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Warum wir häufig Selbstständige im Coaching haben - Insights zur Lebensidealisten-Paartherapie

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Warum wir häufig Selbstständige im Coaching haben - Insights zur Lebensidealisten-Paartherapie

Selbstständige und Führungskräfte stehen vor einer besonderen Herausforderung: wie sie ihre berufliche Leidenschaft und Vision mit einer glücklichen, ausgewogenen Beziehung verbinden können. Der Kernproblem liegt in der zeitlichen und energieintensiven Belastung des Berufs, die oft zu einer Überlastung des privaten Lebens führt. Besonders häufig treten Konflikte auf, weil die Partner sich nicht gegenseitig sehen, was der andere leistet – oft wird nur der aufwendige, aktive Teil der Arbeit wahrgenommen, nicht die geschäftliche oder emotionale Belastung, die der andere trägt. Dies führt zu Frustration, Entfremdung und dem Gefühl, dass der andere nicht zugegen ist. Eine Lösung besteht in klaren, gemeinsamen Strukturen, die die Zeit, Aufgaben und Entscheidungsrechte klar aufteilen. Wichtige Aspekte sind die gemeinsame Entscheidungsfindung, die Erstellung von Kommunikationsroutinen und die wachsende Wertschätzung für die jeweilige Rolle. Auch die ständige Erreichbarkeit im Berufsalltag – selbst im Urlaub – wirkt sich negativ auf das Familienleben aus. Eine gesunde Balance entsteht erst, wenn beide Partner sich auf ihre Rolle einlassen, ihre Grenzen setzen und gemeinsam die Beziehung als ein wertvolles Element des Lebens gestalten. Dieser Prozess erfordert Zeit, Wahrheitsfindung und emotionale Intelligenz – und zeigt, dass Selbstständigkeit nicht nur ein beruflicher, sondern auch ein persönlicher und familiärer Weg ist.

Transcription

10386 Words, 62095 Characters

German
Wir sind ja logischerweise beide selbstständig. Was würdest du sagen, ist die größte Herausforderung in Bezug auf Selbstständigkeit und gleichzeitig die Beziehung unter einen Hut zu bekommen, sodass man beides harmonisch gestalten kann und die Selbstständigkeit nicht die Beziehung dominiert oder vielleicht sogar zu stark belastet? Ich glaube, ich würde sagen die Zeit, also der zeitliche Faktor, dass beides nicht zu sehr verschwimmt, also dass es auch noch eine klare Trennung gibt, also dass wir nicht in unserem Privatleben wie im Beruf sind, sondern da eine andere Ebene haben, auch andere Themen haben, nochmal über die wir sprechen und genau, dass alle Rollen noch weiterhin bestehen. Das finde ich manchmal eine Herausforderung, der man sich mal wieder bewusst sein muss. Wo wir ja auch. Wo wir ja auch persönlich Strategien nutzen, damit sich das nicht so vermischt, wie in der Kommunikation, welche Tools wir nutzen und so weiter, damit das auch so ein bisschen getrennt bleibt. Aber das ist unser heutiges Thema, warum Selbstständige häufig bei uns im Coaching sind. Da wollen wir mal ein paar Einblicke geben, denn tatsächlich haben wir sehr regelmäßig selbstständige Führungskräfte, Manager, Unternehmer bei uns im Coaching mit natürlich der Partnerin oder dem Partner. In der Paartherapie, weil eben die Beziehung nicht so läuft, wie gewünscht und häufig ist dann auch das Unternehmen, die Selbstständigkeit ein großes Thema, ein großer Faktor. Thema Zeit, Stress, Fokus, Energie, auch manchmal hat man große Probleme, die man in der Selbstständigkeit löst und dann geht es zu Hause darum, dass man den Rasen nicht gut genug gemäht hat und wenn man das dann in die Waagschale wirft, kann man sich dem Feedback gar nicht so widmen. Wenn man auf der Arbeit den nächsten Millionendeal vielleicht gerade verhandelt und denkt, Mensch, hier Rasenmähen, Millionendeal, jetzt lass mich doch bitte mit der Ecke da in Ruhe. Das wollen wir uns heute genauer anschauen. Ihr seid mitten im Podcast der Lebensidealisten gelandet. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch, raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Zukunft. Wir haben gar nicht wenig Selbstständige und Unternehmer bei uns in den Coachings und ich finde es immer sehr spannend, weil man erhält ja auch zu dem persönlichen Einblick in das Paarleben, in das Familienleben ja auch häufig einen Einblick in den Beruf oder in die Berufe von den Menschen. Wir betreuen ja auch die Menschen, die wir betreuen. Wir sind ja sehr viele Paare, sind ja schon ein etwas größeres Team und da finde ich es auch immer spannend zu sehen, wie sich Dinge wiederholen, also wie sich Probleme, Muster, Verhaltensweisen halt wiederholen und da gehen wir ja auch gerne zusammen in den Austausch und tauschen uns darüber aus, was dir aufgefallen ist bei bestimmten Berufen, was mir aufgefallen ist, was so Eigenheiten von Berufen sind und die Selbstständigkeit ist, glaube ich, eine wirkliche Herausforderung, weil das viel auch mit Vision und Leidenschaft häufig zu tun hat. Und auch einfach, ja, eine starke Priorität im Leben der Menschen hat. Die Menschen wollen was erschaffen, sie sehen da einen tieferen Sinn hinter und gerade so in den 30er, 40ern ist ja doch so eine Phase, wo man auch im Aufbau ist und da, glaube ich, ist der große Knackpunkt, dass die Beziehung, wo gleichzeitig vielleicht auch Kinder entstanden sind in den letzten Jahren, manchmal immer weiter in den Hintergrund rückt. Ja, nicht nur bei Unternehmern und Selbstständigen ist das so. Wir haben zum Beispiel zuletzt. Wir haben zuletzt auch einige Künstler mit bei uns, wo natürlich genau das auch zählt. Profisportler. Die sind auch sehr, sehr intensiv im Job unterwegs, weil es eben immer mehr als nur Job ist, immer eine Berufung, eine große Leidenschaft dahinter steckt, verbunden mit vielen Reisen auch. Also Menschen, die in einem großen Orchester unterwegs sind, in einer Band spielen, Profisportler, aber auch natürlich drumherum. Ja. Wenn du jetzt Manager im Profisport hast, Schiedsrichter und Co. Ja. Die sind ja auch sehr intensiv dabei, sehr viel am Reisen. Wir haben viele Ärzte, Oberärzte, Chefärzte, niedergelassene Ärzte, Piloten, also alles so Jobs, wo man sagt, die sind einfach recht vereinnahmt, aber auch häufig mit einer starken Vision geprägt. Dass jemand das wirklich macht, weil er da richtig, richtig Lust drauf hat, Menschen helfen möchte, was erschaffen möchte, in irgendeiner Art und Weise Menschen begeistert und dann sind die ganzen Wechselwirkungen so spannend. Ja. Wenn man jetzt zum Beispiel so jemanden nimmt, der in einer Band spielt, der wird dann vielleicht vor ein paar hundert, paar tausend, paar zehntausend Leuten gefeiert und kommt nach Hause und ist der Papa wie jeder andere oder die Mama wie jeder andere. Und hat dann die gleichen Probleme wie alle anderen auch, die gleichen Streitigkeiten, die gleichen Konflikte, aber der Kontrast ist dann eben so viel größer. Es ist halt schon ein Unterschied, ob du von nine to five zur Arbeit gehst und danach abschalten kannst und sagst, jetzt habe ich meine Arbeit für heute getan, bist gedanklich raus, kannst dich entspannen. Oder du bringst das Ganze eben mit, egal in welcher Form, also entweder als Stress oder natürlich auch, weil du voll gehypt wurdest, weil du auf der Bühne standest, weil du vielleicht Chefarzt bist und alle um dich herum sortieren sich, machen Dinge für dich, bereiten alles vor. Du brauchst quasi also wirklich nur die letzten entscheidenden Handgriffe machen. Das ist schon ein Unterschied. Es ist immer so, wenn ich das Wort Vertrauensarbeitszeit höre. Also wenn jemand sagt. Ja, ich habe da eine gewisse Position oder in meinem Beruf. Ich bin selbstständig, da teile ich mir meine Zeit natürlich selber ein oder halt auch Führungskräfte, die sagen Ja, ich bin zwar angestellt, aber ich habe da so eine Vertrauensarbeitszeit. Dann ist das bei mir so ein inneres Muster, was dann losgeht, wo ich weiß Okay, das ist schon etwas Besonderes, wie der Arbeitstag gestaltet wird. Die Anforderungen sind anders. Es hört sich immer schön an Vertrauensarbeitszeit, heißt aber ja auch gleichzeitig, es wird so viel Vertrauen in dich gesteckt, dass natürlich auch selbstverständlich ist, dass du nicht so viel Vertrauen hast. Dass du nicht der Erste bist, der gehst oder dass du abends nochmal deine E-Mails checkst oder ja einfach die Extrameile halt gehst. Dementsprechend häufig auch entlohnt wirst. Muss man natürlich auch sagen, das ist die andere Seite. Aber es hat halt wie jede Sache im Leben seinen Preis und auch negative Konsequenzen. Und die sehen wir dann halt im Coaching häufig. Ja, bevor wir gleich mal näher darauf eingehen, was die Probleme, Folgen und Lösungen sind. An dieser Stelle einmal der Hinweis, dass ihr uns sehr gerne bei Spotify oder Apple bewerten dürftet. Insbesondere, wenn ihr vielleicht schon mehrere Folgen von uns gesehen habt und diese euch gute Impulse liefern, weiterhelfen oder natürlich auch gerne bei YouTube unserem Kanal folgen bzw. einen Kommentar verfassen. Da freuen wir uns immer sehr drüber. Wir können ja mal zusammen auf ein paar Schwierigkeiten schauen, die häufig entstehen, von denen viele immer berichten in den Coachings und sagen, oh, das kommt immer wieder zu Konflikten. Das sind die Probleme bei uns, die vor allen Dingen durch die Selbstständigkeit auskommen. Was fällt dir da spontan so als erstes ein? Das Thema Zeit ist ja der wichtigste Faktor erstmal, dass eben eine Selbstständigkeit, Unternehmertum, Führungskraftmanager sein meistens eben mit keiner festen Zeit belegt ist. Als Führungskraftmanager vielleicht, aber auch da ist normalerweise der Zeitfaktor ausgehebelt. Du wirst nicht mehr für deine Arbeitszeit bezahlt, sondern für die Ergebnisse, die du produzierst. Das ist bei Selbstständigen ja auch so. Man wird nicht für die reine Arbeitszeit meistens bezahlt, sondern für die Ergebnisse, die man produziert. Das heißt, es gibt ja noch ganz viele Dinge außenrum, die zu managen sind. Neben der reinen Arbeitszeit, wo man das Fulfillment macht, geht es nochmal um Marketing, Vertrieb, Buchhaltung vielleicht. Also je nachdem, wie groß auch das Team um einen herum ist. Und das mit seinem Partner zu synchronisieren und dort wirklich dann Grenzen einzuhalten, Termine einzuhalten. Und auch die Priorität gemeinsam abzustimmen. Weil natürlich Selbstständige immer sehr schnell dazu neigen zu sagen, ja das hat höchste Priorität. Da möchte mich ein Kunde sehen, da möchte ein Geschäftspartner mit mir zu Abend essen und so weiter. Auch als Manager, wenn man jetzt zum Beispiel Teamleitung ist für Deutschland, ist international unterwegs. Und dann kommt jetzt der Chef aus Paris und sagt, Mensch hier Leute, ich bin jetzt heute da, Montag, Dienstag Abend essen. Dann sagt da ganz klar der Manager, Schatz, ich kann da nicht absagen. Oder auch die Managerin, ich kann da nicht absagen. Wenn der kommt und sagt, hier ist Abendessen, dann sind alle Führungskräfte da. Schweiz, Österreich, Deutschland und so weiter. Die kommen alle zusammen nach Frankfurt und da ist Abendessen. Da müssen wir hin. Und dann steht die Beziehung immer in der Prio dahinter und sortiert sich das Familienleben, das Paarleben, sortiert sich immer so um die Selbstständigkeit herum. Wenn ich sage, ich bin jetzt hier, ich bin jetzt hier, ich bin jetzt hier. Wenn ich jetzt selbstständig bin, kann ich das noch ein Stück weit selber steuern. Als Manager oder Führungskraft eben immer noch der Vorgesetzte, der dann eben sagt so, wenn du jetzt in dieser Jobkategorie sein willst oder noch Aufstiegschancen haben möchtest, dann bist du hier am Start. Ja, und das führt halt immer zu den Konflikten, wenn wir jetzt an deinem Beispiel mal nehmen. Und das wäre zum Beispiel jetzt ein Montag, wo das Kind Geburtstag hat oder die Frau Geburtstag hat. Dann kann es halt schon ein Konflikt sein. Oftmals ist mir auch aufgefallen, dass. Es sehr daran liegt, dass die Kalender schlecht miteinander verknüpft sind. Also, dass das auch immer wieder zu Problemen führt, dass. es einen Arbeitskalender gibt, wo ganz viel Wissen drin steckt, also gerade wenn einer nur selbstständig ist und der Kalender, der Familienkalender oder der private Kalender, dass das nicht miteinander synchronisiert ist und dass dann häufig Zeitslots doppelt belegt werden oder das war doch klar, dass an dem Tag das und das ist oder dass wir einen Familientag da haben und es dann immer so ein Konkurrenzverhalten zwischen den beiden Kalendern gibt. Wenn die überhaupt digitalisiert sind, manche haben den Familienkalender ja noch zu Hause am Kühlschrank hängen und dann geht es natürlich gar nicht, dass dort ein Abgleich stattfinden kann. Dann ist ein häufiges Thema bei Selbstständigen und Führungskräften das Thema Dienstreisen, dass man unterwegs ist, gerne zum Beispiel mehrtägig auf Messen zum Kunden fährt, hat einen Headquarter irgendwo, wo man hin muss, immer wieder regelmäßig oder irgendeine Außenstelle. Also da gibt es dann immer wieder Dienstreisen, Vertriebler im Außendienst, wir haben auch häufig Vertriebler bei uns, die im Außendienst dann unterwegs sind zum Kunden fahren, um dann eine teure Maschine zu verkaufen. Da musst du eben die Gegebenheiten angucken. Da ist dann halt jemand, der möchte dich nochmal sehen, der die Hand schütteln, bevor er kauft und so weiter. Das spielt dann auch eine große Rolle. Und Dienstreisen, Events, Termine machen natürlich auch das Familienleben schwer und sorgen dafür, dass Ausgleich von Geben und Nehmen manchmal sehr schwierig ist. Weil natürlich selten jemand sagt, Mensch, ich bin jetzt hier von Montag bis Donnerstag am Reisen, dafür mache ich Freitag und den nächsten Montag mal frei, dass ich auch vier Tage zu Hause bin und Ausgleich schaffe. Das ist dann ja meistens auch beruflich nicht vorgesehen oder wenig möglich oder wird eben nicht beachtet. Ja, und es gibt auch Berufe, wo vor allen Dingen das Wochenende sehr gefordert wird. Also wenn wir jetzt an selbstständigen Musikbereich, im Sportbereich denken, da ist vor allen Dingen das Wochenende auch eine eingeplante, geplante Arbeitszeit und dann lebt man ja sozusagen vom Rhythmus her gegeneinander. Also dann, wann Familienzeit am Wochenende ist, wo die Kinder halt frei haben, man vielleicht der Partner oder die Partnerin auch frei hat, beruflich bedingt, da ist eigentlich die Arbeitszeit häufig auch etwas wie im Krankenhaus. Und das macht natürlich auch etwas aus, wenn man nicht im gleichen Biorhythmus sozusagen lebt. Und dann haben wir das Thema der ständigen Erreichbarkeit. Das ist auch etwas, was den einen oder anderen, den mehr oder weniger belastet, gerade wenn es dann vielleicht auch noch im Urlaub ist. Ja, wenn man im Urlaub auch eben sein Diensthandy nutzt, wenn man denn eins hat oder das sowieso das gleiche Handy ist, wo man letztendlich ständig Nachrichten bekommt, auf die man reagiert, immer wieder zwischendurch und somit ja auch im Urlaub die ganze Zeit abwesend ist oder auch in anderen Situationen. Ist dann zusammen mit der Familie, aber ist die ganze Zeit durch das Handy eigentlich abwesend und mit dem Team und Co. im Austausch. Das kann auch viel machen, wenn man da, wenn man da seine Zeiten nicht gut bündelt und für sich sorgt und sagt, ich habe zum Beispiel so Kommunikationsblöcke, da bin ich erreichbar, da antworte ich. Und in den anderen Zeiten nicht. Wenn man sowas nicht hat, dann. Das ist so ein Sog halt, ne? Also das Handy hat man ja auch immer mit dabei. Und also meistens, jedenfalls in den meisten Situationen. Und da ist natürlich auch schnell eine Wartesituation. Ah, ich gucke mal rein, ich antworte mal schnell. Man hat sein Team daran gewöhnt oder die Menschen um einen herum. Die sind dann daran gewöhnt, dass sie jederzeit schreiben können und ganz schnell eine Antwort bekommen. Ja. Das ist auch was, was viele abhält, dass man sagt, ja, aber die sind das alle gewohnt. Ja, aber wenn du jetzt mal reflektierst, die letzten Nachrichten, schau mal die letzten zwei Tage durch, ist irgendetwas dabei. Wenn du dort drei, vier Stunden später erst geantwortet hättest, wäre daraus ein Notfall entstanden? Hätte der Mitarbeiter irgendwas anderes in der Zeit Sinnvolles tun können? Und wenn die Antwort wäre, nee, das würde nicht gehen, dann muss man das irgendwie anders organisieren und strukturieren. Dann hat man ein strukturelles. Ein strukturelles Problem. Und wenn man sagt, nee, da wäre nichts passiert, es ist alles gut, dann ist das ein inneres Mindset-Thema, einfach zu sagen, hey, ich bin nicht so wichtig in meinem Unternehmen, dass die nicht drei, vier Stunden ohne mich klarkommen. Oder ich kann meinen Mitarbeitern auch so viel vertrauen und so viel zutrauen, die können auch drei, vier Stunden ohne mich arbeiten und machen sehr sinnvolle Dinge. Und das ist, glaube ich, auch ein wichtiger Punkt, wie du sagst, dass man diese dauerhafte Verfügbarkeit innerlich hat. Und das macht natürlich auch einen hohen Stress aus. Und den Stress nimmt man mit. Es ist ja nicht so, wie es immer so schön in vielen Magazinen oder im Internet zu lesen ist, das Work-Life-Balance, dass sozusagen man abschalten muss auf dem Weg nach Hause und dann ist es weg. Sondern es ist natürlich klar, gerade bei den Menschen, die ja einen großen Anteil in ihrem Leben auch dem Beruf widmen, dass es da ja auch im Gefühl anders ist, dass man das Gefühl von Stress natürlich dann auch mit nach Hause nimmt. Viele fühlen sich auch sehr erschöpft nach einem Arbeitstag und sagen, okay. Ich habe jetzt hier 110 Prozent mal wieder gegeben. Jetzt bin ich durch und jetzt komme ich nach Hause und eigentlich habe ich nur noch so ein Viertel Akku. Und eigentlich sollte das doch auch so sein, dass wenn ich nach Hause komme, ich Lust habe auf die Familie, auf meine Partnerin, auf meinen Partner, dass da noch irgendwie Energie übrig ist für die schönen Dinge im Leben. Ich finde da die zwei Punkte auch sehr spannend, immer mit der Entscheidungsmöglichkeit oder den Entscheidungsressourcen, die man hat und der Willenskraft, die man hat. Denn das unterschätzt man, dass beides, beides endlich ist. Man lacht manchmal so drüber, aber es ist ja eigentlich gängig mittlerweile, immer wieder liest man es in allen möglichen Magazinen, dass du dann so die Top-CEOs gezeigt bekommst und dann hat jemand, der Milliarden macht, 20 Mal das gleiche T-Shirt, 10 Mal die gleichen Jeans und exakt alles nur die gleichen Sachen und immer wieder den gleichen Ablauf in der Morgenroutine. Und man fragt sich, warum machen die das? Die könnten sich doch alles leisten. Und dann auf die Idee kommt, naja, dann, oder es steht dort auch geschrieben logischerweise, dann sind keine Entscheidungen, die man morgens trifft. Man nimmt einfach exakt das Gleiche aus dem Kleiderschrank, hat keine Entscheidung verbraucht, denn die Entscheidungsfähigkeit ist tatsächlich endlich. Und das kann man sich wahrscheinlich auch nur als selbstständiger Unternehmer-Führungskraft-Manager vorstellen, dass die Entscheidungskraft endlich ist, wenn man das mal merkt, wenn man am Tag dutzende Probleme gelöst hat, extrem viele Entscheidungen getroffen hat und merkt am Abend, wenn man nach Hause kommt und man wird gefragt, hey, was wollen wir morgen? Was wollen wir morgen essen? Und du sagst, echt jetzt? Ich kann, entscheide du einfach. Ich weiß es nicht. Und man merkt so, ich kann nichts mehr entscheiden. Oder jemand fragt, hey, wollen wir heute ins Kino gehen und den oder den Film gucken? Ich weiß nicht, irgendwas. Lass uns einen Film gucken. Ist mir egal. Die Entscheidungskraft ist aufgebraucht. Das hört sich auch ein bisschen krass an, weil es ist auch schon, finde ich, von der Lebensqualität schon fragwürdig. Also in so einem erschöpften Zustand. Das kommt darauf an, was dein Fokus und dein Ziel gerade ist. Obwohl du dich im Familienleben auch präsent sein möchtest und da auf Augenhöhe und gleichberechtigt alles so haben willst, dann ist das nicht so gut. Ja. Dann darf das nur eine Phase sein. Wenn du natürlich im Start-up-Modus bist, im Aufbau, dann geht es ganz häufig gar nicht anders. Aber man muss da halt wieder rausfinden und sich dessen bewusst sein, dass das dafür sorgt, genauso wie das Thema der Willenskraft. Es gibt so Aufgaben, die kann ich nur ganz früh morgens machen mit maximaler Willenskraft, weil mich diese Aufgaben so nerven. Und es gibt andere Aufgaben, die kann ich auch nachmittags oder so noch sehr gut machen. Aber ich merke eben, dass wenn ich eine Phase habe, wo ich sehr, sehr viel Willenskraft brauche im Unternehmen, dass ich zum Beispiel dann keine Willenskraft mehr habe für etwas wie Sport oder so, wo ich jetzt nicht der bin, der eben so aktiv sportlich sozialisiert ist, sondern eher passiv entspannt sozialisiert ist, sodass für mich eben dieses sich hinschillen, ausruhen ist eher mein innerer Modus. Dafür brauche ich keine Willenskraft. Das geht immer. Während ich eben für Sport Willenskraft benötige. Jemand, der anders sozialisiert ist, für den ist das völlig normal. Der braucht keine Willenskraft, um zum Sport zu gehen. Ein guter Freund von uns spielt leidenschaftlich gerne Volleyball. Für den ist das so, wenn das nicht ginge, dann geht für den eine Welt unter wahrscheinlich. Dann kann der sich nicht regenerieren. Für den ist das Regeneration. Der ist so sozialisiert. Für den ist das, der braucht keine Willenskraft, weil der so viel inneren Spaß damit verbindet und das von klein auf so kennt, dieses aktive Sein. Und bei mir ist es eben andersrum. Aber dann, ich brauche eben ein gewisses Maß an Rest Willenskraft, dass ich die nicht durch meine Aktivitäten im Unternehmen aufgebraucht habe und durch Aufgaben, die mich mehr stören, als dass sie mir Spaß machen. Und man hat nun mal einen Mix. Man kann nicht alles. Es macht nun mal nicht 100% im Unternehmen Spaß und im Leben. Aber wenn da die Willenskraft aufgebraucht ist, dann würde ich keinen Sport mehr machen, zu den ganzen Dingen nicht kommen. Wo man es zum Beispiel gut merkt, ist beim Kochen. Da brauche ich auch immer so ein bisschen mehr Willenskraft. Du hast dann mehr Spaß dran. Und wenn ich einen stressigen Arbeitstag hatte und das würde noch zum Kochen gehen, dann wäre für mich immer der Weg zum alles klar, ich nehme mir irgendwo was zu essen mit. Weil ich dann diese Willenskraft nicht mehr aufbringen kann. Das feiert unser Sohn immer den Moment, glaube ich, manchmal. Das kommt ihm, glaube ich, dann manchmal zugute. Ja. Was ich halt immer spannend finde, ist, wie du schon sagst, diesen Erschöpfungszustand in der Entscheidung. Das habe ich auch schon öfters im Coaching erlebt, wo der Mann, es ist ja einfach tendenziell noch so, dass die Männer häufig selbst verständlich sind als Frauen. Wird immer mehr, aber häufig ist es ja noch so, dass die Männer. Auch sehr häufig beide, habe ich das im Coaching. Ja, beide, genau. Dass beide was machen, sogar gar nicht immer im gleichen Unternehmen. Auch häufig beide was gegründet haben oder irgendwas machen. Aber der Mann meistens, sage ich mal, von dem Arbeitspensum derjenige ist, der sehr viel macht. Weil wenn Kinder dabei sind, natürlich die Frau meistens, wenn die Kinder noch klein sind, da ein bisschen zurückgesteckt hat. Ja, häufiger. hat der Mann das Wachstumsunternehmen, die Frau hat meist meistens etwas, was so ein bisschen entspannter ist, weniger mit Wachstum. So zum Beispiel so ein Yoga-Studio oder irgendwie sowas, wo du da sagst, da kann ich nicht so viel machen. Ich habe halt meine festen Yoga-Sessions und mache ein bisschen Marketing dafür, dass die Kurse voll werden, aber haben jetzt nicht so ein wachstumsgetriebenes Unternehmen, was immer weiter größer wird zum Beispiel. Und da sagte die Frau dann, da kam es halt auch zu dem Konflikt, dass sie das geführt, dass er immer mehr die Augenhöhe verlässt, weil er so wenig präsent ist in der Entscheidung. Also wenn er nach Hause kommt und sie dann fragt, was wollen wir heute Abend noch unternehmen? Wollen wir das machen? Und was hättest du Lust? Und dass er immer dann auch gesagt hat, ja, ist mir eigentlich egal, das kannst du entscheiden, das hört sich alles nett an und so. Und sagt, mal ist es in Ordnung, aber irgendwann ist er bei ihr so in den Modus gerutscht wie ein Kind. Dass sie gesagt hat, jetzt muss ich für den auch noch mitentscheiden. Weil sie sagt, die ganzen Tage ist sie am Unterstützen am Nachmittag, die Kinder wollen was von ihr. Und dann wünscht sie sich auch jemanden an der Seite als Erwachsene, eine Person, die weiß, was gemocht wird. Und das fand ich ganz spannend, weil er konnte das überhaupt nicht verstehen. Er hat gesagt, mir ist es wirklich egal. Also sie sagt, du musst doch eine Meinung haben. Er sagt, nein, mir ist es wirklich egal. Ich nörgel danach doch auch nicht, aber ich möchte einfach nicht entscheiden. Und sie hat gesagt, ja, aber ich möchte auch nicht diejenige sein, die immer sagt, ja, wir machen das oder wir machen das. Ich entscheide das jetzt, sondern ich möchte auch mal, dass du was sagst, was wir jetzt machen. Und das ist mir sofort eben eingefallen, als du das Beispiel. Das Beispiel genannt hast, ja. Ja, viele möchten da nicht nur jemanden haben, der so mitmacht, sondern jemanden auch, der mitgestaltet, mit kreativ Ideen einbringt und eben mitentscheidet dann. Ja, sie sagte im Konflikt dann, das habe ich nach Erinnerung, ob er auf dem Weg zum betreuten Wohnen ist. Weil sie das Gefühl hat, dass er eigentlich zu Hause total abschaltet. Und da auch, das habe ich auch öfter schon erlebt, dass die Frauen sagen, ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, dass du so viele Entscheidungen in den Unternehmen triffst, du wirkst auf mich so hilflos zu Hause. Also so, als wenn du bemuttert werden musst. Aber ich glaube, manchmal geht es auch um die geteilte Verantwortung für etwas. Ja. Denn wenn einer von beiden den Weg alleine entscheidet, dann trägt er am Ende ja auch typischerweise die Konsequenzen, wenn das nicht gut wird. Also zum Beispiel das Gefühl der anderen. Das heißt, wenn jetzt in dem Fall die Frau entscheidet, okay, dann gehen wir heute also ins Kino, Film XY, wird der Film schlecht, dann können natürlich alle der Frau den Strick draus drehen, in dem Fall auch der Mann. Und wenn jetzt beide zusammen entscheiden und darüber sich austauschen und gemeinsam sagen, okay, wir gucken uns den Film an, wir sind ein bisschen skeptisch, aber vielleicht wird er ja cool und der wird am Ende schlecht, dann lacht man vielleicht zusammen drüber und sagt, was für ein beschissener Film das wieder war. Das ist ein Wir-Gefühl, ne? Ja, das ist ein Wir-Gefühl drin und kann das nicht dem anderen zur Last legen. Deswegen ist dieses gemeinsam Entscheiden, glaube ich, auch häufig wichtig, gerade wenn man das schon mal denkt, wenn man das schon mal erlebt hat, dass man was entschieden hat und der andere einem das dann später zur Last legt, diese Entscheidung, und man dann quasi diese emotionalen Konsequenzen abbekommt. Und eine Folge ist natürlich, wenn man immer so weitermacht, also dass die Arbeitsbelastung so groß ist, dass es Konflikte gibt, dass man aneinander vorbeilebt, dass auch diese emotionale Distanz immer größer wird. Also weg geht vom Wir-Gefühl hin zu dem Gefühl, du hast dein Ding, deine Vision, deine Leidenschaft, dein Job, der dich erfüllt, der dich fordert. Du bist sehr eng mit Arbeitskollegen oder mit den Mitarbeitern und ich mache meins hier vielleicht zu Hause mit den Kindern oder meinem Job, mein Ding. Aber es gibt nicht mehr sozusagen eine Ausgeglichenheit. Das beschreiben viele dann ja auch so, dass sie sich zu Hause dann als fünftes Rad am Wagen fühlen, haben so ein Fremdkörpergefühl, dass sie kommen dann nach Hause am Wochenende zum Beispiel, sind in der Woche dadurch eben nicht so viel, sind präsent, wollen am Wochenende dann Entscheidungen treffen, am Familienleben teilnehmen, gestalten und spüren aber, dass das gar nicht so gewünscht ist, dass auf einmal so ein Störgefühl da ist, dass man den Rhythmus stört, den die Familie quasi schon ohne einen hat. Und so wandert man gefühlt immer so ein Stück weit aus dem Familienbild raus. Ich habe das, glaube ich, letztens schon gesagt, war das in, ich weiß gar nicht, ob im Coaching oder im Podcast, dass man als Unternehmer geht es ja immer darum, dass man nachher rauskommt aus der Selbstständigkeit und mehr am Unternehmen arbeitet, das Unternehmen quasi aufbaut, aber so ein bisschen wie so ein Coach außen vor und nicht mehr operativ im Unternehmen selbst. Und das Gefühl habe ich dann manchmal passiert, dann eben in der Familie auch, dass man so ein bisschen an der Familie arbeitet und ist so außen vor, aber ist nicht mehr in der Familie drin. Aber genau das sollte da passieren, dass man in der Familie voll im operativen Geschehen drin bleibt und in der Familie wirkt und nicht an den Rand rutscht, weil das möchte die Familie auch nicht haben. Die Familie möchte keinen Papa oder keine Mama, die als Coachin von außen steht und dem Papa und der Restfamilie sagt, was alles so zu tun ist und wie man das anders machen sollte und wie man jetzt dann doch mal das Wochenende umstrukturieren könnte. Das spüren alle unterbewusst, dieses Gefühl, da ist jemand nicht drin in der Familie, der macht das nur von außen und das wollen wir da gerade nicht haben, dieses nach außen rutschen, sondern dass man drin bleibt. Und da ist es auch ganz spannend, wie Kinder reagieren, finde ich. Weil Kinder spiegeln das immer sehr gut wieder, zu wem sie dann eher neigen hinzugehen, wenn es Probleme gibt, weil oftmals da ja auch viel Gewohnheit bei ist. Also dass dann so eine Frontenbildung innerhalb der Familie entsteht durch den Alltag einfach, durch die Erreichbarkeit, durch die Ressourcen, die da sind, dass Kinder dann so in dem Fall vielleicht sagen, okay, dann gehe ich eher zu Mama und frage Mama das jetzt mal, weil die es gewohnt sind einfach, dass Mama das nicht macht. Weil Mama in vielen Situationen im Alltag immer der erste Ansprechpartner ist und Papa dann sozusagen, dass es was Besonderes ist. Also ich hatte jetzt, vor zwei Monaten, meine ich, war das, eine Familie im Coaching, also ein Paar, und da war das so, dass er mal Termine mit den Kindern übernehmen musste, weil sie krank war und mit der Tochter zum Beispiel zum Kieferorthopäden fahren sollte. Und die Tochter hat gesagt, also vor Pubertät, hat gesagt, nee, also mit Papa, das mache ich nicht, fahre ich nicht hin. Sagt die Mutter, wieso denn nicht? Es ist doch alles geklärt, du weißt doch, was da passiert. Er fährt dich hin, er kommt mit rein, wir können dir das ja auch sagen. Nee, das weiß ich nicht, nee. Also da fühle ich mich nicht sicher. Und das hat den Mann so getroffen, weil er gesagt hat, ich bin ein erwachsener Mann, ich werde auch meine Tochter noch zum Kieferorthopäden fahren können. Ich weiß den Weg, ich weiß, was da passiert, wir werden das hinkriegen. Also dieses Gefühl von, mir wird meine Kompetenz jetzt hier total abgesprochen vom Kind, hat ihn so getroffen. Aber das war, dann ist man dann auf der falschen Ebene. Das geht nicht um die Fähigkeit, also die Kompetenz, das zu tun, sondern um die gefühlte Sicherheit und das gefühlte Vertrauen, dass der Papa in dem Fall verlässlich weiß und das verlässlich regelt, was da zu tun ist. Ich wundere mich auch häufig darüber, wenn dann jemand sagt, Mensch, ich bin da so enttäuscht. Meine Tochter kommt nicht zu mir, wenn es um eine Entscheidung geht, sondern die geht immer zu meiner Frau, zu meinem Mann. Und da bin ich immer verwundert, wenn ich dann so denke, Mensch, da ist jetzt jemand, der trifft keine Entscheidung mehr im Familienleben, weil er die schon alle aufgebraucht hat, ist halt so ein bisschen passiv mit dabei und versucht am Wochenende ein bisschen was zu regeln, dass dann die Tochter oder allgemein das Kind zu dem anderen Elternteil geht, was eben die Entscheidung im Familienrahmen, in diesem sozialen Rahmen trifft, dort ein verlässlicher Ansprechpartner ist, wo man sagt, wenn ich da hingehe, kriege ich auch eine Antwort. Ich kriege auch eine Entscheidung und die steht, dann ist das doch logisch, dass das weitergeführt wird. Da bin ich über die Emotionen und diese Enttäuschtheit immer etwas überrascht, weil ich denke, das müsste doch als logische Konsequenz klar sein. Und das ist ja auch in Ordnung, wenn ich das weiß und das annehme, aber was man nicht tun sollte, ist den Fehler beim Kind suchen. In dem Fall auch. Das Problem liegt im mangelnden Vertrauen und der mangelnden Sicherheit ja nicht bei der Tochter, sondern es wäre gut, wenn sich in dem Fall der Mann eben selbst reflektiert und hinterfragt und sich fragt, warum habe ich nicht die Bindung zu ihr so aufbauen können, dass sie mit mir vertrauensvoll zum Kieferorthopäden gehen kann? Das ist ja eigentlich die Frage. Und viele möchten das ja eigentlich auch für sich. Also viele Eltern sagen ja auch, wir möchten eigentlich beide gerne einen engen, guten Kontakt zu den Kindern haben, aber die Arbeitsmodelle hauen da halt sich mal so rein, einfach, dass es auch schwierig ist, das aufzubauen. Gerade wenn Kinder ja, sag ich mal, bis elf wenig Kontakt zu einer Person hatten, dann ist es auch schwierig, manchmal das nachzuholen, weil dann geht es ja auch immer mehr Richtung andere Kinder, da Kontakte. Ich musste gerade so schmunzeln, als du es erzählt hast. Ich finde das ganz spannend. Ich war gestern unterwegs mit unserem Sohn und einem Kumpel von ihm und er hat mich im Auto gefragt, ob du noch arbeitest. Sag ich, wieso kommst du darauf, dass Florian nicht mehr arbeitet? Ja, weil immer, wenn er zu Besuch kommt, das ist ja immer, Montag ist ja zum Beispiel mein Arbeitstag, bist du ja nachmittags zu Hause. Dann ist er ja in letzter Zeit öfters mal an einem Montagjahr gekommen und dann bist du immer zu Hause. Und dann hat er überlegt, ob du nicht mehr arbeitest. Fand ich ganz niedlich. Ja, interessant, ne? Ja, das war so die Schlussfolgerung für ihn, dass ja einer nicht arbeitet, wenn der zu Hause ist. Also weil er halt in einem klassischen Modell, sag ich mal, aufwächst, wo einer sehr viel arbeitet und einer mehr zu Hause ist und dann ist immer der, der zu Hause ist, für die für ihn die Person, die nicht arbeitet. Ja, ich kenne ja auch so grundsätzlich von unserem Sohn immer nur bei den Spielkollegen die Mütter. Damals ja auch schon in den ganzen Gruppen, die es so gab, Torengruppen und Co., da siehst du ja fast nur Mütter. Ich meine, wenn es jetzt abends ist, dann hast du auch schon mal den einen oder anderen Vater dazwischen gesehen. Oder Babyschwimmen, da war auch noch manchmal ein Vater, ganz am Anfang. Ja, aber es ist aber immer vereinzelt. Wenn du zehn Parteien hast, hast du halt zwei Väter und acht Mütter. Oder wenn es mehr werden, vielleicht 10, 20 Prozent sind Väter da. Aber gerade wenn es darum geht, so Nachmittagsspieldate, das organisieren immer die Mütter. Und ich kenne dann auch fast nie die Väter dazu. Die es ja wirklich gibt, aber die halt anders eingebunden sind im Familienalltag. Ja, wir haben jetzt ja gleich mal so zwei Beispiele aus Coachings, wo wir euch mal reinschauen lassen wollen. Aber vielleicht auch an der Stelle interessant, wie es bei uns so war. Also eigentlich sind wir auch ein sehr gutes Coaching-Beispiel und müssten gar nicht eigentlich andere Paare nehmen, weil wir haben ja diesen ganzen Prozess für uns eigentlich auch durch. Das ist immer so in der Vorstellungsrunde auch. Ich habe ja mein erstes Unternehmen mit 20 schon gegründet und das ist ja mein zweites Unternehmen. Mit den Lebensidealisten und wir haben da ja auch letztendlich ähnliche Herausforderungen wie alle Selbstständigen und Unternehmer. Denn bis unser Sohn geboren wurde, da konnten wir recht frei was machen. Du hast deinen Job gemacht oder dein Studium gemacht. Ich habe eben an einem Unternehmen gearbeitet und das ist dann entspannt, wenn ich sage, Mensch, ich arbeite heute mal den ganzen Abend durch. Dann hast du gesagt, okay, ich treffe mich mit Freunden oder ich muss eh was für eine Klausur vorbereiten. Ich muss eh was für eine Klausur vorbereiten, Hausarbeit machen, also eine Hausarbeit schreiben. Vielen Dank für die Korrektur. Und da gibt es immer so einen Ausgleich sofort. Und das ist ja eben dieses typische Phänomen, wenn man dann eben Elternpaar wird, dass man das eben nicht mehr so entspannt machen kann. Weil wenn ich sage, ich arbeite heute den ganzen Abend, dann heißt es automatisch, dass du Babysitterin bist und aufpassen musst. Oder wir müssen halt eine externe Babysitterin dazu organisieren. Aber es gibt diesen Ausgleich nicht mehr so einfach. Das heißt, die Abende und die Aufteilung wird schwieriger. Und ich würde sagen, bevor unser Sohn zur Welt kam, ich meine, ich war jetzt auch nicht bei den Selbstständigen, würde ich sagen, extrem davor, als wir uns kennenlernen. Da war ich schon so bei ganz entspannten 55, 60 Stunden die Woche, glaube ich. Die 70, 80 Stunden Wochen bis hin zu bestimmt 90 oder 100, die hatte ich davor gemacht im vorherigen Aufbau. Vorherigen Leben, Leben vor mir. Da habe ich auch dann studiert und Selbstständigkeit gemacht. Das ist natürlich auch eine gute Doppelbelastung. Und dann ging das. Und dann ging das ja nach und nach runter. Und dann haben wir ja nach und nach uns da anders aufgeteilt. Dann das erste Unternehmen nachher operativ verlassen, die Lebensjahrlisten gegründet. Und da haben wir jetzt ja inzwischen eine relativ gute ausgeliehene Zeit. Ich habe letztens ausgerechnet, ich mache so 30 Stunden die Woche und du machst so 20, glaube ich, die Woche. Also Familienarbeitszeit in Summe vielleicht 50 Stunden müsste eigentlich hinkommen. Ja. Aber der Weg dahin zu dieser Familienarbeitszeit, die wir jetzt so haben und diese Aufteilung auch, wir sind nicht ganz 50-50 aufgeteilt, aber 65, 35, 60, 40, irgendwie so in dem Dreh. Und ich ja auch dann in der Woche, wie gesagt, so am Montag, am Donnerstag. Am Donnerstag habe ich den ganzen Tag mit unserem Sohn zum Beispiel. Und wenn man diese Aufteilung hinzubekommen, das hat ja eine ganze Weile gedauert. Ja. Das ist ja nicht jetzt gewesen, dass unser Sohn geboren wurde. Und dann haben wir gesagt, okay, jetzt teilen wir alles auf. Und zwei Wochen später war es so aufgeteilt. Ja. Sondern das hat sich ja da hinentwickelt. Weniger Zeit, weniger Reisen. Für uns beruflich gesehen war die Corona-Zeit gut. Ja. Weil dadurch für mich ganz viele Reisen weggefallen sind. Und jetzt die Bereitschaft entstanden ist, eben vieles online zu machen. Damals eben, das war damals so ein großer Punkt im ersten Unternehmen. Dass ich dort viel reisend war. Und dann in Hotels unterwegs, zum Kunden vor Ort, mit dem Kunden gesprochen. Zusammen einen Plan geschmiedet, Workshop gemacht, einen Auftrag abgeschlossen und so weiter. Und das ist natürlich viel Zeit, die einem dann verloren gegangen ist. Wo natürlich dann zu der Arbeitszeit noch diese Abwesenheitszeit der Reisen halt dazu kam. Und das hat halt gedauert. Ich würde sagen, dass wir jetzt so diesen Modus haben. Bestimmt vier, fünf Jahre Entwicklung. Gebraucht, um an dem Punkt zu sein, dass man das so entspannt aufteilen kann. Ja, und ich finde auch, muss man ehrlich sagen, wie wir das untereinander so entspannt aufbauen konnten. Also bis wir auch jeder sozusagen uns so gefunden haben in unseren Rollen als Mutter und Vater, wie wir so wirklich sind. Finde ich, hat einfach auch ein bisschen gedauert. Und dann aber auch so arbeitstechnisch, wie sich das für uns rund anfühlte. Also wie machen wir das, dass wir dann sagen, okay, der eine hat so einen ganzen Tag. Ganz Nachmittag und Abend. Dass man eher so längere Blöcke hat. Und wie wir so das Wochenende aufteilen auch. Bei uns ist es ja nun auch so, dass es mal Coachings oder Strategiegespräche am Wochenende gibt. Und dass wir da als Familie einfach auch unseren Weg gefunden haben, so den Ausgleich zu finden, dass das für alle stimmig ist. Und ich finde immer, wenn ich das so sehe, auch von der Aufteilung. Natürlich ist das privilegiert, dass wir das so machen können. Wir haben uns das aber erarbeitet, muss man auch ganz klar sagen. Und machen dafür auch einige Abstriche. Dass wir aber sagen, Familienzeit ist uns wichtig. Und auch die Zeit einzeln mit unserem Kind. Aber es ist echte Bereicherung auch für das Kind. Also auch für mich im Gefühl, dass jeder von uns jederzeit den anderen wirklich eins zu eins ersetzen könnte. Also du könntest genau so einen Arzttermin machen, wie ich ihn machen könnte. Oder wenn irgendwas wäre, man könnte wegfahren mal ein, zwei, drei Tage. Ob man es nur machen will, ist was anderes. Aber so von der Sache, der andere springt halt sofort ein. Und das ist kein. Komisches Gefühl da. Und das finde ich immer wichtig, dass dieser Zusammenhalt in dieser Kernfamilie so stark ist. Im Gefühl, wie du sagtest, dass auch da so eine Entspanntheit entstehen kann. Und das ist aber das Ergebnis. Und das entwickelt sich auch noch weiter. Aber dafür ist man eben sehr, sehr viele Extrameilen gegangen. Und diese Bereitschaft, die muss man eben auch erstmal mitbringen. Dass man eine ganze Reihe von Extrameilen gegangen ist. Bevor man dann an dem Punkt ist, wo man sagt, jetzt kann man auch so ein bisschen die Früchte, die man gesät hat, ernten. Gar nicht immer nur immer in Geld, sondern eben auch in dieser Freiheit, sich dann ein Stück weit aufzuteilen. Und das ist natürlich auch etwas, was uns im Coaching sehr viel Spaß macht. Dass wir eben nicht so unfassbaren Druck haben, jedes Paar immer annehmen zu müssen. Sondern wir können statt verkaufen, können wir beraten. Wir können Paaren ganz klar sagen. Wenn das keinen Sinn mehr macht. Oder wenn wir nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Dass wir sagen, hey, da gibt es einen Experten, der sich mit toxischen Beziehungen viel besser auskennt als wir. Da sind wir gar nicht der erste Ansprechpartner. Da guckt doch mal nochmal in einem anderen Umfeld zum Beispiel. Und das ist natürlich auch eine Freiheit, die man hat. Genauso wie auch die Anzahl der Paare, die wir betreuen. Das erwähne ich halt auch immer wieder, wenn wir im Beratungsgespräch dann sind. Dass eben wir nur eine bestimmte Partei haben. Und eine bestimmte, kleine Anzahl von Paaren jeder betreuen. Damit sich das nicht anfühlt wie Fließbandarbeit. Also ich kenne alle meine Paare sehr gut, die ich habe. Ich bin mit allen in einem WhatsApp-Austausch zusätzlich. Und da ist dann eben so eine Phase, wo man gemeinsam an der Beziehung arbeitet. Aber das mache ich eben nicht mit 40, 50 Paaren gleichzeitig. Weil dann ist man nachher irgendwann noch irgendeine Nummer. Sondern immer nur parallel mit einigen wenigen Paaren, die man dann gut unterstützt. Ja, wenn ihr das Gefühl habt, die Folge trifft bei euch einen Nerv und ihr seid selbstständig Unternehmer, Führungskraftmanager oder habt andere sehr vereinnahmende Berufe, zum Beispiel kreative Künstler, Ärzte, Piloten, all das, was da so dazugehört, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen, ob wir euch gut unterstützen können. Ihr seid bei uns quasi in guter Gesellschaft, denn sehr viele unserer Paare, die wir in den Coachings haben, kommen genau aus diesen Berufsfeldern. Und auch wir bringen da immer wieder gutes Verständnis mit, weil wir genau das Ganze selber letztendlich durchlebt haben und für uns gemeistert haben. Was letztendlich auch viel Energie von uns und viele Erkenntnisse, viele, viele Beratungsstunden mit befreundeten Unternehmern mit sich gebracht hat. Ja, kommen wir ganz kurz vielleicht zu den Coaching-Einblicken. Wir haben schon viel Zeit für die anderen Bereiche jetzt genutzt und vielleicht möchtest du einmal die beiden Paare kurz vorstellen, erzählen, was die Thematik und das Ziel war und wie ihr das dann im Coaching lösen konntet. Ja, ich berichte mal vor einem Paar. Wir nennen das Paar jetzt einfach mal Sven und Dina. Sven und Dina gibt es oder gab es sozusagen natürlich nicht, so wie wir es jetzt erzählen. Das ist, wie wir oftmals am Anfang ja sagen, immer eine zusammengefügte Geschichte, die sozusagen, repräsentativ sein soll für ganz viele Paare. Also es wird sich niemand hinter meiner zusammengefügten Geschichte wiederfinden. Genau, Sven und Nina, Sven45, Dachdeckermeister mit eigenem Betrieb und Nina, 43, sie hat nebenbei früher in der Buchhaltung auch gearbeitet und jetzt arbeitet sie in dem Betrieb von Sven mit. Sie haben gemeinsam zwei Kinder, 14 und 16 Jahre alt und haben sich bei uns gemeldet, aufgrund des Konfliktes, dass sie Probleme mit der Zeit vor allen Dingen haben und eine große Unzufriedenheit da ist. Bei Sven ist das so, dass er einen eigenen Betrieb führt und aber natürlich den Fachkräftemangel sehr stark merkt und tendenziell manche Aufträge dann selber doch noch durchführt, obwohl er sagt, er möchte sich eigentlich immer weiter zurückziehen oder kann das körperlich, manche Sachen auch nicht mehr so gut und es kommt aber doch dazu, dass es immer sehr spät abends wird und er dann auch frustriert darüber ist, dass es wieder so spät geworden ist und er ist überlastet und sie hat dann die Buchhaltung schon längst fertig fürs Unternehmen und wartet dann sozusagen auf ihn. Und Nina bekommt dann abends oft den Ärger ab und die Frustration und die Unzufriedenheit und fühlt sich aber auch von ihm nicht anerkannt und wertgeschätzt für das, was sie tut, weil sie halt schneller durch ist und er die extra Meilen gefühlt am Abend oder am Nachmittag dann nochmal geht. Das ist ja auch ein häufiges Thema, immer dieses, man sieht nicht, was der andere macht. Man sieht nur, welchen Aufwand man selber gerade betreibt und ganz häufig haben dann die Paare die Vorstellung, dass der andere ja den einfachen, entspannten Part hat. Genau. Die Frau sagt, naja, aber du fährst ja da ganz entspannt im Auto zu deinem Kunden und guckst dir nur ein bisschen Objekte an. Du kriegst ab und zu nochmal ein Käffchen angeboten. Das ist doch total nett. Und der Mann sagt, naja, du bist zu Hause, tüdelt ein bisschen mit den Kindern, kochst gemütlich, ihr setzt euch zusammen, dann machst du die Bett fertig. Das ist ja auch mega entspannt. Na gut, die sind 14 und 16, das machen sie selber, ne? Bei denen jetzt, aber grundsätzlich ist das immer so dieses entspannte Bild. Man sieht bei dem anderen immer nur die Vorteile, aber nicht die Nachteile. Das ist wie wenn du über die Straße gehst und da fährt jemand mit einem geilen Sportwagen vorbei. Geiles Auto und dann siehst du immer nur, boah, der coole Typ, coole Frau muss ein geiles Leben haben, geilen Job, irgendwas richtig geiles aufgebaut, aber dass derjenige vielleicht keine Freunde hat, 80 Stunden die Woche arbeitet und vielleicht Single ist und gar nicht hinkriegt, mit jemandem zusammen zu sein, das sieht man alles nicht. Die ganzen Nachteile, der Weg dahin, oder selbst wenn es demjenigen gerade total gut geht, vielleicht jemand Mitte 40, dann sieht man aber nicht, dass der vielleicht in den 20ern und 30ern 100 Stunden die Woche gearbeitet hat, um jetzt in den 40ern sich das leisten zu können und entspannt runterfahren zu können. Und wer ist dann bereit, diesen Weg zu gehen? Man sieht eben nicht was, man sieht immer nur diesen romantischen Teil gerade und stellt sich das so schön vor und deswegen fällt es manchmal den Paaren dann so schwer, das andere so zu sehen und anzuerkennen. Nochmal unabhängig von dem Faktor, dass man eher meistens das mehr anerkennt, was Geld bringt und das wertvoller in der Beziehung oder allgemein im Leben erscheint als das, was einfach nur das Familienleben ist, aber was nicht in Geld zu beziffern ist, auch nochmal so ein großes Thema in den Beziehungen. Das habe ich mir heute Morgen gedacht, als ich einkaufen war, habe ich gedacht, ich hätte lieber arbeiten gegangen. Horror! Habe ich gedacht so. Das denkt man ja auch immer, aber es ist alles so nett, ein bisschen Lebensmittel einkaufen oder auch Kinder ins Bett bringen. Hätte ich, bevor ich Mutter geworden wäre, hätte ich nie gedacht, was für ein harter Job das manchmal in manchen Altersphasen sein kann. Da stellt man sich auch so romantisch vor und denkt sich nicht so, oh. Deswegen ist es gut, wenn man eine fast ausgeglichene Aufteilung hat, dass man so alle Bereiche gegenseitig so sehen kann. Kann das Leid teilen, meinst du? Besser anerkennen. Man kann den Aufwand des anderen besser anerkennen, weil man weiß, dass die Dinge eben nicht nur schön und entspannt sind, sondern eben auch manchmal anstrengender und herausfordernder Anteile haben. Wie habt ihr dann das Thema mit den beiden gelöst? Wie seid ihr vorgegangen? Wir haben uns einmal angeschaut, was die letzten Jahre bei ihnen passiert ist. Also im Gespräch kam schon sehr häufig hervor, ja, du hast ja damals das und das und seit so und so lange machst du das ja und das ist nicht gut. Und damals habe ich dir schon gesagt, wenn du das nochmal machst, Weihnachten, das wird nicht gut. Und weil er immer so die extra Meile halt gegangen ist, weil die Aufträge mitnehmen wollte. Also im Aufbau des Unternehmens gesagt, ja, komm, das Dach machen wir jetzt noch. Das geht ganz schnell immer. Bei ihm war immer dieses, das machen wir jetzt noch. Und das hat bei ihr halt ganz viele Verletzungen gemacht und die haben wir uns angeschaut. Also wir sind zurückgegangen an den Punkt, wo war es mal gut und haben angefangen, die Verletzungen aufzulösen, sind aber auch immer wieder zu dem Thema gekommen, ist das gut, dass die beiden zusammenarbeiten? Weil das immer wieder so ein Konflikt war, dass er sie in der Buchhaltung beschrieben hat, wie schön ihr Job ja im Warmen ist, wie du schon sagst, und er gesagt hat, ich bin draußen an der kalten Front. Und das wäre natürlich was anderes, wenn sie woanders arbeiten würde, hatte sie immer ein Gefühl, als wenn sie zu Hause im Warmen sitzt, wie er sagt, im Schönhaus. Dafür haben wir dann einen Öko-Check gemacht. Öko-Check ist ja so ein Tool, was wir nutzen, um Entscheidungen treffen zu können, was so durch Fragen geleitet ist. Und haben aber durch den Öko-Check festgestellt, ja, das ist stimmig für die beiden an sich, also die Vorteile überwiegen auch im Gefühl bei ihnen, statt die negativen Konsequenzen. Zu sagen, ja, wir würden gerne zusammenarbeiten weiterhin, aber wir brauchen unbedingt neue Strukturen. Weil diese Struktur, dass er abends nach Hause kommt und dann doch noch was für die Buchhaltung hat, was ganz schnell fertig gemacht werden muss, mit die Rechnung noch raus kann, das ist keine gesunde Struktur. Und das haben wir uns dann genauer angeschaut. Das heißt, wir haben nach dem Verletzungenlösen haben wir nochmal überlegt, welche Glaubenssätze übereinander bestehen über die Arbeit des anderen, haben dann die Struktur nochmal neu aufgeteilt, haben mal geguckt, was auch gemeinsame Vorteile sein können vom Zusammenarbeiten, also welche gemeinsamen Momente und Rituale man sich vielleicht auch schaffen kann, die mehr Verbundenheit schaffen, in der Arbeit auch vom Gefühl, eine gemeinsame Pause zum Beispiel, am späten Vormittag und dann überlegt auch, wie man das mehr trennen kann, das Arbeitsleben auch einfach vom Leben als Liebespaar und wie das Liebespaar zurückkommen kann. Und das hat Stück für Stück sehr gut geklappt und sie hat nachher das Gefühl, sie haben ihre Beziehung wieder zurückbekommen. Ja, das ist total wichtig, sich da dann im Job so zu strukturieren, in der Selbstständigkeit, dass das eben mit der Beziehung immer noch harmonisch funktioniert, weil man kann diese Rollen nicht gänzlich ablegen. Man kann nicht im Job sein und sagen, jetzt bin ich nur Kollegin und der andere ist nur Chef oder so. Das ist immer eine Herausforderung, gerade wenn es auch noch verschiedene Hierarchie-Ebenen sind. Hier ist er ja anscheinend der Chef und sie ist ja Angestellte in der Buchhaltung und das kannst du alles nicht immer gänzlich ablegen und hat immer Wechselwirkungen. Also wenn du dann eine Entscheidung triffst und sagst, naja, das musst du so und so machen, dann kann das sein, dass das zu Hause mitgebracht wird und eben ein Streitthema ist und dann ist man auf einmal der Konfliktpartner. Wenn sie jetzt woanders in der Buchhaltung zum Beispiel arbeiten würde und hätte da Stress mit ihrem Chef, dann würde sie kommen und könnte über ihren Chef sprechen, und sagen, das ist total doof, hat bei der Arbeit gelaufen und er könnte sagen, ja Mensch, das kann ich verstehen, das hätte ich anders entschieden oder wie auch immer oder hätten wir so und so gelöst und jetzt ist es so, dass er aber dann der ist, der vielleicht dann die Vorgabe gemacht hat. Da gibt es sehr viele spannende Wechselwirkungen, das darf man dann eben nicht unterschätzen. Man kann das eben nicht trennen. Gut, willst du nochmal zum zweiten Paar, wir nennen sie Steven und Sina, etwas erzählen. Was war bei denen los? Also stell das Paar gerne vor. Ich wollte nochmal sagen, dass die Namen, irgendwie ist aufgefallen, jetzt habe ich ja schon einige Beispiele gebracht, es fällt mir langsam echt schwer, mir Namen auszudenken, wo kein Paar aktuell, jedenfalls bewusst bei mir, in der Kombination im Coaching ist. Deswegen hast du auch diesmal nur Namen von Freunden von uns genommen. Ja, habe ich, ist mir auch gerade aufgefallen. Das ist auch für unsere Freunde sehr lustig, glaube ich, falls jemand mal den Podcast hört, also es ist nicht persönlich gemeint, ich brauche eure Namen. Genau, Steven und Sina, beide Ende 30, haben ein Kind, ganz klein, drei Monate, und er ist in der Landwirtschaft tätig und hat sich da selbstständig gemacht vor zwei Jahren. Und er hat vor der Schwangerschaft sehr viel gearbeitet, um das Unternehmen, wie er sagt, zu stabilisieren. Das war auch ein Wunsch, dass die beiden ein Kind bekommen und auch ganz bewusst, dass er davor nochmal sozusagen den Turbo eingelegt hat, aber man hat schon gemerkt, dass die Kommunikation auch schon immer stark gelitten hat in der Partnerschaft, dass das immer so der Punkt war, den den beiden schwergefallen ist. Die kamen viel in Konflikte, die eskalierten so ein bisschen und sein Wunsch war aber irgendwie zu sagen, ja, wenn wir dann ein Kind bekommen, dann möchte ich auch für das Kind danach da sein und ja, hat darauf zugearbeitet. Damit aber auch so ein bisschen die Lage, ehrlich gesagt, so ein bisschen verschärft, weil dann noch weniger kommuniziert worden ist, weil er ja noch mehr gearbeitet hat. Dann war das aber so, wie es im Leben manchmal ist, dass man sich ja eine Sache vorstellt und dann läuft es doch anders wie gedacht, dass dann beruflich neue Herausforderungen dazu kamen, und es mussten neue Maschinen bestellt werden und da gab es einen großen Umbruch, sodass sein Plan oder deren Plan nicht so aufgegangen ist, wie gewünscht und als das Baby dann da war, gab es dann starke Konflikte, da sie sich alleine gefühlt hat und sich um sein Wort, wie gesagt, betrogen gefühlt hat. Auch wenn sie dafür Verständnis hat und sagt, ja, da kannst du nichts für, das habe ich ja selber gesehen und ich habe ja gesehen, wie du darauf hingearbeitet hast, aber die Konsequenz fehlte ihr. am Ende, dass er ja nicht sich an sein Wort gehalten hat und dass sie die jetzt nun die Konsequenzen aber ja trägt und alleine ist. Das ist eine häufige Gefahr, dass einem die Projekte zu groß werden oder sich die Projekte aneinanderreihen und man nie in diese Pausenphase kommt, in diese Ausgleichsphase. Ganz häufig, dass ein Projekt gestartet wird, wird auch sogar committed zu Hause. Man sagt, hey, wir investieren da jetzt und ich muss da ein bisschen intensiver reingehen auch. Phase sind fünf Monate. Naja, und dann dauert das Ding auf einmal 13 Monate, weil sich irgendwas verzögert, Dinge laufen schief. Du findest irgendwas, machst den Boden auf von der Halle, findest da irgendwas drin, was nicht reingehört. Dann musst du wieder einen Gutachter haben, musst du das organisieren. Und dann zögert sich das hinaus. Dann verschiebt sich das mit dem nächsten Bauträger, der irgendwas machen muss. Also so nach und nach verzögert sich alles. Und das Projekt läuft auf einmal 13 Monate, wird auf einmal viel teurer. In der Folge musst du danach wieder mehr Gas geben, um das investierte Geld rauszuholen, weil es teurer geworden ist und so kommst du aus dieser Phase nicht mehr raus und kommst nie in so eine Ausgleichserholungsphase, wo man sagen kann, jetzt ist es gerade mal entspannt und es passiert mal nicht so richtig. Es läuft einfach nur so ein bisschen vor sich hin. Genau, und das merkte man auch ganz stark an der Kommunikation, die war sehr eskalierend. Also dann sagte sie zum Beispiel sowas wie, ja, was hast du denn gedacht, dass das Kind jetzt noch ein halbes Jahr länger in mir drin bleibt, weil du noch nicht bereit bist? Also so dieses überspitzte Harte, was dann da rauskam. Und er, der dann sagt, ja, das ist ja nicht so richtig. Er, der natürlich gesagt hat, er wollte es immer so ein bisschen nett machen, hat gesagt, ja, das tut mir ja auch total leid, aber macht euch das das nett zu Hause und hat dann eher versucht, materiell was reinzuschießen und zu sagen, ja, macht euch das doch nett oder ihr könnt ja auch mal am Wochenende zusammen, ne, nimm mal deine Mutter mit und fahrt ihr am Wochenende weg. Da habe ich gesagt, ja, das ist alles schön, aber du bist nicht da. Regelmäßiges Missverständnis. Ja. Das Thema materieller Wohlstand versus Zeit und gemeinsame Zeit, Aufmerksamkeit, Fokus, Priorität. Genau, weil sie hat gesagt, das Kind ist nur einmal drei Monate alt, vier Monate alt, wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Und dann ist ihm rausgerutscht im Streit auch zu sagen, ja, aber es wird ja vielleicht auch noch ein zweites Kind geben, was bei ihr natürlich total schön das Gefühl gemacht hat, weil sie sagt, ja, aber das ist ja total unfair, dass bei dem einen Kind haben wir uns das gewünscht und zu sagen, na ja, er kriegt es halt nicht oder sie kriegt es halt nicht, aber das zweite Kind, da können wir es nochmal versuchen. Und das hat sich dann immer weiter zugespitzt, dass die dann auch an Trennung gedacht hat. Und das war der Moment, dass sie dann auch an Trennung gedacht hat. Und dann halt auch, wo sie sich bei uns gemeldet haben. Ein häufiger Moment, wo sich Paare melden. Ja, habe ich auch gerade gedacht, das ist so typisch, wie bei irgendwie so einer Serie. Und das war der Moment, wo sie sich bei uns gemeldet haben. Ja, das ist, glaube ich, so ein erster Moment, so eine Hürde, wenn das das erste Mal so wirklich in Erwägung gezogen wird oder auch im Affekt, das dann im Streit so rausrutscht, vielleicht das zweite, dritte Mal. Und das ist so der Punkt, wo man so eine neue Hürde, in der Beziehung überschritten hat. Und das ist so ein Punkt, wo sich viele bei uns melden. Und sagen so, wenn ich mich frage im Erstgespräch dann, was war denn der Auslöser dann dafür, dass ihr euch jetzt bei uns gemeldet habt? Da ist ganz häufig auch ein Streit. Und da ist das Thema Trennung zum Vorschein gekommen. Und bevor wir da jetzt weitergehen und das sich intensiviert, dieses Gefühl, wollen wir da ganz gerne Unterstützung haben. Denn dafür ist die Beziehung insgesamt zu gut. Wir sind zu lange schon zusammen. Und wir haben so viel aufgebaut miteinander. Und eigentlich lieben wir uns ja auch. Wir wollen da raus aus der Misere. Ja, wie habt ihr das Ganze gelöst? Auch in diesem Fall haben wir uns natürlich die Verletzungen einmal genauer angeschaut. Also auch nochmal gerade dieses Commitment, was sie sich gegeben haben, unter welchen Bedingungen ist das erfolgt? Und haben dann auch festgestellt, dass eher auch so ein bisschen faulen Kompromiss eigentlich eingegangen ist, weil er ehrlich gesagt, also er sagte ehrlich gesagt, konnte ich damals gar nicht zu 100% dieses Commitment geben. Das war so ein Wunschdenken von mir. Aber eigentlich hatte ich schon die ganze Zeit das Gefühl, ich renne ab dem Moment, wo es ausgesprochen war, etwas hinterher, was ich gar nicht schaffen kann. Und das haben wir nochmal so ein bisschen aufgearbeitet. Dann haben wir ganz intensiv am Thema Wunschbeziehung auch gearbeitet, weil sie schon den Wunsch hatte, wirklich eine Beziehung festzuhalten, obwohl sie die Trennung im Kopf hatte. Sie hat gesagt, nee, eigentlich möchte ich eine Beziehung festhalten. Aber so wie es jetzt ist, ist es nicht gut. Und deswegen haben wir da sehr intensiv an der Wunschbeziehung gearbeitet. Und wie man sich ein Familienleben vorstellt, wie man Bedürfnisse aussprechen kann, da haben wir näher drauf geschaut. Und dann haben wir gemeinsam einen Fahrplan erstellt, was die nächsten Monate realistisch ist. Weil, wie schon gesagt, das Kind ist ja nun so alt, wie es jetzt gerade ist und man kann nicht zurückdrehen. Und es war ihr ein großes Anliegen zu sagen, ich brauche aber auch irgendwie das Gefühl, dass du jetzt trotzdem in den nächsten Monaten wenigstens dir Mühe gibst oder Ansätze da sind, dass wir nochmal gemeinsame Zeit haben. Das hat dazu geführt, dass sie immer mehr, zwar langsam, aber immer mehr Vertrauen aufbauen konnte und sie ihn halt auch sehen konnte im Neuen, wie wir sagen, also in Versprechen, die er wirklich einhalten kann und dass er sich bemüht. Das konnte sie dann vor allem bei dem Blickwinkel auch einnehmen und auch Kleinigkeiten anerkennen. Ja, und das haben wir dann so gemacht, weil es dann so ein Verlauf war. Man merkt, das ist jetzt nicht etwas, was man einmal so akut gelöst hat und dann ist das so vorbei, sondern wir haben die Sessions sozusagen ein bisschen aufgeteilt, als wir die letztendlich oder ich sie letztendlich sehr lange begleitet habe. Also ich meine, ein Dreivierteljahr, aber auch in kürzeren Einheiten zum Schluss, dass wir immer noch so ein Update gemacht haben. Wie läuft das? Was kann man wieder umstellen? Genau, man hat ja so eine erste Phase dann in so einem Fall, wo man das Paar so über den Berg bringt, die Verletzung löst und erst mal so diesen ersten großen Schub macht und dann begleitet man ja länger. Also man ist dann nicht ein Dreivierteljahr in der Krise, sondern hat dann so die ersten zwei, drei Monate und dann ist es so, wo man dann diesen großen Schub macht und dann gibt es in diesem Fall diese längere Begleitung, damit man wirklich die neuen Prozesse etabliert, die neuen Strukturen wirklich schaut, klappt das mit dem Vertrauen, gibt es neue Verletzungen, wo man gleich entsprechend darauf hinwirkt und aktuell haben wir jetzt ja auch unseren Modus so, dass wir sowieso die Paare meistens sechs Monate begleiten im Beziehungstraining parallel, wo man dann sagt, wir bringen die Paare zuerst in der Paartherapie über den Berg und dann sind sie noch da, wir sind noch eine Zeit lang bei uns im Beziehungstraining, wir sind im Austausch über WhatsApp mit uns oder in Sprechstundenterminen, die man einfach zwischendurch nehmen kann, um dann wirklich neue Muster zu etablieren und nicht wieder in die alten Muster zurückzurutschen. Ja, sehr schön, sehr spannend auf jeden Fall mit den beiden und ich mag das auch sehr, sehr gerne mit Selbstständigen zu arbeiten. Liegt vielleicht daran, dass man auch selber immer viele selbstständige Unternehmer im Umfeld hat, weil man das auch selber natürlich so als Leidenschaft hat, Unternehmen aufzubauen, anderen Menschen zu helfen. Wenn ihr an dieser Folge Spaß hattet und entsprechende Impulse für euch mitnehmen konntet, dann schreibt uns doch gerne etwas in die Kommentare. Wenn ihr euch eine Folge Teil 2 dazu wünscht, vielleicht habe ich gedacht, uns fehlen nochmal so ganz praktische Tools, wie man das verändern kann. Wenn man jetzt sagt, Mensch, man kann schwer richtig Tipps geben, wie man so ein Fundament wiederherstellt, das ist eben eher so ein gemeinsamer Coaching-Prozess, aber es gibt ja noch auf den, wie wir sagen, immer oberen Ebenen einige Tipps und Tools, die man nutzen kann, die auch schon einen riesen Hebel haben können. Wenn ihr Bock habt auf so eine Folge, dann schreibt doch ganz gerne mal bei YouTube in die Kommentare. Wenn ausreichend Kommentare da sind, dann nehmen wir das mal kurzfristig in Angriff. Ansonsten eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal. Bis dann. Bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der zeitliche Faktor ist entscheidend, um Selbstständigkeit und Beziehung harmonisch zu gestalten, ohne dass eine der beiden Bereiche dominiert.
  2. Eine klare Trennung zwischen beruflichen und privaten Lebensräumen ist notwendig, um Verwirrung und Überlastung zu vermeiden.
  3. Selbstständige und Führungskräfte erleben oft eine intensivere Arbeitsbelastung, was zu Zeitmangel, Stress und emotionaler Erschöpfung bei der Familie führt.
  4. Mangelnde Kommunikation, ungerichtete Rollenverteilung und unerkannte Aufwände führen häufig zu Konflikten und einem Gefühl der Entfremdung.
  5. Die gemeinsame Entscheidungsfindung fördert ein gegenseitiges Vertrauen und ein stärkeres „Wir-Gefühl“ im Familienleben.
  6. Die ständige Erreichbarkeit und die Verpflichtung zur sofortigen Reaktion schränken das Ausgleichsvermögen und das persönliche Wohlbefinden ein.
  7. Selbstständige leiden oft unter einer erschöpften Entscheidungskraft und einer verbrauchten Willenskraft, was die Familieninteraktionen beeinträchtigt.
  8. Die Entwicklung einer gesunden Familienarbeitszeit erfordert Wille, Reflexion und eine gemeinsame Struktur, die beide Partner in ihre Rollen einbezieht.

Summary:

Selbstständige und Führungskräfte stehen vor einer besonderen Herausforderung: wie sie ihre berufliche Leidenschaft und Vision mit einer glücklichen, ausgewogenen Beziehung verbinden können. Der Kernproblem liegt in der zeitlichen und energieintensiven Belastung des Berufs, die oft zu einer Überlastung des privaten Lebens führt. Besonders häufig treten Konflikte auf, weil die Partner sich nicht gegenseitig sehen, was der andere leistet – oft wird nur der aufwendige, aktive Teil der Arbeit wahrgenommen, nicht die geschäftliche oder emotionale Belastung, die der andere trägt.

Dies führt zu Frustration, Entfremdung und dem Gefühl, dass der andere nicht zugegen ist. Eine Lösung besteht in klaren, gemeinsamen Strukturen, die die Zeit, Aufgaben und Entscheidungsrechte klar aufteilen. Wichtige Aspekte sind die gemeinsame Entscheidungsfindung, die Erstellung von Kommunikationsroutinen und die wachsende Wertschätzung für die jeweilige Rolle.

Auch die ständige Erreichbarkeit im Berufsalltag – selbst im Urlaub – wirkt sich negativ auf das Familienleben aus. Eine gesunde Balance entsteht erst, wenn beide Partner sich auf ihre Rolle einlassen, ihre Grenzen setzen und gemeinsam die Beziehung als ein wertvolles Element des Lebens gestalten. Dieser Prozess erfordert Zeit, Wahrheitsfindung und emotionale Intelligenz – und zeigt, dass Selbstständigkeit nicht nur ein beruflicher, sondern auch ein persönlicher und familiärer Weg ist.

FAQs

Die Zeit ist eine entscheidende Herausforderung, weil selbstständige Arbeit oft keine feste Arbeitszeit hat. Daraus entstehen Konflikte, wenn beide Partner in der Zeit nicht klar abgrenzen können, was zu Überlappungen und einem gestörten Familienleben führt.

Paare können Grenzen durch klare Kommunikation, digitale Kalender-Synchronisation und gemeinsame Vereinbarung von Prioritäten schaffen, um Arbeits- und Familienzeiten zu trennen und Konflikte vorzubeugen.

Dienstreisen führen zu Konflikten, weil sie oft die Zeit und die Aufmerksamkeit für das Familienleben nehmen und eine ungleiche Verteilung der Verantwortung und Zuständigkeit im privaten und beruflichen Leben verursachen.

Eine Erschöpfung im Entscheidungsprozess entsteht, weil selbstständige Menschen tagtäglich viele Entscheidungen treffen müssen. Nach einem belastenden Tag verlieren sie die Fähigkeit, über Familie oder Freizeit zu entscheiden, was zu einem Gefühl der Überforderung führt.

Gemeinsames Entscheiden schafft ein gegenseitiges Vertrauen, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und vermeidet, dass eine Person allein die Konsequenzen für Entscheidungen trägt, was zu emotionaler Distanz und Konflikten führen kann.

Ständige Erreichbarkeit führt dazu, dass man im privaten Leben oft abwesend ist, was die familiäre Präsenz reduziert und zu einer Gefühl von Abwesenheit oder Unzufriedenheit bei den Familie-Mitgliedern führt.

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