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Warum Du Dich ohnmächtig fühlst - und was Du vielleicht übersiehst

21m 37s

Warum Du Dich ohnmächtig fühlst - und was Du vielleicht übersiehst

In dieser Folge spricht die Rednerin über das Gefühl der Ohnmacht und Ausgeliefertheit, das viele in Beziehungen oder im Alltag erleben. Sie stellt klar, dass Ohnmacht keine Schwäche ist, sondern ein Zustand des inneren Nervensystems. Statt zu fragen, wie man Ohnmacht „besiegen“ kann, schlägt sie einen anderen Weg vor, der aus fünf Schritten besteht: Erkennen, Spüren, Vertrauen, Verkörpern und Ausdruck. Der erste Schritt ist zu erkennen, wo man sich selbst verlässt und nur auf andere schaut. Der zweite Schritt ist das bewusste Spüren des Körpers, der oft schon lange weiß, was nicht stimmt, während der Kopf noch diskutiert. Vertrauen bedeutet dann, diese Wahrnehmung ernst zu nehmen, auch wenn sie unbequem ist. Verkörperung meint, dass die innere Wahrheit in Haltung und Präsenz sichtbar wird. Der letzte Schritt ist der authentische Ausdruck, bei dem man aus innerem Kontakt heraus handelt, statt aus Gewohnheit. Andere Menschen spüren, wie sehr wir mit uns selbst verbunden sind. Ohnmacht ist daher kein Zeichen von Versagen, sondern ein Ruf nach mehr Selbstkontakt. Der Weg zurück zu sich selbst führt über diese fünf Schritte, ohne Kampf oder Selbstverurteilung.

Transcription

2548 Words, 15111 Characters

German
Heute möchte ich eine Frage aus meiner Community aufgreifen, die mich, ich gebe zu, sehr berührt hat, weil sie auch ganz viel mit meinem Leben zu tun hat und in diesem Sinne eine höhere Schrieb mehr, liebe Lilian. Ich fühle mich von deiner Arbeit und sichtweise angezogen und würde gerne wissen, ob ich mit am Badiment mein ständiges Gefühl von Ohn macht besiegen kann. Mein Partner zieht ständig Aufmerksamkeit auf sich und ich fühle mich ihm gegenüber unmächtig ausgeliefert. Ich erlebe so schreckliche Dinge mit ihm, ich will das nicht mehr. Aber vielleicht lädt in ja meine Ohn macht auch dazu ein, somit mir umzugehen, kann das sein. Auch in anderen Bereichen erlebe ich mich oft wie ohnmächtig und ausgeliefert und ich suche schon lange einen Weg, wie ich das besiegen kann, denn scheinbar mache ich etwas falsch, weil sonst würde mir das Leben nicht solche Situationen geben. Das war das, was mir geschrieben worden ist und wie gesagt, ich kenne das Thema Ohn macht sehr gut und deswegen erlaub ich mir hier wirklich mal etwas dazu zu sagen, was anders ist als das, was wir standardmäßig hören. Und vielleicht begegnet ja dir das Thema Ohn macht und irgendwie ausgeliefert sein auch in Bereichen, wie zum Beispiel deiner Partnerschaft oder an anderen Stellen. Das heißt, du fühlst dich vielleicht immer mal wieder in deinem Leben, in deinem Alltag, anderen Menschen ausgeliefert oder auch den Umständen, ja deinem Chef, deiner Familie, dem Leben gegenüber an sich, wie ausgeliefert und dann entsteht ja relativ automatisch und zu dieser Gedanke, warum passiert mir das immer wieder? Also sozusagen mit dem Hintergedanken, warum mache ich irgendwie was falsch oder noch konkreter, was mache ich denn eigentlich falsch? Und genau an diesem Punkt, also diese inneren Fragen, wenn uns Ohn macht im Alltag begegnet, ob du was falsch machst und wenn ja was, da mag ich heute mit dir ein bisschen tiefer hinschauen, weil ich glaube, dass wir tatsächlich an dieser Stelle was wesentliches übersehen und bevor wir auf die Punkte gucken, die du vielleicht übersehen könntest, mag ich etwas klarstellen, weil dieses Empfinden von Ohn macht ist ja letztendlich nicht das, als das wir das wahrnehmen, nämlich es ist keine Schwäche, also es ist nichts, was ja peinlich sein muss, weil das Empfinden von Ohn macht ist kein Beweis dafür, dass du an irgendein Punkt zu schwach bist. Ohn macht es erstmal einfach so was wie sagen wir mal ein Zustand, ein körperlicher Zustand, ein Zustand vor allen Dingen deines inneren Systems. Ja, wir können auch sagen, deines Nervensystems. Und genau deshalb finde ich die Frage, wie kann ich meine Ohn macht besiegen? Die finde ich gar nicht so hilfreich, weil diese Frage ja letztlich voraussetzt, ja, dass das Ohn macht sozusagen dein Feind ist, das heißt, dass etwas in dir weg muss und ich bin da der Stelle zwiegespalten, wenn ich würde sagen, ich sehe das tatsächlich ein bisschen anders. Und jetzt kommen wir auf die Punkte, die ich dir heute mitgeben mag und das ist vielleicht hier der erste Schritt, nämlich es geht erst mal einfach um das erkennen. Ja, viele Menschen merken gar nicht, wie oft sie sich nämlich innerlich selber verlassen. Das heißt, wir fallen oft wie aus uns heraus und schauen nur auf den anderen, also auf den Partner, auf die Mutter, auf den Chef, auf den Natsisten, auf den Manipulator, den Täter oder wen auch immer. Und ja, durchaus, es gibt Menschen, definitiv, die sich destruktiv verhalten. Also, das ist für mich so ein Punkt, wo ich sagen will, da müssen wir nicht darüber diskutieren. Ja, das gibt es. Aber wenn wir ausschließlich unseren Fokus darauf richten, dann übersehen wir die viel wichtige Frage und das ist die, wo verlasse ich mich eigentlich selber? Und wo gehe ich über meine Wahrnehmung, die eigentlich da ist, wo gehe ich darüber hinweg, in dem Moment, wenn ich mich selber verlasse? Wo übersee ich sozusagen meine Wahrnehmung? Und übersetzt heißt das so viel wie, wo weiß ich das eigentlich schon lange und wo kriege ich das auch mit, dass etwas nicht stimmt oder nicht stimme ich ist für mich und bleibe aber trotzdem. Und das ist so ein ganz empfinsamer Punkt, weil wenn man das jemandem vorwürft, also so ein bisschen so nach dem Motto "eig, du bist ja eigentlich zu bescheuert, du übergehst dich selber, du kriegst irgendwie was mit und du bleibst trotzdem, wie blöd kann man eigentlich sein, so meine ich das nicht, okay, weil das, was ich jetzt hier sage, ist ein ganz empfinsamer Punkt und es ist von meiner Seite überhaupt kein Vorwurf, sondern es Gegenteils, sondern ihr ist da wirklich wie eine Einladung an dich sein, weil wenn wir das mitkriegen, ja, ich wieder hole das nochmal diese Frage und wo genau an welchem Punkt verlasse ich mich eigentlich selber, wenn du diese Frage wirklich für dich mitnimmst, dann steckt da unglaublich viel drin, weil dann hört dieses aus dir herausfallen, immer zu dem anderen schauen, dich selbst verlassen, das hört dann wirklich auf. Also das ist so ein bisschen wie Standardmodos ist, du start nach außen, du startst sozusagen die Außenwelt an, die was mit dir macht vermeintlich oder wo etwas passiert und das was ich mit dir zusammen mache ist, wenn du dir diese Frage stellst, ohne Vorwurf, dann ist das eher wie eine Einladung zu gucken, wo verlasse ich mich denn eigentlich selber, weil wenn wir das hin kriegen, wenn wir diesen Blickwinkel ändern können von nach außen gerichtet, nach innen gerichtet, dann ist das genau der Punkt, wo letztlich Veränderung beginnt. Also dieses erkennen, ja, das erkennen von, in welchem Augenblick verlasse ich mich selber, das ist der Moment, wo Veränderung beginnt, das ist der erste Punkt gewesen und der zweite ist dann letztlich das Spüren, weil ganz oft wissen wir auf nativen Ebene in uns eigentlich längst Bescheid, das heißt, unser Körper hat ganz viel schon registriert und hat letztlich auch verstanden, aber bei uns im Kopf diskutiert noch ganz vieles, so ein bisschen in die Richtung, das kann noch nicht sein und wie blöd bist du eigentlich und was passiert da eigentlich und warum macht der oder die das und so weiter, ja also der Kopf diskutiert noch, aber in uns weiß eigentlich schon ein Aspekt, worum es wirklich geht und ich gebe dir ein bisschen mal so eine Beispielsituation, nehm gerne was ähnliches, wenn die nicht genau auf dich zutrifft, aber vielleicht kennst du das ja, du sitzt neben jemanden und dein Bauch zieht sich zusammen oder dein Bustkorb wird eng, also irgendwas in dir sagt, dass es hier gerade passiert oder über das, was gerade geredet wird, das tut mir nicht gut. Und gleichzeitig fängt in deinem Kopf irgendwie was an zu erklären, man, so schlimm ist das nicht und vielleicht über drei bis Jahr, vielleicht bin ich einfach viel zu empfindlich, also das sind so Sachen, die kenn ich von mir selber wahnsinnig gut, ich habe immer den Fehler aber mir gesucht und das ist super wichtig, das mitzukriegen, ja, also den Unterschied zwischen du kriegst mit, wenn sich in deinem Körper was verändert, da sind wir nämlich beim Thema spüren, das ist jetzt ja der zweite Punkt, den ich dir heute mitgebe, das wirklich mitzukriegen und auch ernst zu nehmen und im Kontrast zu dem, was in deinem Kopf alles so vorsicht geht zu stellen. Weiter. Das ist ehrlich gesagt relativ unwesentlich. Das machen unsere Köpfe alle so. Also so nach dem Motto "Hey, vielleicht über 3. Ich bin einfach zu empfindlich. So schlimm ist das hier alles gar nicht und so bla bla." Weil wenn wir da eher dem Kopf zu hören und nicht wirklich auf unseren Körper achten, dann ist das exakt der Moment, wo unmacht in uns entsteht. Weil es heißt ja nicht, dass du nicht spürst. Also dein Körper spürt die ganze Zeit. Aber der Punkt ist, dass du dein Körper halt nicht mehr glaubst. Also, dass du deinem Spüren nicht mehr glaubst. Jetzt haben wir zwei Punkte gehabt. Der erste ist, dass wirklich mitkriegen, wo verlasse ich mich. Und der zweite Punkt ist, dass Spüren mitbekommen. Und an dem Punkt gehen wir gleich zu der dritten Stelle weiter und das ist nämlich das Vertrauen. Viele von uns denken, wenn ich mir selber vertrauen würde, dann hätte ich ja keine Angst mehr. Nee, ich würde sagen, vertrauen bedeutet nicht, keine Angst zu haben, vertrauen bedeutet. Ich nehme ernst, als ich wahrnehme. Und das ist so wesentlich. Also es geht nicht da drum, keine Angst mehr zu haben und dann endlich sich mehr zu vertrauen. Sondern es geht darum, das wirklich ernst zu nehmen, was du wahrnimmst. Ja, und auch, wenn es unbequem ist auch. Und das ist ganz wesentlich, wenn das anders ist als andere oder wenn andere das ganz anders sehen als du. Ja, aber das, was du wahrnimmst, das ist das, wenn du das ernst nehmen kannst. Und das ist in einer heutigen Zeit wichtiger, denn je dann entsteht Vertrauen in dich selber. Und selbst dann, also wenn wir das ernst nehmen können, was wir wahrnehmen, auch wenn wir die Konsequenzen noch überhaupt gar nicht kennen und abschätzen können. Aber dann beginnt Vertrauen und Vertrauen beginnt halt dort, wo du aufhörst, ständig gegen deine eigene Wahrnehmung innerlich zu argumentieren. Jetzt haben wir drei Punkte, das eine ist das Erkennen, das zweite ist das Spüren und das dritte ist das Vertrauen. Und kommen wir zum vierten Punkt. Der vierte Punkt ist das Verkörpern. Und jetzt wird es richtig spannend, weil viele Menschen, die kriegen ja irgendwie mit, dass da was ist. Also, die Erkennen etwas für sich und die Spüren auch etwas, das heißt, sie verstehen etwas. Aber das Leben verändert sich trotzdem nicht. Und die große Frage ist ja so, wenn man so viel weiß, warum verändert sich da nichts? Weil erkenntnis allein ist noch lange keine Verkörperung. Also, nun, du kannst wissen, dass dir eine Beziehung zum Beispiel nicht gut tut. Und du bleibst trotzdem. Du kannst wissen, dass eine Grenze nötig wäre und du schweigst weiterhin. Verkörperung bedeutet in meiner Sprache, dass deine Wahrheit, also deine Wahrnehmung, deine Wahrheit nicht nur irgendwie im Kopf stattfindet und gedacht wird, sondern, dass deine Wahrheit beginnt, in deinem Körper wirklich anzukommen. Und das bedeutet in deiner Haltung, in deiner Stimme, in deiner Präsenz. Und das bedeutet, du riechtest dich innerlich auf und zwar nicht gegen irgendwie jemanden, sondern wirklich so ganz tief für dich. Das ist der vierte Punkt, wenn wir von Verkörperung sprechen. Und der fünfte Punkt ist dann letztlich der Ausdruck, dein persönlicher Ausdruck. Und das ist der Punkt, an dem ganz viele von uns Angst bekommen. Weil Ausdruck macht ja sichtbar, ja? Vielleicht sagst du irgendwie dann was, was du vorher nicht gesagt hast, vielleicht setz du eine Grenze, wo bisher alle drüber ladchen konnten. Vielleicht hörst du auf, irgendwas mitzumachen, mitzutragen, mitzugestalten und so weiter. Was du eigentlich gar nicht möchtest? Vielleicht gehst du auch aus etwas raus, was dir nicht gut tut, wo du bisher geblieben bist. Und vielleicht bleibst du auch. Und alles das, was du jetzt an diesem Punkt tuest, tuest du aber nicht aus irgendeiner Unmacht heraus, sondern aus einem tiefen Kontakt aus dir heraus. Und das ist ja letztlich der große Unterschied, ob wir einfach nur blind unseren Kopfkonstrukten und Gewohnheiten folgen, oder ob wir im Spüren, in der Wahrnehmung, in der inneren Aufrichtung sind, also im Kontakt mit uns selber sind und aus dieser Instanz heraus wirklich ins Handeln kommen. Und lasst mich nochmal auf einen Satz aus der Zuschrift, die ich am Anfang vorgelesen habe, zurückkommen, weil du als Hirachen mehr geschrieben hast, vielleicht lädt meine Unmacht in, also dein Partner dazu ein, somit mir umzugehen. Ich würde das an der Stelle ein bisschen anders formulieren, weil du bist ja nicht schuld und du ziehst das auch nicht an. Und es geht nicht darum, dass sich das Leben bestraft, sondern es geht letztlich darum, dass andere Menschen tatsächlich, ob wir das Waben wollen oder nicht, andere Menschen spüren oft sehr genau, wie verbunden wir mit uns selber sind oder eben auch nicht. Also so übersetzt die Träubes, du dir selber, das können andere spüren. Das ist nicht über den Verstand, sondern das läuft über unsere Nervensysteme. Also, ob wir zum Beispiel unserer Wahrnehmung wirklich vertrauen, das können andere mitbekommen. Ob wir unsere Grenzen wirklich ernst nehmen und sie auch vertreten, also für sie einstehen, ob wir das wirklich verkörpern können und ausdrücken können, das können andere Menschen spüren. Und andere Menschen können auch spüren, ob wir uns selber an gewissen Punkten verlassen oder verlassen würden. Oder eben auch nicht. Und aus diesem Grund geht es jetzt nicht darum, dich zu fragen, warum passiert mir das? Die Hörerin hatte das so geschrieben, warum passiert mir das? Sondern es geht wirklich darum, wie kannst du wieder mehr zu dir kommen? Weil an dem Punkt echt Selbstführung beginnt, die beginnt nicht durch irgendwelche tollen Konstrukte, durch irgendwelche coolen Tools oder durch irgendwas, sondern sie beginnt wirklich an diesem Punkt, wie kommst du wieder mehr zu dir? Wie kannst du vertrauen in dich selber aufbauen? Wenn du dich also oft unmächtig ausgeliefert oder auch kontrolliert fühlt, dann möchte ich dir mitgeben. Du musst deine Ohn macht, de facto nicht besiegen. Das heißt, du musst sie nicht wegmachen. Aber du darfst beginnen, ihr zuzuhören. Und das ist, glaube ich, ganz wichtig. Weil oft zeigt sie dir nicht, dass du irgendwie schwach bist, ein Fehler machst oder so, sondern das eigentlich unter all den Schichten, wenn wir genau hinkucken, dass etwas in dir schon lange gerne wieder mehr mit dir selber im Kontakt sein möchte. Und dass das auch nie ganz weg war. Und das ist ja super. Wenn wir das mitkriegen, dass wir mit so ein Thema, wie Ohn macht und so weiter echt Schwierigkeiten haben, wir bleiben oft mit dem Fokus darauf hängen, so nach dem Motto, ich bin zu blöd, bin zu schwach oder irgendwas, ich krieg's nicht hin. Aber es geht viel mehr darum, dass etwas in dir schon ganz lange nach mehr Kontakt mit dir selber ruft. Und wenn du das zu dir nehmen kannst, wenn du das wirklich ganz an dich ranlassen kommst, dann beginnt genau an diesen Punkt, beginnt dieser Weg. Weg zurück zu dir. Und das ist dann völlig ohne Kampf, ohne Härte, ohne Selbstverurteilung und so weiter, sondern das geht dann wirklich über diese Punkte, die ich genannt habe, über das Erkennen, über das Spüren, über das Vertrauen lernen, dann wieder ins Verkörpern kommen und letztlich in deinen ganz eigenen authentischen Ausdruck. In diesem Sinne wünsche ich dir erst mal und ich hoffe, du könntest einiges für dich mitnehmen. Ich danke dir sehr für die Frage, dass es eine wundervolle Frage auch, wenn sie unbequem ist und sich der Zustand von Ohn macht erst mal nicht so fein anfühlt, aber es ist ja ein Lernvorgang und deswegen mag ich an dieser Stelle wirklich sagen, danke für die tolle Frage und ich wünsche dir bis zur nächsten Folge, eine ganz ganz lebendige Zeit und ein kleiner Nachsatz heute vergisst nicht, dein Körper kennt die Wahrheit oft lange, bevor dein Kopf bereit ist, sie wirklich zu hören und ernst zu nehmen. Bis zur nächsten Folge. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Ohnmacht ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zustand des inneren Systems oder Nervensystems.
  2. Der erste Schritt zur Veränderung ist das Erkennen, wo man sich selbst innerlich verlässt und den Fokus nur auf andere richtet.
  3. Der zweite Schritt ist das Spüren
  4. Vertrauen bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen, auch wenn sie unbequem ist.
  5. Verkörperung bedeutet, die eigene Wahrheit nicht nur zu denken, sondern in Haltung, Stimme und Präsenz spürbar werden zu lassen.
  6. Der persönliche Ausdruck ist der Punkt, an dem man aus innerem Kontakt heraus handelt und Grenzen setzt, statt aus Ohnmacht zu reagieren.
  7. Andere Menschen spüren, wie verbunden wir mit uns selbst sind; Ohnmacht lädt nicht zu schlechtem Verhalten ein, sondern zeigt den Wunsch nach mehr Selbstkontakt.

Summary:

In dieser Folge spricht die Rednerin über das Gefühl der Ohnmacht und Ausgeliefertheit, das viele in Beziehungen oder im Alltag erleben. Sie stellt klar, dass Ohnmacht keine Schwäche ist, sondern ein Zustand des inneren Nervensystems. Statt zu fragen, wie man Ohnmacht „besiegen“ kann, schlägt sie einen anderen Weg vor, der aus fünf Schritten besteht: Erkennen, Spüren, Vertrauen, Verkörpern und Ausdruck.

Der erste Schritt ist zu erkennen, wo man sich selbst verlässt und nur auf andere schaut. Der zweite Schritt ist das bewusste Spüren des Körpers, der oft schon lange weiß, was nicht stimmt, während der Kopf noch diskutiert. Vertrauen bedeutet dann, diese Wahrnehmung ernst zu nehmen, auch wenn sie unbequem ist.

Verkörperung meint, dass die innere Wahrheit in Haltung und Präsenz sichtbar wird. Der letzte Schritt ist der authentische Ausdruck, bei dem man aus innerem Kontakt heraus handelt, statt aus Gewohnheit. Andere Menschen spüren, wie sehr wir mit uns selbst verbunden sind.

Ohnmacht ist daher kein Zeichen von Versagen, sondern ein Ruf nach mehr Selbstkontakt. Der Weg zurück zu sich selbst führt über diese fünf Schritte, ohne Kampf oder Selbstverurteilung.

FAQs

Der erste Schritt ist das Erkennen, wo du dich selbst verlässt – also wahrzunehmen, wann du deine eigene Wahrnehmung ignorierst und trotzdem in einer Situation bleibst.

Ohnmacht entsteht oft, wenn du dich innerlich selbst verlässt, indem du deinen Fokus nur auf andere richtest und deine eigenen Gefühle oder Warnsignale ignorierst.

Spüren hilft dir, die Signale deines Körpers wie Bauchziehen oder Enge in der Brust ernst zu nehmen, statt sie mit dem Kopf wegzudiskutieren – das verhindert Ohnmacht.

Vertrauen bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern deine Wahrnehmung ernst zu nehmen, auch wenn andere sie anders sehen – das stärkt das Vertrauen in dich.

Erkennen ist das intellektuelle Verstehen, während Verkörpern bedeutet, dass deine Wahrheit in Haltung, Stimme und Präsenz spürbar wird – erst dann verändert sich das Leben.

Indem du lernst, wieder mehr zu dir selbst zu kommen, deine Wahrnehmung ernst nimmst und Grenzen setzt – nicht aus Ohnmacht, sondern aus innerem Kontakt heraus.

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