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670: Wie Deutsche mit ihren Nachbarn kommunizieren

36m 36s

670: Wie Deutsche mit ihren Nachbarn kommunizieren

In dieser Podcast-Episode spricht das Easy German-Team mit Joab, dem Gründer von „Notes of Berlin“, über die Kunst der Nachbarschaftskommunikation per Zettel. Joab erklärt, dass ihm nach seinem Umzug von München nach Berlin die hohe Dichte an öffentlichen Notizen auffiel – ein Ausdruck von „Berliner Schnauze“, die direkt und ehrlich, aber nicht unbedingt persönlich gemeint ist. Die gesammelten Zettel reichen von humorvollen Partyankündigungen („Partygänale“) bis zu passiv-aggressiven Beschwerden, etwa über nächtliches Klavierspielen oder Knoblauchgeruch aus der Nachbarswohnung. Besonders charmant ist die Notiz an einen Nachbarn, der ein Paket seit einem Jahr nicht abgeholt hat – mit der Einladung, das „Jubiläum“ gemeinsam bei einem Bier zu feiern. Die Zettel zeigen nicht nur Konflikte, sondern auch kulturelle Besonderheiten wie die deutsche Nachtruhe oder das Recht, in der eigenen Wohnung Musikinstrumente zu üben. Joab betont, dass er nur Einsendungen mit einem besonderen „Alleinstellungsmerkmal“ auswählt, die einen kleinen Einblick in den Alltag der Menschen geben. Die Episode verdeutlicht, wie solche Notizen als Spiegel der Gesellschaft dienen – mal freundlich, mal sarkastisch, aber immer authentisch.

Transcription

5728 Words, 34574 Characters

German
* Musik * Hallo, willkommen zurück im Easy German Podcast. Hallo Manuel. - Hallo, Kali. Und Hallo an unseren Gast, Joab. Ja, hallo für meiner Seite. Wir haben heute einen besonderen Gast im Easy German Podcast. Deutsche lieben es ja Feedback zu geben. Da haben wir schon Öfters prüber gesprochen. Und eine besondere Skurile Art des Feedbacks ist die Nachricht an die Nachbarn, die man in den Haus flurhängt. Solche Notizen und andere sammels du, Joab, in deinem Blog und Instagram Account Notsoff-Böllen. So ist es. Wie lange ist schon? Ja, auf Instagram mittlerweile jetzt auch schon fast zehn Jahre. Ich glaube, ich bin ja nicht so oft auf Instagram, aber dir folge ich wirklich schon seit vielen Jahren. Notes of Berlin, da gibt's wirklich lustige Fotos. Und wir werden heute mal die interessantesten vielleicht besprechen zum Thema Nachbarschaftskommunikation. Wie hast du denn angefangen damit? Also Leute in Berlin hängen gerne Zettel auf. Wann ist dir das zum ersten Mal aufgefallen, dass man da aus mehr machen könnte? Ich komme ursprünglich gar nicht aus Berlin, sondern aus München. - Ah. Und als ich damals vor über 15 Jahren von München nach Berlin gezogen bin, ist mir aufgefallen im Vergleich zu München. Zettel diese Stadt Berlin sehr viel. Zettelt. - Das ist ein interessantes Werk. Was bedeutet das? Das heißt, dass sie im öffentlichen Raum überall Notizen hinterlässt. Ja. Sozusagen, ungefragt. Die Stadt nimmt sich die Bürger hier, die Bürgerin nehmen sich das Recht raus. Das, was sie beschäftigt, mitzuteilen. Und das kannte ich jetzt so aus dem Stadtbild von München eigentlich nicht. Ah. - Es ist eigentlich ein bisschen wie früher in der Schule. Da hat man auch Briefe ausgetauscht im Unterricht. Aber das ist privat. - Das ist privat. Und in Berlin macht man das, in dem man sie an eine Laterne klebt oder den Nachbarn, an die Tür. Oder auf einen Drucker befangen wir direkt an mit einem Beispiel. Jemand, das ist typisch Berlin, oder? Wenn man stellt ein Gerät oder irgendwas, was er oder sie nicht mehr braucht, auf die Straße oder eine Hausflur und macht eine Notiz dran, hier steht, es ist nicht deffekt. Druck, einfach nicht mehr. Und dann hat jemand anderes drunter geschrieben, also doch deffekt. Ja, das ist sehr Berlin. Zum einen ist ja so, ich glaube, das kennt man, wenn man durch Berlin spaziert, dass man gefühlt am Tag, was eine Wohnung dreimal neue einrichten kann. Es sind so viele Gebrausgegenstände, die jemand verschenkt, oder eben einfach kein Bock, hat sie vielleicht zu entsorgen. Und das ist ein schönes Beispiel, weil. Daher quasi sofort irgendwie auch ein Dialog schon fast entsteht. Mhm. - Und ja, so ein bisschen blinerschnautze. Man gibt noch gleich seinen Senf dazu. Offensichtlich hat die Person vielleicht das Gerät erst mal versucht zu verwenden, funktioniert nicht. Wenn man genau hinkuckt, könnte man vermuten, dass es vielleicht sogar auch ein Scanner ist. Deswegen steht das Ding da draußen, weil Druck halt nicht mehr, aber vielleicht Skent ist ja noch, aber ist auch völlig egal, weil es ist einfach wunderschönes Beispiel, wie Berlin einfach kommuniziert. Übrigens, diese Episode gibt es auch als Video auf YouTube. Die meisten unserer Episoden gibt es nur als Audi-Oversion im Podcast, aber diese Bilder könnt ihr auch jetzt verfolgen auf YouTube. Ja, bitte jetzt wechseln auf YouTube, damit ihr die Bilder seht. Aber so gut wie möglich beschreiben. Jo, ab du hast gerade Berliner Schnautze gesagt, was ist denn das, wenn man das noch nie gehört hat? Ja, ich glaube, die blinerschnautze steht so ein bisschen sinnbildlich für eine Art, wie man sich in Berlin auch ausdrückt. Mhm. Etwas. Direktor. - Ja. Vielleicht auf den ersten anscheinenden weniger Schamand. Aber sehr ehrlich. - Auf den zweiten, manchmal auch. Ja, auf den zweiten vielleicht auch. Aber es ist sozusagen. es ist so ein bisschen In-your-Face. Und man muss es aber lernen, nicht persönlich zu nehmen. Weil ich glaube, dass die Blinerschnautze als solches nicht gegen dich persönlich gerichtet ist. Und dann es ist einfach eine Form, die man sich in Berlin über die vielen Jahre angeeignet hat, zu kommunizieren. - Mhm. Und ich glaube, die ist auch ganz notwendig. Weil. warum gibt es die Blinerschnautze? Ja, weil Berlin einfach auch eine Stadt ist, in der man sich vielleicht auch ein bisschen durchsetzen muss, ein bisschen Gehör verschaffen möchte. - Ja. Ja. Und. Ja, da macht dann halt der Ton ein bisschen die Musik. Okay, interessanter Tech-Train hat dich so noch nicht gehört. Ich. ich als auch nicht Berlinerin, nehme mir das auch oft als unfreundlich wahr. Ich finde es aber auch mittlerweile hab ich auch ein Gefühl von Heimat, wenn ich in ein Geschäft komme und mich jemand anschnautst. Wir gucken mal, was so der Ton in den Nachrichten und den Zetteln auf der Straße ist. Hier haben wir erstmal was freundliches. Das ist so, glaube ich, so die. für mich auch schon in als ich in Münster gelebt habe, solche Zetteln haben wir oft geschrieben. Man möchte gerne eine Party ankündigen und bittet um Verständnis. Hier in einer besonders humorvollen Form. Liebe Nachbarn, es könnte am Samstag etwas lauter werden. Haben Partiganälen gekauft. Wir bitten um euer Verständnis. Grüße. Und die Namen sind geschwärzt. Was sind Partiganälen? Ja, es fragst du mich. (Lachen) Niemand weiß es. - Deswegen ist der Zettel lustig, weil was zu Hölle sind Partiganälen. Ja, ich glaube, das sind. große Ganälen. - Ja. Aha, gro, es gibt's wirklich. - Ich glaube, die heißen wirklich so. Partiganälen sind die, kann man snacken auf einer Party. Genau. - Okay. Aber was sie eigentlich sagen wollen, wir feiern eine Party und es könnte lauter werden. Manuel, hast du schon mal so einen Zettel an die Nachbarn geschrieben? Aber es ist schon sehr lange her, in mal. Anfang 20 hab ich auch Partys zur Hause veranstaltet und solche Zettel geschrieben. Schreibst du solche Zetteln noch, Jörg? Gibt's bei dir Partys zu Hause? Ich bin auch nicht mehr so viele Privatpartys, aber ich hab früher, als ich in einer Wohngemeinschaft gewohnt hab, natürlich auch solche Zettel geschrieben. Das muss man machen wegen Hausfrieden und so. Also, man will sich's mit den Nachbarn nicht verschärzen. Und das ist jetzt ein völlig harmloser Aushang. Der ist ja. ja, der ist einerseits Humorik und andererseits irgendwie lieb geschrieben. Da gibt's auch noch viel härterere Beispiele, wo. Einerseits dann auch vielleicht kommentiert wird. Im 22 Uhr rufe ich die Polizei, wenn ich Ruhe ist. Oder andere schreiben gar nicht, es liebe Nachbarn. Sondern nur "Hallo Haus", morgen kommt Leute, wird lauter. Es gibt's auch. - Ja. Das ist halt auch mal ein schöner Einblick. So wie. wie funktioniert hier die Hausgemeinschaft auch? Ja. Der Klassiker ist, dass man schreibt, wenn ihr nicht schlafen könnt, weil es so laut ist, dann kommt doch einfach um ein Bier, auf ein Bier vorbei und trinkt mit, das schreiben viele Leute drauf. Ja, das stimmt doch nicht, glaube. das ist clever, das drauf zu schreiben, weil ich glaube, wieder die Nachbarn haben Bock vorbei zu kommen. Aber man fühlt sich sozusagen indirekt eingeladen. Dann ist es natürlich noch schwieriger, die Polizei zu rufen, weil man hatte ja die Gelegenheit eigentlich mitzufeiern. Und hier in diesem Büro ist das passiert. Wir haben hier mal 'ne Partie gefeiert und es war so laut, dass die Nachbarn oben drüber nicht schlafen konnte. Und dann tatsächlich bei uns in der Küche und wir dachten, die beschwert sich, die will, dass wir ruhig sind, aber sie meint ja, nein, wenn ich schon nicht schlafen kann, trink ich mit euch im Bier. Die hat dann einfach mitgefeiert. Ja, nein, das kann funktionieren, das kann funktionieren. Wenn es dann etwas zu wild wird bei der Partie, dann könnte es manchmal direkt im Treppenhaus geben. Dieser Nachricht ist wahrscheinlich nach einer Partie entstanden. Kann jemand bitte seine Kotz aus dem Treppenhaus entfernen? Das wäre mega. Danke, Herzchen, Herzchen, Herzchen. Was ist Kotz? Das ist nicht mein Job, dass ich diese Rockabel hier erkläre. Also das könnte sein, dass das. Heint sich jemand übergeben nach vermutlich zu viel Alkoholkonsum im Treppenhaus, vermutlich ein Gast auf dem Nach Hauseweg. Ja. - Und dann wurde das nicht gesäubert. Genau. Was macht man dann in so einem Moment? Man schreibt eine nette Nachricht an die Nachbarn. Diese Nachricht ist, wie würdest du sagen, ist freundlich formuliert, oder? Ja, also diese Nachricht für den größten Respekt. Ich weiß nicht, ob ich die Nachricht so schreiben würde, wenn wir mir im Hausflug kurz liegt, ob ich mich da bedanken würde, dass jemand das wegmacht. Es gehört, es ist ja irgendwie selbstverständlich eigentlich. Aber ja, es ist. also. sehr charmant formuliert. Ich würde sagen, es ist vielleicht der erste Schritt der möglichen Eskalation. - Ja. Weil wenn die kurzen nicht weggemacht wird, kann man ja dann den Ton ein bisschen ändern. - Mhm. Aber in dem Fall vielleicht. Kett man die Leute, die die Partie gefeiert haben, oder insgesamt will man in dem Haus ein bisschen freundlicher miteinander kommunizieren. Da gibt es auch ganz andere Beispiele, wenn da jemand. erbrochen ist, hat liegen lassen. Aber ich finde, das ist eine. ja. Verdientel wirklich. Das hat wirklich Stil. Nur sagen. Also die Menschen schicken dir diese Fotos, wenn sie sie machen, wenn sie solche Zettel entdecken, machen sie ein Foto, schicken sie dir und du veröffentlicht sie dann auf deinem Instagram-Kanal und deinem Blog und mittlerweile auch in einem Buch. Ist das richtig? Ja, genau. Also das Prinzip, in Not zu belinden, lebt wirklich ganz stark davon, dass die Leute da draußen jeden Tag mitmachen. Das heißt, ich gucke ja selber auch jeden Tag, aber ich kann ja nicht überall in der ganzen Stadt sein und das heißt, je mehr mitmachen, umso mehr kann man auch das echte Belienen, die echte Zettelwirtschaft sozusagen wirklich dokumentieren. Und ja, ich kurretiert es dann. Es ist halt mir persönlich wichtig, dass die Notizen alle irgendwie ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben. Also nicht jede Notiz kommt auf die Auffennommen in die Sammlung. Es gibt ganz viele, die sind einfach zugewöhnlich und da würden wir alle einschlafen, wenn wir die lesen, weil das haben wir schon zu oft gehört oder es braucht etwas, was ein bisschen das Gefühl gibt. Ja, hier ist mal wieder ein spannender Einblick in eine kleine Lebenswelt. Ist man sieht ja auch, es sind ja auch immer Geschichten dahinter, den Notizen. Dildo und Armband, uhr gefunden. Das ist der Tee-El von deinem ersten Buch. Notizen aus dem Großstadt, Dschungel. Und das zweite Buch, was ist da der Tee-El? Ja, macht ihr Trumpete spielen Spaß. Warum lernt es so ist dann nicht? In den Briefkasten reingesteckt. Ja, es ist. Aha, weil im Moment das müssen wir erklären. Also das war ein Brief von einem Nachbarn an einen anderen Nachbarn. Vermute ich. Und diese Person spielt Trumpete. Aber schlecht. Aber schlecht. Und dann ist das ein sehr ironierer drin. Ja, sehr passiv, aggressiver Kommentar sozusagen. Genau, also das ist quasi ein Original-Nodes. Und jemand hat diesen Zettel geschrieben und offensichtlich weiß, die Person, wer die Trumpete, die Trumpetenspielende Person ist im Haus. Und dann verzuklingeln den Zettel einfach in den Briefkasten. Dann könnt ihr erstens alle im Haus sehen. Und. An den Briefkasten. Ah, nicht in. Na ja, also. Wir haben geheftet, so halb zu einem drangesteckt. Ist ja eine Klappe. Okay, das ist das Original-Foto. Ist so ein Genaal, ja. Ja, nein. Spannend. Das ist auch keine Montage. Wir haben es nur extra hier. Ja, okay, also diese. Diese. Flaster oder diese. Kleber, Freize, echt. Ja. Fantastisch. Ich freue mich. Manuel, du spielst Klamir zu Hause. Hast du da schon mal eine Nachbarschaftsbeschwerde bekommen? Tatsächlich. Ja. Obwohl es ein E-Piano ist, dass man in der Lautstärke regeln kann. Es gab es da auch in meinem Umfeld schon mal ein Konflikt. Wir haben das aber gelöst. Und die frage ich ja wie viel Uhr spielst du? Nur zu den gesetzlich zugelassenen Zeiten. Okay. Also weder in der Mittagsruhe zwischen 1 und 3 noch nach 22 Uhr. Also ab 7 Uhr morgens, glaub ich, darfst du ja. Liegst du da schon los oder? Nein, also ich spiel generell. Das Thema ist abgehakt. Okay. Du spielst nicht mehr, Klamir. Hier hat jemand eine sehr lürische Nachricht geschrieben. Aber man muss wissen, in Deutschland gibt es diese Nachdruhe und es gibt 'ne Mittagsruhe. Das gibt's in anderen Ländern gar nicht. Das Konzept, dass man ruhig sein muss und rücksicht auf die Nachbarn nimmt. Das ist ein typisch deutsches Ding, oder? Genau, da gibt's 'ne klare Regel, ein klare Slimit. Aber gleichzeitig gibt es auch ganz klar das Recht auf die persönliche Entfaltung in der eigenen Wohnung. Dazu gehört, dass man ein Musikinstrument erlernt oder spielt. Man darf auch auf einem echten Klavier, was noch mal lauter ist als ein E-Piano, üben auch mehrere Stunden am Tag. Ja. Oder auch Trompeten oder Geige. Hier möchte jemand Kritik üben und hat das sehr lürisch formuliert. Wieder ein Zettel in einem Hausflur vermutlich oder. Ja, der müsste aus dem Hausfluchstamm mehr. Ja, magst du das mal vorlesen? Aber sehr gerne doch. Also, da steht, es ist immer anrührend die ersten zahlkaften Schritte in die Kunst des Klavierspielens in der Nachbarschaft mit erleben zu dürfen. Es wäre allerdings schön, die Zeiten des Übens noch einmal zu überdenken. Gegen miter Nacht das Klavier zu bearbeiten, sollte angesichts der nicht unerheblich gedrübten Nachdruhe der Nachbarn vielleicht nicht erste Wahl sein. Oder? Oder in Großbrustaben. In ganz Großbrustaben. Manuel, wenn deine Nachbarn so eine Nachricht geschrieben hätten an dich, hättest du gesagt, das ist berechtigte Kritik. Ja, berechtigt, weil um miter Nacht denke ich auch. Also da schlafe ich auch und da würde es mich auch stören, wenn jemand Klavier übt. Ja. Ja, zumal hier ist es ja leider so, dass jemand wirklich gerade offensichtlich erst angefangen hat. Das heißt, das klingt wahrscheinlich auch wirklich nicht gut. Ja. Weil es gab auch mal 'ne Aushang, wo jemand tatsächlich geschrieben hat, könntest du bitte gerne öfters spielen. Oh! Dann mache ich das Fenster auf und so. Also es gibt natürlich, klar, wenn man das Glück hat neben einem Haus, wohnt jemand, der es wirklich kann, dann ist es ja wie ein kostenloses Konzert, theoretisch. Aber ja, das glaube ich würde jeden von uns wahrscheinlich den Wahnsinn treiben, wenn da. Aber ist sehr nett formuliert, oder? Es ist poetisch formuliert. Es ist sehr anruhrend. Ja, aber. Es schwingt schon auch wieder "ironie" mit. Ich weiß nicht, ob man als Deutsch lernen darf, dass so raushört. Aber ist eine gewisse, passive Aggressivität, lesen wir auch in dieser Notiz. Wird ich genauso umschreiben? Es hat so eine leicht passive, aggressive Haltung. Ja. Aber man versucht erst, man noch Kontinuos zu bewahren. Mit gleich auch noch weniger passive. Tobias, dein Paket feiert bei uns bald einjähriges. Was heißt das, wenn du das liehst? Dass jemand ein Paket angenommen hat für den Nachbarn, Tobias. Und der Tobias, dieses Paket seit einem Jahr nicht abgeholt hat. Also es feiert einjähriges Jubiläum. Komm doch mal auf ein Bierchen vorbei und lass uns das feiern. Großartig. Die liebe ich, die Notiz. Das ist wirklich schön, oder? Das ist vielleicht das Netteste, was man schreiben könnte in dieser Situation. Wie siehst du das überhaupt? Ja, absolut. Und die gibt es aber bei diesem Thema auch wirklich so nur ein einziges Mal. Also das ist wirklich ein Unikat, das Menschen dann so humorvoll, verständnisvoll, letztendlich auch darauf reagieren. Ich glaube, wir alle kennen das, wenn man vielleicht mal zu oft zu viele Pakete von Nachbarn annimmt, dann fühlt man sich ein bisschen wie so eine Annahmestelle. Ja, das kann echt nerven. Bei euch ist das so. Ja, wir wurden im Erdgeschoss. Ja, es ist vergauch. Also für Pakete, meine ich. Wahrscheinlich aus den schönen Daten, oder? Ist der Deal. Ja. Ja. Genau. Im Garten werden die Pakete manchmal auch versteckt. Das ist auch schon voll gekommen. Ah, krass. Aber Janosch, mein Mann, der hat dann auch manchmal zu Weihnachten sich dann schärzt rausgemacht, und hat dann immer, wenn jemand ein Paket abgeholt hat, hat er gesagt, "Frohe Weihnachten und das so wieder Weihnachtsmann übergeben." Der bräuchte nur noch die Verkleidung dazu. Ja, man könnte auch sagen, irgendwann ab einer gewissen Aufbewahrungsdauer, darf man schon auch meine Fasche weinfüllen. Richtig. Ja, also es ist ja mein Mann, tut ihr der Person wirklich in Riesen gefallen. Für mich ist das völlig normal. Wer haben immer Pakete von den Nachbarn? Ist das für dich ein riesiger gefallen? Es kommt zum, also es kommt zum, also, nee, ich hol ja auch bei meinen Nachbarn regelmäßig meine Pakete ab. Ja. Und ich bin total froh, dass die das annehmen und deswegen versteht sich ja von selbst, dann macht man selber auch. Aber ich finde es darf sozusagen nicht überhand nehmen. Also, so, man will jetzt vielleicht nicht z.B. in der Woche rausgeklingelt werden, deswegen. Ein kleiner Live-Hack in Deutschland, zumindest bei dem größten Paketanbieter, DHL, kann man auch seine Pakete umleiten lassen, immer per Default als Standard an einer Pakstation. Also meine Pakete werden alle an eine Pakstation, die drei Minuten von mir entfernt, es ist umgeleitet und ich hole die dann da ab, weil ich bei den Nachbarn entlasten möchte. Das ist sehr nett von dir, Mann. Ist wirklich super nett, aber dann hast du was Schwieres bestellt, hast du vielleicht grad kein Auto und dann musst du da hinlaufen, zurückschleppen. So schwere Dinge. Dann regnet's. Genau. Ich habe zum Beispiel eine ganze Kiste, Glutenfreis Bier bestellt, die wird morgen geliefert und ich habe gerade an unsere Nachbarn geschrieben. Wir haben nämlich ein Nachbarschafts-Chat im Haus. Wir machen gar keine ZL, wir schreiben das bei WhatsApp. Hallo Leute, gibt's hier jemanden der Morgen, nachmittag 12 bis 15 Uhr da ist und ein Paket für mich annehmen kann. Leider bin ich weg und komme auch erst Montag wieder. Aber ich habe bisher nur eine Antwort erhalten von jemanden, die den ganzen Tag arbeiten muss. Schade. Immerhin habe ich eine Nachricht geschrieben, sonst wär's einfach geliefert worden und jemand hätte es gehabt. Das sind also die Netten Nachrichten. Es wird jetzt langsam unfreundlicher. Okay. Liebe Nachbarn, zwecks Geruchbelästigung möchte ich sie bitten, die Abzugshaube einzuschalten, wenn sie Knoblauch braten. Ausrufezeichen, Ausrufezeichen, Ausrufezeichen, vielen Dank. Ich fühle das. Ja, du machst kein Knoblauch? Ich rieche das auch, wenn meine Nachbarn kochen. Und ich habe mich noch nicht getraut, das anzusprechen. Du bist so einer, der sich über Knoblauch beschweren würde? Ja, also grundsätzlich möchte ich nicht das Riechen, was meine Nachbarn kochen, ob das jetzt Knoblauch ist oder was anderes. Aber es ist doch normal, dass man kocht, die überhaupt, wie siehst du das? Ja, ich bin dann ein schlechter Ansprechpartner beim Thema Knoblauch, weil ich liebe Knoblauch. Also ich persönlich. Aber wenn du ihn nicht essen darfst, sondern nur riecht. weil andere Leute ihnen kochen. - Ja, ist das auch. Ist ein schwieriges Thema. Ich haste Fischgeruch. - Ja. Und hätte ich das Pech und hätte Nachbarn die regelmäßig Fischkochen. Ich würde es riechen, würde ich durchdrehen. Ich würde es sofort klingeln, alles unternehmen, was ich unternehmen kann, weil es wirklich nerven. Aber sonst finde ich ehrlich gesagt manchmal, wenn ich so durch mein Hausfloor ab und zu ein bisschen tiefer einatme, wenn jemand wieder irgendwas gekochtert und es riecht gut, im Hausfloor finde ich das auch okay. Aber wenn ich versuche, zu schlafen, um 10 Uhr abends, und dann merke ich, wie so durch mein Dielen Fußboden, der Knoblauchgeruch und der Zwiebelgeruch so hoch kommt. Knoblauch kommt ja nicht durch deinen Fußboden. Doch die Heizungsrohre wahrscheinlich. Ja, kann so. - So wie klar. Okay. - So. Barriohanna, wenn du es riehst, zieht oft durch, dann ein bisschen Heizungsrohre. - Heizungsrohre auch. Interessant. Na, wieder was gelernt. Es geht weiter. Manuel, das ist ein Thema, das hast du auch schon erlebt. Man sieht ein Foto von leeren Kartons. Jemand hat etwas bestellt. Unter drunter steht? Ja, also genau, der Hausmeister hat hier ein Foto an die Tür von der Müllkammer vom Haus geklebt, wo man ganz viele Kartons von Amazon und andere Kartons, sie die nicht zerkleinert sind und auch nicht in der Papiertonne sind, sondern einfach so daneben gestapelt wurden. Und darunter ist ein Zettel. Da steht, ich biete exklusiv und gratis Workshops an. Wie bekomme ich einen Karton klein und anschließend in die Tonne? Ihr Hausmeister. Ist das passiv aggressiv oder noch lustig? Hmm. (Lockere Lachen) Gute Frage. Also, ich persönlich find ihn. Ich find ihn ziemlich clever. Ja. Weil er ist nicht so vorbussvoll formuliert. Und dadurch schaltet man vielleicht nicht gleich ab. Weil sonst hat man ja oft so das Gefühl, "Wider will jemand mich belären oder hier ist eine Beschwerde." Und es ist ja schon eine exklusiv und gratis, wenn man das schon oben in der Hettlein liest und Workshop, also fühlen sich die Hälfte in Berlin schon mal sofort angesprochen. Ja. Das ist so. Und dann das Ganze noch mal so. Ja, es ist ja quasi fast schon wie so ein Leifeck, den er hier dann ein quasi mit auf den Weg geben könnte. Und alle wissen doch, wenn sie's lesen sofort, was gemeint ist. Aber ich. - Ja. Persönlich würde es mir. Ich würde es leichter annehmen können. Und der Hausmeister hätte ja auch einfach schreiben können. Ich hab die schnauze voll, es reicht mir. Wenn auch ein einziges Mal jemand von euch, dann werde ich aber und diesen Jenes, welche irgendwie raus, obwohl er recht hat. Dass solche Nachrichten macht unser Hausmeister, dann mache ich. Bitte keinen Spärmel in den Hausflos, sonst wird er kostenpflichtig entfernt. Oder bitte, bis nächste Woche die Farre da vom Hof, sonst kommen sie in die Müllerfuhr. Das ist, glaube ich, sehr. Das kommt sehr oft vor, dass so eine Drohung von der Hausverwaltung mit reinkommt. Wenn sie das nicht alleine regeln, dann wird's halt teuer. Ja. Wirkt auch wahrscheinlich. Ich meine, da weiß man, es geht an Geldbeutel. Ich bin vielleicht am Riemen. Aber das ist ja sozusagen. Das ist ja noch irgendwie eine. Ja, freutliche Rad, wie man mit den Nachbarn kommuniziert. Und ich denk mal, so ein Hausmeister. Ja gut, der. Kärter auch Tag, einen Tag aus, ne? Und will sich vielleicht auch einfach nicht umbeliebt machen. Nee. Da jetzt irgendwie alle wieder Hermannen muss. Aber Manuel, du hattest auch mal so einen Fall. Du hast dich auch aufgeregt über Kartonks, die nicht zerkleinert wurden. Für Leute, die neu in Deutschland sind und gar nicht wissen, wovon wir reden, worum geht's? Und warum regt das einen deutschen überhaupt auf? Also, wir sortieren den Müll, wir müssen den Müll sortieren. Plastik, Papier, oft Bio, also organische Abfälle und Restmüll. Also alles andere, das sind vier verschiedene Müllsorten. Ich weiß, je nach Ort gibt's noch mehr oder weniger. Und man sortiert das in der Wohnung vor. Und dann gibt es für die Hausgemeinschaft ein Ort, wo man dann den Müll aus der Wohnung hinbringt. Und da gibt's dann meistens ein oder zwei große Papiertonnen für alle, die im Haus wohnen. Und wenn da die anderen Leute aus der Hausgemeinschaft ihre Kartons so rein machen, ohne dass die klein gefaltet sind, dann passt halt mein Papiermüll da mich mehr rein. Und das nervt dann. Das nervt. Du hattest den Fall auch schon, was hast du gemacht in deinem Haus? Wir haben auch eine WhatsApp-Gruppe. Und da war das dann doch auch mehrfach schon Thema, dass Leute drauf hingewiesen haben. Auch schon mal ich, auch schon mal andere. Ja. - Okay. Ist ja interessant. WhatsApp versus Nachrichten im Hausflor? Nimmt. - Ja, WhatsApp ist dann für mich sozusagen der persönliche Feind. Ja. - Ja. Nimmt den Content. - Nimmt den Content. Nein, aber ist doch völlig klar. Natürlich gibt's mittlerweile auch, wie jetzt in eurem Fall ja, einfach Wohngemeinschaften, die sich da einfach schon gut vernetzt haben. Mhm. - Und ich sage jetzt mal anfangs zeichen zum Glück. Sehr viele in Berlin noch nicht. Ja. - Deswegen wird es da noch, glaube ich, sehr oft Zettel geben, die diverse Problematiken für alle öffentlich kommunizieren. Wobei die Frage wirklich ist, was ist freundlicher? Ich glaube, es kann auf beiden Kommunikationsformen direkt und unfreundlich zu gehen. Machen wir mal weiter. Jetzt Jetzt wird es ein bisschen rupiger. Wer auch immer seinen Wecker andauern, vergisst es nervt. Bitte einfach ausmachen, danke oder einfach nie wieder an. Smiley. Ist das nur Nachricht, die du so hätte schreiben können, Manuel? Also, ich, nee, ich glaube, diese Nachricht wurde im Affekt geschrieben. Wie nennt man das in der Rechtsprechung? Also, ich glaube, diese Nachricht wurde nicht geplant, sondern da hat jemand den Wecker vom Nachbarn einmal zu viel gehört und hat dann den Eding genommen gesagt, jetzt reicht's. Jetzt schreibe ich einen Zettel. Ja, aber ganz wichtig bitte noch den Zusatz, der da drunter steht. Ah, es gibt eine Gegen Nachricht, das passiert auch oft bei den Nutzten. Ja, das ist ja jemand schreibt etwas, jemand antwortet. Was ist die Antwort, Jo? Ja, da steht da drunter, wenn ihr die LEDs ausschaltet, schalte ich den Wecker aus. Ah, ha! Und das bringt der erst die wirkliche Würze in diese, in diese Kommunikation, weil das ist ja sozusagen, ne? Also man könnte hier jetzt quasi ein Deal aushandeln, der hier vorgeschlagen wird. So. Also, was haben die LEDs? Also, die einen sind zu hell und die anderen sind zu laut. Exakt. Man hat also einen Gegenangriff gestartet. Ich bin vielleicht zu laut, aber eure LEDs sind mir zu hell. Genau. Und vielleicht hat die Person jetzt das Gefühl, jetzt kann sie endlich da auch mal. Weil jetzt hat sie ja was sozusagen, was sie mir reinbringen kann, in die Warkschale. Es wird rupiger, die Musik in diesem Haus ab 20 Uhr, künftig bitte in Zimmerlautsstärke. Ansonsten sind wir leider gezwungen, die Polizei zu rufen. Danke, die Nachbarn. Also eine direkte Drohung und auch eine Antwort. Das ist interessant, dass diese Nachrichten aber dann fast immer anonym sind. Also, da steht nicht welcher Nachbau oder welche Nachbaren das geschrieben hat, es sind die Nachbarn. Und was ist die Antwort, die da draufsteht, Jo? Jetzt Kreuzberg-Alter. Was? Was heißt das, Alter? Also, man will im Prinzip sagen, hey, du wohnst in Kreuzberg, beschwer dich nicht. Vor allem 20 Uhr, das ist ja noch nicht mal die gesetzliche Ruhezeit. Also Kreuzberg ist ein Stadtteil von Berlin, der unter anderem dafür bekannt ist, relativ hip und alternativ zu sein. Und da wohnt viele junge Leute, da gibt es Partys. Also, das gehört zu diesem Stadtteil dazu, dass man auch noch nach 20 Uhr Musik hört. Jetzt Kreuzberg, Alter. Ja, das ist die Antwort. Wenn jetzt natürlich die Frage, wie laut ist die Musik? Was ist noch zuträglich ab 20 Uhr? Aber es ist natürlich eine sehr Kreuzbergerische Antwort. Also, man fallen so auch ein bisschen dezentrespektlos über den Zettel drüber geschrieben. Man hätte es ja auch unten als Kommentar gut leserlich noch trotzdem platzieren können. Aber nein, es ist so quasi stimmt. Hier ist die Antwort, Statement, halte die Fresse jetzt Kreuzberg so. Und das würde ich schon sagen, ist Berliner Schnauze ein bisschen angereichert noch mit Itz, ne? Also so eine leicht internationale auch so ein bisschen mit drin. Alter ist auch noch mal so ein bisschen rotzig. Ja, es ist ein schönes Beispiel. Wie dann auch ein Versuch, ja, schiefgehen kann. Man hat hier versucht, gut, man ist ja noch, obwohl man es ehrlich sagen, ich glaube, diese Androhung, dass wir gezwungen sind, die Polizei zu rufen. Das ist etwas, was man in Kreuzberg nicht so gerne hört. Nee. Das ist einfach so, dass das wirkt auf den ersten Blick vielleicht so ein bisschen spießig und auch so ein bisschen hilflos und da nicht auf Augenhöhe kommuniziert. Man könnte ja auch irgendwie das Ganze ein bisschen weniger drohend formulieren. Dann, glaube ich, hatten wir ja vorhin schon mal das Beispiel. Dann kann man es vielleicht auch ein bisschen besser annehmen. Könnte man. Ja, könnte man. Muss man aber nicht. Das ist. Manuel, du hast ein Hund. Stell dir mal vor, ein Nachbarschreibt dein Drexhund nervt schon den ganzen Morgen. Und der Zettel ist, glaube ich, an der Wohnungs Tür. Also so als deine Wohnungs Tür quasi angebracht, weil die Tofu zu laut war. Ja. Und ohne Absender. Also wieder welcher Na. Nachbarn noch die Nachbarn, also das ist eine Frechheit. Das ist wirklich, wir haben angefangen in dieser Episode mit Netten. Nee, also leicht poetischen, bisschen passiv aggressiven Nachrichten, aber das ist ja wirklich eine Faust ins Gesicht. Ja. Ja, absolut. Erstens an einem Nümm, okay, egal, wenn der Zettel nicht so hart formuliert wäre, aber sozusagen das Haustier vom Nachbarn schon mal dreckshundt. Beleidigen. Das ist ja wirklich eine Beleidigung. Ja. Und ich meine, jeder, der ein Haustier hat, weiß, dass man sein Haustier abgöntes schliebt. Und das ist also da, fühlt man sich natürlich sofort angegriffen. Ja. Ja, vor allem was ist jetzt also der nächste Schritt. Also was verspricht sich dieser Mensch von dieser Nachricht? Dass man. Das ist keine konstruktive Kritik, wo man etwas lernen kann. Nee, es führt wahrscheinlich nicht zu einer direkten Lösung. Passiert denn sowas oft im Berlin, dass man so eine Nachricht bekommt in dem Tonfall? Oder ist das eher schon eine Ausnahme? Nee, das ist keine Ausnahme. Nee, da gibt es noch viele härteren. Ja. Vielleicht das nächste. Fenster zu oder Kissen aufs Gesicht. Egal. Nur fickt Leise, euer Geschrei nervt. Wow. Und da drunter steht Klingeln bei Vorderhaus 5 des Obergeschoss. Mhm. Was ist da jetzt gemeint? Das ist da druntergesetzt noch eine Nachricht, ne? Also jemand hat darauf geantwortet und hat vielleicht. Ich glaube, das sind vielleicht die, die sich angesprochen fühlen, sagen, ja, dann kängelt doch mal bei uns im Vorderhaus. Wir reden mal drüber. Könnte sein. Also meine Vermutung. Könnte sein. Aber hier hat jemand also sich die Zeitgelde nommen, das am Computer zu schreiben und die Schriftart anzupassen und das auszudrücken. Also diese Zettel wurde geplant. Der ist nicht im Affekt entstanden. Ja. Soll ich hier beschwerden, gibt es die oft in Berlin? Zum Thema, wenn die Nachbarn sich sehr gerne haben. Ja. Ja, da gibt es eine eigene Kategorie bei Notsoft-Belinn. Die heißt Sex in the City und die ist es eine der größten Kategorien. Ah ja. Ja, weil es ist nun mal so, dass man schon. ich sag mal so, Berlin-Altebau. Ja. Dann, ja, Sommer, offene Fenster. Also in den Hof. Da kommt da so viele Geräusch, Pegel, die Leute tyrannisiert. Also, die Leute tyrannisieren. Und ich würde schon sagen, Berlin hat in gewissen Bezirken auch wirklich viel Sex. Das ist auch eine gute Nachricht. Das ist eine gute Nachricht. Also, es ist von allen, welchen Bezirken sind das? Ja. Okay, aber es gibt sehr oft Beschwerden über Zulauten Sex. Das ist eine Berlin-Typische Sache. Absolut. Und da gibt es eben solche Beispiele, die dann, wie du gesagt hast, zum bisschen. ja, es ist geplant geschrieben und man hat sich zumindest plakativ, wie so L das Ganze so überlegt. Man spürt aber da, glaube ich, trotzdem auch so eine gewisse. ja, Emotionen. Also, ich glaube, man hat sie noch nicht ganz abgeregt, weil dann hätte man's ein Ticken freundlicher schreiben können. Bist denn freundlicher? Weil es so, man es wirkt so, als ob man es wirklich nicht mehr aushält. Ja. Und dann gibt es auch, bei dem Thema wirklich auch Nachrichten, wo Leute dann auch Paragraphen zitieren. Aha. Deutschland, Land der Gesetze und Paragraphen, das können wir ja auch gut. Jemanden beweisen, dass es verboten ist, zu welchen Uhrzeiten man es wirklich so ist, gibt auch wirklich da sozusagen eine Rechtsprechung, was ist zuträglich für den Nachbarn? Aha. Hast du ja vorhin auch gesagt, ne? Mit z.B. Klavier spielen, es gibt Uhrzeiten, unabhängig von Sex oder Musikieren oder Singen zu Hause. Wenn das die Nachbarn beeinträchtigt, zukras, dann ist es verboten. Also, man kann nicht allen Nachbarn alles zu muten, nur weil es erlaubt ist. Muss dann theoretisch, ich hab da wirklich bei dem Thema, weil wir mit einem Anwalt gesprochen. Weil ich wissen wollte, wie laut darf man den Berlin oder generell Sex haben. Ja. Und rei theoretisch, wenn es, also ich glaube, das kam nur ein einziges Mal in irgendein Fall vor, dass dann wirklich jemand kommen müsste und man müsste es dann messen. Dezibel messen. Genau. Weil es, da gibt es sozusagen dann ein Limit, was quasi einfach dann nicht mehr zumutbar wäre. Und wenn jetzt die Nachbarn beispielsweise drei Stunden lang sich anschreien beim Sex, dann kann man es irgendwann messen und sagen, "Tolium, aber das ist wie als wäre jetzt hier neben an einen Club und es ist einfach zu krass." "Zellaut." Also, es ist eine Riesenkategorie und es ist aber auch eine der unterhaltsamsten. Ja, natürlich. Weil, ja, Sex Selts. Das ist einfach fit, dann alle irgendwie geil. Joab, deinen Blog kann man finden, unter. Notes auf Berlin.com Deine Bücher kann man kaufen. Es gibt zwei hervorigenen Bücher, das eines gerade rausgekommen. Das blaue ist das Neue. Mit den besten. Da sind die besten jeweils 200 besten Notes aus den jeweiligen Jahrgängen drin. Ja, ist ein klassisches Couch-Tischbuch, dass man gut verschenken kann. Vielleicht für jemanden, der gerade nach Berlin gezogen ist oder nach Berlin ziehen möchte. Fantastisch. Wir verlinken all deine Kanäle hier unter dem Video, also ja die wichtigsten Kanäle. Lachst du über meine Rede oder über die Notizen? Magen-Darm-Infekt im ganzen Haus ausrufezeischt. Da würde ich mich, ich hab auch mal ein Freund gefragt, der Arzt ist, ich meine, kannst du mir mal erklären, wie geht es? Also wie kann sich ein ganzes Haus in Magen-Darm-Infekt einfangen? Ja, Bakterien über Türeklinken. Über, genau. Wir müssen alle wirklich quasi Türeklinken anlangen, dann sofort die Hand in Mund nehmen, abschlecken. Wirklich komplett, sich die Hände nicht waschen drei Tage lang, weil wenn das ganze Haus sich infiziert, muss ich mal vorstellen, ein Mietzhaus, 20 Mietparteien und alle haben den Magen-Darm-Infekt. Ja. Das ist okay. Aber ein anderes Thema. Wir schauen uns noch ein paar an in unserer Aftaschau, als Easy-Drammer Mitglied, könnt ihr noch ein bisschen weiterhören. Ja, vielen Dank, dass du heute da warst. Ja, sehr gerne. Und viel Erfolg weiterhin. Ja. Notes of Berlin. Wir könnten noch einen Stoffen lang weiter sprechen können. Danke, dass du da warst. Ja, gerne. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Joab sammelt auf seinem Blog und Instagram-Kanal „Notes of Berlin“ skurrile und humorvolle Nachbarschaftszettel aus Berlin.
  2. Die Zettel zeigen typisch Berliner Kommunikationsformen wie die „Berliner Schnauze“ – direkt, ehrlich und manchmal passiv-aggressiv.
  3. Beispiele reichen von freundlichen Partyankündigungen („Partygänale“) über Beschwerden zu Lärm, Gerüchen oder liegengebliebenen Paketen bis hin zu poetischen, aber passiv-aggressiven Kritiken.
  4. Die Notizen spiegeln kulturelle Eigenheiten wider, wie die deutsche Nachtruhe und das Recht auf persönliche Entfaltung (z. B. Musizieren).
  5. Joab kuratiert die Einsendungen sorgfältig; nur Zettel mit besonderem „Alleinstellungsmerkmal“ oder einer spannenden Geschichte werden veröffentlicht.

Summary:

In dieser Podcast-Episode spricht das Easy German-Team mit Joab, dem Gründer von „Notes of Berlin“, über die Kunst der Nachbarschaftskommunikation per Zettel. Joab erklärt, dass ihm nach seinem Umzug von München nach Berlin die hohe Dichte an öffentlichen Notizen auffiel – ein Ausdruck von „Berliner Schnauze“, die direkt und ehrlich, aber nicht unbedingt persönlich gemeint ist. Die gesammelten Zettel reichen von humorvollen Partyankündigungen („Partygänale“) bis zu passiv-aggressiven Beschwerden, etwa über nächtliches Klavierspielen oder Knoblauchgeruch aus der Nachbarswohnung.

Besonders charmant ist die Notiz an einen Nachbarn, der ein Paket seit einem Jahr nicht abgeholt hat – mit der Einladung, das „Jubiläum“ gemeinsam bei einem Bier zu feiern. Die Zettel zeigen nicht nur Konflikte, sondern auch kulturelle Besonderheiten wie die deutsche Nachtruhe oder das Recht, in der eigenen Wohnung Musikinstrumente zu üben. Joab betont, dass er nur Einsendungen mit einem besonderen „Alleinstellungsmerkmal“ auswählt, die einen kleinen Einblick in den Alltag der Menschen geben.

Die Episode verdeutlicht, wie solche Notizen als Spiegel der Gesellschaft dienen – mal freundlich, mal sarkastisch, aber immer authentisch.

FAQs

Berliner Schnauze ist eine direkte, ehrliche und manchmal schroffe Art zu kommunizieren, die in Berlin üblich ist. Sie ist nicht unbedingt persönlich gemeint, sondern dient dazu, sich in der Stadt Gehör zu verschaffen.

Sie tun das, um mit Nachbarn zu kommunizieren, z. B. um eine Party anzukündigen, sich über Lärm zu beschweren oder etwas zu verschenken. Es ist eine typische Berliner Angewohnheit, die oft humorvoll oder direkt ist.

Der Begriff ist unklar und wird scherzhaft verwendet. Vermutlich handelt es sich um eine Art Snack oder Getränk für Partys, aber niemand weiß genau, was gemeint ist.

Manche schreiben freundliche Zettel mit Humor, andere drohen mit der Polizei. Eine clevere Einladung, mitzufeiern, kann Konflikte entschärfen.

Kotz ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Erbrochenes. In diesem Fall beschwert sich jemand höflich, dass ein Gast nach einer Party sein Erbrochenes im Treppenhaus nicht gereinigt hat.

Ja, es gibt eine Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr und eine Nachtruhe ab 22 Uhr. In dieser Zeit sollte man keine lauten Aktivitäten wie Musizieren ausüben.

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