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Weg von Google und Paypal – Wie die EU digital unabhängiger werden will

27m 56s

Weg von Google und Paypal – Wie die EU digital unabhängiger werden will

Die Transkription beleuchtet die massive digitale Abhängigkeit Europas von US-Technologiekonzernen in Bereichen wie Internetsuche, Bezahldiensten und Cloud-Speichern. Diese Abhängigkeit stellt ein erhebliches Risiko dar, da die USA digitale Dienste als politisches Druckmittel instrumentalisieren könnten, wie Äußerungen von US-Politikern andeuten. Zwar gibt es europäische Alternativen wie die Suchmaschine Ecosia, die auf Nachhaltigkeit setzt, oder den Bezahldienst Wero, doch diese haben mit großen Herausforderungen zu kämpfen: Ecosia ist für seine Suchergebnisse selbst noch von Googles Index abhängig, und Verbraucher wechseln aufgrund von Bequemlichkeit und etablierten Netzwerkeffekten nur zögerlich. Die politischen Spannungen haben jedoch das Bewusstsein für digitale Souveränität geschärft. Auf EU-Ebene und in Mitgliedsstaaten werden nun Initiativen vorangetrieben, um unabhängigere digitale Infrastrukturen aufzubauen, etwa durch eigene Suchindizes, die Förderung europäischer Software in der öffentlichen Beschaffung und Investitionen in Rechenzentren. Das Ziel ist es, Wettbewerb, wirtschaftliche Unabhängigkeit und langfristige Sicherheit zu gewährleisten.

Transcription

3781 Words, 26089 Characters

German
ARD Sounds. Das wissen. Die digitale Abhängigkeit der EU von den USA ist gewaltig. Internet suche bagelgloses Bezahlen oder Cloudspeicher, alles vorwiegend Made in America. Ich glaube, was viele auch nicht verstehen, ist, wie abhängig wir eigentlich in Europa sind von Google, Microsoft und den anderen Biktag unternehmen. Also, wenn die US-Regierung jetzt entscheiden würde, dass wir Europäer keinen Zugriff mehr auf Google-Gesuche-Ergebnisse haben, dann müssten wir aktuell zurück zum Telefonbuch. Europäische Unternehmen bieten längst alternative Dienst an. Aber Millionen User zum Wechsel zu bewegen, ist leichter gesagt als getan. Diese Plattform und Technologien sind halt für die Bürger in Teil des Alltagslebens sehr komfortabel. Und diese Migration auf andere Infrastruktur ist sehr aufwendig. Und das, was wir jetzt mit der Realität meinen, dann wieder besprechen ist etwas, was uns jetzt schon sehr bedroht und was auch in Zukunft noch mal stärker uns bedrohen wird, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich als auch sicherheitspolitisch. Weg von Google und Paper, wie die EU digital unabhängiger werden will, von Jörg Hommor. Ein typischer Berliner Hinterhof im Stadtteil Wedding, nördlich von Berlin Mitte. Backsteinwände, ein heruntergekommenes Treppenhaus. Der Lastenaufzug kaputt. Kaumvorstellbar, dass hier Europas Antwort auf Google ihren Sets hat. Schon 2009 hat Christian Kroll die Suchmaschine Ikkowsia gegründet. Heute ist sie eine der wenigen verbliebenen Alternativen zu Google. Wir haben in Deutschland etwa 1% Marktanteile, das klingt nach wenig. Aber wir sind damit tatsächlich die größte europäische Suchmaschine. Verglichen mit den Big Tech-Unternehmen sind wir natürlich winzig. Wir haben hier etwa 100 Mitarbeiter. Google hat 100.000 Mitarbeiter beim Alkohol oft ähnlich. Also das ist so ein bisschen David gegen Goaljad und wir müssen Dinge halt anders machen als die Big Tech-Unternehmen das machen. Im Gegensatz zu Google hat sich Ikkowsia nicht der Gewinnmachsimierung verschrieben, sondern der Nachhaltigkeit. Der Gewinn geht in das Pflanzen von Bäumen weltweit. Rund 99 Millionen Euro hat Ikkowsia so schon für nachhaltige Projekte eingesetzt. Ich habe Ikkowsia gegründet im Jahr 2009. Nach einer größeren Weltreise, bei der ich gemerkt habe, dass es um unseren Planeten nicht gutsteht und ich wollte, was tun um zu helfen. Ja, kam dann auf die früchte Idee, eine Suchmaschine zu starten. Weil ich gemerkt habe, dass man mit Suchmaschinen gut Geld verdienen kann. Und ich wollte eben, dass diese Gewinne verwendet werden, um unseren Planeten zu helfen. Kann Ikkowsia jetzt auch dabei helfen, die Abhängigkeit der EU von Google zu verringern? Google verarbeitet nicht nur 90 Prozent aller europäischen Suchanfragen. Ohne Google könnte auch Ikkowsia keine Suchergebnisse anzeigen. Bei Ikkowsia gibt man, wie bei Google auch, einen Begriff in die Suchleiste ein und bekommt eine Liste mit Suchergebnissen. Diese Liste kann Ikkowsia aber nur anzeigen, weil die Suchmaschine von Christian Kroll den Index von Google benutzt. Dieser Google Index ist so etwas wie ein Verzeichnis fürs Internet. Das verrät hinter welcher Website sich diese und jene Informationen verbergen. Und der Index von Google ist in dieser Form ziemlich einzigartig. Also wir sind aktuell in der Situation, wo wir noch fast zu 100 Prozent abhängig sind von Google und Microsoft. Das heißt, wir werden halt nicht in der Lage aktuell, wenn die US-Regierung sagen, würde ich nicht mehr auf US-Durchtechnologie zugriffen. Wenn wir nicht mehr in der Lage, das Internet so zu betreiben, wie es gerade aussieht, dann hätten wir keine Suchergebnisse mehr. Vielleicht hätten wir auch eben kein Betriebssystem mehr fürs Telefon und so weiter. Und das ist sehr schlecht für Europa. Das macht uns sehr abhängig. Europa importiert aktuell mehr als 80 Prozent seiner digitalen Infrastruktur, Software und Cloud-Kapazitäten aus den USA. Vor dem Hintergrund, das Wirtschaftswachstum verstärkt im digitalen erwirtschaftet wird, ist das ein Problem. Denn Europas digital-Abhängigkeit von den USA weckt Erinnerungen an andere Abhängigkeiten, etwa im Bereich Energie und Militär. Das sagt Felix Dümer von Economy. Die Beratungsfirma setzt sich für fairen digitalen Wettbewerb ein. Jeder einzelne sollte sich für digitale Sobrinität interessieren, genauso wie man sich vielleicht vor einigen Jahren schon mal interessieren hätte können für Energieabhängigkeiten oder militärische Abhängigkeiten. Heute interessiert es auch auf einmal jeden, ob Europa eigentlich in der Lage ist, in dem Ukraine Krieg, was eigenes in die Werkstelle zu legen. Genauso hat uns das von ein paar Jahren auf einmal alle angegangen, ob die deutschen Garspeichern noch voll genug sind. Und nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sich die Frage gestellt, ob das Klug war, ein Großteil der Primärenergiebedarf aus Russland zu beziehen. Und das Gleiche ist zurzeit der Fall hier bei digitaler Software-In-It-Held. Die digitale Abhängigkeit macht Europa appressbar. Die US-Regierung unter Präsident Trump deutet immer wieder an, dass sie Big Tech-Dienstleistungen instrumentalisieren, also zum Beispiel entziehen könnte, um politische Interessen durchzusetzen. Im Februar 2025 kritisierte US-Präsident JD Vance im Beisein von EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen, Frankreichs Präsident Emanuel Macron und anderen Regierungschefs, die strengen EU-Gesetze für US-Konzerne. Für manche ist der einfachste Weg, dieses Delammer zu umgehen, EU-Nutzer von vorn her rein zu blockieren. Ist das wirklich die Zukunft, die wir uns wünschen? Ich denke, die Antwort sollte für uns alle lauten, nein. Diretorische Frage ließ viele der anwesenden Zusammenzucken. Sie deutete an, dass ein Entzug von digitalen Dienstleistungen in den Gedanken spielen, der US-Regierung zumindest vorkommt. Und als ob es ein Testlauf sein sollte, spärte Microsoft kurze Zeit nach der Rede von JD Vance, die Outlook-E-Mail-Adresse von Karim Kahn, dem Chef-Ankläger des internationalen Strafgerichtshofs in den Hark. Die USA erkennen den Gerichtshof nicht an. Die US-Regierung kritisierte außerdem, die internationalen Haftbefehle gegen Israel-Sprimier, Benjamin Netanyaho und seinen ehemaligen Verteidigungsminister, wegen des Verdachts von Kriegsverbrechen in Gaza. Der US-Präsident selbst macht den eigenen Worten klar, dass ihm die europäischen Gesetze für fairen Wettbewerb im digitalen, ein Dorn im Auge sind. Genauso wie die damit in Zusammenhangsstehenden Verfahren gegen US-Konzernen wegen möglicher Wettbewerbsverstöße. "Die EU verklagt all unsere Unternehmen, Apple, Google, Meta. Alle alle von uns sind verwendet. Die EU verklagt alle unsere Unternehmen, Apple, Google, Meta. Sie verklagen sie alle. Am Ende mit Strafen von 15, 17, 20 Milliarden. Sie machen das, um ihre eigenen Geschäfte zu finanzieren. Aber das wird nicht mehr passieren, das sage ich Ihnen." Kurz vor Weihnachten 2025, der bis dahin krasseste Schritt der US-Administration. Einreiseverbote gegen 5 Europäer, darunter Tieri Bruton, der bis 2024 EU-Kommissar für den Binnenmarkt war. In dieser Funktion war er maßgeblich für die Regulierung der Techbranche verantwortlich. Und genau das war auch die Begründung des US-Ausenministeriums für das Einreiseverbote. Felix Dümer vom Think Tank Economy kann der politischen Eskalation trotz allem auch etwas positives abgewinnen. "Vielleicht ist die Trump-Administration tatsächlich das Beste, was dem europäischen Digitalstandort passieren konnte, auch wenn es erst mal ein bisschen verrückt klingt. Die Tatsache, dass die Trump-Administration so aggressiv gegen Europa arbeitet, gerade vielleicht sogar ironschappweise in Riesenvorteil für die Europäische Union. Wir sehen auf der einen Seite zunehmend den Willen beim europäischen Enduser sich auf europäische Alternativen zu begeben." Es ist eine Suche nach Alternativen, die auf politischen Druck kennengenstanden ist. Nachdem die US-Regierung veranlasst hatte, den E-Mail-Account von Chef Antleger Karin Kahn zu sperren, hat der internationale Strafgerichtshof seinen Vertrag mit Microsoft gekündigt. In den Hark setzt man jetzt auf eine europäische Open Source-Lösung. "Ich glaube bei dem Enduser und den Enduserinnen Europa sehen wir gerade die Anfänger von Veränderungswählen. Gleichzeitig ist es zurzeit aber immer noch so, dass der Wechsel enorm schwer ist, weil keine vernünftige Interopropelität da ist, weil der Wechsel von der einen Plattform zu der anderen Plattform unheimlich schwer ist." Für Christian Kräul, den Gründer der deutschen Suchmaschine Ikosia, ist seit 2024 klar, dass eine Abhängigkeit von Google und Microsoft weder für Ikosia noch für die User der Suchmaschine dauerhaft bestehen soll. Gemeinsam mit einem französischen Cloud-Anbieter gründete Kroll die European Search Initiative, eine Initiative zur Entwicklung einer europäischen Such-Infrastruktur. So willer Wettbewerb, Vielfalt und Unabhängigkeit im europäischen Internet fördern. "Ich glaube, wir versuchen halt mit unserem Angebot eine Alternative zu schaffen, zu dem Big-Tech-Modopul, was es um Bereichsuche gibt, aber auch in anderen Bereichen. Wir wollen in den nächsten Monaten dahin kommen, dass wir mal zumindest 20-30 Prozent unsere eigenen Suche geben." Verbände um Suchernfragen zu beantworten und dann perspektive starre hinkommen, dass wir Google und Microsoft fast gar nicht mehr brauchen, um die Nutzer mit Zuregiennes zu versorgen. Bis Sommer 2027 will Christian Kräul mit den Partnern seiner Initiative einen eigenen, von Google und Microsoft unabhängigen Index entwickelt haben. Ein ehrgeiziges Ziel. Aber Christian Kräul hofft auch darauf, dass politische und gerichtliche Entscheidungen dazu führen, die Monopolstellung von Google Mutterkonzern Alphabet zu zerschlagen. So Urteilte ein US-Bundesgericht bereits 2024, das Google seine Markt macht rechtswidrig, mit monopoleartigen Methoden ausgebaut hat. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen unter anderem Milliarden schwere Deals. Mit denen sorgte Google unter anderem dafür, dass die Google-Suche auf allen iPhones von Apple vorinstalliert ist. Also, wenn man im Safari-Google vorangestellt hat, dann wählen die Leute tendenziell eher mal nicht Ecosia. Wenn Ecosia-Wesafari vorangestellt wäre, dann wählen wir von einem Tag auf den anderen 10.00 Mal größer. Ein Wechsel weg von vorinstallierten Programmen ist aufwendiger. Google setzt auf die Bequemlichkeit der User. Das sei zumindest ein Teil des Problems, was unsere Abhängigkeit von digitalen Services aus den USA-Aingänge sagt Elisabeth Nöfer, Projektmanagerin im Bereich digitalisierte Gesellschaft von der Mercatwa-Stiftung. Inwiele Verantwortung ist wichtig. Wenn sehr viele sich zum Beispiel für Alternativen entscheiden, dann haben diese Alternativen auch die Chance zu skalieren. Aber wir sehen, dass der Markt so konzentriert ist, dass diese Alternativen gar nicht skalieren können. Und bei den Nutzerinnen kommt an, es ist bequem, es ist gewohnt. Deswegen brauche ich auch nicht zu wechseln oder sogar, dass es starke Netzwerk-Effekte gibt. Warum es sich nicht lohnt oder auch sehr schwer ist, auf einen anderen Anbieter zu wechseln. Mit Netzwerk-Effekten sind vor allem Dienste gemeint, die wir täglich nutzen. Und die z.B. mit ein und demselben Lock-N zugänglich sind. Ob bei Facebook oder Instagram von Metta oder bei den zahlreichen Google-Anwendungen wie Gmail, Maps oder Shopping. Über ein Google-Konto ist man mit allen Services verbunden. Ähnlich ist es bei Apple, Amazon oder Microsoft. Ein Umstieg auf mehrere unterschiedliche Anbieter bedeutet eben auch weniger Komfort. Nach einem Jahr Trump-Administration und den damit verbundenen Provokationen gegenüber Europa ist das Thema digitale Souveränität im November 2025 auf der politischen Agenda ganz nach oben gerückt. Bundeskanzler Friedrich März lute den französischen Präsidenten im Manuell Macron zu einem Gipfel nach Berlin ein, um Entschlossenheit bei der Frage der Europäischen Souveränität zu signalisieren. Wir wollen gemeinsam mit dem heutigen Gipfel verdeutlichen, die digitale Souveränität Europas ist zentral für Europa und für unsere gemeinsamen Werte, aber auch für die Wettbewerbsfähigkeit, unserer Wirtschaft, für unsere Sicherheit und für unsere Verteidigung. Digitales Souveränität ist dabei eine gesamtgesellschaftliche, auch eine gesamtstaatliche und eine gesamteuropäische Aufgabe. In der Realität scheint das aber noch nicht bei allen angekommen zu sein. So hat Baden-Württemberg zum Beispiel gerade erst die hochumstrittene US-Analyse Software perlantier gekauft, die viele Datenschützer massiv kritisieren. Und das Land Bayern hat noch Ende 2025 einen neuen, Milliarden schweren Lizenzvertrag mit Microsoft abgeschlossen. Anders entschließlich Holstein. Dort setzt die Landesregierung für ihre Verwaltungen seit Anfang 2025 auf eine Open Source-Lösung, also eine freie Software aus Europa. Digitalberater Felix Stümer von Economy findet in Vorschlag gut, das europäische Vergaberecht für digitale Dienstleistungen zu ändern. Europäische Anwendungen sollen künftig bei Ausschreibungen bevorzugt werden. Dieser Ansatz wird auf EU-Ebene schon länger diskutiert. In den USA hat eine solche Vergabepraxis zum wirtschaftlichen Aufstieg der US-Konzernemassiv beigetragen. Es werden auf europäischer Ebene gerade die öffentlichen Vergabenkretärin überarbeitet, um europäische Anbieter hier bevorzugt auch einzukaufen, wo zum ersten Mal verbindliche Quoten eingeführt werden, um tatsächlich so Veräne und europäische Alternativen auch mit einzukaufen in der öffentlichen Hand. Und das sind genau die industriepolitischen Mechanismen, die wir benutzen müssen, um diesen Milliardenmarkt in Europa tatsächlich anzusiedeln. Ein Beispiel für so einen Milliardenmarkt ist der bargeldlose Zahlungsverkehr. Im stationären, sogenannten Offlinehandel, ist bezahlen mit der Girocard weit verbreitet. Doch im grenzüberschreitenden weltweiten Onlinehandel ist der bargeldlose Zahlungsverkehr standart. In Deutschland ist vor allem das US-Unternehmen Pay-Pair führend. E-Mail und Bankkonto sind verknüpft. Kein lästiges Konto Nummer 1 tippen mehr, ein 2 Klicks, schon ist etwas bezahlt. Das Geschäft mit dem bargeldlosen bezahlen ist längst auch ein Markt, indem es um Milliarden Euros für Gebühren und Provisionen geht, sagt Martina Weimatt. Sie ist die Chef in von Wero, einem 2024 gestarteten europäischen und vor allem mobilverwendbaren Zahlungsdienst der European Payments Initiative API. Dabei ging es anfangs nicht um eine geopolitische Unabhängigkeit, sondern schlicht um wirtschaftliche Überlegungen. Einfach aus dem Hintergrund, dass man eingesehen hat wie so ein Mastercard, ja, uns in eine gewisse Abhängigkeit gebracht haben, dass sehr viele Einnahmen aus Europa abgezogen werden. Jede Jahr, 19 Milliarden Euro im Bereich, hab ich mal so überschlagen. Da kommen dann noch Einnahmen von Apple Pay, von Paypal dazu, von anderen großen Amerikanischen Unternehmen. So dass wir da schon von einem sehr großen wirtschaftlichen Element sprechen, für Händler, aber auch für die Banken. Dieses Services sind für Nutzerinnen und Nutzer auf zwar kostenlos, für die Händler allerdings nicht. Und jedes Jahr wurden die Gebühren und Tarifü für dieses Services erhöht, sagt Martina Weimert. Aber deshalb einfach kein Paper, kein Wieser oder Apple Pay mehr anzubieten, sei für die Händler keine Alternative. Die Tatsache, dass wir in diese Abhängigkeit sind, zeigt sich auch, dass die meisten Händler, auch wenn sie verärgert über die Tarifüte sind, sich das nicht erlauben können, weil sonst der Umsatz zu sehr einbricht. Wenn sie jetzt mal einen Kaffeebuke haben, dann können sie sich das vielleicht erlauben. Aber wenn sie ein großes Geschäft haben, wenn sie keinen Akzeptieren in den großen internationalen Marken, dann können sie in den Laden zu machen. Und das ist natürlich eine Abhängigkeit, die man schon berücksichtigen muss. Wie lässt sich die Abhängigkeit von den bezahldiensten der US-Konzerne verringern? Wero will eine europäische Alternative sein. Ähnlich wie beim US-Konkurrenten Paypal, ermöglicht Wero Überweisungen ohne Iban und Beck. Einfach nur mit Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse und das innerhalb von Sekunden. Allerdings sei es nicht leicht, sich auf diesem Markt zu etablieren, sagt Martina Weimatt. Wechsel ist immer schwierig und braucht immer Zeit. Der Konsument ist immer skeptisch. Kenn ich nicht, weiß ich nicht, was das ist, ist das überhaupt sicher. Zunächst musste sie die europäischen Banken davon überzeugen, mit Wero ein aussichtsreiches Unternehmen zu haben. Damals durch die Tingel-Tanne durch Europa machen und verstehen, welche Banken, die überhaupt bereit wären, dafür so etwas, da auch Geld auf den Tisch zu legen. Zum Glück haben wir genügend große Banken gefunden, die wirklich den zugestimmt haben. Noch vor ein paar Jahren sein, Wieser und Mastercard einfach sehr große Konkurrenten gewesen. Die Banken hätten Wero nicht zugetraut Wettbewerbsfähig zu sein, sagt Martina Weimatt. Mittlerweile sei aber aufgrund der politischen Situation die Sensibilität dafür gestiegen. Wie wichtig ist sei, auch in der digitalen Branche unabhängiger zu werden, von den US-Riesen. Hinzu komme, dass deren steigende Gebühren dafür sorgten, das Jahr für Jahr immer mehr europäisches Geld in die USA fließte. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Eigentlich, ich glaube, jetzt ist Schluss mit lustig. Man weiß, dass man keine Zeit mehr hat und dass man sich bewegen muss. Wir können hier einfach darauf warten, na mal schauen, was das wird, sondern entweder wir wollen es jetzt oder es ist zu spät. Laut einer Studie der European Payment Initiative wählen drei Viertel der deutschen Online-Kunden bereits Kreditkarten, mobile Zahlungs-Apps und digitale Geldbörsen. Die Abzeptanz von mobilen Zahlungs-Apps steige, beobachtet Werochefin Martina Weimatt. Sie sieht das Wachstumspotenzial von Wero deshalb optimistisch. Allein im Jahr 2026 sollen Kooperationen mit rund 60 großen Online-Händlern abgeschlossen werden, darunter zum Beispiel der Foto-Fasant-Cv und die Drogerie Kette Rosmann. Dann könnten User auch dort mit Wero bezahlen, das wäre ein großer Sprung. Wero könne für den Handel günstiger sein als Visa, PayPal und Co. sagt Martina Weimatt. Als Geschäftsmodell für Banken dagegen, wird sich der digitale Service wohl erst in zehn Jahren rechnen, Schätzsee. So lange sei Wero eine Art Vorleistung, um die Kunden näher der Banken aufrecht zu erhalten. Denn ansonsten gingen diese eben zu Konkurrenz. Der Handel will heute ein eigenes europäisches Akzeptanz. Netzwerk haben. Wir wissen schon ganz klar, wo unsere Prioritäten sind, diese Migrationen hinzubekommen, im Handel diesen Rollout zu machen und die ersten nächsten Märkte dazu zu ziehen. Neben Suchmaschinen und Online-Bezahldiensten sind Cloud Speicher, ein zentrales Element der digitalen Infrastruktur. Wir schreiben Texte in Word und legen sie in der Cloud ab. Filme, die wir streaming sind in der Cloud gespeichert und auch die künstliche Intelligenz etwa von Google ist letztlich eine Anandereihung von Chips und Prozessoren gespeichert in einer Cloud. Was mit Cloud auf Deutsch etwas Wolkig und Nebulös klingt, sind Rechenzentren aus Beton und Stahl. Von denen stehen die nach megawatt Leistung größten in den USA, China und Japan. Deutschland steht auf Platz 4 mit einem Achtel der Kapazität des Spitzenreiters. Der Bedarf an Cloud Speichern steigt, sagen Fachleute. Es braucht also künftig mehr Speicherkapazität und entsprechend mehr neue und größere Rechenzentren. Auch hier wollen EU-Länder und Unternehmen stärker investieren. Der Hintergedanke, man kann mit eigenen Rechenzentren nicht nur Geld verdienen, sondern auch viel Geld sparen. So dachte man auch beim Handelskonzern Schwarzgruppe, der unter anderem Liedel und Kaufland betreibt. Bereits 2017 hat die Schwarzgruppe mit der Planung eines gigantischen Rechenzentrums südlich von Berlin begonnen. Christian Müller, einer der beiden Chefs, der digital spartisch-Schwarz-Digits, war von Anfang an dabei. Als Händler muss man so berähen sein, nicht abhängig sein und das zieht sich auch in der IT durch und von daher versuchen wir, bei allen Dingen, die wir machen, soweit wir möglich einen Planbener Tasch zu haben. Wir wollen vom Wahlungstusch aufstehen können. Sobald man einen Monopul hat oder einen Duropul, wie man es ausdrücken mag, ist die Preise die Gestaltung eher schwierig für die Seite, die Zahlen muss. Nämlich, man hört den Preis und muss Zahlen bei der Abhängigkeit da ist. Und das war damals eigentlich das Ansinnen, dass wir 2017, wie gesagt, uns nicht preisig abhängig machen. Im November 2025 erfolgte dann der Spartenstich zur größten Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. 11 Milliarden Euro für ein Rechenzentrum der Superlative. Schließlich seien wir für die Lebensmittelversorgung von einem Viertel der Bevölkerung in Deutschland verantwortlich. Sagt Christian Müller. Wir reden heute viel mehr über Lebensfähigkeit, soweit wir billig hier im engen Englischen, wie kann ich überleben, wenn jemand in Stecker zieht, wie kann ich weiterarbeiten? Das ist ein riesen Thema, was jetzt viel beschäftigt. Also wir sind als Schwarzgruppe kritische Infrastruktur. Was heißt das? Das heißt, das sind Kunden lieber uns einkaufen. Wenn wir ein Problem haben, lieben und kauflandlich geöffnet ist, haben wir grundsätzlich versorgungsprobleme in Deutschland. Von daher sind wir kritische Infrastruktur. Ich glaube 2017 hätte sich keiner vorstellen können, so wie es vor dir ist. Aber wichtig ist, es ist eine Investition, die wir als Gruppe getätigt haben für unsere eigene Belange. Zum Baustad für das gigantische Rechenzentrum 2025 im ostdeutschen Löbenau trennte sich die Schwarzgruppe außerdem von Microsoft. Bis dahin war der US-Konzern Partner für die Bürokommunikation. Jetzt ist man allerdings bei Google Workspace und damit vom Regen in die Traufe? Christian Müller widerspricht. Die Daten werden ausschließlich in Deutschland gespeichert, vertraglich fixiert. Die Daten werden mit unseren Schlüssel verschlüsselt, die Schlüssel bleiben bei uns und wir kopieren die Daten auf uns in Cloud, na real time. Das heißt, wir speichern die Daten parallel noch auf unserer Cloud und können im Fall der Fälle, wenn jemand sagt, ich zieh den Stecker oder mache ein Killswitscherein, das heißt, die Software funktioniert nicht mehr. Können wir mit gespeicherten Daten, die wir erzeugt haben, die bei uns gespeichert wurden und der andere mit Centes einem Open Source-Pudet weiterarbeiten. Und diesem Beispiel sollen in den nächsten Jahren noch viele Unternehmen folgen, jedenfalls, wenn es nach Christian Müller geht. Das gigantische Rechenzentrum der Schwarzgruppe ist in sechs Module aufgeteilt. Dreider von sollen bis 2027 fertiggestellt werden und sind für den Eigengebrauch geplant. Die weiteren Module sein für externe Kunden nutzbar. Auch Felix Stümer von Economy sagt, der Cloudmarkt sei lange unterschätzt worden. Die Schwarzgruppe habe das Potenzial früher erkannt als andere. Der Cloudmarkt allein, also digitale Infrastruktur im Cloudmarkt, ist ein Markt, der hunderte Milliarden wird, und der geht fast ausschließlich aus Europa in die USA. Allein der öffentliche Sektor schickt im Jahr 250 Millionen in Cloud gebühren über den Atlantik. Wenn man nun Bruchteil davon umallokieren würde, zu europäischen Alternativen ist das ein Milliarden Markt, der entstehen würde. Bei der Schwarzgruppe ist man stolz auf den eigenen Mut viel Geld in die digitale Unabhängigkeit zu investieren. Christian Müller meint, der Weg, den der Handelskonzern eingeschlagen hat, könnte auch ein Teil der Lösung für Deutschland und Europa sein. Wenn man den Vergleich macht, dann fühlt man sich bestätigt, damals den Wiegegang zu sein, weil das ein Investment, was wir getätigt haben und noch tätigen werden, ist ja auch ein Commitment in der Souveränität und in den Standort Deutschland und Europa. Jahre lang haben wir ausgeblendet, dass die Verlockenden digitalen Angebote aus den USA in nahe zu allen Lebensbereichen in eine Form der digitalen Abhängigkeit führen. Die Sorge ist groß, dass diese Abhängigkeit heute vor allem ein Problem darstellt. Das Bewusstsein etwas ändern zu müssen wext, aber die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Erste Initiativen auf europäischer Ebene, die digitale Unabhängigkeit zu fördern, sind entweder verpufft oder müssen erst noch beweisen, dass sie zu wirklichen Veränderungen führen. Die meisten europäischen Alternativangebote, Suchmaschinen wie Ecosia, die französische KI, Mistral oder der bezahlservice Vero führen bislang nur ein Nischen da sein im Internet. Und wenige Unternehmen haben so viel Kapital wie die Schwarzgruppe, um finanziell ins Risiko zu gehen und sich eigene Rechenzentren zu bauen. Das vergaberecht wäre ein großer Hebel. Europäisches Geld für europäische Unternehmen und Investitionen in die digitale Infrastruktur. Das glaubt auch, die Gitailexpertin Elisa Betnöfer. Diesen Mut zu haben und auch das Unternehmertum zu stärken. Das ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig und essentiell. Und da denke ich auch, haben wir über die letzten Jahrzehnte als vieles ins Silicon Valley gepägert sind, den Glauben daran verloren, dass wir das selber zustande bringen können. Das auch, glaube ich, wichtig ist, ist ein Glauben daran, dass wir in Europa und in Deutschland das durchaus können. Das wissen, weg von Google und Paper, wie die EU digitalunabhängiger werden will. Von Jörg Kommer, Sprecherin Isabella Baddorf, Redaktion Lukas Meyer Blankenburg, Regie Andrea Leclerc. Auch einige Bundesländer in Deutschland und ihre Verwaltungen haben die Abhängigkeit von Big Tech aus den USA als Problem erkannt. Erste Behörden setzen deshalb auf freie Open Source Software. Wie dieser Umstieg gelingt, damit beschäftigt sich diese Folge von das Wissen. Empta ohne Microsoft, warum Behörden freie Software nutzen wollen. Der Link zu dieser Folge steht in den Show Notes. Das Wissen vom SWR. Links zu weiteren Informationen stehen in den Show Notes zu dieser Folge.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die EU ist in hohem Maße digital von US-Tech-Giganten wie Google, Microsoft und PayPal abhängig, was wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Risiken birgt.
  2. Europäische Alternativen wie die Suchmaschine Ecosia oder der Bezahldienst Wero existieren, kämpfen aber mit geringen Marktanteilen, Netzwerkeffekten und der Bequemlichkeit etablierter Dienste.
  3. Politische Provokationen der US-Administration unterstreichen die Verwundbarkeit und haben das Thema digitale Souveränität auf die europäische Agenda gehoben, was Initiativen für eigene Infrastrukturen (z.B. Suchindex, Cloud-Rechenzentren) befördert.

Summary:

Die Transkription beleuchtet die massive digitale Abhängigkeit Europas von US-Technologiekonzernen in Bereichen wie Internetsuche, Bezahldiensten und Cloud-Speichern. Diese Abhängigkeit stellt ein erhebliches Risiko dar, da die USA digitale Dienste als politisches Druckmittel instrumentalisieren könnten, wie Äußerungen von US-Politikern andeuten. Zwar gibt es europäische Alternativen wie die Suchmaschine Ecosia, die auf Nachhaltigkeit setzt, oder den Bezahldienst Wero, doch diese haben mit großen Herausforderungen zu kämpfen: Ecosia ist für seine Suchergebnisse selbst noch von Googles Index abhängig, und Verbraucher wechseln aufgrund von Bequemlichkeit und etablierten Netzwerkeffekten nur zögerlich.

Die politischen Spannungen haben jedoch das Bewusstsein für digitale Souveränität geschärft. Auf EU-Ebene und in Mitgliedsstaaten werden nun Initiativen vorangetrieben, um unabhängigere digitale Infrastrukturen aufzubauen, etwa durch eigene Suchindizes, die Förderung europäischer Software in der öffentlichen Beschaffung und Investitionen in Rechenzentren. Das Ziel ist es, Wettbewerb, wirtschaftliche Unabhängigkeit und langfristige Sicherheit zu gewährleisten.

FAQs

Europa importiert über 80% seiner digitalen Infrastruktur, Software und Cloud-Kapazitäten aus den USA, was zu erheblicher wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Abhängigkeit führt.

Ecosia ist eine der größten europäischen Suchmaschinen mit etwa 1% Marktanteil in Deutschland. Sie nutzt ihre Gewinne für nachhaltige Projekte wie das Pflanzen von Bäumen.

Der Wechsel ist aufgrund von Bequemlichkeit, Netzwerkeffekten und mangelnder Interoperabilität oft aufwendig. Viele Nutzer sind an die integrierten Dienste gewöhnt, und Alternativen können schwer skalieren.

Sie ist eine Initiative zur Entwicklung einer unabhängigen europäischen Suchinfrastruktur, gegründet von Ecosia und einem französischen Cloud-Anbieter, um bis Sommer 2027 einen eigenen Index ohne Google oder Microsoft zu schaffen.

Mit der European Payments Initiative (EPI) und Diensten wie Wero bietet Europa Alternativen zu PayPal und Visa. Wero ermöglicht schnelle Überweisungen per Mobilfunknummer oder E-Mail und zielt darauf, Gebührenabflüsse in die USA zu reduzieren.

Die EU diskutiert die Bevorzugung europäischer Anbieter bei öffentlichen Vergaben und verbindliche Quoten, um lokale Alternativen zu stärken, ähnlich wie historische Maßnahmen in den USA.

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