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Welche Rolle spielt der Klimawandel im Tagesgeschäft?

25m 26s

Welche Rolle spielt der Klimawandel im Tagesgeschäft?

Im Podcast-Gespräch erläutert Ernst Rauch, Chefklima- und Geowissenschaftler der Münchner Rück, die zentrale Rolle des Klimawandels für das Rückversicherungsgeschäft. Er betont, dass die Bewertung und der Transfer von Naturgefahrenrisiken seit Jahrzehnten zur DNA des Unternehmens gehören, da wetterbedingte Schäden wie Stürme und Überschwemmungen weltweit Milliardenbeträge erreichen. Ein zentrales Thema ist die Versicherungslücke: Während in Industrieländern wie OECD-Staaten der Anteil versicherter Schäden gestiegen ist (von 75 % auf 50 % Lücke), bleibt er in Entwicklungsländern mit über 90 % katastrophal hoch, was wirtschaftliche Rückschläge verstärkt. Rauch empfiehlt Unternehmen, Risiken transparent zu machen, zu quantifizieren und dann entweder Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder Versicherungslösungen zu nutzen. Besonders wichtig sei die Berücksichtigung von Klimaszenarien, da die Vergangenheit nicht mehr die Zukunft widerspiegelt. Zudem berichtet er über das Engagement der Münchner Rück in der Net-Zero-Asset-Owner-Alliance, um bis 2050 treibhausgasneutrale Kapitalanlagen zu erreichen, inklusive des Ausstiegs aus Kohleinvestitionen. Abschließend hebt er die Bedeutung neuer Technologien hervor, die die Münchner Rück auf ihrem Weg in den Markt unterstützt, obwohl ihre Risiken noch unzureichend verstanden sind.

Transcription

3345 Words, 23069 Characters

German
(Musik) Systemability to go. Hallo und willkommen zu unserer neuen Podcast-Ausgabe. Unser heutiger Gesprächspartner ist Ernst Rauch. Er ist Chef Klima und Geowissenschaftler bei der Münchner Rückversicherung. Global Head Climates, ein Publiksektor, Business Development, nennt sich seine Position offiziell. Dieser Podcast entstand in Kooperation mit dem deutschen Global Compact-Netzwerk dem wir dafür ganz herzlich danken. Das Gespräch führt deren Leiterin des Bereiches, Umwelt, Klima und Reporting Lena Kern. Und darum geht es in der heutigen Ausgabe. Stärker denn je steht der Klimawandel als einer der drängendsten globalen Herausforderungen unserer Zeit im Fokus. Das Intergovernmental Panel on Climate Change oder kurz IPCC zeigt in seinem 2019 veröffentlichten Sonderbericht, dass sich die Erde seit Ende des 19. Jahrhunderts global bereitet. Das Global bereits um etwa Eingradcellsios erwärmt hat. Die Folgen dieser Überhitzung sind bereits deutlich spürbar. So nehmen Hitzewellen und Starkregenereignisse in verschiedenen Regionen der Welt bezüglich Häufigkeit und Intensität zu. Selbst ein halbes Grad kann hier einen dramatischen Unterschied machen, zum Beispiel, ob sich das Klima um 1,5 oder 2 Grad erwärmt. Angesichts dieser Entwicklung setzen sich immer mehr Unternehmen mit Klimafragen auseinander. Viele haben erkannt, dass sie mit entsprechenden Strategien und Maßnahmen auch eigene Risiken senken und neue Geschäftschanzen erschließen lassen. In der Praxis gibt es zahlreiche Stellschrauben. Kosten Einsparungen durch höhere Energie und Ressourceneffizienz. Zukunftsfähigkeit durch proaktiven Umgang mit Klimarisiken auch entlang der Wertschöpfungskette und die Erschließung von Geschäftspotenzialen durch neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien. Jede Menge Themenfelder für unser Gespräch. Herzlich willkommen zu dieser Podcast-Ausgabe. Wir freuen uns sehr, dass Sie uns heute Rede und Antwort stehen. Mich würde interessieren, welche Rolle spielt der Klimawandel für das Tagesgeschäft der Münchner Rück? Der Klimawandel ist Teil der DNA. Also das innereitsstück, wenn Sie so wollen, eines Rückversicherers und damit auch von Munich Green. Warum ist das so? Zu unserem Geschäftsmodell gehört eben, im Kern risiken zu bewerten, zu identifizieren zunächst einmal, dann eben die Bewertung, also tatsächlich einen Aufkleber, einen Preisaufkleber drauf zu machen und diese Risikunden dann zu transferieren, also zu übernehmen, beispielsweise auf unsere eigene Bilanz. Und wir haben in den 70er Jahren bereits festgestellt, dass sich Risiken verändern im Naturgefahrenbereich, insbesondere wetterbedingte Risiken. Das ist so die Palette von Sturmüberschwemmungen, Fahrgeschläge und ähnliches. Und diese Beobachtung 40 Jahre zurück hat uns sensibilisiert für die Frage gibt es ein sogenanntes Änderungsrisiko. Also ist die Vergangenheit bei Naturgefahren heute noch repräsentativ für die Bewertung des Jetzzustands. Und aus dieser Beobachtung heraus und dieser Fragestellung heraus haben wir uns die letzten 40 Jahre mit dem Klimawandel befasst, weil wir eben bei den ganz großen Risiken, die wir auf unsere Bilanz nehmen, weltweit die Naturgefahren Risiken ganz, ganz oben sind von den Summen, um die es hier geht. Hier ist man oft im Bereich von 2-ställigen Milliarden, was die Marktschäden betrifft, also für die gesamte Versicherungswirtschaft. Und wir als Mio. Grieh haben daran immer einen großen Anteil. Wir zitieren in unserem webinar zur Klima-Risiko-Analyse auch immer ihre Zahlen. Und zwar, dass die weltweiten Schäden aus Naturkettastrophen insgesamt steigen, davon jedoch auch immer nur ein Teilversich hat. Und die Versicherungslücke für Europa beträgt zum Beispiel 71 Prozent, meine ich gelesen zu haben. Darauf würde ich gerne etwas näher eingehen. Und zwar warum ist die Schäden zwischen den Schäden und den versicherten Anteil denn so groß? Weil man sollte ja meinen überraschen, können eben Klima bedingte und andere Naturkettastrophen eigentlich niemanden mehr, oder? Das tun Sie zumindest uns definitiv nicht. Wir sind auf diese Veränderungen bei den Risiken eingestellt, eben seit vielen Jahren schon. Aber zum konkreten Zahl oder dem Kern ihrer Frage. Richtig ist, und da gibt es gute und schlechte Nachrichten, wenn Sie so wollen, richtig ist, dass die Versicherungslücke, also die Differenz zwischen dem Gesamtschaden der Volkswirtschaftsricht entsteht und dem Anteil davon versichert ist, unzufrieden groß ist in den meisten Teilen der Welt. Sie haben die 71 Prozent genannt. Es ist für Europa, der nicht versicherte Anteil als Mittelwert über die letzten 40 Jahre bei Schäden aus Naturkettastrophen eignissen. Das ist keine wahnsinnig positive Nachricht. Erst einmal, dass positive daran ist, allerdings, dass diese Lücke, also diese Schere zwischen Gesamtschaden und Versichertenschaden kleiner geworden ist. Immer noch groß, aber kleiner geworden. Wenn Sie in die 80er Jahre zurückgehen und das sind Daten, die wir selbst erhoben haben seit vielen Jahrzehnten, dann war diese Versicherungslücke deutlich größer. Also nicht nur die 70 Prozent, sondern 80 Prozent plus. Das heißt, es gibt einen Trend hinzu tatsächlich mehr versicherten Schäden im Hinblick auf den Anteil am Gesamtschaden. Die Versicherungslücke wird kleiner, wird langsam kleiner in Europa, aber wir haben immer noch diesen großen Anteil. Wenn Sie in andere Teile der Welt schauen, dann ist diese Versicherungslücke sehr unterschiedlich, je nach Einkommensgruppe. Und das ist schon eine relevante Beobachtung. Ich will es ein bisschen weiter erläutern. Wenn Sie in die hoch Einkommensländer gehen, also OECD-Länder beispielsweise und die letzten 40 Jahre anschauen bei den Daten, dann ist diese Versicherungslücke nur auf OECD begrenzt von 75 Prozent in den 80er Jahren auf heute etwa 50 Prozent zurückgegangen. Können Sie mehrres draus lesen? Ich möchte mal eine Zunahme der Versicherungsdichte offensichtlich ist, wenn Sie so wollen, die Nachfrage nach Naturgefahrenversicherung und das Angebot hat zusammengepasst durch diesen Trendlichen gerade beschrieben habe. Sie haben andererseits auch die Situation, dass Europa hier durch diese Vielfalt der unterschiedlichen europäischen Volkswirtschaften durchaus etwas schlechter ist als der OECD-Mittelwert 50 Prozent Versicherungslücke. Wir haben diese genannten G70 Prozent. Aber wir haben eben einen positiven Trend, OECD-Länder. Jetzt komme ich zu dem großen Problem, falls der mich auch persönlich immer wieder berührt, nämlich Entwicklung von schweren Länder. Also niedrig ein Kommensländer. Die sehr oft und das kann man mit Daten belegen, sowohl humanitären, wie ökonomischen Daten belegen, die unter Naturkatastrophenschäden in besonderer Weise leiden. Humanitär, weil die Opfer zahlen in Entwicklung von Lässchwellenländern immer relativ zu den Ereignissen überdurchschnittlich hoch sind. Das heißt, Menschen sind nicht angepasst, haben keine ausreichenden Schutzmöglichkeiten. Aber für die Volkswirtschaften gilt ähnliches. Bei den Volkswirtschaftsdunneln ist es sehr oft so, dass der betroffene GDP-Brotosozialproduktanteil relativ zu Industrie starten viel größer ist. Mit anderen Worten, eine Naturkatastrophe für den Entwicklungs- und Schwellenländern sehr oft zu einem Rückschlag in der wirtschaftlichen Entwicklung. Und wenn man es auf die Zahlen noch ein tickgenauer schaut, dann ist das, was Sie beschrieben haben, Versicherungslücke in Europa mit den 70% OECD-Ländern 50% ist in den Entwicklungs- und Schwellenländern über 90% in vielen Ländern 95%. Also in diesen Ländern ist so gut, wie nichts versichert. Und das ist eine Beobachtung, die hat sich eben nicht im Sinne eines Trends, wie in den anderen Staaten verbessert, sondern es übel letzten Jahrzehnte konstant geblieben. Das bewegt uns, bewegt mich persönlich auch sehr. Es gibt viele Aktivitäten auch in Kooperationen, in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen, mit Entwicklungsbanken, mit UN-Organisationen. Aber der Erfolg muss man ehrlich sagen, es ist bisher noch ausgeblieben. Ist ja auch relevant für Unternehmen, die ihre Lieferketten in entsprechenden Ländern oder der Welt haben. Und damit vielleicht auch aus Überleitung zu meiner nächsten Frage, wie kann man sich denn jetzt als Unternehmen vor diesen Naturkatastrophen schützen und schließt die Mienigree hier auch bestimmte Versicherungsleistungen aus? Als Unternehmen ist der erste Schritt bei dieser Fragestellung, sich an den lokalen oder regionalen Versichern zu wenden. Das sind erst Versichern und das ist jetzt unabhängig, ob man in Industrieländern ist, ob man hier Europa ist oder in einem Entwicklungsland. Es gibt praktisch überall Erstversichern, die die ummittelbare Anlaufstelle sind. Und dort ist dann die Frage zu stellen, kann ich mich, kann ich mein Unternehmen gegen bestimmte Gefahren, Naturgefahren, Versichern gegen Sachwert, die vielleicht auch gegen Betriebsunterbrechung und Ähnliches. Das hängt von den lokalen Märkten ab. Und es gibt, wenn sie sowohl eine Grundauslage, die hier machen kann, je weiter das Land in der Industrialisierung, also in der ökonomischen Entwicklung fortgeschritten ist, ist. Umso breiter ist die Palette des Angebots an. Versicherungsstutz, so als Grundregel. Das heißt, in OECD-Ländern, in Industrieländern können Sie in der Regel problemfrei im Hinblick auf das Angebot an Versicherungsstutz ihr Unternehmen versichern. Sie werden allerdings immer konfrontiert sein, mit der Frage ist mein Unternehmen, mein Objekt gilt für private Genause in einer hochgefährdeten Zone und da gibt es sehr transparente Gefährdungszoneerungssysteme oder bin ich an einem sicheren Platz und derjenige, der an einem hochgefährdeten Platz ist, der umdellbar in einem Überschwemmungsgebiet baut oder unbedingt sein Unternehmen haben will, der muss für diesen Risiko-Transfährfeversicherung mehr bezahlen. Also das Angebot scheint nicht das Problem zu sein, bei dieser vorher diskutierten Versicherungslücke, zumindest nicht im Breiten. Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann ist das heute weniger auf die Frage der Verfügbarkeit von Versicherung zurückzuführen, sondern mehr auf die Frage, was kostet das? Und das hat eben einen ganz, ganz engen Zusammenhang mit der Frage, wie viel Risiko ist an diesem Ort. Daher auch immer wieder unser Hinweis darauf, diese Risiken transparent zu machen. Wir versuchen, als Mio. Grie, als Mio. Grie, als Mio. Grie, unser Beitrag zu leisten. Es gibt digitale Karten inzwischen mit Gefährdungszonen und Ähnlichem, auch Informationen, die wir auf unsere Internetseite publizieren und Ähnliches. Und wenn man, und das ist dann der zweite Schritt, den dann auch das Unternehmen oder die Privatpersonen gehen muss, wenn man weiß, dass man in einem Überschwemmungsgebiet beispielsweise versucht, sein Unternehmen aufzubauen, weil möglicherweise der Grund- und Bodenwert besonders günstig ist, da muss man auch wissen, dass das Risiko groß ist und die Versicherungsprämen groß sind und irgendeinem wahr möglicherweise die Situation eintreten kann, stichwort Klimawandel, aber muss nicht nur Klimawandel sein, dass irgendwann mal ihr Unternehmen kaum noch versichern können. Und sie sagt ja, engangst, sie sind Risiko-spezialist, kommt, ist natürlich in der Natur der Sache. Und das würde ihr sagen, wie kann man konkret mögliche Risiken für sich definieren, also mit welchen Szenarien sollte man hier arbeiten und sie können Unternehmen auch die Betrachtung von Klima-Risiken in ihr eigenes, schon existieren, das Risiko-Management einbauen. Es mag banaltlingen, aber unsere Beobachtung ist, dass sie sich zunächst einmal überhaupt als Privatperson und Unternehmer mit der Frage von Risiken, Naturgefahren, Risiken oder Klima bezogen Risiken auseinandersetzen müssen. Wie gesagt, das klingt banal, es spricht aber nicht in jeden Fall der Beobachtung, die wir machen. Es gibt viele Unternehmen auch hier in Europa, die erst in der jüngeren Vergangenheit begonnen haben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. So, und wenn ich mir die Frage stelle, welche Risiken habe ich denn persönlich oder als Unternehmer, dann ist natürlich die nächste Stufe nach diesem, diesem Informationsteil oder Lernteil, wenn sie so wollen, die Frage nach der Quantifizierung, also wie groß ist denn dann das Risiko. Und dazu gibt es eben sowohl aus der Versicherungswirtschaft heraus, wie es es mini-Gribe bieten da, Software-Unterstützung an, aber es gibt auch öffentlich verfügbare Gefährdungshonen und dann wissen sie eben als Unternehmen, als Privatperson. Ich bin in der Überschmemmungsszone ABC 1, 2, 3, die im statistischen Mittelaufgrund historischer Analysen, einmal in X-Jahren statistisch überschwemmelt, beispielsweise. Und dann kommen Sie zu der Frage, wie gehe ich mit diesem, mit dieser Analysen um? Trage ich das Risiko selbst, fange ich an mich zu schützen, also es gibt ja Hochwasserschutzmöglichkeiten auch vom Spektrum Hochwasserschutz um das Grundstückherum zu bauen, Fenster, Wasserticht zu machen oder ähnliches. Oder aber gehe ich den nächsten Schritt und suche nach einer Risikotransferlösung, das ist Versicherung. Also von der Transparenz, ich muss das Risiko erstmal verstehen, zur Frage der Messung hin und dann liege ich damit um. Das sind so die klassischen Stufen, die man gehen sollte und immer ganz am Anfang noch mal ist die Frage befasse ich mich damit. Und jetzt kommt der Blick nach vorne, das ist nämlich die Besonderheit bei den Wetterbedingten Naturgefahren Risiken, dass diese in vielen Regionen und bei vielen Gefahrenausplägungen nicht statisch sind. Das heißt, die Risikobewertung der Vergangenheit, also einmal in X-Jahren ist ein bestimmter Region überschwemmt, beispielsweise oder die Windgeschwindigkeiten haben eine bestimmte Wahrscheinlichkeit. Das trifft durch den Klimawandel in vielen Regionen eben nicht mehr zu Vergangenheit ist nicht mehr eine Repräsentanz für gegenwertige Gefährdung und schon gar nicht für zukünftige. Wir bezeichnen das als Versicherer als Änderungsrisiko und jetzt kommt man zur Frage, wie Mist man dann oder bewertet man zukünftige Risiken oder Veränderungen durch die wir heute gehen. Da hilft im mesenlichen Gewissenschaft weiter, eigentlich wenn sie sowohl nur die Wissenschaft IPCC, der Welt Klima-Rat, aber auch einzelne wissenschaftliche Studien. Wie als MUNICRI machen das auch über Kooperationen mit Wissenschaftseinrichtungen. Wir haben uns auch mit unserer Expertise an letzten IPCC-Sdiebricht beteiligt und haben Daten zu geliefert über Schadenerfahrungen, Schadenentwicklungen und Ähnliches. Und die Wissenschaft gibt eben Klima-Szenarien vor. Das sind keine Vorhersagen, sondern input-output-Szenarien, das heißt unter bestimmten Annahmen zum Beispiel von Emissionen, Treibhausgas Emissionen, wird sich die Welt um ein bestimmtes Maß über eine Zeit hin erwärmen und das hat folgende Sekundeer Effekte, im Hinblick auf Hitze, wenn im Hinblick auf Überschwemmung mehr Gespiegelanstieg und Ähnliches. Und diese nach vorne blickenden Szenarien auf wissenschaftlicher Basis helfen uns dann zukünftige Risiken zu bewerten. Und das ist wiederum eine Information, die wir natürlich mit unseren Kunden teilen und der Kunde der Versicherungssnehmer ist dann wieder gefragt, so sagen, was mache ich mit diesem zukünftigen Risiko, das sich vom heutigen unterscheidet. Meistens wird es größeres Risiko, es gibt auch wenige Ausnahmefällen, wir das eher kleiner. Und da unterstützen wir eben mit dieser DNA, die ich eingangs erwähnt habe, dieser Risiko, Kompetenz unserem Geschäftsmodell, aber die Entscheidung bleibt letztendlich beim Kunden, beim Versicherungssnehmer zu sagen, so gehe ich mit diesem Risiko um, ich passe mich an, ich versuche es zu vermeiden, wo ich kann es auch ignorieren. Ja, jetzt würde ich gerne einen kleinen Themenwechsel vornehmen, Klimafinanzierung, weil sie als Mini Grey sind ja auch selbst Teil der Net Zero Acid-Owner Alliance. Und ich würde dazu interessieren, wie sich dieses Commitment auf ihr Acid-Management und Portfolio auswirkt. Wie es Mini Grey sind, heute in diesem Jahr 2020 dieser Net Zero Acid-Owner Alliance beigetreten und das Kernziel bei dieser Alliance, bei dieser Gemeinschaft von vielen Unternehmen aus dem Finanzbereich, aber auch darüber hinaus ist, im Rahmen oder im Kontext des Paris-Vertrages. Er sagt, 20/50 darf die Klimaerwärmung maximal zwei Grad haben mit der Ambition 1,5 Grad. Und um das zu erreichen, muss man auf die Gründe schauen und das sind eben im Wesentlichen Menschgemachte Treibhausgasemissionen. Und wenn man dann noch eine ebenitiv erschaut, dann sieht man, wenn man wissenschaftliche Studien und wissenschaftliche Kenntnis dazu als Grundlage hernimmt, wir müssen um das Jahr und wir ist die Welt nicht als Unternehmen allein, so eine ganz ganze Welt um das Jahr 2050 herum, Treibhausgas neutral sein. Das heißt, Netto betrachtet keine Treibhausgasemissionen, das ist die Kohle-Diux mit Hanlachgas oder ähnliches in die Atmosphäre mehr entlassen. Und genau das ist der Kern der Mitleschaft in dieser Net Zero Acid-Owner Alliance. Das all unsere Kapitalanlagen von Mini Grey, der gesamten Mini Grey Konzerns, dass diese gemäß dem Paris, den Sinus Paris Vertrags Treibhausgas neutral sind. Also keine finanzierten Emissionen mehr sich darin befinden. Das ist das 2050er Ziel. Aber es ist eben nicht nur eine Zeitmarke in drei Jahrzehnten in der Zukunft, sondern es wird jetzt in diesen Monaten ein Plan entwickelt, wie dieses Ziel erreicht werden kann, mit Zeitmarken, mit Meilensteinen. Und ein Kernbaustein, den wir ja schon vor einiger Zeit veröffentlicht haben, ist, dass wir unsere Investments auf der erste Seite, die besonders Kohlenstoffhaltig sind. Also Kohlekraftwerke, neue Kohlekraftwerke, beispielsweise, dass wir das nicht mehr tun und dass wir das nicht mehr in unserem Kapitalanlage vermügen haben. Und wir haben der Englische Begriff "Die Westet", also wir haben uns von diesen Kapitalanlagen getrennt. Das ist ein Beispiel und auf dem Weg eben zu Net Zero emissions werden wir weitere Schritte hersehen in der Zukunft. Das ist auch schon eine schöne Überleitung zu der nächsten letzten Frage, die ich dann habe. Es geht ja eben auch darum, natürlich den Klimawandel zu vermeiden, so gut wie es geht. Und wir wissen, dass es dazu auch einen massiven Ausbau an neuen Technologien braucht. Da würde mich interessieren, ob die Mühne grey ja auch eher risikoreiche, neue Technologien versichert. Zum Beispiel, man hört ja auch immer wieder über das Stichwort "Geoengineering", eben Technologien zum Beispiel die CO2-Außeratmosphäre entziehen. oder aber auch und in der neuerbaren Energien gibt es vielleicht auch die eine oder andere Technologie, die noch nicht so etabliert ist und dadurch auch eher noch unter die Risikoreichen Technologien schält. Ich will mal mit meiner sehr persönlichen Sicht auf diese Frage anfangen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Technologien, neue Technologien der Schlüssel sind, um die Paristziele zu erreichen. Also diese Treibhausgasneutralität, die hinter dem 2° oder 1,5° Ziel steckt. Es werden neue Technologienseintits zum Teil heute schon tatsächlich auch im Markt sind, wie erneuerbare Energien. Wir werden aber auch alleine mit dem Ausbau erneuerbare Energien, also Sonne, Wind, Wasserkraft, das Ziel nicht erreichen können. Wir werden auch eine gesellschaftliche Diskussion rauchen, zum Teil auch schon begonnen, wo wir über Kleidmetechnering, Tio-Inchnering sprechen, über Fragen des Herausforders von CO2, von Kohlenstoff aus der Atmosphäre, mit Technologien die heute eben großtechnisch noch nicht im Einsatz sind. Also Unternehmen als Munigree sehen wir unsere Rolle dabei, diese neuen und notwendigen Technologien auf ihrem Weg in die Märkte, in die Marktgängigkeit zu unterstützen. Wie machen wir das? Neue Technologien kommen zunächst einmal mit Risiken, die eben zum Teil noch nicht gut verstanden sind. Und weil das so ist, ist die Finanzierbarkeit dieser neuen Technologien doch banken, doch Investoren, oft mit einem gewissen Hemschufer sehen oder einem zusätzlichen Finanzierungsaufschlag für das Risiko, das man nicht kennt. Und genau hier setzen wir an als Munigree. Wir transferieren Risiken dieser neuen Technologien auf unsere eigene Bilanz und helfen damit diese Technologien finanzierbarer und investierbarer zu machen. Das ist ein konkretes Beispiel, das geht schon lange zurück, das sind wir so bei etwa zehn Jahren zurück. Fotovoltaiktechnik, heute sind Fotovoltaikmodule Comodity. Also sie werden überall eingesetzt in der Welt, sind einfach zu kaufen, sie können sie im Baumarkt heute kaufen. Aber es war eben vor vielen Jahren nicht der Fall und es gab von Investorenblattversung um große Anlagenging einfach die Fragestellung. Und dann haben wir dann eben gesagt, wir helfen diese Technologie-Ne-Markt zu bringen, indem wir die Leistungsfähigkeit, also die Effizienz dieser Module über einen langen Zeitraum nämlich zwanzig Jahre und darüber hinaus garantieren. Und damit ist es möglich geworden, erstens diese Technologie in großen Stil finanzierbarer zu machen aus der Perspektive von Investoren, die sonst davor zurückgeschleckt hätten. Und zum anderen ist es natürlich für den Hersteller solcher Module ein Anreiz gewesen mit der Garantie einer Immunigree, diese Produkte zu verkaufen. Den typischerweise waren die Hersteller von Fotovoltaikmodulen nicht in jeden Fall sehr kapitalstark. Und dort nutzt man eben dann die Kapitalstärke einer Immunigree um diese Garantien über lange Zeit in den Markt zu bringen. Endlich ist, endlich ist, machen wir heute bei, wenn Sie so ein aktuellen Technologien, wo es um das Thema Batterien geht, stationäre Batteriespeicher, ähnliche Fragestellungen wie lange halten, die denn, wie sicher sind den Investitionen in diese Technologien und auch hier bieten wir Performance, Leistungsgarantien an über längere Zeiträume hinweg. Und das können Sie fortsetzen, Brennstoffzellen, Technologie und Ähnliches. Und das ist auf der Technologie Ebene ein ganz zentraler Weg, bei dem wir, wenn Sie so wollen, durchaus nicht nur die purige Geschäftstätigkeit im Fokus haben. Das ist natürlich ein Geschäftsfeld für uns auch eines, das wächst. Aber gleichzeitig eine Notwendigkeit ist, an der man nicht vorbei kommt, um eben Aris möglich zu machen. Das ist unser Kernaktivität bei den Neubahnenergien und noch ganz kurz, wir sind auch Investor in diese Technologien. Wir haben ein Portfolio, ein Kapitalanlage Portfolio in Solar, Kraftwerke, Windkraftwerke, heute stark auf Europa fokussiert, aber nicht nur Europa. Das ist für uns erstens ein Weg zu zeigen, wir sind von diesen Technologien überzeugt, auch von der Wirtschaftlichkeit dieser Technologien. Aber wir nutzen das auch, um zu lernen, denn selbst neue Technologien mit vermeintlich hoher Sicherheit haben eben dann doch auch ihre Risiken. Und so können wir unsere Kapitalanlagen auch im Risiko verständnisverwenden. Herauch, herzlichen Dank für die spannenden Einblicke und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich bedanke mich auch, verkehren. Herzlichen Dank. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Klimawandel ist ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells der Münchner Rück, da Naturgefahrenrisiken zu den größten versicherten Summen weltweit zählen.
  2. Die Versicherungslücke (Differenz zwischen Gesamtschäden und versicherten Schäden) ist in Europa mit etwa 71 % hoch, in Entwicklungsländern sogar über 90 %, obwohl sie in OECD-Ländern von 75 % auf 50 % gesunken ist.
  3. Unternehmen sollten Risiken zunächst verstehen, dann quantifizieren und schließlich Maßnahmen wie Schutz oder Versicherung ergreifen; der Klimawandel erfordert zukunftsgerichtete Szenarien statt reiner Vergangenheitsdaten.
  4. Die Münchner Rück ist der Net-Zero-Asset-Owner-Alliance beigetreten und verfolgt das Ziel, bis 2050 treibhausgasneutrale Kapitalanlagen zu erreichen, inklusive Divestments aus Kohle.
  5. Neue Technologien, wie erneuerbare Energien oder Geoengineering, sind entscheidend für die Pariser Klimaziele; die Münchner Rück unterstützt deren Markteinführung, trotz noch unklarer Risiken.

Summary:

Im Podcast-Gespräch erläutert Ernst Rauch, Chefklima- und Geowissenschaftler der Münchner Rück, die zentrale Rolle des Klimawandels für das Rückversicherungsgeschäft. Er betont, dass die Bewertung und der Transfer von Naturgefahrenrisiken seit Jahrzehnten zur DNA des Unternehmens gehören, da wetterbedingte Schäden wie Stürme und Überschwemmungen weltweit Milliardenbeträge erreichen. Ein zentrales Thema ist die Versicherungslücke: Während in Industrieländern wie OECD-Staaten der Anteil versicherter Schäden gestiegen ist (von 75 % auf 50 % Lücke), bleibt er in Entwicklungsländern mit über 90 % katastrophal hoch, was wirtschaftliche Rückschläge verstärkt.

Rauch empfiehlt Unternehmen, Risiken transparent zu machen, zu quantifizieren und dann entweder Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder Versicherungslösungen zu nutzen. Besonders wichtig sei die Berücksichtigung von Klimaszenarien, da die Vergangenheit nicht mehr die Zukunft widerspiegelt. Zudem berichtet er über das Engagement der Münchner Rück in der Net-Zero-Asset-Owner-Alliance, um bis 2050 treibhausgasneutrale Kapitalanlagen zu erreichen, inklusive des Ausstiegs aus Kohleinvestitionen.

Abschließend hebt er die Bedeutung neuer Technologien hervor, die die Münchner Rück auf ihrem Weg in den Markt unterstützt, obwohl ihre Risiken noch unzureichend verstanden sind.

FAQs

Der Klimawandel ist Teil der DNA der Münchner Rück, da das Geschäftsmodell darin besteht, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu transferieren. Bereits in den 70er Jahren stellte man fest, dass sich wetterbedingte Naturgefahrenrisiken verändern, was zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Klimawandel führte.

Die Versicherungslücke ist groß, weil in vielen Regionen, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern, nur ein geringer Teil der Schäden versichert ist. In Europa liegt der nicht versicherte Anteil bei etwa 71 Prozent, in Entwicklungsländern oft über 90 Prozent, da dort die Versicherungsdichte gering ist.

Der erste Schritt ist, sich an lokale oder regionale Versicherer zu wenden und die Gefährdung des eigenen Standorts zu verstehen. Dazu gehören die Nutzung von Gefährdungszonenkarten und die Quantifizierung von Risiken, bevor man sich für Risikotransferlösungen wie Versicherungen entscheidet.

Unternehmen sollten sich zunächst mit Naturgefahren- und Klimarisiken auseinandersetzen, dann die Risiken quantifizieren und schließlich entscheiden, ob sie das Risiko selbst tragen, sich schützen oder versichern. Es ist wichtig, auch zukünftige Risiken durch Klimaszenarien zu berücksichtigen.

Die Münchner Rück ist der Net-Zero-Asset-Owner-Alliance beigetreten und plant, ihre Kapitalanlagen bis 2050 treibhausgasneutral zu gestalten. Bereits jetzt hat sie sich von kohlenstoffintensiven Investments wie neuen Kohlekraftwerken getrennt und arbeitet an weiteren Meilensteinen.

Ja, die Münchner Rück unterstützt neue und notwendige Technologien auf ihrem Weg in die Marktgängigkeit, auch wenn sie mit Risiken verbunden sind. Dazu gehören Technologien zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre, die heute noch nicht großtechnisch im Einsatz sind.

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