Es gibt Menschen, die haushohe Wellen surfen,
mit dem Fallschirm von Felsklippen springen
oder ohne Atemgerät dutzende Meter tief tauchen.
Und ich frag mich, aber jedes Mal,
warum macht man so etwas freiwillig?
Was steckt hinter dem Adrenalinkick?
Und hat Risikoaffinität auch Vorteile?
Das finden wir in dieser Folge zusammen raus.
Und so zweites Thema der Folge ist,
warum wir weniger Hunger haben, wenn wir krank sind.
Ich bin so viel Hegesperger, lasst uns rein starten.
Aha!
10 Minuten, Alltagswissen.
Ein Podcast von Welt.
Würdet ihr von euch sagen, dass ihr gerne Risiken eingeht?
Oder reilt euch schon eine Achterbahnfahrt,
um an Eure Grenzen zu kommen?
Psychologen und Psychologinnen sprechen bei Menschen,
die besonders intensive Erlebnisse suchen,
von Sensation-Siegern oder Thrill-Siegern.
Also Menschen mit einem ausgeprägten Bedürfnis
nach Nervenkitzel und neuen Erfahrungen.
Dabei klingt das erst einmal widersprüchlich.
Eigentlich müsste unsere Gehirn doch alles daran setzen,
gefahren zu vermeiden.
Schließlich erhöht Vorsicht die Überlebenschancen.
Oder braucht es in einer Gemeinschaft,
vielleicht auch Menschen, die bereitzend Risiken einzugeben?
Genau dieser Frage ist Professor Hedwig Eisenbart
in einer Modellstudie nachgegangen.
Hedwig Eisenbart forscht an der Victoria University
auf Wellington, in Neuseeland dazu,
wie gefühle menschliches Handeln beeinflussen,
und sie ist jetzt zu Gast bei mir.
Herzlich willkommen, Frau Professor Eisenbart.
Hallo, freut mich dazu sein.
Ich habe mich gefragt, wo er kommt,
denn eigentlich bei vielen Menschen des Lust am Risiko.
Was steckt das psychologisch dahinter?
Ja, Menschen suchen schon auch immer ein bisschen ein Reiz.
Wir sind neugierig.
Wir wollen auch ein bisschen so unser System stimulieren.
Dass Menschen darin variieren, ist auch ganz normal.
Es gibt Menschen, die suchen mehr Risiko,
da gibt Menschen, die suchen das weniger.
Manche sind mehr ängstlich.
Es geht oft ein höhere Ängstlichkeit
mit gängerer Risiko-Bereitschaft.
Oder dann auch andere Leute sind Risiko-Bereiter.
Und sind dann vielleicht auch weniger ängstlich.
Aber warum Leute so besonders suchen oder warum manche Leute das wirklich brauchen,
ist schon diese Stimulation.
Also diese starke Reizanreiz-Demann durch so eine starke Erregung,
körperliche Erregung dann erlebt,
dass das, was manche Leute gerne erleben.
Und wir wissen auch, dass es tatsächlich gibt,
die das sehr stark ausgeprägt haben.
Und wo quasi so dieses, was man sonst so hätte,
als, dass man mit geringerer Anregung schon zufrieden ist,
nicht so ausgeprägt ist.
Und genau da, das ist dann unterschiedlich ausgeprägt in den Menschen.
Gibt es trotzdem irgendein Faktor, der drüber entscheidet,
wie die Risiko-Affien ich wirklich handle oder lebe oder wann wir zu was angelegt
in der Kindheit oder erst später, was kann man da zusagen?
Also, wenn man das quasi des Belohnungssystems gehören,
da all dem ganz in zugrunde liegt oder als Hintergrund nimmt,
gibt es tatsächlich schon Bahnen, die sozusagen dazu führen,
oder möglich, also Faktoren, die dazu führen,
dass Leute mehr Affinen sind für solche, für das Belohnungssystem.
Und wenn das Belohnungssystem an solche verhaltensweisen geknüpft ist,
dann ist das schon was, was auch relativ frühe schon angelegt sein kann.
Und wir wissen auch, dass Leute die stark Belohnungsorientiert sind,
eher häufiger dann zum Beispiel auch durch solche Verhaltensweisen
dann verstärkt werden können.
Das kann anlagen sein, die schon sehr früh aus der Kindheit schon angelegt sein können,
zum Teil eventuell sogar auch verärbte oder genetisch bedingte Verandagungen.
Aber es ist nicht eine Einfaktor, der das komplett erklärt.
Man könnte das nicht sagen, es gibt da das Adrenalin-Chunke gehen,
das gibt es sicher nicht, es gibt auch keinen einen Grund,
den man, wie man was man erlebt haben muss, in der Kindheit um sich dahin zu entwickeln.
Sondern es ist tatsächlich multifaktoriell.
Plus ist es auch so, dass es unser Gehörn lernt, der Konstant durchs Leben hindurch.
Und es können sich auch übersleben, lieben spannende Hinwegtinge entwickeln,
oder auch lernen Erlebnisse gemacht werden, die so was verstärkt oder verringern können.
Alles klar, also ganz einfach ist es nicht, kein Adrenalin gehen.
Wollen wir mal auf Ihre Studie gucken.
Sie haben ja gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen untersucht,
welche Rolle Risiko viele Menschen für eine Gemeinschaft spielen können.
Es können eben auch um die Frage, wie das beispielsweise während der Menschheitsgeschichte
sich ausgewirkt hat, ob es evolutionäre Vorteilevente erbietet.
Lassen Sie uns gerne mal drauf gucken, was haben Sie da untersucht?
Und das waren auch die Ergebnisse.
Ja, es war eine super spannende Studie, die Martina Testori hat es geleitet,
die war damals die Doktoranden.
Und die Idee war sozusagen, wie es simulierend ist, also es ist eine Computersimulation.
Und wir simulieren mal, was passiert über verschiedene Generationen,
wenn man in der Bevölkerung eine bestimmten Anteil von Menschen hat,
die es stark orientiert sind an Risiko-Suche,
aber gleichzeitig eben auch variieren darin, ob sie auch Selbstzentriert sind.
Also wir haben nicht nur Risiko-Suche, sondern auch gleichzeitig Selbstzentriert sein manipuliert.
Und der Hintergrund dazu ist, dass die psychopartische Persönlichkeit,
die wir untersuchen wollten, diese beiden Komponenten beinhaltet, was uns interessiert hat ist,
wenn diese beiden Charakteristiker zusammen treffen und wenn wir das irgendwie simulieren,
wie sich das dann auswirken würde, wie entwickelt sich das über die Generationen hinweg?
Ist es eine Eigenschaft, die dann erhalten bleibt in der Bevölkerung?
Wie wirkt sich das aus auf die Bevölkerung?
Wächst die Bevölkerung allgemein, was im positives Outcome evolutionär sozusagen wäre oder reduziert sich die Bevölkerung.
Und dann haben wir noch quasi auch noch moduliert, wie sich dieses Verhalten von den Leuten auswirkt.
Es gibt es auch negative Konsequenzen davon, wenn man eben sehr Risiko-Suchend ist.
Also was spannend war, ist das sozusagen, wenn wir jetzt mal nur dieses Verhalten an sich angucken,
ist es nicht zwingend, so dass es, wenn man mit mehr Menschen mit diesen Eigenschaften Risiko-Suche
und Selbstzentrierthalt in der Bevölkerung hat, ohne jetzt die anderen Dinge zu manipulieren,
ist es nicht unbedingt positiv.
Aber wenn wir jetzt eben das mit einbaut, das Leute dann auch häufiger nicht überleben,
selbst nicht überleben, weil seine gefährliche Fallenzweise auch oft beinhaltet.
Also wenn ich in Risiko-Suche habe ja ein höheres Risiko früher zu verstärben.
Und dann hat sich schon rausgestellt, gerade wenn die Ressourcen nicht endlos sind, sondern verknabts sind.
Und wenn wir gleichzeitig auch modulieren, dass die Leute vielleicht auch ein höheres Risiko haben zu verstärben,
das ist dann schon gut, ist, wenn dann Anteil, ein gewisse Anteil von Leuten der Beis in der Bevölkerung,
die eben diese Anteile haben, die Risiko-Suchend sind, weil die dann eher nach außen gehen
und wieder neue Ressourcen erwirtschaften sozusagen, selbst wenn sie die aus ihrer Selbstzentriertheit oft selbst behalten
und nicht unbedingt teilen würden.
Aber es ist trotzdem besser für die allgemein Bevölkerung, wenn eine Anteil in der Bevölkerung ist,
der tatsächlich so dieses Risiko-Suchend der Verhalten auch zeigt.
Ja, total spannend.
Und jetzt war ich nur noch mal nachfragen, um das Klats zu stellen.
Aber diese Kuafinität geht nicht zwingend einher mit dieser Selbstzentriertheit.
Das haben sie jetzt nicht modelliert. - Genau.
Das ist vielleicht auch nur wichtig für diese Studie, die in der Studie wurde,
das tatsächlich nur gemeinsam modelliert, weil wir darauf fokussiert haben,
diese psychopatischen Persönlichkeit zu ähnlich zu wie möglich zu machen.
Also in diesem Kontext haben wir diese Ergebnisse gefunden.
Super, vielen Dank für die Klarstellung und für die sehr, sehr spannende Einblick.
Ich bedanke mich fürs Gespräch, für Herr Prof. Eisenbart.
Danke auch, hat mich gefreut.
Und von der Liebe zum Adrenalin-Kick kommen wir jetzt zu unserer Alltagsvater.
Nämlich, warum verschwindet unsere Hunger, wenn wir krank sind?
Warum ist das so?
Die kleine Alltagsfrage.
Ausgerechnet dann, wenn wir krank sind,
und der Körper doch eigentlich Energie braucht, um wieder gesund zu werden,
könnte man meinen, verschwindet bei vielen der Appetit.
Manche, die kriegen kaum einen Löffel super runter.
Tatsächlich ist Appetitlosigkeit eine ganz typische Reaktion des Körpers auf eine Infektion.
Sobald das Immunsystem Krankheitserreger erkennt, läuft die Abwehr auf Hochturen.
Immunzellen werden aktiviert, Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet
und geschädigtes Gewebe repariert.
Gleitzeitig verändert sich unser Verhalten.
Wir fühlen uns müde, ziehen uns zurück und haben weniger Hunger.
Fachleute sprechen von Sickness-Behävia,
einem evolutionär entstandenen Krankheitsprogramm des Körpers.
Gesteuert wird dieses Programm vom Gehirn.
Die Entzündungsbotenstoffe des Immunsystems senden Signale an den Hypotalamus
und den Hirnstamm.
Dort wird das Hungergefühl herunterreguliert.
Eine wichtige Rolle erspielt außerdem ein Eiweiß-Namens GDF-15.
Es wird bei Krankheiten und Zeltstests vermehrt gebildet
und wirkt auf Nervenzellen im Hirnstamm die unter anderem Übelkeit
und Appetit steuern.
Studien zeigen sogar, dass normale Hunger-Signale
in dieser Situation teilweise übergangen werden.
Wohl der Körperenergie braucht, sagt das Gehirn gewissermaßen,
das Essen kann warten.
Beim Magen-Darm-Infektionen greift noch ein weiterer Mechanismus.
Im Darm sitzen spezielle Sinnes-Zellen, sogenannte Tuft-Zellen.
Die erkennen Eindringlinge und lösen eine Kette von Signalen aus.
Dabei wird sehr der Tonienfrei gesetzt.
Über den Vargas Nerven gelangen diese Informationen zum Gehirn
und können den Appetit zusätzlich dämpfen.
Je stärker die Entzündungsreaktion,
desto ausgeprägt erfüllt dieser Effekt oft aus.
Wenn wir weniger essen, stellt der Körper
außerdem seinen Stoffwechsel um.
Er gleift verstärkt auf Fettreserven zurück
und bildet zur genannte Ketonen-Körper.
Diese dienen nicht nur auf die Kette.
als alternative Energiequelle, sondern können auch in Zündungsprozesse beeinflussen und
zählen vor oxidativen Stressschützen.
Ich bin jetzt ganz herzlich bei Cardenas Wani für die Recherche zu dieser Alltagsfrage.
Habt ihr Fragen euch umschreiben und die wir hier unbedingt im Podcast mal für euch beantworten
sollen, dann schreibt uns entweder ihr kommentiert hier unter der Folge oder ihr schickt uns
eine Mail an
[email protected], darauf freuen wir uns immer.
Ich bin Sofia Hegesperger, bleibt neugierig und bis bald.