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Wie die Sunk Cost Fallacy deine Investments beeinflusst

12m 59s

Wie die Sunk Cost Fallacy deine Investments beeinflusst

Versunkene Kosten beschreiben die Tendenz, Projekte oder Investitionen fortzusetzen, nur weil bereits Zeit, Geld oder Mühe investiert wurden – selbst wenn eine objektive Bewertung zeigt, dass ein Abbruch sinnvoller wäre. Diese kognitive Verzerrung tritt in vielen Lebensbereichen auf: beim Konzertbesuch trotz Krankheit, beim Festhalten an verlustreichen Aktien oder ETFs, bei unpassenden Versicherungen oder Jahresabos. Auch Karriereentscheidungen werden oft durch bereits investierte Ausbildung oder Zeit beeinflusst. Ursachen sind emotionale Faktoren wie Verlustaversion, Schuldgefühle oder der Wunsch, Fehler zu vermeiden. Rational betrachtet sollten nur zukünftige Kosten und Nutzen zählen, da vergangene Investitionen nicht rückgängig gemacht werden können. Um dem Sunk-Cost-Fallacy entgegenzuwirken, helfen Strategien wie die Definition klarer Ziele, objektive Statistiken, Perspektivwechsel („Was würde ein Außenstehender tun?“) und die Berücksichtigung von Opportunitätskosten. Es ist wichtig zu erkennen, dass ein Abbruch nicht negativ ist, wenn er langfristig bessere Ergebnisse bringt. Letztlich geht es darum, Entscheidungen auf Basis aktueller Fakten zu treffen, nicht aufgrund vergangener Investitionen.

Transcription

2458 Words, 15789 Characters

German
Was sind versunkende Kosten und wie beeinflussen Sie unser Anlageverhalten? Die Samkost-Fälle Sie beschreibt die Tendenz, dass wir etwas unbedingt durchziehen oder zu Ende bringen wollen, einfach nur aus dem Grund, weil wir schon so viel Zeit, Geld oder Energie hinein investiert haben. Wir bewerten dann gar nicht mehr objektiv, ob es gerade tatsächlich die beste Option ist, weiter zu machen. Und diese menschliche Tendenz tritt in allen möglichen Lebensbereichen auf, auch beim Investieren. Warum das dann zum Problem werden kann und wie du versunkende Kosten aktiv in deiner Strategie berücksichtigen kannst, das klären wir in diesem Quick-Dip. Bevor es weitergeht mit der Folge noch eine Nachricht von unserem heutigen Sponsor der DZ Bank. Die DZ Bank ist das zentrale Institut der Volksbankerei, Faisenbanken und Teil einer der größten Finanzgruppen Deutschlands. Sie verbindet als Arbeitgeberin Stabilität mit genossenschaftlichen Werten und einem modernen Arbeitsumfeld. Fast 150 Jahre Innovation und immer mit dem Blick auf das, was das Leben wirklich einfacher macht. Das steckt hinter allem, was die DZ Bank gemeinsam mit und für ihre Kunden entwickelt. Wero, das neue europäische Bezahlverfahren ist das jüngste Beispiel dafür. Mit Wero schickst du Geld in Echtzeit von Conto zu Konto, einfach per Handy und das in Sekunden. Und das war es noch längst nicht. Ob er in der Krasse im Online-Shop oder bald sogar in der Zafseule, Wero läuft überall, wo du bezahlst. Kenwunder das bereits über 53 Millionen Menschen in Europa dabei sind. Witz zu tiefer in die Welt des Zahlungsverkehrs eintauchen und Lösungen, wie Wero aktiv mitgestalten, dann schau gerne auf der Karriere Seite der DZ Bank vorbei und er fahre mehr über deine beruflichen Einstiegsmöglichkeiten. Und jetzt weiter mit der Folge. Stell dir mal vor, du hast vor ein paar Monaten eine Konzertkarte für 80 Euro gekauft. Am Tag des Konzerts fühlst du dich jetzt allerdings krank. Du weißt zwar ganz genau, dass du riskierst noch kränker zu werden, wenn du zu dem Konzert gehst, mach es aber trotzdem, weil du das Ticket ja schlüssig nicht zurückgeben kannst und auch schon bezahlst. Während des Konzerts stellt du dann auch noch fest, dass dir die Musik der Band doch gar nicht so gut gefällt wie erhofft, du überlegst auch kurz zu gehen, du entscheidest dich dann aber doch dagegen, spielst dich hast du ja 80 Euro für dieses Erlebnis bezahlt. An diesem Abend bist du dann also in diesem Beispiel gleich zweimal Opfer der St. Kost-Fällesie geworden. Im ersten Schritt wäre es ja schon mal rationaler gewesen, gar nicht erst zum Konzert zu gehen, um dich selbst zu schonen. Und dann wäre es im zweiten Schritt sinnvoll gewesen, früher zu gehen, wenn du vor Ort überhaupt keinen Spaß hast. Dass wir in solchen Situationen oft nicht nur die aktuelle Lage bewerten, sondern auch unsere bisherigen Investments einrechnen, das nennt sich eben St. Kost-Fällesie. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir Beweise außer acht lassen, die zeigen, dass sich die Situation verändert hat und wir eigentlich auch unsere Entscheidung anpassen müssten. Aus reinen ökonomischer Sicht sind St. Kost oder Versunkende Kosten, die Kosten, die bereits angefallen sind und auch nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Das ist der wichtigste Punkt bei der Sache. Im Beispiel von eben, da kannst du die 80 Euro für die Konzertkarte eben nicht zurückerstatt bekommen, unabhängig davon, ob du das Konzert besuchst oder nicht. Genau aus diesem Punkt sollten aber die 80 Euro dann bei der aktuellen Entscheidungswendung auch keine Rolle mehr spielen. Wenn wir nämlich rational handeln würden, würden wir nur zukünftige Kosten und den Gesamt nutzen, berücksichtigen. Also in diesem Beispiel könnten dir jetzt sogar noch zusätzliche Kosten entstehen, wenn du dann wirklich tatsächlich krank wirst und zum Beispiel Medikamente kaufen musst, oder vielleicht auch selbstern nicht arbeitest und dann ein paar Tage ausfelsst und kein Geld verdienen kannst. Die San-Cost-Fellacy hat aber nicht immer nur was mit Geld zu tun, das habe ich ja gerade eben auch schon mal so ein bisschen anklangen lassen. Auch wenn wir zum Beispiel schon sehr viel Zeit oder Energie und Mühe in etwas investiert haben, dann fels uns in der Regel schwer so ein Projekt abzubrechen, obwohl sie vielleicht schon herausgestellt hat, dass es uns eigentlich nicht weiterbringt oder auch kein Spaß macht. Das kann auch noch verstärkt werden durch den sogenannten Status Quo-Beyes. Das ist unsere Vorliebe, Dinge so zu belassen, wie sie gerade sind, um potenzielle Verluste in der Zukunft zu vermeiden. Beim Investieren begehtet uns die San-Cost-Fellacy auch ständig, sei es am Aktienmarkt oder bei Immobilien oder bei anderen finanziellen Vorhaben, die wir so haben. Als Anleger hat man tennenziell am häufigsten mal in die Falle an Vermögenswerten mit schlechter Performance festzuhalten. Zum Beispiel weil man sich erhofft, dass die zumindest wieder den ursprünglichen Wert erreichen, den man mal dafür ausgegeben hat, also dass man zumindest wieder den Kaufwert reinbekommt irgendwann und dann mit Null rausgeht. Besonders irrational, aber auch besonders häufig ist das bei Einzelaktien, also wenn eine Aktie, die du vor einigen Jahren vielleicht aus Juchs sogar gekauft hast, schon seit Ewigkeiten ganz dick im Minus steht, dann ist es sehr wahrscheinlich die Rationalsentscheidung, diesen Verlust einfach zu realisieren. Dann räumst du ein bisschen dein Pothole auf und kannst dir auf andere Sachen konzentrieren. Insbesondere dann trifft das zu, wenn du die Aktie heute gar nicht mehr kaufen würdest. Es gibt außerdem ganz grundsätzlich auch keinerlei Gerantie dafür, dass ein einzelnes Wertpapier langfristig im Wert steigt, dass es also einfach nur Hoffnung auf du dich da verlässt. Auch wenn du viel Zeit in die Analyse von einem Wertpapier gesteckt hast und zum Beispiel Bilanzen oder Interviews ausgewertet hast, dann fällt es dir wahrscheinlich noch schwerer, dich von Verlustpositionen zu lösen, weil neben Geld auch noch viel Mühe in diese Strategie geflossen ist. Es ist aber als Anleger auch einfach wichtig, hier eine ganz klare Linie ziehen zu können und sich und seine Strategie dann immer wieder ehrlich zu reflektieren und auch mal zu sagen, nein, funktioniert nicht, muss ich mich jetzt davon lösen. ETF-Anleger sind von dieser Gefahr aber übrigens auch nicht ausgenommen. Insbesondere bei Branchen und Themen ETF sie durch einen Hype meistens eine Zeit lang super liefen, fällt es vielen dann schwer, wieder umzuschwenken, wenn diese Hype eben abklingt und der Kurs dann überhaupt nicht mehr gut ist. Aber auch hier gilt, wenn ein anderes Produkt heute besser zu deinem Ziel passt, dann ist die bisherige Laufzeit einfach kein Argument gegen eine Änderung. Aus diesem Grund ist ja auch passives investieren mit einem sehr breit aufgestellten ETF so praktisch. Hier steckst du erstens kaum Arbeit rein und du musst dich auch nicht mit Strategieanpassungen beschäftigen, weil der Index von alleine zum Beispiel unter dem außeltiert die schlecht performen. Bei Menschen, die schon länger in alte Vorsorge oder Versicherungsprodukte einzahlen, da kann man die Stankkostfelle sie häufig auch gut beobachten, weil eben schon so viele Jahre sehr viel Geld eingezahlt wurde, ist die Hürde das Produkt dann zu wechseln häufig ziemlich hoch. Und ein weiteres Beispiel, das wahrscheinlich auch viele aus dem eigenen Leben kennen, sind Jahresabos, die man mal abgeschlossen hat, dann aber doch feststellt, dass der Service oder das Produkt einem irgendwie keinen wirklichen Mehrwert bietet. Die muss man dann auch nicht auf Krampf nutzen, nur weil man einmal dafür Geld ausgegeben hat, dass wieder Strebungshoffig so ein bisschen und das kann ich auch verstehen, das geht mir auch so. Und dann bekommt man ja aber dadurch auch nicht mehr zurück, wenn man sich dazu zwingt irgendwie ein Produkt daran Service zu nutzen, dass man eigentlich nicht möchte. Dementsprechend ist zu dem Zeitpunkt, also nach dem Kauf, dann nur noch der eigene Nutzenauschlag geben, dafür, wie man am besten weiter vorgeht. Und wenn man das Produkt einfach nicht gut findet oder es einem keinen Spaß macht oder es einen nicht weiter bringt, dann muss man sich auch nicht aus einer finanziellen Logik dazu zwingen, das weiter zu benutzen. Ein weiterer Bereich, in dem die Sankostfälle sie ziemlich große Auswirkungen haben, kann, sind Karriereentscheidungen. Im Laufe der Karriere kann es ja immer mal wieder passieren, dass man in einem Job oder vielleicht auch in der Branche arbeitet, die dann eigentlich gar nicht mehr so zu den eigenen Interessen und Zielen passt. Und trotzdem zögern ganz viele Menschen dann wirklich etwas daran zu ändern, zum einen natürlich auch, weil man damit ja auch ein gewisses finanzielles Risiko eingeht, wenn man den Job wechselt oder wenn man kündigt. Und der Dorf ist eben der Hintergrund auch, dass man schon relativ viel Zeit und Energie in die aktuelle Position gesteckt hat. Also vielleicht die ganze Ausbildung, vielleicht der Karriereweg bis dort hin, man hat Kontakte geknüpft, man hat sich wissen angeeignet. Und je drastischer der Karriereumschwung dann ist, dass zu schwieriger fällt uns in der Regel diese Entscheidung, selbst wenn wir uns ziemlich sicher sind, dass ein Quereinstieg in ein anderes Themenfeld uns langfristig glücklicher machen würde. Und wenn man eine solche Entscheidung sollte, man auch natürlich auf keinen Fall überhastet treffen und je nach dem eigenen Wunsch ist ein Wechsel in eine andere Branche vielleicht auch gar nicht so einfach möglich. Aber ein Karriereweg, der dich nicht erfüllt, einfach nur wegen frühere Investitionen vorzusetzen, das kann dich langfristig auch sehr, sehr unglücklich machen. Jetzt ist natürlich noch die Frage, warum passiert es überhaupt mit der San-Kostfell ist, warum gibt es das? Das Buchlus entsteht, weil wir keine reinrationale Entscheiders sind und uns eben oft von unseren Emotionen beeinflussen lassen. Wenn wir schon in einer Entscheidung investiert haben, dann filmen wir uns zum Beispiel schuldig oder wir bedauern als, wenn wir das Vorhaben nicht durchziehen können. Das kann teilweise auch auf Verlust-Aversion zurückgeführt werden, also dass sich die Auswirkungen von Verlusten für uns viel schlimmer anfühlen als die Auswirkungen von Gewinden. Wie neigen ihr dazu, Verluste vermeiden zu wollen, als Gewinne anzustreben. Oder und das noch meinen anderen Worten ausdrücken, das Gefühl, dass unsere bisherigen Investitionen verloren gehen, wenn wir in der Entscheidung nicht durchziehen, ist dann stärker für uns als der Gedanke an die Vorteile, die wir erzielen könnten, wenn wir abbrechen. Wie lässt sich das Ganze jetzt vermeiden? Erst mal ist es natürlich nicht so einfach, unseren Kopf auszutricksen, unsere Beistes und Druckschlüsse wirklich zu umgehen, aber das wissen darüber, dass das Liebt kann im ersten Schritt schon mal weiterhelfen. Das ist ja jetzt auch an der einen oder anderen Stelle in dieser Folge schon ein bisschen ertappt gefühlt oder erkannt gefühlt. Hier sind jetzt auf jeden Fall ein paar Strategien, die du ausprobieren kannst, um das San-Cost-Fellestimal entgegen zu wirken. Eine effektive Möglichkeit besteht darin von Anfang an, relative klare Ziele zu definieren, also sich zu überlegen, welchen Zweck einen Investition, ein Projekt oder eine Anschaffung eigentlich erfüllen soll. Geht es da und Spaß, willst du was lernen oder möchtest du dann Vermögen wachsen lassen oder strebst du vielleicht möglichst große Sicherheit in einem Bereich an. Und dieser Ziel, kannst du dann besser objektive Werten, ob es gerade Sinn ergibt, weiter durchzuziehen oder ob umschwenken, dich dann im ursprünglichen Ziel vielleicht doch näher bringt. Eine weitere Strategie besteht auch darin, diese Entscheidung dann auf objektive Statistiken statt auf Emotionen zu stützen. dann macht das. Wie viel Geld gibt es in den nächsten fünf Jahren aus, wenn du weiter das übertäuerte Rentenversicherungsprodukt bespasst? Und was könnte das Geld stattdessen in einem breiten Etheft bewirken? Kosten aus der Vergangenheit zählen dabei dann explizit nicht. Genau das macht die San Cosfeles-Itendens in dir ja schon von selbst. Um eine möglichst neutrale Position für die Entscheidungsfindung einzunehmen, kannst du dir auch bestimmte Fragen stellen, die deine Perspektive noch mal ein bisschen verändern oder erweitern können. Zum Beispiel eben die Frage, die wir auch schon mal vorhin kurz aufgepuffen hatten, würde ich das Geld oder die Zeit heute nochmal investieren. Das hilft dir ein bisschen Abstand vom Status quo zu gewinnen. Und dann kannst du versuchen, aus der Sicht eines Außenseites auf die Situation zu blicken, also stell dir vielleicht mal die Frage, was würde ein Fremder jetzt tun? Oder was würde ich an einem Fremden in dieser Situation raten? So schaffst du es im besten Fall, emotionale Distanz zu der Entscheidung aufzubauen. Ein weiterer wichtiger Fokus sind meiner Meinung nach auch die Opportunitätskosten und eben diese Frage, was könnte ich mit den Ressourcen stattdessen tun? Das kann eine besonders effektive Motivation nochmal sein, auch nochmal umzuschwenken, weil sich das dann nicht so sehr wie ein Fehlergeständnis oder so anfühlt, sondern weil man da eher das Gefühl hat, man schaltet jetzt nochmal neue Ressourcen frei oder man legt nochmal einen anderen Schwerpunkt. Es passiert auf jeden Fall was konkret ist, was einem irgendwie noch einen anderen konkreten Vorteil verschafft und einfach nur zu sagen, okay, das breche ich jetzt hier ab. Wir haben jetzt relativ viele Argumente besprochen, warum die San-Cost-Fellacy ein Problem ist und wie du sie vermeiden kannst. Und am Strich stimmt das auch, also eine kognitive Verzerrung tut ja genau das. Sie verzerrt deine Einschätzung und kann deshalb eben dazu führen, dass du so optimale Entscheidungen trifft. Die Kerseite der San-Cost-Fellacy sehen manche Menschen aber auch als was positives, so nach dem Motto nicht alles direkt abzubrechen, sondern auch mal was durchzuhalten, das ist schon auch gut. Dabei ist aber vor allem wichtig zu verstehen, ob sich in einer Situation tatsächlich nur um San-Cost handelt oder ob es auch Perspektiv-Cost oder Benefits gibt, also voraussichtlich Kosten und oder Vorteile in der Zukunft. Versunkende Kosten allein sind ja erst mal wirklich nur Geld, Zeit oder Ressourcen, die bereits investiert wurden und auch nicht wieder erlangt werden können. Aber voraussichtlich die Kosten und oder Vorteile sind was, was noch nicht angefallen ist, was noch entstehen kann. Und für deine Entscheidung, ob etwas fortgeführt werden soll, sind vor allem diese voraussichtlichen Kosten in Kombination mit dem voraussichtlichen künftigen Nutzen ausschlaggebend. Du kannst etwas natürlich noch weiter durchziehen und nicht abbrechen, wenn es jetzt wirklich nur San-Cost sind. Wenn in der Zukunft voraussichtlich noch weitere Kosten entstehen, also du wirklich finanziell auch nachteile davon hast, etwas weiter durchzuziehen. Dann ist etwas abzubrechen, wirklich nichts negativeres und das solltest du dir auf jeden Fall für die Zukunft merken. Wie ist es dann bei dir im Allgemeinen? Gibt es vielleicht Projekte oder Investments, bei denen es dir schon in der Vergangenheit mal schwer gefallen ist, loszulassen? Oder steckt so vielleicht sogar aktuell in der Situation, wo du das Gefühl hast, ich entscheide hier gerade eher nach Bauchgefühl als wirklich rational. Schreibt das gerne in die Kommentare, ich bin mir sicher, du bist damit nicht alleine. Ansonsten wünschte ich dir eine wunderschöne Woche, freue mich natürlich wie immer über eine abo- und eine positive Bewertung und wir handeln uns dann am Donnerstag im Deep-Darf wieder. Bis dahin macht es gut. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Versunkene Kosten sind bereits getätigte, nicht rückgängig zu machende Investitionen (Geld, Zeit, Energie), die rationale Entscheidungen verzerren.
  2. Der Sunk-Cost-Fallacy führt dazu, dass Menschen an verlustreichen Projekten festhalten, nur weil sie bereits investiert haben, anstatt zukünftige Kosten und Nutzen zu bewerten.
  3. Beispiele aus dem Alltag
  4. Ursachen sind emotionale Faktoren wie Verlustaversion, Schuldgefühle und der Wunsch, frühere Investitionen zu rechtfertigen.
  5. Strategien zur Vermeidung
  6. Wichtig

Summary:

Versunkene Kosten beschreiben die Tendenz, Projekte oder Investitionen fortzusetzen, nur weil bereits Zeit, Geld oder Mühe investiert wurden – selbst wenn eine objektive Bewertung zeigt, dass ein Abbruch sinnvoller wäre. Diese kognitive Verzerrung tritt in vielen Lebensbereichen auf: beim Konzertbesuch trotz Krankheit, beim Festhalten an verlustreichen Aktien oder ETFs, bei unpassenden Versicherungen oder Jahresabos. Auch Karriereentscheidungen werden oft durch bereits investierte Ausbildung oder Zeit beeinflusst.

Ursachen sind emotionale Faktoren wie Verlustaversion, Schuldgefühle oder der Wunsch, Fehler zu vermeiden. Rational betrachtet sollten nur zukünftige Kosten und Nutzen zählen, da vergangene Investitionen nicht rückgängig gemacht werden können. “) und die Berücksichtigung von Opportunitätskosten.

Es ist wichtig zu erkennen, dass ein Abbruch nicht negativ ist, wenn er langfristig bessere Ergebnisse bringt. Letztlich geht es darum, Entscheidungen auf Basis aktueller Fakten zu treffen, nicht aufgrund vergangener Investitionen.

FAQs

Versunkene Kosten sind bereits angefallene Kosten, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, wie zum Beispiel Geld, Zeit oder Energie, die in ein Projekt investiert wurden.

Die Sunk-Cost-Fallacy beschreibt die Tendenz, eine Entscheidung aufgrund bereits investierter Ressourcen fortzuführen, obwohl dies rational nicht mehr sinnvoll ist.

Sie führt dazu, dass Anleger an schlecht performenden Vermögenswerten festhalten, in der Hoffnung, den ursprünglichen Wert wieder zu erreichen, statt Verluste zu realisieren.

Weil Emotionen wie Schuld oder Verlustaversion uns dazu bringen, frühere Investitionen übermäßig zu gewichten, anstatt nur zukünftige Kosten und Nutzen zu bewerten.

Indem man klare Ziele definiert, Entscheidungen auf objektive Statistiken stützt und sich fragt, ob man die Ressourcen heute noch einmal investieren würde.

Opportunitätskosten helfen, den Fokus auf alternative Nutzungsmöglichkeiten der Ressourcen zu legen, was einen Wechsel erleichtert und nicht wie ein Fehlereingeständnis wirkt.

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