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Warum die Welt für Autisten eine andere ist

14m 40s

Warum die Welt für Autisten eine andere ist

In dieser Folge von „Aha“ erklärt Prof. Stefan Röppke das komplexe Thema Autismus-Spektrumsstörungen. Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die sich durch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und repetitive Verhaltensmuster auszeichnet. Betroffene haben oft Probleme, nonverbale Signale wie Gesichtsausdrücke zu deuten und fühlen sich ausgegrenzt. Die Ursachen liegen in einer Kombination aus genetischen Faktoren und Umweltbelastungen. Während einige Menschen mit Autismus außergewöhnliche Spezialinteressen und Fähigkeiten entwickeln, leiden etwa 40 Prozent unter einer Intelligenzminderung. Die Behandlung umfasst eine präzise Diagnose, Psychotherapie zur Stressbewältigung und Anpassungen im Alltag, etwa in Schule oder Beruf. Angehörige sollten die Besonderheiten akzeptieren und bei Überlastung eingreifen. Im zweiten Teil wird das Phänomen „Task Paralysis“ beleuchtet: Eine Überflutung mit Aufgaben kann zu einer Lähmung führen, ähnlich wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Betroffen sind besonders Perfektionisten. Als Gegenmaßnahme empfehlen Experten, Aufgaben in winzige Schritte zu unterteilen und mit der angenehmsten Teilaufgabe zu beginnen, um schnelle Erfolgserlebnisse zu erzielen.

Transcription

2216 Words, 14490 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge von "Aha". Mein Name ist Antonia Beckhammann, und ich freue mich, dass ihr heute zuhört. Das Thema dieser Folge ist Autismus. Beziehungsweise müsste ich korrekterweise sagen, dass Thema dieser Folge sind Autismus-Spektrumsstörungen. An dieser Bezeichnung hört ihr schon, dass es ein komplexes Thema ist. Mein Gast in dieser Folge ist Prof. Stefan Röppke. Erst Facharztüb-Sücher-Triuen-Psychotherapie und forscht unter anderem auch zum Thema Autismus. Er wird uns erklären, wie sich Autismus im Alltag bemerkbar macht. Was es für Therapie-Möglichkeiten gibt und wie Angehörige am besten mit Betroffenen umgehen können. In unserer Rubrik beschäftige ich mich mit der Frage, warum wir uns manchmal genau am Handlungsunfähigsten fühlen, wenn wir am meisten zu tun haben. Es geht um die sogenannte Task Paralysis. Aha! 10 Minuten Alltagswissen. Ein Podcast von Welt. Was sind Bilder, die euch in den Kopf kommen, wenn ihr das Wort Autismus hört? Ich habe an den Film Rainman gedacht, in dem das den Hoffmann einen Autisten spielt, der San Bruder Charlie, gespielt von Tom Cruise, in den Wahnsinn treibt. Unter anderem, weil er sich bei ihrer gemeinsamen Reise weigert, mit einem Flugzeug zu fliegen, weil er alle Flugunfälle mit Flugnummern und Anzahl der Todesopfer auswendig kennt. Wie viele Tage sind das bis wieder zusammen? 14 Tage von heute, an heute ist mitwucht. Das war sie, das sind 20.166 Minuten, eine Million, 200 und 9.60660 Sekunden. Am Ende nutzt dann Charlie die besonderen Fähigkeiten von seinem Bruder Raymond, um ihn lasse Wegas mit Kartenzellen viel, viel Geld zu gewinnen. Aber. Berealistisch ist das überhaupt. Es Raymond, ein typischer Autist oder bedient der Film einfach viele Vorurteile. Ich wollte dieses komplexe Thema besser verstehen. Was genau ist Autismus? Was in die Ursachen gibt es Therapien? Diese und mehr Fragen hat mit Prof. Stefan Röppke beantwortet. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité und ärztlicher Direktor bei den Oberbergliniken Berlin-Brandenburg. Hallo, Herr Röppke, schön, dass Sie da sind. Hallo, schön und tak. Herr Röppke, für Lein erklärt, das Wort Autismus umschreibt ja eine ganze Bandbreite von Erscheinungsformen, deswegen spricht man auch von einem autistischen Spektrum. Was genau ist damit gemeint? Ja, damit ist gemeint eine Entwicklung-Störung und mit dem Spektrum meint man verschiedene Grades der Ausprägung und verschiedene Grades von Einschränkungen. Also zum Beispiel von Einschränkungen der Intelligenz oder auch Einschränkungen der Sprachentwicklung. Und es gibt doch eine große Gemeinsamkeit bei der Diagnose. Und das heißt, dass es bei Einträchtigung gibt einmal in den Bereich der sozialen Interaktionen, also wie ich mit anderen Menschen im Beziehung trete, die ich so soziale Signale verstehe. Und in den zweiten Bereich betrifft Verhaltensweisen, so repetitiv muss da und Verhaltensweisen, dass man Dinge in der bestimmten Art und Weise immer wieder gleich und immer wiederholt macht diese beiden großen Symptomereichen und immer vorhanden sein. Haben Sie gerade schon einige Symptome genannt? Das heißt, was sind typische Anzeichnets für Autismus? Wie macht sich das im Alltag bemerkbar? Ja, ein Problem ist, was die Menschen beschreiben ist, dass sie andere einfach nicht so gut verstehen. Man nennt es auch so ein bisschen so ein delgen Centrum, die betroffen haben das Gefühl, dass sie einfach nicht zu dem sozialen dieser Gemeinschaft den Weg dareinfinden, irgendwie nicht dazugehören, irgendwie anders sind. Und das Problem ist, dass sie die sozialen Signale, die andere auszangen, die wir anderen intuitiv verstehen, dass sie die nicht verstehen. Also sie können beispielsweise in extrem formen Gesichtern nicht gut erkennen. Sie erkennen nicht jemanden, wieder, den sie in der Folie so gesehen haben, sehen sie auf der Straße wieder und wissen nicht, dass es die gleiche Person war. Sie können aber auch Gesichtsausdrücke deutlich schlechter lesen, dass sie können nicht erkennen, wenn einer genervt ist, wenn einer sich ärgert, wenn einer traurig ist. Haben Schwierigkeiten diese Signale, als etwas für sie mit Inhalt gesehen ist, zu verstehen. Und sie nutzen auch die sozialen Beziehungen anders, als Menschen, die nicht davon betroffen sind. Bei Kindern sieht man es so, sie wollen was haben, dann gucken sie denjenigen an und sagen, guck mal da. Und dann zeigen sie darauf hin, gibt mir das mal. Das machen die nicht, die nutzen diese ganze soziale Sprache, die wir intuitiv nutzen, nicht in dem Maße. Was für Ursachen gibt es dann jetzt nach dem aktuellen Stand der Forschung? Man weiß, dass es eine Entwicklung stürgen ist. Das heißt, bei der Reifung, Entwicklung des Gehirns sind treten Veränderungen auf. Deshalb ist es auch ein Sturmspät, was früh in der Kindheit die erste Anzeichen haben muss. Wir wissen, dass es da eine deutliche genetische Komponente gibt. Also einfach ererbte Muster, die dann zu Autismus führen können, die heute noch gar nicht in Gänse verstanden sind, wie die eigentlich genau funktionieren. Aber man weiß, dass es genetisch bedingt ist. Und es gibt auch Umweltfaktoren. Also Belastung in der Schwangerschaft, auch so was wie Feinstaubbelastung, oder auch Erkrankung, der Mutter oder Stress, auch das Alter der Eltern, spielt eine Rolle. Also Umweltfaktoren und sehr starke genetische Faktoren können so Autismus führen. Wir hören ja jetzt meist immer von den negativen Seiten des Autismus. Sie haben gerade auch schon ein paar Probleme genannt, die da auftreten, haben Betroffene denn nicht auch besondere Talente? Was auffällig ist bei Menschen mit Autismus-Spektrumstürungen, bei einem Teil der Patienten, oder bei einem Teil der Menschen, ist so, dass sie sogenannte Spezialinteressen haben. Also es ist sich mit bestimmten Themen sehr, sehr, sehr ausführlich beschäftigen und da sind teilweise auch ein enormes Wissen und auch eine enorme Fertigkeitslich aneignen. Interessanterweise ist das so, dass einige beschreiben, dass es gar nicht mal für sie so erklärbar ist, warum eigentlich dieses Impresse kommt. Das können ganz abwegeige Dinge sein, wie das man sich nun mal ein Schilder sehr gut merken kann, dass man bestimmte Fischarten extrem gut kennt oder sich in einem Teil der Astronomie extrem auskennt. Also es ist sozusagen auch etwas, wo sie teilweise beschreiben, zwanghaft sich in einem sehr, sehr hohen Maß damit beschäftigen zu müssen. Und das fühlt dann dazu, dass es da doch sehr, sehr hohe Fähigkeiten ausgebildet sein können. Aber man muss dabei auch sehen, dass es ein Großteil der Betroffenen gibt. Wir gehen so von ungefähr 40 Prozent aus, die auch eine Intelligenz mindernung haben. Also die wirklich große Schwierigkeiten haben, die den Schulabschluss nicht schaffen, deutliche Einschränkungen auch im Sprachabwerk haben. Es gibt wirklich diese beiden Seiten von teilweise extremen Einschränkungen und Einschränkungen in Alltagsfertigkeiten, hinzumäntchen, die leichte Einschränkungen im Alltag haben. Und dann aber auch sehr spezialisierte Fähigkeiten haben. Was können beziehungsweise sollten, denn Betroffene jetzt aus ihrer Mit Ihrer Erfahrung tun, also wie lässt sich Autismus behandeln? Ja, also es ist ja wesentlichen Erkrankungen des Kindes um Jugendsalters. Das sind Auffälligkeiten, die oft früh da sind. Es sind Eltern, die damit konfrontiert sind. Im ersten geht es mal darum, eine Diagnose zu stellen. Da gibt es spezialisierte Zentren in Deutschland meist an Universitätskliniken angesiedelt. Das ist auch ein etwas aufwendiger Prozess. Da werden solche standardisierten Beobachtungen und Interviews durchgeführt. Das ist mal weiß, das ist Autismus. Da gibt da viele Differenzialdiagnosen, also Differenzialdiagnosen, heißt andere Erkrankungen, die so aussehen können. Ins gibt Intelligenzminderung ohne Autismus. Es gibt das ADHS. Es gibt aber auch Störungen im Sozialverhalten, die erst mal so aussehen können. Das ist wichtig, das erst mal so eine gute Diagnose hat, weil man dann Dinge auch deutlich besser einschätzen kann. Auch beispielsweise Kinder können auch so aggressive Verhaltensweisen haben oder auch so selbst zerstörerische Verhaltensweisen. Den Kopf gegen Gewandtauen und dass man das erst mal gut einschränken kann, dann wird sehr viel um auch so zuterapäutische Maßnahmen. Wie gehe ich mit dem Kind um, verhaltig mich als Eltern teil? Auch die Schule ist dann entscheidend, welche Förderung in der Schule ist da möglich und notwendig. Das ist oft die Hauptfrage. In einem Erwachsenenalter geht es auch vorwiegend darum, wie die Betroffenen mit diesen Störungsbild umgehen können. Die meisten Psychotherapien fokussieren darauf, einmal Verständnis der Krankheit. Man ist Psycho-Education betreibt. Das zweite ist ein Umland, mit den Symptomen zu finden. Wie gehe ich mit Stress um? Wo habe ich vielleicht, schaffe ich mir Freiräume, wo ich auch autistische Verhaltensweisen ausleben kann, mit anderen und wie kollidiere? Wie schaffe ich soziale Interaktionen so zu gestalten, dass sie für mich nicht mehr so Stress behaftet sind? Ein Großteil, der Probleme im Kind ist aber auch ein Erwachsenalter, der Umgang mit Stress, mit Belastung, Abweichung von Regeln, Abweichung von Tagesablauf, stellten Extremstrester, soziale Interaktion, stellten Extremstrester, Small-Tops, stellten Extremstrester. Da sehen wir teilweise Patienten, die extrem folgen von diesen Stress, bisschen psychotischen Symptomen, dass man gucken muss, dass jemand eine gute Regulation und eine gute Erkenntnis von Grenzen hat. Herr Röbke, wie geht man denn als Angehöriger oder Freund jetzt am besten mit autistischen Menschen um? Wie kann man sie unterstützen? Erst mal eine Akzeptanz der Besonderheit. Raum lassen für den anderen und Unterstützung auf den Situationen, wo man. merkt, dass der andere Übergrenzen geht, die er selber gar nicht so wahrnimmt. Dass man die unterstützt und sagt, man ist das jetzt nicht doch zu viel. Brauchst du nicht doch jetzt mal eine Auszeit, brauchst du doch nicht mal eine Pause. Der andere Bereich ist der Beruf, dass man da gibt es auch eine Reihe von Unterstützung, dass Menschen spezielle Arbeitsplätze bekommen, wo halt nicht so viel soziale Interaktion ist, wo halt vielleicht der Arbeitsplatz in dem eigenen Raum ist, in der manchen großen Bürosit, wo man sich auf Dinge fokussieren kann, die inhaltlich sind. Das ist so der zweite Bereich, dass man auf dem Arbeit Platz sehr gut gucken muss, dass da halt keine Überlastung da ist und dass der jeden Betrotz ihm seine Fähigkeiten wützen kann. Herr Röppke, vielen Dank. Gerne. Moin zusammen, hier ist Henning Feind. Ich bin der Moderator des Fußballpodcast-Frasenmeer, dem zu Hause der Fußballstars. Wenn du Lust hast, die Manager, Trainer, Spieler und natürlich auch die Legenden so kennenzulernen, wie du sie noch nie kennengelernt hast, dann schallt den Frasenmeer ein. In einer Atmosphäre irgendwo zwischen Kabine und Kaminen erfährst du, wie die Stars wirklich ticken, was sie antreibt und welche unvergesslichen Annekdoten aus ihrer Karriere sie niemals vergessen werden. Abonniert den Frasenmeer am besten direkt bei Applepodcast, bei Spotify oder in deiner Lieblingspodcast App, damit du keine Folge verpasst und lausche dem, was sonst nur in der Kabine der Bundesliga besprochen wird. Wir hören uns im Frasenmeer. Warum machen wir das? Psychologische Phänomene erklärt. Bestimmt kennt ihr das Gefühl. Eure Tuduliste wird immer länger stattkürzer. Ich hab mir tatsächlich mehrere Tudulisten aufs Handy gespeichert. Natürlich damit ich nichts vergessen, aber auch, weil es so schön ist, wenn man eine Aufgabe einfach wegklicken kann. Was aber, wenn ich nichts mehr wegklicken kann, weil ich einfach nichts mehr abarbeite. Warum ist es manchmal so, dass wir genau dann, wenn wir am meisten zu tun haben, einfach nichts auf die Reihe kriegen? Oder wenn eine große Aufgabe vor uns liegt und wir es nicht mal schaffen, anzufangen? Oder wenn wir mit nichts starten, weil wir immer auf den perfekten Zeitpunkt oder die perfekten Bedingungen warten? Dann sprechen Experten von einer Task Paralysis. Direkt übersetzt einer Aufgabenlämung. Unser Gehirn verhält sich dann wie ein Rähe, das vom Auto geblendet wird. Es bleibt einfach stehen. Nichts geht mehr. In den USA wird diese Reaktion auch "Overwhelm Free" genannt. Etwas frei übersetzt bedeutet das, vor Überwältigung eingefroren. Ellen Hendricksen, eine Forscher in der Boston University, erklärt das Phänomen in der New York Times so, dass wir die Aufgaben, die vor uns liegen, als Bedrohung wahrnehmen. Also wirklich ähnlich wie das Rhe auf das Auto reagiert. Dabei ist es dann auch egal, ob es sich um eine externe Bedrohung handelt oder um etwas, das in uns selbst passiert. Hendricksen nennt als Beispiele einen aus unserer Sicht drohendes Scheitern, oder dass wir fürchten andere Hängen zu lassen oder unfähig zu wirken. Besonders Betroffen von der Task Paralysis sind Menschen, die sowieso schon zu Perfektionismus tendieren. Und falls ihr euch jetzt denkt, dass das alles ja ziemlich ähnlich klingt wie Prokrastination stimmt. Es klingt ähnlich, es ist allerdings nicht das selber. Die Task Paralysis ist eine bestimmte Form der Prokrastination. Sie tritt dann auf, wenn wir eine Aufgabe nicht anfangen, einfach weil wir noch so viele andere Aufgaben vor uns haben. Prokrastination dagegen hat viele Gründe. Da kann es auch einfach daran liegen, dass wir keine Lust haben oder die Aufgabe langweilig finden. Was also kann helfen gegen die Aufgaben Lämmung. Experten raten unter anderem, die Aufgaben in wirklich wirklich kleine Schritte zu unterteilen. Dann kann man mit der Mini-Aufgabe anfangen, die noch am meisten Spaß macht. Und man hat schneller Erfolgserlebnisse. Damit sind unsere 10 Minuten Alltagswissen auch schon längst wieder vorbei. Noch ein Hinweis von mir, für alle, die noch mehr zu Autismuswissen möchten. Im Dezember ging es bei einer unserer Folgen um das Thema Neurodiversität. Also veränderten neurochemischen Prozessen im Gehirn, geben unter anderem für Autismus, aber auch für ADHS oder eine Leserechtschreibstörung verantwortlich sind. Hört doch gerne mal rein. Ansonsten freuen wir uns sehr, wenn ihr euch nach diesen 10 Minuten noch eine Minute Zeit nehmt und auf der Podcast-Plattform "Eurer Wahl" unseren Podcast abonniert. Direktes Feedback und Themen-Iden könnt ihr uns natürlich immer gerne an Wissen et Weltäischicken. Ich bin Antonia Beckamann, wir hören uns ganz bald hier wieder.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Autismus-Spektrumsstörungen sind Entwicklungsstörungen mit unterschiedlichen Ausprägungen, die soziale Interaktion und repetitives Verhalten betreffen.
  2. Typische Symptome sind Schwierigkeiten, soziale Signale zu verstehen, sowie starke Spezialinteressen bei manchen Betroffenen.
  3. Ursachen sind genetische Faktoren und Umweltfaktoren wie Feinstaubbelastung oder Stress in der Schwangerschaft.
  4. Die Diagnose erfolgt in spezialisierten Zentren, Therapie umfasst Psychoeducation, Stressmanagement und Anpassung von Alltag und Arbeitsplatz.
  5. Angehörige sollten Akzeptanz zeigen, Freiräume lassen und bei Überlastung unterstützen.
  6. „Task Paralysis“ ist eine Form der Prokrastination, bei der Überforderung zu Handlungsunfähigkeit führt; Abhilfe schaffen kleine Aufgaben-Schritte.

Summary:

In dieser Folge von „Aha“ erklärt Prof. Stefan Röppke das komplexe Thema Autismus-Spektrumsstörungen. Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die sich durch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und repetitive Verhaltensmuster auszeichnet.

Betroffene haben oft Probleme, nonverbale Signale wie Gesichtsausdrücke zu deuten und fühlen sich ausgegrenzt. Die Ursachen liegen in einer Kombination aus genetischen Faktoren und Umweltbelastungen. Während einige Menschen mit Autismus außergewöhnliche Spezialinteressen und Fähigkeiten entwickeln, leiden etwa 40 Prozent unter einer Intelligenzminderung.

Die Behandlung umfasst eine präzise Diagnose, Psychotherapie zur Stressbewältigung und Anpassungen im Alltag, etwa in Schule oder Beruf. Angehörige sollten die Besonderheiten akzeptieren und bei Überlastung eingreifen. Im zweiten Teil wird das Phänomen „Task Paralysis“ beleuchtet: Eine Überflutung mit Aufgaben kann zu einer Lähmung führen, ähnlich wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

Betroffen sind besonders Perfektionisten. Als Gegenmaßnahme empfehlen Experten, Aufgaben in winzige Schritte zu unterteilen und mit der angenehmsten Teilaufgabe zu beginnen, um schnelle Erfolgserlebnisse zu erzielen.

FAQs

Das autistische Spektrum beschreibt eine Entwicklungsstörung mit unterschiedlichen Ausprägungen und Einschränkungen, etwa bei Intelligenz oder Sprache. Gemeinsam sind Beeinträchtigungen in sozialen Interaktionen und repetitiven Verhaltensweisen.

Betroffene haben Schwierigkeiten, soziale Signale wie Gesichtsausdrücke zu verstehen, und fühlen sich oft anders oder ausgeschlossen. Sie erkennen Personen schwer wieder und nutzen soziale Interaktionen anders als Nichtbetroffene.

Autismus ist genetisch bedingt, aber auch Umweltfaktoren wie Belastungen in der Schwangerschaft, Feinstaub, Stress oder das Alter der Eltern spielen eine Rolle.

Einige haben sogenannte Spezialinteressen, in denen sie enormes Wissen oder Fähigkeiten entwickeln, etwa zu bestimmten Themen. Jedoch haben etwa 40 Prozent auch eine Intelligenzminderung.

Zuerst erfolgt eine genaue Diagnose in spezialisierten Zentren. Therapien umfassen Psycho-Education, Stressbewältigung und das Schaffen von Freiräumen. Bei Kindern steht zudem Förderung in Schule und Familie im Fokus.

Sie sollten die Besonderheit akzeptieren, Raum lassen und bei Überlastung eingreifen, etwa durch Auszeiten. Auch am Arbeitsplatz sind angepasste Bedingungen mit weniger sozialer Interaktion hilfreich.

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