Go back

Wahlen in den USA - Kann Trump das System kippen?

68m 16s

Wahlen in den USA - Kann Trump das System kippen?

In der Podcastfolge „Amerika verstehen“ diskutieren Philipp Meil und der Historiker Volker Depkat die aktuelle politische Lage in den USA unter Donald Trump. Sie warnen davor, durch übermäßige Untergangsrhetorik eine sich selbst erfüllende Prophezeiung für die Demokratie zu beschwören. Trumps Amtsführung wird als konzeptlos analysiert, exemplarisch am Iran-Krieg, der ohne klare Strategie begonnen wurde und Teile seiner Wählerschaft entfremdet. Diese Unzufriedenen neigen jedoch eher zur Wahlenthaltung als zum Wechsel zu den Demokraten, was die Polarisierung vertieft. Ein zentrales Thema ist das US-Wahlsystem: Seine dezentrale Organisation durch die Einzelstaaten hat historische Wurzeln in der föderalen Tradition und dem Misstrauen gegenüber einer starken Zentralgewalt. Trump nährt gezielt Zweifel an der Integrität dieses Systems, obwohl es kaum Belege für massiven Wahlbetrug gibt. Die anstehenden Zwischenwahlen sind entscheidend, da sie die Mehrheitsverhältnisse im Kongress und in vielen Gouverneursämtern neu bestimmen und so die Machtbasis des Präsidenten signifikant verschieben können. Die Diskussion betont die fragile, aber noch nicht irreparable Natur der amerikanischen Demokratie.

Transcription

10543 Words, 68156 Characters

German
* Musik * Wir überbieten uns momentan ein bisschen mit Untergangszenarien. Da ist fast schon so 'ne masochistische Lust am Untergang. Und da müssen wir aufpassen, dass wir das Ende der Demokratie nicht herbeireben. Dann wird es irgendwann zu einer Self-Profiling-Professie, eine sich selbstverfüllende Profizeiung, das amerikanische System ist ordentlich zerbeult. Aber es ist noch nicht Beyond Repair. Der Deutsch-amerikanische Historiker Volker Deppkat und damit herzlich willkommen zu Folge 8 von Amerika verstehen. Unser Podcast im Deutschlandfunk, indem wir mit Volker Deppkat tief in die Geschichte der USA eintauchen, um dieses Trumpistische Amerika so gutes eben geht, verständlich zu machen. Was erklärt sich aus der Vergangenheit dieser 250-jährigen Demokratie? Wo finden sich vielleicht Schnittmeng, zur anderen Phasen der Geschichte oder anderen Präsidenten? Und was ist an Donald Trump schlicht, historisch, bei spiellos? In der 8. Folge sprechen wir über eine Frage, die sehr viele Hörerinnen und Hörer von Beginn an dieses Podcasts umtreibt, die wahlen in den USA. Es ist enziell für das demokratische System, dem Donald Trump erkennbar wenig Wert einräumt. Könnte er es wirklich schaffen, das ganze System zu seinen Gunsten zu kippen. Das hören Sie jetzt in Amerika verstehen. Ich bin Philipp Meil. Hallo, Herr Deppkat. Ich musste ja gestehen. Ich hatte am Anfang unseres Podcasts tatsächlich etwas die Sorge, dass uns vielleicht irgendwann die Themen ausgehen könnten. Sie gar nicht. Nee, und wenn ich mir angucke, wie überwältigen die Hörer und Hörerinnenreaktionen sind, die immer neue Fragen aufwerfen, also wir hatten erst mal die Idee, bis zu Mittag zu machen. Und dann ziehen wir Bilanz. Aber ich sehe nicht, dass uns irgendwie die Themen ausgehen. Ich bin gespannt. Ich mittlerweile auch nicht. Monika Dittrich hatte auch nie die Sorgen. Meine sind definitiv weniger geworden, was natürlich auch daran liegt, wenn wir ehrlich sind, dass immer, wenn man glaubt, es kann eigentlich gerade nicht irrer werden, dann passiert genau das. Es wird irgendwie noch irrer. Was mich gerade umtreibt, Donald Trump ist ja mit einer Agenda angetreten in der es hieß, Amerika aus Kriegenraushalten und die Lebenshaltungskosten der Amerikanersenken. Und jetzt wäre er nicht der erste Präsident, der an seinen Wahlversprechend scheitert. Aber er scheitert ja nicht nur einfach. Er sabotiert sie doch geradezu aktiv, mit dem offensichtlich planlosen Krieg gegen den Iran und dem steigende Ölpreise. Ja, ich mein, das wird ja immer klarer, dass hier eigentlich Konzepte fehlen. Es ist alles andere als irgendwie eine geduldige Politik, die dicke Bretterbord, erfängt was an, kommt nicht weiter, läuft weg. Dieser Krieg in Iran ist ja ganz offensichtlich völlig unüberlegt und ohne klaren Plan und vorhin auch ohne Exitstrategie gestartet. Und hat jetzt ja den Nahen Osten in Brand gesetzt. Ich habe heute gelesen, dass er eigentlich gar nicht schlecht findet, dass die Ölpreise steigen, weil die USA als größtes Ölexportland auch daran verdienen. Aber das sind alles so Rationalisierung im Nachhinein. Und ich denke schon, dass er sich hier mit diesem Krieg völlig verrannt hat und auch ein Teil seiner Wählerschaft jetzt von sich entfremden wird. Das heißt, da nicht, dass diese Wählerinnen und Wähler in zukunft die Demokraten wählen, aber die werden eben bei den nächsten Wahlen vielleicht gar nicht wählen. Und das ist, glaube ich, der Punkt hier bei Donald Trump, er hat ja viele Menschen für die Politik wieder mobilisiert, die vorher schon gar nicht mehr Teil des Mitbestimmungsprozesses waren. Aber angesichts der jativen Polarisierung in den USA werden die Wähler, die jetzt mit Donald Trump unzufrieden sind, deshalb nicht die andere Partei wählen, sondern lieber gar nicht wählen gehen. Und es ist ja immer noch offen, wie sie mir an weitergeht, sollte da ein Ergebnis am Ende stehen mit relativ wenigen Verlusten und vielleicht sogar einem als Sieg verkaufbaren oder als Erfolg verkaufbaren Ergebnis, dann kann es ja durchaus auch sein, dass er noch als Militärführer, als größter Militärführer aller Zeiten in die Geschichte eingeht und deshalb eigentlich seine Wählerbasis auch wieder stabilisiert. Also, das senkt schon davon ab, wie lange es da weitergeht, aber um und tan ist das alles konzeptionslos. Trotzdem bringt mich das direkt zum nächsten Punkt. Agit so ein Präsident, der auf mehrheitliche Zustimmung durch die Bevölkerung setzt oder zumindest darauf setzt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung von sich überzeugen kann. Na, ich meine, so diese Idee von Gefolgschaft für einen charismatischen Führer, da hört er ja schon drauf, er hört eben nur auf seine eigenen Wählerinnen und Wähler, er hört eben nicht auf alle Amerikanerinnen und Amerikaner. Aber wenn er auf die Hätte hören wollen, dann hätte er den Krieg nicht beginnen dürfen, weil die sind ja nun doch eigentlich oder zumindest viele von seiner ursprünglichen Basis sagen, ja, gerade keine sinnlosen Krieg mehr. Ja, aber auch das Margarlager ist eben in sich doch sehr divers. Es gibt eben in diesem Lager durchaus auch diese kriegerischen Falken. Wir alle haben ja momentan das Bild von Pete Hexeth vor Augen, der den Krieg im Iran ja immer weiter eskalieren lässt, der das Ganze in Kategorien fast schon eines religiösen Kreuzzuges gegen islamistischen Fundamentalismus darstellt, der jetzt gerade jüngst auch gesagt hat, die Kriege hier, die wir führen sind, regelos, wir sind Krieger und keine Verteidiger. Also dieses ganze mazialisch männliche Kriegertum ist eben auch Teil der Bewegung um Donald Trump. Es gibt natürlich diejenigen, die jetzt völlig enttäuscht sind, Majority Taylor Green, Tucker Carlson, die eigentlich gesagt haben, also unter America first haben wir uns was anderes vorgestellt. Aber es gibt eben doch auch in diesem Lager Kreuzzykler, wie ein Pete Hexeth und auch republikanische Falken, die das eben nach wie vor für einen längst überfälligen Schritt halten und das eben an der Seite auch mit Israel. Also insofern so ganz entschieden ist das aus meiner Sicht noch nicht, es hängt wirklich sehr viel davon ab, wie es da jetzt im Nahen aus den Weiter geht und welche Ergebnisse am Ende stehen, aber momentan deutet nichts darauf hin, dass es eine klare Exitstrategie gibt und dass das irgendwie zu einem für die USA guten Ende führen wird. Aber trotzdem ist ja dieser Krieg gerade, wenn wir sehen, dass wir noch ganz am Anfang dieses Kriegs stehen, so unpopulär in der Bevölkerung wie eigentlich kein Krieg, auch nicht der Irak Krieg ganz am Anfang, da war ja die große Märte der Bevölkerung auch erst mal für den Einmaschen in den Irak. Sie wissen worauf ich hinaus will. Während viel leihen das weich nicht mal, aber ich bin gespannt. Ja, da bin mir so eine schöne Brücke zur Aktualität überlegt. Und sie gehen einfach nicht drauf ein, ich mach jetzt aber trotzdem. Also was ich sagen wollte, viele republikanische Parteifreunde von Donald Trump im Konkresstier wieder gewählt werden wollen, schlagen, alarm, eben weil die Wähler uns zufrieden sind, insbesondere eben wegen der hohen Preise. Aber Trump setzt vor allem auf die Änderung der Wahlgesetze, auf die wir im Einzelnen noch zu sprechen kommen. Unter anderem will er eben auch die Wahl nationalisieren. Unsra dort, wo Bundesstaaten seiner Meinung nach zu korrupt sein, kann er das einfach so. Wahl nationalisieren. Also erst mal müsste man dann überlegen, was er damit eigentlich konkret meint. Aber es ist, die Verfassung ist da sehr eindeutig. Wahlen, unterstädte Natikl 1 paar Grafier, Wahlen werden von den Einzelstaaten organisiert. Es gibt keine Bundeswahlagentur, es gibt kein Bundeswahlleiter, es gibt überhaupt keine Zuständigkeit des Bundeswahlen werden in den Einzelstaaten zu den bei ihnen gültigen Gesetzen organisiert und durchgeführt. Da ist die Verfassung eindeutig. Und was hat er jetzt mit Nationalisierung? Kann ich mir eigentlich nicht so recht vorstellen. Wir hatten den Versuch, zusammen mit der Krisenhaften-Situation in Minneapolis, das er da wohl versucht hat, an die Wählerlisten des Staates heranzukommen. Also dem Gouverneur, ja, gesagt, hat er hätte gerne die Wählerlisten. Aber insgesamt, wie gesagt, wäre das ein offener Bruch mit der Verfassung. Und es ist einfach so, dass die Verfassung sagt, dass Wahlen von den Einzelstaaten zu organisieren sind, nachdem dort jeweils gültigen Wahlgesetzen und Sonsingenbestimmung. Ja, was er aber auf jeden Fall macht. 2016 hat er schon gemacht. In Wuerging Hiller Reclinden natürlich ganz besonders 2020, als er gegen Joe Biden die Wahl verloren hat. 2024 hätte das wahrscheinlich auch gemacht. Und jetzt eben wieder erschürt massive Zweifel am Wahlsystem. Ist das eigentlich etwas Neues oder setzt er auf einen unbehagen Auf? Das ist eigentlich schon länger gibt in der amerikanischen Geschichte, dass diese Wahlen möglicherweise nicht ganz fair sein könnten. Also ich denke schon, dass das jetzt momentan besonders in Zentrum rückt und das hat damit besonderer Aggressivität und auch perfidiv vorgeht. Aber insgesamt ist die Idee von manipulierten Wahlen schon sowas auch wie ein roter Faden in der amerikanischen Geschichte. Und ich kann zumindest verstehen, wo das zum Teil herkommt. Ich habe selber ja auch gewählt immer wieder mal. Und wenn ich so an meine erste Wahl in Oregon, da war ich damals austauschstudent und es war eben damals Busch gegen Ducakes für diejenigen, die sich dann noch dran erinnern können. 88, ja? Waren Sie da schon in der Welt, Herr Mai? Ja, Sie da schon geboren. Wie das so schön heißt, ich bin noch mit der Trommel an den Weihnachtsbau und gelaufen. Okay. Und das war also so, dass ich war eben gerade da und das war dann eben so das erste Mal, dass ich jetzt auch wirklich gewählt habe. Und wenn ich mir das dann so angucke, das war damals schon ein hochgradig maschinisierter Wahlprozess. Die erste Erfahrung war, es wird eben gar nicht mal nur der Präsident an diesen Tag der Journal-Electionsgewählt. Ich musste da über alle möglichen Dinge abstimmen. gegen um den Repräsentanten Origins für das im Washington. Es ging um lokale Sheriff's, es ging teilweise um andere juristische oder richterliche Positionen. Gleichzeitig wurden dann noch jede Menge Volksbegehren abgestimmt. Es ging um die Einführung eines Dosen Pfandes, es ging um den Schutz für die "Sported Owl", also eine gefleckte Eule. Also diese General elections sind eben wirklich allgemeine Wahlen, an dem jede Menge Dinge abgestimmt werden. Das machen wir uns in Deutschland eben immer gar nicht. Ich glaube, wir dann doch sehr fixiert sind auf entweder Landtagswahlen oder Bundestagswahlen und da auch nichts anderes abstimmen. Der andere Punkt war, dass das eben damals nicht einfach nur irgendwie Kreuz auf ein Zettel war, wie wir das hier machen, sondern ich kriechte da eine große Karte-Wahlkarte, die ich in eine Maschine einschieben musste und wo ich dann mit so einem Puncher stanzen musste, damit diese Lochkarten dann nachher mit Computern oder sonstigen Lochzählen Maschinen gezählt werden konnten. Die steckte da diese Karte in die Maschine und dann hatte ich nicht mehr das Gefühl, irgendwie noch in Kontrolle meines eigenen Abstimmungsverhaltens zu sein, weil ich gar nicht mehr gesehen habe, was ich da jetzt, also ich meine ich wusste natürlich, wie Proposition 1 und 2 und 3 und so weiter. Aber so dieses Gefühl habe ich jetzt die Karte richtig eingeschoben, habe ich den Puncher starke noch durchgedrückt. All diese ganzen Dinge und das Ganze wurde dann eben mit diesen Lochkartenzählern ausgezählt. Es ist zwar nie jetzt irgendwie Fehlerhaft irgendwie nachgewiesen worden, aber ich kann zumindest schon verstehen, warum man das Gefühl haben kann, dass die eigene Stimme nicht richtig gezählt ist. Und ich erinnere zum Beispiel an die Präsidentschaftswahl 2000, Puncher Junior gegen Al Gore. Es geht alles auf Florida. Florida ist der entscheidende Staat. Mehrere Millionen Stimmen abgegeben am Ende sind irgendwie 1500 Stimmen, dann für George W. Bush. Das ist natürlich eigentlich nichts. Dann wird das Ganze nochmal maschinell nachgezählt. Auf einmal waren es nur noch 537 Stimmen für George W. Bush. Ich erinnere mich noch an die Bilder mit diesen hängenden Punches, also wo dann die Wahlleiterinnen und Wahlleiter entschieden ist, dass nun eine Stimme oder nicht. Und am Ende verhindert ja dann der Supreme Court die komplette neue Auszählung der Stimmen. Also nochmal dieser hohe Einsatz von Maschinen und diese, vor allem das war eine Maschine, das war eine Wahlmaschine, mit der ich da in Oregon gewählt habe. Da dachte ich schon, da hat Dwight die Eisenhower in 50er Jahren schon mit abgestimmt. Also nochmal es gibt zwar wenig Belege für Wahlbetrug. Und ich kann aber schon verstehen, warum man da immer so ein Gefühl der Unsicherheit hat, ob die eigene Stimme denn richtig gezählt wird. Auch wenn ich mir überlege, wie ich jetzt an meine Briefwahl unterlagen für Oregon gekommen bin, die ich dann jetzt von hier aus ausgefüllt also alles was ich machen musste war entweder ein Führerschein aus Oregon vorlegen oder wenn ich keinen hatte die letzten drei Nummer in meiner Social Security Nummer eine Unterschrift und meine deutsche Mailing-Adresse. Also meine deutsche postalische Adresse, das war alles. Und das ist natürlich einerseits demokratisch in dem Sinne, dass man sagen kann, hier hat jeder Zugang zu Wahlen und Oregon ist im Gesamtkontext sicherlich einer der liberalsten Staaten überhaupt. Also es gibt sehr viel mehr Bestimmungen in anderen Staaten nicht gerade ein Swingsdate auch. Nicht gerade ein Swingsdate, ich glaube in Oregon, Maripublikanisch wählt geht auch die Welt unter. Aber verglichen eben mit dem in Deutschland bestehenden Wahlsystem war das doch alles relativ unbürokratisch und mit wirklich ganz wenigen Voraussetzungen. Adriege, gesagt, die letzten vier Nummer in meiner Social Security Nummer und meine Unterschrift, die aber nirgends hinterlegt war. Also insofern von daher kann ich schon verstehen, warum es immer wieder diese Gerüchte gibt, immer wieder die Furcht. Teilweise auch Verschwörungstheoretische Natur, dass es zu manipulierten Wahlen kommt. Okay, dann steigen wir gleich mal tiefer ein. Aber vielleicht müssen wir erst einmal ganz kurz erklären, bevor wir all diese Punkte aufnehmen, die Sie jetzt schon angerissen haben, worum es eigentlich im November geht. Was wird bei den Zwischenwahlen neu gewählt, nicht der Präsident logischerweise? Und was bedeutet das aber für die Machtbasis des Präsidenten? Nein, und es werden alle Repräsentanten des Abgeordneten, also das Haus Repräsentatives neu gewählt, die werden alle zwei Jahre gewählt. Das sind, glaube ich, umenthalend 435 an der Zahl. Es wird auch ein Drittel der Senatoren in unsi Natur neu gewählt. Das sind momentan so 35. Hinzu kommen Wahlen in den Einzelstaaten, guvaneure, auch fast 40. Wir werden neu gewählt und dann gibt es eben jede Menge lokale Abstimmungen, also Sheriff's Richter, Staatsanwälte und dann eben je nachdem irgendwelche Volksbegehren. Also das wird alles da abgestimmt und das kann natürlich einfach die Machtballons verschieben. Wenn das Repräsentanten Haus neu gewählt wird, wenn diese Natur zum Drittel neu gewählt werden, angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse kann das schon die Ballons verschieben. Und wir sollten eben auch nicht vergessen, was in den Einzelstaaten passiert, weil viel von der konservativen Agenda gerade was jetzt eben Abtreibungen und andere Kulturkonservative anliegen anbetrifft, ist eben vor allen Dingen nach den Wahlen von 2012 über die Einzelstaaten in die nationale Politik gekommen. Also 2012 war so wirklich so ein Lernsleit, Wechsel, wo sehr viele ehemals demokratisch bestimmte Staaten jetzt republikanisch wurden. Und danach ist dann aus den Einzelstaaten heraus die Kulturkonservative Agenda auch mitbetrieben worden. Also insofern ist es schon ein ein zentrales Moment, was da jetzt im November auf uns zukommen wird. Ist ja eigentlich spannend, das ist aus kenne 2012 war. Das war ja noch die Wiederwahl von Barack Obama ein Demokrat, aber der Swing hin zu den Republikanern deutete sich da schon stark an, eben auf Einzelstaatlicher eben. Und das war ja teilweise auch sogar die Strategie durch die Einzelstaaten zu gehen, um dann irgendwann auf die nationale Ebene zu kommen. Ja, die definiert wurde mit dem ersten Beiseg von Barack Obama, weil er damals da seine Supermärheit hatte mit 59 Senatoren auf demokratischer Seite nach 2008. Kann man sich gar nicht mehr vorstellen heute. Ja, okay, jeder Bundesstaat organisiert die Wahl seiner Senatoren bzw. der Abgeordneten selbst. Haben Sie schon gesagt, warum gibt es eigentlich kein einheitliches nationales Wahlsystem? Man muss mal gucken, wo die Gründerfälter eigentlich herkamen. Die Kolonialgeschichte der USA, 1607, Gründung von James Town, Virginia, 1620, die Pilgrim Fathers in Plymouth Plantation, oben in Massachusetts. Die britische Kolonien in Nordamerika hatten bis 750 eine breitgestreute Kultur der lokalen Mitbestimmung. Es gab in jeder einzelnen Kolonie ein lokal gewähltes Parlament, das letztlich dann sowas wie die Herzkammer, auch der Kolonialenpolitik war. Die britische Politik, also die britische Politik des Mutterlannes, hatte überhaupt keine große Rolle gespielt. Also insofern ist es eine sich in den Kolonien, in den einzelnen Kolonien entfaltende Kultur der politischen Mitbestimmung. Und die amerikanische Revolution führt jetzt zwar zur Gründung der USA als neue, föderale Ordnung. Aber die Zusammenhänge, die Politik waren halt immer noch Einzelstaatlich bestimmt. Also aus den ehemaligen Kolonien sieht jetzt Einzelstaaten geworden. Die Arbeiter in der Revolution militant auf ihre Eigenart und auf ihre eigene Soberinität beharrten. Wir vergessen immer wieder, dass die heutige Verfassung der USA von 1787 schon die zweite Bundesverfassung der USA ist die erste Verfassung, die Articles of Confederation, sind letztlich ein Staatenbund. Zwischen-Souveränen starten, die natürlich ihr Recht auf Soberinität, auch gegen die anderen verteidigen. Also aus der Perspektive von 1763, dass das Ende des siebenjährigen Krieges ist eigentlich die Gründung der USA als ein föderaler Staat völlig unwahrscheinlich, weil die Kolonien eben alle eigenständig sind und einander in Streit zu getan und jetzt nicht durch ein überwölendes Gefühl nationaler Einheit. Und diese föderale Tradition, diese Staatenbündische Tradition spielt dann auch eine ganz große Rolle bei der Gründung oder bei der Transformation des Staatenbundes-USA in den Bundesstaat, das ist dann 1787 mit der Verfassung. Und das ist, glaube ich, nach wie vor der zentrale historische Grund die lange und tief verankerte Kultur lokaler Selbstverwaltung und Einzelstaatlicher Souveränität. Und daher kommt das. Das verbindet sich dann auch mit der Angst vor zu viel zentralgewalt. Das ist ja dann so die große Angst bei der ratifikationsdebatte 1787. Also die Idee, dass eine Bundesregierung, die jetzt macht in ihren Händen vereinigt, die individuelle Freiheit zerstören wird. Und insofern ist da einerseits die Angst vor der Exekutive oder die Angst vor der Bundesregierung und die ganz starke Staatenbündische Tradition, die dazu führt, dass es eben überhaupt ja wenig Bundesbürokratie am Anfang gibt. Dann müssten ja jetzt ja eigentlich gerade bei den George Washington's Thomas Jefferson's Benjamin Franklin's gerade die Alarmglocken schrellen mit dem Blick auf Donald Trump. Ist davon auszugehen? Das denke ich schon. Die Vorricht, dass nun gerade das Präsidentenamt das Sprungbrett zur Wiedereinrichtung der Monarchie ist. No kings, ne? Aber gerade in der ratifikationsdebatte, also nochmal die Verfassung wird von der verfassungsgebenden Versammlung 1787 im Sommer in Philadelphia verabschiedet. Und dann den Einzelstaaten zur ratifikation übersand und nachdem dann neuen Staaten zugestimmt haben würde, sollte die Verfassung dann in Kraft treten und Disziplin auf der Land werden. Eine dezentralen Kontroversen in dieser Zeit war die Einführung des Präsenten. weil da eben gerade die Antiföderalisten, also diejenigen, die gegen die Verfassung von 1787 waren, sagen, diese Ballung der Macht in den Händen der Exekutive ist das Sprungbrett in die Wiederaichtung der Monarchie. Und von daher ist dieser Angst eben auch gar nichts Neues, sondern in vieler Hinsicht erfüllen sich gerade die Ängste, die die Gründerfäter hatten und die George Washington und andere Präsidenten vor Donald Trump, eben dadurch begegnet sind, dass sie sich ostentativ unter die Verfassung untergeordnet haben. Und das macht eben Donald Trump schon seit seiner ersten in der Augurationsrede nicht wohl nicht einmal die Verfassung überhaupt erwähnt hat. Und das ist glaube ich so ein ganz wichtiger Punkt hier. Die Angst vor zu viel Zentralgewalt und insbesondere auch vor Exekutive, die dann aber eben durch diese Kultur der ungeschriebenen Regeln, dass man das eben sich freiwillig unterordnet, bis sehr das Ganze in Balance gehalten hat. Wozu natürlich auch gehört das George Washington von sich aus, nach zwei Amtszeiten aufgehört hat, ein Beispiel, dem dem alle gefolgt sind, bis dann Franklin, the Rose Welt kam und dann hat man es tatsächlich. In der Ausnahmehaften-Situation von Weltwirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg, aber danach ist ja dann auch die Amtszeiterpräsidenten begrenzt worden. Jetzt gibt es ja in den USA sehr viel direkte Demokratie, passt zu dem, was jetzt gerade gesagt haben, jeder Wahlkreis Abgeordnete wird direkt gewählt, sie haben es erklärt, jeder Scherriff wird direkt gewählt. Aber der Präsident wird eben nur in die Recht gewählt, was da z erführt, dass eben in den meisten Städten wie zum Beispiel Oregon, die Verhältnisse klar sind und die einzelne Stimme zumindest, was die Präsidentenwahl angeht, eigentlich wertlos ist. Ist das tatsächlich auch eine Folge sozusagen aus dieser Sorge? Ich denke schon, also gerade die Angst vor der Exekutive und letztlich auch und wir müssen uns immer klar machen, also die Gründerfäter wollten keine Demokratie. Die wollten republik. Und Republik heißt eben Selbstregierung durch gewählte Repräsentanten und dann eben vor allen Dingen auch durch gewählte Repräsentanten, die ein Hochmaß an Weißheit und Zivilbewusstsein oder Gemeinschaft sind irgendwie habe. Weißheit ist in diesem feiner schönen Doppeldeutigkeit, Herr Dabkart, übrigens. Ja, da sind wir jetzt schon ein Bereich des autograficen. Aber die Idee war eben, dass die Männer auf Property in Standing, also die Männer von Besitz und Bildung, von denen gesagt wurde, sie hätten ein nötiges Maß an Verantwortungbewusstsein und ein nötiges Maß auch an republikanischer Tugend um eine auf Selbstregierung, basierende Ordnung im Sinne des Gemeinwohls zu regieren. Also die Gründerfäter wollten keine Demokratie, die wollten republik. Und nur was ein Ergebnis der amerikanischen Revolution, nach der Beklärung der Unabhängigkeit, jede Menge demokratische Energien freigesetzt haben, die dazu führten, dass auf einmal Leute in Ämter von politischer Macht kamen, die rein sozial und bildungsmäßig bisher da nie gewesen wären. Also auf einmal waren die unteren und mittleren Schichten Teil des politischen Prozesses. Und das war so ein bisschen Igitigit für die Washington's und für die Madison's. Denn Demokratie hatte in der Zeit überhaupt kein guten Ruf. Also Demokratie war eigentlich Mobherrschaft. Demokratie war an Archiv fast schon. Und die Sorge, die die Gründerfäter hatten, ist wie kriegen wir eine auf Selbstregierung, basierende Ordnung hin, ohne dass wir in Anarchie und Chaos versinken, ohne dass Leute mitbestimmen, die eigentlich dafür gar nicht den Charakter, den Besitz und die Verantwortung haben. Und insofern ist die Geschichte der amerikanischen Revolution immer auch der Versuch, demokratische Energien so zu kanalisieren, dass am Ende dann doch die Männer auf Property in Standing, die Männer von Besitz und Bildungen in den Ämtern politischer Macht landen. Und jetzt natürlich gerade beim Präsidentenamt, den man sowieso unterstellte, ist könnte der Beginn oder der Anfang vom Ende der freieheitlichen Demokratie sein. Und hier war man eben der Überzeugung und vor allem Madison, James Madison, einer der wichtigsten Theoretiker, dieser amerikanischen Verfassung, der war eben überzeugt, dass man mit diesem Electoral College, also mit diesem Wahlmännergremium noch eine Stufe zwischen Schalten konnte, wo man eben sagen kann. Also hier wird das Ganze noch vernünftiger entschieden von noch vernünftigeren Leuten. Der Präsident wird eben nicht direkt gewählt von Leuten, die das vielleicht gar nicht richtig einschätzen können. Und dann werden wir wählen, erst mal die Leute, die den Präsidenten wählen, sorgen bei diesen Wahlen dafür, dass überhaupt nur die Männer of Property in Standing was da rein kommen. Und dann war es ja eigentlich so gedacht und das können wir uns heute auch nicht mehr so richtig vorstellen, dass dieses Electoral College einmal gewählt, eigentlich ein unabhängiges Gremium sein sollte, sodass die Elektronen sich nicht daran halten. So war das eigentlich gedacht. Also, dass die Wahlmänner und von Wahlfrauen war damals wirklich noch keine Rede, dass die eben nicht gebunden waren an der Abstimmung, die sie da in das Electoral College gebracht hat, sondern dass sie dann im Sinne von Gemeinwohl und Verantwortung den für das Gemeinem beste gewählt man für das Präsidenten am wählen würden. Aber was dann eben schon mit Washington passiert, ist, dass sich eben die Wahlmänner dann tatsächlich an das Mehrheitswotum ihrer Wähler gebunden fühlen und dann für den Kandidaten stimmen, für den sie auch angetreten sind, beziehungsweise was die Mehrheiten wollten. Es gibt ja bis heute noch die Aufrufe nach Präsidentschaftswahlen. Gabs auf jeden Fall bei der Präsidentschaft zwar von Donald Trump. Gabs auch 2020 dann von Donald Trump an die Wahlmänner aus den Staaten nicht knapp für beiden gestimmt haben, dass sich eben diese Wahlmänner dann nicht anderswotum gebunden fühlen sollten. Ja, aber das war ja immer schon naiv. Also wir haben glaube ich in der gesamten Geschichte der Wahl, glaube ich, mal 150 Fälle oder 160 Fälle, wo Wahlmänner anders abgestimmt haben als die Mehrheit, derjenigen diese gewählt haben. Also das war nie eine realistische Option. Aber von der Idee her ist das Wahlmännergremium und inzwischen gibt es auch Wahlfrauen. Schon ein unabhängiges Gremium nicht mit imperativen Mandat. Aber wie gesagt, die Verfassungspraxis oder die Verfassungsrealität sieht seit 1788 schon anders aus. Okay, um das direkt auch nochmal die Vergangenheit in die Iszzeit zu holen, weil die George Washingtons auch schon damals Angst hatten vor den Diploribels. Also den Bedauernswerten von denen auch Hillary Clinton 2016 schon gesprochen hat. Genau, also so kann man die hätten so nicht gesagt, weil sie nämlich gar nicht mit ihrem Wahlvolk gesprochen haben. Also nochmal, das war wirklich ein ganz eliteres Geschehen, die Kandidaten selber haben, überhaupt nicht ihre Wähler adressiert. Das haben sie dann eben anderen überlassen. Und diese volksfesthafte Kanivaleske politische Kultur, die entsteht dann eigentlich erst im Prozess der amerikanischen Demokratie und hier ist dann Andrew Jackson, über den wir auch schon mehrfach hier gesprochen haben mit den 830er Jahren. Das ist eigentlich die Zeit, wo diese anfängliche Demokratie oder die Republik der Männer von Besitz und Bildung allmählich dann demokratisiert wird. Und wir auch dann jetzt Wahlkämpfe bekommen, die dann doch an heute erinnern. Also Jackson ist einer der ersten, der überhaupt mal mit dem Wahlvolk gesprochen hat. Und danach eben dieses Stump-Speechess, also sich auf dem Baumstum stellen und dann seine Leute adressieren, das setzt sich eben im Zuge der Jacksonian Democracy in den 830er, 40er Jahren durch. Nicht zuletzt auch als Ergebnis der populistischen Energien, die einen Andrew Jackson freigesetzt hat. Also nochmal Populismus ist nicht immer in jedem Fall Demokratie gefährdend. Es sind dann gefährden, wer die Leute sich nicht an die Verfassung und die Regeln der Verfassung halten. Kommt ja auch von Populus. Das Volk, ne? Eben. Überhaupt Wahlkampf, dieses sich und seine Position öffentlich zur Schaub zu stellen. Sie haben Andrew Jackson genannt im Diskurs. Das ist ja eigentlich auch eine amerikanische Erfindung oder nicht. Ja klar, ich meine die Amerikaner sind die älteste Postrevolutionäre Demokratie. Also jetzt Postrevolutionen sind nach amerikanischer und Französischer Revolution. Und da sind sie schon, haben sie schon eine Pionierfunktion gehabt. Also man kann eben wirklich von einer Demokratisierung der Republik sprechen. Und das geht eben einher mit immer mehr Leute, die jetzt in den politischen Prozess eingebezogen werden, die wählen können. Es wird aber auch immer mehr Ämter überhaupt zur Wahl geöffnet. Viele indirekte Formen der Mitbestimmung werden durch direkte Formen der Mitbestimmung ersetzt. Und auch deshalb ist eben Amerika Studien immer Demokratie-Studien. Mit allen Vor- und Nachteilen, mit allen Licht und Schattenseiten, die dann eben Demokratie auch hat. Und auch dann der Blick in die Glaskugel, was demnächst auch in Deutschland oder Europa uns blühen könnte, beziehungsweise auf was auf uns zukommen könnte. Nein, man, das ist ja auch so ein stehendes Narrativ, aber ich finde da bin ich dann doch eher dafür die Unterschiede zu betonen. Wir haben ein anderes Staatsverständnis, wir haben eine andere Rolle von Parteien. Wir haben überhaupt ein anderes Demokratiesystem. Wir haben kein Präsidialsystem hier in Deutschland. Wir haben ein repräsentativer Demokratie mit eben Kanzler mehrheiten im Bundestag. Also das die exekutive von den Mehrheiten im Bundestag abhängig ist. Das ist ein ganz anderes System. Und insofern natürlich können wir durch den Blick auf die USA viel über unsere Demokratie lernen. Wir lernen aber auch eben immer was bei uns anders ist, wo wir dann doch andere Entwicklungsbedingungen haben und auch andere Traditionen. Das haben wir teilweise andere Sorgen als die Amerikaner. Aber natürlich ist als eine Manifestation liberaler Demokratie, sind die USA natürlich auch sowas wie ein Laboratorium für demokratische Praktiken, aber eben auch für Illiberalismen, diese eben auch in der amerikanischen Demokratie gibt und die eben nicht der amerikanischen Demokratie wesensfremd sind, sondern die eben aus den wirkweisen des Systems, aus den Wertideen und aus den sozialen Machtverhältnissen herausresultieren. Dann machen wir mal genau bei diesen illiberalistmen weiter. Wir haben ja schon in unserer Ritualität. Über die formale Ausweitung der Rechte auf mir und mehr Bevölkerungsgruppen gesprochen. Frauen, Wahlrechte bekommen Schwarze, nach dem Bürgerkrieg auch mit den Verfassungszusetzen. Und trotzdem wurde ihnen das Wälen erschwert, vor allem im Süden, wie genau. Einmal, das sind dann eben jede Menge Zusatzqualifikationen, die an das Wahlrecht gebunden wurden, die jetzt den Text der Verfassung nicht verletzen. Also im 14. und 15. Amendment, das ist also der 14. und 15. Verfassungszusatz, wird den Schwarzen eigentlich bürgerliche Gleichstellung und auch das Wahlrecht gegeben. Das ist aber jetzt keine positive Bestimmung, in dem Sinne ab jetzt dürfen alle ehemal des festklarten Menschen wählen, sondern da steht eigentlich nur drin, das Wahlrecht darf nicht eingeschränkt werden, ohne Count of Race oder Condition of Form of Servitude, also nicht auf Grund von Hautfarbe oder früherer Abhängigkeit. Aber was dann eben im Süden passiert, unter der hegemonairassistischer White supremacy Vorstellungswelten, ist das das Wahlrecht? An jede Menge Qualifikationen gebunden wird die Formal für alle Gelten. Also deshalb nicht ohne Count of Race oder Condition of Form of Servitude. Die aber tatsächlich von den Schwarzen ganz überwiegend nicht erfüllt werden können. Also es gibt zum Beispiel dann so Literacy Test, also Lesefähigkeit. Lesefähigkeits-Tests, also wo man nachweisen kann, oder muss das man lesen kann, weil eben die Schwarzen aufgrund ihrer sozioekonomischen Situation vielfach eben nicht lesen und schreiben konnten. Sie konnten dann diese Bedingung nicht erfüllen und wenn man dann noch rassistisch bestimmte Wahlbeamte hat, es war ja immer so, dass ein Großteil der weißen Bevölkerung in den Südstaaten nicht richtig lesen konnte. Aber dann haben dann eben die weißen Wahlhelfer ein Auge zugedrückt bei den weißen Wählerinnen und Wählern und bei den Schwarzen dann eben nicht. Es gibt dann andere Bestimmung, Paul Taxes, also Wahl, Steuern, man musste eine gewisse Summe zahlen, um überhaupt wählen zu können, da die Schwarzen überwiegend arm waren, konnten sie das nicht erfüllen. Es gibt teilweise so Grandfather clauses, wo nach, man nur dann wählen durfte, wenn schon der Großvater gewählt hat, da die meisten Großväter der Sklaven nach dem Bürgerkrieg aber versklhaft gewesen waren, konnten sie das auch nicht erfüllen. Und dann ist natürlich einfach auch die Politik der Einschüchterung durchgewalt. Also wer dann immer noch wählen wollte von den Schwarzen, da kam dann eben der Kuckler Klan oder sonstige rassistische Organisationen, Branden, die Häuser ab, töteten die Leute. Also Gewalt war eben auch da immer schon Teil des Wahlprozesses. Aber das größere Moment hier ist es, es gibt dann eben universal gültige Normen, also alle müssen schreiben können, die dann aber immer jeweils nur partikular umgesetzt werden oder eben mit einem rassistischen Dreh oder mit einem misogynen Dreh umgesetzt werden. Und so ist eben das amerikanische Wahlsystem eben auch gestrickt, also einfach auf dem Papier, universale Norm, aber die Verfassungspraxis sieht dann eben anders aus. Und das Beispiel für die Entrechtung der Schwarzen, trotz bestehender, garantie von bürgerlicher Gleichheit und Wahlrecht, ist ein Musterbeispiel dafür. Und das änderte sich tatsächlich dann erst mit der Bürgerrechtsbewegung in den 1960er-Jahren, also dem Voting Rights Act, vorher war das tatsächlich in vielen Bundesstaaten vor allem im Süden gängige Praxis. Genau und der Voting Rights Act ist dann deshalb signifikant, weil er jetzt all diese ganzen Zusatzqualifikationen explizit verbietet. Also sagt jetzt eben, das darf nicht mehr sein Literacy-Test in verboten, andere Sachen sind verboten. Also es ist jetzt wirklich das positiv ausgesprochene Verbot, das Wahlrecht für Schwarze durch irgendwelche Zusatzqualifikationen einzuschränken und gleichzeitig nochmal wieder die Bestätigung, das niemand an Wählen gehindert werden darf, ohne Counter-Frace. Das ist das Ergebnis der Bürgerrechtsgesetzgebung der 1960er-Jahre. Und trotzdem hören wir ja immer wieder, dass versucht wird, die Zahl der Wähler, der möglichen Wähler einzuschränken von interessierter Seite, je nachdem, welche Partei glaubt davon zu profitieren. Wie passiert das jetzt? Momentan geht es ja vor allen Dingen, das ist ja auch von der Trump-Regierung, geht es ja aus, dieser Safe Act oder Safe America Act oder so ähnlich heißt der, wo es jetzt vor allen Dingen um eine strengere Ausweispflicht geht. Und das ist natürlich jetzt von Deutschland kommen eigentlich Not Much to Ride Home-Bout. Also wir hatten jetzt hier gerade in Bayern die Landtagswahlen, da war es natürlich selbstverständlich, dass ich mein Ausweis mitgebracht habe und nochmal die Wahlbeschnechnachrichtigung, dass ich in einem Wählerverzeichnis eingetragen war, was zusammenhängt mit dem Einmohonermelde-Register. Das gibt ja alles in USA nicht. Und insofern ist das natürlich jetzt ein taktisch motivierter Schritt der Republikaner, durch vor allen Dingen eben Ausweispflicht sicherzustellen, dass Leute auch tatsächlich die sind, die sie sein wollen. Und dass Leute, die Stimme abgeben, auch die wirklich in dem Staat sind und so weiter. Das ist also von Deutschland kommen, ist das eigentlich nicht weiter aufregend. Man war hart sich einig. Warum gibt es das nicht schon längst in den USA? Sie haben sehr gerade sehr gut erklärt an ihrem eigenen Beispiel, dass man durchaus auf die Idee kommen kann. Versucht sich da jemand wahrrecht zu erschleichen oder zweimal zu wählen oder wie auch immer? Und obwohl eben alle lastbaren Evidenzen zeigen, dass es wirklich im ganz geringen Maße tatsächlich passiert. Aber die Vorricht ist ja oft unabhängig oder Angst. Ist ja oft unabhängig von Evidenz und Fakten. Aber ich kann mir schon vorstellen, wo das eben herkommt. Und nochmal also das, was da Donald Trump und seine politischen Freunde momentan versuchen ist in Deutschland sowieso standart. Ja, geht gar nicht anders. Aber es liegt natürlich daran, dass es eben keine Ausweispflicht gibt in Amerika. Man hat das ja letzte Woche diskutiert. Warum gibt es kein Personalausweis? Warum ist eigentlich der Führerschein, der Personalausweisersatz? Und warum ist es dann die Social Security? Die nahmen wir die immer dann weiter trägt, wenn der Führerschein fehlt? Also man muss sich ja auch nirgends anmelden. Einwohner Mel der Empta gibt es überhaupt nicht in den USA. Aber dafür muss man sich eben als Wähler registrieren, wenn man wählen muss. Aber das muss man eben auch selber machen. Also in Deutschland ist es ja immer wie gesagt gekoppelt an die Einwohner Mel der Register. Und dann gibt es ja ja ganz aufwendige Wählerlisten, aufwendig erstellte Wählerlisten, auch mit eben Krankheit und Brieffall. Und wenn man nicht da ist und so was, das gibt es in den USA eben alles nicht. Und man muss sich eben als Wählerinnen und Wähler selbst registrieren, selbst drum bemühen. Und auch da gibt es eben ganz unterschiedliche Hürden. Also bei einigen Staaten ist es einfacher, ein anderen Staaten ist es schwieriger. Aber das hat eben auch mit dem Fählen einer zentral staatlichen Tradition zu tun. Das hat überhaupt mit dem Fählen von staatlicher Bürokratie in den USA zu tun. Wie wir das in Deutschland immer gar nicht so richtig vorstellen können mit unserer oberigkeit staatlichen Tradition, wo eben sehr viel über die Verwaltung gelaufen ist. Aber diese durchaus berechtigten Sorgen, die es ja gibt, wir haben es erklärt, würden Sie sagen, das wird von interessierter Seite immer wieder instrumentalisiert, ganz bewusst. Um den Wählerkreis zu verknappen. Das kann man so stehen lassen. Ja. Okay. Also das ist eine Möglichkeit. Aber wenn wir über Warrmannipulationen in den USA reden, fällt früher oder später auch noch ein ganz besonderes Wort. Das glaube ich einiger Erklärung bedarf, Jerry Mandarin. Also das passt genauer zu schneiden von Wahlkreisen. Wo kommt dieses Wort eigentlich, Herr Deptkat? Ja, das geht eben und jetzt sind wir wieder bei den Traditionen. Ja. Das geht eigentlich zurück auf ein Wahlgesetz von 1812 in Massachusetts, der Guffa Nöhr, Elbridge Gary oder Jerry. Und das zeichnet ein Wahlgesetz, das die Wahlkreise zu seinen Gunsten neu ordnet. Und das sorgt eben in der Zeit für sehr viel Kritik unter anderem eben ein Karikatorist zeichnet dann die Wahlkreise teilweise so die aushinwien Salamander. Und dann ist das Wort Jerry Mandarin, die Zusammensetzung aus Jerry, Elbridge, Jerry und Salamander. Und das ist dann Jerry Mandarin. Aber noch mal dadurch die Tatsache, dass es das eben seit 1812 gibt und das eben gewählte Amtsinhaber oder politische Mehrheiten schon lange versuchen, Wahlkreise zu ihren Gunsten zuzuschneiden, zeichnet eben auch das nicht alles nur jetzt, was wir gerade in den USA sehen, wie out of the blue kommt oder sich nur auf Donald Trump und seine politischen Freunde da beschränkt. Das hat eben eine lange, lange Tradition. Die Idee, Demokratie so zu organisieren, dass die richtigen in Anführungsstrichen nach Eigen dafür haltengewählt werden. Das ist so alt wie die amerikanische Demokratie, wenn man das so will. Nur trotzdem, wenn man sich jetzt teilweise Wahlkreise in den USA anschaut, dann würde ich sagen, dann wäre in Salamander ja noch fast eine relativ humane normale Form von Wahlkreisen. Das ist ja teilweise wirklich ganz bitzare Form, wo eigentlich vollkommen klar ist, warum diese Wahlkreise jetzt so aussehen, rein optisch in der Draftaufsicht, wie sie aussehen. Warum ist das eigentlich erlaubt, wenn das doch so offensichtlich, na ja einfach nur dafür gedacht ist, möglichst viele Stimmen in den Kongress zu kriegen oder möglichst viele Abgeordnete in den Kongress zu kriegen? Ich meine die kurze Antwort wäre wahrscheinlich, weil es nicht ausdrücklich verboten ist. Das ist die eine Sache, der andere Punkt ist, dass eben beide Parteien sich dieser Taktik bedient haben. Wir haben jetzt gerade in Kalifornien erlebt wie eben Gavin News, die Wahlkreise jetzt zu seinen Gunsten oder zu der Demokraten Gunsten hat zuschneiden lassen. In einem Aktenot wäre wir, sagen würde. Eigentlich gibt es ja sogar gesetzigen Kalifornien des Verbieten, aber weil Texas das ist. Was gemacht hat, Kevin Newsden gesagt, dann machen wir das auch, um den texanischen Vorteil auszugleichen. Sofern beide Parteien profitieren oder machen mit, weil sie das für ihre eigenen Zwecke genutzt haben, ist es nicht so, dass eine damit angefangen hat und die andere hat dann irgendwie nachgemacht. Das ist einfach ein akzeptiertes, musta, das politischen Handelns. Und noch mal wieder, diese Idee, da komme ich immer wieder hin. Demokratie, so zu organisieren, dass das am Ende das Richtige für das eigene Lager gute Ergebnis beirauskommt. Und hier ist es ja so, was wie allgemein akzeptierte Praxis, die so lange sie nicht verboten wird, auch weitergehen wird. Aber da beide politische Parteien in einem zwei Parteiensystem davon profitieren, wird es auch keine Initiative geben, das mal irgendwie abzuschaffen. Zumal man das dann eben für alle 50 oder zwei, also 51 Staaten, weil Washington DC hat da so eine Sonderrolle, abschaffen müsste. Da müsste also ein über die Staaten hinweggebenden, bewegenden, sich bewegenden nationalen Konsens geben, das zu machen und das sehe ich hinten und vorne nicht. Da sind wir wieder bei der fülleralen Struktur der Wahlen und der USA insgesamt. Aber worüber wir noch sprechen müssen, Stichwort Wahlen so zu organisieren, dass sie am besten für die eigene Partei laufen, da müssen wir über Geld sprechen. Und Geld im Wahlkampf und in Amerika. Das hat ja schon manchmal was von Sportberichterstattung. Kanida X hat jetzt schon so viel Geld gesammelt, weil er so gut ankommt und Kanida Y, den geht langsam das Geld aus, deswegen steigt er aus aus dem Präsidentenrennen. Warum spielt Geld auch im Vergleich zu Deutschland, so eine riesengroße Rolle? Das hat zum einen mit der Rolle der Parteien zu tun. Das hat auch zum Teil mit der lange Zeit fehlenden staatlichen Wahlkampffinanzierung zu tun. Öffentliche Mittel für Präsidentschaftswahlkämpf, für Gips erst seit 1976. Und das heißt, also Wahlen waren immer schon darauf ausgelegt, dass die Leute ihren Wahlkampf mehr der weniger selbst finanzieren, durch Spenden, durch sonstige Dinge. Und wie gesagt, eben seit 1976 überhaupt erst so was, wie öffentliche Wahlkampfmittel. Aber es ist ebenso, dass der Wahlkampf gerade in Zeiten von Fernsehen so teuer geworden ist. Und das sind ja wirklich Billiarten, die da ausgegeben werden. Das ist ja vollkommen, vollkommen irre, dass man das mit staatlicher Finanzierung alleine gar nicht machen kann und will. Also, es ist die fehlende Tradition von Statlichkeit, die dahinter steht. Es ist eine andere Rolle von Parteien, die dahinter steht. Und es ist die Tatsache, dass die Wahlkämpfe seit dem Fernsehzeitalter exorbitant teuer geworden sind. Und das Fernsehen ist eben nach wie vor, trotz Internet, trotz sozialen Medien, das zentrale Medium für Wahlkämpfe, weil es eigentlich jenseits des Fernsehens kaum so etwas gibt, wie eine nationale Öffentlichkeit. Öffentlichkeit in den USA ist sehr, sehr lokal gestrickt. Und ich mach mal, wenn ich noch an meine Zeit in Oregon denke, ich hatte da den Register Guard abonniert. Das war also 88, 89 die lokale Zeit. Und da ging es also um rein Oregonian Themen. Also, wie gesagt, die sportet auch, dass Dosenfand die anschnallpflicht. Ich hab in der Zeit in den USA gar nicht mitbekommen, was hier in Europa gerade Zeit gleich passiert. Also der kalte Krieg ging zu Ende, umgang machte den Zaun auf. Alles war in Bewegung und in Oregon dachte ich, mach dich mir Gedanken, ob ich jetzt viel dagegen Dosenfand bin. Endet sich das möglicherweise gerade? Ja, dann jetzt auch das Zeitungssterben, sich in gerade das Lokalzeitungssterben, ist ein großes Thema in den USA und gleichzeitig. Sehen wir beispielsweise wie ein Soran Mamdani in New York, unter Umgehung des Fernsehens einfach nur mit einer Social Media kampagne, den Kandidaten des Establishments well funded, Andrew Como, ja, mehr oder weniger, links und rechts überholt. Das könnte durchaus sagen, ich mein Barack Obama war ja so der erste Präsident von Web 2.0. Er hat ja damals neue Formen der direkten Kommunikation mit seinen WLAN ausprobiert. Gibt mir 5 Dollar und das reicht mir schon. Und die Leute haben ja massenhaft für ihn gespendet. Er war ja einer der Präsident mit der größten War Chest, wie er dann auch die Kriegskasse, das Kandidatenbudget genannt wird. Aufgrund dieser neuen sozialen Medienkampagne, trotzdem hat Obama auch ein massiv Geld weiterhin in das Fernsehen gesteckt, weil auch Wahlen eben selbst bis 2020 noch zentral vom Fernsehen entschieden oder im Fernsehen stattfinden. Und das kostet einfach wahnsinnig Geld. Gut, dass die Obama ansprechen, ist ja auch da ein sehr spannendes Phänomen und ein guter Wendepunkt, glaube ich. Weil er ja so der erste Kandidat war, der ist im Prinzip in diesen Kleinspenden geschafft, hat sich sein Wahlkampf zu finanzieren. So wie sie es gerade gesagt haben. Was haben aber natürlich Großspenden auch nicht ausgeschlossen hat? Das war noch eine zusätzliche Einkommensquelle. Das ist Barack Obama der erste Präsident seit 1976, der auf staatliche Wahlkampfhilfe verzichtet hat. Und seitdem haben alle Präsidentschaftskandidaten auf staatliche Wahlkampfhilfe verzichtet, Donald Trump hat, glaube ich, auch ein Teil seines Eigenvermögens so reingestellt, wir denken noch alle an Ross Perot, der es auch teilweise so gemacht hat. In den 90ern. In der 90ern, also Obama war der erste, der gesagt hat, ich verzichte völlig, auf staatliche Wahlkampfhilfe, weil ich mein Geld auf andere Weise komme. Und da waren diese vielen Kleinspender eine große Bank, aber er hat eben deshalb weiterhin auch Großspenden von Unternehmen, von Gewerkschaften und Einzelpersonen durchaus auch bekommen und gerne angenommen. Woauf ich hinaus wollte, es gab danach einen wichtigen Wendepunkt. Und der hatte auch wieder mit dem Supreme Court zu tun. Ein ganz wichtiges Urteil. Citizen United. Müssten Sie noch mal erklären. Ja, das ist also von 2009 Citizen United versus Federal Election Commission. Und dieses Citizen United versus Federal Election Commission von 2009 sollte man noch ergänzen, um die 2014 Entscheidung oder das 2014 Urteil in Mekadchen versus Federal Election Commission. Da hat nämlich das Supreme Court unter Berufung auf Free Speech, also freie Rede, Meinungsfreiheit, Obergrenzen für Gesamtspenden von Einzelpersonen abgeschafft. Und insofern sehen wir eigentlich eine Entwicklung seit etwa Mitte der 70er Jahre, wo eben die Wahlkampffinanzierung zunehmend auch oder überhaupt zw.c. Wichtigkeit wird und wo der Einfluss des insbesondere auch großen Geldes immer mehr gestiegen ist. Und das ist natürlich demokratie-theoretisch ein hienzimmiges Desaster. Wird aber Demokratie-theoretisch begründet mit Meinungsfreiheit. Das ist ebenso, also diese innere Dynamik, dass der Supreme Court sagt, weil eben Meinungsfreiheit so ein hohes Gut ist, dürfen wir Wahlkampfspenden nicht begrenzen? Ist also praktisch ein Demokratie-theoretisch problematischer Entscheidung, die aber mit Demokratie begründet wird. Für den Fall dazu, dass zum Beispiel 2024 allein Elon Musk 250 Millionen Dollar für Donald Trump gespendet hat. Davon geht man zumindest aus. Oder auch ich mein, dass dann so die Kochbrothers, also dass da eben sich so ein paar superreiche Zusammenschließen und ganz bewusst eine politische Agenda durchdrücken wollen. Das hat schon das Geschmäckle von Hinterzimmervereinbarungen. Die Art und Weise, wie der Wahlkampf organisiert ist, dass es eben jedem Kandidaten, jeder Kandidatin selbst überlassen ist, das für das Geld zu sorgen, hat führt eben dann auch zu solchen Auswüchsen, wie wir sie eben von den USA. Und jetzt seit den Mitte der 70er-Jahre beschleunigt kennen. Und damit sind wir mitten drin in der aktuellen Situation. Donald Trump, nach den Erfahrungen von 2021, nicht an Erkennung, der Wahlniederlage, dann der KWP-Tohl-Sturm, zweifeln sie daran, dass Donald Trump und seine Leute nicht wieder alles tranzetzen, die Wahlen zu manipulieren, selbst wenn sie es mit den Methoden, die wir ja schon besprochen haben, nicht schaffen. Man sollte das auf jeden Fall im Blick behalten. Gerade auch, wenn man gesehen hat, wie er nach 2020 reagiert hat, wo ja direkt einzelne Wahlbeamte in einzelnen Staaten angerufen hat, um noch Stimmen zu besorgen. Also, da gibt es nichts, was ich ihm nicht zutraue. Da gibt es nichts, was ich ihm und seinem Kreis nicht zutraue. Und das, gerade im letzten Jahr auch gelernt haben, das vieles, was wir für unmöglich hielten. Und das war ja ganz am Anfang auch schon unser Eingangsstatement hier, dann doch auf einmal möglich wird. Also, da muss man mit vielen Rechnen und mit allem rechnen. Ich sehe aber eben auch, das ist weiterhin jede Menge Mechanismen gibt, um das zu verhindern. Also diese dezentrale Organisation des Wahlprozesses, die Rolle der Staaten in dem ganzen. Die Tatsache, dass ja bisher alle Versuche von Donald Trump, die Wahl irgendwie noch zu drehen von 2020, bis heute gescheitert sind. Die sind vor den Gerichten gescheitert, sie sind vor den einzelnen Electoral Officers gescheitert, sie sind auch gescheitert vor Gerichten, die von ihm an nannte Richter zum Vorsitz hatten. Sie sind gescheitert an republikanischen Wahlbeamten in Staaten wie Virginia und woanders. Also, das gibt mir dann doch eben Hoffnung, dass es da einerseits sicherlich dieses diktatorische Wollen gibt. Aber dass die Gründerfäter vielleicht dann durch die Dezentralisierung von Macht und durch die föderale Struktur dann doch auch Mechanismen eingebaut haben, um zu verhindern. dass einer alleine das Ganze zerstören kann. Das ist immer wieder das Argument gewesen, die Ordnung so einzurichten, die eben verhindert, dass ein Einzelner die Grundlagen der Ordnung zerstören kann. Nun ist es unter Donald Trump weit gekommen. Das System ist arg zerbeut. Aber noch sind die USA keine Diktatur. Und wenn man sich dann anguckt, wie zentral wahlen, überhaupt für die politische Kultur sind, das ist ja wirklich die Herzkammer. Das wird ja nicht nur der Präsident gewählt. Das wird das Repräsentantenhaus alles zwei Jahre gewählt. Das wird der Senat immer wieder gewählt. Es werden auf lokaler und auf Einzelstaats so viele Wahlemperbelächt. Wahlen sind wirklich so, was wie der Puls der amerikanischen Demokratie und bei allem Diktatorischen wollen. Da sehe ich dann doch die Macht der Tradition. Und wir müssen uns eben klar machen, seit 1788 wird in den USA gewählt. Egal, was passiert denn? Der Bürgerkrieg, der war die Great Depression, da waren die Kriege, der 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg. Und immer wurde am Prinzip der Wahlen festgehalten. Und nur kann man mir Blaueugigkeit vorwerfen und naivität. Aber ich sehe einfach da die Macht der Longe Dürre. Und das eben noch in Verbunden mit dem dezentralen Aufbau der amerikanischen Ordnung. Da sehe ich doch noch jede Menge Checkt, die auch noch funktionieren. Und insofern beüberbieten uns hier momentan so ein bisschen mit Untergangszenarien. Da ist fast schon so eine massochistische Lust am Untergang, die ich da teilweise sehe. Und da müssen wir aufpassen, dass wir das Ende der Demokratie auch nicht herbeiräden. Dann wird es nämlich irgendwann zu einer Self-Profiling-Professie, eine sich selbstverfüllende Profizeiung. Und nochmal, es besteht Grund zur Sorge, das amerikanische System, ist ordentlich zerbeut. Das würde ich weiterhin dran festhalten. Das könnte man jetzt schon fast sagen, das war das schöne Schlusswort von Volker Dabkat, während sie geregelt haben, ist auch direkt meine Kamera schwarz geworden. Ich würde ihn aber trotzdem noch ein herbeirätener, sozusagen, gegenüberstellen. Und zwar den amerikanischen Intellektualen Robert Kagan. Kamen auch schon in der letzten Folge mit ihnen und Monika Dittrich vor. Ein Neokonservativer, einer also aus der Bush-Ehrer-Republikaner. Und Trump Gegner, der hat im Spiegel das Neulichs geziert. Wie Trump die Zwischenwahlen körpern könnte. Er entwirft ein Scenario, indem er seine Eistruppe dazu nutzt, Aufstände anzustacheln. Am Ende zieht Trump das Aufstandsgesetz von 1807 und schickt das Militär, um die Wahlen zu schützen, in Anführungszeichen. Gleichzeitig konfestiert das FBI die Wahlurren und kümmert sich um die Auszählung, das FBI an der Spitze, jetzt mit Cash-Partell anders, beispielsweise auch als 2020 ein Hardcore-Trump-Pist steht. Also, das ist ja insgesamt überhaupt so, dass viele Institutionen nach diesem Playbook von Projekt 2025 mittlerweile systematisch mit Trumpisten unter Wanderz sind. Das ist das Scenario, das Robert Kagan entwirft, um dann am Ende die Wahl in seinem Trumps-Gunste zu entscheiden, vollkommen egal, was die Menschen wirklich gewählt haben. Sind das nicht Scenario, die man wirklich erwähgen muss? Ja, und es Robert Kagan ja bekannt dafür, dass er pohentierte Scenario entwirft. Das ist der Selbe, der 2003 gesagt hat, die Amerikaner sind vom Mars und die Europäer sind von der Venus. Und noch mal, ich sehe diese Befürchtungen auch. Ich sehe die Gefahr, die darin besteht. Aber das, was er hier entwirft, ist natürlich auch ein Plan, wo so viele verschiedene Player ineinander greifen müssten, auf den Befehl des Präsidenten. Wo ich einfach mir immer noch nicht vorstellen kann. Ich mag mich täuschen und wir werden sehen, was passiert. Aber das ist schon fast ein Projekt. Das ist in seinen Dimensionen zu groß, um verwirklicht werden zu können. Und noch mal, da müssten jede Menge Institutionen ineinander greifen. Das müsste über 50 Staaten verteilt passieren. Wir würden da nicht die Swingsdates reichen. Also, was heißt jetzt die Swingsdates reichen? Trotzdem ist mein offener Bruch der Verfassung. Es ist kein legitimes Ergebnis. Und. Also, noch mal, ich weiß nicht, ob das jetzt dann doch ein überzeichnetes Untergangs-Scenario ist. Denn noch sind die USA in ihren Grundlagen nicht erschüttert. Es ist noch keine Diktatur, ungeachtet des Diktatorischen Wallens der Klicke um Donald Trump. Und der eigentliche Suburät in den USA ist der Wähler in den USA. Und da muss man eben dann doch gegen 320 Millionen Menschen anstecken. Das kann ich mir dann doch immer noch nicht vorstellen. Bei allem, was wir schon gesehen haben. Und man mag mich jetzt der Blaueugigkeit zeigen. Aber das ist dann doch ein Untergangs-Scenario, was schon von einer. ja, fast schon Verschwörungstheoretischen Geschlossenheit ausgeht. Und das sehe ich immer noch nicht passieren. Man muss ja auch sehen, er hat ja dann Eis zurückgezogen aus Minneapolis. Als der Wähler will er dann doch zu negativ wurde. Jetzt mit dem Krieg muss man auch mal gucken, wie lange er sich das so leisten kann und will. Also, es ist Grund zur Sorge, aber das ist dann doch vielleicht ein etwas zu alarmistisch überzeichnetes Szenario, was der Kollege Kagen, der ja für "Poentierte Stellungnahme" hier erzeichnet. Herr Dabgatt, willkommen zu unseren Hörerfragen. Amriess Heimann aus "Eschwege" fragt. Meine Frage ist, könnte das System Trump auch deshalb entstehen, weil es bei vielen eingefühlt, dass man mit Türa Nida Mehrheit bezeichnen kann. Und die soll ja in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat etwas eingeschränkt sein zu Gunsten des Individuums. Das Einzelne Individuum meint, nicht mehr zu seinem Recht zu kommen. Gab es diesen Begriff "Türa Nida Mehrheit" schon bei den Grundafertern? Ja, da verweise ich auch die "Federalist Papers". Das ist diese Sammlung von, ich glaube, 85 Sails, die ein einziger fortlaufender Kommentar zur Verfassung sind, die auf dem höherpunkt der ratifikationsdebatte, also nochmal die Verfassung der USA musste in den Staaten abgestimmt werden, ein Eigens dafür gewählten Ratifikationsversammlung. Das wurde also nicht über die regulären Parlamente gemacht. Und das setzt eine große öffentliche Kontroverse ein über diese Ratifikation und ein ganz zentrales Thema in diesen "Federalist Papers" ist eben, wie man die Türa Nida Mehrheit verhindert. Und wie man die Rechte der Minderheiten schützt. Und da haben jetzt eben Madison und Alexander Hamilton und auch John J. gedacht, wir haben mit der Verfassung eine Ordnung eingerichtet, die praktisch aus sich selbst heraus die Türa Nida Mehrheit verhindert. Also das ist eine Uhrangst, eine Uhrvorricht, die von der Türa Nida Mehrheit bedrohten, Rechte der Minderheiten. Ein weiterer großer Theoretiker ist, dann hatten wir auch schon Alexis Tuckville, französischer Aristokrat, reist in den USA als Aristokrat in den 830er Jahren, also durch Jackson in America. Und sieht eigentlich, dass die Gefahr der Türa Nida Mehrheit überall walten und fragt sich an wen wendet sich jemand, dessen Minderheitenrechte bedroht sind in einem System, das von Mehrheiten bestimmt ist. Und da ist er natürlich ganz Aristokrat, der sich das gar nicht so ganz vorstellen kann, ist fasziniert vom Volksregierungen, aber dann doch auch ziemlich ängstlich und auch noch immer diese negativer Aspekt von Demokratie dabei ist. Und er fragt sich an einer Stelle, also an wen kann sich jemand wenden in einer auf Mehrheitswillenbasierten Ordnung, dessen Rechte oder deren Rechte nicht länger geschützt sind? Sollert zum Präsidenten gehen, der ist durch Mehrheiten gewählt. Sollert sich an den Kongress wählen, da sind auch die Mehrheiten. Sollert zu den Richtern gehen, der ist auch durch Mehrheiten gewählt. Also da ist eine gewisse Hoffnungslosigkeit, weil Tuckville bezüglich der Türa Nida der Mehrheit, aber es ist natürlich, man kann es ihm auch umdrehen. Und das ist ja glaube ich, so die Haltung im Trump-Lager, dass die sich durch eine imaginiierte Türa Nida der liberalen Mehrheit nicht mehr in ihrem Selbstbestimmungsrecht geschützt sehen. Das ist also diese rechtpopulistische Kritik, die von Donald Trump natürlich aggressiv bedient wird. Aber die beruft sich, oder die ist, glaube ich, getragen von so einem Habitus. Wir sind Opfer einer tyrannischen Mehrheit, die uns nicht mehr sein lässt, wie wir sein wollen, die unser Selbstbestimmungsrecht einschränkt. Und daraus das Kapitalisiert Donald Trump für sich. Also, das ist eine wunderbare Frage. Und Tobias? Nachnahme nennt er nicht, fragt zur letzten Folge. Im Thema Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg, noch mal hinterher sozusagen zu ihrer Folge. Welchen Einfluss hatte die Wirtschaft und hatten die Superreichen? Er fragt unter anderem nach den amerikanischen Krediten für Großbritannien, die die USA bei einer Niederlage hätten abschreiben müssen, beziehungsweise die US-amerikanischen Geldgeber. Ja, für die Frage bin ich insofern dankbar, als wir da beim letzten Mal wirklich nicht genug über gesprochen haben. Also beim letzten Mal ging es ja vor allen Dingen um die Neutralitätspolitik und die liberalen Internationalismus und eine rechtsbasierte Ordnung. Und ich habe ja hauptsächlich gesagt, dass die Kriegs- der Kriegs-Eintritt ergebnis einer gescheiterten Neutralitätspolitik ist. Das würde ich auch weiterhin so feststellen wollen. Aber was ich eben unterschlagen habe, ist, dass die USA zwischen 1914 und 1917 bei politischer Neutralität, bei ostentativer politischer Neutralität wirtschaftlich natürlich längst zur Kriegspartei geworden waren. Also amerikanische Banken finanzierten den europäischen Krieg, amerikanische Fabriken, rüsteten europäische Armeen aus, die amerikanischen Farmer ernehrten nicht nur die europäischen Armeen, sondern vor allem auch die europäische Bevölkerung. Insofern waren die USA bis 1917 tatsächlich ökonomisch gesehen, längst Kriegspartei geworden, weil die amerikanische Wirtschaftskraft einseitig den Enttont mechten zu Gute kamen, also insbesondere Großbritannien und Frankreich. Allerdings, und das würde ich jetzt eben auch noch mal sagen, daraus jetzt einen einfachen Kausalen zusammen herzustellen, wo nach die USA wegen ihrer ökonomischen Verfleteung in den ersten Weltkrieg eingetreten sind und alles was sie damit recht und neutralität und internationalen Recht sagen, irgendwie nur vorgeschobene Gründe sind. Das stimmt eben auch nicht. Man muss glaube ich, dass ernsthafte wollen eines Willzen erstmal anerkennen und gleichzeitig gab es ja in den 30er-Jahren in den USA das sogenannte NIE-Kemitty einen vom Kongress eingesetzten Untersuchungsausschuss, der genau diesen Vorwurf, wir sind nur in den Krieg eingetreten, weil die Wirtschaft uns dazu gebracht hat, untersucht hat in einem aufwendigen Verfahren und letztlich kein Beweis für eine direkte Einflussnahme der Wirtschaft auf die politische Entscheidung zum Kriegseintritt zu Tage gefördert hat. Also insofern so gelährte, hochgradig, geschätzte gelährte wie Möngler, Herr Fried Möngler sagen eben, die USA als Wirtschaftsmacht konnten sich 1917 aufgrund ihrer ökonomischen Verfleteung schon gar nicht mehr leisten, nicht in den Krieg einzutreten. Das ist sicherlich ein Argument über das man nachdenken sollte. Ich würde deshalb aber jetzt die Ernsthaftigkeit, eine regelbasierte Ordnung zu erschaffen, deshalb nicht als bloße ideologische Verbremung abtun. Und jetzt kommen wir endlich meinen großer Moment. Es warten wir alle gespannt auf ihren ersten Amerika-Tipp. Was ist der Amerika-Tipp der Woche? Es ist ein schmaler Grad zwischen großen Moment und Scheitern. Es ist ein Lied und es geht um den US-Sport-Schlecht hin. Haben Sie schon eine Ahnung? Noch nicht. Nein. Okay, soll ich jetzt wirklich singen oder, ich meine, ich könnte es anfangen zu singen und wenn es ganz schief ist, dann spiele ich einfach das Original Lied ein. Also wir müssen uns hier nicht zum Affen machen. Also wenn Sie es gerne wollen, können Sie es tun? Ich fange einfach mal an, vielleicht kennen Sie es möglicherweise, können Sie sogar mit einstimmen, weil sie es möglicherweise auch kennen. Ich würde vor der Bravo, Bravo, ich würde ich jetzt sagen, weil ich bin Fan der Atlanta Braves. Man könnte aber in diesem Moment auch Yankees oder Dodgers oder Red Sox oder White Sox einfügen, je nachdem für welches Team man es kennen Sie das Lied? Ich hätte es jetzt aber nicht so schön singen, können Sie sehen. Und das ist natürlich schon auch ein Klassiker. Und jetzt erklären Sie doch mal, also dieses Lied wird wirklich bei jedem Baseball-Spiel gesungen vom ganzen Publikum, egal ob in der High School oder einer Profilieger der Major League Baseball und zwar immer in der Mitte des 7. innings, dem sogenannten 7. inning Stretch. Also relativ am Ende, kurz vor der entscheidenden Phase, da kann man sich dann noch mal eindecken mit Cracker oder Getränken, also mit Pienerz und Cracker Jack. Und dann wird mit dieser kitschig kvitschigen Stadion-Augel. Ich glaube, das ist eine Hammend-Augel oder sie sind der Musik-Experte, ne? Die, die Sie man in den Stadion kennen, zu einem Hammend-Augel. Wird dieses Lied gespielt? Und das gibt es schon wirklich seit über 100 Jahren. Handelt übrigens davon, dass ein Mann seine geliebte nach Kronie Island, diesem Vergnügungspark entführen möchte, aber seine geliebte protestiert und sagt, "Nein, ne, enttek mir alter the ballgame." Und wobei ich stehen geblieben, also im 7. inning, in dieser Pause, wird dieses Lied immer gespielt und alle singen wirklich mit stehen sogar auf, vollkommen egal für, wie man ist. Es gibt ja in den Stadion sowieso anders als in Europa keine Trennung in Fan-Block oder so. Und ich finde das uramerikanisch gänsehautig, weil es eben diese ganze Veranstaltung noch mal auf ihren Kern runterbricht. Man ist da klar, um sein Team anzufreuer, mit Leidenschaft, aber eben auch vor allem um einfach gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Und es nimmt dem ganzen auch jede Feinseligkeit, wie man sie jetzt aus europäischen Fußballstadien kennt. Also das Baseball-Stadion korrigieren sie mich, es für mich nach wie vor ein Ort in Amerika, an dem alle wirklich zusammenkommen können und es wirklich gar keine Rolle spielt, ob man jetzt Demokrat oder Republikaner ist, ob man Trump fällt oder Obama. Und ich versuche eigentlich immer, wenn ich in den Staaten bin, mir mindestens einspielen zu schauen. Die Karten sind übrigens auch gar nicht so teuer, wie jetzt beispielsweise beim Basketball oder beim Football, einfach weil eine reguläre Saison für jedes Team aus 162 spielen besteht, sprich es ist einfach die Hütte da nicht immer jeden Tag voll. Also da kommt man günstig an Karten. Ja super, und der eigentliche Gänsehaut-Moment war natürlich, dass sie das heute uns hier vorgesucht haben. Ja ich wäre es mir gleich noch mal kritisch anhören und gucken, ob ich das wirklich so lassen kann oder es gibt eine, es gibt auf YouTube gibt es tatsächlich auch eine sehr schöne Version von Frank Sinatra und Gene Kelly. Verlinke ich auf jeden Fall vollkommen gar nicht, weil wir jetzt hier mit diesem Zeitdokument machen, verlinke ich das auf jeden Fall in den Schauen. Eine letzte Annäckdote, noch meine Frau, die waren in 90ern Austauschülerin in Texas und die hat wirklich 0,0 mit Sportfanthoom am Hut. Aber take me out to the ballgame, das kann sie bis heute absolut textlicher und inbrünstig mit singen und mit Sicherheit auch viel, viel schöner als ich. Also da wäre Frau kommt klar, dass hätte sie das gesungen, dann hätte ich jetzt gar nicht rum nachdenken müssen, da irgendwas anders rüber zu blenden. Also ich wäre unbedingt dafür, dass wir ihren Gesangen in der Sendung lassen. Okay, es dem kann ich mich ja jetzt gar nicht mehr entziehen. Herr Depp, kann wollen Sie dafür heute mal die Verabschiedung machen? Ja, dann danke ich Ihnen für diese schöne Gespräche. Rüße alle Höhren und Hörer und wir freuen uns auf weitere Zuschriften, alle Art, weitere Themenvorschläge, kritische Nachfragen, ergänzungen, auch gerne Berichtigungen. Ja, ja, ich bin nicht hier, um Wahrheiten zu verkünden, sondern ich stelle Ihnen den Stand meines Wissens in einem Gespräch da und da kannst auch schon mal unscharf werden. Also insofern auch von daher, wenn Sie Fehler entdecken, unscharfen sehen oder auch mit irgendwas nicht einverstanden sind, schreiben Sie uns gerne, wir nehmen darauf, dann noch mal gerne bezug. Bis nächste Woche dann wieder natürlich mit Monika Detrich. Tschüss. Ja, bis nächste Woche, tschüss. Und jetzt uns sich doch noch mal den Moment, um mich auch noch einmal von Ihnen zu verabschieden. Vielen Dank also fürs Zuhören. Bei Folge 8 von Amerika verstehen Wahlen in den USA kann Donald Trump das System tatsächlich kippen. Ein Deutschlandfunk-Podcast im Rahmen der Denk-Verbrieg unserer Publikumsprojekt des Deutschlandfungs und dieses Mal haben Sie sich ausgesucht, das Recht des Stärkeren wie Machthaber, die Welt neu ordnen. Unfolger Deppkab hat ja eben gerade zugeflet. Nach neuen Fragen von Ihnen schreiben Sie also an Amerika verstehen @Deutschlandfunk.de und übrigens, Gesamene-Mindergrund, auch fleißig weiter für eine Folge nur mit Ihren Fragen. Also bitte dranbleiben auch, wenn Ihre Frage, meine ich direkt in der nächsten Folge, vorgelesen wird. Und nächste Woche hören Sie dann wie schon erwähnt Monika Dittrich, die in dieser Folge die Redaktion hatte. Produktion und Musik wie immer Robert Hausburg und ich bin Philipp Mai. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und bis bald. Bye-bye. Der Tag. Das ist jeden Tag ein wichtiges Thema. Eines das Fragen aufwirft. Der Tag sucht Antworten, beleuchtet Hintergründe ordnet ein und spricht mit Menschen, die was zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus verschiedenen Blickwinkeln, überraschend, unterhaltsam, fassettenreich. Der Tag. Ein Thema, viele Perspektiven. Gibt's an allen Tagen als Podcast vom hessischen Rundfunk in der App ARD Sounds. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Diskussion über die Gefahr einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung durch übermäßige Untergangsszenarien für die US-Demokratie.
  2. Analyse von Donald Trumps politischem Stil, insbesondere seinem konzeptlosen Vorgehen im Iran-Krieg und seiner Polarisierungsstrategie, die Unzufriedene eher zur Wahlenthaltung treibt.
  3. Erklärung des dezentralen US-Wahlsystems, seiner historischen Wurzeln in der föderalen Tradition und Trumps Versuchen, Zweifel an dessen Legitimität zu säen.
  4. Bedeutung der anstehenden Zwischenwahlen für die Machtbalance, da viele Ämter auf Bundes- und Einzelstaatenebene neu gewählt werden.

Summary:

In der Podcastfolge „Amerika verstehen“ diskutieren Philipp Meil und der Historiker Volker Depkat die aktuelle politische Lage in den USA unter Donald Trump. Sie warnen davor, durch übermäßige Untergangsrhetorik eine sich selbst erfüllende Prophezeiung für die Demokratie zu beschwören. Trumps Amtsführung wird als konzeptlos analysiert, exemplarisch am Iran-Krieg, der ohne klare Strategie begonnen wurde und Teile seiner Wählerschaft entfremdet.

Diese Unzufriedenen neigen jedoch eher zur Wahlenthaltung als zum Wechsel zu den Demokraten, was die Polarisierung vertieft. Ein zentrales Thema ist das US-Wahlsystem: Seine dezentrale Organisation durch die Einzelstaaten hat historische Wurzeln in der föderalen Tradition und dem Misstrauen gegenüber einer starken Zentralgewalt. Trump nährt gezielt Zweifel an der Integrität dieses Systems, obwohl es kaum Belege für massiven Wahlbetrug gibt.

Die anstehenden Zwischenwahlen sind entscheidend, da sie die Mehrheitsverhältnisse im Kongress und in vielen Gouverneursämtern neu bestimmen und so die Machtbasis des Präsidenten signifikant verschieben können. Die Diskussion betont die fragile, aber noch nicht irreparable Natur der amerikanischen Demokratie.

FAQs

Der Podcast taucht tief in die Geschichte der USA ein, um das politische Amerika, insbesondere unter Donald Trump, besser verständlich zu machen, und untersucht historische Zusammenhänge und Einzigartigkeiten.

Trump setzt auf Änderungen der Wahlgesetze und versucht, Wahlen zu nationalisieren, was jedoch einen Bruch mit der Verfassung darstellen würde, da Wahlen traditionell von den Einzelstaaten organisiert werden.

Dies liegt an der historisch tief verankerten Kultur lokaler Selbstverwaltung und Einzelstaatlicher Souveränität, die auf die Kolonialzeit zurückgeht und vor zu viel Zentralgewalt warnt.

Bei den Zwischenwahlen werden alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses, ein Drittel der Senatoren und viele Gouverneure neu gewählt, was die Machtverhältnisse im Kongress und in den Einzelstaaten verschieben kann.

Der Krieg wird als unüberlegt und konzeptionslos kritisiert, ohne klaren Plan oder Exitstrategie, was zu steigenden Ölpreisen und Entfremdung eines Teils seiner Wählerschaft führen könnte.

Zweifel entstehen durch den hochgradig maschinisierten Wahlprozess, komplexe Abstimmungen über viele Themen und historische Vorfälle wie die umstrittene Auszählung in Florida 2000, obwohl Wahlbetrug selten nachgewiesen wird.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.