Wie dich dein Denken sabotiert (und wie du das stoppst)
48m 25s
In dieser Podcast-Episode geht es um kognitive Verzerrungen, sogenannte Denkfehler, die unsere Stimmung sabotieren können. Die Gastgeberin, eine Psychotherapeutin, und ihr Ehemann, ein Psychiater, erklären, wie unser eigenes Denken oft die Ursache für schlechte Gefühle ist. Ausgangspunkt ist die historische Entwicklung durch Aaron T. Beck, der in den 1960er Jahren bei depressiven Patienten die „kognitive Triade“ entdeckte: ein negatives Bild von sich selbst, der Umwelt und der Zukunft. Beck stellte fest, dass diese Denkmuster die Depression aufrechterhalten, und entwickelte daraus die kognitive Verhaltenstherapie.
Die drei vorgestellten Denkfehler sind: Erstens das willkürliche Schlussfolgern, bei dem aus einer neutralen Situation (z. B. eine Freundin antwortet nicht sofort) ohne Beleg eine negative Schlussfolgerung gezogen wird („Sie ist sauer“). Zweitens die selektive Abstraktion, bei der man sich nur auf ein negatives Detail konzentriert und das Gesamtbild ignoriert (z. B. eine negative Kritik unter vielen positiven). Drittens die Übergeneralisierung, bei der aus einem einzelnen Misserfolg ein globales Urteil abgeleitet wird („Das kann ich nie“). Die Episode betont, dass diese Denkmuster bei fast allen Menschen vorkommen, aber oft unbewusst sind. Das Erkennen und Hinterfragen dieser kognitiven Verzerrungen ist der Schlüssel, um negative Stimmungen zu verhindern und einen gesünderen Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode "Psychologie-Tugour". Das ist dein Podcast für hilfreiche Gedanken und Impulse, direkt aus meiner psychotherapeutischen Praxis. Stell dir vor, du schickst eine Nachricht an eine Freundin und es erscheinen auch sofort zwei Blaue Haken. Sie hat deine Nachricht gesehen, aber dann kommt keine Antwort. Und zwar lange. Eine Stunde, zwei Stunden. Was passiert in deinem Kopf? Wie bewertet dein innerer Kommentator diese Situation und wie geht's dir damit? Und ich würde mal behaupten, bei vielen von uns würden die Gedanken wahrscheinlich direkt in so eine Richtung gehen. Hab ich was falsch gemacht oder ist sie sauer oder was habe ich übersehen und würden vielleicht im Kopf noch mal die letzten Gespräche mit dieser Freundin durchgehen oder überhaupt die ganze Freundschaft auf dem Prüfstand stellen, je nachdem, wie man so gestrickt ist, kann so eine vermeintlich kleine Situation wirklich großes Auslösen. Und in der heutigen Podcast-Episode soll es mal darum gehen, wie unser eigenes Denken uns manchmal sabotiert, wie es dafür sorgen kann, dass wir uns schlecht fühlen, aber auch, wie wir das erkennen und verhindern können. Mein Name ist Frankard Chiruti, ich bin Psychotherapeutin und an meiner Seite ist Christian Weiß. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und er ist mein Ehemann. Hallo Christian. Hallo, du hast mich bestimmt eingeladen, wieder als Betroffener, wenn es um Denkfehler geht. (lacht) Na ja, ich will mal ganz diplomatisch sagen, manchmal habe ich den Eindruck, dass du insgesamt etwas schneller aufgeschäucht bist durch deine eigenen Gedanken. Nicht allgemein, aber in dieser WhatsApp-Situation, die ich gerade mal so rein zufällig exemplarisch gewählt habe, vielleicht schon. Das ist nicht ganz falsch, allerdings kann ich auch ziemlich gut als Beispiel herhalten, wie man gegenarbeitet. Denn das mache ich ja nun auch schon recht erfolgreich, sind vielen Jahre. Ja, das stimmt natürlich. Also, dass wir beide Geübter drin sind, uns beim Denken zuzugucken und uns nicht selber alles zu glauben, nur weil wir es denken, das sollte, glaube ich, auf der Hand liegen. Das ist ja auch gar keine so seltengestellte Frage an uns. Manchmal direkt, manchmal etwas indirektar, bringt es einem selber was, wenn man Therapeutes und Ahnung von den selischen und psychologischen Vorgängen hat. Und die Antwort ist ja absolut. Ja, total, na klar. Und das, worüber wir heute sprechen, nämlich die sogenannten Denkfehler oder auch kognitiven Verzerrungen, und was die auch mit unserer Stimmung machen, mit unserer Gefühlswelt, das war für mich richtig wichtig, das zu verstehen. Und das teilen wir heute gerne. Wie ich schon sagte, wie unsere eigenen Denkfehler uns manchmal in richtig Miesesstimmung schicken, und wie wir das verhindern können. René Dekat der große Philosoph ist jetzt zu der Schlussfolgerung gekommen. Ich denke also bin ich. Und jetzt erweitern wir das ein bisschen, wie denke ich, wie ich denke, bestimmt auch ein bisschen, wie es mir geht. Richtig. Wie ich denke so bin ich? Naja. Wie ich denke so geht es mir. Na zumindest ist das ein wichtiger Einflussfaktor. Ich würde gerne zum Einstieg mal mit dir zurückreisen in das Jahr 1960. Oh ja, endlich wieder reisen. Ja, allerdings diesmal eine Zeitreise, beziehungsweise eine gedankliche Reise. Und zwar reisen wir nach Philadelphia, wo Aaron, Tam, Kill, Back als Psychiater promoviert hat und Psychoanalytiker war. Zu diesem Zeitpunkt gab es ja auch, was Psychotherapie angeht, noch nicht viel anderes außer der Psychoanalyser-Richtig. Ja, das stimmt. Die psychotherapeutische Landschaft war klar zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich geprägt durch die Gedanken von Freude und Melanie Klein und Jung und Adler und all diesen großen Namen aus der Psychoanalyse, die sich sehr verdient darum gemacht haben, das Innenleben von Menschen zu betrachten. Und das war so die Strömung der Zeit und auch die Therapie der Zeit. Und deshalb war Aaron Beck Psychoanalytiker. Aber offenbar open-minded und mit einer Art von wissenschaftlich im empirischen Verstand auch ausgestattet. Ja, absolut. Und deshalb ist heutzutage vielen Menschen noch nicht mal mehr bewusst, dass Aaron die Back tatsächlichanalytiker war ursprünglich, weil er einer der großen Namen in der kognitiven Verhaltenstherapie ist. Und als einer der Gründerfäter der kognitiven Verhaltenstherapie auch gilt. Und das kam so. Der junge Analytiker und promovierte Psychater der Herbeck hat mit depressiven Menschen gearbeitet. Und die Idee dieser Zeit war damals, aber das weiß du besser als ich, dass Depression im Grunde sowas wie das Ergebnis ist, unbewusster Vorgänge. Und zwar, dass es was mit Wut und mit Feindseligkeit zu tun hat. Wie gesagt, vielleicht kannst du das bisschen besser erklären, wie man Depression damals so verstanden hat. Oder nach analytischem Verständnis auch heute noch versteht? Die psychoanalytischen Theorien sind relativ komplex und kompliziert und um das genau zu erklären müsste man verschiedene Säulen als Wahrheiten erst mal genau erklären und wie die dann ineinander greifen. Prinzipiell hast du absolut recht. Die psychoanalytische Idee der Depression hängt auf jeden Fall zusammen, welche inneren Konflikte bestehen, möglicherweise auch ausgelöst, in den meisten Fällen durch ein Verlust erleben. Also, wenn man sagt, dann der Verlust des Objekts meistens geliebte oder wichtige Bezugspersonen. Das ist interessant, die trotzdem als Objekt bezeichnet werden. Aber das sind Menschen. Ja, ja, es bedeutet nur außerhalb der eigenen Person. Es gibt die psychoanalyse versucht, also einen Konflikt zu finden, der vermutlich schon in der Kindheit angelegt wurde, durch Verlust erleben, dass was sich unter anderem reaktivieren kann in der Jetzzeit, außerdem beleuchtet sie, was im Innenleben mit den verschiedenen Ebenen das über ich, das ich und das S passiert, wo in der Kommunikation zwischen den dadurch Störungen auftreten, die wiederum zu den verschiedenen Symptomen führen können, die bei einer Depression auftreten. Das ist in der Gesamtheit letztendlich vermutlich auch nicht völlig von der Hand zu weisen und psychoanalytische Therapie funktioniert auch sehr häufig bei Depressionen recht gut und auch gemäß neueren Forschung und Erhebung recht nachhaltig. Ja, das ist auch jetzt keinesfalls meine Absicht, die Psychoanalyse zu diskreditieren oder irgendwas. Mir geht es nur um die historische Einbetung und wie es dazu kam, dass sich Aron Tibac von der Psychoanalyse wegentwickelt hat und zu einem Vorreiter der Kognitiven Verhaltenstherapie wurde. Er hat sich gemäß dem, was du gerade auch kurz zusammengefasst hast, bei seinen Patientinnen und Patienten auf die Suche gemacht nach unbewusster Wut oder nach introjezierter Wut unterdrückten wütenden Gefühlen. Tatsächlich, du hast das schon gesagt, er war so ein wissenschaftlicher Geist. Er war anscheinend von seinem Natorell herdurch aus so ein Forscher und er wollte das Regelrecht belegen, dass es das gibt. Also er hat explizit danach geschaut bei seinen Patientinnen und Patienten. Und konnte gar nicht so viel Wut im engeren Sinne feststellen, aber was er bemerkt hat, waren schon gewisse Gesetzmäßigkeiten. Im Denken in dem Fall? Genau. Er hat festgestellt, dass seine depressiven Patientinnen und Patienten ganz regelhaft systematisch negativ denken. Also er fand im Gegensatz zu anderen Patientinnen und Patienten, dass insbesondere die depressiven Menschen typisch, muss dann folgend Gedanken haben in Hinblick auf sich selbst, in Hinblick auf ihr Umfeld und in Hinblick auf ihre Zukunft. Also so ganz runtergebrochen wie ich bin nicht in Ordnung. Mein Umfeld ist nicht in Ordnung, und es wird auch nie besser werden. Und das hat er benannt als die kognitive negative Triade. Und das fand er charakteristisch für Depression und, und das ist das wichtige, aufrecht erhalten für Depression. Also er hat sozusagen gesagt, na, wer so denkt, kann ja gar nichts anderes als depressiv sein und bleiben sozusagen. Das Selbstbild, das Weltbild und das Zukunftsbild ist so trüb eingefärbt und seine Idee war halt, dann lass uns doch mal konkret an diesen Denkmustern ansetzen. Und die, die du gerade beschrieben hast, die finden wir ja regelhaft tatsächlich auch bei depressiv erkrankend Patienten. Und wer schon mal unter einer Depression oder starker depressiver Verstimmung gelitten hat, wird sich erinnern können, dass es ganz genauso war. Er hat sich also Denkmuster und Gedankengänge von erst mal depressiven Patienten angeschaut. Und dadurch ist er offensichtlich doch wohl auf eine Art von Denkfehlern auch gekommen, die auch losgelöst von Depression bei uns werkeln, in uns werkeln, oder? Ja, genau. Also die Denkfehler, die wir jetzt gleich vorstellen wollen, die kennen so oder ähnlich, glaube ich, die aller meisten Menschen von uns. Und dabei ist uns aber eher eben nicht immer bewusst, dass es sich um eine cognitive Verzerrung handelt, dass es sich um eine fehlerhafte Gewichtung von Informationen handelt, dass wir Dinge aus unserem Umfeld viel zu einseitig oder viel zu selektiv bedenken und dass das auch was mit unserer Stimmung macht. Und das gilt, wie du schon sagst, nicht nur für Menschen mit Depressionen, sondern ich finde das wertvoll und wichtig für alle Menschen zu wissen. Ich meine, wir fordern ja immer wieder dazu aus.
sich mal beim Denken selber zuzugucken und dafür finde ich halt die Kenntnis dieser sogenannten Denkfehler nach Back eine ganz wichtige Sache. Fangen wir an mit dem ersten, sagt man. Ja gerne. Also zum Beispiel ist einer der Denkfehler, dem viele Menschen aufsitzen, dass sogenannte willkürliche Schlussfolgern. Kannst du dir darunter was vorstellen? Na, bezogen auf die Handy-Nachricht mit den blauen Hekchen. Man gegenüber hat nicht sofort geantwortet. Also bin ich nicht wichtig für ihn oder sie. Genau. Also die Schlussfolgerung, dass sie nicht sofort antwortet, heißt sie Sauer. Diese Schlussfolgerung ist halt komplett willkürlich. Es könnte eine Milliarde Erklärungen geben. Warum? Die Freunde nicht direkt antwortet. 99 Prozent davon hat noch nicht mal was mit mir zu tun. Aber trotzdem ist in meinem Kopf vielleicht direkt als erstes dieser willkürliche Schlussfolgernde Gedanke da. Und das gilt ja nicht nur für diese Handy-Situation, sondern sowas passiert im Alltag ja total schnell. Also irgendwie geht jemand in Gedanken an dir vorbei und sagt nicht "Hallo!" und direkt denkst du auch sowas. Und nein, was habe ich getan oder haben wir irgendwie bief? Und du denkst du hast jetzt irgendwas verbrochen oder die Person hat Informationen, die du noch gar nicht hast oder oder oder. Also unser Gehirn liefert manchmal Stories aufgrund von Kleinanlässen, die so sagt "Bekk komplett willkürlich sind". Also den Grund, den du zuschreibst, der ist aus dem wilden Potpuri aus deinem Kopf einfach willentlich oder zufällig rausgegriffen. Genau. Und ich finde das, aber da zum Beispiel auch ganz gut zu allen analytischen Ideen passt, weil warum denkst du das? Das hat natürlich was mit Deiner Biografie zu tun und Vorerfahrungen und Deinen Selbstbild. Aber erst mal gilt es ja anzuerkennen, dass diese erste Interpretation einer Situation absolut nicht der Wahrheit entsprechen muss, sondern dass du in dem Moment Schlüsse ziehst, die einfach nicht statthaft sind. Klar, vor dem Hintergrund Deiner Persönlichkeit, aber darum geht es jetzt erst mal gar nicht. Ich könnte also auch denken "Aha blau, Hicchen dran antwortet nicht sofort", das bedeutet, dass ich mein gegenüber sehr, sehr, sehr viel Gedanken macht über das, was ich geschrieben habe und sehr viel Gedanken darüber macht, was er oder sie zurück schreiben soll. Weil, weil ich so wahnsinnig wichtig bin. Ja, es könnte aber auch bedeuten, dass ich es gar nicht auf mich beziel, sondern denke "Ach ja, meine Freundin ist gerade im Urlaub und dass sie nicht sofort antwortet, zeigt wahrscheinlich einfach, dass sie gerade einen super schönen Tag hat oder im Funkloch ist und es hat alles überhaupt nichts mit mir zu tun. Also das ist immer eine interessante Einstiegsfrage, nachdem man gemerkt hat, was ich denke und was ich Schlussfolgeri wäre dann die nächste Frage natürlich und warum denke ich genau das und was sagt das über mich? Also so in deinem Beispiel würde ich natürlich fragen, auch ehrlich, bist du so wichtig? Krass! Aber in dem Beispiel, wo ich denke, sie ist auf jeden Fall sauer, würde ich natürlich auch fragen, wo kommt denn diese Unsicherheit her und warum denkst du vielleicht häufiger mal, dass jemand automatisch immer sauer auf dich ist oder du immer irgendwas schuld bist? Also der Denkfehler ist aus dem gigantisch großen Portpourri an Gründen, die hinter etwas stehen können, wähle ich einen aus und glaube den. Genau und das ist unter Umständen einer, der mir aber schlechte Gefühle bereitet und das ist der Punkt. Ganz abgekürzt könnte man sagen, dass Beck im Rahmen seiner Depressionsbehandlungen gemerkt hat, dass hinter sehr schlechten Gefühlen und so würde ich jetzt Depression mal durchaus bezeichnen wollen, also hinter sehr schlechten negativen, unguten Gefühlen liegen oft einfach ungute Gedanken und seine Idee war, lass uns diese Gedanken betrachten und ein Fehler, der oft passiert ist, das will kürliche Schlussfolger. Unso ähnlich ist der zweite Denkfehler, den ich gerne vorstellen würde, das ist die selektive Abstraktion. Okay hört sich ein bisschen kompliziert an. Selektive Abstraktion bedeutet in dem Fall also, dass ich selber wähle, auf welches Detail, auf welche Kleinigkeit ich meinen gesamten Fokus lege. Also wenn unter unserem Podcast eine negative Kritik neben den 50 positiven steht, dann ist in meinem Kopf nur die negative, die ganze Zeit und ich habe den Eindruck, wir haben sehr negative Kritik bekommen. Ja, ich mache keine gute Arbeit oder sowas, also genau das wäre eine selektive Abstraktion, dass du so zu sagen nicht auf die Supercooks, sondern auf das H in der Suppe, das eine. Ich meine, in einem ganz großen Kästel-Dollar-Suppe 1H. Okay, das ist okay, aber nur. Gut, nächstes um brilliantes Beispiel. Na ja, aber wie du sagst, du hältst einen Vortrag, du kriegst hinter positives Feedback und eine Rückmeldung so, na ja, aber das war eigentlich vielleicht nicht ganz so oder oder, oder das und das habe ich nicht verstanden, das war ein bisschen schwammig erklärt. Oder aller ist eingeschlafen. Genau, ja, kann ja passieren. Ja, ich bin schon vor, in einem Vortrag. In Syllina bei mir, Plakia? Ja, ja, kann sein. Ich bin übrigens auch schon mal eingeschlafen meinem Vortrag und es hatte nichts mit dem Vortragenden zu tun, sondern mit meiner Party nach davor. Aber ich weiß, was das auslösen kann. Genau. Und das bedeutet selektive Abstraktion, die Vortragene Person oder du oder ich, wir gehen nach Hause und der Eindruck, der uns bleibt von dieser Veranstaltung ist eben selektiv, nur auf das negative Detail konzentriert. Apropos, ganz kleine ecke geklummer. Es ist sogar mal ein Professor bei einem Bewerbungsgespräch von mir eingeschlafen. Im Bewerbungsgespräch, da waren mehrere Leute, ich war glaube ich zu 40, da sah es uns wahr an der Uni. Das schleft der ein. Ja, das ist so gar nicht, ich sag jetzt nicht wer, aber sogar ein relativ bekannter Name gewesen. Damals mit hohen Posten. Und du hast dich da vorgestellt, was mir das eingeschlafen? Ja. Ja, würde ich mal darüber nachdenken, selektiv, Christian. Hab ich, hab ich, hab ich wie verrückt und jetzt und jetzt ist das schöne. Sie haben mich kurze Zeit später angerufen und wollten mich natürlich haben. Also kann es so schlimm nicht gewesen sein, aber der mein Gefühl danach, das kannst du dir vorstellen. Aber uns hören sehr viele Menschen zum Einschlafen. Sie sind da? Für dieses Keschen kann das auch kommen. Das ist, man kann das auch positiv bewerten. However, alle die uns jetzt zum Einschlafen hören, gute Nacht ihr lieben. Wir werden jetzt gleich auch nicht mehr so laut lachen. Das kann ich nicht garantieren. Ja, also selektive Abstraktion bedeutet, dass du selektiv einen kleinen negativen Aspekt herauspicks aus einer Gesamtsituation und das hinterherzu deinem gefühlten Gesamteindruck werden lässt. Nicht absichtlich, aber es ist ebenso das regelhaft Menschen alles positive durchs mentale sieb sozusagen durch klappern lassen und dann wie durch ein Vergrößerungsglas oder eine Lupe nur auf den einen negativen Aspekt gucken. Ich mein Charmer Christian, wir die es immerhin nur einer von vier eingeschlafen. Nein, aber jetzt in Bezug auf die Handy Situation noch mal kann es doch sein, dass diese Freundin eine gute Freundin ist und ihr habt einen guten Kontakt und sie ist immer sehr interessiert an dir und ihr freut euch auffinander und ihr vertraut auseinander und sie ist halt eine richtig gute Freundin. Das heißt, dass du jetzt auf diese eine Situation, wo sie nicht prompt antwortet, vielleicht so emotional reagiert, kann auch mit selektiver Abstraktion zu tun haben, dass du aus eurem ganzen Schätverlauf jetzt das rauspicks, wo sie man nicht so prompt war oder mal kein emoji oder kein Herz oder kein Küsschen geschickt hat und daran hängst du dich innerlich auf, dass es selektiver Abstraktion ist. Also das ist mein Denkfehler. Genau. So und für alle, die jetzt regelmäßig WhatsApp Kontakt mit mir haben, ihr könnt mich also vor diesen schlechten Gefühlen bewahren, wenn ihr immer sofort antwortet und alle, die mit mir regelmäßig WhatsApp Kontakt haben, nennt sich persönlich Leute, dass ich einfach nicht antworte oder wahnsinnig spät hat gar nix mit euch zu tun. Sorry. Es ist ja auch quatsch für mich. Nein, ihr verzögert eure Antworten, ein bisschen das hat einen therapeutischen Effekt auf mich. Also andere Menschen sind nicht für unsere Gefühlsregulation verantwortet. So ist das. Ja, so. Der dritte Denkfehler, dem viele von uns aufsetzen und der ist ganz ganz ähnlich wie die selektiver Abstraktion. Und zwar ist das die Übergeneralisierung. Die passiert ein Unglück, ein Missgeschick und sofort hat man das gefühlt. Ich kann das nicht immer passiert mir das. Ich bin ein Unglückskind. Genau. Also Übergeneralisierung bedeutet, dass du aus einem Miserfolg gleich so was wie ein globales Urteil fällt. So was wie das kann ich nie oder da habe ich halt kein Talent oder ich bin eben unfähig. Da kommt dann auch ins Spiel, was wir ja auch an anderer Stelle häufiger schon mal betont haben. Diese unglückselige Verwendung von Worten wie immer oder nie und zwar eben abgeleitet aus winzigen Situationen oder Dingen, die aufgrund von Tagesform schief gegangen sind oder weil du in irgendwas ein Anfänger bist und logischerweise Fehler machst. Und das ist ganz ganz trage, starr aus abzuleiten, dass das irgendwas über deine grundsätzliche Fähigkeit aussagt, deine grundsätzlichen Talente, deine Persönlichkeit und so weiter. Das ist Übergeneralisierung. Kleine anecdotischer Fakt am Rande, der Aron T. Beck, der später eben genau diese kognitiven Fehler identifiziert hat, hat als Schüler aufgrund von Krankheit mehrere Schulklassen oder jedenfalls viel Schulstoff versäumt und eine Zeit lang dachte man und hat ihm das auch so ein bisschen zufrieden.
verstehen gegeben, na, er ist halt nicht das schärfste Messer im Schrank. Wie gesagt, Mann, nicht das schärfste Messer. Wie hältst du die Karte auf der Torte? Ja, er wäre halt ein bisschen dumm. Und er hat es auch geglaubt. Das wäre zum Beispiel ein Beispiel für Übergeneralisierung. Also, du hast Schulstoff versäumt in einem halb Jahr und daraus wird übergeneralisiert, bis halt bisschen dumm. Das heißt, diese Art von Übergeneralisierung hat nicht nur ihn selbst aus sich selbst herausgetroffen, sondern auch von außen. Ja, sowas kann passieren. Und deshalb finde ich, dass ja auch so wichtig, dass man sowas weiß und kennt, um da auch so ein bisschen drauf zu achten, ob man sich selbst oder auch anderen Menschen irgendwie sowas überstülpt, so übergeneralisierende Urteile. Dass wir aus einmaligen Situationen was ableiten oder glauben da jetzt Muster drin zu erkennen über diese Person. Da hatten wir gerade auch zum Beispiel, da ist ein Handwerker, mit dem wir verabredet waren, in großer Not nicht gekommen. Und da hatten wir auch ehrlich gesagt, so Gedanken so nah, das lässt ja nichts gutes hoffen. Na, warte mal mal ab, warte mal ab, für die weitere Zusammenarbeit. Mama, Mama, Mama, Mama, Mama, und es stellte sich heraus. Der hatte über eine dritte Person uns bereits wissen lassen, dass er nicht kommen wird. Nur diese Person hat das nicht ausgerichtet. Aber wir waren schon durchaus ganz flott dabei mit unseren Urteilen über die vermeintliche Unzuverlässigkeit des Handwerkers. Das ist übergeneralisieren, aus einem einmaligen Event Muster abzuleiten, über uns, über andere. Und es kann eben auch dazu führen, dass wir mit uns selber und für sind und schlecht mit uns umgehen und uns dann auch schlecht fühlen. Und wer von euch zufälligerweise schon mal Kinder durch Matte lernen und Prüfungen führen musste oder wer sich an den eigenen Matastoffern innen kann, kennt solche Sätze wie "Ich kann das nicht". Und das ist auch übergeneralisiert. Ja. Der richtige Satz würde lauten, "Ich kann das noch nicht". Ja, genau. Und der Handwerker ist nicht gekommen, heißt, der Handwerker ist heute nicht gekommen. Genau. Also das ist sozusagen der Dauerauftrag an selbstbild, dass man immer wieder überprüft, übergeneralisiert, hier, ich gerade zu meinen ungunsten. Das spreche ich mir zum Beispiel schlichtweg, mathematisches Talent ab, weil ich Kurvendiskussion nicht verstanden habe. Also das ist eine große Falle, in die wir kognitiv tappen können. Ganz besonders, wenn man Dinge beginnt, wenn man Sachen lernt. Die ersten paar Male, die man etwas macht, sind immer schlecht oder schlechter als sie mal werden. Immer, immer. Das geht fast nicht anders. Ja, genau. Und das bedeutet gar nichts, um in irgendetwas gut zu werden, muss man anfangen. Und der anfangen ist immer schlecht. Genau. Und wenn man dann dazu neigt, direkt mit Begriffen wie immer und nie zu handieren, tut man sich schon großen gefallen. Wenn man sagt, heute hat das nicht so gut funktioniert. Oder bis jetzt. Genau. Oder in diesem Fall. Ja. Der nächste Denkfehler. Und den treffen wir, glaube ich, auch wirklich häufig an. Und er ist gleichzeitig so unbewusst bei vielen Menschen. Das sogenannte dichotome Denken. Das sogenannte schwarz-weiß Denken. Es scheint so zu sein, dass viele Menschen sowas denken wie ganz oder gar nicht. Top oder flopp, schwarz oder weiß. Jetzt oder nie. Also wie es wäre, dass in uns Menschen angelegt diese Zweiseitigkeit, aber dadurch auch dieses extreme, was ich daraus ergibt. Und das kann auch richtig schädlich sein, weil es natürlich gar keinen Raum lässt für relativierungen für Prozesse, für Unverkommenheit auch. Also schwarz-weiß Denken in Hinblick auf Idealisierung oder Abwertung oder in Hinblick auf einfach alles ist nicht günstig. Es geht auch am realen Leben vorbei. Mhm. Vielleicht hast du ein Beispiel? Aus dem ganz täglichen Leben, wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, dann überlegst du ob gut oder schlecht. Es gibt aber nicht gut oder schlecht. Es gibt ja sogar mindestens zwei Scalen, die wir in uns haben. Eines Gala für, sagen wir mal, positive Emotionen. Du hast einen Anteil an positivem Emotionen und daneben gibt es, wie so ein Thermometer von mir aus kannst du jetzt vorstellen, eines Gala für negative Emotionen. Und beide können gleichzeitig auf verschiedenen Höhen sein. Du kannst dich gleichzeitig gut und schlecht fühlen. Oder wenn beides gar einen ganz niedrig sind, fühlst du dich relativ neutral und fühlst gar nicht viel. Aber es geht gleichzeitig. Und es ist nicht eines Gala, die entweder ins positive ausschlägt oder ins negative, sondern beides gleichzeitig. Wenn du aber dich umdenkst, schwarz, weißt du, geht dir diese Feinheit, die die realistische Welt besser abbildet, völlig verloren. Ja, und das ist jetzt aber kein Appell auf so eine Frage wie Navigates. Komplex zu antworten und zu sagen, na ja, auf meiner positive Skala, so eine sieben, aber auch auf meiner negative Skala schon eine vier. Nein, man kann ruhig sagen, ganz okay, aber was du meinst, es gibt mehr als gut oder schlecht. Ja, und wenn du mich fragst, sorry, dann sag ich dir, wie so meine positive und negative Skala aussieht. Ja. Aber es betrifft doch Sachen in der politischen Landschaft zum Beispiel. Du bist du für eine Partei oder gegen eine Partei, bist du automatisch in den Augen vieler oder denkst vielleicht sogar selber so, du musstest für alles sein, was die Partei will oder gegen alles sein, was die will. Ja. Und das ist ja unrealistisch, kaum ein Mitglied einer Partei stimmt doch mit jeder Position überein, das doch Käse, sondern mit möglichst vielen deswegen entscheidt man sich dafür. Ja, also dieses Entweder-Oder-Hop oder-Top bildet halt die Realität so gut wie nie ab. Und ich möchte hier noch mal einen Begriff aufgreifen, den ich extrem wichtig finde, gerade heutzutage und wo du gerade auch die politische Landschaft anfürst. Und das ist der Begriff der Ambiguity-Test-Toleranz. Der Begriff geht auf Else Frankl Brunswick zurück und sie hat nach dem Zweiten Weltkrieg das als wichtige Fähigkeit beschrieben, also das Aushalten von Graubereichen, von Mehrdeutigkeit, von Gleichzeitigkeit und damit aber auch eine Toleranz der Komplexität gegenüber. Die wir immer sehr propagieren. Deswegen sind wir unter anderem ja auch Freunde des Wortes eigentlich. Wir haben sehr häufig Patienten vor allen Dingen aus Reha-Terapien wieder in unseren Gruppen gehabt, denen nicht sehr higengesagt wurde. Sie dürfen das Wort eigentlich nicht benutzen. Ja, das ist so ein Ding, was offensichtlich No-Offense, aber in Reha-Kliniken der heiße Scheiß zu sein scheint, dass man Leuten sagt, sie sollen nicht eigentlich sagen. Sie sollen sich positionieren. Sie sollen sich kompromisslos äußern ohne Einschränkung, ohne eigentlich. Und das finde ich irritierend quatsch. Also richtig. Wow. Es macht Sinn, wenn jemand zwischen zwei Stühlen steht und so gar nicht zum Sitzen kommt. Den kann man motivieren, man eine Entscheidung zu treffen, damit eben hauptwas passiert. Aber ansonsten drückt ja eigentlich, das Wort eigentlich aus, dass ich mich zwar für etwas entscheide oder etwas denke, aber noch bedenken habe. Ja, oder gleichzeitig auch etwas anderes empfinde oder gleichzeitig in der Lage bin, auch eine andere Perspektive einzunehmen, dass ich eben nicht hinter allem, was ich so denke und fühle, eindeutig stehen kann. Und das ist was Gutes. Ja. Das ist was Gutes. Das zeigt eine innere Reife. Das zeigt ein großes inneres Feld, wenn man zu mehreren Gedanken gäng, mehreren Perspektiven und mehreren Gefühlen gleichzeitig in der Lage ist und sie auch benennen kann, ohne sich festlegen, zu müssen auf schwarz oder weiß entweder oder. Und auch diese Konditionalität, die da drinsteckt. Also auch wenn wir jetzt mal auf Glaubensätze zu sprechen kommen, viele Glaubensätze sind ja konditional. Also wenn das und das so und so ist, dann bekomme ich das und das. Oder wenn ich so mache, dann ist das gut, aber wenn ich das mache, dann ist das schlecht. Also dieses wenn dann, es muss so sonst, pum pum pum, das ist halt alles viel zu einschränken und nochmal wird der Komplexität der menschlichen Empfindungsfähigkeit, aber auch der Komplexität der Welt halt null gerecht. Und dieses schwarz-weiß Denken wird uns ja gerade nicht nur gesamtgesellschaftlich und politisch zum Verhängnis, sondern auch Menschen in sich tragen das und haben da manchmal so ganz schwarz-weiße Ansätze sich selbst gegenüber. Also wenn ich zum Beispiel in ein Bewerbungsgespräch gehe, der Chef hat schläft ein und ich bekomme den Job nicht. Ich bin ein Versager. Genau, ich bin ein kompletter Versager. So. Oder auch selbst erfunden, wenn man nur 1,2 Punkte knapp eine Prüfung nicht bestanden hat. Dann kommt das Gefühl, ich bin ein Versager. Ich kann nichts. Ich kann das nicht. Genau. Dabei sind es in Wirklichkeit ja nur 2 Punkte werden, es 2 mehr gewesen, wäre die Realität immer noch bei so wenig Punkten. Aber das Gefühl, ich bin ein kompletter Versager gäbe es dann nicht. Ja, ja. Es stimmt so nicht. Oder auch so was wie der 2. Platz ist der 1. Verlierer. Ach du nie, bei uns. Ja, also tatsächlich ist dieses dichotome Denken der Feind. Jeder selbst Akzeptanz ist es aber auch für mich der Feind von größeren komplexeren Zusammenhängen. Und ich finde das ganz, ganz wichtig, dass wir uns da wieder drauf besinnen, wie schon Else Frank LeBronzwick uns animiert hat, mehr Vielfalt gleichzeitig zuzulassen und denken zu können in uns und um uns herum. Ok, ich denke, das ist ausführlich rüber gekommen. Was ist noch einer von den Denkfehler? Also ein weiterer Denkfehler ist die Maximierung oder die Minimierung. Also es geht wie gesagt wieder um eine Verzerrung und das könnte zum
Beispiel sein, dass wir in Situationen, wo wir objektiv eine gute Leistung gezeigt haben, die Bedeutung minimieren. Also Stichwort zum Beispiel, das Imposter-Finomen, wo Leute objektivierbar gute berufliche Erfolge haben oder einen beeindruckenden Lebenslauf oder auch eine gute Position erreicht haben, eine berufliche Position oder so was. Das ist alles objektivierbar, aber trotzdem minimieren sie das, indem sie sagen, ja, das ist doch nichts Besonderes, das war Glück oder Zufall. Keine Ahnung, wie das jetzt so gekommen ist, also das hätte doch jeder geschafft an meiner Stelle. Das heißt, wir minimieren anstellen, wo es unseren Selbstwert vielleicht schadet, aber an anderen Stellen maximieren wir vielleicht die Bedeutung von Kleinfehler oder Pazern oder Nachlässigkeiten und da machen wir dann so ein persönliches Drama in drei Akten draus für uns selbst und da maximieren wir die Bedeutung total und da sind viele Leute in sich selbst sehr unausgewogen, sehr unfair auch, wie sie bestimmte Erfolge oder Miserfolge bewerten und das hat Beck-Minimierung und Maximierung benannt als Denkfehler. Geobachtet hat er diese Art von Denken bei depressiven Personen immer zum Nachteil der depressiven Persönlichkeit. Im echten Leben außerhalb von Pathologien, außerhalb von Depression und Erkrankung gibt es natürlich auch andersrum. Es gibt ja Menschen, die eigene Kleinigkeit geschafft haben und das dann aufpusten. Guck mal, das habe ich geschafft, das ist so mega, ich bin so super. Ich könnte Papst werden. Ja, das ist eine andere Verzerrung, die hat nicht Beck beschrieben, das nennt sich Dunning Kruger, also dass man bei kompletter Ahnungslosigkeit gleichzeitig der festen Überzeugung ist, ganz viel durchdrungen und geblickt zu haben und auf Augenhöhe zu sein mit bestimmten Expertinnen und Experten, die aber ihrerseits wiederum total bescheiden sind in dem Bereich, eben weil sie Ahnung haben, auch verstanden haben, wie viel sie noch nicht wissen und das führt manchmal dazu, dass Leute mit null Sachverstand von irgendwas sich aber als vermeintliche Experten laut auf irgendeine Bühne stellen, das ist ein anderes Phänomen, wie gesagt Dunning Kruger, das geht jetzt nicht auf Beck direkt zurück. Also der Denkfehler der Maximierung oder Minimierung liegt darin, ob ich etwas was passiert ist oder was ich zu verantworten habe als dramatisch schlimm bewährte oder theoretisch die andere Richtung als dramatisch unwichtig, also komplett unwichtig. Ja ganz typisch finde ich das gerade auch bei meinen Patientinnen und Patienten mit depressiven Störungen, wenn sie zum Beispiel ein Lob oder ein Kompliment bekommen. Ja. Das wird minimiert. Häufig ja. Das wird nicht, also das ist wie, als würde es nicht im Innersten landen und Wurzeln schlagen, sondern das wird minimiert, weggewischt, bagatellisiert, nicht ernst genommen und es verbessert den Selbstwert nicht. Wenn aber eine Kritik kommt oder auch nur der Anflug einer Kritik, es reicht eine hochgezogenen Augenbraue. Das wird maximiert und das wird richtig ernst und tief verarbeitet und erinnert und das macht sehr wohl was mit dem Selbstwert, nämlich zieht ihn nach unten und das ist diese negative Beobachtung, die Beck eben auch bei seinen depressiven Patientinnen und Patientinnen gemacht hat, dass diese Minimierung und Maximierung funktioniert und zwar jeweils zu Ungunsten der Person. Also letztlich geht es um das unrealistische innere Bewerten von "Hab ich gut gemacht, mit kleinen geredet, hab ich schlecht gemacht, mit groß geredet". Genau. Also eine Minimierung oder eine Maximierung von zum Beispiel Feedback, dass ich bekomme oder Informationen, die mir zur Verfügung gestellt werden oder auch meine eigene Beobachtung meiner Tätigkeiten und dass ich sie jeweils verzerrt entweder minimiere oder maximiere, aber immer so, dass es zu meinen Ungunsten ausfällt und ich mich dadurch schlecht fühle. Immer selbstwert erodierend. Das ist typisch für Menschen mit Depressionen und dass wir ein Fehler haben in der Bewertung, egal in welcher Richtung ist typisch Mensch. Ja richtig, also diese Art cognitiveer Verzerrung, die wir heute auch so darstellen, die tragen wir schon alle in uns mal mehr mal weniger, aber besonders regelhaft und das ist ja eben genau der Punkt ist das anzutreffen tatsächlich bei Menschen mit Depressionen. Das ist so genannt, dass Depressionen, Depressionen aufrecht erhalten ist denken und das ist ja letztlich so eine der Kernideen der kommuniciven Verhaltenstherapie. Diese Art zu denken, erstens zu identifizieren und dann zweitens zu verändern, hilft Menschen sich besser zu fühlen. Denkt besser über dich, dann fühlst du dich besser. Welche Fehler im Denken gibt es noch? Also eine Menge, aber wenn wir uns jetzt auch die Beziehen, die wirklich klassisch der Aron Beck formuliert hat in den 60er-Jahren, dann hätte ich zum Beispiel noch die Personalisierung. Das ist so eine verzerrte Wahrnehmung von die Welt dreht sich irgendwie um mich und alles Mögliche hat mit mir zu tun und ich bin auch alles mögliche vor allen Dingen schuld. Wenn was schief läuft, wenn jemand traurig ist, dann bezieht das auf mich. Also irgendwie sowas wie die Welt dreht sich um mich, aber nur wenn es mir weht Hut oder irgendwie sich schlecht anfühlt. Ansonsten bin ich unwichtig. Personalisierung bedeutet also, dass wir uns für Dinge verantwortlich fühlen, die gar nicht in unserem Einfluss und Verantwortungbereich sind. Genau. Zum Beispiel meine Freundin antwortet mir nicht prompt auf meine WhatsApp. Sicherlich habe ich was falsch gemacht. Da könnte man jetzt vielleicht noch sagen, ja, okay, aber es ist deine Freundin oder so eure Kommunikation und so, aber Menschen, die stark zu dieser Art von kognitiver Verzerrung tändieren, zu dieser Art von Personalisierung, die haben das gleiche empfinden. Zum Beispiel, wenn im Großraum-Berroh ein Kollege heute besonders still ist, dann denken die auch, hab ich was falsch gemacht, hat das was mit mir zu tun, ist der sauer auf mich? Und sehen sich dann häufig auch in der Verantwortung, das zu ändern. Genau. Also muss man hingehen, sich kümmern, nachfragen. Gut, was gutes tun. Ja, ja, ja, genau. Also viel Verantwortung zu übernehmen, wo man keine hat, bzw. auch Schuld oder sowas zu vermuten, wo sie auch überhaupt nicht gegeben ist. Manchmal noch nicht mal nahe liegen. Viele Menschen neigen extrem zu dieser Art von Denkfehler und er nennt sich im Personalisierung. Diese Art von Denkfehler sind komplett menschlich. Die sind auch in Menschen angelegt und ein Teil davon ist auch ein bisschen sinnvoll. Vieles davon hat es was mit Vorurteilen zu tun. Vorurteile sind Denkabkürzungen, weil man nicht in jeder Lebensituation sehr kompliziert und durchdacht alles durchdenken kann. Deswegen gibt es so was wie Vorurteile. Das hatten evolutionären Hintergrund. Also es sind mentale Abkürzungen so was wie Shortcuts, aber hinnallig. Die sind in vielen Fällen sehr hinderlich. So ist es. Und sie bilden nun mal die Realität nicht ab und in dem Moment, wo sie unrealistisch zuschlächten gefühlen - egal ob bei mir oder bei dritten - und an der Stelle wird es eben spannend, dass ich erkennen, dass es so ein Denkfehler sein könnte, damit ich die Chance habe, was zu ändern. Genau. Ich fasst die Denkfehler, also die klassischen Denkfehler nach Beck, die wir jetzt gerade benannt hatten noch mal zusammen. Das war erstens die willkürliche Schlussfolgerung. Zweitens die selektive Abstraktion. Drittens die Übergeneralisierung. Viertens das Dichotome oder auch schwarz-weiß Denken. Fünftens, Maximierung und Minimierung und sechstens Personalisierung. Und das war sozusagen der Grundstock dafür, dass die psychologische Welt begonnen hat, sich nicht so sehr auf das unbewusste oder ungeklärte Konflikte oder introjezierte Wut zu beziehen, sondern den Denkvorgang an sich als Verzert oder Fehlerhaft oder als systematisch zu negativ zu verstehen und am Denken direkt zu arbeiten. Das heißt halt die eigenen Gedanken zu beobachten, vorzugsweise übrigens zu verwörtern, also auszudrücken irgendwie auszusprechen, dann das zu prüfen, ob das so hinhaut und stimmt und auch wiederum dadurch verändert zu machen. Und das ist letztendlich kognitive Therapie. Genau. Gedanken beobachten, prüfen und verändern und jetzt haben wir noch ein paar Tipps, wie man das machen kann. Mein Verständnis nach ist Schritt Nummer eins, den Gedanken als solchen zu identifizieren und wie ich eben gesagt habe, zu verwörtern. Das heißt, was denkst du? Mach man Satz draus. Genau. Und das allein finde ich manchmal schon so erhellend, weil meine Erfahrung nach sich im eigenen Kopf vieles so stimmig und so logisch und so vertraut und da ich auch so wahr anfühlt, aber so weit man es hinschreibt, merkt man manchmal schon direkt, oh, das ist ein bisschen überzogen, was ich hier gerade denke, um nicht zu sagen, manches, was ich denke, es vielleicht komplett unwahr oder komplett einseitig. Also allein das hinschreiben hat manchmal schon einen großen Effekt und Beck selber hat auch für Gedankenprotokolle plädiert. Also er hat genau das empfohlen. Schreib es hin, was hast du gedacht und dann kannst du prüfen, was spricht denn wirklich dafür und was spricht dagegen? Wenn man das versucht wird, man die Erfahrung machen, dass das manchmal gar nicht so einfach ist, denn unsere Gedanken, das, was im Kopf passiert, Ich bin jetzt auf der anderen Seite.
ist mehrgleich, sich multidimensional verändert, sich ganz schnell ganz viel und allein das hinschreiben, ist manchmal gar nicht so leicht. Aber ändern lässt sich ein Gedanke viel besser, wenn er klar ist. Genau, und das ist schon man ziemlich zentraler Punkt, weil es kann ja sein, dass deine Freundin, die nicht promptantwortet, obwohl sie deine Nachricht gesehen hat und du kannst gar nicht direkten klaren Gedanken fassen, sondern es macht die erst man nur ein Diefuses schlechtes Gefühl und das in Worte zu kleiden, den Bewusstheit zu schenken, deine Aufmerksamkeit mal hinzurichten, was passiert gerade in deinem Inneren? Wo kommt das schlechte Gefühl her und welcher schlechte Gedanke liegt womöglich dahinter? Und den dann auch noch auszuformulieren, das ist eben so eine Herausforderung, die aber unglaublich hilfreich sein kann, umverzärtes Denken aufzuspüren und dann eben auch zu verändern. Was mir sehr hilft und worüber ich sehr froh bin, dich an meiner Seite zu haben, ist Realitätscheck. Ich kann das mittlerweile ganz gut zu verwörtern und zu sagen, was ich denke. Ich lasse dich da manchmal sehr oft Trans-Teil haben. Manchmal sehr oft. Ja, manchmal sehr oft. Ich denke eben beides gleichzeitig, das muss jetzt ausgehalten werden, das ist Ambiguitätstolerant. Und dann lege ich dir meinen negativen Gedanken hin und lasse ein bisschen realistischer von dir einschätzen, was du dazu denkst. Gesetzt in fall mein Denken wäre realistischer, aber zumindest habe ich manchmal eine andere Perspektive oder eine andere Idee. Und Realitätscheck bedeutet eben, dass man sich genau das fragt, was würde jemand anders in meiner Situation denken? Würde in meiner Situation das jede Person so sehen, wie ich kann eventuell von dem Gedanken, den ich jetzt identifiziert habe als meinen Gedanken, könnte auch das absolute Gegenteil genauso wahr sein. Das sind Fragen, die man sich stellen kann für ein Realitätscheck. Und wer das nochmal genauer wissen möchte, wie ein Realitätscheck eigentlich funktioniert, kann man bei Instagram gucken. Bitte schaut bei Franka, Unterstrich, Chiroty, Unterstrich, Psychologie. Da mache ich euch nochmal ein paar Vorschläge rein, wie ein Realitätscheck funktioniert. Und Realitätscheck ist für uns im Terrapodchen Setting ganz häufig auch praxis. Fragen, die wir stellen, lauten, gibt es dafür irgendein Beweis. Gibt es einen echten Anhalt? Ist das schon mal passiert? Wie oft ist das passiert? Woher weiß man das? Ist das realistisch? Ja, und das ist vielleicht aber auch nicht allen Menschen so bewusst. Unser Gehirn ist ja letztlich sowas wie eine Hypothesen-Generiermaschine. Die bietet uns mögliche Erklärungen an. Für alles mögliche zum Beispiel dafür warum unsere Freunde nicht antwortet. Unser Gehirn ist darauf trainiert, Erklärungen zu finden. Das heißt aber nicht, dass dadurch Wahrheiten erzählt oder uns Fakten zur Verfügung stellt, sondern einfach nur Gedanken sind sowas wie Arbeitshypothesen. Und man kann entscheiden, wie man damit umgeht und ob man Gedanken verwirft oder ziehen lässt oder blöd findet oder sagt Mensch, was hast denn da kreiert wieder, liebes Gehirn? Dein Gehirn hat sich ja der wirklich gute Satz, glaube nicht alles, was du denkst durchgesetzt. Genau. Und übrigens Humorne, weil ich gerade schon gesagt habe, liebes Gehirn. Ich habe ja einen Anteil in mir, meine innere Kritikerin. Die ist mein inneres frollen Rottenmeier. Und ich kann inzwischen schon identifizieren, wenn ich negative Gedanken über mich selber hege, die mit Minimierung und Maximierung und Übergeneralisierung und so weiter zu tun habe und eigentlich gerade dabei bin, mich selber ordentlich in den Boden zu stampfen, dass ich das dann versucht auch manchmal mit ein bisschen Humor aufzugreifen und sagen ach, heute hat frolle Rottenmeier wieder ihren starken Auftritt. So, was haben wir denn? Und ich versuche mich von meinen eigenen Gedanken zu distanzieren, indem ich insbesondere so negativen Selbstabwertenden Gedanken, ein Gesicht, eine Gestalt gebe, ein Namen wie frolle Rottenmeier oder auch das, was ich gerade gedacht habe, diesen negativen Gedanken, zum Beispiel in so einer frolle Rottenmeierstimme auszusprechen oder auch negativen Gedanken, mal in Mickey Mouse Stimme ablaufen zu lassen. Das hat auch ganz viel Kraft, das zu entmachten und zu merken. Meine Güte, wie gehe ich hier gerade wieder mit mir um? Es ist übrigens sehr hilfreich, wenn man sich eine liebevolle Haltung angewöhnt beim Aufspüren der eigenen Denkfehler. Was ich damit meine ist, nehmen wir an, du gehst einem Denkfehler auf die Spur, du siehst, du hast da einen Fehler gemacht, du hast das irgendwie falsch gedacht, dann kann das ja dafür sorgen, dass du dich auch wieder fürs falsche denken, irgendwie vorurteißt. Und das sollte nicht alles. Immer mache ich alles falsch. Das zeigt wieder, was für ein Fassahager ich finde. Ja. Und das sollte eben nicht passieren. Was passieren sollte, ist Menschenskinder. Hey, wow, Donna Wetter. Okay, Donna Wetter, Menschenskinder. Ja, wir müssen zurück, wir kommen zurück zu den Klassikern. Inherin Opfer, der. der. Deine Gedanken kommentiert. Gut. Ja, wo war. Ja, Donna, eider daus. Okay. Eider daus. Was hab ich denn da nur wieder gemacht? Ja, okay. Lustig. Also, haben eine liebevollen Blick auf das eigene Denken und auch die eigenen Fehler, die man macht. Das ist ein bisschen lustig. Was stimmt? Dann macht es nämlich, über die Dauer auch mehr Spaß danach zu suchen. Ja, absolut. Also wenn man sich selber mit Interesse neu gie. einem liebevollen Blick und etwas Humor begegnet, dann ist das für alles Mögliche gleich wieder gut. Und wenn es eben auch nicht darum geht, Fehler aufzuspüren, sondern einfach liebevoll mitzubekommen, wenn einen das eigene Denken wieder ein bisschen austrickst oder sabotiert oder uns schlechte Gefühle einjagd, die wir vielleicht nicht haben müssten. Also unterm Strich war Aaron Tieback, einer der Fäter der kognitiven Therapie, in dem er eben nicht als erste bemerkt, aber doch sehr unterstrichen hat, dass wir nicht unsere Gedanken sind, dass unsere Gedanken auch nicht die Wahrheit sind, sondern dass wir diejenigen sind, die Denkfehler machen und diese aber auch bemerken können und verändern können. Und dadurch können wir verändern, wie wir uns fühlen. Und ich habe ja mit Dekat angefangen, dann kann ich jetzt auch mit Epikthet einem Stoliker schließen. Der hat gesagt, es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. Das heißt, nicht dass deine Freunde nicht pronto antwortet beunruhigt dich, sondern die Story, die du draus machst, die beunruhigt dich. Und da kannst du was drehen. Und das wussten schon die Leute rund 50 nach Christus. Wir sind immer noch damit beschäftigt. All der daus. Da da weiter. Menschenskinder. Danke fürs Zuhören, bis nächste Woche. Tschüss! Das war's für heute. Ich hoffe, du konntest einen Menge frischer Gedanken für dich mitnehmen. Mehr davon gibt's auch auf meiner Seite www.frankar-gerutipunkt.de Und jetzt, Werbung. Der 7-One Audio Podcast-Tip. Yo Party People, aus Hopper-Bescheidern. Wir alle meine Eltern. So heißt man Podcast-Nemlich jetzt. Und hier gibt's einfach wie immer, wie auch vorher schon ein richtig geilen Real Talk über das Eltern-Sein, mit allen Höhen, mit allen Tiefen, wie man an seine absoluten Grenzen kommt, aber auch über die bedingungslose Liebe, über lustige Momente. Also einfach über alles, was das Eltern-Zahn einfach so mit sich bringt. Ich rede mit anderen Müttern und Fetern oder Leuten, die noch werden wollen, aber auch Expertenen. Und über alles, was uns einfach so bewegt. Und über das war ihr Leben eben mit Kindern. Und der Humor kommt natürlich wie immer nicht zu kurz. Klar, hört doch einfach mal rein. Also es ist bei's im für eine Eltern-Sehle. Mehr kann ich jetzt wirklich sagen. Jede Woche, Donnerstag kommt eine neue Folge. Also abonniert jetzt alle meine Eltern um keine zu verpassen. Und hübsch euch damit und mir natürlich alles Gutes. Halt die durchaus süßen.
Podcast Summary
Key Points:
Aaron T. Beck entdeckte bei depressiven Patienten systematisch negative Denkmuster (kognitive Triade: Selbst, Umwelt, Zukunft).
Diese Denkfehler (kognitive Verzerrungen) beeinflussen unsere Stimmung stark und sind nicht nur bei Depressionen relevant.
Willkürliches Schlussfolgern
Selektive Abstraktion
Übergeneralisierung
Ziel ist es, diese Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und so negative Gefühle zu verhindern.
Summary:
In dieser Podcast-Episode geht es um kognitive Verzerrungen, sogenannte Denkfehler, die unsere Stimmung sabotieren können. Die Gastgeberin, eine Psychotherapeutin, und ihr Ehemann, ein Psychiater, erklären, wie unser eigenes Denken oft die Ursache für schlechte Gefühle ist. Ausgangspunkt ist die historische Entwicklung durch Aaron T. Beck, der in den 1960er Jahren bei depressiven Patienten die „kognitive Triade“ entdeckte: ein negatives Bild von sich selbst, der Umwelt und der Zukunft. Beck stellte fest, dass diese Denkmuster die Depression aufrechterhalten, und entwickelte daraus die kognitive Verhaltenstherapie.
Die drei vorgestellten Denkfehler sind: Erstens das willkürliche Schlussfolgern, bei dem aus einer neutralen Situation (z. B. eine Freundin antwortet nicht sofort) ohne Beleg eine negative Schlussfolgerung gezogen wird („Sie ist sauer“). Zweitens die selektive Abstraktion, bei der man sich nur auf ein negatives Detail konzentriert und das Gesamtbild ignoriert (z. B. eine negative Kritik unter vielen positiven). Drittens die Übergeneralisierung, bei der aus einem einzelnen Misserfolg ein globales Urteil abgeleitet wird („Das kann ich nie“). Die Episode betont, dass diese Denkmuster bei fast allen Menschen vorkommen, aber oft unbewusst sind. Das Erkennen und Hinterfragen dieser kognitiven Verzerrungen ist der Schlüssel, um negative Stimmungen zu verhindern und einen gesünderen Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
FAQs
Kognitive Verzerrungen sind fehlerhafte Denkmuster, die unsere Stimmung negativ beeinflussen können. Sie entstehen, wenn wir Informationen einseitig oder selektiv verarbeiten.
Willkürliches Schlussfolgern bedeutet, dass man aus einer Situation einen Grund herausgreift, der nicht belegt ist. Zum Beispiel denkt man, jemand sei sauer, weil er nicht sofort auf eine Nachricht antwortet, obwohl es viele andere Erklärungen gibt.
Selektive Abstraktion ist, wenn man sich auf ein negatives Detail konzentriert und den Gesamteindruck davon bestimmen lässt. Zum Beispiel bleibt nach einem Vortrag nur eine kritische Rückmeldung im Kopf, obwohl es viel positives Feedback gab.
Übergeneralisierung tritt auf, wenn man aus einem einzelnen Misserfolg ein globales Urteil ableitet, wie 'Ich kann das nie' oder 'Ich bin unfähig'. Dabei werden Wörter wie 'immer' oder 'nie' fälschlicherweise verwendet.
Denkfehler können negative Gefühle wie Traurigkeit oder Unsicherheit auslösen oder verstärken. Laut Aaron Beck liegen hinter schlechten Gefühlen oft ungute Gedanken, die man hinterfragen kann.
Man kann sich selbst beim Denken beobachten und hinterfragen, ob die eigenen Schlussfolgerungen willkürlich sind. Es hilft, sich bewusst zu machen, dass die erste Interpretation nicht der Wahrheit entsprechen muss.
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