Wertekonflikte in der Beziehung: So werdet ihr euch über eure Werte bewusst!
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Wertekonflikte in einer Beziehung sind ein häufiges und tiefgreifendes Thema, das aus unterschiedlichen Werten, die durch frühe Erfahrungen und familiäre Prägungen geprägt wurden, entstehen kann. Viele Menschen kennen ihre eigenen Werte nicht bewusst und haben sie stattdessen von Eltern oder Freunden übernommen, was zu Verletzungen und Unzufriedenheit bei der Partnerschaft führt. Werte wie Ernährung, Alkohol, Finanzen oder Vertrauen sind häufige Konfliktschwerpunkte, die nicht nur persönliche, sondern auch emotionale Spannungen auslösen. Es ist entscheidend, dass beide Partner ihre Werte bewusst erkennen und gemeinsam reflektieren, um eine klare Schnittmenge zu finden, die für beide stimmig und vertrauenswürdig ist. Toleranz gegenüber unterschiedlichen Werten ist notwendig, besonders wenn ein Wert für einen Partner verletzende Verhaltensmuster hervorruft. Tief verankerte Werte können dann auch dauerhafte Konflikte verursachen, wenn sie nicht weiter reflektiert oder verstanden werden. Um eine harmonische Beziehung zu gewährleisten, sollten Regeln und Strukturen für die Zukunft entwickelt werden, bei denen beide Partner offen kommunizieren, wenn etwas verletzt wird. Werte können im Laufe der Zeit durch Lebensveränderungen wie Kinder oder finanzielle Situationen sich verändern, weshalb regelmäßige Werteabstimmung wichtig ist. Dies führt dazu, dass beide Partner das Gefühl haben, ihre Werte wahrzunehmen und die Beziehung stimmig und sinnvoll zu leben. Die Kommunikation über Werte ist daher nicht nur ein einmaliger Schritt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der die Stabilität und die Zufriedenheit in der Beziehung sichert.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensjährlisten.
In dieser Folge geht es um Wertekonflikte in der Beziehung.
So werdet ihr euch über eure Werte bewusst.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In dieser Podcast-Folge geht es um das spannende Thema Werte.
Ich finde das Thema selbst auch mega, mega spannend
und freue mich auch immer so ein bisschen im Coaching, ehrlich gesagt,
wenn so das Thema Werte hervorkommt.
Denn jeder Mensch hat Werte, die ihm ja oder ihr besonders wichtig sind.
Und in einer Beziehung treffen dann ja zwei Menschen,
zwei Personen aufeinander mit verschiedenen Werten.
Und die Werte wurden ja im Laufe des Lebens durch Prägungen,
durch Erfahrungen gebildet.
Und ja, manchmal kommt es dann in einer Beziehung zu einem Wertekonflikt,
wo zwei verschiedene Werte halt aufeinander prallen.
Und das kann halt auch dazu führen,
dass man sich in diesem Punkt stark verletzen kann.
Das ist schon mal spannend, wie du das sagst,
dass Werte durch Erfahrung und Prägung herbeigeführt worden sind
oder entstanden sind.
Denn das ist meistens, finde ich, schon mal der Einstieg,
dass wir häufig uns unsere Werte nicht selbst ausdrücken,
die wir uns ausgesucht haben,
sondern unsere Eltern haben uns versucht, Werte mitzugeben.
Dann haben wir Werte von Erzieherinnen und Erziehern,
von Lehrern und Lehrerinnen,
von Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern übernommen
und haben auch die eine oder andere Verletzung erfahren,
die letztendlich Werte vielleicht auch verändert hat in gewisser Art und Weise.
Aber die wenigsten von uns haben sich eben ihre Werte bewusst selbst ausgesucht.
Das heißt, die erste Frage,
bevor wir gleich mal überhaupt richtig in den Einstieg kommen,
ist ja häufig, was sind meine Wunschwerte
und was sind meine Werte, die ich gerade lebe,
weil sie so in mich hineingepflanzt worden sind.
Aber eigentlich passen die vielleicht gar nicht zu mir.
Genau, und da kommt man ja meistens immer hin,
wenn man zusammenkommt mit einem neuen Partner
und der dann die eigenen Werte vielleicht mal hinterfragt.
Also sagt, ja, wie kommst du denn darauf?
Oder warum ist dir das denn wichtig?
Und das ist ganz spannend, weil manche Leute sagen,
ja, weil das schon immer so war.
Ja.
Oder weil ich das nur so kennengelernt habe.
Und das ist so ein bisschen, finde ich, wie mit Essen.
Also wenn ich ein Gericht zum Beispiel durch meine Kindheit,
Jugend immer in einer bestimmten Art und Weise gegessen habe,
weil das mir so gekocht, so serviert worden ist, wie auch immer,
dann denke ich, dass das Gericht so ist.
Und dann kommt jemand anderes und sagt so,
ja, ich esse das ganz anders.
Genau.
Und dann sagt man ja, wie kann man das denn,
wie kannst du das denn so essen?
Bei uns, welches Gericht, wir hatten doch auch mal ein Gericht,
wir beiden.
Was wir Grünkohl, genau, Grünkohl.
Das ist fast so ein gutes Beispiel.
Jetzt ist ja auch bald Grünkohl-Zeit, ne?
Ich kenne Grünkohl mit Bratkartoffeln gegessen
und du kennst Grünkohl, ja?
Hier mit diesen zusammengematschten Kartoffeln da drin.
Das hört sich jetzt nicht so lecker an.
Und ich fand das total befremdlich,
als ich das erste Mal, als wir darüber gesprochen haben,
irgendwann mal in unserer Beziehung vor über zehn Jahren,
dass du gesagt hast, dass es komisch ist, wie ich das esse.
Und wie ich darauf komme.
Herzlich willkommen zur neuen Folge der
des kulinarischen Austauschs mit Ina und Florian.
Der kulinarische Austausch mit Ina und Florian.
Also wenn ihr noch mehr wissen wollt über Grünkohl,
schreibt Ina gerne eine E-Mail.
Sie ist jederzeit bereit, euch die verschiedenen Arten. Wenn ihr mit mir Grünkohl essen wollt, meldet euch.
Nein.
Aber das ist ja eigentlich, passt das ja so.
Es ist jetzt sehr bildlich gesprochen, aber. Lass uns zurückkommen zum Thema.
Was passiert, wenn man sich über die Werte unsicher ist?
Was sind die Probleme?
Was passiert dann?
Das führt häufig halt zu Systemgesetzverletzungen
und Konflikten mit dem Partner.
Das Problem ist dann, dass wir dann unzufrieden werden
und uns unwohl fühlen in der Partnerschaft.
Weil wir halt unsere Werte, die wir in uns drin haben,
ja, das können wir nicht ausleben.
Oder das wird nicht mit der anderen Person zusammen ausgelebt.
Und immer wieder kommt es dann immer wieder
zu Systemgesetzverletzungen.
Weil der andere das anders haben möchte
und ich mich aber durchsetzen will.
Und der andere sagt, nein.
Was machst du falsch?
Typisches Thema auch Kindererziehung.
Da haben wir ja auch ganz viele Wertevorstellungen in uns drin,
die durch unsere Eltern geprägt sind.
Oder wir haben den Wert in uns drin,
dass wir es auf jeden Fall nicht so machen wollen
wie unsere Eltern.
Und dann kommt jemand anderes aus einer anderen Familie
und sagt, ja, aber bei uns war der Adventskalender
immer so und so.
Und bei uns gab es im ersten Lebensjahr keine Süßigkeiten.
Ja, es entsteht auch dadurch das Gefühl,
dass etwas in der Beziehung fehlt.
Es kann nicht so diese Verbundenheit entstehen.
Wie sie eigentlich gewünscht oder gebraucht wird.
Weil diese Werte einen irgendwie trennen.
Da fühlt sich das in dem Punkt
nicht rund, nicht stimmig an,
nicht verbunden an.
Manchmal können ja auch
verschiedene Werte unangenehm sein.
Total.
Wenn man sich jetzt vorstellt,
jemand wäre zum Beispiel,
würde radikalere Parteien wählen.
Und vertritt das auch nach außen hin.
Das kann mir ja, wenn das sein Wert ist,
oder wenn er sich mit den Werten
dieser Parteien identifizieren kann,
kann mir das ja auch unangenehm sein,
wenn das überhaupt nicht meinen Werten entspricht.
Typische Konfliktthemen bei Werten
sind ja auch sowas wie Alkohol.
Wie ist mein Wert zum Thema Alkohol?
Oder anderen Sachen, die ich konsumieren kann,
die nicht so legal sind vielleicht.
Dann aber auch Finanzen.
Kann auch ein großes Werteproblem sein.
Was mehr wird, ist tatsächlich Ernährung.
Ernährung, genau.
In Form von,
in Form von vegetarischer oder veganer Ernährung.
Dass das für jemanden eben nicht nur gesunde Ernährung ist,
sondern gerade vegane Ernährung auch häufig einen Wert
mit Tierwohl und so weiter darstellt.
Das kann schwierig sein.
Auch ein Wert ist,
was ich jetzt letztens im Coaching hatte,
das Thema Vertrauen.
Also wenn es darum geht,
wie hat man,
oder welchen Kontakt hat man
in welcher Form zu anderen Menschen im Freundeskreis?
Also ist es,
fühlt sich das von den Werten her falsch an,
wenn der Mann
anderen Freundinnen,
mit denen man zusammenbleibt, befreundet auch ist,
einen Kusssmiley schickt
per WhatsApp.
Ist das für den einen noch Freundschaft?
Ist das für den anderen schon vom Wert her,
was in die Beziehung gehört?
Also auch so dieses
Vertrauens,
Liebegefühl, da kommen wir auch schnell zur Richtung
Fremdgehen. Also ab wann ist Fremdgehen
Fremdgehen? Das ist ja auch so ein Wertekonflikt.
Ja, da kommt man auch letztendlich
zu dem Punkt, dass
ab wann ist etwas so,
dass man sich immer halt fragen muss,
was zeigt mir, dass der Wert gelebt ist?
Also derjenige, der Kusssmilies schickt,
kann trotzdem von sich überzeugt sein,
ein tief treuer Mensch zu sein.
Und für jemand anderen
ist das schon ein gefühltes Fremdgehen
und schon eine Untreue.
Das heißt, was zeigt denn dem jeweiligen überhaupt,
dass die Werte gelebt werden?
Und das kann manchmal
auch sein,
sehr klar für die Beziehung sein,
dass die dann eben funktioniert
oder auch nicht funktioniert.
Ich habe jetzt gerade ein paar,
die sich nach dem letzten Coaching
getrennt haben, weil nochmal
sehr deutlich wurde, dass die
auf einem wesentlichen
entscheidenden Wert
so unterschiedlich sind, dass die das
nicht übereinstimmend hinbekommen.
In dem Fall ist es so, dass sie
offen ist für Beziehungsmodelle,
aber sich auch
für eins entscheiden kann.
Aber sie weiß nicht, wie es für die Zukunft ist.
Und er ist ganz straight
monogam.
Es ist die Beziehungsform, die gebraucht wird
für ihn.
Und er hat das, glaube ich,
bei sich so, so hat sich das für mich
dargestellt, dass Intimität,
also Sex, die Steigerung von Liebe
sozusagen ist. Das ist so
in einer Linie.
Und wenn sie äußert,
dass sie sich auch vorstellen könnte, dass wenn man das
offen kommuniziert und das nicht verheimlicht wird,
dass er mit anderen Frauen schlafen könnte,
das ist für ihn schon so verletzend,
weil er dann das Gefühl hat,
dass
sie ihn nicht so stark
liebt, dass sie ihm das erlauben könnte
überhaupt. Und nur diese Gedanken
ihrerseits, dass verschiedenste
Beziehungsformen irgendwann
in der Zukunft ja auch mal okay sein könnten,
ist für ihn vom Wert her,
von dem, wie er sich sein Lebens-
und Beziehungsmodell vorstellt,
so weit entfernt, dass es nicht geht.
Entstehen ja auch vielleicht so Gefühle wie
Angst,
wann wird das wieder
ein Thema, wenn ich das jetzt schon weiß,
auch wenn sie sagt, sie kann sich jetzt auf ein
Beziehungsmodell festlegen, wird das in
zehn Jahren ein Thema, wie ist das, wenn vielleicht Kinder
dazukommen oder ne? Also es ist ja irgendwie so
ein Dauerwert-
Wertekonflikt, der so übereinschwebt,
ne? Der ausbrechen könnte.
Und in der Folge
hatten wir schon gesagt,
entsteht eine Konfliktspirale an dauernde
Konflikte, die auch
nicht lösbar erscheinen, weil sie
eben von diesen grundsätzlichen Werten betroffen sind.
Das macht starke Unzufriedenheit,
Unzufriedenheit und auch Hilflosigkeit
bei vielen und
ja, auch eine
wiederkehrende Frage, ob das
mit der Beziehung funktionieren kann,
ja oder nein, ne?
Ja, auch die Frage immer, passen wir
wirklich zusammen, ne?
Oder machen wir uns nur was vor?
Das hat das Paar sich
immer gefragt, was bei mir im Coaching war, ist es
wenn wir mit unseren Werten so weit
auseinander sind, also geben wir nicht nachher
irgendwann zu viele Kompromisse ein,
indem wir uns auch nicht mehr wofür,
nur weil wir zusammen sein wollen, obwohl unsere Werte uns
uns doch immer eigentlich
in uns drin was anderes sagen.
Ganz spannend, das Thema. Also
könnt ihr Stunden drüber sprechen.
Wenn wir über die Lösungsansätze
sprechen, können wir da ja noch mal
schauen, denn die Werte müssen ja nicht
identisch sein. Die Werte
dürfen nur nicht so weit auseinander liegen.
Die dürfen aber auch nicht zu identisch sein.
Das ist ganz
spannend. Ja, wenn ihr noch mehr
darüber erfahren wollt, wir haben natürlich
wieder dazu einen Blogbeitrag geschrieben,
in dem wir ausführlich
über Werte und wie ihr diese findet
und damit umgeht
in die Details hineingehen.
Und wenn ihr
selbst für euch das Gefühl habt,
dass ihr eure eigenen
Werte gar nicht so bewusst seid
oder aber, dass ihr vielleicht
aktuell Werte lebt, die
tief in euch, aber eigentlich euch ganz anders wünscht
und ihr da gerne auf den Weg
kommen wollt, wie ihr das für euch
findet, wie ihr Klarheit bekommt,
dann sagt gern Bescheid.
Das ist ein typisches Einzelcoaching-
Thema bei uns.
Und dann natürlich auch
der Werteabgleich
als Paar und auch das
Finden gemeinsamer Werte,
was dann auch einhergeht mit
einem gemeinsamen
Sinn oder auch
gemeinsamen Zielen für die Partnerschaft.
Ina, was sind Lösungsansätze
zum Thema
Werte? Dein Lieblingsthema,
also hau raus jetzt.
Jetzt ist mein Thema, ja.
Also Schritt 1 ist,
es ist immer wichtig, dass man sich über
seine eigenen Werte natürlich bewusst wird.
Also nur, wenn ich selber weiß,
was ich möchte, kann ich ja überhaupt
erst in den Austausch mit
meinem Partner, was der zweite Punkt wäre,
kommen. Also wirklich mal
zu überlegen, was ist mir wichtig? Welche Werte
sind mir als Person
wichtig in meinem Leben?
Ich hatte mal
ein paar, da habe ich das auch so gemacht,
da ging es auch viel um das Thema Werte, dass ich
beide, sozusagen als Hausaufgabe,
mal unabhängig voneinander,
aufschreiben lassen habe,
zu Hause, was
die wichtigen Werte in dem Leben
sind. Weil sie haben gesagt, sie haben Werte,
aber irgendwie war das so so,
ich weiß nicht genau. Und ich habe ja auch gesagt, ihr braucht ja
gar nicht hier so ganz klassisch mit Zettel und Stift,
ihr könnt euch das ja auch mal ins Handy eintragen,
wenn manche Sachen fallen da nicht auch in der
Situation vielleicht erst ein, dass einem das so wichtig ist.
Und das war super spannend, weil die beiden
haben sich da wirklich Mühe gegeben und kamen
dann in der nächsten Sitzung mit ihren Werten
an. Die hatten sich darüber aber noch
nicht ausgetauscht. Und, ähm,
dann haben wir uns mal
angeschaut, was die Werte sind und
die haben sogar im nächsten Schritt, also
hatten sie auch noch aufgeschrieben, was sie glauben,
was die Werte von dem anderen sind.
Und dann haben wir das so rumgemacht, dass einer
immer die Werte des anderen präsentiert hat,
was er glaubt, was die Werte sind und dann abgeglichen.
Und die waren ziemlich gut.
Also die haben sich sehr, sehr
gut eingeschätzt, was auch nochmal ein schönes Gefühl
war, weil sie sind doch noch enger beieinander,
als sie dachten.
Also dieses Gefühl, was bei Welt
der Konflikt ja häufig passiert ist, dass man denkt, der andere
kennt mich gar nicht, ähm,
der weiß ja gar nicht, was meine Werte sind oder
der, der arbeitet gegen meine Werte,
der will das gar nicht sehen, das
konnten die sehr gut. Also das war
gar nicht das Problem. Und das macht
auch schon wieder was aus. Also dieses
Gefühl, was du vorhin sagtest, man ist
so weit auseinander, das Gefühl
zu haben, wir sind wieder eng zusammen,
ähm, war für den Prozess ganz
wichtig. Kann natürlich aber auch
ganz anders laufen. Na klar. Also hier
passt es anscheinend sehr, sehr gut mit
Selbst- und Fremdwahrnehmung. Ja. Manchmal
ist es natürlich auch so, dass man
in seinem Verhalten dem
anderen andere Werte
signalisiert oder auch manchmal andere Prioritäten
in gewissen Dingen. Na klar.
Vermittelt, als man sie eigentlich innerlich spürt
und leben möchte, ne? Genau, oder als
man die eigentlich auch auslebt. Ja. Das ist ja
auch noch so eine Sache, ne? Also den ersten
Schritt ist, über die eigene Werte bewusst werden,
dann das Notieren. Also damit,
da möchte ich nochmal kurz einhaken, weil das ist wirklich
eigene Werte bewusst werden, finde ich. Ja.
Das ist sehr spannend und
kann auch komplex werden und ist glaube ich
so der zentrale Punkt.
Ich selbst habe mir darüber ja
insbesondere oder sehr tief
Gedanken gemacht, als ich vor einigen Jahren
an der Ostsee mir mal die Auszeit genommen
habe. Und ich habe dabei ein
Hörbuch von Tony Robbins gehört. Ich glaube, es war
das Power-Prinzip. Ich weiß aber nicht mehr genau, weil ich mehrere
gehört habe. Und da wird ziemlich
gut aus meiner Sicht aufgeführt,
wie man zu seinen Werten kommt.
Nämlich, dass man erstmal eine Werteliste
aufschreibt von allen Werten,
die einem so in den Sinn kommen für sich selbst.
Und das sind dann meistens relativ
viele. Also 30, 40
fallen einem da durchaus mal ein.
Hast du mal ein Beispiel für einen Wert?
Wenn jetzt jemand sagt, ich kann damit jetzt gerade gar nichts
anfangen. Freiheit, Sicherheit, Treue.
Ja, okay.
Wenn man da sagt,
ich brauche da Unterstützung, irgendwie
kriege ich da jetzt nicht so die
Worte in den Sinn. Einfach mal googeln,
die positive
Werte. Und dann findet man
eine Liste meistens mit 200 Werten ungefähr,
die es so gibt, die man so übergab.
Wenn man das so nennen könnte.
Dann schreibt man die alle auf, die 30,
40, die so da sind. Und dann fängt man
an zu sortieren nach Priorität.
Und streicht weg, dass am Ende
die 10 wichtigsten übrig sind, weil
die anderen danach, die im alltäglichen
Leben wirklich zu leben und zu spüren,
ist gut, wenn sie da sind. Aber die
10 wichtigsten, die sind wirklich relevant.
Und dann mal zu gucken,
also das sind die 10, wie ich
sie bis jetzt in mir spüre.
Oder wie ich sie bis jetzt lebe.
Aber dann noch mal zu gucken, wie will ich es denn eigentlich
haben? Und dann
der nächste Schritt ist eben
zu schauen, was
gibt mir am Tag das Signal,
welches Verhalten oder was auch immer
muss hergestellt sein, damit
ich diesen Wert als gelebt
fühle. Wenn ich
jetzt den Wert und der Trick
zu Zufriedenheit und Glück ist dann eigentlich
den relativ niedrig anzusetzen.
Je höher ich den Anspruch da setze,
desto unwahrscheinlicher ist, dass ich diesen Wert
mit Glück und
Zufriedenheit belege. Ein Wert,
zum Beispiel, der sehr spannend
ist, ist zum Beispiel Dankbarkeit.
Und ich kann natürlich jetzt
die
Messlatte für Dankbarkeit sehr
hochschrauben und sagen, ja, ich bin
dankbar, wenn ich an dem Tag
dreimal von meiner Frau gesagt bekommen habe, dass
sie mich liebt, mein Kind mich fünfmal am Abend
hat, ich bei der Arbeit richtig
viel Geld verdient habe, tolle Aufträge abgeschlossen
habe, die Sonne scheint
und wenn das alles zusammenkommt, dann fühle ich mich
dankbar. Oder man kann
so wie andere, ich glaube, Robert Betz,
ist da auch so ein Vertreter davon, sagen,
wenn ich die Augen aufmache
und wieder einen neuen Tag für mich habe,
kann ich sagen, ich bin dankbar, er spricht ja immer
von Schöpfer sein, dass ich jetzt heute
wieder Schöpfer meines Tages sein darf
und ich bin allein daher schon dankbar, nur, dass ich
aufwache und wieder einen neuen Tag
habe in meinem Leben.
Das wollte ich nochmal so reinschmeißen zum Punkt 1.
Das war ein kurzer Exkurs.
Schön. Genau.
Schritt 2, Ina. Schritt 2.
Genau. Austausch mit dem Partner über die Werte.
Jeder kann seine Werte nennen und erklären.
Anschließend Reflexion.
Welche gleichen oder unterschiedlichen Werte man halt hat.
Das wäre so der zweite Schritt.
Ja, und da kommen wir jetzt zu dem,
was wir eben schon angeteasert haben.
Wir brauchen jetzt eine Schnittmenge. Genau.
Wir brauchen eine Schnittmenge, die nicht
identisch ist. Das wäre total langweilig.
Gibt's auch nicht. Gibt's auch nicht.
Aber wenn das zu stark
gleicht, ist es halt langweilig.
Und wir brauchen eben, dass das nicht zu weit
auseinander ist. Dann gibt's keine Basis.
Wir brauchen eine Schnittmenge,
die sich für euch als Paar stimmig
anfühlt und wo ihr sagt, da ist
genug Übereinstimmung, aber auch
Sachen, die jeder so versichert, die Spannung
erzeugen.
Und für das, wo die Werte unterschiedlich
sind, brauchen wir Toleranz.
Das ist das Entscheidende,
dass eben die Werte
des anderen, die anders sind, toleriert
werden können.
Auch wenn man sie selber vielleicht anders in sich spürt.
Genau, aber das ist jetzt nochmal ein wichtiger
Punkt, weil wenn man zum
dritten Schritt dieser Auflösung von Verletzungen
guckt, da ist natürlich die Frage,
setzen mich die Werte?
Also kann ich die Werte des anderen tolerieren
oder macht es bei mir immer wieder das Verhalten
eine Verletzung?
Und dann ist ja zu gucken, auf welcher
Ebene liegt denn die Verletzung? Ist es wirklich nur
das Verhalten?
Oder folgt das Verhalten
einem Wert und man kann das Verhalten nicht
verändern? Weil normalerweise lässt
sich ein Verhalten an sich sehr gut
verändern, gerade wenn ich weiß,
dass das beim anderen eine Verletzung
verursacht. Wenn ich aber nun mit
meinem Verhalten einen tief in mir liegen
den Wert folge, dann kann
ich mein Verhalten nicht so einfach verändern
und dann hat es eben das Potenzial
dauerhafte Verletzungen zu verursachen.
Wo wir dann,
wenn das so wäre, wenn so
ein Punkt eintritt, der dann
tatsächlich beziehungsrelevant und kritisch
sein könnte,
wäre die Verletzung wahrscheinlich nicht lösbar.
Also man müsste sich dann
überlegen, ob man mit dieser Verletzung
dauerhaft leben kann.
Oder welche Strategien es gibt,
sich da nicht mehr verletzen
zu lassen. Also dass man da
seinen eigenen Wert überdenkt,
dass beide nochmal ihren Wert überdenken.
Aber das ist dann schon ein
intensiverer Prozess. Das hatten wir
zum Beispiel mal zusammen
Two-on-Two-Coaching mit
einem Paar. Da ging es darum,
dass er, wie das Verhältnis von
ihm zu ihren Kindern ist,
wie er über ihre Kinder denkt.
Und das Paar
war nachher auch so, dass
wenn du dich noch dran erinnerst,
dann hatte sie ja auch schon
angedeutet sehr stark, dass sie
da, wo werte-mäßig nicht zusammenkommen
und sie das
immer so stark verletzt, dass sie seine
Sichtweise nicht tolerieren
möchte und kann,
weil sie das so nicht teilt,
über andere zu denken.
So zu denken und insbesondere natürlich über
ihre eigenen Kinder.
Ja.
Letzter Schritt.
Schritt Nummer vier.
Regeln und Strukturen für die Zukunft
entwickeln. Also
da nochmal zu überlegen,
wie
wollen wir in Zukunft jetzt
uns ein Konstrukt aufbauen, wo wir
beide harmonisch miteinander
klarkommen. Und ein
großer Anteil davon ist
unsere Lebensregel Nummer 9, aussprechen
was ist. Nämlich immer wenn
mich etwas verletzt, wenn der andere etwas
sagt, tut, das können aber auch
Erwartungen sein, die nicht ausgesprochen werden,
wenn mich das trifft,
dass ich das ausspreche, dass ich dem anderen eine
Rückmeldung gebe. Das ist wichtig,
weil manchmal oder sehr häufig sogar
der andere gar nicht in seiner Wahrnehmung
merkt, dass er mich verletzt.
Und nur wenn der weiß, dass er mich verletzt,
kann er ja auch sein Verhalten
reflektieren,
beziehungsweise halt auch ändern.
Und auch hier,
wie auch schon in den Folgen zuvor,
das ist wieder mal nicht
in Stein gemeißelt, Werte können
sich verändern. Während
ich vielleicht Freiheit und Abenteuer
als wichtigsten Wert
habe, wenn ich Junggeselle bin oder wenn
wir uns kennenlernen, so kann vielleicht
der Wert Sicherheit in meiner Priorität
enorm nach oben rutschen, sobald
ein Kind dazu gekommen ist und sich
verändern. Während ich vorher vielleicht
gesagt habe, das ist ja bei vielen
auch so Mietwohnung, Jobwechsel,
alles kein Thema, kann ich alles machen
und so weiter. Finanzieller Puffer
wird nicht viel gebraucht,
gleich ausgeben, Urlaube machen
und so weiter. Und dann
bahnt sich an, dass man ein Kind in die Welt
setzen möchte. Dann entsteht bei vielen
eben dieser Sicherheitswunsch zum Beispiel.
Ich hätte vielleicht ganz gerne
Eigentum, was dann sich sicherer
anfühlt. Ich brauche vielleicht einen finanziellen
Puffer, weil ich eben nicht mehr mal
eben so den Job wechseln kann,
weil ich eben das Geld brauche
und so weiter. Also das heißt,
das sind immer Dinge, die unterliegen
Veränderung und darüber sollte man
sich austauschen, wenn man das Gefühl hat,
dein Wert oder mein Wert
hat sich verändert. Und das
passiert ja auch einfach gar nicht selten.
Also gerade wir beide haben ja,
um mal so ein bisschen zu erzählen,
gerade Anfang des
Jahres zusammengesessen und haben über
Werte gerade wieder gesprochen, was uns wichtig ist
und haben festgestellt, dass bei uns auch so ein bisschen
der Wert Abenteuer runtergegangen ist,
den wir beide einfach gerne wieder
mehr, stärker ausleben würden.
Ganz normaler Prozess, dass sich
das einfach auch mal im Laufe der Zeit wieder wandelt.
Aber das Wichtige ist eben
die Kommunikation darüber, dass man
nämlich dann dadurch auch
das angehen kann und nicht eben
wieder Monate, Jahre
häufiger verstreichen mit dem
inneren Gefühl, eigentlich hätte
ich gerne mehr Abenteuer, aber man
dauerhaft in diesem Sicherheitsding voll
drin bleibt. Und das ist das Entscheidende.
Also zusammengefasst,
über die eigenen Werte bewusst werden
und auch bewusst darüber werden,
was signalisiert euch, dass ihr die Werte
lebt.
Dann Austausch mit dem Partner über die Werte.
Auflösen von Verletzungen,
wenn bereits Verletzungen entstanden
sind, durch das Verhalten
unterschiedlicher Werte oder durch
Verurteilungen und
Regeln und Strukturen für die Zukunft.
Zukunft entwickeln, also
aussprechen, was ist und regelmäßig
mal über die Werte
austauschen. Also einerseits
hat sich was verändert, andererseits
fühlt ihr euch gut. Also ist das so,
dass ihr das Gefühl habt, ihr lebt
eure Werte und das passt alles
stimmig für euch zusammen.
Braucht ihr dabei Unterstützung, meldet
ihr euch natürlich wie immer bei uns.
Ansonsten könnt ihr
weitere Tipps, Tricks und
Erfahrungswerte unseren Podcast folgen,
unserem Instagram-Kanal oder
auch unseren Blog entnehmen.
Genau, dann hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
Bis bald. Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Wertekonflikte in einer Beziehung entstehen, wenn zwei Partner unterschiedliche Werte haben, die durch Eltern, Erziehung oder frühe Erfahrungen geprägt wurden.
Viele Menschen kennen ihre Werte nicht bewusst, sondern haben sie von Familienmitgliedern oder Umfeldern übernommen, was zu Verletzungen und Unzufriedenheit führen kann.
Werte wie Ernährung, Alkohol, Finanzen oder Vertrauen sind häufige Konfliktschwerpunkte, die tiefgreifende emotionale Auswirkungen auf die Beziehung haben.
Der Wertestandard muss nicht identisch sein, aber er sollte eine ausreichende Übereinstimmung haben, um eine stimmige und verbundene Partnerschaft zu ermöglichen.
Toleranz gegenüber unterschiedlichen Werten ist entscheidend, besonders wenn ein Wert für einen Partner Verletzungen verursacht.
Tief sitzende Werte können Verhaltensmuster verursachen, die schwer zu ändern sind, was zu dauerhaften Konflikten führen kann.
Beide Partner sollten gemeinsam über ihre Werte reflektieren, um eine gemeinsame Schnittmenge und klare Regeln für die Zukunft zu entwickeln.
Werte können im Laufe der Zeit verändern, insbesondere durch Lebensereignisse wie Kinder oder berufliche Veränderungen, und müssen daher regelmäßig neu betrachtet werden.
Summary:
Wertekonflikte in einer Beziehung sind ein häufiges und tiefgreifendes Thema, das aus unterschiedlichen Werten, die durch frühe Erfahrungen und familiäre Prägungen geprägt wurden, entstehen kann. Viele Menschen kennen ihre eigenen Werte nicht bewusst und haben sie stattdessen von Eltern oder Freunden übernommen, was zu Verletzungen und Unzufriedenheit bei der Partnerschaft führt. Werte wie Ernährung, Alkohol, Finanzen oder Vertrauen sind häufige Konfliktschwerpunkte, die nicht nur persönliche, sondern auch emotionale Spannungen auslösen.
Es ist entscheidend, dass beide Partner ihre Werte bewusst erkennen und gemeinsam reflektieren, um eine klare Schnittmenge zu finden, die für beide stimmig und vertrauenswürdig ist. Toleranz gegenüber unterschiedlichen Werten ist notwendig, besonders wenn ein Wert für einen Partner verletzende Verhaltensmuster hervorruft. Tief verankerte Werte können dann auch dauerhafte Konflikte verursachen, wenn sie nicht weiter reflektiert oder verstanden werden.
Um eine harmonische Beziehung zu gewährleisten, sollten Regeln und Strukturen für die Zukunft entwickelt werden, bei denen beide Partner offen kommunizieren, wenn etwas verletzt wird. Werte können im Laufe der Zeit durch Lebensveränderungen wie Kinder oder finanzielle Situationen sich verändern, weshalb regelmäßige Werteabstimmung wichtig ist. Dies führt dazu, dass beide Partner das Gefühl haben, ihre Werte wahrzunehmen und die Beziehung stimmig und sinnvoll zu leben.
Die Kommunikation über Werte ist daher nicht nur ein einmaliger Schritt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der die Stabilität und die Zufriedenheit in der Beziehung sichert.
FAQs
Werte sind grundlegende Prinzipien, die uns als Menschen leiten. In einer Beziehung sind sie entscheidend, da sie die gemeinsamen oder unterschiedlichen Grundlagen für das Verhalten und die Beziehung bilden.
Wenn zwei Partner unterschiedliche Werte haben, können diese im Alltag aufeinanderprallen, was zu Verletzungen und unzufriedenen Gefühlen führen kann, besonders wenn eine Person das Verhalten des anderen als Verletzung wahrnimmt.
Unsere Werte werden im Laufe des Lebens durch Eltern, Lehrer, Freunde und Erfahrungen geprägt. Viele Menschen haben ihre Werte nicht selbst ausgewählt, sondern übernommen.
Man kann seine Werte durch das Aufschreiben und Sortieren von Werten (z. B. Freiheit, Treue, Sicherheit) und danach die 10 wichtigsten auswählen, die am meisten mit dem eigenen Leben verbunden sind.
Ein Austausch hilft, gegenseitige Werte zu verstehen, eine gemeinsame Schnittmenge zu finden und die gegenseitige Toleranz zu stärken, was die Beziehung stabiler macht.
Wenn Werte so stark auseinanderliegen, dass sie nicht toleriert werden können, entstehen dauerhafte Verletzungen und Konflikte, die sich in einer Konfliktspirale verfestigen und die Beziehung gefährden.
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