Go back

Verheiratet und fremdverliebt: Ist das der Anfang vom Ende?

0m 0s

Verheiratet und fremdverliebt: Ist das der Anfang vom Ende?

Fremdverlieben ist kein Zufall, sondern ein tiefes Zeichen für unerfüllte Bedürfnisse in der Beziehung, wie Nähe, Aufmerksamkeit oder emotionale Zugehörigkeit. Es entsteht meistens, wenn bestimmte Sprachen der Liebe, wie nette Worte oder gemeinsame Erfahrungen, nicht ausreichend bedient werden. Dies führt zu einem Mangelgefühl, das durch eine außerhalb der Beziehung geförderte Verbindung ausgelöst wird. Die Lösung liegt nicht in der Abwehr oder Verdrängung des Gefühls, sondern in der gemeinsamen Erkennung der Ursachen, einem offenen, respektvollen Gespräch mit dem Partner und der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen. Der Prozess erfordert Klarheit, Reflexion und die Möglichkeit, Konsequenzen zu reflektieren – etwa durch einen strukturierten Öko-Check. Auch Kinder spüren die Veränderungen und können dadurch emotional verletzt werden. Für eine nachhaltige Heilung ist es entscheidend, dass beide Partner gemeinsam an der Verbesserung der Beziehung arbeiten, nicht nur ein Teil der Beziehung belastet wird. Eine solche Herangehensweise verhindert, dass das Mangelgefühl wiederholt wird und neue, gefährdete Beziehungen aufgefüllt werden. Die Unterstützung durch ein professionelles Coaching ist dabei entscheidend, um emotionale Blockaden zu durchbrechen und eine gesunde, erfüllte Beziehung wiederzufinden.

Transcription

6192 Words, 37122 Characters

German
Das Thema heute ist verheiratet und fremdverliebt und wir haben gerade ein wenig über unseren persönlichen Einstieg philosophiert und fanden das ganz interessant, dass wir gerade Jahrestag hatten, also das Thema verheiratet und verliebt, das passt dann, aber bei uns ist dann das Verliebtsein ja auch schon viele Jahre her und glücklicherweise ist bei uns kein Fremdverliebtsein reingerutscht, zumindest nicht, dass ich es wüsste. Genau, ja, Verliebtsein ist ja immer so der Start in eine Beziehung häufig, also wir sprechen ja von der Kennenlernphase, dass man sich kennenlernt, dass ganz viele Hormone ausgeschüttet werden, dass man verliebt ist und in manchen Büchern oder auch im Fernsehen wird ja auch immer so suggeriert, dass man ja auch dauerhaft verliebt bleiben kann, also dass es ein Gefühl ist, was man am besten mitnehmen sollte durch die ganze Beziehung und ich finde das schwierig, weil es ja in meinem Auge ganz normal ist, so wie der Mensch sich verändert, so verändert sich ja auch im Laufe der Zeit die Beziehung, also sie bleibt ja nicht so stehen, wie sie am Anfang war von den Gefühlen, sondern sie entwickelt sich ja auch weiter und das muss ja gar nichts Negatives sein, weil wenn man jetzt überlegt, dass im Laufe der Beziehung ja zum Beispiel das Vertrauen wächst, weil man sich näher kennenlernt, weil man Sachen miteinander erlebt, Erfahrungen zusammensammelt, so ist das ja auch was Positives. Wenn wir heiraten, dass wir uns eigentlich darauf verständigen, dass wir nie wieder in diese Verliebtheitsgefühle kommen, die wir am Anfang der Beziehung gemeinsam hatten, weil wir hatten einfach nie wieder in der vollen Intensität, Neugier, alles ist wirklich neu, man kennt sich nicht und alles ist ein Abenteuer, das werden wir so nicht wieder haben und wir committen uns, das auch nicht wieder mit anderen haben zu wollen, das heißt wir fangen ja an damit uns, zu verlieben, dass wir uns nicht mehr in diese Verliebtheitsgefühle kommen, die wir am Anfang der Beziehung gemeinsam hatten, weil wir hatten einfach nie wieder in der vollen Intensität, Neugier, alles ist wirklich neu, man kennt sich nicht und das alles ist ein Abenteuer, das werden wir so nicht wieder haben und wir committen uns, das auch nicht wieder mit anderen haben zu wollen, das heißt wir fangen ja an damit uns, mit etwas zu verabschieden, das Thema verliebt sein, sollte damit eigentlich verabschiedet sein und man muss das Thema loslassen können dann. Und für viele ist das ja auch der Punkt, den sie so schmerzhaft finden, wenn es ums Thema Fremdverlieben geht, also dass jemand anderes, also der Partner, die Partnerin, vor allem als jemand anderem ein Gefühl hat, was in der Partnerschaft vielleicht in der Form natürlich nicht mehr da ist. Und was auch so stark ist. Genau. Was dann ja auch, und da kommen wir gleich dazu, etwas für die Partnerschaft ausmacht, dass dieses Gefühl da ist. Damit wollen wir uns heute näher beschäftigen, denn auch Fremdverlieben, gar nicht so selten in Kombination mit natürlich einer Affäre und Fremdgehen, ist häufig bei uns im Coaching ein Thema, was wir mit Paaren gemeinsam lösen. Du bist im Podcast der Lebensirrlisten, mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche. Harmonische Beziehung. Du hast gerade schon davon gesprochen von der Hochzeit, so der Höhepunkt für viele Paare ja auch in der Beziehung, dass man da emotional sich so eng verbunden fühlt, dass man sagt, wir geben uns diese starke, diese starke Commitment, dass wir sagen, wir gehen bis, dass der Tod uns scheidet, bis ans Ende aller Tage, was auch immer, wie man das nennt ja häufig, miteinander den Weg. Und trotzdem gibt es ja in einer Ehe auch Höhen und Tiefen. Und Fremdverlieben ist eine Sache, die viele Menschen denn zu einem absoluten Tiefpunkt zählen in ihrer Ehe, wenn man sagt, wir haben uns anscheinend so verloren, dass die andere Person, mein Partner, meine Partnerin, für jemand anderen gefällt. Und wenn man so ein Gefühl entwickeln kann, da kann doch irgendwas nicht stimmen. Also so sollte es ja nicht sein. Mit dem Gefühl melden sich häufig dann ja auch Einzelpersonenpaare bei uns, dass sie sagen, wir haben ein großes Problem, wir haben das Thema Fremdverlieben. Wie konnte es dazu kommen? Was ist passiert? Und das sind ja nur die, wo es auch wirklich ausgesprochen und thematisiert wird. Das wird sicherlich sehr, sehr viele Menschen geben, die sich in jemanden fremdverliebt haben. Und die Sprache der Liebe des anderen nicht mehr bedient hat. Und jemand anderes hat das dann gemacht. Und die andere Person, die das dann macht, die muss gar nicht die Absicht haben, mit der Person dann was anfangen zu wollen. Also manchmal ist es auch so, dass Fremdverlieben gar nicht hervorkommt. Also dass die Person, die dann das ausgelöst hat, das gar nicht weiß. Gerade kollegial ist das ja häufig so, dass man dann vielleicht einfach ein guter Zuhörer ist und dann kann man dort seine Sorgen und Nöte, ihre Sorgen und Nöte adressieren, bekommt Verständnis. Das habe ich zu Hause längere Zeit vielleicht nicht mehr so erlebt und nicht mehr gehabt. Oder da bekomme ich dann zum Geburtstag eine kleine Aufmerksamkeit und zu Hause irgendwie nicht. Das ist immer so dann dieser Vergleich, der entsteht. Und dann merke ich, oh, das spricht meine Sprache der Liebe an. Auch nicht bewusst, aber ich merke, da passiert was in mir. Und es gibt ja eben fünf Sprachen der Liebe. Und nur die eine ist körperliche Nähe. Die anderen fünf werden eben durch andere Dinge wie Aufmerksamkeit, Hilfe, nette Worte und so weiter ausgelöst. Und das kann dann eben in solchen Situationen passieren. Gerade Menschen, die auch beruflich einfach sehr eingebunden sind, also die unterwegs sind, zu Veranstaltungen unterwegs sind, die verbinden sich ja auch ganz viel mit anderen Menschen, dann sind am Netzwerken. Und gar nicht selten ist dann der Übergang auch manchmal ein bisschen fließend, dass man am Anfang dann über berufliche Dinge spricht und dass dann natürlich irgendwann vielleicht auch das Private mal hervorkommt und es den Menschen dann erst bewusst wird, was einem eigentlich fehlt. Also ich hatte mal ein Paar, da hat er sich fremdverliebt. Und dann war auch das Thema, dass er gesagt hat, er hätte nie gedacht, dass ihm das passiert. Und er war auf einer Veranstaltung, jobbedingt. Und dann war da eine Frau. Und am Anfang haben sie nur über Netzwerken und die Positionen in einem größeren Unternehmen gesprochen. Aber dann hat sie auch mal gefragt, Mensch, und wie geht es dir denn eigentlich so damit, dass du so viel reist? Und dass du so viel unterwegs bist? Und hat er dann berichtet, wie das denn im Job ist und wie das aufgebaut ist? Ja, das weiß ich alles. Aber wie geht es dir denn damit? Wie fühlst du dich denn? Und das hat ihn so imponiert in dem Moment. Er fühlte sich so gesehen, anerkannt, dass jemand mal wirklich fragt, wie es ihm damit geht, dass er diese Belastung hat. Ja, und daraus hat sich dann mehr entwickelt. Die Frau weiß bis heute nichts davon, weil es auch gar nicht ihre Absicht war. Das Verein ist einfach nur Interesse. Aber in ihm hat das ganz viel ausgelöst. Ja, dann kann es passieren, dass er denkt, die Gefühle gehen halt auch wieder vorbei. Und dann ist das aber manchmal nicht so. Dann sieht man sich doch noch mal jobbedingt wieder. Dann wird über sie gesprochen. Fängt man an zu schreiben. Dann merkt man, dass man auf einmal so ein bisschen wie als Teenager die Nähe sucht und einfach mal schaut, kann ich an dem Meeting teilnehmen, wo sie auch dabei ist? Kann ich sie heute noch mal sehen? Und merkt, dass man diesen Zustand auch immer wieder herstellt, weil das ja durchaus ein sehr, sehr angenehmes Gefühl ist. Es wird ja nur dadurch unangenehm, dass ich es eigentlich gar nicht haben will. Weil auf der anderen Seite, ich eine Ehefrau habe oder ein Ehemann, aber ansonsten ist es ja schon ein sehr angenehmes Gefühl, was ich dann auch suche. Und dann brauche ich da einen gezielten Prozess, muss mich da sehr innerlich committen, mich davon lösen zu wollen. Das geht, indem ich mir dann auch bewusst werde, welche Ursache liegt denn in der Beziehung. Und ich brauche auch erst mal Klarheit darüber, dass es in der Beziehung sehr wahrscheinlich eine Ursache geben wird. Denn wenn wir eine erfüllende Beziehung haben, wenn wir eine Beziehung führen, sind wir typischerweise so monogam geprägt, dass das eher nicht vorkommt. Und wenn das vorkommt, gibt es im Regelfall eine Ursache innerhalb der Beziehung, wie du eben auch schon eingeleitet hast, dass die Nähe fehlt, die Sprachen der Liebe nicht voll bedient werden. Und deswegen ist auch wichtig, nicht nur dieses Gefühl vielleicht loswerden zu wollen, vielleicht die Frau, den Mann, in dem man sich fremd verliebt hat, meiden zu wollen, sondern dann auch wirklich zu schauen, was ist denn die Ursache in der Beziehung? Wie können wir in der Beziehung das wieder verändern? Denn ansonsten ist ja auch die Gefahr da, dass irgendwer anderes diese Lücke dann als nächstes füllt. Ja, klar. Dann löst er sich von der einen Frau und trifft dann auf einmal jemand anderen, der das Gefühl bei ihm bedient. Und dann wechselt das einfach nur und er steht wieder vor dem gleichen Problem. Das heißt, es macht natürlich Sinn, da die Ursache zu erarbeiten und gemeinsam in der Partnerschaft zu lösen. Ja, das ist ganz spannend, was du sagst, weil es sehr häufig diesen Satz auch gibt oder diese Annahme, Gefühle gehen vorbei, das Fremdverlieben, das wird sich ganz von alleine auflösen. Also, dass man so ein bisschen auf die Zeit hofft, dass man sagt, ah, das war so eine Schwärmerei, das passiert mal und gar nicht so an die Ursache dahinter schaut. Und das ist natürlich dann schwierig, wenn man das als überflüssig ansieht, auf die Ursache zu schauen, dann rutscht man, wie du sagst, immer wieder in so eine Situation rein. Und ja, wir nennen das ja auch Deckel. Man deckelt ja auch seine Gefühle. Man sagt, nee, das kenne ich schon von mir, das passiert mal. Und ehrlich gesagt, spielt man ja auch so ein bisschen mit dem Feuer, weil ich schon merke so, bei den Paaren, die ich bis jetzt die letzten Jahre begleitet habe, es fängt manchmal mal ein Fremdverlieben an und es hört ja nicht immer mal ein Fremdverlieben auf. Also, der Übergang zum nächsten Schritt ist ja einfach auch ein bisschen gegeben. Nicht bei allen, aber manchmal ist er halt da. Und wenn ich daran nie rangehe, dann entwickeln sich manchmal auch Hemmschwellen immer weiter runter, dass ich sage, ja, okay, das kenne ich ja schon von mir, das hatte ich auch so. Und dann ist der Reiz da ja schon weg. Und beim Neuen, beim Nächsten gehe ich dann noch einen Schritt weiter, beim Nächsten noch einen Schritt weiter und dann landen wir ganz schnell bei der Affäre und nicht mehr beim Fremdverlieben. Oder das wird einfach verdrängt, gedeckelt, wie du sagst, und dann wird das so als Plan B im Hinterkopf behalten. Also, ich hatte jemanden im Coaching, da gab es das Fremdverlieben, da hat aber jemand innerlich diesen Trennungsprozess nicht durchlaufen und hat quasi innerlich immer als hypothetischen Plan B das so im Kopf behalten, einfach für so eine innere Sicherheit. Und ich sage, wenn das hier jetzt schiefläuft und wir keine erfüllende Beziehung hinbekommen, dann hätte ich ja einen Plan B. Das Fremdverlieben, das ist Jahre her, das ist nur hypothetisch, gar nicht reell. Kann wohl jemand nicht alleine sein, würde ich jetzt so aus dem Impuls sagen. Wenn ich mich von einer Sache in die nächste hangel, das ist ja auch ein Anzeichen dafür, dass dieser Plan B ja auch da ist, um mir Sicherheit zu geben, das Bedürfnis, ich bin nicht alleine. Das ist der eine Aspekt vielleicht. Der andere ist vor allen Dingen, dass man diesen Prozess von Liebeskummer und Traurigkeit meiden möchte, denn wenn man sich von diesen Gefühlen wieder lösen möchte, dann so eine innere Trennung vollzieht, dieses Fremdverlieben verarbeiten möchte, dann sind wir ja quasi in einer selbst erzeugten Ablehnung. Also ich gebe mir selbst einen Korb. Das habe ich zuletzt irgendwann in der Jugend gehabt oder in den Zwanzigern und das war vielleicht sehr schmerzvoll und ich bin dann durchs Leid gegangen, da war es aber noch anders. Da konnte ich vielleicht mit Freundinnen und Freunden drüber sprechen und sagen, mir geht es gerade schlechter, konnte ich Begleitung bekommen, jetzt habe ich mich fremdverliebt, wem kann ich mich da anvertrauen, durch wen bekomme ich Begleitung, wer versteht meinen Kummer? Im Regelfall bin ich damit auf einmal alleine und das ist sehr unangenehm und sehr schwierig und deswegen ist da auch so ein Verdrängungsprozess häufig das, was gewählt wird. Viele, die sich bei uns melden und die sagen, wir brauchen Unterstützung, weil wir kommen da alleine nicht mehr raus, da sagt die Person, die sie fremdverliebt hat auch sehr häufig, mir ist das total unangenehm, dass mir das passiert ist. Also, ich hätte nicht von mir gedacht und es weiß auch kein anderer, weil ich möchte eigentlich nicht, dass das jemand weiß, weil es ist ja nichts passiert vielleicht, aber ich hätte einfach nicht gedacht, von außen betrachtet sind wir so ein perfektes Paar. Wie konnte mir das dann passieren? Wir wollen uns jetzt ein paar Dinge anschauen, die eher nicht funktionieren, bevor wir zu den Dingen kommen, die dann auch funktionieren und wie man damit umgehen kann, wenn man sich fremdverliebt hat. Solltest du schon mehrere unserer Folgen gehört oder bei YouTube gesehen haben, dann freuen wir uns sehr, wenn du eine Bewertung hinterlässt oder unseren Kanal abonnierst. Wir antworten auch sehr schnell und intensiv auf Kommentare, die bei YouTube kommen, geben dort wertvolle Tipps und Hinweise, also geh da gerne mit uns in den Austausch. Beim Fremdverlieben geht es um das Gefühl, was also schwer hilft, ist erstmal voll auf der rationalen, auf der Sachebene nach Erklärungen zu suchen, warum das passiert ist. Natürlich gibt es dort Dinge, die man im Denken erarbeiten kann, aber trotzdem ist es wichtig, da die Gefühlsebene mit zu betrachten und nicht mit auszublenden. Und nicht in die Analyse einzusteigen, einfach nur zu sagen, es ist ja total logisch, dass das Fremdverlieben passiert ist, weil wir haben wenig Zeit miteinander verbracht. Sondern auch mal tiefer zu schauen, welche Bedürfnisse da eigentlich hinterstecken, die jetzt gerade nicht durch die Zeit, die man nicht mehr gemeinsam hatte, nicht gedeckt worden sind. Welches Mangelgefühl steckt dahinter? Weil nur, weil man wenig Zeit miteinander verbringt, heißt das ja nicht automatisch, dass es zu einem Fremdverlieben kommt. Und da auch wirklich auf das Gefühl von sich achten. Also was für ein Gefühl, wie du sagst, hat das in mir ausgelöst? Was macht das mit mir, wenn ich die Person sehe? Was ist mein tiefer Wunsch? Wie weit weg ist das von meiner Wunschbeziehung? Das ist der eine Aspekt, der andere ist das Ignorieren. Also, dass man im Denken Argumente findet, warum das Fremdverlieben gar nicht hätte stattfinden, sollen und gar nicht da sein soll, um das eben zu verdrängen. Und vielleicht aber auch Argumente zu finden, gerade wenn man natürlich genau in diese Richtung auch mal googelt oder so, warum das einfach ganz normal ist und man sich da gar keine Gedanken machen muss. Ich kann das einfach beiseite wischen, dass wir können die Studie ja nehmen und auch sagen, naja, das passiert jedem Zweiten, das ist nichts Besonderes. Das heißt, da brauche ich mir gar keine großen Gedanken machen. Ich bin halt der Zweite und jetzt schwamm drüber, das passiert halt jedem Mal, aber es gibt ja eben trotzdem Ursachen und Möglichkeiten, wie man, wenn man das nicht erleben möchte, für sich verhindern kann und sich da auf die Beziehung besser fokussiert. Und ehrlich gesagt, meine Erfahrung ist da auch, dass dieses Fremdverlieben auch von vielen verständlicherweise als sehr schmerzhaft empfunden wird. Also auch wenn wir jetzt sagen, jeder Zweite, ist es ja nicht so, dass man sagt, ach Mensch, dich hat das auch getroffen. Ja, ich kenne da schon zehn andere. Erstens redet man darüber nicht. Man hat nicht das Gefühl, es tritt so häufig auf, wie bei anderen Themen ja auch. Ich finde das jetzt vielmehr so spontan, das Thema Fehlgeburten ist ja ganz genauso, da wird ja auch nicht drüber gesprochen, obwohl es ja so viel häufiger auftritt, als man denkt. Und ich finde beim Fremdverlieben sagen auch viele Paare oder die Personen, die diese Verletzungen hat, weil der Partner oder die Partnerin das Fremdverlieben im Gefühl hat, das trifft mich fast mehr als ein einmaliges Fremdgehen auf rein körperliche Art und Weise. Was ja irgendwie so, wenn man hört Fremdgehen, Fremdverlieben, wird man erstmal denken, so, oh, Fremdgehen ist ganz viel schlimmer, aber, dass dann gesagt wird, ja, aber dieses Fremdverlieben, da denkt jemand an eine andere Person, da sucht man emotional die Nähe, da schreibt man vielleicht mit der Person, da tauscht man sich über seine persönlichen Gedanken aus, manche gehen dann ja auch irgendwie essen zusammen und haben eine schöne Zeit, also dass das gesagt wird, oh, das tut mir so weh, weil ich mir so wünschen würde, dass du das mit mir gemacht hättest, oder das Gefühl bei mir hättest, das sitzt so tief. Deswegen finde ich, wenn man sagt so, naja, Fremdverlieben passiert mal, so einfach ist es ja nicht. Also die Wirkung dahinter ist ja schon sehr, sehr stark, ne? Fremdverlieben ist häufiger auf der Identitätsebene der Beziehung angesiedelt. Da ist wirklich die Liebe in Gefahr, weil dort auf einmal eine neue, tiefere Verbundenheit entstehen kann, während man, wenn das so ein einmaliges Fremdgehen ist, das sehr runter reduzieren kann auf diesen Teilaspekt, ein sexuelles Abenteuer gehabt zu haben. Genau, weil man beim Fremdverlieben ja auch die Angst hat, also häufig ja auch so ein bisschen wie bei der Affäre, da ist es ja auch die Kombi so, denn zu sagen, ja, ich möchte auch Nicht mehr, dass du zu der Person Kontakt hast, weil ich habe das Gefühl, du musst Du musst sie oder musst ihn loslassen. Also das ist so richtig, da gehst du richtig in die Tiefe, ins Herz. Es ist auch wichtig für sich zu reflektieren, ob es eine Schwärmerei ist oder ein Fremdverlieben. Und die Gefahr ist eben, dass man ein Fremdverlieben als Schwärmerei abtut und doch gefühlsmäßig tiefer drinsteckt, als man dachte. Es ist eher normal und typisch, finde ich, dass man mal jemanden sympathisch, attraktiv findet, dass man jemanden nett findet, auch für jemanden schwärmt, jemanden besonders findet. Aber es ist ein Unterschied, ob ich in mir richtig ein Bauchkribbeln habe, Anziehung verspüre, Kopfkino bekomme. Ich merke, dass ich eben richtig in diese Verliebtheitsgefühle, auch in diese tieferen Basisgefühle hineinkomme. Schmetterling im Bauch, Bauchkribbel, zittrige Knie, schwitzige Hände, wenn ich jemanden sehe. Dann sollte ich vielleicht sagen, das ist keine Schwärmerei. Ich muss mich dem Thema wirklich widmen. Da ist ein bisschen mehr mit mir passiert als nur eine Schwärmerei. Und welche Konsequenzen? Welche Konsequenzen hat das für die Beziehung, für den Kontakt mit der Person? Dann muss ich mich dem intensiver widmen. Es gibt also auch wirklich Folgen, wenn man das Thema nicht angeht. Und die können natürlich dann auch für die Beziehung eine große Konsequenz haben. Weil dieses Mangelgefühl, aus dem heraus das entstanden ist, wenn das nicht angegangen wird, also man die Ursache nicht findet und gemeinsam daran arbeitet und Veränderungen herbeiführt, dann bleibt diese Ursache, also dieses Mangelgefühl ja, stehen. Ja, und dann baut sich natürlich eine Distanz immer weiter aus. Also meistens ist es ja so, es gab ja vorher schon diese Distanz, dieses Mangelgefühl, und dann kommt diese Person in das Leben. Und dann ist es ja nicht so, dass man vor einmal das Mangelgefühl dann auflöst, wenn man sagt, ich möchte keinen Fremdverlieben, entscheide mich dagegen. Sondern man muss jetzt sehr eigentlich aktiv arbeiten und sagen, okay, das war für mich nochmal so ein Zeichen, dass ich mich um meine Beziehung, wenn ich daran festhalten möchte, kümmern darf. Ja, das entsteht natürlich ein Gefühlschaos in der Folge. Vielleicht auch Frustration, denn ich habe auf einmal beides in mir. Vielleicht Liebe für die Frau, für den Mann, aber auch gleichzeitig ein Verliebtsein für jemand anderen. Und ich bin hin und her gerissen. Was ist denn jetzt die Wahrheit? Wofür soll ich mich entscheiden? Was ist richtig, was ist falsch? Man stellt sich auch die Frage, wenn einem wieder bewusst ist, wie dieses Gefühl vom Verliebtsein, ist, kann ich das sozusagen aushalten, das nicht nochmal zu erleben? Also kann ich das aushalten, weiter in meiner vielleicht nicht gut funktionierenden Beziehung zu bleiben? Also man stellt sich das so die ganz große Frage dann im Leben. Sehe ich mich jetzt noch in zehn Jahren in meiner jetzigen Beziehung so sitzen? Jetzt, wo ich nochmal gesehen habe, wie das ist, Gefühle zu haben. Man muss dann auch in den realistischen Blickwinkel kommen, dass es nicht um den Vergleich geht zwischen dieser tiefen Verbundenheit und Liebe und diesem Verliebtheitsverhältnis. Dieses Verliebtheitsgefühl, denn dieses Verliebtheitsgefühl ist ja etwas, was auch wenn man seinen aktuellen Partner verlassen würde und sich auf was Neues einlässt, nur eine Phase. Das wird ja in sechs bis zwölf Monaten ebenfalls ausklingen und in Liebe und ein gemeinsames Alltagsleben mit gewissen Differenzen und Konflikten münden. Das heißt, man darf sich nicht der Illusion hingeben, das würde dann ewig so bleiben, was man ja manchmal in der rosa-roten Brille und Verliebtheit so spürt. Ja, das stimmt. Das merke ich auch in den Coachings immer wieder, dass da eine gewisse Idealisierung natürlich auch bei der Person, in die man verliebt ist, da ist. Da kann man viele Dinge durchgehen lassen. Das ist natürlich auch hormonell so bedingt. Da ist man sehr großzügig, da sieht man eher die positiven Seiten und hat nicht so den klaren Blickwinkel. Ja, die beiden weiteren Punkte, die wir auf der Liste haben, die sind eigentlich schon genannt. Also du sagst es schon, dass die Gefahr von Untreue natürlich immer größer wird. Dass wenn die Anziehung immer größer wird, dann steigt die Gefahr von Untreue. Dann steigt auch diese Gefahr natürlich damit. Und wiederum, dass das Fundament der Ehe zunehmend instabiler wird. Das hast du auch schon genannt. Wenn man da nicht dran geht, dann sorgt es dafür, dass die Distanz größer wird. Weil ja die Ursachen nicht behoben werden, wird also auch die Distanz größer werden. Und dadurch ist natürlich das Fundament der Ehe zunehmend instabiler. Und vielleicht auch Unsicherheiten, die dann eben ja auch im Fundament entstehen. Weil der andere spürt ja auch, dass irgendwas komisch ist, irgendwas anders ist, der andere vielleicht mehr abwesend in den Gedanken ist, nicht so präsent ist und so weiter. Das ist ja schon etwas, was man merkt. Und nicht nur die Partnerin oder der Partner spürt das auch die Kinder. Also gar nicht selten habe ich das auch beim Fremdverlieben, dass die Kinder sagen, Mama oder Papa, irgendwie nach der Arbeit merke ich immer vor der Arbeit, morgens, da ist so gute Laune und wenn Papa dann von der Arbeit kommt, dann ist irgendwie schlechte Laune. Dann ist er so genervt, dann geht die Tür, dann geht die Tür auf und dann wird so viel gemeckert und der sagt dann sowas wie, bei der Arbeit ist es viel schöner und ich möchte lieber zur Arbeit zurück. Und das Kinder manchmal so das Gefühl haben, ja, irgendwie zu Hause ist alles schlecht und da, wo Papa hinfährt, das kann man mal auf der Sportseite oder so, da ist das vor allem mal so gut. So haben Kinder das mal beschrieben. Das fand ich ganz spannend, wie die Wahrnehmung da so angekommen ist. Jetzt haben wir uns schon damit beschäftigt, was alles nicht funktioniert. Wollen uns jetzt gemeinsam gleich anschauen, was funktioniert. Und ja, wenn dich dieses Thema betrifft und du quasi einer von den Kindern bist, von denen 50 Prozent sind, die die Studie ergeben haben, die das betrifft und es ist jetzt gerade soweit, dann melde dich gerne bei uns. Wir helfen euch da gerne raus aus dieser Phase, denn das ist etwas, was alleine aus unserer Perspektive schwer nachhaltig zu bewältigen ist, wenn man da auch wirklich gemeinsam auf die Ursachenforschung gehen möchte und dann auch nachhaltig diese Themen bewältigen möchte. Kommen wir mal zur Lösung. Also was kann man tun, wenn man das Thema Fremdverlieben als Herausforderung in seinem Leben gerade hat und man möchte es in den Griff bekommen, man möchte damit umgehen? Den ersten Punkt haben wir jetzt mehrfach zwischendurch genannt, aber es ist sehr wichtig, den nochmal hervorzuheben. Die Ursachen finden und gemeinsam aufarbeiten. Wir schauen gemeinsam, wann war es mal gut? Wann war dieses Mangelgefühl noch nicht da? Beziehungsweise schauen vielleicht zuvor erstmal, welches Mangelgefühl ist denn da ausgeglichen worden? Wie passte denn diese andere Person als Puzzlestück nun auf den Partner, auf die Partnerin? Und wenn wir das gefunden haben, wissen wir auch, wonach wir suchen sollen. Und dann finden wir vielleicht so eine Phase, wo man sagt, vor zwei Jahren, da war die Masterarbeit, da hast du dein Startup begonnen, davor habe ich mich voll gesehen gefühlt, da war meine Sprache der Liebe erfüllt und seitdem hat sich was verändert und da ist der Mangel immer größer geworden. Das war gar nicht mir so bewusst damals, aber das ist so Schritt für Schritt in der Beziehung erwachsen und jetzt rückblickend kann ich das sehen und reflektieren. Zu dem Zeitpunkt war mir das natürlich nicht bewusst. Dann ist es auf jeden Fall wichtig, ein Gespräch mit dem Partner und mit der Partnerin zu führen. Dann ist es natürlich wichtig, dass man das zusammen aufarbeitet und dass die andere Person das Wissen darüber hat. Weil nur dann ist es nachhaltig. Natürlich kann man auch seinen Anteil alleine angehen und sagen, ich möchte für mich erstmal Klarheit haben, wie ist das passiert, aber eine Beziehung ist ja immer in Anteilen und so ist die Dynamik ja auch in einem Anteil und es ist ja gerade für beide sehr wichtig, zu sehen, wo hast du dich verloren gefühlt, wo habe ich mich verloren gefühlt in der Beziehung und gar nicht selten ist es ja im Coaching so, dass die Menschen sehr überrascht sind und nicht immer den gleichen Zeitpunkt haben und sagen, jo, schlagen wir ein, habe ich ganz genauso den Zeitpunkt, sondern dass da auch eine Diskrepanz ist vom Zeitpunkt und gesagt wird, ja krass, also bei mir war das noch alles in Ordnung, du hast ja auch gar nichts gesagt, bei mir fing das erst viel später an oder ich habe die Dramatik ganz anders gesehen, ich habe gedacht, dass es normal ist. Also es ist wichtig, in den Austausch darüber zu gehen und die Bedürfnisse und Gefühle einmal zu formulieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden, weil es ist ja natürlich auch nicht fair, dem anderen nichts davon zu sagen und einen Ausschluss zu begehen. Der Ausschluss ist ja schon begangen durch das Fremdverlieben, aber indem ich meine Gefühle nicht mitteile, hat der andere ja auch gar keine Chance zur Veränderung. Bei dem Punktgespräch mit dem Partner der Partnerin führen, finde ich, stellt sich ja eine spannende Frage. Sollte ich denn mitteilen, dass ich mich fremdverliebt habe oder mache ich das mit mir selber aus und sage einfach nur, in unserer Beziehung läuft was nicht gut, ich fühle mich unwohl? Lasst uns mal gemeinsam suchen, woran das liegt. Also man könnte ja darauf hinweisen, dass die Beziehung gerade nicht erfüllt, nicht glücklich ist, ohne das Fremdverlieben mitteilen zu müssen. Was würdest du sagen, was ist der bessere Weg? Also ich bin ja immer für absolute Ehrlichkeit, weil ich glaube, dass es auch manchmal wichtig ist, um in eine Veränderung zu kommen, Klartext zu sprechen und ganz klar zu sagen, welche Konsequenz jetzt schon eingetreten ist. Und ich finde das auch eine Form von Respekt, dass man den anderen auch an diesem Punkt mitnimmt. Also man kann es ja auch wertschätzend und respektvoll vermitteln. Man muss es ja nicht als Vorwurf vermitteln, weil dann würde ich das schon schwierig finden, wenn man sagt, ja und deswegen hast du Schuld und ich habe mich fremdverliebt. So ist es natürlich nicht der Weg, gar keine Frage. Aber ich finde es schon wichtig, dass man da ehrlich ist. Genauso aber auch andersrum, dass derjenige, der sich fremdverliebt hat, auch nicht der ist, der die volle Schuld abbekommt und sagt, du machst unsere Beziehung kaputt, weil du Augen für jemand anderen hast, sondern da auch zu schauen, wo sind die gemeinsamen Anteile in der Beziehung. Wenn man das offen ausspricht, dann muss man sich anschauen, welche Konsequenzen Also welche Grenzen werden gesetzt, welche Person ist das und wie kann man dort typischerweise den Kontakt abbrechen oder reduzieren. Selten ist der Fall, dass jemand sagt, da kann ich wunderbar mit leben und auch für den, der sich fremdverliebt hat, ist auch ganz selten, dass derjenige sagt, ich kann trotz regelmäßigem Kontakt mich lösen. Das heißt, eine Auswirkung wird normalerweise sein, dass man den Kontakt abbricht oder so weit einschränkt, wie es möglich ist. Also wenn man nun beruflich zusammenarbeitet, weil man zum Beispiel in einem Projekt miteinander arbeitet, dann kann ich vielleicht nicht zu meinem Arbeitgeber gehen und sagen, hey, ich arbeite hier in dem Projekt mit dem und dem Kunden, ich will da raus. Wenn man der Einzige ist, der diese Kompetenz hat, wenn man in dieser Projektleitung vielleicht drinsteht. Und gefühlt unabdingbar ist, wie willst du das machen, ohne dass das Unternehmen Schaden davon nimmt, wie willst du das dem Unternehmer erklären, der wird typischerweise eher sagen, du bekommst deine Gefühle in den Griff, regel das, das kann jetzt nicht hier unsere Baustelle sein, das ist ein Projekt im sechs-, siebenstelligen Bereich, können wir nichts machen. Du musst das durchziehen. Und dann geht es natürlich darum, auch eine Entscheidung zu treffen. Also für sich selber zu reflektieren, was möchte ich überhaupt. Also ist da wirklich was? Ist da wirklich schon die Klarheit zu sagen, ich sehe das Fremdverlieben als etwas an, was ich nicht möchte? Oder ist der Schritt im Kopf vielleicht auch so groß, dass ich auch eine Trennung gar nicht ausschließe? Also welchen Weg möchte ich gehen? Wichtig ist ja nur, dass wir eine Klarheit haben und dass wir keinen anderen Menschen ungute Gefühle zufügen und verletzen damit, indem wir zweigleisig vielleicht fahren, sondern für uns eine Klarheit haben. Und da, so nutzen wir es ja auch häufig im Coaching, ist der Öko-Check, wie wir es nennen, eine gute Möglichkeit. Nämlich nicht eine einfache Pro- und Kontraliste, wie man sie vielleicht noch kennt aus der Schule oder irgendwie aus der Ausbildung und man nachher einfach die Punkte abzählt, sondern wo man sich auch ganz aktiv wirklich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dieser Frage beschäftigt. Also man schaut auf das Gute im Jetzt, man schaut aber genauso auch auf die negativen Konsequenzen, die jede Entscheidung mit sich bringt, die eintreten können. Und natürlich auch, was kann ich tun, lernen, verändern, damit die negativen Konsequenzen nicht eintreten. Das für sich alleine durchzuführen, ist gar nicht so einfach. Weil man natürlich emotional voll befangen ist. Absolut, ja. Das ist ein sehr typisches Einzelcoaching-Thema und da melden sich auch immer wieder Einzelpersonen bei uns, die wir dann bei dieser Entscheidungsfindung begleiten. Also da ist das dann häufig so, dass der Partner das noch nicht ausgesprochen bekommen hat und es darum geht zu entscheiden, wie soll der Weg aussehen. Und da erarbeiten wir normalerweise genau diese Dinge. Welches Mangelgefühl wurde dort entsprechend ausgeglichen? Wo lag die Ursache? Wie groß schätze ich die Wahrscheinlichkeit? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit ein, das mit meinem Partner gemeinsam lösen zu können, wenn ich das offen ausspreche und sage, hey, da gibt es ein Thema, das macht mich echt unglücklich, sogar so unglücklich, dass ich mich jetzt in jemand anderen verliebt habe und ich will das Thema mit dir aber angehen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige dann sagt, boah, scheiß Situation, aber ja, lass uns voll daran arbeiten und da den Fokus draufsetzen und was verändern und dann natürlich den Öko-Check, um eben dann diese Entscheidung auch zu treffen und zu sagen, ich mache das mit meinem Partner. Ich mache das mit meinem Partner gemeinsam, meiner Partnerin. Haben wir gerade auch genau diesen Fall im Coaching. Jemand hat sich da fremdverliebt in eine Affäre begonnen und wollte im Einzelcoaching für sich Ursachen finden, Klarheit bekommen, eine Entscheidung treffen, hat dann, hier ging es sehr schnell, nach einem Termin entschieden, ich sage das meinem Mann und teile das mit, die Affäre hat sie beendet und jetzt liegt es an dem Mann, ob er sich für den Coaching-Prozess dann öffnet und gemeinsam, das Thema angeht, so weit sind wir noch nicht, der ist erstmal jetzt in der Phase, wo er das gerade mal verdauen muss und ein wenig aus dem Schockmoment rauskommt und dann hoffentlich dafür bereit wird, daran gemeinsam zu arbeiten, in anderen Fällen ist das aber schon regelmäßig so passiert. Wir waren jetzt hier auch sehr schnell, sehr schnell Klarheit bekommen, das ist ein Termin, typischerweise brauchen wir eher zwei oder drei Termine, um also die volle Klarheit zu bekommen, das ist aber immer unterschiedlich. Und darum geht es ja häufig. Wenn wir im Leben in Situationen kommen, wo wir keine Erfahrung mit haben, ist das ja erstmal nicht schlimm, also das hat ja jeder, das haben wir ja auch, wir haben ja auch öfters mal Situationen im Leben, wo wir sagen, okay, das ist eine echte Herausforderung, hier bräuchten wir mal Unterstützung und bei vielen Themen ist es auch völlig normal, sich Unterstützung zu holen, da fühlt sich das gar nicht komisch an, wenn irgendwas im Haus, im Haushalt kaputt geht oder so und man hat da kein Fachwissen drüber, da überlegt man nicht lange, okay, soll ich die Waschmaschine jetzt auseinandernehmen selber und wieder zurücknehmen? Oder man würde zusammenbauen und denen auf Fehlersuche gehen oder man würde auch vielleicht nicht selber überlegen, beim Auto irgendwas auszulesen, weil man nicht irgendwie darin eine Bestimmung sieht für sich oder Talent hat oder Interesse hat, sondern da würde man auch ganz klar sagen, ich fahre in die Werkstatt oder ich rufe einen Handwerker an und so sollte es eigentlich auch sein bei Themen, wenn man Klarheit brauchen, wenn man in einer emotionalen, herausfordernden Situation ist, zu sagen, ich habe da keine Ahnung von, ich merke aber, mein Leid ist so groß, ich komme aus der Situation nicht raus und ich möchte für mich einen stimmigen Weg gehen können. Und ich hole mir jemanden an die Seite, wo ich ein gutes Gefühl habe und wo die Person vor allen Dingen viel Erfahrung hat und mich da gut durch diesen Prozess durchführen kann und wo es einen Fahrplan gibt und es nicht einfach so Gespräche sind und ja, erzählen Sie doch mal, mal gucken, ja, es ist eine schwierige Situation, sondern wo jemand sagt, okay, klar, hatten wir schon sehr häufig, schildere mir aber trotzdem natürlich individuell deine Situation und wir schauen, was du brauchst und dann machen wir einen Fahrplan, was die nächsten Schritte sind, was du brauchst, was ist das, was du brauchst, was ist das, was du brauchst. Was ist das Ziel, wo willst du hin, wie können wir dich da begleiten? Aber es ist ja eigentlich dein Coach, der ist ja mehr auf deiner Seite, sondern dann zu sagen, nee, nee, das ist mein Coach, der hat mir für Klarheit geholfen, wenn wir ins Paar-Coaching gehen, nehmen wir im gleichen Team jemand anderen, der uns noch nicht kennt und der mit uns völlig neu startet, aber wir können diese wirksame Methodik für uns nutzen und das ist ja sehr vorteilhaft, finde ich und vor allen Dingen auch, der Partner hat eine sehr gute Chance, dann auch jemanden bei uns im Team zu finden, wo es auch von der Sympathie her matcht, weil das natürlich auch ein Thema ist, wenn ich mich einzeln für jemanden entscheide, finde ich den sympathisch, das kann sein, dass der Partner, die Partnerin, den er mal gar nicht sympathisch findet, das ist auch ein wichtiger Erfolgsfaktor und bei zehn anderen Coaches, die dann noch im Team zur Verfügung stehen, wird immer einer dabei sein, wo es auch von der Sympathie her matcht. Und ich finde das auch so wichtig, wenn man so ein großes, für sich persönlich wichtiges Thema angeht, da geht es um die Beziehung, da geht es aber auch um die Kinder, um Lebensziele, um ganz, ganz große Themen und da brauche ich jemanden an meiner Seite. Wo ich sage, okay, ich mag die Stimme hören, es ist sympathisch, ich fühle mich wohl, das ist auf einer Wellenlänge und wenn das alles matcht, dann kann auch eine gute Begleitung stattfinden. Ja, in diesem Sinne sind wir durch. Wir freuen uns sehr, dass du dabei warst und diese Podcast-Folge gehört hast und vielleicht hören wir uns in der nächsten Folge wieder. Bis dann! Tschüss!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Fremdverlieben entsteht oft aus unerfüllten Bedürfnissen in der Beziehung, wie Mangel an Aufmerksamkeit oder emotionaler Nähe.
  2. Das Gefühl von Fremdverlieben ist kein Zufall, sondern ein Hinweis auf tiefe Lücken in der Beziehung, die durch fehlende Sprachen der Liebe verstärkt werden.
  3. Es ist entscheidend, die Ursachen gemeinsam mit dem Partner zu erkennen und nicht einfach das Gefühl zu verdrängen oder zu ignorieren.
  4. Der Prozess der Bewältigung erfordert eine authentische, respektvolle Kommunikation, um Vertrauen und gegenseitige Verantwortung aufzubauen.
  5. Die Gefahr von Untreue und eine instabile Beziehung wachsen, wenn die Ursachen nicht behandelt werden.
  6. Kinder spüren oft die Veränderungen in der Beziehung und entwickeln daraus negative Wahrnehmungen.
  7. Eine klare, reflektierte Entscheidung ist notwendig, um das Fremdverlieben zu verarbeiten und eine nachhaltige Verbesserung zu ermöglichen.
  8. Ein gemeinsamer, strukturierter Prozess wie der Öko-Check hilft, die Konsequenzen und Optionen transparent abzubilden.

Summary:

Fremdverlieben ist kein Zufall, sondern ein tiefes Zeichen für unerfüllte Bedürfnisse in der Beziehung, wie Nähe, Aufmerksamkeit oder emotionale Zugehörigkeit. Es entsteht meistens, wenn bestimmte Sprachen der Liebe, wie nette Worte oder gemeinsame Erfahrungen, nicht ausreichend bedient werden. Dies führt zu einem Mangelgefühl, das durch eine außerhalb der Beziehung geförderte Verbindung ausgelöst wird.

Die Lösung liegt nicht in der Abwehr oder Verdrängung des Gefühls, sondern in der gemeinsamen Erkennung der Ursachen, einem offenen, respektvollen Gespräch mit dem Partner und der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen. Der Prozess erfordert Klarheit, Reflexion und die Möglichkeit, Konsequenzen zu reflektieren – etwa durch einen strukturierten Öko-Check. Auch Kinder spüren die Veränderungen und können dadurch emotional verletzt werden.

Für eine nachhaltige Heilung ist es entscheidend, dass beide Partner gemeinsam an der Verbesserung der Beziehung arbeiten, nicht nur ein Teil der Beziehung belastet wird. Eine solche Herangehensweise verhindert, dass das Mangelgefühl wiederholt wird und neue, gefährdete Beziehungen aufgefüllt werden. Die Unterstützung durch ein professionelles Coaching ist dabei entscheidend, um emotionale Blockaden zu durchbrechen und eine gesunde, erfüllte Beziehung wiederzufinden.

FAQs

Verliebtsein beschreibt die frühe, intensive Phase einer Beziehung, geprägt von Hormonen und Neugier. Fremdverlieben entsteht, wenn ein Partner sich emotional für jemand anderen begeistert, ohne dass dies bewusst oder absichtsvoll ist, und liegt oft an unerfüllten Bedürfnissen in der Beziehung.

Fremdverlieben berührt tief die Identität der Beziehung und führt zu einem Gefühl der Verletzung. Es zeigt, dass ein wichtiger emotionaler Bedarf in der Beziehung nicht bedient wurde und schafft eine innere Spannung zwischen Liebe und Verlust.

Nein, Fremdverlieben verschwindet nicht automatisch. Es kann durch eine tiefere Auseinandersetzung mit den Ursachen, wie z. B. ein Mangelgefühl oder fehlende Nähe, und durch gemeinsame Arbeit in der Beziehung überwunden werden.

Fremdverlieben entsteht oft, weil in der Beziehung Bedürfnisse wie Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Nähe nicht ausreichend bedient wurden. Diese Lücken werden durch fremde Personen ausgelöst, die diese Bedürfnisse erfüllen.

Man sollte die Gefühle nicht verdrängen, sondern offen mit dem Partner darüber sprechen, die Ursachen finden und gemeinsam Lösungen entwickeln. Ein wertschätzender, respektvoller Austausch ist entscheidend für eine nachhaltige Heilung.

Weil Fremdverlieben oft tiefere emotionale und seelische Reaktionen hervorruft – wie Bauchkribbeln, Zittern oder starke Anziehung – und nicht nur eine kurze, flüchtige Begeisterung ist. Es zeigt eine echte emotionaler Verbindung.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.