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Wie Deutschland sich erfand. Gründungsmythen des Nationalismus

35m 57s

Wie Deutschland sich erfand. Gründungsmythen des Nationalismus

Der Podcast kündigt eine neue Miniserie an, die sich mit nationalen Gründungsmythen in Europa beschäftigt, beginnend mit Deutschland. Der Sprecher erklärt, dass Nationalismus keine uralte Idee ist, sondern ein modernes Konzept, das vor rund 200 Jahren entstand. Die Französische Revolution spielte eine Schlüsselrolle, indem sie die göttliche Legitimation der Herrscher durch die Nation als neue Grundlage für Loyalität ersetzte. In der Folge verbreitete sich der Nationalismus über intellektuelle Kreise und staatliche Institutionen wie Schulen und Medien in ganz Europa. Nationale Mythen sind zentral, um die Nation als zeitlose Einheit darzustellen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet. In Deutschland werden vier zentrale Mythen untersucht: die Varusschlacht, die Nibelungensage, Kaiser Barbarossa und die Dolchstoßlegende. Der Mythos um Hermann den Cherusker (Arminius) wird als Paradebeispiel analysiert: Aus einem historischen Stammesführer, der eine Koalition gegen Rom anführte, wurde im 19. Jahrhundert ein Symbol der deutschen Nation, obwohl es damals weder eine deutsche Nation noch eine einheitliche „germanische“ Identität gab. Diese Mythen dienen bis heute dazu, nationale Identität zu legitimieren und zu festigen, indem sie einen gemeinsamen Ursprung und ein gemeinsames Schicksal konstruieren. Die Serie soll zeigen, wie solche Erzählungen die Wahrnehmung von Nationen prägen.

Transcription

5910 Words, 38167 Characters

German
Hey! Die Folge, die du gleich hören wirst, ist eine von über 250 Folgendescherbüge-Schichte aufgenommen irgendwann in den letzten acht Jahren. Inzwischen läuft die Geschichte als Staffelformat, wenn du das hier aber hörst, bist du gerade bei einer der Einzelfolgen gelandet und hast noch ganz ganz viel vor dir. Ich hoffe, du hast Freude daran und wenn dir gefällt, was du hörst, du kannst alle Folgen auch komplett werbefrei nachhören, schau da gerne auf ralfkrabuschnik.com/klubverbeihale Infos und damit ab in die Geschichte. Mein Name ist Ralf, das ist Decherbüge-Schichte und heute erfahren wir, wie Deutschland sicher fand. Hallo und herzlich willkommen zurück zu dieser neuen Ausgabe des Decherbüge-Schichte Podcast. Mein Name ist Ralf und hier in diesem Podcast geht es alle zwei Wochen in die Vergangenheit, immer mit Blick auf das hier und jetzt und mit einer Portion Augen zinkern. Wenn du aber die letzte Folge gehört hast vor zwei Wochen, dann erinnerst du dich vielleicht, dass ich angekündigt habe, dass heute etwas spezielles folgt? Wir starten heute nämlich eine Minirei. Ich habe im Tiserschen gesagt, ich möchte darüber sprechen, wie Deutschland sich erfand, aber in Wirklichkeit ist das nur Teil einer Reihe, wo ich mir von sechs europäischen Ländern in Deutschland auch noch England, Frankreich, Rumänien sehr bennt ungan. Nationalsmüten anschauen will und nationale Gründungsmüten anschauen will, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert verbindet wurden, um diese Nationen zu formen und zu legitimieren und was diese Müten mit uns heute eventuell noch machen. Das ganze ist Teil eines neuen Hörbuches, das wahrscheinlich irgendwann im Juni oder das erscheinen wird, aber ich dachte mir, ich teile das vorher schon hier im Podcast und ich hoffe sehr, dass dir das gefallen wird. Heute, wie gesagt, die erste Ausgabe davon, wo wir über Deutschland reden, aber davor bekommst du quasi auch noch die Einleitung von diesem Hörbuch, das heißt, wir machen Einleitung mit einem bisschen teoretischen Kontext und dann wie Deutschland sich erfand, vier konkrete Müten, die im Deutschland, in der Hochzeit des Nationalismus eine Rolle gespielt haben und wir uns das heute noch ein wenig verfolgt. Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß mit dieser ersten Folge der Serie. Gründungsmüten des Nationalismus Gründungsmüten des Nationalismus Wir Europas Länder sich erfanden Wir Europas Länder sich erfanden, das dürfte schon für den einen oder die andere mehr kürdig klingen, denn warum sollten sich Länder den erfinden? Die gibt es doch einfach. Und? Nein. Und damit sie mir nach 20 Sekunden dieses Hörbuchs auch schon bei einem Grundproblem angekommen, denn die Nation und das ist der Staat von heute, wie wir sehen werden, ist in Wirklichkeit nicht viel älter als 200 Jahre und auch wenn ihre Müten bis weit in die Vergangenheit reichen, heißt das nicht, dass die Geschichte dieser Nation starten, sondern ich alt wäre. Bevor wir aber zu diesen Müten kommen und mit diesen Müten werden wir uns das restliche Buch über dann ja auch beschäftigen, möchte ich in dieser Einleitung also einen Überblick geben. Ich möchte darüber sprechen, was Nationalismus eigentlich ist. Immerhin kommt das Wort im Titel dieses Buches vor. Ich möchte darüber sprechen, wie die Nationalismus und wann die Nationalismus, zur Normalität für uns wurde und dann darüber sprechen, auf welche Art Müten hier eine Rolle spielen und wie sie die Nation in der Vergangenheit und aber auch in der Gegenwart und der Zukunft verankern. Kurzes Content Warning also, diese Einleitung wird ein wenig theoretisch sein als das restliche Buch, aber es ist doch wichtig zu verstehen, worüber wir hier eigentlich reden. Also die große Frage. Was ist denn Nationalismus? Ich glaube, die meisten Hörer und Hörerinnen werden mir zustimmen, dass Nationalismus erst mal auf jeden Fall negativ konnotiert ist. Nicht umsonst haben wir unterschiedliche Begriffe erfunden als Gesellschaft, um dem positiven Nationalismus, wir nennen ihn Patriotismus, vom negativen eben dem Bösenbösen Nationalismus abzugrenzen. Aber in Wirklichkeit ist der Nationalismus überall und er ist auch die Grundlage unserer heutigen Staatenwelt. Da möchte ich einen kurzen Zitat mal einbringen von Ernest Gelner, einem der großen Theoretiker des Nationalismus, der gesagt hat, ich zitiere, Nationalismus ist in erster Linie ein politisches Prinzip, das besagt, dass die politische Einheit, also der Staat und die nationale Einheit identisch sein sollen. Das heißt, wir lernen uns dieser Definition schon mal zwei Dinge. Erstens, dass Nationalismus Gang und Gebes in den Staaten Europas und der Welt heute, auch hier in Deutschland, Österreich, mit ein paar Abzügen in der Schweiz. Und zweitens sehen wir, dass die Nationalismus auch gar nicht möglich wäre ohne diesen modernen Staat. Ergort Nationalismus ist nicht etwas Urartes, sondern baut erst auf den modernen Staat auf, also wir haben hier wieder ungefähr 200 Jahre. Die zweite Frage wäre dann, wie und wann Nationalismus zu einer solchen Normalität werden konnte. Und da müssen wir tatsächlich ungefähr 200 ein bisschen mehr Jahre zurückgehen und zumindest für Europa und die französische Revolution anschauen. Denn da wurde ganz viel auf den Kopf gestellt, was vorher in Europa und in der Welt ganz normal war. Bis dahin musste ein König ja nicht unbedingt, sondernlich viel Zustimmung im Volk besitzen und weiter regieren zu können. Die Grundlage seiner Herrschaft war ja vielmehr das Gottesgnaden tun. Das heißt, Gott hat einen König, ab und zu einer Königin, ausgewählt und dementsprechend durfte diese Person auch über ihre Untertanen herrschen. Mittelfrontösischen Revolution wurde diese Grundlage den herrschenden in Frankreich genommen. Es gab nun keinen König mehr und die neuen Herrscher im republicanischen Frankreich haben sie jetzt mit dem Problem komfortiert gesehen, dass es eigentlich keinen Grund mehr gab, für die ehemaligen Königlichen Untertanen, ihnen ihre Loyalität zu schenken. Und genau in diesem Kontext kriffen nun einige Geleerte und auch Politiker im neuen Frankreich auf eine Idee zurück, die schon länger in intellektuellen Kreisen umhergeschwirt war, eben den Nationalismus. Der war an sich erstmal eine fast ausschließlich romantische Idee. Es war im 18. Jahrhundert modern geworden, sich mit der Geschichte des eigenen inanführungsdecken Volkes zu beschäftigen, sie mit der Sprache zu beschäftigen und zum Beispiel, sie erdige Brüder Grimm ein wenig später, sich auch mit Märchen und Erzählungen, dieses inanführungsdecken Volkes zu beschäftigen. Nun in der französischen Revolution und in der Zeit danach wurde das mehr oder weniger zu einer Staatsdoktrien. Die Untertanen, die ehemaligen, wurden nun zu Staatsbürgern, der Bauer aus Aquitanien, beizieht mehr Bauer, sondern in erster Linie Franzose und damit standen ihm gewisse Rechte zu, aber damit wurde auch seine Loyalität zum französischen Staat und zur französischen Nation abverlangt. Natürlich geht auch ein Ernest Gelner und ich habe ihn vorazitiert von ihm kommt diese Idee in beiden Zügen, nicht davon aus, dass das über Nacht passiert wäre. Es ist nicht so eine französische Revolution, jetzt haben wir keine König mehr, wir haben ein Gottesgnadend und mehr Hochleber die Nation. So einfach war es nicht, aber ein Prozess kam hier in den Gange und spätestens nach der Napoleonischen Zeit hat sich das zumindest in Frankreich doch recht deutlich schon durchgesetzt, obwohl er dann auch Könige durchaus wieder zur Debatte standen in Frankreich. Und vielleicht noch wichtiger, hat sich diese Idee dann auch recht bald und auch hier sind in den Napoleonischen Kriege wieder ein bedeutener Grund in restlichen Europa verbreitet. Das hat begonnen in der Intelligenzie also in den wissenschaftlichen Kreisen aber auch schriftschellerischen Kreisen, die jetzt auch in den deutschen Landen oder auch weiter östlich begonnen haben, sich mit dem Volk der Vergangenheit der Sprache und auch der Kultur zu beschäftigen, hier wieder die Gebrüder krimzernennen. Und über den nächsten Jahrzehnt ist es von dort immer weiter in die Gesellschaft gewandert, bis irgendwann im 19. Jahrhundert eigentlich fast überall in Europa die Gründung von Nationalstaaten erfolgt ist. Und es schaut war das so, ob das eben nun Frankreich ist, ob das später Deutschland oder Italien waren oder auch Länder wie Serbien, Ungarn, Polen. Nach und nach entstanden auf dem gesamten Kontinent nun nationalstaaten und in den 150 Jahren danach bis zur heutigen Zeit hat sich dieser Trend natürlich nur verstärkt, denn mit einem eigenen Staat ist die Nationsbildung natürlich noch mal deutlich stärker und schneller von Staaten gegangen. Es gab nun eine staatlich legitimierte Sprache. Frankreich ist wieder ein gutes Beispiel, das occitanische war nicht tiechstaatlich legitim der Sprache, sondern das Pariser französisch war dies. Es gab Schulen, in denen dieser Sprache und auch die Zugehörigkeit zum Land gelehrt wurde, von jungen Jahren an. Es gab Staatsmedien, die in dieser Sprache gearbeitet haben und die aber wichtigerweise auch überall im Land verfügbar waren, sodass wirklich Leute im Norden, im Süden des heutigen Deutschlands die gleiche Zeitung in der gleichen Sprache lesen konnten und sich als Teil einer Einheit fühlen konnten. Und dann gab es zuletzt auch so genannte Pilgerwege. Wie es bei einer Dikt-Eindersen geschrieben hat, der generell mit seiner Immerschen Community, der Erfindung der Nation einen Riesenbeitrag hier geleistet hat, nämlich diese Pilgerwege von Beamten oder auch von Menschen, die in Nations weiten Businesses gearbeitet haben, die es denn jetzt durch diese gesamte, neu geschaffenen Nation gereist, haben dort andere Menschen getroffen, die einen ähnlichen Weg verfolgt haben wie sie, aber es ist in einer ganz anderen Region vielleicht gekommen. Und man hat plötzlich Gemeinsamkeiten gesehen, man hat eine gemeinsame Sprache und so ist in den letzten 150 Jahren der Nationalismus absolut zur Normalität geworden und heute ist es de facto die primäre Identifikation für die meisten Menschen. Wenn man gefragt wird, was bist du, dann wird das Menschen geben, die Antworten vielleicht mit "Ich bin eine Frau" oder "Ich bin Schriftsteller", aber sehr oft wird die Antwort sein "Ich bin deutscher" und "Du". Und vielleicht hat es zur theoretischen Untermauerung. Natürlich könnte man hier noch viel mehr in die Tiefe gehen und ich würde dich einladen, dass zu tun, wenn dich diese Ideen interessieren, wie gesagt die Bücher von Ernst Gerner oder Benedict Eindassen sind hier auf jeden Fall zu empfehlen. Aber in diesem Buch soll es ja doch um einen anderen Aspekt noch gehen, den ich jetzt noch gar nicht erwähnt habe, nämlich die Müten. Denn Müten, nationale Gründungsmüten, im Speziellen, sind besonders wichtig. diese imaginierte Einheit der Nation, auch in die Vergangenheit und in die Zukunft weiter zu zeichnen. Denn sie stellen uns als Einheit da, wir, die Deutschen, sind dieselben Deutschen, wie damals, die Deutschen unter Hermann den Karusker, der gegen die Römer in der Warrusschlacht aufgetreten ist, und wir werden auch in 100, 200, 200,000 Jahren noch dieselben Deutschen sein. Das heißt, diese Mütten und wir werden gerade über Hermann noch zu genügesprechen, verbinden uns mit einer Vergangenheit, uns hier in Anführungszeichen, und mit einer gemeinsamen Zukunft. Und damit ist Nationalismus durch diese Mütten eben viel mehr als eine reine Ideologie. Das ist eigentlich eine primäre Identifikation für ganz ganz viele Menschen, und er steht damit weit über anderen Ideologien, wie zum Beispiel politischen Ideologien, man ist nicht in erster Linie normalerweise zumindest, kommunist, sozialdemokrat oder konservativer, man ist erst mal deutscher. Und der Nationalismus steht auch über anderen Themen wie der Klasse, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion und so weiter und so fort. Gründungsmütten hatten somit einen ganz ganz wichtigen Anteil an der Entstehung der Nationen, vor etwa 200 Jahren und an der Erhaltung der Nation. Heute noch und sie haben einen ganz großen Anteil daran, dass die Nation es eben so normal erscheint, wie sie es tut. Und genau deswegen möchte ich in diesem Buch einige der bekanntesten und einflussreichsten nationalen Gründungsmütten in Europa mit detailen. Das Buch gliedert sich in 6 Kapitel, in denen ich nationale Mütten von 6 Europäischen Ländern mit detailen möchte. Und zwar schauen wir uns da Länder sowohl im Westen Europas wie auch im Osten an, wir beginnen in Deutschland und über Rumänien, Frankreich, Serbien, England und Ungarn, setzen wir unsere Reise durch Europa fort und schauen uns mal an, welche Mütten dort die Nationen eigentlich so zusammenhalten. Deutschland. Deutsche Mütten sind tatsächlich ein ziemlich guter Ort, um unsere Erzählung zu beginnen. Denn ganz viele Themen, die uns in diesem Buch immer wieder begegnen werden, treffen auch hier schon sehr stark zu. Deutschland zeigt uns ja wirklich als Paradebeispel vor, wie Mütten die Gegenwart mit der Franganheit und der Zukunft verbinden können und uns als Deutschen eine Geschichte gibt, wer wir sind, woher wir kamen und wohin wir gehen. In den deutschen nationalen Gründungsmütten spielen da vor allem zwei Themen eine ganz große Rolle. Das ist erstens der Kampf für die Unabhängigkeit, zuerst gegen Rom, will wir sehen werden, dann aber auch gegen Frankreich ganz stark und gleichzeitig ein gewisser Opfermütters, wenn auch immer gemischt mit einer nationalen Stärke. Um das ein bisschen deutlich zu machen, möchte ich in diesem Kapitel vier ganz bekannte deutsche Geschichtsmütten mit der Tellen, vom vielleicht wichtigsten und früesten Gründungsmütters, her man dem Krossker und seinem Kampf gegen Varoß in der Varoßschlacht, bzw. gegen Rom, über die Nivellungen, Kaiser Paparossa und schließlich zur Durchstoßlegende im ersten Weltkrieg. Und am Ende werden wir auch sehen, wie die alle zusammenhängen und gemeinsam uns eine Geschichte von uns, eine Geschichte der Deutschen erzählen. Beginnen wir mit der Varoßschlacht und her man dem Krossker. Eventuell bist du mit der Geschichte schon vertraut, ich möchte Sie trotzdem kurz zusammenfassen. Wir befinden uns jetzt ganz kurz nach der Zeitinwände im Jahr 9 nach Christus und die römische Herrschaft über Europa ist inzwischen in weiten Teilen des Kontinents etabliert und so ist auch Galleon zum Beispiel schon unter römischer Herrschaft, das heutige Frankreich. Es gab also eine mehr oder weniger stark befestigte Rheingrenze, westig des Rheins in Frankreich, dort herrschende Römer und östig des Rheins war germanisches Gebiet. Ganz einfach ist es natürlich nicht, die Römer haben diesen Rhein schon auch immer wieder mal überquert und es gab auch mehr oder weniger dauerhafte Silungen auf der anderen Seite des Rheins, aber für sie die Allbild lassen wir das mal so. Natürlich und das ist jetzt die Erzählung der Varoßschlacht, genügtet das den Römern aber nicht. Rom ist ja doch bekannt dafür, dass es immer zur weiteren Expansion hinstrebt. Und so geschieht das jetzt auch mit den Germanen, bzw. mit Germanien als Landwiers, die Römer damals bezeichnet haben, und in den ersten Jahren nach Christy Geburt sehen wir in der ganze Serie von Feldzügen-Romens-Inrichtung Germanien über den Rhein und wieder zurück. Und ein davon ist eben die sogenannte Varoßschlacht des Jahres neuen Nachkristus. Im Zentrum dieser Schlacht steht aber nicht unbedingt wie der Name es vielleicht vermuten lassen würde, der Römische Feld Herr Varoß, der war zwar auch beteiligt, aber eigentlich steht im Zentrum des Mythos ein gewisser Arminius, später dann als Hermann bezeichnet. Arminius war ein Carusker, das war eine der ganz ganz vielen Germanischen Stämme, die es damals im Gebiet Germaniens eben gegeben hat, die auch nicht unbedingt eine Einheit gebildet haben, bzw. sehr oft auch gegeneinander gekämpft haben. Ace allerdings in Rom aufgewachsen, bewissen nicht genau warum, entweder wurde er von seinen Eltern dort hingeschickt oder er war in irgendeiner Form als Geisel dort angekommen. Sobald wir wissen, ist aber ganz gut erzogen worden und hatte dort einige Chancen und war dann auch lange im Römischen Herr schon aktiv und hat dort vor allem die germanischen Hilfstruppen dann irgendwann komandiert. Was übrigens sehr üblich war, weil die Römische Armee bekannt dafür war, dass ihre Cavalari nicht sonderlich erfolgreich war. Und deswegen hat Rom schon sehr lange auf germanische oder auch gallische Cavalari gesetzt, das so das weist, keine große Ausnahme. Und genauso geschah es dann auch, dass Arminius nach Germanien zurückkam, eben im Gefolge von Varus. Und er hat hier eben wieder einen Teil dieser Armee dort befählicht unter dem Oberkommando von Varus. Wie schon so oft haben sich diese Truppen, es geht hier um drei Ligionen der Römer vollkämpft in Germanien. Also, was kämpfen muss man auch immer ein bisschen relativieren. Sie sind im Sommer, wie sie es schon oft getan haben, weiter östlich nach Germanien vorgetragen, haben dort die einen oder anderen schon ein bisschen ausgetragen, vor allem aber präsenz gezeigt und eben damit versucht den Herrschaftsbereich Romst dort auch auszubauen und sind dann im Winter oder für den Winter wieder zurück in Richtung reingezogen. Und da hat Arminius jetzt seine Chance gesehen, wir wissen nicht genau, warum, aber er hat sich jetzt auf dem Rückzug gegen die Römer gegen Varus gestellt, hat eine Föderation oder eine Koalition von Germanischen Stimmen zusammengebracht und dann den Römer in den Hinterhalt gelegt. Und das war diese Varusschlacht, die den Namen Schlacht eigentlich nicht wirklich verdient. Hier geht es um wahrscheinlich drei Tage des Gemetzels, also die Römer, das waren auf jeden Fall im 5-stelligen Bereich Soldaten, hier drei Ligionen, in einer langen Reihe, quasi durch die Wälder Germaniens, wohl so in 2-3er Glieder, also Kilometer lang und jetzt fällt Arminius mit seinen Verbündeten hier diese Römer an. Und ja, es dauert Tage und Tage, aber am Ende überlebt fast keiner der Römer, soweit wir das sagen können, die Quellenlage ist immer ein bisschen schwierig. Auch die Pläne Romst in Germanien ihre Herrschaft weiter auszubauen, wird damit jetzt erst mal für die nächsten Jahre etwas zu Nichte gemacht. Und wie wir ja dann jetzt im Nachhinein auch wissen, ist es danach auch nie gelungen. Es wurden zwar Teile, heute das heutigen Deutschlands, dann Teiles Römischen Reichs, aber das, was damals als Germania Magner bezeichnet wurde, also dass der größte Bereich kam dann nie unter Römische Herrschaft, auch in den Folgenden ja hunderten nicht mehr. So, oder so ähnlich hat sich die Geschichte also abgespielt. Diese Erzählung hat aber mit dem Mythos, dem Hermanns-Mütos, um Arminius, eigentlich gar nichts so viel zu tun. Im Kern können wir uns schon vielleicht halbwegs drauf verlassen, dass es ähnlich, wie ich das erzählt habe, auch tatsächlich geschehen ist, aber aus dieser Geschichte aus den Personen wird etwas ganz anderes gemacht. Röm wird hier zur Fremdherrschaft hochstilisiert, die dann später ja auch immer wieder neue Formen annehmen kann, zum Beispiel auch Frankreich, dazu kommen wir noch. Und Arminius, vielleicht noch viel wichtiger, wird vom Mitglied eines Germanischen Stammes, das er war, der dann eine Koalition anderer Stämme angeführt hat, wird er zum Sinnbild für eine germanische Nation, die es in der Form schlichtender greifend nicht gab. Es gab auch keine römische Nationen. Das war damals schlichtender greifend, kein Begriff. Und es gibt auch keinen Sinn, einen Staat, wie den römischen, oder gar die Stammes-Gesellschaft-Germaniens so zu beschreiben. Arminius wird also vom Keroska zum Deutschen und generell werden alle Germanen als eine Einheit gesehen in der klassischen Erzählung dieses Mythos und werden damit mehr oder weniger zu dem, was wir heute als Deutsche bezeichnen würden. Ja, und nicht zuletzt soll diese Erzählung der Warroschlacht den Freiheitswielen, der in Anführungszeichen Deutschen demonstrieren, der in der Geschichte dann auch immer wieder zum Vorschen gekommen ist, gegen immer andere Feinde von Außen. Das heißt, der Mythos um die Warroschlacht ist wirklich ein ganz, ganz zentraler. Arminius ist der Anderdog, der die germanische Nation eint gegen die Bedrohung von Außen und wird damit zum Protodeutschen schlecht hin. Jetzt wird es dir nicht überraschen, dass diese Erzählung nicht immer genauso weitergegeben wurde. Generell wurde über die Warroschlacht erst mal Jahrhundertelang sehr, sehr wenig gesprochen. Es gibt römische Quellen dazu, allerdings sind die natürlich eher negativ und gerade Warros hat sich ja dann auch das Leben genommen, weil er mit dieser Schmache nicht hätte leben können. Und es war für die römische Elite der damaligen Zeit nichts anderes als das, das war eine Schmach. Es wurde darüber geschrieben, aber es wird hier nicht von Heldentaten der in Anführungszeichen Deutschen geredet, sondern ein Versagen "Warros" ist hier die Hauptstory. Das hat dann einige Zeit gedauert, bis dann irgendwann im Mittelalter dieser Erzählungen wieder stärker aufgekommen sind. und gerade danach, und da haben wir vor allem Martin Luther zu danken, gibt es dann ein echtes Reviver. Dieser Zielum um die Virus schlacht. Martin Luther hat das wieder ausgegraben. Er hat nämlich eine Verbindung gesehen. Sein Kampf gegen die römisch-kratolische Kirche, den Sesteärzt gleich mit Aminius Kampf gegen Rom. Bei der Gelegenheit hat übrigens Martin Luther auch Aminius eingedeutscht zu Hermann. Das hat man vorher auch nicht gesagt und dieser Mann hat nicht Hermann geheißen. Das bedeutet nämlich auch nichts. Seitdem wird diese Geschichte mehr oder weniger auf diese Art weitergegeben und wurde immer wieder aufgegriffen und auf immer wieder neue Feinde angepasst. So sehen wir das in Napoleonischer Zeit. Auch da gab es dann wieder Darstellungen und Schriften, die den Kampf gegen Napoleon gegen Frankreich und damit, von süßes ja irgendwo Latein, damit auch wieder gegen Rom in einer Tradition von Aminius von Hermann gezeichnet haben. Und das gab es immer wieder. Also im 18. Jahrhundert als die Idee der deutschen Nation erstmals wirklich aufkam, wir erinnern uns, plus minus 200 Jahre. Auch hier hat Aminius hat Hermann eine ganz zentrale Rolle gespielt. Und nicht zuletzt nahm das ja gerade dann im 1900. Als Deutschland dann ja auch vereinigt wurde und das deutsche Käsereich begründet wurde, ganz, ganz neue Formen an. Und es ist in dieser Zeit ja auch, dass das große Hermanns, denke mal, in Determold eingeweiht wurde und ja einen ganz neuen Boost dieser Geschichte auch mit sich gebracht hat. Aber doch ist die Warrerschlacht und ist Hermann nicht der einzige Gründungsmütter, der deutschen Nation auch in dieser Zeit nicht. Und eine andere ganz frühe Geschichte, die ein paar Jahrhunderte nach der Warrerschlacht spielt, aber doch noch in dieser dunklen Früzeit der Spätantieke und des Frühmittelalters, ist eine Geschichte, die du sicher kennst, nämlich die der Nibelungen. Bekanntlich ist das Nibelungenlied jedoch ein wenig länger und ist auch eine komplizierte Geschichte. Ich möchte es aber doch ganz kurz für dich nochmals kitzieren. Im Nibelungenlied geht es in Ersteinium Siegfried, der möchte Grinhild zur Frau nehmen, das ist die Prinzessin der Burgunda. Und er zieht dann dort hin an den Hof, lebt dann dort auch mit den Brüdern von Grimild und ja möchte eben um ihre Hand anhalten. Dafür muss er ihren Vater dabei unterstützen, Brunhild zu besiegen, die der dann wieder zu Frauen nimmt. Ja, und am Ende gibt es zwar dann erst ein happy end, also Siegfried und Grimild können heiraten und auch der Vater und Brunhild heiraten. Aber dann kommt der große Verrat durch Hagen einen Gefolgstreuen, der Burgunda, der Siegfried dort amordert mit seiner einzigen Schwachstelle. Er hat nämlich jetzt ja vollkommen vergessen, als Jugendlicher in Drachenblut gebadet und nur eine kleine Stelle auf der einen Blatt war auf seiner Marücken, war eben nicht davon benetzt und dort konnte man ihn besiegen und Hagen hat dies getan. Und damit der Deutschen in Anführungsseichen Nation, auch einen ersten Opfermütter, beschert. Der übrigens auch immer wieder aufkommen würde, vor allem wenn wir nachher dann über die Durchstoslegende reden, da wird dieser Hagen-Verrat auch immer wieder mal aufgegriffen. Generell spielen die Nibelungen für Deutschland als Nation in diesen Vorstellungen ab dem 18.19. Jahrhundert eine relativ zentrale Rolle, wobei aber die Quellenlage wirklich eine relativ schwierige ist. Also prinzipiell ist das Nibelungenlied keine historische Erzählung natürlich, da kommen ja Drachen vor. Also es ist eine Mischung aus mythologischer Erzählung mit tatsächlich ein historischen Fakten vermischt. Es spielt im frühen Mittelalter entstand allerdings erst so im zwölften 13. Jahrhundert. Es stand auch nicht, dass der Region wo es spielt, es spielt er bekanntlich am Rhein und an dem Burgund. Entstand aber höchst wahrscheinlich in der Region und Passau, also prinzipiell ist die Quellenlage jetzt nicht sonderlich optimal bei diesen Nibelungenlied. Aber doch wurde es einfach ein sehr wichtiger Bestandteil, dessen wie deutsche Romantiker und deutsche früher Nationalisten, gerade Kultur Nationalisten, diese Nation auch sehen wollten. Man hatte jetzt schon Herrmann dieser widerstandsfähige mutige stolze deutsche Kämpfer und Siegfried Pasta wunderbar auch ins Bild. Auch diese Idee der Nibelungen treuer, spielt hier eine Rolle, die ja gerade von Hagen hier so gebrochen wurde. Und diese Nibelungen treuer wurde zu einem gefügelten Begriff, gerade dann im 20. Jahrhundert. So hat man nicht zuletzt auch den Eingang Deutschlands in den ersten Weltkrieg auf Seiten Österreichs mit dieser Nibelungen treuer erst mal gerechtfertigt. So wie er sind treu gegenüber unserem Partner Österreich, der hier von Serbien quasi angegriffen wurde, so die Erzählung. Und deswegen ist man in den ersten Weltkrieg eingetreten. Natürlich waren die realpolitischen Gründe deutlich komplexer, aber trotzdem war das eine Erklärung, die man für Außenstehende dann doch auch mal herangezogen hat. Und die hier noch einfach eine gewissen Einfluss auch hatte und das heißt auch im Nationalsteilismus immer noch so der Fall gewesen. Also die Nibelungen treuer und generell die Geschichte der Nibelungen und die Rolle von Siegfried und Hagen spielen in der deutschen nationalen Vorstellung noch sehr lange eine ziemlich präsente Rolle. Ein etwas anderer deutsch-neuzionalmütos kommt dann aus dem tatsächlichen späteren Hochmittelalter dann. Bis hier haben wir es ja doch in einer relativ dunklen Früchseit befunden, wo wir eigentlich eine sehr schwache Quellenlage haben in der Antike bei der Warrutsschlacht oder auch in diesem dunkle des Frühmittelalters, wo unsere Quellen ja de facto nicht existieren. Und die Nibelungen ist ja dann auch schlichtnergreifend ein literarisches Werk und keine historische Quelle. Jetzt begegenen wir aber einer ersten, einem ersten deutschen Mütos, der tatsächlich auch belegt ist, nämlich die Figur des Friedrich-Babarossa. Friedrich-Babarossa war schlichtnergreifend ein rüme Stolzer Keiser erst mal aus dem Geschlechter Staufer und erst mal würde man jetzt denken, hat ja jetzt nichts sonnerlich, was ihm unterscheidet von anderen Herrschern derzeit. Er war sicher kein deutsch-neunstem heutigen Verständnis, das war für den Adel noch lange nicht in in in der Form zutreffend, sondern er war eben ja ein hoher Adeliger, er war dann Keiser und ist dann zuletzt ja sehr bekanntlich beim Schwimmen gestorben auf die Führung. Die Schwimmen gestorben auf dem Weg in den Kreuzgeber ist auch nicht sonnerlich glorreich, aber doch hat aber Rosas schon im Mittelalter, schon im 12. Jahrhundert, also Geherstatten danach, eine wirklich ganz bedeutende Rolle in der Literatur und Kultur inne gehabt, denn er galt schon damals als Sonneart vorzuergeritter. Aber derjenige, der für diese göttliche Ordnung aufgetreten sind, gegen alle gezogen ist, die diese auch in Europa in Frage gestellt haben und nicht zuletzt ist er auch aus ähnlichen Gründen, wo das zumindest unterstellt, dann in den Kreuzgezogen war gefallen ist. Interessant als Mütos wird aber Rosas aber tatsächlich erst später. Das erklärt jetzt warum er in eine Runde blieben ist, er wurde schon mütologisiert zu dieser Zeit, aber halt ja, als ideal, als ideal eines mittelalterlichen Ritters, als ideal eines Gottesbegnartenkönigs, aber im 19. Jahrhundert ändert sich das dann wie so oft, relativ radikal und jetzt wird aber rauszabletztlich als Protodeutscher, wieder gefunden, als größter aller deutschen Keiser. Und es kamen in ganzes Serie an Mütten auf die Barbarossa mit der deutschen Nation in Verbindung brachten. So wurde immer wieder geschrieben, dass das deutsche Reich Barbarossa der direkte Vorläufer eines neuen deutschen Reichs sein sollte und das Barbarossa auch und die Geschichte ist ja heute vielleicht noch bekannt, nicht endgültig gestorben sein soll, sondern er ruht im Kiffhäuser einem Hügel in Türingern im Prinzip und wartet dort darauf bis seine Zeit gekommen ist, bis die Deutschen in brauchen und dann kommt er wieder. Und das wurde auch in 19. Jahrhundert schon erzählt und so wurde zum Beispiel gesagt, dass er darauf wartet, bis endlich das deutsche Reich wieder vereinigt wird und das Geschichte dann auch 1871 und nicht zuletzt bezieht man dann als das deutsche Keiser, ich begründet wurde, man sich zurück auf das helle grömische Reich, was er mit Deutschland eigentlich kaum etwas zu tun hatte. Und das war ein komplett voidales mittelalterliches Staatsgebilder, das nur zusammengehalten wurde von voidalen Verbindlichkeiten, von atlichen zu anderen Hadeligen. Jetzt wird das aber zum Vorläufer erklärt und das deutsche Keiser Reich wird zum zweiten deutschen Reich und bekanntlich sollte ja auch noch ein sogenanntes Drittes Reich folgen. Das hat aber Rossi eine recht große und bedeutende Rolle gespielt und nicht zuletzt wissen wir ja auch, dass dann in der Nazizeit der Name aber Rossi immer noch ein Schiller war, immer noch für Deutschland, für deutsche Geschichte und für deutsche Herrschaft stand und ja nicht ganz ohne Grund wurde dann auch der Angriff auf DiscoVeternion ab 1941 als Unternehmen aber Rossi bezeichnet, in genau dieser Tradition. Jetzt habe ich aber anfangs schon gesagt, dass in Deutschland nicht nur Mütende nationalen Stärke und das Widerstand seine Rolle spielen, sondern durchaus auch ein Opfermütos existiert. Und den haben wir jetzt schon teilweise gesehen in Bezug auf Hagen, wo ja Sigrid zum Opfer einer Intrieger wurde und das sehen wir nochmal ganz deutlich bei modernsten der deutschen Mütende, der im Prinzip als etwas über 100 Jahre alt ist, nämlich der Dolstos-Legende. Und auch hier hast du vom Begriff der Dolstos-Legende sicherlich schon mal gehört. Es ist im Kern eine Lüge, die verbreitet wurde von den damaligen Chefs der obersten Heresleitung im 1. Weltkrieg, das war Paul von Hintenburg, späterer Präsident durchaus bekannt und Erik Ludendorf auch bekannt, war unter anderem am Hitslabutsch in München beteiligt. Und die beiden haben als die Niederlage der Deutschen im 1. Weltkrieg an der Westfront offensichtlich wurde und dann im November, 19/18, die Niederlage kam und die November-Revolution dann als Resultat über Deutschland in Wegwegte, haben die behauptet, dass Deutschland, dass Deutsche Herr in Wirklichkeit im Fälle der umgeschlagen gewesen wäre. Und man ist nur deswegen untergegangen, weil es einem Verrat von hinter der Front gegeben hätte. Von der Heimatfront, es gab hier Verräter und. und man hat vor allem auf Juden-Jüdinnen und Kommunisten, Kommunistinnen damit geschaut und wollte damit jegliche Schuld von sich weisen, also Staatsminister Akt von Paul von Hindenburg und Eric Lundorf. Ganz klar. Und diese Deutschschlusslegende hat auch wiederum einen enormen Einfluss. Man konnte sich zurückbeziehen auf die Geschichte von Hagen und Siegfried, was gerade im Jahr 1918 noch für viele Menschen in Deutschland einfach eine präsente Geschichte war. Die Nibelungen hatten ja im Jahr 1910 und auch im Frühjahr 20. Noch einen absoluten Höhepunkt ihrer Popularität, nicht zuletzt ja auch wegen Richard Wagner. Und so war die Geschichte der Deutschschlusslegende zumindest für die rechtskonservativen Teile der deutschen Bevölkerung 1918, irgendwo auch glaubwürdig. Und würde sie noch lange bleiben und ganz große Teile der Nazi-Probeinander, gerade vor der Machtübernahme in den 20ern, aber durchaus auch noch in den 30ern, spielten mit dieser Idee der Deutschschlusslegende um dann erneut gegen Kommunisten, gegen Juden-Jüdinnen und so weiter vorzugehen. Auch wenn es natürlich noch mehr deutsche Müten gibt, man könnte das noch weiter ausführen, glaube ich doch, dass diese vier Müten die Varoßschlacht und Hermann die Nibelungen und der Mord an Siegfried, Barbara Osser und seine Wiederkehr und die die Deutschschlusslegende, die deutsche nationale Geschichte relativ gut umfassen, so wie sie im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert erzählt wurde und wie eben Deutschland als alte, erwürdige, mültische Nation aufgebaut wurde. Alle Elemente sind da, es wird von einem widerstandsfähigen, starken, unabhängigen Deutschland gesprochen, das repräsentiert wird von Figuren wie Hermann, wie Siegfried, wie Barbara Osser. Es wird von Farad gesprochen, durch den und nur durch den dieses stolze Deutschland in die Knie gezungen werden kann. Und damit ist es wirklich ganz, ganz viel abgedeckt von dem, wie deutsche sich im 19. Jahrhundert begonnen haben zu sehen und wie viele deutsche sich auch heute noch sehen. Ich höre zwar schon deinen Einwand und der ist auch gerecht, weil ich du bist ja sagen, ja, gut, diese Müten sind schon einigermaßen noch bekannt, gerade in die Nibelungen, kennt man noch, vielleicht hat man auch mal von Barbara Osser und von der Varoßschlacht gehört, aber sie sind ja in Deutschland doch nicht zonderlich präsent, im 19. Jahrhundert, gerade wenn es um Nationszugüherigkeit oder solche Fragen geht. Und da würde ich dir auch zustimmen, das stimmt, wenn auch zum Beispiel, wenn wir den Blick auf Aminios werfen, eine gewisse neue Welle schon da ist mit Netflix-Produktionen wie Barbaren und Ähnliches. Aber doch haben diese Müten einen gewissen, antelierer Strahlkraft heute doch recht stark verloren. Allerdings ist der Kern der Geschichte und darum geht es ja heute sehr wohl etabliert. Deutschland und die deutschen Nation werden heute von deutschen, aber auch von anderen, als alt, alt eher würdig und als fixiert betrachtet. Man ist eben deutsch, man ist deutscher und man hat eine implizierte Verbindung in der Geschichte zurückzuernd Jahre und auch unsere Kindeskinder noch werden irgendwie deutsche sein. Zumindest wird das so dargestellt und zumindest ist das, dass Uninterfragte oder sehr oft Uninterfragte Verständnis von Nationszugüherigkeit in Deutschland. Und das sehen wir ja das, was in diesem Buch immer wieder vorkommen wird. Die Müten selbst haben als Geschichten, der tatsächlich ein Strahlkraft verloren. Man redet kaum noch über die Geschichten per See, über die Müten, denn Deutschland, wie sehr viele andere Beispel in diesem Buch, ist heute eine etablierte Nation. Aber der Grund dafür ist erschlichten ergreifend, dass die Müten ihr Ziel schon erreicht haben. Die deutschen als Einheit sind wohl etabliert und auch das ist ein Mitgrund, warum Diskussionen um Multiculturalismus in Deutschland immer noch problematisch und schwierig sind. Das ist immer noch der Grund, warum Deutschstürk*innen in der dritten Generation immer noch in vielen Kreisen abgesprochen wird, echte Deutsch zu sein. Und das ist etwas, was sich Deutschland noch lange jetzt stellen müssen. Und der Grund dafür ist der Nationalismus, der in Deutschland im 18. und 19.500 aufgekommen ist, der die deutschen Nation erbaut hat. Und diese Müten hier waren ganz, ganz nah am Kern, diese Nationalismus. Und das noch vor relativ kurzer Zeit, vor 100 Jahren und weniger. Und allein deswegen ist es schon wichtig, diese Geschichten vor Augen zu haben. Und damit sind wir auch schon am Schluss dieser ersten Ausgabe der Miniserie angekommen. Ich hoffe, es hat dir gefallen und ich möchte diesmal wirklich ganz, ganz besonders allen unterstützen, im Descherviklubter für danken. Denn die sind es tatsächlich, ihr seid es tatsächlich, die es ermöglichen, dass ich halt auch einfach so ein Produkt, dann nehme ich Arbeiter, dass ihr dann irgendwann mal was kosten soll. Auch kostenlos hier im Podcast teilen kann für alle, weil ich glaube, dass es einfach spannend sein könnte und ja, ich bin sowieso ein Freund von mir einfach nutzen. Aber vielen, vielen Dank, es ist wirklich eure Unterstützung, die das hier möglich macht, dass auch einfach kostenlos mal anzubieten, weil ich mir nicht, ja, weil ihr einfach nicht jeden Euro umdrehen muss. Und ja, wenn dir das gefallen hat und du noch nicht im Club bist, würde mich sehr freuen, wenn du dir das anschauen möchtest, das wäre eine Riesunterschützung und einen Link zum Club, wenn du es in den Genots, beziehungsweise auf meiner Website, auf rivekrabuschnik.com/club, da zele ich dir nochmal alles dazu, das läuft über Steadie und ist natürlich monatlich kühnbar und es gibt dann Zusatzportcast einmal im Monat mit Themenball und so einiges mehr, würde mich wirklich freuen, wenn das was für dich wäre und du Deschervikschichte dann auch auf diese Form mit tragen würde, das wäre. Eine Rieseneere und würde mir wirklich sehr viel bedeuten. Ansonsten würde mich natürlich auch freuen, wenn du dir den Deschervikschichte News hatte anschauen willst, dort findest du alle zwei Wochen normalerweise in einer e-mail, neue, Episode, neue Blogartikel sonstiges von mir und auch dafür habe ich einen Link in die schon ins Gebackt. Und wer das alles nicht für dich ist, dann hören wir uns tatsächlich schon nächste Woche für Folge 2 dieser Miniserie. Wir werden uns mit Rumänien beschäftigen und abonniere einfach diesen Podcast-Wochen immer durch den Hörst auf Spotify, im Podcast-Jahr-Waser-Rimmer, dass du diese Folge nicht verpasst, dann sehen wir uns ganz sicher in unserem nächsten Deschervikschirm. Tschüss!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast startet eine Miniserie über nationale Gründungsmythen im 1
  2. und 1
  3. Jahrhundert in Europa, basierend auf einem neuen Hörbuch.
  4. Nationalismus wird als politisches Prinzip definiert, das die Identität von Staat und Nation fordert, und als moderne Erfindung der letzten 200 Jahre dargestellt.
  5. Die Französische Revolution war ein Wendepunkt, da sie die göttliche Legitimation der Herrschaft durch die Nation als neue Loyalitätsquelle ersetzte.
  6. Nationale Mythen, wie die Varusschlacht mit Hermann dem Cherusker, dienen dazu, eine imaginierte Einheit der Nation in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verankern.
  7. In Deutschland stehen Mythen von Freiheitskampf und Opferbereitschaft im Zentrum, die von der Varusschlacht über Kaiser Barbarossa bis zur Dolchstoßlegende reichen.
  8. Arminius (Hermann) wird vom Stammesführer zum Symbol einer deutschen Nation umgedeutet, die es historisch nicht gab.

Summary:

Der Podcast kündigt eine neue Miniserie an, die sich mit nationalen Gründungsmythen in Europa beschäftigt, beginnend mit Deutschland. Der Sprecher erklärt, dass Nationalismus keine uralte Idee ist, sondern ein modernes Konzept, das vor rund 200 Jahren entstand. Die Französische Revolution spielte eine Schlüsselrolle, indem sie die göttliche Legitimation der Herrscher durch die Nation als neue Grundlage für Loyalität ersetzte.

In der Folge verbreitete sich der Nationalismus über intellektuelle Kreise und staatliche Institutionen wie Schulen und Medien in ganz Europa. Nationale Mythen sind zentral, um die Nation als zeitlose Einheit darzustellen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet. In Deutschland werden vier zentrale Mythen untersucht: die Varusschlacht, die Nibelungensage, Kaiser Barbarossa und die Dolchstoßlegende.

Der Mythos um Hermann den Cherusker (Arminius) wird als Paradebeispiel analysiert: Aus einem historischen Stammesführer, der eine Koalition gegen Rom anführte, wurde im 19. Jahrhundert ein Symbol der deutschen Nation, obwohl es damals weder eine deutsche Nation noch eine einheitliche „germanische“ Identität gab. Diese Mythen dienen bis heute dazu, nationale Identität zu legitimieren und zu festigen, indem sie einen gemeinsamen Ursprung und ein gemeinsames Schicksal konstruieren.

Die Serie soll zeigen, wie solche Erzählungen die Wahrnehmung von Nationen prägen.

FAQs

Nationalismus ist ein politisches Prinzip, das besagt, dass Staat und Nation identisch sein sollen. Es ist die Grundlage moderner Staaten und entstand vor etwa 200 Jahren.

Durch die Französische Revolution wurde die Herrschaftslegitimation von Gott auf die Nation übertragen. Später verbreiteten Schulen, Medien und gemeinsame Sprache den Nationalismus in ganz Europa.

Gründungsmythen verbinden die Nation mit einer gemeinsamen Vergangenheit und Zukunft. Sie machen die Nation zur primären Identifikation und lassen sie als natürlich erscheinen.

Es werden vier Mythen behandelt: die Varusschlacht mit Hermann dem Cherusker, die Nibelungensage, Kaiser Barbarossa und die Dolchstoßlegende aus dem Ersten Weltkrieg.

Hermann (Arminius) wird vom Stammesführer zum Sinnbild einer deutschen Nation stilisiert. Die Varusschlacht symbolisiert den Freiheitswillen der Deutschen gegen Fremdherrschaft, zuerst gegen Rom, später gegen Frankreich.

Sie verhinderte die römische Expansion nach Germanien. Drei römische Legionen wurden 9 n. Chr. von germanischen Stämmen unter Arminius vernichtet.

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