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"We need Greenland" -Trumps Grönland-Anspruch und der neue Kampf um die Arktis

11m 35s

"We need Greenland" -Trumps Grönland-Anspruch und der neue Kampf um die Arktis

Donald Trump sagt offen: „We need Greenland.“ Nach der Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Maduro rückt nun Grönland in den Fokus der US-Politik – erneut begründet mit nationalen Sicherheitsinteressen. In dieser Folge von Zehn Minuten Wirtschaft analysieren wir, warum Grönland geopolitisch immer wichtiger wird: strategische Militärbasen, Schifffahrtsrouten in der Arktis und enorme Vorkommen an Rohstoffen wie Öl, Gold und vor allem seltenen Erden. Welche Rolle spielen die USA, Russland und China? Warum lehnt die grönländische Bevölkerung eine Annexion ab? Und wie reagieren Dänemark und die europäischen Staaten auf Trumps Vorstoß? Hört uns zehn Minuten...

Transcription

1737 Words, 11214 Characters

Wir brauchen Grünland, klarer kann man einen Anspruch kaum formulieren, als Trump das vor ein paar Tagen vor Journalisten gemacht hat, wohlgemerkt nach der Entführung und Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Maduro, auch das hatte Trump ja mit der Begründung nationale Sicherheitsinteressen gemacht. Greift er jetzt also auch nach Grünland, die Leute dort haben darauf, wie mein ARD-Kollege Arne Bartram berichtet, aber man so gar keinen Bock. "Kann, will eine Kerakondlein, er will uns einiktieren, aber das wollen wir nicht." "Other will he Rick." "Wir ik, Tisseln." "Es bleibt dabei, man kann uns nicht kaufen." "Man kann dann fucking Trump." Und auch Grünlands Regierung, weitgehend autonome, aber eigentlich gehört die Inselia zu den Mark und die europäischen Staatschefs reagierten Emperord auf die US-Ansprüche, bei denen es auch um die Großstoffe gehen dürfte, die unter Grünland liegen. Und das wollen wir uns heute noch mal genauer angucken. Was gibt es auf der Arktis-Insel zu holen? Was will Trump? Und wie bringen sich auch andere Großmächte schon in Stellung? Das hat mein Kollege Markus Plettendorf rausgefunden und das hört ihr jetzt in 10 Minuten Wirtschaft. Wie gewohnt in ARD Audiothek und Co und heute mit mir Astrid Kühl. Hallo und schön, dass ihr dabei seid. Hi Markus. Hallo Astrid. "Du gestern haben wir hier es gefragt, was will Trump mit wenig zu Ehler und die Antwort war, sein Revier auf dem Kontinent markieren und vor allem Willa wohl ans Öl ran. Heute geht es um Grünlands, Trump erzählt irgendwas von nationaler Sicherheit, für die ihr die Insel angeblich braucht, was steckten da dahinter." Diese nationalen Sicherheitsinteressen, ja, die kann man jetzt nicht komplett von der Handweisen, Grünland, hart strategisch, eine sehr wichtige Bedeutung, liegt ja genau auf halber Strecke zwischen Europa und den USA, die USA haben auch einen Stützpunkt dort, mit einem Vorwarnsystem für ballistische Raketen. Also das ist schon ein Thema und wenn wir uns angucken durch das Schmelzen der Eis, werden da oben in der Arktis neue Schifffahrtswege frei und da tummeln sich im Moment, ja, durchaus in Warn im Barragröße, russische Schiffe, chinesische Schiffe, die auch mal gucken, was da so los ist und was sie da nutzen könnten. Exact. So, jetzt könnte man natürlich sagen, dieses Sicherheitsproblem, das könnte man auch anders lösen, Grünland ist ja nun über den Markt sozusagen zumindest mit der NATO assoziiert. Sprich, man könnte da die US-Stützpunkte erweitern, man könnte es mit der NATO gemeinsam regeln und nicht mit der Androhung einer Anektion. Das ist mein, das sind ja Bündnis Parkner, ne? In der NATO, die US-A und Dänemark. Und damit kommt man dann zwangsläufig zum nächsten Gedanken und sagt, na ja, welche Rolle spielen denn die immensen Bodenschätze des Landes? Sind die nicht vielleicht genauso interessant für Trump wie das Öl in Venezuela? Und sind sie es? Komm wir gleich zu. Komm wir gleich zu. Ich erzähle aber noch eine kleine Aneckdote am Rand, die es vielleicht auch ganz so sieht. Trump ist gar nicht der erste US-Präsident, der versucht Grünland in die Finger zu kriegen. Das hat schon mal gegeben. 1946 Harry Truman war das. Der hat versucht, Grünland zu kaufen für 100 Millionen US-Dollar in Gold und hat sich genau so eine blutigen Asin dabei geholt wie Trump 2019 als der es versucht. 100 Millionen Dollar für damalige Zeiten wahrscheinlich eine Warnsensumme. Aber im Rückblick wäre es natürlich ein Witz gewesen für Grünland und die ganzen Rohstoffe. Ja, wie groß ist diese Power? Was sind die von die erwähnten Bodenschätze ungefähr wert? Fangen wir vielleicht mal mit dem Öl an. Da schätzt man die mögliche Fördermenge auf fast 45 Milliarden Barrel. Um das mal einzuordnen, das ist ungefähr so viel wie die gesamte OPEC, die Organisation der Earth-Öl-Aksportierenden Länder in drei Jahren fördert. Okay. Also deutlich weniger als das, was in Venezuela liegt. Aber schon eine wahrnehmbache Größenordnung. Allerdings, das muss man jetzt dazu sagen, die grönenländische Regierung, die Grünenland ist ja weitestgehend auch und autonom, hat eine eigene griehere Regierung, hat die Förderung von Öl und Gas verboten aus Umweltschutzgründen. Die Eisbären. Die Eisbären, zum Beispiel. Aber es bleibt noch eine Menge übrig. Gold, Diamanten, Zink, Blei und vor allem jetzt kommt der wirklich wichtige Punkt seltenäher. Ja, da werden wir immer hellhörig, denn die brauchen wir dringend für alles eigentlich, was wichtig ist für die Zukunft. Windräder, Akkus, vieles weiterer mehr. Genau, und denische Forscher schätzen, dass rund 35 Millionen Tonnen davon in Grönenland lagern. Damit ist die Insel natürlich für uns Europäer wirklich, wirklich interessant. Wir wollen uns aus dieser großen Abhängigkeit von China lösen. Und diese Vorkommen 35 Millionen Tonnen, das würde für Jahrzehnte reichen. Wenn wir das in Europa hätten, allerdings genau dieser Punkt macht Grönenland jetzt auch interessant für die USA, für Russland, auch für China selbst. Also man muss wirklich ganz klar sagen, in der gesamten Arktis gibt es einen Run auf die dort liegen in Rohstoffe. Grönenland ist das Ding. Grönenland gehört zwar zu den Mark. Du hast gesagt, es ist aber weitgehend autonom. Also die haben auch eine eigene Regierung. Da stellt sich doch die Frage, warum machen die Grönenländer das nicht selbst? Warum buddeln die nicht selbst nach den Rohstoffen? Also ein einfacher Grund ist sie wollen es nicht. Es gibt große Umwelten bedenken, der vorwiegend in indogenen Bevölkerung dort, sagen wir möchten das nicht. Aber es gibt noch ein paar Punkte mehr, auch ein wirtschaftliche Grünland ist groß und sehr dünn besiedelt. Also wir reden über 57.000 Menschen auf einer Fläche, die ist ungefähr sechsmal so groß wie Deutschland. Und dementsprechend sieht da die Infrastruktur aus. Es gibt keine Fernverkehrstraßen, selbst in den Orten, Schotterwege. Also wenn da waren, transportiert werden, dann mit dem Flugzeug, mit dem Hubschrauber, mit dem Boot oder mit dem Schlitten, Motorschlitten, Hundeschlitten. Also wenn man da jetzt Bergbau betreiben wollen würde und mit schweren Maschinen anrücken würde, dann müsste man die ganze Infrastruktur erst mal bauen. Das dauert und kostet. Und kostet. Nächster Punkt, diese Rohstoffe, die liegen unter Meter teilweise kilometerdicken Eischichten. Darum ist der Abbau bislang auch überhaupt nicht wirtschaftlich gewesen und wird auch in Zukunft teuer sein. Aber und das ist jetzt der entspannte Punkt, durch den Klimawandel schmilzt das Eis wirklich rasant. In einem rasanten Tempo, damit wird der mögliche Abbau zukünftig leichter und das weckt natürlich unglaubliche Bügeligkeiten. Und deswegen sprechen wir jetzt so intensiv darüber. Du sagtest, die Bevölkerung sieht den Abbau der Rohstoffe kritisch. Zugleich braucht man ja aber wahrscheinlich auch Einnahmen, denn man sieht ja auch die Abhängigkeit von Dänemark kritisch. Von da an kommen ja aktuell jährlich Millionen Euro in Unterstützung. Das ist richtig. Oder Abhängigkeit muss man sich in Gründerten ein bisschen so vorstellen. Man möchte eigentlich wirklich gerne komplett unterhängig sein. Geht im Moment nicht, weil man eben das Geld aus Dänemark braucht, ca. 600 Millionen Euro sind das im Jahr. Aber man will jetzt auch nicht hingehen und sagen, wir wechseln die eine Abhängigkeit, nämlich die von Dänemark gegen eine neue Abhängigkeit von den USA dann eben. Also man müsste jetzt zumindest das, was man an Hilfen bekommt, die 600 Millionen erst mal selbst erwirtschaften, um den nächsten Schritt gehen zu können. Um das mit Bergbau überhaupt hinzubekommen, da braucht man dann nicht nur die vorhin angesprochenen Infrastruktur, die nicht da ist. Da können wir in den Bergbaufirmen noch sagen, komm, macht mal. Es gibt keine Fachleute auf der Insel. Stimmt. Was hast du gesagt, 750.000 und davon werden nicht alle im Bergbau arbeiten wollen? Nee, so gut wie niemand. Ich brauche ja auch gewisse Fachkompetenzen gerade in so schwierigen geologischen Situationen mit dem ganzen Eis oben drauf. Da gibt es ein paar Berechnungen, das sind natürlich Schätzungen, aber die sagen, nein, man bräuchte so 20 Minen oder umgerechnet 60.000 Fachkräfte, die man irgendwo herbekommen muss. Also als anderen Ländern auch? Genau, die dann mit auf die Insel kommen. So wenn man das jetzt machen würde, dann könnten sich danach die grönen Länder zwar unabhängig machen, während aber danach eine Minderheit im eigenen Land. Also das ist die Kärseite der Medaille und wir sehen solche Entwicklungen, Kuwait zum Beispiel, Bachrein, kleine andere Golf-Staaten, in Kuwait liegt der Migranten Anteil bei 60 bis 70% in Bachrein, sind ebenfalls über die Hälfte der Einwohner ausländer und da muss man sich ganz klar die Frage stellen, will man das. Ja, du, da scheinen mir echt noch viele Fragezeichen vor dem Abbau der gründländischen Rohstoffschätze zu stehen, aber das Gerangel und den Einfluss, das hat auf jeden Fall begonnen. Dank dir Markus für die ganzen Einfluss. Gerne. Wie ernst zunehmend ist das alles. Expertenen sind sich einig. Grünland wird als Passage strategisch immer wichtiger und die Sache mit den Rohstoffen, das sind schon zwei Gründe, um sich Einfluss zu sichern. Nur werden die USA wirklich gegen die eigenen NATO verbündeten vorgehen, die renommierte Experten für Sicherheitspolitik vom German Marshall Fund Claudia Mallor, glaubt das nicht. Die Frage ist aber, ob die einzige Lösung, um Sicherheitspolitisch dort präsenter zu sein, eine Annektion oder eine militärische Intervention ist. Und das ist natürlich unsin. Es gibt bereits amerikanische Basen in Gründland, es gibt auch Möglichkeiten der Kooperation und diese Kooperation weiter auszubauen. Der Mark ist ein NATO-Aliierter. Das heißt, es gibt da, wenn man möchte, konstrukte Wege der Kooperation von denen alle profitieren wird. Es ist nur die Frage, wie Trump das will. Er hat sich gerade erst wieder sehr abfällig über die Verteidigungsfähigkeit der Europäer geäußert und gewitzelt. Danne Mark würde Grünland nur mit Hundeschlitten verteidigen. Claudia Mallor sagt deshalb, dass Europa auch in seine Abschreckung investieren soll. Wenn wir uns die internationalen Beziehungen jetzt anschauen, die Staaten miteinander umgehen und man sich die USA anschaut, militärische Macht fällt, Regelnzielen weniger, Profitzielt, Prinzipienzielen weniger. Dann sollte die Europäische Union, das sie nicht übernehmen, aber sie sollte in einer solchen Welt handlungsfähig sein und dazu gehört, es macht Instrumente zu haben. Wirtschaftlicher, aber eben auch militärischer. Mittlerweile gibt es auch eine gemeinsame Erklärung der Regierungen von Deutschland, Frankreich, Danemark, Großbritannien, Polen, Italien und Spanien. Darin betonen die Staats- und Regierungschefs die Unverletzlichkeit und Souverinität von Grenzen und das nur denemark und Grünland überdessen Angelegenheiten zu entscheiden hätten. Leute, das Jahr 2026 startet wirklich schon mal ziemlich krass, aber wir schaffen das zusammen. Bleibt uns gerne treu hört und abonniert zehn Minuten Wirtschaft und dann geht es schon morgen weiter mit dem nächsten superfröhlichen Thema, kritische Infrastruktur. Bis dahin macht es gut und lasst euch nicht ärgern.

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