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Warum eine Trennung manchmal der richtige Weg ist - Interview mit Lukas

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Warum eine Trennung manchmal der richtige Weg ist - Interview mit Lukas

Lukas, Coach bei Lebensidealisten, teilt seine Erfahrungen aus dem Coaching von Paaren, die sich trennen müssen. Er betont, dass Trennungen oft nicht als Ende, sondern als notwendiger Schritt aus emotionalen Verletzungen und einem mangelnden Gefühl der Zugehörigkeit resultieren. Der Prozess wird durch persönliche Reflexion und die Verarbeitung von Basisgefühlen unterstützt, wobei die Trennung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen gesehen wird. Innerer Trennungsprozesse, die sich über Jahre entwickeln können, werden in der Paartherapie erst erkannt, wenn die emotionalen Auswirkungen abgebaut sind. Besonders wichtig ist die erfolgreiche Integration von Kindern in den Prozess, um negative Prägungen zu vermeiden. Lukas betont, dass ein klare, strukturierte und respektvolle Trennung, mit einem gemeinsamen Handlungsplan und Commitment, entscheidend ist, um die Beziehung und das Elternpaar zu stabilisieren. Die Methode setzt auf die emotionale Verarbeitung vor der sachlichen Diskussion, um ein fundiertes und bewusstes Ende zu erreichen. Die Trennungscheckliste und die Aufarbeitung von Überzeugungen helfen, eigene Muster zu erkennen und zukünftig eine gesündere Beziehung aufzubauen.

Transcription

5669 Words, 34897 Characters

German
Lukas, warst du schon mal in einer Situation, in der es keinen Ausweg mehr in der Beziehung gab und nur noch die Trennung möglich war? Tatsächlich ja. Es hatte natürlich unterschiedliche Faktoren als Ursache. Einen Großteil davon habe ich tatsächlich auch erst im Nachgang dann in der Reflexion erkennen können und dürfen, was allerdings dann auch sehr hilfreich war für die Beziehung, die daraus erwachsen ist. Okay, also in der Reflexion konntest du das Positive daran sehen und anerkennen, wofür das gebraucht wurde? Definitiv. Klar ist so ein Trennungsprozess natürlich häufig begleitet von Schmerz, Trauer und Leid. Ich glaube, auch wenn ich nicht die Methodik so gut gekannt hätte, wäre es mir wahrscheinlich auch gar nicht möglich gewesen, da in eigener Regie so gut durchzukommen. Ja, okay, also hattest du schon die Methodik dabei sehr gehäuften. Und dadurch diese Phase von Schmerz, Leid, Traurigkeit durchzugehen. Ja, total. Und dann sieht man ja erst meistens danach, wofür das dann gut war. In dem Moment, wo diese ganzen Basisgefühle noch so aktiv sind, kann man das noch gar nicht für sich reflektieren und wahrnehmen. Da ist das Leid sehr vordergründig. Und dann irgendwann, wenn man dann das Basisgefühl ganz gut verarbeitet hat, dann kommt man so in das Gefühl, wofür war das eigentlich gut. Absolut, ja. Das ist ja natürlich auch ein Teil oder ein Kernelement der Methodik. Ja, zu überlegen und in allem auch das Gute zu sehen. Ja, sehr schön. Du bist heute im Lebensidealisten-Podcast. Wenn du hier zuhörst, ich bin Florian und unser Interviewgast heute ist dann der Lukas. Viele von euch kennen Lukas aus Coachings, denn er ist schon lange Coach bei uns, hat schon viele Paare begleitet. Normalerweise sitzt Ina an seiner Position. Heute wollen wir ganz gerne auch Lukas. Im Podcast mal wieder zu Wort kommen lassen. Ja, hallo, vielen Dank, dass ich dabei sein darf, wie Florian schon herausgebracht hat. Mein Name ist Lukas. Ich bin mittlerweile im fünften Jahr für die Lebensidealisten tätig und habe natürlich in der Zeit schon eine ganze Menge Paare und auch unterschiedlichsten Geschichten begleiten dürfen. Zu meiner Person. Ich bin Mitte 30, wohne im beschaulichen Solingen und verbringe meine Freizeit am liebsten mit meiner Partnerin, mit dem Hund, in der Natur oder auch beim Musizieren. Fast im fünften Jahr bei uns. Was würdest du sagen, was sind so die spannendsten Learnings, die du mitgenommen hast aus den ganzen Paaren, die du begleitet hast? Die spannendsten Learnings. Also was ich total freut. Was ich total faszinierend finde, ist ja wirklich zu sehen, wie sich zum Teil auch der eigene Blick oder die eigenen Überzeugungen einfach durch die Arbeit total verändert haben. Zum Beispiel war jetzt das letzte Jahr quasi das Fremdgeher auch für meine Coaching-Paare. Und ich hatte früher halt immer so das Bild, okay, meistens sind das ja eigentlich eher so die Männer, die fremdgehen oder die sich fremd verlieben. Und ich würde sagen. Ja, 90 Prozent der Paare, die ich mit dem Thema hatte, da waren es tatsächlich dann doch auch die Frauen, die sich dort fremd verliebt hatten. Ja, die Klischees, die es so gibt, die treffen nicht unbedingt auf die Paare zu, die bei uns im Coaching sind. Definitiv. Und ein weiteres riesengroßes Learning ist natürlich auch der eigene Umgang in der Beziehung mit Konflikten. Ja, also das ist ein stetiger Prozess, der sich immer weiterentwickelt und man halt einfach unglaublich viel rausziehen kann. Und bestimmte Dinge einfach A, viel entspannter angehen kann, aber auch total gute Ansätze hat, um dann auch in der Beziehung da ins Tun zu kommen. Ja, das ist ja so ein Mix aus quasi einer Kennenlernfolge, dass man auch nochmal ein bisschen dich wahrnimmt, deine Stimme hört, gerade wenn dann vielleicht du der Coach bist für das entsprechende Paar. Bevor wir gleich zum eigentlichen Thema kommen, wir wollen heute eigentlich dann über das Thema sprechen, Beziehung vorbei. In diesen Situationen ist die Trennung endgültig. Vielleicht nochmal kurz vorher, was hast du denn, würdest du sagen, so für Lieblingsthemen im Coaching? Also welche Paare begleitest du am liebsten oder auch Einzelpersonen mit welchen Themen? Das ist total interessant, weil es tatsächlich weniger von der Thematik abhängt, als tatsächlich wirklich davon, wie die Paare sich mit einbringen. Also das hat sich wirklich ganz stark herausgefiltert. Dass ich da letztlich wirklich für jedes Thema offen bin. Und am liebsten oder am meisten Spaß macht mir das Ganze, und am meisten haben auch die Paare davon natürlich, wenn sie da sich selbst einbringen und auch mitarbeiten. Und sich dann auch über die Termine hinaus einfach mit den Themen befassen. Was sich sehr geändert hat, also früher mochte ich zum Beispiel sehr, sehr ungern mit dem Thema Trennung irgendwo arbeiten. Das hat sich tatsächlich durch. Ein Paar, das muss jetzt ungefähr anderthalb Jahre her sein, total gewandelt. Die beiden, die waren damals zu mir gekommen, oder zu uns, und sagten, die wollten unbedingt zusammenbleiben. Und dann hat es sich aber in dem Prozess gezeigt, dass es wirklich für alle Beteiligten die beste Entscheidung ist, wenn sie sich trennen. Und das trotz Kindern. Und in dem Rahmen ist es uns dann wirklich gelungen, den unfassbar wertschätzenden, respektvollen Trennungsprozess. Zu initiieren. Und die beiden sind heute noch gut miteinander. Und war vorher so dein Bild darauf, dass das so im Guten nicht möglich ist? Oder hattest du vorher mit dem Thema Trennung eher noch so eigene Themen und Prägungen, die unverarbeitet waren? Ich würde behaupten, ein Teil von beidem tatsächlich. Also ja, definitiv. Also hast du nochmal so den Impuls bekommen, da nochmal was nachzuforschen? Ja, nachzuarbeiten, um dann offen zu sein für dieses Thema auch. Genau. Ja, das ist ja in der Paartherapie immer nicht so, dass das Ziel zwingend ist, die aktuelle Beziehung zu erhalten. Ganz oft ist ja die Zielsetzung, erstmal Klarheit zu bekommen, ob das überhaupt noch geht. Und auf dem Weg unterstützen wir dann. Und dann gibt es regelmäßig Paare, die zusammenbleiben. Aber eben auch Paare, für die sich herausstellt, dass die Trennung der bessere Weg ist, um dann sich für die Wunschbeziehung einen anderen Partner zu suchen. Genau, ja. Okay, bevor wir dann zu dem Thema Trennung kommen, was ja vielleicht nicht zu den schönsten Momenten im Coaching zählt, wobei, wenn die sich trennen und dann wirklich miteinander stimmig gut ein Elternpaar sind, eine Freundschaft weiterführen, ist das natürlich auch ein sehr cooles Ergebnis. Aber hast du noch andere schönste Momente in Coachings, die du erinnerst? Schönste Momente? Ist tatsächlich noch relativ jung, muss ich sagen, der Moment. Da ging es um ein Paar, die hatten sich in der zweiten Hälfte letzten Jahres bei uns gemeldet und sich dann aber erstmal gegen eine Zusammenarbeit entschieden. Und zu der Zeit stand schon eine Trennung tatsächlich auch im Raum. Und das, obwohl ein Hochzeitstermin anstand. Der wurde dann aber abgesagt. Und die beiden haben sich zumindest räumlich getrennt. Und sie ist dann nachher doch nochmal an uns herangetreten. Dann sind wir in einen gemeinsamen Prozess gestartet. Und sie hat halt total noch an die Beziehung geglaubt. Und hat es wirklich dann geschafft, mit unserer Begleitung dann, auch diesen Prozess gut zu durchlaufen und auch die Verletzungen, die da aufgekommen sind, während dieses Getrenntseins, soweit für sich aufzuarbeiten und ihm auch dadurch den Raum zu geben und auch die Art und Weise, wie sie mit ihm dann umgegangen ist, weil sie weiterhin Kontakt hatten, dass er eines Tages einfach wieder bei ihr vor der Tür stand. Und jetzt sind die beiden sogar gemeinsam in dem Prozess, um dann auch nochmal das gemeinsame Fundament entsprechend aufzustellen. Ja, cool. Und das ist für mich einfach so, eine Geschichte, die das Leben besser nicht schreiben könnte. Das heißt, beim ersten Kennenlernen, da war seitens der beiden oder einem von beiden die Bereitschaft noch nicht da. Genau, ja. Ja, das kommt manchmal vor, dass Paare sich später nochmal melden. Das kommt manchmal vor, dass Paare sich melden, sich dann erstmal für ein paar Therapeuten vor Ort entscheiden und sich dann trotzdem ein paar Monate später bei uns melden, weil sie dann gemerkt haben, dass das nette Gespräche sind, aber die Wirkung. Die Wirkung fehlt. Zumindest die nachhaltige Wirkung, was dann durchaus eben ein Thema der Methodik ist, die wir auch haben. Okay, dann lasst uns mal so langsam rübergehen zum Thema Trennung und dann auch letztendlich zu den Inhalten, die dann vielleicht viele noch mehr interessieren, nämlich wie kann man damit umgehen. Wie oft begleitest du denn aktuell Trennung? Aktuell tatsächlich wieder weniger häufig tatsächlich. Also ich würde sagen, Vielleicht 20 Prozent der Coachings. haben mit dem Thema Trennung zu tun. Weniger geworden ist, vielleicht aber auch so, ich will nicht sagen saisonal, aber man erlebt ja schon, es gibt immer so Phasen, dass das eine Thema jetzt irgendwie vorherrschen, dann gibt es wieder Phasen, da ist das andere Thema vorherrschend. Ja. Gut, dann muss man auch sagen, wir haben mehrere Coaches im Team, manchmal ist das auch eine Verteilungsfrage vielleicht. Auch das, klar. Wer es gerade wofür offen hat, wie viele Coachings frei, welchen Coach wünschen sich auch vielleicht dann die Paare gerne an ihrer Seite, wenn man dann auf der Über-Uns-Seite Videos schaut und guckt, mit wem matcht das besonders gut, dann kann das manchmal sein, dass die Themen ein bisschen variieren auch. Ja. Aber wir haben ja auch nicht nur Paare, die quasi zu uns kommen in die Paartherapie und sagen, wir brauchen Klarheit und dann läuft das irgendwann in Richtung Trennung. Wir haben ja auch immer häufiger, dass Paare zu uns kommen schon sich getrennt haben und diesen Prozess aber dann begleitet wissen wollen, dass man eben sagt, wir möchten da jetzt im Guten auseinander gehen, wenn Kinder da sind, Elternpaar bleiben, wenn Vermögen da ist, das Vermögen sinnvoll aufteilen, sich nicht gegenseitig blockieren und damit eine Basis schaffen, um weiterhin im Guten miteinander zu sein. Genau. Und für mich total wichtig natürlich auch in so einem Prozess, was du schon sagst, das Thema Elternpaar bleiben. Also gerade die Kinder sollten ja in so einem Prozess auch stimmig mit eingebunden werden können. Wenn du jetzt mal so an die Paare denkst, die ins Coaching kommen und noch ergebnisoffen sind, die erstmal so Klarheit sich als Ziel setzen. Manchmal ja beide, manchmal möchte einer Klarheit und der andere die Beziehung retten, aber so einer von beiden auf jeden Fall braucht erstmal Klarheit, wo überhaupt der Weg hinführt. Was sind so besondere, herausfordernde Situationen oder Probleme, die dann sich im Laufe des Coachings auch zeigen und entwickeln? Meinst du in Bezug auf die Beziehung zwischen den beiden oder auf die Standpunkte gesehen? In Bezug auf die Beziehung zwischen den beiden, sodass man merkt im Verlauf des Coachings, oder das Paar für sich auch merkt und reflektiert, dass eine Trennung der stimmigere Weg sein wird. Ja, da gibt es einige Probleme tatsächlich. Was oft passiert, ist, dass einfach im Rahmen von einer langjährigen Beziehung sich die Partner ich nenne es mal voneinander entfernt haben und oft einfach das Gefühl haben, okay, hey, irgendwie, wir leben eigentlich nur noch mehr wie in so einer WG nebeneinander her, aber irgendwie fehlt so ein bisschen diese Nähe oder das Gefühl von Nähe und wenn da die Paare eben nicht schnell genug reagieren, dann ist eine Folge davon auch schon ganz schnell, dass sich jemand, ich nenne es mal, sich innerlich auch schon getrennt hat. Ja, und wenn sich jemand innerlich schon getrennt hat, dann ist es eigentlich auch kaum, also in den seltensten Fällen gibt es dann da nochmal ein Zurück. Das andere sind natürlich dann einfach auch ganz starke Verletzungen. Ja, das heißt, wenn sich Paare oft gestritten haben und auch das kann natürlich zur Folge so eine innere Trennung haben. Ja, wenn sich die Paare permanent miteinander streiten, auch gar nicht mehr wissen, wie sie mit ihren Themen oder ihren Konflikten zu einer Lösung kommen sollen und da einfach keinen Ausweg mehr sehen, wobei da natürlich gerade auch unsere Arbeit wieder prädestiniert für ist. Wir erleben das ja häufig, also ich würde sagen, das ist das häufigste Problem, was auftreten kann, dass es schon einen inneren Trennungsprozess gab, bevor man sozusagen dann ins Coaching kommt und an die Themen rangeht, dass der eine vielleicht schon ein paar Mal ausgesprochen hat, dass er unglücklich ist, dass ich was verändern muss und der andere konnte das nicht so recht anerkennen oder die Ernsthaftigkeit der Lage, das Gefühl ist nicht so richtig rübergekommen, weil man eben keine Basisgefühle, sondern nur Schlussfolgerungen ausgesprochen hat, die man so hat und das ist beim anderen im Gefühl nicht so recht angekommen und dann, wenn dieser innere Trennungsprozess, der geht manchmal ein, zwei Jahre, bis dann so der Punkt kommt, wo man das dann ausspricht und selbst dann kann es sein, dass man es gar nicht ausspricht, sondern erstmal in die Paartherapie geht, um diesen geschützten Rahmen zu haben und andere merken dann eben in der Paartherapie und dann wird die Trennung ausgesprochen, dann kommt der andere ins Kämpfen und will loslegen und sagt, wir machen eine Paartherapie und der andere sagt, ja gut, machen wir, damit alles versucht ist und im Rahmen der Paartherapie merkt man dann eben, dass jetzt bei dem anderen das noch ankommen muss, dass der jetzt so diesen Prozess nochmal nachvollziehen muss und sozusagen dann die Trennung anerkennt und in die Trennungsbegleitung geht, weil wenn schon ein bis zwei Jahre innerer Trennungsprozess durchlaufen ist, dann ist meistens auch das Gefühl von Liebe überwiegend so abgebaut, dass das eben für eine Liebesbeziehung nicht mehr ausreicht. Definitiv und gerade das, was du sagst mit dem Thema alles versucht zu haben, kann unglaublich hilfreich sein, dafür auch diese Trennung dann auch anzuerkennen. Ja, okay, dass man weiß, ich habe alles versucht, aber es hat dann am Ende vielleicht auch einfach nicht sein sollen. Ja, gerade wenn Kinder da sind, ne? Genau. Ja, definitiv, gerade wie du schon sagst, eben gerade wenn Kinder mit im Spiel sind, das ist halt einfach unglaublich wichtig und da helfen dann natürlich auch wieder zum Beispiel die Systemgesetze, zum Beispiel das Thema der Zugehörigkeit und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, da auch die Kinder mit einzubinden in den Prozess. Und da kann natürlich das Coaching helfen, gemeinsam zu überlegen, okay, was ist vielleicht auch einfach der richtige Rahmen dafür? Ja, was ist der richtige Rahmen? Wann sagt man es ihnen? Wie sagt man es ihnen? Macht man das einzeln, wenn es mehrere Kinder sind oder nimmt man alle zusammen? Und wie bindet man sie auch dann darüber hinaus mit ein in den Prozess? Ja, es geht ja nicht nur darum, dann zum Beispiel den Kindern zu sagen, hey, wir trennen uns, sondern dann die Kinder auch teilhaben zu lassen und auch zumindest so weit möglich gewisse Gestaltungsmöglichkeiten mitzugeben. Ja, dass sie zum Beispiel auch sich gesehen fühlen, dass die Bedürfnisse da berücksichtigt werden. Genau, immer altersgerecht dann, das ist immer ganz wichtig, dass man schaut, wie so der Entwicklungsstand des Kindes, was sind typische Emotionen, Fragen, die kommen können, dass man das vorher gemeinsam sich anschaut. Wie du schon sagst, was halt prägend für Kinder ist, ist häufig nicht die Trennung an sich, sondern die Art und Weise, wie die Trennung abläuft, insbesondere wenn dann erhebliche Streitigkeiten entstehen, die beiden schlecht übereinander reden, es keine vernünftigen Übergaben mehr gibt, man nicht mehr an einem Strang in der Erziehung zieht, dann sind das natürlich Dinge, die prägend wirken, wenn man dann den Weg zum Elternpaar findet und das ist ja schon mal etwas, was dann für viele möglich wird, überhaupt mal auszusprechen, wir trennen uns, statt deine Mutter trennt sich von mir oder dein Papa will sich von mir trennen, also da schon mal rauszukommen aus dem Ich-Du und Schuldzuweisung, wer sich nun trennt, sondern auch da und das ist auch natürlich Freunden und dem Umfeld gegenüber sehr hilfreich, um das soziale Umfeld möglichst gut erhalten zu lassen, zu sagen, wir trennen uns, ohne da dann in die Details einzutauchen oder eben gemeinsam im Rahmen auch der Zugehörigkeit abgestimmt zu haben, was spricht man denn überhaupt im Außen, was darf man sagen und was bleibt wirklich intern nur beim Paar? Ja, das ist ein ganz, ganz, ganz wichtiger Aspekt und darüber hinaus geht es dann natürlich auch im Weiteren darum, wenn so eine Trennung ist halt auch einfach begleitet von vielen Emotionen, das ist ja völlig nachvollziehbar und wir haben das ja eingangs schon mal ein bisschen angeschnitten, sage ich mal und zwar ist halt ganz viel Trauer, Leid, Schmerz, Wut, da macht man ganz unterschiedliche Phasen auch durch und da ist die Frage, okay, wie kann man da den entsprechenden Abstand gewinnen, um da diese Emotionen auch einfach richtig zu verarbeiten? Da lande ich natürlich mit der Antwort auf die Frage wieder auf bei dem Coaching-Prozess. Gerade eben über die Methodik haben wir ja wirklich die besten Möglichkeiten. Wir verarbeiten zuerst die Emotionen und dann schauen wir uns die sachlichen Themen an, wenn die Emotionen verarbeitet sind, damit wir da überhaupt eine Lösung auf Sachebene finden können. Ja, wenn du oder ihr diese Folge hört und merkt, dass das euer Thema ist, weil entweder habt ihr das Gefühl, dass du oder ihr euch innerlich schon getrennt habt und irgendwie fehlt das Aussprechen noch. Ihr habt die Trennung vielleicht schon ausgesprochen und merkt, dass ihr ganz gerne Begleitung wünscht und nicht sofort die Anwälte einschalten wollt, sondern wollt, dass ihr die Anwälte einschalten wollt. Im guten Klären wollt eben schauen, dass das mit dem sozialen Umfeld, mit dem Elternpaar sein, mit dem Aufteilen von Vermögen, was da ist, alles stimmig funktioniert und ihr dadurch einen Weg auch kreiert, der, wenn ihr Kinder habt, eben so wenig Prägung wie möglich verursacht. Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch. Wir schauen dann gemeinsam, ob wir euch gut unterstützen können und wer dann der passende Coach für euch ist. Das kann natürlich Lukas sein, aber ihr könnt euch natürlich auch auf der Website bei euch Über-Uns-Bereich oder deine Coaches-Bereich umsehen und schauen, wer denn sonst noch da ist, weil es eben auch teilweise abhängig natürlich ist von den Zeiten. Unsere Coaches, wie Lukas auch, haben so ihre Wunschzeiten. Wann können sie die beste Performance im Coaching liefern? Und manche können das eben von 7 Uhr morgens bis 12 und andere können das eben von 16 bis 22 Uhr, sodass man dann eben ein bisschen guckt, zu welcher Zeit passt das bei euch ein und wer kann dann der passende Coach oder die passende Coachin für euch sein. Lukas, nun wollen wir mal dazu kommen, wie man denn das Ganze löst, wie man vorgeht, wenn die Trennung quasi unvermeidbar ist, beziehungsweise man für sich gemerkt hat, das ist jetzt so für uns der passendere Weg. Die Beziehung können, wollen wir an der Stelle nicht mehr retten. Das Gefühl von Liebe als Basis ist irgendwie nicht mehr ausreichend da oder es gibt gar keine Schnittmengen mehr in der Wunschbeziehung. Wie kann man da vorgehen? Ja, also das klassische Vorgehen in dem Fall ist wirklich erstmal sich bewusst zu werden, das zu erkennen, du schon sagst, die Entscheidung getroffen zu haben. Wir wollen uns trennen und dann geht es natürlich darum, die Hintergründe aufzuarbeiten. Also alles, was an Emotionen da mit drin steckt, was da für Basisgefühle mit drin sind und auch die sind ja einfach Folgen von Systemgesetzverletzungen. Das heißt, dass wir uns nicht nur ich würde tatsächlich auch nochmal, also das sollte ein ganz klares gemeinsames Ziel dann auch sein, zum Beispiel einfach ein gutes Elternpaar zu sein und anhand dessen dann eben zu schauen, was gebraucht wird. Die Grundlage ist halt eben einfach diese Basisgefühle zu verarbeiten. Würdest du sagen, dass es auch sinnvoll ist, das zu verarbeiten, wenn man keine Kinder hat? Also auch dann die Verletzungen, die Zeit, die nicht aufzuarbeiten? Auf jeden Fall, weil alles, was man aus der alten Beziehung mitnimmt, trägt man, oder was heißt alles, sei dahingestellt, aber unglaublich vieles davon trägt man auch unbewusst dann halt einfach mit in die neue Beziehung. Es gibt garantiert zahlreiche Menschen, die einen neuen Partner, eine neue Partnerin haben und sich dann wundern, ja, das ist ja genau das gleiche Muster, wie zum Beispiel bei meinem Ex oder bei meiner Ex und schon alleine, um sowas zu verhindern, ist es einfach unfassbar wertvoll, die Themen dahinter aufzuarbeiten. Ja. Genau, du sagst es eben, Systemgesetzverletzungen, also das ist bei uns quasi Synonym zu emotionalen Verletzungen. Systemgesetz ist da bei uns quasi die Basis für und Basisgefühle sind ja so tiefliegende Gefühle, die man durch sein Denken schwer beeinflussen kann, die aber eben auch besonders intensiv sind, wenn sie denn da sind und da brauchen wir natürlich zwei Dinge eigentlich, die wir so auf der Zeitlinie lösen. Das eine ist die Ursachen, so die dahinführten überhaupt, dass man sich getrennt hat und dann vor allem natürlich auch die Verletzungen rund um die Trennung an sich, denn eine Trennung ist einfach ein Ausschluss. Ein Ausschluss ist das Gegenteil von Zugehörigkeit, damit eben das stärkste negative Gefühl, was wir erleben können. Das heißt, wenn einer die Trennung erstmal so einseitig ausspricht, dann ist der andere normalerweise schon recht tief verletzt. Also in Beziehungen gibt es normalerweise keine stärkere Verletzung. Definitiv. Definitiv, ja. Und vielleicht noch einen ergänzenden Aspekt dazu. Es ist ja auch ganz oft so, dass wenn zum Beispiel solche Basisgefühle einfach nicht nachhaltig verarbeitet werden, da entstehen auch unglaublich viele Glaubenssätze. Also aus diesen Verletzungen heraus, wie zum Beispiel wenn jetzt jemand sagt, okay, ich hatte einen Partner, eine Partnerin, die hatte nie Zeit oder der hatte nie Zeit für mich, weil er viel lieber immer seinen Sport gemacht hat. Ah, okay, alles klar. Also entwickelt man vielleicht unbewussten Daumensatz über Leute, die halt besonders viel Sport treiben. Ja, und hat dann da direkt natürlich eine Brille, die überhaupt nicht zutreffen muss. Und die man mit in die nächste Beziehung schleppt, ne? Genau das. Ja, und die natürlich in Folge dann auch da wieder zu weiteren Verletzungen führen kann. Und deswegen auch da ganz wertvoll nochmal mit draufzuschauen in dem ganzen Prozess. Ja, das ist mir ganz wichtig. Dass man mit verarbeiteten Gefühlen sozusagen einen freien Blick und der Chance auch neue Verantwortung zu geben, in eine neue Beziehung starten kann. Und dass letztendlich dann die Beziehung, die gewesen ist und die am Ende in die Trennung führte, dann auch entsprechende Lerneffekte auslöst und man so das Gute aus der Trennung und seine Learnings mitnehmen kann, um in der nächsten Beziehung einen besseren Match zu finden. Also den, einen eher richtigen oder eine eher richtige Partnerin anzieht und dann natürlich aber auch frei von diesen Prägungen die Beziehung führen kann, ne? Ich würde behaupten, das ist eigentlich schon fast der Schlüssel. Also unabhängig jetzt mal, um welches Thema es letztlich geht, aber das ist einfach der Schlüssel. Ja, wir würden ja quasi nennen, wir würden das bei uns in der Methodik ja ausgeglichen Kraft wohl genug nennen, ne? Genau, ja. Definitiv. Und was tatsächlich sich gezeigt hat, was auch unglaublich hilfreich ist für die Paare, die da in dem Trennungsprozess sind, es gibt ja tatsächlich auch in den Lebensidealisten Trennungscheckliste. Ja. Und da sind wirklich nochmal ganz, ganz viele Punkte mit aufgeführt, auf die man dann im Detail auch nochmal achten kann. Das wäre jetzt wahrscheinlich zu viel, das hier alles runterzurattern, aber ich weiß gar nicht, ich gucke gerade mal parallel, aber ich glaube, Lebensidealisten Trennung Checkliste, wenn man das googelt, ich glaube, die haben wir nicht veröffentlicht, tatsächlich. Ja, das ist ja was für den Coaching-Prozess dann. Ah, doch, das findet man. Doch, doch, wenn man das googelt, findet man die. Ach, geil. Das PDF ist öffentlich zugänglich. Also, könnt ihr googeln, ist öffentlich zugänglich und könnt dann die Trennungschecklist euch von uns runterladen und wenn das euch betrifft, die Punkte versuchen durchzuarbeiten und wenn ihr merkt, dass ihr bei Punktnehmen dann nicht weiterkommt, dann könnte dann eben das Trennungsbegleitungscoaching bei uns der Schlüssel sein, ne? Auf jeden Fall, ja. Ja, das ist ja schon fast wie so ein kleines Workbook, ne? Ja, weil man, wie du schon sagst, man ist im Ausnahmezustand emotional und dass man da eben Dinge vergisst, ist nur klar, wenn man sowas nicht vorliegen hat, auf der anderen Seite, die Paare, die zu uns kommen, die trennen sich ja meistens nach einer sehr langjährigen Beziehung, die haben was zusammen aufgebaut und das ist häufig dann sozusagen die erste Trennung, wo man nicht einfach sagen kann, ja gut, dann hole ich noch meine Sachen aus deiner Wohnung und dann sehen wir uns ab morgen nicht mehr, sondern wo richtig was zu regeln ist auf einmal, was bei vorherigen Trennungen eben meistens nicht der Fall war. Das stimmt, ja. Okay, als letzten Punkt haben wir noch starkes Elternpaar, ein paar Werten, aber genau das haben wir ja schon ein paar Mal jetzt erwähnt auch. Genau, auf jeden Fall. Was bedeutet starkes Elternpaar werden? Starkes Elternpaar werden bedeutet oder beschreibt für mich letzten Endes den Prozess, der notwendig ist, damit man gemeinsam auf Augenhöhe trotz der Trennung und der ganzen Emotionen, die da waren, gut und wertschätzend miteinander umgehen kann, zum Wohle der Kinder. Und das machen wir wieder, indem wir emotionale Verletzungen lösen, die zwischen beiden bestehen, damit sich das Fundament stabilisiert. Deswegen ist dann nämlich auch, wenn man Unklarheit hat, die Paartherapie immer ein guter Weg, weil egal in welche Richtung das am Ende führt, hat man ein stabiles Fundament, entweder um die Beziehung weiterzuführen oder um sich zu trennen und ein stabiles Elternpaar darzustellen. Deswegen ist auch der Start sozusagen, auch wenn man Unsicherheit hat, erstmal der gleiche. Man stellt das Fundament her, kommt so an Thema für Thema ran und merkt dann eben, okay, das passt noch, wir kriegen die Verletzung gelöst, da ist noch genug Verbundenheit da oder wir kriegen zwar die Verletzung gelöst, aber diese Verbundenheit, dieses Gefühl von Liebe kehrt nicht zurück. Gut, willst du noch unseren Paaren, die zuhören und irgendwie gerade überlegen, das betrifft mich oder nicht, irgendwas mitgeben, wo du sagst, Mensch, das wäre nochmal ein relevanter Punkt, darüber nachzudenken. Relevanter Punkt, um darüber nachzudenken, ist tatsächlich, würde ich sagen, es sind so ein paar Aspekte. Es ist auf der einen Seite das Beobachten der eigenen Gedanken, um sich darüber klar zu werden, wirklich, was habe ich überhaupt für Brillen auch über meine derzeitige Beziehung auf und vielleicht auch zu reflektieren, hey, woher habe ich diese Brille? Ja, also es ist wirklich es kann sein, klar, wenn Menschen Probleme haben und in der Lage sind, darüber zu sprechen, dann unterhalten sie sich natürlich auch mit Freunden, Bekannten und holen sich hier oder dort mal einen Rat. Jetzt sind allerdings diese, wie heißt es so schön, auch Ratschläge können Schläge sein, sind die natürlich in der Regel nicht ganz unbefangen. Und dann nimmt man vielleicht von hier oder von dort nochmal irgendwo einen bestimmten Blickwinkel mit, ja, wenn die Freundin vielleicht sagt, ja, okay. okay, dein Partner ist ja sowieso auch jemand, der so und so ist, der vielleicht besonders viel im Kopf unterwegs ist. Und dann sieht man natürlich auch im Alltag, ach ja, guck mal, da ist er wieder im Kopf unterwegs, da ist er wieder im Kopf unterwegs und da. Und Schlussfolgernd dann vielleicht, ja, okay, der kann überhaupt nicht über seine Gefühle sprechen, mir ist aber wichtig, dass mein Partner über seine Gefühle sprechen kann. Vielleicht kann er es ja, aber der Rahmen ist einfach nicht der passende gewesen. Ja, das ist die eine Sache. Und der andere Aspekt ist diese innere Trennung. Ja, wenn ich mich innerlich getrennt habe, das ist ein ganz bestimmtes Gefühl. So, und das wird jeder, wenn man in einem ruhigen Moment mal ehrlich zu sich ist, wird man sich das innerlich, diese Frage auch wahrheitsgemäß beantworten können. Wenn man das gemacht hat, ist meine Empfehlung wirklich, spätestens dann, am besten natürlich schon vorher, wenn irgendwo Konflikte in der Beziehung sind, aber spätestens dann entweder ins Gespräch mit dem Partner, am besten ins Gespräch mit dem Partner und ins Gespräch mit dem Lebenslehrer wissen. Und hast du vielleicht noch einen Ansatz für diejenigen, die sagen, wir merken, da bahnt sich so, eine innere Trennung an. Ich habe schon ein, zweimal gesagt, wir sollten da irgendwie was tun. Ich bin nicht mehr zufrieden und glücklich in der Beziehung. Wieso jemand mit seinem Partner sprechen kann, was der tun kann, damit klar wird, wir sind hier gerade bei 5 vor 12. Das ist echt kritisch. Wenn wir jetzt keinen Konsens finden und gemeinsam was tun, dann könnte es in der Trennung laufen. Wie könnte derjenige vorgehen? Weil wir haben, glaube ich, bestimmt auch viele, die zuhören, die noch an diesem Punkt stehen, dass sie sagen, ich habe noch gar nicht aufgegeben und bin noch gar nicht so richtig in der inneren Trennung, aber ich merke, das kommt bald, wenn wir jetzt nicht den Dreh kriegen. Also was tatsächlich sehr hilfreich ist, eine Situation zu schaffen, die nicht alltäglich ist, meint, dass man irgendwas gemeinsam macht, wo man sich mal aus dem Alltag rauszieht ein Stück. Weil das häufig einfach, weil ich spreche ganz gerne, ich spreche ganz gerne vom Alltagsbewusstsein. Und wenn ich jetzt permanent im Alltagsbewusstsein bin, dann kann es sein, dass ich manchmal das gewisse Sachen, die meine Partnerin, mein Partner mir sagt, dass sie gar nicht komplett durchdringen. Ja. Ja, und deswegen erachte ich das als unglaublich hilfreich, auch mal eine Situation zu schaffen, die eben, oder mit der man sich aus dem Alltag rauszieht, und da dann nochmal in einer ganz anderen Gesprächsatmosphäre, vor allem aber auch in Klarheit miteinander zu sprechen. Also, dass man den, den man sich aus dem Alltag rauszieht, indem man so einen besonderen Rahmen gibt, der nicht alltäglich ist, um einfach zu signalisieren, wir sind hier gerade eben in einer besonderen Situation, das ist ganz wichtig. Also quasi, wie man auch nicht mitten so im Alltag einen Hochzeitsantrag macht, weil man einen besonderen Rahmen dafür schafft, eben auch zu sagen, wir haben jetzt hier andersrum genau das Gegenteil, eine besondere Dramatik in der Entwicklung unserer Beziehung. Und das ist jetzt sozusagen der Antrag vom Ende. Das kann sein, dass wir, wenn wir es jetzt nicht gedreht kriegen, uns trennen müssen, auch dafür eben diesen besonderen Rahmen zu schaffen und zu sagen, das hat hier eine echte Wichtigkeit gerade, dieses Gespräch. Auf jeden Fall. Und was natürlich auch ganz wertvoll ist, sind einfach Rückfragen. Ja, wirklich dann mal ganz konkret zu fragen, hey, was ist gerade bei dir angekommen? Oder was hast du verstanden? Oder wie hast du das verstanden? Weil dadurch kann man sich selbst auch nochmal ein Stück weit rückversichern, um, äh, da Klarheit zu haben, hey, ist mein Anliegen eigentlich wirklich auch so rübergekommen, wie ich es gemeint habe oder wie mir das jetzt wichtig ist. Mhm. Ja. Und zusätzlich in so einem Gespräch als Outcome auch irgendwo ein ganz klares Commitment zu schaffen. Ja, wirklich eine Absprache, wo man dann nachher sagt, okay, Situation erkannt. Kann auch sein, dass erstmal gesagt wird, okay, vielleicht nehmen wir uns beide jetzt nochmal, ein bisschen Zeit für uns und das Ganze nochmal wirken zu lassen und dann finden wir uns wieder zusammen und arbeiten weiter gemeinsam an dem Thema. Mhm. Das ist die eine Variante, aber vor allem ist es unfassbar wichtig, da auch eine Art Ergebnis nachher zu haben. Ja. Ja, dass man ganz klar weiß, okay, wie machen wir jetzt weiter? Also ein Handlungsplan dann. Unbedingt, unbedingt, ja. Ja, das verläuft sonst häufig im Sande, ne? Da ist das Gefühl ausgesprochen. Man hat dann irgendwie so, jo, dann machen wir ein bisschen, dann war es vielleicht da noch und hier und wir sollten uns einfach wieder mehr Zeit füreinander nehmen. Ja, und das ist dann so unkonkret und findet auch vielleicht zwei, drei Wochen statt und dann ist man wieder in den alten Mustern drin, weil man keinen konkretisierten Handlungsplan hat, ne? Exakt, ja. Und das ist auch unbefriedigend nachher für beide Seiten, ja. So, der Partner, der das ausspricht, ist dann vielleicht irgendwo, fühlt sich dann nicht gut, weil er sich wirklich dann nochmal ans Herz gefasst hat und gesagt hat, komm, ich mache jetzt hier, ich mache jetzt hier nochmal. Und der andere Partner denkt sich dann auch um, ja, okay, und jetzt machen wir ja trotzdem weiter wie gehabt. Also, wie schlimm kann es denn sein? Bis danach ja eben das böse Erwachen kommt. Ja, genau. Und dann wirklich durch dieses, wie schlimm kann es denn sein? Es verändert sich nichts. Dann auch wirklich dieses Gefühl entsteht, ich bin ohnmächtig, ich bin machtlos. Und dann leitet sich dieser innere Trennungsprozess ein, weil dann die Hoffnung vergeht, darauf, dass man in Richtung Wunschbeziehung kommt. Dass man kommen kann mit seinem Partner. Weil wenn man schon, vielleicht sogar als natürliche Konsequenz ausgesprochen hat, wenn sich nichts ändert, dann muss die Trennung kommen. Ich will das aber gar nicht. Ich will, dass sich was ändert. Und es passiert nichts, dann hat man ja auch keine Möglichkeiten mehr. Dann sind ja auch die Möglichkeiten irgendwo ausgeschöpft. Man kann vielleicht noch besser sein Basisgefühl zeigen und dem anderen noch besser zeigen, wie schlecht es einem damit geht. Aber dann sind letztendlich die Grenzen, den anderen zu motivieren, was zu verändern gemeinsam auch irgendwo erreicht. Ja, genau. Gut, vielen Dank für die Folge und deinen Input. Sehr gerne. Hat Spaß gemacht. Ich hoffe, ihr habt auch was mitgenommen, wenn ihr hier zugehört habt und könnt einiges für eure Beziehung so nutzen, dass ihr jetzt rechtzeitig noch die Kurve bekommt und gar nicht in die innere Trennung hineinlauft oder auch dann eben dazu kommt, wie Lukas sagte, euch zu reflektieren und sich auch einzugestehen, dass es leider der Fall ist und ihr dann den Prozess einleitet, die Trennung auch auszusprechen. Ansonsten freuen wir uns sehr, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Bis bald. Tschüss. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Trennung ist oft ein notwendiger Schritt, der aus inneren Verletzungen und einem fehlenden Gefühl der Zugehörigkeit resultiert.
  2. Der Prozess der Trennung kann durch Reflexion und emotionale Verarbeitung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen genutzt werden.
  3. Starke emotionale Verletzungen führen zu innerer Trennung, die sich vorher über Jahre entwickelt und erst im Coaching erkennbar wird.
  4. Die Methodik betont die Verarbeitung von Basisgefühlen und emotionale Verletzungen als Voraussetzung für eine gesunde Zukunft in einer neuen Beziehung.
  5. Elternpaar-Verhältnisse müssen in Trennungsprozessen stets respektvoll und strukturiert behandelt werden, um die Kinder zu schützen.
  6. Ein klarer Handlungsplan und ein gemeinsames Commitment sind entscheidend, um unkonkrete oder verlorengegangene Gespräche zu vermeiden.
  7. Die Praxis zeigt, dass viele Paare – besonders nach langjährigen Beziehungen – nicht sofort die Trennung akzeptieren, sondern sie erst im Coaching erkennen.
  8. Die Trennungscheckliste und die Reflexion von Überzeugungen helfen, die eigenen Muster und Verletzungen zu erkennen und zu verarbeiten.

Summary:

Lukas, Coach bei Lebensidealisten, teilt seine Erfahrungen aus dem Coaching von Paaren, die sich trennen müssen. Er betont, dass Trennungen oft nicht als Ende, sondern als notwendiger Schritt aus emotionalen Verletzungen und einem mangelnden Gefühl der Zugehörigkeit resultieren. Der Prozess wird durch persönliche Reflexion und die Verarbeitung von Basisgefühlen unterstützt, wobei die Trennung als Chance für wertvolle Lernerfahrungen gesehen wird.

Innerer Trennungsprozesse, die sich über Jahre entwickeln können, werden in der Paartherapie erst erkannt, wenn die emotionalen Auswirkungen abgebaut sind. Besonders wichtig ist die erfolgreiche Integration von Kindern in den Prozess, um negative Prägungen zu vermeiden. Lukas betont, dass ein klare, strukturierte und respektvolle Trennung, mit einem gemeinsamen Handlungsplan und Commitment, entscheidend ist, um die Beziehung und das Elternpaar zu stabilisieren.

Die Methode setzt auf die emotionale Verarbeitung vor der sachlichen Diskussion, um ein fundiertes und bewusstes Ende zu erreichen. Die Trennungscheckliste und die Aufarbeitung von Überzeugungen helfen, eigene Muster zu erkennen und zukünftig eine gesündere Beziehung aufzubauen.

FAQs

Die Trennung wird durch eine klare Erkenntnis und Verarbeitung der Basisgefühle begleitet. Dabei wird zunächst die emotionale Verletzung verarbeitet, um später eine sachliche Entscheidung und ein stabiles Elternpaar zu schaffen, insbesondere für Kinder.

Die emotionale Verarbeitung hilft, tiefliegende Verletzungen und Systemgesetzverletzungen zu lösen, was wiederum die Möglichkeit schafft, neue Beziehungen mit freiem Blick und ohne negative Prägungen zu beginnen.

Nein, auch bei Paaren ohne Kinder ist die emotionale Verarbeitung von entscheidender Wichtigkeit, weil unbewusste Glaubenssätze aus verletzten Erlebnissen in die neue Beziehung übernommen werden können.

Ein starkes Elternpaar bedeutet, dass beide Partner trotz der Trennung auf Augenhöhe miteinander umgehen, sich gegenseitig respektieren und für die Kinder eine stabile, wertschätzende Beziehung schaffen.

Man kann innere Trennungen erkennen, wenn sich das Gefühl von Liebe vermindert, Konflikte nicht mehr bewältigt werden und bei Gesprächen ein mangelnder Austausch oder eine Abwesenheit von Empathie besteht.

Ein konkreter Handlungsplan verhindert, dass die Situation im Sande verläuft und hilft, gemeinsam voranzugehen, ohne dass sich die Partner in alten Mustern verlieren oder Hoffnungen verlieren.

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