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Warum eine Verhaltenstherapie eure Beziehung nicht rettet: Paartherapeuten klären auf!

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Warum eine Verhaltenstherapie eure Beziehung nicht rettet: Paartherapeuten klären auf!

Eine Verhaltenstherapie kann zwar kurzfristig helfen, Symptome wie unangenehme Verhaltensweisen oder emotionalen Stress zu reduzieren, aber sie löst nicht die tiefen psychologischen Ursachen von Beziehungsproblemen. In vielen Fällen entstehen dabei emotionale Verletzungen im Partner, wenn eine Person in Therapie ist und der andere ausgeschlossen oder analysiert wird. Dies führt oft zu einer Verschlechterung der Beziehung und einem Gefühl der Abwehr. Wirklich nachhaltige Heilung erfordert eine tiefenpsychologische Arbeit, bei der beide Partner gemeinsam auf die Ursachen eingehen, wie z.B. frühe Prägungen oder emotionale Verletzungen. Eine solche Arbeit basiert auf der Stabilität der emotionalen Grundlagen und erfordert, dass beide Partner aktiv und authentisch miteinander arbeiten. Strategien wie Kommunikationstraining oder Reziprozität sind nur wirksam, wenn die tiefen Verletzungen gelöst wurden. Die Arbeit erfolgt chronologisch, mit einer Rückblicke auf die Vergangenheit, um den Ursprung der Probleme zu erkennen. Der gemeinsame Prozess führt zu einem tieferen Verständnis, einem stärkeren Vertrauen und einem echten "Wir-Gefühl", das die Beziehung langfristig stabilisiert. Paartherapie und Coaching sind hierfür entscheidend, da sie beide Partner einbeziehen und eine gemeinsame Lösung fördern, ohne eine Person auszuschließen.

Transcription

6468 Words, 40239 Characters

German
Ich denke bei diesem Thema immer an ein Paar zurück, das wir ganz am Anfang unserer Paartherapeuten-Zeit begleitet haben. Da haben wir noch zu zweit vor Ort die Termine gemacht, weil wir uns gegenseitig bei jedem Termin gefeedbackt und unterstützt haben und da sehr viel zusammen gelernt haben. Da hatten wir natürlich riesen Vorteile. Es geht darum, dass eine Verhaltenstherapie eine Beziehung eher nicht retten kann und dass sogar manchmal eine Verhaltenstherapie kontraproduktiv sein kann oder Glaubenssätze mit reingibt, je nach Therapeut, die für die spätere Arbeit in anderen Therapieformen schwierig sein kann. Ich denke an das Paar, ich weiß noch genau, sie war Anwältin. Und es ging darum, dass sie. Die Themen mitgebracht hat, Prägungen aus ihrer Kindheit, die die Beziehung belasten. Sie hat dafür schon eine langjährige Verhaltenstherapie gemacht und kann jetzt für sich alleine mit den Themen einigermaßen leben und umgehen. Nichtsdestotrotz sorgen bestimmte Verhaltensweisen, die sie eben nicht ändern kann, dafür, dass die Beziehung belastet ist. Und wenn das so ist, dass wir feststellen, da sind einfach Prägungen, die jemand mitbringt und die die Beziehung belasten. Aber eben gar nicht in der Beziehung entstanden sind. Dann wollen wir auch da gerne die Ursache lösen. Also da ansetzen, wo es mal gut war, wo es eigentlich entstanden ist, damit man die Wirkung, die Symptome in der Beziehung auch wirklich angehen kann. Aber der Weg war bei ihr versperrt, weil die Verhaltenstherapeutin irgendwann gesagt hat. Und jetzt empfehle ich Ihnen, schauen Sie nie wieder auf die Kindheit. Fassen Sie das Thema nicht mehr an. Wir haben jetzt quasi ein gutes Pflaster gefunden. Um das auf die Wunde zu kleben, schauen Sie da nie wieder drunter. Und eigentlich hat damit die Verhaltenstherapeutin geholfen zu deckeln und zu sagen, lass da immer schön das Pflaster drauf, aber guck dir nie wieder die Wunden an. Und da ist es dann tatsächlich so gewesen, dass wir nachher das Coaching gemeinschaftlich entschieden haben abzubrechen, weil wir sagten, dann wissen wir keinen Weg. Es wird aus unserer Perspektive dann. Diese Punkte für diese Themen in der Beziehung keine Verbesserung geben können. Allerdings finde ich auch grundsätzlich das eben dann schwierig, wenn so ein Glaubenssatz reingegeben wird, weil dann ja auch ihr für andere tiefenpsychologische Therapien, die häufig wichtig sind, wurde ja der Weg genommen jetzt. Ihr seid im Podcast der Lebensirrlisten angekommen. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise. Ein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Wenn Beziehungsprobleme auftreten oder festgestellt werden, dann ist es mein erster wichtiger Schritt, die Themen halt anzugehen und die Themen aufzuarbeiten. Und so ist ja auch der Trend bei Menschen, die bei sich selber Themen feststellen, sei es aus der Vergangenheit, aktuelle Themen, dass da häufig heutzutage zum Glück der Wunsch ist, die Themen einmal anzugehen. War das Ängste, irgendein Thema, was einen belastet? Und das zeigen ja auch aktuelle Studien. Ja, so die Studie aus dem Jahr 2017, also nicht mehr super aktuell, aber trotzdem aussagekräftig genug, denke ich, vom RKI. Die zeigt, dass so zwischen neun und zwölf Prozent. Je nach Altersstufe zwischen 30 und 49 der Männer und Frauen sich Hilfe holen, also psychiatrische oder psychotherapeutische Leistungen in Anspruch nehmen. Und ich denke, wenn wir jetzt mal 2025 betrachten würden, dann Tendenz stark steigend. Das sieht man ja auch, wenn man sich Reportagen anguckt, insbesondere die Investigativ Reportagen zum Thema Coaching Markt und was da so alles nicht so gut ist. Wenn man sich so rund läuft, dann ist ja häufig ein Ansatz, dass viele Coaching Formen, die dann auch unlautere Heilsversprechen integrieren, dadurch gut funktionieren, dass Menschen keine Plätze kriegen, weil alles so voll ist, aber der Bedarf so groß ist, dass die Menschen sich dann andere Auswege suchen und dadurch auf das ein oder andere nicht so gute Coaching Angebot hineinfallen. Paartherapie ist natürlich noch was ganz anderes, weil mit paar therapeutischen Ansätzen sich ja normale Psychotherapeuten nur in sehr geringem Maße meistens beschäftigen, sondern eher die Einzelpersonen im Blick haben. Und das zeigt eben, wie viel Leidensdruck in unserer Gesellschaft vorherrscht. Das hört man ja auch, wenn man zum Beispiel mal Reportagen vom Rettungsdienst schaut, da ist es auch immer häufiger ein Thema, dass gesagt wird, dass psychische Erkrankungen, keine seltene Form eines Einsatzes ist, also dass die Menschen einfach mit ihren Themen, die sie in ihrem Leben haben, überfordert sind, Schlechthilfe bekommen und irgendwann in einem Zustand sind, wo sie akut behandlungsbedürftig sind. Und nun kann es passieren, dass ich natürlich durch die Beziehung in gewisse Gefühle hineinrutsche, die mir das Leben erschweren und dann ist es manchmal so, dass wenn ich den Weg zum Therapeuten suche, weil es mir schlecht geht, und dann eine Verhaltenstherapie beginne, dass man im Laufe der Zeit merkt, Mensch, wir reden hier doch sehr häufig über die Beziehung. Wenn wir nicht immer nur über sie oder über ihn reden, das ist ja auch Ausschluss, bekommen wir auch manchmal mit, dass dann jemand sagt, hey, ich mache da eine Therapie und da haben wir gemerkt, dass die Beziehung einen großen Anteil an den Dingen macht, die mich gerade beschäftigen und belasten und der hat vorgeschlagen, wir sollen mal eine Paartherapie machen. Also das umgekehrte Beispiel habe ich schon häufiger erlebt, also dass eine Person halt eine Verhaltenstherapie angefangen hat und irgendwann der Punkt war, dass es halt immer mehr um die Beziehung geht. Und leider der Therapeut dann, sag ich mal, eingestiegen ist, das Verhalten der nicht anwesenden Person, also des Partners oder Partnerin zu analysieren und zu interpretieren und dann die Person, die in Therapie ist, nach Hause kommt und sagt, Mensch, hier, Herr Doktor bla bla bla hat gesagt, du machst das ja nur, weil du in deiner Kindheit das und das und das gemacht hast oder erlebt hast und das ist nie gut. Der Satzanfang ist nie gut, weil ich habe es ja nur erlebt, dass die andere Person nicht gesagt hat, ach Mensch, vielen Dank für die Antwort, total lieb, darauf habe ich ewig gewartet, jetzt komme ich klar, sondern dass dann der Moment eher die Reaktion ist, ja schön, dass der das gesagt hat, der kennt mich ja gar nicht. Ja, das kann meistens gar nicht angenommen werden, weil vorher die Verletzung des Ausschlusses das verhindert, selbst wenn die Analyse korrekt wäre, also es kann ja sein, dass dort ein Treffer gelandet wird, was eher Zufall ist, wenn man den anderen gar nicht gesehen, gehört hat und die Perspektive gar nicht kennt, sondern das sozusagen nur Hörensagen war, was man da analysiert hat, aber selbst wenn man ein Treffer landet und das genau so ist, wird man das typischerweise erstmal ablehnen. Weil man sich ausgeschlossen fühlt und sagt, hey, du gehst doch für deine Themen zur Verhaltenstherapie und jetzt redet ihr über mich und analysiert mich, ich bin ja nicht bei dem und das ist auch manchmal aber so ein Ursprungsthema, das ja auch gar nicht so selten in Beziehungen einer immer wieder sagt, Mensch, ich fühle mich unwohl und ich fühle mich so unglücklich und der andere sagt, ja, ich bin ja glücklich, ich fühle mich wohl, so wie es ist, das ist dein Problem, wenn du dich nicht wohlfühlst, dann geh du doch zur Therapie, ich fühle mich gut. Und dann kann natürlich auch das erstmal etwas sein, wo jemand dann zur Verhaltenstherapie geht und sich da Hilfe, Unterstützung sucht und dort eben relativ schnell natürlich die Beziehung thematisiert wird, weil das der eigentliche Ursprung ist für die Symptome, die man spürt. Wir wollen jetzt einmal in dieser Folge darauf schauen, wann Verhaltenstherapie sinnvoll ist und wann es nicht ausreicht, um die Herausforderungen in der Beziehung anzugehen. In der Verhaltenstherapie werden normalerweise keine emotionalen Verletzungen gelöst, sondern eher, wenn einer da ist, erstmal gedeckelt. Auch so die positive Absicht vielleicht, zu sagen, wir möchten ja auf Sie schauen und nicht auf den Partner schauen, deswegen arbeiten wir jetzt erstmal an Ihrer Seite und versuchen das erstmal ein bisschen auszublenden. Was ja häufig der Fall ist, dass wenn die immer gedeckelt werden, dass natürlich auch so das Gefühl bei der Person entsteht, mein Gefühl wird nicht anerkannt. Ich habe das Gefühl, ich kann das ja nicht verändern. Es ist schwierig, damit umzugehen. Das bestimmt ja auch irgendwie mein Leben. Also man kommt nicht so wirklich voran. Wir haben da auch mal ein Beispiel mitgebracht. Ja, vielleicht bevor wir zum Beispiel kommen, nochmal vielleicht so ein wenig etwas zum Thema Verhaltenstherapie und wie wir das sehen. Denn eine Verhaltenstherapie hat ja absolut ihre Berechtigung und hilft sehr vielen Menschen bei sehr vielen Themen, die vorliegen. Und ganz häufig ist eine Verhaltenstherapie auch ein sehr sinnvoller erster Schritt, weil man manchmal mit etwas, was einen belastet, mit einem Symptom, erst mal zurechtkommen muss und zum Beispiel so gefühlt wieder überlebensfähig wird und wieder Energie schöpfen kann, bevor man sich dem Thema tiefenpsychologisch widmen kann, also die eigentliche Ursache löst. Ich würde sagen, eine Verhaltenstherapie ist eher so wie eine Kopfschmerztablette. Ich merke ein Symptom. Und sorge dafür, dass ich etwas einnehme oder hier etwas erlerne, Verhaltensweisen, dass meine Kopfschmerzen oder eben die Symptome, die ich habe, die ich durch die Verhaltenstherapie ändern möchte, nicht mehr so stark sind. Dennoch kommen diese Impulse, diese Themen immer wieder. Das heißt, bei den Kopfschmerzen bekomme ich sie immer wieder. Oder hier bekomme ich immer wieder diese Signale, die ich durch bestimmte Verhaltensweisen unter Kontrolle gebracht bekomme. Und wenn ich jetzt, wenn ich jetzt an die Ursache ran möchte, dann muss ich eben bei den Kopfschmerzen zum Arzt gehen, mache vielleicht ein MRT, andere Dinge und dann finde ich die eigentliche Ursache. Und hier ist es eben bei der Verhaltenstherapie aus meiner Sicht auch so, dass man, wenn man da erfolgreich war, den Akku auftanken kann, dass es sehr sinnvoll ist, nochmal tiefenpsychologisch zu schauen, was ist denn die eigentliche Ursache dafür, dass ich überhaupt diese entsprechenden Impulse, zum Beispiel Zwangsimpulse, Zwangsgedanken und Co. bekomme. Und wenn ich dann auch noch mal die Ursache habe, und das passt auch immer zu der Geschichte, die ich dann so übererzähle, wie unsere Methodik irgendwann ergründet wurde, nämlich dass der Gründer vom Hanseatischen Institut eine größere Angst in der Jugend hatte und die für sich gern lösen wollte. Hat dann verschiedene Therapien durchlaufen, wo immer wieder gezeigt wurde, wie man lernt, mit der Angst zu leben und damit umzugehen. Das ist schon mal gut, aber das war nicht das eigentliche Ziel, sondern das Ziel war, die Angst so zu lösen, dass diese Gefühle gar nicht mehr hochkommen, dass man gar nichts mehr kontrollieren muss, weil sein Bild war, was auch unserem entspricht, dass man dieses Gefühl ja trotzdem unter Kontrolle halten muss, was unbewusste Energie zieht. Das heißt, mein Unterbewusstsein muss die ganze Zeit arbeiten, diese Ängste, diese Zwänge, diese Dinge nicht hervorkommen zu lassen. Und ich habe natürlich auch dann, dadurch, dass ich mein Verhalten korrigiere, also mein Arbeitsgedächtnis mehr arbeiten muss, habe ich natürlich auch noch mal mehr Arbeit. Deswegen ist es aus unserer Sicht wichtig, die ursprüngliche Verletzung zu lösen, damit diese Impulse nicht mehr kommen. Jetzt zu den Beispielen. In den Beispielen geht es darum, dass es halt häufig Streit gibt, weil der Partner zu wenig zu Hause im Haushalt hilft. Und bei der Verhaltenstherapie kam dann so auf, dass es wichtig wäre, so den Fokus auf konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel eine bessere Aufgabenverteilung zu setzen oder bessere Kommunikation bei Kritik. Und das war sozusagen das, was mitgenommen worden ist. Also wir, ja, war wieder so, da kam die Frau nach Hause, hat gesagt, okay, ich habe jetzt bei meiner Verhaltenstherapie mitgenommen, wir müssen jetzt noch mal die Aufgabenverteilung konkret besprechen und wir müssen da noch mal drüber sprechen, wie man das denn anspricht, wenn das nicht in Ordnung ist. Ist total sinnvoll, solange wir in einem Bereich des Feedbacks, also des Störgefühls sind. Wenn ich jetzt das Gefühl habe, ja, so wie wir den Haushalt aufgeteilt haben, so wie du Aufgaben übernimmst, da stören mich Dinge, dann ist das total sinnvoll, so vorzugehen. Sobald wir aber Verletzungen haben im Bereich Ausgleich von Geben und Nehmen im Haushalt, Verletzungen im Bereich Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, wir vielleicht, wenn wir schon daran denken, dieses Gespräch über den Haushalt führen zu müssen, innerlich das Kopfkino losgeht und ich merke so, oh nein, das hatten wir schon die letzten sieben, acht Male, wir werden wieder in einen intensiven Streit geraten. Beim letzten Mal, als ich angesprochen habe, wie der Geschirrspüler eingeräumt werden muss, da haben wir angefangen, dann über Staubsaugung zu sprechen, dann darüber, dass man unzuverlässig ist, die Unpünktlichkeit. Wir haben über Themen von vor drei Jahren gesprochen, am Ende haben wir gesagt, wenn wir aus so einem Thema heraus in so einen Streit geraten, ist es besser, wenn wir uns trennen, ich mache dieses Thema nicht auf. Dann macht das keinen Sinn. Wie du sagst, es ist halt schwierig, wenn man etwas auf einer oberen Ebene klären möchte, was an sich ja auch gut ist, das ist ja sinnvoll, aber darunter eine Verletzung liegt, die noch ungelöst ist. Aber dann sprechen ja auch zwei verletzte Menschen miteinander und da eine wertschätzende Haltung anzunehmen, ist extrem schwierig. Und da ist dann das Gefühl entstanden, dass das nicht anerkannt wird. Also ich brauche mit dir gar nicht sprechen, das bringt ja sowieso nichts, ich spreche das jetzt an, mir wurde die Aufgabe so mitgegeben, aber du reagierst ja gar nicht so, wie ich dachte, wie die Therapeutin oder wie der Therapeut das gesagt hat. Ja, das kann natürlich ein Mangelgefühl für einen selbst erzeugen, dass man sagt, Mensch, jetzt sagt ein Therapeut, das ist die Lösung und wir kriegen das nicht hin. Mhm. Das ist eigentlich die Lösung und wir schaffen es nicht. Also scheinen wir ja in unserer Kommunikation so schlecht zu sein, dass das mit uns keinen Sinn mehr macht. Wobei eigentlich wir auf eine tiefere Ebene gucken müssten. Das zweite Beispiel ist Distanz in der Partnerschaft. Wenn sich ein Partner zum Beispiel mehr emotionale Nähe wünscht und der andere mehr Freiraum, dann ist es auch hier wieder so, dass in der Verhaltenstherapie zum Beispiel Strategien für eine klare Kommunikation mitgegeben werden oder dass man sich in der Verhaltenstherapie oder eine respektvolle Grenzsetzung, also auch das wieder alles total sinnvolle Schritte, solange wir in einem Bereich sind, wo man sagt, uns stört da was. Aber wenn da Verletzungen zugrunde liegen, wenn vielleicht Freiraum ein ganz großer Wert für den einen ist, Freiheit und so weiter. Wenn der andere als Sprache der Liebe, emotionale Nähe, Körperkontakt hat, dann ist das nicht so einfach zu lösen durch Ängste. Klarere Kommunikation und respektvolle Grenzsetzung. Das hatte ich mal bei einem Partner. Da war relativ am Anfang der Beziehung eine Verletzung, wo es um das Thema Zusammenziehen ging. Also emotionale Nähe, wir wollen uns was aufbauen und der andere dann kurz vorher abgesprungen ist und gesagt hat, der ist mir doch zu eng. Und diese Verletzung ist halt mitgenommen worden, die ganze Zeit in der Beziehung. Und da musste ich gerade so dran denken, weil das ist natürlich das Problem. Da kann man natürlich jetzt ganz viele Strategien entwickeln, wenn aber diese Verletzung nicht gelöst wird, so als Beispiel, dann bleiben wir ja immer in der Bekämpfung von den Symptomen und gehen nie auf die Ursache zurück, wann das erste Mal dieses Gefühl entstanden ist und warum der Person vielleicht auch die emotionale Nähe so wichtig ist, weil man immer das Gefühl hat, wir müssen uns hier committen. Ich brauche da von dir jetzt irgendwie mehr Rückbestätigung, weil du hast ja schon mal kurz vorher zurückgezogen, obwohl du gesagt hast, das machen wir. Also das ist ja auch zu schauen, was ist denn wirklich der Auslöser dahinter? Wenn ihr schon mehrere unserer Folgen gehört habt und diese euch weiterhelfen, dann lasst doch gerne eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcast da. Wenn ihr bei YouTube schaut, dann folgt sehr gerne unserem Kanal. Und wenn ihr zu irgendeinem dieser Themen eine eigene Meinung oder eine Frage habt, dann hinterlasst das sehr gerne in den Kommentaren. Wir haben einmal Ansätze gesammelt, die häufig in der Verhaltenstherapie genutzt werden, die aber nicht helfen, um Beziehungsbeziehungen zu erreichen. Beziehungsbeziehungen, die aber nicht helfen, um Beziehungsbeziehungen zu erreichen. Gehen wir die mal kurz durch. Auch hier vielleicht noch mal der Hinweis, dass diese Maßnahmen, die sind alle präventiv total hilfreich. Also das sind alles gute Vorschläge, aber nicht, wenn man sich in einer Krise befindet und wenn schon zu einem Thema viele emotionale Verletzungen aufgebaut worden sind. Da muss man eben sehr unterscheiden. Und das Problem ist, dass die emotionalen Verletzungen, diese innere Befangenheit, die man spürt zu so einem Thema, dieses neue Verhalten verhindern. Ich kann nicht einfach mich anders dir gegenüber verhalten und damit sind die ganzen Verletzungen, die ich vorher produziert habe, wieder gut. Im Gegenteil, du wirst es dann mir vielleicht sogar zur Last legen. Stell dir vor, ich mache jahrelang etwas, was dich emotional verletzt. Jetzt gehe ich zum Verhaltenstherapeuten und der macht mir einen Vorschlag, wie ich mich neu verhalten sollte. Und ich sage, hey, das klingt gut und der Experte macht das so. Das, was sehr häufig dann passiert, sind zwei Dinge. Das eine ist, dass du durch meine Verhaltensänderung dich nochmal verletzt fühlst, weil du sagst, das habe ich dir schon bestimmt 10, 15, das sage ich dir seit 4 Jahren, dass das mein Wunsch wäre, jetzt gehst du zum Verhaltenstherapeuten, kommst nach der dritten Sitzung wieder, auf einmal geht das. Warum? Und das andere ist, was häufig passiert, dass man dem nicht traut und sagt, wie kann das denn sein, auf einmal machst du das anders. Ich habe das so oft erbeten, ich glaube nicht, dass das hält oder ich glaube nicht, dass du das ehrlich meinst oder dass das aus dir herauskommt. Das machst du ja nur, weil der Verhaltenstherapeut das gesagt hat. Und da ist ja auch so ein Punkt, wie unsere Methodik anders zum Beispiel verläuft. Wenn ich dich mit meinem Verhalten verletze, dann sagst du mir, welches Gefühl das in dir macht. Ich sage dir, dass mir das sehr leid tut und das nicht meine Absicht war. Wenn das bei dir aufrichtig ankommt, kannst du die Gefühle loslassen und mit mir zusammen verarbeiten. Und dann sagst nicht du mir, wie ich mich neu verhalten soll oder nicht der Therapeut mir, sondern ich überlege, wie ich selbstbestimmt hätte anders handeln können, um dich nicht zu verletzen. Und so handele ich ab dem Moment in der Zukunft. Das heißt, das kommt aus mir heraus. Ich schlage die Lösung vor und du sagst nur, ob dir das geholfen hätte. Und dann kannst du meine Verhaltensänderung auch anerkennen. Als wir die Liste so zusammengestellt haben, was das hat für Ansätze, sind da sind auch einige Sachen, die wir auch vorschlagen oder die wir auch sozusagen in unseren Strategienpool anwenden. Aber wie du schon sagst, deutlich, deutlich später. Also wenn wir wirklich auf die oberen Ebenen gehen, nachdem wir das Fundament gestärkt haben. Coole Sachen mit dabei, gar keine Frage. Schauen wir jetzt mal näher drauf. Aber der Zeitpunkt ist entscheidend. Kommunikationstraining, ganz logisch. Fast jedes Paar kommt zu uns und sagt, wir haben Probleme in der Kommunikation. Und natürlich liegen da auch Ursachen, denn vielen von uns fehlen gewisse kommunikative Fähigkeiten, wenn es darum geht, Verletzungen zu lösen, Feedback zu geben, Kompromisse zu schließen und so weiter. Das ist für die meisten von uns nicht einfach in der Beziehung. Und das ist ein sehr sinnvoller Aspekt, aber eben ein Ansatz auf der Ebene der Fähigkeiten. Und diese Fähigkeiten sorgen dafür, dass wir unser Verhalten verändern. Das heißt Fähigkeiten verhalten. Deswegen auch Verhaltenstherapie. Aber darunter liegen ja die Systemgesetze. Vielleicht, dass wir nochmal kurz skizzieren. Was sind denn die oberen Ebenen für uns und was meinen wir damit? Wir gehen von sieben Ebenen der Veränderung aus. Und die oberen Ebenen von oben sind Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten. Ich brauche also bestimmte Fähigkeiten, um mich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten zu können. Das sind die oberen Ebenen. Darunter liegen Überzeugungen, also Glaubenssätze, die ich über andere und die Welt habe. Meine Identitätsebene. Also wer bin ich? Darunter meine Sinnebene. Was ist denn der Sinn für mich im Leben? Und darunter die Systemgesetzebene. Das ist mein Fundament. Darin steckt dann, wie stabil ich bin. Und je besser meine Systemgesetzebene aufgestellt ist, desto einfacher kann ich obere Ebenen verändern. Denn das ist das Problem häufig. Dass Systemgesetzverletzungen verhindern, dass ich neue Fähigkeiten erlerne oder neue Fähigkeiten wirke. Das kann ich wirklich auf Verhaltensebene umsetzen. Und das ist hier nämlich auch das Problem beim Kommunikationstraining. Das ist toll, wenn ich anders kommunizieren kann. Und wir haben viele, viele Paare bei uns, wo das Vier-Ohren-Modell bekannt ist. Wo gewaltfreie Kommunikation bekannt ist. Wo eigene Kurse gemacht wurden. Die selbst Coaching-Ausbildungen haben. Und so weiter. Das heißt, wenn das Fundament weiterhin instabil ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass ich meine Kommunikation nachhaltig verändern kann, nur weil ich diese Fähigkeiten erwerbe. Der zweite Punkt, den wir haben, ist das Reziprozitätstraining. Also die Förderung von gegenseitigen positiven Verhaltensweisen. Also sowas zum Beispiel wie Komplimente machen, Aufmerksamkeiten. Das soll dann die Beziehung stärken, das Biergefühl stärken. Hört sich gut an, ist auch gut. Definitiv. Da sind wir auch so ein bisschen bei den Sprachen der Liebe. Das, was wir ja auch gerne mit reinbringen. Aber das bringt natürlich nichts, wenn noch emotionale Verletzungen vorliegen. Also wenn ungute Gefühle einfach so präsent sind in meinem Kopf. Im Gegenteil, dann kann das, wie du eben gesagt hast, ja auch schon wirklich auch umschlagen wieder. Also das würde mich ja total triggern, wenn wir einen Streit haben und ich bin auch so verletzt und du nächsten Tag mir irgendwie vom Einkaufen Schokolade mitbringst und ich das Gefühl haben sollte, jetzt ist wieder gut. Ja, und die Schokolade damit. Ich kann mich ja nicht von der Verletzung freikaufen. Genau. Und das andere ist, dass es ja auch für einen selber schwierig und unauthentisch ist und sich auch in einem selber das wehrt. Wenn man sich vorstellt, man ist innerlich in akuter Wut, dann habe ich nicht das Gefühl, den anderen umarmen zu wollen, die Hand greifen zu wollen. Das ist dann einfach nicht da. Wut ist etwas, was Distanz schafft. Da kann ich nicht durch, ich greife die Hand des anderen und umarme ihm, das wieder gut machen. Ja, dann haben wir den Punkt Konfrontation. Ja, Konfliktlösungsstrategien. Und damit ist eher gemeint, dass man so sachliche Lösungen findet und einfach sagt, mit dem Thema geht man so um, mit dem Thema geht man so um. Das ist eigentlich eher dem Thema aus dem Weg gehen. Also wenn man jetzt sagt, Mensch, okay, mit einem gemeinsamen Konto kommt ihr nicht klar, dann müsst ihr zu viel darüber kommunizieren, wie ihr das regelt und so weiter. Ihr findet da keine guten Lösungen. Dann macht es doch einfach so. Jeder hat sein eigenes Konto und dann kann jeder von seinem Geld ausgeben und machen, was er will. Und ihr habt einen gemeinsamen Konto. Ein gemeinsames Konto, von dem ihr einfach nur alle Kosten, die euch wirklich gemeinsam betreffen, Miete und Co. dann deckt. Dann braucht ihr darüber nichts mehr sprechen. Ist gelöst. Jetzt ist das Thema vom Tisch. Aber es ändert nichts daran, dass sie bessere Fähigkeiten in der Kommunikation bekommen, dass das stimmig wird. Und es betrachtet eben nicht wie bei uns im Öko-Check die negativen Konsequenzen, die diese Veränderung haben kann. Dann geht es nämlich los, was machen wir in Elternzeit? Dann verdient der eine ganz viel weniger Geld und der andere verdient viel weniger Geld. Der andere verdient weiterhin das volle Geld. Wie ist es mit Urlaub? Auf einmal gleicht man das dann aus. Dann kommt auf einmal das Gefühl, warte mal, mit dem, was bei dir übrig bleibt, da können wir ja den Urlaub gar nicht machen. Mit dem, was bei mir übrig bleibt, schon. Aber dann muss ich dich ja quasi anteilig einladen. Also es ist dann schwierig. Also es hat auch Folgeprobleme, die dadurch entstehen können. Vor allen Dingen steckt ja auch meistens hinter diesen sehr rationalen Lösungen dieses, wie wir schon sagten, nicht anerkennendes Gefühls. Und das ist auch schwierig, weil das ist ja nicht immer das wirkliche Problem. Also ganz häufig ist eine Ebene tiefer, wenn es um Werte geht. Und du glaubst jetzt, da wird es häufig eher spannend, finde ich. Kommen wir mal zum nächsten Punkt. Das wäre einmal die Fehlinterpretation. Also, dass man sozusagen den Blickwinkel bearbeitet und den anderen analysiert und interpretiert. Das hatten wir auch schon gesagt, das sorgt dann eher für eine Veränderung. Das ist ja auch schon gesagt, das sorgt dann eher für eine Veränderung. Das sorgt dann eher für weitere emotionale Verletzungen. Die Verhaltenstherapie ist ja auch auf eine Person ausgelegt und hat verständlicherweise deswegen auch nicht viel Erfahrung mit Paaren. Häufig ist es auch so, dass gute Verhaltenstherapeuten auch es ablehnen, den Partner gleichzeitig mitzubehandeln. Also, dass ganz klar auch gesagt wird, okay, Sie sind bei mir in Behandlung, Ihr Partner darf natürlich gerne mal mitkommen. Das ist ja manchmal auch eine große Erkenntnis, gerade wenn es um eigene Probleme geht, den anderen mit einzubinden. Gar keine Frage. Aber wenn der andere jetzt auch Themen hätte, dass es dann durchaus auch so ist, dass die Aussage kommt, da müsste jemand anderes dann unterstützen. Ja, man würde hier genau das machen, was wir ja gerade nicht wollen. Wir analysieren und interpretieren den anderen. Das geht ja gegen Systemgesetz 9, was wir haben. Aussprechen und anerkennen, was ist. Bedeutet, der andere, über den wir jetzt gerade sprechen, der soll bitte aussprechen, was er fühlt, wie er denkt. Und nicht, wir interpretieren, was er fühlen und denken könnte. Denn das können wir ja nur aus unserem eigenen Gefühl heraus machen. Also aus dem Gefühl, was würde das mit mir machen. Oder der Therapeut oder auch wir selber könnten das so aus Erfahrungen anderer machen. Wie fühlen sich andere damit? Aber das ist eben bei Gefühlen höchst individuell. Deswegen brauchen wir, dass derjenige ausspricht, wie er sich damit fühlt. Deswegen ist es eben nicht gut, das ohne den anderen zu machen. Das kann natürlich durchaus auch kurzfristige Erfolge bringen und auch kurzfristige Entlastung bringen. Nur zumeist nicht langfristig. Weil man dann aufgrund der Verletzungen, die noch in einem wirken, diese Verhaltensänderung nur kurze Zeit aufrechterhalten kann. Weil einem diese alten Muster und die Verletzungen immer wieder eben in alte Verhaltensweisen auch dann hineinziehen. Insbesondere dann, wenn die Verletzungen, wenn besondere stressige Situationen da sind und Co. Man kennt das zum Beispiel, wenn man sein Verhalten verändert und man beginnt Sport zu machen. Und man ist nicht so der sportlichste Typ. Dann kommt nach zwei Wochen eine Erkältung dazwischen und man geht nicht wie vorher geplant jeden Mittwoch und Donnerstag hin, sondern lässt zweimal ausfallen. Dann ist das echt schwer, wenn man wieder gesund ist, am Mittwoch und Donnerstag wieder hinzugehen, weil man in dem Verhalten nicht gefestigt ist und das nicht die innere Autobahn-Situation ist. Sondern weil man diese neue Autobahn erst entwickeln muss. Und so kommt man eben ganz schnell raus. Wenn man die eigentliche Ursache löst, dann ist das wesentlich einfacher, sein Verhalten nachhaltig zu verändern. Wenn du dich gerade angesprochen fühlst und merkst, die Podcast-Folge ist wie für mich gemacht, dann melde dich sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir euch in eurer Beziehung am besten unterstützen können. Was kann man also tun jetzt, um Beziehungsprobleme zu lösen? gemeinsam zu lösen. Ja, es gibt da so ein paar Grundvoraussetzungen und das eine ist erstmal, um mal den richtigen Rahmen zu stecken, Beziehungsprobleme zu lösen bedeutet, dass beide daran arbeiten. Das heißt, einer alleine reicht nicht. Wir haben das ja auch manchmal, dass einer alleine zu uns kommt und sagt, folgendes liegt vor, zum Beispiel, ich brauche für mich alleine erstmal Klarheit, ob ich mir das in der Beziehung noch vorstellen kann. Dann nehmen wir den auch gerne auf und gucken eben drauf, was denn da die Unsicherheit macht und schauen, dass wir da eine Entscheidung finden. Aber immer mit der Frage vorweg gleich, wenn wir denn eine Entscheidung für die Beziehung finden. Kann sich denn dein Partner grundsätzlich vorstellen, dazu zu kommen? Denn wenn du dann die Entscheidung triffst, dass du die Beziehung gerne retten möchtest, dann brauchen wir zwingend den anderen mit dazu, damit wir wirklich Wirkung erzielen können. Alleine wird das nicht klappen. Und auch da mit dem Hinweis, und wenn dann der Partner später dazu kommt, kann er auch gerne schauen, dass ihr zu zweit nochmal einen anderen Coach im Team nehmt. Weil vielleicht bei ihm das Gefühl entstehen könnte. Dass ich schon befangen bin, weil ich ja mit dir einzeln gestartet bin. Auch das kann wichtig sein. Das ist mal der Vorteil, wenn es ein Team gibt, die alle gut ausgebildet sind, dass so ein Wechsel mit der gleichen Methodik aber möglich ist. Besonders wichtig ist auch, das Beziehungsfundament im ersten Schritt zu stärken. Das ist ja auch mal der Grundsatz, wir draufschauen. Wir schauen, welche Problematik vorliegt und dann schauen wir auf das Fundament. Welche Risse sind im Fundament? Was ist passiert? Welche emotionalen Verletzungen sind entstanden? Wir schauen drauf, wann war es mal gut? Also seit wann besteht sozusagen die Problematik, wann kam der Stein ins Rollen und arbeiten wir schrittweise uns voran? Also wir fangen an in der Vergangenheit und gehen dann chronologisch nach vorne, damit wir auch wirklich jedes ungute Gefühl, was heute noch da ist, mitnehmen. Damit die emotionalen Verletzungen sich lösen können und dann das Wir-Gefühl wieder entstehen kann. Also jetzt, was man in der Gegenwart sieht und was von vielen ja auch meistens schnell bearbeitet werden möchte, ist immer das Symptom. Wir wollen aber auf die Ursache schauen. Deswegen kehren wir zurück und gehen dann mit einem festen Fahrplan in die Gegenwart zurück. Ja, da sprichst du dann die Systemgesetz-Ebene ja an, die ich eben schon genannt habe. Wenn man sich um sich einzeln auch kümmert bei den Ebenen der Veränderung, das gilt für das Paar natürlich ganz genauso. Dass diese Fundamentsebene einfach unfassbar wichtig ist. Je stabiler die ist, desto einfacher kann ich entsprechend auf den oberen, darauf liegenden Ebenen Veränderungen herbeiführen und diese auch wirklich nachhaltig umsetzen. Und ich finde, das merkt man in Coachings auch immer wieder, dass wenn zum Beispiel ein Thema besteht, wo man einen Kompromiss braucht, dass es manchmal unvorstellbar ist am Anfang, dass es überhaupt einen Kompromiss geben kann. Weil halt zwei verletzte Menschen zueinander sprechen und keiner bereit ist. Weil beide im Recht sein wollen, überhaupt sich ein Stückchen zu bewegen. Und deswegen da auch wichtig, aufs Fundament zu schauen, auf die emotionalen Verletzungen. Weil wenn die gelöst sind, ändert sich der gesamte Blickwinkel häufig. Man wird weicher, man kann auch eher das Gefühl beim anderen wiedererkennen. So die Ellenbogen sind nicht mehr so ausgefahren. Es ist wieder möglich, auch mal über Gefühle zu sprechen, was dahinter steckt, warum man diesen Anteil vielleicht in den Kompromiss braucht, warum man den nicht braucht. Und das finde ich immer einen sehr schönen. Also wenn man erlebt im Coaching, ah okay, es hat sich was gelöst und jetzt können wir nochmal ganz neu auf die Situation schauen. Und häufig sind auch beide dann sehr überrascht, dass da jetzt wieder Bewegung möglich ist. Und dann gehen nämlich diese vom anderen als utopische Forderungen empfundenen Anteile raus. Denn typischerweise fordert man bei so einem Kompromiss mehr ein, als einem, sagen wir mal so, objektiv zusteht. Oder seine Gefühle noch einen Ausgleich braucht. Also wenn ich wütend bin, dann möchte ich noch eine Ausgleichszahlung für meine Wut haben. Und das spiegelt sich natürlich in der Kompromissfindung wieder. Und ich teile sozusagen nicht 50-50, sondern sage, ich will mehr haben, denn ich bin ja noch so voller Wut. Und ich brauche irgendwie, dass wenn wir jetzt hier eine Lösung finden, auch ein Ausgleich für meine Wut kommt. Und das ist eben das Problem, wenn Verletzungen da sind, dass diese ganz häufig mein Urteilsvermögen, mein Blickwinkel auf Dinge trügen und ich dadurch ganz anders agiere, als ich eigentlich agieren würde. Ja, wir haben schon erwähnt, dass eine Verhaltenstherapie ja absolut ihre Berechtigung hat, sodass man reflektieren sollte, wofür kann jetzt die Verhaltenstherapie stimmig genutzt werden. Denn die Verhaltenstherapie legt den Fokus auf eine Einzelperson und nicht auf die Verbundenheit zum Partner. Das bedeutet, dass wenn ich Themen einfach für mich habe, die jetzt, jetzt aber nicht ursächlich aus der Partnerschaft heraus entstanden sind, sondern sich vielleicht in der Partnerschaft zeigen, aber ich mitgebracht habe oder die sich in anderen Themen zeigen und die mich persönlich betreffen, dann ist eine Verhaltenstherapie natürlich sehr sinnvoll. Insbesondere dann, wenn ich ja da eine Hilfe brauche, um überhaupt mal wieder den Kopf freizukriegen und an den Themen in der Tiefe arbeiten zu können. Also das merkt man dann eben, wenn man das Gefühl hat, ich könnte mich jetzt gar nicht darauf einlassen, in die Vergangenheit zu gehen, an meiner Kindheit zu arbeiten. Ich habe doch jetzt gerade so viele Probleme. Mein Akku ist bei 0%. Ich habe da null Energie für jeder Tag, ist nur noch schwer für mich. Dann ist eine Verhaltenstherapie total sinnvoll, um erstmal aus diesem Tief rauszukommen, um die Energie zu haben, die eigentlichen Ursachen sich anzusehen. Bei uns bei den Lebenslisten ist es ja auch gar nicht selten so, dass Menschen sich melden und sagen, wir haben auf jeden Fall Herausforderungen als Paar, aber wir wissen jetzt schon, dadurch, dass wir vielleicht den Podcast gehört haben oder Beiträge von euch gelesen haben, wir bringen auch beide so ein Päckchen mit. Und dann ist häufig so die Frage, können wir dieses Päckchen auch bei euch sozusagen als Thema hervorbringen? Wie wird das gehandhabt? Weil du ja gerade auch gesprochen hast und gesagt hast, dass eine Verhaltenstherapie ein Weg sein kann. Ein weiterer Weg wäre halt auch bei uns im Einzelcoaching, wo es wirklich nur um die Person geht, um deren Anteile an der Beziehung nochmal zu arbeiten. Und da sind wir auch ziemlich strigent, wie mir letztens rückgemeldet worden ist, dass eine Person gesagt hat, sie hatte ein Einzelcoaching. Ich glaube, das war bei Stefanie. Sag worden ist, Stefanie hat auch ganz schön darauf geachtet, dass wir immer bei meinen Themen bleiben. Und weil man ja manchmal doch dazu neigt zu sagen, ja, und deswegen ist es in unserer Beziehung, und dann die Problematik anstand und die immer wieder gesagt hat, ja, kann ich sehen. Aber heute schauen wir ja auf die und die Problematik bei dir. Und das ist uns auch immer sehr wichtig, dass der andere sich deshalb auch nicht im Ausschluss fühlt. Und wir holen den anderen auch gerne mit ins Boot, dass man auch mal sagt, Mensch, magst du nochmal, wenn wir zu dritt in der Dreierrunde sind, magst du nochmal berichten? Wie war es im Einzelcoaching? Habt ihr euch schon über die Erkenntnisse ausgetauscht? Das ist so ein bisschen der Vorteil dann, dass wir ja untereinander als Coaches halt auch, auch in guter Kommunikation sind und wir auch gegenseitig uns Briefings geben. Wenn jemand ins Einzelcoaching geht, wenn das für die Person in Ordnung ist, das stimmen wir vorher ab. Genauso, wenn es zurück in die Paartherapie oder ins Paarcoaching geht, dass da so ein Übergang ist und dass wir dann schon das Wissen haben, aber natürlich auch da ganz klar Grenzen einhalten, wenn eine Person sagt, das ist im Einzelcoaching ein Thema und das soll im Einzelcoaching auch ein Thema bleiben. Das möchte ich nicht in die Dreierrunde bringen. Ja, recht häufig ist es ja bei uns auch so, dass dann, der Coach, der das Paar betreut, auch die Einzelcoachings macht, weil er natürlich dann die ganze Vorgeschichte schon kennt und das sehr einfach ist. Manchmal ist das eben gewünscht, dass ein anderer Coach im Team das macht. Das Zusammenführen ist natürlich ganz wichtig, dass der andere den Lösungsweg auch sieht, weil das natürlich auch sehr hilfreich ist. Das ist ein bisschen wie in der Mathematik, da reicht das Ergebnis manchmal auch nicht aus. Man möchte sehen, wie der Lösungsweg war, um dem zu vertrauen. Und das ist hier auch so, dass man sehr viel Vertrauen gewinnt, wenn das für einen logisch hergeleitet ist und man sagt, stimmt, den Weg kann ich sehen, aber daher kommt das. Und der große Vorteil ist natürlich, dass dieses ganze Thema Einzelcoaching eben aus der Beziehung und dem Gemeinsamen heraus entsteht. Also da sagt keiner dem anderen, hey, du musst mal in eine Therapie gehen, bei dir stimmt das nicht, sondern man gemeinsam arbeitet für sich als Paar und kommt zum Ergebnis. Und das spürt man dann auch auf der Zeitlinie, wenn man das Fundament bearbeitet. Da kommen wir nicht so richtig weiter. Das wäre wichtig, wenn du da was findest. Wenn du das für dich einzeln löst. Das übernehmen wir sehr gerne und hat natürlich den großen Vorteil, dass man keine weitere Wartezeit irgendwo hat. Denn ich weiß nicht, wie lang aktuell die Wartezeiten beim Verhaltenstherapeuten sind. Ist wahrscheinlich ganz individuell. Aber ich glaube, unter sechs Monaten ist da, glaube ich, sehr wenig zu machen. Und wiederum haben wir auch Paare, wo ja schon einer oder beide in Einzeltherapien sind. Und da kann man das dann auch für sich dann frei entscheiden. Weil nimmt man dann dieses eine Thema, was ja ganz speziell auch dafür da ist, in der Beziehung weiterzukommen. Also wir haben dann ja in den Einzelcoachings Themen, wo es darum geht, in der Beziehung besser miteinander zu harmonieren. Und das kann man dann trotzdem machen, wenn das stimmig ist. Oder was wir dann auch regeln. machen ist, dass wir diese Themenimpulse mitgeben und sagen, vielleicht kannst du das in deiner Einzeltherapie mal so präferiert jetzt dran nehmen, dass wir da mit dem Thema bei uns gut weiterkommen. Noch ein abschließender Vorteil, wenn man das natürlich kombiniert, ist, dass wir mit der gleichen Methodik arbeiten. Das heißt, man hat nicht verschiedene Methodiken, um an die Themen ranzugehen, sondern man ist dann ja schon mit unserer Methodik in Berührung gekommen als Paar und einzeln nutzen wir die gleichen Bausteine, teils natürlich noch durch andere Dinge erweitert, aber vom Grundsatz her hat es die gleiche Funktionsweise, sodass das natürlich auch sehr angenehm ist, dass man sich nicht auf den anderen Typ Menschen und auf eine andere Methodik einstellen muss. Ja, schön, dass ihr bei dieser Podcast-Folge dabei wart. Ich hoffe, wir konnten transportieren, dass wir pro Verhaltenstherapie sind, aber sie eben manchmal nicht so gut genutzt werden, wenn es jetzt wirklich unbeziehbar ist. Danke fürs Zuhören. Bis bald. Bis dann. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine Verhaltenstherapie kann sinnvoll sein, um Symptome wie emotionale Belastung oder unangenehme Verhaltensweisen vorübergehend zu reduzieren, aber sie löst keine tiefenpsychologischen Ursachen.
  2. Wenn Beziehungsprobleme ihre Wurzeln in früheren Erfahrungen oder emotionalen Verletzungen haben, führt eine ausschließliche Verhaltenstherapie oft zu einer Verschlechterung der Beziehung, da die Verletzungen nicht angegangen werden.
  3. Die Verhaltensänderung durch Therapie kann sich negativ auf den Partner auswirken, weil er sich ausgeschlossen und verletzt fühlt, und die vermeintliche Lösung wird oft als fremd oder manipulativ wahrgenommen.
  4. Tiefenpsychologische Therapien, wie Paartherapie oder Coaching, sind erforderlich, um die emotionalen Verletzungen zu erkennen, zu verarbeiten und den gemeinsamen Beziehungsweg wieder aufzubauen.
  5. Beide Partner müssen aktiv und gemeinsam an der Lösung beteiligt sein, damit die Veränderungen nachhaltig und authentisch sind.
  6. Die Stabilität der emotionalen Grundlagen (Systemgesetze) ist entscheidend für langfristige Beziehungsergebnisse und beeinflusst die Wirksamkeit von Kommunikations- und Verhaltensstrategien.
  7. Strategien wie Kommunikationstraining oder Reziprozitätstraining sind hilfreich, aber nur dann wirksam, wenn die tiefen Verletzungen bereits behandelt wurden.
  8. Das gemeinsame Erkennen und Verarbeiten von Vergangenheitsgeschichten hilft, ein gegenseitiges Vertrauen und ein echtes "Wir-Gefühl" wieder aufzubauen.

Summary:

Eine Verhaltenstherapie kann zwar kurzfristig helfen, Symptome wie unangenehme Verhaltensweisen oder emotionalen Stress zu reduzieren, aber sie löst nicht die tiefen psychologischen Ursachen von Beziehungsproblemen. In vielen Fällen entstehen dabei emotionale Verletzungen im Partner, wenn eine Person in Therapie ist und der andere ausgeschlossen oder analysiert wird. Dies führt oft zu einer Verschlechterung der Beziehung und einem Gefühl der Abwehr.

B. frühe Prägungen oder emotionale Verletzungen. Eine solche Arbeit basiert auf der Stabilität der emotionalen Grundlagen und erfordert, dass beide Partner aktiv und authentisch miteinander arbeiten.

Strategien wie Kommunikationstraining oder Reziprozität sind nur wirksam, wenn die tiefen Verletzungen gelöst wurden. Die Arbeit erfolgt chronologisch, mit einer Rückblicke auf die Vergangenheit, um den Ursprung der Probleme zu erkennen. Der gemeinsame Prozess führt zu einem tieferen Verständnis, einem stärkeren Vertrauen und einem echten "Wir-Gefühl", das die Beziehung langfristig stabilisiert.

Paartherapie und Coaching sind hierfür entscheidend, da sie beide Partner einbeziehen und eine gemeinsame Lösung fördern, ohne eine Person auszuschließen.

FAQs

Eine Verhaltenstherapie ist sinnvoll, um Symptome zu reduzieren oder ein paar konkrete Verhaltensweisen zu verbessern, aber sie löst nicht die tiefen emotionalen Verletzungen aus der Vergangenheit, die Beziehungsprobleme Ursache sind.

Weil die Veränderungen oft auf oberflächlichen Ebenen stattfinden, ohne die tiefen emotionalen Verletzungen zu lösen, die die Verhaltensmuster zugrunde liegen. Diese Verletzungen kehren bei Stress oder Konflikten oft zurück.

Wenn eine Person in Verhaltenstherapie behandelt wird, ohne dass der Partner mit eingebunden wird, kann das führen dazu, dass der Partner als „geanalysiert“ oder „eingeschlossen“ empfunden wird und damit emotionale Verletzungen weiterhin bestehen bleiben.

Weil nur wenn die tiefen Ursachen wie Kindheitserfahrungen oder emotionale Verletzungen gelöst werden, die Beziehung dauerhaft stabil und harmonisch werden kann. Sonst bleiben die Symptome wiederholt vorhanden.

Eine Verhaltenstherapie konzentriert sich auf eine Einzelperson und vermeidet oft die Beziehung, während Paartherapie beide Partner betrachtet und die gemeinsamen Verletzungen und Systeme anspricht.

Ja, sie kann helfen, die Energie und die Stabilität zu erhöhen, um besser mit den Themen umzugehen, aber sie ist nicht ausreichend, um tiefere emotionale Ursachen zu behandeln.

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