Im Podcast „Beyond Economy“ spricht Michael Schwienbacher mit Nils Körber, dem Gründer von KERN Unternehmensnachfolge. Körber erzählt, wie der Name KERN aus den Anfangsbuchstaben der eigenen und des Mitgründers entstand. Seine unternehmerische Reise begann mit einem Anruf seines Vaters, der ihn nach dem Studium in das Familienunternehmen holte. Trotz anfänglicher Begeisterung führten 15 Jahre voller Konflikte – vor allem mit seiner Mutter, die im Unternehmen blieb – zur Entscheidung, das Unternehmen zu liquidieren. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee zu KERN: eine Beratungsplattform, die auf Körbers tiefem Verständnis für die emotionalen und praktischen Herausforderungen der Unternehmensnachfolge basiert. KERN wuchs durch ein Franchise-Modell, das Eigenverantwortung fördert und regionale Nähe zu den Kunden schafft. Mit über 40 Standorten und mehr als 2.000 Mandaten hat sich KERN als wertegetriebene Gemeinschaft etabliert. Neben der klassischen Beratung bietet das Unternehmen digitale Lösungen wie Silvendo und den DIY Deal Maker an, um auch kleineren Unternehmen den Verkaufsprozess zu erleichtern. Aktuell arbeitet KERN an einem Modell, um ganze Mitarbeiterteams in die Nachfolge zu integrieren, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Körber betont die Bedeutung von Respekt und Wertschätzung als Brücke zwischen unterschiedlichen Unternehmerwelten.
Einführung in den Podcast und die Entstehung von KERN
Herzlich Willkommen beim Beyond Economy Podcast.
Der Podcast für Mut, Verantwortung, Tatkraft und unternehmerische Transformation.
Ich bin Michael Schwienbacher, Unternehmer, Familienvater, Gründer von SIM und leidenschaftlicher Impulsgeber für einen fairen Kapitalismus.
Ich nenne ihn verantwortungskapitalismus.
In diesem Podcast sprechen mit Menschen, die das ökonomische morgen gestalten, mit Macherinnen und Machern, investorinnen, Forscherinnen und Visionären, die den Übergang von der Alten zur neuen Wirtschaft nicht nur fordern, sondern leben.
Gemeinsam beleuchten wir konkrete Lösungen jenseits von Shareholder Value Denken und Green Moschee.
Es geht um wahrhafte Verantwortung, resiliente Wertschöpfung, neue Eigentumsmodelle und das Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesellschaft und Natur.
Das Beyond Economy Movement ist eine Einladung zum Denken, zum Handeln und zum gemeinsamen Wandel.
Schön, dass du dabei bist.
Heute begrüße ich Nils Körber.
Sprecher*in 2
Lieber Michael.
Sprecher*in 1
Hi, lieber Nils.
Wer in der Unternehmensnachfolge in Deutschland unterwegs ist, kennt Kern Unternehmensnachfolge.
Ich hab immer den Herrn Kern gesucht oder eine Frau Kern oder die, und dabei gibt es überhaupt das, das ist Körper jetzt, vielleicht kannst du uns ganz kurz sagen was ist Kern Unternehmensnachfolge und warum heißt das so.
Sprecher*in 2
Also Kern ist entstanden vor gut 22 Jahren, einfach aufgrund meiner eigenen Lebensgeschichte in der Unternehmensnachfolge.
Und der Name war zu zu unter anderem eine Erfahrung, dass ich aus einem Familienunternehmen kommend begriffen habe, wie schwer es ist, ein Familienunternehmen, was noch durch einen eigenen Namen dann noch im Handelssegment.
Also stark geprägt war von den Inhaberpersönlichkeiten überhaupt auch unter dem eigenen Firmennamen zu verkaufen, weil der neue Eigentümer hätte den Namen zwar weiterführen können, aber er wäre ja nicht mehr in Persona sozusagen im Unternehmen gewesen, und das war auch gleich dann der Grund, als ich Kern gegründet habe zu sage, dann brauchen wir einen Kunstnamen, und weil ich es damals mit meinem Freund gegründet habe, wir sind immer noch befreundet, aber er ist nicht mehr im Unternehmen mit
dabei, haben wir unsere 4.
Namen eigennamen, nämlich.
Rüdiger Elers, Nils Körber und die 4 Anfangsbuchstaben, die haben wir zu dem Kunstnamen Kern konfiguriert, also Körber, Elers, Rüdiger, Nils, Das steckt quasi in dem Namen Kern drin.
Sprecher*in 1
Also eure beiden Vornamen.
Sprecher*in 2
Ja und Nachnamen.
Sprecher*in 1
Familien Nils Körber Nils Ah hab verstanden.
Nils Koerbers persönliche Reise in die Unternehmensnachfolge
OK, spulen wir zurück, ganz am Anfang deiner unternehmerischen, persönlichen, beruflichen Karriere.
Nils Körber vor so und so viel Jahren.
Wie ging es los?
Sprecher*in 2
Das war der Anruf meines Vaters.
Ich war zwar schon relativ früh davon innerlich beseelt, eigentlich auch aufgrund der Vorbildfunktion meiner Eltern, beide Unternehmer, beide hatten nach dem Krieg das Unternehmen aufgebaut und wir als Kinder, ich bin der Jüngste der Familie, 3 Geschwister, also wir waren recht unbedarft und haben unseren Eltern dann sozusagen kopfnickend zugestimmt, weil unsere Eltern wollten och alle 3 Kinder machen, doch bitte die Nachfolge.
Und ich verkürze jetzt die Geschichte hier.
Mein Bruder als Ältester ist dann irgendwann an meinem Vater, aber gescheitert in der Nachfolgesituation folgerichtig hat er dann auch das Unternehmen verlassen, ist in eine andere Branche gegangen, dort Karriere gemacht, meine Schwester wollte nicht so richtig Unternehmertum leben, na ja, blieb nur noch einer übrig und dann eben der besagte Anruf.
Ich hatte in Köln gerade mein Studium fertig, wollte eigentlich ins Ausland, hatte n Vertrag unterschrieben und dann sagte mein Vater, nee, nee, du musst es jetzt machen.
Ja, das war natürlich für einen knapp vorm 25.
Geburtstag stehenden jungen Menschen erstmal ne ziemliche Herausforderung.
Ich hab dann 2 Wochen nach denkzeit mir ausbedungen und zugleich kann ich sagen, damals zumindest war mein Ego schon auch so getriggert, wo ich sagte, Oh, das ist natürlich ne tolle Chance so jung jetzt in die Familienunternehmung hineingehen zu dürfen, Unternehmertum leben zu dürfen, sodass dann auch nach 2 Wochen die Klarheit da war.
Lieber Vater, ich mach das.
Aber aber nur, wenn du sofort gehst.
Sonst komm ich nicht, weil ich wollte nicht die Geschichte meines Bruders möglicherweise noch fortschreiben.
Und das war für mich dann der Beginn meines Unternehmertums und meines Familienunternehmerlebens.
Sprecher*in 1
Und wie ging es dann weiter?
Sprecher*in 2
Dann erfolgten 15 stürmische Jahre.
Wir haben, dann kann man wirklich sagen, heute rückblickend als Familie.
War ich glaube so ziemlich alle Fettnäpfchen mitgenommen, die man mitnehmen konnte, sowohl im steuerlichen, im wirtschaftlichen, im juristischen, aber auch natürlich im emotionalen Bereich, denn es war ja ein innerfamiliärer Generationenwechsel mit der Besonderheit, meine Mutter deutlich jünger als mein Vater, aber kreativer Motor der Unternehmung, verblieb im Unternehmen, ich hatte die Firma meine Eltern abgekauft, und am Anfang ging das auch recht gut, es ging zügig voran, die Firma wuchs und
wurde größer und zugleich, ich verkürze auch hier jetzt wieder 15 Jahre.
Meine Mutter wollte eben vielleicht mehr den alten Weg gehen.
Ich wollte den neuen Weg gehen, wir instrumentalisierten unsere Prokuristen und so weiter also das heißt Konflikte, Oh, da waren wir jetzt auch nicht gerade in der Königsklasse da, die ordentlich gut auszutragen und unterm Strich dann, als das dann auch so langsam immer mehr wurde, auch die Überlegung kündigst du deiner Mutter.
Eine weitreichende, schwerwiegende emotionale Frage.
Ich habe es nicht gemacht und zugleich war dann aber für mich irgendwann die Entscheidung klar, in der Tiefe meines Herzens, in ganz vielen Facetten, natürlich auch von anderen Entscheidungen und Rahmenbedingungen, ist es eigentlich nie so richtig meine Unternehmung gewesen, und ich habe dann Gott sei Dank heute rückblickend diese Entscheidung für mich gefällt, das war eine einsame Entscheidung, ich habe sie dann meinen Eltern als erstes mitgeteilt, die aber Gott sei dank Verständnis äußerten
damals und sagten Okay, das ist dein Leben, deine.
In der Zukunft schade 55 Jahre Familienunternehmertum wird jetzt beerdigt und zugleich war es für mich ein großartiger Neubeginn und in der Tiefe heute meines Herzens, kann ich sagen, wirklich die Leidenschaft, die wir für Unternehmensnachfolge haben, ist sicherlich im Grundstock gelegt worden in diesen 15 Jahren familienunternehmertum.
Aus der Liquidation entsteht KERN Unternehmensnachfolge
Was bedeutet beerdigt?
Wird sich jetzt dieser?
Sprecher*in 2
Beerdigt einfach, dass ich diese kleine Firmengruppe liquidiert habe, einen Teil verkauft habe.
Aber eben sie ist nicht mehr existent und ich habe damals gelernt, was ich eben eingangs sagte, weil ich natürlich es schon probiert hatte, die Firma zu verkaufen, aber sie war so geprägt von unserer Familie und so geprägt von den Köpfen und vom Namen, dass es einfach unmöglich war, diese Firma zu verkaufen.
Sprecher*in 1
Was habt ihr da gemacht als Körper Unternehmensgruppe?
Sprecher*in 2
Wir waren in einem sehr, sehr hochwertigen Segment der Innenarchitektur unterwegs.
Also man muss sich vorstellen, wir haben ganze Häuser eingerichtet, Hotels, seniorenwohnheime, Flughäfen und so weiter also alles, was so im hochwertigen Designbereich ist.
Mit weiß ich was eigenen Werkstätten, Gardinen, Näherei, polsterei und solchen Dingen Mhm.
Sprecher*in 1
Einsame Entscheidung mit den Eltern besprochen Verständnis bekommen, liquidiert, wie lange dauert so ne Liquidation, wie lange hat dich das beschäftigt?
Sprecher*in 2
Das waren so anderthalb Jahre, die mich das gut beschäftigt haben, aber auch ehrlich gesagt jetzt nicht so intensiv, sondern da hab ich nebenbei dann schon an der Zukunft von Kern gebastelt.
Sprecher*in 1
So die Zukunft von Kern war dir das immer klar, also wie kam die Idee zu diesem Unternehmen Kern?
Sprecher*in 2
Ich glaub, das fiel mir wirklich wie Schuppen von den Augen, weil einfach es so klar war.
Das was mein Leben geprägt hatte, nämlich alles diese Facetten von innerfamiliären Generationswechsel, von Kauf und verkaufen, also alles das, was unter der Überschrift von Unternehmensnachfolge stattfindet, was ich bei meinen Eltern selbst erlebt habe, dann selbst auch durchlebt habe und auch teilweise durchlitten habe, das alles war für mich klar, das ist ja ein unglaublicher Fundus, den du hast.
Und wenn ich ja natürlich schon damals, das war 2003 2004, konnten wir demografisch ja schon sehen, was für eine Megawelle auch auf den deutschen Mittelstand zurollen wird.
Alterstechnisch also konnte ich sagen, bei 3 Punkten eigentlich Haken dahinter, erstens, da ist Erfahrung vorhanden, zweitens das wird mir mordsmäßig viel Spaß machen, weil ich auf Beratung auch einfach Lust habe und drittens, es ist auch ein relevanter Markt dafür da und das war dann auch die Geburtsstunde.
KERNs Gründung, Wachstum und das Franchise-Modell
Wenn mich jemand fragt, ob er sich selbständig machen.
Soll mit einem Partner, dann sage ich du, das ist wie eine Hochzeit, jetzt bist du aus der einen Traufe in die nächste Reinmarschiert wie funktioniert das?
Ihr habt zusammen gegründet, 5050 oder wer hat da was gemacht oder wie war das genau?
Sprecher*in 2
Genau.
Wir haben das ganz paritätisch gegründet und das war dann aber auch für uns beide okay wir sind beide losgelaufen, er kam auch aus einer Geschichte von Familienunternehmung wieder mit einem ganz anderen Hintergrund, und wir haben dann wirklich von der Stunde auf 0 aufgebaut, ich sicherlich mit meinem Fokus, das hat sich dann auch.
Geschichtlich ergeben, ich war mehr für die Hochzeiten verantwortlich, also für Unternehmensnachfolge im Sinne von einen Nachfolger finden und dann quasi Hochzeiten, damit es eine Perspektive hat und mein Freund damals war aber auch ein Stück weit mehr auf die sozusagen in Anführungsstrichen, ich sag das mit einem gewissen Augenzwinkern, Beerdigungen ausgerichtet, nämlich eher da, wo es wirtschaftlich schwierig ist, wo Insolvenzen sind, das ist natürlich ein schnelleres Geschäftsmodell als das
Geschäftsmodell der Unternehmensnachfolge, und dann haben wir auch irgendwann festgestellt, ich glaub, das waren gut.
Was wie 7 Jahre oder so 8 Jahre, wo wir dann auch gesagt haben, Mensch komm, wir gehen jetzt einfach getrennte Wege, das konnten wir dann auch gut trennen und Gott sei Dank auch kann man sagen, wirklich heute immer noch befreundet und wir freuen uns, wenn wir uns sehen, aber machen eben unterschiedliche Geschäfte.
Sprecher*in 1
Jetzt ist Kern heute.
Viele sagen ein riesenladen.
Wenn man liest, nur so.
Nö und so.
Also wie kam das dann?
Das wäre 7 Jahre, man sagt ja zellerneuerung 7 Jahre, also diese ersten 7 Jahre, die zweiten 7 Jahre, die dritten 7 Jahre, jetzt bis zu den vierten, 7 Jahren wenn du 22 Jahre also das ist ja schon eine lange Zeit und vielen Tiefs und hochstwahrscheinlich, wie ging es denn da so weiter, also wie kann man sich das vorstellen?
Man hatte die ersten Partner oder wie?
Sprecher*in 2
Das war für mich nach dem schon, also im Grunde genommen in der in der Trennungsphase quasi war auch klar, dass es für mich nur weitergeht, indem ich eine eine, eine größere Basis schaffe.
Und ich hatte festgestellt, dass natürlich im MNA Geschäft, also im Kaufen und verkaufen, es finden, wenn ich es ganz klein auf der Mikroebene betrachte, wiederholen sich viele, viele Einzelschritte.
Und da ich ein fauler Mensch bin.
Ich arbeite zwar gerne 24 7, aber ich mag ungerne wiederholende Aufgaben, haben wir schon sehr früh damals angefangen, eben eine Software zu etablieren, die wir uns dann so für uns zurecht geschnitten haben, dass sie für MNA perfekt war und da gut funktionierte und.
Und das war für mich zugleich der Grund zu sagen, Nee, alleine bleibt es ein zufallsgeschäft wir wollen, wenn wir diesen Markt wirklich relevant, sag ich mal mitgestalten wollen, und Gestaltung treibt mich an als Unternehmer, dann war es wichtig für mich, einfach eine Gruppe aufzubauen, und damit hab ich dann begonnen.
Sprecher*in 1
Wie beginnt man sowas?
Sprecher*in 2
Ich glaube, das ist wirklich dieser.
Für mich, kann ich sagen, heute rückblickend, dieser, wirklich dieser Gestaltungswille für mich ist unternehmertum Gestaltung.
Und ich verbinde auch das Wort macht sehr positiv.
Also für mich hat macht auch immer etwas mit selbstgestaltung, Selbstwirksamkeit, mit Formen, mit prägen zu tun, das sind für mich alles positive Attribute und da war mir, sag ich mal, das alleine zu machen, das ist jährlich geprägt, auch aus 15 Jahren familienunternehmertum, wo wir ja auch eine ganze Reihe von Mitarbeitern hatten, wo ich geglaubt habe, nee, es ist jetzt wieder an der Zeit, etwas neues, Größeres aufzubauen.
Und zugleich eben nicht mit dem klassischen Mitarbeitermodell.
Das wollte ich nicht mehr, sondern für mich war sehr wichtig, dieses Prinzip der Eigenverantwortung irgendwo auch in dieses Geschäftsmodell zu integrieren, und deshalb war eben die Idee damals auch mit Franchising zu beginnen, und das hat sich bis heute erfolgreich fortgeführt, und so ist jeder bei uns immer auch in der Eigenverantwortung der Unternehmerschaft, das hat den großen Vorteil, dass ja unsere Kunden nicht nur die Regionalität bekommen von den jeweiligen Menschen, die bei uns in der
Gruppe.
Eine Begleitung durchführen, sondern sie haben auch immer 1 zu 1, sozusagen auf Augenhöhe den Ansprechpartner, der auch alles verantwortet und der ein großes, elementares Interesse hat, das auch zum Ziel zu führen.
Sprecher*in 1
Ich bin ja in Norderneams Nachfolge das ein oder andere auch unterwegs und kenne ja ganz schön viele, die sich da in dieser Beratungswelt tummeln.
KERNs wertegetriebenes Image und innovative Angebote
Wie würdest du Kern beschreiben in diesem Markt als?
Dienstleister also.
Welches Image siehst du, hat Kern und oder soll Kern haben, na?
Sprecher*in 2
Ja, welches Image man hatte es selbst schwer zu beschreiben.
Da sollte man lieber dann an der Stelle, sollten wir dann lieber den Markt fragen.
Ich kann nur sagen, was ich mir wünsche, vielleicht wie wir wahrgenommen werden und das ist wirklich, dass wir eine sehr stark wertegetriebene Gemeinschaft sind, und das macht sich daran vielleicht festmachen, bevor ich Kern gegründet habe, hatte ich schon erstmal.
Ein Leitbild formuliert und erst mal wirklich auch Werte definiert.
Wie will ich arbeiten, mit wem will ich arbeiten, welche Werte will ich gegenüber den Kunden vertreten und und und.
Das haben wir dann später im Rahmen der immer größer werdenden Gruppe auch immer weiter deklariert und geb uns große Mühe das auch permanent am Leben zu erhalten und das eben nicht nur als Phrase oder als Werbung darstellen zu lassen, sondern wirklich immer in der Tiefe zu durchdringen.
Und ich glaube, dass das einfach eine richtig gute Mischung ist, die natürlich Mittelständlern, familienunternehmern, die auch so Wertegetrieben sind, einfach gut entspricht.
Und das sind manchmal so banale Dinge wie eben eine Verlässlichkeit, eine Bodenständigkeit, eine Integrität, Integrität zu verstehen, wie ich sage, was ich tue, und ich tue was.
Was ich sage, ist ein ein sehr hoher Anspruch, einmal an mich selbst, aber auch natürlich sozusagen als Benchmark für unsere Kunden.
Und ich glaube, dass das ein Stück weit etwas Besonderes ist, außer dass man sagen kann, klar, bei so einer langen Geschichte und über 2000 nachfolgemandaten und über 40 Standorten und so weiter ist natürlich ein Know How für unsere Endkunden da versammelt, was glaube ich ganz gut genutzt werden kann.
Sprecher*in 1
40 standorte, 2000, unternehmensnachfolgen.
Sprecher*in 2
Genau.
Sprecher*in 1
Wann lehnst du ein Mandat ab?
Sprecher*in 2
Das entscheidet jeder frei.
Ich selbst bin jetzt nicht mehr operativ tätig, ich habe mich zurückgezogen, weil ich nur noch das Wachstum der Gruppe begleite und steuere und nicht mehr eigene Kunden habe, bis auch noch ein 2 die letzten Stammkunden, die ich gerade noch in der Bearbeitung habe, aber ansonsten eben nicht mehr, und wir sagen immer dann, wir haben klare Ausschlusspunkte das eine ist, wenn eine Firma nicht gesund ist es.
Es sei denn Ausnahme, es ist eine so tolle Perspektive vorhanden, dass wir verstehen können und dass wir sozusagen auch als erster Verkäufer für den Unternehmer, der sein Lebenswerk veräußern möchte, sagen können, ja, OK, das ist nachvollziehbar, was in der Vergangenheit nicht gut gelaufen ist.
Aber es gibt ne tolle, gute, glaubwürdige, belastbare Zukunftsprognose.
OK, dann würden wir es glaub ich, trotzdem machen, was wir auch nicht machen, sind ganz bestimmte.
Vielleicht so also Ärzte den einzelnen Mediziner, den einzelnen Steuerberater, den einzelnen Rechtsanwalt.
Da sagen wir auch eher hm schwierig, und was wir aber auch gelernt haben im Laufe der Zeit, wir haben ja unser Gruppenportfolio erweitert und gesagt.
Neben dem totalen Serviceangebot von Kern 24 7 den Kunden wirklich an die Hand zu nehmen und ihm im Schnitt ja ein bis anderthalb Jahre intensiv zu begleiten, ihm viele Dinge abzunehmen, gibt es mit Silvendo eine neue digitale Plattform, die es so noch nicht gibt am Markt.
Aber wir haben sie jetzt vor ein paar Monaten in die Öffentlichkeit gebracht, wo man eben auch für kleineres Geld digital den gesamten Prozess abgebildet bekommt, um seine eigene Firma zu verkaufen, und dann gehen wir noch einen Schritt weiter und sagen mit dem sogenannten DIY Deal Maker, das ist eine Submarke von Kern.
Werden bieten wir auch denen an, die wirklich eher hemdsärmelig machen wollen.
Die finden auch Berater nicht gut und die wollen für ganz kleines Geld einfach das Wissen haben, das ist komplex, das mache ich nur einmal in meinem Leben und dann stellen wir das quasi auf einer Wissensplattform für kleines Geld auch zur Verfügung, da muss ich es halt alles selber machen.
Do it yourself.
Und dann bereiten wir jetzt noch gerade vor, das ist das Thema, was dich sicherlich auch, glaub ich, zum großen Teil stark mit umtreibt.
Das ist zu sehen.
Können wir es schaffen, dass wir ganze Mitarbeiterkreise, also wenn 5080 Mitarbeiter da sind, dass wir alle diese Menschen in eine, ja, in eine Transformation zum Unternehmertum bringen können, damit eben auch vielleicht noch ganz andere Nachfolgelösungen jenseits von klassischen Investor.
Finanzinvestor oder auch von einer Einzelperson möglich sind.
Das bereiten wir jetzt gerade vor mit einem Team, weil wir glauben, dass das auch Antworten benötigt, weil wir einfach demografisch auch nicht mehr einfach nur uns ausruhen können zu sagen, ja, irgendwann finden wir dann schon die Nachfolger, ich glaub, wir müssen noch andere, neue Wege ausprobieren.
Brücken bauen: Generationen- und Kulturwandel in Nachfolge
In.
Meiner Praxis.
Du hast mehr Erfahrung, klatschen da sozusagen 2 Welten aufeinander.
Der Unternehmensinhaber, der nicht gendert der ne Mercedes oder n Porsche fährt der am besten noch ne einfache deutsche Sprache mit einer richtigen deutschen Leitkultur nach vorne trägt und noch Mitglied im Industrie und Handelskammerausschuss ist und noch hier und also richtig deutsch und dann kommen die Nachfolgerinnen und Nachfolger.
Das ist vielleicht noch mit Elternzeit als Unternehmer.
Was, wie siehst du diese Welten, die da aufeinanderprallen und wie sprecht ihr die unterschiedlichen Sprachen?
Sprecher*in 2
Ich glaube erstmal, da zitiere ich Konrad Adenauer.
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt es nicht.
Und unter dieser Sichtweise glaube ich von erstmal auch von Respekt und Wertschätzung, egal welche Ausprägung ich vielleicht in meinem Menschsein oder Unternehmersein so erfahren habe und selbst geprägt habe, gilt es ja immer, und das glaube ich, ist dann die Brücke.
Unternehmertum ist ja ein Antrieb Richtung eben eine Art zum Beispiel Wertegemeinschaft zu bilden, etwas, eine, eine Freude daran zu empfinden, etwas gestalten zu können, etwas entwickeln zu können.
Dinge vielleicht größer zu machen und letztendlich ist es dann, glaube ich, dieser gemeinsame Nenner, der auch vielleicht sehr unterschiedliche Kulturen, wie du sie eben skizziert hast, allerdings vielleicht auch ein bisschen Stereotyp für die Schublade, dass man die dann doch zusammenbringen kann.
Und natürlich bedarf es zugleich manchmal auch eben dann einen Wertewandel, wenn die jüngere Generation übernimmt, das ist ja in der Familie genauso, als wenn ein externer Käufer von außen kommt.
Und dann müssen wir ja die Mitarbeiter, die da sind, in den Strukturen auch achtsam dort abholen, wo sie sind.
Und wenn sie eben viele, viele Jahre, Jahrzehnte autoritären Führungsstil zum Beispiel gewohnt sind, ja dann bedarf es eben vielleicht wahrscheinlich viel Geduld und viel miteinander, um dann auch diese Menschen in eine neue Eigenverantwortung zu bringen.
Sprecher*in 1
Die neue Eigenverantwortung.
KERNs umfassende Unterstützung im deutschen Nachfolgemarkt
Jetzt bin ich mitarbeitender in der Firma seit 25 Jahren dort.
Die Firma wurde gegründet und jetzt verkauft der Gründer meistens einen Gründer, seine Firma an einen Drittel, der Dritte eine Frau, ein Mann 3545 Jahre alt, vorher Manager in einem Konzern, hat bisschen was geerbt, kauft sich die Firma, kommt rein komplett andere Welt sowohl für den einen als auch für den anderen ne.
Was macht Kern oder wen empfiehlt und was empfiehlt Kern den Käufern, wenn sie die Firmen übernehmen?
Oder ist Kern daraus, weil Käufer Kern nur die Verkäufer begleitet?
Sprecher*in 2
Nein, wir machen wirklich.
Wir haben unsere Überschrift seit 22 Jahren ist Unternehmensnachfolge und Unternehmensnachfolge in den 3 Ausprägungen verkaufen, das ist die größte Säule, weil es heute inzwischen fast 70% aller deutschen Familienunternehmen betrifft, das ist die Säule kaufen.
Weil vielleicht nicht alle so professionell schon mehrfach gekauft haben.
Da brauchen sie manchmal Unterstützung und das ist die dritte Säule, das sind die gesamten innerfamiliären Prozesse und für diese 3 Dinge haben wir unsere Spezialisten.
Das Stärkste ist sicherlich der Bereich mna, also kaufen und verkaufen, und wir bauen aber auch gerade noch mal unsere Kompetenz im Bereich der innerfamiliären Nachfolge aus, weil wir auch dort inzwischen wirklich mit Expertinnen, in diesem Falle freue ich mich ganz besonders, noch ein ein neues Portfolio anbieten werden, um eben Familien.
Medien auch Prozesse dafür anzubieten, dass sie die Nachfolge richtig gut meistern können.
Sprecher*in 1
In dem Segment der familiären internen Unternehmensnachfolge ist es ja bedauerlicherweise in Deutschland so, dass ja relativ wenige dann in die Fußstapfen der Eltern treten und doch die Eltern meist bis ins hohe Lebensalter die Betriebe fortführen, und dann werden die Betriebe irgendwann liquidiert.
Jetzt schau ich auf die gesamten Zahlen.
Es heißt ja 100 Tausende, die da auf dem Markt sind, ich glaub 600000 oder so, jetzt bist du seit 22 Jahren unterwegs, hast mehr als 2000 wenn ich es richtig verstanden mit 40 Standorten mittlerweile unternehmensnachfolgend geregelt dein euer Image am Markt ist ein riesenladen 40 Standorte hochprofessionell ordentlich, also es ist wirklich einer der Player in Deutschland.
Jetzt habt ihr 2000 in 22 Jahren und 600000 stehen da in der Luft.
Wie passt das zusammen?
Sprecher*in 2
Ich glaube, das passt sehr gut zusammen, weil natürlich erstmal müssen wir sehen, die deutsche Volkswirtschaft ist extrem kleinparzellig 91% der deutschen Firmen haben weniger als im Schnitt 2025 Mitarbeiter 96% wenn ich noch da drauf packe, die Firmen, die weniger als 50 Mitarbeiter haben, also das heißt, wenn wir hier immer von großen Firmen sprechen, dann ist das ganz, ganz wenig.
Die Menge sind ja wirklich die erfolgreichen kleinen Unternehmen, manchmal auch nur die One Man oder One Woman Shows, die eben eine Unternehmung in welcher Art auch immer betreiben.
Das müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, deshalb haben wir inzwischen auch die ergänzenden Angebote gemacht, weil nicht jeder von diesen ganz kleinen firmenstrukturen will vielleicht in so 124 7 rundum sorglos Paket von Kern investieren und sucht natürlich entsprechend andere Wege und insofern glaube ich, dass vieles auch jenseits natürlich von uns, leider kann ich sagen, Nein.
Passiert ganz normal, weil vielleicht irgendein Steuerberater das auch mal mitmacht.
Irgendein Rechtsanwalt und ich weiß nicht, vielleicht eine Bank mal hilft oder auch viele das einfach ganz ärmlich alleine machen.
Also es gibt so viele Wege, dass das einfach, das ist schon relativ intransparent und aber irgendwie entwickelt sich dieser Markt immer mehr und Gott sei Dank.
Das halte ich für sehr, sehr wichtig.
Ist es inzwischen kein Tabuthema mehr, sondern es ist eher diese unternehmerische Verantwortung, so wie sie im Grundgesetz steht.
Eigentum verpflichtet, dass ich als Unternehmer sehr bewusst diese Dinge vorantreiben muss, damit ich eine vernünftige Nachfolgeregelung für mein Lebenswerk hinbekomme, vorher war das immer vielleicht in vor 15 20er Jahren noch so in der Schmuddelecke.
Sprecher*in 1
Wie groß sind die Unternehmen im Schnitt, sag ich mal ungefähr, die ihr begleitet.
Sprecher*in 2
Wir bewegen im Schwerpunkt kann ich sagen, alles zwischen einer 1000020 Millionen.
Das ist der Schwerpunkt, und wenn man aber die Zahlen, die ich eben genannt habe, dann kann man sich auch ausrechnen, der Schwerpunkt der deutschen Unternehmen ist in der Preisklasse zwischen einer 1000010 Millionen.
Da spielt die Musik im Grunde alles, was Mittelstand klassischen familiär geprägten Mittelstand angeht.
Und dann nehme ich mal alles, die ganz großen KMUS raus, weil KMU geht ja wirklich von wenigen Köpfen bis 250 ja, das ist ja eine gewaltige Spanne.
Sprecher*in 1
Und wieviel Mitarbeiter denkst du im Schnitt?
Habt ihr da so Mitarbeitende in den Beteiligungsunternehmen?
Sprecher*in 2
Ist eine gute Frage, das haben wir noch nicht analysiert, sozusagen irgendwo auf eine Zahl gebracht.
Ich würde sagen, im Schnitt sind es wahrscheinlich diese Firmen, die zwischen 15 und 50 Mitarbeitern haben, die dann gerne zu uns kommen und sich da, glaube ich, gut begleitet fühlen, und natürlich sind es auch mal größere, wie gerade vor ein paar Monaten eine sehr große Struktur von uns begleitet worden ist.
Also das ist von Biss, aber der Schwerpunkt, ganz klar.
Sind diese Firmen 15 bis 50, würde ich sagen.
Sprecher*in 1
Rückwirkend betrachtet, wenn du die Unternehmenstransaktion anschaust, bekommst du dann auch noch mit oder bekommt ihr mit, wie sich die Firmen nach der Transaktion entwickeln, ob die sich dann irgendwann mal auflösen, insolvent gehen, weiterverkauft werden, positiv sich entwickeln, weil das sind natürlich schon.
Da spreche ich jetzt für die Nachfolge und Nachfolge, also diese Unternehmensnachfolge.
Da kauft man sich ja schon eine Riesenarbeit, ne, also Digitalisierung, kultureller Wandel, neumärkte, die Unternehmer haben wahrscheinlich 35 Jahre nicht mehr wirklich investiert, gibt es ja schon viele Themenfelder, die man da aufräumen, reorganisieren, transformieren muss, deswegen halte ich es schon für eine große Herausforderung, eine Nachfolge anzutreten, wie wie siehst du da drauf?
Warum Unternehmensnachfolge sicherer ist als Neugründung
Ja erstmal Was ist die Alternative die Alternative ist Gründung bei Gründung wissen wir dass 85% scheitern das muss man sich erstmal ganz hart ganz nüchtern vor Augen führen deshalb würde ich immer sagen und dafür plädieren bitte bitte Liebe Menschen da draußen die ihr Lust auf Unternehmertum habt denkt nicht nur an die Gründung sondern denkt vielleicht auch wirklich an die Nachfolge warum weil es ein viel sichereres Fundament ist Ich habe etwas was von heute auf morgen zumindest wenn ich es
glaube ich gut geprüft habe eigentlich wahrscheinlich funktionieren wird Ich habe know How Kompetenz lieferantenbeziehung kundenbeziehung.
Beziehung alles ist da und dann bitteschön aus dieser Position heraus, dann kann ich doch weiterentwickeln, dann kann ich meine Vision Wirklichkeit werden lassen, aber ich fange eben nicht bei 0 an, weil mit 85% scheiterquote.
Das finde ich, ist schon dann.
Also zumindest will ich es als sehr mutig bezeichnen und da glaube ich, ist Nachfolge deutlich, ohne dass ich jetzt eine Zahl wüsste.
Ich weiß nicht, ob das jemals untersucht worden ist, aber deutlich entspannter, viel sicherer und natürlich um deine Frage zu beantworten, ja, wir kriegen immer wieder etwas mit, weil teilweise aus diesem einen Jahr, anderthalb Jahren enger Beziehung, die du hast.
Da entstehen ja teilweise sogar Freundschaften oder Du kriegst natürlich auch noch mal durch den ein oder anderen Anruf später mit, was in einer Familie was bei einem Käufer oder Verkäufer passiert ist.
Im Positiven wie auch im Kritischen sind jetzt.
Sprecher*in 1
Hast du gerade gesagt, statt gründen Unternehmen kaufen?
Da gibt es jetzt so n neues Modewort hab ich gelesen ETA.
Sprecher*in 2
ETA.
Sprecher*in 1
Entrepreneurship True Acquisition.
Sprecher*in 2
Ah OK.
Sprecher*in 1
Steht jetzt auch Venture Capital drauf und die ganzen Fonds und Private Equity die Unternehmertum ist da auch unterwegs, da gibt es ja jetzt so eine neue, so seit 35 Jahren gibt es glaube ich das, vielleicht gab es das schon öfter in Zyklen, bist ja länger dabei, ich kenne es jetzt neu, dass es eben viele digitale affine Newcomer gibt, die jetzt den Markt da.
Wir arbeiten, ob erfolgreich oder nicht, kann ich noch nicht beurteilen.
Wie blickst du auf den Markt der Unternehmensnachfolge, was jetzt die m und R Aktivitäten, die Börsen, die Finanzierer, die Investoren dann belangen?
Gesellschaftliche Relevanz und Wandel des Unternehmertums
Also.
Also vielleicht ich strukturier das mal, eben weil in der Frage steckt, vieles.
Erst einmal versuchen wir immer Anglizismen zu vermeiden.
Unsere Branche ist geprägt von den amerikanischen und englischen Einflüssen und wir versuchen das aber möglichst rauszunehmen, weil es dann, glaub ich, auch ein Stück weit normaler und verständlicher wird.
Zweitens, vieles von diesen auch Buzzwords oder auch einfach neuen Begriffen ist ja auch häufig alter Wein in neuen Schläuchen, also letztendlich hat es das vorher ja auch schon alles gegeben, vielleicht noch nicht in dieser Prägung und Dimension.
Weil das digitale Zeitalter hilft natürlich viel schneller zu vernetzen.
Das war früher nicht so möglich, heute können wir das in einem hohen Tempo miteinander machen und es gibt sicherlich auch heute, sage ich mal mehr Bereitschaft, vielleicht in Gruppen zu denken, mehr Bereitschaft, vielleicht auch Schwarmintelligenz zu nutzen, als vielleicht der typische, auch von der Erziehung und von der Sozialisation her.
Du hast vor, so, so schön auch plakativ einen Unternehmertypen beschrieben, das ist so wie beim Tatort ja mal nachgemessen wurde, dass dort nie ein positiver Unternehmer in weiß ich nicht 587 folgen Tatort aufgetaucht ist.
Und die hatten immer so n negativen Beigeschmack.
Ich halte das für einen auch bei den Gewerkschaften und Medien doch recht anachronistische Sichtweise auf das Unternehmertum, das hat sich eben komplett gewandelt und ich glaube, dass heute in der Tat die jüngere Generation viel offener Kooperationsbereiter ist, weil sie es schon ganz anders gelernt haben, und das wurde früher, glaube ich, noch nicht so gelernt, und dann fiel es mir auch, glaube ich, schwerer, dafür eine Offenheit.
Halt zu zeigen.
Sprecher*in 1
Und wie siehst du den Markt?
Sprecher*in 2
Ich sehe den Markt als rosarot aus unserer Sicht als Beratergruppe, weil natürlich dieser Marktdruck.
Dieses volkswirtschaftliche Problem in seiner Einzeldimension des einzelnen Unternehmens zu lösen, in der Menge einfach so gewaltig ist.
Wir stehen ja nicht nur davor, dass wir für diese einzelnen Betriebe Nachfolgemodelle entwickeln müssen, um auch unseren Wohlstand zu erhalten, um ihn weiter zu vielleicht zu entwickeln, um eine, Glaube ich, auch parallel auch noch mal Stabilität in der Gesellschaft zu gewähren, weil Unternehmertum bedeutet für mich auch immer wirklich wertegetriebene Menschen, die engagieren sich noch, aber.
Abends im Fußballverein oder die machen was bei Rotary oder also keine Ahnung die sind in ihrem Mikrokosmos ihres dorfes ihrer Stadt ihrer Region auch immer noch aktiv weil sie irgendwo glaube ich diese Gemeinschaft von Gesellschaft von sozialer Verbindung sehr schätzen und das ja auch im Alltag mit den Mitarbeitern Leben und da ist es konkret greifbar wenn ich als Mitarbeiter als Auszubildender einer Firma gehe da erlerne ich konkrete Werte da kann ich ja nicht sagen jetzt zücke ich ein Messer
weil ich gerade ein Disput habe mit meinem Vorgesetzten oder was auch immer sondern ich muss auch lernen wie gehe ich in einen Konflikt zu.
Situation um und und und.
Ich skizziere das nun alles sehr kurz, warum?
Weil ich glaube, weil du mich ja gefragt hast, wie siehst du das, die Entwicklung?
Ich glaube, dass es auch eine Relevanz hat für unsere gesellschaftliche Entwicklung, wenn wir in der Menge unser sozusagen heutiges Unternehmertum, nehmen wir jetzt mal eine drastische Zahl, wir würden das dezimieren und die Hälfte, dann würde das für mich in der Folge möglicherweise auch eine noch mal starken Turbo für eine negative Werteentwicklung in der Gesellschaft bedeuten, weil wenn.
Wir sehen Gemeinschaft, Gesellschaft, die Keimzelle ist Familie und dann kommt für mich relativ schnell schon das Familienunternehmertum als Keimzelle in einer Gesellschaft und Gruppe und von daher halte ich das für so wichtig, dass wir dort im Sinne von Gemeinschaft versuchen.
Deshalb bieten wir auch dieses neue Modell demnächst an, wo wir es schaffen wollen, dass wir ganze Firmen, Belegschaften, mitarbeiterschaften in Unternehmertum überführen.
Das hat ne Bedeutung und ich glaube, dass das einfach nicht so richtig wahrgenommen wird und dass auch vielleicht viele Mittelständler es als so selbstverständlich jeden Tag leisten, seit Jahrzehnten jeden Tag einfach für Werte einstehen, jeden Tag dafür versuchen, ihr Bestes zu geben.
Außer haben wir jetzt mal immer außen vor gelassen, gibt natürlich auch schwarze Schafe wie immer, aber dieses das, was so selbstständig selbstverständlich Werte getrieben, jeden Tag geleistet wird, das ist nicht normal.
Sondern das ist etwas Besonderes.
Und ich glaube, dass das für unsere Gemeinschaft auch eine besondere Leistung darstellt.
Die Besonderheit von Familienunternehmen und Bildungsdefizite
Wer sagt, dass Familienunternehmertum was Besonderes ist?
Heute in der heutigen Welt?
Sprecher*in 2
Ja, ich glaube, das ergibt sich schon alleine, wenn man mal anschaut, die.
Die Blase Familie hat ja ganz bestimmte Spielregeln und Leitplanken und die Blase Unternehmung oder Firma ebenso, aber vollkommen andere.
Und wenn ich diese beiden Dinge jetzt miteinander verbinden will, ich will das an Beispielen konkret deutlich machen, wie komme ich denn in ein Familiensystem, da komme ich nur über die Geburt rein, über die Heirat und vielleicht in ganz selten Fällen über die Adoption, wie komme ich aber bitteschön in ein Firmensystem rein, das geht eigentlich nur per Vertrag.
Oder ich Erbe vielleicht noch, weil ich dann Anteile habe.
Also das sind schon mal Unterschiede, wie komme ich da wieder raus aus der Familie, nur durch den Tod oder durch die Scheidung in der Firma wieder auf einer vertraglichen Ebene oder was ist das Honorar in einer Familie der Wert, das ist die Liebe, das ist die Zuneigung, das Vertrauen, was ist es in einer Firma schwerpunktmäßig Geld.
Also wir sehen, das sind alles unterschiedliche funktionale Logiken und deshalb ist es schon per se etwas besonderes, glaube ich, weil Familienunternehmen schaffen es, diese Dinge miteinander zu verbinden.
Und wenn ich jetzt noch die Kapitalseite betrachte, also die gesellschaftsrechtliche Ebene, wie komme ich da rein, da kann ich eigentlich nur kaufen oder auch wieder über das Thema Erbe.
Da habe ich vielleicht im Bereich der Honorierung natürlich gesellschaftliche Anteile.
Also wieviel halte ich an einer Firma und wieviel vielleicht auch Erfahrung und senorität juristische Kenntnis habe ich auf dieser Ebene, also das ist sehr vielschichtig und deshalb glaube ich schon per se sind diese Dinge so besonders, weil sie eben von den Werten von Menschen getrieben sind, das ist anders als in einem Konzern, wo kommen und gehen ist, wo die Tür aufgeht und wieder zugeht und raufgeht und wieder zugeht, das ist etwas anderes, Familien denken anders und handeln anders, und die
Denken in Generationen.
Sprecher*in 1
Kommt zurück zu der Frage inhaltlich kann ich dir folgen, aber wenn ich die jungen Menschen anschaue, die wollen alle in irgendwelche großen Firmen, die wollen Cop Manager werden oder zum Staat, wo ist die Menge an Menschen, die dieses Unternehmertum, dieses Familienunternehmertum willkommen heißen, Fördern, unterstützen, wo, wo finden, wo finden wir oder wo findest du diese Gemeinschaft?
Sprecher*in 2
Also.
Also ich sehe es nicht ganz so kritisch.
Ich glaube, dass wir schon eine große Offenheit auch im Sinne von Leistungsbereitschaft bei jungen Menschen haben, und das sehen wir ja auch bei meinen eigenen engsten Partnern, also bei unseren ganzen Standorten, das sind ja überwiegend einzelne Akteure, Männer und Frauen, die sagen, und ich will in diese Selbstständigkeit, in diese Verantwortung rein, ich würde sagen, deine Frage, wenn, dann würde ich sie an der Wurzel packen, und die Wurzel heißt hier Schule, die Wurzel heißt Bildungssystem,
die Wurzel heißt Ausbildung.
Weil wir seit Jahrzehnten es nicht schaffen, in unserer Gesellschaft das Thema Unternehmertum im Sinne von, das ist ja eine spannende Alternative, vielleicht für dich, lieber Schüler, lieber Student, auch wirklich weiterzubringen, irgendwo sichtbar zu machen und als begeisterungsfähige Alternative darzustellen.
Da müssen wir deutlich früher anfangen, das werden wir im Nachhinein, glaube ich, nicht einfach, wenn jemand schon sozialisiert ist mit 3035 oder 40, dann kann das wiederum aus dem.
Schmerz vielleicht entstehen, weil Konzern bedeutet, auch Schmerz, möglicherweise für viele Menschen.
Und dann hab ich Lust, da rauszugehen, und dann ist das für mich eben dieser Mut in eine vollkommen neue Verantwortung zu kommen.
Und zugleich glaub ich echt, wir müssen mal anfangen in Schulen Systemen, also es weiß nicht, da gibt so Banalitäten, was heißt denn das n Handyvertrag machen, Mietvertrag machen, was bedeutet das Verantwortung für mehr andere Menschen vielleicht mit zu übernehmen Arbeitsgesetzgeber das ist eine so große Fülle, die wird einfach in Schulen und Universitäten nicht gelehrt.
Sprecher*in 1
Wir haben jetzt viele 100000 Unternehmensnachfolgen vor der Brust als deutsche Wirtschaft.
Die Rolle der Politik bei der Unternehmensnachfolge
Es gibt eine kleine Gruppe aus 4000 Menschen, die sich in der Unternehmensnachfolge so positionieren, Rosa Roth nanntest du den Markt, wir haben ein Schul und Bildungssystem und ein Image, welches das Unternehmertum in Deutschland jetzt nicht an vorderste Position gebracht hat.
Was mich wundert ist, die deutsche Regierung sieht ja, was die nächsten vor 10 Jahren konnte man das ja oder vor 20 Jahren konnte man das ja schön Babyboomer und co.
Was da jetzt passiert ne ich sehe keine Kinowerbung, ich sehe keine Kampagnen, ich sehe kein Image für Unternehmertum, Nachfolge und so weiter wir haben das in der Gründerwelle, also dieses Gründerthema mit dot com Blase und auch danach diese digital Digital Hubs die es in Deutschland gibt und Startup Inkubatoren, also gründungsthemen.
Die sehe ich auch relativ politisch gut gemacht aus meiner Perspektive.
In der Unternehmensnachfolge sehe ich gar nichts, gar nichts.
Siehst du das anders, oder?
Sprecher*in 2
Ja, also ich kann jetzt nicht sagen, dass es sensationell ist und man könnte, glaube ich, vieles besser machen und zugleich, weil wir ja auch anfangen, Richtung Europa zu wachsen und Standorte in den Nachbarländern zu eröffnen, wissen wir schon, was wir in Deutschland haben, was andere Länder überhaupt nicht haben, und das erstmal muss man wirklich anerkennen, auch wenn sie.
Sie denn in ihrer Größe vielleicht manchmal etwas träge und aufgrund der Akteure, nämlich Käufer und Verkäufer, die sich auf der Börsenplattform zum Beispiel Exchange, eine Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums, der Kammern der Banken in Deutschland, das ist einzigartig, auch in dieser Dimension okay, dass sie manchmal nicht so gut funktioniert.
Das liegt aber daran, an dem die dort inserieren, unter denen, die dort suchen, weil die einfach träge in ihrem Handeln sind, dafür kann aber ja die Bundesregierung nichts so, und es gibt in den Bundesländern Föderalismus und.
Das kommt für mich manchmal auch an seine Grenzen, aber in dem Punkt zumindest auch noch mal ne ganze Reihe ständig wechselnder guter Fördermöglichkeiten im Rahmen von Unternehmensnachfolge in den Bundesländern teilweise sehr unterschiedlich.
Also ich würde es nicht pauschalisieren, dass die Politik da nicht so gerne hinguckt, glaube ich, und auch öffentlich da hinguckt und dass es auch gar nicht zum Beispiel Bestandteil einer sich neu gebildeten Bundesregierung ist.
Da finde ich kein einziges Wort darüber, obwohl es ne volkswirtschaftliche Dimension hat.
Das liegt glaub ich daran, dass dieses Thema so schwer zu greifen ist, dass es so komplex ist und dass es deshalb, glaub ich auch viele, also die die Ideallösung und die Blaupause, nach der man jetzt einfach alles so machen könnte, die gibt es für mich nicht.
Sprecher*in 1
Zurück zum unternehmensverkäufer 6070, teilweise 80 Jahre alt, macht schon immer sein Geschäft so wie er es macht.
Unternehmer beim Loslassen begleiten für nachhaltige Nachfolge
Seit 10 Jahren wird vor sich hin.
Ja, arbeitet auf der Suche nach einem Nachfolger mal hier probiert weil da, probiert fünfmal, hat es nicht funktioniert.
Im Endeffekt kann keiner das Geschäft so gut, wie man es selbst kann.
Sprecher*in 2
Da spielt uns das Ego gerne einen Streich.
Ich glaube menschlich.
Sprecher*in 1
So, ich sehe so viele Unternehmer, mit denen kann man gar nicht wirklich sprechen, weil die so in ihrer Welt sind und so von sich überzeugt.
Der einzige, von dem sie sich noch was sagen müssen, der Steuerberater.
Was glaub ich dann das aus meiner Sicht dann gesagt, Oh in vielen Fällen ein fatales Thema ist.
Ja, wie geht ihr denn oder in deiner wo du noch, also wo du noch operativ tätig warst in deiner Profession, wie gehst du damit um?
Hältst du den Spiegel vor, machst du das ganz klein klein oder wie wie macht man das?
Sprecher*in 2
Also auch hier gibt es glaub ich keine pauschale Vorgehensweise.
Grundsätzlich kann ich aber sagen erstmal was du beschreibst ist für mich ja wenn ich es aus einem bestimmten Blickwinkel betrachte nichts Schlechtes.
Warum?
Weil ich glaube, dass es gerade diese Begeisterung ist, dieses Brennen für etwas, was Unternehmertum auszeichnet und warum die auch hoffentlich in vielen Fällen jedenfalls ihre Unternehmung gut entwickelt haben und ja, den Zugang jetzt zu finden und zu sagen, Hey, also vielleicht mach ich es nicht besser als du, aber ich mach es anders und ich wäre bereit und damit ja auch die Perspektive zu eröffnen, zu sagen, lieber Unternehmer, der du abgibst.
Du kriegst Freiheit dafür das ist gigantisch du hast jetzt jahrzehntelang diese Verantwortung auf deinen Schultern mitgetragen und in der Perspektive schenke ich dir Freiheit ich schenke dir eine finanzielle Absicherung für deinen neuen Lebensabschnitt und ich gebe dir dafür auch die Sicherheit wenn ich der richtige Käufer bin dass du in deinem Mikrokosmos deiner Unternehmung auch in einem Jahr in 2 Jahren noch zu deinem Bäcker gehen kannst und sagen kannst hier deine Brötchen und dann sagen die
auch noch Hey ist ja toll wie du die Firma damals verkauft hast da ist ja richtig was draus geworden Ich glaube.
Aber diese ganzen Dinge, man muss, man muss schauen, wo man diese Übergeber von Unternehmen auch in ihren wirklich wichtigen Punkten einer neuen Perspektive finden kann und wo man sie darauf ansprechen kann.
Und natürlich sage ich das ne, sind ja 2 Männer unter sich hier, ja, ich würde sagen, aus meiner Erfahrung, das fällt Männern schwerer, Frauen sind viel besser vorbereitet, aber leider in der leider leider in der deutlichen Minderheit im Unternehmertum.
Und Männer haben dann vielleicht manchmal verlernt, diesen Muskel zu trainieren, der da heißt, was kann ich eigentlich noch in meinem Leben machen, was ist noch außerhalb meiner Rolle als Unternehmer möglicherweise eine attraktive, verheißungsvolle Perspektive, damit ich Lust habe, loszulassen.
Und aber dafür gibt es natürlich auch wieder Möglichkeiten.
Machen wir ja auch.
Wir bieten auch, wir machen ganze Retweets mit, Unternehmer, Ehepaaren zum Beispiel, wo wir die dann begleiten, um sie eben auch mit auf diesen Weg zu führen, oder wir machen Seminare für Einzelpersonen oder eben Familien, wo wir sie sozusagen jenseits von wirtschaftlichen, steuerlichen oder rechtlichen Dingen einfach nur in ihrer inneren Haltung, in ihrer eigenen inneren Entscheidungsfähigkeit und Klarheit quasi mit den besten Laufschuhen, mit dem besten Laufdress, mit der besten
Laufvorbereitung mental für den Marathon, der jetzt vor ihnen steht.
An den Startbock gingen das ist möglich.
Sprecher*in 1
Man sieht, du brennst voll und ganz.
Sprecher*in 2
Absolut.
Das ist ja meine Lebensgeschichte, das haben so viele meiner Kolleginnen und Kollegen genauso, die haben auch ähnliches manchmal erlebt, und deshalb rennen wir so sehr dafür, weil wir es für sehr sinnhaft halten, weil ich glaube, du hast das Thema Nachhaltigkeit dir ja auch auf die Fahnen geschrieben, ich glaube, das, was wir tun, ist eigentlich die schönste Nachhaltigkeit, die man überhaupt produzieren kann, wenn man Werte, und damit meine ich nicht nur monetäre Werte, sondern auch eben diese
Ideen.
Allen menschlichen sozialen Werte helfen darf, in die Zukunft zu bringen.
Sprecher*in 1
Lieber Nils, ich danke dir für diesen großartigen Podcast.
Sprecher*in 2
Sehr schön.
Danke für die Einladung, lieber Michael und auf bald vielleicht irgendwo im Süden oder Norden dieser Republik.
Sprecher*in 1
Sehr gerne.
Podcast Summary
Key Points:
KERN Unternehmensnachfolge wurde vor 22 Jahren von Nils Körber und einem Freund gegründet; der Name setzt sich aus ihren Vor- und Nachnamen (Körber, Elers, Rüdiger, Nils) zusammen.
Körbers persönlicher Einstieg in die Unternehmensnachfolge erfolgte durch einen Anruf seines Vaters, der ihn nach dem Studium in das Familienunternehmen holte – eine Entscheidung, die zu 15 konfliktreichen Jahren führte.
Nach der Liquidation des elterlichen Unternehmens (hochwertige Innenarchitektur) nutzte Körber seine Erfahrungen und gründete KERN als Beratungsplattform für Unternehmensnachfolgen.
KERN wuchs durch ein Franchise-Modell, das Eigenverantwortung und regionale Nähe betont, und hat mittlerweile über 40 Standorte und mehr als 2.000 Nachfolge-Mandate betreut.
Das Unternehmen bietet ein wertegetriebenes Image (Verlässlichkeit, Bodenständigkeit, Integrität) und innovative Angebote wie die digitale Plattform Silvendo sowie den DIY Deal Maker für kleinere Unternehmen.
Aktuell bereitet KERN ein Modell vor, um ganze Mitarbeiterkreise in die Unternehmensnachfolge zu transformieren, um dem demografischen Wandel zu begegnen.
Summary:
Im Podcast „Beyond Economy“ spricht Michael Schwienbacher mit Nils Körber, dem Gründer von KERN Unternehmensnachfolge. Körber erzählt, wie der Name KERN aus den Anfangsbuchstaben der eigenen und des Mitgründers entstand. Seine unternehmerische Reise begann mit einem Anruf seines Vaters, der ihn nach dem Studium in das Familienunternehmen holte.
Trotz anfänglicher Begeisterung führten 15 Jahre voller Konflikte – vor allem mit seiner Mutter, die im Unternehmen blieb – zur Entscheidung, das Unternehmen zu liquidieren. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee zu KERN: eine Beratungsplattform, die auf Körbers tiefem Verständnis für die emotionalen und praktischen Herausforderungen der Unternehmensnachfolge basiert. KERN wuchs durch ein Franchise-Modell, das Eigenverantwortung fördert und regionale Nähe zu den Kunden schafft.
000 Mandaten hat sich KERN als wertegetriebene Gemeinschaft etabliert. Neben der klassischen Beratung bietet das Unternehmen digitale Lösungen wie Silvendo und den DIY Deal Maker an, um auch kleineren Unternehmen den Verkaufsprozess zu erleichtern. Aktuell arbeitet KERN an einem Modell, um ganze Mitarbeiterteams in die Nachfolge zu integrieren, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten.
Körber betont die Bedeutung von Respekt und Wertschätzung als Brücke zwischen unterschiedlichen Unternehmerwelten.
FAQs
Im Schnitt begleitet KERN Kunden ein bis anderthalb Jahre intensiv, wobei die Dauer je nach Komplexität des Falls variiert.
Ein Mandat wird abgelehnt, wenn die Firma nicht gesund ist und keine glaubwürdige positive Zukunftsprognose vorliegt. Auch Einzelpraxen wie Ärzte, Steuerberater oder Rechtsanwälte werden eher nicht übernommen.
KERN 24/7 ist der intensive Vollservice mit persönlicher Begleitung. Silvendo ist eine digitale Plattform für kleinere Unternehmen zum selbstständigen Verkauf, und der DIY Deal Maker ist eine reine Wissensplattform für Hemdsärmelige, die alles selbst machen wollen.
KERN hat ein Leitbild und definierte Werte, die von der Gruppe permanent am Leben erhalten werden – nicht als bloße Phrase, sondern durch tiefgehende Reflexion und als Benchmark für Kunden.
KERN bereitet ein Modell vor, bei dem ganze Mitarbeiterkreise (z.B. 50–80 Personen) in die Transformation zum Unternehmertum gebracht werden, um alternative Nachfolgelösungen jenseits von Einzelpersonen oder Finanzinvestoren zu ermöglichen.
Er wollte Eigenverantwortung und Unternehmertum fördern, da dies Regionalität und eine Augenhöhe mit den Kunden sicherstellt. Zudem vermeidet es wiederholende Aufgaben, die er als „fauler Mensch“ ablehnt.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.