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Wie möchtest Du bestattet werden?

27m 3s

Wie möchtest Du bestattet werden?

Luis Bauer, ein 17-jähriger TikTok-Influencer mit 1,2 Millionen Follower, ist Bestatter und führt Einwalsamierungen durch, bei denen verlorene Personen ästhetisch aufgewertet werden. Dieser Prozess umfasst die Injektion von Flüssigkeiten, die Entfernung von Blut und die Verbindung von Kiefern mit einer Ligatur, um ein friedlicheres Erscheinungsbild zu erzielen. Die Einwalsamierung verlangsamt die Verwesung und ermöglicht eine wertschätzende Trauer, besonders bei Auslandsbestattungen. In Deutschland ist der Bestatterberuf lange stigmatisiert gewesen, doch heute wird er stolz und professionell wahrgenommen. Neue Trends wie die Tierbestattung im Familiengrab – etwa auf dem größten Parkfriedhof der Welt – zeigen, dass die Trauer umfassend und persönlicher gestaltet werden kann. Die Wissenschaft kann den letzten Moment des Lebens nicht vollständig erklären, doch viele Sterbende berichten von Visionen, Licht oder Wiedervereinigungen. Durch offene Gespräche über den Tod wird Angst und Scham reduziert, was den Trauerprozess erleichtert und die Wünsche der Angehörigen berücksichtigt. Ein solcher Umgang mit dem Tod ermöglicht nicht nur eine persönliche Trauer, sondern auch eine wertschätzende und emotional robuste Abschiedsform.

Transcription

4345 Words, 26499 Characters

German
Wir werden wahrscheinlich die Ohren. Das ist auch ein bisschen blach, da kriegt man auch wieder Farbe rein. Die Lippen kommen wieder ein bisschen raus. Die wangen werden für Liger. Das ist Luis Bauer und sie können gerne mal raten, was der von Beruf ist. Meine Kollegin Henrik Hartmann hat ihn einen Tag lang bei seiner Arbeit begleitet. Es passt jetzt eigentlich fast schon. Ich werde es trotzdem hier noch mal kleine Ladung in jetztieren. Dann streit man hier bisschen wie in Sachen raus. Die bisschen Blässe wegstreiten, ins Ohr kommt noch mal rein. Reicht mir eigentlich fast schon. Jetzt guckt man ja. Siehst du, ich freu das auch. Ja, und auch die Wange. Vor der Kanne. Und vergleich zum anderen. So schnell geht es. Genau, so schnell. Es ist keine Schönheitsoperation, sondern eine Toteneinwalsamierung. Luis Bauer ist bestatter und die Frau auf dem Behandlungstisch ist am Vortag im Alter von 88 Jahren gestorben. Also, ich stehe tatsächlich am liebsten hier im Versorgungsraum. Habt da mein Reich, kann eigentlich die verstorbenen Wiederhübsch machen. Ich weiß nicht, das ist hier so wie mein Wohnzimmer. Luis Bauer ist nicht so der typische Bestatter. Er ist 17 Jahre alt und ein Star auf der Videoplattform TikTok. Man hat quasi 1,2 Millionen Follower auf TikTok. Man hat Auftritte vor, ich war im OMR-Festival vor 6000 Leuten gesprochen. Diesen Bühne, du wirst behandelt wie ein König, wie ein anderer Mensch, roter Teppich. Ich bin Max Rauna und sie hören, woher weißt du das von Zeitwissen? Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Ihre Bestattung aussehen soll? Es gibt da ein paar neue Möglichkeiten, über die wir in dieser Folge sprechen werden. Auf dem größten Parkfriedhof der Welt kann man sich neuerdings neben seinen Haustieren begraben lassen. Und im Bayerischen Führd gibt es Luis Bauer, der auf TikTok auch schon mal über vorzende Leichnahme und verunglückte Motorradfahrer berichtet. Würde ich meine sterblichen Überreste so jemandem anvertrauen? Und sollen Oma und Opa im Familiengrab neben dem Meerschweinchen liegen? Achtung, wir reden gleich ziemlich explizit über das, was nach dem Tod passiert. Wenn Sie damit Schwierigkeiten haben, dann sollten Sie diese Episode besser auslassen. Auch Sie ist mit die Schmerzbefreiheit, dass Sie in die Mitte der Einweisung einsteigt. Johannes Bauer ist der Vater von Luis und der Geschäftsführer von Bestattungen Bürger. Die Schmerzbefreite, von der hier die Rede ist, ist meine Kollegin Henrik Hartmann. Der erste Anblick war krass, würde ich sagen. Man sieht einfach, wie es sieht, so unglaublich leblos aus. Irgendwie auch die Farbe von der Haut und so finde ich. Das zweite Krasse war so ins Gesicht zu schauen. Henrik, du hast den TikTok-Bestatter in Führt besucht und warst bei einer Einwalsamierung dabei. Warst eine erste Leiche? Nee, tatsächlich warst das zweite Mal, dass ich eine tote Person gesehen habe, als ich sieben Jahre alt war, ist meine Oma gestorben und wir durften uns als Familie am offenen Sack von ihr verabschieden. Und ich weiß noch, dass ich das ziemlich gruselig fand. Du bist jetzt erwachsen? Du kannst es die verstorbenen nicht? Wie war das jetzt für dich? Ja, ich hab mir in dieser Situation einfach nur gedacht, wie komisch das ist, einer Person das erste Mal zu begegnen, wenn sie schon tot ist. Ich kam rein in den Versorgungsraum und da lag ein nackter, kreide, blöcher Körper. Die Augen waren eingetrocknet und der Mund stand offen, weil ja auch bei Toten keine Muskeln mehr funktionieren. Und Luis war eben schon mitten am Einwalsamieren. Das ist eben die Halschlagade. Und da in dir ziehe ich gerade meine formativen Lösungen rein in den Körper. Das ist der Teilsiktiziativ ins Herz und dann über die Extremitäten und im Idealfall auch in die Beine sein. Vormal, die Hüt ist ein starkes Desinfektionsmittel. Das wird für die Einwalsamierung noch mit Farbe und Duftstoffen gemischt. Zusätzlich zur Injektion wird dann bei einer Einwalsamierung noch das Blut aus dem Körper gepommt. Und zwar, indem man mit einem langen Spitzenstab, dem Drucker, die organe Asperiert, also die ganze Flüssigkeit aus Ihnen heraussaugt. Und jetzt hat. Wenn du mal hier nicht schrauchst, vielleicht auf den Schlauch zu schauen, was das ganze Blut hier rauskommt. Ja. Das ist jetzt alles aus Ihrem Herzen, oder? Ja, wie ist das? Geht es für dich, oder? Ja, es geht. Nee, es ist. Es gibt eine Kohlerdregen. Ja, es ist ein Blut und so was. Und so was ist so ein bisschen noch das Schwierigste. Die ganze Prozedur hat so drei Stunden gedauert. Und während dessen hatte ich auch echt ein paar Momente, in denen wir ein bisschen schwarz veraugen wurde. Mit der Zeit ist es aber echt so, dass man sich an die Anblicke gewöhnt. Irgendwann war ich sogar so weit und habe selbst Hand angelegt und Luis dabei geholfen, den Mund der verstorbenen zuzunehen. Oh, wie muss man sich das vorstellen? Genau, also ich hab Ihren Kiefer zugedrückt und Luis hatte mit einer Halbrundnadel den Unterkiefer mit der Nasenscheidewand verbunden. Das nennt sich "Ligature" und wird gemacht, damit die verstorbenen einfach ein bisschen friedlicher aussehen. Also es ist jetzt nicht so, dass man da wirklich die Lippen zuneht. Nee, nee, nee, das ist eher so ein Horrorfilm. Aber in Wirklichkeit ist es eben, man sieht da am Ende auch gar keinen Faden mehr oder so. Das sieht dann friedlicher aus, als wenn die verstorbenen damit offenen Mund so rumliegen. Genau. Und zum Abschluss der Versorgung wurden dann noch die Körperöffnung der verstorbenen gestopft, damit später im Sack auch keine Flüssigkeiten mehr austreten können. Und dann wurde die Dame noch gewaschen, geföhnt und begleitet. Und ich kann wirklich sagen, der Unterschied zuvor war enorm. Ja, aber wie viel zu dich jetzt, wenn du hier so drinschledst, ist es schon um einiges chilliger wahrscheinlich? Was ist, irgendwie jetzt nicht mehr, kannst du schlimm. Also ich meine vor allem, sie sieht ja jetzt wieder total lebendig aus. Genau, erst jetzt. Du hast es schon ein bisschen anderes gebühlen zu sagen. Warum soll man nach dem Tod noch schön sein und lebendig aussehen? Ja, warum denn eigentlich nicht? Also viele bestattern, zum Beispiel, sind der Meinung, dass es traurpsychologisch irgendwie wichtig ist, dass sich Angehörige so von ihren Liebsten verabschieden können, wie sie sie eben zu Lebzeiten in Erinnerung hatten. Zum anderen werden durch so eine Einbarsamierung aber auch die Verwesungsprozesse verlangsamt. Das kann zum Beispiel dann praktisch sein, wenn Verstorben ins Ausland überführt werden. Dann ist auch eine Einbarsamierung Pflicht. Ein anderes Beispiel, die Queen wurde ja auch einbarsamiert, weil ihr Erleicht nahm vier Tage lang in Westminster Hall aufgebaut wurde und ja, irgendwie wärste ja auch nicht so schön gewesen, wenn auf einmal was angefangen hätte zum Modern. Also Einbarsamierung ist so etwas wie Business Class? Ja, also in Deutschland eher First Class, würde ich sagen. Hier werden Verstorbenen meistens nur äußerlich desinfiziert und gewaschen. In anderen Ländern, zum Beispiel den USA, ist die Einbarsamierung aber so was wie eine Standardprozedur. Ob hier bei uns eine Einbarsamierung gemacht wird, hängt stark vom Bestattungsunternehmen ab, welche Eingriffe das für einen würdevollen Abschied für Wichtig hält und ob das überhaupt einen ausgebildeten Tanatopraktiker im Haus hat. Das sind die Spezialistinnen, die sich um Einbarsamierung und die Restauration von Unfalltoten kümmern. Und das übernimmt bei Bestattung Burga ausgerechnet ein 17-Jähriger? Ja, ich war bei meinem Besuch eigentlich auch die ganze Zeit noch total buff, wie Kuluis in seinem Alter, weil all diesen Anblicken bleibt. Andererseits muss man ja aber auch sehen, dass er das alles quasi in die Wiege gelegt bekommen hat. Also, sein Vater ist auch Tanatopraktiker, hat das auch gelernt. Und die erste Einbarsamierung, die hat er bei ihm gesehen, als er zwölf war. Deswegen hat er sich dann letztendlich auch für diese Ausbildung entschieden. Für mich ist es halt auch irgendwie der Alltag, ne? Also, man gewöhnt sich da so sehr dran, weil man es auch jeden Tag mitbekommen. Also man sieht am Tag, wenn man arbeitet, keine Ahnung zwischen zwei und sechs Verstorben der Protake, ne? Also, so muss man sich das mal vorstellen. Zusätzlich zum Bestatten hat Luis dann noch seinen TikTok-Accounts zu Managen. Und da kommen andere Sachen, dann schon mal zu kurz. Also, ich würde schon traurigerweise sagen, ist ein bisschen bitter, aber ist so, dass ich mein Freundeskreis Zeit dements. Das alles ist schon sehr, sehr eingegrenzt hat. Also, ich wüsste jetzt nicht, wenn ich das letzte Mal was mit einem Freund gemacht habe, außer jetzt vielleicht hier mit dem Koding aus der Arbeit, ne? Und auf TikTok, da macht Luis keine Tanz-Videos oder so, sondern da redet er auch über seinen Beruf. Tote Menschen können so zu sagen kurz. Das Ganze hängt damit zusammen, dass ja kein Muskel mehr funktioniert. Wenn ihr jetzt im Unterricht sitzt und mehr Kuh, da drücken ein bisschen was, können ihr es einfach unterdrücken, oder auch nicht. Denn nachdem, weil bei jedem denn funktioniert ihr der Muskel. Bei Verstorbenen hingegen funktioniert dieser Muskel eben nicht mehr. Und so kann es dann passieren, wenn man in die Druck ausübt durch den Verstorbenen anhebt. Das eben noch irgendwie Luft oder sogar was mitkommt. Das klingt jetzt ein bisschen albern, aber Luis tatsächlich auch ernste Moment aus einem Berufsalltag. In einem TikTok erzählt er darüber, wie er einen verunglückten Motorradfahrer vorgefunden hat. Der Anblick an sich war sauerhaftig, weil der hatte kein Gehirn mehr. Das war eine Leitblanker. Also wirklich der Körper war in keinem guten Zustand mehr. Also in so einem Zustand hätten in die Kinder oder auch die E-Frau einfach echt nicht mehr sehen können. Generell, ich glaube, das kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Oder ich kann es mir auch nicht vorstellen, was die in dem Moment gedacht haben. Wenn am Abend der Vater, die noch ins Bett bringt und am nächsten Tag heißt dann ja, der Papa ist tot. Wir haben dann eine Restoration gemacht. Das heißt, wir haben den wieder schön gemacht. Dauer zwar ewig, es ist saueraufwendig, aber es hat sich definitiv gelohnt, freut die Kinder und ob die Frau konnten, ihnen so noch mal sehen. Anfangs fand ich das irgendwie ein bisschen Gewöhnungsbedürftig, so über die Toten zu reden. Aber andererseits ist der Tod ja auch ein Thema, was wir alle total verdrängen. Das ist fast irgendwie mit Scham behaftet und Luis zeigt ja auch keine Leichen. Er redet über ein Teil der Wirklichkeit, den viele lieber ausblenden. Aber davon geht der Tod ja auch nicht weg. Also das Ziel oder die Mission, die wir da auf jeden Fall haben, ist einfach über das Thema aufzuklären und irgendwie auch die Angst zu nehmen. Das ist so unser ließen Bild, was wir da so im Kopf haben. Und viele Leute sind dann echt dankbar und haben dann auch weniger Angst vor dem Tod. Weil sie halt einfach merken, okay, so ist es. Und natürlich, du kannst den Menschen auch in der Trauer helfen. Vielleicht will er ja auch seinen Beruf irgendwie aus dieser dunklen Klischee-Ecke herausholen. Ja und Scheinberg trifft er auch einen Nerven. Nicht und sonst hat er ja 1,2 Millionen Follower innen. Die Leute stellen ihm auch total viele Fragen und manche schreiben ihm sogar, dass sie jetzt auch ins Bestattungswesen einsteigen wollen. So gefeiert und so beliebt, weil die Branche aber auch nicht immer. Das weiß ich von Bestattungsforscher Norbert Fischer. Erst Professor für empirische Kulturwissenschaft an der Universität Hamburg. Es sind ja sehr festgefügter Markt oder war es zumindest lange Zeit, der in der Familie weitergegeben wurde und auch ein stigmatisierter Bereich. Viele haben sich bis vor 20 Jahren nicht als Bestatter zu erkennen gegeben, wenn sie auf gesellschaftlichen Anlässten waren oder auf Familienfeier waren. Es hat sich komplett gewandelt, heute ist man stolz auf Bestatter werden zu sein. Ganz ursprünglich waren Bestatter innen tatsächlich für nicht viel mehr als den leichen Transport zuständig. Das haben dann Vorwächsunternehmen gemacht und aus denen sind dann im späten 19. Jahrhundert marktwirtschaftliche Bestattungsinstitutuer vorgegangen. Dann wurde das Bestatten irgendwann immer mehr zu professionalisierten Dienstleistungen. Und die Bestatter haben dann immer mehr Aufgaben übernommen, die zuvor die Kirchengemeinde, der Geistliche oder auch die Nachbarschaft, die Familie übernommen. Heute können sie ein rund umsorglos Paket beim Bestatter kaufen. Oder auch der Bestatterin. Es gibt ja immer mehr Frauen, die dieses Gewerbe ausüben. Die Unternehmen machen also nicht nur leichen Transport und Totenversorgung, sondern die regeln die ganze Bürokratie nach einem Sterbefall. Und dann kommt hier noch das Eventmanagement der Trauerfeier dazu. Und da darf man sich nicht nur die kleine Trauerfeier im engen Familienkreis vorstellen. Wenn es schlicht und einfach sein soll. Einfach erholst sagt, einfach nichts besonderes ein paar Blumen voll gerne können wir. Wenn super auch wer nicht werden soll, sagt Beschichte mit Blattgold, haben wir tatsächlich. Riesenfeier, tausend Leute, Security, Polizei, alles da. Können wir auch machen, wer auch gerne. Was? Blattgold? Ja, aber das ist eine Frage des Geldes. Durchschnittlich geben die Leute in Deutschland für eine Bestattung knapp 13.000 Euro aus. Und Blattgold oder Security, das können sich wirklich nur die Superreichen leisten. Ausgefallene Bestattung allgemein aber, die gibt es auch für normal Sterbliche. Wir hatten eine Trauerfeier, da wollten die Leute einfach noch mal auf das Leben und auf die verstorbenen Anstoßen, weil die einfach eine positive Refeier haben wollten. Und dann haben wir Bierbänke am Grab aufgestellt und dann gab es nur ein Prosecco-Emfang am Grab. Also das können wir auch. Ich glaube, das macht auch eine gute Bestattung aus, dass alle Gefühle da sein dürfen und nicht immer nur alles schwarz und düster sein muss. Ich finde, wer sich mit einem Lachen von einem verstorbenen Verabschieden will, soll auch Lachen dürfen. Und ja, auch Louis findet, dass bei dem ganzen Jahr eine Sache im Mittelpunkt steht. Es geht wirklich eigentlich darum, den Leuten quasi in der Trauer zu helfen und den Wunsch von ihnen quasi zu erfüllen. Und das kann eine Erdbestattung sein, ganz klassisch, wie man es früher immer oder häufiger gemacht hat. Das kann aber auch eine super komplizierte abgefahrene Weltraumbestattung sein. Der neuste Trend im Bestattungswesen ist, dass man verstorbenen Kompostieren lassen kann. Das dauert 40 Tage und im Sack wird dann der Kompost angeliefert. Henrique Hartmann hat sich das angeschaut und war auch noch bei einer Trauerrede im Meta-Wersum dabei. Ihre Reportage lesen sie im aktuellen Zeitwissenmagazin. Er heißt Ono, ja, also eine frisische Männername Ono. Das ist Ute Dinsel. Sie erzählt hier von ihrem Hund. Kann sie schon einen typischer Mops, aber es ist ein bisschen klein, ein bisschen höher und nicht ganz so mollig. Und ist er schon, manche will sagen, ich sag mal, hat ein bisschen Teile. Ute Dinsel und ihr Mops, die sind ziemlich beste Freunde. Es ist immer dabei, ich sag mal 24/7, habe ich ihn. Und ich kümmere mich auch sehr um ihn, weil ich ihn da bin ich eben auch persönlich so gestrickt. Er gibt mir sehr viel, ich gebe ihm sehr viel zurück. Er bekommt alles, was er braucht, alles, aber wirklich alles. Ich koche für ihn jeden Tag, er kriegt Auslauf, er hat alles, er hat 500 Plätze. Und wenn die Leute sagen, ja, findest du nicht jetzt ein bisschen, dass der so viel Plätze hat. Unsere ist mir völlig egal. Der Mops ist aber auch ein bisschen empfindlich. Sehr sehr speziell auch. Und er kommt jetzt auch um ein Bett. Ich habe ihn jetzt nur nicht mitgebracht, weil ich dachte, es wird zu kalte. Das kühlt man immer doch schneller aus, als man denkt. Und dann ist ja schon ein bisschen älter, dann ist das nicht erkrigterbar, war Wintermantel an. Das ist aber nicht so ein Tü-Tü-Mandel, das ist eine richtige Funktionsjacke. Meine Kollegin Miriam Amro hat Ute Dinsel auf dem Ulsterfer Friedhof in Hamburg getroffen. Das ist nach eigenen Angaben der größte Parkfriedhof der Welt. Und das Besondere ist, dass man auf diesem Friedhof neuerdings auch Haustiere bestatten kann. Und zwar in Familien gerebern. Ute Dinsel hat schon einen Platz reserviert. Wenn ich mit Haustieren zusammenlebt, findet diese Vorstellung vielleicht etwas seltsam. Aber so eine Beziehung Miriam, die kann ganz schön eng sein. Genau, die kann wirklich ganz schön eng sein. Wir hatten auch mal ein Haustier, einen Hund. Und als der gestorben ist, ist es für mich eine ganze Welt zusammengebrochen. Wie alt war es so da? Oh, ich glaube, ich war 19. Und unser Haustier 16, ein Konradriver. Jeder, der eine Katze oder einen Hund hat, verschmilzt ein bisschen mit dem Tier und kommuniziert mit dem Tier. Das ist dann eine bestimmte Ebene ist das. Also die Ebene kann, ich war es genau, was er denkt oder was er weiß genau, was ich mache, wenn er das macht. Und da mache ich mich mal gern zum Affen. Das steht mir überhaupt nicht. Ich stehe ihm fünfmal auf und schmehe ihn noch mal ein bisschen. Leberwurst auf den Knapferl, er macht. Ja, ich bin immer zufrieden, wenn er zufrieden ist und wenn er glücklich ist, wenn er krank ist, bin ich auch krank. Also Onno ist jetzt zwölf und dass der irgendwann stirbt, darauf bereitet sie sich jetzt gedanklich vor. Ich werde intern so eine kleine Feier machen mit Freunden. Und so werde ich Kaffe trinken gehen und dann gucken und dann. Ja, dann ist das so. Man kann sich schwer an Freunden mit dem End werden. Das ist einfach so. Ja, und insofern hat man hier einen guten Platz. Es ist nicht so einsam. Also dieser Platz, das ist der Teil des Olsdoffer-Friedhofs, wo man Tiere mit ins Familiengrab nehmen kann. Wie sieht es da aus? Also, das fällt sofort auf, wenn man dran vorbei läuft. Man sieht hier irgendwie was anders, weil es sind Grabsteine auf denen sind Katzenfotos, in so einem kleinen Rahmen. Es sind auch Hundeköpfe eingraviert. Wahrscheinlich ist das Nachgearmt von Fotos. Der erste Hund, der dort begraben wurde, ist Flokkel gewesen. 2021, ein weißer Terrier und man sieht den Kopf von ihm, wie er so eine Zunge rausstreckt. Als Foto. Ja, das ist kein Foto. Es ist in diesen Stein eingraviert und eingemalt. Also wie so ein kleines Gemälde. Ja, dieses hier ist jetzt auch ein Erdkrab. Sehen Sie ja auch da, ist da schon ein Mensch bestattet. Das muss oben, muss immer der Mensch stehen. Und unten wird immer der Hund, oder der Katze, oder was sie haben benannt. Das ist hier so vorgegeben. Also, dass man, dass man sagt, erst mal so rum muss das sein. Deswegen ist zum Beispiel da auch nur der Hund Flokki und oben die Besitzerinnen noch nicht verstorben. Und in ihrem eigenen Familiengrab, da liegt schon jemand. So, hier ist ja mein lieber Mann beerdigt hier. Das ist ja unser Grab hier. Und da wird eben, wie gesagt, da unten kommen dann noch der Name drauf. Und ich komm dann dazwischen. Und dann weiß man das. Wann ist der Mann gestorben? Der Mann ist 2021 gestorben. Und das war für Sie immer noch super emotional. Also das hat man richtig gemerkt, dass das natürlich er nahe geht. Mein Mann war 64. Also da hat sich ja niemand mitgerechnet. Wir hatten uns eh schon Gedanken, was wird mit dem Hund? Weil der immer älter wird und so. Und da hat ich diesem Richt gesehen. Hab ich gesagt, du, das gibt ja sowas. Das könnte man ja mal überlegen, aber dann verwischt man das wieder. Mit Ote Dins und ihr Mann hatten sich zwei richtige Telepawer gefunden. Da hat man manchmal so eine Hummel gerettet. Oder ich mache heute noch. Ich rede heute Schnecken, Tiere, die irgendwie auf dem Rücken liegen, im Wald und so. Das sehe ich auch. Ich sehe das auch. Mein Mann war auch so im Städtnis auch gesehen. Es gibt nicht viele, die das für sehen. Insofern hatten wir uns auch wirklich gesucht und gefunden. Das war das tragische an der Sache. Das haben eben alle so gesehen. Ja, was wollen Sie machen? Es ist einfach sehr traurig. Und als er dann starb, er hatte einen Schlaganfall, dann hat er sich daran erinnert an den Fernsehbericht über den Olsaufer Friedhof und die Mänstierbestattung. Und dann stand ich ja da in meinem ganzen Dilemma. Und dann habe ich das erinnert. Es hat aber gerade Glück, dass ich noch einen Platz bekam. Es gibt wahrscheinlich eine Warteliste? Ja, offensichtlich. Oder gibt es in der Hamburger Gemeinschaft ein Riesenrun auf diese Fläche? Der komplette Friedhof oder dieser Teil? Bereich ist verkauft, reserviert und sie überlegen sogar diesen Friedhof zu erweitern. Mich erstaunt der Innenaum mit Zulauf auf diese Grabstirte gar nicht, denn wir hatten im Jahr 2016 eine Bürgeraubenfrage. Bürgerinnen und Bürger haben das vorgetragen, dass sie sich das wünschen. Nicht nur mit ihren Haustieren auf den Friedhof spazieren gehen zu können, was wir ja, wie sie wissen, nach wie vor ablehnen. Aber eine gemeinschaftliche Grabstirte zu haben, wo man mit Menschen und Haustier gemeinsam rohen kann. Das ist Lutz Riekopf. Er ist der Presse-Sprecher des Friedhofs. Und wenn dein Haustier stirbt und du kommst nach Olsdorf? Ja, dann kriegen sie in eine kurze, aber intensive Beratung. In dem ihm gesagt wird, sie müssen es bitte ins Tierkrimatorium bringen und dort einerschein lassen. Und dann kommen sie mit der Ohne zu uns. Wir suchen eine Grabstirte hier aus, die ihnen gefällt. Ja, und dann erwerben sie die Grabstirte zu normalen Konditionen und können dann ihre Ohnen hier beisetzen. Dazu gibt es einen Termin und sie können dann auch, wenn sie das wollen, einen Redner, entweder bestellen oder selber mit angehörigen oder freundlichen Freunden eine kurze Andacht halten. Und die können sie gestalten, wie sie das wollen. Also da machen wir keine Vorschriften. Für Ote Dinsa hat es irgendwie was dröstliches zu wissen, wo sie irgendwann liegen wird, mit ihr Mann und mit ihrem Hund. Ich war so froh in meiner ganzen Trauer, die ich immer noch habe. Man kann ja nicht nur mal weinen. Da war ich so froh, dass ihr einen guten Platz gefunden haben, wo man auch noch mal an Dacht halten kann oder auch wo die Kinder mal hingehen können und jeder Mal hingehen kann. Und insofern, nachher, wenn ich mir schon mal einen Hund oder ich bin auch noch hier, dann ist es eine Einheit. Dann hat man das Gefühl, ja, das ist der Platz. Auch wenn das 25 Jahre ist und dann das aufgelöst wird. Aber dann ist ja auch die Asche nicht mehr da. Und das ist ja ja. Der größte Parkfriedhof der Welt erlaubt jetzt auch Tierbestattungen im Familiengrab. Das war ein Bericht von Miriam Amro. In Deutschland leben 35 Millionen Haustiere. Da sind die Fische nicht mitgezählt. Es gibt auch schon mehr als 100 Friedhöfe die Tierbestattungen anbieten, aber das noch Luft nach oben. Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren verstorbenen Haustieren gemacht? Schreiben Sie uns oder wenn Sie die Erfahrung teilen wollen, schicken Sie uns eine Sprachnachricht an [email protected]. Was wir nicht erklären können. Die unmögliche Kolumne von Christoph Driffa. Heute wie fühlt es sich an zu sterben. Heute behandeln wir ein Thema, das tatsächlich jeden Menschen beschäftigt. Wir alle werden irgendwann sterben und fast jeder hat Angst davor. Wer dich schmerzen haben, gerate ich in Panik oder schlafe ich einfach ein. Kann die harte Wissenschaft überhaupt etwas dazu sagen. Wer tot ist, kann uns nichts darüber erzählen. Und wer dem tot gerade nochmal von der Schippe gesprungen ist und davon berichtet, der ist nicht wirklich gestorben. Von daher scheint die Frage prinzipiell unbeantwortbar zu sein. Aber wir können inzwischen einige Aussagen darüber machen, was in den letzten Momenten unseres Lebens passiert. Zunächst einmal kommt es darauf an, was wir unter sterben verstehen. Ist es wirklich nur der Moment des Übergangs vom Leben in den Tod oder ist es ein Prozess? Wählt man die zweite Definition, dann kann das sterben durch aus zwei Wochen dauern. Wenn wir von Menschen reden, die nicht einen plötzlichen Unfall oder auch einen Herzstillstand erleiden, sondern an einer langwierigen Krankheit oder einfach ein altes Schwäche sterben. Der Körper verliert in diesen letzten Tagen eine Funktion nach der anderen und die Sterbenden sind mal bei vollem Bewusstsein, dann fallen sie wieder in einen dammenden Zustand. Zwischen durch können sie davon berichten und sie erzählen nicht, dass sich das wie Schlafen anfühlt, sondern eher wie ein Klartraum oder eine Vision. Sie berichten davon, mit schon vor langer Zeit verstorbenen geliebten Menschen wiedervereinigt zu werden oder auch von der Vorbereitung auf eine Reise. Der oder die sterbende zieht sich langsam von der Welt zurück. Irgendwann verlieren die Menschen dauerhaft das Bewusstsein und wir können sie nicht mehr befragen. Am Ende geht es ganz schnell. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, wird das Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt und die Hirnzellen stellen nach etwa 30 Sekunden ihre Aktivität ein. Aber selbst aus diesem Zustand sind Menschen schon zurückgeholt worden und haben von ihren sogenannten NATO-Erlebnissen berichtet. Dass sie ein Licht am Ende eines Tunnels sehen, dass sie das Gefühl haben, ihren Körper zu verlassen oder das ihr Leben vor dem inneren Auge wie ein Film Revue passiert. Hirnforscher haben gemessen, dass in dieser Phase eine Welle von Entladungen durch das Gehirn geht und das teilweise als ein Zunami beschrieben. Danach sind die Zellen irreparabel geschädigt und der Hirnthot wird diagnostiziert. Ob der sterbende Mensch in diesen allerletzten Sekunden noch etwas bewusst erlebt und wenn ja was, das kann die Wissenschaft bis heute nicht erklären und vielleicht wird sie es nie können. Das war der Zeitwissenpodcast und der war heute tatsächlich etwas düster. Deshalb möchte ich Ihnen zum Ausgleich noch einen Artikel aus dem neuen Zeitwissenmagazin empfehlen, das am 21. Februar erscheint. Wir haben unser großes Interview, diesmal mit dem weltberühmten DJ Sven Fett geführt. In der Klubszene ist er ein Superstar und wenn er seine Vinylplatten auflegt, dann kommen in anderen Locations auch schon mal ein paar 10.000 Menschen zusammen. Wir haben mit ihm über die Geburt des Techno, über Rausch, Extase, Disziplin und Schlaf gesprochen und über die goldenen Regeln für eine richtig gute Party. Schreiben Sie uns mit lob, Ideen und Kritik an [email protected] und ein kostenloses Probeheft kann Sie bestellen unter Zeit.de/wissen-podcast. Ich bin Max Rauna, bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Luis Bauer, ein 17-jähriger TikTok-Star mit 1,2 Millionen Follower, ist Bestatter und führt Einwalsamierungen durch, die tote Personen ästhetisch aufwerten.
  2. Die Einwalsamierung verlangsamt die Verwesung und ermöglicht eine wertschätzende Trauer, besonders bei Auslandsbestattungen oder bei Bedarf von Angehörigen.
  3. Der Prozess umfasst die Injektion von Flüssigkeiten, die Entfernung von Blut durch Druck und die Verbindung von Kiefern mit einer Ligatur, um ein friedlicheres Erscheinungsbild zu erzielen.
  4. Luis Bauer hat seine Ausbildung bei seinem Vater, einem Tanatopraktiker, begonnen und ist so an die Arbeit gewöhnt, die für viele zunächst unangenehm erscheint.
  5. Neue Trends im Bestattungswesen beinhalten beispielsweise die Möglichkeit, Haustiere mit Menschen in Familiengräbern zu beisetzen, wie auf dem größten Parkfriedhof der Welt in Hamburg.
  6. Die Trauer wird durch offene Gespräche über den Tod erleichtert, was Angst und Scham reduziert und eine persönliche, wertschätzende Abschiedsform ermöglicht.
  7. In Deutschland werden Bestattungen zunehmend professionell und komplex, mit Angeboten von Trauerfeiern, Eventmanagement und individuellen Wünschen.
  8. Die Wissenschaft kann noch nicht erklären, was im letzten Moment des Lebens passiert, aber viele Sterbende berichten von Visionen, Licht oder Wiedervereinigungen mit geliebten Menschen.

Summary:

Luis Bauer, ein 17-jähriger TikTok-Influencer mit 1,2 Millionen Follower, ist Bestatter und führt Einwalsamierungen durch, bei denen verlorene Personen ästhetisch aufgewertet werden. Dieser Prozess umfasst die Injektion von Flüssigkeiten, die Entfernung von Blut und die Verbindung von Kiefern mit einer Ligatur, um ein friedlicheres Erscheinungsbild zu erzielen. Die Einwalsamierung verlangsamt die Verwesung und ermöglicht eine wertschätzende Trauer, besonders bei Auslandsbestattungen.

In Deutschland ist der Bestatterberuf lange stigmatisiert gewesen, doch heute wird er stolz und professionell wahrgenommen. Neue Trends wie die Tierbestattung im Familiengrab – etwa auf dem größten Parkfriedhof der Welt – zeigen, dass die Trauer umfassend und persönlicher gestaltet werden kann. Die Wissenschaft kann den letzten Moment des Lebens nicht vollständig erklären, doch viele Sterbende berichten von Visionen, Licht oder Wiedervereinigungen.

Durch offene Gespräche über den Tod wird Angst und Scham reduziert, was den Trauerprozess erleichtert und die Wünsche der Angehörigen berücksichtigt. Ein solcher Umgang mit dem Tod ermöglicht nicht nur eine persönliche Trauer, sondern auch eine wertschätzende und emotional robuste Abschiedsform.

FAQs

Einwalsamierung ist eine Prozedur, bei der der Körper eines Verstorbenen mit Lösungen gefüllt wird, um ihn lebendiger auszusehen. Sie verlangsamt die Verwesung und ermöglicht, dass Angehörige die Verstorbenen wie im Leben verabschieden können.

Viele Angehörige finden es traurpsychologisch wichtig, ihre Liebsten so zu verabschieden, wie sie im Leben waren. Die Einwalsamierung bietet ihnen eine emotionalere und weniger traurige Abschiedsform.

Luis Bauer, ein 17-jähriger Bestatter, führt die Einwalsamierung durch, indem er Flüssigkeiten und Farben in den Körper injiziert und den Körper mit einem speziellen Desinfektionsmittel behandelt.

Ja, auf dem größten Parkfriedhof der Welt, dem Olsdorfer Friedhof, können Haustiere mit ihren Besitzern im Familiengrab beigesetzt werden. Dies wurde beispielsweise von Ute Dinsel mit ihrem Hund Onno erlebt.

Die Prozedur dauert etwa drei Stunden. Dazu gehören die Injektion von Lösungen, die Pumpe des Blutes aus dem Körper und die Aufbereitung der Körperöffnung, um Flüssigkeiten zu verhindern.

In Ländern wie den USA ist die Einwalsamierung eine Standardprozedur. In Deutschland wird sie eher individuell entschieden und hängt vom Bestatter und den Wünschen der Familie ab.

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