Warum eine Trennung manchmal der richtige Weg ist - Interview mit Lukas
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Lukas, Coach bei Lebensidealisten, teilt seine Erfahrungen aus dem Coaching von Paaren, die sich trennen müssen. Er betont, dass Trennungen oft nicht als Ende, sondern als notwendiger Schritt aus emotionalen Verletzungen und einem mangelnden Gefühl der Zugehörigkeit resultieren. Der Prozess wird durch persönliche Reflexion und die Verarbeitung von Basisgefühlen unterstützt, wobei die Trennung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen gesehen wird. Innerer Trennungsprozesse, die sich über Jahre entwickeln können, werden in der Paartherapie erst erkannt, wenn die emotionalen Auswirkungen abgebaut sind. Besonders wichtig ist die erfolgreiche Integration von Kindern in den Prozess, um negative Prägungen zu vermeiden. Lukas betont, dass ein klare, strukturierte und respektvolle Trennung, mit einem gemeinsamen Handlungsplan und Commitment, entscheidend ist, um die Beziehung und das Elternpaar zu stabilisieren. Die Methode setzt auf die emotionale Verarbeitung vor der sachlichen Diskussion, um ein fundiertes und bewusstes Ende zu erreichen. Die Trennungscheckliste und die Aufarbeitung von Überzeugungen helfen, eigene Muster zu erkennen und zukünftig eine gesündere Beziehung aufzubauen.
Lukas, warst du schon mal in einer Situation, in der es keinen Ausweg mehr in der Beziehung gab und nur noch die Trennung möglich war?
Tatsächlich ja. Es hatte natürlich unterschiedliche Faktoren als Ursache.
Einen Großteil davon habe ich tatsächlich auch erst im Nachgang dann in der Reflexion erkennen können und dürfen,
was allerdings dann auch sehr hilfreich war für die Beziehung, die daraus erwachsen ist.
Okay, also in der Reflexion konntest du das Positive daran sehen und anerkennen, wofür das gebraucht wurde?
Definitiv. Klar ist so ein Trennungsprozess natürlich häufig begleitet von Schmerz, Trauer und Leid.
Ich glaube, auch wenn ich nicht die Methodik so gut gekannt hätte, wäre es mir wahrscheinlich auch gar nicht möglich gewesen,
da in eigener Regie so gut durchzukommen.
Ja, okay, also hattest du schon die Methodik dabei sehr gehäuften.
Und dadurch diese Phase von Schmerz, Leid, Traurigkeit durchzugehen.
Ja, total.
Und dann sieht man ja erst meistens danach, wofür das dann gut war.
In dem Moment, wo diese ganzen Basisgefühle noch so aktiv sind, kann man das noch gar nicht für sich reflektieren und wahrnehmen.
Da ist das Leid sehr vordergründig.
Und dann irgendwann, wenn man dann das Basisgefühl ganz gut verarbeitet hat, dann kommt man so in das Gefühl, wofür war das eigentlich gut.
Absolut, ja.
Das ist ja natürlich auch ein Teil oder ein Kernelement der Methodik.
Ja, zu überlegen und in allem auch das Gute zu sehen.
Ja, sehr schön.
Du bist heute im Lebensidealisten-Podcast.
Wenn du hier zuhörst, ich bin Florian und unser Interviewgast heute ist dann der Lukas.
Viele von euch kennen Lukas aus Coachings, denn er ist schon lange Coach bei uns, hat schon viele Paare begleitet.
Normalerweise sitzt Ina an seiner Position.
Heute wollen wir ganz gerne auch Lukas.
Im Podcast mal wieder zu Wort kommen lassen.
Ja, hallo, vielen Dank, dass ich dabei sein darf, wie Florian schon herausgebracht hat.
Mein Name ist Lukas.
Ich bin mittlerweile im fünften Jahr für die Lebensidealisten tätig und habe natürlich in der Zeit schon eine ganze Menge Paare und auch unterschiedlichsten Geschichten begleiten dürfen.
Zu meiner Person.
Ich bin Mitte 30, wohne im beschaulichen Solingen und verbringe meine Freizeit am liebsten mit meiner Partnerin, mit dem Hund, in der Natur oder auch beim Musizieren.
Fast im fünften Jahr bei uns.
Was würdest du sagen, was sind so die spannendsten Learnings, die du mitgenommen hast aus den ganzen Paaren, die du begleitet hast?
Die spannendsten Learnings.
Also was ich total freut.
Was ich total faszinierend finde, ist ja wirklich zu sehen, wie sich zum Teil auch der eigene Blick oder die eigenen Überzeugungen einfach durch die Arbeit total verändert haben.
Zum Beispiel war jetzt das letzte Jahr quasi das Fremdgeher auch für meine Coaching-Paare.
Und ich hatte früher halt immer so das Bild, okay, meistens sind das ja eigentlich eher so die Männer, die fremdgehen oder die sich fremd verlieben.
Und ich würde sagen.
Ja, 90 Prozent der Paare, die ich mit dem Thema hatte, da waren es tatsächlich dann doch auch die Frauen, die sich dort fremd verliebt hatten.
Ja, die Klischees, die es so gibt, die treffen nicht unbedingt auf die Paare zu, die bei uns im Coaching sind.
Definitiv.
Und ein weiteres riesengroßes Learning ist natürlich auch der eigene Umgang in der Beziehung mit Konflikten.
Ja, also das ist ein stetiger Prozess, der sich immer weiterentwickelt und man halt einfach unglaublich viel rausziehen kann.
Und bestimmte Dinge einfach A, viel entspannter angehen kann, aber auch total gute Ansätze hat, um dann auch in der Beziehung da ins Tun zu kommen.
Ja, das ist ja so ein Mix aus quasi einer Kennenlernfolge, dass man auch nochmal ein bisschen dich wahrnimmt, deine Stimme hört, gerade wenn dann vielleicht du der Coach bist für das entsprechende Paar.
Bevor wir gleich zum eigentlichen Thema kommen, wir wollen heute eigentlich dann über das Thema sprechen, Beziehung vorbei.
In diesen Situationen ist die Trennung endgültig.
Vielleicht nochmal kurz vorher, was hast du denn, würdest du sagen, so für Lieblingsthemen im Coaching?
Also welche Paare begleitest du am liebsten oder auch Einzelpersonen mit welchen Themen?
Das ist total interessant, weil es tatsächlich weniger von der Thematik abhängt, als tatsächlich wirklich davon, wie die Paare sich mit einbringen.
Also das hat sich wirklich ganz stark herausgefiltert.
Dass ich da letztlich wirklich für jedes Thema offen bin.
Und am liebsten oder am meisten Spaß macht mir das Ganze, und am meisten haben auch die Paare davon natürlich, wenn sie da sich selbst einbringen und auch mitarbeiten.
Und sich dann auch über die Termine hinaus einfach mit den Themen befassen.
Was sich sehr geändert hat, also früher mochte ich zum Beispiel sehr, sehr ungern mit dem Thema Trennung irgendwo arbeiten.
Das hat sich tatsächlich durch. Ein Paar, das muss jetzt ungefähr anderthalb Jahre her sein, total gewandelt.
Die beiden, die waren damals zu mir gekommen, oder zu uns, und sagten, die wollten unbedingt zusammenbleiben.
Und dann hat es sich aber in dem Prozess gezeigt, dass es wirklich für alle Beteiligten die beste Entscheidung ist, wenn sie sich trennen.
Und das trotz Kindern.
Und in dem Rahmen ist es uns dann wirklich gelungen, den unfassbar wertschätzenden, respektvollen Trennungsprozess. Zu initiieren.
Und die beiden sind heute noch gut miteinander.
Und war vorher so dein Bild darauf, dass das so im Guten nicht möglich ist?
Oder hattest du vorher mit dem Thema Trennung eher noch so eigene Themen und Prägungen, die unverarbeitet waren?
Ich würde behaupten, ein Teil von beidem tatsächlich.
Also ja, definitiv.
Also hast du nochmal so den Impuls bekommen, da nochmal was nachzuforschen?
Ja, nachzuarbeiten, um dann offen zu sein für dieses Thema auch.
Genau.
Ja, das ist ja in der Paartherapie immer nicht so, dass das Ziel zwingend ist, die aktuelle Beziehung zu erhalten.
Ganz oft ist ja die Zielsetzung, erstmal Klarheit zu bekommen, ob das überhaupt noch geht.
Und auf dem Weg unterstützen wir dann.
Und dann gibt es regelmäßig Paare, die zusammenbleiben.
Aber eben auch Paare, für die sich herausstellt, dass die Trennung der bessere Weg ist,
um dann sich für die Wunschbeziehung einen anderen Partner zu suchen.
Genau, ja.
Okay, bevor wir dann zu dem Thema Trennung kommen,
was ja vielleicht nicht zu den schönsten Momenten im Coaching zählt,
wobei, wenn die sich trennen und dann wirklich miteinander stimmig gut ein Elternpaar sind,
eine Freundschaft weiterführen, ist das natürlich auch ein sehr cooles Ergebnis.
Aber hast du noch andere schönste Momente in Coachings, die du erinnerst?
Schönste Momente?
Ist tatsächlich noch relativ jung, muss ich sagen, der Moment.
Da ging es um ein Paar, die hatten sich in der zweiten Hälfte letzten Jahres bei uns gemeldet
und sich dann aber erstmal gegen eine Zusammenarbeit entschieden.
Und zu der Zeit stand schon eine Trennung tatsächlich auch im Raum.
Und das, obwohl ein Hochzeitstermin anstand.
Der wurde dann aber abgesagt.
Und die beiden haben sich zumindest räumlich getrennt.
Und sie ist dann nachher doch nochmal an uns herangetreten.
Dann sind wir in einen gemeinsamen Prozess gestartet.
Und sie hat halt total noch an die Beziehung geglaubt.
Und hat es wirklich dann geschafft, mit unserer Begleitung dann,
auch diesen Prozess gut zu durchlaufen und auch die Verletzungen, die da aufgekommen sind,
während dieses Getrenntseins, soweit für sich aufzuarbeiten
und ihm auch dadurch den Raum zu geben
und auch die Art und Weise, wie sie mit ihm dann umgegangen ist,
weil sie weiterhin Kontakt hatten,
dass er eines Tages einfach wieder bei ihr vor der Tür stand.
Und jetzt sind die beiden sogar gemeinsam in dem Prozess,
um dann auch nochmal das gemeinsame Fundament entsprechend aufzustellen.
Ja, cool.
Und das ist für mich einfach so,
eine Geschichte, die das Leben besser nicht schreiben könnte.
Das heißt, beim ersten Kennenlernen, da war seitens der beiden oder einem von beiden
die Bereitschaft noch nicht da.
Genau, ja.
Ja, das kommt manchmal vor, dass Paare sich später nochmal melden.
Das kommt manchmal vor, dass Paare sich melden,
sich dann erstmal für ein paar Therapeuten vor Ort entscheiden
und sich dann trotzdem ein paar Monate später bei uns melden,
weil sie dann gemerkt haben, dass das nette Gespräche sind,
aber die Wirkung.
Die Wirkung fehlt.
Zumindest die nachhaltige Wirkung,
was dann durchaus eben ein Thema der Methodik ist, die wir auch haben.
Okay, dann lasst uns mal so langsam rübergehen zum Thema Trennung
und dann auch letztendlich zu den Inhalten,
die dann vielleicht viele noch mehr interessieren,
nämlich wie kann man damit umgehen.
Wie oft begleitest du denn aktuell Trennung?
Aktuell tatsächlich wieder weniger häufig tatsächlich.
Also ich würde sagen,
Vielleicht 20 Prozent der Coachings.
haben mit dem Thema Trennung zu tun.
Weniger
geworden ist, vielleicht aber auch so,
ich will nicht sagen saisonal, aber
man erlebt ja schon,
es gibt immer so Phasen, dass das eine Thema
jetzt irgendwie vorherrschen, dann gibt es wieder Phasen,
da ist das andere Thema vorherrschend.
Ja.
Gut, dann muss man auch sagen, wir haben mehrere
Coaches im Team, manchmal ist das auch
eine Verteilungsfrage vielleicht.
Auch das, klar. Wer es gerade wofür
offen hat, wie viele Coachings frei,
welchen Coach wünschen
sich auch vielleicht dann die Paare
gerne an ihrer Seite, wenn man dann
auf der Über-Uns-Seite Videos schaut und guckt,
mit wem matcht das besonders gut,
dann kann das manchmal sein, dass die Themen
ein bisschen variieren auch.
Ja.
Aber wir haben ja auch nicht nur Paare, die
quasi zu uns kommen in die Paartherapie und sagen,
wir brauchen Klarheit und dann läuft das irgendwann
in Richtung Trennung. Wir haben ja auch immer
häufiger, dass Paare zu uns kommen
schon sich getrennt haben
und diesen Prozess aber
dann begleitet wissen wollen, dass man
eben sagt, wir möchten da jetzt im Guten
auseinander gehen, wenn Kinder da sind, Elternpaar
bleiben, wenn Vermögen da ist,
das Vermögen sinnvoll aufteilen,
sich nicht gegenseitig blockieren
und damit eine Basis
schaffen, um weiterhin im Guten miteinander
zu sein. Genau.
Und für mich total wichtig natürlich
auch in so einem Prozess, was du schon sagst,
das Thema Elternpaar bleiben.
Also gerade
die Kinder sollten ja in so einem
Prozess auch stimmig mit eingebunden werden können.
Wenn du jetzt mal so an die Paare denkst,
die ins Coaching kommen
und noch ergebnisoffen sind, die erstmal so
Klarheit sich als Ziel setzen.
Manchmal ja beide,
manchmal möchte einer Klarheit und der
andere die Beziehung retten,
aber so einer von beiden
auf jeden Fall braucht erstmal
Klarheit, wo überhaupt der Weg hinführt.
Was sind so besondere,
herausfordernde Situationen oder Probleme,
die dann sich im Laufe
des Coachings auch zeigen und entwickeln?
Meinst du in Bezug
auf die Beziehung zwischen den beiden
oder auf die Standpunkte gesehen?
In Bezug auf
die Beziehung zwischen den beiden,
sodass man merkt im Verlauf
des Coachings,
oder das Paar für sich auch merkt
und reflektiert, dass eine Trennung
der stimmigere Weg sein wird.
Ja, da gibt es einige Probleme
tatsächlich.
Was oft passiert,
ist, dass einfach im Rahmen
von einer langjährigen Beziehung
sich die Partner
ich nenne es mal
voneinander entfernt haben
und oft einfach das Gefühl haben,
okay, hey, irgendwie, wir leben eigentlich
nur noch mehr wie in so einer WG
nebeneinander her, aber irgendwie
fehlt so ein bisschen diese Nähe
oder das Gefühl von Nähe
und wenn da die Paare
eben nicht schnell genug reagieren,
dann
ist eine Folge davon auch schon ganz schnell,
dass sich jemand, ich nenne es mal,
sich innerlich auch schon getrennt hat.
Ja, und
wenn sich jemand innerlich schon getrennt hat,
dann ist es eigentlich auch
kaum, also in den seltensten Fällen
gibt es dann da nochmal ein Zurück.
Das andere
sind natürlich dann einfach auch ganz starke Verletzungen.
Ja, das heißt, wenn sich Paare oft gestritten haben
und auch das
kann natürlich zur Folge so eine innere
Trennung haben. Ja, wenn sich die Paare
permanent miteinander streiten, auch gar nicht mehr wissen,
wie sie mit ihren Themen oder ihren Konflikten
zu einer Lösung
kommen sollen
und da einfach keinen Ausweg mehr sehen,
wobei da natürlich
gerade auch unsere Arbeit wieder prädestiniert
für ist.
Wir erleben das ja häufig,
also ich würde sagen, das ist das häufigste Problem,
was auftreten kann, dass es schon einen
inneren Trennungsprozess gab, bevor man
sozusagen dann ins Coaching kommt
und an die Themen rangeht,
dass der eine
vielleicht schon ein paar Mal ausgesprochen hat,
dass er unglücklich ist, dass ich was
verändern muss und der andere
konnte das nicht so recht anerkennen
oder die Ernsthaftigkeit
der Lage, das Gefühl ist nicht so richtig
rübergekommen, weil man eben keine
Basisgefühle, sondern nur Schlussfolgerungen
ausgesprochen hat, die man so hat
und das ist beim anderen im Gefühl nicht so recht
angekommen und
dann, wenn dieser innere Trennungsprozess,
der geht manchmal ein, zwei Jahre,
bis dann so der Punkt
kommt, wo man das dann ausspricht
und selbst dann kann es sein, dass man es gar
nicht ausspricht, sondern
erstmal in die Paartherapie geht, um diesen
geschützten Rahmen zu haben und andere
merken dann eben in der Paartherapie
und dann wird die Trennung ausgesprochen,
dann kommt der andere ins Kämpfen
und will loslegen und sagt, wir machen eine Paartherapie
und der andere sagt, ja gut, machen
wir, damit alles versucht ist
und im Rahmen der Paartherapie
merkt man dann eben, dass jetzt
bei dem anderen das noch ankommen
muss, dass der jetzt so
diesen Prozess nochmal nachvollziehen muss
und sozusagen dann
die Trennung
anerkennt und in die Trennungsbegleitung
geht, weil wenn schon ein bis
zwei Jahre innerer Trennungsprozess durchlaufen
ist, dann ist meistens auch das Gefühl
von Liebe überwiegend so abgebaut,
dass das eben für eine Liebesbeziehung nicht mehr
ausreicht. Definitiv
und gerade das, was du sagst mit dem Thema
alles versucht zu haben,
kann unglaublich
hilfreich sein, dafür auch
diese Trennung dann auch anzuerkennen.
Ja, okay,
dass man weiß, ich habe alles versucht, aber es hat dann
am Ende vielleicht auch einfach nicht sein sollen.
Ja, gerade wenn Kinder da sind, ne?
Genau.
Ja, definitiv, gerade wie du schon
sagst, eben gerade wenn Kinder mit im Spiel
sind, das ist halt einfach
unglaublich wichtig und da helfen dann natürlich
auch wieder zum Beispiel die Systemgesetze,
zum Beispiel das Thema der Zugehörigkeit
und das ist ein
ganz, ganz wichtiger Punkt,
da auch die Kinder mit
einzubinden in den Prozess.
Und da kann natürlich das Coaching helfen,
gemeinsam zu überlegen,
okay, was ist vielleicht
auch einfach der richtige Rahmen dafür?
Ja, was ist der richtige Rahmen?
Wann sagt man es ihnen? Wie sagt man es ihnen?
Macht man das einzeln, wenn es
mehrere Kinder sind oder nimmt man
alle zusammen?
Und wie bindet man
sie auch dann darüber hinaus mit ein
in den Prozess? Ja, es geht ja nicht nur
darum, dann zum Beispiel den Kindern zu sagen, hey,
wir trennen
uns, sondern
dann die Kinder auch teilhaben
zu lassen und auch zumindest
so weit möglich
gewisse Gestaltungsmöglichkeiten
mitzugeben. Ja, dass sie zum Beispiel
auch sich gesehen fühlen, dass die Bedürfnisse
da berücksichtigt werden.
Genau, immer altersgerecht
dann, das ist immer ganz wichtig, dass man
schaut, wie so der Entwicklungsstand
des Kindes, was sind typische Emotionen,
Fragen, die kommen können,
dass man das vorher gemeinsam
sich anschaut.
Wie du schon sagst, was halt prägend
für Kinder ist, ist häufig nicht die Trennung
an sich, sondern die Art und Weise,
wie die Trennung abläuft, insbesondere
wenn dann erhebliche Streitigkeiten
entstehen, die beiden schlecht übereinander
reden, es keine vernünftigen
Übergaben mehr gibt, man nicht mehr an einem Strang
in der Erziehung zieht,
dann sind das natürlich Dinge, die prägend wirken,
wenn man dann den Weg zum Elternpaar
findet und das ist ja schon mal etwas,
was dann für viele möglich wird,
überhaupt mal auszusprechen, wir
trennen uns, statt deine Mutter
trennt sich von mir oder dein Papa will sich
von mir trennen, also da schon
mal rauszukommen aus dem Ich-Du und
Schuldzuweisung, wer sich nun trennt,
sondern auch da und das ist auch natürlich
Freunden und dem Umfeld gegenüber sehr hilfreich,
um das soziale Umfeld
möglichst gut
erhalten zu lassen, zu sagen,
wir trennen uns, ohne da dann
in die Details einzutauchen
oder eben gemeinsam im Rahmen auch der
Zugehörigkeit abgestimmt zu haben,
was spricht man denn überhaupt
im Außen, was darf man sagen
und was bleibt wirklich
intern nur beim Paar?
Ja, das ist ein ganz,
ganz, ganz wichtiger Aspekt und
darüber hinaus
geht es dann natürlich auch im Weiteren
darum, wenn so eine Trennung
ist halt auch einfach begleitet
von vielen Emotionen,
das ist ja völlig nachvollziehbar und
wir haben das ja eingangs
schon mal ein bisschen
angeschnitten, sage ich mal
und zwar ist halt
ganz viel Trauer,
Leid, Schmerz,
Wut, da macht man
ganz unterschiedliche Phasen auch durch
und
da ist die Frage, okay, wie kann man da
den entsprechenden Abstand gewinnen,
um da diese Emotionen
auch einfach richtig zu verarbeiten?
Da lande ich
natürlich mit der Antwort auf die
Frage wieder auf bei dem Coaching-Prozess.
Gerade eben über
die Methodik haben wir ja wirklich die besten Möglichkeiten.
Wir verarbeiten
zuerst die Emotionen
und dann schauen wir uns
die sachlichen Themen an, wenn die Emotionen
verarbeitet sind, damit wir da
überhaupt eine Lösung auf Sachebene finden können.
Ja, wenn du
oder ihr diese Folge hört
und merkt, dass das euer Thema
ist, weil entweder
habt ihr das Gefühl,
dass du oder ihr euch innerlich
schon getrennt habt und
irgendwie fehlt das Aussprechen noch.
Ihr habt die Trennung vielleicht schon
ausgesprochen und merkt,
dass ihr ganz gerne Begleitung wünscht
und nicht sofort die Anwälte
einschalten wollt, sondern wollt,
dass ihr die Anwälte einschalten wollt.
Im guten Klären wollt
eben schauen, dass das mit dem sozialen
Umfeld, mit dem Elternpaar sein,
mit dem Aufteilen
von Vermögen, was da ist,
alles stimmig funktioniert und
ihr dadurch einen
Weg auch kreiert, der, wenn ihr
Kinder habt, eben so wenig Prägung
wie möglich verursacht.
Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das
telefonische Erstgespräch. Wir
schauen dann gemeinsam, ob wir euch
gut unterstützen können und
wer dann der passende Coach für euch ist.
Das kann natürlich Lukas sein, aber ihr könnt euch natürlich auch auf der Website bei euch
Über-Uns-Bereich oder deine Coaches-Bereich
umsehen und schauen,
wer denn sonst noch da ist, weil es eben auch teilweise
abhängig natürlich ist von den Zeiten.
Unsere Coaches, wie Lukas auch,
haben so ihre Wunschzeiten.
Wann können sie die beste Performance im
Coaching liefern? Und manche können das
eben von 7 Uhr morgens bis 12
und andere können das eben von 16
bis 22 Uhr, sodass man dann
eben ein bisschen guckt,
zu welcher Zeit passt das bei euch ein und wer
kann dann der passende Coach
oder die passende Coachin für euch sein.
Lukas, nun wollen wir mal dazu
kommen, wie man denn das Ganze
löst, wie man vorgeht,
wenn die Trennung quasi
unvermeidbar ist, beziehungsweise man
für sich gemerkt hat, das ist jetzt
so für uns der passendere
Weg. Die Beziehung
können, wollen wir an der Stelle nicht mehr retten.
Das Gefühl von Liebe als
Basis ist irgendwie nicht
mehr ausreichend da oder es gibt gar keine
Schnittmengen mehr in der Wunschbeziehung.
Wie kann man da vorgehen?
Ja, also das klassische
Vorgehen in dem Fall ist wirklich
erstmal sich bewusst zu werden,
das zu erkennen, du schon sagst, die Entscheidung
getroffen zu haben.
Wir wollen uns trennen und dann geht es
natürlich darum, die Hintergründe
aufzuarbeiten.
Also alles, was an Emotionen da mit drin
steckt, was da für Basisgefühle mit drin
sind und auch
die sind ja einfach Folgen
von Systemgesetzverletzungen.
Das heißt,
dass wir uns nicht nur
ich würde tatsächlich auch nochmal,
also das sollte ein ganz klares gemeinsames Ziel
dann auch sein, zum Beispiel einfach ein gutes Elternpaar
zu sein und anhand
dessen dann eben zu schauen, was gebraucht
wird. Die Grundlage ist halt
eben einfach diese Basisgefühle
zu verarbeiten.
Würdest du sagen, dass es auch sinnvoll ist, das
zu verarbeiten, wenn man keine Kinder
hat? Also auch dann die
Verletzungen, die Zeit, die nicht aufzuarbeiten?
Auf jeden Fall, weil
alles, was man aus der alten Beziehung mitnimmt,
trägt man, oder was heißt alles,
sei dahingestellt, aber unglaublich
vieles davon trägt man auch unbewusst dann halt einfach
mit in die neue Beziehung.
Es gibt
garantiert zahlreiche
Menschen, die
einen neuen Partner, eine neue Partnerin
haben und sich dann wundern,
ja, das ist ja genau das gleiche Muster, wie
zum Beispiel bei meinem Ex oder bei meiner Ex
und schon alleine, um
sowas zu verhindern, ist es einfach unfassbar
wertvoll, die Themen dahinter aufzuarbeiten.
Ja.
Genau, du sagst es eben,
Systemgesetzverletzungen, also
das ist bei uns quasi Synonym
zu emotionalen Verletzungen.
Systemgesetz ist
da bei uns quasi die Basis für
und Basisgefühle
sind ja so tiefliegende Gefühle,
die man durch sein Denken schwer beeinflussen
kann, die
aber eben auch besonders intensiv
sind, wenn sie denn da sind
und da brauchen wir natürlich
zwei Dinge eigentlich, die wir so auf der Zeitlinie
lösen. Das eine ist
die Ursachen, so die
dahinführten überhaupt, dass man sich getrennt hat
und dann vor allem natürlich auch
die Verletzungen rund um die Trennung an sich,
denn eine Trennung ist
einfach ein Ausschluss.
Ein Ausschluss ist das Gegenteil von
Zugehörigkeit, damit eben
das stärkste negative Gefühl, was wir
erleben können. Das heißt, wenn einer die
Trennung erstmal so einseitig ausspricht,
dann ist der andere normalerweise
schon recht tief verletzt.
Also in Beziehungen gibt es normalerweise
keine stärkere Verletzung.
Definitiv.
Definitiv, ja.
Und
vielleicht noch einen ergänzenden Aspekt dazu.
Es ist ja auch ganz oft so,
dass wenn zum Beispiel solche Basisgefühle
einfach nicht nachhaltig
verarbeitet werden,
da entstehen auch unglaublich viele Glaubenssätze.
Also aus
diesen Verletzungen heraus, wie zum Beispiel
wenn jetzt jemand
sagt, okay, ich hatte
einen Partner, eine Partnerin, die hatte nie Zeit
oder der hatte nie Zeit für mich, weil er
viel lieber immer seinen Sport gemacht hat.
Ah, okay, alles klar.
Also entwickelt man vielleicht unbewussten
Daumensatz über Leute, die halt besonders
viel Sport treiben.
Ja, und hat dann da direkt natürlich eine Brille,
die überhaupt nicht zutreffen muss.
Und die man mit in die nächste
Beziehung schleppt, ne? Genau das.
Ja, und die natürlich in Folge dann auch da
wieder zu weiteren Verletzungen führen kann.
Und deswegen
auch da ganz wertvoll nochmal mit draufzuschauen
in dem ganzen Prozess.
Ja, das ist mir ganz wichtig.
Dass man mit verarbeiteten
Gefühlen sozusagen
einen freien Blick und der Chance
auch neue Verantwortung
zu geben, in eine neue Beziehung
starten kann. Und dass letztendlich dann
die Beziehung, die gewesen ist
und die am Ende in die Trennung führte,
dann auch entsprechende Lerneffekte
auslöst und man so
das Gute aus der
Trennung und seine Learnings mitnehmen kann,
um in der nächsten Beziehung
einen besseren Match zu finden.
Also den,
einen eher richtigen oder eine eher richtige
Partnerin anzieht
und dann natürlich aber auch
frei von diesen Prägungen
die Beziehung führen kann, ne?
Ich würde behaupten, das ist eigentlich schon
fast der Schlüssel. Also
unabhängig jetzt mal, um
welches Thema es letztlich geht, aber
das ist
einfach der Schlüssel.
Ja, wir würden ja quasi nennen,
wir würden das bei uns in der Methodik ja ausgeglichen Kraft wohl genug nennen, ne?
Genau, ja.
Definitiv.
Und
was tatsächlich sich gezeigt hat, was auch
unglaublich hilfreich ist für die Paare, die da
in dem Trennungsprozess sind,
es
gibt ja tatsächlich auch in den Lebensidealisten
Trennungscheckliste.
Ja.
Und da sind wirklich nochmal ganz, ganz
viele Punkte
mit aufgeführt, auf die man dann im Detail
auch nochmal achten kann.
Das wäre jetzt wahrscheinlich zu viel, das hier alles
runterzurattern, aber
ich weiß gar nicht, ich gucke gerade mal parallel, aber
ich glaube, Lebensidealisten
Trennung Checkliste,
wenn man das googelt,
ich glaube, die haben wir nicht veröffentlicht,
tatsächlich.
Ja, das ist ja was für den Coaching-Prozess dann.
Ah, doch, das findet man.
Doch, doch, wenn man das googelt, findet man die.
Ach, geil.
Das PDF ist öffentlich zugänglich. Also,
könnt ihr googeln,
ist öffentlich zugänglich
und könnt dann die
Trennungschecklist euch von uns
runterladen und wenn
das euch betrifft, die Punkte
versuchen durchzuarbeiten
und wenn ihr merkt, dass ihr bei Punktnehmen dann nicht weiterkommt,
dann könnte dann eben das
Trennungsbegleitungscoaching
bei uns der Schlüssel
sein, ne?
Auf jeden Fall, ja.
Ja, das ist ja schon fast wie so ein kleines
Workbook, ne?
Ja, weil man, wie du schon sagst, man ist
im Ausnahmezustand emotional
und dass man da eben Dinge vergisst,
ist nur klar,
wenn man sowas nicht vorliegen hat,
auf der anderen Seite,
die Paare, die zu uns kommen,
die trennen sich ja meistens nach einer sehr langjährigen
Beziehung, die haben was zusammen
aufgebaut und das ist häufig
dann sozusagen die erste Trennung,
wo man nicht einfach sagen kann,
ja gut, dann hole ich noch meine Sachen aus deiner
Wohnung und dann sehen wir uns ab morgen nicht mehr,
sondern wo richtig was zu regeln
ist auf einmal, was bei vorherigen
Trennungen eben meistens nicht der Fall
war.
Das stimmt, ja.
Okay, als letzten Punkt haben wir noch starkes Elternpaar,
ein paar Werten, aber genau das
haben wir ja schon ein paar Mal jetzt erwähnt auch.
Genau, auf jeden Fall.
Was bedeutet starkes Elternpaar werden?
Starkes Elternpaar
werden bedeutet oder
beschreibt für mich letzten Endes
den Prozess,
der notwendig ist, damit
man gemeinsam auf Augenhöhe trotz
der Trennung und der ganzen
Emotionen, die da waren,
gut und
wertschätzend miteinander umgehen kann, zum
Wohle der Kinder.
Und das machen wir wieder, indem
wir emotionale Verletzungen lösen,
die zwischen beiden bestehen, damit
sich das Fundament stabilisiert.
Deswegen ist dann nämlich auch, wenn man Unklarheit
hat, die Paartherapie immer ein guter
Weg, weil egal in welche Richtung
das am Ende führt,
hat man ein stabiles Fundament,
entweder um die Beziehung weiterzuführen
oder um sich zu trennen
und ein stabiles Elternpaar darzustellen.
Deswegen ist auch der Start
sozusagen, auch wenn man Unsicherheit
hat, erstmal der gleiche. Man stellt
das Fundament her, kommt so an Thema für Thema
ran und merkt dann eben,
okay, das passt
noch, wir kriegen die Verletzung gelöst,
da ist noch genug
Verbundenheit da oder wir kriegen
zwar die Verletzung gelöst, aber
diese Verbundenheit, dieses Gefühl von Liebe
kehrt nicht zurück.
Gut, willst du noch unseren
Paaren, die zuhören und irgendwie
gerade überlegen, das betrifft
mich oder nicht, irgendwas mitgeben, wo
du sagst, Mensch, das wäre nochmal ein relevanter
Punkt, darüber nachzudenken.
Relevanter Punkt, um darüber nachzudenken,
ist tatsächlich, würde ich
sagen,
es sind so ein paar Aspekte.
Es ist auf der einen Seite
das Beobachten
der eigenen Gedanken,
um sich darüber klar zu werden,
wirklich, was habe ich überhaupt für Brillen
auch über meine derzeitige Beziehung auf
und
vielleicht auch zu reflektieren, hey,
woher habe ich
diese Brille?
Ja, also es ist wirklich
es kann
sein, klar, wenn Menschen
Probleme haben und in der Lage sind, darüber
zu sprechen, dann unterhalten sie sich natürlich auch mit
Freunden, Bekannten und holen sich hier oder dort mal
einen Rat.
Jetzt sind allerdings diese,
wie heißt es so schön, auch Ratschläge können
Schläge sein,
sind die natürlich in der Regel
nicht ganz unbefangen.
Und dann nimmt man vielleicht
von hier oder von dort nochmal irgendwo
einen bestimmten Blickwinkel
mit, ja, wenn
die Freundin vielleicht sagt, ja, okay.
okay, dein Partner ist ja sowieso auch jemand, der so und so ist,
der vielleicht besonders viel im Kopf unterwegs ist.
Und dann sieht man natürlich auch im Alltag,
ach ja, guck mal, da ist er wieder im Kopf unterwegs,
da ist er wieder im Kopf unterwegs und da.
Und Schlussfolgernd dann vielleicht,
ja, okay, der kann überhaupt nicht über seine Gefühle sprechen,
mir ist aber wichtig, dass mein Partner über seine Gefühle sprechen kann.
Vielleicht kann er es ja, aber der Rahmen ist einfach nicht der passende gewesen.
Ja, das ist die eine Sache.
Und der andere Aspekt ist diese innere Trennung.
Ja, wenn ich mich innerlich getrennt habe,
das ist ein ganz bestimmtes Gefühl.
So, und das wird jeder, wenn man in einem ruhigen Moment mal ehrlich zu sich ist,
wird man sich das innerlich,
diese Frage auch wahrheitsgemäß beantworten können.
Wenn man das gemacht hat,
ist meine Empfehlung wirklich,
spätestens dann, am besten natürlich schon vorher,
wenn irgendwo Konflikte in der Beziehung sind,
aber spätestens dann entweder ins Gespräch mit dem Partner,
am besten ins Gespräch mit dem Partner
und ins Gespräch mit dem Lebenslehrer wissen.
Und hast du vielleicht noch einen Ansatz für diejenigen,
die sagen, wir merken,
da bahnt sich so,
eine innere Trennung an.
Ich habe schon ein, zweimal gesagt,
wir sollten da irgendwie was tun.
Ich bin nicht mehr zufrieden und glücklich in der Beziehung.
Wieso jemand mit seinem Partner sprechen kann,
was der tun kann, damit klar wird,
wir sind hier gerade bei 5 vor 12.
Das ist echt kritisch.
Wenn wir jetzt keinen Konsens finden und gemeinsam was tun,
dann könnte es in der Trennung laufen.
Wie könnte derjenige vorgehen?
Weil wir haben, glaube ich, bestimmt auch viele, die zuhören,
die noch an diesem Punkt stehen, dass sie sagen,
ich habe noch gar nicht aufgegeben
und bin noch gar nicht so richtig in der inneren Trennung,
aber ich merke, das kommt bald,
wenn wir jetzt nicht den Dreh kriegen.
Also was tatsächlich sehr hilfreich ist,
eine Situation zu schaffen, die nicht alltäglich ist,
meint, dass man irgendwas gemeinsam macht,
wo man sich mal aus dem Alltag rauszieht ein Stück.
Weil das häufig einfach,
weil ich spreche ganz gerne,
ich spreche ganz gerne vom Alltagsbewusstsein.
Und wenn ich jetzt permanent im Alltagsbewusstsein bin,
dann kann es sein, dass ich manchmal
das gewisse Sachen, die meine Partnerin,
mein Partner mir sagt,
dass sie gar nicht komplett durchdringen.
Ja.
Ja, und deswegen erachte ich das als unglaublich hilfreich,
auch mal eine Situation zu schaffen,
die eben, oder mit der man sich aus dem Alltag rauszieht,
und da dann nochmal in einer ganz anderen Gesprächsatmosphäre,
vor allem aber auch in Klarheit miteinander zu sprechen.
Also, dass man den, den man sich aus dem Alltag rauszieht,
indem man so einen besonderen Rahmen gibt,
der nicht alltäglich ist,
um einfach zu signalisieren,
wir sind hier gerade eben in einer besonderen Situation,
das ist ganz wichtig.
Also quasi, wie man auch nicht mitten so im Alltag
einen Hochzeitsantrag macht,
weil man einen besonderen Rahmen dafür schafft,
eben auch zu sagen,
wir haben jetzt hier andersrum genau das Gegenteil,
eine besondere Dramatik in der Entwicklung unserer Beziehung.
Und das ist jetzt sozusagen der Antrag vom Ende.
Das kann sein,
dass wir, wenn wir es jetzt nicht gedreht kriegen,
uns trennen müssen,
auch dafür eben diesen besonderen Rahmen zu schaffen
und zu sagen,
das hat hier eine echte Wichtigkeit gerade,
dieses Gespräch.
Auf jeden Fall.
Und was natürlich auch ganz wertvoll ist,
sind einfach Rückfragen.
Ja, wirklich dann mal ganz konkret zu fragen,
hey, was ist gerade bei dir angekommen?
Oder was hast du verstanden?
Oder wie hast du das verstanden?
Weil dadurch kann man sich selbst
auch nochmal ein Stück weit rückversichern,
um, äh,
da Klarheit zu haben,
hey, ist mein Anliegen eigentlich wirklich auch so rübergekommen,
wie ich es gemeint habe
oder wie mir das jetzt wichtig ist.
Mhm.
Ja.
Und zusätzlich in so einem Gespräch als Outcome
auch irgendwo ein ganz klares Commitment zu schaffen.
Ja, wirklich eine Absprache,
wo man dann nachher sagt,
okay, Situation erkannt.
Kann auch sein, dass erstmal gesagt wird,
okay, vielleicht nehmen wir uns beide jetzt nochmal,
ein bisschen Zeit für uns
und das Ganze nochmal wirken zu lassen
und dann finden wir uns wieder zusammen
und arbeiten weiter gemeinsam an dem Thema.
Mhm.
Das ist die eine Variante,
aber vor allem ist es unfassbar wichtig,
da auch eine Art Ergebnis nachher zu haben.
Ja.
Ja, dass man ganz klar weiß,
okay, wie machen wir jetzt weiter?
Also ein Handlungsplan dann.
Unbedingt, unbedingt, ja.
Ja, das verläuft sonst häufig im Sande, ne?
Da ist das Gefühl ausgesprochen.
Man hat dann irgendwie so,
jo, dann machen wir ein bisschen,
dann war es vielleicht da noch und hier
und wir sollten uns einfach wieder mehr Zeit füreinander nehmen.
Ja, und das ist dann so unkonkret
und findet auch vielleicht zwei, drei Wochen statt
und dann ist man wieder in den alten Mustern drin,
weil man keinen konkretisierten Handlungsplan hat, ne?
Exakt, ja.
Und das ist auch unbefriedigend nachher für beide Seiten, ja.
So, der Partner, der das ausspricht,
ist dann vielleicht irgendwo,
fühlt sich dann nicht gut,
weil er sich wirklich dann nochmal ans Herz gefasst hat
und gesagt hat, komm,
ich mache jetzt hier,
ich mache jetzt hier nochmal.
Und der andere Partner denkt sich dann auch um,
ja, okay, und jetzt machen wir ja trotzdem weiter wie gehabt.
Also, wie schlimm kann es denn sein?
Bis danach ja eben das böse Erwachen kommt.
Ja, genau.
Und dann wirklich durch dieses,
wie schlimm kann es denn sein?
Es verändert sich nichts.
Dann auch wirklich dieses Gefühl entsteht,
ich bin ohnmächtig, ich bin machtlos.
Und dann leitet sich dieser innere Trennungsprozess ein,
weil dann die Hoffnung vergeht,
darauf, dass man in Richtung Wunschbeziehung kommt.
Dass man kommen kann mit seinem Partner.
Weil wenn man schon,
vielleicht sogar als natürliche Konsequenz ausgesprochen hat,
wenn sich nichts ändert,
dann muss die Trennung kommen.
Ich will das aber gar nicht.
Ich will, dass sich was ändert.
Und es passiert nichts,
dann hat man ja auch keine Möglichkeiten mehr.
Dann sind ja auch die Möglichkeiten irgendwo ausgeschöpft.
Man kann vielleicht noch besser sein Basisgefühl zeigen
und dem anderen noch besser zeigen,
wie schlecht es einem damit geht.
Aber dann sind letztendlich die Grenzen,
den anderen zu motivieren,
was zu verändern gemeinsam auch irgendwo erreicht.
Ja, genau.
Gut, vielen Dank für die Folge und deinen Input.
Sehr gerne.
Hat Spaß gemacht.
Ich hoffe, ihr habt auch was mitgenommen,
wenn ihr hier zugehört habt
und könnt einiges für eure Beziehung so nutzen,
dass ihr jetzt rechtzeitig noch die Kurve bekommt
und gar nicht in die innere Trennung hineinlauft
oder auch dann eben dazu kommt,
wie Lukas sagte, euch zu reflektieren
und sich auch einzugestehen,
dass es leider der Fall ist
und ihr dann den Prozess einleitet,
die Trennung auch auszusprechen.
Ansonsten freuen wir uns sehr,
wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid.
Bis bald.
Tschüss.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Die Trennung ist oft ein notwendiger Schritt, der aus inneren Verletzungen und einem fehlenden Gefühl der Zugehörigkeit resultiert.
Der Prozess der Trennung kann durch Reflexion und emotionale Verarbeitung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen genutzt werden.
Starke emotionale Verletzungen führen zu innerer Trennung, die sich vorher über Jahre entwickelt und erst im Coaching erkennbar wird.
Die Methodik betont die Verarbeitung von Basisgefühlen und emotionale Verletzungen als Voraussetzung für eine gesunde Zukunft in einer neuen Beziehung.
Elternpaar-Verhältnisse müssen in Trennungsprozessen stets respektvoll und strukturiert behandelt werden, um die Kinder zu schützen.
Ein klarer Handlungsplan und ein gemeinsames Commitment sind entscheidend, um unkonkrete oder verlorengegangene Gespräche zu vermeiden.
Die Praxis zeigt, dass viele Paare – besonders nach langjährigen Beziehungen – nicht sofort die Trennung akzeptieren, sondern sie erst im Coaching erkennen.
Die Trennungscheckliste und die Reflexion von Überzeugungen helfen, die eigenen Muster und Verletzungen zu erkennen und zu verarbeiten.
Summary:
Lukas, Coach bei Lebensidealisten, teilt seine Erfahrungen aus dem Coaching von Paaren, die sich trennen müssen. Er betont, dass Trennungen oft nicht als Ende, sondern als notwendiger Schritt aus emotionalen Verletzungen und einem mangelnden Gefühl der Zugehörigkeit resultieren. Der Prozess wird durch persönliche Reflexion und die Verarbeitung von Basisgefühlen unterstützt, wobei die Trennung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen gesehen wird.
Innerer Trennungsprozesse, die sich über Jahre entwickeln können, werden in der Paartherapie erst erkannt, wenn die emotionalen Auswirkungen abgebaut sind. Besonders wichtig ist die erfolgreiche Integration von Kindern in den Prozess, um negative Prägungen zu vermeiden. Lukas betont, dass ein klare, strukturierte und respektvolle Trennung, mit einem gemeinsamen Handlungsplan und Commitment, entscheidend ist, um die Beziehung und das Elternpaar zu stabilisieren.
Die Methode setzt auf die emotionale Verarbeitung vor der sachlichen Diskussion, um ein fundiertes und bewusstes Ende zu erreichen. Die Trennungscheckliste und die Aufarbeitung von Überzeugungen helfen, eigene Muster zu erkennen und zukünftig eine gesündere Beziehung aufzubauen.
FAQs
Die Trennung wird durch eine klare Erkenntnis und Verarbeitung der Basisgefühle begleitet. Dabei wird zunächst die emotionale Verletzung verarbeitet, um später eine sachliche Entscheidung und ein stabiles Elternpaar zu schaffen, insbesondere für Kinder.
Die emotionale Verarbeitung hilft, tiefliegende Verletzungen und Systemgesetzverletzungen zu lösen, was wiederum die Möglichkeit schafft, neue Beziehungen mit freiem Blick und ohne negative Prägungen zu beginnen.
Nein, auch bei Paaren ohne Kinder ist die emotionale Verarbeitung von entscheidender Wichtigkeit, weil unbewusste Glaubenssätze aus verletzten Erlebnissen in die neue Beziehung übernommen werden können.
Ein starkes Elternpaar bedeutet, dass beide Partner trotz der Trennung auf Augenhöhe miteinander umgehen, sich gegenseitig respektieren und für die Kinder eine stabile, wertschätzende Beziehung schaffen.
Man kann innere Trennungen erkennen, wenn sich das Gefühl von Liebe vermindert, Konflikte nicht mehr bewältigt werden und bei Gesprächen ein mangelnder Austausch oder eine Abwesenheit von Empathie besteht.
Ein konkreter Handlungsplan verhindert, dass die Situation im Sande verläuft und hilft, gemeinsam voranzugehen, ohne dass sich die Partner in alten Mustern verlieren oder Hoffnungen verlieren.
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