„Was tut mir gut?“ - So erhaltet ihr Klarheit über eure Bedürfnisse!
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Wenn der Akku der Energie leer wird, ist es wichtig, nicht nur bis zum nächsten Urlaub zu warten, sondern täglich kleine, bewusste Aktivitäten zu integrieren, um die Energie zu regenerieren. Dazu gehören beispielsweise Podcast hören, Spaziergänge, ein warmes Körnerkissen oder ein gemütlicher Kaffee. Ein zentraler Ansatz ist die „Tut-mir-gut-Liste“, eine individuelle, flexible Liste kleiner, leichter und aufwendigerer Handlungen, die schnell und ohne Stress durchgeführt werden können. Es ist entscheidend, nicht auf eine einzige Lösung zu setzen, sondern vielfältige Optionen zu haben, um Abhängigkeiten und Erschöpfung zu vermeiden. Die Liste sollte je nach Lebensphase und Lebenssituation angepasst werden. Auch die Beziehung spielt eine wichtige Rolle: Durch gegenseitige Unterstützung, wie zum Beispiel gemeinsame Ruhephasen oder die Teilnahme an einer Liste des Partners, wird das Wir-Gefühl gestärkt. Die Wertschätzung von kleinen Dingen und die Erkennung eigener Bedürfnisse führen zu mehr Zufriedenheit, mehr Dankbarkeit und einer stärkeren körperlichen und emotionalen Nähe. Der Akku kann nicht nur durch große Events oder Urlaube aufgeladen werden, sondern durch tägliche, kleine Momente im Alltag – für ein glücklicheres und ausgewogenes Leben.
Was machst du, wenn du merkst, dass bei dir der Akku langsam leer wird und deine Energie raus ist?
Welche drei Sachen helfen dir da?
Naja, was viele natürlich machen, ist zu warten, bis der nächste Urlaub kommt.
Und dann lernen den Akku bis zum nächsten Urlaub und dann versucht man den irgendwie wieder aufzuladen.
Gut ist natürlich, irgendwas im Alltag zu haben.
Was ich selber gerne mag, passt natürlich jetzt auch gut, ist Podcast hören.
Nicht unseren, den kenne ich ja schon, sondern andere.
Das finde ich immer ganz angenehm.
Ein Spaziergang tut immer gut zwischendurch.
Oder einfach mal sich mit einem netten Getränk hinsetzen.
Nicht alkoholisch.
Alkohol ist nicht die Lösung.
Und einfach mal entspannen.
Und du?
Ich höre auch gern Podcast.
Aber auch nicht unseren dann.
Also einen Podcast hören, ich finde es auch sehr angenehm, einfach sich mal ins Bett zu legen und einen Podcast zu hören.
Also wirklich auch mal den Körper so runterzufahren.
Die Augen vielleicht mal zuzumachen.
Ich gehe gern baden.
Gerade wenn es auch was körperlich ist, weil ich bin ja auch ein Mensch, ich friere ja auch ziemlich schnell.
Deswegen, wenn es mir wirklich nicht gut geht, wenn die Energie raus ist, dann gehe ich gern baden.
Genau.
Und essen.
Also mir hilft das immer total, wenn es mir nicht gut geht, zu überlegen, was könnte ich essen?
Damit ist mal gar nichts Süßes unbedingt gemeint.
Aber was könnte ich essen, was mir selber eine Freude macht?
Also so Soulfood-mäßig.
Okay, weil das ist natürlich wichtig, dass man das nicht verwechselt mit, ich hole mir jetzt dann aus dem Süßlichkeiten-Schrank eine ordentliche Portion Schokolade ab.
Ich habe ja immer ein Essen, was ich so sehr intensiv dann esse, über mehrere Wochen.
Dann kann ich es nicht mehr essen.
Dann mache ich eine Pause und dann irgendwann geht es dann wieder.
Und das ist meistens dann ein Essen, was ich einfach sehr gerne vom Geschmack her mag.
So, wenn du dich erinnerst an meine Burrata-Zeit.
Oh ja.
Ja, wir haben immer das Gefühl, dass die Supermärkte dann phasenweise auf einmal den Einkauf von gewissen Produkten extra erhöhen müssen.
Und Burrata und so mit Gewürzen, das fand ich eine Zeit lang, das hat mir innerlich so eine Energie gegeben.
Das fand ich so lecker einfach.
Ja, und da sind wir ja auch beim Titel der Folge, dass wir heute mal schauen wollen, was tut uns gut und wie können wir uns mehr klar darüber werden, was unsere Bedürfnisse sind, um den Akku aufzuladen.
Denn das ist genau das, was ich ja schon mal sagte, eben, dass man nicht nur bis zum nächsten Urlaub wartet und sagt, hey, ich kann den Akku jetzt auf null runterfahren und der nächste Urlaub, der fährt mich wieder auf hundert hoch.
Das ist dann genau das, wo man eigentlich bei der Ernährung vom Jojo-Effekt sprechen würde.
Denn wie viele kennen das, dass sie in der ersten Woche nach dem Urlaub sagen, ja, das ist eigentlich schon wieder wie vorher.
Ja, oder man wird im Urlaub krank, ne?
Auch so ein typisches Ding, ne?
Weil der Körper die ganze Zeit ausgehalten hat.
Genau.
Weil der Druck die ganze Zeit da war, Stresspegel hoch war, nicht krank werden durfte und auf einmal ist die Zeit dafür da, krank zu werden.
Was viel besser ist, ist im Alltag Dinge zu haben, die uns gut tun, dass wir jeden Tag die Möglichkeit haben, unseren Akku auch wieder ein bisschen aufzuladen.
Denn das Entladen geht unfassbar schnell.
Ja, wenn ihr hier an dieser Stelle seid, seid ihr im Podcast der Lebensidealisten.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches.
Und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn wir über das Thema Tut mir gut listig sprechen, dann geht es ja ganz viel um die eigenen Bedürfnisse und eigenen Gefühle.
Also wie fühle ich mich?
Was kann ich tun, damit es mir besser geht?
Was sind meine Bedürfnisse?
Wie kann ich das in Einklang bringen mit den Bedürfnissen der anderen Menschen, die um mich herum leben?
Und meine Erfahrung ist so aus den Coachings gerade so das letzte Dreivierteljahr, dass viele Menschen so ein bisschen den Bezug verloren haben zu ihren Gefühlen und zu ihren eigenen Bedürfnissen.
Und dass das dann ganz schwierig natürlich auch in der Partnerschaft wird.
Weil wenn ich nicht weiß, was ich brauche, damit es mir energievoller, kraftvoller besser geht, dann ist es natürlich noch schwerer, in einer Partnerschaft das zum Beispiel von dir zu verlangen.
Anstrichen, dass du mir das geben kannst, wenn ich selber nicht weiß, was ich will.
Das macht meistens die Komplexität im Leben.
Ja, die Auswahl.
Was meinst du mit die Auswahl?
Man hat einfach so viel Auswahl, das so komplex im Leben ist, dass man gar nicht mehr weiß.
Und der Auswahl, was mir eigentlich gut tut, weil ich habe ja so unendlich viele Möglichkeiten.
Ja, das ist eine Sache, dass man vielleicht vor lauter Auswahl nicht weiß, was man machen soll.
Was ich meine ist aber, dass viele so viele Projekte und To-Dos auf der Liste haben,
Mhm.
Dass man eigentlich den ganzen Tag nur noch am Rennen ist.
Gerade in der Lebensphase, so in den 30ern, da kommt dann ja doch Karriereausbau, Hausbau oder Kauf häufig, dann vielleicht sogar ein großes Sanierungsprojekt.
Manche sind auch selber dann tätig und bauen das Haus um, was sie sich gekauft haben.
Kinder.
Kinder, heiraten, das kommt so alles in den 30ern zusammen.
Manche sind noch völlig erschöpft von der Studienzeit.
Mhm.
Einer schreibt die Doktorarbeit, der andere gleichzeitig die Masterarbeit.
Dabei sind sie immer noch Teilzeit irgendwie am Arbeiten.
Und dann geht es auch danach ja los mit dem Arbeitsleben und man lernt viel Neues dazu.
Und das bringt natürlich auch irgendwo Energie, aber eigentlich ist man dann doch aus den Dingen recht erschöpft und geht also in die nächsten Phasen über.
Und das ist das, was ich meine mit Komplexität im Leben, dass man immer weniger die Möglichkeit hat, sich überhaupt Zeit dafür zu nehmen.
Und dadurch diese Dinge, die einem gut tun, verliert.
Wenn ich so an die Kennenlerngespräche denke zum Beispiel, das ist immer sehr spannend.
Dann fragen wir, wer die Paare sind.
Stellt euch mal vor, erzählt mal, wer seid ihr und wie sieht so euer Leben aus?
Und dann ist so meistens, ja, hallo, ich bin Florian, ich bin 39 Jahre alt, ich bin Paartherapeut und Coach.
Ja, was gibt es denn sonst noch über mich zu erzählen?
Ja.
Ja, was machst du sonst? Was interessiert dich? Was begeistert dich? Was machst du in deiner Freizeit?
Ja, also ich spiele Tischtennis.
Früher habe ich mal.
Früher, also das mache ich schon seit fünf Jahren nicht mehr.
Genau.
Und ansonsten, mich begeistern eigentlich so, ich gehe gerne ins Kino, aber ich schaffe es eigentlich selten noch, ich bin abends zu müde.
Also es ist immer so, also dann kommen entweder gar keine Ideen oder so Ideen, wo man sagt, das habe ich damals mal gemacht.
Es gibt jetzt auch ab und zu Paare im Coaching, wo durchaus ein paar Sachen da sind, meistens Paare, die so 45 plus sind,
wo die Kinder schon älter sind.
Aber eigentlich in der Phase, wo das jüngste Kind nicht älter als zehn Jahre ist, ist meistens noch so Arbeiten, Kinder versorgen,
selber so ein bisschen zu versuchen, sich mal mit Freunden zu treffen, aber dann ist es auch schon meistens vorbei.
Und ich glaube auch, dass das ganz viel damit zu tun hat, was für Glaubenssätze wir bewusst und unbewusst noch so von unseren Eltern
oder von den Menschen, mit denen wir eng zusammen waren in unserer Kindheit und Jugend da mitgenommen haben.
Also erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Man muss auch mal im Leben was durchziehen, man kann nicht immer so schwächeln, willst du schon wieder eine Pause machen?
Und ich glaube, das schwingt auch noch immer mit.
Also unbewusst, dass wir heutzutage es auch schwer haben, uns etwas Gutes zu tun.
Einige Menschen es schwer haben, sich etwas Gutes zu tun, sich rauszuziehen, weil ja noch so diese Glaubenssätze in uns mitschwingen,
sehr Produktivität.
So wie wir letztens sagten im Sommer, da hat man immer den Drang rauszugehen.
Oh komm, jetzt ist noch so ein schöner Abend, wollen wir noch was machen, jetzt scheint noch die Sonne.
Und für viele ist es dann ja auch, und das nehmen wir auch so beim Herbst, Winter auch mal wie so eine innere Erlaubnis zu haben,
zu sagen, ist eh scheiß Wetter, lass uns drinnen bleiben, lass uns einen gemütlichen Abend machen.
Dass das so eine Form von Entspannung dann erst wieder so, die zur Verfügung steht.
Ich habe das Gefühl, dass der Spruch, das ist ja so ein innerer Glaubenssatz dann auch,
erst die Arbeit, dann das Vergnügen, das konnte man damals gut sagen, so in der Generation unserer Eltern.
War mehr das Gefühl da, dass die Arbeit auch mal abgeschlossen ist.
Ja.
Dann ist irgendwann so die Arbeit beim Job fertig, dann ist der Haushalt gemacht, der Garten ist gerade auf Stand,
dass man sagt, okay, Haken dran.
Erreichbarkeit ist nicht mehr da.
Jetzt kann ich auch mal was machen, man ist nicht mehr erreichbar vielleicht genau,
man hat vielleicht auch durch Social Media und Co. keine shiny objects gehabt und all die ganzen Dinge.
Und ich habe das Gefühl, heute, wenn man jetzt, heute müsste man sagen, erst die To-Do-Liste und
dann das Vergnügen, weil es ja heute mehr To-Do-Listen sind, die man dann so in sich trägt.
Und ich habe das Gefühl, dass die wenigsten Menschen vor lauter To-Do-Listen noch so richtig ins Vergnügen kommen.
Und selbst beim Vergnügen, so wenn man am Wochenende Zeit hat, dann ist man trotzdem irgendwie gehetzt und gestresst
und kommt nicht so richtig zur Ruhe.
Man hat dann so diesen Druck, am Wochenende ganz viel zu erleben und so weiter.
Und dadurch ist wenig Ruhe da.
Das erinnert mich an eine Sache gestern im Coaching.
Da sagte jemand, also Ina, ich frage mich wirklich, wer sich die Sache mit den Ferienzeiten ausgedacht hat.
Wer kann das denn so aufgestellt haben, dass die Ferienzeiten viel mehr sind als die Urlaubstage der Eltern, die zur Verfügung stehen?
Das ist ja keine Rechnung, die aufgeht.
Und dann habe ich noch so für mich heute überlegt, irgendwie hat mich dieser Gedanke auch nicht so losgelassen.
Ich habe gedacht, heute Morgen, als ich zum Büro gegangen bin, habe ich gedacht, ja, das ist wirklich spannend.
Aber damals, Bildungssystem ist ja veraltet und alles drumherum.
Damals war das einfach kein Thema.
Da war ja einer immer zu Hause meistens, die Frau natürlich.
Aber da gab es ja gar nicht so viel.
nicht so stark die Diskussion um
Ferienbetreuung, wer ist da?
Und das ist ja auch ein Druck,
der jetzt da ist, so die
letzten 10, 20 Jahre, der
auch anders ist.
Und was ja auch etwas an der Haltung
verändert. Wir haben
das letztens gerade im Vergleich gehabt, dass
meine Mutter sagt, sie hat sich damals
gefreut, wenn Ferien da sind.
Dann hat sie mehr Zeit
mit den Kindern und so weiter, mehr Ruhe
und erlebt mehr von den
Kindern. Heute erleben wir häufig,
dass die Eltern,
dann wieder primär die Mutter, gestresst
ist, dass Ferien sind,
weil man ja im Bettel um
die Betreuungsplätze ist und
hofft, dass man einen bekommt, weil man
ansonsten im schlimmsten Fall
drei Wochen macht der Papa Urlaub
und drei Wochen macht die Mama Urlaub
und dies ist nicht überschneidend.
Das heißt, man hat eigentlich keine Chance, zusammen wegzufahren.
Wenn man nicht irgendwo noch
eine Oma, einen Opa eingebaut bekommt,
wo irgendwas ausgeglichen werden kann,
also heute ist so das
Gefühl, dass insbesondere die Sommerferien
viele Familien
oder viele Eltern mehr
stressen als entspannen
und sich auf so eine gemeinsame
Zeit freuen können.
Das sind häufige Themen bei uns im Coaching.
Dieses Thema Regeneration,
To-Do-Liste
ist ewig lang.
Ich habe gar keine Dinge mehr so im Alltag,
die mich zufrieden machen.
Mein Akku ist ständig leer.
Wir müssen im Coaching gemeinsam häufig schauen,
dass wir erstmal den Akku
wieder aufladen, um überhaupt
die Energie zu bekommen,
im Coaching an der Beziehung zu arbeiten.
Aber das sind ja auch häufige Dinge.
Wann sollen wir denn
über unsere Beziehung sprechen?
Wann sollen wir die reflektieren?
Wir sind abends viel zu K.O.
Am Wochenende haben wir keine Zeit.
Ansonsten arbeiten wir also häufig
das Thema, wann können wir Zeit
uns nehmen? Und wenn wir Zeit
hätten, ist das dann zu Zeitpunkten,
wo keine Energie mehr dafür da ist.
Ja, und je älter die Kinder werden,
ich sag mal so, alles
ab dem dritten Lebensjahr wird es ja manchmal
auch schwierig, über gewisse Themen
zu sprechen, wenn sie dabei sind.
Das war heute im Coaching auch ganz lustig.
Da sagte das eine Paar, die haben immer
sich so ein bisschen als Paar regeneriert
beim Autofahren.
Weil sie es so schön fanden, da konnten sie
mal in Ruhe sprechen, da war keine Erreichbarkeit
so vom Handy im Vordergrund.
Man ist stumpf irgendwie gefahren halt.
Aber die Kinder sind immer
älter geworden und irgendwann konnten sie halt ihre Themen
dann auch nicht mehr da besprechen, weil dann die Kinder immer mehr
zugehört haben. Und man dann gesagt hat,
das Thema können wir jetzt natürlich hier so nicht
besprechen. Ja, das kennen wir ja auch.
Dann besprechen wir vorne im Auto
was und von hinten
gibt unser Sohn ein iPad
während der langen Fahrt und dann
denkst du, du besprichst was, auf einmal kommt von hinten
was war das gerade mit
Beziehung zwischen so und so?
Wann kommt der denn genau? Und ich so, der hört ja alles.
Und dann sag ich, okay, das ist also nicht
mit der richtige Rahmen, auch wenn er da hinten am
iPad spielen ist und man hat das
Gefühl, er ist dadurch ein bisschen abgeschirmt,
der hört alles. Ja. Ist voll dabei.
Dafür wollen wir uns später
bei den Lösungen dann mal die Tut-mir-gut-Liste
anschauen. Das ist ja so eine Möglichkeit,
die wir
eigentlich ausgedacht haben, wie man
dann dazu kommen kann, dass man
wieder Freude an kleinen
Dingen findet, die überhaupt wieder
so im Gedächtnis sind und man so
alltäglich seinen
Akku wieder aufladen kann.
Das ist ein wichtiger Part bei uns
in der Kombination Paartherapie und
Beziehungstraining, dass wir
einerseits schauen, wie können wir
wieder mehr Dinge in den Alltag bringen, die Energie
liefern. Auf der anderen Seite haben wir einen
großen Bereich im Training drin
zum Thema Komplexität im Leben
reduzieren. Denn wenn wir es schaffen,
die Komplexität zu reduzieren,
effektiver und effizienter mit Dingen,
die nun mal sein müssen, auch umzugehen,
dass wir mit dem Ziel, wieder mehr Paarzeit
rauszuholen, die Woche gestalten
können, hilft das natürlich auch sehr
vielen extrem weiter.
Ja, wenn ihr merkt,
dass das ein Thema bei euch ist, dann meldet
euch sehr gerne bei uns für das telefonische
Erstgespräch. Sehr häufig helfen wir
Paaren im Coaching, in der
Paartherapie in Kombination mit
unserem Beziehungstraining dabei zu lernen,
sich über ihre Bedürfnisse
erstmal im Klaren zu werden, diese
zu kommunizieren und natürlich
auch stimmige Kompromisse zwischen
beiden herzustellen. Denn
meistens ist es so, dass man
priorisieren muss. Alles, was man sich im Leben
wünscht, kriegt man meistens nicht mehr
untergebracht. Auf unserer Webseite
www.lebensidealisten.de
findet ihr unsere Unterseite
zum Erstgespräch. Könnt euch dort
direkt in den Kalender eintragen bei uns
und dann finden wir so in
10-15 Minuten gemeinsam heraus,
wie und ob wir euch am allerbesten
unterstützen können.
Was viele ja dann erstmal probieren, wenn sie merken,
der Akku ist leer, da ist
keine Energie mehr, dass man
versucht, mit dem Partner oder Partnerin
erstmal ins Gespräch zu kommen, um
irgendwie so einen Abgleich zu haben, zu überlegen, was
ist mit mir los, was sind meine Bedürfnisse,
was kann ich tun, damit es mir besser geht.
Man möchte ja irgendwie Mitgefühl haben.
Da sind wir wieder
in den spannenden Punkt Mitgefühl und Lösung.
Also, dass die eine Seite
häufig die Frauen, muss man sagen,
gerne etwas erzählen, weil sie
eine emotionale Verbundenheit
spüren möchten, also ein Mitgefühl.
Und bei dem Mann häufig ankommt,
okay, ich pitche dir
gleich mal eine Lösung, sag mir noch
zwei Sachen, reicht schon. Du könntest
das und das und das und das tun.
Und die Frauen dann meistens denken so,
warum? Ich will gar keine
Lösung. Ich habe gar nicht mal mehr gesagt, dass ich eine Lösung
haben will. Ich wollte einfach nur mal berichten. Ich wollte
irgendwie dir das erzählen. Ich will Mitgefühl.
Und das ist häufig auch
eine Sache, die in Gesprächen
als negativ empfunden wird und frustrierend
ist, weil man sagt, ich kann mich gar nicht mehr mit dir unterhalten
über meine Bedürfnisse.
Mein Akku ist jetzt eigentlich noch leerer als vorher.
Ich fühle mich nicht verstanden. Ich fühle mich
alleine.
Das Gespräch hat mir nichts gebracht.
Gut, gerade dann, wenn
schon emotionale Verletzungen vorliegen,
ist es natürlich auch sehr schwer.
Oder auch, wenn die Zeit sehr knapp
ist. Bei vielen
Paaren ist es ja auch so ein wenig
ein Ringen um die freie Zeit.
Wann kann ich zum Sport?
Wann kann der andere zum Sport?
Wann kann ich mich mit jemandem treffen?
Und so weiter. Also da ist ja auch sehr viel,
dass man schaut,
wie kriegt man die Zeit irgendwie aufgeteilt,
dass jeder so ein bisschen was von seinen
Bedürfnissen erfüllt bekommt.
Und dann sind diese Gespräche manchmal
schon vorbelastet durch vorherige
Streitigkeiten, Verletzungen.
Man hat schon, wie wir immer sagen, eine Brille auf
und mag das schon eigentlich
gar nicht mehr so richtig ansprechen, weil man
weiß, wenn ich jetzt das Thema
wieder anspreche, das wird kein schöner Abend.
Das wird schwierig.
Also grundsätzlich ist das
darüber sprechen ja der richtige Weg,
was absolut Sinn
macht, aber man muss eben schauen,
ob so die Grundvoraussetzungen erfüllt
sind, das Fundament ausreichend
stabil ist, man den richtigen Rahmen hat,
die richtige Energie dafür hat.
Dann kann das gehen, aber viele
versuchen es halt einfach so, auch zwischen Tür und
Angel und nehmen sich dafür nicht
ausreichend Zeit. Und das sorgt dann eben
dafür, dass die Gespräche über
die Bedürfnisse eher
negative Erfahrungen werden
und man das in Zukunft noch
weiter einstellt.
Ein weiterer Punkt, der häufig
versucht wird und wo Hoffnung drin liegt, ist,
dass man denkt, dass
der Partner oder die Partnerin
einem das von den Augen ablesen
kann. Und es ist einem dann besser,
weil der andere für mich dann etwas
tut in dem Moment. Also du siehst
doch, mir geht es nicht gut. Kannst du
nicht etwas tun, damit es mir besser geht?
Und das ist immer ganz schwierig,
weil jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung
und gerade wenn
Menschen passiv geprägt sind, die machen dann
halt nichts. Die sagen, ja, du hast mir halt gesagt,
dass es dir nicht gut geht. Die bringen dir vielleicht noch
mal eine Lösung und sagen, ja, dann nimm noch eine
Kopfschmerzerbette oder keine Ahnung,
was du da machen kannst.
Aber die Bedürfnisse kann
man ganz schwer, auch wenn man sehr, sehr lange
zusammen ist, wirklich
objektiv bei dem
anderen von den Augen ablesen. Es ist immer ganz viel
Interpretation. Und es ist auch nicht die Aufgabe,
muss man auch ganz klar sagen, es ist nicht die Aufgabe an einer
Beziehung, immer auf der
Lauer zu sein, zu sagen, na, ist da ein offenes Bedürfnis?
Kann ich da was erfüllen? Was brauchst du?
Das ist
Stress pur.
Davon wollen wir aussprechen, statt
irgendwie interpretieren.
Aber du hast es ja eingangs auch schon mal
gesagt, die Voraussetzung wäre natürlich
auch, dass ich mir selber
über meine Bedürfnisse im
Klaren bin, wenn ich da selbst
keine Sicherheit habe und gar nicht
weiß, was mir gut tut,
was mich regeneriert, wie soll
das dann mein Partner wissen? Sehr unrealistisch.
Genau, man hat ja immer so eine
gewisse Ahnung, dass man denkt,
das wird dem anderen vielleicht mal gut tun in der stressigen
Phase, wenn jemand viel arbeitet,
dass man sagt, ich weiß, was das Lieblingsgetränk
ist, ich weiß,
was vielleicht gebraucht wird,
aber dennoch sollte man nicht den Anspruch haben,
dass die Aufgabe von dem
anderen das ist, einen glücklich zu machen.
Ja, und dann werden natürlich schnell
so Kurzschlussreaktionen
versucht,
also so kurze Impulse,
die man versucht reinzubringen,
so ein Wochenendausflug oder
irgendetwas anderes, was dann vielleicht
schnell neue Energie liefern
soll, wo man dann aber vielleicht
doch merkt, ja, das
ist so ein kleiner Push, aber so richtig
was bringt das einzeln für sich nicht.
Wenn es denn gut funktioniert,
so ein Wochenendtrip ist
als Paar super, haben wir damals
andauernd gemacht, am Wochenende
mal in die Stadt oder in ein
Wellnesshotel und dauernd da so kurz
regeneriert, zu zweit
schmeißt du dir kurz ein paar Sachen in dein
Köfferchen oder in deine Tasche und fährst
los, aber sobald dort jemand
Drittes, Viertes dabei ist,
also Kinder, dann
ist es ja eben nicht mehr so kurz.
Da musst du ein bisschen recherchieren,
welche Möglichkeiten gibt es da für Kinder,
dass die entsprechend auch ihre
Bedürfnisse erfüllen können, das
heißt, dann geht nicht mehr so spontan hier das Hotel
und dann musst du gucken, lohnt
sich die Fahrzeit,
musst du wieder viel einpacken.
Dann ist es manchmal so, dass man, bevor man
zwei Nächte irgendwo hinfährt, was dann
viel mehr Stress macht, als dann lieber doch
zu Hause zu bleiben, dass diese
Regenerationsmöglichkeit nicht mehr da ist.
Das heißt, man muss auch je nach Lebenssituation,
in der man sich als Paar und
als Familie gerade befindet, immer
wieder auch neue Dinge vielleicht finden. Es gibt
Dinge, die haben damals mega
geklappt und haben für Regeneration
gesorgt, die heute nicht mehr gehen.
Und dafür gibt es heute vielleicht andere
Dinge, die einem gut tun und die einem
beim Regenerieren helfen.
Da sind wir auch so ein bisschen beim Thema
Loslassen. Also auch
Dinge zeitweise loslassen
zu können, Strategien im Leben loslassen
zu können, die für viele Jahre
funktioniert haben und die auch gut waren.
Und immer wieder zu schauen, welche
Strategien, die neu sind,
können mir jetzt helfen? Wie kann ich schauen,
dass ich meine Bedürfnisse in dieser besonderen Situation
decken kann?
Es kommt ja alles wieder.
Zum Glück.
Ja, so probiert
man dann Dinge aus und die Folge,
wenn man das nicht beharrlich
versucht, in die richtige Richtung zu bewegen
und da keine Lösung für sich findet,
sind natürlich weiterführender Stress,
Konflikte untereinander
und vor allen Dingen
so eine dauerhafte Unzufriedenheit.
Gerade wenn man merkt, dass
man macht und tut,
aber eigentlich trotzdem ständig
der Akku nur leer ist.
Irgendwann gibt es bestimmt
viele, die das kennen, habe ich oft dann schon auch
in Coachings gehört, wenn so
die Frage kommt, wofür mache ich
das hier eigentlich alles noch?
Fehlende Anerkennung, ganz häufig.
Es wird nicht gesehen, was
ich überhaupt leiste für die Familie,
was ich alles aufgegeben habe
die letzten Jahre.
Dann auch die fehlende Wertschätzung,
dass man sagt, ja, was gönnen
wir uns untereinander noch?
Darüber hatten wir ja
letztens auch nochmal gesprochen.
Dieses Besondere in einer
Partnerschaft, dass man dem anderen
das Beste gönnen kann.
Und das finde ich einen ganz wichtigen Punkt,
dass wir nicht anfangen aufzurechnen
und zu sagen, ja, was hast du,
was habe ich? Und jeder kämpft so ein bisschen
um die letzten 10% an Energie,
sondern auch das Bewusstsein zu haben,
es ist ein Gesamtkonstrukt
und man hat
so eine Gesamtenergie und
die darf halt aufgeteilt werden und es darf
halt geguckt werden, dass man dem anderen
ja auch etwas Gutes tut
oder auch mit dem Akku auflädt,
aber man sollte erstmal bei sich auch bleiben.
Und ich finde, da ist es auch so, dass man sich nicht nur mit dem Akku auflädt,
aber man sollte erstmal bei sich auch bleiben. Und ich finde, da ist es auch so,
da ist das Beispiel vom Flugzeug immer
ganz gut, das hatten wir in einer Podcast-Folge ja auch gebracht,
wenn die Sauerstoffmasken runtergehen,
dass es natürlich nichts bringt, wenn ich
erst gefühlt drei Minuten bei der Sauerstoffmaske
vor meinem Kind hänge und da
bewusstlos werde
und sterbe, sondern erstmal schaue, dass ich mich versorge
und damit ich auch dann andere versorgen kann.
Dennoch braucht es natürlich
das Wir-Gefühl, dass man
gemeinsam versucht, so als Paar, als
Familie, das Maximum
da rauszuholen, denn
sobald man eben in der Partnerschaft
und
oder in der Familie vor allen Dingen
drinsteckt, braucht es ja eben alle
und auch das Verständnis
aller anderen, auch das Verständnis der Kinder,
dass die Eltern eben
Zeit benötigen, ihren Akku aufzuladen.
Denn wenn es den Eltern gut geht,
kann es eben auch den Kindern gut gehen.
Und was dann eben
passieren kann, ist, dass
dieses Ich-Du-Denken, weil man selber
so im Mangel ist und da schon Konflikte
hatte, in der Folge eben
immer mehr Distanz
in die Partnerschaft bringen und dann
natürlich auch
die körperliche Nähe immer mehr
nachlässt. Das ist ja auch etwas, was
sehr viele Paare dann beschreiben.
Also die meisten
Paare, die bei uns sind, die entsprechend
Konflikte haben, wo es
eine Krisensituation
ist, da ist das immer
etwas, was mit drinsteckt, dass sie sagen,
wir haben das Wir-Gefühl verloren
und haben auch schon sehr lange keine
körperliche Nähe mehr miteinander. Das ist
häufig eine Folge.
Wenn dauerhaft halt die eigenen Bedürfnisse
nicht erfüllt werden und man seinen Akku nicht
aufladen kann, kommt es dann
auch immer mehr zu körperlichen Beschwerden und die
kennt wahrscheinlich jeder. So etwas wie
Schlafstörungen, dass man das Gefühl hat,
man hat so eine extrem kurze
Zündschnur, so eine innere
Aggressivität vielleicht auch
durch die Unzufriedenheit, der man
drin hängt. Dann sagen viele auch,
dass sie so körperliche
Symptome haben wie Bauchschmerzen,
Kopfschmerzen, das Gefühl,
manche sagen auch, sie frieren dann schnell,
weil sie sich unwohl fühlen,
beschreiben den Zustand auch manchmal wie so eine
Erkältung, die nicht wirklich
ausbricht und man sich immer so ein bisschen
angeschlagen fühlt
und das im Hintergrund so ganz viel Energie kostet.
Ja und
irgendwann tritt dann vielleicht die
Stagnation ein. Dann hat man
sich damit zurechtgefunden
und
dann hat man vielleicht so eine innere
Akzeptanz aufgebaut
und sagt, okay, dann ist es anscheinend das,
womit ich leben muss.
Mehr geht anscheinend gerade aus irgendwelchen Gründen
nicht. Das macht zwar trotzdem,
weiterhin unzufrieden
und das merkt man dann auch, wenn man mit den Paaren
spricht, dass das entsprechend
dann so ein großer Deckel ist,
der auf diesen ganzen unerfüllten Bedürfnissen
drauf liegt, wo dann, wenn man das
Thema anspricht und der Deckel
mal kurz wegfliegt sozusagen,
dann kommen die Emotionen raus,
der dann auch schnell wieder eingefangen wird und man sagt,
naja, da brauchen wir jetzt auch nicht so tief
drüber sprechen und da habe ich mich schon
mit abgefunden und ich weiß, das wird gerade gar nicht anders
gehen. In unserer Konstellation
muss das so sein. Häufig gibt es ja
irgendwelche Argumente,
die besonders
wichtig erachtet
werden, wo man sagt, da finden wir auch keine Lösung
dafür. Häufig ist die Limitierung
im finanziellen, beruflichen
Bereich, dass man
entsprechend herausfordernde Jobs hat,
wo man sagt,
das geht nur so. Ich habe keinen
Job, wo ich auf 35, 30 Stunden
runtergehen kann. Mein Job erfordert
einfach dieses Maß an
Zeit und Reisen und
so weiter und Verantwortung.
Mit dem
parallelen Gedanken daran, dass
man sagt, und wir haben uns jetzt ja auch ein Leben
aufgebaut, wo wir einfach so und so viel
verdienen müssen jeden Monat. Ansonsten
haben wir das Haus nicht mehr und haben das nicht mehr
und können auch das nicht mehr uns leisten.
Das wird dann immer so gegenübergestellt.
Ja, vielleicht ist es nicht die erste
Folge, die ihr von uns hört und wenn
euch unsere Podcast-Folgen gefallen,
Impulse liefern und weiterbringen,
dann vergesst bitte nicht, nach der
Folge einmal eine Bewertung
dazulassen bei Apple und Spotify.
Kann man sehr gut ein paar Sterne
hinterlassen und wiederum
bei YouTube den Kanal
abonnieren oder auch gerne mal
einen Kommentar dazu schreiben.
Das freut uns immer sehr.
Nun wollen wir zu den Lösungen kommen.
Wie kann man denn für seine
Bedürfnisse sorgen und seinen Akku
im Alltag gut aufladen?
Vielleicht definieren wir da
erstmal, was wir mit der Tut-mir-gut-Liste
meinen. Also
die Tut-mir-gut-Liste ist eine Liste,
wo Bedürfnisse draufstehen,
also das, was
ich tun kann
in einer Situation, wenn ich wenig Energie
habe, wo ich relativ schnell
meinen Akku wieder zum Aufladen bekomme.
Also konkret, was kann ich tun,
wenn es mir nicht gut geht,
wenn ich keine Energie habe.
Und da fallen einem ja spontan vielleicht
intuitiv immer nur so ein, zwei,
drei Sachen ein, die man immer
wiederholt und man hat nicht mehr so eine Auswahl im Kopf,
weil dann ist man ja schon
energielos unterwegs.
Und die Tut-mir-gut-Liste ist ja so
aufgebaut, dass ich auch,
mich inspirieren lassen kann von
meinem individuellen Bedürfnis in dem Moment.
Weil ich da 50 Sachen,
100 Sachen vielleicht mal raufgeschrieben habe,
das können auch absolut Kleinigkeiten sein,
die mir ganz individuell
gut tun.
Und wenn ich die dann sozusagen vor mir habe,
im Handy abgespeichert, als Zettel, was auch immer,
und dann mal raufschaue,
habe ich vielleicht die
Inspiration zu sagen, ah ja,
das tut mir gut, das könnte ich jetzt mal machen.
Im besten Fall nutzt
man die natürlich so, dass man
so oft wie möglich,
vielleicht zwei, dreimal am Tag,
deswegen sind die Dinge auch nur sehr klein, die da draufstehen
können, das nutzt,
damit der Akku insgesamt gar nicht so leer
wird, dass es einem gar nicht so schlecht
geht. Und
was man natürlich auch gut machen kann, ist die Liste
mit seinem Partner, seiner Partnerin teilen,
sodass man auch dem anderen
etwas Gutes tun kann, was eben
auf der Liste des anderen steht.
Ja, und deswegen ist die Liste bei uns
immer möglichst lang so als
Aufgabe, da
sind die meisten immer ganz überrascht,
aber wenn man sagt, so, es sind zwei, drei Dinge, die man
jeden Tag durchführt,
und man soll hundert Dinge aufschreiben,
dann weiß man schon,
da dürfen echt Kleinigkeiten
drin sein, und das ist auch einer der
Lerneffekte, auch
für unser Unterbewusstsein, dass wir
wieder dazu kommen, mit Kleinigkeiten
zufriedener zu sein, und die
mehr anzuerkennen,
wertzuschätzen, mehr Dankbarkeit
zu zeigen, was natürlich auch
auf die Beziehung abfärben kann,
dass man auch Kleinigkeiten,
die der Partner oder die Partnerin
für einen tun, auch wieder mehr
Anerkennung und Wertschätzung finden.
Zum Beispiel, was ich
immer so bringe, ist dann, dass man den
schönen Kaffee gemütlich am Morgen,
vielleicht hat man damals sogar noch
eine Zeitung gelesen,
heute guckt man ja ein Smartphone und bekommt schon gleich
die ersten Nachrichten von außen,
also nicht Nachrichten in Form von
ich lese quasi, was so in der Welt passiert,
sondern die ersten E-Mails,
die ersten WhatsApp-Nachrichten und so weiter,
und bin sofort im Geschehen
in der Außenwelt drin,
und das hat man umgebaut, diesen gemütlichen Kaffee
am Morgen hin zum Coffee-to-go,
dass man sich quasi nur noch auf dem Weg
seinen Koffein-Status
entsprechend erhöht,
dass man fit ist für den Tag, aber genießt
das gar nicht mehr so richtig. Und dass man
solche Dinge schaut, ob man die wieder umbauen
kann, das kostet häufig
nicht viel Zeit, das sind manchmal
nur wenige Minuten, aber dafür
bringen die in der Gesamtzufriedenheit
einfach extrem viel. Spannend finde ich
auch die Nachahmung von Kindern.
Also ich habe das auch ganz häufig, eine Sache, die bei mir auf der Tut mir gut Liste steht, die ganz schnell geht, ist zum Beispiel in der Mikrowelle das Körnerkissen warm machen.
Das gibt mir immer relativ schnell viel Energie, weil ich das gerne mag, die Wärme und dann lege ich es mir in den Nacken oder so.
Und das erlebt ja auch unser Sohn, wenn ich zum Beispiel das mir warm mache und selber fordert er das für sich, weil er es auch jetzt als angenehm empfunden hat, schon öfters auch jetzt ein und sagt, ich glaube, ich könnte mir jetzt mal so ein Körnerkissen machen.
Also dieses Gefühl zu haben, es muss jetzt nicht sein, was man kaufen muss oder was man groß herstellen muss, sondern was relativ schnell, von Sekunden, Minuten, ohne viel Aufwand möglich ist, was fürs Wohlbefinden einzahlt.
Und das ist auch wichtig, weil wenn das viel Aufwand bedeutet, gehört das nicht auf die Tut mir gut Liste, denn wir wollen nicht viel Aufwand damit haben, die Dinge zu tun, die uns gut tun.
Also so richtige Events gehören dann nicht drauf.
Ich gucke sehr gerne Eishockey, aber ich muss dafür 80 Kilometer fahren, um ins Eishockey-Stadion zu kommen.
Dann ist das alles nicht mehr für die Tut mir gut Liste.
Das kann ich nicht zwei, dreimal am Tag machen.
Wir können ja mal ein paar Sachen vielleicht aufzählen, was da auf so einer Liste draufsteht.
Ja, vielleicht noch kurz zum Eishockey-Spiel, weil nicht, dass jetzt jemand denkt, oh Mann, das tut mir aber gut und ich darf das da nicht draufschreiben.
Das würden wir statt auf der Tut mir gut Liste sozusagen eher auf der Liste der Lebensmomente sehen.
Eishockey, Lebensmomente, also was sind denn so besondere Events oder halt Hobbys, die mich begeistern, wo ich sage, das mache ich ab und zu.
Der eine geht halt gern auf Konzerte, der andere in Musicals, der nächste zur Oper, der andere schaut sich gerne Sportveranstaltungen an und so weiter.
Also das sind ja eher so Hobbys und Lebensmomente, genauso wie das auch aktiv sein kann.
Der nächste, der hat so ein gutes Gefühl und fühlt sich lebendig, wenn er mit Skiern den Berg runterrauscht.
Der nächste geht Fallschirmspringen.
Andere Bungeejumpen, wieder andere machen sehr gerne was Ruhiges und freuen sich und auf ein Wellnesswochenende und lassen sich da einfach gerne mal massieren und es sich gut gehen.
Das sind ja aber eher so Lebensmomente.
Aber das ist etwas, wenn ich das nicht dreimal am Tag machen kann, von der Intensität, Dauer, vom Preis oder so, dann ist das zu aufwendig für den Alltag.
Ja, typische Dinge, Kaffee am Morgen, was lesen, das Körnerkissen, Kaltes Getränk, Kühlschrank, genau, ein Spaziergang.
Pause, Pause nennen wir das ja, also mal Powernap machen, genau.
Also warum Pause, Pause? Weil viele ja heute in der Pause sich nicht richtig abschalten, sondern zum Handy greifen und irgendwie surfen, Nachrichten lesen, Nachrichten beantworten.
Das ist aber ja keine echte Pause, deswegen habe ich irgendwie gesagt, das heißt Pause, Pause, da kommst du aus dem Ausbildungsinstitut auch, weil man dann nochmal so ein neues Wort hat für, ich mache jetzt so eine richtige Pause.
Nicht die, die man heute alltagsmäßig als Pause meint.
Ja, und so hat jeder seine Liste für sich, die dann individuell lang sein kann.
Wie gesagt, 100 machen wir immer so als Vorgabe, damit man auch so ein bisschen sammelt.
Die meisten finden pauschal erstmal 20 bis 30.
Wenn man sich hinsetzt mal eine halbe Stunde, findet man 20, 30, 35 Dinge, die zu diesen Kleinigkeiten zählen, die den Akku aufladen.
Und dann kann man diese Liste nach und nach erweitern und immer wieder neue Möglichkeiten finden, die einem guttun und abends das Gefühl machen, zufriedener, dankbarer zu sein für den Tag und eben am Abend nicht bei 0% zu sein, sondern dass vielleicht auch noch etwas Restenergie zur Verfügung steht für eine Unterhaltung mit dem Partner oder der Partnerin.
Dazu hatte ich auch mal eine Frage, das fand ich super spannend im Coaching.
Das hatten wir danach auch bei uns in der Coaching.
Also wir treffen uns ja regelmäßig alle Coaches zusammen, auch schon mal besprochen.
Da sagte jemand zu mir, naja, diese Tut-mir-gut-Liste, irgendwie habe ich so drüber nachgedacht.
Und wenn jetzt zum Beispiel mir draufsteht, mir tut es gut, dann eine Süßigkeit zu essen, um mich hinzusetzen und mir das bequem zu machen und mir einen Schokoriegel zu gönnen, ist das dann auch etwas, was in Ordnung ist?
Weil man kann ja auch sagen, dass es im Kopf dann so abgespeichert wird, immer wenn es mir nicht gut geht, dann esse ich etwas.
Und das sozusagen ja auch nicht gesund wäre.
Also im doppelten Sinne, vielleicht wenn es Schokolade ist.
Und da finde ich das immer ganz spannend, wenn man das so wie eine Klaviertastatur sieht.
Also wenn man sagt, okay, wenn man nur diese eine Regulationsmöglichkeit hätte für sich zur Auswahl, also mir geht es nicht gut, mein Akku ist leer, ich brauche einen Schokoriegel, dann ist es schwierig.
Habe ich aber mehrere Tasten zur Verfügung und kann sagen, mal esse ich einen Schokoriegel, mal gehe ich spazieren und mal mache ich irgendwas anderes.
Dann ist es in Ordnung, weil dann habe ich keine Limitierung drinnen.
Und vorausgesetzt natürlich, ich spiele auch regelmäßig viele Tasten des Klaviers und nicht nur immer die eine.
Das meinte ich mit Limitierung. Ich habe keine Limitierung und kann nur die eine spielen, sondern ich kann auch andere spielen und entscheide mich aber ganz bewusst dafür, weil ich weiß, ich möchte das gerne, ich möchte den Genuss dafür.
Naja und man hat ja auch den inneren Kompass weiterhin zur Verfügung.
Das sollte ja stimmen.
Und wenn ich jetzt merke, dass immer wieder, wenn mein Akku so leer ist, meine Regulationsmöglichkeit ist, dass ich Schokolade esse und ich merke, dass das ständig mehr wird und das immer mehr auch zu meiner isolierten Möglichkeit wird, dann wird es ja auch irgendwann unstimmig.
Dann merke ich ja auch, dass ich vielleicht da sitze und den Schokoriegel esse und merke so, irgendwie fühlt das sich gerade nicht so gut an.
Irgendwie ist das zu viel. Irgendwie esse ich jetzt auch immer fünf statt nur noch einen und auch immer häufiger.
Also irgendwie.
Hat man dann schon mehr so innere Impulse, das ist unstimmig, schlechtes Gewissengefühl, ist das hier richtig und so weiter.
Da kommen so Impulse hoch und das ist wichtig, denen dann auch nachzugehen und dann zu merken, oh okay, da habe ich mich verfahren.
Und die Listen, also die Tut-mir-gut-Liste darf ja auch verändert werden, erweitert werden.
Wie du schon vorhin sagtest, das hängt auch ganz stark davon ab, in welcher Lebenssituation bin ich gerade, was ist in meinem Leben möglich, was mag ich auch einfach.
Es gibt ja Lebensphasen, finde ich.
Da braucht man als Regulation, als Kraftauftanken vielleicht ganz viel Ruhe und Entspannung.
Aber es gibt ja auch Phasen, wo man sagt, ich brauche das Abenteuer, um wieder mich zu spüren, um lebendig zu sein, um dann zu sagen, mein Akku ist wieder voller.
Ja, natürlich auch die Kombination mit den Lebensmomenten.
Wirklich besondere Dinge machen, wo man sich lebendig fühlt.
Weil das ist natürlich etwas, so die Tut-mir-gut-Liste, das sind so kleine Dinge, die den Akku wieder aufladen im Alltag.
Aber dann braucht es eben diese Lebensmomente, wo man sich eben lebendig fühlt.
Wo man das Gefühl hat, da kommt so ein Kribbeln, das ist was Besonderes, ich mache was Neues vielleicht auch mal, was mich begeistert.
Ja, vielleicht noch so als abschließenden Tipp, ist ja immer so, wie kann man sowas langfristig etablieren.
Also wir haben die Tut-mir-gut-Liste ja auch bei uns im kostenfreien Videokurs mit drin und natürlich auch im Beziehungstraining mit uns.
Und da gibt es natürlich zwei Dinge.
Da schauen wir, dass wir das als Gewohnheit etablieren.
Da haben wir so ein System dann auch für, dass man so eine Mastergewohnheit sich aufbaut und dann eben daraus neue Gewohnheiten aufbaut.
Also achtet darauf, dass ihr für euch ein System habt, wie ihr diese Gewohnheit wirklich etablieren könnt.
Und das andere, was man gut nutzen kann, was auch schon das Gewohnheit etablieren sein kann,
aber um auch wirklich dran zu bleiben und motiviert zu bleiben, ist vielleicht dann so ein Zufriedenheitsjournal zu führen.
Da muss man auch nicht unbedingt eins kaufen.
Kann man natürlich machen.
Man kann sich aber auch selber seine zwei, drei Fragen hinschreiben, wo man sagt, da möchte ich mich gerade verändern.
Da möchte ich gerade den Fokus drauf richten.
Und wenn abends dann die Frage lautet, welche zwei bis drei Dinge von meiner Tut-mir-gut-Liste habe ich gemacht und welche Wirkung hat das auf mich gemacht?
Und man hat dann da regelmäßig Dinge stehen und auch das Gefühl stehen und sagt, Mensch, das hat das Gefühl von Leichtigkeit gemacht.
Das hat das Gefühl von Wärme, Energie gebracht und so weiter.
Dass man sich damit auch auseinandersetzt, welche Wirkung das macht.
Das hat man natürlich.
Und man hat natürlich nachher auch mehr Motivation, das durchzuführen.
Sieht aber auch dann, wenn man mal in so eine Phase kommt, wo man das auf einmal vernachlässigt wieder, dass das dann schneller bergab geht,
der Akku wieder schneller leer wird und kann das dann dadurch wirklich intrinsisch motiviert gut durchführen.
Deswegen finde ich das auch so schön, wenn man die Listen austauscht.
Weil man sieht ja auch in der Energie vom anderen, dass wenn der andere etwas von der Liste nimmt, was einem gut tut, dass der Akku voller wird und dass man auch merkt, so cool,
da kommt die Energie wieder, aber dass man selber auch dann sagen kann, okay, cool, wenn ich merke, dass zu dem anderen gut und dem geht es nicht so gut,
auch dann automatisch vielleicht auch mal zu fragen und zu sagen, was brauchst du gerade?
Also ich merke, du überlegst vielleicht, was du tun kannst, damit es dir besser geht.
Und gerade wenn man halt eine Familie hat, ist man ja auch angewiesen aufeinander, dass man sagt, okay, ich nehme dann die Kinder,
wir gehen mal auf den Spielplatz, dann hast du jetzt zu Hause deine Ruhe.
Man ist im Gespräch darüber.
Ja, das sind.
Gute abschließende Worte.
Wir hoffen nun, dass ihr alle euch eure Tut-mir-gut-Listen anlegt.
Wie gesagt, schaut sonst mal bei uns auf der Website.
Bei jedem Blogartikel oder auch ganz unten im untersten Bereich gibt es dann den kostenlosen Videokurs bei uns.
Da sind einige Videos drin, die euch sehr weiterhelfen, unter anderem eben auch nochmal eine Anleitung zu der Tut-mir-gut-Liste.
Wenn man sagt, das möchte ich ganz gerne jetzt nochmal im Video wirklich angeleitet sehen, dann ist das sehr hilfreich.
Zunächst haben wir dazu auch dann so ein kleines Workbook zur Tut-mir-gut-Liste.
Das sind zwei, drei Seiten PDF,
was einem dann auch wirklich hilft,
daran konstruktiv zu arbeiten.
Danke, dass ihr jetzt zugehört habt
und bis zum nächsten Mal.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Ein regelmäßiger Akku-Aufbau im Alltag durch kleine, bewusste Handlungen wie Podcast hören, Spaziergänge oder ein warmes Körnerkissen hilft, Energie zu regenerieren.
Es ist entscheidend, eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren, um in Beziehungen gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung zu fördern.
Die „Tut-mir-gut-Liste“ ist eine individuelle Liste kleiner, aufwendigerer Aktivitäten, die schnell und leicht durchgeführt werden können, um den Akku im Alltag wieder aufzuladen.
Man sollte keine einzige Lösung für Bedürfnisse wählen, sondern vielfältige Optionen haben, um Abhängigkeiten und Verzweiflung zu vermeiden.
Lebenssituationen und Lebensphasen beeinflussen die Bedürfnisse – daher ist es wichtig, die Liste dynamisch und kontinuierlich anzupassen.
Die Teilnahme an gemeinsamen, ruhigen Momenten wie Autofahren oder Spazierengehen ermöglicht eine regenerative Pause und fördert die körperliche und emotionale Nähe.
Die Wahrung von persönlicher Ruhe und das Loslassen von alten Strategien sind entscheidend für ein gesundes Leben und eine glückliche Beziehung.
Die Einbindung eines Partner- oder Familien-Teilnehmers in die Liste stärkt das Wir-Gefühl und verbessert die emotionale Verbindung.
Summary:
Wenn der Akku der Energie leer wird, ist es wichtig, nicht nur bis zum nächsten Urlaub zu warten, sondern täglich kleine, bewusste Aktivitäten zu integrieren, um die Energie zu regenerieren. Dazu gehören beispielsweise Podcast hören, Spaziergänge, ein warmes Körnerkissen oder ein gemütlicher Kaffee. Ein zentraler Ansatz ist die „Tut-mir-gut-Liste“, eine individuelle, flexible Liste kleiner, leichter und aufwendigerer Handlungen, die schnell und ohne Stress durchgeführt werden können.
Es ist entscheidend, nicht auf eine einzige Lösung zu setzen, sondern vielfältige Optionen zu haben, um Abhängigkeiten und Erschöpfung zu vermeiden. Die Liste sollte je nach Lebensphase und Lebenssituation angepasst werden. Auch die Beziehung spielt eine wichtige Rolle: Durch gegenseitige Unterstützung, wie zum Beispiel gemeinsame Ruhephasen oder die Teilnahme an einer Liste des Partners, wird das Wir-Gefühl gestärkt.
Die Wertschätzung von kleinen Dingen und die Erkennung eigener Bedürfnisse führen zu mehr Zufriedenheit, mehr Dankbarkeit und einer stärkeren körperlichen und emotionalen Nähe. Der Akku kann nicht nur durch große Events oder Urlaube aufgeladen werden, sondern durch tägliche, kleine Momente im Alltag – für ein glücklicheres und ausgewogenes Leben.
FAQs
Man kann beispielsweise Podcast hören, einen Spaziergang machen, sich mit einem netten Getränk entspannen oder ein Körnerkissen warm machen. Solche kleinen, aufwandfreien Aktivitäten regenerieren den Körper und die Geistessphäre.
Die Liste enthält individuelle Dinge, die einem guttun, wenn die Energie ausgeschöpft ist. Durch das regelmäßige Nachschauen und Ausführen dieser Aktivitäten wird die Energie im Alltag wieder aufgefüllt und das Gefühl von Zufriedenheit gestärkt.
Ohne klare Kenntnis eigener Bedürfnisse kann man nicht kommunizieren, was einem gut tut. Ein eigenes Verständnis ist die Grundlage für ein gegenseitiges Verständnis in einer Beziehung und hilft, die eigene Energie effizient zu nutzen.
Man kann die Tut-mir-gut-Liste mit dem Partner teilen, sodass jeder für den anderen etwas Gutes tut. Dies fördert gegenseitige Anerkennung und stärkt die emotionale Bindung.
Große Events wie ein Eishockeyspiel oder eine Reise sind zu aufwendig und dauern zu lange. Die Tut-mir-gut-Liste besteht aus kleinen, schnellen und leicht durchführbaren Aktivitäten, die täglich durchgeführt werden können.
Wenn eine Aktivität wie Schokolade immer wieder zu häufig aufgenommen wird und ein schlechtes Gewissengefühl entsteht, zeigt das, dass die Gewohnheit überlastet ist. Es ist wichtig, solche Muster zu erkennen und zu verändern.
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