Wenig Zeit füreinander wegen Stress im Alltag - Reale Fälle mit Lösungsansätzen
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Stress im Alltag, insbesondere durch berufliche Belastungen und unklare Verantwortlichkeitsstrukturen, führt zu einem Mangel an Paarzeit, emotionaler Abwesenheit und häufigen Konflikten. Bei beiden untersuchten Paaren entstehen durch ungleiche Aufgabenverteilung und fehlende Kommunikation Spannungen, wie zum Beispiel bei der Kinderkleidung oder der Familienfinanzierung. Die Lösung basiert auf der Rückkehr zu frühen positiven Erlebnissen, der Aufarbeitung von Verletzungen und der klaren Trennung zwischen Aufgaben und Verantwortung. So wird deutlich, dass Aufgaben übergeben werden können, während Verantwortung auf Vertrauen und Entscheidung beruht. Beide Paare entwickeln gemeinsame Ziele, klären Prioritäten und verpflichten sich zu einem wöchentlichen Austausch, um emotionale Nähe zu sichern. Die Erfolgschance hängt entscheidend von der aktiven Beteiligung und Vorbereitung der Partner ab. Selbstständigkeit und Führungsrollen werden somit nicht nur als Belastung, sondern als ein Thema der gemeinsamen Gestaltung und Balance im Alltag verstanden. Die Coaching-Methode zeigt, dass ein strukturiertes, bewusstes und kommunikatives Wiederherstellen der Beziehung möglich ist – auch wenn der Alltag überaus belastend ist.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema wenig Zeit füreinander wegen Stress im Alltag,
reale Fälle mit Lösungsansätzen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn der Alltag von Stress geprägt ist, kann es passieren,
dass damit auch natürlich weniger Paarzeit möglich ist
und dass man sich dann auch so ein bisschen voneinander entfernt.
Das kann daran liegen, dass man zum Beispiel einen sehr einnehmenden Job hat,
täglich viele Aufgaben hat, die man abarbeitet,
die Kinder Zeit anfordern und man in so einem Hamsterrad läuft.
Wir sprechen heute über Probleme und Folgen,
denen man in einem stressigen Alltag gegenübersteht
und erklären anhand von echten Fällen aus unseren Coachings,
wie ihr diese Herausforderungen meistern könnt.
Wir hatten ja eine ganz intensive Phase.
Das haben wir ja so in unserer letzten Coaching-Mastermind
mit all unseren Coaches auch mal thematisiert.
So eine ganz intensive Phase, wo wirklich jedes Paar,
was ins Coaching kam, eigentlich so ein ganz großes Thema mit Stress im Alltag hatte.
Wo man einfach sagen musste,
aufgrund dieser ganzen,
aufgrund dieser ganzen Themen, Projekte,
alles, was so da ist, Arbeit und Freizeitstress,
weil dann vielleicht die Kinder in dem Verein sind und das machen
und hier und ich selber noch Sport
und dass einfach diese Zeit für Gespräche, Weiterentwicklung,
Beziehung, Paarzeit ausgeblieben sind.
Deswegen ist das, glaube ich, ein sehr spannendes Thema für viele,
wo man mal näher drauf eingehen kann.
Wir haben das vor allen Dingen in den Coachings ja auch gemerkt,
dass die Energie am Abend,
das immer wieder ein Thema war,
also dass viele gesagt haben,
boah, also wenn die Kinder schlafen oder wenn ich von der Arbeit komme
und ich Abendbrot gegessen habe danach,
da geht bei mir nichts mehr.
Also Schritt 1, alle Streaming-Dienste abmelden.
Das würde schon mal helfen.
Das war wirklich so,
dass viele den Abend für Streaming-Dienste nutzen
und dort dann Serien, Filme und Co. gucken.
Und dann trotzdem häufig,
obwohl es nur darum geht, eine Serie zu gucken,
das ein Thema wird und zu einem Konflikt führt,
wenn einer von beiden um 10 Uhr sagt,
du, weißt du was, ich bin müde, ich gehe schon mal schlafen.
Ja, das Schlafens-Thema ist auch so ein Thema,
was immer wieder ist, so Schlafenszeit.
Wann geht man schlafen?
Wann gehen die Kinder schlafen?
Wer macht was am Abend noch an Aufgaben,
die liegen geblieben sind?
Also alles rund um Zeitgestaltung.
Was macht innerlichen Druck?
Das sind häufig Themen.
Deswegen haben wir auch gedacht,
nehmen wir die Folge noch mal zu diesem Thema.
Das Problem sind also vermehrte Aufgaben und Dinge,
über die man sich Gedanken macht, kümmern muss,
lösen Stress aus.
Stress, Faktor Arbeit.
Zum Beispiel, man hat eine große Menge an Aufgaben,
die man bei der Arbeit hat.
Man hat eine schlechte Kommunikation bei der Arbeit.
Vielleicht auch einen schlechten Führungsstil.
Und man nimmt eigentlich diesen ganzen Druck und Stress aus der Arbeit,
wenn man das Gefühl hat, man schafft was nicht,
es ist nicht genug, mit nach Hause.
Und das macht natürlich dann bei allen anderen Familienmitgliedern
dann auch Stress.
Man kommt in der kürzeren Zündschnur zu Hause an.
Man hat. Man hat weniger Ressourcen zur Verfügung,
kann nicht mehr so umsichtig sein, so viele Fragen stellen,
hat den Filter schon eng gesetzt.
Und das Thema Arbeit und Privatleben zu trennen,
das funktioniert halt auf der emotionalen Seite nicht.
Die Emotionen nehme ich halt mit.
Auch wenn ich vielleicht mein Notebook bei der Arbeit lasse
und meinen Aktenordner und mein Terminsystem oder was auch immer,
also alles dann da lasse,
so habe ich trotzdem die Emotionen, die ich mitnehme.
Weil die kann ich nicht einfach hier an der Tür abschütteln
und dann. Sagen, so jetzt auf Neustart.
Genau, man hat dann das Gefühl, ich habe das nicht geschafft
oder das war heute stressig oder ich habe nichts.
Ich habe keine Zeit gehabt, mal zwischendurch was zu trinken,
was zu essen, mal auf die Toilette zu gehen.
Das war alles nicht möglich.
Und dann kommt man nach Hause und da wartet der nächste To-Do-Zettel.
Und die nächsten Aufgaben, da wartet vielleicht dann
dreckige Wäsche, eine schmutzige Wohnung oder ein Haus,
ein Garten, der gemacht werden will.
Da erwarten einen Erwartungen von den Kindern, Hobbys.
Und es wird gefühlt immer mehr.
Mehr am Tag, was man nicht schafft, womit man unzufrieden ist.
Auch häufig ein Thema von selbstständigen Unternehmern,
die dann auch gerne bei mir im Coaching landen,
weil ich ja auch schon seit 2005 letztendlich selbstständig bin.
Und wir dann ja auch zu zweit in dieser Konstellation
da eine gute Erfahrung haben,
wie man letztendlich mit Selbstständigkeit dann umgeht.
Lange Zeit war ich alleine der Selbstständige,
dann wir zu zweit und so.
Da haben sich viele Systeme entwickelt,
die man letztendlich dann im Alltag,
damit gut umgehen kann und auch letztendlich mal abschalten kann.
Aus dieser Selbstständigkeit Aufgaben Aufgaben sein lassen kann
und sich auf die Freizeit und das Familienleben konzentrieren kann.
Auch häufiges Thema, so eine Art Gefälle in der Wichtigkeit von etwas.
Also wenn man sich vorstellt, jemand arbeitet an einer großen Vision
und ist dann in seinem Start-up-Konzern, wo auch immer
und arbeitet daran, durch wichtige Projekte,
Klimaziele zu erreichen und die CO2-Bilanz zu verbessern und so weiter.
Und dann kommt er nach Hause und streitet darum,
wie es ist, mit dem Rasen zu mähen und bla bla bla.
Und das ist dann so, oh, da ist dann so ein Gefälle drin.
Wie wichtig ist denn jetzt dieser Rasen?
Und musst du deswegen so viel Stress machen?
Aber das ist dann halt, das darf man halt nicht anfangen,
weniger ernst zu nehmen, dieses Familienleben.
Sondern das Familienleben ist das Fundament,
was dafür sorgen soll, dass ich die Energie habe,
überhaupt dann im Beruf vielleicht an den Klimazielen und Co.
vielleicht zu arbeiten, dass man das nicht verwechselt.
Genauso auch wie das Thema, Führungskraft zu sein,
Menschen was zu sagen, eine Autorität vielleicht im Job darzustellen
und nach Hause zu kommen und wieder auf Augenhöhe zu finden.
Das sind nochmal so zwei Dinge, die da so auch nochmal reinfließen
in dieses Thema Job und Arbeit, auch wenn das eben was,
was im Alltag Stress dann auslöst bei den Paaren.
Viele haben ja auch das Gefühl, dass sie ihr Leben,
nur noch verwalten, also dass dieser Stressfaktor so groß ist,
dass man sagt, ich hake eigentlich nur noch Aufgaben ab.
Ich verwalte unser Privatleben, ich verwalte mich bei der Arbeit,
ich verwalte die Kinder und dass man bewusst für sich,
für die Familie, für die Partnerschaft eigentlich
nicht mehr genug Zeit hat.
Folgen davon sind dann Überforderung, Druck, Versagensängste,
Unzufriedenheit und das zeigt sich in diesen typischen Sachen,
wie Gereiztheit.
Man hat eine negative, gekürzte Kommunikation,
also eher so eine Tür- und Angelkommunikation.
Man erteilt sich schnell in einem Befehlston Aufgaben mit,
weil man sagt, das kann ich jetzt auf meiner Liste nicht noch gebrauchen.
Du kannst ja auch mal bitte, mach doch mal.
Und damit gibt man diesen Druck ja auch dann weiter.
Und damit kommt es ganz klar dann zur Streit in der Familie,
weil andere sagen halt Stopp, das nehme ich so nicht an,
das will ich so nicht.
Und bei Paaren ist es gar nicht selten,
dass dann so eine Konfliktspirale entsteht,
weil die Ursache für Stress nicht bearbeitet wird.
Und es dann immer wieder zu gleichen Mustern kommt,
weil der Stress, das sagte mal jemand im Coaching,
fand ich ganz spannend den Ausdruck,
wie so eine App als Hintergrundprogramm läuft
und immer Energie zieht.
Also einfach dieser Stressfaktor, der immer Energie zieht, dauerhaft.
Und man deswegen auch viel schneller
in diese Konfliktspiralen reinkommt
und diese Unzufriedenheit im Alltag immer größer wird.
Ja, wenn der Tag so voll ist und man so viele Projekte hat,
dann ist das dann auch kein Wunder,
dass man am Abend dann eben nur noch schafft, sich auszuruhen,
weil irgendwann ist halt die mögliche Fokuszeit aufgebraucht.
Ja, aber wenn du dauerhaft das Gefühl hast,
ich habe meine Aufgaben nicht geschafft.
Also das ist ja auch etwas, finde ich, schwer auszuhalten vielleicht,
weil ich vielleicht auch so einen hohen Anspruch an mich habe,
das zu schaffen und man ja vielleicht auch dann genervt ist,
gerade mit Kindern, finde ich,
wenn man dann so lange To-Do-Zettel hat und dann sagt,
okay, heute wollen wir noch das und das und das schaffen,
das ist mir wichtig.
Und dann will jemand nicht Zähne putzen, nicht ins Bett gehen,
möchte den Pyjama nicht anziehen.
Man steht da und denkt so, das sind jetzt die 20 Minuten,
die habe ich nicht mehr eingeplant.
Und dann kommt es meistens zu so einer Explosion.
Nun haben wir uns wieder mal zwei Paare rausgesucht,
die bei uns im Coaching waren,
haben die Geschichte ein wenig verfremdet, ungeformt,
mit anderen.
Mit anderen Paar-Konstellationen gemischt,
sodass das Ganze ausreichend anonym ist
und wahrscheinlich sich die Paare auch nicht mal mehr selbst erkennen
in den Beispielen.
Aber diese Beispiele eben echte Szenarien darstellen,
wie sie stattfinden und wie wir sie gelöst haben.
Wir wollen mal mit dem ersten Paar anfangen.
Das sind ja wieder beides deine Paare, die bei dir im Coaching waren.
Irgendwie wird das so, als ob ich immer nur Paare habe.
Ja, wir haben es ja so aufgeteilt, dass du diesen Part übernimmst
und diese Vorstellung hast.
Deswegen darfst du da immer über deine Paare erzählen und berichten.
Erzähl, was war beim ersten Paar das Thema?
Also wie war vielleicht die Familienkonstellation?
Und was war das Problem bei den beiden?
Ich habe ein Paar ausgewählt.
Beide berufstätig, beide in Führungspositionen.
Vom Alter war es so Ende 30, würde ich sagen.
Gemeinsame Haushalten, hatten keine Kinder.
Das Problem von den beiden,
war, dass der Alltag
viele
Leute
Aufgaben mit sich gebracht hat und unterschiedliche Bedürfnisse.
Es wurden immer wieder Routinen und Rituale aufgebaut, weil den beiden schon klar war, dass das gebraucht wird,
weil die beiden stark eingebunden waren beruflich und sie gemerkt haben, Rituale und Routinen tun ihnen gut
und geben ihnen auch so einen gewissen Halt im Alltag.
Aber sie haben halt auch gemerkt, dass sie sie nicht einhalten konnten,
weil halt Änderungen bei der Arbeit bei einem von beiden immer wieder das nicht möglich gemacht hat.
Diese Flexibilität führte regelmäßig zu Konflikten, weil vieles immer wieder besprochen wurde.
Es herrschte also dauerhaft das Gefühl, dass der Alltag ein reiner Verwaltungsakt ist, der regelmäßig zusammenbricht.
Die beiden haben sich bei uns gemeldet und wollten einmal schauen, wie sie einen harmonischen Alltag neu aufbauen können.
Die Folge von diesem Alltag war halt, dass es immer zu starken Vorwürfen kam im Streit,
zu Verletzungen durch unerfüllte Erwartungen.
Viele Interpretationen, also viel war das Thema, ich dachte, du machst das und das oder du hast das bestimmt gemacht, weil. Und dann kamen halt auch mit der Zeit erste Trennungsgedanken auf.
Die Überlegung, wollen wir das nicht lassen mit uns, vielleicht sind wir zu verschieden,
wenn wir den Alltag schon nicht hinkriegen.
Wir sind doch nur zu zweit und wir beide kriegen das schon nicht hin.
Es war auch so ein bisschen von wegen, vielleicht matchen unsere Jobs auch nicht.
Weil wir beide Führungspositionen haben und vielleicht ist das einfach nicht möglich, dann eine Beziehung zu führen.
Also was halt gebraucht wurde, ist auch Klarheit und so Ordnung der Gedanken.
Und wie habt ihr das dann gelöst?
Als erstes haben wir wieder mit dem klassischen Schritt angefangen, nach dem Kennenlernen natürlich,
die Verletzung aufzulösen, also zurückzukehren.
Wann war es mal gut in der Beziehung?
Die Beziehung war schon etwas länger, deswegen sind wir sehr weit nach hinten gegangen.
In der Kennenlernphase war es noch gut.
Als dann beide jeweils nach der Ausbildung mehr Verantwortung im Job angenommen haben,
haben dann auch die ersten Verletzungen angefangen und da an diesem Punkt sind wir dann zurückgekehrt.
Und haben dann natürlich alle Verletzungen von dem Punkt an nach vorne bis in die Gegenwart aufgelöst.
Da natürlich schon ganz viele Erkenntnisse bekommen, ganz viel Klarheit bekommen,
warum sind welche Dynamiken entstanden, was hat den einen da besonders verletzt.
Da war auch wieder viel.
Ja, Verwunderung, weil die Interpretation, die am Anfang halt so stark war, von der ich gerade erzählt habe,
da auch schon eingesetzt hat, dass man gesagt hat, ich hätte jetzt nicht gedacht,
dass du das hier hervorbringst, diesen Punkt, dass sich das überhaupt verletzt hat.
Also da gab es schon ganz viel Klarheit.
Dann war die Aufgabe, alle Routinen und Rituale einmal aufzuschreiben.
Das haben sie einzeln gemacht.
Also das war in der nächsten Session dann.
Das haben sie vorbereitet dafür.
Und das zu ordnen nach stimmig und unstimmig.
Und auch die Bedürfnisse von allen Familienmitgliedern, also von den beiden einmal zu sammeln.
Darüber haben wir dann gesprochen.
Auch da gab es wieder viel Klarheit, weil da auch wieder viel Interpretation war.
Von wegen, das hätte ich jetzt nicht gedacht.
Ich dachte immer, du willst das so.
Ich dachte, das Ritual wäre dir wichtig.
Also da waren ja interessante Momente dabei, sag ich mal.
Und dann haben wir eine Klarheit entwickelt, eine Neuausrichtung und Ziele, was denen wichtig ist.
Also.
Es kam dann natürlich noch mal das Thema Familiengründung hervor.
Ein Thema, was beide eigentlich dachten, was sie abgehackt hatten.
Aber wo es eine Seite gesagt hat, irgendwie hängt es doch noch, habe ich gemerkt, bei mir so ein bisschen im System.
Dann haben wir viel über die Arbeit gesprochen und Zeit für sich.
Also einmal über die Zeitkonten gesprochen und über die Bedürfnisse und was stimmig und unstimmig ist.
Und haben eine Neuausrichtung sozusagen gestartet.
Als Veränderung ist eingetreten, dass einer ganz bewusst sagt, dass ich das nicht kann.
Dass man bewusst die Arbeitswochenzeit verändert hat auf andere Tagesslots, um neue Rituale und Routinen auch zu ermöglichen als Paar.
Und dass man überlegt hat, welche Rituale und Routinen möchten wir dauerhaft behalten und welche möchten wir nur zeitweise annehmen.
So entstanden mehr emotionale Nähe und das Paar ist wieder näher zusammengerutscht und konnten halt auch die Rituale und Routinen auch dauerhaft behalten,
weil sie halt das überprüft haben nach stimmig und unstimmig.
Eine Frage, die häufig im Erstgespräch auftritt, ist, wenn man sich jetzt so unsere Coaching-Pakete anschaut,
mit dem Dreier- und dem Sechser-Meilenstein, mit jeweils zwei Stunden Coaching.
Schafft man das denn in sechs Terminen mit je zwei Stunden ein Paar, was seit langer Zeit zusammen ist,
viele Konflikte hat, im Alltag nicht gut zurechtkommt, viele Themen hat, schafft man das in den sechs Terminen?
Mhm. Habt ihr das hier bei dem Paar geschafft, in sechs Terminen?
Ja, in dem Paar haben wir genau sechs Termine gebraucht. Wir haben angefangen, also mit der ersten Stunde ist bei uns ja immer so ein bisschen Einführung in die Methodik,
bevor der Meilenstein beginnt, dann hat der Meilenstein angefangen. Da haben wir dann angefangen, so sag ich mal, ich glaube die Session eins bis drei haben wir Verletzungen aufgelöst.
Also Termine eins bis drei und dann haben sich daraus aber ja schon immer Aufgaben entwickelt.
Also deswegen ist es so ein bisschen so ein Schleich.
Ja, das ist ein Schleichnerübergang gewesen. Ich hatte ja auch gesagt, diese Liste zu schreiben, das haben sie dann, ich glaube bei der zweiten Sitzung als Aufgabe bekommen, haben das zur dritten mitgebracht.
Und dann haben wir vier und fünf damit verbracht, diese Neuausrichtung, Ziele, also da sind wir sehr praktisch geworden.
Und die sechste haben wir, glaube ich, gesplittet, den Termin, dass wir statt 120 Minuten einmal 60 Minuten gemacht haben, weil die haben wir nochmal gebraucht, so zum Abschluss.
Und die 60 Minuten, die dann übrig waren.
Und die 60 Minuten, die dann übrig waren, haben wir drei Monate später als Reflektionstermin genommen.
Okay, also in sechs Terminen kommt man da dann ganz gut durch.
Genau, dazu muss man sagen, dass das ein Paar war, wo keiner ins Einzelcoaching zum Beispiel gegangen ist.
Und anscheinend die beiden ja auch gut mitgewirkt haben, haben die Aufgaben erledigt und waren motiviert dabei.
Absolut, also wir hätten das zeitlich nicht hinbekommen, wären die nicht so aktiv dabei gewesen, hätten auch eine sehr, sehr gute Vorbereitung, also hätten die das nicht gemacht, hätten wir es auch nicht geschafft.
Das wird natürlich gebraucht.
Das wird natürlich gebraucht, dass die auch vorbereitet zu den Terminen kamen, ihre Listen dabei hatten, wir da gut durchgekommen sind.
Weil das ja auch immer so eine Frage ist, was macht jetzt den Erfolg aus oder wie sicher ist das, dass das funktioniert, wenn wir mit euch ins Coaching gehen.
Und das ist eben ein wichtiger Erfolgsfaktor, dass das Paar gut mitarbeitet und auch sich Zeit dafür nimmt.
Das ist nicht unendlich viel Zeit, die man braucht zwischen den Terminen, aber man braucht eben Zeit für die Termine und auch dazwischen braucht man Zeit.
Wir haben in unserem Blogbeitrag, wenig Paarzeit, kaum körperliche Nähe, fünf Lösungen wieder zusammenzufinden ohne Stress und Konflikte, nochmal einiges zu Punkten geschrieben, die genau hier in dieses Themenbild hineinpassen.
Und sollte das Thema insgesamt auf euch zutreffen und ihr merkt, Mensch, irgendwie beschreibt ihr da gerade unsere Situation, unsere Problematik, da stecken wir auch drin und finden da nicht so richtig raus, dann meldet euch gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Und wir schauen mal, ob wir euch im Coaching unterstützen können.
Kommen wir zum zweiten Paar. Vielleicht magst du wieder einführen, ein bisschen was rund um das Paar erzählen, dass man die Familiensituation versteht und dann wieder das Problem und den Lösungsweg aufzeigen.
Es hat sich ein Paar bei uns gemeldet, wo einer in einer Führungsposition arbeitet und die andere Person selbstständig ist. Es gibt drei gemeinsame Kinder, die auch zu Hause noch sind.
Sie wohnen. Das Problem bei diesem Paar war, dass es ein Ungleichgewicht gab, was jeder noch zusätzlich zu seiner Arbeitszeit für die Familie tut.
Also, dass es eine Unstimmigkeit gab, wer welche Verantwortlichkeiten in der Familie übernimmt und es nicht ganz klar war, wie die Prioritäten der Familie sind und warum etwas wie gemacht wird.
Sie hat zum Beispiel den Part gehabt, dass sie. involviert war darin, alle Ressourcen für die Familie zu beschaffen. Sie ist einkaufen gegangen, hat die Kinderkleidung gekauft, alle anderen Sachen rund um den Familienalltag so geregelt.
Er war eher dafür da, die Finanzen zu überprüfen und hat dann nur den sinkenden Kontostand gesehen, was dann halt auch immer wieder zu Konflikten geführt hat.
Es gab wenig Austausch darüber, warum etwas gemacht wird, wer welche Priorität gesetzt hat und deswegen welche Entscheidung getroffen hat.
Und das führte dann immer wieder auch zu weiteren Verletzungen.
Und wie habt ihr das Ganze gelöst?
Als ersten Schritt sind wir zurückgegangen an den Punkt, wo war es mal gut.
Also, wir sind zurückgegangen an den Punkt, wo die beiden gesagt haben, da hatten wir das Problem noch nicht und sind von da an chronologisch immer weiter nach vorne gegangen, haben gesehen, wann ist das erste Mal die Verletzung eingetreten in diesem Bereich.
Das war zum Beispiel bei diesem Paar jetzt als Kinder mit dazugekommen.
Weil sich dann der Familienalltag natürlich sehr geändert hat, dass so eine Doppelbelastung auch entstanden ist.
Sie war vorher schon selbstständig.
Sie hat die Selbstständigkeit nicht aufgegeben während der Schwangerschaft und der ersten Zeit der Kinder, sondern es kam so eine Doppelbelastung dazu.
Und ja, dann kam es dazu, dass die Kommunikation schlechter geworden ist.
Und das haben wir uns alles angeschaut, haben die Verletzung aufgelöst.
Und im nächsten Schritt haben wir einmal ganz offen über die Kommunikation über Prioritäten im Leben gesprochen.
Also.
Also was ist jedem wichtig?
Und was ist stimmig und unstimmig?
Dazu gab es einen intensiven Austausch, gerade rund um das Thema Finanzen, weil das etwas war, das bei ihm auch immer wieder ungute Gefühle gemacht hat, dass er das Gefühl hatte, es geht Geld vom Konto runter, ohne zu wissen, warum es passiert, was genau eingekauft worden ist.
Es wurde kommuniziert darüber, wie die Preisentwicklung in den letzten Monaten, in den letzten Jahren so ist bei Kinderkleidung, warum sie sich wie entschieden hat.
Und es wurden gemeinsame Ziele festgelegt und als ganz wichtiger Punkt natürlich auch, es wurde festgelegt, der Punkt Verantwortung und Aufgabe.
Willst du nochmal erklären, was Verantwortung und Aufgabe, was so der Unterschied bei uns im Coaching ist?
Das kann ich sehr gerne tun.
Wir unterscheiden.
Verantwortung und Aufgabe in der Form, dass man eine Aufgabe halt an jemanden übergeben kann und kann demjenigen auch die Verantwortung geben, dann ist derjenige selbst dafür zuständig zu schauen, dass das funktioniert und man kontrolliert es nicht.
Die Verantwortung ist eben abgegeben, ich vertraue drauf, dass derjenige das in dem richtigen Maß macht, so wie ich es mir vorstelle, oder die Verantwortung bei sich zu behalten und nur die Aufgabe abzugeben heißt eben,
ich gebe die Aufgabe.
Und ich kontrolliere es noch oder ich kümmere mich noch.
Und so das typische Beispiel, wo das immer ganz besonders deutlich wird, ist die Patientenverfügung.
Wenn das eine Blanko-Patientenverfügung sozusagen ist, wo man sagt, ja Mensch, du bist derjenige, der unterschreiben darf, als Kind zum Beispiel, dann hat man Verantwortung und Aufgabe, weil du hast die Aufgabe zu unterschreiben und die Verantwortung dir zu überlegen, was würde sich dein Elternteil in dem Moment wünschen.
Und übernimmst die Verantwortung für diese.
Du hast nur die Aufgabe und nicht die Verantwortung, wenn du eine fertig ausgefüllte Patientenverfügung hast und die Eltern haben sich Gedanken gemacht, haben alles ausgefüllt und du hast quasi nur noch die Aufgabe, in diesem Notfall die Unterschrift zu leisten für das, was die Eltern in ihrer Verantwortung eh schon entschieden haben.
Da wird das immer sehr deutlich, dieser Unterschied von Verantwortung und Aufgabe.
Und das ist halt auch in einer Paarbeziehung häufig ein Konflikt.
Das ist gar nicht selten.
In meinen Erfahrungen noch häufig ein Ding auch bei Frauen, immer Aufgaben verteilt werden an den Mann, aber nie die Verantwortung mit übergeben wird.
Und deswegen auch so der Mental Load dauerhaft hoch ist, weil man das Gefühl hat, ich muss immer wieder kontrollieren, ich bin eigentlich diese Aufgabe auch gar nicht los.
Und dann ist es natürlich schwierig, wenn darüber nicht offen gesprochen worden ist, wenn das nicht klar ist, wie man Verantwortung und Aufgabe für sich definiert.
Weil der Mann…
Wenn man sich vielleicht kontrolliert fühlt oder das Gefühl hat, es ist nicht gut genug, dauernd fragst du nach.
Ich habe doch gesagt, ich mache das.
Ja, weil sie dauerhaft die Verantwortung noch bei sich führt.
Auch häufig aus einer Spirale heraus oder dass man Kontrolle behalten muss und so weiter.
Das sind ja auch Dynamiken, die sich da so hinentwickelt haben.
Und was wir als letzten Punkt noch gemacht haben, wir haben vereinbart, dass das Paar in einen wöchentlichen Austausch geht.
Also, dass sie regelmäßig…
Sich Zeiten für die Kommunikation nehmen.
Dazu haben wir auch einen Ankerpunkt gesetzt.
Also gesagt haben zum Beispiel, bei dem Paar war das jetzt so jeden Freitagabend, nachdem die Kinder schlafen oder Ruhe im Haus eingekehrt ist, setzen wir uns zusammen und sprechen eine halbe Stunde mal die nächste Woche und reflektieren die letzte Woche, wie es gelaufen ist.
Damit man einfach auch in der Kommunikation wieder enger beieinander ist und auch dauerhaft emotional verbunden bleibt, was Prioritäten, Ziele…
Angeht, um nicht wieder das Gefühl zu haben, jeder ist so ein bisschen Einzelkämpfer zu Hause.
Das war es so zum zweiten Paar.
Wenn ihr die beiden Lösungswege spannend fandet und sagt, Mensch, das Thema, das betrifft uns, wir haben uns da wiedererkannt, das Thema Stress im Alltag, das haben wir auch und kriegen das auch nicht so richtig bewältigt.
Wir als Paar, unsere Liebesfamilien.
Die Liebesbeziehung geht darin so ein wenig unter in diesen ganzen Aufgaben und Projekte.
Wir funktionieren als Team, als Elternpaar gut, aber als Liebespaar irgendwie nicht so richtig.
Das ist untergegangen.
Dann meldet euch bei uns und wir führen ein telefonisches Erstgespräch und schauen, ob wir euch dann im Coaching unterstützen können.
Ansonsten wünschen wir euch eine gute Zeit und freuen uns, wenn ihr im nächsten Podcast wieder einhört.
Bis bald.
Bis dann.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Stress im Alltag, insbesondere durch berufliche Führungspositionen oder Selbstständigkeit, führt zu mangelnder Paarzeit und emotionaler Abkühlung.
Dauerhafte Stressfaktoren wie unklare Aufgabenverteilung und fehlende Kommunikation schaffen Konfliktspiralen und verletzen die Beziehung.
Die Einführung von Routinen und Ritualen hilft, den Alltag strukturiert und stabil zu gestalten, jedoch nur, wenn beide Partner einhalten und konsistente Verantwortlichkeiten definieren.
Der Unterschied zwischen „Aufgabe“ und „Verantwortung“ ist entscheidend
Ein wöchentlicher Austausch und gemeinsame Ziele fördern emotionale Nähe und verhindern, dass sich die Partner in isolierte Einzelkämpfer verwandeln.
Die Lösung erfolgt durch Rückbezug auf frühere positive Erlebnisse und systematische Aufarbeitung von Verletzungen und Missverständnissen.
Die Erfolgschance im Coaching hängt stark von der Motivation, Vorbereitung und aktiven Beteiligung der Partner ab.
Selbstständigkeit und berufliche Belastung können durch bewusste Zeitgestaltung und Prioritätsklärung neu ausgerichtet werden, um das familiäre und persönliche Leben zu stärken.
Summary:
Stress im Alltag, insbesondere durch berufliche Belastungen und unklare Verantwortlichkeitsstrukturen, führt zu einem Mangel an Paarzeit, emotionaler Abwesenheit und häufigen Konflikten. Bei beiden untersuchten Paaren entstehen durch ungleiche Aufgabenverteilung und fehlende Kommunikation Spannungen, wie zum Beispiel bei der Kinderkleidung oder der Familienfinanzierung. Die Lösung basiert auf der Rückkehr zu frühen positiven Erlebnissen, der Aufarbeitung von Verletzungen und der klaren Trennung zwischen Aufgaben und Verantwortung.
So wird deutlich, dass Aufgaben übergeben werden können, während Verantwortung auf Vertrauen und Entscheidung beruht. Beide Paare entwickeln gemeinsame Ziele, klären Prioritäten und verpflichten sich zu einem wöchentlichen Austausch, um emotionale Nähe zu sichern. Die Erfolgschance hängt entscheidend von der aktiven Beteiligung und Vorbereitung der Partner ab.
Selbstständigkeit und Führungsrollen werden somit nicht nur als Belastung, sondern als ein Thema der gemeinsamen Gestaltung und Balance im Alltag verstanden. Die Coaching-Methode zeigt, dass ein strukturiertes, bewusstes und kommunikatives Wiederherstellen der Beziehung möglich ist – auch wenn der Alltag überaus belastend ist.
FAQs
Der stressreiche Alltag mit vielen Aufgaben und Verpflichtungen nimmt viel Zeit und Energie weg, sodass Paare kaum Zeit für Gespräche, gemeinsame Aktivitäten oder emotionale Nähe haben.
Stress im Berufsleben führt oft zu mangelnder Kommunikation, Verletzungen durch unerfüllte Erwartungen, Konflikte über Aufgabenverteilung und einem Gefühl von Unzufriedenheit im privaten Leben.
Eine Aufgabe wird an jemanden übergeben, während die Verantwortung das Fühlen und Entscheiden für die richtige Handlung bedeutet. Wenn jemand nur Aufgaben übernimmt, aber nicht Verantwortung trägt, fühlt sich der andere oft überfordert oder kontrolliert.
Man sollte über Prioritäten, Verantwortung und Aufgaben offen sprechen, gemeinsame Ziele festlegen und klare Ressourcenverteilung abstimmen, um Verletzungen und Konflikte zu vermeiden.
Ja, mit guter Vorbereitung und aktiver Beteiligung kann ein Paar in sechs Terminen Verletzungen aufarbeiten, Routinen neu ausrichten und neue, stimmige Alltagssituationen entwickeln.
Ein regelmäßiger Austausch, zum Beispiel jeden Freitagabend, stärkt die emotionale Verbindung, ermöglicht Reflexionen und verhindert, dass sich beide zu Einzelkämpfern entwickeln.
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