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Von 19 auf 21 Prozent: Kommt jetzt die Mehrwertsteuer-Erhöhung?

11m 17s

Von 19 auf 21 Prozent: Kommt jetzt die Mehrwertsteuer-Erhöhung?

Der Podcast diskutiert die aktuelle Debatte um eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland. Hintergrund sind die hohen Staatsausgaben für Entlastungsmaßnahmen wie den Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket sowie drohende Haushaltslöcher. Eine Anhebung des Regelsteuersatzes von 19 % auf 21–22 % könnte schätzungsweise 30–32 Milliarden Euro zusätzlich einbringen. Allerdings wird kritisiert, dass diese Maßnahme sozial ungerecht ist, da einkommensschwache Haushalte einen größeren Teil ihres Einkommens für Konsum ausgeben und somit stärker belastet würden. Zudem bestehen Bedenken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Kaufkraft, die Konjunktur und die Inflation, insbesondere in einer Zeit bereits hoher Teuerungsraten. Als Alternative wird die Abschaffung vieler Ausnahmeregelungen und reduzierter Steuersätze (z. B. für bestimmte Lebensmittel oder Dienstleistungen) vorgeschlagen. Laut einer Studie des ZEW könnte dies über 40 Milliarden Euro Mehreinnahmen generieren und sogar eine Senkung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes um etwa 2 Prozentpunkte bei gleichem Steueraufkommen ermöglichen. Die politische Diskussion darüber, ob eine Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Weg ist, bleibt kontrovers.

Transcription

1777 Words, 10775 Characters

German
Wir reden in letzter Zeit viel über Entlastungen. Gerade für die Menschen, die sich die aktuell hohen Preise fisch Brit und andere Güter wirklich nicht leisten können. Dafür wurden jetzt der Tankrabat und die Entlastungspremier von 1000 Euro eingeführt. Das ist teuer für den Staat und steht in der Kritik, weil Ökonomenzweifel haben, dass es auch bei den richtigen Leuten ankommt. Wenn es andere und mittlere Einkommen will die Bundesregierung dann bald bei der Einkommenssteuer entlasten. Eine Frage, über die wir im Moment aber nicht allzu häufig reden ist, wo soll das Geld dafür eigentlich herkommen? Spätestens ab dem kommenden Jahr weiß der Bundeshaushalt nämlich Miljadenlöcher auf. Eine Idee ist, die Mehrwertsteuer zu erhöhen. Aber Moment würde uns das nicht wieder alle treffen, also sowohl Arme als auch Reiche, als auch die große Mitte dazwischen, über was wir da eigentlich reden, wie die Dimension ist und was Ökonomen dazu sagen. Das besprechen wir jetzt in 10 Minuten Wirtschaft. Kurz gehört, schnell kapiert. Wie gewohnt in "Idy-Sounds" und überall da, wo ihr unterwegs seid. Mein Name ist Astrid Kühn. Schön, dass ihr zuhört. Unter dieser Seite ist er wieder mein Kollege Markus Plettendorf. Hallo Astrid, du mich auch wieder da. So sieht es irgendwie aus. Und wir haben in letzter Zeit häufig über Entlastungen gesprochen. Lass uns noch heute mal gucken, wo es auch B-Lastungen geben können. Also eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, was würde die bedeuten? Was würde der Start akassieren? Ja, diskutiert wird ja über eine Erhöhung 2% Punkte vielleicht sogar 3%, also von 19% auf 21% oder sogar 22%. Ich habe das mal durchgerechnet bei 21%. Das wären so bummlich 30-32 Milliarden Euro, die da mehr in die Staatskasse kämen. also so 15 Milliarden pro pro pro pro pro pro pro pro zentpunkt kann man sich das hier auch 15 16 so in der großen ordnung okay krass dann lasst uns noch nochmal weiter überlegen zwei pro zentpunkte mehr das würde jetzt zum Beispiel den fern sehr für 1000 euro sage ich mal nicht mal 17 euro teurer machen also bei dem Produkt eigentlich gar nicht so krass und du hast mir erzählt viele EU-länder die haben sogar jetzt schon höhere mehrwert steuersätze also Italien hat 29 pro zentpunkt kann 23 und griechen dann sogar 24 pro zent aber ich sag mal so richtig verteilungsgerecht ist ja die mehrwertsteuer erhöhen jetzt auch nicht oder weil sie eben alle trifft ja wobei es auch auch mente für eine mehrwertsteuer erhöhen gibt anstatt jetzt zum Beispiel Einkommensteuern zu erhöhen oder unternehmen steuern zu erhöhen das würde den faktor arbeit noch teurer machen also von daher ist die mehrwertsteuer erhöhen unter einigen ökonom zwar durchaus wohl gelitten aber es gibt eben auch andere die genau dieses thema was du gerade gesagt hast ansprechen nämlich die verteilungsgerechtigkeit es ist ja so das leute mitten geringe Einkommen pro zentuaal von diesem Einkommen halt sehr viel für die Dinge des täglichen lebensauß geben für den konsum und die trifft dann natürlich eine mehrwertsteuer erhöhen deutlich herrter als diejenigen die viel Geld haben und ein teil davon einfach aufs kontro legen es ist wie bei der inflation da sagen wir das auch mal die ärmerin sind davon eigentlich mehr betroffen exakt weil sie eben pro zentuaal von dem geld was sie haben mehr für das tägliche leben aufwenden müssen so und dann gibt es noch andere ökonom die sagen naja eine höhere mehrwertsteuer das kann auch den bin konsum abwürgen also die kauflaune in den Keller treiben weil die Leute sagen oh ist alles teuer noch nicht sparen bisschen was also konjunkturelle Auswirkungen und dann haben wir natürlich noch den letzten punkt eine höhere mehrwertsteuer sozusagen auf alles treibt natürlich die inflation ja weil dann alles teurer würde klar ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist können wir vielleicht gleich nochmal darüber diskutieren aber fakt ist ja die letzte mehrwertsteuer erhöhen die liegt jetzt knapp 20 Jahre zurück damals ging es von 16 auf 19 prozent drauf wenn ich mich rechte in der vorwanz 16 jetzt sind 19 das ist klar daraus müsste man jetzt ja eigentlich ganz gut lernen können also welche erfahrungen hat man in damals gemacht ja die bundesbank hat sich das dann auch angeschaut und hat festgestellt naja also auf die gesamtwirtschaftliche wertschöpfung hat diese mehrwertsteuer erhöhen moderat haben sie das genau ein moderaten einfluss aber jetzt muss man sich dann ein bisschen angucken wie wie es ist denn damals gewesen die bin konjunktur die hat sehr wohl ein Stück weit gelitten und wenn wir uns die inflation angucken die hat in dem jahr bei 2.3 prozent gelegen also ganz gut nach der zielmarken ja genau aber die wir weit aus niedriger gewesen ohne sie mehrwertsteuer höhung also man rechnet das mehr als die hälfte von diesen 2.3 prozent aufs konto der mevwertsteuer höhung gehen krass ok das heißt ihr hat die inflation gezogen und die kauflaune gebremst also gerade die gefahren die wir gerade biske ziert haben sind da eigentlich eingetreten das heißt damals was doch nicht so die Idee naja ich glaube man kann es nicht eins zu eins von damals auf heute übertragen denn wie gesagt damals eine er niedrige inflation jetzt droht uns durch die energie knappheit und die teure energie durch den iran kriegt eine ja wieder steigende inflationsrate ökonom sagen da 3 prozent können auch 4 werden da zum jetzigen zeitpunkt noch mal eine schippe oben drauf zu legen das weiß ich nicht ob zumindest der zeitpunkt da der richtige ist zumal wenn wir eine höhere inflation bekommen ja dann irgendwann auch die europäische zentralbank wieder reagieren würde und sage wir müssen die inflation ein bremsen also erhöhen wir die leitz hin so das hätte dann wiederum bremsende wirkung auf die ohnehin schwächende konjunktur in der tats für den start aber es ist natürlich trotzdem verlockend denn es wird gerade viel gemacht in richtungen energiehilfen ein großes reformpaket soll kommen es gibt große haushalz löscher also so gesehen wer es ja schon eine maßnahme um schnell viel geld in die klammenkassen zu spielen ja das ist richtig eine alternative wäre natürlich ein start auch mal so zu führen wie wie du es zu hause mit ma haushaltsbuch auch mal an musst du kannst nämlich nur das gelte ausgeben was du hast gut aber das ist nochmal ein anderes Thema nein das gäbe alternativen die wissenschaftler vom leibnet zentrum für europäische wirtschaftsforschung bekannter als z ev die haben sogar im auftrag des bundesfinanzministerium es mal ausgerechnet dass man sogar noch höhere einnahmen hätte als diese vorhin von mir genannten 30 32 milliarden wenn man die ganzen ausnahmetat bestände bei der meewetssteuer mal abschaffen würde wir wissen ja es gibt ja etliche produkte wo nur 7 prozent fällig sind statt der jahrzigen 19 und wenn man die abschaffen würde diese ausnahmen diese reduzierten meewetssteuer setze dann kämen mehr als 40 milliarden mehr in die kasse wow das heißt die abschaffung der ausnahmen würde mehr bringen als die erhöhung der meewetssteuer um zwei prozentpunkte im allgemein das ist natürlich eine kasse erhechnung diesen geringeren steuer setzt den gibt es aber ja aus gutem grund ich glaube man sagt immer die Dinge die in der grundversorgung sind die sollen ermehensigt sein zum beispiel ebensmittel sind ja so ein beispiel ja und da sagen die forscher da kann man auch dabei bleiben also bei gut begründeten ausnahm oder aber auch bei den wo man eine lenkungswirkung haben möchte ich nenne mal als beispiel die ticketpreise für ein öffentlichen person nah verkehr also da kann man schon beim reduzierten platz satz bleiben aber es gäbe eben viele viele Dinge die nicht gut begründet sind jüngstes beispiel die absenkung der meewetssteuer für die gastronomie ja so das ist so einpunkt und wenn wir jetzt mal in diese kuriusitäten kiste der meewetssteuer setze gucken da sind lustige sachendrin die einfach ja historisch gewachsen sind weil man mal die landwirtschaft zuventionieren wollte und und also ich habe man paar sachen rausgesucht vielleicht kannst du mir erklären warum ich wenn ich dir jetzt einen strauß frische blumen schenken würde ja was der dauern ja an dauern dann muss ich dann nur 7 prozent mehr wetssteuer drauf entrichten ja wenn ich dir jetzt aber eine blume im topf kaufen dann sind es 19 okay so erklär mir das bitte gut da schenke ich dir jetzt nicht kunstgegenstände reduziert haben mal was steuer satz was du von mir auch nicht bekommen wirst ist ein maltier ein maltier da fallen auch nur 7 prozent an wenn ich den gegen esel kaufen würde dann müsste ich 19 prozent bezahlen ach du liebeslissieren und wie ist bei der iselswurst ist die dann wieder ermissigt die werden wieder ermessigt was ja lehmsmisslich wow dann dir Markus und den unterschied zwischen esel und maltier gucke ich jetzt ehrlicherweise auch noch mal nach ja so war das isel sind eine eigenständige tierart während maltiere eine kreuzung sind aus esel hängst und färde stute weird aber okay was mich aber noch mehr interessiert sind die absurditäten in der mehrwertsteuer höhe wurst haben wir gelernt kriegt den reduzierten betrag von 7 prozent so ja wirst also die vegetarische alternative zack 19 prozent katoffeln sind grundnahrungsmittel und haben deshalb 7 prozent mehrwert steuer süß katoffeln aber nicht oder was denn darauf bezahlt ihr 19 prozent auch unter den ermissigten satzfallen zum beispiel übernachtungen im hotel vor jahren waren sie hotels sie dann das hotelprübelige bekommen haben jetzt zuletzt die restaur haste dann wird durch die pudding massiv und drücke setzt es scheint ja auch populär zu sein bei den Menschen, die sagen, ja, da kann ich billiger essen gehen, was oft auch gar nicht stimmen. Aber das sind so enorm verlochende Argumente. Sagt Friedrich Heinemann vom ZEW, der an der Studie, die Markus angesprochen hat mitgearbeitet hat, im Durchschnittpunkt. Das zahlen eben alle anderen diese Subventionen mit. Dadurch, dass wir die ganzen Ausnahmen, Kartbestände haben, ist der allgemein Satz zu hören, den wir eben auch finanzieren müssen. Das ist also linke Tasche, rechte Tasche. Denn würde man die Ausnahmen streichen. Könnte man die Mehrwertsteuer für alle sogar senken, um gut 2 Prozentpunkte und hätte insgesamt die gleichen Einnahmen. Stattdessen reden wir jetzt aber über Erhöhung des Satzes, ob das in diesem Zeitend die richtige Antwort ist. Das ist und bleibt die große Frage. Die Union will es wohl, die SPD weist es noch zurück, aber angesichts der Finanzierungslöcher wird die Diskussion sicher noch mal Fahrt aufnehmen. Wir bleiben für euch am Ball, also schenkt 10 Minuten Wirtschaft ein Abo, dann hören wir uns nämlich schon morgen wieder. Lobon Kritik wie immer gerne an [email protected]. Mein Name ist Astrid Gönmezgut und lasst euch nicht ehrgen.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2-3 Prozentpunkte zur Finanzierung von staatlichen Entlastungsmaßnahmen und zur Schließung von Haushaltslöchern.
  2. Kritik an der Verteilungsgerechtigkeit, da eine Mehrwertsteuererhöhung einkommensschwache Haushalte überproportional belastet und konjunkturelle Risiken sowie inflationäre Effekte birgt.
  3. Alternative Vorschläge wie die Abschaffung von Ausnahmen und reduzierten Steuersätzen, die höhere Einnahmen generieren und eine Senkung des allgemeinen Steuersatzes ermöglichen könnten.

Summary:

Der Podcast diskutiert die aktuelle Debatte um eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland. Hintergrund sind die hohen Staatsausgaben für Entlastungsmaßnahmen wie den Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket sowie drohende Haushaltslöcher. Eine Anhebung des Regelsteuersatzes von 19 % auf 21–22 % könnte schätzungsweise 30–32 Milliarden Euro zusätzlich einbringen.

Allerdings wird kritisiert, dass diese Maßnahme sozial ungerecht ist, da einkommensschwache Haushalte einen größeren Teil ihres Einkommens für Konsum ausgeben und somit stärker belastet würden. Zudem bestehen Bedenken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Kaufkraft, die Konjunktur und die Inflation, insbesondere in einer Zeit bereits hoher Teuerungsraten. Als Alternative wird die Abschaffung vieler Ausnahmeregelungen und reduzierter Steuersätze (z.

B. für bestimmte Lebensmittel oder Dienstleistungen) vorgeschlagen. Laut einer Studie des ZEW könnte dies über 40 Milliarden Euro Mehreinnahmen generieren und sogar eine Senkung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes um etwa 2 Prozentpunkte bei gleichem Steueraufkommen ermöglichen.

Die politische Diskussion darüber, ob eine Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Weg ist, bleibt kontrovers.

FAQs

Der Tankrabatt und eine Entlastungspauschale von 1000 Euro wurden eingeführt, um die hohen Preise für Energie und andere Güter abzufedern.

Ökonomen bezweifeln, dass die Maßnahmen bei den richtigen Personen ankommen, und sie sind für den Staat sehr kostspielig.

Eine Erhöhung könnte die Inflation antreiben und die Kaufkraft der Verbraucher senken, da alle Bürger betroffen wären, unabhängig von ihrem Einkommen.

Eine Erhöhung um 2 Prozentpunkte auf 21% könnte etwa 30-32 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse bringen, also rund 15 Milliarden pro Prozentpunkt.

Menschen mit geringem Einkommen geben prozentual mehr für den täglichen Konsum aus, daher trifft sie eine Erhöhung härter als Wohlhabende, die mehr sparen können.

Eine Alternative ist die Abschaffung von Ausnahmetatbeständen bei der Mehrwertsteuer, was laut Studien sogar höhere Einnahmen als eine allgemeine Erhöhung bringen könnte.

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