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90: Vom Pionierprojekt zur Praxis: Wärmewende mit Meerwasser (Update) – Dr. Mark Jahn, Stadtwerke Neustadt in Holstein

22m 24s

90: Vom Pionierprojekt zur Praxis: Wärmewende mit Meerwasser (Update) – Dr. Mark Jahn, Stadtwerke Neustadt in Holstein

In dieser Podcastfolge gibt Dr. Mark Jan, Werkleiter der Stadtwerke Neustadt in Holstein, ein Update zum Pionierprojekt der ersten deutschen Meerwasser-Wärmepumpe. Seit der letzten Aufnahme 2023 wurden die Anlagenteile fertig montiert, die Funktionsprüfung abgeschlossen und die Feinjustierung begonnen. Ein bedeutender Meilenstein war die Erstversorgung von Mehrfamilienhäusern und einem Quartier mit Wärme im Herbst 2025. Die Umsetzung war geprägt von Herausforderungen wie komplexen bürokratischen Genehmigungsprozessen, hohen Investitionskosten und der Notwendigkeit zu flexibler Anpassung, beispielsweise durch den Ersatz fossiler Spitzenlast durch Abwärme aus einem Müllheizkraftwerk. Erfolgsfaktoren waren kurze Entscheidungswege als städtischer Eigenbetrieb, die Identifikation der beteiligten Firmen mit dem Projekt und ein engagiertes Team. Das Projekt ist ein Leuchtturm für Neustadt und stößt auf großes Interesse anderer Küstenorte, wird jedoch als ein Baustein innerhalb eines größeren Technologiemixes aus erneuerbaren Wärmequellen gesehen. Die Zukunft sieht den schrittweisen Netzausbau für weitere Quartiere, während die Erfahrungen die Bedeutung gründlicher Planung, früher Stakeholder-Einbindung und agiler Prozesse unterstreichen.

Transcription

3219 Words, 21609 Characters

German
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Energiedosis dem Praxis Podcast für Energieversorgung. Mein Name ist Friedrich Stratmann. Zum Jahresauftag knüpfen wir an ein Thema an, dass viele von euch seit der Veröffentlichung der Folge 34 im März 2023 beschäftigt hat. Im Jahr war es damals gingen es um Deutschlands erste mehr Wasserwärmepumpe in Neustadt, in Holstein. Unser damaliger Gast hat uns durch die Anfänge geführt, durch mutige Ideen und die ersten Umsetzungsschritte in diesem Pionierprojekt. Und seitdem ist viel passiert, genau deshalb gibt es heute dieses Update. Wir schauen gemeinsam darauf, was sich seit 2023 getan hat, wo das Projekt heute steht und wie Navier dran sind an der ersten Wärmeversorgung aus mehr Wasser. Bevor wir einsteigen, mein Hinweis für alle, die Energiedosis regelmäßig hören, in euch dieser Podcast hilft, Themen aus der EFW Praxis greifbarer zu machen, abonniert uns, um keine weitere Folge zu verpassen. Damit stragt er auch dazu, dass der Podcast weiter sichtbar bleibt und noch viele weitere Menschen in EFWs und Stadtwerken von den wertvollen Praxisimpulsen profitieren. Und jetzt, zu meinen heutigen Gast, ich spreche mit Dr. Mark Jan, er ist Werkleiter der Stadtwerke Neustadt in Holstein und verantwortet das Projekt seit vier Jahren, erkennt die Wendungen, Hindernisse und Fortschritte der letzten Jahre aus der Praxis und auch aus der strategischen Brille. Wir haben vorab gesprochen, ich darf du sagen, schön, dass du da bist, Mark. Ja, ich freue mich auch, dass wir heute die Gelegenheit haben, den zweiten Podcast zu mehr Wasserwärmepumpe aufzunehmen. Das mich vorweg sagen, dass ich von Haus aus Jurist und Kaufmann bin und daher anders als Lasanne er den Schwerpunkt in diesem Podcast auf kaufmännische Themen, strategische Themen oder das Projekt menschbend legen möchte. Bevor wir in das Projekt einsteigen, lasst uns kurz persönlich beginnen. Du bist jetzt seit vier Jahren Werkleiter in Neustadt, wenn du in deinem ersten Tag gezwückt denkst, welches Bild hat es so damals vor der Mehrwärmepumpe und wie hat sich das inzwischen verändert? Ja, das stimmt. Ich bin jetzt fast vier Jahre Werkleiter hier in Neustadt und Holstein und wenn ich an meine ersten Tage zurückdenke, hatte ich von der Mehrwärmepumpe vor allem das Bild an den spannenden Pionierprojekts, das große Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich fand auch den ersten Podcast von Lasanne zu Mehrwärmepumpe wirklich gelungen. Mir war klar, dass es etwas Besonderes mit dem wir hier echte Vorreiter arbeiten leisten. Natürlich wusste ich damals auch, dass so ein Projekt nicht ohne Herausforderungen bleibt. Wie viele Hürden letztlich auf uns zukommen würden? Weil mehr war zu dem Zeitpunkt nicht klar. Heute möchte ich sagen, wir haben gemeinsam mit einem großartigen Team viel erreicht und jede dieser Herausforderungen gemeistert, da auf den Nicht stolz. Dann lass uns direkt dorthin gehen, wo das Projekt heute steht. Seit der letzten Podcastaufnahme im Frühjahr 2023 ist einiges passiert. Ich hab's angangs schon angetisert, wenn du das Projekt heute beschreiben müsstest, was wurde seit dem umgesetzt und wo steht ihr jetzt konkret? Ja, natürlich ist viel passiert. Wenn ich das Projekt beschreibe, würde ich sagen, wir sind jetzt auf der Zieldraden. Die beiden großen Gebäule mit den Anlagen, also die Entnahmestation und die Energiezentrale sind ja zwischen fertig. Alle Anlagenteile sind montiert und betriebsbereit. Die Funktionskrüfung und die Betriebnahme haben wir erfolgreich abgeschlossen. Aktuell befinden wir uns in einer Phase, die wir Feinjustierungen nennen. Das heißt, wir optimieren die Abläufe, prüfen die Regelung und holen jetzt das Beste aus der Anlage heraus. Es ist schön zu sehen, wie das Ende des Projekts in Sicht kommt und die ganze Arbeit der letzten Jahre belohnt wird. Da ist ein Vorgesprich schon gesagt, oder jetzt auch nochmal so ein Projekt dauert richtig lange. Ihr seid schon einige Meter gegangen auf diesem Weg, gerade wenn man wie ihr Pionierarbeit leistet und es häufig keine vorgefährdigen Teile oder Prozesse gibt, welche Herausforderungen sind euch in der Umsetzung konkret begegnet und was hat dich dabei am meisten überrascht, positiv, winigativ? Ja, das stimmt. Ein Projekt, dieser Art braucht einfach Zeit vor allem, wenn man auf so vielen Ebenen in Neuland betritt. Besonders positiv war für mich, dass sich viele der beteiligten Firmen mit dem Projekt identifiziert haben. Man hat gemerkt, alle hatten Lust, gemeinsam etwas Besonderes auf die Beine zu stellen und diese Motivation hat uns wirklich getragen. Auf der anderen Seite gab es auch Herausforderungen. Vor allem, was die Burekratie und die Genehmigungsverfahren betrifft. Lasanna hat das im ersten Podcast schon gut beschrieben. Gerade bei Themen wie der Wasserentnahme und der Wiedereinleitung mussten wir bis zuletzt formale Hürden nehmen. Das hat Zeit und auch Kraft gekostet. Aber am Ende gehört das eben auch dazu, wenn man etwas so innovatives umsetzt. Ein langer Atem ist gefragt bei Innovation, aber er seid den mutigen Schritt gegangen und es ja bei allem, was schwierig war, schauen wir natürlich auch auf das, was funktioniert hat, welche kleinen oder großen Erfolg ihr möchtest du an dieser Stelle hervorheben. Ich sag dir ja schon, dass wir stolz sind auf das, was wir erreicht haben. Wieso ist auch wichtig, das immer wieder zu betonen, denn es war viel Arbeit und wir haben viel erreicht. Trotz aller Wiedrigkeiten und der langen Genehmigungsprozesse haben wir alle notwendigen Freigaben letztliche erhalten. Und das Beste. Unser Wärmenhetz ist inzwischen tatsächlich ein Betrieb. Von der Mehrwasser in Namestation zu einer Gizentrale sind die Druckrollleitung und die Revisionsschächtilbetrieb gegangen und die ersten Mehrfamilienhäuser werden bereits mit Wärme versorgt. Das ist ein einfach großartiges Gefühl. Nach all der Planungsbau und Abstimmungsarbeit endlich zu sehen, dass die Mehrwasser Wärme pumpe, mit dem neu gebauten Wärmenhetz im Betrieb ist und die Nahwerbeversorgung anläuft. Das macht uns im Team schon zutiefst zufrieden. Ja, das kann ich mir vorstellen. Das die Früchte der langjährigen Arbeit zu ernten, dass das ein tolles Gefühl ist, jetzt wirklich an auf der Zigaraden zu sein. Die kommunale Wärmeplanung ist ja auch im größeren Kontext kein Sprint, sondern auch in Marathon bzw. die Umsetzung dann auch der Wärmewände. Wie sieht das bei euch in Neustadt in Holstein aus? Die Mehrwasser Wärme pumpe ist ja auch eine potentielle Wärmequelle. Als Teil der kommunalen Wärmeplanung, die effizient und wirtschaftlich ist ihm vergleich zur anderen Technologien. Vielleicht erst einmal zur kommunalen Wärmeplanung. Ich bin nun stolz auf die Stadt, dass sie die kommunale Wärmeplanung schon abgeschlossen hat. Wir insoweit einen relativ guten Planungsraum haben, wenn wir jetzt über Effizienz und Wirtschaftlichkeit sprechen, dann haben wir natürlich Vorgaben aus dem Planungsunterlagen, die wir jetzt im Betrieb der Anlage überprüfen. Das Projekt ist aktuell in der Feinjustierung. Das heißt, so richtig vergleichbarer Zahlen, die uns noch nicht vor. Effizienz und Wirtschaftlichkeit, der mehr Wasser Wärmepumpe, wir vielleicht ein gutes Thema für den dritten Podcast in zwei, drei Jahren. Ja, die Pionierarbeit geht weiter. Wir können mal schauen, welche anderen Wärmequellen sind, Teil eures Technologien mixes. Neben der mehr Wasser Wärmepumpe schauen wir natürlich auf weitere erneuerbare Wärmequellen. Dazu wird zum Beispiel die Nutzung von Wärme aus dem Müllheitskraftwerk. Wir haben zudem eine Machtpackertstudie zur Nutzung von Abwasserwärme auf der Hafen Ostseite erstellt. Ich gehe aber auch davon aus, dass Luftwärmepumpen als Wärmequellen eine gute wirtschaftliche Lösung sein werden. Detzlich wird man wohl für verschiedene Technologien sinnvoll miteinander kombinieren, um eine stabile nachhaltige Wärmeversorgung für die Stadt Neustadt und Holstein zu schaffen. Fände wir jetzt so auf die letzten konkreten Meilensteine schauen, die Erstversorgung mit Wärme aus der Mehrwärmepumpe war ein solcher Meilenstein für euch im Jahr 2025. Was heißt das genau? Wer profitiert als erstes und da gibt es Leuchtung, Kunden oder Quartiere, die angeschlossen werden? Ja, die Erstversorgung mit Wärme aus der Mehrwärmepumpe. Das war im Herbst 2025. Wir haben konkrete drei Mehrfemienhäuser angeschlossen und dann das sogenannte Hospitalquartier, der S-Emobierengruppe Holstein mit Bauwärme versorgt. Ich habe heute im Auto noch einmal den Podcast von Lars Arne gehört. Er hat die Erstversorgung schon vor einem Jahr in der Heizbühreude 2024-25 gesehen. Ich glaub, darin drückt sich aus, wenn wir jetzt ein Jahr im Verzug sind, was für Herausforderungen wir auch meistern mussten. Ihr sieht man eben, dass es auch nicht nur an der Anlage liegt, wenn wir jetzt im Verzug sind, sondern eben auch die geplanten Neubauten im Sanierungsgebiet sich verzögert haben. Insgesamt ein richtig spannender Moment. Endlich sehen wir jetzt, dass unsere Arbeit direkt bei den Kunden, bei den Menschen ankommt und einen echten Unterschied macht. Ja, du hast zu dem nach Leuchtum-Kunden gefragt, oder welche Quartiere noch angeschlossen werden. Es gibt schon einige Leuchtum-Kunden. Wir bewegen uns auf der Hafen Westseite in einem stete baulichen Sanierungsgebiet, wo richtig etwas passiert. Dazu zählt zum Beispiel, dass von mir schon genannte Hospitalquartier und der sogenannte Peterson-Speicher. Auch das bestehende Haus der Manufakturen am Hafen so lang geschlossen werden. Danäben entsteht ein Bienenbiet. Hotel in Holzmodulbauweise. Das ist für sich schon ein Leuchtturm Projekt für schnelles, nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen und passt perfekt zu unseren Zielen. Ich finde gerade, dass man am B&B Hotel erkennen kann, dass eine vorbildliche, nachhaltige Wärme versorgen, auch zu nachhaltigem Handeln motiviert. Im Übrigen zeichnet sich das Gebiet durch den erhalten historischen Substanz und des krakter prägenden Erschadungsbildes am Hafenhaus. Was ich auch echt großartig finde. Ja, finde ich total spannend, was du beschreibst, diese Abstrahl-Effekte, die das mit sich bringt selbst als Pionier, als Leuchtturm Projekt vorzugehen, was es dann auch in anderen Bereichen bewirkt. Und passt, glaube ich, ganz gut zur nächsten Frage, wenn du diesen Moment größer denkst, über die Anschlüsse hinaus, welche Bedeutung hat dieser Startschuss für einen Neustadt in Holstein und für die Stadt wir geselbst im Rahmen der Wärmewände. Also Friedrich, wenn ich da einmal zurückgehe, das Projekt selbst ist in 2012, 2013 gestartet. Wie hier mit der Wärmeversorgung sind, dann ein Tick später dazu gekommen. Das heißt, an Gründe, wo sich den Menschen danken, die bereits vor Jahren die Zeichen der Zeit erkannt haben. Während andere noch planen, haben wir eine ersten großen Schritt in Richtung Wärme wenn er gemacht. Allängst ist sicherlich klar, dass es der erste Schritt ist. Fonds liegen auf Basis der kommunalen Wärmeplanung noch sechs weitere Gebiete und die Transformation unserer zwei Bestandensnetze. Ja, es wird auf jeden Fall nicht langweilig mit der Wärmewände und ja, wenn man ein Projekt dieser Größenordnung begleitet, sammelt man viele Erfahrungen, hast schon einige davon geteilt, stell dir vor, du würdest noch einmal am Startpunkt stehen. Was würdest du heute anders machen? Wenn ich heute zurückblick, würde ich sagen, einige Dinge hätten wir sicherlich anders planen können. Die heutlichen Gegebenheiten sind nicht einfach. Wir mussten agile Manöllösungen finden, die Gebäude und die Technik haben uns an manchen Stellen vorhebliche Herausforderungen gestellt. Zum Beispiel sollte die Wärme pumpo ursprünglich in die historischen Speicher und auch vieles andere musste umgeplant werden. Er hat eine Power-to-Hit-Anlage geplant, zum Beispiel. Das machen wir vielleicht später. Insgesamt bin ich aber zufrieden damit, wie wir das Projekt gemeistert haben. Großer Dank an die Kolleginnen und Kollegen aus der Technik. Kritisch sehe ich die Höhe der Investitionskosten. Klar, wir wollten Neulandbetreten und Pionierarbeit leisten, Vorbildsein für nachhaltiges Handeln. Ich sehe aber, das Spannungsfältnis zu einem sozialverträglichen Germepreis. Gott sei Dank können wir jetzt sehen, dass auch andere Transformationsprojekte zuähnlichen oder sogar noch höheren, werden wir präsentieren. Dann spann ich mich wieder etwas. Und umgekehrt, wenn wir auf das schauen, was funktioniert hat, was vielleicht auch Vorbildcharakter hat, welche Prozesse oder Vorgensweisen haben sich bewährt, sodass du sagst, das sollten andere Stadtwerke unbedingt übernehmen. Für uns war ein klarer Vorteil, dass wir als Eigenbetrieb der Stadt arbeiten. Das bedeutet kurze Dienstwege und schnelle Abstimmungspozesse, das hat vieles erleichtert. Außerdem haben wir das Wärmenetz mit eigenen Montheuren aufgebaut, was das Handling deutlich einfacher gemacht hat. Solche internen Strukturen und kurze Entscheidungwege sind definitiv an der Volksfaktor. Wir haben zudem einiges Funktionale ausgeschrieben. Das hat sicherlich die Identifikation der beteiligten Firmen mit dem Projekt erhöht, aber auch die Kosten getrieben. Hier ist Fingerspitzengefühl für das richtige Ausschreibungsverfahren nötig. Letztlich betont unsere technische weiteren immer wieder die Flexibilität, die bei der Realisierung nötig war, immer wieder umdenken und umplanen. In Folge der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg musste zum Beispiel das Konzept komplett umgeplant werden und es wussten Alternativen zur Spitzenlastabdeckung durch den Entfall der fossilen Brennstoffe gefunden werden. Das Arne hat im letzten Podcast noch von einem BRKW und Biometan berichtet. Das gibt es jetzt nicht mehr. Als Alternative wird die nicht vermeintbare Abwärme vom MAKW mit ins Wärmen jetzt eingespäst. Zudem wurden Vorbereitungen getroffen, um ich habe das schon gesagt, die Power to Heaternlage noch zu realisieren. Ja, das Stichwort Agilität, Flexibilität ist es schon ein paar Mal gefallen. Ich glaube, das ist auch etwas sehr, was man lernt in so einem Innovationsprojekt, dass nicht immer nach Plan läuft, flexibel zu bleiben, agiert zu sein und ich glaube, vorstellen, dass das ja auch sich in der Organisation verankert und neue Haltung, neue Prozesse, neue Stänken für die Zukunft auch mit sich bringt und viele Vorteile neben dem Kostenaspekt natürlich auch immer abzuwegen ist. Wenn du nun auf andere Versorgerschaues die vielleicht ähnliche Projekte planen, wo sollten sie besonders genau hinschauen, bevor sie loslegen? Ja, ich hatte ja schon gesagt, ganz wichtig ist die Standortbestimmung und die Planung der Ausbauflächen. Aussehen sollte man sich Gedanken über das Wärmen jetzt machen, zum Beispiel eine gute Mischung aus großen Objekten und Gewerbe, wenn das frühzeitig und sorgfältig planen kann, später viel Zeit auf an oder agersparen. Bei einem Quartiersprojekt, wie diesem, also ein historischer Bausubstanz auf einem ehemaligen Hafengelände lohnt es sich wirklich hier gründlich vorzugehen. Wichtig ist meiner Mann und auch noch dichter an den Investoren zu sein. Stichwort "Stakeholder Management" aus dem ersten Podcast. Es ist entscheidend, dass Ankerkunden mit bereits unterzeichneten wärmelige Verträgen eingebunden werden. Außerdem müssen die Genehmungsanträge frühzeitig gestellt und genehmigt sein, damit klare Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wenn wir nach vorne blicken, nach der Erstversorgung, ist das Projekt ja nicht beendet. Wie geht es bei euch weit, welche Ausbaupläne habt ihr mittel und langfristig? Ja, wir machen natürlich nartlos weiter. Die Gebäude an der Hafen Westseite entstehen in den nächsten zwei bis drei Jahren. Es kommen auch weitere Neue dazu. Für die sogenannte Hafen Spitze liegt bereits ein Bauerantrag vor. Das ist noch mal ein wirklich spannender Gebäude komplex. So können wir das Netz dann Stück für Stück erweitern und noch mehr Menschen mit nachhaltiger Wärme versorgen. Das werden wir nicht selbst wext zu dem nach Norden in Richtung der großen Marina. Dort entsteht ein weiteres Quartier, das wir gern anschließen möchten. Es ist ein langfristiger Prozess, aber wir gehen den Schritt für Schritt und jedes weitere Gebäude, das wir anschließen, ist der sichtbarer Fortschritt in Richtung Wärmewände. Ja, wenn du das Gesamtbild nochmal betrachtest, ziehst du die Mehrwasserwärme-Pumpe ihr als ein Leuchtturmprojekt für Neustadt oder als Blaupause für andere Küstenorte? Beides trifft ein Stück weit zu. Für Neustadt und Holstein ist zur Fiedenfallanleuchturmprojekt. Etwas, das hier vor Ort die Energiewende sichtbar macht. Gleichzeitig bekommen wir viele Anfragen von anderen Städten und Gemeinden in der Küste und auch anderen Gewässern, die Neugierig sind, wie wir das so umgesetzt haben. Wir sagen dann schon ehrlich, dass die Mehrwasser ein Name nicht trivial ist. Der Wartungsaufwand wird größer sein als bei anderen Wärmerzworgen sein. Wichtig ist meiner Meinung nach auch, die Mehrwasserwärme-Pumpe ist immer nur so ein Puzzleteil der Energie oder der Wärmewände. Sie zeigt, was möglich ist, aber es braucht viele verschiedene Bausteine, um die Gesamststrategie erfolgreich umzusetzen. Vielleicht denke ich, dass es einfach ein wichtiges Signal gibt, Alternativen, aber dass man sich auch nicht versteifen muss auf nur diese eine Alternative, sondern du hast vorhin auch von dem Technologiemix gesprochen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung. Es ist ein Mix und ja, so wird das Puzzletes endlich komplett. Ihr habt Nachhaltigkeit als zentralen Wert, klar in eurer Unternehmenstrategie auch verankert, welche Rolle spielt das Projekt in diesem größeren Rahmen bereits durch meine Vorgängerin, wo die Nachhaltigkeit zum Markenkern? Ich für das fort. Mit Projekten wie der Mehrwasserwärme-Pumpe zeigen wir unseren Kunden, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Floskel ist, sondern dass viel geziel, die Wärmewände vorantreiben und klare Zeichen setzen. Wir wollen Regenerative Energie nutzen und unsere Stadt auf einen zukunftsfähigen Kurz halten. Die Mehrwasserwärme, wo das also nicht nur ein großartiges technisches Projekt, sondern auch ein echtes Statement für die Verantwortung, die wir als Unternehmen ausfüllen wollen. Was mich zum Schluss noch interessieren würde jetzt noch an dich persönlich gerichtet. Du hast von diesem Projekt berichtet jetzt in den letzten Minuten, dass ich über eine unheimlich lange Zeit zieht, dass sehr viele Nerven auch kostet, auch anders zum Feiern natürlich gegeben hat und es hoffentlich in Zukunft auch weiter gibt, was motiviert dich denn persönlich so ein Vorhaben trotz aller Hürden, Franzutreiben? Ich ganz persönlich motiviert es, so etwas mit den Menschen zusammen zu realisieren. Es haben sich so viele Menschen für dieses Projekt engagiert. Dieses Gefühl teil von etwas besonderen zu sein finde ich wirklich inspiriert. Wir sehen auch, dass jetzt ganz unterschiedliche Menschen den Weg in unseren Unternehmen finden, weil sie den Sinn hinter so einem Projekt sehen und auch viele Rolungen kaufen. Besonders ist auch, wenn man die Chance hat, etwas wirklich neues zu schaffen, etwas, das einen Unterschied macht. Es ist ein technisches Pionierprojekt, bei dem nicht alles schon vorgefertigt oder stadatisiert ist und genau das macht für die beteiligten Mitarbeitenden und Firmen das Projekt so spannend. Wenn du abschließend deine drei wichtigsten Learnings aus dem Projekt für andere Entscheidungen und Entscheidungen in der Branche zusammen fassen, müsstest es welche werden das? Das ist nicht einfach. Aber ich würde sagen, Die drei Punkte sind sicherlich wichtig. Die Planungen und Ausschreibungen sind komplexer als man denkt. Hier lohnt es sich gründlich vorzugehen und auf flexibler erfahrene Partner zu setzen, die den Weg gemeinsam mit einem gehen. Das ist uns Gott sei Dank gelungen. Die Standortwahl ist entscheidend. Aus Abwicklungs- und Kosten sich dieses sinnvoller, energiezentrale und entnahme Stationen zusammenzulegen, statt sie getrennt zu betreiben. Und sollte sich genau überlegen, wo die Anlagen stehen sollen und welche Rahmenbedingungen vor Ort herrschen. Dazu gehört auch die Wahl der Netztemperatur. Je geringer diese ist, desto wirtschaftlicher Kanäeranlage betrieben werden, das legt letztlich den Grundstein für den späteren Erfolg, da sonst mehr Kosten entstehen können. Und letztlich die Genehmungspozesse können sehr herausfordernd sein. Man sollte frühzeitig einplanen, dass diese Prozesse Zeit und Geduld erfoltern und ausreichend Zeit für die Abstimmung einplan. Ich denke, wenn man diese drei Punkte beherzigt und das, was lasse an, im letzten Podcast gesagt hat, ist man gut vorbereitet, um ein innovatives Projekt für die mehrwasserwärme, pumper, erfolgreich umzusetzen. Ja, das war doch ein wunderbares Schlusswort. Marc, vielen Dank für den offenen Einblick in eure Pionierarbeit und in das, was ihr für die Wärmewände vor Ort in Neustadt in Holstein bewegt. Danke für das inspirierende Gespräch. Ja, Friedrich, vielen Dank auch von meiner Seite. Vielleicht doch ein Hinweis unter www.märwärmedie.de. Bieten wir noch mehr Informationen an und gern stehen wir natürlich auch weiterhin allen die sind interessiert für Nachfragen zur Verfügung. Und für alle, die zuhören, schön, dass ihr wieder dabei wart, schreibt uns gerne in die Kommentare bei Spotify, was eure Aharmomente oder Wertvollsten-Learnings aus dieser Folge waren. Wenn ihr die erste Folge zur mehrwasserwärme, pumpe verpasst habt, dann lege ich euch die Folge 34 nochmal wärmstens ans Herz. Das war's für heute bei Energidosis. Bis zum nächsten Mal und bleibt Energie geladen. [MUSIK]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Projekt der ersten deutschen Meerwasser-Wärmepumpe in Neustadt in Holstein ist nach langen Vorarbeiten nun in der Betriebsphase, mit ersten Gebäuden bereits angeschlossen.
  2. Wesentliche Herausforderungen waren lange Genehmigungsverfahren, hohe Investitionskosten und die Notwendigkeit zu agiler Umplanung, etwa aufgrund der Energiekrise.
  3. Das Projekt fungiert als Leuchtturm für die Wärmewende und zeigt die Bedeutung eines Technologiemixes aus erneuerbaren Quellen für eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Summary:

In dieser Podcastfolge gibt Dr. Mark Jan, Werkleiter der Stadtwerke Neustadt in Holstein, ein Update zum Pionierprojekt der ersten deutschen Meerwasser-Wärmepumpe. Seit der letzten Aufnahme 2023 wurden die Anlagenteile fertig montiert, die Funktionsprüfung abgeschlossen und die Feinjustierung begonnen.

Ein bedeutender Meilenstein war die Erstversorgung von Mehrfamilienhäusern und einem Quartier mit Wärme im Herbst 2025. Die Umsetzung war geprägt von Herausforderungen wie komplexen bürokratischen Genehmigungsprozessen, hohen Investitionskosten und der Notwendigkeit zu flexibler Anpassung, beispielsweise durch den Ersatz fossiler Spitzenlast durch Abwärme aus einem Müllheizkraftwerk. Erfolgsfaktoren waren kurze Entscheidungswege als städtischer Eigenbetrieb, die Identifikation der beteiligten Firmen mit dem Projekt und ein engagiertes Team.

Das Projekt ist ein Leuchtturm für Neustadt und stößt auf großes Interesse anderer Küstenorte, wird jedoch als ein Baustein innerhalb eines größeren Technologiemixes aus erneuerbaren Wärmequellen gesehen. Die Zukunft sieht den schrittweisen Netzausbau für weitere Quartiere, während die Erfahrungen die Bedeutung gründlicher Planung, früher Stakeholder-Einbindung und agiler Prozesse unterstreichen.

FAQs

Es handelt sich um Deutschlands erste Mehrwasserwärmepumpe, die Wärme aus Meerwasser gewinnt. Das Projekt dient als Pionier- und Leuchtturmprojekt für eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Die Entnahmestation und Energiezentrale sind fertig, alle Anlagen sind montiert und betriebsbereit. Die Funktionsprüfung und Betriebnahme sind abgeschlossen, aktuell erfolgen Feinjustierungen zur Optimierung.

Besondere Herausforderungen gab es bei Bürokratie und Genehmigungsverfahren, insbesondere für Wasserentnahme und Wiedereinleitung. Zudem erforderte die Pionierarbeit oft agile Lösungen und Umplanungen.

Seit Herbst 2025 werden drei Mehrfamilienhäuser und das Hospitalquartier der Seniorengruppe Holstein versorgt. Weitere Anschlüsse, wie ein B&B-Hotel und historische Gebäude, sind geplant.

Es ist ein erster großer Schritt zur Wärmewende und Teil der kommunalen Wärmeplanung. Das Projekt zeigt praktisch, wie erneuerbare Wärmequellen genutzt werden können, und dient als Vorbild.

Wichtig sind gründliche Standortplanung, frühe Genehmigungsanträge und enge Einbindung von Ankerkunden. Kurze Entscheidungswege, Flexibilität und Stakeholder-Management sind entscheidend für den Erfolg.

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