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Warum halte ich an einer Beziehung fest, die mir nicht gut tut?

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Warum halte ich an einer Beziehung fest, die mir nicht gut tut?

Viele Menschen bleiben in toxischen oder unglücklichen Beziehungen, obwohl sie sich klar darauf einlassen könnten. Die Hauptgründe dafür sind finanzielle Verpflichtungen, Kinder und der soziale Status, der bei einer Trennung verloren geht. Außerdem herrscht oft eine Sehnsucht nach der Zeit, in der alles gut war, und die Hoffnung, dass die Krise von allein vorbeigehen wird. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Angst davor, allein zu sein oder den Partner zu verlieren, was zu Verlustangst und einem schwachen Selbstvertrauen führt. Viele Menschen sehen ihren Partner als Ersatz für die Liebe und Anerkennung, die sie in der Kindheit fehlten – eine Abhängigkeit, die schwer zu überwinden ist. Dieses Mangelgefühl wird durch die Beziehung ausgleicht, sodass die Trennung als großer Verlust empfunden wird. Um aus dieser Situation herauszukommen, ist es entscheidend, die eigenen Gefühle zu reflektieren, Selbstvertrauen aufzubauen und die inneren Ursachen zu erkennen. Ein unterstützender Weg ist die Einbindung einer neutralen Dritten oder die Schriftliche Aufzeichnung von Sorgen und Wünschen. Durch diesen Prozess kann der Entscheidungsprozess klarer und bewusster werden, und die Menschen lernen, ihre eigene innere Stabilität zu stärken, ohne auf den Partner angewiesen zu sein.

Transcription

3054 Words, 18899 Characters

German
Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge der Lebensirrlisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir beide sind Paartherapeuten und coachen täglich Paare raus aus der Beziehungskrise hin zu einer glücklichen und harmonischen Beziehung. Genau, und wir haben ja in den letzten Podcast-Folgen über das Thema Beziehung retten als Oberthema gesprochen. Und heute soll es darum gehen, dass wir einmal darüber sprechen wollen, warum halte ich krampfhaft an einer Beziehung fest, die mir nicht gut tut. Also warum man, wenn man in einer toxischen Beziehung lebt. daran noch festhält. Was könnten die Gründe sein? Genau, also ich finde toxisch immer schon sehr drastisch. Das hört sich immer schon sehr, sehr krankhaft an. Toxisch, die Beziehung ist wie Gift. Aber manchmal fühlt sich das gar nicht so extrem an, wenn man in der Situation drinsteckt. Aber man würde es eigentlich schon als solche bezeichnen. Genau, und oft erleben wir halt, dass Menschen an einer Beziehung festhalten. Die sie unglücklich macht. Und dann fragt man sich natürlich auch allgemein, warum ist das so? Warum bleiben diese beiden Menschen, die sich selber nicht gut tun, in einer Beziehung? Genau, da haben wir vier große Punkte rausgesucht, die typischerweise die Ursache dafür sind, dass die Paare an einer Beziehung festhalten. Ja. Obwohl vielleicht klar ist, dass es besser wäre, sich zu trennen. Vielleicht ist es auch nicht ganz klar. Aber wir wollen es gerne mal vorstellen. Vielleicht magst du den ersten und wichtigsten Punkt einmal vorstellen. Also ein sehr großer Punkt ist natürlich finanzielle Verpflichtung und Kinder. Das ist so der Brocken, der extrem häufig genannt wird in diesem Zusammenhang. Also typischerweise, dass eine finanzielle Verpflichtung besteht im Sinne von einem Haus, das abbezahlt werden möchte. Man sein Lebensstandard auf zwei Personen ausgerichtet hat. Und wenn man diese Beziehung verlassen würde, würde man alleine sein. Das heißt auch für sich alleine sorgen. Und das heißt natürlich auch vielleicht den Lebensstandard nicht halten zu können, den man sich aufgebaut hat. Und auch umzuziehen. Weil meistens ja, wenn man ein Haus hat und einen Abtrag hat, dass kaum einer alleine stemmen kann oder nur sehr schwierig. Und das ist für viele Menschen wirklich ein Punkt, der richtig Bauchschmerzen macht. Dass man denkt, diese große Veränderung im Leben, diese finanzielle Verpflichtung, die ich dann alleine tragen muss, macht einfach sehr große Bauchschmerzen. Und der zweite Punkt, der natürlich auch häufig genannt wird, sind Kinder. Weil man natürlich, wenn man eine Beziehung verlässt oder wenn eine Partnerschaft zu Ende geht und da sind Kinder mit bei, man auch die Verantwortung für die Kinder in dem Moment vielleicht alleine. Also dass einer alleinerziehend wird. Aber auch die Angst, wie sage ich es den Kindern? Was für Gefühle können bei den Kindern hervorkommen? Wie kann ich so eine Zeit durchstehen? Wie kann ich die Gefühle meiner Kinder begleiten? Ganz viel Unsicherheit, ganz viel Angst auch, dass da auch Wut entstehen kann. Gerade wenn man selber merkt, dass der Partner eigentlich gut tut. Wie kann ich aber als starker Vater, als starke Mutter meinen Kindern gegenübertreten und den Menschen, mit dem ich zusammen war, nicht schlecht dastehen lassen? Damit ich auch den Eltern ja noch, also als Eltern noch ein starkes Elternpaar sein kann, den Kindern gegenüber. Viel Veränderung, die halt eintritt, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Ja, vor allen Dingen. Und das macht nicht nur was innen, sondern auch im Außen. Nämlich im Außen geht es vielen dann noch um den sozialen Status, der einhergeht. Vorher war man vielleicht nach außen, die zufrieden. Die zufriedene Familie, weil doch die meisten ja nicht ins Innenleben der Familie reingucken können. Im Außen sieht man zwei schöne Autos, ein Haus mit schönem Vorgarten, alles gepflegt, eine schöne Familienkonstellation, ein Paar mit zwei Kindern. Also dieses Wunschbild, was wir doch häufig haben. Viele Freundschaften, die natürlich auch darauf aufgebaut sind, dass es andere Paare sind, auch mit Kindern und so weiter. Und ja, für viele geht dann so ein sozialer Status verloren. Ja. Was du schon gesagt hast, auf einmal steht er alleinerziehend und geschieden. Im öffentlichen Rahmen, wenn man mal auf dem Dorf wohnt oder in einer Kleinstadt, wo es dann doch darauf ankommt, wie man lebt oder dass da Menschen um einen herum leben, die es gerne bewerten, ist das ein großer Schritt. Also die Angst, was andere denken. Ja, genau. Und dass andere das bewerten könnten einfach auch. Und dass es wieder vielleicht auch auf die Kinder zurückfällt. Ja. Da ist auch natürlich die Frage, wie löst man das, ne? Ja, wie löst man das? Das ist sehr spannend. Wie kommt man da raus? Und ich glaube, da ist es ganz wichtig, für sich selber ehrlich zu sein, also zu sich selber auch ehrlich zu sein und die richtigen Prioritäten zu setzen. Also zu schauen, möchte ich die nächsten 15 bis 20 Jahre in einer WG vielleicht leben und das alles aufrechterhalten? Was macht das vielleicht auch für die Kinder? Genau. Was macht das für uns? Genau. Also eigentlich kommt da das Thema Ökologie-Check, was wir auch nochmal aufgreifen werden, auch hervor. Also da geht es darum, durch ein bestimmtes Verfahren herauszufinden, ist die Entscheidung, mich vielleicht aus einer Beziehung zu lösen, aus einer Ehe zu lösen, ist das ökologisch, fühlt sich das gut an? Und da geht es auch nochmal darum, welche negativen Konsequenzen entstehen und was kann ich dagegen tun, damit diese negativen Konsequenzen eintreten? Und bei finanziellen Verpflichtungen geht es dann darum, natürlich das einmal für sich durchzurechnen, einmal einen Überblick zu haben. Da auch zu überlegen, wie kann ich damit aktiv umgehen, welche Möglichkeiten habe ich, welche Förderung könnte ich bekommen? Also das ist ja so auf sehr rationaler Ebene zu klären. Bei Kindern geht es darum, sich zu überlegen, was für Konsequenzen hat das für die Kinder und wie können wir als Elternpaar die Konsequenzen für die Kinder klein halten, indem wir Sicherheit schaffen, indem wir uns bewusst sind, das ist für Kinder und das ist für viele Paare manchmal schwer. Ja. Anzunehmen, Kinder brauchen kein Liebespaar, das ist sozusagen on top, sie brauchen ein starkes Elternpaar. Also für Kinder ist es wichtig, dass beide Verantwortung in der Erziehung gerne übernehmen möchten, dass sie Spaß daran haben, sich mit den Kindern zu beschäftigen, dass da eine gewisse Grundstimmung zwischen den Eltern herrscht, die anerkennend und wertschätzend ist. Aber dieses Liebespaar, das brauchen Kinder nicht. Ich glaube, man stellt sich häufig eine Frage nicht oder viele Paare stellen sich eine Frage nicht, vielleicht auch aus Angst vor der Antwort oder weil man es nicht sehen möchte. Was passiert denn mit den Kindern, wenn man sich eben nicht trennt? Also was lernen die Kinder für eine Beziehung kennen? Man muss ganz klar sagen, Kinder lernen, wie man Beziehungen führt, wie man mit Konflikten umgeht, wie man sich mit Gefühlen auseinandersetzt, wie man Erwartungen ausspricht, all diese ganzen Dinge lernen Kinder von den Eltern. Die Frage ist, was lernen die Kinder, wie lernen die Kinder, wie Beziehungen funktionieren, wenn Eltern ein WG-Konstrukt vielleicht leben, aus Angst vor finanziellen Verpflichtungen, aus Angst vor sozialem Status, aus Angst, die Kinder zu enttäuschen. Und Kinder spüren das, Kinder merken ja auch, oft berichten ja auch Kinder und sagen, es hätte mir eigentlich gut getan, wenn meine Eltern sich getrennt hätten eher. Weil die ersten Bindungspartner. Die Eltern zeigen ja den Kindern auch, wie man eine Beziehung führt. Und das ist dann im späteren Verlauf, wenn Kinder nie gelernt haben oder nie gesehen haben, wie eine liebevolle Beziehung laufen kann, wie sollen sie später im Leben zu anderen Menschen eine liebevolle Bindung aufbauen. Das ist sehr schwierig. Ja, das finde ich sehr spannend. Also das berichten auch sehr viele. Da überlegt man und denkt man eure eigene Kindheit zurück. Wie viele Situationen gibt es, wo ihr etwas über die Eltern erfahren habt oder streitet? Wie viele Streitigkeiten der Eltern erlebt habt oder auch andere Dinge, was eure Eltern gar nicht wissen. Also wo eure Eltern gar nicht wissen, dass ihr als kleines Mädchen, kleiner Junge hinter der Tür standet und genau gehört habt, was da passiert, was das bei euch ausgelöst hat, Unsicherheit, Ängste. Und also es funktioniert meistens nicht, diese Themen von den Kindern fernzuhalten, auch wenn man sich das noch so gut vornimmt und das noch so gut plant. Also erster, erster großer Punkt. Ja. Eigentlich drei Punkte in einen gepackt, aber erster großer Punkt, finanzielle Verpflichtungen, Kinder und der soziale Status, der verloren geht, wenn man sich trennt. Ja, der zweite Punkt. Der zweite Grund sozusagen, warum man an der Beziehung festhält, ist, dass man denkt, dass man so eine Sehnsucht nach der Zeit hat, wo ja noch alles gut war. Man denkt ja, man kennt den Menschen ja auch noch anders. Und auch wenn Freunde und Familie sagen, trenn dich lieber. Das tut dir nicht gut, da hat man das Gefühl, sich auch in so eine Rechtfertigungsrolle zu kommen, zu sagen Ja, aber ich weiß, derjenige war ja früher mal anders und man. sehnt sich an die Zeit zurück vor den Konflikten, wo es vielleicht noch harmonisch war, wo man noch ein besseres, ein stimmiges Gefühl hatte in der Partnerschaft. Und man möchte unbedingt an diese Zeit anknüpfen. Aber es ist natürlich schwierig. Diese Zeit wird nicht einfach so wiederkommen. Die Hoffnung alleine, dass die Krise bald vorbeigeht, reicht nicht. Die Krise ist durch irgendwas verursacht worden. Und man braucht halt dann auch einen klaren Prozess, einen klaren Ablauf. Wie kann man an die Themen rangehen, die zu den aktuellen Gefühlen geführt haben? Und wie kann man das lösen? Also Hoffnung alleine reicht da nicht. Ja, dritter Punkt. Ja. Also der dritte Punkt ist auch ein ganz wichtiger. Das sind nämlich Ängste. Ängste davor, den Partner zu verlieren, einsam zu sein, häufig auch als Verlustangst betitelt. Was auch häufig die Ursache von einem eher schwach ausgeprägten Selbstvertrauen ist. Aber auch andere Ereignisse im Leben vorher dazu geführt haben können, dass man halt eine Verlustangst hat beziehungsweise Angst davor hat, einsam zu sein. Da erinnere ich mich sofort an unseren ersten Podcast zurück. Da wollten wir von einem Paar berichten, was wir dann mangels Zeit nicht gemacht haben. Und dieses Paar passt in dieses Beispiel eigentlich wunderbar hinein, denn da ging es darum, dass sie sich fremdverliebt hat und sich auch entschieden hat, sich zu trennen. Also das Paar kam zu uns und die Trennung war entschieden. Es ging also um ein Trennungscoaching und es ging darum, dass er die Trennung wahrhaben kann, dass er die Trennung annimmt. Und am Ende ging es auch darum, natürlich ein starkes Elternpaar für die Kinder zu bleiben. Nee, ein Kind. Für das Kind zu bleiben. Ein Kind war es. Das war ganz wichtig. Und er hatte halt eine sehr starke Verlustangst und hatte auch sehr große Angst davor, einsam zu sein, allein zu sein. Selber auch Scheidungskind gewesen. Da die Prägung auch sehr stark. Genau. Und da ist auch so eine, wir haben das im Coaching damals genannt, so eine Symbiose zwischen den beiden. Die haben sich beide als beste Freunde bezeichnet, obwohl sie nun ja im Trennungsprozess waren, also sie haben eine enge Verbundenheit noch gespürt, haben aber auch beide gesagt, irgendwie ist es ja nicht die Liebesbeziehung, die die verbindet. Und da nochmal die Überlegung, was, wer ist dafür verantwortlich, dass ich glücklich bin? Und viele Paare können sich nicht trennen, weil sie dann das Gefühl haben, sie sind ohne dem anderen nicht mehr komplett. Also da der Gegenpart fehlt, einfach derjenige, der ja eigentlich für mein Glück zuständig war. Oder auch ich selber kann den anderen nicht verlassen, weil meine Aufgabe ist es ja, den anderen glücklich zu machen. Und das ist immer das Gefährliche, was dann entstehen kann. Abhängigkeiten in einer Beziehung aufgrund des Gefühls, dass man den anderen selber zusammen leben braucht oder auch den anderen glücklich zu machen. Die Sprüche, die man ja auch überall gerne liest. Ich kann ohne dich nicht leben oder du machst mein Leben komplett. Also so eine Abhängigkeit, die da schnell mitschwingt. Es gibt noch so ganz viele andere Sprüche, die fallen mir jetzt gerade nicht ein. Das Entscheidende bei diesem Paar war einfach, und das ist eigentlich der Punkt, um den es geht, dass ihm auch schon vom Kopf her, vom Denken her klar war, dass eine Trennung ein guter Weg sein wird, dass die beiden auch wunderbar miteinander klarkommen werden, weil sie letztendlich keinen konkreten Streit oder einen Megakonflikt hatten. Aber einfach, dass Basisgefühl, nämlich die Ängste, die da aus dem Basisgefühl hochgekommen sind, ihm diesen Weg versperrt haben. Also er hätte alles dafür getan, dass diese Beziehung hält, auch wenn eigentlich sein Denken schon sagt, die Trennung ist eigentlich ein guter Weg. Und da war es halt im Einzelcoaching wichtig, die Verlustangst aus der Kindheit zu lösen, die Angst davor, einsam zu sein, zu lösen und das Selbstvertrauen aufzubauen, sodass er sich zutraut, alleine leben zu können, dass er sich zutraut, auch irgendwann wieder eine neue Partnerin zu finden und ja, da einfach diese Zuversicht und das Urvertrauen gewinnt, denn das ist das, was von Eltern gebraucht wird, dass wir in unserer Kindheit Urvertrauen und Sicherheit aufbauen, daraus resultiert Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und das haben wir für ihn wiederhergestellt. Dieses Urvertrauen, alles wird gut werden, auch wenn ich allein bin, kriege ich mein Leben in den Griff. Genau, das war, das wollten wir eigentlich im zweiten Podcast mit einbringen, jetzt haben wir es im vierten gemacht, auch super, dann passt du perfekt zu diesem Beispiel. Also die Beziehung muss nicht immer extrem toxisch sein, warum sich Menschen aus einer Beziehung nicht lösen können, das ist ja bei dem Beispiel jetzt auch nicht, dass die sich extrem gegenüber schlechte Gefühle zugefügt haben, sondern es gibt einfach Gründe, warum Menschen einfach aufgrund ihrer innerlichen Prägung sich nicht lösen können. Ja, den letzten Punkt haben wir noch und da ist dann die eigene Kindheit ein auslösender Faktor dafür, dass man sich nicht trennen mag, denn wenn man in der eigenen Kindheit vielleicht nicht ausreichend viel Liebe und Anerkennung erhalten hat, was nicht unbedingt bedeutet, dass man eine schlechte Kindheit hatte, aber wir brauchen halt sehr viel Liebe und Anerkennung und wenn das für uns in unserem Empfinden nicht gereicht hat, dann kann das sein, dass wir aus der Kindheit mit einem gewissen Mangelgefühl von Liebe und Anerkennung rausgehen und dass ein Partner das dann für uns erfüllen soll und der Partner, der hat dann eine ganz ganz große Aufgabe, denn der ist einerseits für die Liebe und Anerkennung aus dieser partnerschaftlichen Rolle zuständig, aber soll auch gleichzeitig noch das aus dem Mangel, der durch die Eltern entstanden ist, was alles in guter Absicht war, die Eltern haben alles gegeben, was sie konnten, haben in bester Absicht und in all ihren Ressourcen gehandelt, aber trotzdem hat es nicht ganz gereicht und das soll der Partner nun auffüllen. Und das ist eine Aufgabe, die nicht erfüllt werden kann, die einfach so groß und auch an den falschen Adressaten geraten ist. Und das macht es dann halt super schwer, sich zu trennen. Also aus Sicht der Person, die noch diesen Mangel hat von den Eltern. Denn man würde sich dann ja nicht nur, in Anführungsstrichen, von einem Partner trennen, sondern auch Anteile Liebe und Anerkennung, die einem bei den Eltern fehlte, auch gleich mit abgeben. Das heißt, man trennt sich dann von so viel mehr Liebe und Anerkennung, als es einfach nur von einem Partner käme. Ja, und das kann dazu führen, dass man halt in einer Beziehung bleibt, die einem eigentlich nicht gut tut, aber dieser Verlust fühlt sich dann so stark und so groß an, dass man es einfach nicht machen kann. Auch das wäre ein Fall dafür, wie in dem Beispiel davor, zu schauen, dass man davor war es Urvertrauen und Sicherheit, die wiederhergestellt werden musste, um halt diese Verlustangst und das etwas zu schwache Selbstvertrauen aufzubauen. In diesem Beispiel geht es um Liebe und Anerkennung. Hier geht es darum, Liebe und Anerkennung zu den Eltern im inneren Bild wiederherzustellen und in diesem Prozess dafür zu sorgen, dass der Partner dafür nicht mehr zuständig ist, sodass dann gelöst von dieser Abhängigkeit, die entstanden ist, das ist ja wie eine Abhängigkeit, in der man sich dann befindet, gelöst von dieser Abhängigkeit anders betrachtet werden kann, ob man sich trennen möchte oder nicht. Ja, also eine Trennung ist natürlich immer ein großer Berg, der einem bevorsteht. Viele Entscheidungen, die getroffen werden müssen, viele Handlungsweisen, die gut reflektiert und bedacht sein müssen. Und manchmal hilft es da einfach, sich Hilfe von einer neutralen dritten Person zu holen. Das kann ein Weg sein. Oder halt auch im ersten Schritt einmal die Gedanken aufzuschreiben, einmal die Sorgen aufzuschreiben, um auch für sich vielleicht mal zu reflektieren, was sind wirklich die Gründe, die mich von einer Trennung abhalten, einmal raufzuschauen, was kann ich aktiv tun, mir sozusagen dann zu überlegen, was kann ich tun, damit die negativen Konsequenzen für mich nicht so groß sind, wo kann ich mir Hilfe holen, was kann ich vielleicht noch umstellen, was auch immer, damit der Berg nicht immer größer wird, sondern überschaubar. Genau, also zusammengefasst nochmal finanzielle Verpflichtungen, Kinder und auch sozialer Status, dann das Zweite war die Sehnsucht nach der Zeit, wo es mal gut war, verbunden mit der Hoffnung, die Krise könnte auch irgendwie wieder vorbeigehen von alleine. Ängste, einsam zu sein, Verlustangst, Partner zu verlieren, den Partner zu verlieren, genau. Und letzter Punkt war Ausgleich durch den Partner von Liebe und Anerkennung, die bei den Eltern fehlte und dadurch ist man in eine Abhängigkeit geraten. Das waren ja die vier Punkte, die aus unserer Erfahrungswelt am häufigsten dazu führen, dass man an einer Beziehung festhält, die einem eigentlich nicht mehr gut tut. Ja, wir hoffen, ihr konntet da viel Mehrwert für euch mitnehmen und habt Impulse für euch bekommen. Wenn ihr euch selbst in so einer Situation fühlt, könnt ihr natürlich gerne uns schreiben und gerne helfen wir euch aus der Situation heraus. Und allen anderen hilft es hoffentlich dabei, gar nicht erst in so eine Situation hinein zu geraten und mit diesem ganzen Input zu wissen, was für euch gebraucht wird, um ausgeglichen kraftvoll genug zu sein, gute Beziehungen zu führen. Wir freuen uns über Feedback von euch und hören uns das nächste Mal. Tschüss! Bis bald! Bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Finanzielle Verpflichtungen wie Haus oder Lebensstandard machen eine Trennung für viele sehr angstreich und unzugänglich.
  2. Die Verantwortung gegenüber Kindern, insbesondere als alleinerziehender Elternteil, führt zu starken Angstzuständen und Unsicherheiten.
  3. Der soziale Status und die familiäre Wahrnehmung – wie das Bild der „glücklichen Familie“ – werden durch eine Trennung oft negativ bewertet und erschweren den Entscheidungsprozess.
  4. Menschen halten an einer Beziehung fest, weil sie Sehnsucht nach der Zeit haben, in der es gut war, und hoffen, dass die Krise von allein vorbeigehen wird.
  5. Angst davor, allein zu sein oder den Partner zu verlieren, führt zu Verlustangst und schwachem Selbstvertrauen, was die Trennung erschwert.
  6. Viele Menschen sehen ihren Partner als jemanden, der den Mangel an Liebe und Anerkennung aus der Kindheit ausgleicht, was eine tiefe Abhängigkeit erzeugt.
  7. Diese Abhängigkeiten sind oft nicht bewusst, aber durch frühe Erfahrungen mit Mangel an Liebe und Anerkennung verankert.
  8. Ein entscheidender Schritt zur Trennung ist daher die Wiederherstellung von Selbstvertrauen und innerer Sicherheit, um die Angst zu überwinden.

Summary:

Viele Menschen bleiben in toxischen oder unglücklichen Beziehungen, obwohl sie sich klar darauf einlassen könnten. Die Hauptgründe dafür sind finanzielle Verpflichtungen, Kinder und der soziale Status, der bei einer Trennung verloren geht. Außerdem herrscht oft eine Sehnsucht nach der Zeit, in der alles gut war, und die Hoffnung, dass die Krise von allein vorbeigehen wird.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Angst davor, allein zu sein oder den Partner zu verlieren, was zu Verlustangst und einem schwachen Selbstvertrauen führt. Viele Menschen sehen ihren Partner als Ersatz für die Liebe und Anerkennung, die sie in der Kindheit fehlten – eine Abhängigkeit, die schwer zu überwinden ist. Dieses Mangelgefühl wird durch die Beziehung ausgleicht, sodass die Trennung als großer Verlust empfunden wird.

Um aus dieser Situation herauszukommen, ist es entscheidend, die eigenen Gefühle zu reflektieren, Selbstvertrauen aufzubauen und die inneren Ursachen zu erkennen. Ein unterstützender Weg ist die Einbindung einer neutralen Dritten oder die Schriftliche Aufzeichnung von Sorgen und Wünschen. Durch diesen Prozess kann der Entscheidungsprozess klarer und bewusster werden, und die Menschen lernen, ihre eigene innere Stabilität zu stärken, ohne auf den Partner angewiesen zu sein.

FAQs

Durch finanzielle Verpflichtungen, Kinder, sozialen Status oder tiefe Ängste vor der Trennung können Menschen die Beziehung aufrechterhalten, obwohl sie nicht mehr glücklich sind.

Hausverpflichtungen, Lebensstandard auf zwei Personen ausgerichtet und die Angst, allein zu leben und den Lebensstandard nicht mehr zu halten, sind häufige Gründe.

Kinder lernen aus der Elternbeziehung, wie Beziehungen funktionieren. Wenn Eltern ein WG-Konstrukt leben, lernen sie nicht, liebevolle Bindungen aufzubauen.

Es entsteht eine Verlustangst, Angst davor, einsam zu sein, und oft eine tiefe Verbindung aus der Kindheit, in der sie als Kind Liebe und Anerkennung fehlte.

Menschen sehnen sich nach der Zeit, in der die Beziehung harmonisch war, und hoffen, dass die Krise von alleine vorbeigehen wird, ohne konkrete Lösungen zu finden.

Die Angst, den Partner zu verlieren oder einsam zu sein, führt zu Abhängigkeiten wie 'Ich kann ohne dich nicht leben' und schwächt das Selbstvertrauen.

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