Go back

Weihnachten ohne Stress: So vermeidet ihr Konflikte in Bezug auf die Planung der Weihnachtsfeiertage!

0m 0s

Weihnachten ohne Stress: So vermeidet ihr Konflikte in Bezug auf die Planung der Weihnachtsfeiertage!

Weihnachten ist oft eine Quelle von Stress und Konflikten, weil er viele erwartete Traditionen und Rollen mit sich führt. Die Folge zeigt, dass eine frühe und bewusste Planung – bereits im August – entscheidend ist, um Druck und Unstimmigkeiten vorzubeugen. Es wird empfohlen, eine grobe Festplanung mit allen Familienmitgliedern abzustimmen, um gemeinsame Werte und Bedürfnisse zu finden. Die Aufgabenverteilung muss offen diskutiert werden, um Ungerechtigkeiten und Überlastung zu vermeiden. Kinder sollten aktiv in die Planung einbezogen werden, um ihre individuellen Wünsche zu berücksichtigen. Perfektionismus und hoher Druck werden kritisiert, da sie die besinnliche Natur des Festes zerstören. Stattdessen sollte Weihnachten als ein Raum der Liebe, Freude und Akzeptanz verstanden werden, in dem auch Fehler und Streit offen behandelt werden können. Durch gemeinsame Rituale und regelmäßige Abwechslungen – wie zum Beispiel das Wechseln zwischen Heiligabend zu Hause und im Hotel – entsteht eine nachhaltige Harmonie. Die Folge bekräftigt, dass Weihnachten nicht nur ein Fest der Geschenke, sondern ein Raum für gegenseitige Wertschätzung und emotionale Integrität ist.

Transcription

3990 Words, 23913 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge bei den Lebens-Ear-Listen. In dieser Folge soll es um das Thema Weihnachten ohne Stress gehen. So vermeidet ihr Konflikte in Bezug auf die Planung der Weihnachtsfeiertage. Ja, es ist schon wieder soweit. Jedes Jahr kommt Weihnachten plötzlich. Auch für uns gefühlt. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung oder helfen euch gar nicht erst in eine Krise hinein zu geraten. Streit kann besonders auch an Weihnachten aufkommen. Weihnachten, das Fest der Liebe, bringt ja schon so einen gewissen Druck mit, weil da viele Erwartungen sind. Jeder hat eine Vorstellung. Jeder hat eine Vorstellung davon, wie man liebevoll unterm Tannenbaum zusammensitzt, wer was an Geschenken auspackt, was es zu essen gibt, wer mit wem feiert. Ihr merkt schon, es gibt viele Fragen, die geklärt werden müssen. Und das ist einfach auch ein Abschnitt des Jahres, wo ein gewisser Druck auf Familien lastet, auf Paaren lastet, weil auch nicht nur die eigenen Erwartungen hervorkommen, sondern auch die Erwartungen der ganz großen Familie drumherum. Und? Ich habe mal gelesen, das war eine Reportage, dass am 24., 25. und 26. die Hochzeit der Seelsorger-Telefone sind. Aus zwei Gründen. Entweder sind Menschen alleine, haben eben die Familie nicht und sind einsam oder aber die Menschen haben Angst vor Weihnachten mit der Familie, weil eben diese Konflikte entstehen, die Erwartungen da sind, Streit entstehen kann. Harmonie gespielt werden muss. Und auf der anderen Seite habe ich gelesen, dass auch Krankenhäuser an den Tagen sehr gut zu tun haben, weil gar nicht so wenig Schlägereien in Familien entstehen. Ja, häusliche Gewalt. Habe ich letztes Jahr im Artikel zugelesen, das fand ich sehr traurig auch. Häusliche Gewalt ist wirklich ein großes Thema in den Notaufnahmen rund um die Feiertage. Was natürlich auch ein bisschen daran liegt, dass auch ein gewisser Alkoholkonsum… Alkoholkonsum über Weihnachten auch stattfindet. Genau. Und Weihnachten sollte aber ja für Paare und für Familien auf jeden Fall eigentlich keine Belastung sein. Es sollten ja eigentlich Tage sein, wo man gut isst, schöne Lebensmomente miteinander verbringen, dass man Zeit hat, dass man ausschlafen kann, dass man sich das gemütlich macht, schöne Gespräche führt. Also für mich steht da so Weihnachten für eigentlich. Ja, und das ist ja die… Frage, wie geht man damit um? Denn das Erste ist ja, dass wir uns bewusst werden müssen als Kernfamilie, wie wollen wir Weihnachten eigentlich für uns verbringen? Was fühlt sich schon stimmig an? Also als Kernfamilie, vielleicht definierst du nochmal Kernfamilie, wenn das jetzt nicht für alle klar ist. Bei uns sind das wir beide als Paar plus unsere Kinder, also wir haben einen Sohn, also wir zu dritt. Aber es ist immer ihr als Paar plus eure Kinder, das bildet eure Kernfamilie. Und das ist ja meistens noch nicht so schwierig, das was Weihnachten ja häufig schwierig macht. Was Weihnachten ja häufig schwierig macht ist, dass eben wir beide ja auch eine Herkunftsfamilie haben. Und auch die Herkunftsfamilien wollen wir meistens sehen, die wollen uns gerne sehen, die wollen Großeltern, ihre Enkelkinder gerne sehen. Und da wird es dann häufig ein bisschen schwieriger, weil die Herkunftsfamilien eben meistens auch nicht frei von Konflikten sind, dass gewisse Konflikte häufig auch zwischen Schwiegerkindern und den Eltern… … und all solche Sachen entstehen. Oder aber zwischen Geschwistern dann noch entsprechende Konflikte da sind und das Ganze dann nicht so einfach zu vereinen ist. Hatte ich jetzt gerade im Coaching exakt das Beispiel, wo Weihnachten ein Thema wurde. Weihnachten ist ja auch immer schon frühzeitig ein Thema. Wir haben die Folge jetzt im Dezember, aber eigentlich hätten wir sie auch schon im September reinpacken können. Und da war es genau das gleiche. Im Prinzip die eine Familienseite ist sehr traditionell und möchte im Prinzip Weihnachten jedes Jahr gleich feiern. Und die andere Seite sagt, Mensch, ich muss jedes Jahr mich so ein bisschen neu darauf einstimmen, wie ist denn gerade die Lage mit den Familien, wie sind die Konflikte, wie ist wer drauf, geht es meinen Eltern gut, wie ist das, also da spielen auch Depressionen eine Rolle. Wie ist der Depressionsstatus gerade? Und so weiter. Das spielt ja alles eine Rolle. Und ich möchte eigentlich jedes Jahr für mich so ein bisschen schauen, wie es stimmig ist, Weihnachten zu verbringen, in welcher Konstellation und so weiter. Und ja, das macht jedes Jahr neu dann eben die Schwierigkeit, dass die eine Seite Erwartungen hat, die andere Seite Erwartungen hat, beide sich schwer austauschen. Das ist das feste Liebe. Dann gibt es wieder natürlich, wie ist das denn, wenn wir meinen Eltern sagen, dass wir Heiligabend ohne die Feierabend haben? Das bedeutet für mich aber auch automatisch, dass wir es deinen Eltern auch sagen, dass die dann eben auch nicht, dass wir da dieses Gleichgewicht auch halten und nicht die eine Seite sozusagen ausschließen und sagen, mit euch feiern wir dieses Jahr nicht Heiligabend, ihr dürft am 1. kommen, dann aber bitte deine auch. Wir merken, du bist schon voll drin in der Problematik. Ich hatte das gerade halt als volles Thema im Coaching, weil das nämlich gerade bei einem Paar genau das Thema war, dass man auf bestimmte Dinge eben keine Lust hat, dass Unzufriedenheiten da sind, dass teilweise die Planung unstimmig ist, dass der eine den Druck verspürt planen zu müssen und zu wollen und der andere das Thema nicht so gerne angehen will. Und der eine sagt, ja Mensch, die Last liegt gerade auf mir, kannst du nicht auch mal gucken und das sind ja auch deine Eltern und warum muss ich jetzt alles klären? Ja. Ja. Das sind alles die ganzen Sachen, die schon frühzeitig eine Rolle spielen. Und was darf man auch nicht vergessen, wir haben immer noch Corona, das ist ja auch immer noch eine große Herausforderung, also jetzt geht es ja auch darum zu überlegen, wie machen wir das, wer kommt wie zusammen, wollen wir uns alle vorher testen, wer ist geimpft, also es wird nicht leichter. Wollen wir ins Restaurant gehen und es gilt vielleicht 2G. Ja, wer kann denn noch mitkommen, sind alle geimpft, was machen wir? Wenn ein Ausschluss entsteht, weil eine Person dabei ist, die sich nicht impfen lassen möchte, sagt man denn alles wieder ab, feiert man doch zu Hause, wer übernimmt dann die Arbeit, weil man hat sich ja bewusst fürs Restaurant entschieden und so weiter, genau. Also wenn wir über die Probleme jetzt ja schon gut gesprochen, dass es halt dazu kommen kann, dass viele Gefühle entstehen können, Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Enttäuschung, Verzweiflung, die man ja auch, wenn man eine Familie ist, dann auch die Gefühle von den Kindern, die man ja auch trägt, also wenn ich jetzt, unser Sohn ist jetzt 5, ich muss sagen, Weihnachten und Geburtstag sind schon Feiertage, da merkt man in dem Alter, dass es der absolute Hammer ist, also dass so eine Anspannung, so eine Vorfreude und so eine Erwartung auch jetzt, wie das passiert und mit allen drum und dran und das überträgt sich ja auch wieder auf das Paar, auf die beiden Personen, die entscheiden, man ist ja auch der Entscheider in dem Moment, genau. Ja, unser Adventskalender hat ja schon mit Tag 56 vorher begonnen, zwar nicht, dass er einen Adventskalender hatte, aber dass wir jetzt im Prinzip drauf angefangen haben hinzufiebern, wann denn überhaupt der Adventskalender beginnt, der echte mit 24 Tagen vorher, wann ist Nikolaus und dann Tag 46, Tag 42, also es ist alle paar Tage, ist Thema, wie lange bis zum Adventskalender, wie lange bis Nikolaus, wie lange bis Weihnachten und warum dauert das noch so lange, warum kann nicht jeden Tag Weihnachten sein? Dann gibt es ja einige Folgen auch, es entstehen Konflikte aufgrund der Planung und ja, die Folgen sind dann klar zu spüren, man gerät dann schnell in so eine Konfliktspirale, zuerst gibt es kleine Vorwürfe und gesagt, ja hast du schon da und da nachgefragt, dann wird es immer größer und du weißt doch die Zeit drin weg, wir können jetzt bald nicht mehr reservieren und so weiter, es entstehen größere Streitereien, weil ja auch vielleicht die ersten Konflikte durch Entscheidungen entstehen, wenn man jemandem was mitgeteilt hat, gesagt, naja, hab ich doch gesagt, dass derjenige so und so reagiert, also es ist ein Pingpongspiel, was entsteht und man merkt eigentlich schon, okay, ich hab gar keinen Bock mehr auf Weihnachten, ich kann Weihnachten gar nicht mehr genießen, ich bin jetzt schon, obwohl wir noch nicht den 24. haben, fix und fertig und die Kinder bekommen häufig auch den Streit mit, dass die merken, okay, jetzt ist der und der traurig, vielleicht sagt man es als Eltern auch, das stresst mich, ich hab keine Lust mehr auf Weihnachten, das ist natürlich auch, ja, das sind Prägungen, die geben wir auch in unsere Kinder weiter, also ich selber komme auch aus einer Familie, wo Weihnachten immer ein starkes Thema war, wo viele Prägungen mitgegeben worden sind, dass Weihnachten nicht so harmonisch immer verläuft und ich hab jahrelang wirklich gebraucht, also ich ernehme mich auch an die Zeit, als wir uns kennengelernt haben, dass es bei uns auch noch ein Thema war, weil wir ja aus unterschiedlichen, ja, Familien kommen mit unterschiedlichen Traditionen oder Nicht-Traditionen und dass wir für uns als Paar auch erstmal Weg finden mussten, damit klarzukommen, wie möchten wir das eigentlich leben und nochmal, natürlich hat sich das geändert, denn vor einigen Jahren, als unser Sohn dazu kam, wie möchten wir damit klarkommen und das war auch immer mein Ziel, dass ich mich da auf den Weg machen möchte und Weihnachten nicht aus einem alten Blick Winkel nur sehe, ne? Ja, also da kann es auch ein Lösungsansatz sein, wenn wir jetzt schon Richtung Lösung tendieren, eben alte Prägungen zu lösen, die man da vielleicht bei Weihnachten mitgenommen hat, ne? Wenn das so etwas ist, was einen verhindert. Also ich möchte vorher nochmal auf den Blogbeitrag Weihnachten, das Fest der Konflikte oder der Liebe hinweisen. Da haben wir einmal die fünf häufigsten Streitthemen an Weihnachten vorgestellt und erklären, durch welche Lösungsansätze ihr euch frühzeitig um das Weihnachtsfest kümmern könnt. Ja, sodass es eben zu den Feiertagen oder auch in der Vorabplanung eher nicht zu Konflikten kommt. Ja, wir haben vier Lösungsstrategien rausgesucht, wie es eben kein Streit oder erheblich weniger Streit in Bezug auf die Planung der Feiertage gibt. Es geht jetzt ja erstmal nur um die Planung und eigentlich noch gar nicht um die Feiertage selbst, denn das ist ja eben das Ding, weil wir eben so große Erwartungen haben. Das Fest der Liebe ist hoch emotionalisiert, sodass die Planung eben schon ganz wichtig ist und wir frühzeitig schauen. Und das ist eben auch der Punkt, frühzeitig darüber austauschen. Das ist der erste Punkt. Und frühzeitig ist wirklich frühzeitig gemeint. Also damit ist nicht gemeint, zwei Wochen vorher, eine Woche vorher, sondern wir, glaube ich, wann hatten wir das Thema bei uns aufgegriffen? Ich meine, das war Ende Oktober, Anfang November. Nee, schon viel früher. Stimmt, wir haben noch eine Reservierung gemacht. Wir haben eine Reservierung gemacht. Und da ist ja immer schon Richtung August, dass man sagt, das könnte schon fast ausgebucht sein. Also wenn ich mich richtig erinnere, haben wir schon im August die Tickets da gekauft, damit wir einen Platz bekommen. Stimmt. Und darum geht es ja auch, dass man sich so einen Rahmen bildet. Also dass man als erstes dann überlegt, wo wollen wir hin? Was wollen wir machen? Wer kommt zu wem? Und mit diesen Tickets, darum ist das vielleicht nochmal wichtig, mit diesen Tickets haben wir ja auch schon gewisse Überlegungen getroffen. Weil wir dann uns fragen, erster oder zweiter Weihnachtsfeiertag? Und wer ist dabei? Welche Konstellation wird das werden? Das heißt, da ist schon mal der erste Tag sozusagen abgehakt dann. Und das im August. Was jetzt eben nicht daran liegt, dass wir im August schon in Weihnachtsstimmung sind, sondern dass tatsächlich die Buchungslage uns in den Druck verleitet, das da schon klären zu müssen. Genau, und da kommen wir auch schon zum Punkt 2. Er entwickelt eine grobe Planung und das haben wir auch ganz bewusst zusammen gemacht. Also wir haben uns überlegt, wo verbringen wir den 24. Was ist für uns stimmig? Was möchten wir machen? Also was sind die Bedürfnisse von allen Familienmitgliedern? Und da geht es auch um ganz praktische Sachen, dass wir uns überlegt haben, wir würden gerne eine Familie am 24. bei uns zu Hause den Abend verbringen, damit einfach unser Sohn nachher auch ins Bett gehen könnte, wenn er müde ist. Damit für uns der Abend aber nicht beendet ist sozusagen, sondern wir sagen können, okay, wir können noch länger sitzen bleiben mit uns. Mit unseren Gästen können wir es noch weiter gemütlich machen. Also wir sind ganz, wirklich ganz grob so den Abend richtig durchgegangen, überlegt, wann ist welcher Schritt? Was ist einem wichtig auch? Und das groovt sich natürlich über die Jahre so ein bisschen ein, aber dadurch, wenn ein Wechsel zum Beispiel entsteht, und das ist ja auch häufig ein Thema bei Familien, zu sagen, okay, man wechselt das, ein Jahr die eine Familie, die Weihnachten am 24. das, das andere Jahr die andere Familie, dass man da so einen groben Ablauf hat. Ja, so eine kleine Familiengeschichte und ein Running Gag ist ja da, dass wir vor einigen Jahren mal ein, ja, nicht ganz so wertschätzendes, stimmiges Weihnachten erlebt haben, wo wir auch ausgerichtet haben und für uns empfunden die Wertschätzung dafür nicht so groß war. Und auch bei meinen Eltern der Tag dort auch nicht so harmonisch verlaufen ist und wir irgendwie uns alle darüber einig waren zu sagen, das machen wir nächstes Jahr ganz anders und haben uns dann entschieden, machen wir mal ein bisschen Werbung hier im Red & Blue zu feiern in Hamburg am 24. Was für meine Eltern schon ganz komisch war, den 24. mal nicht zu Hause zu verbringen, sondern dort in ein Hotel zu gehen, mit einem schönen Buffet und so weiter. Und die Routine zu durchbrechen und das tat auch gut. Das war auch wirklich gut. Und haben wir dann auch wieder verändert danach und so, aber so dieser Break zwischendurch, das mal alles anders zu machen, war toll. Und seitdem ist der Running Gag, nämlich der, mein Vater, Fünf-Sterne-Hotel, Red & Blue, feinstes Essen, hat echt Spaß gemacht dort, war total gut alles gemacht und die haben sich viel ausgedacht. Und auch mein Vater war danach begeistert und sagte, Mensch, das war ja hier ganz gut in dieser Kneipe. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, Mensch, du kommst ja aus einer edlen Familie, wenn man das dann Jahre später als Kneipe bezeichnet. Nee, das war nicht Jahre später, das war ein Jahr später wahrscheinlich. War direkt da, ne? Also, naja, also Kneipe. Das ist unser Running Gag jetzt, also wenn wir in tolle Hotels mal gehen oder irgendwie richtig schön essen, dann hören sie, das schmeckt uns ganz gut hier in dieser Kneipe. Und wir machen das auch, das können wir ja auch mal erzählen, das ist vielleicht für andere auch ein bisschen spannend, wie wir das so handhaben, nochmal so ein bisschen persönlicher, dass wir das auch im Wechsel machen mit der Familie. Also, dass wir ein Jahr machen, dass wir mit deiner Familie am 24. feiern häufig, bei jedenfalls das letzte und vorletzte Jahr haben wir das immer so im Wechsel gemacht. Und das andere Jahr mit meiner Familie, also mit meiner Schwester und meinem Vater zusammen. Also an Heiligabend machst du, ne? Heiligabend, genau, am Heiligabend, das ist dieser Heiligabend, wo ja die meiste Spannung draufliegt, ja, so wer ist wo und wie. Weil wir auch einfach als Familie so ein bisschen auseinander wohnen und für uns auch als Kernfamilie unstimmig wäre noch zwei Sachen an einem Tag so dieses unterwegs zu sein. Mittags da, abends da, das ist uns einfach zu stressig. Und da haben wir eigentlich ganz gut einen Weg gefunden und da haben wir aber auch ganz klar dann eigene Rituale aufgebaut für die Tage und das uns für uns alle auch einfach gemacht, weil da sind wir ja noch mal bei den Bedürfnissen aller Familienmitglieder und das, was wir auch ganz klar angesprochen haben mit den anderen Familienmitgliedern, dass wir sagen, was ist für uns stimmig. Dieses Jahr feiern wir ja am 24. mit meinem Anteil der Familie, wo es eigentlich schon ja unsere Familie ist, muss man ja sagen. Also deine Herkunftsfamilie. Genau, so sagen wir mal so. Und da machen wir es auch ganz klar, dass wir uns möglichst wenig Stress machen und dass wir den Part für die Vorbereitung des Abendessens, also bei uns gibt es Rinderrouladen, auch jedes Jahr dann wieder mit meiner Familie, dass die Männer das am Abend vor, am 23. vorher bei einem anderen Familienmitglied zu Hause, also auch nicht da, wo wir feiern, schon vorbereiten, was ja einfach auch sehr viel Arbeit ist. Und wir, also wir sind in dem Sinne noch meine Schwester und unser kleiner Sohn, wir sind für Nacht zuständig und die machen wir auch am 23. schon fertig. Oh, das müssten wir jetzt nochmal neu definieren. Müssten wir mal schauen, das müsste unser Sohn sich aussuchen. Stimmt, jetzt ist das schon so groß, ob er zu den Männern will oder bei den Frauen. Ich glaube, ihr habt keine Chance, aber. Ich glaube auch. Vor allem, weil Nachtisch bedeutet ja, man kann zwischendurch ein bisschen was naschen und so. Ja, wollte ich gerade sagen. Alles auf eurer Seite. Und wir machen uns das richtig nett. Also ihr geht als Männergruppe danach meistens immer noch essen irgendwo in einem Lokal, wenn ihr fertig gekocht habt. Wir machen uns das total nett zu Hause, dass wenn wir den Nachtisch vorbereitet haben, dass wir auch noch irgendwas Nettes essen, einen Filmabend machen und so. Und wir stimmen uns sozusagen am 23. Abend schon ein und haben dadurch am 24. weniger Arbeit. Und das finde ich immer total nett. Das wird auch gebraucht, durch den Alltagsstress braucht man ja wirklich fast den 23., um dann den Switch zu machen Richtung Weihnachten. Wir haben ja auch letztendlich keinen Schnee mehr hier in Norddeutschland. Nicht im Dezember, sondern irgendwann im Februar. Vielleicht müsste man mal überlegen, ob man Weihnachten in den Februar verlegt. Aber ist auch nicht sicher. Damit dann die Stimmung sich ein bisschen verändert. Und da waren wir ja schon beim nächsten Punkt. Tauscht euch über die Aufgabenverteilung aus. Das ist nicht der letzte Punkt. Nee, aber das ist der nächste Punkt. Ach, der nächste Punkt. Da sind wir wieder bei Missverständnissen. Also diese Aufgabenverteilung, das auch offen ansprechen. Ich habe das auch im Freundes- und Freundeskreis. Ich habe das auch im Freundeskreis. Auch gerade mit einer Freundin besprochen. Die auch ausrichtet. Da habe ich auch gesagt, gib Sachen ab. Nur weil man ausrichtet, muss man nicht alles machen. Gerade wenn man Kinder hat, ist man auch. Das ist eh schon diese ganze Anspannung. Wenn ich dann noch Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch. Da kann da auch derjenige, dann kommt doch den Nachtisch mitbringen oder eine Vorspeise vorbereiten. Man kann das auch ein bisschen entzehren, um den Druck so sich zu nehmen. Das muss dann ja auch nicht unangenehm sein. Absolut. Und dabei ist wirklich. Stimmig und unstimmig wichtig. Das kann natürlich auch unstimmig sein, zu sagen, man gibt was ab. Und sagt, das ist für mich stimmig, wenn ich ausrichte, dass wir auch alles machen. Dann ist die Frage, wie kann man das so aufbauen, dass man eben möglichst viel vorbereiten kann, dass man das über einige Tage vielleicht sogar verteilen kann. Was kann man tun, lernen, verändern, damit das trotzdem nicht so stressig ist? Weil ich habe ja auch irgendwie nicht so wirklich Lust, das auszurichten, aber den ganzen Tag nur unter Strom. Ich möchte ja auch so ein bisschen Besinnlichkeit erleben und nicht nur Stress. Ich habe genug Stress im Alltag. Ich brauche dann auch vielleicht ein bisschen Besinnlichkeit. Und da auch offen mit dem Partner drüber zu sprechen. Weil ihr seid an dem Tag ja ein Team. Wenn ihr die Ausrichter seid oder auch wenn ihr irgendwo hinfahrt, ihr seid ja irgendwie als Familie ein Team und da auch zu sagen, was wird gebraucht. Wenn man nicht der Weihnachtstyp ist, was braucht man? Dann braucht man eher mal eine Auszeit am 24. nochmal eine Stunde. Einfach das offen ansprechen. Weil der andere kann das. sehr, sehr häufig gar nicht sehen und dann Also trubeligen Tagen wie Weihnachten sowieso nicht. Und da vorzeitig das zu sagen, was wird gebraucht. Ja, dann schaut auch auf eure Kinder. Bezieht eure Kinder mit ein. Was wünschen die sich? Dass die in die Planung mit einbezogen werden. Dass auch da Bedürfnisse erfüllt werden können. Was wir gerade schon sagten. Er ist fünf. Er kann sich jetzt überlegen, wo er mithelfen möchte. Möchte er gerne Rouladen drehen und vorbereiten? Oder möchte er gerne den Nachtisch machen mit euch? Und da kann er sich ja frei entscheiden, wo er hin möchte. Und vielleicht sagt er die nächsten drei Male noch, er möchte gerne den Nachtisch machen. Und irgendwann sagt er, ich möchte auch ganz gerne mal gucken, wie die anderen das machen. Und mit Rouladen drehen habe ich auch mal Bock. Ja, und man kann ja auch einfach an dem Tag mal fragen, wie würdest du dir das wünschen? Was stört dich vielleicht? Oder was wäre für dich entspannter? Je älter die Kinder werden, bringen sie ja automatisch auch Bedürfnisse, die sie mit ein. Wichtig, glaube ich, ist auch immer diesen Druck der Vorfreude so ein bisschen im Hinterkopf zu haben. Also, dass man selber ein bisschen lockerer ist und sagt, okay, es ist jetzt nicht wichtig, dass das Kind um 19 Uhr schlafen geht. Es ist nicht wichtig, dass alles so perfekt aufgeräumt ist an dem Tag. Da kann auch Geschenkpapier einfach noch rumliegen. Und mit dem Kind auch zu überlegen, wie wollen wir es handhaben? Wie wollen wir das machen, abends mit schlafen gehen? Soll ich dich ins Bett bringen? Wollen wir eine Uhrzeit vorab machen? Wie machen wir es mit dem Naschen? Also, dass man das Kind einfach mit einbeziehen und sagt, hast du eine Idee, wie wollen wir das machen? Ja, das ist auch unser letzter Punkt. Also, das ist kein Perfektionismus, kein Vergleich mit anderen. Weil das macht nur wieder unglücklich. Wie gesagt, es ist ja ein besinnliches Fest, das Fest der Liebe, wenn man das so machen möchte. Und Perfektionismus macht nicht mehr Liebe, macht nicht mehr Besinnlichkeit. Es läuft immer auch mal was schief, finde ich. Also, wenn ich jetzt an unsere letzten Weihnachten denke, da war auch immer mal ein Wutanfall dabei. Oder da war auch mal irgendwas dabei, was halt nicht perfekt schmeckte vielleicht. Oder so ist das Leben. Und es sollte nicht über alle Weihnachtsfeiertage dann ein schlechtes Gefühl entstehen. Und da kommen wir auch wieder zum wichtigen Punkt, wenn eine Verletzung entsteht, das zeitnah zu klären. Auch an Weihnachten. Genau, auch an Weihnachten. Ja, das war so die erste Weihnachtsfolge. Wir hoffen, wir konnten euch so ein paar Anregungen geben, wie ihr vielleicht besser in eure Planung über die Weihnachtsfeiertage starten könnt. Und wir hoffen, wir konnten euch so ein paar Anregungen geben, ja, freuen uns darauf. Mit euch, glaube ich, in der nächsten Folge haben wir auch noch mal Weihnachten als Thema. Ich gucke mal, was die nächste Folge ist. Sich zu Weihnachten etwas schenken, ja oder nein? Ja, genau. Da kommen wir auch noch mal zum Thema Weihnachten. Weihnachtsgeschenke, ne? Also, wenn wir schon von harmonischen und nicht harmonischen Weihnachten sprechen. Also, was Weihnachten gerne unharmonisch macht, ist, wenn man das falsche Geschenk kriegt. Darüber sprechen wir in der nächsten Folge und wir hoffen, dass ihr uns wieder zuhört und hören uns dann. Bis zum nächsten Mal. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Weihnachten ist oft eine Quelle für Konflikte aus Erwartungen und unterschiedlichen Familientraditionen.
  2. Eine frühe, bewusste Planung – bereits im August – hilft, Stress vorzubeugen und klare Konstellationen zu schaffen.
  3. Eine grobe Planung der Festtage, inklusive genauer Abstimmung über die Bedürfnisse aller Familienmitglieder, ist entscheidend für Harmonie.
  4. Die Aufgabenverteilung muss offen kommuniziert werden, um Überlastung und Unfairness zu vermeiden.
  5. Kinder sollten in die Planung mit einbezogen werden, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen.
  6. Perfektionismus und hoher Druck beeinträchtigen das Fest der Liebe und führen zu Unzufriedenheit.
  7. Ein offener Umgang mit Verletzungen und Streit auch während Weihnachten ist essentiell für eine gesunde Beziehung.
  8. Weihnachten sollte ein besinnliches, nicht perfektes Fest sein, bei dem auch Fehler und Unvollkommenheiten akzeptiert werden.

Summary:

Weihnachten ist oft eine Quelle von Stress und Konflikten, weil er viele erwartete Traditionen und Rollen mit sich führt. Die Folge zeigt, dass eine frühe und bewusste Planung – bereits im August – entscheidend ist, um Druck und Unstimmigkeiten vorzubeugen. Es wird empfohlen, eine grobe Festplanung mit allen Familienmitgliedern abzustimmen, um gemeinsame Werte und Bedürfnisse zu finden.

Die Aufgabenverteilung muss offen diskutiert werden, um Ungerechtigkeiten und Überlastung zu vermeiden. Kinder sollten aktiv in die Planung einbezogen werden, um ihre individuellen Wünsche zu berücksichtigen. Perfektionismus und hoher Druck werden kritisiert, da sie die besinnliche Natur des Festes zerstören.

Stattdessen sollte Weihnachten als ein Raum der Liebe, Freude und Akzeptanz verstanden werden, in dem auch Fehler und Streit offen behandelt werden können. Durch gemeinsame Rituale und regelmäßige Abwechslungen – wie zum Beispiel das Wechseln zwischen Heiligabend zu Hause und im Hotel – entsteht eine nachhaltige Harmonie. Die Folge bekräftigt, dass Weihnachten nicht nur ein Fest der Geschenke, sondern ein Raum für gegenseitige Wertschätzung und emotionale Integrität ist.

FAQs

Weihnachten bringt viele Erwartungen mit sich, sowohl innerhalb der eigenen Familie als auch bei der Herkunftsfamilie. Diese Spannung zwischen verschiedenen Vorstellungen führt oft zu Streit und Unzufriedenheit.

Man sollte bereits im August oder September über die Planung nachdenken, z. B. wo man feiert, wer kommt und welche Tagesabläufe gewählt werden. Eine frühe, gemeinsame Planung verhindert spätere Spannungen.

Eine klare Aufgabenverteilung verringert den Druck und vermeidet, dass ein Partner alle Aufgaben übernimmt. So bleibt die Feier entspannter und die Familie harmonischer.

Man fragt die Kinder, was sie gern machen würden, z. B. ob sie gerne Rouladen drehen oder den Nachtisch machen wollen. Dies fördert ihre Mitwirkung und gibt ihnen ein Gefühl der Kontrolle.

Perfektionismus führt zu Stress und Enttäuschung. Weihnachten ist ein Fest der Liebe und Besinnlichkeit, nicht eine perfekte Show. Es ist okay, wenn Dinge nicht ideal laufen.

Sobald ein Streit entsteht, sollte man ihn direkt und offen diskutieren. Dies verhindert, dass die Konflikte sich verfestigen und später zu größeren Spannungen führen.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.