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Welthandel: Wege aus der Abhängigkeit von China

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Welthandel: Wege aus der Abhängigkeit von China

The Handelsblatt Morning Briefing covers various topics, including the chip shortage faced by Next Peria impacting the auto industry and the violence in Sudan receiving minimal global interest. Financially, Amazon and Apple reported growth in revenue despite challenges. Alcohol industry stocks have declined due to reduced alcohol consumption, while a new dinosaur species related to T-Rex has been discovered. The briefing also touches on Germany's dependency on China for resources and the need for diversification. The content provides insights into current affairs and offers a comprehensive understanding of global economic and political dynamics.

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1015 Words, 7285 Characters

(upbeat music) - Das Handelsblatt Morning Briefing von Christian Riggens. Gelesen von Peter Hofmann. - Guten Morgen allerseits. Heute ist Freitag, der 31. Oktober. Und das sind unsere Themen. Welthande, Wege aus der Abhängigkeit von China. Sudan, ein Blutbad für das sich kaum jemand interessiert. Alkoholaktien, Sichtum oder Chance. Next Peria. Was vor vier Jahren die FFP2 Schutzmasken waren, das sind in diesen Tagen die Chips von Next Peria, simple Teile, bei denen man erst merkt, wie wichtig sie sind, wenn sie knapp werden. In der Autoindustrie liegt Next Perias Marktanteil bei Standardchips Schätzungen zufolge bei bis zu 40%. In der Branche nennen manche Next Perias Produkte Hühnerfutter winzige Bauteile eigentlich Massenware für BMW, Mercedes, VW und Co. Doch wegen eines Streits mit der niederländischen Regierung liefern die chinesischen Eigentümer nicht mehr nach Europa und plötzlich zeigt sich, ohne Hühnerfutter geht es nicht. Wie schon bei den FFP2-Masken suchen alle Abnehmer gleichzeitig nach Alternativ-Lieferanten. Die Preise steigen, die Situation sei extrem komplex, sagte Volkswagen-Finanzchef Arno Antlitz gestern, als ihn Investoren und Journalisten nach der aktuellen Versorgungslage befragten. Wir sichern die Produktion Tag für Tag, Woche für Woche, so Antlitz. Optimismus klingt irgendwie anders. Nun recht sich, dass die meisten deutschen und europäischen Unternehmen vergangene Versorgungsengpässe nicht zum Anlass genommen haben, um ihre Lieferketten robuster zu machen, im Zweifel war es halt meist am billigsten, in China zu bestellen. Das gilt nicht nur für Chips, das gilt auch für strategische Rohstoffe wie seltene Erden, bei deren Beschaffung weltweit kaum ein Weg an China vorbeiführt. Und nicht nur im Einkauf herrschte diese Naivität auch für den Vertrieb war es im Zweifel das Einfachste, auf den chinesischen Markt zu setzen, der mit einlullender Gleichmäßigkeit wuchs. Doch seit einigen Jahren ist die freundliche chinesische Winkelkatze ganz schön grumpy geworden. Rohstoffversorgung und Marktzugang knüpft Peking zunehmend an ökonomisches und politisches Wohlverhalten. Die kurzfristig geplatzte Chinareise von Außenminister Johann Wadefühl zeugt davon. Vor einigen Jahren standen Chinareisende deutsche Politiker noch unter dem Druck der deutschen Öffentlichkeit gegenüber Peking, doch bitte Klartext in Sachen Taiwan, Tibet und Menschenrechten zu sprechen. Heute ist es umgekehrt, heute verlangt China von Wadefühl, dass er vor der Reiseäußerung zu Chinas aggressiver Politik gegenüber Taiwan relativieren soll. Sonst gibt es keine Termine in Peking. Noch ist es nicht zu spät für Europa, sich ein Stück weit aus der über 20 Jahre gewachsenen Abhängigkeit von China zu lösen. Wie Strategien dazu aussehen können, schildert unsere heutige Titelgeschichte. Sudan. Im Bürgerkrieg im Sudan haben die Rebellen die Stadt Al-Faschier in der Region davor eingenommen und dabei berichten zufolge ein Massaker angerichtet. Nach Angaben der Gesundheitsorganisation WHO starben allein 460 Menschen in einer Geburtsklinik. Zwölf Millionen Menschen sind im Sudan auf der Flucht. 150.000 sind im dortigen Bürgerkrieg bereits getötet worden. Das sind mehr Tote als im gesamten Gaserkrieg. Aber mal ehrlich, haben sie sich bisher ernsthaft dafür interessiert, wer im Sudan gegen wen kämpft und warum? Ich auch nicht. Wenn Sie das nachholen möchten, finden Sie heute bei uns im Blatt alle relevanten Informationen. Amazon. Der wachsende Bedarf an Rechenkapazität für künstliche Intelligenz gibt Amazon nach eigenen Angaben Rückenwind. Der Konzernumsatz stieg demnach im dritten Quartal überraschend deutlich um 13% auf 180,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn habe um mehr als 36% auf 1,95 Dollar je Aktie zugelegt. Die Aktie stieg nach dieser Botschaft im nachbörslichen Geschäft der Wall Street um mehr als 10%. Am Dienstag hatte Amazon angekündigt, rund 14.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung zu streichen. Als einen Grund nannte das Unternehmen, dass KI mittlerweile viele Aufgaben von Menschen übernehme. Apple. Auch Apple hat gestern Quartalszahlen vorgelegt. Der Verkaufsstaat des neuen iPhone 17 verhalft dem Konzern zu einem Umsatzplus. Und das, obwohl Apple die Nachfrage wegen Lieferengpässen teilweise nicht bedienen konnte. Der Gesamtumsatz bei Apple stieg im dritten Quartal gegenüber dem vorjahres Zeitraum um etwa 8% auf 102,5 Milliarden Dollar. Unterm Strich verdiente der Konzern mit 27,5 Milliarden Dollar 86% mehr als vor einem Jahr, vor allem dank einer deutlich niedrigeren Steuerbelastung. Für das angelaufende Quartal prognostizierte Konzernchef Tim Cook ein prozentual zweistelliges Wachstum des iPhone-Absatzes. Bei den Konzernerlösen rechnet er mit einem Plus von 10 bis 12%. Anerlösten hatten geringere Zuwächse vorhergesagt. Alkoholaktien. Alkoholabhängigkeit führt ins Sichtum. Das gilt in vielen Fällen nicht nur für Menschen, sondern auch für die Aktien von Bierbrauern und Schnapsbrennern. Der Bloomberg-Index der 50 wichtigsten börsennotierten Bierwein- und spirituosen Hersteller liegt derzeit 46% unter seinem Rekordhoch vom Juni 2021. Die Aktien im Index werden im Schnitt zum 15-fachen ihrer erwarteten Gewinne gehandelt. Verglichen mit dem Höchststand von 2021 ist das weniger als die Hälfte. Der Grund ist simpel. In den Industriestaaten trinken die Menschen tendenziell immer weniger Alkohol, oft aus Gesundheitsgründen. Wo die einen einen Sichtum sehen, sehen die anderen eine günstige Kaufgelegenheit. Der US-Hedgefonds Cook on Bynum hat laut Partner und Portfolio Manager Richard Cook seine Positionen beim brasilianischen Bierkonzern Ambeff SA und beim peruanischen Brauer Bakus E. Johnston ausgebaut. "Wir glauben nicht, dass die Menschen aufhören werden, Alkohol zu trinken", sagte Cook der Nachrichtenagentur Bloomberg. Brauer in wachsenden Schwellenländern würden mehr Bier verkaufen und das Bier, das sie verkaufen, werde im Laufe derzeit hochwertiger und margenträchtiger sein. Kleiner T-Rex. Seit langem Rätseln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob es sich bei einem in den 1940er-Jahren ausgegrabenen Dinosaurier um einen jungen Tyrannosaurus rex oder eine andere Dinosaurierspezius handelt. Jetzt haben Forscher das Rätsel gelöst. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie gestern im Fachjournal Nature. Das Team geht davon aus, dass das mysteriöse Reptil zu einer eigenen Spezies gehört. Sie war wohl mit dem T-Rex verwandt, aber ausgewachsen nur etwa halb so groß. Ein Trend, der sich in Dinosaurierkreisen bis heutiger halten hat, Mercedes arbeitet seit längerem an einem kleineren Ableger seines Off-Road-Urphys G-Klasse. Ich wünsche Ihnen einen leichtfüßigen Wochenausklang. Herzliche Grüße, Ihr Christian Rickens. PS. Rohstoffe, Halbleiter, Absatzmärkte. Aus Bequemlichkeit hat sich Deutschland in die Abhängigkeit von Peking begeben. Warum sich das jetzt recht und wie ein Ausweg aussehen könnte, ob Märkte, Unternehmen oder geopolitische Entwicklungen, das Handelsblatt liefert fundierte Einordnung und erklärt Zusammenhänge. Und sie erhalten vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte jederzeit überall, jetzt vier Wochen für nur einen Euro testen. Mehr auf www.handelsblatt.com/meerfahren

Podcast Summary

Key Points:

  1. Next Peria faces chip shortage affecting auto industry.
  2. Sudan experiences violence with little global attention.
  3. Amazon and Apple report positive financial results.
  4. Alcohol industry stocks decline due to reduced alcohol consumption.
  5. Discovery of a new dinosaur species related to T-Rex.

Summary:

The Handelsblatt Morning Briefing covers various topics, including the chip shortage faced by Next Peria impacting the auto industry and the violence in Sudan receiving minimal global interest. Financially, Amazon and Apple reported growth in revenue despite challenges. Alcohol industry stocks have declined due to reduced alcohol consumption, while a new dinosaur species related to T-Rex has been discovered.

The briefing also touches on Germany's dependency on China for resources and the need for diversification. The content provides insights into current affairs and offers a comprehensive understanding of global economic and political dynamics.

FAQs

Welthande, Wege aus der Abhängigkeit von China, Sudan, Alkoholaktien, Next Peria, Amazon und Apple.

Die Chips von Next Peria sind aufgrund von Lieferengpässen von großer Bedeutung für die Autoindustrie und andere Branchen.

Die Aktien dieser Unternehmen sind aufgrund des abnehmenden Alkoholkonsums in Industriestaaten stark gesunken.

Amazon verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13% und Apple konnte trotz Lieferengpässen einen Umsatzzuwachs von 8% verzeichnen.

Der US-Hedgefonds Cook on Bynum hat seine Positionen beim brasilianischen Bierkonzern Ambeff SA und beim peruanischen Brauer Bakus E. Johnston ausgebaut.

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