Go back

Ur- und Frühzeit: die zentralen Innovationen, Teil 1

13m 52s

Ur- und Frühzeit: die zentralen Innovationen, Teil 1

The podcast discusses the early history of Austria, tracing back human presence to around 250,000 years ago. Various prehistoric artifacts like the Venus of Willendorf shed light on early human activities such as hunting and survival during the Ice Age. The advancement of agriculture, metalworking, and mining, particularly for copper and salt, contributed to social differentiation and the emergence of trade networks. The transition from Celtic influences to Roman domination in Austria's history is highlighted, including the formation of the Noric Kingdom due to pressure from neighboring empires. However, details regarding the internal organization and rulers of the Noric Kingdom remain scarce. The podcast provides insights into the complex societal developments and interactions that shaped Austria's early history, emphasizing the challenges in understanding the intricacies of ancient civilizations based on available archaeological and historical evidence.

Transcription

1916 Words, 12693 Characters

Ö1 Podcast Von den Anfängen bis zur Gegenwart, eine kompakte Geschichte Österreichs, mit Ernst Prok Müller und Wolfgang Ritschel. Heute, Uhr und Frühzeit, die zentralen Innovationen. Die ältesten menschlichen Spuren auf dem Gebiet des heutigen Österreichs wurden in der Rei-Polusthöhle bei Pega in der Steiermark gefunden. Sie stammen von Njerndertalen, die hier vor etwa 250.000 Jahren gewohnt und gejagt haben. Aus der Wachausstandband, der wohl berühmteste Fund, die Venus von Willendor von ungefähr 25.000 Jahren, vor unserer Zeitrechnung – knapp 8.000 Jahre älter ist noch die Venus von Geigenberg bei Stratzing im niederösterreichischen Kremstall. Sie hat allerdings den Nachteil zu brauchen zu sein. Jetzt ist die Bedeutung dieser Figuren bis heute ungewiss. Können Sie Prok Müller als Historiker schon etwas sagen über die Menschen, die damals hier gelebt haben? Oder muss man da noch ein paar tausende Jahre zu warten, bis man gesicherte Aussagen treffen kann? Also wie ein Historiker, die, so wie ich Geschichte studiert haben, können eigentlich gar nicht sagen. Das können die Urgeschiksforscher, die Prehistoriker und das sind eigentlich Naturwissenschaftler. So hier muss man mit naturwissenschaftlichen Methoden arbeiten, um diese Funde interpretieren zu können. Man braucht Kenntnisse in der Metologie, in der Steinbeerarbeitung, in der Geologie, in der Geografie und so weiter. Man muss sehr viele Naturwissenschaften beherrschen, um diese Geschichte überhaupt erforschen zu können. Wir normalhistoriker beginnen immer erst an, wenn es schriftlich wird oder irgendwo wenigstens Monomente da stehen. Was man über diese Menschen sagen kann, ist sehr bescheiden. Wir wissen nicht, welche Bedeutung zum Beispiel, die Windows von Willendorf hat, davon haben wir keine Ahnung. Wir nehmen an, dass die Menschen, die dieses Ding geschaffen haben, in einer Eiszeit gelebt haben. Das heißt, eine unwirtliche Zeit, es gab etwas zu jagen, aber es gab keine Möglichkeit für Ackerbau beispielsweise oder für Gemüseanbau oder andere Dinge oder von Obst kann nicht zu reden. Also, das war noch eisteidliche Verhältnisse und das waren Verhältnisse, die den heutigen ganz uneinlich sind. Aber die Menschen, die da gelebt haben, sind mit uns verwandt. Es sind bereits Mitglieder der Gartung homo sapiens, also keine Neanderthaler, wo es da auch gewisse Verbindungslinien gibt, sondern sie sind unsere direkten Vorfahren. Ackerbau fiesucht vorrei Spinnen und Weben, das waren im 6. Jahrtausend Verkristus schon verbreitete Techniken. Im 4. Jahrtausend wurde dann das Kupfer bekannt und auch abgebaut. Am Ende des 3. Jahrtausends und zu Beginn des 2. Vorkristlichen Jahrtausends kam es zu einer systematischen Metallverarbeitung. Auf dem Salzburger Mitterberg oder auf der Kälch-Alper Kitzbühl war der Bergbau eine zentrale Innovation für die Entstehung von neuen Formen des Zusammenlebens. Das ist ziemlich sicher, denn der Bergbau auf Kupferwachs später der Bergbau auf Salz erfordert die koordinierte Arbeitsleistung von vielen Menschen. Da leben hundert dem Menschen auf dem Berg. Mit Angehörigen vielleicht sogar tausende. Die müssen versorgt werden. Die können sich am Berg ja nicht selber ernähren. Manchmal gibt es vielleicht so eine sozialen Wirtschaft in der jeder Bergbaugebiete. Aber da muss es Zulieferung geben und um das muss das Produkt, das dort gewonnen wird, ja woanders hingebracht werden. Man kann er vom Kupfer oder vom Salz nicht leben. Man kann es nicht verzehren. Da müssen auch Handelsverbindungen entstehen mit Gebieten, wo diese Güter abgenommen werden. Und das betatet soziale Differenzierung. In den Krebern, die wir dann da finden, zeigt sich auch eine Differenzierung je nach Ausstattung der Kreber. Es gibt ja nobel ausgestattete Kreber. Kann man interpretieren als Fürstenkreber, Adelskreber. Manche sind eintrittig Kriegerkreber, wenn die Waffen dominieren. Oder es könnten auch Handler sein, wohl haben die Leute, die sich da sozusagen noch einen Nachwelt im Grab schaffen. Wir wissen natürlich gar nichts über die Vorstellungen dieser Menschen über das Nachleben. So warum man in die Waffen und anendliche Beigaben beigegeben hat. Das wissen wir auch nicht wirklich. Wir haben keine Ahnung über die Vorstellungen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder ähnliches. Was es allenfalls gab, waren vielleicht Vorstellungen von der Angst der Wiederkehr der Toten. Das könnte eine gewisse Rolle gespielt haben, dass man sie vielleicht ein bisschen besämpftigen macht mit diesen Beigaben. Das ist möglich, aber wir wissen es nicht wirklich genau. Also soziale Differenzierung und Bergbau hängen sehr sehr eng zusammen. Wir haben es ja so erst mal, vielleicht nicht ganz erst mal, aber doch mit geschichteten Gesellschaften zu tun. Nach dem Ort des Salzabbaus hat man dann eine Kultur-Hallstadt Kultur benannt. Man weiß, dass die aufgrund von kältischen Wanderungsbewegungen 504 Christus durch die Latenne Kultur ersetzt wurde. Was hat das für die Bevölkerung beteutet? Wurden die die Davon ungebracht und auch neu ansiedeln ersetzt oder blieb alles bemalten? Und es gab einen Wechsel bei den Tonangebenden Führungsgruppen? Ja, das auf jeden Fall. Und es gibt das System, das Interessante in dieser jetzt so genannten kältischen Gesellschaft. Es gibt eine gewisse Organisation, die man schon wenigstens in der Spätzeit von einem zweiten und ersten vorkristlichen Jahrhundert erkennen kann. Also eine Gliederung in kleine Völkerschaften, Stämme oder wie immer man das benennt. Und alle diese kleinen Völkerschaften wurden von den Römern eben zusammenfassend Galdi oder kältiger, so irgendwie benannt. Und diese Kälten wandern ja sehr weit herum. Da gehen wir als Galator bis Kleines Asien, gibt er die Briefe des Heiliger-Bossels Paulus an die Galator und auf der anderen Seite bis Spanien, also durch aus aktivistischer Population, die sich über große Teile Europas verbreitet und auch den Römern nicht in Italien, z.B. sehr, sehr lästig war. Und Ober-Italien ist die Galleer-Cisalpina, also dort auch ein Bereich, in dem man kältische Dialekte gesprochen hat. Allerdings muss man immer eins bedenken. Die Kälten sind eine Fremdbezeichnung, die Galleer. Das sagen die Römer oder irgendwie andere, der die von außen kennt. Intern ist der Mensch ein Neureker oder ein, ich weiß es jetzt nicht, ein Helveter oder sonstigen, dann Galleer, aber er bezeichnet sich nicht als Galleer. Die Fremd-Sicht ist eine andere Kumulative. Da werden große Gruppen zusammengefasst unter einer einzigen Bedennung, die selbstsicht ist eine kleinräumige. Also der einzelne Mensch ist Mitglied einer Stammes. Noch genauer, nur der Krieger ist das wirkliche. Stammes Mitglied des Klaven, unfreien und Kinder zählen noch nicht dazu. Defranker nicht wie so man. Bedauerlich zu sagen, aber es ist so. Also wir haben da eine große Differenz zwischen Themen, was wir uns vorstellen, Kälten, riesiges Folgen, über riesige Gebiete und vielleicht auch eine politische Einheit. Nein, niemals eine politische Einheit, sondern relativ kleine Einheiten, von denen einige dann schon auch wieder übergeordnete Formen entwickeln, wie zum Beispiel das Regner Nordekomps. Wir haben jetzt schon einen sehr großen Sprung, einen zeitlichen Sprung gemacht von 25.000 Jahren vor Christus von Darwinus von Windorf, diesem Fund bis hin jetzt schon ungefähr an den Beginn unserer Zeitrechnung. Wir sind aber immer noch auf Vermutungen angewiesen. Auf dem Gebiet von Kärnten gab es Stämme deren Verfassung vermutlich aristokratisch war. Da wird von inneren Spannungen berichtet, eventuell in Folge eines raschen Bevölkerungswachstums, welche Quellenherpugnüller sind denn bar für historiker schon greifbar. Da haben wir schon schriftliche Quellen, gerade die Veränderungen, diese ansprechen, das ist um 190 vor Christus, 180 vor Christus, das ausgreifen einige Gruppen aus den Alpen heraus. Das sind kältische Gruppierungen, die man mit den Norikern oder mit den Norikern in Verbindung bringt, die wollen expandieren und sie sagen wir haben zu Hause zu wenig Platz, wir suchen Ackerland. Das ist schon interessant, dass wir suchen nicht Beutel, sondern Ackerland und stoßen dabei eben im heutigen O-Bitalien auf die Römer. Die Römer sagen nichts da, hier geht es wieder schön brav zurück, sonst kommen die Legionen. Wobei die Römer und alle Logen versuchen, hier ein friedliches Einvernehmen herzustellen. Sie haben von einer aristokratischen Verfassung gesprochen, einige jahrzehnte später gibt es aber dort einen König. Das heißt es gab wahrscheinlich auch eine Art innere Umgestaltung, ob das jetzt eine Revolution war oder die Weiterentwicklung von einer aristokratie zu einem Herkönigtum vielleicht. Herkönig sind dann die, die im Krieg erfolgreich sind und dann auch zu Hause irgendwie. Das sagen haben, das weiß man nicht genau, aber in der Tat berichtet vor allem Liveos. Sie haben gefragt, wenn wir uns da berufen können, vor allem Liveos berichtet über diese Dinge einigermaßen genau. Allerdings diese Stämme haben den Liveos auch nicht interessiert, er war Römer und für ihn kommen die nur in den Blick, wenn sie mit den Römern irgendwie zusammenstoßen und die römischen Interessen dankieren. Wenn die wieder hinter den Bergen sitzen, dort in Kärnten oder in der Steiermark, dann sind sie wieder egal, wenn sie sonst nichts anstellen. Also es ist eine schwierige Geschichte. Spätere Quellen haben wir immer wieder sehr interessant, sind zum Beispiel die Weierinschriften auf den Magdalensberg. Die sind schon aus der Kaiserzeit und da haben wir dann neben den Norikern auch andere Stämme genannt, die sich da irgendwie beteiligt haben an irgendwelchen Weihgaben, an die Götter oder an die Kaiser. Und das ist natürlich wichtig, weil dadurch weiss man, wer da wo gelebt hat oder wie sich die selber genannt haben. Das ist ganz witzig, wenn man einen Stammesnamen hernimmt, wie die Ambitravi. Dann nimmt man anders, sind die Leute, die an der Trau gelebt haben, also in einem Teil klerntens die Norika haben wir es nicht um Noreia gelebt und man nimmt an Noreia, war mit hoher Wahrscheinlichkeit, die Stadt auf dem Magdalensberg oder die Ambesonters könnten im Pinskau gelebt haben oder die Laianze, da lebt er noch der Name in Lienzfort im heutigen Osterol. Also da sieht man, das sind relativ kleine Stammesgruppierungen. Unter den Römern wurden diese Stammesgruppierungen mit irgendeinem zentralen Ort dann in der Regel so stattgebieten, umgewandelt. So dass man die ältere Struktur dann noch in der Städtestruktur des Römischen Reiches erkennen kann. Natürlich am besten in Galdien, aber ein bisschen auch bei uns. Das heißt, dieses Noreische Königreich, das hat sich im Süden und Westen des heutigen Österreicher herausgebildet, was man weiß ist, dass der Druck großer Reiche zusammenschlüsse begünstigt, vor allem an den Grenzen dieser Reiche und das es Noreische Königreichlage an der Grenze zum römischen Reich und es verfügt über begehrtes Eisen. Wie hat sich dieser Druck denn geäußert? Einerseits militärisch, also es gibt auch immer wieder Teilsbündnisse, Teils auch auseinandersetzungen mit diesen Gebirgsstemmen, teilweise stehen sie auf der Seite der Römer, teilweise auf einer anderen Seite. Wie wir uns die Genese des Noreischen Königreiches vorstellen können, das ist alles sehr wenig erkennbar, denn wir haben in diesem Königreich eben diese Gruppe von Stemmen, von denen ich einige schon genannt habe. Wie diese Stämme dann zu dem Rechs, für dem dem Oberhauptling der Noreka stehen, in welchem Unterordnungsverhältnis ist eigentlich nicht bekannt. Wir haben auch kaum Namen von Königern, ein bisschen früher, aber gerade um die Zeit im ersten Jahr 100 vor Christus eigentlich nicht mehr. Das heißt, wie das genau ausgesehen hat, wissen wir nicht am ersten. Kann man sich das als Gefolkschaftsverhältnisse vorstellen. Gefolkschaft ist immer etwas Ehrenhaftes, wenn ein wehrhafter Mensch und seine Gruppe einem anderen noch edleren Dienern, das haben wir auch in den Diversen Helden sagen, noch das Mittler das erhalten, diese Haltung. So in etwa kann man sich die Abstufung vorstellen. Ganz sicher kein modernes Staatswesen mit Bundesländern, Landeshauptleuten oder Ähnliches, ganz sicher nicht. Das Innenleben dieser kleinen Stämme wurde sicher durch das Königreich, durch das Regner Norekommen, in keiner Weise berührt. Ur- und Freuzeit, die zentralen Innovationen. Das war die erste Folge einer kompakten Geschichte Österreichs, mit dem Historiker Ernst Prokmüller. Die Fragen stellte Wolfgang Ritschel. Bücher von Ernst Prokmüller finden sie unter oe1.orf.at, Schrägstrich-Archiv, Schrägstrich-Geschichte Österreichs. Im dort kann man auch alle Folgen dieses Podcasts dauerhaft nachhören.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Early human traces found in Austria date back around 250,000 years.
  2. Significance of prehistoric figurines like the Venus of Willendorf remains uncertain.
  3. Development of agriculture, spinning, weaving, and metalworking in Austria.
  4. Mining activities, especially for copper and salt, led to social differentiation and trade networks.
  5. Transition from Celtic to Roman influences in Austria's history.
  6. Formation of the Noric Kingdom, likely due to pressure from neighboring empires.
  7. Lack of detailed information on the organization and rulers of the Noric Kingdom.

Summary:

The podcast discusses the early history of Austria, tracing back human presence to around 250,000 years ago. Various prehistoric artifacts like the Venus of Willendorf shed light on early human activities such as hunting and survival during the Ice Age. The advancement of agriculture, metalworking, and mining, particularly for copper and salt, contributed to social differentiation and the emergence of trade networks.

The transition from Celtic influences to Roman domination in Austria's history is highlighted, including the formation of the Noric Kingdom due to pressure from neighboring empires. However, details regarding the internal organization and rulers of the Noric Kingdom remain scarce. The podcast provides insights into the complex societal developments and interactions that shaped Austria's early history, emphasizing the challenges in understanding the intricacies of ancient civilizations based on available archaeological and historical evidence.

FAQs

Die ältesten menschlichen Spuren wurden in der Rei-Polusthöhle bei Pega in der Steiermark gefunden und stammen von Neandertalern, die vor etwa 250.000 Jahren dort lebten.

Die Bedeutung dieser Funde wie die Venus von Willendorf ist bis heute ungewiss. Es wird angenommen, dass die Menschen, die solche Objekte geschaffen haben, während einer Eiszeit lebten.

Die Erfindung des Ackerbaus und des Webens im 6. Jahrtausend vor Christus führte zu verbreiteten Techniken. Im 4. Jahrtausend wurde dann das Kupfer bekannt und abgebaut.

Der Bergbau war eine zentrale Innovation, da er koordinierte Arbeitsleistung erforderte und soziale Differenzierung förderte, was zu neuen Formen des Zusammenlebens führte.

Die soziale Differenzierung zeigte sich in den verschiedenen Gräbern je nach Ausstattung. Es gab nobel ausgestattete Gräber, die als Fürsten- oder Adelsgräber interpretiert werden können.

Die keltischen Wanderungsbewegungen führten zu einer Gliederung in kleine Völkerschaften oder Stämme. Diese wurden von den Römern zusammenfassend als 'Galli' oder Kelten bezeichnet.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.