Eine Zwischenkalbezeit von 400 Tagen gilt seit jeher als ein Richtwert für ein gutes Fruchtbarkeitsmanagement in der Milchviehhaltung. Immer mehr Betriebe stellen das mittlerweile aber infrage und verlängern die Zwischenkalbezeit deutlich, teilweise auf 500 Tage oder mehr. Als Gründe werden die positiven Auswirkungen auf Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung angeführt.
Was aber bedeutet eine Verlängerung der Zwischenkalbezeit genau? Wie lässt sie sich in der Praxis umsetzen? Welche Herausforderungen bringt die Verlängerung mit sich und wie zukunftsträchtig ist dieser Ansatz?
Susanne Gäckler von der DLG und Dr. Christian Lambertz vom FiBL spra...
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3087 Words, 21209 Characters
Nach der Umstellung habe ich den Einfluss, dass es den Kühen einfach besser geht. Und unser Erstbesamungserfolg ist höher gegangen. Herzlich willkommen beim Netzwerk Fokus Tierwohl. Dem Podcast führt Tierwohlgerechte und nachhaltige Nutztehaltung. Willkommen zum neuen Podcast des Netzwerks Fokus Tierwohl. Heute widmen wir uns einem aktuellen Thema in der Milchviehaltung und zwar der verlängerten Zwischenkalbezeit. Mein Name ist Christian Lambertz. Ich bin Bereichsleiter Tierwohl am Fiebel. Und werde sie heute gemeinsam mit meiner Kollegin Susanne Geckler von der DLG durch dieses Interview begleiten. Danke Christian, ein herzliches Willkommen auch von mir. Wir haben uns heute zwei Gäste eingeladen, die ich sehr gerne begrüßen möchte. Das sind Dr. Anke Römer als Wissenschaftlerin und Frau Konstanzi-Rover als Praktikerin. [Musik] Bevor wir gleich ins Thema einsteigen, noch ein paar Worte zum Netzwerk Fokus Tierwohl. Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist ein Verbundprojekt aus allen Landwirtschaftskammern und landwirtschaftlichen Einrichtungen der Bundesländer. Weitere Partner sind der Verband der Landwirtschaftskammern als Projektcoordinator und wir von Fiebel und DLG. Das Netzwerk ist das Netzwerk Impulsbetriebe Tierwohl. Die sind innovative Betriebe, die sich zu aktuellen Tierwohlthemen austauschen und ihre Erfahrung mit Berufskollegen teilen. Wir freuen uns, dass wir heute eine Betriebsleiterin aus diesem Netzwerk begrüßen dürfen. Als erstes begrüße ich aber Dr. Anke Römer. Frau Römer, würden Sie sich bitte kurz vorstellen? Ja, ich bin Anke Römer. Ich arbeite am Institut für Tierproduktion der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Mecklemuch Vorpommern. Ich beschäftige mich insbesondere mit der Lebensleistung, Nutzungsdauer, Gesundheit und eben auch der Fruchtbarkeit von Milchkühlen. Wir haben keinen eigenen Versuchstahl, leider nicht. Oder manchmal ist es vielleicht auch gut so, wie kriegen unsere Daten aus den Betrieben aus Mecklemuch Vorpommern ein großes Netzwerk, das Test hernetster Rinderalians 30 Betriebe und das ist ein ganz, ganz tolle Datenschatz. Vielen Dank, Frau Römer. Dann begrüße ich unseren zweiten Gast. Das ist Konstanz-Rover aus dem Netzwerk der Impulsbetriebe Tierwohl. Frau Römer, stellen Sie sich bitte auch kurz vor? Moin, mein Name ist Konstanz-Rover. Ich bin zusammen mit meinem Mann aktiv auf einem Milch-Übertrieb mit 220 Kühen oder 220 Kühen in Milch, 240, 250 Kühen haben wir. Wir haben eine Leistung von etwas über 10.000 Liter, machen seit 2011 Adlibitumfütterung und Kälber ist eben mein Steckenfert. Und seit zwei Jahren oder knapp zwei Jahren machen wir jetzt auch diese verlängerte Zwischenkalbezeit. Danke schön, Frau Römer. Dann lassen Sie uns doch gleich in unser heutiges Thema verlängerte Zwischenkalbezeit einsteigen. 400 Tage Zwischenkalbezeit gelten seit jeher als Richtwert für ein gutes Fruchtbarkeitsmanagement. Immer mehr Betriebe stellen das aber mittlerweile in Frage und verlängern die Zwischenkalbezeit sogar auf bis zu 500 Tage oder mehr. Als Gründe werden die guten und positiven Auswirkungen auf Gesundheit, auf die Fruchtbarkeit und auf die Leistung genannt. Wir möchten heute gerne mit unseren Experten über die Chancen und Herausforderungen einer verlängerten Zwischenkalbezeit sprechen. Und das in einer Zeit in der Stichworte wie Nutzungsdauer, Lebensleistung oder auch die Verwertung der männlichen Kälber, die Diskussionen um die Milchviehaltung bestimmen. Frau Römer, zu Beginn vielleicht gleich eine Frage zur Klarstellung, wann sprichband von einer verlängerten Zwischenkalbezeit? Was ist normal? Was ist verlängert? Ja, das ist nicht so einfach zu definieren. Es geht hier ja um eine bewusst verlängerte Zwischenkalbezeit und die wird nur bestimmt durch die freiwillige Wartezeit. Also wie viele Tage ich einer Kuh nach der Kalbung gebe, bevor ich sie wieder zusammen möchte. Früher oder bisher, das hatten Sie erwähnt, waren das standardmäßig in unseren Betrieben 42 Tage. Heute haben viele Landwirte diese Frist, da habe ich mal schon auf 60 Tage erhöht. Das würde ich noch nicht als verlängerte Zwischenkalbezeit bezeichnen. Aber ab 80 Tagen freiwillige Wartezeit könnte man aus meiner Sicht von einer gezielt verlängerten Laktation sprechen. Aber der Ausgangspunkt ist dabei immer entscheidend. Frau Römer, wie Sie schon gesagt haben, haben Sie schon seit mehreren Jahren Erfahrung mit der verlängerten Zwischenkalbezeit gesammelt. Was waren Ihre Beweggründe, sich damit zu beschäftigen und aktiv anzugehen? Also wir hatten dann schon fast eine verlängerte. Wir waren nie bei 42 Tagen. Wir waren von je her bei 60 Tagen Wartezeit. Unsere Kühe haben die Leistung gesteigert und es ist einfach ärgerlich eine Kuh mit 30 Litern Trockenstellen zu müssen, weil das nächste Kalb kommt. Das war so der Hauptgrund eigentlich. Okay, noch eine Anschlussfrage, besamen Sie Ihre Kühe grundsätzlich später oder wählen Sie sich dafür bestimmte Tiere aus, zum Beispiel solche mit sehr hohen Milchleistungen? Wir gehen nicht nur nach der Milchleistung, sondern wir haben ein Handmanagementprogramm, was uns alle Informationen liefert und wir sehen uns auch die Kuh direkt an, so dass wir nicht nur nach Milchleistung gehen, sondern nach Fed-Ivers-Kurzien, der Inhaltsstoffe der Milch und nach der Konditionierung der Kuh. Vielen Dank für die ersten Eindrücke. Jetzt würden wir uns gerne etwas genauer damit beschäftigen, wo die Vorteile der verlängerten Zwischenkall bezeit liegen. Vor Römer, Sie beschäftigen sich seit Jahren wissenschaftlich mit dem Thema. Im Grunde geht es ja bei der Verlängerung der Zwischenkall bezeit darum, den Besamungszeitpunkt weiter nach hinten zu schieben. Was steckt da dahinter und wo genau liegen die Vorteile dabei? Dahinter steckt aus unserer Sicht das Mitgehen des Landwirtes mit der Entwicklung seiner Kühe. Als man eine Zwischenkall bezeit festlegen musste, also mit Beginn der künstlichen Besammung, lag die Milchleistung bei etwa 3,5.000 Liter. Bei einem solchen Leistungs-Niveau muss die Zwischenkall bezeit ein Jahr betragen, damit die Kühe sich nicht selbst trocken stellen. Seit Mitte der 70er-Jahre hat sich die mittlere Milchleistung mehr als verdoppelt und manche Kühe geben viermal so viel Milch im Jahr. Auch der Verlauf der Laktationskurve hat sich damit verändert. Wenn eine Kuh heute ihr höchstes Leistungs-Niveau erreicht hat, das ist etwa um den 70. Laktationstag, soll sie nach altergebrachterweise schon wieder tragen sein. Dazu fehlt ihr einfach teilweise die ausreichende Energieaufnahme, was sich dann in einem höheren Besamungsauf an längeren Zwischentrage Zeiten und so weiter in einer schlechteren Fruchtbarkeit äußert. Und ich denke, wir Landwirte haben es versäumt, unsere Ansprüche in Punktofuchtbarkeit den Kühen anzupassen. Fürsenschafliche Untersuchungen von Neozas und Kasken belegen zum Beispiel, das Hochleistungskühe, das Herdenniveau betrug ca. 11.000 Liter Milch. Die bewusst erst nach dem 188. Tag besamt wurden die besten Fruchtbarkeitsparameter aufwiesen, also den geringsten Besamungsauffahren. Die beste Brunsterkennung und den höchsten Erstbesamungserfolg und das nicht nur im Vergleich zu Kühen, den nur 40 Tage freiwillige Wartezeit gegönnt wurde, sondern auch zu Kühen, die 120 Tage auf ihre erste Besamung warten mussten. Und Vorteile sehen wir insbesondere darin, dass die Kuh zu Laktationsbeginn mehr Energie für sich selbst und zur Milchproduktion zur Verfügung hat. Und mit frühen Besamungen kappen wir eigentlich die Milchleistung und die Persistenz der Laktation. Zum anderen geben die Kühe dann zum Ende der Laktation nicht mehr so viel Milch, sodass wir sie nicht mehr mit 30 Liternen am Tag trocken stellen müssen. Also kommt späteres Besamen der Kuh zugute, bedeutet mehr Tierwohl, aber auch mehr Milch und gegebenenfalls auch geringeren Antibiotika-Verbrauch. Jede Kalbungsstelle aus unserer Sicht für die Kuh, also die Mutter, ein gesundheitliches Risiko da, sowie ein gewissen Alterungsprozess für die Kuh und ist mit erheblichen Arbeitsaufwand verbunden. Und weniger Kalbungen bedeuten also weniger Risikofasen für die Kuh, eine bessere Gesundheit, weniger Trockenstehzeiten, längere Nutzungsphasen, insgesamt eine längere Nutzungsdauer mit geringeren Reproduktionsraten und auch, wie sie schon sagt, weniger Nachzucht, das heißt weniger Kälbernermarkt. Frau Rova, welche Veränderungen haben Sie nach der Umstellung bei Ihren Tieren gesehen? Nach der Umstellung habe ich den Einruf, dass es den Kühen einfach besser geht und unser Erstbesamungserfolg ist höher gegangen. Also das kann ich jetzt rund aus bestätigen, was Frau Rova immer gesagt hat. Wir sind erfolgreicher bei den Erstbesamungen und den Tieren geht es besser und ich als Kälberfrau merke einfach, dass ich mehr Zeit für das einzelne Kalb hab, weil sie nicht mehr so viele sind. Was sicherlich zu beachten ist, nun haben wir von der Genetik her auch Rot-Bund-DN noch sehr dazwischen in Betrieb, dass sie sehr rund werden.
da muss man sicherlich mit der Vitterung aufpassen, dass sie dann nicht verfetten, dass es da eine gewisse Grenze gibt. Okay, vielen Dank. Frau Römer, was gibt es zu beachten, wenn ein Betrieb auf die verlängerte Zwischenkaltenbezzeit umsteigen möchte? Ist das für jeden Betrieb interessant oder lohnt es sich nur für bestimmte Betriebe? Es lohnt sich für alle Betriebe, deren Kühe mehr als dreindäubter Ossendlich ermilche im Jahr geben. Ich würde es Betrieben empfehlen, die Kühe mit mehr als 9000 Liter Milch haben. Hier kann man sich gezielt bei Einzelkühnen an das Thema herantrauen. Viele Landwirte machen das ja schon seit langem Gönnen gerade ihren Spitzenkühnen, längere Zwischenkalbezeiten, um sie später noch ein weiteres Mal tragen zugekommen. Genau von diesen Kühen noch weibliche Nachzuch zu erhalten. Nur nennt man das dann nicht so, aber es wird ja auch schon häufig gemacht. Der Anfang ist also schon getan und Voraussetzungen für eine umfangreiche Anwendung dieser Strategien sind aus unserer Sicht eine gute Persistenz der Laktation. Eine Anpassung des Vütrungsregimes beziehungsweise der Gruppen Einteilung im Stall und dass man offenseinend muss für Veränderung. Andererseits Betriebe, die mit dem Verkauf ihrer Nachzuch zusätzliches Einkommen erzielen, vorausgesetzt, die Erlöse sind höher als die Kosten. Den Betrieben würde ich dieses Verfahren nicht unbedingt empfehlen, die sollten abwegen, was rentable ist. Und auch Betriebe, die das Wochenbett der Kühe nicht im Griff haben und deren Fruchtbarkeitsmanagement insgesamt im Agen liegt, die sollten sich nicht darauf ausgune. Auf einer verelängerten Laktation ein gutes Management gesunde Kühe sind die wichtigsten Voraussetzungen. Ich denke, man muss bestimmte Sachen auch mit berücksichtigen. Zum Beispiel, dass man durch eine längere Laktation mehr Laktierende Kühe in der Herde hat. Man hat also auch einen höheren Milkaufwand. Man hat dafür weniger trockenstehende Kühe insgesamt, pro Zeitseinheit. Man hat auch weniger Kälber und weniger Junggrinder. Das alles muss man neu anpassen. Vielen Dank. Eine Frage noch an Frau Rhofer. Sie haben es schon angedeutet. Aber wie machen Sie das, woran machen Sie den optimalen Besamungszeitpunkt bei Ihren Kühen fest? Als wir angefangen haben, sind wir davon ausgegangen, dass wir einfach die ersten Milchkontrolldaten genommen haben und die Milchmänge mal zwei genommen haben. Das war unsere freiwillige Wartezeit. Inzwischen sind wir eben dabei, fett eiferskurzend die Konditionierung der Kuh und sicherlich auch ihre Persistenz zu beurteilen und dann zu entscheiden, ob sie dann noch mal länger warten oder ob sie dann tatsächlich an dem Tag gesamt werden sollen. Prima, danke schön. Frau Rhoemer, Sie koordinieren seit Anfang dieses Jahres ein Modell und Demonstrationsvorhabent Tierschutz, das sich mit der Verlängerung der Laktationsperiode beschäftigt. Anhand welcher Kriterien wird auf dem Projekt betriebende optimale Besamungszeitpunkt bestimmt? Genau dafür zur Berechnung des optimalen Besamungszeitpunktes haben, meine beiden jungen Projektkollegen Tim Kulo und Syltherbstra, ein eigenes Modell entwickelt. In diesen sogenannten TBS-Rechner, tierindividuelle Besamungsstaat heißt das, muss der Land wird nur die Laktationsnummer der Kuh eingeben, ihre Tage in Milch und den aktuellen sieben Tagesschnitt der Milchleistung. Und dieser sogenannte TBS-Rechner gibt dann den optimalen Besamungsstaat aus. Dahinter liegt eine Modellkalkulation, die ich hier nicht so verraten möchte. [Musik] Okay, an der Unigisen ist in einer Studie von Professor Heu, der Einfluss einer verlängerten Zwischenkalbezeit auf das Abgangsalter und die Lebensleistung ausgewertet worden. Im Ergebnis rechnet sich eine Frühbesamung nicht, dagegen erreichen Kühle mit einer verlängerten Zwischenkalbezeit von durchschnittlich 430 Tagen eine höhere Lebens- und Lebenstagsleistung und die Kühle verbleiben länger im Betrieb. Frau Römer, wo sehen Sie den ökonomischen Vorteil der verlängerten Zwischenkalbezeit und welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein? Ja, na 430 Tage, das ist doch schon was. Das ist insgesamt ein bisschen schwierig zu berechnen, weil für die Nutzungsdauer und die Lebensleistung ja nur zurückliegende Daten genutzt werden können. Und es gibt nur sehr wenige Betriebe, die bereits seit mehreren Jahren bewusst ihre Kühe spät der Besam. Geht eine von diesen bewusst verlängerten Kühen dann ab, drückt sie die mittlere Nutzungsdauer nach unten. Andererseits kann bei der Auswertung oft nicht unterschieden werden, ob die Zwischenkalbezeit bewusst oder Krankheitsbedingt verlängert war. Dazu müssen alle Gesundheitsdaten digitalisiert sein, wie bei unseren Testherendaten. Und wir haben daher anhand reale Daten Modellkalkulationen berechnet. Wir hatten über 17.000 Kühe mit einer kurzen Zwischenkalbezeit, also Proku und hier ein Kalb. Und mehr als 10.000 Kühe mit einer langen Zwischenkalbezeit, da war die über 460 Tage. Und Kühe mit der langen Zwischenkalbezeit gaben auf fünf Jahre bezogen. 1.500 Liter mehr Milch hatten weniger Erkrankungen und eine um 1 Kilogramm Milchhöre Leistung Helibstag. Frau Robe, vielleicht jetzt noch sie gefragt, sie würden die verlängerte Zwischenkalbezeit wahrscheinlich nicht anwenden, wenn sich das nicht irgendwie rechnen würde. Was trägt ihre Ansicht nach hauptsächlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei? Der wirtschaftliche Erfolg ist sicherlich mit der höheren Milchleistung begründet, weniger Abkaltungen, weniger Tüllen, rund um die Kaltung. Und im Grunde genommen auch weniger Nachzucht, denn deswegen zu haben und sich dann auf die zu konzentrieren, die man dann auch später als Nachzucht braucht. Das klingt alles sehr positiv, aber gibt es auch Herausforderungen. Wenn wir zum Beispiel auf die Zucht schauen, wird sich bei der Umstellung auf eine verlängerte Zwischenkalbezeit durch die spätere Besahmung der Fruchtbarkeitswert verändern. Frau Roemer, gibt es hier schon Ansätze, wie sich dies berücksichtigen lässt? Ja, die größte Herausforderungen, die sehe ich eigentlich bei den Zuchtverbänden. Sie rechnen sicher über die Anzahlbesahmung, verkaufte Schpermer und Tierverkäufer ab. Das alles wird durch längere Laktationen weniger und auch der Zuchtvorschritt wird geringer, weil sich das Generationsinterval erhöht. Aber die meisten Zuchtverbände sehen die Vorteile auf der Seite der Landwirte und auf der Seite des Tierwohls und passen ihre Beratungsstrategien bereits an. Neue Ansätze, da sehe ich tatsächlich noch Nachholbedarf. In den 70er Jahren wurde festgelegt, dass diese Parameter von Zeit zu Zeit überarbeitet werden sollten. Und ich denke, dafür ist nun höchste Zeit. Man sollte aus meiner Sicht die Nutzungstauer nicht mehr in Laktationen angeben. Die Rastzeit ist immer nur ein Abhängigkeit von der freiwilligen Wartezeit berechnen oder von mir aus die Rastzeit ganz weglassen, auch aus dem Zuchtwert rausnehmen. Die Verzögerungszeit ist ein guter Parameter. Sie wird weiter steigen, nicht sinken, weil wir bessere Erstbesammungserfolger haben. Frau Rovei hat schon gesagt. Die Non-Returnrate wird auch steigen, weil eben der Erstbesammungserfolger größer ist und dann mehr Tiere nicht wieder erneut in Brunst kommen. Aber wenn man so etwas Änder-Fruchtbarkeitsparame der insbesondere auch im Zuchtwert, dann muss das auch international trotzdem vergleichbar sein. Zum Beispiel einheitliche Zuchtwert international und bis dahin ist es noch ein sehr, sehr weiterweg. Eine Herausforderung, aber auch eine wundervolle Schanze, ich darin, was Frau Rovei eben schon gesagt hat, die wenigeren Kälbe, die man dann hat, exklusiver und intensiver aufzuziehen zu gesunden Leistungsstarken und langlebigen Kühen. Frau Rovei gibt es aus ihrer Sicht. Noch stolper steine, die die Umstellung auf eine verlängerte Zwischenkahlbezeit erschweren. Auf jeden Fall. Also sicherlich ist es ja ein wirtschaftlicher Aspekt. Hauptgrund würde ich sagen, spermer Verkäufer, die dann die Theorie auf den Tisch legen. Wenn man nicht ab dem 60. Tag besahmt, dann würden die anschließenden Eizellen, die dann reifen, in der Wangephase entstehen. Und deswegen würde man die Kühe dann gar nicht mehr getragen kriegen. Deswegen müssen sie ab dem 60. Tag unbedingt besahmt werden, um diese Verliegel, die da noch während der guten Zeit vor der Kälbung entstanden sind, dann zu besahmt. Und das ist so altes Wissen oder alte Welchengeschichten, wo sehr schwer gegen Anzugämpfen ist. Und am Abschluss möchten wir gerne noch einen Blick in die Zukunft werfen. Frau Römer, glauben Sie, dass eine Strategie wie die Verlängerung der Zwischenkahlbezeit eine Maßnahme sein wird, die sich in der Breite durchsetzt. Und was müsste sich dafür verändern? Da gehe ich ganz stark von aus. Denn wir Wissenschaftler können unsere Ergebnisse offensiv präsentieren. Aber wenn ich als Land wird sehe, dass es beim Nachbarn klappt, überzeugt das viel mehr. Daher sehe ich auch ein großes Potenzial in unserem Modell und Demonstrationsprojekt. Und danke jetzt nochmal allen Betrieben, die uns mit dem mit uns gemeinsam eine Umstellung auf eine längere Laktation wagen. Es gibt bereits Betriebe mit verlängerten Zwischenkahlbezeiten wie bei Frau Röwer und sehr viele interessierte Landen.
das haben wir auch auf unserer Suche nach den M&D-Betrieben gemerkt. Verändern müssen sich, wie Frau Rova gesagt hat, die Wissensvermittlung in Ausbildung und Beratung und Kennzahlen wie Zwischenkalbezeiten mehr als 400 Tage dürfen nicht mehr grundsätzlich negativ bewertet werden. Frau Rova, eine abschließende Frage noch an Sie. Wie schätzen Sie anhand Ihrer bisherigen Erfahrungen die Bedeutung einer verlängerten Zwischenkalbezeit für die Tiergesundheit und das Tierwohl auf den Milchvierbetrieben ein? Sehr hoch. Also es ist einfach, die diese kritischen 100 Tage rund um die Kalkuk oder nach der Kalkuk, das Energieloch, wo sie wie Kühe ja durchmüssen, gehilft ja noch mal nicht. Und deswegen ist das so ein Paar zusammen. Also ich bin ja schon jahrelang für die Artigietumförderung der Kälberwerbeträgerin sozusagen und da kann ich Frau Rova verstehtigen von mir als Praktikerin fressen sie die Landwirtel Eha. Das ist ein ganz großes Problem und es müssten mehr Praktiker mehr Werbung machen für die längere Zwischenkalbezeit. Vielen Dank, Frau Rova, vielen Dank, Frau Rova. Danke für die interessante Diskussion. Das waren jetzt viele Informationen zur verlängerten Zwischenkalbezeit. Lassen wir uns noch mal kurz die Chancen und Herausforderungen zusammenfassen. Vorteil einer verlängerten Zwischenkalbezeit ist ein mehr an Tierwohl, weil den Kühen nach der kritischen Phase rund um die Kalkunk mehr Zeit gegeben wird. Das hat eine längere Nutzungsdauer zur Folge. Zudem wirkt sich der spätere Besamungszeitpunkt positiv auf die Mechleistung und hier besonders auch auf die Persistenz aus. Ein weiterer Effekt ist, dass die Reproduktionsrate sinkt. Es werden also weniger Kälber geboren, für die dann in der Aufzucht auch mehr Zeit ist. Bei der Umstellung auf eine verlängerte Zwischenkalbezeit ist vor allem geduld gefragt, den Tieren auch wirklich mehr Zeit zu geben. Auch die Auswirkungen auf die Stahlkabazitäten müssen berücksichtigt werden, weil es mehr laktierende Kühe dafür aber weniger trockenstehende Kühe und weniger Nachzucht gibt. Außerdem ist ein Umdenken in der Zuchtnotwendig, damit die veränderten Fruchtbarkeitsparameter angemessen berücksichtigt werden und nicht wie im Moment den Zuchtwert verschlechtern. Vielen Dank noch mal an Frau Dr. Römer und Frau Rhofer für die interessante Diskussion. Damit bedanken wir uns fürs Zuhören und freuen uns, wenn Sie auf der Projektwebseite vorbeischauen oder wir Sie auf einer unserer nächsten Veranstaltung im Projekt Netzwerk Fokus-Tierwohl begrüßen dürfen. Machen Sie es gut, haben Sie eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal. Das war es für heute. Mehr Podcasts zur Tierwohlgerechter und nachhaltiger Nutztierhaltung finden Sie bei Spotify, iTunes und Soundcloud. Und wenn Sie noch mehr wissen möchten, dann klicken Sie sich ins Netzwerk auf www.fokus-tierwohl.de. Das Netzwerk Fokus-Tierwohl wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung.
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