Was ist eine Paartherapie und was nicht: Darum hast du ein falsches Bild davon, was in der Paartherapie passiert! #300
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Mehrere Vorurteile über Paartherapien werden in diesem Podcast aufgezeigt und kritisch hinterfragt. Das Beispiel vom Boxen verdeutlicht, dass ein Handtuchwerfen ein klares Ende der Krise signalisiert und die Verzögerung, bis der andere zum Handtuchwerfen kommt, die Krise verlängert. Viele Paare verweilen jahrelang in der Krise, weil sie Angst vor Verurteilung und Scham haben und ihre Beziehung nicht öffnen. Es wird betont, dass Paartherapien nicht nur bei schweren Ehekrisen oder Trennungen sinnvoll sind, sondern auch viel früher, z. B. vor Lebensereignissen wie der Kinderplanung, eingesetzt werden können, um ein stabiles Fundament zu schaffen. Vorurteile wie „Therapie ist Schwäche“ oder „Probleme lösen sich von selbst“ werden widerlegt. Stattdessen wird ein strukturierter, lösungsorientierter Ansatz dargestellt, bei dem Gefühle und Emotionen ausführlich verarbeitet, aber auch konkrete Ziele und Fahrpläne festgelegt werden. Der Fokus liegt auf Empathie, hoher Transparenz und dem persönlichen Wohlgefühl der Paare. Therapeuten arbeiten nicht als Partei, sondern als neutraler Begleiter, der Methoden vermittelt, damit die Paare selbst Lösungen finden können. Eine frühzeitige Intervention ist entscheidend, um das Leid zu vermeiden und echte Verbesserungen im Beziehungsleben zu erreichen. Die Podcast-Redaktion betont, dass viele Paare durch die Gespräche Vertrauen gewinnen und bereit sind, die Therapie frühzeitig zu beginnen.
Dann bringe ich immer gerne das Beispiel vom Boxen.
Finde ich, das zeigt es so ganz gut.
Wenn einer aus der Ecke das weiße Handtuch wirft,
dann fängt keiner mehr an und sagt, komm, noch zwei Runden.
Komm bitte, sondern dann ist wirklich Ende.
Das heißt, wenn einer das Handtuch schmeißt oder androht zu schmeißen,
spätestens dann, dann kann ich nicht nicht in der Krise sein.
Dann habe ich automatisch auch ein Problem.
Warum müssen wir erst jahrelang durchs Leid gehen?
Es gibt Studien dazu und die spiegeln auch unsere Erfahrung wieder,
dass die Paare im Schnitt sechs Jahre in der Krise stecken,
bevor sie sich melden.
Sechs Jahre Leid, Tag für Tag.
Ganz ehrlich, du hattest deine Chance.
Ich habe so viel probiert und jetzt wirfst du mir vor,
dass ich mich nicht bemühe.
An dem Punkt möchte halt keiner sein in einer Partnerschaft.
Und das muss ja gar nicht sein.
Man kann ja viel früher und viel einfacher da rauskommen.
Das wird entspannter, das wird günstiger.
Das hat so viele Vorteile.
Wenn ich merke, wir sind ein paar Monate in der Krise,
wir kommen da nicht raus, warum warten?
Wir möchten in dieser, unserer 300. Podcast-Folge einmal darüber sprechen,
warum viele Paare ja ein falsches Bild von Paartherapien haben.
Denn unsere Erfahrungen zeigen, dass es dazu Missverständnisse gibt,
falsche Erwartungen, dass man natürlich von anderen auch etwas gehört hat,
was einem dann wiederum vielleicht Bauchschmerzen gemacht hat.
Es gibt fehlende Informationen.
Wir haben in dieser 300. Podcast-Folge einmal darüber gesprochen,
Wir haben in den letzten Jahren sehr, sehr viele Paare auf dem Weg begleitet,
die zunächst Skepsis hatten, die Wochen, manchmal Monate,
manche sogar Jahre gebraucht haben, bis sie sich darauf einlassen konnten.
Und damit ihr vielleicht gar nicht so lange warten braucht,
bis die Krise sich immer und immer weiter verhärtet,
haben wir diese Podcast-Folge aufgenommen.
Du bist im Podcast der Lebensiderlisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch,
raus aus der Krise hinein,
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Bevor wir vor einigen Jahren begonnen haben,
als Paartherapeuten zu arbeiten,
hattest du selbst da Vorurteile gegenüber einer Paartherapie?
Wie war so deine Brille auf Paartherapien?
Ich muss ehrlich gesagt sagen,
ich hatte keine wirkliche Brille auf das Thema Paartherapie,
weil das kein Thema in meinem Leben vor war,
mit dem ich mich näher auseinandergesetzt habe.
Was ich manchmal vielleicht im Hinterkopf
hatte, ist so dieses Ding, dass Männer es schwerer fällt,
sich Hilfe zu holen, in eine Paartherapie zu starten.
Aber nicht, weil mich das selber persönlich irgendwie betroffen hat,
sondern weil es so etwas ist, was man vielleicht unter Frauen
mal besprochen hat, dass es nicht nur auf die Paartherapie
beschränkt ist, sondern allgemein irgendwo hinzugehen
und sich Hilfe zu holen.
Das würde ich sagen, vielleicht so eine Brille, die ich hatte.
Ich glaube, um sich da tiefer Gedanken zu machen,
braucht man da irgendeinen Berührungspunkt,
zumindest im Freundeskreis. Und da waren wir dann vielleicht
als wir starteten, damit noch zu jung. Also wir hatten durchaus
im Freundeskreis natürlich schon mal eine Trennung, auch mal eine Scheidung.
Aber das Thema Paartherapie kam dann nicht so auf.
Einmal ein Paar aus unserem Freundeskreis, jetzt wo ich länger nachdenke,
das ist jetzt auch schon ja, es müsste ungefähr 13 Jahre her sein,
wahrscheinlich ist es deshalb nicht aufgeploppt. Ein Paar, die jetzt
auch nicht mehr zusammen sind, die sich scheiden lassen haben,
die haben sich einmal Hilfe geholt bei einer Beratungsstelle,
bei einer christlichen Beratungsstelle. Da haben die ein bisschen oder sie
ein bisschen darüber erzählt, wie das da gelaufen ist.
Das war eigentlich ja der einzige Berührungspunkt mit Paartherapie,
den ich bis dahin im privaten Rahmen hatte.
Ja, und jetzt im beruflichen Kontext sind wir natürlich immer wieder
von Skepsis und bestimmten Vorurteilen betroffen. Nicht unbedingt,
was uns anbelangt, aber so die Paartherapie im Allgemeinen.
Und die hat ja jetzt so ein bisschen Wandel, würde ich sagen.
Ist mein Gefühl ist, vielleicht aber auch meine Brille, weil ich drin
stecke, dass die Menschen dafür immer offener werden und auch offener
im Freundeskreis dann darüber sprechen, wenn sie sich in einer Paartherapie
befinden oder die durchlaufen haben. Auch in meinem Gefühl bekommen
wir heute deutlich mehr Empfehlungen als früher. Also ich glaube, da ist mehr
Offenheit da, darüber zu sprechen und auch zu benennen. Wir haben
eine Paartherapie gemacht. Nichtsdestotrotz haben wir viele,
die natürlich über den Podcast, über YouTube dann Vertrauen gewonnen haben und sagen:
Ah, wir hatten da schon echt große Skepsis und Vorurteile, haben viel Negatives gelesen
und waren uns unsicher, ob sowas wirklich helfen kann, dass eine fremde Person uns
bei unserer Beziehung unterstützt und sind jetzt froh, dass wir den Schritt gemacht haben.
Das merken wir auch immer wieder, wenn wir neue Leute kennenlernen. Bei Treffen sind
wir, sag ich mal an Geburtstag oder so, man irgendwo sitzt und dann die Leute fragen:
Mensch, was macht ihr beruflich? Und wir über unseren Beruf erzählen oder sagen, was wir machen.
Ich glaube, dass das schon ein Trägerpunkt für viele Menschen ist, wo auf jeden Fall, also fast
zu 100 Prozent, würde ich sagen, immer noch mal eine zweite, dritte, vierte Frage gestellt wird,
weil die das interessant finden oder mal aus ganz anderem Interesse fragen. Also das merkt
man schon, dass es auf jeden Fall eine Sache ist, die viele Menschen, wenn sie das hören,
neugierig macht und da manchmal auch Fragen gestellt werden. Häufig ja auch so
eine Frage nach Erfolgsquote. Mit welchem Grund kommen die meisten
Menschen zu euch in eine Paartherapie? Wer geht eher fremd, Mann oder Frau? Wer beginnt
eher eine Affäre? Also oftmals so allgemeine Fragen, aber man merkt schon manchmal,
dass hinter diesen allgemeinen Fragen auch ein persönliches Interesse und eine persönliche
-Unsicherheit steht. -Auf jeden Fall spiegeln viele Vorurteile,
die man dann so hört, nicht das wieder, was wir in den Paartherapien dann erleben.
Also dass die Männer wesentlich häufiger fremdgehen als die Frauen, ist jetzt nicht das, was
wir in unseren Paartherapien so erleben. Das ist relativ ausgeglichen, auch wenn es jetzt
darum geht, warum man fremdgeht. Und die meisten dann vielleicht glauben, das geht
rein ums Sexuelle. Ist bei uns auch eigentlich selten der Fall. Meistens geht
es um Anerkennung, Wertschätzung, Liebe, dass man sich gesehen fühlen möchte,
dass man Lob, Anerkennung möchte. Das ist meistens der Einstieg. Der Rest entwickelt
sich daraus dann. Also da ist schon vieles anders. Und du sagtest gerade,
was ist so der Grund, warum Paare das dann machen? Ich glaube, da steckt so ein erstes Thema drin,
was viele davon abhalten könnte und auch manche aussprechen, die zu uns kommen,
dass man das Gefühl hat, in der Paartherapie sei nur dazu da, eine Beziehung zu retten.
Und das ist das einzige und auch das einzig lohnenswerte Ziel. Das merkt man, dass die Paare
zurückhaltend sind, wenn einer von beiden sich nicht klar für dieses Ziel committen kann und sagen kann Ja,
wir machen eine Paartherapie, um die Beziehung zu retten. Denn das spiegelt unsere Realität eben
auch nur zum Teil wieder. Wir haben natürlich Paare, wo beide sagen, wir möchten zusammenbleiben.
Wir sind uns da ganz sicher. Wir möchten Streit, Konflikte, diverse Themen lösen und verarbeiten
und dann mit dem Ziel zusammenzubleiben und meistens eine neue Beziehung zu formen,
weil es ja Anteile gab, die nicht so stimmig waren. Aber der große Teil der Paare ist
eigentlich so, dass einer von beiden oder beide sagen,
wir brauchen erst mal Klarheit, ob das noch geht. Wir sind uns da unsicher, ob das nachher das nächste Ziel wird,
die Beziehung zu retten und eine neue Beziehung zusammen zu formen oder ob es vielleicht doch in die Trennung
hineinläuft, weil es auf bestimmten Ebenen, Gefühl, Zukunftsvision oder so nicht mehr ausreichend matcht.
Und dann wiederum ist ein kleineren Teil, die schon sich getrennt haben und sagen,
wir möchten die Trennung begleiten. Wir sind Eltern. Wir haben diverse Dinge zu regeln. Wir
möchten verstehen, warum unsere Beziehung so gelaufen ist, was die eigenen Anteile darin sind.
Wie kann man das zukünftig anders gestalten?
Und was immer wieder auch natürlich aufploppt, ist eine Art Angst vor einer Paartherapie ja auch und dass
man sich mal gar nicht vorstellen kann, dass eine andere Person, die einen nicht kennt, zu der man keine
Verbindung hat, dass man da so offen sprechen kann. Und das hatte ich letztens, als ich auf einer Feier war. Das fand
ich ganz spannend, als ich gefragt worden bin, was ich da mache und das erzählt habe so ein bisschen. Und die Frau,
die mir gegenüber saß, also es waren alles nur Frauen, muss man sagen, dann sagte ja, sie findet das faszinierend,
wie locker ich darüber spreche und dass sie gedacht hat, dass das viel verkrampfter ist. Also dass die Menschen,
die so was machen, dass es so eine Brille, die sie hatte, dass sie so Angst hatte, dass es verurteilender ist
oder härter ist und dass man nicht so ein Redefluss vielleicht reinkommt, weil man dieses unparteiische so natürlich
auch halten möchte, was ja auch professionell ist und dadurch es aber so sich unpersönlich anfühlen könnte. Und das fand
ich ganz spannend. Da habe ich noch länger drüber nachgedacht, weil ich glaube, es ist ja immer eine Sache auch, wie in welcher
Verbindung man zu dem Paar kommt. Also ist man einfach, ist das Sympathie, wo man sagt, Mensch, das sind nette Menschen,
man fühlt sich wohl, man hat irgendwie so ein bisschen die gleiche Art und Weise, wie man spricht. Also die haben ein Getränk,
ich trinke zwischendurch auch was, es ist ein bisschen entspannter und dadurch kann man sich auch öffnen und dadurch, glaube ich, fallen auch automatisch
ganz viele Vorurteile, die man vielleicht vorab vor einem Termin hat oder wenn man überlegt, man macht eine Paartherapie, die sich dadurch schon
erledigen. Und das finde ich auch mal so spannend, wenn wir so einen ersten Termin haben mit Paaren. Ich frage ja auch am Ende mal,
mit was für einem Gefühl geht ihr aus diesem ersten Termin raus? Man merkt ja schon, wenn die Kamera angeht, Menschen sind aufgeregt. Das kann ich total verstehen.
Da geht es ja auch wirklich um sehr, sehr viel für diese Menschen. Und wenn sie dann sagen, jetzt fühle ich mich gerade so echt erleichtert, weil das war jetzt total angenehm. Also, obwohl
wir darüber Sachen gesprochen haben, die
total belastend waren, konnte ich das doch
gut erzählen und dann meistens sitzt
eine andere Person daneben und sagt, ich war auch ganz
verwundert, wie viel du sprichst, wie viel du erzählst
und das erfreut mich immer so
sehr, weil das ist auch ein großer Teil, den ich immer
erreichen möchte. Es sollen sich
alle Menschen, die zu uns kommen, die zu mir
kommen und auch zu allen anderen im Team,
die sollen sich auch in dem Sinne wohlfühlen,
dass die das Gefühl haben, wir gehen empathisch
und auch mit Motivation in diesen
Termin rein. Wir wollen helfen und wir haben auch
Lust auf unsere Arbeit und wir
sind aber auch nicht über die
gestellt, sondern wir sprechen auf
Augenhöhe und wir hören genau zu
und jeder darf aber auch so sprechen, wie er sonst
spricht. Das wäre nicht authentisch, das kann
man auch über die Termine nicht halten und das wäre auch
total skurril und deswegen finde ich es auch
spannend, manche Paare sprechen sich dann ja
auch mit Spitznamen oder
Abkürzungen an und dann manchmal
hakt es am Anfang und dann, weil jemand
das dann vor allem nicht mehr macht, was weiß ich,
wenn jemand Christina heißt und
sie wird nie Christina genannt
von ihm, sondern immer Tina und
vor allem sagt er dann, ja und Christina
ich habe dich da wohl
falsch verstanden und dann merkst du richtig, das hakt so
im System, das ist so
wieso sagst du das zu mir?
Und dann sagt sie, das fühlt sich ganz komisch an, dass du
jetzt Christina zu mir sagst und dann sage ich auch mal
also ihr könnt euch, wenn ihr Abkürzungen habt von
deinen Namen, natürlich so nennen, wie ihr euch
sonst nennt und manchmal frage ich auch
wie wirst du denn von anderen Menschen
wie möchtest du angesprochen werden, weil
ganz viele sagen auch am Anfang, bitte nenn mich so und
so, das fühlt sich für mich auch in diesem Rahmen
jetzt nach ein paar Minuten irgendwie stimmiger an
und das macht so viel aus, dass man
sich da auch einfach so geben kann
wie man ist. Du sagst es gerade, wenn die Kamera
angeht, vielleicht dazu Erklärung
bei uns wird nicht gefilmt, wenn man
in der Paartherapie ist, sondern
Paartherapien finden bei uns immer online statt
deswegen geht die Kamera an
was eben den großen Vorteil hat
dass wir eben
überall Paartherapien
durchführen können, also egal
wo ihr seid, ob in Deutschland
Österreich, Schweiz, sonst wo auf der Welt
verteilt, weil ihr vielleicht ausgewandert seid
und möchtet ganz gerne die Paartherapie
auf deutsch stattfinden lassen
so melden sich eben Paare
dann bei uns und das ist das Schöne, finde ich
am Podcast, dass
da auch das Thema Sympathie
Methodik, Kompetenz
Haltung dazu führt, dass
man ja so ein bisschen vorsortiert
weil die, die unsere Haltung
und die entspannte, ruhige
Art darüber zu sprechen mögen
die bleiben dran,
melden sich vielleicht irgendwann und die, die das
befremdlich finden, die gehen
oder schreiben irgendwelche Kommentare bei uns.
Also ich glaube, dass das, was wir
gerade in den letzten Jahren gemacht haben,
ist ein sehr wichtiges Thema für uns.
Und das ist ein Thema, das wir
in den letzten Jahren mit dem Thema
Sympathie Methodik, Kompetenz Haltung
ausgesprochen haben.
Und das ist auch ein Thema,
das wir auch in den letzten Jahren
bei YouTube gemacht haben.
Das war gerade auch letztens bei dem
heikleren Thema, dass jemand dort
einen fiesen Kommentar schrieb, dass
wir da sitzen und entspannt vor uns hin
schwadronieren über dieses Thema
und wenn wir in uns ruhen,
dann sorgen auch die Spiegelneuronen
dafür, dass die anderen auch mit
runterfahren und so weiter.
Das heißt, bei uns hat man dann doch eher
eine ruhige Art und wir können mit
schweren Themen auch ruhig
umgehen, weil wir sie eben schon so oft
bei Paaren begleitet und erlebt haben.
Und können damit
selber entspannt umgehen,
was sich dann eben spiegelt. Das muss man mögen.
Sicherlich gibt es auch Menschen,
die das anders sich wünschen
und brauchen, aber bei uns ist das dann doch eher
dass wir ruhig,
entspannt daran gehen und schauen, dass
wir die Situation beruhigen, uns dann
in Ruhe um die Emotionen kümmern,
die Situation verarbeiten und so weiter.
Ja, was häufig
noch drinsteckt, ist ja das Thema dann
einerseits das Gefühl
versagt zu haben, mit dem
Hintergrund, dass viele glauben,
man müsse sich selbst helfen können.
Das wäre jetzt kein Thema, wo man sich Hilfe holt,
sonst hat man es nicht geschafft.
Ich weiß gar nicht genau, woher dieses
Bild so kommt, dass man
eine Beziehung quasi selbst
stabil gestalten können muss
oder gut kommunizieren können
sollte oder durch langjährige Beziehungen
immer eigenständig hinweg
Zufriedenheit und
Fülle erreichen können soll.
Denn meistens haben wir das erstens
durch unsere Eltern eher nicht so vorgelebt
bekommen. Das heißt, da gibt es auch
schon etwas,
wo wir uns selber vieles aneignen müssen.
Und bei so vielen anderen Themen
ist es ja völlig normal. Also wenn ich mir
ein Bein brech, dann habe ich auch nicht das
Gefühl, oh, ich habe versagt, dass ich jetzt zum Arzt
gehen muss. Ich hätte das selber
heilen können müssen. Und bei der
Beziehung oder allgemein auch bei der
Psyche ist das für viele irgendwie noch so
drin. Ich glaube, das ist der moralische
Anteil, der es so schwierig macht,
weil wir über Dinge sprechen
vielleicht, wo wir uns selber moralisch
für verurteilen,
also so eine große Schuld
spüren und dann noch die
Hemmschwelle zu haben, das vor einer anderen fremden Person
hervorzubringen. Wir gehen ja
eine Unsicherheit, das muss man ja ganz klar sagen.
Also wenn man etwas in der
Beziehung erlebt hat,
Affäre, Fremdgehen,
Fremdverlieben, das ist ja, da geht es ja um
Liebe, um Gefühle, um Scham.
Und wenn ich nicht zu 100%
vielleicht überzeugt bin, weil ich meine,
jetzt kann man Podcasts hören, Videos gucken,
man kann sich schon so ein bisschen vorinformieren.
Das gab es ja vor vielen Jahren jetzt noch nicht
so. Und dann gehe ich
ja auch voll ins Risiko, dass ich vielleicht
auf eine Person treffe, wo ich mir
vorab keine Informationen holen kann.
Und ich weiß nicht, ob
die Person die Kompetenz hat, weil ich weiß vielleicht nur,
was der denn für eine Ausbildung gemacht hat.
Ja, gut. Und
ich könnte in eine äußerst unangenehme
Lage kommen, weil moralisch
ich vielleicht bewertet werde. Und das ist ja
immer noch eine große Angst von
vielen Menschen. Das erleben
wir ja auch leider immer noch bei
einigen Paaren, die zu uns kommen, wenn die
von Paartherapien woanders berichten,
dass das ja auch ein Grund ist, warum
Paartherapien dann manchmal abgebrochen werden, weil
einer sagt, okay, da habe
ich das erzählt, was ich gemacht habe und ich war einfach
ehrlich. Und ich habe in dem Moment gespürt,
Ich werde verurteilt. Ja,
werde verurteilt, bewertet. Da sind so Fronten
entstanden. Und dann
wurde es nur schlimmer, weil meine Frau,
mein Mann vor allem nochmal so einen anderen Aspekt
gehört hat von einer Fremdenperson und sich bestärkt
gefühlt hat in ihrer Verletztheit. Und vor allem
waren wir im Super-Dilemma drin.
Und ich glaube, das ist so schwierig,
dass man wirklich so abwägt, kann mir
die Person in der Kompetenz helfen und auch
persönlich ist die
da soweit, mich nicht zu verurteilen.
Und das kann ich total verstehen. Ja, und
dann geht es manchen ja nicht tief genug. Also
bei vielen, die jetzt gerade
zu uns gekommen sind, die
einen zweiten Anlauf versuchen,
da war der erste Anlauf gut
und hilfreich,
indem ihre Kommunikation verbessert, aber
es fehlte noch in der Tiefe.
Und das ist auch nochmal was,
wovor viele zögern.
Da ist so ein bisschen die Sorge davor, alte
Wunden aufzureißen und zu sagen, Mensch,
da ist jetzt so lange Zeit Gras drüber gewachsen,
sollten wir da wirklich nochmal rangehen.
Häufig
häufiger, in meinem Eindruck,
die Männer, die sagen, wollen wir
das nicht lieber ruhen lassen?
Und wiederum häufiger die Frauen, die sagen,
ich kann das nicht ruhen lassen.
Ich spüre die Wunde eigentlich immer in mir.
Ich kann das so versuchen, durch den Alltag
beiseite zu schieben, aber eigentlich merke ich,
ich möchte und muss daran.
Und das ist dann ja die Art und Weise
der Vorgehensweise, dass man eben
die alten Wunden nicht aufreißt, sondern
wenn wir an den Punkt zurückgehen, wann war es mal gut,
dann uns die Verletzung anschauen,
dass man das eben auf eine
bestimmte Art und Weise macht. Wir haben da
eben ein ganz klares Vorgehen,
sodass man nicht irgendwie darüber spricht, wo
natürlich die Gefahr, eine Wunde aufzureißen,
vielleicht da ist. Bei uns würde das bedeuten,
dass der Deckel wegfliegt, so nennen wir das eigentlich,
sondern dass wir da wirklich kontrolliert
reingehen. Und man muss ja auch immer bedenken,
Menschen, die vor so einer Entscheidung stehen,
mache ich eine Paartherapie oder nicht, die sind ja schon
im allergrößten Teil im tiefen Leid.
Also, wenn man in einer wirklichen
Krise steckt, in der Beziehung,
im Leben, dann
geht es mir auch einfach sehr,
sehr schlecht. Also, dann merke ich das
auf so vielen Ebenen und dann stehe ich
vor so einer großen Entscheidung auch noch,
wo so viel Hoffnung drin steckt,
dass, je mehr das vielleicht nochmal
mehr überlege, weil
dann ist ja vielleicht doch die Angst da, dann
kommt eine Entscheidung ja auch raus bei mir,
weil ich mich mit dem Thema dann
auseinandersetze. So schiebe
ich das vielleicht gern nochmal ein bisschen hin,
dann sind erstmal die Sommerferien,
dann wollten wir ja eigentlich auch in den Urlaub
fahren und wollen wir das fast jetzt noch vor dem
Urlaub aufmachen? Dann ist
wieder irgendein Thema bei den Kindern, dann kommen wir in den Herbst rein,
dann sind die Kinder krank, ja, wie sollen wir denn so eine Termine
wahrnehmen? Richtung Weihnachten wird es
sowieso schwierig, da möchte keiner
im Gefühl noch mehr Stress und Streit
und so, was man Angst hat, was manchmal
dadurch vielleicht passieren könnte bei vielen Menschen
im Gefühl haben. Und
so zieht sich eine,
wir wollten doch mal machen, immer
weiterhin, immer weiterhin, denn gibt es, finde ich, immer diese
besonderen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, wo viele
Menschen nochmal so ins Reflektieren des Jahres
kommen. Spätestens Silvestermann
dann da mit seinem Sektglas
oder seinem O-Saft sitzt und sagt, okay,
ich bin wieder an dem Punkt,
wieder ist ein Jahr rum, wo ich nicht glücklich war
und ich möchte nicht, dass es nächstes Jahr weitergeht
und dann kommt der Schwung der Paare
Anfang des Jahres immer zu uns und
die sich dann melden. Ja,
und es braucht einfach so seine Zeit, ne?
Was, ja,
total verständlich ist, bei Entscheidungen, je länger wir
manchmal drüber nachdenken, desto größer wird die Entscheidung,
desto schwerer wird die Entscheidung. Ja, und
das ist auch eine Folge dann, die daraus entsteht,
dass die Bedenken zu
starten oder
die Einigkeit darüber, ob das hilft, ob man
wirklich tief genug in der Krise ist,
ob man da nicht doch nur
dies oder das machen könnte und dann wird's ja wieder
besser werden, führt dann doch eher
häufig dazu, dass sich die
Krise, diese Konfliktspirale
weiter verschärft,
denn das haben wir ja ganz häufig,
dass Paare schon längere Zeit unseren
Podcast hören und sich dann bei uns
zu melden, da gab's nochmal so einen finalen
Auslöser, ne? Und dann melden
sich die Paare, obwohl sie eigentlich schon längere Zeit
bei uns dann Folgen gehört haben
und man kann eigentlich sagen, jeder
der auf uns stößt und uns
Folgen hört. Unsere Folgen sind
alle sehr krisenbezogen, muss man
sagen. Wir haben ja wenig Folgen,
wo es darum geht, eine Beziehung einfach nur zu
optimieren, sondern wir haben ja wirklich
eher Folgen, wo man sagt,
da ist schon ziemlich klar, das geht darum,
aus einer Krise rauszukommen.
Wenn man eine Folge von uns hört und uns gefunden
hat, dann eigentlich, weil das da ist.
Und das ist auch so ein wichtiger Punkt,
da könnte man eigentlich so eine Minifolge,
eine Minute draus machen, die man immer seinem Partner
schickt, denn eigentlich,
wenn einer von beiden
einen von unserem Podcast hört und sich damit
tiefer beschäftigt und das dem anderen
immer mal wieder vorschlägt und sagt, nee, das brauchen wir nicht,
dann ist das immer so, wenn
einer sich damit beschäftigt und einer fühlt sich
in der Krise, ist der andere automatisch
mitten in der Krise. Ob er das nun abwehrt
und abblockt und sagt, nee, ich lasse
das nicht an mich ran, das spielt keine Rolle.
Der ist in der Krise eigentlich, ob er
will oder nicht, weil das ist eben,
dafür sind wir zu eng miteinander verbunden.
Da kommt ja immer mein Beispiel vom Boxen.
Da hatten wir gerade selber vor zwei Tagen
drüber gesprochen, weil ich das jetzt
vor kurzer Zeit bei einem Paar hatte, wo der Mann
gefragt hatte, wie das denn ist, wenn
die Krise einfach so unterschiedlich empfunden wird.
Einer sagt so, ich bin
für mich total in der Krise und stelle
alles in Frage und der andere Part
sagt, ja, ich bin ja auch nicht glücklich,
aber du bist
irgendwie zehn Schritte voraus.
Wie ernst muss ich das nehmen?
Hart gesagt, weil mein Gefühl ist anders.
Und dann bringe ich immer
gerne das Beispiel vom Boxen. Finde ich, das
zeigt es so ganz gut, wenn einer aus der
Ecke das weiße Handtuch wirft,
dann ist in dem Moment klar, das Ding
nimmt ein Ende.
Also, dann fängt
keiner mehr an und sagt, komm, noch zwei Runden,
komm bitte, sondern dann ist wirklich Ende.
Da kann man drüber frustriert und traurig
und so weiter sein. Und das
wird dann spätestens dann ernst genommen
und an dem Punkt möchte halt
keiner sein in einer Partnerschaft,
wenn einer das Handtuch schmeißt. Und da muss man auch
sagen, wenn, meiner Erfahrung nach,
wenn Frauen das Handtuch schmeißen
und sagen so, ich will nicht mehr,
dann haben die sehr häufig schon mit dem Handtuch
vorgewedelt und sind mehrere Schleifen gegangen.
Und das ist schon schwierig,
nicht unmöglich, aber das ist eine
große Frustration, weil häufig das
schon so oft gesagt worden ist.
Und das heißt, wenn einer das Handtuch schmeißt,
spätestens dann, oder
androht zu schmeißen, sollte man
sich überlegen, dann kann
ich nicht, nicht in der Krise
sein, dann habe ich automatisch auch ein Problem.
Ja, und dieses Verzögern,
das sorgt halt dafür, dass
natürlich auch die
Chancen in der Party,
Therapie, das in eine gute Richtung zu
bewegen, nach und nach sinken.
Das ist natürlich immer so der Moment, der schade
ist, wenn man ein Paar
im Erstgespräch vor sich hat
und dann sich so anhört, wie der Verlauf
war und dann einer von beiden sagt,
naja, also eigentlich wollte ich vor zwei Jahren
schon eine Paartherapie machen, da habe ich das
zweimal sehr deutlich vorgeschlagen
und da war
noch keine Offenheit dafür da. Und
heute ist man meistens
an dem Punkt, dass der andere jetzt die Paartherapie
will und sagt, ich war vor zwei Jahren dafür,
bin ich offen, jetzt will ich sie.
Aber das Problem ist dann meistens,
dass in dem Moment, wo er vor zwei
Jahren sagte oder sie, ich bin nicht offen
für die Paartherapie, der andere
sich innerlich häufig angefangen
hat zu distanzieren
und sich abgrenzt, sich mit
Dingen arrangiert, manchmal schon so einen richtigen
inneren Trennungsprozess einleitet.
Da haben wir manchmal eben den Punkt, dass dann der andere
kämpfen will, aber derjenige, der
vor zwei Jahren kämpfen wollte,
der ist durch mit Kämpfen.
Genau, und dann ist die andere Seite häufig auch sauer
und wütend und sagt, du gibst uns gar keine Chance
mehr. Warum bist du denn jetzt nicht bemüht?
Und dann entsteht schon fast ein bisschen Sarkasmus zwischen
Paaren, dass die andere Seite sagt,
ganz ehrlich, du hattest deine
Chance. Also, da siehst du halt,
da wird diese Distanz ja auch nochmal so ganz
klar und das ist immer manchmal so schade, weil
die andere Seite das auch sehen kann manchmal
und sagt, ja, das war total doof von mir,
was soll ich denn jetzt machen? Ja, und damit das
gar nicht erst so weit kommt, sondern man so
früh wie möglich da rauskommt, weil man muss ja einfach
sagen, warum müssen wir erst
jahrelang durchs Leid gehen?
Das hat so viele Vorteile,
wenn ich merke, Mensch, wir sind
ein paar Monate in der Krise, wir kommen da nicht raus.
Warum warten? Sich schnellstmöglich
da rausholen. Wenn ihr an diesem Punkt steht,
dann meldet euch sehr gerne für das telefonische
Erstgespräch, dass wir direkt schauen können,
wie wir euch optimal unterstützen können.
Es muss nicht noch viele weitere
Jahre Leid geben für euch,
bevor es Sinn macht, sich da Unterstützung
zu holen. Wir haben nochmal so zehn typische
Vorurteile, Annahmen zusammengestellt,
die wir online
häufig gefunden haben und die
uns auch Paare häufig genannt haben,
dass sie das abgehalten hat, sich
früher zu melden. Die können wir mal nochmal
auf die Schnelle durchgehen und kurz mal
unsere Meinung dazu mit reingeben.
Das erste ist, nur kranke Paare
brauchen eine Therapie, also
krank, so in Anführungsstrichen.
Ja, das ist halt schwierig. Also krank
ist ja eh schon ein Ausdruck, den ich
schwierig finde. Und wer braucht Therapie?
Ja, jeder, der meint, der
braucht Therapie, der braucht
Unterstützung. Das ist ja auch ein individuelles
Empfinden. Also das ist ja wie mit der
Gesundheit. Dann gehe ich zum Arzt, wenn ich
krank bin oder gehe ich zum Arzt, wenn ich
etwas optimieren möchte, weil ich merke, ich fühle mich vielleicht nicht
so wohl. Ich möchte einen anderen Lebensstil haben.
Deswegen finde ich immer,
das ist halt sehr schwarz-weiß.
Ja, bei uns intern heißt das eigentlich
TCT. Wir nennen das Therapie,
Coaching, Training, weil wir
alles drei bei uns immer haben. Wir haben
einen Therapieanteil, wo wir die
Vergangenheit aufarbeiten und emotionale
Verletzungen nachhaltig verarbeiten.
Wir haben einen Coaching-Anteil,
wo es darum geht, viel
über Kommunikation, neue
Fähigkeiten darüber zu erfahren
und das im Alltag anzuwenden.
Und das ist der Trainingsanteil, wo
wir Übungen haben, die die Paare
zu Hause quasi machen, Reflexionsgespräche,
schauen, wie funktioniert das,
auf den richtigen Rahmen, richtige Bereitschaft
achten, mal einen stimmigen Kompromiss
miteinander schließen und wir dann
gemeinsam durchgehen, wie es funktioniert. Das ist
bei uns quasi so eine Kette. Therapie,
Coaching, Training. Das zweite
ist, Therapie ist ein Zeichen
von Schwäche. Auch das finde
ich etwas schwierig,
weil Weiterentwicklung,
sich Hilfe holen, ist meiner Ansicht nach nie
ein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen
von Stärke. Ja, weil man ja
sich selber eingesteht,
dass das nicht erfüllend,
nicht zufriedenstellend ist
und sagt, ich suche mir jemanden, der mich
unterstützt. Der Therapeut wird immer
Partei ergreifen. Das finde ich
sehr spannend. Und da
würde ich sagen, es hängt immer ganz stark natürlich ab,
wie ist der Therapeut ausgebildet, wie geht
der Therapeut oder die Therapeutin selber
ihre eigenen Themen an und mit was für
einem Bewusstsein, mit welcher Methodik wird gearbeitet.
Jemand, der Partei ergreift
in diesem Job, ist nicht professionell.
Meiner Meinung nach. Und natürlich kann es
passieren, dass man im
Prozess merkt, dass man
parteiisch wird. Davon können
wir uns ja trotz guter Ausbildung
nie 100% freimachen.
Professionell ist eben dann, das
auszusprechen. Genau. Und zu sagen, ich bin
da parteiisch oder auch selber das zu merken,
für sich zu reflektieren und
zu prüfen, kann ich mich da wieder rausbewegen?
Falls nein,
sonst auch zu sagen,
ich kann euch da nicht mehr
wirklich gut betreuen, weil ich eine
Teiligkeit spüre und dann im
Zweifelsfall eben eher die
Paartherapie woanders fortzusetzen. Bei uns
intern kann man eben den Coach wechseln,
wenn man das spürt. Und das ist ja auch
ein großer Bestandteil bei uns selber
im Team. Wir haben ein Mentoring-Programm
und um jetzt nicht in die Tiefe zu
gehen, aber jeder Coach von uns
oder fast jeder Coach,
den ich Mentoring begleite,
hat auch Themen bei mir
angegeben, wo er, und die können auch wechselnd
sein, sagt, Mensch Ina, ich möchte
gerne momentan keine Paare,
zu dem und dem Thema gerade aufnehmen.
Weil das ist ein Thema, wo ich selber dran arbeite,
da kann ich nicht gut begleiten. Und das
ist auch wichtig, dass wir das wissen und da
sind wir auch sehr gerade mit und sagen,
das beachten wir auch bei der
Vergabe und so weiter. Das Vierte
ist, Probleme lösen sich von selbst.
Therapie ist überflüssig.
Nehmen wir wieder den Körper. Also wenn ich,
beim Beinbruch kann ich das nicht machen.
Also vielleicht wenn ich mir einen kleinen Ratscher hole,
kann ich sagen, das Problem löst sich
von selbst. Da brauche ich kein Pflaster, keine Creme.
Das wird von alleine heilen. Ist
in Ordnung. Der Beinbruch eben nicht.
Und natürlich kommen wenige zu uns, weil
sie irgendwie sich eine kleine Wunde gezogen haben,
sondern die meisten, die sind halt,
haben ein Bein gebrochen, manchmal beide Beine,
manchmal noch beide Arme. Also da ist echt
viel, was zu tun ist.
Da macht es wirklich Sinn, diese
Probleme lösen sich nicht mehr von selbst.
Also das ist auch immer ein Prozess, der vorgeht.
Also da ist ja nicht, dass
ein Problem, wir können es heute
Abend nicht entscheiden, wo wir Essen geben wollen.
Das sind nicht die Probleme, um sich Menschen
bei uns melden. Da haben wir Nummer 5. Es bringt
sowieso nichts. Wir reden ja schon über
alles. Viele reden, das ist super.
Also das ist eine richtig gute Grundlage.
Nichtsdestotrotz wird man dabei
wahrscheinlich merken, dass man sich bei
Themen im Kreis dreht, nicht konstruktiv
vorankommt. Und die
Art und Weise, wie wir über Dinge
reden, die ist halt entscheidend.
Über vieles reden ist gut. Das ist eine wichtige
Grundlage. Ist schon nicht schlecht.
Die Frage ist, redet man auch wirklich
über alles? Viele Paare
merken dann, dass sie doch einige
Themen haben, die sie bewusst ausgelassen
haben. Und wie gesagt, die Art und Weise
über Dinge zu reden, ist halt ganz
entscheidend. Wie schließe ich zum
Beispiel einen stimmigen Kompromiss, der
sich wirklich für beide gut anfühlt
und keiner das Gefühl hat,
ich musste verzichten.
Und das haben wir typischerweise so
nicht gelernt. Also schließen wir
Kompromisse auf eine andere Art und Weise,
die uns später mal auf die Füße fallen
kann. Typischerweise fallen mir sofort
die Paare ein, die sich bei uns immer melden
nach dem Thema Affäre und sagen, wir haben schon so viele
sehr, sehr gute Gespräche geführt.
Super, wir können sehr viel jetzt. reden. Wir drehen uns im Kreis. Wir brauchen
jetzt da nochmal Hilfe bei diesem Punkt
im Gespräch. Paartherapie
ist nur für Ehekrisen.
Naja, also man muss nicht in der Ehe sein,
um eine Krise zu haben. Wir haben auch Paare,
die nicht verheiratet sind, logischerweise.
Und wir haben auch Paare, die sich präventiv melden.
Also die sagen, wir würden
nicht von uns sagen, wir sind in einer Krise.
Das geht nicht um alles oder nichts.
Wir haben noch nie irgendwie über Trennung gesprochen.
Aber wir fühlen so erste Unstimmigkeiten.
Wir fühlen erste Streitigkeiten.
Wir möchten das verändern.
Und besonders schön finde ich immer, wenn die Paare
quasi Lebensereignisse vor sich haben und sagen,
wir möchten davor unser Fundament
stabilisieren. Also wenn Paare sagen,
wir sind verlobt, wir wollen nächstes Jahr
heiraten und wir wollen unser Fundament stabilisieren.
Oder wir haben entschieden, dass wir
nächstes Jahr in die Kinderplanung einsteigen und das losgeht.
Wir wollen vorher nochmal unser
Fundament komplett stabilisieren, dass wir da
richtig gestärkt reingehen. Das sind
natürlich schöne Situationen.
Das wäre eigentlich das Optimum
aus unserer Sicht, wenn wir immer
an dem Punkt wären und Paaren
da schon helfen könnten, dass man
dafür sorgen kann, dass sie gar nicht
erst in eine Krise später hineinrutschen
und auf so herausfordernde neue
Phasen, wie das Elternwerden,
dann so sehr stabil vorbereitet
sind. Siebtens, wir müssen alles
vor dem Therapeuten bloßstellen.
Ja, man muss natürlich schon
sehr in der Tiefe sprechen. Man merkt das aber auch,
dass die Paare da sehr schnell so offen bei uns sind.
Und natürlich gibt es Themen,
da brauchen wir nicht in Details gehen,
um die Verletzungen zu lösen.
Ich hatte das ziemlich in der Anfangszeit mal,
da als wir Paare noch vor Ort hatten,
da mochten die etwas nicht aussprechen,
was passiert ist. Und wir
haben ja im ersten Schritt, dass man objektiv
beschreibt, was passiert ist
und dann das Gefühl, was entstanden ist.
Und da wurde das auf einen Zettel geschrieben,
was objektiv passiert ist, dass der andere
das sehen kann. Und dann haben wir begonnen,
über das Gefühl zu sprechen, das Gefühl zu lösen.
Weil um die Verarbeitung
zu begleiten, muss ich nicht mal
wissen, was passiert ist. Du hast den Zettel gar nicht gesehen.
Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich weiß bis heute nicht.
Ich habe keine Ahnung, was bei denen passiert ist, aber ich konnte
die Verletzungen mit denen verarbeiten.
Das ist beim Arzt ja ähnlich. Der muss
nicht wissen, warum das Bein gebrochen wurde
und was da genau passiert ist. Der sieht
im Prinzip, das Bein ist gebrochen, kann das
analysieren und damit helfen. Das ist bei
uns ähnlich. Also wenn da was wirklich
schambehaftetes ist, wo das Paar
sagt, das möchten wir selbst dem Therapeuten
nicht inhaltlich sagen, dann
könnten die sich theoretisch das auch mit einem Zettel
einfach zeigen, dass der andere im Bilde ist,
welche Situation genau gemeint ist, welches
Verhalten das ausgelöst hat. Und dann setzen
wir beim Gefühl an. Achtens
man muss jahrelang hingehen, um
Ergebnisse zu sehen. Ja, das ist vielleicht ein
Bild, was aus der klassischen Therapie
so da ist, wo man viel hört, dass Menschen
eben jahrelang in Therapie sind,
um Themen aufzuarbeiten. Bei uns
haben wir nur einen typischen Begleitungszeitraum
von vier, fünf Monaten, wo man
intensiver zusammenarbeitet
und dann drei Monate Auslaufphase,
wo man sich immer wieder
bei Bedarf noch kurz an uns wendet
über WhatsApp oder über Sprechstunden,
aber wo man nicht
mehr in den tiefen Gesprächspartnern
drin steckt. Natürlich haben wir auch Paare,
die mal ein Jahr bei uns sind.
Das kommt aber auch immer darauf an, was bei denen passiert
ist, wie lange sind die zusammen und welchen
Anspruch haben die auch daran, das zu lösen.
Manche Paare gehen dann nach drei, vier, fünf
Monaten raus und sagen, Krise ist überwunden,
wir bleiben zusammen, fühlt sich gut an.
Manche sagen, ja, Krise ist überwunden,
wir bleiben zusammen, aber jetzt gehen wir nochmal richtig
in die Tiefe. Wir wollen nochmal aufs
nächste Level kommen und bleiben dann da.
Und wir haben auch Paare da, die
sind manchmal wirklich jahrelang da,
aber die
finden das gut, die sagen so, alle drei
Monate, so ein Update-Termin für eine Stunde,
finden wir total gut, um zu gucken,
sind wir auf Kurs,
haben wir irgendwas, was wir
doch nicht ausgesprochen haben,
weil wir uns nicht getraut haben. Also die nutzen
das so als Sicherheitsanker für sich, alle drei
Monate eine Stunde, um da einfach
für sich ein gutes Gefühl in Sicherheit zu kommen,
das abzudaten, genau.
Das Neunte ist, der Therapeut
sagt uns genau, was wir tun sollen.
Finde ich auch spannend, den Punkt.
Natürlich haben wir unseren Werkzeugkoffer,
auf den wir zurückgreifen, ganz individuell,
also zu schauen, was braucht das Paar und geben
da auch Hinweise oder unsere Aufgabenstellung
zum nächsten Mal geben wir mit.
Aber letztendlich, wir haben
ja nicht ein Paar, was wir sozusagen klonen,
sondern es ist komplett
individuell. Das muss ja
für das Paar stimmig sein,
für das Paar in
deren Leben, und das ist ja nicht mein Leben,
das heißt, wir haben
unseren, ein Anteil davon ist der klare
Ablauf, wie wir Verletzungen lösen und so weiter.
Wie wir methodisch vorgehen und alles
andere ist sehr individuell und
keiner sollte etwas tun, was
er nicht aus Freiwilligkeit macht, was nicht
authentisch ist, weil wir müssen immer
das finden, womit das Paar glücklich ist
und wenn man sich in den Prozess
auch eingroovt, dann findet man das auch
und dann fühlt sich das auch für alle gut an.
Das ist bei uns der Coaching-Anteil,
dass wir eher Methodiken vermitteln,
wo das Paar prüfen kann,
können wir damit gut arbeiten, fühlt sich
die Methodik für uns stimmig, sinnvoll
an, ein gutes Werkzeug.
Und wenn ja, dann werden damit
ja die Paare befähigt, diese
schweren Entscheidungen oder
stimmige Kompromisse und so weiter
selbst für sich zu finden.
Darum geht es ja, dass man das selber finden kann,
weil das ist ja auch ein
Ziel, dass wir eben, wenn wir
irgendwann durch sind, wir auch wirklich durch
sind. Also auch wenn die Paare nett
und sympathisch sind, wollen wir sie im
beruflichen Kontext auf jeden Fall nicht wiedersehen
und sagen, im besten
Fall sind sie dann an einem
Punkt, wo sie diese Themen durch
die Werkzeuge, die wir mit reingeben,
dann immer selber gute Lösungen für
sich finden können. Der letzte Punkt ist
Therapie heißt stundenlang über Gefühle
reden ohne echte Lösungen.
Das ist ein Punkt, den habe ich schon häufiger gehört.
Dieses Reden ohne Konzept.
Und das kann man ja allen immer nur mitgeben,
wenn man sich Hilfe holt. Wie bei
so vielen Sachen, finde ich, sollte man schauen,
gibt es ein Konzept, gibt es eine Methodik?
Es hört sich immer schön an, wenn jemand sagt,
wir machen das alles so nach Gefühl. Ja, aber
ich möchte ja nicht nach dem Gefühl des anderen reden.
Ich brauche Hand und Fuß. Und dass jemand einen
Fahrplan hat. Weil ich bin ja in der Krise
dann und dann brauche ich jemanden mit einem Fahrplan.
Das heißt, die Paare vor uns
wissen ganz genau, was wir das nächste
Mal machen, wie unser Vorgehen ist
und dass wir lösungsorientiert arbeiten.
Wir haben einen Punkt, wie du eben schon sagtest, wo wir hinwollen.
Wir haben am Anfang eine Zielvereinbarung
und die wollen wir
erreichen. Das heißt, es
wird natürlich sehr viel über Gefühle gesprochen.
Die sind ein großer Anteil unserer Arbeit. Die sind auch
wichtig zum Verständnis fürs Paar
untereinander. Aber wir brauchen auch
ein Ziel und eine Lösung am Ende.
Und wir leiten das eben an.
Wir leiten das an, wie man über
die Gefühle spricht. Dass wir auch
über echte Gefühle sprechen,
nicht über Schlussfolgerungen. Viele Menschen
sprechen ja eher über Schlussfolgerungen
als seines Gefühle. Ich habe mich übergangen
gefühlt, ist kein Gefühl.
Ich bin traurig, ist ein Gefühl.
Das kann man natürlich noch verstärken.
Man kann immer eben gut fragen,
wenn man in einem Erstgespräch
sich befindet, bei uns, aber natürlich
genauso bei anderen, um zu prüfen, ob das der
richtige Weg ist. Wie ist die Methodik?
Wie ist der genaue Fahrplan? Wie werdet ihr ganz genau
mit uns vorgehen? Wie ist die Erfahrung?
Und dann kann man das prüfen.
Normalerweise jemand, der gut ausgebildet ist,
der kann ziemlich genau sagen, was in den nächsten Sitzungen
alles passieren wird. Also wir können das
ziemlich gut, wenn keine großen Überraschungen
kommen, die nicht genannt worden sind. Aber wenn ich
mit einem Paar eine Stunde Erstgespräch hatte,
dann kann ich ziemlich genau sagen, was in den nächsten
Sitzungen alles passieren wird und wie wir vorgehen.
Weil die Fragen darauf ausgerichtet sind
und weil wir eben
entsprechende Bausteine haben, wo wir
sagen, okay, wenn das vorliegt, dann nehmen wir das.
Wenn das vorliegt, nehmen wir das. Und wenn das vorliegt,
dann nehmen wir das. Weil da immer passende
Bausteine dazu da sind, passende Methodiken,
die zu bestimmten Thematiken
und Dynamiken passen.
Das zweite ist Erfahrung. Wie viele
Paare zu diesem Thema
hat man schon begleitet? Wir haben zum Beispiel über
1300 Paare inzwischen im Team begleitet
und dabei haben sich natürlich Schwerpunkte entwickelt,
auch bei einzelnen Coaches. Bei dir hat sich
der Schwerpunkt Affäre, Fremdgehen und
Trennungsbegleitung zum Beispiel entwickelt. Ebenso wie
das Thema Familie, Kinder,
Erziehung natürlich auch durch deine Ausbildung
und so weiter. Bei
anderen haben sich ganz andere Schwerpunkte
gebildet, sodass man da natürlich auch
bei uns wie so ein bisschen
Fachärzte, Fachtherapeuten hat,
die für bestimmte Themen einfach echt
in der Tiefe sind. Der nächste ist
optimal geeignet, wenn es Patchwork-
Konstellationen sind. Der nächste liebt Einzelcoachings
und sagt, Mensch, wenn da so Themen
aus Kindheit und vorherigen Beziehungen
mitgebracht worden sind, da gehe ich gerne
rein und so weiter.
Und so gibt es da eben bestimmte Schwerpunkte.
Und das letzte ist eben der Rahmen
und der Prozess, dass Termine
richtig eingehalten
werden, dass man pünktlich ist,
den Termin nicht verschwitzt. Wir haben alle schon gehört,
dass das passiert ist, dass man vor der Praxis
stand und der Therapeut
war nicht da, dass man wirklich auch
Termine in einem guten Abstand
geben kann. Bei uns immer zwei bis drei Wochen
und nicht alle paar Wochen,
alle zwei bis drei Wochen soll
ein Termin stattfinden, dass man sich wirklich
im Flow fühlt, dass Weiterentwicklung
entsteht, dass aber trotzdem der Alltag passt
und dass man eben auch eine
parallele Begleitung hat. Wir sind
auf Paare in der Krise spezialisiert.
Das heißt, wir sind jederzeit per WhatsApp
erreichbar, schreiben Zeitner
zurück oder schicken Sprachnachrichten zurück.
Wir haben Sprechstundentermine zwischendurch.
Wir machen das über die eigentliche
Paartherapie hinaus, damit man bei uns
noch den Draht zu uns hat,
wenn kleine Unsicherheiten entstehen.
Wir haben sehr viel Qualitätssicherung,
Mentoring, Supervision,
gemeinsame Masterminds.
Ich habe letztens jemanden, ob
das Paar schon mal Dr. House gesehen hat,
die Serie, da gibt es immer so,
dass sie die Fälle besprechen. Dann kommen die ganzen Ärzte zusammen
und dann wird analysiert und wie kann man
den Menschen helfen? Das haben wir ja auch,
dass wir alle zusammenkommen und
überlegen, wie wurde das gelöst?
Wie war der Fall? Was ist hier das Beste?
Wie hast du das geschafft? Wie können wir hier besser
vorgehen? Und so lernen wir stetig
und das ist eine große Besonderheit bei
uns, weil die meisten Paartherapeuten
ja einzeln unterwegs sind. Vielleicht ab und zu
mal auf einer Tagung oder Weiterbildung
irgendwie mal einen Austausch haben.
Aber wir haben das immer und immer wieder.
Ja, wir hoffen, wir konnten euch ein bisschen mitnehmen und einige Vorurteile und Annahmen lösen und verändern,
sodass, wenn ihr das Gefühl habt, ihr seid in der Krise, ihr seid am Zweifeln, ob ihr eine Paartherapie machen solltet oder nicht,
ob euch das wirklich helfen kann, ihr jetzt vielleicht ein besseres Gefühl habt und diesen Weg gehen könnt,
damit ihr möglichst schnell rauskommt aus der Krise, aus dem Leid und für euch dann echte Lösungen finden könnt.
Wir freuen uns sehr, wenn ihr euch dann bei uns meldet.
Ansonsten, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder dabei seid, freuen wir uns natürlich auch sehr.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Bis zum nächsten Mal.
Podcast Summary
Key Points:
Das Beispiel vom Boxen zeigt, dass ein Handtuchwerfen ein klares Ende der Krise signalisiert und keine weiteren Runden mit Streit verursachen sollte.
Viele Paare verweilen jahrelang in der Krise, weil sie Angst vor Verurteilung haben und sich nicht für eine Therapie entscheiden, obwohl sie Unterstützung brauchen.
Paartherapien sind nicht nur für ehemalige Ehepartner, sondern auch für Paare in frühen Konflikten oder vor Lebensereignissen wie Elternwerden, um ein stabiles Fundament zu schaffen.
Es gibt weitverbreitete Vorurteile, wie dass Therapie ein Zeichen der Schwäche ist oder Probleme sich von selbst lösen, was wissenschaftlich und praktisch nicht zutrifft.
Paartherapeuten arbeiten methodisch, lösungsorientiert und mit klaren Zielen, nicht nur auf Gefühle, sondern auch auf konkrete, nachvollziehbare Ergebnisse.
Die Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen, offener Kommunikation und einem entspannten, empathischen Halt, der verhindert, dass Wunden neu aufgerissen werden.
Therapien sind individuell angepasst, und ein Teil des Prozesses besteht darin, dass Paare selbst ihre Lösungen finden, nicht von einem Therapeuten „bestimmt“ werden.
Eine frühzeitige Intervention hilft, die Krise zu brechen und das Leid zu vermeiden, anstatt es Jahrzehnte zu verlängern.
Summary:
Mehrere Vorurteile über Paartherapien werden in diesem Podcast aufgezeigt und kritisch hinterfragt. Das Beispiel vom Boxen verdeutlicht, dass ein Handtuchwerfen ein klares Ende der Krise signalisiert und die Verzögerung, bis der andere zum Handtuchwerfen kommt, die Krise verlängert. Viele Paare verweilen jahrelang in der Krise, weil sie Angst vor Verurteilung und Scham haben und ihre Beziehung nicht öffnen.
Es wird betont, dass Paartherapien nicht nur bei schweren Ehekrisen oder Trennungen sinnvoll sind, sondern auch viel früher, z. B. vor Lebensereignissen wie der Kinderplanung, eingesetzt werden können, um ein stabiles Fundament zu schaffen.
Vorurteile wie „Therapie ist Schwäche“ oder „Probleme lösen sich von selbst“ werden widerlegt. Stattdessen wird ein strukturierter, lösungsorientierter Ansatz dargestellt, bei dem Gefühle und Emotionen ausführlich verarbeitet, aber auch konkrete Ziele und Fahrpläne festgelegt werden. Der Fokus liegt auf Empathie, hoher Transparenz und dem persönlichen Wohlgefühl der Paare.
Therapeuten arbeiten nicht als Partei, sondern als neutraler Begleiter, der Methoden vermittelt, damit die Paare selbst Lösungen finden können. Eine frühzeitige Intervention ist entscheidend, um das Leid zu vermeiden und echte Verbesserungen im Beziehungsleben zu erreichen. Die Podcast-Redaktion betont, dass viele Paare durch die Gespräche Vertrauen gewinnen und bereit sind, die Therapie frühzeitig zu beginnen.
FAQs
Viele Paare vertrauen nicht auf externe Hilfe und halten sich an alte Muster. Die Angst vor Verurteilung oder Schwäche führt dazu, dass sie lange warten, bis sie endlich bereit sind, Hilfe zu suchen.
Das Boxbeispiel zeigt, dass wenn einer das weiße Handtuch wirft, das Ende der Konfliktsituation klar ist. Es ist ein klares Signal, dass weiteres Streiten sinnlos ist und die Partnerschaft ein Ende hat.
Nein. Auch Paare, die nicht verheiratet sind, oder die präventiv eine Therapie suchen, können davon profitieren. Die Therapie hilft bei allen Arten von Beziehungsproblemen.
Vorurteile wie 'Therapie ist Schwäche' oder 'Probleme lösen sich von selbst' werden durch klare, professionelle und empathische Beratung aufgeklärt und durch echte Lösungen ersetzt.
Wir vereinen Therapie, Coaching und Training. Dabei arbeiten wir mit klaren Zielen, Methoden und Fahrplänen, um gemeinsam Lösungen zu finden, die authentisch und nachhaltig sind.
Das ist ein klares Zeichen, dass das Ende der Krise erreicht ist. Es bedeutet, dass keine weiteren Runden mehr stattfinden und der andere Partner ebenfalls die Verantwortung für die Entscheidung übernimmt.
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