Verlustangst und Bindungsangst überwinden - Das könnt ihr tun!
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Verlustangst und Bindungsangst sind tief verwurzelte Ängste, die oft auf frühe Erfahrungen wie Todesfälle, Krankheiten oder Elterntrennungen zurückgehen. Verlustangst entsteht aus der Angst, einen Liebhaber zu verlieren und führt zu ständigen Wünschen nach Bestätigung, Kontrolle und Zweisamkeit. Bindungsangst entsteht durch die Angst, sich eng zu binden, oft aufgrund von frühen negativen Beziehungen oder unverarbeiteten Erfahrungen. Beide Ängste führen zu Verhaltensmustern wie Abweisung, Kontrolle, Eifersucht und Abstand. Die Lösung beginnt mit der Selbstreflexion: Man stellt sich die Frage, wann das erste Mal eine Angst aufkam, und kann so die Ursachen in frühen Lebensphasen finden. Mit Methoden wie der System-Empowering-Methode werden diese Ursachen verarbeitet und die Prägungen neu gezeichnet. Ein wichtiger Teil des Prozesses ist die gemeinsame Arbeit mit dem Partner, die das Gefühl der Isolation verringert und das Vertrauen stärkt. Gleichzeitig werden Glaubenssätze überprüft und verändert, um ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen. Durch diesen Prozess können beide Partner eine gesunde, glückliche und harmonische Beziehung entwickeln, in der Vertrauen, Selbstsicherheit und gegenseitige Unterstützung vorhanden sind. Die Themen werden im Blog und in Videokursen ausführlich erklärt, und für Betroffene ist auch ein telefonisches Erstgespräch zur Unterstützung im Coaching möglich.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge bei den Lebens-Ear-Listen.
In dieser Folge geht es um das Thema Verlustangst und Bindungsangst überwinden.
Das könnt ihr tun.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche
und harmonische Beziehung.
Verlustangst und Bindungsangst können sehr belastend sein für eine Beziehung, gerade
wenn man sich noch nicht so genau kennt und noch nicht damit genau umgehen kann, kann
das für beide Seiten sehr kraftraubend sein.
Wir erzählen euch daher heute, was sich eigentlich hinter diesen Ängsten verbirgt und beantworten
euch die wichtigsten Fragen dazu.
Ja, Verlustangst und Bindungsangst sind ja Themen, die wir immer wieder in den Coachings
antreffen, in verschiedensten Konstellationen.
Und wir haben mal geschaut, was dazu häufig gegoogelt wird.
Fragen werden dazu jetzt nicht so häufig an uns gestellt, sondern Fragen sind bei uns
eher in Richtung Krise, Konflikte, Fremdgehen, Affäre.
Dazu bekommen wir viele Fragen.
Aber auch das Thema Verlustangst und Bindungsangst beschäftigt ja viele Menschen und hat gewisse
Probleme, die dadurch in der Beziehung entstehen, die wir uns hier heute mal ansehen wollen.
Und die erste Frage, auf die wir näher eingehen wollen, erstmal ist, was ist denn überhaupt eine
Verlustangst und was ist eine Bindungsangst?
Starten wir mal mit dem ersten, mit der Verlustangst.
Verlustangst ist eine Angst, eine geliebte Person zu verlieren.
Also Angst vor der Trennung, Verlust des Ankers im Leben, Verlust des Bindungspartners.
Und ja, da gibt es natürlich mehrere Varianten.
Die einen haben das bei Krankheiten.
Zum Beispiel, dass sie da eine starke Verlustangst natürlich entwickeln, dass sie sagen, ich
habe Angst, dass ich meinen Partner oder meine Partnerin durch diese Krankheit verliere.
Meistens ist es auch beim Thema Eifersucht so, dass man Angst hat, dass der Partner oder
die Partnerin eine attraktivere Person kennenlernen könnte und dass man dann alleine wäre.
Also er oder sie sich dann trennen würde.
Das ist auch so ein typisches Szenario bei Verlustangst.
Dann schauen wir uns als zweites die Bindungsangst an.
Das ist die Angst.
Vor verbindlichen Beziehungen.
Also es fällt schwer, sich für jemanden zu öffnen, eine Bindung zuzulassen, ins Vertrauen zu kommen.
Was ja meistens am Anfang einer Beziehung ein Thema häufig ist.
Also wenn man sich trifft und dann noch keine Bindung vorhanden ist, dass alles noch sehr locker ist, dann fühlt sich das immer gut an.
Und wenn der andere dann konkreter werden möchte und es dazu kommt, irgendwie eine Beziehung vielleicht aufzubauen,
setzt dann typischerweise häufig die Bindungsangst ein.
Das kann aber auch im späteren Verlauf sein.
Dem Thema heiraten, bei dem Thema Kinder bekommen, dass man es geführt.
Jetzt gehe ich so tief eine Bindung ein, da kommt die Angst dann wieder hervor.
Ja, das hatte ich jetzt ein paar Mal im Coaching, dass tatsächlich dann jemand in der Beziehung war.
Aber diese nächsten größeren Schritte, die das Ganze jetzt wirklich verbindlich machen, also zusammenziehen, heiraten, vielleicht eine Immobilie erwerben,
Kinder bekommen, dass diese Schritte alle nicht funktionierten.
Also da ging es dann nicht weiter und da war dann die Angst vor zu großer Bindung, vor zu viel Nähe.
Aber häufiger beschäftigen wir uns eigentlich mit Verlustangst.
Das ist ein häufigeres Thema.
Das ist nämlich auch ein Thema, was dazu führt, dass der ein oder andere sich aus einer Beziehung nicht lösen kann, obwohl er es eigentlich gerne möchte.
Ja, was steckt da häufig hin?
Das ist so die zweite Frage. Was steckt hinter Verlustangst und Bindungsangst?
Also was hat dazu geführt, dass man diese Ängste in sich spürt?
Bei Verlustangst ist es, wie du sagst, man möchte Trennung unbedingt verhindern, egal ob glücklich oder nicht.
Es kann sogar so sein, dass die Beziehung toxisch ist und man trotzdem es schwer hat, die Bindung, die Beziehung aufzulösen.
Und die Ursache liegt häufig in negativen Ängsten.
Erlebnissen, die einen geprägt haben aus Kindheit oder vorherigen Beziehungen.
Also da wieder, was sind so meine ersten Bindungspartner gewesen?
Wie war da so die Beziehung? Wie habe ich Beziehungen kennengelernt in der Familie, unter Geschwistern?
Dann natürlich in der Jugend, aber auch in den ersten Beziehungen.
Habe ich schon Verluste erlitten? Gab es Phasen von großem Liebeskummer, die mich stark geprägt haben?
Gab es Verluste, was häufig manchmal auch in den ersten Lebensjahren sein kann, die unerwartet kamen?
Gab es zum Beispiel Todesfälle, Krankheitsfälle, wo ein Verlust einem sehr nahe ging, wo das aber nicht verarbeitet werden konnte?
Das sind so alles so negative Erlebnisse.
Häufig auch ein Thema die Trennung der Eltern.
Die Trennung der Eltern ist für viele so die erste bewusste Trennung, die sie wahrnehmen.
Mit allen Konsequenzen häufig ja auch.
Genau, das sind so Erfahrungen, die einen zu dem Menschen machen, der man meist ist, wenn man nicht in die Verarbeitung kommt.
Ja, dann entsteht es, dass jemand sich intensiv in einer Krise befindet, unglücklich in der Beziehung ist, sich eigentlich so vom Denken her gern lösen möchte und sagt, eigentlich möchte ich nicht in der Beziehung bleiben, ich sehe da keinen Weg, wie wir harmonisch und glücklich zusammenleben können.
Aber aufgrund des Basisgefühls, der Angst, die hochkommt, ist dann eine Trennung erstmal nicht denkbar und dann kämpfen diejenigen.
Sehr intensiv um die Beziehung, aber Wissen eigentlich schon so vom Kopf her, dass es gar nicht funktionieren kann.
Häufig ja auch ein geringes Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, was bei Verlustangst mitspielt, weil man sich auch manchmal nicht vorstellen kann überhaupt, ohne dem Partner die Partnerin zu sein.
Also so der Punkt fehlende Selbstständigkeit, also ohne den anderen, ohne die andere komme ich gar nicht mehr klar im Leben.
Und wenn man das natürlich so als Gedanken hat, wäre das Erlebnis.
Ja, sozusagen auch des eigenen Lebens damit, wenn der andere gehen würde.
Du hattest noch negative Erfahrungen aus vorherigen Beziehungen genannt.
Was mir da so als häufiges Beispiel einfällt, was ich schon mehrmals im Coaching hatte, ist, dass jemand verreist ist.
Also man selbst ist verreist oder auch der Partner, die Partnerin ist verreist und alles scheint noch ganz gut zu sein.
Und dann kommt derjenige wieder und sagt, ich möchte mich trennen.
Ich habe jemanden Neues kennengelernt.
Oder man selber verreist und lernt jemanden Neues kennen und macht dann quasi Schluss.
Und dann ist derjenige, der zurückbleibt, dann der, der das erlebt.
Und dieses Plötzliche, es ist alles gut, jemand fährt weg und dann kommt die Trennung und der kommt quasi zurück und man ist nicht mehr zusammen.
Man sieht sich quasi nicht mehr wieder, außer um vielleicht noch alles auseinander zu dividieren.
Das macht bei vielen auch so eine Verlustangst.
Und dann ist das zum Beispiel die Verlustangst.
Die Verlustangst wird dann auch eben in diesem Muster deutlich.
Also das fällt ihnen dann ganz schwer, wenn die mal eine Nacht irgendwo übernachten wollen.
Also Geschäftsreise ein, zwei Tage ist dann schon ganz schwer.
Mit Freunden mal wegfahren.
Also sobald derjenige nicht abends wieder nach Hause kommt, sondern über Nacht weg bleibt, dann entsteht so eine akute Verlustangst.
Das habe ich mehrmals jetzt schon im Coaching gehört.
Hatte ich gerade auch im Coaching zum Thema Kur und Reha.
Ja.
Und da gibt es ja auch so diesen Spruch, ob man schon einen Kurschatten gefunden hat.
Ja, manchmal gibt es auch noch so eine übertragene Verlustangst,
finde ich, dass man selber die Trennung der Eltern erlebt hat.
Man selber hat jetzt aber gar nicht so die gefühlte Verlustangst.
Aber dann bekommt man selber Kinder
und hat eigentlich das Gefühl,
ich möchte mich von meiner Partnerin, meinem Partner trennen.
Aber ich kann nicht meinen Kindern diesen Verlust zumuten.
Ich weiß selber, wie sich das anfühlt,
wenn die Eltern dann im Streit auseinandergehen.
Und ich möchte meinen Kindern das so nicht zumuten.
Dann ist das quasi, man hat selber gar nicht so recht Verlustangst,
aber weiß, wie schmerzhaft das war
und will sozusagen seinen Kindern dann diese Schmerzen ersparen.
Dann haben wir das Thema Bindungsangst.
Bindungsangst ist ja eine Unsicherheit,
eine Beziehung einzugehen oder eine engere Bindung einzugehen.
Betroffene äußern ein Gefühl des Eingeengtseins,
das Gefühl, flüchten zu wollen, sich gefangen zu fühlen
und auch hier liegt die Ursache oft in unschönen Erlebnissen
aus vorherigen Beziehungen oder der Kindheit.
Also zum Beispiel, wenn die Bindung zu den Eltern schwierig war,
also ständiges Getrenntsein von den Eltern.
Es gab zu hohe Erwartungen
oder auch eben einschneidende Erfahrungen aus anderen Beziehungen
oder auch eben das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Das sind so die typischen Ursachen für eine Bindungsangst.
Genau, also häufig ist ja der Fall so,
dass jemand in einer vorherigen Beziehung
sich vielleicht durch Eifersucht oder andere Themen
extrem eingeengt gefühlt hat
und eine Zeit lang gar nicht so gelebt hat,
wie derjenige oder diejenige leben möchte.
Und dann natürlich bei der neuen Beziehung
ist es extrem schwer, sich wieder zu binden,
wenn man denkt, oh Gott, dann fängt das alles wieder von vorne an.
Vielleicht komme ich ja wieder in die Situation,
dass mir das passiert, dass ich in so einen unstimmigen Bereich komme,
aber dann mag ich nicht die Beziehung beenden.
Und dann denke ich, oh Gott, dann fängt das alles wieder von vorne an.
Deswegen lasse ich das lieber.
Da weiß ich, was ich habe, wenn ich alleine bleibe
und komme in keine Abhängigkeit.
Kommen wir mal zu der dritten Frage.
Die Verlustangst äußert sich durch den übermäßigen Wunsch nach Bestätigung, also Verlangen nach Liebesbeweisen, da ansonsten an der Beziehung immer viel gezweifelt wird.
Also es braucht so diese ständige Sicherheit, diesen ständigen Beweis, die Bestätigung, dass alles gut ist, dass man geliebt wird, um sicher zu sein, dass jetzt nicht bald eben dieser Verlust eintritt und es dazu kommen kann, dass sich der andere plötzlich trennt.
Häufig gibt es auch ein geringes Selbstbewusstsein und viel Selbstzweifel, was auf Dauer dann auch zu einem Minderwertigkeitsgefühl führt.
Also das ist nicht unbedingt wieder eine Beziehung auf Augenhöhe, sondern man sieht sich.
Man sieht sich ja schlechter, man ist froh, dass der andere mit einem zusammen ist und hat halt dann auch wieder die Angst, dass der andere einen verlassen könnte, weil man ja nicht so viel wert ist.
Also das Gefühl zu haben, ich kann ja glücklich sein, dass ich so einen tollen Partner, so eine tolle Partnerin habe, das würde ich wahrscheinlich nie wieder so bekommen.
Und auch manchmal verbunden mit der Frage, krass, dass die mich gewählt hat, das passt gar nicht.
Also da hat man immer innerlich, wenn man jetzt so dieses, kennt man aus Filmen manchmal, dieses, das ist eine 10, eine 8, wenn man so gradet wird.
Da, Mensch.
Die ist eine 10, warum nimmt die mich? Ich bin nur eine 3. Das passt ja gar nicht.
Dabei sieht der andere einen vielleicht dann eher als 8 und empfindet sich selber als 6. Das ist immer so, das ist ja so subjektiv.
Und dann kommt noch die Frage auf, warum mich? Und es gibt ja so viel bessere Menschen und so viele, die besser aussehen und die mehr Geld verdienen.
Und es gibt ja so viele Punkte, an denen man sich festmachen kann, wo man dann eben nicht genug ist.
Ja, daraus entsteht dann eine emotionale Abhängigkeit.
Man kann halt schwer ohne den anderen sein, schwer allein sein.
Es werden Einschränkungen gemacht.
Also bitte nicht über Nacht wegbleiben, so diese Dinge halt.
Also es wird eingeschränkt und es entsteht natürlich auch Misstrauen, Eifersucht und dann eben auch eventuell so ein Kontrollzwang oder ein ständiges Kontrollieren des anderen.
Dass man eben aufpasst, besonders, dass derjenige nicht mit anderen schreit, mit wem trifft er sich, ist der abends lange weg.
Übernachtet der irgendwo und dass dort darauf geachtet wird, sehr intensiv, dass möglichst viel Zweisamkeit da ist.
Was man sagen muss, natürlich auch schwierig ist, weil der andere Partner durch Liebesbeweise oder anderen Sachen nie genug das Gefühl geben kann, dass die Verlustangst weggeht.
Und ist dauerhaft, ja, wie so ein Liebestank ist, der immer gefüllt werden will, aber selbst wenn der andere gibt und gibt und gibt, ist immer noch die Verlustangst.
Und gar nicht selten im Coaching ist es auch so, dass jemand sagt, ich möchte gar nicht, dass du diese Verlustangst hast, aber ich weiß gar nicht, was ich tun kann, damit die aufhört.
Weil ich bin schon total offen und ich versuche, dir auch viel Aufmerksamkeit zu geben.
Und Danny nimmt häufig auch diese, wie du sagst, Kontrolle auch schon in Kauf, wo man sagt, puh, das ist aber eigentlich auch schon eine ganz schöne Grenzüberschreitung.
Aber es reicht halt nie aus.
Und das macht natürlich in einer Beziehung irgendwann auch starke Umstände.
Und gute Gefühle auf beiden Seiten dann.
Bei manchen kommt es dann auch zu so einem Liebesburnout, dass man irgendwann immer so viel Liebe reingeben musste, um dem anderen das zu beweisen.
Und immer mehr und immer mehr, weil man eben diesen Mangel aus der Kindheit oder aus vorherigen Beziehungen ausgleichen muss.
Aber wie du schon sagst, das reicht halt immer nicht.
Man muss immer wieder nachlegen, nachlegen.
Und irgendwann kommt der Punkt, wo man merkt, boah, ich kann nicht mehr.
Ich muss die ganze Zeit immer viel mehr reingeben, als ich eigentlich bereit bin, in die Beziehung reinzugeben.
Und es wird immer noch mehr gefordert.
Und dann gibt es irgendwann so eine Art Burnout.
Dann kann derjenige nicht mehr reingeben und zieht sich zurück.
Kommen wir zur Bindungsangst.
Wie äußert sich eine Bindungsangst in der Beziehung?
Man geht eine Bindung ein, aber weist die Person kurz danach wieder ab.
Also ein bisschen ambivalentes Verhalten, könnte man sagen.
Am Anfang der Kennenlernphase, wie wir vorhin schon sagten, ist man sehr offen, findet das alles spannend.
Weil da ist halt auch noch nicht das Thema Bindungsumforderung.
Aber wenn es halt denn dazu kommt, weist man den anderen ab.
Das Problem ist dann, über Gefühle zu sprechen.
Es gibt eine Verschlossenheit.
Gar nicht selten ist es so, dass es auch sehr abrupt kommt.
Also das ist vor allem mal wie so eine Tür, die zugeschlagen ist.
Ab dem Moment dann vor allem mal für die andere Person ganz unverständlich der Kontakt abgebrochen wird.
Oder man sehr distanziert nur noch behandelt wird, weil dann sozusagen die Linie überstritten ist.
Das ist ja auch für denjenigen, der in der Bindungsangst drin ist und das wieder beendet, auch eine sehr schwierige Situation.
Denn derjenige möchte ja eigentlich ganz gerne vielleicht mit jemandem zusammen sein und hat auch Gefühle.
Aber die Angst ist stärker und er muss sich zurückziehen.
Deswegen kommt dann eben häufig dieser abrupte Cut.
Weil das auf seichte, angenehmere Art und Weise zu tun, das würde halt sehr schwer fallen und nicht gut funktionieren.
Ich habe gerade ein Einzelcoaching, da hat es zwei Jahre gedauert, bis eine Beziehung sozusagen, die Beziehung wurde, also zwei Jahre hat sich das angebahnt.
Und es gab in diesen zwei Jahren quasi ein ständiges Hin und Her zwischen, naja es bahnt sich an, wieder Pause, es bahnt sich an, wieder Pause, ich kann nicht vertrauen, wieder Pause.
Und da war es eben genauso, dass die Frau eben eine Bindungsangst hat und dass sie deswegen in diese Beziehung schwer reingehen konnte.
Dass sie schwer Vertrauen fassen konnte und auch im Laufe der Beziehung, dass dann immer mehr Kontrolle, Eifersucht, Themen gab, entsprechend Isolation vom Freundeskreis und all solche Dinge, um eben nicht diesen Verlust wiederum auch dann zu haben.
Also da war es sogar so ein bisschen gekoppelt, also es gab irgendwie beides bei ihr.
Das hat es dann sehr, sehr schwer gemacht.
Zusätzlich konnte sie gar nicht über Themen aus der Vergangenheit sprechen.
Was eben auch ein deutliches. Was eben auch ein deutliches Warnsignal ist, also da würde ich immer sehr aufpassen, wenn jemand sagt, ich kann über Themen aus der Vergangenheit nicht sprechen, dann sind die typischerweise verdrängt, aber nicht verarbeitet.
Das heißt, sie sind voll am Wirken, man bekommt diese Päckchen, diese Prägung in der Beziehung halt voll ab.
Im Verhalten sieht man das dann auch daran, dass es ein leichtes Gefühl von Genervtsein gibt, also die Person möchte lieber alleine sein und sucht den Rückzug.
Es gibt einen körperlichen Abzug.
Es gibt einen körperlichen Abstand, das ist meistens auch sehr sprunghaft, meistens wenn jemand dann vor allem die körperliche Nähe sucht und dann derjenige ist geführt, okay, wir bauen jetzt hier Rituale oder Routinen auf, die bedrohlich sein könnten und dann zieht man sich halt auch da stark zurück.
Wir haben zu diesem Thema einen Blogbeitrag geschrieben, Verlustangst in der Beziehung überwinden, Symptome und Lösungsstrategien, da könnt ihr euch das Thema Verlustangst genauer ansehen.
Genauso haben wir auch einen zweiten.
Zum Thema Bindungsangst, wie überwindet man diese Symptome, Folgen und Lösungsstrategien, so könnt ihr, wenn ihr möchtet, nochmal alles Wichtige nachlesen, falls euch das hilft, eher nochmal zu lesen statt eben zu hören.
Das sind auch zwei einzelne Blogartikel, das heißt, die sind deutlich intensiver.
Wenn ihr merkt, dass das Thema euch beschäftigt, dann meldet euch natürlich gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch, dann schauen wir, ob wir euch im Coaching dabei unterstützen können, eure Verlustangst zu überwinden und damit eine,
Ausgeglichenere Beziehung zu führen, euch auf Streitigkeiten einlassen zu können, Konflikte nachhaltig lösen zu können, eure Meinung sagen zu können, das hilft.
Oder auch natürlich, wenn ihr schon in der Krise seid und merkt, irgendwie möchte ich raus aus der Beziehung, ich kann aber nicht, die Verlustangst hält mich zurück.
Auch dabei können wir natürlich unterstützen, diese Verlustangst zu überwinden, denn das ist für beide keine schöne Situation, wenn einer sich nur aufgrund von Ängsten in der Beziehung hält,
aber eigentlich diese Beziehung.
Kommen wir einmal zum Punkt, wie kann ich Verlustangst, Bindungsangst überwinden?
Das Erste ist, man natürlich in der Selbstreflexion oder auch in den Gesprächen mit dem Partner oder der Partnerin mal zu dem Ergebnis kommen und sich überlegen, habe ich denn eine Bindungs- oder Verlustangst, sodass man die erstmal für sich wahrnimmt und für sich selber, ich will jetzt nicht diagnostizieren sagen,
aber einfach feststellt.
Und dann analysiert, woher kommt das?
Das ist bei uns ja immer der gleiche Schritt, wenn ihr schon Podcast-Folgen gehört habt, dann wisst ihr, welche Frage jetzt kommt, das ist immer die Frage, wann war es mal gut?
Also gibt es einen Zeitraum im Leben, wo ich das noch nicht hatte?
Guckt mal vielleicht so die ersten Jahre mal durch, ab der Geburt, wo man sich anfängt zu erinnern oder nimmt erstmal nur Erzählungen und geht dann so durch, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Jahre und merkt, ne, da war alles gut.
Da kenne ich sowas wie Verlustangst noch überhaupt nicht.
Irgendwann wird man älter, 11, 12, 13, 14 und um 14 macht es auf einmal ein Gefühl im Bauch oder in der Brust und irgendwas ist komisch.
Und dann sagt man, naja, mit 14, da war irgendwas.
Und dann fängt man an zu überlegen, was könnte da gewesen sein, was da passiert.
Man geht vielleicht nochmal weiter und merkt, die stimmt, ab 14, da merke ich das da, da habe ich irgendwie Ängste, da habe ich manchmal Angst, den Papa, die Mama zu verlieren.
Dann später in der ersten Beziehung habe ich Ängste, da ist irgendwas mit 14 passiert und überlegt man genauer und sagt, naja, klar, ist ja logisch, da ist meine Oma gestorben.
Das war ganz plötzlich, das scheint das ausgelöst zu haben und dann hat man die Ursache gefunden.
Also ganz häufig ist ein Ursprung in der Kindheit zu finden.
Ich habe jetzt Step 2 schon mal so ein bisschen reingenommen, erste Verletzung finden, also das war die Verletzung, dann geht es darum, das zu lösen und zu verarbeiten.
Also das heißt, man verarbeitet dann nochmal, dass dann zum Beispiel die Oma gestorben ist, auch mit der System-Empowering-Methode und dann prägt man den Zeitstrahl neu, sagen wir immer.
Das heißt, wenn man die erste Verletzung gelöst hat, dann geht man danach seine Zeitlinie weiter durch und guckt sich die Momente an, in denen man Verlustangst hatte oder diese Angst bekommen hat und die löst man dann auch entsprechend auf mit der verursachenden Person.
Das könnt ihr euch entweder bei uns im Videokurs anschauen, wie das funktioniert, einmal Lebens-Ear-Listen-Steady googeln oder den kostenlosen 5x5-Kurs auf der Website anmelden, dann bekommt ihr danach automatisch eine Mail, die euch dann in diesen großen Kurs führt.
Und da wird das ganz detailliert erklärt, wie man Systemgesetzverletzungen findet, diese auflöst, diese Prägungen löst. Das könnte jetzt sonst durchaus etwas sein, wo man drei, vier Folgen machen kann, um das genau zu erklären, weil es auch immer ein bisschen individuell ist, aber da haben wir es in einem großen Videokurs für euch aufgenommen oder alternativ natürlich im Coaching einmal schauen, aber das ist so der grundsätzliche Prozess.
Dann wäre es natürlich auch wichtig, das Gespräch mit dem Partner oder Partnerinnen.
Zu suchen und die Person mit in den Prozess hineinzunehmen. Gemeinsam durch diesen Prozess zu gehen, macht immer schon sehr viel aus, meiner Erfahrung nach, weil man dann nicht das Gefühl hat, man ist ein Einzelkämpfer, sondern man macht das ein bisschen im Wir-Gefühl und das macht bei der anderen Person meist auch ein gutes Gefühl, wenn man aktiv sehen kann, wie geht die Person wirklich systematisch ihre Probleme an.
Und ja auch zu sehen, dass die Ursache nicht ist.
In der Beziehung liegt, das ist ja auch häufig dann so ein Thema zwischen den beiden, dass der eine sagt, Mensch, warum hast du denn so viele Ängste, kontrollierst mich, ich verstehe das nicht, ich bin doch treu, ich liebe dich, ich bleibe bei dir und dann sagt, ja, ich weiß das alles, aber trotzdem kommt das immer hoch und dann denkt, Mensch, was kann ich denn noch tun und da entweder entsteht der Wut oder Verzweiflung, Ohnmacht, ich kann nichts machen, ich habe doch auch noch nie was gemacht und so ist dann auch für den Partner das natürlich eine gewisse Form der Erleichterung zu sehen.
Das ist die Ursache, es liegt nicht an mir, ich kann da gar nicht viel zu beitragen, außer vielleicht dir die Sicherheit erstmal geben und dann eben sehen, wie kann ich dich unterstützen dabei, dass du Therapie machst, Coachings machst, was auch immer dann gebraucht wird, um das zu lösen.
Genau, also man sieht dann ja im besten Fall, wie der andere eine neue Haltung einnimmt und kann natürlich auch ein bisschen mitwirken im Prozess auf gesunde Art und Weise, indem man zum Beispiel den anderen darin bestärkt.
Nochmal auf das Selbstwertgefühl zu achten, das nochmal zu stärken, man könnte zusammen auch Glaubenssätze überarbeiten, da kann der Partner, die Partnerin auch immer ganz gut beitragen, indem man sagt, Mensch, mir sind auch schon ein paar Glaubenssätze bei dir aufgefallen, die bringst du immer wieder, wie stehst du denn dazu?
Weil viele Glaubenssätze sind uns auch gar nicht so bewusst, weil die sind so tief verankert, die sind aber vielleicht dem anderen bewusst und der kann dann sagen, Mensch, okay, du hast jetzt mal ein paar Glaubenssätze aufgeschrieben, ich hätte auch noch ein paar.
Dann hat der andere natürlich auch nochmal eine andere Reflexionsmöglichkeit.
Und die Glaubenssätze lassen sich natürlich auch dann verändern, wenn man die Ursache gefunden hat, dann findet man auch den Ursprung, wann sind diese Glaubenssätze in mein Leben getreten, an welchem Zeitpunkt, was ist da wieder passiert, weil häufig ist dann ja auch nochmal irgendetwas, was diese Verlustangst antriggert und dann einen neuen Glaubenssatz bildet.
Also Verlustangst wird angetriggert, mit 14 stirbt die Oma.
Später verlässt einen irgendeinen Freund, eine Freundin plötzlich.
Glaubenssatz, wenn jemand in den Urlaub fährt, dann werde ich verlassen.
Der entsteht dann auf einmal und dann kann man den eben auch wieder finden und von der Ursache her lösen, wenn man die Hauptursache gefunden und gelöst hat.
Ja, das war unser Podcast zum Thema Verlustangst und Bindungsangst.
Wie könnt ihr damit umgehen, wie könnt ihr das Ganze lösen?
Wie gesagt, ihr findet weitere.
Infos im Blog dazu.
Ihr könnt Videokurse bei uns sonst machen oder ins Coaching gehen, wenn euch diese Themen belasten und ihr sie gerne lösen möchtet.
Ansonsten freuen wir uns sehr, wenn wir uns in der nächsten Folge wiedersehen.
Bis dann.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Verlustangst ist die Angst vor der Trennung oder dem Verlust eines Liebhabers, oft aus frühen Erfahrungen wie Krankheit, Todesfälle oder Trennung der Eltern hervorgerufen.
Bindungsangst entsteht durch Unsicherheit bei der Eingang von Bindungen, häufig aufgrund negativer Erlebnisse in der Kindheit oder vorherigen Beziehungen.
Beide Angsttypen werden oft durch unverarbeitete frühe Traumata ausgelöst, insbesondere durch Verluste, die nicht verarbeitet wurden, wie zum Beispiel die Todesfälle von Eltern oder Großeltern.
Verlustangst führt zu ständigen Wünschen nach Bestätigung, Selbstzweifeln und Kontrolle, sodass die Beziehung zu einer emotionalen Abhängigkeit führt.
Bindungsangst zeigt sich durch abrupte Abweisung, Verschlossenheit und eine Abneigung gegen Vertrauen, wodurch die Beziehung instabil bleibt.
Die Behandlung beginnt mit der Selbstreflexion und der Suche nach frühen Erfahrungen, um Ursachen zu identifizieren und zu verarbeiten.
Eine gemeinsame Arbeit mit dem Partner fördert das Vertrauen und zeigt, dass die Angst nicht an der Beziehung liegt, sondern tief verwurzelt ist.
Mit Methoden wie der System-Empowering-Methode und Glaubenssatzüberprüfung können alte Prägungen aufgelöst und ein neues, gesundes Selbstwertgefühl entwickelt werden.
Summary:
Verlustangst und Bindungsangst sind tief verwurzelte Ängste, die oft auf frühe Erfahrungen wie Todesfälle, Krankheiten oder Elterntrennungen zurückgehen. Verlustangst entsteht aus der Angst, einen Liebhaber zu verlieren und führt zu ständigen Wünschen nach Bestätigung, Kontrolle und Zweisamkeit. Bindungsangst entsteht durch die Angst, sich eng zu binden, oft aufgrund von frühen negativen Beziehungen oder unverarbeiteten Erfahrungen.
Beide Ängste führen zu Verhaltensmustern wie Abweisung, Kontrolle, Eifersucht und Abstand. Die Lösung beginnt mit der Selbstreflexion: Man stellt sich die Frage, wann das erste Mal eine Angst aufkam, und kann so die Ursachen in frühen Lebensphasen finden. Mit Methoden wie der System-Empowering-Methode werden diese Ursachen verarbeitet und die Prägungen neu gezeichnet.
Ein wichtiger Teil des Prozesses ist die gemeinsame Arbeit mit dem Partner, die das Gefühl der Isolation verringert und das Vertrauen stärkt. Gleichzeitig werden Glaubenssätze überprüft und verändert, um ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen. Durch diesen Prozess können beide Partner eine gesunde, glückliche und harmonische Beziehung entwickeln, in der Vertrauen, Selbstsicherheit und gegenseitige Unterstützung vorhanden sind.
Die Themen werden im Blog und in Videokursen ausführlich erklärt, und für Betroffene ist auch ein telefonisches Erstgespräch zur Unterstützung im Coaching möglich.
FAQs
Verlustangst ist die Angst vor der Trennung oder dem Verlust eines geliebten Menschen, beispielsweise aus Krankheiten, Eifersucht oder durch eine Attraktivität eines anderen. Sie führt oft zu einer ständigen Bedenken, dass die Beziehung aufgrund von Verlusten oder Trennungen enden könnte.
Bindungsangst ist die Angst vor engen Beziehungen oder einer zu engen Bindung. Menschen mit dieser Angst haben Schwierigkeiten, sich offen zu zeigen oder Vertrauen aufzubauen, besonders bei Entscheidungen wie Heirat oder Kinder bekommen.
Verlustangst entsteht oft aus negativen Erfahrungen in der Kindheit oder frühen Beziehungen, wie dem Tod eines Elternteils, einer plötzlichen Trennung oder einer schweren Krankheit. Diese Ereignisse prägen die Angst, sich von jemandem zu lösen.
Bindungsangst entsteht häufig aus schwierigen Beziehungen zu Eltern, ständigem Trennen oder Erfahrungen aus früheren Beziehungen, bei denen man sich eingeengt oder nicht genug wertgeschätzt fühlte.
Verlustangst zeigt sich durch ein ständiges Verlangen nach Liebesbeweisen, Kontrolle über den Partner, Misstrauen, Eifersucht und eine starke Abhängigkeit, die das Leben ohne den Partner als unmöglich erlebt wird.
Bindungsangst zeigt sich durch ambivalentes Verhalten, wie zunächst große Offenheit, gefolgt von plötzlichen Abbrüchen oder Abweisungen, oft ohne klare Gründe, und durch ein Vermeiden von Vertrauen und körperlicher Nähe.
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