Warum Du Dich selbst nicht ernst nimmst – und was das in Deinem Körper anrichtet
12m 40s
Die Transkription beleuchtet, wie Menschen sich selbst in alltäglichen Situationen übergehen – etwa, wenn sie trotz Überlastung weitermachen oder ein inneres Nein ignorieren. Diese scheinbar kleinen Momente sind eine Form von leiser Gewalt gegen sich selbst, die der Körper mit Symptomen wie extremer Müdigkeit, Druck oder Reizbarkeit beantwortet. Besonders verantwortungsvolle Menschen neigen dazu, sich selbst hintanzustellen, weil sie gelernt haben, dass andere wichtiger sind oder dass Durchhalten Sicherheit gibt. Dies führt jedoch dazu, dass das Nervensystem lernt, sich selbst nicht vertrauen zu können, was dauerhafte Anspannung und innere Unsicherheit erzeugt. Viele versuchen dann, mit noch mehr Disziplin und Struktur gegenzusteuern – was das Problem verstärkt. Der Schlüssel liegt stattdessen darin, wieder achtsam mit den eigenen Grenzen umzugehen: kleine innere Reaktionen wahrzunehmen und sofort danach zu handeln, etwa durch Innehalten, tiefes Ausatmen oder ein klares Nein. Dies ist kein abstraktes Konzept, sondern eine gelebte Beziehung zu sich selbst. Wenn das Nervensystem erfährt, dass man sich selbst vertrauen kann, entstehen mehr Gelassenheit und innere Sicherheit. Wahre Coolness zeigt sich nicht durch Selbstübergehung, sondern im Ernstnehmen der eigenen Grenzen, unabhängig von der Meinung anderer. Die Einladung ist, genau jetzt mit diesen kleinen Veränderungen zu beginnen.
Vielleicht denkst du ja, du nimmst dich selbst ernst. Schließlich reflektierst du oder du arbeitest an dir. Und du weißt halt auch ganz viel über dich. Und trotzdem übergehst du dich jeden Tag ein kleines Stück. Du merkst zum Beispiel, dass dir irgendwas zu viel ist und du machst trotzdem weiter. Du spürst vielleicht bei gewissen Dingen ein Nein in deinem Körper und sagst dann aber innerlich zu dieser Stimme jetzt nicht. Und genau das ist ja der Punkt, an dem dein Körper irgendwann anfängt zu reagieren. Also, nicht plötzlich, nicht mit einem krassen Symptom, sondern eher so schleichend. Lasst uns in dieser Folge mal gemeinsam drauf schauen, warum sich selbst nicht ernst zu nehmen, nicht einfach irgendwie eine Kleinigkeit ist und was dieses dich nicht ernst nehmen, was das ganz konkret in deinem Körper anrichtet. Ja, du hast richtig gehört. Die vielen kleinen Momente, in denen du dich selbst nicht ernst nimmst, beziehungsweise übergehst, die richten tatsächlich was in deinem Körper an. So, es ist sozusagen so wie so eine Leise und fast schon normale Gewalt gegen dich selber. Und jetzt ist ja so ein bisschen die Frage, woran erkenntst du denn Momente, in denen du dich nicht ernst nimmst. Zum Beispiel, wenn du merkst, dass dir etwas zu viel ist und du aber trotzdem weiter machst. Also dein Körper sagt eigentlich stopp, aber dein Kopf antwortet jetzt nicht. Reist dich zusammen oder komm schon, das geht noch. Und wir reden jetzt hier mal nicht über Verweichlichung oder zu wenig Disziplin, okay? Heute sprechen wir darüber, was es in dir anrichtet, wenn du dich selber nicht ernst nimmst. Sich selber nicht ernst zu nehmen, bedeutet ja nicht, dass du in irgendeiner Form schwach bist. Ich würde sagen im Gegenteil, weil oft sind es ja gerade die starken, die verantwortungsvollen sensiblen Menschen, die sich selber am meisten übergehen und vielleicht kennst du das ein bisschen von dir und gehörst auch zu diesen Menschen, die insgesamt wirklich sehr verantwortungsvoll sind. Und trotzdem die Veranlagung hätte ich jetzt fast gesagt haben, die diese Angewohnheit haben, sich selber einfach immer wieder zu übergehen. Weil sie gelernt haben, dass zum Beispiel, wie das oft so ist, andere wichtiger sind. Oder dass es funktionieren, ihnen eine vermeintliche Sicherheit gibt. Überprüft das gerne für dich selber. Und viele von uns glauben auch in solchen Situationen, dass so was wie Empfindungen, also Gefühle, dass die halt einfach stören. Also wenn du in dich reinlaust und du merkst, da ist gerade was, was dir zu viel ist, es reicht eigentlich gerade, deine Grenzen sind überschritten, was auch immer. Und du schiebst das, was du empfindest, einfach wie auf die Seite so ein bisschen genervt, wie, ah, diese Empfindung, dieses Gefühl, diese innere Stimme irgendwie das stört. Also viele von uns glauben, dass in solchen Situationen Gefühle stören und dass auch so was wie Bedürfnisse, die wir eigentlich hätten, haben, wie auch immer, das Bedürfnisse warten können. Und ganz besonders krass wird es halt an dem Punkt, wenn wir uns immer wieder an den Stellen sozusagen übergehen und nicht ernst nehmen, wo es um die eigenen Grenzen geht. Also so ein bisschen wie die Haltung zu haben, dass die eigenen Grenzen einfach wie unwichtig sind. Das Problem ist halt nur, dein Körper ist ja kein Roboter, mit dem wir einfach irgendwie machen können, was wir wollen, weil dein Körper registriert jedes Mal, wenn du dich innerlich verlässt. Ja, und irgendwann reagiert er, also dein Körper, zum Beispiel mit extremer Mütigkeit, mit einem Gefühl von vielleicht Druck oder Anspannung, mit inneralehre, mit Reizbarkeit, kennen auch viele oder auch mit anderen Symptomen. Und das tut der Körper ja nicht, weil er dich irgendwie bestrafen will, oder so, das tut dein Körper, um dich auf dich selber aufmerksam zu machen, um dich sozusagen zu dir zurückzuholen. Denn für dein Nervensystem ist ja eins ganz entscheidend. Kannst du dir selbst vertrauen? Also ich mag es noch ein bisschen anders sagen, vielleicht kannst du dir trauen. Kannst du dir trauen. Das ist für dein Nervensystem super wichtig. Na ja, und wenn du dich selbst immer wieder übergehst, dann lernt dein inneres System halt, ich kann mir nicht vertrauen. Ich bin hier nicht sicher. Und daraus resultiert, dass etwas in dir immer, immer wachsam bleibt. Also wenn du dir nicht trauen kannst, weil du dich übergehst, dann resultiert, daraus, dass etwas in dir immer wachsam bleibt. Also etwas in dir bleibt immer leicht angespannt, sozusagen bereit zu reagieren. Und viele Menschen versuchen dann, den Körper zu Recht zu rücken oder ihnen sogar zu reparieren. Also mit mehr Disziplin, mit mehr Struktur, mit noch mehr Durchhalten und drüber gehen. Ich wiederhole das nochmal, okay? Wenn du dich immer übergehst, in kleinen Dingen schon, merkt etwas in dir, dass du dir selber nicht trauen kannst. Etwas in dir bleibt permanent angespannt und wachsam. Und das ist ja auf dauer eine Form von, sag mal, Energieverschwendung, es ist anstrengend und sorgt auf einer tieferen Ebene in dir für permanente Unsicherheit. All das sind Abläufe in dir, die du nicht unbedingt vom Verstand her verstehen oder mitbekommen musst, aber es passiert halt trotzdem in dir und das ist wichtig zu wissen. Weil wir denken ja oft, ich habe es vorhin schon gesagt, das geht noch, kommen so empfindlich müssen wir nicht sein und so weiter. Also du weißt schon, ja? So, also es geht nicht darum, dich an diesem Punkt irgendwie zu optimieren oder so, sondern es geht darum, wieder feinzügeliger, wieder achtsamer zu werden, mit dir selber. Und dich selber insbesondere eben, wie ich es gerade schon sagte, bei diesen kleinen Dingen, wo du dich übergehst, wieder zu üben, ernst zu nehmen. Ich höre immer wieder von vielen Menschen, die versuchen, bei diesen großen Dingen in ihrem Leben etwas zu verändern. Aber oft, also wie auch jetzt bei diesem Thema, sind es halt die kleinen Dinge, wo dann später die großen Veränderungen, wie von selber sowieso auch kommen, wenn wir mit den kleinen Dingen tatsächlich anfangen. Also achte in deinem Alltag wirklich auf kleine innere Reaktionen, in dir, wo du merkst, ups, es reicht eigentlich gerade. Das ist mir zu viel, das tut mir nicht gut. Und wenn du das bemerkst, dann handle danach. Und betrachtet diese herangehensweise jetzt nicht irgendwie als irgendwie ein. Ich sag mal, standard 0815 Konzept, ja, also das wofon ich hier spreche betrachtet, diese herangehensweise nicht als irgendein Konzept, sondern als, und ich mein das wirklich so, als eine gelebte Beziehung zu dir selbst, zum Beispiel, indem du in der Hälst, wenn dein Körper hier und damals beginnt, sich zum Beispiel zusammenzuziehen oder sich ein bisschen schwer zu fühlen. Im Innerhalten kannst du dann darauf lauschen, was du gerade tatsächlich brauchst. Und ja, vielleicht ist das Ruhr, vielleicht ist es Klarheit und vielleicht ist es einfach ein Nein. Manchmal ist es auch ganz schlicht und einfach ein etwas tieferes und verlängertes Ausatmen. Sich selbst ernst zu nehmen heißt, weniger hart mit dir selber zu sein. Und es heißt, dich nicht mehr zu übergehen. Wenn du damit beginst,
dann beginnt letztlich eine ganz wertvolle Veränderung in dir, denn auf einer tieferen Ebene in dir lernt es, dass du dir selber vertrauen kannst. Und das wiederum hat zur Folge, dass du dich tiefer einlassen, entspannen, loslassen und auch hingeben kannst. Und vielleicht merkst du ja beim Lauschen, dass diese Veränderung nicht in deinem Kopf passiert. Also von dem, was ich jetzt gerade gesprochen habe, dass eine Veränderung, die nicht in deinem Kopf passiert, sondern wirklich in deinem Körper. Und auch hier können wir davon sprechen, dass es auf der Ebene deines Nervensystems passiert. Und das sind dann die Momente, wo wir bemerken, dass wir uns mit uns selber beginnen, wohler zu fühlen. Das heißt, du wirst insgesamt gelassen und spürst nach und nach mehr innere Sicherheit in dir. Ich würde sagen, keiner ist wirklich cool, nur weil er sich ständig selbst übergeht, indem er sich selbst nicht ernst nimmt. Also wer so denkt, der hat ein Sorry to Say gestörtes Selbstbild und halt einfach keine gute Beziehung zu und mit sich selber. Und wenn wir jetzt an dieser Stelle schon so von cool sprechen, dann würde ich sagen, diejenigen von uns sind wirklich cool im Sinne von gelassen, die sich selbst ernst nehmen und ihre Grenzen waren, ganz egal, was andere darüber denken. Also meine Einladung an dich starte jetzt hier und heute, am besten jetzt gleich, dich selber in kleinen Dingen wieder ernst zu nehmen. In diesem Sinne, bis zur nächsten Folge, hab eine Achtsamme und lebendige Zeit. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Viele Menschen übergehen sich selbst in kleinen Alltagsmomenten, obwohl sie denken, sich ernst zu nehmen.
Der Körper reagiert auf diese Selbstübergehung mit schleichenden Symptomen wie Müdigkeit, Anspannung oder Reizbarkeit.
Besonders betroffen sind verantwortungsvolle, sensible Menschen, die gelernt haben, andere wichtiger zu nehmen.
Sich selbst nicht ernst zu nehmen, führt zu einem Misstrauen des Nervensystems, das dauerhaft wachsam und angespannt bleibt.
Die Lösung liegt in kleinen, achtsamen Schritten
Diese Veränderung ist eine gelebte Beziehung zu sich selbst, die auf körperlicher und nervlicher Ebene zu mehr Gelassenheit und innerer Sicherheit führt.
Summary:
Die Transkription beleuchtet, wie Menschen sich selbst in alltäglichen Situationen übergehen – etwa, wenn sie trotz Überlastung weitermachen oder ein inneres Nein ignorieren. Diese scheinbar kleinen Momente sind eine Form von leiser Gewalt gegen sich selbst, die der Körper mit Symptomen wie extremer Müdigkeit, Druck oder Reizbarkeit beantwortet. Besonders verantwortungsvolle Menschen neigen dazu, sich selbst hintanzustellen, weil sie gelernt haben, dass andere wichtiger sind oder dass Durchhalten Sicherheit gibt.
Dies führt jedoch dazu, dass das Nervensystem lernt, sich selbst nicht vertrauen zu können, was dauerhafte Anspannung und innere Unsicherheit erzeugt. Viele versuchen dann, mit noch mehr Disziplin und Struktur gegenzusteuern – was das Problem verstärkt. Der Schlüssel liegt stattdessen darin, wieder achtsam mit den eigenen Grenzen umzugehen: kleine innere Reaktionen wahrzunehmen und sofort danach zu handeln, etwa durch Innehalten, tiefes Ausatmen oder ein klares Nein.
Dies ist kein abstraktes Konzept, sondern eine gelebte Beziehung zu sich selbst. Wenn das Nervensystem erfährt, dass man sich selbst vertrauen kann, entstehen mehr Gelassenheit und innere Sicherheit. Wahre Coolness zeigt sich nicht durch Selbstübergehung, sondern im Ernstnehmen der eigenen Grenzen, unabhängig von der Meinung anderer.
Die Einladung ist, genau jetzt mit diesen kleinen Veränderungen zu beginnen.
FAQs
Sich selbst nicht ernst zu nehmen bedeutet, eigene Grenzen, Gefühle und Bedürfnisse zu übergehen, zum Beispiel weiterzumachen, obwohl der Körper ‚Stopp‘ signalisiert.
Der Körper reagiert mit Symptomen wie extremer Müdigkeit, Druck, Anspannung, innerer Unruhe oder Reizbarkeit, um dich auf dich selbst aufmerksam zu machen.
Für dein Nervensystem ist es entscheidend, sich selbst vertrauen zu können. Wenn du dich übergehst, bleibt etwas in dir permanent wachsam und angespannt, was zu Unsicherheit führt.
Du erkennst es, wenn du spürst, dass dir etwas zu viel ist, du aber trotzdem weitermachst, oder wenn dein Körper ein Nein signalisiert, du es aber ignorierst.
Achte auf kleine innere Reaktionen im Alltag, halte inne, wenn dein Körper sich anspannt, und handle danach, zum Beispiel durch eine Pause oder ein bewusstes Ausatmen.
Nein, im Gegenteil: Oft sind starke, verantwortungsvolle Menschen diejenigen, die sich selbst übergehen. Sich selbst ernst zu nehmen bedeutet, weniger hart mit sich zu sein und Grenzen zu wahren.
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