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Wenn VW wirklich kippt. Mit Tim Kruithoff

38m 22s

Wenn VW wirklich kippt. Mit Tim Kruithoff

Die Diskussion um die mögliche Schließung des Volkswagenwerks in Emden versetzt die gesamte Region Ostfriesland in Angst und Unsicherheit. Seit dem Bau des Werks 1964 ist VW der Garant für Wohlstand und tarifgebundene Arbeitsplätze in der strukturschwachen Gegend. Nachdem bereits Ende 2024 eine Schließungswelle abgewendet werden konnte, belasten erneute Gerüchte die Stimmung massiv. Oberbürgermeister Tim Kruithoff beschreibt, wie die Ungewissheit den Alltag der Menschen lähmt: Keiner wage mehr größere Anschaffungen, Gastronomen verzeichnen Umsatzeinbrüche. Dabei geht es nicht nur um die 8.600 VW-Beschäftigten, sondern um ein ganzes Netzwerk aus Zulieferern, Handwerk und Dienstleistern, das bei einer Schließung zusammenbrechen würde. Kruithoff betont, dass die Stadt seit Jahren versuche, sich wirtschaftlich breiter aufzustellen – etwa mit Offshore-Windenergie oder Wasserstoffproduktion. Doch die Ansiedlung neuer Industrien werde durch hohe Strompreise, überbordende Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren in Deutschland erschwert. Er kritisiert, dass viele gute Ideen aus Gesprächen mit der Bundesregierung nie umgesetzt würden. Die Region brauche dringend Klarheit und Zukunftsinvestitionen wie eine neue Lackiererei, um den Standort zu sichern. Ohne schnelle Entscheidungen drohe eine Abwanderung junger Fachkräfte, die Ostfriesland nachhaltig schwächen würde.

Transcription

6030 Words, 37966 Characters

German
1964 ist das Volkswagenwerk hier in Emden gebaut worden im Lariter Polar, da, wo früher Kulkabföge standen haben. Und dem Grunde genommen ist mit Volkswagen hier der Wohlstand in los Frisland eingezogen, Industrie hat eben dafür gesorgt, dass es diese guten Tarifgebundene Arbeitsplätze tatsächlich gibt und dass diese ganze Region sich entwickelt hat. Und genauso kann man eben sagen im Umkehrschluss. Jetzt, wo dieses Werk hier bedroht ist, ist natürlich der Wohlstand der ganzen Region bedroht. Und tatsächlich, man kann es ja auch noch größer denken. Dieses Thema Emten oder dieses Thema der Werkschließungen im Industriebereich ist ja tatsächlich etwas, was Deutschland insgesamt betrifft. Unser Wohlstand und das ist am Ende eben dann ja auch einnahmen, das sind Gewerbesteuer, das sind die Kitas, die gebaut werden, die Schulen, die wir sanieren, die Brücken, die wir bauen. Das alles ist ja abhängig davon, dass wir eben diese hohe Wertschöpfung in unseren Industriechemi-Bereichen dann tatsächlich haben. Ich bin weiterhin in der Ukraine gerade im Osten angekommen, aber wir haben ja versprochen, dass wir uns weiter um alle Themen kümmern, auch wenn wir hier sind in der Ukraine. Und heute soll es noch einmal um VW gehen und die wirtschaftlichen Auswirkungen ist ein Thema, das wirklich niemanden kalt lässt, weil VW einfach das Wahrzeichen der deutschen Wirtschaft ist. Und wenn VW strauelt, so kann man sagen, dann an viele Bürger, das ist auch ganz andere Konzerne noch treffen kann. Aber geht es nicht nur um Jobs natürlich sehr viel, aber eben es geht auch um gesamte Region, die von der Schließung betroffen sind. Da geht es um Familie und Betriebe, Kommunen und damit 100.000 vielleicht sogar Millionen Menschen, für die sich sehr vieles verändern würde. Ich habe darüber schon gesprochen hier im Podcast. Ich komme aus aus Aurechgebötig und habe einen Emden gearbeitet bei der Emda Zeit und da habe ich meine journalistische Karriere begonnen und hatte ganz viel dort mit dem VWwerk zu tun. Ich habe auch darüber geschrieben hin und wieder und kennen natürlich aus meiner Heimat in aus Frisland viele, die dort arbeiten. Es ist eine absolute Top-Adresse, ein stolz der ganzen Region und plötzlich kann dieses Werk in Emden vor dem aufstehen. Was das bedeutet und welchen Domino-Effekt so eine Werkstließung haben kann, darüber will ich jetzt mit Tim Krüthoff sprechen. Er ist seit 2019. Oberbürgermeister von Emden, wir kennen uns aus der Region. Ich grüß dich, Tim. Hallo, lieber Paul. Tim, ich habe es gesagt, ganz Deutschland blickt auf diese Städte nicht nur Emden, auch Zwickau, Hannover. Da gab es jetzt eine Aufsichtsratssitzung, dann sollte es Klarheit geben, es ist von möglichen Werkstließungen. Die Rede Emden wird immer wieder genannt, auch jetzt wieder. Wie ist gerade die Stimmung in Emden aktuell? Die Stimmung ist natürlich sehr schlecht. Das war ein Neuterschlag in die Margengrube. Wir haben ja 2024, endet es Jahres, die gleiche Debatte, die gleiche Diskussion schon mal gehabt. Da ging es schon mal um Werkstließung. Das war Apoktober bis kurz vor Weihnachten. Dann hat es eine Einigung mit dem Vorstand von Volkswagen gegeben. Man hat dann gedacht, so jetzt ist es erstmal Ruhe, jetzt geht es weiter. Man hat den Werken, die Aufgabe gegeben. Sie müssen ihre Fabrikkosten reduzieren und günstiger zu produzieren, damit das Endprodukt am Ende in Wettbewerbsfähiger ist, um mitzuhalten, mit der Konkurrenz auch in Europa die günstiger produzieren kann. Und jetzt auf einmal durch eben die durchgestochenden Unterlagen und den Berichte-Manager ziehen, stehen wie wieder vor der gleichen Situation. Die Menschen machen sich natürlich Sorgen. Es geht um ihre Hauskredite, es geht um Zukunft, es geht um Ausbildungsplätze. Es geht tatsächlich wirklich um den Wohlstand einer ganzen Region hier bei uns in Nordfrisland. Das ist natürlich etwas, was auch eine Woche vor dem Werkurlaub. Das darf man ja auch nicht vergessen. Also die Menschen gehen mit diesen schlechten Nachrichten, dann tatsächlich in den Urlaub und das ist etwas, was glaube ich niemandem kalt lässt, sondern alle sind da sehr verzweifelt. Tim, jetzt bist du in Emden unterwegs auf der Straße. Du kennst da die Menschen, was hast du da, was sagen die, die gerade in diesen Tagen? Na ja, momentan sind wir wirklich alle total verwirrt. Das kann ich nicht anders sagen. Also natürlich ist das so, dass du als Oberbürgermeister auch ein bisschen die Last der Sorgen einer ganzen Stadt oder einer ganzen Region auf deinen Schultern spürst. Und die Menschen haben jetzt unterschiedliche Aussagen gehört. Also letzte Woche hieß es Werkschließungen. Dann wird der Blumen jetzt ja aktuell zitiert, damit dass ja auch selber sagt, Werkschließungen sind nicht der Weißheit letzter Schluss. Also lange Rede kurzer Sinn, man kann im Moment wieder mit Gewissheit sagen, dass das Werk von einer Schließung bedroht ist, noch dass es hier weitergeht. Und das ist natürlich das, was die Situation unheimlich schwierig macht, weil das, was Menschen brauchen ist Klarheit und das, was wie hier vor Ort brauchen sind, auch weitergehende Investitionen. Dann man kann eben so ein Werk auch durch ausschleichen Schwächen und am Ende nicht mehr Webwabs, für ich machen, wir warten seit vielen Jahren darauf, dass wir hier eine neue Lackiererei kriegen. Und ja, da braucht es natürlich jetzt eben diese Zukunftsinvestitionen. Ich habe gesagt, dass wir über die gesamten, also über die Auswirkung in der Region sprechen wollen. Jetzt arbeiten bei vorwie in M8600 Menschen. Aber da hängt natürlich noch viel mehr dran. Zulieferer, Handwerksbetriebe, Hotels, Gastronomie. Was würde eine Schließung für die Region bedeuten? Du kannst erstmal davon ausgehen, dass so jeden Tag ungefähr 7.300 eigene im Zweischichtbetrieb durch das Tor von Volksbagen gehen und dann kommen noch ungefähr 1.100 von Group Services. Dann tatsächlich dazu, plus eben die, die im Handwerk im Hafen beschäftigt sind, die bei den Zulieferern eben beschäftigt sind. Und wenn man guckten, 1964 ist das Volksbagenwerk hier in M10 gebaut worden, im Larita Poler, da, wo früher Kulkapfögel standen haben. Und dem Grunde genommen ist mit Volksbagen hier der Wohlstand in los Frisland eingezogen, Industrie hat eben dafür gesorgt, dass es diese guten Tarifgebundenden Arbeitsplätze tatsächlich gibt und dass diese ganze Region sich entwickelt hat. Und genauso kann man eben sagen im umkehrschluss, jetzt, wo dieses Werk hier bedroht ist, ist natürlich der Wohlstand der ganzen Region bedroht. Dieses Thema M10 oder dieses Thema der Werkschließung im Industriebereich ist ja tatsächlich etwas, was Deutschland insgesamt betrifft. Das alles ist ja abhängig davon, dass wir eben diese hohe Wertschöpfung in unseren Industriechemiebereichen dann tatsächlich haben. Und das ist etwas, was jetzt auch symbolisch an so einem Werk Emden unter Druck steht. Und wenn ich das ganz konkret mache, Ende 24, wo es eben einmal diese Phase der Unsicherheit dann schon gab, kein Mensch kauft sich dann mehr ein Grundstück, kein Mensch kauft sich ein langfristiges Wirtschaftsgut, beschäftigt sich eine neue Küche oder kauft sich selber ein Auto und das ging halt bis zum Weihnachtsmarkt. Der am Ende bis wirklich diese Klarheit dann da war, dass es hier vor Ort weitergeht, hat mir dann der Gastronomend des Weihnachtsmarktes gesagt. Also wir haben hier selbst riesen Umsatz einbußen, weil die Leute nicht mal mehr bereit sind, einen Glühweintränken zu gehen, weil es das Geld einfach beinanderhalten, weil sie so ja große Angst haben, wie geht es dann hier künftig weiter. Um dann nochmal ganz konkret zu bleiben, weil es eben so viele Regionen in Deutschland theoretisch betreffen könnte. Ja, nehmen wir an, dieses Werk würde tatsächlich geschlossen, dann sprechen wir ja über 10.000 de- betroffen wären. Was wäre dann in Ostfriesland? Also ich weiß bei mir habe ich ja auch mal Podcast erzählt, ich habe in einer Siedlung aufgewachsen, in der Nähe von Auri und da haben mindestens drei oder vier Fäter meiner Freunde, Schulfreunde bei VW gearbeitet und das ist jetzt 30 Kilometer entfernt von Ämten. Also das betrifft da ja alle. Was würde man dann machen? Also was wäre dann? Also das ist natürlich ein Zinnario, was wir am Ende gar nicht durchdenken, weil genau das was du beschrieben hast, ja dann ja schlagend würde. Also das im Rundingenommen die Betroffenheit in ganz Ostfriesland, also das sind drei Landkreise auch, ich widm und leer und eben die Kreisfreie Sehhafen statt Ämten, die davon betroffen sind. Wir haben hier 20.000 Einpendler jeden Tag daran, kannst du eben sehen, dass Ämten nur enttalen betroffen ist, sondern das ist ganz ausfriesland die ganze Region betrifft. Und die haben ja im Moment auch noch die Herausforderung, es gibt für weitere große Arbeitgeber, einmal mit der Mayerwerft. Auch da hat man vielleicht die Diskussion mitbekommen, auch die ist jetzt tatsächlich teil verstaatlicht worden und dann gibt es noch Ennerkorn, die in Auri sitzen und insbesondere im Bereich der Onshore Windenergie arbeiten und auch dort gab es schon bessere Zeiten. Das heißt also die Wirtschaft insgesamt ist eben hier unter Druck und wenn eine so große Anzahl an Menschen dann ihren Arbeitsplatz verlieren würde, dann sage ich mal, gehen hier wirklich die Lichter aus, dann hast du also die Kommunen, deren Einnahmen sich deutlich verschlechtern ja gar nicht mal nur über die Gewerbesteuer sondern eben auch über die Einkommunität. Zuehreiseung. Du hast die Kaufkraft, die nicht mehr da ist für zum Beispiel die Innenstädte. Du hast im Grunde genommen die Ausbildungsplätze nicht mehr. Du merkst es jetzt schon teilweise in, ich sag mal, bis hin zu Fußballmannschaften. Wo junge Menschen sich jetzt eben überlegen, okay, wo suche ich mir einen Ausbildungsplatz, was hat wirklich auch eine Perspektive? Was ist also zukunftsfähig und daran merkst du eben wie wichtig, dieses Thema der Klarheit ist, dass die Menschen schnell Sicherheit brauchen. Denn sonst entscheiden die Menschen und wenn die Menschen erst entschieden haben, ist es schwer sie zurückzuholen. Du sagst, ihr wollt euch eigentlich damit gar nicht beschäftigen, aber das müsste ja jetzt, denn wenn solche Szenarien durchdacht werden, wenn sie angesprochen werden, wenn sie im Raum stehen, wenn überall steht, das Werken-Emten könnte dich gemacht werden. Dann hat man, nämlich mal an als Oberbürgermeister, ja auch die Verantwortung darüber nachzudenken, was ist im worst case? Also was wäre dann, also was gibt es dann andere Möglichkeiten dieses Werk zu nutzen, irgendwie Arbeitsplätze zu schaffen? Also worüber denkt man jetzt in so einer Lage nach? Und das gilt ja wahrscheinlich sehr vielen Städten in Deutschland so. Also ich glaube, das ist auch kein Thema oder ich weiß ja, dass das für mich kein Thema ist, was jetzt erst in diesen Wochen schlagen geworden ist, sondern das ist was, was mich seit 7 Jahren umtreibt. Und weil du ja weißt, dass solche Strukturthemen eben Themen sind, die du nicht binnen einer Woche reden kannst. Und wir haben versucht, in den letzten 7 Jahren uns auch auf andere Wirtschaftsweige zu konzentrieren, auch dort ein Hochlauf an Arbeitsplätzen, an Hochwertigen, Arbeitsplätzen zu haben. Das ist zum Beispiel der ganze große Bereich der Erneuerbahn, wo im Offshore-Geschäft natürlich die Musik spielt, im Bereich der Wasserstoffproduktion, Möglichkeiten da sind alles eben mit der Zielsetzung. Und wir haben ja auch die Vorordnung genommen, die Abhängigkeit von einem großen Unternehmen perspektivisch zu reduzieren. Selbst wenn es gar nicht drum ginge, dass das Werk hier geschlossen wird, so wissen wir ja, dass zumindest auch die Fertigungstiefe im Bereich der Elektromobilität eine deutig geringere ist. Das heißt also, dass auch damit Arbeitsplätze in Summe schon unter Druck stehen. Aber die eine kurzfristige Lösung, die gibt es nicht. Moment dabei, es gibt hier einen großen Industriepark, einen Zuliefererpark, das sind 67.000 Quadratmeter Hallenfleche, die zur Brennerzeit voll noch für die Zulieferung von Volkswagen genutzt worden sind, die dann im Zuge der Umstellung auf das Thema Elektromobilität leergezogen worden sind. Wir werden heute aus Tschechien oder anderen Teilen Europas hier nach Ämten zu geliefert und wir sind ganz aktiv jetzt dabei zu schauen, wie kriegen wir eine Nachnutzung zum Beispiel für diesen Industriepark hin. Und dort ist zum Beispiel eben das Thema der Rüstungproduktion im Moment ein großes Thema, so wie es ja auch für Osnrück diskutiert wird. So diskutieren wir das hier auch in Ämten und schauen, inwieweit wir von diesem Markt profitieren können, um dann wieder tarifgebundene Metallarbeitsplätze hier am Standort schaffen zu können. Tim, aber wenn jetzt das sieben Jahre setzt ihr euch damit schon auseinander, weil diese Krise eben sichtbar war, auch in den vergangenen Jahren schon. Welche Möglichkeiten hat man in so schwierigen Zeiten überhaupt mitzubestimmen, mitzuprägen, welche Industrie sich woan siedelt? Also was kann man konkret tun, wenn Deutschland auch in so einer Phase ist wie jetzt? Diese Werbung hilft journalistische Inhalte zu finanzieren. Digitalisierung, wenn ich da schon höre, jetzt muss ich mich neben meiner Arbeit auch noch um die Cloud klimmern. Müssten Sie doch gar nicht. - Oh so, machen Sie das dann für mich? - Nee, aber Worder von Business. So ist es. Wir haben die passende Cloudlösung für jedes Unternehmen. Von der Migration ist zum laufenden Betrieb. Zusammen für Ihr Business. Worder von Together We Can. Ich beschäftige mich sieben Jahre damit, weil ich eben sieben Jahre jetzt in diesem Abend bin. Wir haben uns vor sieben Jahren, wie ich finde, deutlich besser aufgestellt, was das Thema Wirtschaftsförderung angeht. Weil natürlich diese Ansiedlungsthemen, diese internationalen Ansiedlungsthemen, die du hast, diese Chancen musst du nutzen. Nur merkst du immer wieder. Es ist ja ein großes Thema hier gewesen, zum Beispiel die Ansiedlung eines Batteriezellenproduzhänden. Das war immer ein Bereich, den wir uns verwünscht haben, wo das Land Eda Sachsen auch immer gesagt hat, "Wohl dafür werden wir hier ein predestineter Standort." Wenn du dann aber Ansiedlungswillige hier am Standort gehabt hast und wir haben die Voraussetzung, wir haben große Flächen, wir haben die Verfügbarkeiten von erneuerbaren Energien. Also wir haben die Facharbeitskräfte hier tatsächlich vor Ort. Du merkst dann aber immer wieder in den Gesprächen mit denen, die sich hier ansiedeln wollen, dass die Produktionsbedingungen in Deutschland alles andere als optimal sind. Du hast also einen zu hohen Strompreis, der hier nicht subventioniert wird, wie zum Beispiel in China, wo die Industrie subventioniert wird, oder du hast ganz schwierige Förderkulissen. Also wir haben zum Beispiel hier einen großen Produzenten für Wasserstoff angesiedelt. Da hat die EU einfach mal zwei Jahre länger für den Förderantrag in der Bearbeitung gebraucht, dass das ursprünglich geplant war. Das funktioniert in den USA und Kanada ganz anders in den USA. Man den inflation Redaction Act in Kanada macht man das über die Steuern, dass man die viel schneller auch zusagen trifft, was Förderung tatsächlich angeht. Es ist dann schon schwieriger, wenn du den Leuten erklären musst oder die sich ansiedeln wollt, erklären musst, was ist der Unterschied zwischen einer Kreisfreienstadt, einem Landkreis. Und die Flächen würden werden übrigens nur in Erpacht vergeben vom Land des eigenen Hafenbetreiber. Und wenn du dann. Was ist Erpacht? Ja, Erpacht heißt, dass du das Grundstück im Gunnung genommen nicht kaufen kannst, sondern du packst dieses Grundstück über einen langen Zeitraum von zum Beispiel 90 Jahren. Aber es bleibt im Eigentum des Grundstücks Eigentumers und du bekommst im Gunnung genommen nur das Nutzungsrecht. Und dann kommen dazu die Genehmigungszücklen, die wir einfach tatsächlich haben. Also da haben wir uns was das Thema Bürokratie angeht, ja wirklich selber ein Bein gestellt in unserem Land. Und es wird dann immer viel über Bürokratie abbaut gesprochen. In der Praxis erlebe ich das aber kaum, dass Gesetze wirklich einfacher werden. Und dass solche Dinge eben schneller in der Umsetzung sind. Und dann merkst du tatsächlich, wenn du diese Ansiedlungsgespräche führst, gleich welche Nationen hier vorbeikommt, dass du diese häufig zu Gunsten von anderen Ländern teilweise sogar innerhalb von Europa, also zum Beispiel nach Frankreich, dann verlierst aber eben auch nach Kanada. Und das haben wir vielfach bei Ansiedlungs-Themen hier in Emton dann gemerkt. Und von daher sind natürlich die Dinge, die du als Kommune tun kannst. Du kannst eben auch eine Bundesregierung immer nur wieder darauf hinweisen, dass die Rahmenbedingungen für industrie in Deutschland schlecht sind und welche Auswirkungen das hat und was deine Seirachtens eben passieren muss, um diese Rahmenbedingungen zu verbessern. Aber ansonsten bist du natürlich als kleines Stadt überhaupt dann auch relativ unmächtig. Und ich kann dir ganz ehrlich sagen, ich habe mal einen Termin gehabt mit Herrn Habeck, als der noch Wirtschaftsminister war im Werk in Emton. Und da gab es einen vorgespräch mit Volkswagen im kleinen Kreis. Und ich finde, dass da viele, viele gute Ideen auf dem Tisch gelegen haben, damals ging es ja auch noch ein Stück weit um das Thema Ankurbeln des Umsatzes, der Elektromobilität. Und in der Woche drauf war dann ein Autogipfel angesetzt in Berlin. Und das gehört für mich zu den enttäuschenden Terminen, die ich in sieben Jahren Oberbürgermeister erlebt habe, weil im Grunde genommen nichts aus diesen Terminen herausgeworben ist und all die guten Impulse, die man gegeben hat, dann tatsächlich nicht umgesetzt worden sind. Und das ist dann schon was, wo man ja auch ein Stück weit dann irgendwann Frustrationen vor sich herrschiebt. Du hast die Elektromobilität angesprochen. Wir haben ja auch zwei Folgen zu VW schon gemacht. Auch über die Hintergründe, die verlinken wir hier nochmal, da wird nochmal tiefer darauf eingegangen, was da eigentlich in letzten Jahren ja 10. Auch schiefgelaufen ist. Aber aus dieser regionalen Perspektive dieses VW-Werk-In-Empten, Abwan habt ihr gespürt, dass da was nicht läuft und was ist eigentlich genau das Problem, warum man sagt, dass sie die Investition angesprochen, dass jetzt ausgerechnet dieses Werk geschlossen werden soll. Das gehört auch so zu diesen Miraceln in dieser ganzen Geschichte, was ich absolut nicht nachvollziehen kann, einmal was diese doppelte Ankündigung, also Ende 24 und jetzt aktuell schon wieder, was die eigentlich für einen Ziel hat. Dann am Ende auch jetzt ist es ja so, dass Oliver Blume schon wieder ein Stück zurückgerudert ist und gesagt hat Werkschließungen sind erst mal ausgeschlossen. Ich müsste auch intelligentere Lösungen geben und ich weiß tatsächlich nicht und da ist dann am Ende quasi auch Spekulationen, was da eigentlich hintersteht. will man sich gegenüber Eigentypen. immer Familien, abgrenzen, möchte man daszenario möglichst düster malen, um am Ende eine möglichst hohe Kosten Einsparungen dann tatsächlich rauszuholen. Also das sind so, was glaubst du? Was glaubst du? Also wahrscheinlich ist es wie immer auf der Welt, das sind von allen Dingen tatsächlich ein bisschen. Es ist ja auch erstaunlich, also das ist dort eben so eine Ausdiskratspapier gibt, was ich sag mal, Donnerstag abend verschickt worden ist und Freitagmorgen ist es dann eben in der Presse und das sehr, sehr detailgetreu. Dann fragt man sich ja immer, wer ganz gewesen sein, wer hat ein Interesse tatsächlich daran und. Und was ich mich da frage, soll das ich die unterbreche, aber was das mit den Familien da macht. Also wenn ich mir vorstelle, da sind jetzt Familien mit kleinen Kindern oder auch Kindern, die da in der Schule sind, die das mitbekommen, dass ja über den Arbeitsplatz ihres Pappers oder ihrer Mutter gesprochen wird und das geht immer jeden Tag hin und her. Mir scheint man vergiss verlegt, was das irgendwie gerade bei den Arbeitern in ganz Deutschland macht und wie gesagt, VWM ist jetzt ein Beispiel für ganz viele. Absolut, wenn ich komplett beide und deswegen habe ich auch am Mittwoch als ich dort vor dem Werk gestanden habe oder in der letzten Woche den Leuten gesagt, also wenn ich da vor dem Werk zerstelle, ich sehe, ich weiß mal, keine Exelter-Bellen und keine Zahlen, sondern ich sehe Menschen, ich sehe Menschen, die diesen Konzern groß gemacht haben, die teilweise in der dritten Generation dort bei Volkswagen arbeiten und als geende 24 hier die Diskussion hatten um das Thema Werkschließung, das war eine Woche, bevor ich hier das 60-jährige Jubiläum von Volkswagen gefeiert habe. Da war eine große Veranstaltung im Werk geplant und wenn du das mal gesehen hast, also mit welchem Stolz die Mitarbeitenden von Volkswagen ihren Familien, dann ihren Arbeitsplatz zeigen, wie Stolz sie auf die Produkte sind, dann die hier gefertigt werden, dann ist das wirklich etwas, was einem total nahe geht und ja, wenn du mich fragst, wo ich das das erste Mal gemerkt hab, dann muss ich ehrlich sagen, war das beim Start-of-Produktion des ID7. Also das ist dann der Tag, an dem im Grunde genommenofficell das erste Mal ein neues Auto vom Bandroll und das wird natürlich immer gefeiert. Das ist ein Elektroauto, das dann im Produziert wird. Der ID4, der ist ja hier schon vorher produziert worden und dann der ID7 kam ja hinterher, das ist im Grunde genommen so das Flagstift der Elektromobilität von Volkswagen, also auch so ein bisschen der Nachfolger vom Passat, so als Dienstwagen, Auto ist jetzt auch mit einem goldenen Lenkrad ausgezeichnet worden ist, also wirklich auch ein tolles Auto, ich fahr das selber seit zwei Jahren auf Privat, also wirklich ein super, super gutes Auto. Jetzt ist es so, wenn man sich die Zahlen anschaut, dass eben vorwie große Probleme hat, seit sehr vielen Jahren, das liegt auch vor allem am Export, also dass man weniger Autos verkauft im Ausland, vor allem in China, das ist in vergangenen fünf Jahren um fast eine Millionen zurückgegangen und die Kritik ist immer wieder, dass man zu teuer produziert. Du hast auf die Tradition hingewiesen, jetzt ist es so, dass eben VW-Empten auch immer sehr, gut bezahlt hat, also den Menschen ein gutes Einkommen beschert hat, wenn man aber jetzt darauf schaut, dass woanders eben sehr viel günstiger produziert wird und dann andere konkurrieren auch in China, dann am Ende, die nahe so vornehmen haben, ja also kann man dann wirklich der Konzernleitung jetzt ein Vorwurf machen, dass sie sagen, ja was sollen wir tun, wir müssen irgendwo etwas verändern, wir müssen möglicherweise eben auch wer geschließen, weil ansonsten ist der ganz gesamte Konzern kaputt. Ich glaube, du hast du, sprichst du einen wichtigen Punkt an, also das ist immer nicht nur die Schuld einer einzelnen Person oder einer einzelnen Fehlentscheidungen, also es gibt sicherlich im Konzern Managementfehler, die gemacht worden sind, to lange hat man hohe Gewinne ausgeschürte, destrukturierungen zu spät, zu spät bei günstigen Elektroautos, also auch die Modellpalette ist sicherlich ein Thema, hat man also wirklich noch Volkswagen produziert, der Umstieg im Bereich der Elektromobilität kann man am Ende schneller, die Nachfrage war viel schwächer als man das erwartet hat, du hast China tatsächlich angesprochen, was schwierig ist, dann haben wir über die Rahmenbedingungen in Deutschland gesprochen. Also das sind Punkte, die es im Automobiliebau dieser Zeit schwer machen und natürlich ist es vollkommen klar, wenn die Nachfrage in Europa nach Fahrzeugen insgesamt zurückgeht, dann muss ich entweder zurückbauen oder ich muss mich fragen, wie kriege ich dann eine Auslastung tatsächlich hin und ich glaube, dass das die Debatte ist, die eher hätte geführt werden müssen als diese pauschale Aussage zur Werkschließung und dem Rückbau, weil man den Mitarbeitenden ja und jetzt komme ich also zu den Kosten, weil man den Mitarbeitenden ja ein klare Ziel mitgegeben hat, man hat den Mitarbeitenden gesagt, wenn ihr in der Lage seid in den nächsten Jahren, bis zur Neuvergabe, also bis 28 bis zur Neuvergabe von vorgeprodukten, die Werkkosten deutlich zu senken, um mehr als 20% ist da die Rede gewesen, dann seid ihr Wettbewerbsfähig und dann könnt ihr auch weiterhin produzieren. Also es ist ja nicht so, dass die Mitarbeitenden bei Volkswagen nicht ihren Teil erfüllt hätten und dass sie dort nicht dem Arbeitgeber entgegen gekommen sind und dann ist es natürlich aber besonders perfide, wenn in der Einwoche die Führung noch sagt, der Vorstand auch sagt, ja wohl ihren Ämtenseit auf dem guten Weg und im nächsten Jahr und in den nächsten Woche, also eine Woche drauf, heißt es dann ja, wir denken über Werkschließung nach, weil das passt insgesamt nicht. Das ist auch vor dem Hintergrund besonders verrückt, also du musst dir vorstellen, dass das Werk Ämten kann im Zweischichtbestrieb ungefähr 200.000 Autos im Jahr bauen. In diesem Jahr werden sie, also ich weiß ja auch nicht immer alles, aber man kriegt ja dann auch relativ viel mit. In diesem Jahr werden das so ungefähr 160.000 Autos, die dort aus dem Werkpunzeln wahrscheinlich eher ein bisschen weniger. Aber für nächstes Jahr ist die Nachfrage zum Beispiel schon deutlich gestiegen, also man geht davon aus, dass man im nächsten Jahr 178.000 Absetzen kann. Das heißt also es kommt zusätzlich Auslastung dazu, denn wir bekommen ja den neuen Audi ID4. Das ist eine Produktaufwertung, der wird den ID-Tiguen heißen. Es ist auch schon kein Geheimnis mehr, das will ich ein richtig schicke, so ein schönes Auto. So dass die Nachfrage dort steigt und dann ist ja wirklich die Frage, wie kriege ich ein solches Werk ausgelastet, also wie kriege ich die Menschen in Arbeit, weil die mehr sie am Ende produzieren, desto geringer sind ja dann auch die Werkkosten insgesamt. Aber jetzt auch symbolisch betachtet, man hat Milliarden in dieses Werk gesteckt, wollte dann Elektroautos produzieren, was man auch noch tut. Das dann selbst so ein Werk auf der Streichliste steht und jetzt seit Wochen darüber diskutiert spekuliert wird. Was sagt das eigentlich über den Industriestandort Deutschland, auch den Autostandort Deutschland? Weil das ist ja gerade diese Zukunftsindustrie, zumindest haben uns das manche Unternehmen und Politiker gesagt und jetzt ist genau da, wo diese Zukunft produziert wird, sagt man, das hat auch keine Zukunft mehr. Und das ist das, was im Grunde genommen jetzt endgültig und der große Weckruf sein muss. Also du kannst, ich bin nur ein kleiner Oberbürgermeister, aber seit fünf Jahren, ob das beim nautischen Essen, das ist so eine Zusammenkunft der nautischen Wirtschaft hier oder beim Kaufmannsmal, das ist dann die Zusammenkunft der Kaufleute. Wenn du meine Redebeiträge, die da anguckst, dort rede ich immer von einer Wirtschaftskrise und ich rede von die Industrialisierung und übrigens wir können auch in den Chemiebereich gucken, dort ist das mittlerweile genauso, dass wir Chemiearbeitsplätze hier in Deutschland verlieren und die entsprechenden Rückschlüsse egal, welche Bundesregierung und welche Farbe in den letzten Jahren an der Regierung gewesen ist, das, was es eben braucht, das Thema Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu erhöhen, damit wir unsere Industriearbeitsplätze in diesem Land halten können, weil das, das ist, was uns den Wohlstand bringt und dass man Wohlstand eben erst verteilen kann, wenn man ihn erarbeitet hat und dass das die Sicherung unseres Sozialstaates ist, das haben viele noch überhaupt gar nicht verstanden, es geht immer ein weiter so, ein weiter so, ein weiter so und das ist ja auch richtig, dass die Menschen die Hilfe brauchen, dass die unsere soziale Unterstützung bekommen, dass wir den unter die Arme greifen, aber am Ende ist das ja ein System, in dem erst mal jemand einzahlen muss, damit man aus diesen Systemen aushahlen kann und ich glaube, das ist tatsächlich immer noch nicht verstanden und mich wundert dann, dass wir auch in diesem Land ja immer diskutieren, wir brauchen Reform und wir brauchen große Reform und wir müssen Wettbewerbsfähiger werden, eben insbesondere im europäischen, aber insbesondere auch im Internationalen vergleich und dann kommen wir am Ende mit diesen Reformen nicht wirklich weiter, sondern es werden kleine Reformchen, wir verlieren uns in Detail-Diskussionen und ja die großen, die großen Dinge kommen tatsächlich nicht von der Stelle und das ist etwas was mir, wie gesagt ganz unten in der Kommune, der dann am Ende ja Demokratie auch lebt, weil die Menschen oder erlebt, weil die Menschen mir ein direktes Feedback geben, das ist dann etwas was mir sehr, sehr große Sorgen macht. Was sagen die die Menschen gerade? Ich meine wir diskutieren über Reformen jetzt seit Wochen und Monaten, jetzt gibt es ein Paket, jetzt sollen gesetzte geschnürt werden, aber was sagen die Leute? Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig alles in einen Topf geworfen. Bei Superium nicht. Denn nicht alle Nährstoffe arbeiten gleich gut zusammen. Kallzium kann zum Beispiel die Aufnahme von Eisen beeinflussen. Also was du zusammen einnimmst, macht ein Unterschied. Deshalb wurde Superium Essentials als tägliches 2 Phasensystem entwickelt. Pulver morgen, Kapslam Abend. Ein System, 2 Phasen, ein Tag. Entwickelt in Bayern und hergestellt nach pharmazeutischen Qualitätsstandards. Superium, for every day, for ever better. Mehr erfahren auf superium.com. Na die Menschen in Ämten spiegeln mir eben, dass sie Sorge haben, wenn sie sich zum Beispiel die Kommunalen Finanzen ansehen. Sie haben Sorge, dass es hier mit ihren Sportvereinen nicht weitergehen kann. Sie haben Sorge, dass wir die Straßensanierung, die wir durchführen müssen, nicht durchführen können, dass unser Land weiter zerbröselt. Wir haben insgesamt viel zu wenig investiert in den letzten Jahrzehnten. Deswegen haben wir ja auch diesen Sanierungstau, den wir als Kommunen vor uns herziehen. Gleichzeitig habe ich als kleine 50.000 Einwohner statten. Prognostiziert ist definitiv in diesem Jahr von 50 Millionen Euro. Das ist etwas, was ja nun auch alles andere als nicht zukunftsfähig ist. Und die Menschen haben große Sorgen, dass da, wo sie start erleben, wo start für sie da sein muss, das Start an der Stelle nicht mehr liefern kann. Und das ist natürlich etwas, was zu großer Unzufriedenheit führt. Alles, was eine Kommune lebenswert macht, was einem Ende eine stattlebenswert macht. Das ist Kultur, das ist Sportvereine, das sind Spielplätze. Das sind erst mal sogenannte freiwillige Leistungen. Das sind die Dinge, die als erstes quasi bei der Haushaltsanmeldung, wir werden ja überwacht von der Kommunalausrichter als Kreisfalle statt, also vom Innenministerium, wo das Innenministerium sagen würde. Dieser Haushalt ist nicht genehmigungsfähig, reicht mal alles raus, was freiwillige Leistung ist. Das heißt, keine Kunsthalle, keine Musikschule, keine Förderung an die Sportvereine. Woher kommt dieses große Defizit von 15 Millionen? Was sind die Hauptkosten, die jetzt schon habt? Und wenn mir gar nicht ausmalen, was passieren würde, wenn es noch mehr Arbeitslosigkeit gebe, dann in M. Das ist so. Wir sind natürlich als Kreisfreie Stadt und größte Stadt in der Region. Ich glaube, ich habe auch eine besondere soziale Verantwortung. Hier in M. gibt es Geschauswohnungsbau, hier in M. Ich lebe dann eher vielleicht noch mal in der Universität als in einem kleinen Dorf. Von daher haben wir natürlich schon auch eine besondere Herausforderung hier und haben eine besondere Verantwortung. Was kostet euch das? Das ist eben wie hoch ist die Arbeitslosenquote und was bedeutet das für eine Kommune WM? Die Arbeitslosenquote liegt hier immer so standardmäßig um die 9 Prozent ein bisschen höher. Das ist aber für uns tatsächlich auch so etwas wie Vollbeschäftigung. Weil das sind dann wirklich Menschen, die, ja, wir soll ich sagen, die erkrankt sind, die du wirklich auch nicht mehr in den ersten Arbeitsmarkt. Neuen Futszen? Und wenn du dir das ist viel, genau. Wenn du sagst, das ist schon am Ende eure Vollbeschäftigungsquote, weil man die nicht mehr in Jobs bekommt, das können ja nicht alles krank und Menschen sein, die nicht arbeiten können. Nein, also würde ich jetzt mal so antikzipieren. Sicherlich ist da immer auch ein bisschen strukturelle Arbeitslosigkeit entsprechend mit drin. Aber es ist natürlich schon auch ein großer Anteil an Menschen, die wirklich diese Unterstützung dann auch brauchen. Und wenn du dir andere Bereiche anguckst, danach hast du ja gefragt, also wenn du zum Beispiel Dinge nimmst wie die Eingliedrunkshilfe. Das ist also alles, was an Kosten da ist, um Menschen, die in irgendeiner Form teile aber eingeschränkt sind, also eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Dann ist das ein Bereich, wo in den letzten drei Jahren die Kosten um 100 Prozent gestiegen sind. Das sind dann eben auch so Dinge, wie das Thema der Schulbegleitung, was man jetzt Gott sei Dank auch anders organisieren will. Wenn ich geguck im Jugendbereich das Thema in Oppen namen, also ob es auch Temporär ist, zum Beispiel also Kinder, die aus schlechten Verhältnissen herausgenommen werden müssen, die erstmal versorgt werden müssen. Das sind die Kosten durch die Decke gegangen. Und das sind alles Dinge, da hast du als Stadt erstmal so direkt gar keinen Einfluss drauf, da kannst du auch nicht sparen, sondern das sind Kosten, die dann eben anfallen. Und von daher ist dann natürlich eben auch nur begrenzt Luft in so einem Haushalt, was man dann tatsächlich für eine Konsendierung nutzen kann. Wenn wir auf die nächsten Monate die nächsten Jahre schauen, ich war ja vor ein paar Wochen, also jetzt kann man bei 2 Monaten oder so, hat die Kunstzalle 40 Jahre gefeiert, in Emden, die begrüße an dieser Stelle an Eskennan. Und da stand ich auf der Bühne und habe den Ministerpräsidenten und dich interviewt Olaf Lies und da hatte eine Standortgarantie gegeben damals. Ich habe ihn gefragt, gibt es eine Standortgarantie für Volkswagen in Emden und er sitzt ja im Aufsichtsrat von Volkswagen. Was macht denn gerade die Politik, was macht der Ministerpräsident oder was kann er überhaupt machen in dieser Debatte? Als ich glaube, der Ministerpräsident hat ja sich auch geäußert, auch direkt doch der Aufsichtsrat, der zum Jaguar äußert. Das Land hat ja auch sehr deutlich gemacht, dass für sie das Thema Werkschließungen keine Lösungen ist. Das begrüße ich natürlich an der Stelle auch sehr. Ich habe mich auch sehr gefreut, als er da wirklich auf offener Bühne dann gesagt hat, dass das Werk ist sicher. Jetzt hat er das natürlich nicht im Detail ausgeführt, aber damit meint bis 2030 oder eben darüber hinaus. Also bis 2030 gibt es ja hier Garantien, aber wir kämpfen jetzt eben für die Zeit darüber hinaus. Aber das Wichtige ist jetzt, dass diesen Aussagen von Olaf Lies und den Worten werden wir natürlich messen, das deben konkrete Schritte folgen. Wir erleben ja jetzt, dass es also die maximale Verwirrung gibt, man kündigt Werkschließungen an, dann nimmt man es wieder zurück. Aber im Grunde genommen verret uns ja auch keiner, wie jetzt diese Auslastung herbeigeführt werden soll und was eben die konkreten nächsten Schritte sind. Kommunikation ersetzt keine Strategie, aber ohne Kommunikation wächst die Unsicherheit jeden Tag und ich bekomme vielfach meine Informationen, auch als Standort-Kommune über den Betriebsrat und über die Gewerkschaft. Heute ist jetzt eine Einladung von Olaf Lies gekommen, dass er die Standort-Kommune für einen 16. August ist das glaube ich, oder mit der August 13 da kann es auch sein, dass er die Standort-Kommune dort einleht. Und den in den Austausch geht, aber ich habe auch gesagt, wichtig ist, dass wir miteinander kommunizieren, damit wir eben auch als Standort-Kommune das unterstützen können, was das Land nieder Sachsen vorhat und was das Land nieder Sachsen möchte, um eben die Zukunftsfähigkeit dieser Werke zu garantieren. Denn ich glaube hier an die Zukunft des Werks-Emptens, weil man sich eben hier zukunftsfähig aufgestellt hat, jetzt braucht es weitere Investitionen ins Besonderes Thema der Lackhererei. Und dann glaube ich, dass man die Kurve hier eben auch kriegen kann. Tim, gut auf. Vielen Dank, Tim. Ich denke an die Menschen, die gerade in Ostfriesland aber auch in ganz Deutschland sorgen, um ihre Arbeitsplätze haben und hoffen. Ja, dass die Werke gerettet, die Arbeitsplätze gerettet werden können, gerade für eine Region in Ostfriesland. Wir haben darüber gesprochen, so waren sie nicht wichtig. Ich freue mich, die ich hoffentlich bald, wenn ich mal wieder in die Heimat komme, die ich wieder zu sehen, vielleicht mit einem Fischbohlschen bei Kickers-Empten auch ein wichtiger Verein in der Region. Aber die habe ich auch mal berichtet, lange Zeit. Ja, mich, wenn ich, ich verfolge das die ganze Zeit, mich nimmt das wirklich mit, weil ich, wie gesagt, habe einfach so viel Arbeitsplätze, so eine ganze Region, die da dranhängt und ich drücke euch alle darum, alles liebiert. Herzlichen Dank für deine Unterstützung. Ich weiß immer noch nicht, wo bitte ich das verdient habe, dass ich mal in deinem Podcast sogar steigenderf. Also ganz ganz herzlichen Dank dafür. Alles, Lühe. Danke, dass ihr wieder zugehört habt. Vielen Dank auch für das viele Feedback auf Ronzheimer.tv. Da findet ihr auch alle meines Social Media Accounts, wo ihr mich persönlich kontaktieren können. Das glauben manchmal die Leute gar nicht, aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an. Und ich bitte darum, lasst weiter, like, starbeis Bodyfall Apple, wo immer ihr den Podcast hört, bei YouTube natürlich, wo ihr den Podcast auch sehen könnt. Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns wirklich sehr. Und ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philippiattorf in der Redaktion, bei liefen Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producers Daniel Vermoll. Herzlichen Dank und alles Liebe.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Volkswagenwerk in Emden ist seit 1964 ein zentraler Wohlstandsfaktor für Ostfriesland.
  2. Erneute Schließungsgerüchte verunsichern die Region massiv, nachdem bereits Ende 2024 eine Krise überwunden schien.
  3. Neben den 8.600 VW-Beschäftigten wären tausende weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern, Handwerk und Dienstleistern betroffen.
  4. Die Unsicherheit lähmt die gesamte Wirtschaft
  5. Oberbürgermeister Tim Kruithoff kritisiert schlechte Rahmenbedingungen für Industrieansiedlungen in Deutschland (Bürokratie, Strompreise, Förderung).
  6. Die Stadt versucht seit Jahren, die Abhängigkeit von VW zu verringern und neue Industriezweige (Erneuerbare, Rüstung) anzusiedeln.

Summary:

Die Diskussion um die mögliche Schließung des Volkswagenwerks in Emden versetzt die gesamte Region Ostfriesland in Angst und Unsicherheit. Seit dem Bau des Werks 1964 ist VW der Garant für Wohlstand und tarifgebundene Arbeitsplätze in der strukturschwachen Gegend. Nachdem bereits Ende 2024 eine Schließungswelle abgewendet werden konnte, belasten erneute Gerüchte die Stimmung massiv.

Oberbürgermeister Tim Kruithoff beschreibt, wie die Ungewissheit den Alltag der Menschen lähmt: Keiner wage mehr größere Anschaffungen, Gastronomen verzeichnen Umsatzeinbrüche. 600 VW-Beschäftigten, sondern um ein ganzes Netzwerk aus Zulieferern, Handwerk und Dienstleistern, das bei einer Schließung zusammenbrechen würde. Kruithoff betont, dass die Stadt seit Jahren versuche, sich wirtschaftlich breiter aufzustellen – etwa mit Offshore-Windenergie oder Wasserstoffproduktion.

Doch die Ansiedlung neuer Industrien werde durch hohe Strompreise, überbordende Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren in Deutschland erschwert. Er kritisiert, dass viele gute Ideen aus Gesprächen mit der Bundesregierung nie umgesetzt würden. Die Region brauche dringend Klarheit und Zukunftsinvestitionen wie eine neue Lackiererei, um den Standort zu sichern.

Ohne schnelle Entscheidungen drohe eine Abwanderung junger Fachkräfte, die Ostfriesland nachhaltig schwächen würde.

FAQs

Das Volkswagenwerk wurde 1964 im Lariter Polar in Emden gebaut, wo früher Kulkabföge standen. Es brachte Wohlstand in die Region Ostfriesland und schuf tarifgebundene Arbeitsplätze.

Täglich gehen etwa 7.300 eigene Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb durch das Werkstor, plus rund 1.100 von Group Services. Hinzu kommen Beschäftigte im Handwerk, Hafen und bei Zulieferern.

Eine Schließung würde den Wohlstand der gesamten Region Ostfriesland bedrohen, da rund 20.000 Einpendler betroffen wären. Kommunen würden Einnahmen verlieren, die Kaufkraft sinken und Ausbildungsplätze wegfallen.

Die Stimmung ist sehr schlecht und von Verwirrung geprägt, da es widersprüchliche Aussagen gibt. Die Menschen machen sich Sorgen um Hauskredite, Zukunft und Ausbildungsplätze, besonders vor dem Werkurlaub.

Die Stadt arbeitet seit sieben Jahren an der Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige wie erneuerbare Energien, Wasserstoffproduktion und Rüstungsproduktion. Zudem wird eine Nachnutzung des 67.000 Quadratmeter großen Zuliefererparks geprüft.

Die Produktionsbedingungen in Deutschland sind oft nicht optimal, etwa durch hohe Strompreise, lange Genehmigungsverfahren und bürokratische Hürden. Andere Länder wie Frankreich oder Kanada bieten schnellere Förderungen und einfachere Prozesse.

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