Wie lebt es sich mit 26 anderen in Zeiten einer Pandemie?
20m 7s
In der Podcastfolge wird Laila interviewt, die in einer ungewöhnlich großen WG mit 27 Personen in einem gemeinsamen Haus lebt. Sie beschreibt den Alltag, der durch feste Putzpläne (einmaliges Küchendienst pro Semester) und eine Putzhilfe gut organisiert ist. Anfangs benötigte sie Zeit, um in der großen Gemeinschaft anzukommen, fand aber schließlich ihren Platz und übernahm sogar organisatorische Verantwortung. Bezüglich der Corona-Pandemie erklärt Laila, dass der Ernst der Lage für sie spürbar wurde, als ihre Mutter (Ärztin) von einem Besuch bei der Großmutter abriet. In der WG gab es anfangs Spannungen, aber man einigte sich auf einen solidarischen Ansatz ohne strikte Isolation, wobei viele Bewohner zeitweise zu ihren Familien gingen. Laila betont die Vorteile des großen Wohnraums während des Lockdowns, der Bewegungsfreiheit und Trennung der Lebensbereiche ermöglichte. Für sie persönlich war die Pandemie trotz des reduzierten Familienkontakts eine positive Phase der Entschleunigung, die das Gemeinschaftsgefühl stärkte und Raum für neue Aktivitäten wie Kochen bot.
* Musik * Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast KFM Kata, wo wir uns mit den Gedanken, Geschichten und Initiativen von studierenden Beschäftigen. In der ersten Staffel über die Initiativen und Gedanken, die besichwären Corona aufgetan haben oder vielleicht verändert haben. Willkommen zur heutigen Folge, wo wir ein ziemlich cooles Thema haben. Unsere Abwiese ist, so in der riesigen VG zu leben. Und wir haben auch wieder einen natürlichen Gastar und vielleicht Laila stellst du dich einfach vor. Ich heiß Laila, bin 25. Studiere Philosophie, Matte und Französisch-App-Lehramt. Was willst du denn über mich wissen? Alles, was du mit dem Teilen möchtest. Dass mir so eine kleine Idee zu meiner Person hat und weiß, wie ich vor Corona war. Ich mache unheimlich viel Sport. Ich hab angefangen, Trierland zu machen. Ich war im Fahrradfahren. Ich koche sehr gerne, meine Anländenschaften und wohne in einer 27er VG. Worauf wir gleich zu schön kommen werden. Hast du noch so einen Fun-Fakt über dich? Ich mache mein eigenes Yogurt. Oh, cool. Das habe ich in Frankreich angefangen. Ich hab in Frankreich Erasmus gemacht und meine Mitbewohnerin dort. So hat sehr viel gekocht und auch immer sehr gut. Und die hat ihr eigenes Yogurt gemacht. Und zum Abschied hat es mir eine Yogurtmaschine geschenkt. Und mit dieser Yogurtmaschine mache ich mein eigenes Yogurt. Das ist echt cool. Die Fun-Faktie ist mir immer echt cool. Was ich auch so jener in diesem Fun-Cars frage ist, wann er oder sie das Erzmer gemerkt hat, wann Corona das Leben betreffen würde. Aber dieser Moment, wo du gemerkt hast, das wird dein Leben erst mal verändern, weil er. Mein Mutter ist Ärztin und deswegen nehme ich ihre Anregungen oder Hinweise schon sehr ernst. Ich habe mich am Anfang angefangen. Ich hatte den Eindruck, dass sie jetzt noch nicht so beeindruckt von war. Aber dann, ich glaube, es war irgendwann kurz bevor die Kontaktspere dann kamen. War das Ende März oder so? Also Mitte Ende März war es so, dass ich eigentlich zu meiner Oma fahren wollte, um zusammen den Tag zu verbringen. Und dann habe ich mit meiner Mutter vorher drüber gesprochen, was sie davon hält. Und dann hat sie mir einen Link zu einem Artikel geschickt, in dem eben auch geschrieben wurde, wo eine Auswirkung wird, wie ein überlastetes Gesundheitssystem aussieht, einfach mit sehr vielen Fakten und sehr analytisch aufgestellt. Und da hat mein Mutter dann gesagt, vielleicht wär es besser, wenn du nicht kommst. Und also das war für mich der Moment, wo ich dachte, okay, wenn mein Mutter, die eine medizinische Hintergrund hat, anfängt, das Erz zu nehmen, dann soll ich das auch tun. Ja, okay. Ja, das ist wahrscheinlich ein guter Eigelbogen. Du hast es eben schon in schwere Wohnz in der sehr großen WG. Und bei 27 Personen wird ja vielleicht vielleicht auch argumentieren, dass es ihrem Wohnheim ist. Kannst du so ein bisschen erzählen, wie euer Leben so aussieht, warum du das als WG bezeichnest, und wie das auch überhaupt zustande kommst. Also, wir haben ein ganzes Haus, drei Etagen, aber halt nur eine Küche und einen Wohnzimmer. Und die teilen wir uns zu 27. Deswegen ist es definitiv eine WG, weil es halt nicht so ist, dass jedes Stockwerk, irgendwie unter sich bleibt, sondern wir kommen, also die Küche ist eben so der Treffpunkt, wo alle immer zusammenkommen. Und es ist tatsächlich sehr spannend manchmal einfach nur in der Küche zu sitzen und zu beobachten, wer da alles so reinkommt, welche Gespräche zustande kommen. Das ist sehr unterhaltsam. Aber deswegen ist es definitiv, fühlt es sich wie eine WG an, weil wir uns auch alle unterhenden, da kennen. Genau, jeder hat sein Zimmer, aber dann alle Küche, die Bebäder, Wohnzimmer, der Rest ist alles geteilt. Ja, und wenn man das so leuten erzählt, sind sie meistens ziemlich überrascht. Und kann sich gar nicht vorstellen, wie sich 27 Leute eine Küche teilen. Und wir haben jetzt auch, also, die ist schon groß, aber die ist jetzt auch nicht gigantisch. Wir haben zwei Kochfelder, also mit jeweils vier Herdplatten, also acht Herdplatten für 27 Leute, der. Ja, aber dadurch, dass halt jeder einen eigenen Tagesrhythmus hat, ist es klar manchmal, kommt man in die Küche runter und ist die Hölle los. Und einen anderen Abend ist niemand da. Man fragt sich für die ganzen Leute, dass es so ein bisschen eine Überraschungseil, ja, ja, ein weiß nie, was man bekommt. Aber es klappt tatsächlich sehr gut. Und es ist eine sehr schöne Gemeinschaft. Ja. Wie regelt ihr denn so euren Alltag? Also, wie habt ihr Putzdienste, wie sieht das aus? Wie wird das so gehandhabt? Also, jeder ist natürlich für sein eigenes Zimmer verantwortlich. Und dann für die Küche, wir haben während des Meisters, dass immer in den Küchendienste sind zwei Leute, die eine Woche lang abends immer die Küche einmal komplett sauber machen. Das heißt, Oberflächen abwischen, Müll rausbringen, getränken, also Lehrgut wegräumen, dann der Backofen wird sauber gemacht, Glasmil wegbringen. Also, alle diese Aufgaben. Und dadurch, dass wir so viele sind, muss man das nur einmal im Semester machen. Also es hält sich eigentlich sehr gering. Und für so die anderen geteiten Flächen, wie die Flure, Wohnzimmerküche, also die Böden und die Bäder, dafür haben eine Putzfrau, die zwar mal die Woche kommt. Und bei so vielen Leuten also schlägt sich das, ist das preislich nicht so viel für jeden Einzelnen. Aber es würde halt anders nicht funktionieren, wir haben mit einem Putz dran. Aber eigentlich müssen wir sehr wenig nur selbst machen. Also einmal im Semester eine Woche Küchendienste. Das ist ja eigentlich nichts. In anderenwie geht es, muss man jede Woche irgendwelche Putzaufgabe übernehmen. Also ich glaube, dass wir da sehr glück haben. Ja, wahrscheinlich hat man auch dadurch, dass es nur eine Woche im Semester ist, auch die Motivation höher, dann diese Woche in den zu machen. Nach der Woche hat man meistens keinen Bock mehr. Aber dadurch, dass es eine eine Woche ist und die restliche Zeit macht, ist halt jemand an, dass wir fühle ein, ist es völlig in Ordnung. Und dadurch funktioniert es auch. Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich glaube, normalen VG ist es so, "Ach, man hat jetzt klar so einen Phase. Jetzt kann man meine Woche überspringen." Und dann sieht sich das sehr schnell auf. Ja, nee. Das Gute ist bei 27, dass es halt auch sehr viele gibt. Im Moment vor allem, den es auch wichtig ist, dass die Geteilten Wohnräume sauber und ordentlich sind. Das heißt, es gibt genug Leute, die an einem Strang ziehen. Da, es gibt immer tiefer Schlurys. Aber es gibt halt genauso viele ordentliche und saubere Leute. Ja. Wie lange haben wir uns schon dort? Und wie geht es dir so dort? Das ist jetzt mein zweites Jahr dort, wobei ich zwischen drin ein Jahr weg war. Es ist eine krasse Erfahrung, in so eine große Wohngemeinschaft einzutreten. Also, ich habe sehr lange gebraucht, tatsächlich um meinen Platz zu finden, weil es wie so ein kleiner Mikrokosmos ist. Es ist ja de facto, man kann sich das vorstellen, wie eine Schulklasse, die da wohnt. Also manchmal habe ich ausgefühlt, es ist wie ein Internat. Man wohnt damit sein, man ist irgendwie mit 27, 26 Geschwistern auf einem Fleg. Und am Anfang, also ganz am Anfang, als ich eingezogen bin, weil ich so voll begeistert und dachte, so, ah, immer was los, voll viele Leute. Und dann ist die Zeit vergangen, sonst so nach 3-4 Monaten, bin ich so ein bisschen an einem Tiefpunkt angelangt, weil ich das Gefühl hatte, dass ich immer noch mit allen Leuten Smart Talk geführt habe. Also das Gefühl hatte, obwohl ich da jetzt schon mehrere Monate wohne, kenne ich eigentlich niemanden so richtig. Und das fand ich dann irgendwie so erschreckend. Und da habe ich mich dann auch so ein bisschen entfremdet gefühlt von der Wohngemeinschaft. Aber dann, also es dauert halt einfach bei so vielen Leuten, man sieht ja auch nicht jeden Tag. Es gab zum Beispiel einen Mitbewohner, der ist immer, ich bin früh aufsterin, erst Nachtäule. Der ist irgendwie immer um 6, 7 Uhr morgens ins Bett gegangen und dann bin ich aufgestanden. Also den habe ich so einmal alle paar Wochen gesehen. Aber es dauert und dementsprechend dauert es halt auch sehr lange, bis man Leute dann besser kennenlernen, gerade weil wir so viele sind. Aber ich will sagen, mit der Zeit können sich dann doch auch Freundschaften entwickeln. Und ich hatte so nach einem Dreifittel, ja das Gefühl, dann so meinen Platz gefunden zu haben und angekommen zu sein. Auch gekannt zu werden von anderen. Und dadurch geht es mir jetzt sehr gut. Und ich habe auch dieses Jahr, also wir haben zwei Hausverwalters, die sich dann um organisatorisches Kümmern, also Nachmietersuchen, die Mietverträge, dann Anschöpfungen fürs Haus, putzplan organisieren, immer wenn was kaputt geht, entweder selbst reparieren oder Handwerker suchen. Und das mache ich seit diesem Jahr und da merke ich auch noch mal, wenn man mehr Verantwortung fürs Haus übernimmt, dann kommt irgendwie auch mehr zurück. Also dass ich das als sehr belohnt, im Finde die Verantwortung zu tragen, weil ja ich dadurch das Gefühl habe einfach mehr in Ballvier zu sein. Und das ist sehr schön. Ja, genieß es sehr. Ja, das glaube ich. Und eine Sache, die auch cool ist, dadurch dass wir so viele sind, fällt es halt auch nicht auf, wenn man sich mal zurückzieht. Also wenn man so in einer DreierwG irgendwie dann die Tür zu macht und mal ein paar Tage irgendwie nur für sich sein will, dann kann das ja schon auch manchmal dann komisch wirken. Aber bei uns ist es halt so, das Haus nimmt es auch nicht übel, wenn man nicht da ist. Und wenn man da ist, dann es ist immer, gibt es immer Leute, die sich freuen. Ja. Das ist ganz cool, eigentlich. Also es erlaubt, gibt einem auch eine große Möglichkeit, seine Autonomie auszuleben. Ja, das glaube ich, das ist schön. Du hast jetzt gesagt, für dich war so ein Mitteende März der Punkt, wo du gemerkt hast, okay, das Corona wird jetzt alles verändern. Wie war das als WG? Wie habt ihr das so entdeckt? Und was habt ihr dann gemacht? Also es gab natürlich ganz am Anfang, würde ich sagen, haben es die meisten Leute nicht ernst genommen? Dann, als klar wurde, dass es ernst wird und dass wir das auch als WG ernst nehmen müssen, gab es immer noch Leute, die es weiter nicht ernst genommen haben. Und dann gab es vereinzelt auch Leute, die so ein bisschen Panik geschoben haben. Dadurch hatten wir am Anfang, das war nicht lange, es war vielleicht eine Woche oder so, wo so ein bisschen ungute Stimmung im Haus war, weil es heitend parkt.
da gab die so ein bisschen Panik und Stress verbreitet haben und damit dann halt auch andere angesteckt haben. Aber insgesamt war halt klar, bei so vielen Menschen, die alle eine Küche benutzen, ist es gar nicht möglich, strikt Leute zu isolieren. Und dann haben wir halt gesagt, so sieht's aus, wir werden auch hier niemanden im Haus ausgrenzen oder also es gab dann schon auch so Ideen, wie falls jemand sich ansteckt, dass der dann irgendwie nur noch in seinen Zimmer bleiben muss und nur noch ein Bad benutzt und das dann sozusagen das infizierte Bad ist und alle anderen müssen dann woanders hin. Aber da haben wir dann gesagt, dass es Quatsch, wenn die eine Person krank ist und jetzt sagen wir meistens zwei Personen auf zwei unterschiedlichen Etagen krank, dann wird die kranker Person nicht zwei Etagen hochlaufen, um das infizierte Bad zu benutzen. Also das ist halt einfach Quatsch, sondern das dann haben wir halt insgesamt auch so, also ich habe mich dann mit einem Mitbewohner, der sich da viele Gedanken drüber gemacht hat, zusammengesetzt und haben wir so ein bisschen überlegt, was sinnvoll ist und was nicht. Und dann haben wir als WG, die also wir Hausverweiter haben das so ein bisschen vorgestellt und dann gefragt, ob das so für alle auch okay ist, aber unsere Idee war einfach, dass wir mehr auf Zusammenhalt und Solidarität setzen. Also wenn jemand krank wird, dass wir uns dann um diese Person kümmern, dass wir die aber jetzt auch nicht dann extrem ausgrenzen oder so und dass wenn es Leute gibt, die uns dabei unwohl ist, dass wir das vollkommen verstehen und auch also dafür Verständnis haben, aber dass die sich dann halt überlegen sollten nach Hause zu fahren für die Zeit und es war dann auch so, dass tatsächlich viele, also ich würde sagen, so ein Drittel der Leute, die waren entweder sowieso zu Hause oder sind dann mal für ein paar Wochen nach Hause gefahren und dann war es auch ein bisschen ruhig im Haus. Ja, aber nach so dieser ersten Panikwelle, war es eigentlich dann auch wieder relativ entspannt. Sind dann so zum Semester, langsam, dann die Leute wieder zurückgekommen. Also mittlerweile sind wir fast alle wieder da aus der eine, die waren kolumbien bei ihrer Familie und die ist auch tatsächlich, also die Leute im März oder April schon zurückkommen zu Beginn des Semesters und dies jetzt erst wieder konnte wieder nach Deutschland kommen. Aber dies momentan auch noch bei einem Kumpel, um da zwei Wochen in Karatehende zu sein und dann kommt es wieder zurück zu uns. Aber mittlerweile sind wir alle wieder da. Ja, okay, krass, da sind ja wieder ganz schön. Wie habt ihr dann, habt ihr dann irgendwas in eurer Struktur verändert oder irgendwie wo organisatorisch ist, was habt ihr da gemacht oder habt ihr Regeln auferlegt für die Zeit? Genau, also bei 27 Leuten kann man sich auch vorstellen, dass ja sehr viele Gäste immer mitgebracht würden. Und da haben wir halt gesagt, dass nur noch die Partner und Partnerinnen erlaubt sind, also keine anderen Freunde mehr. Und daran haben die Leute sich dann auch gehalten. Aber ich würde sagen, dass ist auch schon eigentlich die größte Veränderung. So natürlich, wir haben dann des Infektionsmittel aufgestellt und auch in Reinigungsmittel besorgt, dass das disempizierend ist und damit werden jetzt die Bärder und Böden gereinigt und Türklinken disempiziert, unsere Putzfrau auch. Aber für uns im Alltag, also gerade für mich, ich hatte halt in der Zeit auch noch für die Uni zu tun. Für mich hat das tatsächlich gar nicht so einen großen Unterschied gemacht. Also mein zu, es macht auch nicht so, weil jetzt haben wir alle Home-Unie sozusagen. Ja, jetzt macht auch in dem Kontext nicht so viel, also Unterschied zu vorher. Also ich würde mal sagen, dass es halt für viele schon schwer ist, sich zu Hause zu motivieren und zu konzentrieren. Und das ist mir auch aufgefallen, aber mittlerweile hat die Bibbi auch wieder auf. Das nutze ich auch und das haben jetzt auch andere Haus angefangen zu nutzen. Wobei es auch so ist, dass wir in Lernzimmer haben. Also wir haben ein Zimmer, da kann man einfach hingehen, um zu lernen und da haben sich dann halt auch viele hingesetzt, wenn sie in jedem Zimmer nicht gut arbeiten konnten. Also wir haben natürlich auch Glück, dass wir so viel Fläche haben. Also wir haben eine Küche, Wohnzimmer, zwei Terassen, das Lernzimmer und ein Keller. Das heißt, man hat einfach viel Bewegungsfreiraum auch im Haus. Das haben ja ganz viele nicht, die jetzt irgendwie in der kleineren WG wohnen. Die haben dann vielleicht nur eine Einzimmerwohnung und sind die ganze Zeit in diesem Einraum. Das habe ich auch irgendwie als großes Glück gefunden, dass ich Ausweismöglichkeiten von meinem Zimmer hatte. Und so hat sich das eigentlich auch ganz gut verteilt. Ja, stimmt, das ist nämlich eine Sache, die ganz oft in den Gesprächen aufgekommen ist, einfach diese enge, ja enge fehlende Terrasse und dass man auch keine Trennung mehr hat zwischen Arbeitsort und Schlafortruheort und Spannungsorten. Das ist glaube ich eine ganz schöne Sache. Ich würde tatsächlich sagen, dass ich so gut hatte, wie, wie nur möglich in dieser Zeit, weil ich eben Platz habe. Viel Raum, in dem ich mich bewegen kann, auch zu Hause. Ich meine, ich bin ja sowieso auch immer in den Wald gegangen und war auch noch viel draußen. Also ich habe dadurch tatsächlich viel den Wald erkundetieren Heidelberg. Aber für uns, ich habe mich auch nicht sozial isoliert gefühlt, weil ich ja noch so viele Mitbewohner habe und da war es tatsächlich schön, Leute besser kennenzulernen, mehr Zeit, mit den Mitbewohnern zu verbringen. Und ich habe mich eigentlich nicht wirklich eingeschränkt gefühlt. Das einzige ist halt so der Kontakt zu Familie, gerade zu den Großeltern. Das war für mich schwierig. Ja, was kann ich verstehen. Jetzt weiß ich ja, dass der Ausheilbeck kommt, weil ich tatsächlich schon länger kenn. Also das Interessensfrage wäre, hast du überlegt, heimzugehen, weil das ist ja auch relativ nah an Uni und so weiter. Und warum nicht? Ja, ich habe mir das tatsächlich überlegt, ob ich nach Hause fahren soll. Also dann hätte ich Kontakt mit meiner Oma. Also mehr Zeit mit meiner Oma verbringen können. Was schön gewesen wäre, bei meinem Opa auch nicht mehr lebt. Und sie sich sehr gefreut hätte. Aber meine Familiensituation ist momentan ein bisschen schwierig. Das war eine Sache und das andere war, dass ich ja schon Kontakt mit meinen ganzen Mitbewohnern hatte. Und man ja nicht weiß, also die Inkubationzeit, weil ja damals hat mir noch so gesagt, so um die zwei Wochen kann sein. Das heißt, bei meinen ganzen Mitbewohnern, die ja alle Kontakt auch zu vielen anderen Menschen davor hatten, hätte es ja auch sein können, dass ich schon hab. Und das dann zu Oma zu gehen wäre ja das dünnste, was man machen kann. Ja, und das war für mich dann grund nicht nach Hause zu gehen. Und außerdem habe ich mich auch so überhaupt im Haus und mit den Leuten. Also ich wollte einfach gerne mit meinen Mitbewohnern sein in der Zeit. Ja, das kann ich auch gut nachvollziehen. Hast du das Gefühl, dass gibt irgendwie Geschichten oder die Stimmung hat sich allgemein irgendwie verändert oder zum besseren oder zum schlechteren oder also so doch erzählen kann. Wie gesagt, am Anfang war es so ein bisschen. Es gab so ein paar Tage, die echt angespannt waren, weil da eben von einzelnen so Panik verbreitet wurde und das andere angesteckt hat und dabei teilweise dann auch ein bisschen sauer, weil ich das völlig unnötig fand. Aber nach dieser ersten, nach den ersten paar Wochen auch jetzt so mit der Zeit, jetzt sind ja schon mehrere Monate vergangen. Ich hab's Gefühl, dass das Haus dadurch zusammengerückt ist, dass die Leute mehr Zeit miteinander verbracht haben und dadurch die Gemeinschaft gestärkt wurde. Ich bin teilweise irgendwie mehrere Stunden mit einer Mitbewohnerin einfach nur spezieren gegangen. Und wenn Corona nicht gewesen wäre, dann hätten wir das wahrscheinlich nicht so oft gemacht. Für diese Momente bin ich auch sehr dankbar und im Moment, dadurch, dass ja auch alle wieder zu tun haben, fühlt sich das für mich so ein bisschen wie normaler Alltag wieder an. Aber ich muss halt auch sagen, ich stehe am Ende meine Studium, ich mache jetzt meine letzten zwei Kose. Für mich ist das jetzt auch, ich muss nicht ins Labor oder ich habe keine Praktik her. Für mich verändert sich gar nichts. Also würde ich sagen, bin ich gehört, ja, ich halte zu den Priviligierten, die jetzt wieder, ich hab auch noch Nebenjob, ich arbeite in der Schokolaterie, da bin ich mittlerweile auch wieder da. Also ich hab wieder, es hatte wieder finanzielle Auswirkungen, noch Auswirkungen auf meinen Studienverlauf, noch irgendwelche negativen sozialen Konsequenzen. Ja, mir hat es tatsächlich gut getan, mal ein bisschen weniger Truble zu haben, weil ich gehe schon dazu, mir meine Tage immer sehr voll zu packen und viel unterwegs zu sein, Freunde treffen und dann bin ich in Sport, alles Mögliche. Und manchmal fällt es mir schwer, dann zur Ruhe zu kommen. Und dann bin ich halt echt manchmal auch ganz schön am Arsch. Und durch Corona hatte ich das Gefühl, dass ich so eine Verschnaufpause bekommen habe. Und für mich war das in meiner jetzigen Lebenssituation eigentlich ein Zugewinn, eine Bereicherung. Und ich hab angefangen, also ich gehört zu den Leuten, die viel gekocht haben, mir im Corona-Zeit ich auch. Viele neue Rezepte als probiert und das ist ja auch cool, wenn man sich was Gutes tun kann, indem man sich leckere Sachen kocht. Ja, aber das ist interessant, dass du das auch mit dem Privileg usw. ansprichst, das hatten wir nämlich ganz am Anfang, also in der ersten Folge von dem Podcast auch besprochen. So wir drei, die halt diesen Podcast machen, dass wir auch das Gefühl haben, wir sind in der super guten Situation und uns hat es auch fast schon ein bisschen gut getan, im Vergleich zu anderen, auch wenn wir Einschränkungen haben oder Sachen nicht ganz so gut laufen, aber das Leben wurde im Wesentlichen nur langsamer gemacht und nicht so nicht so stört, wie es bei anderen z.B. ja. Ja, Lele, total schön, dass du da warst. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich finde es super spannend einfach von so vielen Lebenssituationen zu hören. Ich glaube es sowieso schon besonders, in so einer großen WG zu leben und dann noch in diesen Zeiten ist es ja nochmal zusätzlich besonders, sondern nochmal was ganz anderes, aber ja, vielen Dank, dass du dir Erfahrung geteilt hast. Sehr gerne. Und das war die nächste Folge. Von unserer Seite aus ein riesiges Dankeschön fürs Zuhören, das macht uns unheimlich viel Freude, diese Podcastfolgen zu produzieren und wir hoffen, dass ihr auch genauso viel Freude daran habt, sie zu hören. Egal welche Plattform ihr verwendet, bitte vergessen nicht uns gut zu bewerten, so gut wie möglich, vielleicht sogar mit fünf Sterne, das ist unheimliche Freie für uns und in der Weiterverbreitung dieser Geschichten. Dann vielen lieben Dank für freuen uns auf nächsten Mittwoch und sehen uns dann für die nächste Folge, Kaffee im Kaffee.
That's it.
Podcast Summary
Key Points:
Laila lebt in einer 27-köpfigen WG, die ein ganzes Haus bewohnt und sich Küche, Wohnzimmer und andere Gemeinschaftsflächen teilt.
Der Alltag wird durch feste Putzdienste (einmal pro Semester Küchendienst) und eine wöchentliche Putzhilfe organisiert, was gut funktioniert.
Die Corona-Pandemie wurde anfangs unterschiedlich ernst genommen, aber die WG setzte schließlich auf Solidarität statt strikter Isolation, wobei viele Bewohner zeitweise zu ihren Familien fuhren.
Während der Pandemie erwies sich der große Wohnraum als Vorteil, da er Bewegungsfreiheit und Trennung von Arbeits- und Wohnbereichen bot, und stärkte das Gemeinschaftsgefühl.
Persönlich empfand Laila die Zeit trotz eingeschränktem Familienkontakt als Bereicherung, da sie eine Verschnaufpause vom stressigen Alltag bot und Raum für neue Hobbys wie Kochen gab.
Summary:
In der Podcastfolge wird Laila interviewt, die in einer ungewöhnlich großen WG mit 27 Personen in einem gemeinsamen Haus lebt. Sie beschreibt den Alltag, der durch feste Putzpläne (einmaliges Küchendienst pro Semester) und eine Putzhilfe gut organisiert ist. Anfangs benötigte sie Zeit, um in der großen Gemeinschaft anzukommen, fand aber schließlich ihren Platz und übernahm sogar organisatorische Verantwortung.
Bezüglich der Corona-Pandemie erklärt Laila, dass der Ernst der Lage für sie spürbar wurde, als ihre Mutter (Ärztin) von einem Besuch bei der Großmutter abriet. In der WG gab es anfangs Spannungen, aber man einigte sich auf einen solidarischen Ansatz ohne strikte Isolation, wobei viele Bewohner zeitweise zu ihren Familien gingen. Laila betont die Vorteile des großen Wohnraums während des Lockdowns, der Bewegungsfreiheit und Trennung der Lebensbereiche ermöglichte.
Für sie persönlich war die Pandemie trotz des reduzierten Familienkontakts eine positive Phase der Entschleunigung, die das Gemeinschaftsgefühl stärkte und Raum für neue Aktivitäten wie Kochen bot.
FAQs
Die WG teilt sich ein ganzes Haus mit einer gemeinsamen Küche und einem Wohnzimmer. Jeder hat ein eigenes Zimmer, aber die Gemeinschaftsräume werden von allen genutzt, was zu einem lebendigen Austausch führt.
Jeder ist für sein eigenes Zimmer verantwortlich. Für die Küche übernehmen jeweils zwei Personen eine Woche lang abends den Reinigungsdienst, was pro Person nur einmal im Semester anfällt. Für Flure, Böden und Bäder kommt wöchentlich eine Putzfrau.
Anfangs gab es Spannungen durch unterschiedliche Einschätzungen der Lage. Die WG setzte auf Solidarität, reduzierte Besuche auf Partner und richtete Desinfektionsmittel bereit. Viele Bewohner fuhren zeitweise zu ihren Familien, was die Situation entspannte.
Durch die große Wohnfläche mit mehreren Gemeinschaftsräumen und einem Lernzimmer gab es ausreichend Bewegungsfreiheit und Trennung zwischen Arbeits- und Entspannungsbereichen. Die vielen Mitbewohner verhinderten soziale Isolation.
Laila empfand die Zeit als Verschnaufpause, nutzte sie für neue Hobbys wie Kochen und schätzte die vertieften Kontakte zu Mitbewohnern. Sie blieb in der WG, um ihre Oma nicht zu gefährden, da mögliche Infektionen bei den vielen Kontakten nicht ausgeschlossen werden konnten.
Nach anfänglicher Anspannung rückte die Gemeinschaft enger zusammen, da mehr Zeit miteinander verbracht wurde. Gemeinsame Spaziergänge und Aktivitäten stärkten die Beziehungen, was als positiver Effekt der Pandemie empfunden wurde.
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