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Warum Dein Nervensystem Dich klein hält – obwohl Du längst weiter bist

14m 50s

Warum Dein Nervensystem Dich klein hält – obwohl Du längst weiter bist

In dieser Transkription erklärt die Sprecherin, warum viele Menschen trotz persönlicher Weiterentwicklung immer wieder das Gefühl haben, nicht voranzukommen oder sich selbst zu sabotieren. Sie betont, dass dies nicht an mangelnder Klarheit, Mut oder Selbstvertrauen liegt, sondern daran, dass das Nervensystem Veränderung als Bedrohung wahrnimmt und aus Schutz reagiert – mit Zweifeln, Rückzug oder Energieabfall. Oft führen diese Reaktionen zu Selbstkritik und Scham, obwohl sie eigentlich einen sinnvollen Schutzmechanismus darstellen. Die Sprecherin rät davon ab, sich mit anderen zu vergleichen, da jedes Nervensystem einzigartig geprägt ist. Stattdessen sei es wichtig, in kleinen Alltagssituationen bewusst bei sich zu bleiben, etwa indem man den Atem oder die Füße am Boden spürt. Dies schaffe Sicherheit im Körper, die für Wachstum notwendig sei. Sie betont, dass kein zusätzliches Mindset oder härteres Arbeiten an sich selbst nötig sei, sondern vielmehr ein liebevoller Umgang mit den eigenen Schutzreaktionen. Abschließend verweist sie auf ihren kostenfreien Kurs „In dir selbst zu Hause sein“, der Übungen bietet, um diese Körperwahrnehmung zu trainieren und so mehr innere Sicherheit zu entwickeln.

Transcription

1501 Words, 9014 Characters

German
Ich dachte, da wäre ich schon durch. Ich dachte, das hätte ich bereits überwunden. Ich weiß, dass doch alles wie kann es sein, dass es mir trotzdem nicht gelingt. Das sind ein paar der häufigsten Sätze, die ich in meinen Seminaren und Coachings höre. Und wenn du so ein Gedanken in der Trägsern denkst du obendrauf vielleicht noch, dass dir immer noch irgendwas fehlt, also mehr Klarheit, mehr Mut, mehr Selbstvertrauen. Und ich sehe das aber inzwischen ziemlich anders. Also ich würde nämlich sagen, du hast an diesem Punkt definitiv recht, du bist längst weiter und du hast ja bereits auch ganz viel überwunden. Und natürlich gibt es ein Aber, ja. Und dieses Aber erlaubtet, dein Nervensystem geht mit dem, was du gerne möchtest, noch nicht ganz mit. Und genau deshalb hält es dich halt immer wieder an gewissen Punkten zurück. Und ganz wichtig an dem Punkt ist und ich bin ja selber jahrelang auch in diese Falle gelaufen, dass ich immer wieder an mir selber gezweifelt habe, anstatt zu verstehen, dass es mein inneres System ist, was mich sozusagen zurückhält. Weil ich immer wieder gedacht habe, ich mach was falsch oder ich bin falsch. Und wenn du merkst, dass dich etwas in dir immer wieder wie sabotiert oder zurückhält, dann bedeutet das nicht, dass du was falsch machst. Sondern, dass du halt etwas bestimmt es nicht auf dem Schirm hast, weil es so subtil in uns wirkt. Also wenn du dich immer wieder zurückgeworfen oder sabotiert fühlst, dann liegt das einfach oft daran, weil es sich für deinen Körper noch nicht ganz sicher anfühlt. Und ja, das ist ein bisschen wie so ein klebiger Frust, also zu wissen, dass man eigentlich schon weiter ist, dass man ganz viel weiß, dass man ganz viel an sich gearbeitet hat und trotzdem ist nicht schafft so loszugehen, für sich sich zu zeigen und irgendwo an bestimmten Punkten immer wieder hängen zu bleiben. Bei vielen von uns verursacht genau, dass dieses Hängen bleiben, dieses sich sabotiert fühlen, dieses wie zurückgeworfen werden, verursacht das so eine Form von selbst, Beschuldigung, Selbstabwertung, vielleicht manchmal auch Schaum, Unsicherheit und nicht selten, echt auch Resignation. Und damit dir das nicht passiert, also damit du nicht risiknierst, lass uns definitiv mal eine Sache klarstellen. Deine Wahrnehmung, dass du schon weiter bist und das ist dir nicht irgendwie an Wille, an Klarheit oder an Mut fehlt, das stimmt erst mal. So, okay, das heißt, also du bist nicht an diesem Punkt irgendwie falsch, das ist ja oft so unsere Vermutung, dass wir dann irgendwie, ich mach was falsch oder ich bin falsch oder wie auch immer, du bist nicht falsch. Aber dein Körper bewertet etwas als in Anfangstrichen zu viel, und dein Verstand bekommt, das jetzt nicht unbedingt mit, dass das in dir passiert. Das heißt aber übersetzt, dass deine, ich nenne das immer ganz gerne Expansion, also dein für dich weitergehen, dein für dich einstehen, dein dich zeigen und so weiter wird von deinem Körper als zu viel und damit letztendlich als unsicherheit erlebt. Man könnte also auch sagen, du bist nicht zu dumm, indem du dich selbst irgendwie zurückhältst oder so, sondern dein Körper hält dich sicher. Nimm das gerne mit für dich, also du bist nicht zu dumm, indem du dich irgendwie selber sabotiert hast oder zurückhältst, sondern dein Körper hält dich sicher. Und an der Stelle mag ich dich wirklich auch ein bisschen fragen, wie merkst du den Unterschied? Das ist ja eine andere Haltung, die wir da uns selbst gegenüber einnehmen. Wenn wir aufhören, immer kritisch auf uns zu schauen oder irgendwie nach dem Fehl rein uns zu suchen, sondern wirklich mit kriegen, oh, da passiert was in mir, wo etwas in mir auf mich aufpasst. Und wir können noch eine Stufe tiefer gehen und schauen, was an diesem Punkt wirklich passiert, nämlich so bald etwas in deinem Leben größer wird. Also wie zum Beispiel dein Erfolg oder die Klarheit in deinen Entscheidungen, die du trifft, deine Sichtbarkeit, dein für dich einstehen und so weiter, so bald sich das verändert oder größer wird reagiert, dein inneres System mit beispielsweise Zweifeln, Rückzug, Überdenken, Energieabfall und so weiter und so fort. Und zwar tut es das nicht um dich zu sabotieren, sondern wirklich als Schutz. Und warum dein inneres System so reagiert, das kann ehrlich gesagt ziemlich viele Gründe haben. Also meist sind das Gründe aus der Zeit, wo du noch ziemlich jung warst. Also meistens Babyzeit, Kleinkindzeit und so weiter. Je nachdem, was du erlebt hast und was dich letztendlich geprägt hat und nein, du musst dich daran nicht erinnern können müssen. Erstmal ist einfach nur wichtig, da passiert was in mir, was ein Grund hat. Und weil dein inneres System eben auf Basis dessen, wie du geprägt worden bist oder wie es geprägt worden ist, reagiert, macht es einfach auch überhaupt gar keinen Sinn, sich mit anderen zu vergleichen, weil jedes Nervensystem unterschiedlich ist. Jedes Nervensystem ist ein Stück weit nicht nur anders geprägt worden, hat andere Erfahrungen gemacht, sondern hat auch mehr oder weniger Resilienz mitgebracht. Das ist ja auch bei jedem Menschen ein Stück weit unterschiedlich. Also es macht nie Sinn sich an dem Punkt, wo uns etwas nicht gelingt, mit anderen zu vergleichen, weil meistens vergleichen wir uns sowieso nur deshalb, um aus Gewohnheit wieder schlechter abzuschneiden. Ich habe noch nie in Menschen erlebt, der sich mit jemand anderen vergleicht oder sind die aller wenigsten, sind vielleicht ein oder zwei Prozent, die sich mit anderen vergleichen und die hinter sagen, boah, ich bin ja richtig gut, sondern meistens vergleichen wir uns ja um letztendlich nie gewohnt, wieder schlechter abzuschneiden. Also das bei uns das Verhalten oder das können nicht zu finden, was wir bei anderen finden und dann wieder sagen, ich bin falsch, ich bin halt nicht so gut, ich habe es einfach nicht drauf. Also es macht nie Sinn sich mit anderen zu vergleichen. Aber eins haben ja alle Nervensysteme gleich, also wenn sie auf der einen Seite von ihrer Prägung her alle unterschiedlich sind, es gibt tatsächlich eine Sache, die bei allen Nervensystemen gleich ist. Damit wir wachsen können oder auch über uns hinauswachsen können, braucht unser inneres System Sicherheit. Und Sicherheit braucht für diesen Schritt wirklich jedes Nervensystem und diese Sicherheit beginnt unter anderem damit, dass du dich halt nicht mehr selbst beschimpfs oder verurteilst, sondern dass du für die Reaktionen deines inneren Systems wirklich verständnis und mitgefühl entwickeltst. Die Frage, um dies erst mal gar nicht geht an diesem Punkt lautet, wenn du da stehst, wo ich das jetzt geschildert habe, die Frage, um dies erst mal gar nicht gehen sollte, lautet, wie komme ich schneller voran, sondern die Frage, um dies wirklich geht, lautet, kann ich in kleinen Situationen oder Momenten im Alltag ganz bewusst bei mir bleiben. Wenn die Situation gerade etwas intensiver wird, also zum Beispiel, wenn du jemandem etwas sagen möchtest, jetzt nehm ich gleich die riesengroße Geschichte, wo dein inneres System sowieso zu macht, weil es einfach zu viel ist, sondern dann wirklich was kleines. Wenn du zum Beispiel irgendjemandem keine Ahnung, was sagen möchtest, was dir schon wichtig ist, aber wo von jetzt nicht deine Existenz oder dein Leben abhängt, oder so was, dann geht es weniger darum, dass dir das an diesem Punkt, um das wirklich zu üben jetzt perfekt gelingt, sondern viel mehr darum, ob du in dieser Situation, wenn du das dann tuest, deinen Atem, die Füße am Boden oder den Popo auf dem Stuhl spüren kannst. Das ist dieses, wie kannst du in kleinen Situationen im Alltag wirklich bewusst bei dir bleiben? Ich würde sagen, nehm aus dieser Folge unbedingt diese Punkte mit. Also dein inneres System tut erst mal nichts um dich zu tun. zu ergern. Es hat für das was es tut oder für das, wie du dich dann auch erlebst, es hat einen Grund dafür. Das ist der eine Punkt, wo ich sagen würde, nimm das aus dieser Folge mit der nächste Punkt lautet. Du musst nicht noch mehr an dir arbeiten. Also du brauchst kein neues Mindset. Und wenn es was gibt, was du wirklich brauchst, dann ist es tatsächlich Sicherheit in deinem Körper. Und wenn das etwas ist, was du noch mehr praktizieren möchtest oder wo du einen guten Einstieg haben möchtest, dann erfährst du das zum Beispiel in meinem kostenfreien Kurs, in dir selbst zu Hause sein. Also du kannst ihn dir völlig unverbindlich einfach holen und direkt mit diesem Kurs loslegen und die Infos zu diesem Kurs findest du im Text unter dieser Folge und natürlich auf meiner Webseite lilyan - o.de. In diesem Kurs bekommst du explizit Übungen genau das zu praktizieren, was ich gerade mit dir geteilt habe, nämlich um in kleinen Momenten wirklich bewusster bei dir bleiben zu können, weil das kreiert Sicherheit in deinem inneren System. In diesem Sinne, wenn du dir diesen Kurs holst, ganz viel Erfolg und bis zur nächsten Folge, habe unbedingt eine ganz ganz lebendige Zeit. [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Gefühl, trotz Fortschritt immer wieder an Grenzen zu stoßen, liegt oft nicht an fehlendem Willen oder Mut, sondern am Nervensystem, das Veränderung als unsicher bewertet.
  2. Selbstzweifel und Selbstkritik entstehen, wenn man die schützende Funktion des inneren Systems nicht erkennt; es geht nicht um „falsch sein“, sondern um einen Schutzmechanismus.
  3. Vergleiche mit anderen sind sinnlos, da jedes Nervensystem individuell geprägt ist und unterschiedliche Resilienz hat.
  4. Statt schneller voranzukommen, liegt der Fokus darauf, in kleinen Alltagssituationen bewusst bei sich zu bleiben (z. B. Atem oder Körper spüren), um Sicherheit im Körper zu schaffen.
  5. Es braucht kein neues Mindset, sondern mehr körperliche Sicherheit; ein kostenfreier Kurs wird angeboten, um dies zu üben.

Summary:

In dieser Transkription erklärt die Sprecherin, warum viele Menschen trotz persönlicher Weiterentwicklung immer wieder das Gefühl haben, nicht voranzukommen oder sich selbst zu sabotieren. Sie betont, dass dies nicht an mangelnder Klarheit, Mut oder Selbstvertrauen liegt, sondern daran, dass das Nervensystem Veränderung als Bedrohung wahrnimmt und aus Schutz reagiert – mit Zweifeln, Rückzug oder Energieabfall. Oft führen diese Reaktionen zu Selbstkritik und Scham, obwohl sie eigentlich einen sinnvollen Schutzmechanismus darstellen.

Die Sprecherin rät davon ab, sich mit anderen zu vergleichen, da jedes Nervensystem einzigartig geprägt ist. Stattdessen sei es wichtig, in kleinen Alltagssituationen bewusst bei sich zu bleiben, etwa indem man den Atem oder die Füße am Boden spürt. Dies schaffe Sicherheit im Körper, die für Wachstum notwendig sei.

Sie betont, dass kein zusätzliches Mindset oder härteres Arbeiten an sich selbst nötig sei, sondern vielmehr ein liebevoller Umgang mit den eigenen Schutzreaktionen. Abschließend verweist sie auf ihren kostenfreien Kurs „In dir selbst zu Hause sein“, der Übungen bietet, um diese Körperwahrnehmung zu trainieren und so mehr innere Sicherheit zu entwickeln.

FAQs

Dein Nervensystem bewertet Veränderung oder Wachstum oft als unsicher, selbst wenn du bereits viel überwunden hast. Es hält dich aus Schutz zurück, nicht aus Mangel an Wille oder Klarheit.

Es bedeutet nicht, dass du etwas falsch machst, sondern dass dein Körper eine Reaktion zeigt, die auf früheren Prägungen basiert. Dein System schützt dich, auch wenn es sich wie Sabotage anfühlt.

Indem du aufhörst, dich selbst zu kritisieren, und stattdessen beobachtest, was in dir passiert. Dein System reagiert nicht gegen dich, sondern für deine Sicherheit.

Jedes Nervensystem ist unterschiedlich geprägt und hat verschiedene Erfahrungen. Vergleiche führen meist zu Selbstabwertung, statt zu Wachstum.

Es braucht vor allem Sicherheit im Körper. Das beginnt damit, dass du Verständnis und Mitgefühl für deine inneren Reaktionen entwickelst.

Übe in kleinen Alltagsmomenten bewusst bei dir zu bleiben, z. B. indem du deinen Atem oder die Füße am Boden spürst. Das schafft Sicherheit.

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