sozusagen in Probleme geraten sind.
Und dann habe ich mir immer angesehen, wie er das Management reagiert. Und es war mir eigentlich in 2018. Ich hatte ja den Vorteil, dass ich schon damals. Kann das das Unternehmen schon ein bisschen? Genau, ich war ja im Grunde im knapp 30 Jahre schon in dem Unternehmen drin, dass ich schon meines Erachtens genau wusste, was die Stärken und die Schwächen des Unternehmen sind.
Und warum die Deutsche Bank in den Jahren, wie du sie eben genannt hast, immer weiter nach oben gekommen ist, warum sie dort hingekommen ist.
Ich glaube, wir haben dann in 2018 uns zunächst einmal auch trotz der Krise, in der wir waren ausreichend Zeit zur Analyse genommen.
Und das habe ich in meinem Kreditbereich gelernt. Man muss Dinge verstehen, bevor man dann auch handelt.
Es ist natürlich ein Zeitdruck gewesen, aber wir haben wirklich versucht zu verstehen, woran liegt es, dass wir da sind, wo wir sind.
Und dafür gab es Genübengründe. Und dann haben wir auf Basis dieser Analyse haben wir entschieden, worauf wollen wir uns fokussieren.
Und ich glaube, so absurd das vielleicht klingt, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ein fokussiertes Unternehmen, was sich manchmal auch sozusagen schmaler macht, auf Dauer wieder viel besser wachsen kann und stärker werden kann.
Und dieser Fokus, die Klarheit in der Strategie, gekoppelt mit einer enormen Disziplin Tag für Tag ist von oben, von der Top sozusagen vorzuleben, diese Umsetzung vorzuleben.
Und es dann aber auch reiner gut zu kommunizieren und versuchen 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen.
Aber auch ehrlich zu sagen, dass wir jetzt für die nächsten zwei, drei Jahre wirklich schwierig werden und da werden wir auch Rückschläge haben.
Ich glaube, diese Kombination von den Dingen ist der Erfolg des Turnerorts. Was waren die schwierigsten Rückschläge auf dem Weg?
Es gab ja da immer wieder Vorwürfe, Geldwäsche und Trump und Epstein hatten ihre Kunden bei der deutschen Bank.
Kann man gar nicht so sagen, was jetzt genau das Schwierigste war, das schöne im Leben ist ja, dass auf einmal was von der Seite kommt, wo man überhaupt nicht gerechnet hat, auch nicht als CEO der deutschen Bank und ehrlicherweise auch nicht der gesamte Vorstand oder eben sogar der Aufsichtsrat.
Die Frage ist ja, wie reagiert man auf diese Situation, wie flexibel ist man?
Und auch wieder sozusagen, aber ich halte das für enorm wichtig, habe ich übrigens beim Tennis gelernt oder im Sport gelernt, wie resilient ist man und wie nimmt man diesen Rückschlag auf.
Aber ich würde schon sagen, dass der erste gefühlte Rückschlag war für mich, dass wir eine klare Strategie gehabt haben, aber der Kapitalmarkt sofort Ergebnisse haben wollte.
Und ich bin der Meinung, du wirst dann Unternehmen nur dann langfristig aufstellen können, wenn du auch sozusagen langfristige Ziel hast und auch etwas Zeit brauchst und diese Zeit sich zu nehmen, obwohl kurzfristig Druck kommt, ob es von Rating Agenturen kommt, ob das vom Markt teilnehmen kommt.
Schau, ich bin mit 11,38 Euro eingestehen, am 8. April 2018 und wir waren zwei Jahre später, trotz erfolgreicher Restruktion Strategie, an einem Tag bei unter 5 Euro in unserem Aktienkurs.
Und das sind natürlich gefühlte Rückschläge, und anderer Rückschlag ist, wenn wir Untersuchungen haben, mit denen wir nicht gerechnet haben.
Ein anderer Rückschlag ist, wenn wir völlig in gegen unsere Erwartungen andere Gerichtsurteile bekommen, die uns dann veranlassen, eine hohe Wettberichtigung zu nehmen.
Das sind alles Rückschläge, aber in dem Moment, wo man einen Unternehmen klar aufgestellt hat, wenn man merkt, dass das operative Geschäft anfängt zu laufen.
Und der dritte Punkt ist, wenn man dann auch spürt, dass 90.000 Mitarbeiter die Strategie kaufen und dahinter stehen. Dann wirst du diese Rückschläge auch verdauen können, die tun weh?
Dann steht man wieder auf, man merkt, dass auch diese Rückschläge diese tun.
eine holle Bank nicht umwerfen können.
Ganz im Gegenteil, uns haben die Rückschläge,
nicht dass sie sie jetzt noch mal erleben möchte.
Aber sie haben uns auch eine gewisse Verstärke geleitet.
Und haben uns natürlich dann auch einen Ansinggegebungssamme.
Verdammt, diese Bank ist mit vielen Dingen umgegangen.
Da muss was stärkeres Interessant sein.
Du hast in den ersten paar Jahren den Aktien-Coast,
der Bank erst mal halbiert.
Da werden ja Scheroldern und wirklich sehr unruhig.
Die hast du dir in den Griff bekommen.
Bei der Zeit, als ich anfing, das Unternehmen war auch in roten Zahlen.
Der meint erstes Jahr war das Rekordjahr der Zeit,
ein so hohen Verlust hatte das Unternehmen noch nie gehabt.
Aber wir gehören jetzt ein Familienunternehmen.
Und die denken mittel- und langfristig.
Und nicht ans Scherhol der Value, weil hier war das anders.
Die Katarys wollen ja Return sehen und die ganzen Pension-Fanz.
Ja, das ist sicherlich richtig, wobei du nennst gerade jemand,
das ist ja auch öffentlich bekannt.
Einer unserer Hauptscherhode ist, und da kann ich nur sagen,
die Langfristigkeit und auch der lange Atem,
dieses Scherhodes aus Katarys ist nicht nur bewundernswert,
sondern war eine ganz starke Stütze.
Was diese Scherhode oder Aktionärer verlangen ist, Ehrlichkeit.
Und ich habe immer von Anfang an gesagt,
in 2019 dieses Institut muss tiefgreifend reestructuriert werden.
Das werde ich nicht in drei Monaten schaffen.
Das werden wir nicht in sechs Monaten schaffen,
sondern wir werden Meilensteine auf Jahresbasis rausgeben.
Die werden wir versuchen zu halten.
Wir werden alles tun. Wir haben sie auch alle gehalten.
Und dann werden wir über die Zeit eine Verbesserung sehen.
Und ich glaube, die Klarheit in der Kommunikation.
Ich glaube auch diese Ehrlichkeit,
dass man von Anfang an gesagt hat, die Deutsche Bank
ist nicht innerhalb vom halben Jahr zu drehen.
Die hat viel überzeugt. Und wenn du dann anfängst,
dass du, obwohl du vielleicht erst ein großes Ziel der Profitabilität
in zwei oder drei Jahren hast,
aber du gibst zwischendurch Meilensteine
wie so Key Performance Indicators raus,
wo du sagst, die sind auf dem richtigen Weg und du triffst sie.
Da merkt man mehr und mehr, dass der Glaube
und das Vertrauen in das Unternehmen und damit auch in das Management wächst.
Bis Nummer eins.
Nummer zwei, Rheiner sind die Menschen, die den Unterschied machen.
Ich produziere keine Autos, ich produziere keine Fammerzeutiker,
sag mal etwas schlabsig, wir haben einen Sparplan, wie viele andere auch,
bei uns macht der Mensch den Unterschied.
Und ich glaube, das ist wichtig gewesen,
dass wir die Kultur der Bank geprägt haben, die Kultur der Menschen,
dass wir einen klaren Nordstern haben, auf dem wir zuarbeiten.
Und dass der auch im Management so verteidigt wurde
und diese Aktionäre unterhalten sich nicht nur mit dem CEO,
die unterhalten sich mit dem CEO vor,
die unterhalten sich mit den Leitern der einzelnen Geschäfte,
wenn die immer wieder, dasselbe Narrativ bekommen,
dann bildet sich Vertrauen.
Und so wird haben wir Monat für Monat vertrauen aufgebaut.
Und sollte es mal der Fall gewesen sein, Rheiner,
dass wir ein Ziel nicht erreicht haben,
dann haben wir es auch offen kommuniziert und haben auch einen Grund gegeben.
Und deswegen ist das im Grunde um eine ehrliche, transparente Kommunikation.
Und last but not least, das sind dann aber so kleine Teile,
die man es nicht allein aus, aber ich hab von Anfang gesagt,
ich glaube, an die Riechtrukturierung der Deutschen Bank
und aus meinem eigenen Gehalt werde ich schon substanziellen Anteil
immer jeden Monat an Deutsche Bank Akzien kaufen,
weil ich einfach der Meinung bin, ein Management,
was sich mit diesem Institut identifiziert,
sollte auch selbst investieren.
Und auch das gibt natürlich dann immer wieder, was soll ich sagen,
das ist sozusagen nicht eine Angestellte CEO,
sondern der hat was vom Entrepreneur.
Hast du das von zu Hause auch mitbekommen, ein Vater war?
Unternehmer hat eine Druckerei,
der hat ja einiges mitgegeben oder nicht nur den Rat.
Ja, nicht nur den Rat, also du hast das ja eben in der Einleitung richtig gesagt.
Es war in der Tat so, du bist zu nett zu mir.
Ich weiß gar nicht, ob er mir die Banklehre unbedingt aufgedrückt hätte.
Es gab auch ein Moment, warum ich eine Lehre machen musste.
In mein nummeres Lauses war nicht gut genug für das Studium, was ich machen wollte.
Von daher hätte ich auch nicht sofort das Studium machen können.
Und da hat er gesagt, es ist sowieso besser, wenn du erst mal was ordentliches lernst.
Und das war dann der Bankkaufmann.
Was hast du noch von ihm gelernt?
Ja, aber genau das hab ich von ihm gelernt.
Ich werde nie vergessen, er hat eine kleine Druckerei mit einem Kompanyon,
also eine 50-50-Eigentümmerschaft.
Und was ich einfach gelernt hat, ist seine unglaubliche Fährnis.
Und die hat er allein seinem Geschäftspartner gegenüber.
War meint Vater, also der hat sich in Fährnis überschlagen.
Ich kann in eine Situation aus meiner Kindheit sagen, was heißt Kindheit, ich war 18 Jahre.
Und wollte abends mit Freunden nach Bielefeld fahren, von Bündem nach Bielefeld.
Aber ich hatte leider nicht der genügend Sprit im Tank.
Und bin zu der Tankstelle gefahren, wo mein Vater immer das Geschäftsauto
und den Lkw getankt hat und hab auf Recht liegt und hab auf Rechnung getankt.
Das wäre ja noch in Ordnung gewesen.
Aber ich hab vergessen ihn zu sagen, dass ich damals für 28 Mark getankt habe.
Und dann kam er nach drei Wochen mit einem Ausdruck, mit einem Exzelschied.
So eine lange Liste wieder und das war dann gelb angemarkt, du hast gesagt, du hast betrogen.
Und das war, es ging ihm nicht darum, dass ich sozusagen mir was geborgt habe.
Es ging ihm darum, dass ich ihm das nicht gesagt habe, weil er in einmal Verantwortung
gegenüber seiner Firma und seinem Kompagnion stand.
Und diese Fährnis, diese Klarheit, die hab ich von ihm gelernt.
Und dass man sich nicht bereichert so, sondern ich aber, dass man ehrlich ist, dass man klar ist.
Und dass man Dinge zurückgibt.
Und mein Vater war immer so, wenn es auch der Firma nicht gut ging, dann hat er dann viel der Sommerurlaub aus.
Bei uns viel der Winterurlaub aus.
Wir haben immer Winter und Sommerurlaub gemacht und in einem Jahr du kennst die Geschichte viel der Winterurlaub aus.
Und er hat meine Schwester mich gefragt, was er lieber machen wollte.
Und da hab ich gelernt, er hat immer gesagt, meine Hauptaufgabe ist 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeit und Pro zu halten.
Das ist meine primäre Aufgabe.
Wenn die leiden, weil sie weniger Weihnachtsgeld bekommen, dann müssen wir auch zurückstecken.
Ja, die Zeit schrieb mal, du bist der deutschste, aller CEO's, der deutschen Bank.
Ja, der deutschen Bank.
Na ja, gut, ich bin natürlich deutscher als die, die auch in anderen Reisepas gehabt haben.
Das ist erst mal klar.
Ich weiß es gar nicht, jetzt hab ich leider nicht alle kennenlernen dürfen.
Es wird natürlich viel über Hermann Josef abgesprochen.
Ich hab leider persönlich Herrn Herrhausen nie kennengelernt, von daher mag das richtig sein.
Vielleicht bin ich von gewissen Werten her sozusagen sehr, was man unter Deutsch versteht.
Ich glaube allerdings von der Internationalität, bin ich glaube ich sogar internationaler als viele meiner Vorgänger.
Und ich glaube, das ist genau das, was diese Bank prägen muss.
Deutschland muss eine globale Bank haben. Und das sind wir.
Wir können international, aber nur dann erfolgreich sein, wenn wir am Heimatmarkt reusieren.
Von daher bin ich der festen Überzeugung, dass die Führung und gerade ich sozusagen den Heimatmarkt verstehen müssen.
Dass sie auch verstehen müssen, wie die Kultur ist und wie man denkt.
Und wenn wir das gut können und trotzdem eine internationale Seite haben,
dann können wir die Bank richtig erfolgreich machen und auf dem Exemplar.
Also es hat geholfen, einen deutschen aus Ostwestfalen zu holen, der die Bank richtig gut kennt und liebt.
Und vor allen Dingen das Kerngeschäft, Unternehmenskredite vergeben und gut kennt,
als wieder einen internationalen Banker aus London oder New York oder aus der Schweiz zu holen.
Ich glaube die Mischung macht es. Ich bin der festen Überzeugung.
Gerade in dieser Zeit, in der wir jetzt sind, dass durch die geopolitischen Verwerfungen der Volatilität,
aber auch der Fragmentierung der Welt, das ist enorm wichtig ist, dass man den Heimatmarkt kennt,
dass man auch eine gute Verbindung zur eigenen Regierung hat.
Ja, da ist es natürlich Vorteilhaft, wenn man sich hier auskennt.
Aber wenn du dir dann den gesamten Vorstand der deutschen Banker guckst,
ich glaube, wir sind der internationalste Vorstand von allen 40 DAX-Unternehmen.
Und da bin ich sehr, sehr glücklich drüber, aber es ist mit sich ja nicht vernachteil,
jemanden hier an der Spitze zu haben, der Deutschland kennt und der sie auch einmal mal gut auskommt.
Du warst in Tokyo, in Singapur, in London, also sehr international, auch tätig.
Hast aber deine Ausbildung ausschließlich hier bei der Bank gemacht.
Lehrling und dann die Bankakademie.
Hast du irgendwann mal auch bereut, dass du nicht auch mal irgendwie in Harvard warst oder in Stanford oder Inzert,
oder eine dieser großartigen Schulen, wo die anderen gerne reisieren und dann mal so ein MBA in den Lebenslauf schreiben?
Ja, sicherlich. Ich schau damit Bewunderung darauf, welche Ausbildung andere gemacht haben.
Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich's bereuen würde, weil für mich hat sich die Frage dann ab irgendein gewissen Zeitpunkt nicht mehr gestellt und hat sich ja übrigt.
Aber ich bewunder das See, mit welcher Breite einige Menschen kommen und dann auch so argumentieren,
also nicht damit Glänzen wollen, sondern einfach in der Argumentation merkt man natürlich schon,
welcher Background von der Lehre und von der Education dort hintersteht, das bewundere ich.
Aber ich habe mich damals für diesen Weg entschieden und wusste natürlich auch nicht, zu dem Zeitpunkt, ob es so richtig ist,
aber ich kann einfach nur sagen rein, dass mir das wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Ich bin in die Bank klebrere reingekommen und wusste nicht, auf was auf mich zukommt.
Das war noch die alte deutsche Wahrheit, das waren die dicken Teppiche und das war noch sehr hierarchisch.
Es war sehr hierarchisch und dann habe ich das große Glück gehabt im zweiten Ausbildungsjahr, was ihr Leben zu dürfen,
was damals eigentlich auszubilden und nicht aufgeschlossen wurde und das war die Firmenkundabteilung.
Und da hat es mich gepackt. - Da ging die Post ab.
Da ging wirklich die Post ab, weil ich auf einmal und habe noch einen wahnsinnig guten Chef gehabt, der 1990,
also wie man vorstellt, 1990 einen A zu B mit zum Kunden genommen hat.
Also normalerweise hättest du maximal das Autofahren dürfen, aber dass du auch sozusagen die Schwälle. des Viertners überschrittenes und mit im Kunden gespräch war es, das war äußerst selten.
Und da habe ich auf einmal die Faszination des Bankgeschäftes kennengelernt, nicht nur weil wir über
Unternehmenskredite oder was was ich sprechen, sondern weil wir natürlich diesen wunderbaren Blickwinkel
bekommen, in jeder andere Industrie reinschauen zu können und auch die Kunden zu verstehen.
Und ich habe Wirtschaft in der Bank, in der Firmenkundabteilung in Deutschland gelernt.
Dort habe ich gelernt, was Wirtschaft heißt. Und das hat mich colloser fasziniert und da waren
mir klar, nach der Banklehre, ich will hier bleiben und ich will kein Studium mehr machen,
was für meine Mutter eine furchtbare Nachricht war. Sie hat gedacht, ja, sie hat gesagt, du schmeißt
deine Karriere weg, du musst ein Studium haben. Und mein Vater war wieder der, der gesagt hat,
der junge entscheidet alleine. Cooler Papa. Ja. Du hast erwähnt vorhin das Tennis-Spiel und
was in der Oberliga gespielt. Stimmt. Sehr erfolgreicher Tennis-Spieler hätte auch noch mehr
draus werden können. Ne. Und es ist bekannt, dass du sehr starke Grundschläge drauf hast und immer
gerne die Gegner in unterschiedliche Ecken jagst. Was hast du da von übernommen im Job?
Ja, aber ich würde es etwas anders beschreiben. Es ist schon richtig. Ich bin zum Netz gekommen, um
entweder dem Gegner zu gratulieren oder um mir die Gratulation abzuholen. Ich war wahrscheinlich
einer der schlechtesten Oberliga-Spieler im Sinne von Surf and Walley. Ich habe jetzt gerade mit
einem Freund gesprochen und ihm gesagt, du ich spiel wieder mehr Tennis, aber ich habe so ein bisschen
Schulterprobleme und kann schlechte Aufschlagen. Da hat er dazu mir gesagt, das macht bei dir so
so keinen Unterschied. Also von daher weiß man, wo meine Stärken und Schwächen waren. Sie waren garantiert
nicht im Aufschlag und im Walley-Spiel. Von daher, ich habe mich an der Grundlinie eingegraben und ich
habe über die Langfristigkeit der Spiels und über den Kampf und einfach über eine Art fast null
Fehlerpolitik. Hab ich vielleicht den einen oder anderen Gegner zermürbt. Und das war so sagen meine
Strategie. Das ist in gewisser Weise kann das erfolgreich sein. Aber dann sozusagen in den
obrindlassen Abobo-Liger wird es eng her. Wenn du dann top Gegner bekommst, die einfach zu schnell
spielen und zu aggressiv sind, also nicht aggressiv im Verhalten, sondern von der Spielart,
dann wird es auch mit dieser Spiel, weil es schwer von daher, lass uns die Kirche im Dorf bleiben,
über Oberliga hinaus wäre für mich nichts gewesen. Ich wusste immer, es ist ein toller Sport.
Ich habe viel gelernt, menschlich auch wirklich viel gelernt, aber ich hätte niemals Geld damit
verdienen können. Gut, dass du dann doch einen anderen Weg eingeschragen hast. Aber Sport Journalist,
das wird auch was gewonnen. Ja gut, das war ja mein Wunsch. Aber da gab es die Journalisten-Schule
im München und die hat ein moruss Lauses von 1/4 oder 1/5 gehabt und davon war ich doch weiter entfernt.
Und dann kam die Diskussion, denn eins gab es auch beim meinem Vater 1999 noch nicht, das so
genannte Gap hier. Also die Diskussion, die hätte ich ja besser nicht aufgemacht. Und von daher
hat er gesagt, mach mal was ordentliches und dann kam die Bankläre. Aber Sport Journalist ist im
Herzen immer noch was ganz, ganz, ganz großes für mich. Also wenn du heute beim FC Bayern auf der
Tribüne sitzt und dann wehmütig mal der Gedanke Sport Journalist bei der Süddeutschen Zeitung,
bei der FHZ, bei Kika. Ja, Sport Journalist jetzt alles was ich zu irgendwie an bestimmten
Medium sage wird mir morgen dann negativ ausgelegt. Ich habe aber fähreweise wirklich als Kind,
ich habe die Menschen wie Harry Valerien Dieter Kürten, die habe ich gewundert. Kannst
ich noch 1982, weil das glaube ich WM in Spanien, legendäres Interview. Ich glaube es war
entweder Harry Valerien oder Dieter Kürten am Schwimmbadrand mit Paul Breitner. Dieses Interview,
wie die das hat mich versiniert. Das hat mich fasziniert, zwar legendär und da ist im Grunde für
mich klar geworden, da will ich rein. Ich habe es nie geschafft. Und deswegen, ja es gibt
Momente auch heute noch, wo ich sage, schade hätte ich gerne gemacht. Aber dieses zermürbende
Grundlinienspiel, diese Strategie war ja dann bei der Deutschen Bank auch erfolgreich. Ihr langfristig
denken und den Gegner zermürben und strategisch denken. Und nicht den schnellen Punkt am Netz machen,
den vielleicht deine Vorgänger immer gerne gemacht haben. Das stimmt. So habe ich noch nicht
übernacht gedacht. Wir waren aber auch in einer Situation, wo ich glaube, eine andere
Reuen, der eine andere Strategie nicht möglich gewesen wäre. Denn wir haben uns einfach in den
Jahren zuvor zu sehen, meines Erachtens von unserem ursprünglichen Geschäft, von unserer Ursprünglichen
Stärke entfernt. Wir haben alles gemeinsam. Und das meine ich auch so. Das möchte ich auch immer
wieder betonen. Ich war ja vorher schon, wie gesagt, 30 Jahre in diesem Institut. Und ich war ja nicht
nur leerlegen, sondern du bist ja ganz normal, die Karriere leiter aufgegangen. Und auch ich habe
viele Entscheidungen mit entschieden. Oder ich war zumindest sozusagen dabei, als ich vielleicht
gesehen habe, uff, hier kommt gerade eine Ungleichgewicht in die Bank. Von daher fühle ich mich auch für
die Zeit mitverantwortlich, ehrlicherweise. Und ich wusste, dass dauert länger, du musst jetzt in langen
Weg gehen, um diese Bank wieder solide aufzustellen. Das hat wirklich viel mit Aufräumen, Klinab,
auch mit viel, viel Veränderungen auf der menschlichen Seite zu tun, dass wir uns einfach von vielen
noch trennen mussten, die einfach in diese Kultur nicht mehr gepasst haben. Ich habe sie auch in
Scheidung, die wege tan. Total, total, weil du einen Vater hat ja gesagt, er möchte seine 30
Leute alle an Bord behalten. Und als du hier kamst, sind dann erst mal sechs, sieben tausend gegangen.
Ja, sogar mehr. Als ich kam, waren sogar über 100.000 Mitarbeiter. Wir sind dann 9,9.
Hier sind dann genau, da sind wir runtergegangen und glücklicherweise, so wie wir die Bank dann
aufgestellt haben, sind wir auch in den einen oder anderen Bereichen wieder gewachsen. Aber ja, das tut
weh, weil man ja wirklich nicht nur über den einzelnen Menschen entscheidet, sondern ganze Familie
und hinter sind. Und ich glaube, du kannst dieser Frage wiederum nur mit einer Klarheit, einer
Ehrlichkeit. Und ich habe es immer damit begründet, dass ich mit diesen Schritten sozusagen die
Gesamtbank in eine bessere Situation versetze und damit 80,90 Prozent der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die hier sind oder die noch hier sind im Grunde genommen eine dortige bessere Zukunft
versprechen. Aber ja, auch übrigens bei Trennung im Vorstand oder darunter. Das sind sehr, sehr
unschöne Dinge. Und gerade, wenn man lange zusammengearbeitet hat, ist das natürlich auch eine
Belastung für Partnerschaften, Freundschaften und so weiter. Gibt es Entscheidungen, die du gefällt
hast, auch im Verbund mit den anderen, die du heute anders machen würdest? Ja, genügend. Also ich
glaube. Ich glaube, eine strategische Entscheidung, jetzt ohne ins Detail zu gehen, aber als wir 2019 die
große Restructurierung bekannt gegeben haben, hat mir ein ganz, ganz erfolgreicher Banken CEO aus
Amerika damals gesagt, zu dem ich in dem Jahr zuvor ein enorm eng Kontakt und gerade aufgebaut
hat und den ich immer so ein bisschen auch als Sparingspartner nutzen konnte. Der hat zu mir gesagt,
macht eigentlich alles Sinn, was du so wo du hin willst, ohne dass er natürlich die Details wusste,
aber er sagt, ich gebe dir einen grundsätzlichen Vorschlag, wenn du deine erste große Restructurierung machst,
dann sei noch 20% radikaler als das, was du eigentlich willst, das brauchst zu später. Und ich
hab das nicht umgesetzt. Und das waren Fehler. Denn wenn du einmal eine große Restructurierung gemacht
hast, nach 1 oder 2 Jahren wieder anzusetzen, das ist so wie mir gerade ein Arzt gesagt hast,
wenn du mal operiert hast und du machst eine Nabe wieder auf, das ist nicht so ganz einfach. Von daher
ist das was, wo ich nicht richtig zugehört habe, weil ich vielleicht auch zu ängstlich war und weil ich
dachte, ich gehe schon weit genug und hatte dann diesen zusätzlichen Mut nicht. Das ist ein Punkt. Und
dann reiner gibt es Fehlentscheidungen auf der Personalseite. Ist ja nicht so, dass wir 2018
eingestiegen sind mit einem Vorstandstaplo, was genauso heute noch aussieht. Da gibt es natürlich
Entscheidungen von einzelnen Vorständen, die gesagt haben, nach einer bestimmten Zeit. So,
jetzt möchte ich was anderes machen, aber es gibt auch Korrekturen, wo ich meine vorherige
sich korrigieren muss. Und ich glaube, das ist ganz normal, aber in irgendeiner Form, was dann
ja am Anfang schon eine Fehlentschätzung. Und das wichtigste ist, dass man die selbst erkennt
und dass man versucht herausfinden, warum habe ich das wie entschieden und was lerne ich daraus.
Von da gibt es auch auf meiner Seite viele Dinge, die ich wahrscheinlich hätte besser machen können.
90.000 Mitarbeitende schauen auf ein, dann gibt es sich Aufsichtsrede, die schauen auf ein,
gibt es noch die Medien, die ständig schauen, dass wir irgendeinem etwas ausgraben können. Und
du musst große Entscheidungen treffen. Und die Herrschaften, um dich herum, sind sicherlich
netter Menschen, aber da gibt es immer auch welche, die nicht unbedingt an deinem Erfolg interessiert
sind, sondern vielleicht auch darauf spekulieren, dass das nicht ganz, dass das alles nicht so
rehusiert. Ein ungeheuerer Druck, dann bist du einsam bei solchen Entscheidungen. Du musst die
Fällen, auch wenn du dich mit Kollegen besprichtst. Wenn gibt es an den, du dich erwähnest,
deine Partnerin, deine Kinder, den Aufsichtsratsvorsitzenden, den Alex Veynanz oder gibst du so zwei, drei Kumpels oder Freunde
oder Mitglieder im Nährenumfeld, an die, die durchwähnest? Ja, im Sinne von einer, einem
Austausch von Argumenten, einem Abtesten, ob ich richtig herleite, ob ich richtig denke, ob auch
mein Gefühl richtig ist. Ich komme gleich näher darauf. Die Entscheidung an sich kann man
die Legier. Wenn man meinen solche Entscheidungen delegieren zu können, darf man kein CEO sein,
punkt. Das muss einem klar sein. Das heißt, diese bestimmte Einsamkeit in ganz bestimmten
Momenten wird niemals weggehen. Und die kann man auch nicht durch das beste Team der Welt
weg delegieren. Das unmöglich. Weil am Ende des Tages wird dieses Vorstandsteam auf den CEO oder
auf die CEO schauen und sagen, okay, wo willst du jetzt hin? Und dafür sind wir in diesem Job,
dafür werden wir bezahlt. Und das ist nicht zu delegieren. Da muss man auch die Härte zu sich
selbst haben. Auch wenn man vielleicht am Arm vorher sagt, warum machen die anderen das eigentlich nicht?
Aber das ist nur eine Flucht, nichts anderes. Aber natürlich im vorgespräch dazu braucht man,
also ich zumindest, es gibt vielleicht andere, die es anders machen. Ich brauche schon Menschen,
die mit denen ich darüber sprechen kann. Und da gibt es natürlich die Partnerin, die natürlich
alles mitbekommt. Allein die Stimmung schwankung kriegt sie ja. Mit sie sieht ja, selbst wenn
ich nicht rede, merkt sie ja, da ist was. Also da merkt sie auch, wie oft ich bin und ob ich darüber
reden will. Und ich sehe sehr, sehr glücklich, dass ich diese Chance habe, so ehrlich zu sein.
Und da habe ich auch den großen Folter, dass sie mal sind, sind ein riesen Verständnis sozusagen,
auch sagen für die dahinterliegende Frage, dass man sich schon austauschen kann. Und dann
gibt es natürlich in der Bank, wenn das Verhältnis zwischen Aufsichtsratsvorsitzenden und CEO nicht
passt, wird es nicht funktionieren. Wir können übrigens unterschiedliche Ansichten haben. Und
die haben wir vielleicht auch mal in der ein oder anderen Frage. Aber wir haben glücklicherweise
mit Alex Wayneens, also mit Paul Achtleidner, hatte ich immer die Chance, so was zu reden. Und
ich habe es nicht einmal erlebt, dass wir dann zur einen Entschuss gekommen sind, der vielleicht
anders war als ich ihn wollte oder anders war als er ihn wollte. Aber niemand sind wir danach sozusagen
auseinandergegangen und die anderen gesagt, na, ich jetzt nicht so gemacht. Null. Und das ist
Ganze und dieses Vertrauen habe ich immer zu meinen beiden Aufsichtsräten gehabt. Und dann finde ich
schon und darauf bin ich eigentlich wirklich wirklich stolz, dass wir mittlerweile ein Teamgeist im
Vorstand entwickelt haben. Und mittlerweile ist meine ich nicht negativ gegenüber 2018, sondern so
was muss ich ergeben. So ein Team wechselt zusammen. Auch da versteht man, wie tick eigentlich eine
Person. Und du musst auch jede Person etwas anders behandeln, als die andere wollen auch zum Teil
anders behandelt werden. Und mittlerweile habe ich das Gefühl, dass wir in einem Vorstand sitzen,
wo ich auch durchaus Fragen stellen kann oder um Meinung bitten kann, wo ich genau weiß, ich muss
am Ende des Tages so allein entscheiden, aber ich hol mir den Rat ein. Und von daher würde ich
sagen, habe ich so drei, vier unterschiedliche Quellen, wo ich mich austauschen kann. Aber nochmal,
das entlastet nicht von einer Sache, dass die Day sozusagen der CEO entscheidet. Punkt. Die ersten
Jahre waren ja sehr hart. Und die Medien haben dich liebevoll begleitet und haben auch festgestellt,
dass du da ziemlich sehr stark jeden Tag unter Strom warst und ununterbrochen gearbeitet hast.
Jetzt erwähntest du, du würdest wieder ein bisschen mehr Tennis spielen. Hast du wieder mehr Zeit?
Ich würde nicht sagen, dass ich mehr Zeit habe, gerade mit Anke mich da drunter halten. Ich glaube,
mein Kalender ist genauso vorrückt wie vor acht Jahren. Ich glaube nicht, dass ich mehr Zeit habe,
aber ich strukturiere meinen Kalender schon anders und ich nie mehr die Zeit. Es war für mich früher
vor sieben oder acht Jahren und denkbar, dass ich vielleicht für eine Stunde oder zwei Stunden in der
Woche einfach rausgehe und Sport machen. Es war undenkbar, aber ich kann es jetzt nicht machen.
Über den Punkt bin ich hinweg. Also das nehme ich mehr. Und von daher, mir tut das auf Waren
sehr nicht gut, weil in dieser Zeit, wo ich Sport mache oder nichts mit der Banga, wo die Türmen
ich sehe, denke ich auch nicht an die Bank. Ich denke aber ja. Und wenn ich Tennis spiele und mir der
Tennis Lehrer versucht, wir eine neue Vor- und Beizubringen, was mich übrigens enorm ärgert,
dass er nicht anerkennt, dass ich früher mal ganz gut war. Aber dann lerne ich ja, also dann
versuche ich ja wirklich meinen Schwung umzustellen. In dem Moment kann ich gar nicht.
Die Türme denken. Und das tut mir natürlich wahnsinnig gut, weil du einfach befreite und ja,
ich vielleicht befreite. Ich weiß gar nicht, wie man es anders ausdrücken kann. Aber hier wieder
reinkommen in der ganze anderen Energie. Von daher, ich nehme mir die Zeit. Vielleicht habe ich gar nicht mehr
zuhört. Christian Seving und ich stand einmal zweieinhalb Stunden zusammen in New York. In der
Schlange bei der Immigration. Er hatte natürlich eine Superkarte und hätte direkt durchgehen können,
aber sein Sohn war dabei. Und er hatte nicht diese Superkarte. Also standen wir da gemeinsam. Und
du hast vier Kinder und der Sohn in New York hatte seine Prüfung beendet und bekam seine
Auszeichnung. Wie ist dein Verhältnis zu den Fieren? Hätten die vier auch gerne mal ihren Papa ein
bisschen häufiger zuhause. Haben Sie dir das auch mal gesagt? Also das Verhältnis ist es erst mal
wirklich gut. Also, denke ich, also von meiner Seite. Aber ich habe auch das Gefühl, dass es von
mehreren Seite gut ist. Also das war eine ganz besondere Situation da. Und das ist auch lustig,
wenn du dann zweieinhalb Stunden in dieser Reihe stehst. Jetzt haben wir uns glücklicherweise auch von
teilweise ja eine lustige Unterhaltung über die zweieinhalb Stunden. Aber dann gibt es dann trotzdem
mal diese fünf Minuten. Sags, warum hat der Henry jetzt eigentlich nicht diese Karte? Warum muss ich jetzt
hier warten? Also, muss ich dann auch sofort wieder erden? Natürlich. Ich habe ja die Kinder in der
Woche sehr, sehr selten gesehen oder gar nicht. Ich habe sozusagen die täglichen Schulherausforderungen
nicht mehr daraus abholte. Das geht mir schon. Das tut mir schon leid. Und ich wünsche mir natürlich auch
manchmal, dass ich mehr Zeit gehabt hätte. Aber auch der Musiker, das war ja eine ganz bewusste
Entscheidung. Und jetzt im Nachhinein zu sagen, er hätte wenn und aber, ich glaube, das ist auch nicht
fair. Ich hätte es ja anders haben können, aber ich wollte es nicht. Und ich glaube, wenn ich so heute
auf das Schaue, auf das gesamte Konstrukt, dann muss ich ganz ehrlich sagen, ich glaube, die haben sich
gut entwickelt. Ich glaube, sie sind auch insgesamt ganz zufrieden. Und natürlich wäre und hätte es
mal und hat es sicherlich mal den Moment gegeben, dass sie da haben, wir wollen den Vater mehr sehen
oder wir wollen ihn auch mal drei Wochen im Urlaub am Stück am Strand sehen und dass er nicht
mal zwischendurch zurück muss. Aber ich glaube, eins haben sie immer gewährt schätzt, dass wenn
irgendwas besonders war sowieso, wenn ich geraucht habe, konfrontation. Ja, aber auch wenn es
wirklich mal, wenn es mal ein Problem gegeben hat, sie wissen immer, dass ich da bin, dass ich alles
machen würde, so fort dort hinzufahren und das mache ich auch. Und die Zeit, die wir gemeinsam haben,
die ist dann auch wirklich intensiv und da lass ich auch nicht viel anderes rankommen, weil ich
finde, diese Zeit muss zu geben und von daher haben wir sicherlich kürzere Zeiten als andere,
aber die ist sehr intensiv und von daher sind, glaube ich, alle ganz zufrieden.
Was ist die größte Herausforderung in den nächsten Zeit? Ihr habt jetzt 90.000, jetzt kommt
KI und ich könnte mir vorstellen, dass KI in eurer Struktur und Organisation auch noch einige
Schneisen schlagen wird. Und da musst du wieder sehr konsequent und ehrlich und kommunikativ
stark sein. Ja, deswegen würde ich sich an einem Thema KI oder Märkte ausmachen, sondern ich
glaube, die größte Herausforderung ist in diesem Job und in dieser Verantwortung die absolute
Disziplin und täglich einfach immer 100 Prozent zu geben, das bald zu behalten. Wenn ich gefragt
werde, auch von einer Lüsten, was sozusagen das größte Risiko für die Deutsche Bank, dann sage
ich immer, dass größte Risiko für euch ist, dass dieses Management Team etwas an Disziplin
verliert, weil wir denken, wir haben es jetzt geschafft. Und deswegen sage ich, heute ist es
KI und KI wird eine enorme Änderung für alle sein, für uns als Bank, für die Gesellschaft,
für Deutschland, für Europa. Aber das ist mit den Talenten, mit der Expertise, die wir
haben, auch mit dem Einsatz und das werden wir schaffen. Von daher, ich sehe KI als enorme
Chance übrigens, aber wir müssen genauso hart arbeiten und Diszipliniert bleiben und deswegen
ich achte immer sehr darauf, dass wir an diesem Einsatz, an dieser Klarheit, an dieser Disziplin
nichts verlieren, alles andere ist kontrolierbar. Wo wird KI besonders in der Bank aktiv werden?
Überall. Wie viel Mitarbeitende, denkst du, ob wir die Deutsche Bank in 10 Jahren haben?
Das kann ich dir nicht sagen und nicht, weil ich die Antwort nicht geben will, sondern ich
kann es dir einfach nicht sagen, weil es auch davon abhängt, ob wir weiter so wachsen, wie
wir in der Vergangenheit gewachsen sind. Wenn das der Fall ist, dann werden wir in bestimmten
Bereichen deutlich mehr einstellen. Die KI an sich wird überall eingesetzt, die wird eben
nicht nur in Operations oder Abläufen eingesetzt, sondern auch ganz ehrlich in dem
Kundenkontakt, in dem täglichen Kontakt und zum Schluss zur KI. Wir brauchen KI mehr als sozusagen
jeder andere, die Deutsche Bank wird im Inland, über die nächsten 8 bis 9 Jahre, ca. 35 Prozent
ihrer Beschäftigten verlieren aufgrund des Eintritts des Rentenalters. Ich werde kaum Chancen haben,
über unseren Arbeitsmarkt diese Menschen wieder einzustellen und deswegen ist KI allein deswegen
für mich absolut notwendig. Von daher, ich glaube KI ist eine Riesenschanz. Wir müssen lernen,
wir müssen sie anwenden und das gilt für jeden und einzelnen in der Gesellschaft, inklusive
CEO einer Organisation. Wir sollten keine Angst davor haben, sondern sollten aktiv damit umgehen.
Zum Schluss, Christian, du bist dein überzeugter Demokrat. Unser Demokratie ist gerade in der
Prädulier. Das ist deine Aussicht. Das können wir tun, um unsere Demokratie in ihrer Stelle.
und ihrer Grandezzer zu bewahren oder vielleicht auch besser zu machen.
Das können wir alle dazu beitragen.
Erst mal müssen wir verstehen, wie wichtig diese Demokratie und die Festigkeit der Demokratie
auch für Europaaussicht von vielen, vielen Investoren ist.
Europa-Dlenz nicht durch Wirtschaftswachsum, zurzeit zumindest nicht.
Auch Deutschland-Dlenz zurzeit nicht durch Wirtschaftswachsum.
Es werden Reformen angestoßen und meines Erachtens hat die Bundesregierung auch
die richtigen Absichten. Wir müssen jetzt nur schneller umsetzen.
Aber wir sind trotzdem noch ein attraktiver Standort, auch in einem Nullwachsum,
weil wir stabile Werte haben, weil wir eine stabile Demokratie haben,
weil wir eine Gesellschaft sind und eine Wirtschaft sind, die Welt offen ist, die handeln möchte
und weil wir unabhängige Institutionen haben, was wiederum ein Derivat der Demokratie ist.
Und das ist gerade nach all den geopolitischen Dingen, die wir gesehen haben.
Auf der gesamten Welt ist diese Festigkeit der Demokratie, die Unabhängigkeit von Institutionen.
Die Rechtsstaatlichkeit, die wir hier haben, ist ein unschätzbarer Wert für Investoren
in Deutschland und in Europa Geschäftszumachen.
Und das müssen wir alle begreifen, wenn das in Frage gestellt wird.
Und darüber hinaus, wie wir eine schwache Wirtschaft haben, ein schwaches Wachsum haben,
dann haben wir ein echtes ökonomisches Problem.
Die Demokratie ist für mich die Basis für viele Investoren und für viele wirtschaftliche Tätigkeit.
Und deswegen glaube ich auch, muss man gerade mit den Wahlen oder mit Blick auf die Wahlen, die wir im September haben,
das darf man nicht unterschätzen. Das wird außerhalb Deutschlands gesehen.
Wir sind uns vollkommen einigt und viele im Land auch, aber es gibt auch viele, die daran zweifeln im Augenblick.
Und die sagen, guck mal nach China, da geht das doch alles viel schneller bei denen.
Und die Demokratie ist immer so langsam, die braucht immer so lange mit den Kompromissen.
Ja, wie kriegen wir das?
Was können wir beitragen?
Ja, wir können es erstmal so beitragen, dass sich auch die verantwortlichen in der Wirtschaft die Unternehmer aktiv mit einbringen.
Das ist der Grund, warum wir zum Beispiel diese Initiative "Mate for Germany" gegründet haben.
Und das ist nicht nur eine Initiative, wo wir ins Schaufen zerstellen wollen, dass 130 Unternehmen
ca. 700 oder 8 Milliarden Euro in Deutschland investieren, sondern die qualitative Arbeit, die dort hintersteckt,
dass wir mit den Ministerien in der Bundesregierung Vorschläge erarbeiten, was wir noch mehr machen könnten,
damit Wachstum wieder entfacht und Wettbewerbsfähigkeit, das ist das, was ich damit sagen will, unser eigener Einsatz.
Nummer 1, Nummer 2, ich glaube, wir müssen uns auch alle etwas mehr in der politischen Diskussion engagieren.
Ich glaube auch, dass wirtschaftslenker und CEOs und auch Familienunternehmer in gewisser Weise etwas mehr sprechen müssen,
gar nicht nur Mekkan, sondern einfach sagen, das ist jetzt ein wichtiger Punkt und wir müssen die Vorteile und Nachteile
einer solchen Entscheidung sehen und die Bevölkerung muss einfach verstehen, was eine gewisse Entscheidung nach sich ziehen kann.
Und ich glaube, das machen wir auch mehr, das ist auch wiederum Grund für diese Initiative Made for Germany.
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, der Peter Leibingerz war schon vom BDE, macht das ganz hervorragend.
Er involviert sich ganz aktiv in die Diskussion und das wird von der Regierung geschätzt, übrigens von allen Parteien in der Regierung,
die wollen diese Diskussion und deswegen, wenn wir uns mehr einschalten und nicht nur draufschlagen sollen,
gleichzeitig mit Lösung kommen, dann kommen wir der Situationär, um ein letzter Punkt ist.
Am Ende des Tages, glaube ich, gar nicht, dass es so viel anders ist als im Unternehmen und das sage ich auch im Berlin immer.
Die Deutsche Bank haben wir deswegen gedreht, weil wir eine ehrliche Analyse gemacht haben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch ehrlich gesagt haben,
was geht und was nicht geht, und Ehrlichkeit gehört zum Geschäft dazu und da wünsche ich mir manchmal, dass wir auch, wenn es wehtut,
den Menschen einfach sagen, es geht so nicht weiter, wir müssen das und das machen.
Aber dann wird es über die Zeit besser und ich glaube, viele, viele Menschen würden mitgehen.
Also, ein Rat für Friedrich Merz.
Ich glaube, Friedrich Merz seine Regierung.
Ich glaube, Friedrich Merz hat das verstanden, aber ich glaube, dass wir alle diese Regierung wirklich unterstützen sollten.
Diese Regierung nimmt gerne auch bilateral Kritik an, aber nach außen hin und von unserem Engagement noch mehr Unterstützung.
Wir brauchen diese Regierung, denn ich kann mehr eine Alternative zurzeit nicht vorstellen.
Das ist auch ein Rat für die Medien, auch wir uns Aufgabe es kritisieren, aber gleichzeitig auch konstruktiven begleiten,
wo Dinge gut funktionieren und auch Freude und auch etwas Optimismus machen.
Zum Schluss, was passiert heute noch, Christian, aus dem vollgepackten Tag, was ist heute noch los?
Jetzt sitzen wir zusammen, war wahrscheinlich der angenehmste Termin von allen.
Dann habe ich gleich noch zwei Termine, einen externen und einen internen Termin.
Und dann gehe ich langsam nach Hause.
Ich habe keinen Abendthermin.
Christian, vielen, vielen herzlichen Dank.
Du hast sehr offen, sehr authentisch geplaudert mit mir, das war Klasse.
Für Ertehörerin und Hörer herzlichen Dank, dass Sie dabei waren und dass Sie dabei geblieben sind.
Ich hoffe, Sie hatten ein wenig Freude und auch Unterhaltung.
Wenn Sie Kritik haben, wenn Sie Ihrem Meinung sagen wollen, bitte so zahlreich wie möglich unter CEO
[email protected].
Herzlichen Dank, liebe Grüße und Servus.
Haben Sie kurz Zeit, was CEO's bewegt.
Ein Podcast der Zeit moderiert von Rainer Esser.
Produziert von Poolartis.