US-Bürgerkrieg - Kann Trump das Land wieder spalten?
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Das Narrativ der „Lost Cause“ behauptet, dass die Südstaaten ehrenvoll gekämpft und moralisch unverkennbar seien, selbst wenn sie den Krieg verloren haben. Dieses Bild wird im Film „Gone with the Wind“ und in der US-Politik weitergegeben, aber es ist historisch problematisch, da es eine nur partielle Sicht auf den Bürgerkrieg darstellt und die Sklaverei als eine unerträgliche Institution und Ursache des Konflikts ausblendet. Die grundlegenden Ursachen des Bürgerkriegs liegen in zwei miteinander verflochtenen Konflikten: der Sklaverei und dem föderalen System. Der Kompromiss von 1787, der Sklaverei und die 3/5-Regel, vertragen sich nicht, und die Kompromisse wurden durch die Expansion der USA immer wieder neu verhandelt. Der Missouri- und Kansas-Nebraska-Kompromiss führten zu intensiveren politischen Spannungen. Abraham Lincoln, obwohl er kein radikaler Abolitionist war, verfolgte eine Politik, die die Ausdehnung der Sklaverei verhinderte und 1863 mit der „Emancipation Proclamation“ den Krieg als Kampf um Freiheit rechtfertigte. Dieser Akt wurde nicht als universelle Befreiung interpretiert, sondern als Kriegsmaßnahme, die nur auf Gebiete angewendet wurde, die gegen die Union kämpften. Die tatsächliche Befreiung der Sklaven war jedoch auch durch ihre eigene Initiative – Flucht, Sabotage, Widerstand – ermöglicht. Die Gettysburg-Rede von Lincoln positioniert den Krieg als Test der Dauerhaftigkeit der amerikanischen Freiheit und stellt die Union als einheitliches „Werk des Volkes“ dar, was den sektionalen Anspruch der Südstaaten ausschließt. Nach dem Krieg wurde eine „Reconstruction“ durchgeführt, in der die Südstaaten in die Union zurückgenommen und die Bürgerrechte der Schwarzen verankert wurden. Doch diese Prozesse wurden oft durch die Unterdrückung der Sklaverei und die Nichtthematisierung der Ursachen des Krieges beschränkt, was zu einer langfristigen Kluft in der nationalen Erinnerung führte. Die historische Bewertung zeigt, dass der Bürgerkrieg nicht nur ein militärischer Konflikt war, sondern ein tiefes politisches und soziales System, das die Grundlagen der modernen USA formte.
Es setzt sich eben dieses Narrativ des Lost Cause durch, also dass man ehrenvoll gekämpft hat,
dass man zwar verloren hat, aber irgendwie doch nicht diskreditiert ist. Die Vererung auch
der Südstaaten generelle als ehrenvolle Soldaten, die in einem ehrenvollen Krieg leider verloren,
aber trotzdem alles geopfert haben, also irgendwie war die Südstaaten Anstrengung moralisch nicht
diskreditiert. Und das, obwohl sie für den Erhalt das Glarerei gekämpft haben im amerikanischen
Bürgerkrieg mit bis zu 750.000 Opfern. Man muss sich das innen wieder veraugen führen mit dem
Blick auf die heutige Zeit, was für Krisen die Vereinigten Staaten in ihrer 250-jährigen Geschichte
schon überstanden haben. Aber andererseits sind die gereden, die dieser totale Krieg gerissen hat,
auch nach 160 Jahren noch sehr präsent in den USA. Und das wird vom aktuellen US-Präsidenten auch
gezielt genutzt zur weiteren Vertiefung. In Folge 22 von Amerika verstehen schauen wir mit
dem Historiker und Amerikanisten Volker Deppgatt daher auf den US-Bürgerkrieg der 1860er Jahre,
und darauf, welche Lehren er für das Trumpsche Amerika im Jahr 2026 bereithält. Ich bin Philipp
Mai. Hi. Hallo Herr Deppgatt.
Hallo. Ich habe mir gestern nach meiner Frühsendung ihren Amerika-Tipp. Ich glaube, es war aus der
Folge über die Tech Bros. Beziehungsweise das Silicon Valley zu Herzen genommen und Real Americans
von Rachel Kong angefangen zu lösen. Ja, wirklich ein tolles Buch. Super Buch, ja. Das habe ich
gerade jetzt mal wieder verschenkt. Also das ist wirklich ein Page-Turner. Ja. Und das, wie gesagt,
passiert bei mir nicht allzu oft, weil ich ja noch wirklich jeden Tag lese und ich lese
Gutes und ich lese schlechtes. Aber dass ich mal so richtig Feuer fange, das passiert eher selten
und das ist da schon nach wenigen Seiten passiert. Und das konnte ich echt nicht mehr aus der Hand legen
dieses Buch. Ja, ja, gingen mir ganz genau. Ich bin jetzt, glaube ich, auf Seite 200 irgendwann,
weil nach meiner Frühsendung habe ich dann angefangen, Buchstaben doppelt zu sehen. Dann habe ich es
irgendwann zur Seite gelegt. Aber ich erzähle das auch ein bisschen, um direkt um Nachsicht bei
ihn zu werden. Weil eigentlich hatten wir ja ausgemacht, dass ich zur Vorbereitung auf diese Folge
vom Winde-Verwätschau habe ich dann jetzt nicht mehr geschafft. Nee, echt. Das ist ja nur ein
einiges das Schade. Das ist schon, ich finde nach wie vor. Also bei allem, was man inzwischen
gegen diesen Film sagen kann, es bleibt einer der herausragenden Hollywood-Plassiker, der erste
Farbfilm, der erste Farb und Tonfilm. Aber vier Stunden. Ja, aber die vergehen wie im Flug,
finde ich, weil es wirklich ein Film ist über den Bürgerkrieg und die Reconstruction-Area,
also die Zeit, die unmittelbar danach kommt. Und die ist wirklich schafft die ganze dramatik,
den ganzen Tomult, dieser aufregenden Periode nach amerikanischen Geschichte in einen Film zu
gießen, großartige Schauspielerleistung von Vivian Lee und Clark Gabel. Aber auch vom technischen
Herr. Ich meine, das ist 1939, der Farb-Tonfilm steckt in seinen Anfängen und gleichzeitig ist
der Film ja schon merkwürdig fertig, was jetzt so Bildsprache anbetrifft, was Handlungshührung
anbetrifft, was sehnische Darstellung anbetrifft. Also es ist einfach ein großartiges Stück Filmkunst,
allerdings natürlich insbesondere aus heutiger Sicht, eben auch leider von einer sehr rassistischen
Dynamik, was jetzt die Darstellung nicht nur der schwarzen, sondern überhaupt auch das
Sklaverei anbetrifft, das ist ja nur doch eigentlich eine filmgewordene Plantation-Legende,
die da erzählt wird, also die Plantation, also die Pflanzung als ein im Kern konfliktfreier Ort,
wo für sorgliche weiße Sklavenhalter sich rührend um ihre schwarzen Sklavenkümmern,
wo die Sklaven ein bisschen dumm sind und gutmütig und die vorhin irgendwie so richtig gerne Sklaven sind,
habe ich immer den Eindruck, also den scheint nichts zu fehlen, die singen, die tanzen, die essen,
wassame lohnen und der andere große Punkt ist natürlich, dass es so diese Lost Cause, also
die untergegangenen Sache, auch filmisch darstellt, also die Selbstbeschreibung des Südens als ein
Haufen von ritterlichen Gentlemen, die sich jetzt hier aufopferungsbereits für die Sache des Südens verschreiben,
leider verlieren, aber deshalb ist eben der Krieg der Südstaaten gegen den Nordstaaten nicht
illegitim, sondern act von heroischer Selbst vergessener Männlichkeit und der Untergang eben
einer ganzen Zivilisation, so fängt der Film ja an, es sind ehrbare Ritter, die einem ja eine Lost Cause
sich geopfert haben und damit den Untergang einer ganzen Zivilisation, die jetzt nicht mehr ist,
den Weg bereitet haben und das macht diesen Film natürlich problematisch, weil er eben nur eine
Seite des Bürgerkriegs erzählt und auch nur eine Seite der Sklavenkultur oder der Plantation
Kulture, aber nach wie vor der Film, finde ich, ist nach wie vor einer der ganz großen Klassiker
der Hollywood Geschichte. Aber ist ja schon alles angelegt dann, worüber wir dann ja eigentlich
jetzt gleich sprechen. Markham X, das will ich noch ganz kurz sagen, der schwarze Bürgerrechtler,
der hat den Film auch regerecht gehast und empfand ihn als Zutiefs beleidigende rassistische
Geschichtsklitterung, das ist ja auch, also da muss man Markham X recht geben, das ist einfach so.
Ja, ja, wurde ja auch aus dem Programm der Streaming-Dienste genommen, nach dem Polizistenmord
an George Floyd mittlerweile Wettervideo gezeigt, aber nur eben in Kombination mit einer kritischen
Einführung, die das nochmal beschreibhaft ist. Ja, aber das zeigt eben, also das zeigt eben,
dass er dann doch ein Klassiker ist, also man nimmt den runter und dann an popular demand wird
dann doch wieder raufgesetzt, aber jetzt eben mit dem auch durchaus berechtigten Warenhinweis
ja fast schon. Allerdings ist der Rassismus auch so offensichtlich aus heutiger Perspektive,
dass man ihn kaum nicht mitbekommen kann. Das muss man ihm außer. Ist es dann eine korrekte
Behauptung, wenn man sagt, ohne die Sklaverei, die ja auch als Ursünde der US-Gründung bezeichnet wird,
haben wir hier auch schon vielfach besprochen, hätte es den Bürgerkrieg nicht gegeben. Also ganz
sicherlich ist die Sklaverei Amerika's Ursünde und dann auch eine der unmittelbaren Ursachen für
den Bürgerkrieg, aber ohne den amerikanischen Föderalismus, über den, weil ja auch schon hier
gesprochen haben, hätte es den Bürgerkrieg eben auch nicht gegeben, denn es ist ja so, dass die USA um
den Preis von zwei Gründungskompromissen gegründet werden und Gründungskompromiss heißt hier,
dass man die darunterliegenden Probleme eigentlich nicht löst. Und der eine Kompromiss ist eben, dass man
das genaue Verhältnis von Bundesstaat und Einzelstaatsgewalt nicht klärt. Das haben wir ja in unserer
Föderalismusfolge ausführlich besprochen. Und das andere ist natürlich die Sklaverei-Frage über
die die Verfassung ja eigentlich drei Bestimmungen enthält, ohne dass das Wort Sklaverei überhaupt in
der Verfassung auftaucht. Das eine ist eben der Schutz des Eigentums in allen Teilen der Union,
der in der Verfassung garantiert wird. Das andere ist eben die Verfügung, dass der Kongress mit dem
Jahre 18008 ein Gesetz erlassen kann, was den internationalen Sklavenhandel verbietet und das
passiert auch. 8008 wird der internationaler hat Sklavenhandel in den USA verboten. Das war jetzt
eine Konzession an diejenigen, die auch in der amerikanischen Revolution schon gegen Sklaverei waren.
Teilweise wird ja so suggeriert als sein die amerikanischen Gründerfäter einheitlich
Führsklaverei gewesen. Da stimmt ja gar nicht. Es war in der amerikanischen Revolution wird eben
schon ein abolitionistisches Gefühl freigesetzt, wo nach eben Benjamin Franklin war großer
abolitionist ja. Abigail Adams, die Frau des zweiten amerikanischen Präsidenten. Da gibt's eine ganze
Reihe von revolutionären, die sagen Sklaverei ist ein Widerspruch zu unserem freiheitlichen Anspruch. Und
die sind eben auch schon 1787 beim Verfassungskonvent total gegen eines Sklaverei und wollen irgendwie eine
Maßnahme in der Verfassung haben, die das Ende der Sklaverei wahrscheinlich macht. Und das ist eben
das verbot des internationalen Sklavenhandels. Die Idee war, wenn wir erst mal die Einfuhr von neuen
verschlaften Afrikanern verbieten, dann wird die Sklaverei früh oder später endlich zusammenbrechen,
weil wir keine neuen Sklaven mehr haben. Der andere Kompromiss ist eben der berüchtigte
3/5 Kompromiss, wo nach 5 schwarze so gezählt werden sollen, bei Bevölkerungszählungen wie 3
Weiße. Der Hintergrund ist eben der Föderalismus im Repräsentantenhaus, werden die Staaten nach
Bevölkerungsproports repräsentiert, nicht nach dem Prinzip der Gleichheit wie im Senat. Also jeder
Staat hat im Senat zwei Senatoren, Abbrosapline, Bevölkerheit oder Lea. Aber im Repräsentantenhaus geht's
eben nach Bevölkerungsproports und hier standen die Südstaaten nun vor dem Problem. Das ist dort
eben teilweise zum Beispiel in South Carolina, 2/3 der Bevölkerung schwarz waren. Hätte man jetzt nur
die Weißen gezählt, hätte South Carolina im Haus auf Repräsentatives kaum eine Repräsentation
gehabt. Hätte man jetzt alle schwarzen mitgezählt, hätte man im Plizit eingestehen müssen, dass es
Menschen und Bürger der USA sind und damit werde die Sklaverei eigentlich ideologisch erschüttert
worden. Und jetzt kommt es eben zu diesem zynischen Kompromiss, wo nach eben sich die Verfassungsfehlter
darauf einigen 3/5 schwarze so zu zählen wie 3 Weiße. Und das ist natürlich praktisch eine
Cementierung der Sklaverei, weil der Süden jetzt keinerlei Initiative, keinerlei Incentive
hat, um die Sklaverei abzuschaffen aus föderalen Gründen. Also insofern da ist die Verfassung
wirklich widersprüchlich mit diesen 3 Bestimmungen Schutz des Eigentums in allen Teilen der Union.
Was eben heißt, dass auch ein entlaufener Sklave, der ja eben rechtlich als Eigentum galt,
aus einem Sklaven freien Staat wie Mercedes-Chose wieder zurückgeführt werden müsse und dass
dass die Bundesregierung dafür verantwortlich ist.
Das Verbot des internationalen Sklarven handelt zum Jahre 1808, was auch passiert.
Und dann aber eben, dass der drei Fünfte kompromiss, dieser zynische drei Fünfte kompromiss,
der Sklarverei eigentlich wieder cementiert und perpetuiert.
Und das ist so die Ausgangslage in 1788 als die Union dann beginnt.
Aber dann, die Hoffnung war ja da, dass sich das Problem mehr oder weniger von selbst löst.
So nach dem Motto Sklarverei, das ist im Prinzip alte aussterbende Industrie.
Und darüber müssen wir in 30 Jahren auch nicht mehr reden und können ganz lässt sich drauf zurückblicken.
Aber so kam es ja nicht. Warum?
Ja, hinzu kam ja auch das, und wir sind ja in dieser Zeit von Erdem Smith auch.
Also der große Theoretiker des freien Welthandels.
Da waren ja eigentlich die liberalen Kritiker, das Lavaerei, sagt mir immer,
das ist ein völlig unproduktives Produktionssystem.
Also Sklarverei kostet viel mehr Geld als man mit ihr machen kann.
Die Arbeitskräfte sind eben teuer in der Anschaffung.
Und das ist jetzt mit allem Tünismus, also das müssen wir immer mitdenken.
Also Sklarven sind in der Anschaffung viel teurer als freie Lohnarbeiter.
Man muss für die Sklarven auch dann sorgen, wenn sie nicht arbeiten können.
Also zum Beispiel als Kinder, zum Beispiel im Alter, wenn sie nicht mehr arbeiten können.
Also eigentlich ist Sklarverei ein unproduktives Wirtschaftssystem.
Das war auch ein Teil der liberalen Kritik.
Der Industrialisierung, die sich anbahn, da unterliegt.
Genau. Und erdem Smith als so der große Theoretiker, liberaler Weltordnung, sagt er.
Also Sklarverei wird allein schon deshalb irgendwann verschwinden,
weil es ein unproduktives Wirtschaftssystem ist oder Arbeitssystem vor allen Dingen, Laborsystem.
Aber die Geschichte der USA in der ersten Hefte des 1900 zeigt eben durchaus,
dass Sklarverei enorm produktiv war, ein enorm produktives Arbeitsystem, Wirtschaftsystem.
Und warum ist dann am 787 haben wir ja zwei verschiedene Zukunft für Sklarverei.
Also das eine ist das allmähliche Ende, weil eben keine neuen,
verschlaften Afrikaner eingeführt werden würden.
Und weil die Sklarverei ein vermeintlich unproduktives Arbeitsystem ist.
Und das andere ist eben die Fortdauer der Sklarverei.
Und das konnte man nicht so ganz voraussehen, was da passiert.
Und das dann aber Sklarverei im 19. Jahrhundert zu einem gerade wext,
wie sich kein gründer Vater, selbst die Südstarten gründerfälter
nicht in ihren künstlichen Träumen hätten vorstellen können.
Und das Sklarverei eben auch ein enorm produktives Produktionssystem wird,
liegt an der Baumwolle, das liegt an der Industrialisierung.
Und das liegt vor allen Dingen an der Erfindung der Kotten Gin,
durch Eli Whitney im Jahre 1793.
Kotten Gin, der Name des Herkommen ist umstripten.
Hat nichts mit Alkoholzeit tun.
Nee, vor allem.
Also die plausibelste Variante finde ich von Engine.
Also Kotten Engine, Kottenmaschine.
Es gibt verschiedene Erklärungen, warum das jetzt heißen und kotten Gin.
Aber wo immer das Wort nun herkommt, es ist letztlich eine Maschine,
die und das ist jetzt mal ein technisches Detail.
Da müssen jetzt unsere Hörerinnen und Hörer durch.
Also es gibt kurzfaserige Baumwolle.
Und es gibt langfaserige Baumwolle.
Langfaserige Baumwolle hat einen reinen Textilkern,
also einen reinen Stoffkern.
Also da sind die Samen nicht in dem Kottenbohl.
Also in der Baumwolle.
Die langfaserige Baumwolle wächst aber nur unter den klimatischen Bedingungen der Tropen.
Die kurzfaserige Baumwolle wächst unter den klimatischen Bedingungen des amerikanischen Südens.
Hat aber das Problem, dass die Samen der Pflanze in der Textilie in der Fieber selber drin sind.
Vorher konnte man jetzt diese Samen da aufwendig mit Handarbeit rausfremeln.
Das war aber völlig unproduktiv.
Und was jetzt diese Kotten Gin ermöglicht ist,
dass diese Samen aus der kurzfaserigen Baumwolle herausgekämmt werden können,
so dass man dann eben die reine Phase hat.
Und die kurzfaserige Baumwolle wiederum ist dann der Motor der Industrialisierung,
der frühen Industrialisierung, wo die Textilindustrie der Leidsektor ist.
Es geht in der frühen Industrialisierung und die beginnt in den USA um 813, 815.
In England ist sie schon in full swing.
Aber die Wachstumsbranche, der frühen Industrialisierung, ist die Textilindustrie.
Und die braucht Baumwolle.
Und mit der Erfindung der Kotten Gin wird es nun möglich unter den klimatischen Bedingungen des amerikanischen Südens.
Die kurzfaserige Baumwolle profitabel anzubauen.
Und daraus entsteht dann das, was einige finnige Kollegen von mir den Baumwoll-Sklaverrei-Industriellen komplex genannt haben.
Also die unauflösliche Verschränkung von Baumwollproduktionen im amerikanischen Süden,
mithilfe von Sklaverrei, die die Textil fabriken in England und neu England am Laufen halten.
Das ist dieser Baumwoll-Sklaverrei-Industrielle komplex, der entsteht nach 1800, der entsteht insbesondere in Folge dieser Kotten Gin.
Und führt dazu, dass bis zum vorabend des amerikanischen Bürgerkrieges 3/4 des Weltbaumwollbedarfs von den Plantagen des Südens produziert wird.
Und diese Plantagen basieren auf Sklaverrei, auf Sklavenarbeit.
Die sich dann immer untereinander selbst vermehrten, wo es wegen dann gar keinen Sklavenhandel mehr nötig war.
Das ist der zweite Punkt, also einerseits die nicht vorhersehbare Industrialisierung, die nicht vorhersehbare Bedeutung des amerikanischen Südens für den Weltbedarf an Baumwolle, der andere Punkt.
Und das ist wirklich ein Spezifikum der US-amerikanischen Sklaverrei, die dann auch diese Mythos von der Plantage als einem konfliktfreien Ort sehr viel Vorschub geleistet hat.
Die Sklavenpopulation vermehrt sich in den USA durch natürliche Reproduktion.
Also die Sklavengründen-Familien, sie haben Kinder, sie werden von ihren Besitzern auch ausdrücklich dazu ermuntert, Familien zu gründen, Kinder zu haben, weil aus Sicht der Sklavenhalter vermehrt das eben ihren Besitz.
Das ist dann der Mythos von Onkel Tom.
Genau, das das hier da rein. Aber auch diese Idee, die Sklaven führen sich eigentlich unter der amerikanischen Sklaverrei sowohl, dass sie sich auch natürlich reproduzieren, das wird eben auch immer als ein Argument für die Sklaverrei von den Sklavenhaltern natürlich genommen.
Aber diese beiden Dinge führen dann eigentlich zu einem explosionsartigen Wachstum der Sklaverrei zu einer Verfestigung der Institution der Sklaverrei und zu einer ökonomischen Abhängigkeit des Südens vom Produktionssystems-Klaverrei, so dass man eben mit Sklaverrei jede Menge Geld machen konnte.
Zumal man ja auch, und das hat eben ein Erdemsmith überhaupt nicht gesehen, man konnte eben die Sklaven ja dann einerseits auch selber verkaufen. Und das passiert, nach dem Ende des internationalen Sklavenhandels, kommt es zu einem internen Sklavenhandel,
wo nach dann eben die Staaten des nördlichen Südens ihres Sklaven in den tiefen Süden, also in Staaten, wie Louisiana, Mississippi, Florida, Texas verkaufen. Weil das ist so, dass das Rückgrat der Baumwollindustrie, das ist der Cotton South, das ist da, wo Cotton König ist, so dass man also einerseits nach dem Ende des internationalen Sklavenhandels aufblühenden internen Sklavenhandel Geld machen kann.
Das konnte die Sklaven auch vermieten, an andere Plantagen, also insofern gab es da viele Möglichkeiten, mit Sklaven Geld zu machen und das alles zeigt die amerikanische Entwicklung in der ersten Elf des 19. Jahrhunderts.
Und das wollten sich die Staaten dann nicht nehmen lassen, sie damit natürlich ihren Reichtum aufbauten, denn nun den sich die USA aber zeigt gleich natürlich auch immer weiter nach Westen aus, entstanden neue Staaten.
Wie klärte sich denn, welcher Staat wird Sklaven statt? Und da war vollkommen klar, Sklaverrei, das ist jetzt das Recht der südlichen Gründer Staaten, das sie Nummer haben und fertig.
Ne eben, weil das ganze Jahr eigentlich um den Preis des Kompromisses zustande gekommen ist, der das da drunterliegende Problem eigentlich nicht gelöst hat, führten genau diese Fragen immer zur Notwendigkeit von immer neuen Kompromissen.
Also wir haben ja schon oft erklärt, wie hier viele Dinge einfach dann im Verlauf des politischen Prozesses geklärt werden. Und der erste Fall, wo das dann erstmals grundsätzlich diskutiert wird, ist der Fall Missouri.
1819, 1820, Missouri ist der erste Staat, der auf dem Gebiet des Louisiana Purchase neu gebildet wird, Louisiana Purchase 803, die USA, Kauf und von Frankreich, namendlich Napoleon, ein riesiges Staatsgebiet, was die praktisch der Staatsgebiet über Nacht verdoppelt.
Und nun ist eben die Frage, was passiert mit Missouri, das jetzt als Sklaven Staat in die Union aufgenommen werden will.
Und damit eigentlich die föderale Balance zwischen Slavenstaaten und Slavenfreien Staaten und bis 820 war eben die Nordstaaten weitgehens Slavenfreie Staaten, nicht zuletzt als Ergebnis der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
Also die Aufnahme Missouri als Sklavenstaat hätte die föderale Balance durcheinander gebracht und jetzt war ihm die Frage und gleichzeitig ein Präzidenz gesetzt für, wie mit dem Gebiet von Louisiana, von dem Uliusiana Purchase künftig verfahren werden würde.
Also insofern war Missouri auch deshalb wichtig, weil das, was in Missouri passiert, auch dann vielleicht Vorbild sein würde, führt das, was auf dem Gebiet des Louisiana Purchase zu bilden in Staaten passieren würde.
Und in dieser Situation behauptet nun der US-Kongress, die Bundesregierung, ihr Recht darauf darüber zu bestimmen, wie das läuft.
Es kommt zu dem sogenannten Missouri Compromise, der Missouri Kompromist des Jahres 820. Missouri wird als Sklavenstaat in die Union aufgenommen.
Main wird vom Staatsgebiet Mercedes-Jussis abgetrennt und als Sklaven Freierstaat aufgenommen.
Jetzt haben wir wieder eine Balance zwischen Slavenstaaten und Slavenfreien Staaten.
und gleichzeitig wird verfügt, das auf dem Gebiet
Luiziana Purchase Nördlich einer Linie von 36. Breitengrad 33 Minuten. Auf dem Gebiet sollte
Slaveerei verboten sein. Auf dem Gebiet unter dieser Linie 36. Breitengrad 33 Minuten sollte
Slaveerei erlaubt sein. Und 36. Breitengrad 30 Minuten ist es ungefähr höher Washington. Wo kann man
sich das vorstellen? Das ist so unterhalb so ungefähr Missouri. Also das kann ich mir auch immer
nur auf Karten erklären. Da bitte ich einfach jeden Hörer, jede Hörer sich meine Karte anzugucken
und nach der Missouri Compromise Line zu gucken. Und wie gesagt, also das war ein Situationen
1820. Die Bundesregierung hat das Recht darüber zu bestimmen, was mit den neu organisierten
Staaten im Westen passiert. Und auf dem Gebiet des Luiziana Purchase sollte neuertlich von 36.33
Slaveerei verboten sein und südlich von 36.33 Slaveerei erlaubt sein. Und das war dann erst mal der
Kompromiss, der neue Kompromiss, der 820 gefunden wurde, um das ungeklärte Problem sowohl von
Slaveerei als auch von Föderalismus. Und da haben wir schon das erste Mal wo eben die Frage
von Slaveerei und Föderalismus aufeinander bezogen sind. Also wer darf darüber entscheiden,
ob ein Staat als Klavenstaat oder nichts Klavenstaat aufgenommen wird? Ist es die Bundesregierung in Washington
oder ist es die Bevölkerung, in dem neu zu bildenden Staat? Und diese Frage wird 820 dahingehend
entschieden, dass der Bundeskongress, dass der US-Kongress, dass das Kapitol das Recht hat,
darüber Regulierungen zu machen. Situationen 1820. Okay, aber nicht dass so trotzdem diese
Slave-Frage bleibt ja weiterhin heißt diskutiert. Und sie wird umso heißer diskutiert,
Jera Santa der Westexpansionsprozess geht, also bis 850 erreichen die USA die Westküste. Und auf
diesem Gebiet sollen nun immer wieder neue Staaten gebildet werden und mit jeder neuen Staatsbilder
kommt diese Frage, Slave-Frage, Slave-Staat, wer bestimmt darüber aufstapet, weil das Gebiet
ist Louisiana Purchase eben, ja das ging eben nur bis so ungefähr zum Mississippi und ein bisschen
darüber hinaus. All die neu hinzugekommenden Gebiete, also der heutige Südwesten mit Texas,
mit Kalifornien, mit Arizona, mit Nomexico. Aber auch oben Oregon und Washington sind nicht von
der Regelung des Missouri Compromises erfasst und bedürfen jetzt eigentlich einer neuen Regelung. Allerdings
ist bis 850 die Fähigkeit und der Wille zum Kompromiss in dieser Frage so weit erudiert, dass der
Kongress eigentlich 850 das letzte Mal in der Lage ist, überhaupt eine Entscheidung zu treffen und
das betrifft die Aufnahme Kaliforniens. Kalifornien wird als Klavenfreiher Staats in die Union aufgenommen und
das andere neu hinzugekommende Gebiet, also Utah und Nevada, da sollte jetzt die zukünftige
Bevölkerung darüber entscheiden können. Und damit wird die Frage des Slave-Rai jetzt dem Volkswillen
in den neuen Staaten überantwortet, die aber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gebildet sind. Und jetzt
kommt der Knaller, 1854, das ist auch wieder so ein trockenes Gesetz, da drehen die Studenten auch
über mit den Augen, das kommt da wieder mit einem Gesetz. Aber 1854, Kansas Nebraska Act, zwei neue
Staaten werden gebildet, oder zwei neue Territorien, aus denen dann Staaten hervorgehen, nämlich Kansas und
Nebraska. Und beide diese Staaten liegen auf dem Gebiet des Louisiana Purchase von 1803. Und hier setzt
jetzt der Kansas Nebraska Act die Regelung von 820 außer Kraft und sagt, es soll die Bevölkerung in
den zukünftig zu bildenden Staaten darüber entscheiden, ob sie es klaren haben wollt oder nicht. Und
damit schafft sich eigentlich die Bundesregierung als Regulator dieser Frage ab und überlässt es
dem Volkswillen in den neu entstehenen Staaten. Und wir haben ja schon oft gesagt, Amerika-Studien sind
Demokratie-Studien und man kann eben auch mit Volkswillen entscheiden, dass man es klaren haben will. Und
genau das kommt eben in den 850er Jahren und führt dann eigentlich zu einer weiteren Auflösung auch
überhaupt der Autorität der Bundesregierung. Und dann wird 1860 Abraham Lincoln zum Präsidenten gewählt.
War er ein entschiedener Abolitionist? Nee, also entschieden bestimmt nicht. Also wenn Lincoln etwas
war dann war Unionist, der vor allen Dingen und Nationalist, der die amerikanische Union auch als
ein Nationalstaatbegriff, der die amerikanische Union als das Werk des amerikanischen Volkes begriff,
der Sklaverei schon als ein Widerspruch zum amerikanischen Gründungsversprechenbegriff, der aber
gleichzeitig auch davon überzeugt war, dass Eigentum geschützt werden müsse. Und insofern führt er
in dieser Frage eigentlich ein ziemliches Schlingerkurs, er sagt, ich werde nicht etwas gegen die Sklaverei
unternehmen, da wo sie schon besteht, weil da ist es Aufgabe der Bundesregierung Eigentum zu
schützen. Ich werde aber alles dafür tun, eine weitere Ausdehnung der Sklaverei nach Westen zu
verhindern. Damit ist er eigentlich angetreten, das ist eine politische Agenda. Also in ostentativer
Unterordnung unter die Verfassung würde er als Präsident sicherstellen das Eigentum und damit
eben auch das Eigentum an Menschen. Und das ist ja die rechtliche Konstruktion der Chattelslavery,
dass die Sklaven als beweglicher besitzt definiert werden, sah er eben die Aufgabe des Präsidenten,
darin eben auch dieses Prinzip zu schützen, aber er sagte auch, dass alles tun würde, um eine
weitere Ausdehnung der Sklaverei zu verhindern. Und also wäre es bei einem grundsätzlichen Problem,
wo sich diese beiden Gründungskompromisse, diese beiden ungeklärten Grundsatzfragen, Sklaverei und
Föderalismus bis 1860 zu einem gerade ineinander verschlungen hatten, dass man nicht über das Klavereich
sprechen konnte, ohne über Föderalismus zu sprechen und dass man nicht über Föderalismus sprechen konnte,
ohne über das Klavereich zu sprechen. Also das ist wirklich so das Ergebnis der Geschichte der ersten
Halbste des 19. Jahrhunderts, das untrennbare ineinander verschlungen sein, dieser beiden ungeklärten
Gründungsfragen der USA Föderalismus und Sklaverei. Und hier hat Abraham Lincoln eben in klarer Unterordnung
unter die Verfassung gesagt, als Präsident ist es meine Aufgabe, diese Verfassung zu schützen und
die darin niedergeliechten Prinzipien und das heißt eben auch Eigentumschutz, aber es ist eben für
mich ein innerer Widerspruchsklaverei in einem Lande der Freiheit, deshalb werde ich die Ausdehnung
der Sklaverei weiter nach Westen verhindern. Das war seine politische Position als er 1860, ohne überhaupt
nur eine Stimme aus den Südsstatten bekommen zu haben zum Präsidenten gewählt wird. Aber aus der Zeit
herausgesehen war er kein Dogmatiker in der Frage. Er war eigentlich auch zum Teil war er auch
rassist, weil er sich auch nicht vorstellen konnte, dass Schwarze und Weiße teil ein und derselben
Gesellschaft sein würden. Er war gegen die Sklaverei, ja, aber er war nicht unbedingt jetzt für die
Schwarzen als Teil der amerikanischen Nation. Er war auch höchst skeptisch, ob die Schwarzen überhaupt
zur Selbstregierung fähig sind. Er sagte ganz am Ende seines Lebens, also inzwischen bin ich der überzeugen,
dass man einigen deserving lags, also die, die sie es verdienen, das war recht mal durchaus testweise
geben könnte. Also die Geschichte hat es gut mit ihm gemeint. Das kann man sagen.
Also Abraham Lenken war gegenslarei, aber das heißt nicht, dass er nicht doch auch für rassistische
Vorstellungsmodelle anfällig war und für mich ist immer ein zentrales Kriterium für Rassismus,
die Vorstellung, ob als Rassen identifizierte Goppen und das an sich ist ja schon eine Konstruktion,
Teil ein und derselben Gesellschaft sein können und rassistische Weltbilder verneinen das. Und in
dieser Idee ankarte er, also ihm ging es um den Erhalt der Union, als Werk der amerikanischen
Nation und als Bolwerk amerikanischer Freiheit. Das ist ja das, was George Washington in seiner
Abschiedsbotschaft schon gesagt hat, also erhaltet die Union, denn in der Union und nur in der Union
ist eure Freiheit garantiert. Und so ging auch Lincoln an die Sache, dass er die Union erhalten
wollte, angesichts jetzt eben der eskalierenden sektionalen Kontroverse zwischen Nord- und Süd über
der Frage des Laberei. Da haben wir auch nachher noch eine schöne Hörerfrage zu, schon ein kleiner
Spoiler, die sich dann auch noch einmal mit Lincoln Zeitung vor dem Krieg befasst. Aber kommen wir
jetzt direkt auf den Vorabend des Bürgerkriegs zu sprechen. Noch vor seiner Amts einführen,
die war ja damals im März und auch nicht im Januar, treten zunächst sieben Südstaaten ausbeginn,
mit South Carolina, aus der Union. Warum? Was war jetzt ganz konkret ihr Problem mit Lincoln?
Also da ist jede Menge historische Irrationalität im Spiel, die Südstaaten und vor allem die Sklavenhalter
der Südstaaten glaubten Lincoln nicht, dass er nichts gegen die Slaverei tun würde, wo sie schon
besteht. Sie haben also das Schlichtweg unterstellt, der einmal ins Amt eingeführte Lincoln,
würde die Sklaverrei in der Union von einem auf dem anderen Tag abschaffen und praktisch um das zu
verhindern, in einer Art von preemptive Strike, wie wahrscheinlich George W. Bush sagen würde,
haben sie sich entschlossen, aus der Union auszutreten, um dem zu vorzukommen. Und die Grundlage
für diesen Schritt war das Verständnis der Union als einem Staatenbund, nicht als eines Bundesstaates,
die Idee, dass die Südstaaten als Einzelstaaten auch in der Union souverän blieben, dass sie aus
eigener souveränität heraus der Union beigetreten sind und dass sie jetzt aus der gleichen souveränität
heraus der auch wieder austreten könnten. Das ist ja dann der Vorgang der Sitzession und dieser
Austritt erfolgt in Erwartung einer unmittelbar bevorstehenden Abschaffung der Slaverei durch einen
einmal ins Amt eingesetzten Abraham Lincoln. Der aber immer gesagt hat, ich will die Union erhalten
und wenn ich die Union erhalten könnte, ohne einen Slavnen zu befreien, würde ich das tun und wenn
ich die Union erhalten könnte und alles zu befreien, würde ich das tun. Und wenn ich die Union erhalten
könnte, indem ich einiges Slavnen befreie und andere nicht würde ich auch das tun, das hat
denn einen berühmten Brief an Horace Greeley im August 1862 geschrieben Horace
der herausgeber der New York Tribune. Und das ist eigentlich so sein Punkt,
ihm ging es um die Erhaltung der Union als Werk des amerikanischen Volkes und als Rückgrat
oder als Schutzwahl der amerikanischen Freiheiten. Und es klar war, wie gesagt,
ein ideologischer Widerspruch, aber deswegen ist er nicht in den Krieg gezogen.
Ja, aber der Krieg beginnt dann erst mit dem Angriff der Südstaaten auf eine
Befestigungsanlage der Bundesregierung in South Carolina, vor Zammtter. Was ist
da passiert? Also vor Zammtter ist ein Bundesvor im in der Bucht von Charleston. Und Abraham Lincoln und
South Carolina war jetzt der erste Staat, der überhaupt ausgetreten ist, aus der Union. Und war
auch in den 830er-Jahren schon mal Teil dieser Notifikationskontroverse, wo South Carolina
gesagt hat, also wir lassen ein Bundesgesetz in unserem Staat einfach nicht zu.
Haben wir auch schon gehabt, denn unser Federalismusfolge genau. Genau. Also South Carolina ist
wirklich so ein Zentrum des sezionistischen Widerstandes. Und Lincoln sagt eigentlich, er will
jetzt dieses Vor versorgen. Also die dort stationierten Soldaten sollten eben mit Lebensmitteln und
Waffen und Munitionen versorgt werden. Und das sei Bundesbesitz und er würde alles tun,
als Präsident der USA, um dieses Vor in der Bucht von Charleston, South Carolina zu versorgen.
Und da steigt jetzt eben aufgeheiß von Jefferson Davis. Das ist der Präsident der Südstaaten-Konföderation,
reifen die Südstaaten das vor an. Und Obern ist auch. Und das ist eigentlich der Beginn des Bürgerkrieges,
das jetzt hier die Südstaaten föderale Rechte oder die Rechte der Bundesregierung aggressiv
missachten und letztlich ein Angriff auf dieses Bundesvorstaaten. Von dem Abraham Lincoln gesagt hat,
also das will ich nur versorgen. Also ich werde kein Angriff von daher starten. Also so
beginnt der Bürgerkrieg als Angriff der Südstaaten auf ein Bundesvor in der Bucht von Charleston,
South Carolina. Okay. Und trotzdem war es am Ende nicht so, dass alle Sklavenhalterstaaten auf
Seiten der konferrierten Südstaaten standen. Um auch noch mal zu sehen, dass es eben doch nicht nur
um Sklaven reiging, sondern eben vor allen Dingen auch um Erhalt der Union. Es gab fünf sogenannte
Border States. Und darunter war der gerade schon von ihnen angesprochene Start Missouri, dann noch
Maryland, Delaware, Kentucky, später noch West Virginia. Alles Staaten in denen Sklaverai erlaubt
war, die aber trotzdem auf Seiten der Nordstaaten, der Unionisten am Ende standen. Was war
der Hintergrund? Also einmal eben ein Unionistenerschnurism. Also dass sie sich schon eben auch als Teil der Union
fühlten, dass diese extreme Variante der State Shrides, von nach die States, eigentlich nur Teil
eine Staatenbundes sind, aus dem sie austreten können. Also der Unions Nationalismus sagt eben,
die Staaten sind nur souverähen, weil die Teil der Bundesregierung sind. Die Idee, dass es eben
das Werk der amerikanischen Nation ist und dass eben Maryland und Delaware und Kentucky und Missouri
eben auch Teil dieser Nation sind, die man nicht auflösen kann, war da eben sehr stark. Gleichzeitig
muss man sagen, dass in diesen Staaten, wie auch in den anderen Staaten, die dann doch auf die
Südstaatenseite gegangen sind, Sklaverai ihre Bedeutung längst verloren hatte. Also Sklaverai als
Produktionssystem lohnte sich in Missouri, in Delaware, in Maryland nicht. Das waren ehemalige,
also Maryland vor allen Dingen, war eine ehemalige Tabakkolonie, der Tabakanbau, rentierte sich nicht mehr
die Böden, waren auch erschöpft. Und es hatte also in diesen Staaten eine diversifizierung der
Landwirtschaft stattgefunden, es war sehr viel Getreide, Anbau, sehr viel Viehzucht, Obst und so,
das sind also hochgradig spezialisierte landwirtschaftliche Tätigkeiten, bei denen sich Sklaverai einfach
nicht lohnte. Deshalb dann ja gerade diese Staaten zynischerweise, die Staaten waren, die die meisten
ihrer Sklaven, die sie nicht mehr brauchten in den Süden verkauft haben. Also das war teilweise
wirklich und zynischer kann man es nicht sagen, das war sowas wie Sklaven zucht, was in diesen Staaten
betrieben wurde. Weil man die Sklaven als Arbeitskräfte nicht mehr in der Form braucht, wie man sie
mal hatte, machte man jetzt ein Geld mit dem internen Sklavenhandel, indem man die Sklaven systematisch
down the river, also to sell yourself down the river, oder to sell oneself down the river. Also
den Mississippi runter, daher kommt das, dass die Sklaven eben von Upper South in den Lower South
mit enormen Gewinnen verkauft wurden. Aber insgesamt hatte die Sklaverai in diesen Staaten, die dann
in der Union blieben, an Bedeutung verloren, was die Landwirtschaft verändert hat. Also es war
am Ende immer, bei jedem Staat, wenn man so möchte, auch eine Kosten nutzen. Klar. Und die
Staaten des Tiefen Südens, also die, die auch zuerst sitzen, die sind eben, die sind die
Cotton States, das ist der Deep South und die sind zu einem grade von der Sklaverai abhängig. Die ganze
Wirtschaft ist von der Sklaverai abhängig, dass sie es gar nicht sich erlauben konnten, die Sklaverai
abzuschaffen. So, jetzt beginnt der Krieg, wie war das Kräfteverhältnis zwischen Nord- und Südstatt?
War das absehbar, dass sich langfristig in Nordstaaten durchsetzen? Nee, also das würde ich jetzt
von vornherein nicht sagen. Also im Norden war natürlich die Industrie. Der Norden war technologisch
entwickelt. Der Norden hatte viel mehr Menschen, auch wegen der Einwanderung. Also der Süden hatte
traditionell wenig Einwanderer aus Europa, die meisten Einwanderer aus Europa gingen in die Nordstaaten
oder dann in New Yorker, kam in New Yorker, aber auch noch in Philadelphia und so ging dann am
weiter nach Westen in die Cornkammern da um das Gebiet in die großen Seen. Also der Norden hat mehr
Leute, der Norden hat mehr Industrie, der Norden ist technologisch viel weiter als der Süden,
aber der Süden hat eigentlich die besseren Generäle. Robert Lee, Robert Lee, all die anderen Leute,
die ja jetzt alle bei Westpoint geschult sind. Also das finde ich auch immer so bemerkenswert,
dass alle Gannerele, die da im Bürgerkrieg aufeinander treffen, zu einem großen Teil in Westpoint,
dieser offiziees Schule, keine geschult worden sind. Und da waren einfach die die besseren Generäle,
die besseren Offiziere, die mit viel größerem taktischen und strategischen Geschick und Fähigkeiten,
waren aufseiten des Südens. Der Krieg beginnt ja eigentlich als ein eher amateurhafter Krieg,
entwickelt sich dann aber zunehmend zu einem Krieg, der in vielem schon auf die Kriege des 20. Jahrhunderts
vorausdeutet. Also wir haben zum ersten mal so was wir schützen greben. Das Maschinengewehr wird zu einem
ja fast schon symbolhaften, ja zu einer Waffe, es kommt eben zu großen Massen Schlachten auf Schlachtfeldern,
mit enormen Toten und verletzten. Das ist bis heute der blutigste Krieg in amerikanischen Geschichte,
also es ist auch eine neue Form von Krieg, in die sich dieser Krieg dann entwickelt. Und nach 1863
trägt das in Teilen schon auch Züge des totalen Krieges. Also wenn man da an Sherman's March to the Sea
denkt, also das war ein Ritt des Nordstaaten, General's William T. Cumse, Sherman durch den Süden,
mit dem einzigen Ziel möglichst viel Zerstörung und verbrannte Erde zu hinterlassen, um das hinterland
zu revolutionieren und die wirtschaftliche Kriegsfähigkeit des Südens zu erschüttern, da werden Städte
niedergebrannt, da werden Plantagen geplündert, da wird ermordet, noch unten nöcher. Also das ist ein
Krieg, der auch zunehmend dann weniger unterscheidet zwischen kompatanten und nicht kompatanten, der die
Zivilbevölkerung mit reinzieht und der unter der Verwendung von einerseits Massen heren und neuartiger,
viel tödlicherer Kriegstechnologie bisher nicht gekannte Brutalität und Tödlichkeit entwickelt.
Wie Töntel Cold Mountain, auch ein guter tatsächlich Film, da wird das sehr schön dargestellt.
Und das ist also wirklich auch eine neue Art von Krieg, der in seiner Brutalität dann auch viele
Zeit genossen überrascht, obwohl man schon mal auf die Krimm hätte gucken können in den 1850er-Jahren
der Krimkrieg, der deutet auch schon vieles an, aber dieser Krieg gerade in seiner Endphase trägt
Züge des regional und auch regional begrenzte Züge des totalen Krieges, wo es einfach nur noch um
unterschiedslose Zerstörung, um Terror, um Gewalt geht und, wie gesagt, wo auch zunehmend die
Unterscheidung zwischen kompatanten, also Soldaten und nicht kompatanten, also Zivilbevölkerung,
zusammenbricht. Es ist ein Krieg, der zum ersten Mal auch sowas braucht wie eine allgemeine Wärpflicht,
weil er so zerstörerisch ist, dass man sich auf Freiwilligkeit nicht mehr verlassen kann. Es kommt
deshalb auch zu sozialen Unruhen, vor allem in New York, die sogenannten Draft Riots, wo sich die
Bevölkerung einfach dagegen wehrt, jetzt hier als Kanonenfutter missbrauch zu werden. Und hier
muss man dann eben auch sagen, dass gerade auch Abraham Lincoln ein durchaus zynisches Rational hatte,
sagte eben, wir im Norden haben viel mehr Leute als der Süden, wir können uns höhere Verluste
einfach leisten. Für jeden Südstaaten Soldaten, den wir töten, können wir zehn Leute von uns über
die Klinge springen lassen. Staulicherweise die gleiche Calculation, die Vladimir Putin gerade.
Ja, das ist überhaupt so dieses Rational eines War of Attrition, also eines Abnutzungs- und
Vernichtungskrieges, der einfach darauf setzt, dass der Gegner die Verluste nicht so schnell setzen
kann, wie man sie ihm zufügt. Und da war es einfach das zynische Rational, ja, wir können uns höhere
Verluste erlauben, weil wir eben mehr Leute haben und das führt dann eben auch zu den sozialen
Unruhen, das führt auch zur Kriegsmütigkeit im Norden und das führt dann letztlich auch dazu,
dass 863 irgendwie noch ein neues Kriegsziel ausgegeben werden muss, weil die reine Frage nach der
Erhaltung der Union überzeugt kaum noch Leute. Und das ist dann eben der Punkt, wo Abraham Lincoln
dann auch die Divise ausgibt, also wir müssen diesen Krieg auch führen, ums Klaverei abzuschaffen.
Also der Krieg wird zu einem Krieg, der abzuschaffen der Klaverei, aber er wird es erst 863,
nachdem er seine Zerstörungskraft und seine Tötlichkeit voll offenbart hat und nachdem eben eine
Kriegsmütigkeit insbesondere im Norden zu auch sozialen Unruhen führt. Also das muss man eben
sehen. Vieles von dem, was jetzt gesagt haben, haben wir auch
auch schon ansatzweise in der Folge besprochen Amerika als Militärmacht aus März schon
ein bisschen her.
Und einiges haben sie natürlich letzte Woche mit Monika Dietrich besprochen unter anderem,
was mir in Erinnerung geblieben ist, dass sie noch mal sehr darauf gedrungen haben,
dass Album Linkeln zwar als der große Befreie des Glaven gilt, weiter in Amerika, aber
dass das eigentlich nicht wirklich stimmt, eben weil er erst 1863 dieses Narrativ gesetzt
hat.
Wir befreien jetzt die Glaven.
Ja, und ich mein darauf geht natürlich dann sein Rum als "The Great Immersive Painter",
also der große Befreie her zurück.
Er hat die Immersive Patient Proclamation unterschrieben, er hat ja publiziert als er
hat Executive Order und das ist schon seine Leistung, die will ich auch gar nicht kleinreden.
Das hat er schon alleine auch entschieden, er hat sich mit seinem Kabinett beraten, da waren
einige dagegen, andere waren dafür.
Das war schon die einsame Entscheidung eines Mannes, der dann eben jetzt diese Immersive
Patient Proclamation publiziert und zum ersten Januar 1863 in Kraft treten lässt.
Aber es ging auch darum, den Süden ausbluten zu lassen.
Ja, überhaupt.
Das führt ja dazu, also zum einen, dass meine Narrativschaft auf seiner Seite, das
gibt hier ein größeres Gut, ein ideellen Wert, warum wir diesen Krieg führen, aber eben
zum anderen natürlich auch, um die Schwarzen zur Flucht zu bewegen.
Das ist vor allen Dingen, also diese Immersive Patient Proclamation wird ausdrücklich als Kriegsmaßnahme
deklariert.
Also auch in der Immersive Patient Proclamation wird das als War Measure benannt, die Abraham
Lincoln auch ostentativ, also ich habe am letzten Mal Ander und Ostentativ gesagt, deshalb
muss ich jetzt. Ich bin auch aufgefallen, gebringst.
Aber weil so ostentativ ist, aber gut.
Ich habe in unserer letzten Folge permanent möglicherweise gesagt, ich habe Robert gesagt,
ich schneide mir mal, mir bitte jedes zweite möglicherweise raus, aber weil es auch so ostentativ
war.
Aber gut, wir schneiden das ja ehemann aus.
Also Abraham Lincoln verfügt diese Immersive Patient Proclamation ausdrücklich in seiner
Eigenschaft als Commander in Chief der amerikanischen Truppen.
Es ist also sowohl, weil er der oberste Kommandeur ist, als auch weil im Text ausdrücklich
von der Kriegsmaßnahme die Regel ist, ist dieser Text jetzt keine universales Klarenbefreiung,
errichtet sich auch explizit nur an Diesklaren, die auf dem Gebiet leben, dass sich noch
im Aufstand gegen die Union befindet.
Dazu muss man eben wissen, wir haben diese vier später dann fünf Klarenstaaten auf
seit ne Union.
Darauf bezieht sich die Immersive Patient Proclamation nicht.
Wir haben schon jede Menge Südstaaten Territorium, das von Unionstruppen besetzt ist, wo die
Slaberei erstmal weiter besteht.
Auch darauf bezieht sich dieses Klarenbefreiung nicht.
Sie befreit nur dies Klaren, die auf Gebiet leben, die sich immer noch im Aufstand gegen
die Union befinden, und Kriegsmaßnahme heißt hier eindeutig die Revolution des Hinterlandes.
Es geht darum, die Plantagenkultur zu zerstören und damit praktisch die wirtschaftliche Grundlage
der Kriegsfähigkeit der Südstaaten zu zerstören, das ist kein humanitäre Akt.
Gleichwohl, es bleibt eben erst mal die Leistung eines politischen Führers.
Dieses Narrativ vom Great Immersipäter wird nicht nur von Linken und den Weißen befürwortet,
es sind auch jede Menge der dann befreitens Klaren, der sogenannten Freed Men und Freed Women,
die Linken auch deshalb verehren.
Es gibt in Washington DC ein Freed Men's Memorial, also ein Denkmal der befreitens Klaren
in Erinnerung an Abraham Lincoln.
Da steht ein übergroßer Abraham Lincoln mit den Fingern oder mit den Händen auf der Immersive Patient Proclamation
und vor ihm kniet jetzt ein schwarzer Slave in unterwürfiger Position, der seine Ketten los hat
und der jetzt von Abraham Lincoln die Freiheit empfängt.
Also, es ist nicht nur so, dass jetzt allein das ein weißes Narrativ ist, es gab auch gerade
unmittelbar nach dem Bürgerkrieg eine durchaus auch schwarze Bewunderung für Abraham Lincoln,
die schwarzen Wählen bis in die 1920er Jahre hinein, die ripublikanische Partei, also die wenigen Schwarzen,
die Wählen dürfen in den USA wählen bis in die 1920er Jahre hinein, die Partei ripublikaner als Partei Abraham Lincoln.
Also da, das ist jetzt nicht nur von oben ochtrolliert.
Aber wir haben eben inzwischen durch sehr viel Sozial- und Alltagsgeschichtliche Forschung auch erkannt,
wie viel die Sklaven selber zu ihrer Befreiung eigentlich beigetragen haben, indem sie weggelaufen sind, von den Plantagen,
indem sie versucht haben, hinter die Linien der Unionstruppen zu kommen, indem sie sabotage auf den Plantagen verübt haben,
um jetzt eben von sich aus praktisch ihren Beitrag zu leisten, die wirtschaftliche Grundlage der Kriegsfähigkeit zu erschüttern,
indem sie teilweise eben nicht hart genug gearbeitet haben, einige haben auch dann die Plantagenbesitzer ermordet.
Also diese ganze Idee von wer hat eigentlich die Sklaven befreit, waren es jetzt weiße Männer, oder war es ein Weissermann,
oder war es nicht doch viel mehr die Sklaven selber, die Wahrheit liegt hier irgendwo in der Mitte.
Allerdings muss man sagen, dass Abraham Lincoln sich auch erst dann zur Immersion Passion Proclamation entschließt,
als die Auflösungserscheinungen der Plantagenwirtschaft unübersehbar waren.
Also es ist jetzt nicht wirklich jemand, der hier die Agenda setzt, der in vielem auch auf das reagiert, was schon passiert ist,
aber trotzdem würde ich eben die Immersion Passion Proclamation als einen politischen Akt auch nicht kleinreden.
Es ist schon auch eine Leistung, die er da vollbracht hat, aber sie ist nicht ganz so ungetrübt und nicht ganz so groß,
wie man sich das vorstellt, wenn man anguckt, was eigentlich bis dahin passiert war und was vor allem auch die Sklaven selber dazu beigetragen haben,
sich selbst zu befragen.
Kennt auf jeden Fall die Zeichen der Zeit und nutzt sie dann, dementsprechend und vor allem verewigt er sich mit einer historischen Rede,
Abraham Lincoln, die ja nach einer entscheidenden Schlacht, in der die Nordstaaten, die Armee von Südstaaten General Robert Ilie schlagen hält,
die sogenannte Gettysburg Address, eine kurze Ansprache, glaube ich nur zwei, drei Minuten zur Einweihung des Soldaten Friedhofs auf dem Schlachtfeld von Gettysburg.
Was macht sie bis heute so ikonisch diese Ansprache?
Also zunächst erstmal Gettysburg ist eben die entscheidende Schlacht des Bürgerkrieges, es ist eine viertege geschlacht,
die ausgerechnet um den vierten Juli herum, also um den Unabhängigkeitsattack herum im Sommer 1863 gefochten wird
und es endet mit einem Sieg der Nordstaaten, der die offensiven Kapazitäten des Südens ein für alle mal bricht.
Also die militärische Initiative liegt seitdem bei den Nordstaaten, die Südstaaten geraten in die Defensive, gleichzeitig passiert zeitgleich am Mississippi,
die Oberung von Wicksburg damit sind die Nordstaaten in Kontrolle des Mississippi und können also den Süden wirklich abschnüren.
Das ist der sogenannte Anerkondaplan, also wie eine Anerkonda wollten sich die Nordstaaten um die Südstaaten legen, um dann die Südstaaten zu strangulieren.
Also die Kontrolle über den Mississippi ist genauso wichtig wie Gettysburg, aber Gettysburg ist eben eine zentrale Schlacht.
Liegt weit in den Nordstaaten.
Genau, also nur dass man, also die Südstaaten waren schon durchaus weit in den Nordstaaten vorgedrungen.
Und am 19. November findet dort eben auf einem Teil dieses Schlachtfeldes die Einweihung eines Soldaten Friedhoves statt.
Und da fährt eben linken hin und hält diese berühmte Gettysburg-Adress, die also fast schon in selben Status hat für die Declaration of Independence,
also die Unabhängigkeitserklärung wie die Immersification Proclamation.
Sie ist auch hemmert eingemeistelt beim Linken Memorial in Washington.
Vor dem Pueh, den Donald Trump.
Der jetzt doch wieder grün ist, der sollte ja blau werden, aber jetzt doch wieder grüßt.
Aber diese Rede ist bedeutsam, weil hier der Präsident eigentlich auch sowas wird wie die Interpretter-Enchief.
Also der Sinnstifter der Nation.
Also Commander-Enchief ist ja eben als Oberhaupt der amerikanischen Truppen, als Oberbefehltshaber der amerikanischen Truppen.
Mit dieser Gettysburg-Adress wird da auch sowas wie zum obersten Sinnstifter der Nation, der den Bürgerkrieg erklärt
und in einer Weise erklärt, die diesen Bürgerkrieg letztlich als einen Test für die gesamte amerikanischen Nation hinstellt,
wo die Amerikaner ein weiteres Mal den Nachweis liefern sollen, dass eine in Freiheit geborende Nation dauerhaft bestehen kann.
Also, er fängt eben an, diese Rede hat drei Abschnitte, der erste geht um die Vergangenheit, er verweist eben mit dieser ikonischen Formulierung "Forscore & Seven Years ago".
Und ein Score sind immer 20 Jahre, also 87 Jahre, er verweist damit direkt.
Und wir sind eben 833, jetzt er verweist damit direkt auf die Unabhängigkeitserklärung der USA und die darin verkündeten Werte.
Sachte also vor 86 Jahren haben unsere Vorfäter auf diesem Kontinent eine neue Nation gegründet und dieser Begriff Nation ist wirklich zentral.
Komm ich gleich noch zu, die in Freiheit geboren ist und die auf dem Grundsatz beruht, dass alle Menschen gleich geboren sind.
Und dann kommt radikal, nah, also jetzt gegenwärtig sind wir in einem großen Bürgerkriegbefangen der Testen soll,
ob eine so geborende Nation dauerhaft bestehen kann. Also es gibt die Vergangenheit, es gibt die Gegenwart.
Und in diesem Zusammenhang, und das finde ich eben schon spannend, auch für das, was danach kommt, sieht er die Südstatten und die Nordstatten gleichermaßen Teil dieses historischen Testes.
Also er unterscheidet in dieser Rede nicht zwischen Nordstatensoldaten und Südstatensoldaten, er sagt alle Amerikaner, die auf diesem Bürgerkrieg kämpfen, sind in diesem großen Test.
Beteilig, der nachweisen soll, dass eine in Freiheit geborende Nation lange dauern kann, das ist die Gegenwart.
Und dann kommt eben die Zukunft, das er sagt und das Opfer der Soldaten, das hier auf Gettysburg, auf dem Stachtfeld von Gettysburg erbracht worden ist, wird nur dann sinnvoll sein,
wird nur dann einen Sinn haben, wenn wir eine neue Geburt der Freiheit erleben, also ein New Birth of Freedom.
Und dieses New Birth of Freedom soll eben auch zeigen, dass Government of the people by the people findest.
Before the People shall not perish from this earth.
Also das Regierung führt das Volk durch das Volk und mit dem Volk von dieser Welt
nicht mehr verschwinden soll.
Und das ist einerseits eben diese nationale Schiene, also wo er eben die Union und die Nation
austauschbar verwendet.
Also es ist wirklich eine Definition des Nationalismus, eine neue Stufe des Nationalismus,
wo er eben kein Zweifel daran lässt, dass die Union ein Nationalstaat ist und das Werk
vom amerikanischen Volk.
Das ist genau das was die Südstaaten verneinen, die Südstaaten sagen, "There is no American
nation above the individual state nation".
Also John C. Calhoun, einer der führenden States rights activists dann immer gesagt "I never
speak of the Union when I think of the nation, because we are no nation, we are no nation,
we are a confederacy".
Also wir sind in Staatenbund, aber wir sind kein Nationalstaat.
Und Abraham Lincoln setzt jetzt hier Union mit Nation gleich, er integriert den Süden
und den Norden in eine nationale Gemeinschaft, die jetzt hier gerade den Nachweis erbringt,
dass eine in Selbstbestimmung gründende Regierungsform nicht von der Erde verschwinden kann.
Und natürlich heißt eben dann auch wenn er jetzt klarerei hier explizit nicht erwähnt.
Aber a new birth of freedom heißt eben auch die Vollendung der amerikanischen Revolution
durch die Emanzipation der Sclaren, durch das Ende der Sclaverei.
Und da wird er eben zu einem ja sinnstifter in chief, also er erklärt den Bürgerkrieg
als eben genau diese historische Testsituation aus der allein eine neue Geburt der Freiheit
und die Vollendung des amerikanischen Glücksversprechens hervorgehen kann.
Und das eben Nordstaaten und Südstaaten zugleich und das erklärt schon viel von dem was
nachher passiert oder was auch erklärt wahrscheinlich warum bis heute in den Südstaaten auch
der Bürgerkrieg noch so lebendig ist, warum man in den Südstaaten der Konföderation
anhängen kann und sich trotzdem als US-Patriot finden kann, das bereitet Abraham Lincoln
mit dieser Interpretation eigentlich vor, wo es keinen Schuldigen gibt.
Die ganz große Handreichung, genau auch in chief schon, für die Versöhnung nach dem Bürgerkrieg.
Auch die Südstaatler erkennen die Gettysburg-Adress als ekonischen, wichtigen Text an oder
dass das mehr Nordstaatending.
Also ich würde schon sagen inzwischen ist es gemeinsamer Text, auf dem man sich gleich
am meisten sieht.
In der Zeit natürlich fanden die Südstaaten das alles ganz schlimm, aber was ja dann eben
passiert ist ja eben nach dem Bürgerkrieg, dass sich Nordstaaten und Südstaaten dann doch
irgendwie auf der Basis eines jetzt geteilten Nationalismus, der einen Südstaaten-Nationalismus
nicht ausschließt, dann doch vereinigen und das letztlich um den Preis der Nicht thematisierung
der Ursachen für den Krieg, der Ausblendung des Laverei und letztlich auch um den Preis
der Entrechtung der Schwarzen.
Das passiert und das wird eigentlich mit dieser Rede vorbereitet, das weißer Amerika,
dass sich letztlich auf Kosten der Schwarzen versöhnt, das weißer Amerika, dass die Entrechtung
der Schwarzen im Süden nach dem Ende des Bürgerkriegs zulässt und ein Amerika, dass die Ursachen
des Krieges und vor allen Dingen auch die Sklaverei nicht thematisiert.
Aber so weit sind wir noch nicht, erst mal läuft der Krieg ja noch zwei Jahre, trotz
der entscheidenden Schlacht, Kapitulation dann erst im April 65 und es beginnt ja trotzdem,
die sogenannte Reconstruction Period, in der die Einheit wieder hergestellt wird und gleichzeitig
eben auch die Schwarzen ihre Bürgerrechte bekommen, in der die Schwarzen auch wirklich
hoffen konnten, ab jetzt wirklich gleichfertiger Teil der USA zu sein.
Also Reconstruction ist so die Zeit, die wir einige lassen, das mit 863 beginnen, also mit
der Immersion Proclamation einige sagen das beginnt erst mit 865, also dem Ende des Bürgerkrieges
und sie geht so bis Mitte, Ende 70er Jahre, also 877 ist da immer so ein Punkt.
Der Begriff Reconstruction und was das eigentlich sein soll, ist in der Zeit eben schon umstritten.
Da gibt es verschiedene Varianten, für die einen ist Reconstruction nur die Reconstruction
der Union, also die Wiederherstellung der Union, die Wiedereinliederung der Südstaaten
in die Union, das ist Reconstruction und so hat Abraham Lincoln auch von Reconstruction
gesprochen. Für andere ist Reconstruction jetzt nicht nur praktisch die Heilung des föderalen
Bruchs, sondern Reconstruction heißt eben auch Maßnahmen zur bürgerlichen und sozialen
Gleichstellung der Schwarzen, Maßnahmen, die den jetzt befreiten Schwarzen ein Leben
in einer wirtschaftskapitalistischen Ordnung ermöglichen sollten, auch das Rechtsystem,
das Bildungssystem, also die ganze Frage Reconstruction als sozialere Form zur Absicherung
zur soziale Ökonomischen Absicherung, Schwarzenlebens, das jetzt eben in Freiheit nach dem Ende
des Slave-Rei passiert. Also da sind auch schon in der Zeit ganz unterschiedliche Verständnisse
von Reconstruction und die Einzagen eben es reicht, wenn wir die Union wiederherstellen,
die anderen sagen, nee das reicht nicht, sondern wir müssen auch Maßnahmen ergreifen,
die es den jetzt befreiten Sklaven erlauben, ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung
zu führen und das heißt eben Bildung für die Schwarzen, das heißt Rechtsschulung, das heißt
Ökonomische Unterstützung für die Ansiedlung, was weiß ich als Pharma und das heißt vor allen
Dingen auch und das ist glaube ich ein zentraler Punkt, weshalb die Reconstruction am Ende scheiters,
heißt auch die Frage nach Landreform. Also ändern wir die Eigentumsverhältnisse im Süden,
wo eben die ehemaligen Sklavenhalter auch wenn sie den Krieg verloren haben, ja trotzdem
im Besitz von 90 Prozent des Landes sind. Also das ist eben schon in der Zeit um Schritten
heisst Reconstruction jetzt nur die Heilung des höherellen Bruches oder heisst Reconstruction
letztlich auch sozial reformrische Maßnahmen zur grundlegenden Veränderung von Besitz und
Bildungsverhältnissen im Süden und das ist eben Teil auch der Kontroverse in der Zeit.
Abram Lincoln selbst wurde dann ja in den Tagen der Kapitulation der Südstatten bei einem
Theaterbesuch von John Wilkes Booth, einem Südstatten sympathisanten aus den Nordstaaten erschossen.
Wäre die Reconstruction period mit ihm als Präsidenten, der das Ganze sozusagen überwacht,
presidial am Nassverlaufen? Ja die wären sofern anders verlaufen als Abram Lincoln vollkommen
zufrieden, damit gewesen wäre wenn die Südstatten wieder in die Union eingetreten wären, wenn sie
das 13. Amendment anerkannt hätten, also die Slave Reife abgeschafft befunden hätten und sich
ansonsten national versöhnt hätten. Also Abram Lincoln war nicht unbedingt dafür jetzt weitreichende
Maßnahmen zur Besterstellung der Schwarzen einzuleiten. Also es ist eher besser gelaufen für die
Schwarzen ohne Abram Lincoln. Ja insofern als eben nach dem Tod von Abram Lincoln dieser andere
Variante der Reconstruction von einigen so genannten Radical Republicans durchgeführt werden,
die drücken durch den Kongress Maßnahmen durch, die jetzt wirklich diese sozial reformrische
Idee haben. Also das 13. Amendment schafft die Slave Reihe ab. Das ist praktisch nur die
emancipation proclamation als verfassungszusatz. Aber es gibt auch noch das 15. Und das sind die
so genannten Radical Reconstruction Amendments, die gehen eben jetzt nicht auf Abram Lincoln zurück,
sondern die gehen auf eine Gruppe radikalere Publicana im Kongress zurück, die eben sagen okay,
wir machen mit dem 14. Amendment, man sichern wir den schwarzen bürgerliche Gleichheit zu und mit
dem 15. Amendment geben wir ihn letztlich auch das Wahlrecht, in dem wir den Entzug von Wahlrecht
aufgrund von früherer Kondition of Servitude und rassistischen Gründen verbieten. Und das sind
eben schon mal Maßnahmen, wo jetzt die bürgerliche Gleichstellung der Schwarzen verfügt wird. Und
die Südstaaten werden jetzt unter den Bedingungen der Radical Reconstruction gezwungen. Nicht nur das
13. Amendment in ihre neuen Staatsverfassung aufzunehmen, sondern auch das 14. Und 15. Amendment
Gleichzeitig kommt es auf betreiben, der Radical Reconstruction ist, zur Gründung des
Friedman Bureau, also das Büro für die Befreiten. Das war so eine ja Regierungsbehörde, die jetzt
eben sich erstellen sollte, dass die Schwarzenbildung bekommen, dass sie bei Arbeitsverträgen nicht
über ein Tisch gezogen werden, also rechtlichen Beistand, die letztlich auch dafür sorgten,
dass den Schwarzen die Uttensilien diese für eigenes Farming brauchten zur Verfügung gestellt
wurden. Also hier würde, und die Idee war praktisch, dass Militär und das sehe ich immer wieder
Verbindung zu Deutschland nach 45, also die Besatzungszeit als Instrument durchgreifenden sozialen
Wandels. Das ist das, was in Westdeutschland zwischen 45 und 49 passiert ist. Und das ist das,
was eigentlich auch nach dem Willen der Radical Republicans im Post Civil War South hätte passieren
sollen. Nämlich praktisch, dass Militär die militärische Besatzung als Instrument einer durchgreifenden
sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung des Südens. Und warum ist das dann nicht passiert, sehr auch,
wenn Sie schon gerade gesagt haben, was der Backlash durchaus angelegt war, hätte es ja trotzdem
so sein können, dass die Radical Republicans hier über Wasser behalten und dass das jetzt keine
Nahrung über zehn, 20, 30 Jahre so weitergegangen wäre, wenn sich auch in den Südstaaten dann möglicherweise
auch eine neue Kultur hätte herausbilden können, die damit ihren Frieden gemacht haben. Und es gibt ja auch die
Phase, wo es die sogenannten Reconstruction Governments in den Südstaaten gibt. Also die Schwarzen kriegen
das Wahlrecht. Es gibt auf einmal wirklich ein Wählerreservor für republikanische Politiker im Süden. Es gibt
Regierungen mit schwarzen Ministern. Es gibt schwarze Parlaments Abgeordnete in den Einzelstaaten. Es gibt
nirgendwo einen schwarzen Gouverneur. Aber es gibt diese Phase, wo unter den Bedingungen des 13, 14, 15
Amendments, jetzt Reconstruction Governments in den Südstaaten gewählt werden, die eben zu
Hälfte aus weißen, weißen, die für die Slavenehmanzipation sind und schwarzen bestehen und die
eine Zeit lang in den Südstaaten wirklich regieren. Weshalb es dann zum Backlash kommt, ist einerseits
dass eigentlich durchgehend rassistische Gewalt diesen Emancipationsprozess verhindert.
Also es entsteht der Kuhkloxplan in der Zeit, zumindest der erste Kuhkloxplan.
Es gibt ja dann im 20. Jahrhundert in Neugründung.
Das sind ehemalige Südstaaten, Veteranen, die einfach jetzt Gewalt einsetzen,
um die Emancipation des Klaven zurückzudrehen, um sie einzuschüchtern und so weiter.
Also die ganze Zeit ist das eigentlich so ein untergründiger Entwicklung.
Gleichzeitig wird eben die Herrschaft der Nordstaaten,
dann werden auch die Republican-Governments in den Südstaaten von der Weißenbevölkerung
als Fremdherschaft gesehen.
Es gibt da dann eben diese Figur des sogenannten Carpet Bagger.
Das sind also praktisch windige Nordstaaten Typen,
die ihren ganzen Besitzen einer Carpet Bag.
Also das ist eine aus Teppischstoffgewebte Tasche, die jetzt eben so als Glücksritter
da im Süden durch die Gegend reiten und eigentlich ihr eigenes Fortkommensuchen
und sich bereichern auf Kosten der Weißenbevölkerung.
Die andere Hassfigur des Weißen Südens ist das Scallerwag.
Das sind also praktisch Weiße des Südens, die jetzt bei diesen Reconstruction-Governments
mitmachen, die werden auch diskreditiert.
Also insofern ist das von vorne rein immer umstritten und es ist immer eine rassistische Dynamik
dabei, die das Weiße Amerika im Süden akzeptiert, das in großen Teilen einfach nicht,
dass die Schwarz- und jetzt Wahlrecht haben, dass sie mitbestimmen dürfen.
Und dann ist es ja so, wenn die Südstaaten oder wenn die Staaten einmal wieder in die Union
aufgenommen sind, haben sie alle Rechte, die einen Start, einen Einzelstaat auch hat.
Und die sind ja sehr weitreichend.
Und der Süden beharrt immer darauf, Home Rule in Race Relations zu haben.
Also Home Rule heißt, die haben das Sagen in ihrem Start.
Sie beharrern darauf, die Racial Relations selbst bestimmen zu dürfen.
Unabhängig von Eingriffen der Bundesregierung.
Und als jetzt einmal diese Südstaaten wieder reguläre Mitglieder in der Union sind,
gewinnen dann die Demokraten auch sehr schnell wieder an Zustimmung und beharrern letztlich
auf Home Rule und die Bundesregierung um den Preis der nationalen Versöhnung willen,
ist nur zu bereit, den das auch zuzugestellen.
Und das Supreme Court ja auch.
Und das Supreme Court auch, aber das später, aber es ist letztlich der Rückzug der Bundesregierung
von ihrer Verantwortung für die nun mehr befreiten Schwarzen.
Der eben ein Freiraum öffnet, in den hinein, die Südstaaten dann mit ihrer Jim Crow Gesetzgebung stoßen.
Weshalb es aber auch scheitert und das ist für mich eben ein ganz zentraler Punkt.
Es kommt eben nie zur Landreform in dieser Meryode.
Das heißt, die Besitzverhältnisse bleiben die gleichen.
Der Landbesitz ist in der Hand der weißen ehemaligen Pflanzenelite, die jetzt und die Sklaven,
die ehemaligen Sklaven, die jetzt eben Friedman sind, werden Pächter
auf ihren eigenen Plantagen.
Es entsteht dieses sogenannte Share-Cropping-System,
wo nach sich die Sklaven, also ein Stück Landpachten, im Austausch für a Share of the Crop,
also für rund 50% des Ertages von der Ernte.
Sie müssen aber auch gleichzeitig alle ihre Saatgütter, ihre Utensilien.
Sie müssen teilweise ihre Häuser dann auch von den ehemaligen Slavenhaltern mieten
und das auch alles für a Share of the Crop.
Und meistens reichte eben dieser Share of the Crop nie aus,
um überhaupt die laufenden Schulden zu begleiten.
Das heißt, ein Schuldenzyklus, der dann entsteht.
Das Ausbordungsverhältnis ändert sich an.
Es sind jetzt eben vertraglich vereinbarte Arbeitsverhältnisse, es ist nicht mehr Slaverei.
Es sah am Anfang auch durchaus aus als könnten und es haben auch einige Share-Cropper es geschafft,
sich durch dieses System dann zu eigenen Landbesitzern zu werden.
Also es ist nicht in jedem Fall zu dieser Schuldabhängigkeit gekommen.
Es gibt auch keineswegs nur schwarze Share-Cropper.
Es gibt auch jede Menge weiße Share-Cropper am Ende.
Aber bottom line hier ist, es haben sich einfach die Besitzverhältnisse auch nach dem Bürgerkrieg nicht geändert.
Und die ökonomische Macht war weiterhin in der hand der ehemaligen Pflanzeelite.
Und das dann eben im Zusammenhang mit dem Wunsch nach Versöhnung,
mit dem Wunsch nach Heilung auch das föderalen Bruch führt dazu,
dass sich die Bundesregierung raushält oder zurückzieht,
dass sie eben die Besatzungsherrschaft nicht dazu nutzt,
um sozialere Formen durchgehaltend einzuleiten.
Und dass man den Süden die Regulierung der Rassenfrage selbst überlässt.
Und dass die Besitzverhältnisse einfach so bleiben wie sie sind.
Und da wo alles nicht hilft, ist dann einfach der Skire Terror.
Ist die Skire gewalt dann auch Element der Südstaatenpolitik.
Und über die Jim Crowls gesetze haben wir ja schon gesprochen.
Die entziehen eigentlich den Schwarzen im Rahmen der bestehenden Verfassungszusätze.
Das war recht, indem wir sie eben das Wahlrecht an jede Menge Zusatzqualifikationen
binden, die für alle gelten Formal, die aber die Schwarzen tatsächlich
nicht wirklich erfüllen können.
Was mich, ich mich herfrage, wenn man es jetzt militärisch betrachtet
und ja in gewisser Weise auch moralisch betrachtet,
endete die Sitzession und der Bürgerkrieg für die Südstaaten.
Zunächst einmal trotzdem ja mit einer totalen Niederlage.
Und trotzdem wird dieser Krieg und der Kampf gegen die Nordstaaten
und deren Protagonisten, die diesen Kampf kämpfen.
Robert Lee haben wir jetzt schon ein paar mal angesprochen.
In den Südstaaten heroisiert.
Die Konferteriertenflage ist ja auch immer noch sehr präsent in den Südstaaten.
Ist ja eigentlich merkwürdig.
Es könnte ja eigentlich auch als die große Schmach im Gedächtnis der Südstaaten sein.
Aber jetzt sind wir schon wieder beim Verwett.
Es setzt sich eben dieses Narrativ des Lost Cause durch.
Also dass man ehrenvoll gekämpft hat, dass man zwar verloren hat,
aber irgendwie doch nicht diskreditiert ist.
Und die Nordstaaten lassen auch das zu.
Also das eben ganz unterschiedliche Erinnerungen an diesen Krieg entstehen,
dass sich die Erinnerung an den Krieg entlang der sektionalen Linien auch aufspaltet.
Und die letzte Manifestation dieses Lost Cause in Zusammenhang mit dem Plantation myth
und der Idee einer untergegangenen Ehrenvollen vorkapitalistischen Zivilisationen
ist dann eben Margaret Mitchell und Gone with the Wind.
Also dieses Narrativ, die Vererung auch der Südstaaten genereller
als ehrenvolle Soldaten, die in einem ehrenvollen Krieg leider verloren,
aber trotzdem alles geopfert haben.
Also irgendwie war die Südstaatenanstrengung moralisch nicht diskreditiert.
Aber das hätte ja auch später passieren können.
Ich meine, in Deutschland sind wir uns tröser vergleich mit Nazi-Deutschland,
aber so eine kritische Aufarbeitung, die hat ja auch nicht direkt stattgefunden,
sondern die ist erst dann im Prinzip durch die Nachfolgegeneration,
die 68er Generation ins Bewusstsein gerückt dann auch nochmal von außen gekommen,
durch Holocaust, die Fernsehproduktion aus den USA.
Und das hätte ja auch theoretisch auch alles irgendwann mal in den Südstaaten passieren können,
hätte auch jemand auf die Idee kommen können.
Unsere Leute haben damals für das Falsche, für ein Unrecht,
nämlich die Sklaverei gekämpft.
Ja, aber genau das ist eben nicht passiert.
Ja, warum?
Ja, Herr Defkart, warum?
Ja, das ist schwer zu erklären.
Aber ein Teil dieser Erklärung liegt eben in dem,
was wir schon im Zusammenhang mit der Gertisburg-Adresse thematisiert haben.
Ein Narrativ, was den Bürgerkrieg letztlich als eine nationale Veranstaltung interpretiert,
zu dem beide Seiten beitragen und wo beide Seiten Gewinner und Verlierer am Endefekt dafür sorgen,
dass sie amerikanische Demokratie besteht.
Wir haben das uneindeutige Verhältnis zu Sklaverei.
Wir haben vor allen Dingen auch die rassistische Dynamik,
die ja nicht auf den Süden beschränkt ist.
Also auch der Norden, Abraham Lincoln, haben wir darüber gesprochen.
Auch der Norden wollte keine schwarzen Soldaten, die weiße Soldaten töten.
Also der Rassismus, als so eine grundkonstante amerikanischer Kultur,
war ja mit dem Ende des Bürgerkriegs nicht an seinen Ende gekommen.
Der American Exeptionalismus, wo nach die Amerikaner eine exzeptionelle Nation sind,
die selbst eben Katastrophen und traumatische Erfahrungen noch irgendwie positiv umdeuten.
Es ist auch eine wirkliche Frage, wie man Geschichte erzählt.
Für uns hier in Europa ist eben 1945 ein Traditionsabriss.
Für uns in Deutschland ist 1933 der Zivilisationsbruch.
Am amerikanische Geschichte narrative haben die Kraft.
Und das hat mit dem American Exeptionalismus zu tun.
Selbst Discontinuitaten, selbst Abrisse, selbst Zesuren wie einen Bürgerkrieg,
noch irgendwie aufzuheben in einer durch und durch sinnvollen Geschichte,
die sich einfügt in das Projekt der perfekte Bullionien.
Also, dass die Union verbesserbar ist.
Die Experiment in Liberty und so weiter.
Und in diesem Zusammenhang ist dann eben die nationale Versöhnung,
auch um den Preis der Nicht-Thematisierung der Ursachen für diesen Konflikt zu standegekommen.
Es klarerei wird bis heute nichts wirklich in den Schulen thematisiert.
Ich habe jede Menge Kollegen, die sind ein bisschen jünger als ich,
die sagen, wir haben in der Sufule einfach nicht übers klarerei gesprochen.
Wenn man sich heute die Plantation Homes anguckt,
dass es ganz fokussiert auf das Herrenhaus, das ist ganz fokussiert auf den Splender,
auf den Glanz, auf die Grandeur des Südstattenlehmens,
hat in jedem Fall immer gedauert, auch die Slave Quarters
in der Teil des Museumskomplexes zu integrieren.
Sehr schön übrigens zu sehen in Mauenwürne.
Ja, auch, letztendlich den.
Genau.
Sitz von George Washington.
Wo die Sklavenquartiere auch lange Zeit gar nicht markiert waren.
Inzwischen wird eben auch gewesen, okay, hier hatte George Washington seine Sklaven.
Also insofern ist es eben auch in Deutschland,
ist die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
hat lange gedauert, wie sie gesagt haben.
Aber es führt ja dann und da finde ich es das Holocaust mal mal in Berlin.
Ja, dann so der Innenbegriff dieses Generationenprojektes,
von denen, die jetzt gerade geschrieben haben.
Also einfach den, das dritte Reich und den Holocaust
als Teil der deutschen Geschichte zu akzeptieren.
Man kann sich jetzt fragen, ob man jetzt immer darauf rumreitet, aber dass man zumindest
nicht sagt, war alles Duffte, auch wenn die AfD jetzt in diese Richtung geht.
Aber die grundsätzliche Akzeptanz des dritten Reiches und des Holocaust als Teil der deutschen
Geschichte und damit auch die Akzeptanz der dunklen Seiten der deutschen Geschichte, der
ambivalenten Seite der deutsche Geschichte, das hat in der Form in den USA nicht stattgefunden,
da ist immer noch das Verlange nach einer affirmativen Geschichte, worauf man stolz sein
kann. Das ist eben das, was Donald Trump jetzt auch gerade versucht. Und insofern hat diese
Aufarbeitung auch im Sinne einer neuen nationalen Erzählung, die das alles irgendwie integriert
und vielleicht zu einer neuen nationaler Erzählung hinter der sich die vielen auch vereinigen
können. Hat es in den USA einfach nicht gegeben und das ist genau eben die Idee einer
divided memory, wo die Erinnerung an den Bürgerkrieg jetzt immer noch entlang der ehemaligen
sektionalen Linien gegliedert ist, die jetzt eben auch noch eine divided memory along political
lines ist, weil die Liberalen diesen Bürgerkrieg anders erinnern als die Konservativen, weil
die schwarzen diesen Bürgerkrieg anders erinnern als die weißen und so weiter. Also was mal eine
sektionale Erinnerung ist jetzt auch eine sozial moralisch geteilte Erinnerung ist auch eine
politisch geteilte Erinnerung und Donald Trump als Oberpolarisierer im weißen Haus treibt
das jetzt eben gerade auf die Spitze. Also anstatt als Präsident jetzt dafür zu sorgen, vielleicht
mal ein Narrativ zu entwickeln, worin sich viele wiederfinden können, ohne dass jetzt
alles toll zu finden, treibt er das ja auf die Spitze indem er sagt. Also es war auch tolle
Leute auf der Südstatenseite, es waren exciting time und so weiter. Also da ist eben die divided
memory, die auch Teiljes der gegenwärtigen sozial moralischen Polarisierungen ist. Und das
ist glaube ich schon ein zentraler Unterschied zur deutschen Geschichte. Bei allen Problemen,
bei allen kontroversen, die auch sich anders dritte reicht, noch knüpfen, aber das hat in
dieser Forum in den USA nicht stattgefunden. Es hat ja aber auch durchaus kurze Phasen gegeben,
jetzt in der jüngeren Vergangenheit 2021, da wurden Statuen in den Südstatenen Richmond,
wie von dem jetzt schon vielfach erwähnten Robert Ilie abgebaut. Das hat ja aber nicht zur
Befriedung der sozialen Konflikte geführt. Es bleibt ja irgendwie ein kontroverses Thema. Es war
vor allen Dingen auch auf Initiative der schwarzen, dass diese Bürgerrechtsmonumente abgebaut wurden,
zusammen mit liberal denkenden Südstatlandiers ja auch gibt. Es sind ja nicht alles jetzt nur
conservative die Hearts da im Süden, aber gerade jetzt eben diese Frage der Confederate Monuments
hat ja auch dann eben die Kontroversen noch mal wieder entfacht und noch mal wieder anneuert. Und
die unterschiedlichen Geschichten, die sich jetzt an diesen Südstatenmonumenten festmachen. Und
das scheint mir das Problem zu sein, dass wir ein Leben einander von verschiedenen Geschichten haben,
die sich nicht miteinander verbinden und die eigentlich letztlich nicht so was wie ein gemeinsames
Narrativ darstellen, auf das sich alle irgendwie oder hinter dem sich viele vereinigen könnten. Und
das heißt ja nicht, dass man das jetzt alles irgendwie glorifiziert, dass man die Konflikte
verneint, sondern einfach Geschichtsnarrative zu finden, die das eine sagen, ohne das andere zu
verneinen. Und ich glaube daran gebrichts in den USA schon schon länger. So wie sie über vom
Windeverwähnt reden. Ein super Film, aber vielleicht, also nur will ich ja nicht alles am Windeverwähnt
aufhängen, aber ich glaube eine Grundlage für soziale Vereinigung oder oder Versöhnung oder so,
muss sein, dass man die verschiedenen Geschichten, dass man die verschiedenen Perspektiven als Teil
eines historischen Prozesses anerkennt und dann versucht Formen von Identität darauf zu gründen,
dass es eben diese Ambivalenz gibt und hat. Und ich glaube, das ist eine der großen Herausforderungen
jetzt nicht nur für die USA, das ist auch eine Herausforderung für Deutschland und wo jetzt nicht
nur der Präsident als interpreter in chief gefragt ist. Der grundsätzlich zu einer ganz anderen
gedenkultur zurücknächte, die alle schwarzen Flecken auswesst und wirklich nur das heroischer der USA
herausstellt. Ich will noch mal ganz ganz kurz letzte Frage mehr oder weniger der letzte Aspekt zum
Beginn des Bürgerkriegs springen. Damals haben die Südstatten, die Wahl von Linkeln nicht anerkannt,
also ein klassisches demokratisches Prozedere. Jetzt hatten wir 2020 schon Trump, der die Wahlen
in der Lage nicht anerkannt hat seine und jetzt auch schon wieder im Vorfeld der kommenden Wahlen,
Verschwörungstheorien, Spind. Wie stark sehen Sie parallel? Also was man sich ja mal auf der
Zunge zergehen lassen muss, ist, dass wir über die republikanische Partei sprechen, die sowohl einen
Abraham Lincoln als auch einen Donald Trump hervorgebracht hat. Und Lincoln zieht 861 in den Krieg um die
Union zu erhalten und die Verfassung zu beschützen. Und wir haben jetzt einen Donald Trump, der als
Republikaner und ich finde das ist auch die Traggödie der republikanischen Partei momentan sehr viel
dazu tut, um genau diese Verfassungsordnung für die Abraham Lincoln in den Krieg gezogen ist,
wenn ich zu zerstören zumindest, aber so umzubauen, dass ein Gutteil von demokratischer
Partysipation zurückgedreht wird. Und das muss man sich in seiner historischen Ironie erst mal
klar machen. Ich glaube Abraham Lincoln würde sich im Grab umdrehen. Bei dem Gedanken, dass einer
wie Donald Trump unter der Flagge der republikanischen Partei jetzt hier im weißen Haus sitzt. Und in
sofern Lincoln war unbedingt, stand der Kompromisslos auf dem Boden der Verfassung. Bei Donald Trump ist das
eben wirklich fragwürdig und fraglich. Und insofern ist es eher weniger die Frage nach dem parallelen
als Thema, die die Ironie, die darin besteht, dass Abraham Lincoln und Donald Trump ja Präsidenten ein
unterselben Partei sind und dass die schwarzen bis 1900 in die 1920er Jahre hinein die Republikaner
gewählt haben, weil sie die Partei Abraham Lincoln sind und dass die Republikaner jetzt ihre
Strongholds unter anderem auch im Süden haben. Das sind also alles Ironien und Paradoxien über die,
glaube ich, noch mal mehr nachdenken müssten. Und das ist natürlich viel stärker als jetzt nur die
Frage nach parallelen, die ich nicht so sehe, weil wir eben auf der einen Seite wirklich ein kollektives
Movement haben, das sind 11 Südstaaten, die am Ende fakt unter Berufung auf die Verfassung austreten,
werden jetzt hier ein einzelnen im weißen Haus, der sich nicht an die Regeln der Verfassung gebunden
fühlt. Aber das ist eben das eigentliche problemenamerikanischen Demokratie momentan, dass die
verfassungsgemäß vorgegebenen Regeln des Entscheidungsverfahrens, dass sich die inhaberpolitischer Ämter
daran nicht mehr halten und insbesondere der Präsident sich nicht gebunden fühlt.
Herr Depp Katt, kommen wir dringend zu den Hörerfragen, überhaupt unsere Hörer, ne? Also ich habe zwei tolle
Mails bekommen, wo die mich dann doch ins Nachdenken gebracht hat. Also einer schrieb mir, dass er
vor lauter Zuhörn beim Kochen glatt das Rühren vergessen hätte und ein anderer schrieb mir,
dass er als Arzt gerade zu süchtig sei, nach unseren Folgen. Also da müssen wir jetzt doch mal irgendwie
denken, ob wir nicht so einen medizinischen Waren hinweiß mit unserem Podcast verbinden, weil das ist
ja nur doch echt gefährlich. Oder ich denke an die Leute, die vielleicht Sportstudie auf dem Laufband
sind und vor lauter Zuhörn aufhören zu laufen, das kann ja auch wirklich körperlich sehr gefährlich sein.
Mach ich viel, ist mir noch nie passiert. Gut, aber einfach so die Vorstellung, ich hörs beim Kochen
und vergesse das Rühren und ich bin Arzt und werde süchtig nach diesem Podcast. Also wir müssen
irgendwie glaube ich einen medizinischen Waren hinweiß anbringen. Aber nun zu unseren Hörer.
Okay, Greif Schmittberger fragt bezogen auf ihre letzte Folge über präsidenzielle Macht, letzte Woche,
welchen Einfluss das Supreme Court Urteil von 2024 über Trumps Rolle beim Kapitol stormt,
dass ja dem Präsidenten weitgehende Immunität gewährt. Welche Auswirkungen wird das haben, gerade auch über einen
Präsidenten Donald Trump hinaus in Bezug auf präsentenzielle Machtrag? Ja, und das ist genau der Blick in die
Zukunft, den ja alle immer verlangen, aber es ist eben auch Teil des amerikanischen Systems, dass
jetzt die Folgen dieses Gesetzes dann in weiteren konkreten Fällen erst sichtbar werden. Also die
Frage nach Executive Privilege, also die Vorrechte der Regierung ist schon ziemlich alt, also was darf
die Regierung ohne jetzt jemanden zu informieren, das siehst man eine Zeit lang Executive Privilege. Immunität im
Amt wie weit reicht die und auch hier dieses Gesetz lässt wieder viel Spielraum. Es wird unterschieden
zwischen offiziellen Akten und inoffiziellen Akten, in offiziellen Akten ist der Präsident Immun, bei
inoffiziellen Akten nicht, dann ist wieder die Frage, was ist ein inoffizieller Akt, wann ist ein
offizieller Akt. Also diese ganzen Folgen dieser Rechtsprechung werden in ihrer ganzen schwere,
glaube ich jetzt erst in weiteren Gerichtsverfahren, in weiteren konkreten Fällen sichtbar werden und
werden auch immer wieder neu ausgetestet werden. Aber es ist natürlich erst mal so was wie Jan Blanco
Schek für den Präsidenten, dessen Immunität zwar einerseits im Amt immer irgendwie anerkannt wurde,
aber die Grenzen wurden halt immer wieder neu ausverhandelt, das wird auch in Zukunft passieren,
so dass sich da unseren Hörer wirklich leider auf die Zukunft vertrüsten muss. Aber es ist natürlich
erst mal in der jetzigen Situation mit einem Präsidenten wie Donald Trump, der ohnehin meint erst
President I can do whatever I want, schon sowas wie ein gerichtliches Siegel unter dieser Art von
also Verständnis vom Präsidentenamt und die abweichende Meinung zu diesem Urteil deutet ja auch
genau in dieser Richtung.
dass das letztlich so was ist wie die legale Basis für einen weiteren autoritären umbau
der amerikanischen Ordnung. Aber rechtlos ist auch das jetzt immer noch nicht. Also das muss
man eben auch sagen. Die Abweichung war, glaube ich, auch bei dem Urteil genau entlang der
Parteilien, also die drei als die bereits geltenden Lichtrichterinnen. Die haben alle dagegen
- ja - dagegen gestimmt. So, jetzt komme ich zu der schon angespoilerten Hörerfrage von
Thomas Zehrer hat uns eine lange Mail geschrieben, hatte eine Reihe von Fragen zum Bürgerkrieg, den wir
auch schon öfter mal gestreift haben in unseren Folgen einiges haben wir hoffentlich schon klären können.
Diese Frage hier aber noch nicht und zwar fragt er nach der American Colonization Society,
hat mir auch schon mal angesprochen in unserer Rassismusfolge, glaube ich, was. Also die
American Colonization Society gegründet in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, setzte sich
dafür ein, Sklaven zurück in Anführungsstrichen nach Afrika zu bringen und dort in Liberia zu
colonisieren. Erbrem Lincoln war ein Unterstützer dieses fragwürdigen Planes und Thomas Zehrer fragt
jetzt, warum konnten die Rückwanderungspläne für ehemaliges Glaven nicht dazu beitragen den
Setzationskrieg zu verhindern oder würden sie so weit gehen zu sagen, dass diese Pläne den
Setzationskrieg aufgeschoben haben. Würde ich nicht sagen. Also dieses Projekt der Colonization Society,
das ja dann tatsächlich auch zur Gründung des Staates Liberia führt und es sind ja auch einige
tausend African Americans dann nach Liberia gegangen. Aber man muss eben wirklich sehen, warum Afrika,
also bis 1861 war die überwiegende Mehrheit der schwarzen in den USA geboren. Es waren tatsächlich
African Americans, weil eben sich die Slavenpokulation durch natürliche Reproduktion vermehrt. Also was hätten
die mit Afrika zu tun. Also das ist ja auch praktisch schon so ein selber wieder ein rassistisches
Weltbild. Also die Schwarzen gehören nach Afrika, aber die würden sagen, nee, wir gehören eigentlich
nach Amerika und viele von den Schwarzen Abolitionisten z.B. ein Frederick Douglass, was Water the Slave
is the Fourth of July, der stellt sich voll auf den Boden der amerikanischen Revolution und beschreibt
die Gründungsdokumente als fast schon heilige Texte, die ewige Wahrheiten verkündet hätten. Das
einzige Problem ist, dass sie eben nicht richtig umgesetzt würden. Also insofern die African Americans
verstehen sich eben zu einem Großteil durchaus als Amerikaner, als teile amerikanischen Nationen,
wollen teile amerikanischen Nationen sein. Also warum sollten sie nach Afrika gehen? Der andere
Punkt ist eben, dass sich auch die abolitionistische Bewegung in dieser Zeit radikalisiert und sagt,
nee, also gerade das wollen wir nicht, wir wollen sofortige Abschaffung der Slave rei und arbeiten
darauf hin, sind militant, so das eigentlich, dass wirklich keine Option war und auch wirklich keine
gute Option, zumal wir eben bis 1860 haben wir geschätzte vier Millionen Sclaren in den USA. Also
auch von daher ist ein Rücksiedlungsprojekt von Leuten in eine Region, aus der sie gar nicht gekommen sind,
auch von daher eigentlich wieder sie nicht. Ja, die Steigerung von Remigration. Ja, und insofern hat
das weder den Sessionskrieg aufgeschoben, noch hätte diese Rückwanderungen irgendwas verändert,
weil es eben auch gar keinen politischen Willen dazu gab. Auch in der Gesellschaft war das eigentlich
eher ein marginales Projekt. Und nochmal, also bis 1860 war ein Großteil der Schwarzen in den USA geboren.
Es gab eine radikale abolitionistische Bewegung, die dann mit Abraham Lincoln auch Politik wird und
die dann mit der republicanischen Partei auch Partei wird. Also insofern ist das eigentlich kein
realistisches Konzept und eben die Frage, wer Amerikaner ist, wer dazugehört und welche Rolle die
schwarzen in dieser Gesellschaft spielen können und welche spielen wollen. Da wären eben viele einfach
sagen, wir sind Amerikaner, ja, wir sind Amerikaner und interessant erwähnt, ich habe ein paar von diesen
Briefen von den Schwarzen, von den Amerikaner, die nach Liberia gegangen sind, mal gelesen und da steht
einfach drin, wir sind hier in der Wildnis. Was sollen wir hier als zivilisierte Amerikaner in der
afrikanischen Wildnis? Wir haben hier weder die Annehmlichkeiten noch die Wohlstand des amerikanischen
Lebens. Wir haben hier eigentlich nichts verloren. Also insofern, so viel vielleicht meine Gedanken zu diesen
Projekte, afrikanischen Modernization-Sessage, die zu der Abraham Lincoln wirklich eine Zeit lang gehört hat.
So, der Amerika-Tipp klopft an. Und zwar her, ja, der Karte, ich glaube, es ist ein Amerika-Tipp,
ist mal was Touristisches. Also, wer mal in der Gegend von Boston ist, wer mal in Massachusetts Urlaub machen,
kann oder will oder auch tatsächlich macht, dem würde ich wirklich dringend ein Besuch der ehemaligen
Plymouth Plantation, was jetzt eben Plymouth Patuxat heißt, empfehlen, das ist also geht zurück auf die
Pilgerfäter 1620, die mit der Mayflower in Massachusetts gelandet sind und dort als erste Ansiedlung
Plymouth Plantation gegründet haben. Und diese Siedlung ist jetzt als ein Living History-Museum. Seit Mitte
des 20. Jahrhunderts wieder rekonstruiert worden. Und es geht wirklich darum jetzt hier sich in die
Lebenswelt dieser ersten Pilgerfäter zu versetzen. Da ist jede Menge Personal, das historisch ungemein
gebildet ist, dass sich wirklich versucht im Reenactment des Lebens dieser Pilgerfäter und das auch
wirklich gut kann. Also, man kann die nach Windverhältnissen fragen, man kann sie nach ihren religiösen
Überzeugungen fragen, man kann alles Mögliche diese Jungs fragen und meldet es auch. Und das ist
einfach ein riesen, riesen Erlebnis. Hat sehr viel auch jetzt historisch dazu beigetragen, viel
über den Alltag dieser Pilgerfäter zu lernen und ist dann auch wiederum ein Schaustück
amerikanischer Geschichtspolitik und wie sich das ändert. Weil ursprünglich, als es 1947 als
Plymouth Plantation gegründet wurde, war es wirklich rein auf die weißen Pilgerfäter konzentriert.
Inzwischen haben wir auch die Indigene Bevölkerung repräsentiert. Wir haben die Indianersiedlung der
Wampanoag, da und das heißt jetzt eben auch deshalb jetzt Plymouth Patakset und nicht mehr Plymouth Plantation,
weil das der indianische Begriff für die Region ist, in der das ganze stattfindet. Und also das
ist einmal ein riesen Spaß. Es macht echt einfach Freude, dadurch die Gegend zu laufen und sich mal
anzugucken, wie denn die Pilgerfäter gelebt haben könnten. Aber noch mehr Spaß macht es dann die
dort tätigseinenden Schauspieler mal nach ihren Weltsichten zu fragen und zu fragen, warum sie überhaupt
da sind und wie sie das ganze denn so finden. Und es ist ein riesen Spaß, echt für die ganze Familie.
Und mehr hat das großen Spaß gemacht, als ich mal da war. Ziehen die dann ihre Rolle durch?
Die ziehen ihre Rolle durch. Also man kriegt nichts aktuelles aus den heraus, dann in die leben,
vollkommen dann im Jahre. Ziehen ihre Rolle durch und das machen die kelles Reich. Also es
passiert wirklich auf hartem Quellenstudium, die wissen mehr über die Alltagsverhältnisse als
mancher Historiker einfach, weil sie täglich reenakten. Es ist spannend, es ist nicht kitschig. Also ich fand's
nicht kitschig und es ist diese gelungene amerikanische Mischung aus Bildung und Unterhaltung und das eben
in Form eines Living History Museums, wo wirklich Geschichte ein Stück weit lebendig wird. Und das
macht Spaß. Reenactment, das können die Amerikaner. Das können sie. Wieso vieles übrigens ja auch in
Punto Bürgerkrieg gibt es ja riesige Reenactments, haben wir jetzt gar nicht darüber gesprochen. Aber ich
glaube, wir haben auch so viel und gut hier über den Bürgerkrieg gesprochen. Vor allen Dingen auch
lange. Aber wir müssen ja auch mal zum Ende kommen. Ja, sehr lange, das stimmt. Deswegen würde ich sagen,
beschließen wir das Ganze mal hier und in einer Woche sehen wir uns ja dann auch schon live und
in Farbe. Am Donnerstag, den 25. und 16. und 18 Uhr sind wir alle in Bremerhaven. Zu Amerika verstehen
im Auswanderhaus und das Ganze natürlich vor Publikum und natürlich auch gemeinsam mit Monika Dietrich.
Ich freue mich sehr darauf. Und Robert Haustburg ist auch dabei, oder? Robert Haustburg,
selbstverständlich ist auch dabei. Ja, wann. Dann bis nächste Woche in Bremerhaven. Bis nächste Woche
in Bremerhaven. Danke fürs Zuhören. Von Folge 22 von Amerika verstehen, spaltet der Bürgerkrieg
die USA noch heute. Ein Deutschlandfunkpodcast im Rahmen der Denk Fabrik, unser Publikumsprojekt des
Deutschlandfungs, das dieses Jahr das Thema hat, das Recht des Stärkeren, die Machthaber, die Welt
neu ordnen. Und wenn sie oder ihr Fragen an Volker Depkat habt, schreibt uns gerne an Amerika,
verstehen @deutschlandfunk.de. Und wir sind gerade besonders heiß auf ihre eure Fragen, denn die
Sommerferienzeit ist höhere Fragen folgenzeit. Also wir sammeln sehr. Und nächste Woche sind dann,
wie gesagt, wir alle am Start, Monika Dietrich, Volker Depkat und ich Philipp Mai mit unserer Folge aus
dem Auswandererhaus in Bremerhaven und Volker Depkat hat es gerade schon gesagt, Robert Haustburg, unser
Mann für Produktion und Musik auch heute wird auch da sein. Bis dann, vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
und bis bald. Bye-bye.
Podcast Summary
Key Points:
Das Narrativ der „Lost Cause“ beschreibt die Südstaaten als ehrenvolle Kämpfer, die trotz Verlustes moralisch nicht diskreditiert sind, obwohl sie für die Erhaltung der Sklaverei gekämpft haben.
Der Bürgerkrieg wurde durch tief verwurzelte Konflikte zwischen Sklaverei und Föderalismus geprägt, wobei beide Gründungskompromisse nicht gelöst wurden und sich gegenseitig verstärkten.
Abraham Lincoln verfolgte eine doppelte Politik
Der Krieg wurde durch die wirtschaftliche Abhängigkeit des Südens von Sklaverei und die industrielle Entwicklung durch die Baumwollproduktion ausgelöst, wobei die Erfindung der Kottengin entscheidend für die Sklavenwirtschaft war.
Die Expansion der USA führte zu einer ständigen Notwendigkeit neuer Kompromisse, wobei der Missouri-Kompromiss (1820) und der Kansas-Nebraska-Act (1854) die Auseinandersetzung zwischen Nord- und Südstaaten verschärften.
Der Krieg begann mit dem Angriff auf ein Bundesvor in Charleston und entwickelte sich zu einem totalen Krieg mit Massenvernichtung, wobei die Zivilbevölkerung und militärische Taktik zunehmend verletzt wurden. Key Points
Die „Emancipation Proclamation“ wurde nicht als universelles Befreiungsrecht gesehen, sondern als Kriegsmaßnahme, die nur auf Gebiete angewendet wurde, die gegen die Union aufstanden.
Die Befreiung der Sklaverei war ein politischer Akt, der auch durch die Aktivitäten der Sklaven selbst vorangetrieben wurde, wie Flucht, Sabotage und gewaltsame Widerstand.
Die Gettysburg-Rede von Abraham Lincoln positioniert den Bürgerkrieg als „Test“ für die Dauerhaftigkeit einer in Freiheit geborenen Nation und stellt die Union als ein einheitliches „Werk des amerikanischen Volkes“ dar, was den Südstaaten widerspricht.
Summary:
Das Narrativ der „Lost Cause“ behauptet, dass die Südstaaten ehrenvoll gekämpft und moralisch unverkennbar seien, selbst wenn sie den Krieg verloren haben. Dieses Bild wird im Film „Gone with the Wind“ und in der US-Politik weitergegeben, aber es ist historisch problematisch, da es eine nur partielle Sicht auf den Bürgerkrieg darstellt und die Sklaverei als eine unerträgliche Institution und Ursache des Konflikts ausblendet. Die grundlegenden Ursachen des Bürgerkriegs liegen in zwei miteinander verflochtenen Konflikten: der Sklaverei und dem föderalen System.
Der Kompromiss von 1787, der Sklaverei und die 3/5-Regel, vertragen sich nicht, und die Kompromisse wurden durch die Expansion der USA immer wieder neu verhandelt. Der Missouri- und Kansas-Nebraska-Kompromiss führten zu intensiveren politischen Spannungen. Abraham Lincoln, obwohl er kein radikaler Abolitionist war, verfolgte eine Politik, die die Ausdehnung der Sklaverei verhinderte und 1863 mit der „Emancipation Proclamation“ den Krieg als Kampf um Freiheit rechtfertigte.
Dieser Akt wurde nicht als universelle Befreiung interpretiert, sondern als Kriegsmaßnahme, die nur auf Gebiete angewendet wurde, die gegen die Union kämpften. Die tatsächliche Befreiung der Sklaven war jedoch auch durch ihre eigene Initiative – Flucht, Sabotage, Widerstand – ermöglicht. Die Gettysburg-Rede von Lincoln positioniert den Krieg als Test der Dauerhaftigkeit der amerikanischen Freiheit und stellt die Union als einheitliches „Werk des Volkes“ dar, was den sektionalen Anspruch der Südstaaten ausschließt.
Nach dem Krieg wurde eine „Reconstruction“ durchgeführt, in der die Südstaaten in die Union zurückgenommen und die Bürgerrechte der Schwarzen verankert wurden. Doch diese Prozesse wurden oft durch die Unterdrückung der Sklaverei und die Nichtthematisierung der Ursachen des Krieges beschränkt, was zu einer langfristigen Kluft in der nationalen Erinnerung führte. Die historische Bewertung zeigt, dass der Bürgerkrieg nicht nur ein militärischer Konflikt war, sondern ein tiefes politisches und soziales System, das die Grundlagen der modernen USA formte.
FAQs
Das Narrativ der 'Lost Cause' beschreibt die Ansicht, dass die Südstaaten ehrenvoll gekämpft haben, trotz Verlustes nicht diskreditiert sind und ihre Sache als ritterlich und heroisch betrachtet werden. Es wird oft als Selbstopfer der Südstaaten dargestellt, ohne dass der Krieg als illegitim gilt.
Die Sklaverei war eine der direkten Ursachen des Bürgerkriegs, da sie die Spannungen zwischen Nord und Süd verstärkte. Besonders der Widerstand gegen die Ausdehnung der Sklaverei nach Westen und die Ideologie des Föderalismus führten zu einem unauflöslichen Konflikt.
Zwei zentrale Kompromisse waren der Verbot des internationalen Sklavenhandels im Jahr 1808 und der sogenannte 3/5-Kompromiss, bei dem 3 schwarze Menschen als 5 weiße gezählt wurden, um die Bevölkerungszählung zu regulieren und die Macht der Südstaaten zu sichern.
Laut den Ansichten von Adam Smith und anderen Liberalen war Sklaverei unproduktiv, da Sklaven teurer zu halten und zu pflegen waren als freie Arbeitnehmer, insbesondere in der Anschaffung und Pflege von Kindern und Alten.
Die Sklavenbevölkerung wuchs durch natürliche Reproduktion, insbesondere in den Südstaaten. Die Erfindung der Kottenmaschine (1793) ermöglichte eine effiziente Abtrennung der Samen aus der kurzfaserigen Baumwolle und führte zur Entwicklung der Baumwollindustrie, die stark von Sklavenarbeit abhängig war.
Die Ausbreitung der Sklaverei wurde durch die industrielle Entwicklung und die wachsende Nachfrage nach Baumwolle gefördert. Insbesondere die Expansion in den Südstaaten und der internationale Sklavenhandel führten zu einem starken Wachstum der Institution der Sklaverei.
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