Unterschiedliche Prioritäten in der Beziehung - So geht ihr damit um!
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Unterschiedliche Prioritäten in einer Beziehung – wie Beruf, Familie oder Finanzen – können zu Konflikten führen, wenn sie nicht offen und regelmäßig kommuniziert werden. Diese Prioritäten sind jedoch von der Lebensphase abhängig und ändern sich im Laufe der Zeit, z. B. nach der Geburt von Kindern oder finanziellen Kräften. Wenn Paare nicht über ihre Bedürfnisse und Werte sprechen, entstehen Verletzungen, Vorwürfe und ein „Ich-Du-Denken“, das das gemeinsame Wir-Gefühl zerstört. Es ist entscheidend, die Gründe hinter den Prioritäten zu verstehen, wie z. B. Sicherheit oder Selbstwirksamkeit, um gegenseitigen Respekt und Verständnis aufzubauen. Genauso wichtig ist die regelmäßige Neuausrichtung der gemeinsamen Ziele und Prioritäten, um sich an neue Lebensphasen anzupassen. Bei extremer Belastung wie Krankheit oder finanzieller Not wird schnell klar, dass bestimmte Bereiche wie Gesundheit oder Finanzen über alle anderen stehen müssen. Die Entwicklung von Prioritäten ist ein natürlicher Prozess, der jedoch oft übersehen wird. Paare, die sich nicht auf ein gegenseitiges Verständnis einlassen, riskieren eine langfristige Unzufriedenheit und möglicherweise eine Beziehungskrise. Professionelle Unterstützung im Coaching hilft, Klärungsprozesse zu führen, die Prioritäten zu finden und eine nachhaltige, glückliche Partnerschaft aufzubauen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um unterschiedliche Prioritäten in der Beziehung.
So geht ihr damit um.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In einer Beziehung kann es vorkommen, dass beide Seiten verschiedene Prioritäten haben.
Und genau das kann halt auch zu Herausforderungen in der Partnerschaft führen.
Wir möchten euch in dieser Folge einmal zeigen, wie sich unterschiedliche Prioritäten auf die Beziehung auswirken und wie ihr damit umgehen könnt.
Da können wir mal erstmal schauen, was unterschiedliche Prioritäten bedeuten können.
Im Großen könnte das ja sein, dass man eine unterschiedliche Priorität hat.
Oder dass man eine unterschiedliche Priorität hat.
Die Priorität bei den fünf Lebensbereichen, die wir mal so für uns festgelegt haben, hat ja dann Körper, mentales, Zeit, Beziehung und berufliches-Finanzen.
Und dass dort die Prioritäten unterschiedlich verteilt sind.
Also es ist ja so ganz stereotypisch, der Mann, der ganz hohe Priorität auf Beruf und Finanzen legt, die Frau mehr auf Beziehung, Zeit vielleicht.
Das ist ja etwas, was uns im Coaching häufig mal begegnet.
Ich glaube, Prioritäten sind auch immer stark von einer Lebensphase abhängig.
Also in welcher Lebensphase bin ich gerade?
Bin ich gerade in einer Phase, wo ich gerade mit der Ausbildung, mit dem Studium fertig bin, dass meine Priorität vielleicht eher beruflich ist, ein Aufbau von Finanzen?
Ich möchte mich ein bisschen selbst verwirklichen, Freiheit als großes Gefühl.
Oder habe ich vielleicht gerade eine Familie gegründet, dann habe ich wieder eine andere Priorität.
Was aber die Problematik dabei ist, dass man sich da als Paar verlieren kann.
Also dass man vielleicht zeitweise eine gemeinsame Priorität hat, aber dann die Prioritäten auseinander gehen und es dann zu Verletzungen kommt.
Und auch häufig eben gekoppelt mit besonderen Ereignissen, wo sich etwas verändert im Leben.
Wo einige Paare eben ihre Prioritäten nicht neu verteilen, obwohl es eigentlich gebraucht würde.
Also das gängigste Beispiel ist, wenn jemand Kinder bekommt, wenn das Paar Kinder bekommt.
Das erste Kind kommt, dann geht auf einmal bei dem Lebensbereich Zeit einiges runter.
Weil jemand da ist, der einfach viel Zeit benötigt und die man auch gerne reingibt.
Aber wir dürfen dann eben nicht der Illusion erliegen, dass die anderen Lebensbereiche in dem ähnlichen Maß weiterlaufen könnten wie zuvor.
Also man kann da nicht sofort Sport weitermachen, den Beruf vorantreiben.
Man muss da Gewinnigkeitsentwicklung vorantreiben und man muss da gewisse Grenzen einziehen und die anderen Lebensbereiche ein wenig runterstufen und nivellieren.
Sodass man sich ausreichend Zeit für das Kind nehmen kann.
Und auch die Beziehung, weil das ist eben das, was häufig darunter leidet.
Fürs Kind, das funktioniert.
Was hinten runterfällt dann, ist die Paarbeziehung.
Ich glaube, man muss sich auch von der Tatsache verabschieden, dass man in jedem Lebensbereich 100 Prozent geben kann.
Auch manchmal, gerade im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, gerne gesagt wird, so 100 Prozent und alles geben, Gewinner, Verlierer denken.
Das finde ich immer schwierig, weil so läuft das Leben nicht.
Man kann nicht überall 100 Prozent geben, das wäre unnatürlich.
Und das ist ja auch in Ordnung, dass man Prioritäten setzt an sich.
Es geht ja auch darum, dass ich meine Kräfte verteile, dass ich auf meine Ressourcen schaue und schaue, was kann ich wo einsetzen.
Es ist nur wichtig, wenn man ein Wir-Gefühl bleiben möchte in einer Partnerschaft.
Dass man das auch abstimmt und dass man darüber spricht.
Aber ich will jetzt auch nicht zu weit hervorgreifen.
Wir fangen einfach mal mit dem Problem nochmal an.
Genau, also die konkreten Probleme, die entstehen, wenn unterschiedliche Prioritäten in der Beziehung vorliegen, sind eben Konflikte.
Weil beide unterschiedliche Dinge als wichtig empfinden und entsprechend das natürlich berücksichtigt werden soll.
Das funktioniert, wenn beides in Einklang miteinander zu bringen ist und man dort,
eine stimmige Entscheidung oder einen stimmigen Kompromiss finden kann,
wird natürlich schwierig, wenn das gegensätzlich ist und eben nicht mehr funktioniert.
Also die Priorität, dass ich sagen würde, im Urlaub möchte ich absolute Ruhe haben,
niemanden um mich herum, der schreit, ist schwer damit zu vereinbaren, dass ich einen Sohn habe,
wo wir eben kein Adels-Only machen können.
Das heißt, das wird irgendwie nicht funktionieren.
Also müssen wir dort die Priorität. Die Prioritäten zusammenbringen und brauchen irgendwie eine Wasserrutsche im Urlaub.
Ja, weil sonst kommt es halt zu starker Unzufriedenheit, ne?
Weil man die Prioritäten des anderen auch schwer respektieren kann oder nicht berücksichtigen kann,
weil es oftmals ja auch in Vorwürfen endet.
Ich erinnere mich noch an unseren letzten Urlaub, da saß ich am Strand.
Ich glaube, da warst du mit unserem kleinen Nachwuchs am Meer und hast gebuddelt.
Und da war neben mir eine Familie, ein Vater mit zwei ganz süßen, wilden, kleinen Jungs.
Jetzt sind es so drei und sechs.
Und er hat echt mehrere Versuche gestartet, seine Priorität von Ruhe, wie du sagst, von Erholung auszuüben.
Hat ein Buch dabei.
Es hat einfach nicht funktioniert, ne?
Er hat dauerhaft immer, guck mal, guck mal, schau mal, guck mal, Papa, guck mal, Papa.
Und nach dem zehnten Mal, guck mal, ist er explodiert.
Er hat gesagt, das ist grausam, der Urlaub mit euch ist grausam.
Ich habe doch dreimal gesagt, ich möchte jetzt noch diese Seite lesen.
Und das ist natürlich, wenn ich da so rangehe mit dieser Priorität und die Frau sagte dann daraufhin,
was hast du dir denn vorgestellt, wie wir hier am Strand sind?
Und da hat man gemerkt, okay, er hat sich wahrscheinlich eine Priorität gesetzt, positive Absicht.
Ich brauche Ruhe.
Hat die Priorität mit seinen Restmitgliedern aus der Familie nicht abgestimmt.
Und dann kann das nur krachen.
Gibt da ja ganz viele Beispiele, ob das nun eine unterschiedliche Priorität zum Beispiel bei der Qualität ist von Dingen.
Der eine kauft hochwertigere Sachen, der andere sagt, das ist zu teuer.
Und es gibt darüber Konflikte, während der Nächste sagt, Mensch, ich brauche hier irgendwie den größten Handytarif.
Und der andere sagt, naja, nee, ist ja gar nicht so wichtig.
Also sind ja so ganz viele Dinge, wo dann auch Ausgleich von Geben und Nehmen vielleicht durch unterschiedliche Prioritäten ins Wanken geraten kann.
Wo man sagt, Mensch, der eine, der braucht immer die teuersten Sachen und der andere, der sagt, mir reichen auch die günstigen.
Der eine ist minimalistisch geprägt, der andere sagt, naja, man braucht schon das eine oder andere, das ist schon wichtig fürs Leben.
Der eine kauft Bio, der andere kauft normales.
Oder nachhaltig oder nicht nachhaltig.
Wir haben ja so eine große Auswahl von Möglichkeiten im Leben und können ja zum Glück auch Prioritäten setzen.
Aber das kann halt auch schwierig werden.
Ein weiteres Problem, was dadurch dann entsteht, ist häufig der fehlende Fokus auf die gemeinsamen Ziele.
Das heißt, es wird dann schwierig, die gemeinsamen Ziele und Wünsche zu definieren und zu sehen.
Wodurch dann die Wege sich nach und nach trennen und jeder eher seinen eigenen Weg und seine eigenen Ziele verfolgt.
Und aus dem Wir-Gefühl entsteht ein Ich-Du-Denken.
Und meistens im nächsten Schritt dann ja auch eine mangelnde Kommunikation, die dann halt zu auch Missverständnissen, Interpretationen, Unklarheiten führt.
Weil man natürlich auch den anderen verstehen möchte, gerade wenn man die Priorität, die der andere setzt, nicht nachvollziehen kann.
Aber was wir Menschen halt dann auch gerne machen, ist, dass wir interpretieren.
Dass wir sagen, ja, du machst das ja aus den und den Gründen und das aber in der Kommunikation vorher nicht abgleichen.
Die Folge daraus ist?
Wenn die Prioritäten langfristig nicht zusammenpassen, dass eine dauerhafte, latente Unzufriedenheit entsteht.
Weil die entsprechenden Prioritäten manchmal auch Schrägstrich Bedürfnisse unerfüllt bleiben.
Beziehungsweise es immer wieder Streitigkeiten darüber gibt und man seine Prioritäten verteidigen muss, an die man denkt.
Weil man selber dann ja auch häufig, wenn man jetzt einen starken Fokus auf Beruf und Finanzen hat, dann bekommt man natürlich auch darüber viele Impulse.
Und Gedanken und beschäftigt sich damit viel.
Und wenn der andere gerade mehr in Richtung Gesundheit unterwegs ist, körperliches Wohlbefinden, dann beschäftigt derjenige sich vielleicht viel mit Ernährung und Sport und bekommt darüber die Impulse.
Und man kann sich vielleicht gegenseitig schwer abholen oder es verändern sich auch Dinge, die auf einmal nicht mehr zusammenpassen.
Das ist ja auch eine wichtige Folge durch die mangelnde Kommunikation, dass auf einmal die Dinge nicht mehr zusammenpassen.
Und man glaubt, man hätte immer. Man hat immer noch die Prioritäten, vielleicht wie vor drei, fünf oder zehn Jahren.
Dabei hat sich da einiges geändert.
Werte haben sich verändert, Bedürfnisse und damit auch Prioritäten.
Und darauf gilt es dann einzugehen und das Leben anzupassen.
Besonders klar wird so ein Prioritätenwechsel eigentlich immer dann, wenn was Schlimmes passiert.
Also wenn man finanzielle Not hat, dann ist sofort klar, Prioritäten voll auf Finanzen.
Oder wenn man einen gesundheitlichen Einschlag hat, Krankheit, dann ist sofort klar, volle Priorität.
Auf der Gesundheit.
Aber wenn eben nicht so diese großen Knackpunkte entstehen, dann fällt das einigen Paaren eben schwer,
darüber zu kommunizieren und einen gesunden Mittelweg zu finden.
Was dann häufig auch passiert ist, dass man in einer Art Konfliktspirale durch diese dauerhafte, latente Unzufriedenheit dann drin ist.
Und es zu einer richtigen Beziehungskrise wird.
Wo man dann vielleicht auch überlegt, ob man sich nicht eher trennen sollte, wenn man doch so unterschiedlich denkt.
Wenn die Prioritäten doch im Leben so unterschiedlich sind.
weil man auch vielleicht das Gefühl hat, man kann die Probleme nicht auflösen.
Dann kommen ja auch schnell die Glaubenssätze.
Wo dann gesagt wird, ich bin halt so, mir ist das halt als Mensch wichtig, das wusstest du doch, dass ich viel Wert auf Sicherheit oder was auch immer lege. Und dass der andere sich dann auch in seinem persönlichen Wachstum vielleicht gehemmt fühlt, weil er sagt, ja, aber wir entwickeln uns doch weiter. Kann ja sein, dass wir auch mal Prioritäten neu setzen. Aber man hat das Gefühl, das matcht nicht mehr zusammen, weil der andere einfach akzeptiert werden möchte ohne Veränderung.
Wenn das für euch ein Thema ist, was euch betrifft und ihr sagt, Mensch, da haben wir schon häufiger darüber diskutiert, da gab es schon den einen oder anderen Streit, bei dem wir keine gute Lösung gefunden haben.
Wir wissen auch gar nicht, wie wir gemeinsam eine stimmige Entscheidung oder auch einen wirklich stimmigen, nachhaltigen Kompromiss für uns finden können.
Dann meldet euch gerne bei uns und tragt euch auf unserer Website fürs telefonische Erstgespräch mit uns ein.
Und dann schauen wir, ob wir euch im Coaching mit uns weiterhelfen können.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Was kann man also tun, wenn die Prioritäten nicht zusammenpassen?
Im ersten Schritt ist es wichtig, überhaupt mal klar und offen zu kommunizieren, was denn die Priorität ist und was die Gefühle dazu sind.
Was die Bedürfnisse hinter der Priorität auch sind, um dann intensiv darüber zu sprechen und auch in eine Art Vergleich zu gehen.
Also das finde ich auch immer so wichtig, nicht nur zu sagen.
Ja, dir ist ja Geld wichtig, sondern was steht denn dahinter?
Was steht denn hinter dem Geld?
Vielleicht der Wert Sicherheit, der Wert, weil man sich was aufbauen möchte für die Zukunft, was auch immer.
Aber da nicht stehen zu bleiben, einfach nur bei dem Punkt.
Ja, Geld ist dir wichtig, weil dann kommt es schnell dazu, dass wir wieder in die Konfliktspirale von Vorwürfen kommen,
weil jeder seine Priorität einfach nur verteidigt und den anderen bewertet.
Weil man muss ja ganz klar sagen, es gibt ja kein.
Richtig und falsch in Prioritäten, sondern es ist etwas komplett Individuelles.
Die Schwierigkeit ist ja nur bei der Paarbeziehung, dass zwei Menschen zusammenkommen und dann zwei Prioritäten aufeinander knallen.
Eventuell.
Genau, aber wenn sie halt aufeinander knallen, ist halt schwierig und jeder ist sehr davon überzeugt,
dass seine Ansicht die richtigere ist oder dass das ja der bessere Weg ist.
Und das macht das halt so kompliziert.
Ich finde auch, dass es auch schwierig ist.
Wenn da halt die verletzten Gefühle dahinter stecken.
Also wenn ich zum Beispiel das Gefühl habe, meine Priorität ist gerade Familie und deine Priorität wäre jetzt etwas Berufliches,
dann würde ich dir ja vielleicht auch unterschwellig damit unterstellen, dass dir Familie nicht wichtig ist.
Was ja gar nicht sein muss.
Es ist ja nicht unwichtig, deine Priorität ist vielleicht gerade woanders.
Aber ich kann ja dann trotzdem nicht behaupten, dass es dir nicht wichtig ist.
Da kommen wir ja.
Zu einem eigentlich noch ersten Schritt davor, dass man in der Selbstreflexion sich überhaupt mal Gedanken macht,
was sind denn meine Prioritäten im Leben und in der Beziehung?
Wie verteilt sich das?
Und ein wichtiger Punkt an der Stelle ist, dass man mit sich selbst da auch ehrlich ist.
Und das auch ehrlich dann ausspricht nachher am Ende.
Wir haben gerade Mastermind-Runde mit allen Coaches gehabt und da ging es genau um ein Coaching-Beispiel,
wo genau das ein Problem ist.
Wo der Mann eigentlich eine hohe Priorität auf seiner Selbstständigkeit hat, außer auf seinem Beruf,
das aber nicht sich selbst oder zumindest nicht offen im Coaching und seiner Frau gegenüber so sagen mag, dass das so ist.
Aber so eine Priorität.
Aber warum? Das ist ja die Frage. Warum?
Jetzt wird es spannend. Wahrscheinlich genau, weil ich sagte, dass er so eine Verletzung macht.
Genau.
Weil ja häufig in Beziehungen die Erwartungshaltung ist, dass ganz oben als erste Priorität die Familie steht.
Dann steht dort vielleicht die Partnerschaft nochmal drunter oder so und dann kommt vielleicht was Berufliches oder Freunde oder Herkunftsfamilie.
Ab dann ist das okay, dann darf sich das so ein bisschen, dann ist die Reihenfolge nicht mehr ganz so wichtig, aber Familie muss ganz oben stehen.
Und wenn jemand in einer Phase ist, wo er das gerade nicht so empfindet, dann ist das schwierig.
Der ist ja immer im Zwiespalt innerlich. Also grundsätzlich ist das ja richtig.
Also bei den Prioritäten sollte durchaus die Familie und die Partnerschaft möglichst weit oben, wenn nicht sogar ganz oben angesiedelt sein.
Ansonsten macht das sehr häufig Konflikte und Verletzungen und ist für die wenigsten Menschen stimmig.
Aber es kann natürlich immer mal Phasen geben, wo ein anderer Lebensbereich drüber gepackt wird.
Haben wir eben schon kurz gesagt. Krankheit wird Gesundheit vielleicht über die Familie gestellt.
Oder finanzielle Schwierigkeiten werden mal, wird das Thema berufliches Finanzen über die anderen Themen vielleicht gerade mal gestellt.
Oder natürlich auch vielleicht in abgestimmten Phasen, wo man sagt, pass auf, ich habe da eine Idee, ich möchte eine Selbstständigkeit aufbauen.
Ich brauche da mal ein halbes Jahr oder Jahr, wo ich das als höchste Priorität ansetzen kann, aber dann gehe ich auch wieder zurück.
Dann ist auch die Priorität Familie wieder ganz oben, dann mache ich den Wandel auch.
Die Schwierigkeit ist häufig, dass sowas gesagt wird und man nach drei Jahren feststellt.
Nach fünf Jahren feststellt, das ist oben geblieben, ich bin da nicht im Sprint.
Ich sprinte in einem Marathon und komme da gar nicht mehr raus.
Und dann wird es schwierig für alle.
Dann wäre der nächste Schritt zuhören und versuchen, die Bedürfnisse, die dahinter stecken, zu verstehen.
Beziehungsweise den anderen in seinen Bedürfnissen anzuerkennen.
Das ist manchmal gar nicht so leicht, wenn gerade auch verletzte Gefühle da sind.
Dass man das Gefühl hat, okay, ich kann das gar nicht annehmen.
Also ich komme an diesem Punkt schon gar nicht weiter.
Dem anderen wirklich in der Tiefe zuzuhören, weil ich das Gefühl habe, die ganze Zeit kommt er als Impuls hoch.
Das verletzt mich, da fühle ich mich nicht gut mit, wenn er darüber so spricht oder sie darüber spricht.
Das heißt, den Schritt muss man immer so schauen, ob man das zu dem Moment so machen kann.
Das ist wichtig, gemeinsame Prioritäten und Ziele zu definieren.
Also dass man wirklich darüber spricht und das für sich dann auch festhält.
Und dass klar ist, dass da auch ein Mandel drin stecken kann.
Denn während das vielleicht gar nicht so gebraucht wird, Prioritäten zu setzen, wenn ausreichend Zeit da ist als Paar,
dann wird es spätestens in dem Moment, wo das erste Kind dazukommt, da wird auf einmal gebraucht, dass man Prioritäten anfängt zu setzen.
Auch innerhalb der Partnerschaft, weil man nicht mehr alles schafft, was man sich wünscht.
Also es wird häufig in der ersten Phase schwierig sein, alle Bedürfnisse super in Einklang zu bringen.
Da muss man häufig als Eltern, als Liebespaar ein wenig zurückstecken, ist erstmal Elternpaar.
Und dann ist so unser Ansatz, nach einem halben Jahr bis Jahr, muss man aktiv dafür sorgen, dass die Priorität Liebespaar wieder gesetzt wird.
Und man aktiv daran arbeitet, wieder Liebespaar zu werden, wenn man das eine Zeit lang pausiert hat.
Der nächste Punkt wäre, den Alltag neu zu gestalten, sodass halt auch individuelle Prioritäten Raum haben.
Also mal aufzulisten, was sind die Prioritäten, was für zeitliche Ressourcen bilden sich aus den Prioritäten, also was wird gebraucht, damit das eine Priorität sein kann.
Was ist dem anderen aber auch wichtig, also das auf beiden Seiten so zu machen, das abzugleichen und zu schauen, wo sind dann da die Kompromisse.
Wie kann man jedem in seinen Bedürfnissen Raum geben?
Und da geht es auch mal darum, wenn man eine Familie zum Beispiel ist, alle Bedürfnisse einmal aufzuschreiben, aber nicht nur die von den Eltern,
sondern auch die der Kinder, weil bei einer Priorität, wenn die von einem Eltern teilgesetzt wird, leidet auch das Kind darunter, weil das auch für das Kind eine Priorität ist.
Wenn ich mir entscheide, ich möchte beruflich durchstarten und das ist meine Priorität, hat das auch für mein Kind oder für meine Kinder Konsequenzen.
Wenn das nicht gut funktioniert, darüber zu sprechen, dann ist die Ursache häufig, dass emotionale Verletzungen zu dem Thema vorliegen.
Dann würde gebraucht werden, dass man zuerst das Fundament wiederherstellt, also zurück geht an den Punkt,
wann war es mal gut, vielleicht an dem Punkt, wo man noch keine Kinder hatte, vielleicht war es dann noch gut, vielleicht an einem früheren Punkt in der Beziehung
und dann die emotionalen Verletzungen, die entstanden sind, auflöst.
Das beschreiben wir in dem Videokurs, den wir haben, das beschreiben wir in diesem 5x5 kostenlosen Videokurs oder auch in dem kostenpflichtigen, den wir anbieten.
Das beschreiben wir in einigen Podcast-Folgen, wie das mit der System-Empowering-Methode funktioniert.
Und ansonsten gibt es natürlich die Möglichkeit zu sagen, wir holen uns da professionelle Hilfe und lassen uns im Coaching mediieren und unterstützen,
sodass wir dort angeleitet werden und auch vielleicht nochmal einige methodische Bausteine, die wir hier vielleicht mit Beispielen oder Theorien erklären,
anhand von greifbaren für uns nachvollziehbaren Beispielen aus unserem echten Leben durchlaufen.
Da gibt es natürlich die Möglichkeit auch da ins Coaching zu gehen und sich Unterstützung zu holen.
Was auch ganz wichtig ist, dass man halt regelmäßig über Prioritäten und Ziele spricht.
Das Leben, so sage ich das auch gerne im Coaching, ist nicht nur eine gerade Linie, sondern ein Auf und Ab.
Und das ist auch gut so, dass es so ist, also dass es alle Phasen des Lebens gibt, aber man darf darüber sprechen.
Man sollte im Austausch bleiben, damit nicht jeder sich in seiner Priorität verliert und damit sich auch die Ziele verlieren.
Wenn man das geführt, jeder macht sein eigenes Ding, wir leben irgendwie in so einer Art Wohngemeinschaft zusammen.
Was uns noch zusammenhält, ist das Team als Eltern, aber eigentlich macht jeder so sein Ding.
Das heißt, da ist wichtig, sich im Austausch immer wieder gegenseitig zu sagen, was einem wichtig ist, was einem verdient.
fehlt, was die Bedürfnisse sind, das immer wieder
zu erneuern und nicht davon auszugehen.
Das hast du mir vor drei Jahren mal
gesagt. Du bist ja so und so ein Mensch,
das wird jetzt immer noch so sein.
Und das ist häufig immer der Fall, dass
wir Menschen ja irgendwann kennenlernen und uns ein Bild
von den Menschen machen und dann soll der
sich bitte auch nicht mehr verändern.
Ja, so funktioniert es
leider nicht. Beziehungsweise, was heißt
leider? Eigentlich muss man sagen, zum Glück
funktioniert es nicht. Zum Glück ändern
wir uns und entwickeln uns weiter
und haben neue Herausforderungen, Ziele
und Wünsche im Leben und das bleibt nicht
so ein starres Konstrukt. Das wäre, glaube ich,
sehr langweilig. Ich glaube auch, dass es
wichtig ist, dass unsere Prioritäten
sich immer mal ändern, weil wir ja auch immer neue
Erfahrungen im Leben machen.
Sei es auch positive, aber auch negative Erfahrungen.
Dass negative Erfahrungen,
Extremsituationen in unserem Leben ja auch
immer wieder uns dazu
ermuntern oder auch einfach dazu
bringen, dass wir unser Leben und unsere
Prioritäten nochmal neu überdenken.
Und dass man
sowas macht, an sich ist etwas,
gar nicht Schlechtes, dass man vielleicht auf das Wesentliche
auch mal mehr schaut, aber dass man
den anderen halt mitnimmt.
Weil sonst denkt der andere, okay, abgefahren,
was ist denn jetzt los, warum machst du das
denn vor einmal? Dann sagt man ja, also
ich habe vor einem halben Jahr meine Prioritäten
geändert. Ich gehe jetzt
viermal die Woche zum Sport, hast du ja gemerkt,
ich bin ja eigentlich nicht mehr da.
Das wäre natürlich dann wieder sehr anfällig für eine
Verletzung.
Das ist ein gutes Schlusswort.
Wenn euch dieser Podcast
gefallen hat, dann freuen wir uns sehr.
Wenn du den gerade über Spotify hörst,
dann hinterlass uns doch mal ein paar
Sterne oder wenn du auf
Apple Podcast hörst, auch gerne
ein paar Worte dazu. Wir freuen uns
auch immer über Feedback, was immer häufiger
passiert, dass uns Paare auch anschreiben und berichten,
wie sie mit den Podcast-Folgen
arbeiten, wie
ihr dann die Podcast-Folgen
reflektiert habt, genutzt habt für Gespräche
und so weiter und was das bei euch bewirkt hat.
Das ist immer ganz schön, weil wir hier nur
in unserem Mikrofon quatschen und zwar
sehen, wie viele Menschen die Podcast-Folgen
hören, aber ja euch nicht direkt
sehen können, außer wenn ihr danach dann ins
Coaching zu uns kommt. Deswegen ist es immer ganz
schön, dass wenn ihr
Podcast hört und auch nicht ins
Coaching bei uns geht, trotzdem vielleicht mal schreibt, wie
es denn bei euch gewesen, was hat euch
das gebracht, wie hat es euch geholfen.
Das motiviert uns natürlich dann auch sehr,
die Folgen für euch aufzunehmen.
Und gerne könnt ihr uns natürlich auch
immer Vorschläge machen für
weitere Podcast-Folgen. Wir versuchen sehr
regelmäßig, eure Vorschläge mit aufzunehmen
und finden das immer total interessant,
was da so an Ideen zu uns kommt.
Habt eine gute Zeit,
bis bald. Bis dann.
Musik
Musik
Musik
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Unterschiedliche Prioritäten in der Beziehung, wie z. B. Beruf, Finanzen oder Familie, können zu Konflikten führen, wenn sie nicht abgestimmt werden.
Prioritäten sind von der Lebensphase abhängig und können sich im Laufe der Zeit ändern, z. B. nach Kindergeburt oder finanziellen Schwierigkeiten.
Ein Mangel an Kommunikation führt zu Verletzungen, Vorwürfen und einem "Ich-Du-Denken", was das Wir-Gefühl schwächt.
Es ist wichtig, die Bedürfnisse hinter den Prioritäten zu erkunden, um verletzte Gefühle zu verstehen und gegenseitigen Respekt zu zeigen.
Die gemeinsamen Ziele und Prioritäten müssen regelmäßig neu definiert und an den Lebensumständen angepasst werden.
In Phasen wie Elternzeit oder finanzieller Not werden bestimmte Bereiche wie Gesundheit oder Finanzen zu höchsten Prioritäten.
Prioritätenwechsel können natürliche Lebensentwicklungen sein, doch oft wird die Entwicklung übersehen oder verhindert.
Professionelle Unterstützung im Coaching kann helfen, Prioritäten zusammenzuführen und eine dauerhafte, glückliche Beziehung zu fördern.
Summary:
Unterschiedliche Prioritäten in einer Beziehung – wie Beruf, Familie oder Finanzen – können zu Konflikten führen, wenn sie nicht offen und regelmäßig kommuniziert werden. Diese Prioritäten sind jedoch von der Lebensphase abhängig und ändern sich im Laufe der Zeit, z. B.
nach der Geburt von Kindern oder finanziellen Kräften. Wenn Paare nicht über ihre Bedürfnisse und Werte sprechen, entstehen Verletzungen, Vorwürfe und ein „Ich-Du-Denken“, das das gemeinsame Wir-Gefühl zerstört. Es ist entscheidend, die Gründe hinter den Prioritäten zu verstehen, wie z.
B. Sicherheit oder Selbstwirksamkeit, um gegenseitigen Respekt und Verständnis aufzubauen. Genauso wichtig ist die regelmäßige Neuausrichtung der gemeinsamen Ziele und Prioritäten, um sich an neue Lebensphasen anzupassen.
Bei extremer Belastung wie Krankheit oder finanzieller Not wird schnell klar, dass bestimmte Bereiche wie Gesundheit oder Finanzen über alle anderen stehen müssen. Die Entwicklung von Prioritäten ist ein natürlicher Prozess, der jedoch oft übersehen wird. Paare, die sich nicht auf ein gegenseitiges Verständnis einlassen, riskieren eine langfristige Unzufriedenheit und möglicherweise eine Beziehungskrise.
Professionelle Unterstützung im Coaching hilft, Klärungsprozesse zu führen, die Prioritäten zu finden und eine nachhaltige, glückliche Partnerschaft aufzubauen.
FAQs
Unterschiedliche Prioritäten bedeuten, dass beide Partner unterschiedliche Werte und Bedürfnisse in Bereichen wie Beruf, Finanzen, Familie oder Gesundheit betonen. Das kann zu Konflikten führen, wenn die Prioritäten nicht abgestimmt werden.
Wenn eine Person Ruhe im Urlaub wünscht und die andere Kinderaufsicht braucht, können die Prioritäten nicht vereinbart werden. Dies führt zu Unzufriedenheit, Verletzungen und oft zu Vorwürfen, weil jeder seine Priorität verteidigt.
Nur wenn man die Gründe für eine Priorität kennt – etwa Sicherheit oder Freiheit – kann man bewusst kommunizieren und verstehen, dass es keine „richtige“ oder „falsche“ Priorität gibt, sondern individuelle Werte.
Beispielsweise nimmt Familie bei einer Familie mit Kindern zu und Beruf oder Finanzen können vorübergehend abnehmen. Auch nach einer Krankheit oder finanzieller Not wird die Priorität auf Gesundheit oder Finanzen verstärkt.
Wenn gemeinsame Ziele nicht definiert werden, trennen sich die Wege der Partner. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele, was zu einem Gefühl von Abstand und einem fehlenden Wir-Gefühl führt.
Durch offene Gespräche über Bedürfnisse, Gefühle und Werte, sowie durch die gemeinsame Abstimmung von Zielen und Kompromissen, um ein gegenseitig akzeptables und nachhaltiges Leben zu gestalten.
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