Was die dunkle Jahreszeit mit Beziehungen macht und was man dagegen tun kann
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Die dunkle Jahreszeit wirkt oft belastend auf Beziehungen, da kürzere Tage, weniger Aktivitäten und eine niedrige Grundstimmung die Reizbarkeit erhöhen. Dies führt zu häufigen Konflikten, da emotionale Verletzungen unverarbeitet bleiben und sich im Inneren anhäufen. Diese „Deckel“ aufrechterhalten, wie z. B. durch Meditation, Spaziergänge oder Freizeitaktivitäten, ist kurzfristig wichtig, um den emotionalen Akku zu heben. Doch eine nachhaltige Lösung erfordert die Suche nach Ursachen von Konflikten, etwa aus der Kindheit oder frühen Beziehungen, die dann aktiv aufgelöst werden. Durch chronologische Reflexion von Konflikten kann das Fundament der Beziehung gestärkt werden. Gleichzeitig helfen kleine, tägliche Maßnahmen wie die „Tut-mir-gut-Liste“, selbst kleine Momente des Glückes und der Dankbarkeit zu erkennen und zu genießen. So können Paare auch in der dunklen Jahreszeit glücklicher und harmonischer zusammenleben, indem sie sowohl kurzfristige Aufklärung als auch tiefere Wurzeln der Beziehung betrachten.
Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge der Lebensiderlisten.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Und wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen Paaren dabei raus aus der Krise
hin zu einer glücklichen und harmonischen Beziehung.
In dieser Folge soll es um die dunkle Jahreszeit gehen
und was die dunkle Jahreszeit mit Beziehungen macht,
warum in der dunklen Jahreszeit vermehrt Konflikte auftreten
und wie ihr genau das verhindern könnt
und harmonischer, glücklicher und zufriedener als Paar durch die dunkle Jahreszeit gehen könnt.
Wir wünschen dir ein frohes neues Jahr.
Einen guten Start ins neue Jahr, genau.
Denn diese Folge erscheint.
Direkt Anfang Januar 2021.
Und heute tatsächlich nehmen wir die Folge auf bei wunderschönen Sonnenscheinen draußen,
was nicht die Regel hier in Norddeutschland ist im Dezember.
Von daher, oder auch nicht im Januar.
Von daher haben wir heute eigentlich einen sehr schönen Tag
und wir merken, dass die Energie voll da ist.
Aber die dunkle Jahreszeit macht halt bei vielen von uns eine, ja,
nicht ganz so wünschenswerte,
sondern auch eine sehr wünschenswerte Wirkung.
Genau, so eine dunkle Jahreszeit, das kennt ihr ja wahrscheinlich auch,
trägt halt immer so dazu bei, dass man das Gefühl hat,
die Tage sind ja natürlich auch kürzer,
man geht nicht mehr viel raus,
man unternimmt nicht so viel,
jetzt zu Corona-Zeiten ja sowieso nicht.
Aber ja, man hat das Gefühl, man geht im Dunkeln zur Arbeit
und kommt im Dunkeln nach Hause
und es bleibt einem nicht mehr viel vom Tag übrig.
Und das macht bei vielen Menschen den Effekt,
dass man schneller gereizt ist,
genervt ist,
und das wirkt sich natürlich auch auf den Umgang mit dem Partner
oder der Partnerin aus.
Weil wenn ich gereizt bin und genervt bin,
dann bist du meistens die nächste Adresse, wo es ankommt.
Das stimmt, zum Glück passiert das nicht ganz so häufig.
Ja, und diese niedrige Grundstimmung, die dann herrscht,
die sorgt einfach für mehr Paarkonflikte.
Man ist schneller genervt, man ist reizbarer
und lässt das dann immer wieder.
Man ist immer mal wieder am Partner einfach aus
oder lässt den Partner spüren.
Und das kann dazu führen,
dass derjenige den anderen mit runterzieht
oder im besten Fall hat einer von beiden natürlich gute Energie
und kann den anderen ein bisschen mit hochziehen
oder beide haben einfach eine solide Grundstimmung
trotz des Wetters und trotz der dunklen Jahreszeit.
Dennoch ist das so, dass viele eher das Gefühl haben,
dass ein gewisser Ausgleich fehlt
und dadurch der Akku immer leerer wird.
Genau, das Leben ist immer leerer.
Im Sommer fühlt sich, so ist es bei mir jedenfalls,
deutlich leichter an.
Also im Winter zur dunklen Jahreszeit, finde ich,
fühlt sich alles ein bisschen schwerer an.
Eine Trägheit.
Ja, genau.
Und das macht bei vielen, dass diese Zündschnur
in Richtung Konflikt, also wann letztendlich Wut, Traurigkeit, Ärger
überkocht und man dann in einen Konflikt gerät,
diese Zündschnur wird kürzer.
Und wir haben uns mal genauer überlegt,
wir haben uns vorher Gedanken gemacht, woran liegt das denn,
dass diese Zündschnur kürzer wird
und man letztendlich schneller in einen Konflikt hineingerät
oder schneller auch schlechte Laune hat.
Und uns ist dabei der Impuls gekommen,
dass die ganzen schönen Dinge, die wir im Sommer haben,
wie jetzt den Sonnenschein, lange draußen sein können,
sich bewegen können draußen,
sich mit Familie, Freunden treffen können
und schöne, also all das, was im Sommer ist,
was immer uns Spaß macht, sind wiederum Hilfestellungen,
alte, nicht abgearbeitete, ungute Gefühle zu deckeln.
Vielleicht erklärst du das noch ein bisschen genauer,
was deckeln heißt.
Genau, also wir gehen davon aus, dass man ein Basisgefühl hat
und in diesem Basisgefühl entstehen Gefühle wie Wut, Ärger, Traurigkeit,
Schmerz, Leid, Angst, solche Gefühle im Kern.
Und das entsteht, wenn man emotional von jemandem
oder von einem anderen zum Beispiel verletzt wird.
Und diese emotionale Verletzung, wenn die nicht richtig aufgelöst wird,
dann bleiben diese Gefühle zurück im Basisgefühl.
Das heißt, da bleibt ein Stück weit Wut hängen,
ein Stück Ärger, vielleicht ein Stück Traurigkeit
oder auch noch eine Angst.
Und wenn das nicht nachhaltig gelöst wird,
dann sammelt sich das immer weiter an.
Das stellen wir uns quasi wie so einen Topf vor,
auf den man dann, damit man nicht tagtäglich von diesen ganzen Gefühlen,
die noch so viel Zeit sind,
die noch so da sind, beeinträchtigt wird,
baut man da einen Deckel drauf.
Und diesen Deckel festzuhalten, das kostet halt Energie und Kraft.
Und genau, das ist so dieser Deckel, den wir uns vorstellen.
Da gibt es auch viele Sprichworte zu,
die genau das eigentlich im Kern beschreiben.
Wenn man sagt, man lässt Gras drüber wachsen,
die zeilt halt alle Wunden,
da geht man davon aus, dass letztendlich jetzt durch das Verstreichen von Zeit
eine innerliche, eine innerliche, eine innerliche,
ja, eine innerliche Verletzung aufgelöst werden würde.
Aber das ist meistens nicht der Fall.
Also, wenn ich ein gebrochenes Bein habe,
dann ist für mich völlig logisch,
dass ich nicht mit dem gebrochenen Bein einfach so weiterlaufen kann
und sage, die Zeit heilt alle Wunden.
Das wird schon in ein paar Wochen wieder weg sein.
Sondern ich muss irgendwie was dafür tun,
dass das wieder weggeht.
Im Mindestfall vielleicht das Bein ruhig halten,
aber ich gehe zum Arzt und sorge dafür,
dass das Bein eingegipst wird,
dass nochmal geröntgt wird,
dass geguckt wird,
ob noch mehr gemacht werden muss.
Also, ich stelle sicher,
dass dieser Heilungsprozess auch loslaufen kann.
Und das ist letztendlich bei unseren Gefühlen,
in der Gefühlswelt,
gerade bei diesen Basisgefühlen,
ist das genauso.
Wir müssen irgendwie das Ganze starten,
dass diese Gefühle auch gelöst werden.
Genau.
Und ich glaube in Partnerschaften,
oder ich weiß, dass in Partnerschaften
es häufig halt natürlich zu Verletzungen kommt
und dass der Alltag,
den man dann sich aufbaut,
oder der,
der einfach immer voranschreitet,
natürlich es auch sehr gut zulässt,
dass man Deckel baut.
Also, dass man Sachen verschiebt,
dass man das versucht wegzudrücken.
Ja, das klappt im Sommer besser.
Und im Winter,
wenn dann die besinnliche Zeit kommt,
wenn der Druck auch von der Gesellschaft so kommt,
jetzt kommen wir alle zur Ruhe,
jetzt zu Corona,
natürlich noch,
wir bleiben alle zu Hause,
dass da dann so Gefühle eher hochploppen.
Ganz grundsätzlich ist es ja so,
und durch Corona,
durch Corona verstärkt,
dass uns einfach im Winter,
das ist so der Impuls,
den wir hatten,
dass uns im Winter
die Hilfestellungen beim Deckeln
ein Stück mehr wegfallen.
Also,
ein schöner Spaziergang,
draußen in der Sonne sein,
einen schönen Grillabend mit Freunden haben,
das sind ja auch alles so Dinge,
die uns dabei helfen,
diesen Deckel aufrecht zu erhalten.
Sind wir mit Freunden viel zusammen,
denken wir nicht ganz so viel
über unsere Gefühle nach.
Wenn die Sonne scheint,
fühlt man sich positiver.
Wir fühlen uns leichter,
und so weiter.
Und auf einmal wird es halt im Winter,
wenn es grau draußen ist,
kalt und nass,
und man viel zu Hause eher ist,
dann haben wir ja den Effekt,
den wir auch jetzt gesehen haben,
im Eintreten des letzten Winters,
dass die Corona-Zahlen
deutlich nach oben gehen,
aus vielen Gründen.
Und genauso ist das
mit unserer Gefühlswelt,
dass auf einmal die Kraft,
die wir brauchen,
um den Deckel aufrecht zu erhalten,
schwerer wird.
Also es kostet mehr Energie.
Und wenn wir dann
für die Menschen,
für diese Energie
nicht durch Sonne und Spaß und Freude
unseren Akku wieder aufladen können,
dann wird die Zündschnur
halt dadurch irgendwann kürzer.
Und es passiert immer schneller,
dass Wut und Ärger zum Vorschein kommen.
Genau, und dann entsteht
so eine typische Konfliktspirale,
dass wenn man erstmal negativ,
in einer negativen Stimmung ist,
dass man sich die Bälle sozusagen
gegenseitig in der Partnerschaft hinzuwirft.
Der eine fängt an,
der andere verletzt zurück,
und dann entsteht
so ein ganz unangenehmes Ping-Pong-Spiel.
Ja, wir haben vorhin gesagt,
wir haben für euch nun
einmal eine Reihe von Tipps zusammengestellt.
Was könnt ihr tun,
um auch in der dunklen Jahreszeit
euren Akku weiter aufzuladen?
Aber auf der anderen Seite,
was wäre denn die grundsätzliche Lösung
für das Thema?
Denn letztendlich
macht es wenig Sinn,
dafür zu sorgen,
zumindest dauerhaft,
diese Deckel gut aufrecht zu erhalten.
Natürlich ist das erstmal
zeitlich gesehen,
also akut sinnvoll,
seinen Deckel gut aufrecht zu erhalten.
Aber wenn man jetzt mal
über einen langfristigeren Zeitraum nachdenkt,
dann macht es Sinn,
dafür zu sorgen,
dass man möglichst wenig
in seinem Topf drin hat.
Genau.
An unguten Gefühlen.
Ja, wenn ich also merke,
was sind meine Themen,
die immer wieder hochkommen,
was sind die unguten Gefühle,
was sind unsere Konfliktthemen als Paar,
das anzugehen
und die Prägungen und Themen
und Konflikte aufzulösen aktiv.
Also in dem Sinne,
wenn es so stark ist,
dass ich das Gefühl habe,
ich komme da oder wir kommen da als Paar nicht mehr,
ich komme nicht mehr selber raus,
dass man sich Hilfe sucht
und sagt, wir gehen die Themen jetzt an,
damit wir einmal so einen Cut machen
und einmal von vorne anfangen,
ein Fundament aufbauen,
auf dem wir eine gute Beziehung stellen können.
Genau, das machen wir in unserer Arbeit ja so,
dass wir an den Punkt zurückkehren,
wann war es mal gut.
Gerade wenn man sich ein spezielles Thema anschaut,
was einen belastet,
dann gibt es typischerweise
irgendwann den Punkt im Leben
diese Belastung durch dieses Thema noch
Und irgendwann kommt ja der Zeitpunkt, wo es auf einmal nicht mehr gut ist, wo man das erste Mal spürt, dass diese Belastung entsteht. Und das ist typischerweise der Punkt, an dem eine emotionale Verletzung stattgefunden hat und irgendetwas passiert ist, warum das einmal ein belastendes Thema geworden ist.
Und das ist der Punkt, wo wir ansetzen, wo wir die Ursache dafür sehen, dass heute diese Wirkung da ist, nämlich dieses belastende Gefühl. Und das ist die Ursache, wo wir ansetzen, um das Ganze zu lösen.
Und das ist eine aus unserer Sicht, aus unserer Erfahrung sehr nachhaltige Methodik, um nicht immer wieder die Wirkung sich anzusehen und immer wieder zu schauen, wie kann man die Wirkung irgendwie verdrängen oder gut verarbeiten,
sondern, wenn es um eine langfristige und nachhaltige Lösung geht, dafür zu sorgen, die Ursache zu finden und an der Ursache anzusetzen, diese zu lösen.
Das können Dinge sein, die in der Kindheit stattgefunden haben, das können Sachen sein, die in vergangenen Beziehungen, in der Schule mit Freunden, mit Arbeitskollegen passiert sind.
Die Chancen, verletzt zu werden und das nicht nachhaltig zu verarbeiten, sind jeden Tag einfach da.
Und in jedem.
In jeder Alltagssituation.
Genau. Und konkret jetzt in einer Beziehung würde man schauen, wann war es mal gut, wann sind die ersten Konflikte aufgetaucht und würde das dann abarbeiten chronologisch.
Genau.
Genau. Und so würde man nämlich durch dieses chronologische Abarbeiten Schritt für Schritt die unguten Gefühle aus dem Topf herausholen, ohne dass man konkret darüber sprechen muss, in welchem Leid man sich befindet, sondern das Bild ist ja bei uns, dass wir den Deckel draufhalten und so die unguten Gefühle.
Und irgendwann, wenn keine Impulse mehr kommen, dann machen wir den Deckel sozusagen mal auf und schauen dann wirklich rein und sehen, da ist nicht mehr viel übrig geblieben an unguten Gefühlen und jetzt brauchen wir die Kraft für diesen Deckel nicht mehr.
Genau. Das wäre die nachhaltige Lösung, der langfristige nachhaltige Ansatz, um in diesen dunklen Jahreszeiten, in dieser Phase gar nicht mehr so stark in dieses Tief, in diesen Stress.
Und so weiter hinein zu geraten.
Dann gibt es natürlich auch noch auf den oberen Ebenen, sagen wir ja immer, auch Sachen, die man tun kann, die einem gut tun, also um so ein bisschen durch diese dunkle Jahreszeit zu kommen.
Erklär nochmal kurz obere Ebenen.
Also obere Ebenen. Also wir sagen ja immer beim Coaching, dass wir am Fundament arbeiten von einer Beziehung, also auf der Systemgesetz-Ebene, wo die Verletzungen stattgefunden haben. Und dann gibt es auch noch die oberen Ebenen, zum Beispiel, das ist die Umgebung.
Was man ganz konkret im Alltag sofort verändern könnte, was man sich selber Gutes tun kann. Also auf den Ebenen zu arbeiten, die jetzt nicht so in die Tiefe gehen, die sich nicht um Werte drehen, um Konflikte im Sinne von Risse im Fundament.
Genau, also die obersten Ebenen sind quasi Fähigkeiten, Verhalten, Umgebung, dass man da Dinge durchführt. Und die sind auch sehr hilfreich, wenn wir jetzt wieder das Akkubild nehmen. Die können den Akku wunderbar aufladen.
Ja.
Wenn aber…
Der Kern des Problems, die Ursache, auf der im Fundament liegt, dann können wir noch so auf das Dach sanieren, dann müssen wir trotzdem irgendwann ans Fundament ran.
Zumindest wenn wir eine nachhaltige Lösung haben wollen. Und das ist die Lösung, die wir eben schon präsentiert haben. Ja, stell mal ein paar Tipps auf den oberen Ebenen vor. Jetzt wird's spannend.
Was kann man tun? Also wir haben überlegt, nach der Arbeit eine Pause nehmen. Das ist für viele Menschen ja immer schon so der Drang auf dem Rückweg von der Arbeit zu sagen, okay, ich geh gleich erstmal auf die Couch, ich leg mich erstmal hin.
Dem sollte man dann auch nachgeben. Also wenn ich das Bedürfnis habe, mich hinzulegen, natürlich müssen die Umstände dafür da sein, aber mir etwas Gutes zu tun, dann sollte ich das auch tun.
Eine andere Idee war zu meditieren. Ich mach das ganz gerne immer vor dem Einschlafen. Also es gibt ja auch viele Meditationen, die man ja über den Podcast hören kann, die man ja bequem übers Handy aufrufen kann, die kostenlos sind.
Und da gibt's auch verschiedene Themenunterteilungen zu schauen. Was ist gerade mein Thema vielleicht? Wo möchte ich gerne hin? Ist das zufrieden?
Ist das zufriedenheit? Ist das ruhig und entspannt einschlafen? Das für sich so ein bisschen zu entdecken. Eine andere aktivere Lösung im Entspannungsbereich wäre dann Yoga. Auch da gibt es über YouTube so viele Möglichkeiten schon kostenlos, sich Sachen anzuschauen und aktiv zu werden.
Spaziergänge an der frischen Luft.
Ja, das mach ich auch momentan sehr viel. Also wirklich rauszugehen, diesen Moment zu nutzen, wo es noch hell ist, wenn man das nach der Arbeit noch hat.
Also da aktiv rauszugehen. Weil ich hab gemerkt, dass die frische Luft wirklich nicht zu unterschätzen ist. Also man merkt den Effekt immer abends. Ich war gestern mit unserem Sohn zweieinhalb Stunden im Wald. Ist doch länger geworden als gedacht. Um halb fünf hab ich gesagt, jetzt müssen wir raus aus dem Wald, weil hier gibt's keine Laternen. Und es war echt schon dunkel.
Und ja, da waren wir in der frischen Luft und ich war abends auch. Und er zum Glück ja auch. Total platt. Weil die frische Luft macht was mit einem. Der Sauerstoff, den man da hat. Man ist im Wald alleine, was ja auch zu Corona-Zeiten.
Immer super ist. Man kann ja auch noch eine weitere Person mitnehmen. Wir waren mit meinem Vater unterwegs, sodass man auch nicht komplett alleine sein muss im Wald. Da sind ja auch meistens dann manchmal noch ein paar Fußgänger unterwegs mit Hunden oder so. Aber man hat das Gefühl, man kann sich mal nochmal in einer ruhigen Umgebung, die aber doch irgendwie beschützend wirkt, was Gutes tun.
Und wenn man dann die Möglichkeit hat, seinen Arbeitstag vielleicht auch durch Homeoffice ein Stück flexibler einzuteilen, dann macht es natürlich auch absolut Sinn, wenn die Sonne denn mal draußen ist, das auch zum Beispiel.
Also wenn die Sonne scheint und man hat die Möglichkeit zu sagen, das ist jetzt zwar 10 Uhr vormittags, ich kann aber mal eineinhalb Stunden rausgehen und meinen Arbeitstag hinten raus dadurch ein Stück verlängern, wenn es sowieso dunkel ist, dann drinnen arbeiten, dann ist auf jeden Fall eine Empfehlung, die Sonne zu nutzen.
Denn in dieser dunklen Jahreszeit fehlt uns regelmäßig Vitamin D in ausreichendem Maße, was auch sinnvoll sein kann.
Einfach Vitamin D zu sich zu nehmen. Das machen wir halt auch regelmäßig in den dunklen Jahreszeiten, dass wir Vitamin D-Tabletten nehmen, um da einfach gut versorgt zu sein.
Weil Vitamin D wird im Kern durch die Sonne aufgenommen und das Sonnenlicht fehlt uns hier, zumindest in Norddeutschland, um ausreichend Vitamin D da zu haben.
Ja, weitere Tipps sind natürlich zu schauen, dass man trotz der Corona-Zeit seine sozialen Kontakte aufrechterhält.
Mit den Möglichkeiten, die uns auch gerade die Digitalisierung zur Verfügung stellt.
Wir können FaceTime und Zoom nutzen, wir können mehr telefonieren.
Ich glaube auch Video-Anrufe über WhatsApp sind mittlerweile möglich und so weiter.
Also es gibt so viele Möglichkeiten, das zu tun.
Und warum nicht einfach dafür sorgen, dass man Freunde, Verwandte dann über WhatsApp besucht oder über FaceTime, über Zoom besucht und sagt,
beide machen sich das gemütlich, holen sich was Schönes zu trinken, ein paar Snacks.
Und dann setzt man sich hin und hat dann halt ein, zwei Stunden, die man miteinander einen Videocall macht, anstelle von, dass man sich sieht.
Oder halt, was du eben sagtest, man kann ja auch mit dem Freund oder der Freundin Abstand halten, einen Spaziergang machen und so die frische Luft genießen und somit schöne Dinge kombinieren.
Ein weiterer Punkt sind vielleicht kleine Abenteuer in den Alltag einzubauen, in Form von, dass man mal neue Sachen probiert, vielleicht auch mal verrückte Sachen probiert, die man sonst nicht machen würde.
Also man könnte ja mal in seine Kochbücher schauen und die Rezepte, die man bisher immer als viel zu extravagant und das passt doch alles nicht zusammen abgetan hat,
warum die jetzt nicht einfach mal kochen und gucken, was dabei rauskommt und sich somit zumindest so kleine Mini-Abenteuer dadurch eben in den Alltag einzubauen.
Ja, da fällt mir ein, das fand ich auch ganz lustig.
Ich habe vorgestern, letzte Woche, mich mit einer Freundin getroffen, mit Abstand und alles gut, wir haben etwas zu essen.
Bestellt und haben etwas total Abgefahrenes gemacht, wir haben uns ein Getränk dazu bestellt.
Da gab es nämlich in der, wo wir uns eine Pizza bestellt haben, auch die Möglichkeit, sich so eine Holunder, keine Ahnung, Kugel, Verschnittschorle zu bestellen.
Und das haben wir gemacht und waren ganz überrascht, das war auch mit Eiswürfeln und kam auch alles perfekt an, natürlich leider Plastikgefäß, aber es hatte so ein bisschen was vom Party.
Es war irgendwie komisch, sich mit deiner Pizza und diesem Getränk, was man da ja dazu geliefert bekommen ist, was selbst gemacht war.
Aber es war schon so ein bisschen so ein kleines Abenteuer, wo man gesagt hat, ja, ein bisschen mehr vom Essen gehen.
Wo wir ja wieder bei dem Punkt sind, dass man auch durch die dunkle Jahreszeit, aber jetzt auch durch Corona die Möglichkeit hat, wieder die kleinen Dinge mehr wertzuschätzen und mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit mit den kleinen Dingen im Leben zu erleben.
Ich habe mir auch noch nie vorher ein Getränk irgendwo bestellt, also außer jetzt eine Flasche natürlich, wenn man mal, aber ja nicht selbst gemacht.
Das, was denn als Getränk geliefert worden ist, das war schon irgendwie, aber es war cool, wir haben uns da sehr dran erfreut, also war sehr lustig.
Ja, die Frage ist jetzt, wenn wir jetzt dieses Jahr Corona nicht gehabt hätten.
Ich hätte das nicht bestellt, glaube ich nicht.
Das ist das Spannende, dass jetzt einfach dadurch.
Dann hätte ich gesagt, ja, nee, das macht man doch nur, wenn man essen geht, dass man sich dann was für zu Hause und wir haben ja Getränke hier.
Ja.
Wir hatten ja auch Getränke da, aber wir hatten irgendwie beide Lust mal was Neues, ja.
Und das meinte ich, dadurch wird etwas, was eigentlich gar nicht so spektakulär.
Aber trotzdem zu einem kleinen Midni-Abenteuer und man kann sich über eine Kleinigkeit freuen.
Selbst der, der das gebracht hat, hatte ein Lächeln im Gesicht, als er uns mit Abstand dann dieses Getränk überreicht hat.
Das fand er wahrscheinlich auch schon lustig.
Kann sein, vielleicht hat er sich auch einfach gefreut.
freut, dass er zwei hübsche Blondinen gegeben hat.
Wer weiß.
Genau, drei Sachen haben wir noch,
die man vielleicht tun kann oder die du tun kannst,
um ein bisschen
entspannter durch die dunkle
Jahreszeit zu kommen. Wir haben noch
die Homeworkouts aufgeschrieben,
also ähnlich wie Yoga
gibt es diverse YouTube-Kanäle,
die so 10 Minuten, 15
Minuten Workouts haben, die
wirklich kurz sind. Manche sind darauf ausgelegt,
sich in 10 Minuten mal voll auszupowern.
Auch das ist natürlich was,
was unglaublichen Spaß machen kann.
Oder auch letztendlich
dann ein sogenanntes
6-Minuten-Tagebuch
oder Journal zu führen.
Das
bezieht sich nämlich genau darauf, dass man
meistens
durch geführte
Fragen sich auf
kleine Dinge konzentriert, wie
für welche fünf Dinge heute
bin ich dankbar? Und wenn man
sich auf einen Tag konzentriert
oder auf den vergangenen Tag und sich
dann überlegt, dass ich für fünf Dinge
Dankbarkeit aufschreiben soll,
dann müssen das schon Kleinigkeiten sein,
die man sich da anschaut.
Genauso auch, welches Ziel habe ich heute?
Was möchte ich heute gerne schaffen,
erreichen? Man strukturiert sich dadurch
ein bisschen besser und
man lenkt dadurch den Fokus
mehr auf die positiven Dinge,
auf das, was dich zufrieden und
glücklich macht, wofür du dankbar bist,
weg von den Dingen,
die man eher
gerade nicht machen kann.
Genau. Und das Letzte, was wir haben?
Ja, das ist mal wieder
die Tut-mir-gut-Liste. Das hatten
wir ja schon in meinem anderen Podcast letztes Mal
erwähnt. Also eine Liste zu
schreiben mit Sachen, die einem guttun, ganz
persönlich guttun und davon täglich
ein, zwei, drei Kleinigkeiten
zu nehmen und umzusetzen.
Und da sind wirklich ja, sollten Sachen
draufstehen, die, sag ich mal, nicht viel
Geld, nicht viel Zeit in Anspruch nehmen,
die ich im Alltag super umsetzen kann, die jetzt
nicht so ein 20-Minuten-Ereignis sind,
sondern ein
kleiner Moment im Alltag, wie zum Beispiel
ein schönes Getränk
nehmen und mal kurz hinsetzen
oder baden
gehen oder
die Lieblingszeitschrift lesen, was auch immer.
So Kleinigkeiten zu nehmen.
Ich finde auch, man muss auch mal eine Kombination
nehmen. Also, wenn unser Sohn zum Beispiel
duschen geht,
und das zelebriert er sehr
mit seinen ganzen Spielzeugen und so,
dann hab ich immer so 10 Minuten, 15 Minuten
Zeit für mich, wo ich aber im Badezimmer
bin. Und das ist immer so der Zeitraum,
wo ich mir eine Sache von der Tut-mir-gut-Liste
gerne runternehme, wo ich zum Beispiel
sage, ich mach mir irgendwie eine Gesichtsmaske
oder
mach ein Fußbad oder irgendeine
Kleinigkeit, weil ich halt ins Badezimmer
gefesselt bin, die ich aber in dem Moment für
mich tue, weil mein Sohn oder unser Sohn das
beschäftigt. Aber ich hab danach ein gutes Gefühl.
Ich saß da nicht nur, hab zugeguckt,
sondern ich hab etwas für mich getan.
Und darum geht es, so kleine Ecken im
Alltag zu finden, kleine Momente
zu finden, um sich etwas Gutes zu tun.
Ich finde die Tut-mir-gut-Liste
also da ist ja
erstmal die Herausforderung, die wir immer reinpacken, dass man
sagt, man soll mindestens 100 Sachen aufschreiben.
Und da sind viele immer erstmal
so, oh Gott, 100 Sachen.
Also A, die Auswahl, aber ich finde auch
durch diese Anzahl, die man finden soll,
wird einem nochmal klarer, es geht wirklich um
Kleinigkeiten. Und nicht
eine Tut-mir-gut-Liste mit 10 Sachen und das
erste, was draufsteht, ist drei Wochen Urlaub.
Sondern tatsächlich zu sagen,
ich nehme 100 Sachen und mindestens, und das
sind alles Kleinigkeiten. Und weiterhin
finde ich, ist das immer eine schöne Gelegenheit, um
Dinge, die durch
vielleicht Stress im Leben, zeitliche
Knappheit, von
dem, dass es einem gut tut, weggerutscht
ist, zu einem, ich mach das mal
so nebenbei. Dass man die wieder
zurückholen kann. Wie zum Beispiel, ich nehme
immer den Coffee-to-go.
Dass man eigentlich auf die Tut-mir-gut-Liste
vielleicht schreiben würde, ich genieße
morgens in Ruhe eine Tasse
von meinem Lieblingskaffee zu trinken
und merke dann,
aber im Laufe der Zeit, im Laufe
der Jahre, ist daraus leider nur noch
ein schneller Coffee-to-go während
der Autofahrt oder der Bahnfahrt
geworden. Und ich
mach das nur noch so nebenbei. Und das, finde ich, ist
auch mal eine schöne Gelegenheit, diese Dinge
zurückzuholen und das
Ganze wieder mehr genießen zu können.
Also das kann bei Eltern ja auch
schon sein, ich setze mich hin beim Essen.
Also dieses
nicht ein Brot nebenbei essen,
sondern ich setze mich jetzt mal bewusst hin
und leg das Handy weg und esse
jetzt mal in Ruhe. Ja, das
mal so als
langfristigen Lösungsansatz
für die dunkle Jahreszeit
kombiniert mit
so akuten Tipps. Was kann man auf den
oberen Ebenen jetzt
spontan und direkt tun, um
seinen Akku in der dunklen Jahreszeit aufzuladen?
Wir freuen uns,
wenn du für dich daraus spannende Inhalte
und Tipps mitgenommen hast und das auch
direkt in deinen Alltag
umsetzen kannst. Sollst du Fragen haben,
dann melde dich sehr gerne
bei uns. Wir freuen uns über Fragen,
die wir dann beantworten dürfen.
Wenn dich zum Beispiel die Tut-mir-gut-Liste
besonders interessiert,
dann schau gerne mal bei uns auf der Website.
Wir haben einen sogenannten 5x5-Kurs,
der kostenlos ist und da wird auch
in einem von fünf Teilen
wird die Tut-mir-gut-Liste
nochmal näher erklärt. Da gehen wir mal wirklich
20 oder 30 Minuten intensiv
auf die Tut-mir-gut-Liste ein.
Also da kannst du das Ganze für dich vertiefen, wenn du möchtest.
Wir verlinken das Ganze auch nochmal
in den Shownotes. Super.
Ansonsten freuen wir uns
auf den nächsten Podcast.
Darauf freue ich mich besonders und auf dein Abo, wenn du es da lässt.
Genau. Bis bald.
Bis dann.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Die dunkle Jahreszeit verstärkt Konflikte in Beziehungen, weil kürzere Tage, weniger Aktivität und eine niedrige Grundstimmung die Reizbarkeit erhöhen.
Unverarbeitete emotionale Verletzungen bleiben als „Deckel“ im Inneren und sammeln sich, was zu einer langfristigen Belastung führt.
Im Winter wird die Energie zum Aufbau dieser Deckel reduziert, da Freizeitaktivitäten wie Spaziergänge oder Sonnenlicht fehlen.
Eine nachhaltige Lösung besteht darin, die Ursachen von Konflikten zu erkunden, z. B. aus der Kindheit oder frühen Beziehungen, und diese aktiv zu bearbeiten.
Kleinere, tägliche Aktivitäten wie Meditation, Yoga, Spaziergänge oder die „Tut-mir-gut-Liste“ helfen, den emotionalen Akku in der dunklen Jahreszeit aufzuladen.
Die Kombination aus kurzfristigen Maßnahmen und langfristiger Arbeit an den Wurzeln emotionaler Verletzungen führt zu einer stabilen und glücklicheren Beziehung.
Es ist wichtig, dass Paare gemeinsam auf die ersten Konflikte und Verletzungen zurückblicken, um die Wurzeln von Konflikten zu erkennen.
Dank digitaler Tools können auch soziale Kontakte aufrechterhalten werden, was zur Verbesserung der Stimmung und zum Wohlbefinden beiträgt.
Summary:
Die dunkle Jahreszeit wirkt oft belastend auf Beziehungen, da kürzere Tage, weniger Aktivitäten und eine niedrige Grundstimmung die Reizbarkeit erhöhen. Dies führt zu häufigen Konflikten, da emotionale Verletzungen unverarbeitet bleiben und sich im Inneren anhäufen. Diese „Deckel“ aufrechterhalten, wie z.
B. durch Meditation, Spaziergänge oder Freizeitaktivitäten, ist kurzfristig wichtig, um den emotionalen Akku zu heben. Doch eine nachhaltige Lösung erfordert die Suche nach Ursachen von Konflikten, etwa aus der Kindheit oder frühen Beziehungen, die dann aktiv aufgelöst werden.
Durch chronologische Reflexion von Konflikten kann das Fundament der Beziehung gestärkt werden. Gleichzeitig helfen kleine, tägliche Maßnahmen wie die „Tut-mir-gut-Liste“, selbst kleine Momente des Glückes und der Dankbarkeit zu erkennen und zu genießen. So können Paare auch in der dunklen Jahreszeit glücklicher und harmonischer zusammenleben, indem sie sowohl kurzfristige Aufklärung als auch tiefere Wurzeln der Beziehung betrachten.
FAQs
Die kürzere Tagelänge, der kalte Wetter und der vermehrte Zeitraum zu Hause führen zu einer niedrigen Grundstimmung. Dies macht Menschen reizbar und führt dazu, dass sie schneller gereizt und genervt sind, was sich negativ auf die Kommunikation mit dem Partner auswirkt.
Deckeln bedeutet, dass ungelöste emotionale Verletzungen wie Wut oder Traurigkeit im Hintergrund bleiben, ohne direkt behandelt zu werden. Diese Gefühle werden durch eine Art 'Deckel' abgedeckt, was die Energie für andere Dinge verbraucht.
Man kann die Zündschnur verlängern, indem man durch spürbare positive Aktivitäten wie Spaziergänge oder Yoga die emotionale Energie erhöht. Dies hilft, die Grundstimmung zu stärken und die Reizbarkeit zu verringern.
Ein nachhaltiger Ansatz ist das systematische Abarbeiten von Ursachen für negative Gefühle. Das bedeutet, man identifiziert den ersten Zeitpunkt, an dem ein Konflikt entstanden ist, und arbeitet die zugrunde liegende emotionale Verletzung aktiv auf.
Sonnenschein und Freizeitaktivitäten stärken die positive Stimmung und helfen, den emotionalen 'Deckel' aufrechtzuerhalten. Sie fördern die Wahrnehmung von Freude und Erleichterung, was die Energie für die Beziehung erhöht.
Man erstellt eine Liste aus kleinen, täglichen Dingen, die einem guttun. Jeden Tag werden 1 bis 3 Elemente aus dieser Liste umgesetzt, um konkrete Momente der Entspannung und Zufriedenheit im Alltag zu schaffen.
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