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Ursache und Wirkung - Darum seid ihr wirklich in der Krise!

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Ursache und Wirkung - Darum seid ihr wirklich in der Krise!

In dieser Folge wird das Thema Ursache und Wirkung in Beziehungsproblemen untersucht. Paare verwechseln oft die Wirkung – wie Streit oder Unzufriedenheit – mit den wahren Ursachen, die tief in der Identität, den Glaubenssätzen oder den frühen Lebenserfahrungen liegen. Wichtige Faktoren wie fehlende Konfliktlösungskompetenz, faule Kompromisse, starke Rollenaufteilungen und unverarbeitete Prägungen aus der Kindheit werden als entscheidende Ursachen aufgezeigt. Die Krise beginnt oft viel früher, etwa durch eine erste emotionale Verletzung im ersten Jahr der Beziehung, die sich über Jahre hinweg entwickelt. Die meisten Paare erkennen diese tiefen Gründe nicht, weil sie nicht im Kontext von Eltern-Kind-Beziehungen oder früheren Beziehungen reflektiert wurden. Die Lösung beinhaltet daher nicht nur die Behandlung der Symptome, sondern ein tieferes Verständnis der eigenen und der Beziehungsfundamente. Dazu gehören Selbstcoaching, die Entwicklung von Sprachen der Liebe, stimmige Entscheidungsfindung und regelmäßige Kommunikation über gemeinsame Werte. Durch die Arbeit an diesen grundlegenden Elementen kann ein stabileres, glücklicheres Beziehungsleben erreicht werden. Der Autor betont außerdem, dass Eltern, die ihre eigenen Prägungen nicht verarbeitet haben, ihre Kinder möglicherweise auch nicht ausreichend vorbereiten, und fordert eine offene, verantwortungsbewusste Unterstützung in der Familientherapie.

Transcription

3841 Words, 23881 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Irr-Listen. In dieser Folge geht es um das Thema Ursache und Wirkung. Darum seid ihr wirklich in der Krise. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In dieser Folge geht es um Ursache und Wirkung und wir wollen einmal schauen, was wirklich die Gründe sind, warum Paare in der Krise sind und was Paare vielleicht selber denken, was die Gründe sind und wollen euch ein bisschen mitnehmen in unseren Coaching-Alltag. Fangen wir gleich mal mit der ersten Frage an. Warum wird Wirkung und Ursache häufig verwechselt bei der Suche nach einer Lösung oder nach einer Veränderung? Die Paare spüren einfach jetzt eine Wirkung und überlegen, sich woran kann das liegen und nehmen häufig Themen, die auf den, wir sagen dazu, oberen Ebenen liegen. Wir haben so ein System mit sieben Ebenen. Das nennen wir auch die Ebenen der Veränderung und auf diesen Ebenen kann man eben Dinge verändern. Und die meisten Paare schauen auf den Ebenen Umgebung, Fähigkeiten und Verhalten. Das sind so die drei ersten, wo man hinschaut. Also fehlen mir Fähigkeiten, um vielleicht Konflikte gut zu lösen, was auch eines der Probleme tatsächlich dann ist. Aber da schaut man dann häufig bei den Fähigkeiten eher auf die Kommunikation allgemein. Dann Verhalten, da wird dann einfach geschaut, welches Verhalten ist da und das ist vielleicht noch nicht so gut oder das stört mich, aber woher das dann kommt, dieses Verhalten. Das hinterfragt man dann vielleicht nicht so genau oder die Umgebung, dass man schon sagt, Mensch, der Job ist zu herausfordernd, zu viel Reisen oder dies stört mich, das stört mich, Freunde, da ist was. Also da hat man dann, man hat dann viele Dinge auf Umgebungsebene, aber die tiefer liegenden Ebenen, wie zum Beispiel die Überzeugung, also Glaubenssätze, die man hat über andere und die Welt, die Identitätsebene, also was denke ich von mir selbst, glaube ich von mir selbst, dass ich gut darin bin, Konflikte zu lösen, Kompromisse stimmig zu finden und so weiter. Was ist mein Sinn im Leben? Welche Ziele haben wir als Paar und nicht einzeln? Und habe ich ein stabiles Fundament, also die Systemgesetz-Ebene? Das sind die Ebenen, auf denen die Ursachen viel häufiger liegen, aber Ebenen, mit denen wir eben, meistens nicht so gut gelernt haben, zu arbeiten. Also das ist weder Bestandteil in der Schule, damit zu arbeiten, noch haben die meisten das von uns, von unseren Eltern gezeigt bekommen, wie man auf diesen Ebenen etwas verändert und damit arbeitet oder auf diesen Ebenen zumindest mal die Ursache sucht. Und das ist die, das häufige Problem, warum Paare dann auf der Suche nach der Ursache sich immer wieder eigentlich bei Wirkungen im Kreis drehen, aber nicht, wirklich an die richtige Ursache rankommen. Und dann kommt noch hinzu, wenn sie sie finden, die Ursache, dann ist meistens die Frage, wie löst man das Ganze denn jetzt? Ja, also ich bin ja im Leid drin, also merke die Wirkung, merke, okay, irgendwie läuft das seit Längerem, unsere Beziehung nicht gut. Jetzt bin ich im Leid, ich bin traurig, wütend, ich denke an Trennung, ich fühle mich nicht mehr wohl. Und dann ist es, glaube ich, das, was du meinst, so diese typischen Reflexionsgespräche, die man vielleicht, wenn man untereinander fühlt, dass man auf der Suche ist nach Gründen. Und manche Paare berichten ja auch, dass diese Gespräche sich eigentlich ganz gut anfühlen, dass man so alles auf den Tisch kommt, dass man näher zusammenrückt und auch, dass man erste Gründe vielleicht sogar findet oder erahnt. Aber dann ist immer das Problem, wie du schon sagst, was macht man damit? Das wollen wir uns gleich mal ansehen. Genau, da kommen wir nämlich gleich zur zweiten Frage. Was sind typische Ursachen, an denen die Paare häufig nicht selbst denken? Na ja, grundsätzlich kommen ja viele Paare mit dem Thema, die Kommunikation läuft nicht so gut erst mal. Der Klassiker. Wir streiten. Aber das ist eben die Wirkung, dass man streitet und die Kommunikation nicht gut ist. Das ist eben häufig nicht die Ursache. Das heißt, es reicht meistens nicht, dass man lernt zu kommunizieren oder anders zu reden. Das ist auch Bestandteil der Coachings. Und manchmal ist das tatsächlich auch die Ursache, dass jemand über die Metaprogramme nicht Bescheid weiß, also man nicht weiß, wie man selber da so, tickt und wieder andere tickt. Und dadurch hat man sehr viele Missverständnisse, die dann zu unguten Gefühlen führen. Das ist aber nicht die häufigste Ursache. Meistens liegt die Ursache dann tiefer. Wenn wir uns die verschiedenen Ebenen angucken, dann ist tatsächlich, wenn wir uns jetzt erst mal die Fähigkeiten anschauen, die fehlende Konfliktlösungskompetenz eine häufige Ursache. Das heißt, Paare wissen oftmals nicht, wie man einen Konflikt, einen Streit, ein ungutes Gefühl, eine emotionale Verletzung nachhaltig auflöst. So, dass es beiden wieder gut geht. Vielleicht kennt ihr das auch. Ihr habt euch schon mal bei dem anderen für etwas entschuldigt und das ist irgendwie gar nicht richtig angekommen. Der hat das irgendwann bei einem größeren Streit, so als Rundumschlag, wieder auf den Tisch gepackt. Wobei man doch dachte, Mensch, dafür habe ich doch längst Verantwortung übernommen. Das habe ich gesehen, mich entschuldigt. Aber das hat gar keine Wirkung gemacht. Das liegt daran, dass es fünf Voraussetzungen gibt, damit eine Entschuldigung, eine Wirkung, eine Wirkung macht. Und wenn eine von denen nicht erfüllt ist, dann bleibt diese Wirkung eben aus. Und das sind eben so Dinge, die haben viele nicht mit auf den Weg bekommen. Auch hier wieder etwas, was wenige Eltern mitgekriegt haben und deswegen auch selber nicht weitergeben. Und wiederum natürlich auch kein Bestandteil in der Schule ist, da eine Konfliktlösungskompetenz irgendwie aufzubauen. Also grundsätzlich ist das ein Thema, was wir in jedem Coaching haben. Also in jedem Coaching geht es theoretisch einen Einstieg, den wir kurz machen, darum, wie man Konflikte nachhaltig löst, welche Voraussetzungen es gibt. Und dann ist das natürlich etwas, wenn wir das Fundament wieder stabilisieren. Das heißt, die Risse, die da durch emotionale Verletzungen entstanden sind, die Instabilität, dass wir die gemeinsam aufarbeiten. Und in dieser Aufarbeitung findet ja sozusagen das Training statt, wo man regelmäßig eben lernt, wie man emotionale Verletzungen richtig ausschließt. Wie man ausspricht und der andere Verantwortung übernehmen kann. Also das ist eigentlich was, was in jedem Coaching mehrmals stattfindet. Was ein weiterer Punkt ist, den wir sehr häufig haben, ist das Thema stimmige Kompromisse finden. Also viele Menschen gehen faule Kompromisse ein. Was meinst du damit? Genau, erstmal fehlt vielen diese Differenzierung. Was ist ein stimmiger Kompromiss? Was ist ein fauler Kompromiss? Sondern man geht erstmal davon aus, wenn man einen Kompromiss gefunden hat, hätte man sich geeinigt. Das hat man auch typischerweise auf Sachebene, dass man sich geeinigt hat, in welchem Restaurant man essen geht, welchen Urlaub man macht, welches Haus man kauft, in welche Stadt man zieht. Das heißt, man hat auf Sachebene dann auch eine Lösung gefunden, einen Kompromiss geschlossen. Aber was viele außer Acht lassen, ist die emotionale Komponente. Wie fühlt man sich denn? Mit diesem Kompromiss? Ist der für einen wirklich stimmig? Also stimmig heißt, dass unser Denken mit unseren Körpersignalen übereinstimmt und sich so innerlich bei uns das alles rund anfühlt, sich nichts wehrt, kein komisches Gefühl, kein Impuls hochkommt, man nicht schlecht von seiner Entscheidung träumt oder was auch immer. Und dann ist es ein stimmiger Kompromiss. Und das erleben wir dann, wenn wir so mit Paaren die Zeitlinie durcharbeiten, ganz regelmäßig, dass auf der Zeitlinie auch bei sehr, sehr wichtigen und relevanten Themen faule Kompromisse geschlossen worden sind. Das können Themen sein wie ein Umzug in eine andere Stadt, die beruflich bedingt ist, wo jemand zwar zustimmt, aber das dann alles gar nicht so wird, wie er sich das vorstellt oder wie es mal angedacht war und derjenige dann mit dieser Entscheidung unzufrieden und unglücklich ist. Ob das der Zeitpunkt ist, wenn man Kinder bekommt, auch da werden immer wieder faule Kompromisse geschlossen. Welches Haus man kauft, ganz viele Themen, die da letztendlich im größeren Bereich eine Rolle spielen und im kleineren natürlich umso mehr. Also im Kleinen, in welches Restaurant gehen wir heute Abend essen, was machen wir am Wochenende zusammen, laden wir die zum Grillen ein oder nicht. Diverse Themen, die da im Kleinen stattfinden können und dann immer wieder natürlich Risse im Fundament bilden. Das heißt, das ist eine wichtige Kompetenz, die gebraucht wird, neben der Konfliktlösung, wie finde ich stimmige Kompromisse. Dann arbeiten wir uns langsam an, langsam zurück sozusagen in der Beziehung. Die Paare, die zu uns kommen, berichten ja auch immer mal wieder, dass sie sich auseinandergelebt haben, dass sie den Bezug zueinander verloren haben, dass so die Gemeinsamkeiten fehlen, die gemeinsamen Hobbys und Interessen nicht mehr so da sind, man über einige Themen nicht mehr so gut sprechen kann wie vorher. Und da liegen die Ursachen recht häufig einerseits in der Rollenaufteilung, die dann stattfindet, dass dann, wenn Kinder auf die Welt kommen, eine sehr strikte Rollentrennung auf einmal passiert und typischerweise ja immer noch die Frau für die Kinder zuständig ist und in Teilzeit arbeitet und der Mann in der Vollzeit arbeitet und auch so werden dann häufig ja die Bereiche aufgeteilt. Also ich habe in vielen Coachings immer noch, dass der Mann vollständig für den Garten und Reparaturen zuständig ist und die Frau für den Haushalt oder auch das Soziale. Die Frau organisiert die Grillparty am Wochenende, guckt, dass alle im Umfeld sind, Feldgeschenke haben und so weiter. Und diese strikte Trennung führt dazu, dass man eben sich verliert. Das ist so ein bisschen wie im Unternehmen. Da weiß vielleicht manchmal derjenige, der in Abteilung A arbeitet, auch gar nicht, was der in Abteilung B macht. Weil die Aufgaben aufgeteilt sind. Die Aufgaben sind aufgeteilt, das ist strikt getrennt, es gibt wenig Überschneidung, es gibt Verantwortungsbereiche und dann ist man da raus. Und dann kommt nämlich der zweite große Baustein dazu, der sich zum Auseinanderleben führt, dass die Kommunikation fehlt. Man kann ja auch die Rollen trennen, das ist ja gar nicht grundlegend so schlimm, wenn man trotzdem in einen gemeinsamen Austausch geht. Also wir nennen das eigentlich, dass man die Aufgaben aufteilt, aber die Verantwortung weiterhin teilt. Es ist super schwierig, wenn man für die Kinder die Verantwortung zu einem hauptsächlich rübergibt und damit auch die Aufgaben meistens. Dann wird es nämlich schwierig, wenn der Vater am Wochenende da ist und auf einmal in diese Verantwortung zurückgeht. Sondern es muss so sein, dass beide die Verantwortung tragen. Also auch wenn die Mutter mehr Zeit mit den Kindern verbringt, dass trotzdem eine Kommunikation stattfindet, dass man sich über Erziehungsthemen gemeinsam austauscht, dass man gemeinsame Entscheidungen trifft. Das ist eben ganz wichtig, das heißt Verantwortung übernehmen. Und so passiert es eben, dass im Laufe der Jahre jeder so seine Werte ein wenig verändert, neues Wissen bekommt, vielleicht auf der Arbeit neue Berufsfelder entdeckt. Neue Menschen kennenlernt, andere Hobbys ausprobiert. Und wenn man sich da dann eben in der Kommunikation nicht mitnimmt, dann kann es passieren, dass der eine halt nach links läuft und der andere nach rechts läuft. Und irgendwann fragt man sich, warum stehe ich denn hier auf einmal auf meinem Platz ganz alleine? Fallen dir noch weitere Ursachen ein, die häufig auftreten? Ja, wir können dann noch einen Step weiter zurücktreten in der Beziehung und sind beim Beziehungsstart. Da sind auch sehr viele Paare äußerst verblüfft, wie früh eigentlich die Krise begonnen hat. Also erstmal, wann heißt das, wann ist das in der Krise, ist immer so ein Punkt. Also viele haben das Gefühl dann, ja, das läuft nicht ganz so rund und ein bisschen unzufrieden. Dann passiert vielleicht, dass einer fremd geht und auf einmal sagt das Paar, wir sind in der Krise. Und wenn sie dann anfangen zu reflektieren, überlegen, ja, wo hat denn das begonnen, seit wann geht es uns denn nicht so gut, dann merken viele Paare, oh, wir sind eigentlich schon seit zwei, drei, vier Jahren in der Krise. Eigentlich geht es uns schon viel länger nicht so richtig gut. Das haben wir nur durch den hektischen Alltag und die ganzen Aufgaben und Projekte, um die wir uns kümmern, haben wir das verdrängt. Das heißt, damit geht es schon mal los, dass eigentlich so dieser Start der Krise viel früher ist, wo man viel intensiver sich um die Beziehung kümmern könnte und damit eben diese ganzen Folgen verhindern könnte. Und dann, wenn wir das Fundament aufarbeiten und in der Beziehungszeitlinie beginnen, dann sind viele Paare verblüfft, wo die erste Verletzung zu finden ist. Die ungeklärt geblieben ist, denn die ist regelmäßig in den ersten drei Monaten der Beziehung. Und das ist jetzt nicht einfach so, dass das einfach irgend so eine Verletzung ist, die dazwischen hängt, wo man sagt, ja, aber die hat eigentlich für den Rest der Beziehung keine Relevanz, sondern das ist häufig eine Verletzung, auf der die nächsten Verletzungen aufbauen und wo dann eben die Konfliktspirale drauf begründet ist. Also das heißt, diese Krise, die dann vielleicht, wenn man sich so kennenlernt und hat dann schon nach zwei, drei Monaten die erste Verletzung und dann geht das so langsam los, dann kann das sein, dass nach fünf, sechs, sieben Jahren die Krise anfängt zu beginnen. Also dieses Thema mit diesem verflixten siebten Jahr, das ist das verflixte sechste Jahr. Nee, siebte, ja. Ja, siebte, ne. Genau, also diese Krise mit diesem, dieses Sprichwort mit dem verflixten siebten Jahr, das hat ja jetzt irgendwie keinen richtigen Aberglaube, würde ich sagen, sondern das ist ja eher so ein Gefühl, wo ich sagen würde, so eine richtige Konfliktspirale, die braucht eben fünf, sechs, sieben Jahre. Bis die sich aufbaut, sodass man sich echt in der Krise fühlt und sagt, jetzt trennen wir uns. Also außer natürlich, man hat vorher gar keinen richtigen Match gehabt und das trennt sich innerhalb von den ersten zwölf Monaten oder 24 Monaten, weil man sagt, boah, wir sind an verschiedenen Punkten doch völlig unterschiedlich oder wir haben eben Entscheidungen, die wir für unser Leben treffen wollen, wo wir völlig unterschiedlich sind und die nicht tolerierbar sind. Wenn einer Kinder will, einer nicht zum Beispiel oder einer sagt, ich möchte in Amerika arbeiten und der andere sagt, auf keinen Fall wandere ich aus. Und das ist so stark. Das ist so stark verankert, dann trennt sich das vielleicht früher oder wenn schon die Konflikte viel früher auftreten. Aber so grundsätzlich braucht das eben seine Zeit, bis sich das aufbaut. Das sind häufig so vier, fünf, sechs, sieben Jahre. Und dann braucht das meistens eben nochmal so zwei bis fünf Jahre, bis dem Paar bewusst wird, wir sind echt in der Krise und das ist gerade echt nicht mehr schön. Das heißt, der Beziehungsstaat ist da häufig eine Ursache, wo Paare gar nicht so hingucken und verblüfft sind. Und dann haben wir das Letzte, was eben auch sehr, sehr häufig das ist, was überhaupt dazu. Führt, dass man am Anfang der Beziehung diese Konfliktspirale in Gang setzt und das innerhalb der Beziehung so stattfindet. Das sind die Prägungen aus der Kindheit und aus vorherigen Beziehungen. Also ganz oft, wir sagen dazu immer, ist jemand nicht ausgeglichen, kraftvoll, nicht stark genug. Das heißt, der bringt dann eben mit seinem Fundamentsanteil, den er in die Beziehung hineinbringt, schon Themen aus der Kindheit und aus vorherigen Beziehungen mit, die unverarbeitet sind. Die müssen einem ja auch erstmal bewusst sein. Ja, dass man sie hat. Die sind, würde ich sagen, wahrscheinlich vielen nicht so bewusst. Oder zumindest ist vielen nicht bewusst, dass das sich auf die Beziehung hinderlich auswirkt. Vielleicht weiß der ein oder andere das in der Kindheit, was nicht so gut gelaufen ist. Oder der ein oder andere weiß, ja, ich bin da zwar mal bei meiner ersten Beziehung, als ich so 18, 19 war, betrogen worden. Aber was hat das jetzt mit meiner Beziehung heute zu tun, wo ich 36 bin? In der Zwischenlage noch drei, vier andere Beziehungen. Das heißt, manchmal ist das Bewusstsein natürlich da, dass es das gibt, aber nicht das Bewusstsein, dass es dort Zusammenhänge gibt. Und die zeigen wir dann meistens auf und lösen das. Also da gibt es ganz, ganz viele Themen. Ich habe jetzt gerade ein paar im Coaching. Da ist das zum Beispiel so, dass sie eben gekommen sind mit dem Thema, die Kommunikation ist nicht gut. Wir reden aneinander vorbei, finden da nicht auf einen Nenner. Und letztendlich ist es nicht die Kommunikation, klar mündet das da irgendwo, aber die Hauptursache ist ein innerer Antreiber. Das heißt, entstanden aus einem Mangel an Liebe und Anerkennung aus der Kindheit, was dafür sorgt, dass er beruflich äußerst engagiert ist und sich darüber sehr viel Anerkennung holt. Und das ist natürlich etwas, was einfach Zeit, Raum, Energie nimmt, die in der Beziehung nicht mehr zur Verfügung steht und wodurch auch die Kommunikation, auch die Kommunikation erschwert ist in verschiedenen Bereichen, weil eben die Haltung dazu völlig unterschiedlich ist. Jetzt hattest du ja schon ein paar Punkte genannt, wo man sagen kann, das sind so typische Ursachen. Wie kann man denn vielleicht dem vorbeugen? Also ausführlich antworten wir auf diese Frage in der nächsten Folge. Das ist nämlich die Folge Konfliktprävention in der Beziehung. So könnt ihr Konflikte vermeiden. Da ist durchaus einiges an Inhalten drin, wie man Konflikten eben vorbeugen kann, sodass sich diese Konfliktspirale gar nicht erst so intensiv aufbaut. Grundsätzlich ist es so, dass das wichtige Bausteine sind, dass man erstmal so innere Ruhe, Frieden mit sich selbst und der Kindheit und den Eltern findet. Wenn man das als Basis hat, das kann über ein Coaching passieren, das kann über Selbstcoachings passieren, das kann sein, dass man Bücher liest, über Podcast-Folgen, YouTube-Videos und Co. hinfindet, dass man sagt, Mensch, das bekomme ich hin. Wenn das intensiver ist, was man da erlebt hat, wenn der Mangel größer ist, wenn Urvertrauen fehlt, wenn Sicherheit, Liebe, Anerkennung ausgeprägter fehlte, dann ist es häufig ein Thema, was bei uns im Einzelcoaching stattfindet, wo man natürlich auch in die Psychotherapie gehen kann, um die Dinge aufzuarbeiten ansonsten. Das heißt, ich glaube, man könnte häufig viel früher angesetzt schon in eine Therapie hineingehen, weil das ist natürlich so vom Gesundheitssystem ein bisschen schwierig, weil wir eigentlich so viele Menschen haben, die eine Psychotherapie gerne machen möchten, weil es ihnen wirklich schlecht geht und wir haben so schon zu wenig Therapeuten. Wenn man dann noch sagt, naja, mir geht es eigentlich ziemlich okay, aber meine Beziehung läuft nicht so rund und ich sehe Ursachen der Kindheit, die ich aufarbeiten möchte. Ja, da ist man wahrscheinlich Platz Nummer 374. Denke ich. Sehr lange. Das wäre etwas. Und dann natürlich das Lernen, wie man Konflikte nachhaltig löst, wie man kommt. Wie man Kompromisse schließt, die stimmig sind. Wie man mit diesem ganzen System Entscheidungen finden arbeitet, Sprachen der Liebe lernen. Das heißt, eine glückliche und harmonische Beziehung zu führen, ist eben, wie gesagt, etwas, was viele Eltern nicht vorleben konnten, weil sie selber eben die Fähigkeiten nicht so hatten. Die haben das Beste getan, was sie tun konnten, aber haben eben dort nicht ausreichend genug gewusst, wie es geht. Und dann haben wir das, wir machen das, natürlich nach, das ist die erste Beziehung, die wir kennengelernt haben. Das heißt, wir müssten das lernen, kann man bei uns im Kurs zum Beispiel machen. Wir haben ja einen Videokurs, wo man genau das lernen kann, 26-teiliger Videokurs, wo man eben lernt, wie finde ich meine Prägung, wie kann ich Prägung auch lösen zu einem gewissen Maße. Das geht natürlich im Selbstcoaching nicht alles, aber wie können wir Konflikte in Beziehungen finden, lösen, das Fundament stabilisieren. Sprachen der Liebe ist ein Baustein. Größe finden ist ein Baustein, entscheidungsstimmig treffen ist ein Baustein, also ganz viele Bausteine. haben wir dort in diesem Videokurs integriert. Ja, ansonsten würde ich tatsächlich immer dazu übergehen, zu sagen, wenn unser Kind erwachsen ist, haben wir sicherlich auch wir das Beste getan, was wir tun konnten. Das wird nicht ausbleiben, dass auch da vielleicht die eine oder andere Prägung hängen geblieben ist. Und er sagt bei dem und dem Punkt, da fühle ich mich so wohl, das kann ich sehen, ihr habt das Beste gemacht, was ihr tun konntet, aber die Erkenntnisse gehen ja auch weiter. Wenn er in einigen Jahren dann irgendwann mal erwachsen ist, dann haben wir neue Erkenntnisse über Psychologie, über Pädagogik, über das Wobefinden, wie man die ersten zehn Jahre von Kindern noch besser gestaltet, was wir heute vielleicht noch gar nicht beachten konnten. Das heißt, ich würde immer dazu tendieren, meinem Kind zu ermöglichen, dann ins Coaching zu gehen oder vielleicht in eine Psychotherapie zu gehen und zu sagen, Mensch, da sind einige Themen und ich wäre immer offen als Elternteil, das mitzubegleiten und zu sagen, wenn du dort Themen hast, weil die machen das ja ganz viel, dass man es innerlich löst und die Eltern nicht dabei sind, wenn es so Prägungen sind, dann wäre ich immer dafür zu sagen, wenn du Themen hast, du das im Coaching oder wo auch immer lösen möchtest oder du es auch mit mir direkt besprechen möchtest, sprich mich an, ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Du brauchst das nicht alleine für dich irgendwie lösen, sondern ich komme mit und ich übernehme Verantwortung für das, was ich eben, was ich eben nicht ausreichend hinbekommen habe. Weil ich habe ja immer in bester Absicht gehandelt, habe aber vielleicht manchmal nicht, habe manchmal vielleicht trotzdem eine Verletzung gemacht und vielleicht konnte das als Kind mit mir noch nicht lösen, vielleicht erst später, wenn er was reflektiert und da eben diese Offenheit zu haben, das heißt, das ist jetzt vielleicht nichts, was ich dann für mich tun kann sozusagen, aber wie ich sozusagen dieses Weitergeben unterbrechen kann und dafür sorgen kann, dass unsere Kinder und Nachfahren besser lernen, Konflikte zu lösen, Konflikte zu lösen, Prägungen zu erkennen, zu lösen, also die Ursachen besser sehen können. Ja, wenn das Thema, guck mal, wir haben gar keine Wärmepause zwischendurch gemacht. Wir waren so im Flow heute, oder ich? Also wenn dich das Thema interessiert hat und dann ist die nächste Podcast-Folge vielleicht genau das Richtige für dich, Konfliktprävention in der Beziehung, so könnt ihr Konflikte vermeiden. Insgesamt haben wir natürlich zu dem Thema Konflikte lösen, Prägungen, Wirkungen, Ursache, verschiedene Coaching-Fälle, schon diverse Podcast-Folgen aufgenommen, auch unser Videokurs, einmal der kostenlose 5x5-Kurs mit 5 Videos, aber auch dann der große, der auch neuer ist und nochmal wesentlich besser aufgesetzt wurde als der 5x5-Kurs, ist sehr empfehlenswert, um da diese Kompetenzen aufzubauen und wir haben einige Paare, die dann nach diesem Kurs eben ins Coaching gehen, da sparen wir uns den theoretischen Einstieg, sprechen sofort eine Sprache bei vielen Themen und kommen viel, viel effektiver durch, um dann entsprechend das Fundament wieder herzustellen. Ansonsten freuen wir uns sehr, wenn du unsere nächste Folge hörst und wünschen dir ein paar schöne, sonnige Tage und bis bald. Bis dann!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Paare verwechseln häufig Wirkungen mit Ursachen, indem sie auf oberflächliche Ebenen wie Umgebung oder Verhalten schauen, statt tiefere, fundamentale Ursachen wie Glaubenssätze oder Identität zu erforschen.
  2. Fehlende Konfliktlösungskompetenz – beispielsweise unzureichende Entschuldigungen ohne die fünf notwendigen Voraussetzungen – ist eine häufige, aber oft unbewusste Ursache von Beziehungskrisen.
  3. Faule Kompromisse, die keine emotionale Harmonie fördern, entstehen häufig im Alltag und führen langfristig zu Rissen im Beziehungsfundament, besonders bei wichtigen Entscheidungen.
  4. Strikte Rollenaufteilungen im Familienleben führen zu Verlust der gemeinsamen Identität und einer fehlenden Kommunikation über Lebenswerte und Verantwortung.
  5. Die Krise beginnt oft viel früher als gedacht, mit einer ersten Verletzung in den ersten Monaten der Beziehung, die dann zu einer langfristigen Konfliktspirale führt.
  6. Unverarbeitete Prägungen aus der Kindheit oder früheren Beziehungen wirken verbergt und beeinflussen tiefgreifend die Kommunikation und Beziehungsfähigkeiten.
  7. Die meisten Paare erkennen nicht, dass emotionale Verletzungen und Fehlverhalten durch mangelnde Anerkennung und Liebe in der frühen Kindheit verankert sind.
  8. Konfliktprävention ist möglich durch Selbstreflexion, innere Ruhe und Coaching – wobei die Entwicklung von Fähigkeiten wie stimmigen Kompromissen und Sprachen der Liebe entscheidend ist.

Summary:

In dieser Folge wird das Thema Ursache und Wirkung in Beziehungsproblemen untersucht. Paare verwechseln oft die Wirkung – wie Streit oder Unzufriedenheit – mit den wahren Ursachen, die tief in der Identität, den Glaubenssätzen oder den frühen Lebenserfahrungen liegen. Wichtige Faktoren wie fehlende Konfliktlösungskompetenz, faule Kompromisse, starke Rollenaufteilungen und unverarbeitete Prägungen aus der Kindheit werden als entscheidende Ursachen aufgezeigt.

Die Krise beginnt oft viel früher, etwa durch eine erste emotionale Verletzung im ersten Jahr der Beziehung, die sich über Jahre hinweg entwickelt. Die meisten Paare erkennen diese tiefen Gründe nicht, weil sie nicht im Kontext von Eltern-Kind-Beziehungen oder früheren Beziehungen reflektiert wurden. Die Lösung beinhaltet daher nicht nur die Behandlung der Symptome, sondern ein tieferes Verständnis der eigenen und der Beziehungsfundamente.

Dazu gehören Selbstcoaching, die Entwicklung von Sprachen der Liebe, stimmige Entscheidungsfindung und regelmäßige Kommunikation über gemeinsame Werte. Durch die Arbeit an diesen grundlegenden Elementen kann ein stabileres, glücklicheres Beziehungsleben erreicht werden. Der Autor betont außerdem, dass Eltern, die ihre eigenen Prägungen nicht verarbeitet haben, ihre Kinder möglicherweise auch nicht ausreichend vorbereiten, und fordert eine offene, verantwortungsbewusste Unterstützung in der Familientherapie.

FAQs

Paare schauen oft auf oberflächliche Faktoren wie Kommunikation oder Verhalten, ohne auf tiefere Ursachen wie Glaubenssätze oder Identität zu kommen. Diese tiefen Ebenen der Veränderung werden meist nicht im Alltag trainiert oder aufgezeigt.

Glaubenssätze über andere oder die Welt, die Identität selbst und das Fundament der Beziehung sind häufiger Ursachen. Diese Aspekte sind oft nicht bewusst und wurden von Eltern oder in der Schule nicht vermittelt.

Es gibt fünf notwendige Voraussetzungen für eine wirksame Entschuldigung. Wenn eine davon fehlt, bleibt die Wirkung aus – ein häufiges Problem, das nicht in der Schule oder bei Eltern vermittelt wird.

Ein fauler Kompromiss ist ein Einigung, die auf Sachebene stattfindet, aber nicht emotionale Wohlfühlkomponenten berücksichtigt. Er führt zu innerem Unbehagen und bildet langfristig Risse im Beziehungsfundament.

Eine strikte Rollentrennung, wie zum Beispiel der Mann für Garten und der Frau für Haushalt, führt zu Verlust des Bezugssystems und fehlender gemeinsamer Verantwortung, was zu Entfremdung führt.

Die erste emotionale Verletzung in den ersten drei Monaten der Beziehung kann die Konfliktspirale aufbauen, die Jahre später zu einer ernsthaften Krise führt – oft wird dies verdrängt durch den Alltag.

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