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Wegen der Kinder zusammen bleiben: Ist das sinnvoll?

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Wegen der Kinder zusammen bleiben: Ist das sinnvoll?

Die Diskussion um die Frage, ob Paare wegen der Kinder zusammenbleiben sollten, führt zu einem tiefen Blick auf die Beziehungsgestaltung. Viele Paare bleiben zusammen aus Gewohnheit, Verpflichtung oder Angst vor dem Verlust des Familienbildes, ohne ein echtes Liebesgefühl zu haben. Dieses „Arbeitskollegen-Modell“ führt zu Entfremdung, wobei Kinder die Beziehung als funktionelle Zweckgemeinschaft wahrnehmen und später im Erwachsenenleben verletzende Muster kopieren. Die Kernfrage lautet: Gibt es noch ein echtes Liebespaargefühl? Die Lösung liegt nicht in der Verdrängung von Konflikten, sondern in einer tiefen Selbstreflexion, die durch strukturierte Tools wie den Öko-Check unterstützt wird. Dieser Check beleuchtet Emotionen, Vorteile, Konsequenzen und ermöglicht eine bewusste Entscheidung – entweder, die Beziehung zu regenerieren oder aufgrund unüberbrückbarer Unstimmigkeiten zu beenden. Eine Trennung, die nach gründlicher Reflexion erfolgt, ist nicht nur gerechtfertigt, sondern schafft eine stabile Grundlage für die Kinder und ein ungestörtes Elternpaar. Die Entscheidung muss aus Liebe und Freiwilligkeit heraus getroffen werden, nicht aus Verdrängung oder Angst. Es ist nicht sinnvoll, aufgrund der Kinder zusammenzubleiben, wenn das Liebespaargefühl fehlt. Stattdessen sollte man aktiv dorthin fahren, wo ein echtes Vertrauen und Glücksgefühl wieder entstehen können.

Transcription

6842 Words, 41456 Characters

German
würdest du mit mir wegen unserem Sohn zusammenbleiben? Ich hätte dir die gleiche Frage gestellt. Wirklich? Ja. Genau. Ich würde sagen, nein. Ich würde auch sagen, nein. Aber dessen haben wir uns ja schon relativ früh mal Gedanken gemacht, dass das Thema nicht ist, bis das der Tod uns scheidet, sondern bis das die Unglücklichkeit oder Unstimmigkeit uns scheidet. Und das ist natürlich auch ganz gut, denn dann ist das Thema Trennung sozusagen eine echte Option, was wiederum bedeutet, dass man etwas tun muss, dass man sich bewegen muss, wenn man das und nicht einschlafen kann. Erinnert mich immer an den Spruch mit der Bestandskundenverwaltung und der Neukundenakquise. Also ich denke immer für mich, ich möchte nicht, dass jemand mit mir zusammen ist aufgrund einer Gegebenheit, also wie zum Beispiel einem Kind. Sondern ich möchte nicht aufgrund äußerer Umstände oder Verpflichtung innerlich, sondern aus Freiwilligkeit, aus Liebe. Das sollte für mich der Grund sein, warum man eine Beziehung aufrechterhält. Jetzt müssen wir noch mal das mit dem Neukunden und Bestandskunden auflösen. Also Neukundenakquise kennt man ja von den Telefonanbietern und so weiter. Da kriegst du Goodies und Extras und wirst umworben. Und sobald du Kunde bist, ist das Gefühl, erstens, du erreichst niemanden mehr, es gibt keinen Support und du bist nicht wichtig und es ist egal. Und wenn du dann anrufst und sagst, hey, ich hab ja gerade so eine Neukundenprämie und ich verlängere ja bald meinen Vertrag bei euch, kriege ich die dann auch? Nee, das ist nur für Neukunden. Sie sind ja Bestandskunde. Gibt es für mich irgendeine Prämie? Nein, sie als Bestandskunde kriegen gar nichts. Okay. Und das ist eben genau dieses Gefühl, in das man nicht hineinkommen sollte, dass man eben Bestandskunde ist und das Ding ist safe, sondern dass man sich immer wieder neu bemüht. Genau, das heißt aber im Umkehrschluss natürlich jetzt nicht, du sagtest gerade, bis die Unstimmigkeit uns trennt, dass man sich nicht natürlich bemüht, sondern dass man auch nicht das sofort aufgibt und sagt, okay, jetzt unstimmig, lass mal trennen, sondern schon, dass man auch einen langen Atem hat und immer wieder schaut, wo ist es nicht so gut, wo können wir noch ein bisschen eine Schippe drauflegen, damit beide sich wieder wohler fühlen. Aber halt immer aus der Freiwilligkeit heraus. Ja, vielleicht eher bis zu einer unlösbaren, Unglücklichkeit oder Unstimmigkeit einen trennt. Wenn man sagt, Mensch, wir haben jetzt alle möglichen Wege probiert und merken, es gibt keinen Weg mehr, es matcht nicht mehr, dann wäre das sinnvoll, sich zu trennen und nicht wegen äußerer Umstände, Haus, Freundeskreis, finanzielle Verpflichtungen, Kinder zusammen zu bleiben, weil man das Gefühl hat, das muss so sein. Ich habe gerade jemanden im Coaching, da geht es ganz, ganz intensiv um Unabhängigkeit. Und das ist eben etwas, was Sinn macht, das aufzubauen. Hier ist jetzt der Fall, dass so viel Unabhängigkeit gebraucht wird, andauernd, dass es gar kein Wir-Gefühl mehr gibt und nicht unterschieden wird zwischen der reinen Fähigkeit, unabhängig zu sein. Und das ist eben das, was relevant ist, dass man die Fähigkeit hat, in allen Lebensbereichen unabhängig zu sein, dass eine Trennung theoretisch immer möglich ist, auch wenn man es praktisch gar nicht will. Aber dass diese Option wirklich da ist. Ja, das ist heute unser Thema. Macht es Sinn, wegen Kindern zusammenzubleiben? Etwas, was ihr vielleicht aus dem Freundeskreis kennt. Vielleicht kennt ihr es von euren Eltern, dass man hört, jemand bleibt zusammen, weil ja noch die Kinder da sind. Und wenn die Kinder aber groß genug und selbstständig genug sind, dann wird man sich trennen. Das steht schon fest. Die Frage ist, wie sinnvoll ist es, wegen der Kinder zusammenzubleiben? Das wollen wir in dieser Folge klären. Willkommen im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Wenn man Eltern wird, also als Mutter und Vater geboren wird sozusagen, durch das Kind gerät, dann ist das Liebespaar erstmal temporär so in die zweite Reihe. Und das Elternpaar steht erstmal ganz vorne. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Das soll auch so sein am Anfang, weil die Bedürfnisse erstmal des Kindes im Vordergrund stehen. Man muss sich erstmal so eingrooven als Familie, neue Strukturen finden. Man hat wenig Schlaf. Man hat vielleicht nicht so die Ressourcen, sich hinzugeben. Man fühlt sich vielleicht auch körperlich als Frau vielleicht auch nicht so danach. Aber schwierig ist es, wenn die Kinder älter werden. Also wenn das erste, das zweite Jahr vorbei ist. Die Bedürfnisse natürlich immer noch groß sind, aber es immer mehr Möglichkeiten gibt, vielleicht auch, dass das Kind mal stundenweise woanders ist, im vertrauten Rahmen, familiären Rahmen vielleicht. Und wenn das Liebespaar dann nicht mehr zurückkommt. Und irgendwann stellt man sich die Frage, sind wir eigentlich nur noch wegen der Kinder zusammen? Genau. Gibt es uns nur noch als Elternpaar? Oder sind wir auch noch ein Liebespaar? Ist das noch da? Können oder wollen wir das zurückholen? Oder gibt es vielleicht sogar schon so viele Konflikte? Und man hat das sogar schon gesagt, wenn wir keine Kinder hätten, dann würden wir uns trennen. Und das erleben wir ja auch in den Coachings immer mal wieder, dass ein Paar sagt, also hätten wir keine Kinder gehabt, dann hätten wir uns schon vor zwei, drei Jahren getrennt. Ich finde den Blickwinkel aufeinander immer ganz spannend. In einem Coaching sagte mal eine Frau, ich sehe meinen Mann, seitdem wir ein gemeinsames Kind haben, ganz anders. Jetzt ist er vor einmal in anderen Fähigkeiten mir eine Entlastung. Aber ich merke nicht mehr so die Anziehungskraft. Ich merke nicht mehr so dieses Wir-Gefühl in der Liebesbeziehung, sondern wir sind so ein funktionelles Team. Der Laden läuft, wir haben hier super To-Do-Listen, wir sind abgestimmt. Der eine bringt das Kind ins Bett, der andere räumt die Küche auf. Im Haushalt ist das so ein bisschen aufgeteilt. Wir haben alle Feiertage gut abgedeckt und so weiter. Aber wir sind so ein bisschen wie Arbeitsgruppen. Wir sind so Arbeitskollegen geworden, die so eine gute Aufteilung haben, sich da eingegroovt haben. Aber man gibt sich so ein bisschen die Tür in die Hand. Man schlägt halt ab. Und jeder kümmert sich halt sehr um seine Ressourcen, ist sehr danach, dass man sagt, jetzt brauche ich die Entlastung. Und die Entlastung ist nicht mehr gemeinsam. Also wir haben nicht mehr so die gemeinsamen, gemütlichen Abende, wo man sich drauf freut, sondern es ist einfach nur so, wann kann ich mein Ding machen? Ja, und bevor man sich dann, wenn man sich dann trennt, dann überlegt man natürlich, ja Mensch, das ist eigentlich auch noch zusätzlich ein Lebenstraum, der damit für viele verloren geht. Dieses Bild von der Familie, Mama, Papa, zwei Kinder, dann haben wir ein schönes Haus im Grünen. Und das ist auch irgendwie alles da. Aber man merkt innerlich, Mensch, ich habe das alles, aber bin ich glücklich? Und wenn ich das jetzt verlasse, dann scheitert mein Lebenstraum. Also dieses Bild, worauf man so lange, wo man so lange hingearbeitet hat, den richtigen Partner gefunden, geheiratet, zwei Kinder bekommen, das Haus ist gebaut nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen. Und jetzt sagt man, Mensch, jetzt habe ich all das, da habe ich irgendwie 20 Jahre darauf hingefiebert, bin jetzt 38 und habe das alles so eingerichtet. Und auf einmal ist das nicht mehr der Weg. Und den zu verlassen, das ist schwer für viele natürlich. Viele sagen ja auch, dann bin ich irgendwie undankbar. Was tue ich meinen Kindern damit an? Also das ist ja für viele auch so der Grund wirklich zu sagen, ich bleibe zusammen oder ich bleibe in der Partnerschaft, weil da weiß ich, jeder hat so seinen Job. Das läuft ja auch, würde ich das alleine schaffen? Könnte ich so den Lebensstandard halten? Könnte ich die Aufgaben alleine bewältigen? Und ja, ich habe mich ja für ein Kind entschieden. Und möchte ich meinem Kind das so antun, dass er schon im Gefühl der Menschen manchmal die Familie so ein bisschen zerbricht? Also mein Gefühl ist, dass viele das zu lange verdrängen und sich dieser Gefahr nicht bewusst machen und der Konsequenzen für einen selbst, für den Partner, für die Kinder nicht bewusst machen, das beiseite schieben. Weil ansonsten würde ich davon ausgehen, dass viel mehr Menschen viel früher ins Handeln kommen würden. Also wenn man jetzt diese Podcast-Folge hier hört, dann ist das eigentlich, und man ist noch in keinem Coaching, in keiner Paartherapie, man ist in dieser Podcast-Folge drin. Was hält einen noch zurück? Ich meine, man hat nach einer Folge geguckt und hört sich die an, wo es darum geht, man ist nur noch zusammen wegen der Kinder. Wenn man an dem Punkt ist, dass man diese Folge hört, dann ist ganz klar, es braucht Unterstützung. Da muss was getan werden. Das läuft in eine extrem schlechte Richtung, wenn das nicht behoben wird, wenn das nicht verändert wird. Und da frage ich mich immer, macht man sich das nicht bewusst? Was ist der Punkt, man steht und wo man drauf hinausläuft? Und was für Konsequenzen man alle vermeiden kann, wenn man rechtzeitig ins Handeln kommt? Und das kann ich mir nur dadurch erklären, dass man das möglichst weit beiseite schiebt und nicht darüber nachdenkt, welche Folgen in Zukunft eintreten, wenn man nicht handelt. Weil ansonsten würde ich mich gezwungen fühlen zu handeln. Also ich verstehe schon die Problematik, dass das schwerfällt, diesen Dreh zu bekommen vom Liebespaar Elternpaar, Liebespaar wieder zurückzukommen. Das ist klar, dass das nicht einfach ist. Das finde ich schon schwierig, aber. stimmt schon, wenn ich so weit bin, dass ich mir den Gedanken oder dass ich diesen Gedanken habe, sollte ich mich trennen? Habe ich die Option innerlich und ich da so im Struggle bin? Bleibe ich doch lieber wegen den Kindern in der Beziehung? Dass ich dann natürlich eigentlich merke, ich bin absolut in der Krise. Vielleicht fehlt auch manchmal die Zeit zur Reflexion. Dass man so im Alltagsleben verhaftet ist und hat so viele Dinge zu tun, dass man diese Selbstreflexion gar nicht so hat, diese Zeit sich dafür nicht nimmt und dadurch entsprechend diese Dinge auch nicht so zum Vorschein kommen. Also meine Erfahrung ist im Coaching aber auch, wenn ich jetzt mal auf unseren Freundes- und Bekanntenkreis schaue, wo das Thema auch schon ein, zweimal da war, dass, ich spreche ja eher mit der Frauenseite, sag ich mal, dass da häufig wirklich so ein Durchhaltegedanke ist. Also dass die sagen so, ich wohne jetzt in so einem schönen Haus, ich habe mir das so schön eingerichtet. Das ist genauso, wie ich mir das äußerlich auf der Umgebungsebene sag ich mal, alles so gewünscht habe. Ich komme mit den Kindern gut, klar, klar ist das anstrengend und alles, aber das läuft so weit und wir streiten ja auch nicht jeden Tag, wir haben uns irgendwie schon jeder so eingerichtet, wir sind auch irgendwie ein bisschen resigniert schon, jeder macht halt sein Ding, ich weiß ja auch, was ich an der Person habe, ich weiß ja auch nicht, wenn der Nächste kommen würde, hätte ich ja vielleicht auch die gleichen Probleme, also das sind ja auch immer die Argumente und dann zu sagen, ja jetzt sind die, was weiß ich, vier, fünf, sechs, sieben, da warte ich jetzt noch, bis die vielleicht so 14, 15 sind, dann bin ich wieder zurück in den Beruf, habe da ein paar mehr Stunden, jetzt habe ich auch so wenig Stunden im Beruf, finanziell wäre es jetzt echt hart, sich zu trennen, dann bleibe ich in dieser Situation und warte halt nochmal ein bisschen ab. Man kann sich auch einrichten, habe ich letztens gehört. Man kann sich auch einrichten, also wir können das ja auch so machen, dass man mal getrennt eher wegfährt mit den Kindern, das ist für die Kinder bestimmt auch okay, oder dann kann der eine sich ja beruflich auch so ein bisschen, erstmal verwirklichen, aber das ist halt alles das Denkgefühl, ne? Naja, das ist eine Frage der Stimmigkeit. Wenn das jetzt offener ausgesprochen werden würde und beide sagen würden, hey, weißt du was, also eigentlich matcht das zwischen uns nicht mehr, aber ich mag dieses ganze Umfeld, ich mag das, dass wir hier als Eltern für unsere Kinder da sind, lass uns doch die Erwartungen als Liebespaar runterschrauben, dann haben wir auch weniger Konflikte, lass uns einfach klar aussprechen, wir kuscheln uns nicht mehr auf die Couch, wir machen so jeder ein bisschen sein Ding, aber bilden hier so eine Elternpaar-WG und wenn beide sagen, das ist total stimmig, warum denn nicht, aber das wird ja nie so ausgesprochen. Ja, und ich glaube aber, dann darfst du halt auch nicht Silvester oder Weihnachten, sag ich mal, in der Ecke sitzen und Tränchen verdrücken und sagen, das ist jetzt meine Lebenszeit, die hier vorbeigeht. Genau, aber das ist ja meistens so das Problem, dass man dann ja auch abends im Bett liegt, nicht schlafen kann und denkt so, okay, ich bin aber auch nur einmal 38, 39, 40, das ist ja auch meine Lebenszeit, eine Lebenszeit meiner Kinder und wie würde sich das denn anfühlen, mit einem Partner an der Seite durchs Leben zu gehen, der, wo Liebe herrscht, wo man gesehen wird, wo es aufmerksam ist, vielleicht ist es für Kinder ja doch schöner, also. Ja gut, dann ist eben diese Entscheidung, die man für sich alleine getroffen hat oder wenn man es ausgesprochen hätte, ist das eben unstimmig. Genau. Dann ist das ein fauler Kompromiss. Und ich glaube, das ist das Problem, dass die Menschen zwischen stimmig, unstimmig, mich, umstimmig, das ist hin und her, hin und her, heute so, morgen so. Je nachdem, wie die Phase gerade auch ist, in der Beziehung, dann läuft es immer wieder ein bisschen gut. Dann war wieder ein Valentinstag kacke, Weihnachten war okay. Und dann können da halt auch Jahre vergehen mit. Ja, beim Thema zusammenbleiben fällt mir ein, vielleicht sind wir auch schon eine ganze Weile zusammen, weil du unsere Podcast-Folge hörst und schon einige Podcast-Folgen gehört hast. Wenn ja, dann freuen wir uns sehr, wenn du uns bei Spotify oder Apple eine Bewertung hinterlässt. Und wenn du das Ganze auf YouTube siehst, dann freuen wir uns natürlich sehr über ein Abo von dir oder auch dein Kommentar zu diesem Thema. Das würde uns sehr interessieren und wir beantworten jeden Kommentar, der bei YouTube bei uns eingeht. Was sind denn deiner Meinung nach so Lösungsansätze, die nicht helfen? Ja, so die typischen Dinge sind ja Ignorieren der Entfremdung, Entfremdung, einfach so weitermachen, also eigentlich das Verdrängen. Häufig gepaart mit Hoffnung, dass sich das ja von alleine wieder regelt. Also wie bei dem Liebespaar, Elternpaar, dass das Liebespaar ja von alleine zurückkehrt. Man vergisst eben in dieser Hoffnung, dass die Gewohnheit eben so extrem stark dagegen wirkt. Und man richtet sich, wie du sagtest, ein und empfindet das eben als Normalzustand. Das ist eben so das Leben. Vielleicht findet man auch im Umfeld Freunde und Bekannte, denen es ähnlich geht und sagt, naja, das scheint ja vielleicht bei ganz vielen so zu sein. Vielleicht muss das ja sogar so sein. Vielleicht geht das ja gar nicht anders. Und so begründet man sich, warum das eigentlich okay ist. Was aber dann passiert ist, dass dauerhaft wahrscheinlich eine Unzufriedenheit da ist. Dass man dauerhaft so das Gefühl hat, so wirklich wohl fühle ich mich mit der Situation trotzdem nicht. Und Hilfe in Anspruch nehmen ist eine gewisse Gefahr, weil dann ja genau diese ganzen Themen aufgedeckt werden können. Also man muss ja darüber sprechen, wie man sich fühlt. Und auf der einen Seite ist es die Chance, dass das Ganze wieder in eine Wunschbeziehung mündet, aber eben auch die Gefahr, dass wenn man offen ausspricht, wie man fühlt, dass es eben in Richtung Trennung gehen könnte. Ebenso bringt das auch nichts, finde ich, wenn man die Konflikte vor den Kindern sozusagen komplett verschleiert. Also wenn man vor allem so tut, als wenn nichts wäre und übertrieben glücklich scheint oder versucht sozusagen so eine heile Welt durch besonders viele Highlights im Leben aufzubauen, um dem Thema sozusagen aus dem Weg zu gehen. Ich glaube häufiger ist ja der Fall, dass man wie du schon sagst, so als Team funktioniert und den Alltag gemeinsam irgendwie bewältigt bekommt. Was man dabei finde ich vergisst ist, dass die Kinder ja die Beziehung der Eltern als erste Beziehung im Leben als Liebespaar wahrnehmen und wenn die Kinder in dem Glauben sind, dass wir eine Liebesbeziehung führen, obwohl wir eigentlich uns unausgesprochen committed haben, nur noch Elternpaar zu sein und Team, aber das Liebespaar gar nicht mehr richtig stattfindet, dann glauben ja die Kinder, dass so eine Liebesbeziehung funktioniert. Folglich werden sie die im Erwachsenenleben kopieren. Und müssen im Erwachsenenleben sehr viel Arbeit und Reflexion, vielleicht Coachings, Therapien brauchen, um andere Beziehungsmuster zu entwickeln und sich aus den bekannten Dynamiken und Mustern, die sie von ihren Eltern kopieren, davon zu lösen. Dessen muss man sich bewusst sein. Das heißt, es kann für die Kinder, wenn man das mal so auf eine Waagschale setzt, vielleicht sogar in Summe schwieriger sein, dass man sich nicht getrennt hat, anstelle von man trennt sich. Und ist ein zufriedenes, stimmiges Elternpaar, welches mit anderen Partnern eine Wunschbeziehung führen, wo man eben sehen kann, dass diese Wunschbeziehungen, wie die geführt werden, aber auch vielleicht sieht, wie Patchwork funktioniert, wenn man das eben hinkriegt, dass man ein stimmiges Elternpaar mit stabilem Fundament danach bildet. Ich hatte letztens ein Paar im Coaching bei mir, da ging es um das Thema Affäre und dass das Paar aber gesagt hat, ehrlicherweise, davor waren wir eigentlich auch lange Zeit jetzt nur auf Elternpaar-Ebene unterwegs. Und da haben wir auch drüber gesprochen, wie es den Kindern geht, wie die Kinder, die Situation jetzt gerade, dass die Affäre rausgekommen ist, sodass da so ganz viel Unruhe natürlich in der Familie ist, wie die damit umgehen. Und da erzählte das Paar auch, dass die Kinder eigentlich das Liebespaar gar nicht kennen. Also, dass seitdem das erste Kind auf der Welt war, das so krass runtergefahren wurde, dass die Kinder das nicht kennen, dass Eltern sich umarmen oder küssen oder mal auf der Couch eng beieinander sitzen, das kennen die gar nicht alles. Und die lernen die Eltern als Zweckgemeinschaft kennen. Genau. Und dementsprechend war das für die jetzt ganz komisch, im Prozess, als sie so durch die mehreren Sitzungen gegangen sind und die sich wieder angenähert haben, als Liebespaar war das für die Kinder total irritierend, weil die Kinder gesagt haben, mh, küsst der Mama auf den Mund. Was ist das denn? Ja, das gibt's ja sowieso, diese Phasen bei den Kindern. Ja, aber für die war das wirklich ungewohnt, weil die das halt noch nicht gesehen haben, ne? Ja. Oder auch, dass Papa halt Mama mal in den Arm nimmt oder so. Am Anfang hat das kleine Kind vier Jahre immer gesagt, hat Mama sich wehgetan. Ja. Tröstest du sie, hat sie sich gestoßen, hat sie sich wehgetan. Das war so der Impuls, weil das kannte das Kind. Wenn man weint, weil man sich wehgetan hat, dann wird man getröstet. Umso schöner, dass das Paar dann diesen Umschwung geschafft hat und jetzt dann den Kindern eben auch diese Seite des Liebespaares zeigen kann, sodass die das eben für sich so aufnehmen und später dann im Erwachsenenleben das leichter haben, für sich auch eine stimmige Beziehung zu führen. Man muss sich wirklich intensiv Gedanken machen und reflektieren, ob dieser Verlust der Lebensqualität, der gemeinsamen schönen Lebensmomente das auch aufwiegt. Also die eigenen Bedürfnisse noch mal mit hineinnehmen. Du hast vorhin schon gesagt, so die Lebenszeit, dass man sich bewusst macht, dass man dann sein eigenes Leben ja auf lange Sicht vielleicht so 10, 15 Jahre pausiert. Schon krass, ne? Und ich meine, Kinder haben ja ihre schönen Seiten, aber haben eben auch Herausforderungen. Und ich weiß nicht, ob diese schönen Seiten, die man an den Kindern dann hat, das wirklich aufwiegen, dass ich keine Lebensmomente mehr mit meiner Partnerin habe. Dass mir so eine Komponente fehlt. Oder dass ich vielleicht schon Sorgen vor dem nächsten Urlaub habe. Weil ich denke, oh Mann, wir haben uns im Alltag so eingegroovt, dass wir relativ gut aneinander vorbeileben. Und jeder sein Ding macht. Jetzt sind wir aber zwei Wochen in einem Ferienhaus in Dänemark. Das ist ungewohnt. Und auf einmal sind die ganzen Dynamiken durcheinandergebracht. Und wir müssen uns miteinander auseinandersetzen. Das gibt Streit. Auf einmal werden Urlaube negativ. Und das sind ja auch alles Prägungen, die man den Kindern hinterlässt. Und natürlich, wenn die ganz jung sind, dann ist Dänemark trotzdem toll gewesen. Weil dann haben die alles entdeckt und so viel Neues. Und das ist so aufregend. Aber je älter die werden, desto mehr reflektieren die ja auch und sehen, im Urlaub streiten Mama und Papa immer. Oder bringen sich gegenseitig in den Ausschluss. Dass man sagt, okay, das mache ich jetzt nur mal mit Papa alleine. Ich bleibe jetzt mal hier. Oder das können wir ja nachher machen. Also Kinder merken ja auch, dass diese Aufteilung dann irgendwann stattfindet. Und dass man eigentlich ja getrennt leben kann. Ja, und das kommt tatsächlich häufig vor, dass Eltern sich in den ersten drei Jahren, nachdem sie Kinder bekommen haben, trennen. Dazu gibt es eine Studie vom Deutschen Jugendinstitut aus 2015, die aufzeigt, dass 20 Prozent der Eltern sich in den ersten drei Jahren, nachdem sie Eltern werden, trennen. Was immerhin schon mal ein Fünftel ist. Das ist ganz schön viel. Und das nur in drei Jahren. Ja. Wenn wir jetzt mal schauen, würde auf fünf oder auf sieben Jahre, weil letztendlich ja manche ja auch beschreiben, so bis die Kinder gekommen sind, war es ganz gut. Es gab schon so erste Konflikte und Themen und so weiter. Aber das konnte man ganz gut handeln. Und ab dann wird die Konfliktspirale schwieriger, weil weniger Zeit, weniger Routinen, weniger Spontanität, Herausforderungen. Als Elternpaar kommen dazu, man findet nicht zum Liebespaar zurück. Und die Erfahrung zeigt ja, dass es durchaus auch so drei bis sieben Jahre dauert, bis man so weit weg ist. Dass man so viel aufgestaut hat an Verletzungen, dass man den Deckel nicht mehr halten kann. Also ich glaube, wenn man so eine Studie jetzt auf sieben Jahre mal ausgedehnt hätte, wäre die Quote noch deutlich größer von Paaren, die sich getrennt haben. Und wenn man dann mal eine Befragung macht dazu, wie viele Paare haben denn eher so ein WG-Team-Gefühl als ein richtiges Liebespaar-Gefühl, dann sind das, glaube ich, auch noch sehr viele. Wenn ihr gerade bei YouTube zuschaut, dann könnt ihr es in die Kommentare schreiben oder bei Spotify. Die Umfrage beantworten. Mich würde mal interessieren, wie viele Paare kennt ihr, die Kinder haben und wo ihr sagen würdet, die sind ein wirklich harmonisches, glückliches Liebespaar. Das würde mich mal sehr interessieren. Wie könnte also jetzt eine Lösung aussehen, wenn ich vor der Frage stehe, ist es sinnvoll, wegen den Kindern zusammenzubleiben weiterhin? Erstmal müsste ich reflektieren, ob es wirklich so ist. Liegt es jetzt wirklich nur noch an den Kindern? Oder ist eigentlich noch ein Gefühl da? Sind noch gemeinsame Lebensstile da? Sind es nur immer wiederkehrende Konflikte, die dieses Gefühl auslösen? Also ist das wirklich so? Und da bietet es sich eigentlich an, mal in so eine tiefere Selbstreflexion zu gehen. Mal drei, vier Tage Auszeit zu nehmen, mal irgendwo in ein Hotel zu fahren. Wenn das geht. Wenn das geht. Und in sich zu gehen und mal zu prüfen, wie ist mein eigenes Gefühl eigentlich noch? Ist es wirklich so, dass es nur noch die Kinder sind? Oder wenn man gewisse Aspekte der Beziehung verändern würde, könnte man sich dann ein Zusammenleben, eine Liebespaar-Ebene wieder gut vorstellen? Weil ganz häufig ist es vielleicht ja einfach so, dass man so viele Konflikte hat und so viel Uneinigkeit, so viele Themen in der Kommunikation aufgebaut hat, die sich negativ auswirken, dass dieses Gefühl da ist, wir sind nur noch wegen der Kinder zusammen. Aber vielleicht hält einen ja doch noch auch Liebe zusammen und die Hoffnung und die Idee, dass man das ja wieder zusammenführen könnte und da wieder ein Match entsteht, dass man wieder Freude an Paarzeit entwickelt, dann wäre das ja eine Möglichkeit, daran zu arbeiten. Also die Kernfrage zu beantworten, ist das Liebespaar in den Hintergrund geraten oder ist das Liebespaar wirklich verloren, also ist wirklich jetzt in der Zeit das Gefühl von Liebe abgebaut worden, ist nicht mehr ausreichend vorhanden, sodass man sagt, zwischen uns gibt es keine Liebespaar-Ebene mehr und ist auch nicht mehr vorstellbar. In meinem Basisgefühl finde ich für dich keine Liebe mehr. Ich bin nur noch mit dir zusammen aus Gewohnheit und weil die Kinder da sind und ich die Umgebung mit dem Haus und dem Freundeskreis mag, ansonsten gibt es diese Liebespaar-Ebene nicht mehr. Und dann wäre ich da, dann wäre ja die Frage zu überlegen, wäre man bereit, in einen Prozess einzusteigen und nochmal zu schauen, sind da wirklich keine Gefühle mehr oder sind da gedeckelte Gefühle aufgrund von Verletzungen? Also da wäre ja die Möglichkeit, zurückzukehren, wann war es mal gut und die Verletzung aufzulösen. Weil häufig, oder es ist ja ganz normal, dass man zu der Person, mit der man im Konflikt ist und von der man sehr sich verletzt fühlt, dass man da keine großen Gefühle hat. Sondern dass man aufgrund von einem Selbstschutz alles erstmal runterfährt. Und das ist wichtig, es fahren dann auch die guten Gefühle runter, nicht nur die negativen. Man kann nicht nur Negatives deckeln und das Gute beibehalten. Das Gute geht auch nach und nach mit unter den Deckel. Weil, ist ja auch ganz logisch, je mehr Liebe ich für dich empfinde, desto verletzter bin ich oder desto mehr werde ich in meinen Erwartungen enttäuscht. Je mehr ich meine Liebe runterfahre und deckele, desto weniger Erwartungen habe ich an dich. Desto weniger Enttäuschung erlebe ich. Und entsprechend macht das ja sogar Sinn. Aber ich würde dann ja denken, ich habe keine Gefühle mehr. Aber die Gefühle sind vielleicht unter diesem Deckel von Verletzungen. Und da wäre die Möglichkeit, wenn ich mir die Frage stelle, wäre ich dazu bereit, in den Prozess einzusteigen, die Verletzungen zu lösen, um meine Klarheit wirklich nochmal abzusichern. Um mir sicher zu sein in meiner Entscheidung, ich möchte in der Beziehung nochmal bleiben und nochmal neu investieren, nochmal was Neues machen. Neues aufbauen oder möchte ich wirklich die Trennung innerlich? Das hat riesige Vorteile, diesen Prozess zu durchlaufen. Erstens kann es passieren, dass man in eine harmonische Wunschbeziehung gerät, weil man merkt, das Gefühl von Liebe ist noch da, ist gedeckelt und wir können das lösen. Das andere ist, dass wenn man rausfindet, dass das nicht mehr da ist, hat man auf der einen Seite ein stabiles Fundament, um auch als Elternpaar nach der Trennung mit gemeinsamen Werten, im Austausch miteinander, die Erziehung der Kinder weiterzuführen, was eine ganz wichtige Ebene für die Kinder ist, dass die Eltern nicht zerstritten sind, dass die sich noch auf Elternpaar-Ebene mögen, in die Augen schauen können, miteinander sprechen können. Und ein wesentlicher Punkt ist nochmal für viele, dass man sagen kann, was ja auch ganz wichtig ist, wir haben alles probiert. Wir haben das nicht leichtfertig gemacht. Wir haben nicht einfach einen Cut gezogen, sondern wir haben das nicht leichtfertig gemacht. Wir haben alles probiert, aber für uns festgestellt, dass es nicht mehr geht, was zum Verarbeiten einer Trennung natürlich wesentlich besser ist, als wenn man das nicht gemacht hätte. Und man kann dann diese Trennungsentscheidung auch häufig gegenüber den Kindern, aber auch dem Freundeskreis, der Familie gegenüber, gemeinsam vertreten. Das ist auch natürlich ein Riesenvorteil, muss man sagen, dass da einfach kein Kampf entsteht, kein Rosenkrieg daraus kommt. Sondern man einfach nach außen hin sagen kann, wir haben für uns alles probiert und haben gemeinsam den Entschluss getroffen, dass die Trennung der beste Weg ist. Und das ist eine Haltung, die man nach außen hin zeigt, aber auch die man mit den Kindern kommunizieren kann, die eben ganz anders ist. Viele nutzen bei der Fragestellung, ist es sinnvoll, mich nicht zu trennen wegen der Kinder, auch eine Pro- und Kontraliste. Also sie aufschreiben, das sind die guten Sachen, die dafür sprechen, das sind die negativen Sachen. Wie stehst du so zu Pro- und Kontralisten? Bekanntermaßen nutzen wir dafür den Öko-Check, so als verbesserte Version der Pro- und Kontraliste, weil es total Sinn macht, das von mehreren Seiten zu beleuchten. Und so eine Pro- und Kontraliste ist meistens zu eindimensional. Deswegen nehmen wir den Öko-Check, stellen uns vier Fragen, schauen uns das an, schauen uns das Ziel an, schauen uns die Vorteile im Hier und Jetzt an, wo wir noch zusammen sind und schauen uns an, welche Konsequenzen können eintreten, wenn wir uns trennen und wie können wir diese verhindern oder dafür sorgen, dass die Konsequenzen eben nicht eintreten oder gemildert werden. Und dann kann man eine vielstimmigere Entscheidung treffen. Der Öko-Check wird in unserem kostenlosen Videokurs im Detail erläutert, mit PDF dazu, zum Selbstwert, ausfüllen und durchführen, mit Beispielen, sodass man im Detail erfährt, wie man für sich da eine stimmige Entscheidung treffen kann. Bevor ich den Öko-Check kennengelernt habe, habe ich ja auch gerne diese Pro- und Kontra-Listen durchgeführt, weil ich ja so ein sehr strukturierter Mensch bin. Aber ich muss mal sagen, ich habe die immer ausgefüllt und dann hatte ich ja innerlich schon so eine Tendenz. Und dann hatte ich vielleicht dann fünf Sachen auf der Pro-Seite und acht Sachen auf der Kontra-Seite und war aber im Gefühl eher für Pro. Und habe dann angefangen von wegen, ja, das ist zwar, wenn man abzählt, ja, mehr bei Kontra, aber von der Gewichtung ist es mehr bei Pro. Und dann stand ich wieder vor dem Dilemma. Ja, schöne Grüße gehen raus an mein Paar, das mit mir jedes Mal das Thema Listen thematisiert, wo es jedes Mal darum geht, wie sinnvoll es doch wäre, wenn die beiden endlich anfangen würden, Listen zu schreiben für manche Dinge. Die machen es nämlich gar nicht. Okay. Ich liebe den Moment, das mache ich abends schon mal gerne für den nächsten Tag oder auch bevor ich einen Arbeitstag habe, heute Morgen auch wieder. Ich schreibe mir erstmal alle Punkte, die ich erledigen will, auf eine Liste. Und dieser Moment, wo du den Stift in der Hand hältst und das durchstreichen kannst, ist so herrlich. Ist aus dem Kopf raus, ausgeschrieben. Das bringt so einen kleinen Dopaminschub. Total, also bei mir jedenfalls. Ja, ist bei vielen so, etwas wegstreichen zu können. Deswegen ist ja auch häufig der Tipp, dass man das eben physisch macht, also mit Blatt und Stift und nicht im Handy. Okay. Das ist nicht der gleiche Effekt, ob ich im Handy was durchstreiche oder eben mit einem Stift. Und es sorgt natürlich dafür, jetzt schweifen wir so ein bisschen ab, aber es sorgt dafür, dass man auch Dinge gut aufteilen kann. Ja. Das ist nämlich häufig ein Thema, auch bei dem Paar, dass der eine hat die ganzen Sachen im Kopf, der andere nicht. Ja. Und der, der die Sachen nicht im Kopf hat, der will entspannt noch mal eine Runde joggen gehen, während der andere sagt, das kann nicht sein, wir haben so viele To-Dos. Und der andere sagt, nee, wo denn? Ja. Sehe ich gar nicht. Ja. Schreibe ich auf die Liste, kann man sich zusammensetzen und sagen, guck mal, das sind die To-Dos, wie teilen wir das auf? Dann hat nicht einer die Führung mit allen To-Dos im Kopf, sondern man kann das eben auch in so eine Aufteilung bringen. Und das ist eben beim Öko-Check jetzt wieder ähnlich. Man schreibt den eben auf, man kann den gemeinsam reflektieren und man kann durchs Aufschreiben eben das auch mal zwei, drei Tage sacken lassen. Ja. Man kann sagen, Mensch, ich höre mir mal Podcasts Folgen an, schaue YouTube-Videos, ich recherchiere mal, bringe das neue Wissen mit ein und kann den so nach und nach vervollständigen. Und ganz wichtig ist eben, der Öko-Check ist nicht objektiv, sondern bezieht die Emotionen ganz klar mit ein. Der Öko-Check, der mündet in zwei Ergebnissen hier eigentlich. Entweder man bleibt zusammen oder man trennt sich. Wenn man zusammenbleibt, dann, also wenn man schon so weit ist, dass man so einen Öko-Check macht und sich damit so detailliert befasst, dann bleibt man zusammen, weil das Gefühl von Liebe noch da ist oder wieder hergestellt wird oder wurde und man sagt, wir haben eine gute Chance, dass wir in eine Wunschbeziehung gemeinsam kommen. Und dann darf man aber auch und sollte man ja auch anfangen, Dinge umzustellen, weil das Ziel ist ja von vielen Menschen ja nicht zu sagen, okay, wir bleiben jetzt zusammen, lass mal so machen, wie wir es die letzten Jahre gemacht haben, war scheiße, lass mal beibehalten, sondern es ist dafür was Neues, was sich dann endlich mal stimmig anfühlt. Und das bedarf natürlich zeitlicher Ressourcen, dass man dem einen Fokus widmet und dass man ins Handeln kommt. Und da haben wir auch verschiedene Tools, die wir mitgeben, Reflexionsgespräche, Orga-Gespräche, Signal-Tagebuch, Date-Nights, also es gibt ja ganz viele Dinge, die man machen kann, um ja auch seine Gewohnheiten durch neue Rituale zu ersetzen, die dann wiederum zu neuen Gewohnheiten werden. Aber das kostet einmalig natürlich Kraft und Energie und weil immer aus Gewohnheiten rauszukommen bedeutet für unser Gehirn Arbeit und Arbeit mögen wir nicht so gerne, also ist es schwierig und einfacher in der alten Gewohnheit zu bleiben. Und ich finde das auch völlig normal, dass man gerade als Eltern ja immer wieder in die Situation kommt, aufgrund von verschiedenen Wachstumsphasen, Bedürfnissen der Kinder, das geht ja noch Ewigkeiten weiter, dass man sich immer seine Lücken suchen darf als Paar und da auch flexibel bleibt. Also wenn ich jetzt auf unsere Beziehung zurückschaue, gab es ja auch viele Phasen, wo wir das mal so gemacht haben, dann haben wir das wieder ganz anders gemacht. Also auch die Betreuungsmöglichkeiten waren unterschiedlich möglich, wie wir als Paar freie Zeit hatten, auch zu verschiedenen Tageszeiten Zeit hatten. Jetzt haben wir gerade eine Phase, wo wir die Abende wieder zusammen sehr genießen können, was auch erstmal wieder ungewohnt ist, finde ich, dass man abends jetzt Zeit zusammen wieder verbringt. Aber auch das anzunehmen und zu sagen, okay, wir schauen, was können wir jetzt Neues machen, wie können wir das neu gestalten und sich nicht jeder zurückzieht und sagt, jetzt haben wir ja freie Zeit, aber davor war das ja auch schon so, dass du alleine das und das gemacht hast und ich alleine das, sondern zu sagen, dann lass mal überlegen, was machen wir denn jetzt? Ja, und in dieser Priorisierung trifft man dann natürlich auch manchmal für andere ungewöhnliche Entscheidungen, die aber dafür sorgen, dass man eben auch ins Liebespaar zurückfinden kann, und seine Ressourcen findet. Wir haben zum Beispiel meiner Mutter gesagt, weißt du was, wir möchten dich gerne als Nanny einstellen, kündige deinen Job, also die war auf damals 450 Euro Basis eingestellt, dann haben wir gesagt, kündige deinen Job, wir bezahlen das und du kommst zu uns, glaube ich, drei Vormittage die Woche und passt auf unseren Sohn auf, was eine totale Win-Win-Win-Win-Situation für alle ist. Ihr baut eine coole Bindung auf, du machst was mit deinem Enkelkind, was du sowieso liebst, bekommst dafür dann sogar noch Geld, damit du diesen Ausgleich hast und wir können Paarzeit miteinander haben und zum Liebespaar zurückfinden. Das ist ungewöhnlich und kostet natürlich dann auch viel Geld für uns, wofür man auf andere Dinge verzichten musste, aber dieser Fokus und diese Entscheidung war eben viel wichtiger zu sagen, dort zurückzufinden zum Liebespaar, nachdem das Elternpaar eine Zeit lang pausiert wurde. Und das mag vielleicht für jemanden ungewöhnlich sein, der von außen drauf guckt, aber es hat genau den Effekt erzielt, den es eben haben sollte. Und das war dann, wie du sagst, temporär. Genau. Weißt du, wie lange war das? Anderthalb Jahre, bis er in die Kita gekommen ist. Also nicht sofort nach Geburt, das hatte eine gewisse Pausenphase, ich glaube, es war ein Jahr. Ein, anderthalb Jahre waren das. Die haben eine klasse Bindung jetzt miteinander. Der Oma-Tag, der darf niemals ausfallen und da soll auch nichts anderes passieren. Und die Bindung ist eben enorm. Und wir haben eben dadurch Zeit für uns gefunden. Genau, und es hat sich auch immer wieder verändert. Wie du sagst, dann war das ein Jahr lang, dann haben wir andere Möglichkeiten gefunden, dann haben wir noch meine Schwester mehr eingebunden, die von Anfang an ja auch schon eine Bindung aufgebaut hat. Aber immer zu schauen, wen können wir mit dazunehmen? Wir waren ja immer sehr eng im Familienkreis. Externe Babysitter hatten wir bis jetzt nicht drangezogen, weil wir einfach da ja auch gute Bindungen in der Familie hatten. Aber zu schauen, was machen wir in der Zeit? Und wir hatten, nicht immer viel Zeit. Ich finde, das ist auch ein wichtiger Aspekt, sondern auch zufrieden zu sein und zu sagen, haben wir jetzt nur zwei Stunden? Was können wir in den zwei Stunden machen? Statt zu sagen, das lohnt sich ja nicht. Oder irgendwo hinfahren lohnt sich ja vielleicht auch nicht für zwei Stunden so weiter weg. Dann lasst uns abschließend noch mal jetzt die Frage beantworten. Ist es sinnvoll, wegen der Kinder zusammen zu bleiben? Ja oder nein? Meiner Meinung nach ist es nicht sinnvoll. Weil viele Faktoren ja auch mit reinspielen, die man bedenken sollte, in der gesamten Konsequenz. Also ist das wirklich sinnvoll für mich, für mein eigenes Leben? Ist es sinnvoll für das Leben von meinem Kind? Ist es sinnvoll für das Leben meines Partners? Ist das wirklich stimmig, auf vieles zu verzichten in Emotionen? Und sollte es nicht so sein, dass Liebe als ein so starkes Gefühl immer eine Freiwilligkeit hat und nie eine Abhängigkeit oder eine Verpflichtung? Ich würde sagen, es ist total sinnvoll, wegen der Kinder so motiviert zu sein, zu sagen, wir arbeiten an der Beziehung und lassen die nicht einfach nur nebenbei laufen. Also ich würde eher so Dinge wie Kinder, Haus und all die ganzen Dinge, die man sich zusammen erschaffen hat, würde ich dafür nutzen, maximal motiviert zu sein, zu sagen, ich lasse das nicht nebenbei laufen, sondern ich widme dem so viel Fokus, dass ich in diese Zufriedenheit zurückkehren kann. Dafür ist das da, wenn ich das gemacht habe und stelle fest, das funktioniert nicht, dann würde ich auch sagen, sollten Kinder nicht der Grund sein, warum man zusammenbleibt, sondern dann macht es mehr Sinn, sich zu trennen, stimmig als Elternpaar zusammen zu bleiben, das zu stabilisieren. Denn man stelle sich mal vor, man geht in seine eigene Kindheit zurück, wird irgendwann 15 und die Eltern trennen sich. Man fragt Mensch, warum trennt ihr euch denn? Und dann sagt die Mama oder der Papa, sagt, wisst ihr was, lieber Florian, wir waren die letzten 12 Jahre nur deinetwegen zusammen. Wir beide mögen uns überhaupt nicht mehr. Wir sind einfach nur noch Team, wir haben Konflikte ohne Ende und wärst du nicht auf der Welt, hätten wir uns schon vor 12 Jahren getrennt. Das heißt, ich habe jetzt die Verantwortung abbekommen, dass meine Eltern 12 Jahre unglücklich zusammengeblieben sind und ohne mich hätten die vielleicht schon vor zwölf Jahren sich getrennt und vor zehn Jahren einen neuen Partner gefunden, mit dem sie glücklich geworden wären. Also diese Last, die mir da auferlegt wird. Die Prägung durchzuhalten. Also das ist vielleicht nochmal ein anderer Blickwinkel. Sonst hat man vielleicht den Gedanken, die Kinder sind glücklich und haben die Eltern zusammen und so weiter. Aber wie gesagt, die spüren das und haben dann eher diese Last. Man merkt auch manchmal diese Umkehr. Wir alle kennen vielleicht Familien oder kennen das von uns selber schon aus der Kindheit oder aus irgendwelchen Situationen, dass wenn die Kinder so zwischen zehn und sechzehn sind, so gerade auch in der Pubertätsphase, dass die natürlich wissen, wie es um die Eltern steht, die Konflikte mitbekommen und manchmal die Kinder aussprechen und sagen, Mensch, trennt euch doch. Was hält euch zusammen? Ihr streitet so oft. Euch geht es so schlecht miteinander. Mama, dauernd weinst du. Papa, dauernd schreist du. Trennt euch doch. Und da merkt man schon, okay, dann ist der Punkt gekommen. Wo man sich dann trennen sollte. Von daher Motivation, was zu verändern, ja. Nur wegen der Kinder zusammenbleiben, dann nein. Ja, wenn euch diese Folge nun berührt hat und ihr habt vielleicht ein Tränchen im Auge und denkt, Mensch, scheiße, das haben wir so noch nie bedacht, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam dann, wie wir euch auf eurem Weg unterstützen können und führen euch in Richtung Klarheit, Entscheidung und wenn es gebraucht wird, in die Trennungsbegleitung und wenn es noch funktioniert in Richtung der Wunschbeziehung. Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid, unsere Folge einschaltet. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Frage, ob man wegen der Kinder zusammenbleibt, ist entscheidend, da viele Paare nur aus Gewohnheit und äußeren Verpflichtungen zusammenhalten, ohne echte Liebe oder Freiwilligkeit.
  2. Trennungen sollten nicht wegen äußerer Umstände wie Kinder oder finanzielle Verpflichtungen erfolgen, sondern aufgrund einer unüberbrückbaren Unstimmigkeit oder Unglücklichkeit im Liebesbeziehungsgefühl.
  3. Ein langfristig stabiles Elternpaar sollte nicht nur funktionell funktionieren, sondern auch ein echtes Liebespaargefühl aufbauen, das sich aus Freiwilligkeit und gegenseitiger Anziehung leitet.
  4. Die Verdrängung von Konflikten und das „Arbeitskollegen-Modell“ führen zu einer Entfremdung, wobei Kinder oft die Beziehung als „Zweckgemeinschaft“ wahrnehmen und im Erwachsenenleben verletzende Muster kopieren.
  5. Der Öko-Check als strukturierte Selbstreflexion hilft, die Emotionen, Vorteile, Konsequenzen und mögliche Trennungsentscheidungen transparent und bewusst zu beleuchten.
  6. Eine Trennung, die nach gründlicher Reflexion getroffen wird, bietet eine stabile Grundlage für die Kinder und ein ruhiges Elternpaar, ohne dass die Beziehung als „nur wegen der Kinder“ dauerhaft bleibt.
  7. Es ist sinnvoll, die Beziehung aktiv zu regenerieren, statt sie zu überleben, und Dinge wie Paarzeit, Kommunikation und emotionale Nähe zu neu zu gestalten.
  8. Die Entscheidung, zusammenzubleiben oder zu trennen, muss aus Liebe, Klarheit und Eigenverantwortung entspringen – nicht aus Verdrängung oder Angst vor Verlust.

Summary:

Die Diskussion um die Frage, ob Paare wegen der Kinder zusammenbleiben sollten, führt zu einem tiefen Blick auf die Beziehungsgestaltung. Viele Paare bleiben zusammen aus Gewohnheit, Verpflichtung oder Angst vor dem Verlust des Familienbildes, ohne ein echtes Liebesgefühl zu haben. Dieses „Arbeitskollegen-Modell“ führt zu Entfremdung, wobei Kinder die Beziehung als funktionelle Zweckgemeinschaft wahrnehmen und später im Erwachsenenleben verletzende Muster kopieren.

Die Kernfrage lautet: Gibt es noch ein echtes Liebespaargefühl? Die Lösung liegt nicht in der Verdrängung von Konflikten, sondern in einer tiefen Selbstreflexion, die durch strukturierte Tools wie den Öko-Check unterstützt wird. Dieser Check beleuchtet Emotionen, Vorteile, Konsequenzen und ermöglicht eine bewusste Entscheidung – entweder, die Beziehung zu regenerieren oder aufgrund unüberbrückbarer Unstimmigkeiten zu beenden.

Eine Trennung, die nach gründlicher Reflexion erfolgt, ist nicht nur gerechtfertigt, sondern schafft eine stabile Grundlage für die Kinder und ein ungestörtes Elternpaar. Die Entscheidung muss aus Liebe und Freiwilligkeit heraus getroffen werden, nicht aus Verdrängung oder Angst. Es ist nicht sinnvoll, aufgrund der Kinder zusammenzubleiben, wenn das Liebespaargefühl fehlt.

Stattdessen sollte man aktiv dorthin fahren, wo ein echtes Vertrauen und Glücksgefühl wieder entstehen können.

FAQs

Nein, es ist nicht sinnvoll, nur wegen der Kinder zusammenzubleiben. Die Beziehung sollte auf Freiwilligkeit und Liebe basieren, nicht auf Verpflichtungen oder äußeren Umständen.

Das Elternpaar kann sich in eine funktionelle Team-Struktur verlieren, wobei die Liebesbeziehung verdrängt wird und die Kinder ein falsches Bild von einer glücklichen Beziehung erhalten.

Die Kinder merken es und kopieren diese Muster im Erwachsenenleben, was zu weiteren Konflikten und Schwierigkeiten in weiteren Beziehungen führen kann.

Durch tiefere Selbstreflexion, Auszeit, gemeinsame Gespräche und konkrete Handlungen wie neue Rituale oder gemeinsame Aktivitäten, die die emotionale Verbindung stärken.

Offene Kommunikation hilft, Verletzungen zu erkennen, Gefühle zu verarbeiten und klare Entscheidungen zu treffen, ob man zusammenbleibt oder trennt.

Der Öko-Check ist ein strukturierter Prozess, der alle Aspekte – Vorteile, Konsequenzen, Emotionen – berücksichtigt, um eine fundierte Entscheidung über Zusammenbleiben oder Trennung zu treffen.

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